Afrikaans
Akan
Albanian
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Corsican
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Icelandic
Igbo
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Portuguese (Brazil)
Punjabi
Quechua
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Nachdem die Armee von Karl XII. bei Poltawa besiegt worden war,
kamen über 10.000 schwedische Kriegsgefangene ins Exil nach Sibirien.
Zur gleichen Zeit im Fernen Osten
vernichtete das Dzungar-Khanat die chinesische Armee.
China braucht einen Verbündeten, so dringend wie noch nie zuvor.
Alle bisherigen Versuche, Russland in den Krieg gegen das Dzungar-Khanat zu ziehen,
schlugen fehl.
Die Chinesen nennen diese Goldplatte "Paiza".
Sie wird persönlich an Staatsoberhäupter überreicht.
Wer die Paiza annimmt,
muss auf der Seite Chinas in den Krieg ziehen.
Tobolsk ist die Hauptstadt des sibirischen Regierungsbezirks.
Hier führen die Karawanen aus dem Osten hin.
Die Geschichte beginnt mit der Ankunft einer Karawane aus China.
- Ni hao! Tulishen! - Ni hao.
Wie viele Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen, hm?
Mein Glückwunsch zum Gouverneursposten. Ich habe ein Geschenk für Sie.
Tulishen, mein alter Freund.
Ich hoffe, dieses Geschenk versüßt meine bitteren Neuigkeiten für den Gouverneur.
Was für Neuigkeiten?
Seine Exzellenz, der Kaiser Qon Si
will russische Karawanen ins Kaiserreich verbieten.
Ist der Kaiser verrückt geworden? Eine Karawane bringt mehr Profit
als eine Provinz in einem Jahr. Warum dieses Verbot?
Wegen des Kriegs mit den Dzungaren.
Das ist die goldene, kaiserliche Paiza.
Der Kaiser schickt sie an seine Verbündeten,
damit sie in den Krieg gegen Chinas Feinde eintreten.
Das hätten Sie nicht tun sollen.
Peter hat genug mit den Schweden zu tun.
Er führt keinen Krieg gegen die Dzungaren. Ihre Paiza wird er nicht annehmen.
Dann lässt der sonnengleiche Bogdyhan keine russischen Karawanen mehr zu.
Sie können Ihrem Zaren nichts mehr geben.
Ich weiß, wie sehr Peter Sie schätzt. Bitte überzeugen Sie ihn, uns zu helfen.
Erhören Sie unsere Bitte.
Sie tun uns einen Gefallen, wir tun Ihnen einen Gefallen.
Einverstanden. Zeigen Sie mir Ihre Tiger.
Wird Russland gegen die Dzungaren kämpfen?
Russland?
Ihr bekommt keine Armee!
Sankt Petersburg.
Ein Krieg gegen die Dzungaren?
Warum bist du der Gouverneur Sibiriens?
- Um Ihren Staat zu stärken. - Aber das mache ich doch.
Unterschreiben Sie hier bitte?
Ich werde mehr Fregatten bauen.
Diesen Sommer kommen die schwedischen Schiffe her.
Von dir brauche ich nur Geld. Steh nicht herum, arbeite!
Eine Karawane nach China bringt mehr ein als ganz Sibirien in einem Jahr!
Dann arbeite, Gouverneur, denk nach! Verdiene Geld!
Ich brauche Geld und du bittest um einen Krieg!
Das wird kein richtiger Krieg.
Die Armee kommt in die Steppe, feuert die Kanonen ab und die Dzungaren fliehen.
Wir zollen China unseren Respekt und behalten die Karawanen.
Glaubst du, das macht Spaß?
Feuert man die Kanonen einmal ab,
kann man sie nicht mehr aufhalten!
Ein Krieg reicht mir.
Seid gegrüßt, Prinzessin.
Seine Hoheit, der herrschaftliche Zar
und Großfürst
Peter Alexejewitsch Romanow!
Achtung!
Schön euch zu sehen, meine Kinder.
Militärisches Geschick ist die wichtigste weltliche Kunst.
Diese Kunst brachte uns aus der Dunkelheit ans Licht.
Ich habe eine Vorahnung...
Sehen Sie nur, Katharina Alexejewitsch, was ich Ihnen zum Namenstag schenke.
Hier ist ein Smaragd enthalten,
hier ein Saphir.
Wie entzückend.
Werte Mutter, helfen Sie mir, Peter zu überzeugen.
Er will mir einfach keine Armee geben.
Als Belohnung für die Aufstellung der Grenztruppen
verleihe ich hiermit allen jungen Offizieren
den Rang des Leutnants der russischen Armee!
- Vivat! - Vivat! Vivat! Vivat!
- Ich habe noch mehr davon, mit Diamanten. - Du bist ein Halunke, Gagarin.
Peter Alexejewitsch, Ihre Frau hat doch Namenstag.
Du willst über Katharina an mich ran?
Peter Alexejewitsch, ich schwöre, ich hatte keine bösen Absichten.
- Peter. - Was wollte er denn?
Wieder Gejammer wegen seines Kriegs?
Darf ich sprechen? Es schmerzt.
Peter Alexejewitsch, ich habe etwas vor.
Ich möchte unserer Nation Gold bringen.
Es gibt da einen Ort,
dort ist ein Berg voller Gold.
Wir müssen eine Expedition organisieren.
Und dann ritt Menschikow mit seinen Dragonern ein und es ging los,
- die Schweden brachen auseinander! - Wie aufgescheuchte Hasen huschten sie.
Ja, und der Fetteste... Der Fetteste, der machte so, er kroch auf allen vieren
und fing dann an zu traben, sprang immerzu hoch und runter...
Ivan! Ivan! Ivan!...
Wie heißt du, du Plappermaul?
Leutnant Demarin.
- Ausbildung? - Abschluss mit Auszeichnung,
in Strategie, Taktik, Artillerie, Festungsbau und Planung.
Aha, mit all dem kennst du dich also aus, ja?
Der kann uns bei der Expedition von Nutzen sein.
Sag mal, Plappermaul, willst du zum Tobol?
- Tobol, was ist das? - Deine Ausbildung war nicht gut.
Der Tobol ist ein Fluss in Sibirien. Ein Grenzfluss, Leutnant.
Aber da ist doch kein Krieg.
Ich schicke dich dort hin, damit es auch so bleibt.
Völlig egal, wie du dann herumspringst,
du wirst von allen Seiten von Feinden umgeben sein, wohin du auch hüpfen wirst.
Eure Majestät! Ich habe militärische Künste im Ausland studiert,
um meinem Vaterland im Kampf zu dienen.
Und dann soll ich nach Sibirien?
Keine Widerworte gegenüber dem Zar, dafür bist du zu jung.
Ihr Jungspunde, ich habe eine Mission für euch.
Kein Krieg, aber eine schwere Prüfung -
eine friedliche Expedition zu einer Grenze, für Gold.
Geleitet wird die Expedition von Oberst Buhgoltz.
Matthäus Petrowitsch, gib ihm ein Dutzend Offiziere.
- Ein Dutzend? Das reicht nicht. - Unterbrich mich nicht.
Gib ihm 10 Offiziere. Die Rekruten wird er in Sibirien finden.
Die Expedition muss friedlich ablaufen.
- Verstanden, Leutnant? - Peter Alexejewitsch...
Friedlich, Matthäus Petrowitsch.
Beruhig dich. Tanz, so lange du noch Beine hast.
DIE SCHLACHT UM SIBIRIEN
TOBOLSK Der wieder mit seinen krummen Händen.
Victor, du verdammter Hurensohn!
Was lehnst du dich wieder über die Mauer? Bist du blind?
Ich werf dich noch hier raus!
Dann vermisst du nur noch deine Frau - wenn du genügend Seil findest.
- Hallo, Simeon. - Willkommen, Matthäus Petrowitsch.
Was macht der Bau? Mucken die Schweden auf?
Aufmucken? Aber nein, die sind völlig ruhig.
Von denen können wir noch was lernen.
Na los, hilf der Krummhand!
Ich plane eine Expedition, wir suchen nach Gold.
Die Stadt Yerkend,
wo ist die?
Das ist eine Stadt an der Grenze.
- Es dauert 14 Wochen, bis man da ist. - Oha, das ist weiter weg als Moskau.
Aber natürlich. Unsere Grenzfestung, Kara,
ist vier Wochen entfernt von Tobolsk. Wir verbringen den Winter dort
und gehen dann acht Wochen durch die feindselige Steppe.
- Gibt es Gold in Yerkend? - Das sagt man, ja.
Aber noch niemand in Tobolsk hat das Gold aus Yerkend gesehen.
Sie lügen.
Das kann schon sein.
Ich halte das für eine Torheit, diese Mission, die Ihr vorhabt.
Das geht dich nichts an.
Der Zar hat es befohlen.
Wir müssen gehorchen.
Die Arbeit ist zu Ende.
Das ist Haferbrei.
Dieser russische Mist schon wieder.
Wir sind in Gefangenschaft, Michael. Wir essen, was sie uns geben.
Du bist eine faule Frau, Brigitte.
Alles ging für deine Sauferei drauf. Du bist süchtig!
Hure! Ich will ja aufhören zu trinken, aber schaffe es einfach nicht!
Ivan, du hast dich doch beschwert, dass keine Schweden zu sehen sind.
Hier sind ganz viele, sie sind unsere Gefangenen.
Hallo Schweden, seid gegrüßt!
Hallo, ihr Helden.
Ein Einschleimer.
Was hat er gesagt?
Er sagte: "Hallo, ihr Helden".
Eure Exzellenz, das Reskript des Zaren.
All das wird für die Expedition benötigt.
Geben Sie her.
"3.000 Uniformen, 200 Pferde, 70 Plattbodenboote, 100 Kanus..."
Gut, wir sammeln das über den Winter. Ihr brecht dann im Frühling auf.
- Kuzmichev, Severinov. - Achtung!
Euch werden Unterkünfte zugewiesen.
Wir werden eine Weile in Tobolsk bleiben. Weiter geht es erst im Sommer.
Ich warne euch.
Ich werde keinerlei Unsittlichkeiten dulden.
- Ist das klar? - Jawohl, Herr Oberst.
Papa, Vater!
Bei uns wird ein Offizier wohnen.
- Guten Tag. - Hallo, Held.
- Hallo. - Ich bin Leutnant Demarin.
- Wie heißt du richtig? - Ivan Danilovich.
- Vanya? - Simeon.
Wir brauchen ein großes Fass Gurken, es ist alles aufgebraucht.
Was habe ich mit Gurken zu tun? Johan, fahr den Wagen vom Hof runter.
Mache ich.
Was stehst du hier noch herum? Hast du nichts zu tun?
Warum seid ihr schon Offiziere, ihr seid doch noch so jung?
Habt ihr in Poltawa ein paar schwedische Regimente aufgespießt?
Da war ich gar nicht. Ich habe im Ausland studiert, auf Befehl des Zaren.
Maria, zeig unserem Gast, wo er sich waschen kann.
Was haben dir die Deutschen denn beigebracht?
- Wo beim Gewehr die Kugel rauskommt? - Wie man gegen den Feind kämpft.
Dann weißt du also Bescheid.
- Papa, du hältst alle für dumm. - Komm an den Tisch.
- Komm, setz dich. - Ich sitze nicht am Tisch mit dem Feind.
Er ist kein Feind. Er ist ein Gefangener, und er hilft mir.
- Tut mir leid. Ich gehe. - Johan, sei nicht albern.
Es ist besser, wenn ich gehe.
Auf Wiedersehen.
Tja, anscheinend mag er unsere Gesellschaft nicht.
Wie kannst du es wagen, meinen Gast zu verärgern, Junge?
Bist du hier der Herr im Haus?
Du kannst aus dem Mülleimer essen!
Erober dir deine eigene Küche.
- Aber Papa! - Hör mir auf mit "Papa"!
Lass mich los!
Ich will heim, ich bin müde. Du Hure, ich will nach Hause!
Ich will nach Hause, ich will nach Hause...
Ich verstehe Sie nicht, ich spreche nicht Deutsch.
Bitte, helfen Sie mir. Tragen Sie ihn nach Hause.
Bitte.
Hier rein.
Achtung.
Sie haben vergessen, Hut.
Danke.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Johan.
Johan Gustav Renet, zu Ihren Diensten, Frau Sims.
Brigitte Christina.
Ich bin so wie du.
Ich tue, was nötig ist, um zu überleben.
Und, klappt es?
Nicht wirklich.
Aber ich verliere nicht die Hoffnung.
Ich wünsche dir, dass du das auch tust.
Die Entfernungen in Russland halten uns mehr zurück als Ketten.
Aber ich denke mir etwas aus.
Ich werde freikommen, das weiß ich.
Eines Tages werde ich
nach Hause gehen. Heim nach Schweden.
Ganz sicher.
Brigitte.
Brigitte.
Vergib mir.
Ich...
Nein. Nein, ich...
Der Krieg dauert nun schon 13 Jahre.
Immerzu in einem fremden Land.
Ich will zurück in meine Heimat.
Willst du mit mir gehen?
Nach Schweden?
Nach Schweden?
Ja, sehr gerne.
Ivan Danilovich, ich habe Essen für dich.
- Danke, ich bin nicht hungrig. - Immer noch so stolz.
Iss, ich habe es im Ofen aufgewärmt.
Oh, sieh, ein Engel am Himmel!
Es bringt Glück, einen Engel zu sehen. Nicht jeder kann das. Siehst du ihn?
Erzählt dir dein Vater solche Märchen, Maria?
- Wirst du das essen? - Nein.
Vergiss die Schüssel nicht!
Rekruten! Mit dieser Trommel werden im Kampf Signale gegeben.
Jedes Kommando ist anders. Das bedeutet vorwärts.
Stopp!
Mal etwas langsamer.
Und jetzt ihr.
Hör auf, du Idiot! Ist das so schwer sich zu merken?
- Denkt euch ein paar Worte dazu! - Was für Worte? Das ist doch kein Lied.
Baram, baram, er bläst ins Horn.
- Noch einmal. - Baram, baram, er bläst ins Horn.
Gut, Remezov. Und jetzt machen alle zusammen "Baram"!
Baram, baram, er bläst ins Horn.
Baram, baram, er bläst ins Horn.
Und jetzt Befehl Nummer zwei. Hört alle zu!
Wildschwein ist getroffen, schlag die Kuh.
Wildschwein ist getroffen, schlag die Kuh.
Wildschwein ist getroffen, schlag die Kuh.
- Was zur Hölle trägst du da! - Papa! Papa!
- Papa! - Weg damit, das ist eine Militärtrommel!
- Ich bin jetzt ein Rekrut. - Was? Komm her!
Simeon, stopp! Du blamierst deinen Sohn.
Ivan, löse seine Verpflichtung auf!
- Nein, dem Land zu dienen ist eine Ehre. - Ja! Selbst Zar Peter diente
- als Trommler unter Preobraschenski. - Du Zwerg, ich sperr dich ins Dampfbad!
So lange die Armee hier ist, hast du mit Birkenzweigen zu tun, nicht mit Trommeln,
- du Narr! - Alle Männer bei uns haben gedient.
Soll ich wie ein Mädchen herumsitzen?
Das hast du zu verantworten, Ivan. Waffen, Kriege, Siege...
- Lass ihn da raus! - Ich habe Peter nur erzählt,
was ich für richtig halte.
Dem Zar zu dienen, ist eine heilige Mission.
Das müssen Sie verstehen! Der Staat ist stark,
- weil wir Opfer bringen! - Verschwinde.
- Es ist schon entschieden! - Was?
Ich werde bei einem Einsatz dabei sein, Vater.
Um dann...in der Steppe zu sterben, du Waffennarr!
Verschwinde bloß aus meinem Haus, du Schlange!
Maria, ich bin jetzt ein Rekrut. Ich werde Gold nach Hause bringen.
Tobolsk, Winterfest, im Jahr 1715.
Sieh da nicht hin!
Kaufen Sie, kaufen Sie,...
Warum ist eine so zauberhafte Dame alleine?
- Ich suche Ivan. - Erlaube mir, dich zu beschützen.
- Na gut. - Was hat Ivan nur für ein Glück.
- Ich würde mein Leben für dich geben. - Ja, weg da! Weiber, Weiber!
Michael! Michael, ruh dich aus, komm.
- Er hat Wachdienst. Ich begleite dich. - Wie Weiber sind sie weggerannt.
Weiber, Weiber!
Josy! Josy, Josy!
Josy, wo ist Johan?
Wo ist Johan? Wo ist Johan?
Höher, bis hoch zum Dach!
Hallo, Ivan. Ich habe Pasteten für dich.
Ivan, sag mal Hallo.
Guten Tag, Madam.
Warum blamierst du mich vor meinen Rekruten?
Ach, Ivan. "Guten Tag, Madam", bei so einem hübschen Mädchen...
Bedient euch, ich habe sie selbst gemacht.
- Ich darf nicht, ich habe Dienst. - Ich nicht. Was ist da drin?
In denen Pilze. Und hier Fisch.
- Johan. - Aus dem Weg!
Johan.
Ich vermisse dich, Johan.
Komm her.
- Hier. - Herr, ich bitte dich heute...
- Verlass die Kirche, geh mit Gott. - Vater, ich muss beichten...
- Lass es gut sein, Vater. - Oh meine Sünden...
- Bitte komm. - Lass mich!
Mäßige dich!
- Komm. - Weg da!
Ich will dich küssen, Johan.
Ich dich auch, Brigitte.
Ich als Anführer werde aus der Kirche geworfen.
Komm, wir gehen in die Kneipe.
Verschwinde!
Du Teufel!
Nein! Nein, nein! Nein!
Nein, nicht!
Finger weg von ihr, das ist meine Frau!
- Du Schlampe! - Brigitte!
Du Ausgeburt der Sarazenen!
Leute, hört her! Verprügelt die Schweden!
Unsere Männer werden verprügelt! Die Schweden rebellieren!
Soldat, Meldung an den Major! Alarmiere die Kompanie!
- Peter ist da! - Wo?
Auf dem Marktplatz.
- Ich bringe dich um! - Onkel, was zur Hölle!?
Du Schlange, komm da runter!
Das ist dein Ende.
Onkel!
Verabschiede dich, Soldat.
Nicht! Töte mich nicht, Soldat!
Schließt die Reihen!
- Beendet den Kampf! - Auseinander!
- Beruhigt euch, beruhigt euch! - Zurück!
Beruhigt euch! Alle zurück, sofort!
- Auf welcher Seite bist du? - Ivan!
- Beruhigt euch! - Bleibt bei mir!
Zurück mit euch!
- Zurück! - Ivan, ich kriege das hin, warte nur.
Auf ihn!
- Alle zusammen, Männer! - Über die Köpfe! Legt an!
- Weg mit euch! - Feuer!
Runde zwei, bereit zum Angriff!
- Stopp, hinter euch ist die Armee! - Nieder mit ihnen!
Feuer!
Ruhe!
Wollt ihr ein zweites Poltawa, ihr Teufel?
Rebellieren die Schweden?
Da prügeln sich nur Betrunkene, Gouverneur.
Dieses schwedische Arschloch hat angefangen.
Sperrt alle Aufrührer ein, auch die unseren.
Er hat angefangen!
- Ich hatte nichts damit zu tun! - Sie haben gute Rekruten, Oberst.
- Eine gute Truppe. - Für den Kampf sind sie nicht gut genug,
für eine Expedition schon. Das wird ein friedlicher Einsatz.
Und, habt ihr herausgefunden, wer angefangen hat?
Alle sagen, es war ein Schwede, Johan Renet.
- Gut, hängt ihn. - Herr Gouverneur, Sir, ich flehe Sie an!
Bitte lassen Sie ihn, er ist unschuldig!
- Wir lassen deinen Mann frei, keine Sorge. - Nein, ich meine Johan Renet.
Was, Johan Renet? Davon will ich nichts hören, er hat angefangen!
- Geh! - Nein, ich flehe Sie an!
Ich liebe Johan Renet, wir wollen zusammen nach Hause.
- Ich flehe Sie an, bitte! - Dann hast du die Jungs angestachelt?
- Ich bin schuld. - Das sind keine Deutschen,
- sondern Zigeuner. - Sie sollten in eine kalte Zelle kommen.
- Du liebst ihn also? - Sehr.
- Gut, ich regle das. Geh. - Vielen Dank.
Erlaubt mir, etwas zu sagen, Oberst.
- Nur zu. - Wir sollten alle schuldigen Schweden
als Rekruten anheuern.
- Die Schweden? - Ja.
Wenn sie den Eid schwören, können wir sie mitnehmen.
Sie haben viele Offiziere. Ich habe sie kämpfen gesehen.
- Nur zu, weniger Ärger für mich. - Moment, Moment.
Sie wollen wirklich unsere Feinde bewaffnen?
- Er soll sie nehmen, ja. - Der Zar hat das auch getan.
Nun gut, dann ernenne ich Sie, Leutnant,
zum Anführer des schwedischen Schwadrons bei der Expedition.
Nur zu! Aber kein Versagen.
Ja, mein Herr.
Ich habe damit begonnen, aber es war kein Aufstand.
Ich entscheide, was passiert. Vom Galgen aus kann man schwer etwas beweisen.
Du wirst deine Frau nie wiedersehen.
Ich weiß Bescheid über euch. Capiton, lass uns mal allein.
Willst du hier als freier Mann rausgehen?
Machen Sie Scherze, Herr Gouverneur?
Nein, ich scherze nicht. Ich will dir helfen.
Du wirst dich für das Regiment melden, das nach Yerkent geht.
- Ich will dafür aber nicht rekrutieren. - Halt die Klappe.
Der Sommer hat begonnen. Die Expedition konnte losgehen.
Denk daran, Peter, wenn dir etwas passiert,
- wird deine Mutter... - Simeon?
- Was? - Was weiß man über die Dzungaren?
- Wie viele sind es? - Was wollen Sie hören - 1.000? 10.000?
- Und ihr Militär? - Das ist nur eine berittene Horde.
Wenn Sie diese Horde überrennt, bleibt nichts übrig!
Brigitte.
Ich weiß alles über dich und diesen Schweden.
Aber er wird uns heute verlassen und ihr seht euch nie wieder.
Es tut mir sehr leid, alles ist meine Schuld.
Lass uns von vorne anfangen.
Ich schwöre, ich höre auf zu trinken.
Du bist doch jetzt betrunken.
Heute ist ja auch ein Festtag.
Welcher denn?
Mit dir ist jeder Tag ein Festtag.
Nimm das und geh feiern.
Ich schwöre, das ist das letzte Mal.
Ich liebe dich. Das ist das letzte Mal.
- Ich weiß. - Das letzte Mal.
Das letzte Mal.
Hallo, Schwede.
- Hast du deine Liebste verabschiedet? - Noch nicht, Herr Gouverneur.
- Gut. - Das ist der Weg nach Kara.
Wo sind die Stellungen der Dzungaren?
Ihr Land beginnt an diesem Ufer.
- Und hier? - Hier werden Sie den Winter verbringen.
Dieser Einsatz bringt dir die Freiheit.
Und Brigitte?
Sie kommt mit der ersten Karawane. Ich halte mein Wort. Du hoffentlich auch.
- Viel Glück, Uhan. - Johan.
Johan, Johan.
Johan,
ich werde dich nicht wiedersehen.
Du musst Tobolsk mit der ersten Karawane verlassen.
Was? Warum?
Willst du, dass wir zusammen in Freiheit sind?
- Ja. - Dann tu, was ich dir sage.
Ich verstehe es nicht, aber ich tue, was du willst.
- Sicher? - Sicher.
Dann küss mich, Brigitte.
Nimm einen dicken Schal mit. Er wird dich warm halten.
- Ist nicht erlaubt. - Komm schon, komm schon.
Ivan, dem Frost ist es egal, was erlaubt ist.
Kuzmichev. Legt ab!
- Ablegen! - Macht schon!
Denk daran, Peter.
Alle Remezovs haben treu gedient. Mach uns keine Schande!
Wo fährst du denn hin, mit deinen krummen Händen?
Maria, wenn du mich begleitet hättest, würde ich ohne Kuss nicht abreisen.
Ozharovsky!
Maria! Maria! Was soll...
W-Warum blamierst du mich vor allen?
Was soll das?
- Ivan, jetzt komm! - Maria, geh nach Hause.
Komm schon, komm schon!...
Ozharovsky.
- Ivan, du bist so barsch. - Maria!
Ich bitte dich, geh nach Hause!
Johan!
- Warst du Schütze? - Bei der Artillerie.
Sind eure Kanonen besser als unsere?
Ich mag die, die nie abgefeuert werden.
Genau...
Und welche Schützen sind besser?
Warum hast du mich gerettet?
- Ich verstehe nicht... - Du hast mich aus dem Kampf gezogen.
Du willst doch im Kampf sterben, nicht bei einer Keilerei.
Dass ein Schwede mich mal retten wird...
Aber warum? Du bist der Feind.
Ganz ruhig, Ivan, wir sind jetzt auf einer Seite.
Hör zu.
Ich wollte dir noch danken.
Wie langweilig, wir schleppen uns dahin wie Kühe.
So schaffen wir's nie bis zum Winter.
Ivan! Komm, wir machen ein Rennen.
- Gute Idee. - Für ein Rennen hast du zu wenig im Bauch.
Brüder, die Schweden hängen wir ab!
Na klar, das schaffen wir...
Wir haben euch bei Poltawa besiegt. Hier klappt das auch.
Ich habe dich in Poltawa gar nicht gesehen.
An dem Tag hast du an Mamas Titte genuckelt.
Peter, wenn du weiter so schwätzt,
wird dich Onkel Johan mit deiner Trommel ertränken.
- Eine Trommel geht nicht unter. - Du aber schon.
Gut, dass das jetzt jeder weiß.
Ich habe aber eine Bedingung. Wenn die Schweden von einem Russen geführt werden,
muss ein Schwede den Russen vorstehen. Klar?
Johan Renet!
Komm rüber auf das russische Boot!
- Und durchziehen!... - Durchziehen!...
- Auf Wiedersehen! - Wir kriegen die Schweden! Peter, trommle!
- Hängt euch rein! - Durchziehen!...
Weg da!
- Ruder nach oben! - Haltet Abstand!
Drückt sie weg!
Wohin denn?
- Wir waren die Ersten! - Nein, wir!
- Brüder, Hilfe! - Hört auf zu rudern!
- Stopp! Seid ruhig! - Peter! Peter ertrinkt!
- Peter! Peter! - Ich ertrinke!
- Peter! - Ich ertrinke!
Aber hier ist es doch flach!
Ja, für dich. Ich könnte hier ertrinken.
Hoch mit dir!
Warum schreist du denn, Ivan?
Brüder! Ivan hat einen Fisch gefangen!
Kommt, los, holt den Fisch!
Was haben die da? - Einen Fisch, Oberst.
Ivan, hol ihn raus!
Los, her damit!
Komm, wirf ihn her! Wirf ihn zu mir!
Ich habe ihn!
Unser Fisch ist größer.
Die Festung Kara, acht Monate später.
Der Winter näherte sich dem Ende.
Fast den ganzen Winter waren wir lahmgelegt. Komm!
Wir durften nicht schießen, das Schießpulver wurde begrenzt.
- Ich dachte, es gibt Krieg. - Du triffst meinen wunden Punkt.
In Europa jagen wir die Schweden
und ich drehe hier Runden in der Steppe.
Stopp!
Peter, gib Alarm.
Ich bin Leutnant Demarin. Wer seid Ihr?
Das ist der große Zaisang Onhudai.
Was ist der Anlass Eures Besuchs?
Verschwende keine Zeit, Russe. Bring uns zur Festung.
Kehrt um!
Rekrut Remezov, gebt das Signal zur Toröffnung.
Warum sind die russischen Streitkräfte hier?
Wollt ihr keinen Frieden mit mir?
Wir kommen in Frieden.
Ich habe Sie hierher eingeladen.
Ich zeige Ihnen meine Verteidigungsanlagen.
Gute Kanonen.
Das bedeutet Vertrauen.
Ihr seid unsere Freunde, ja?
Wir wollen keinen Kampf.
Bitte akzeptiert unsere Gastfreundschaft.
Ich hoffe, das kann Sie überzeugen.
Und wer ist das?
Ein Zaisang, ein Anführer der Dzungaren.
Johan Renet!
Johan Renet!
Wo ist Johan Renet, hä?
- Ich weiß es nicht. - Dann findet ihn! Los, vorwärts!
Wir sind schon zweimal alles abgelaufen. Der Junker ist weg.
Hier.
Das habe ich vom russischen Gouverneur Gagarin gestohlen.
Nein! Ihr verstehe das nicht! Ihr...Ihr verstehe das nicht!
Die Russen haben ein Abkommen mit China getroffen.
Ihr wollt hier einen Krieg beginnen!
Ich bin nicht hier, um zu kämpfen.
Was hast du in deiner Armee gemacht?
Ich bin Artillerist, ich feure Kanonen ab.
Das ist eine Gabe. Die Geister der Steppe haben dich zum großen Zaisang gebracht.
Mit Heu in den Schuhen frieren die Füße nicht.
- Das weiß ich. - Warte. Nimm den Schal
- und wickel ihn dir um. - Marias Geschenk?
Das geht dich nichts an. Wickel schon!
Bist du eine alte Oma? Halt deinen Mund!
- Ein schöner Anführer bist du. - Deine Schwester will,
dass ich auf dich aufpasse.
Du bist sowas von in sie verliebt, Ivan. Das wird böse mit dir enden.
So, dann gehe ich jetzt.
Das ist eine Falle!
Weißt du,
warum sie dich nicht getötet haben?
Auf was wartest du? Trommle, sonst machen sie nicht auf.
Los, trommle.
Hört mir zu. Der wichtigste Befehl ist
Artikel sieben:
der Alarm.
Rette die Stadt, Prophet Elija Rette die Stadt, Prophet Elija.
Warum so leise, bist du eingefroren?
Öffnet das Tor!
- Rette die Stadt, Prophet Elija. - Alle zusammen!
Rette die Stadt, Prophet Elija Rette die Stadt, Prophet Elija.
- Nochmal! - Rette die Stadt, Prophet Elija.
Rette die Stadt, Prophet Elija Rette die Stadt, Prophet Elija.
Der Alarm!
- Haltet ihn auf! - Deckt mich, Jungs!
- Tötet ihn! - Lasst mich!
Peter!
Wir begraben einen tapferen Rekruten.
Einen wahren russischen Soldaten.
Seine Tat ist ein Beispiel für uns alle.
Für die letzte Ehre...
Er fürchtete den Feind nicht
und gab sein Leben für seine Kameraden.
Legt an! Feuer!
Ivan.
Ivan!
Wir sind alle Soldaten, Ivan. Wir stehen alle unter Gott und dienen dem Zaren.
Mach dir keine Vorwürfe. Du bist nicht schuld an seinem Tod.
Aber warum der Angriff der Dzungaren? Wir führen keinen Krieg.
Das beschäftigt mich auch.
Ihr habt nachts angegriffen.
Unsere Wachen wurden getötet.
Wir haben keinen Krieg provoziert.
Warum habt Ihr das getan?
Junker, da bist du ja!
Du lebst...
Alarm!
- Die Dzungaren kommen! - Die Dzungaren kommen!
TOBOLSK
Hey, aus dem Weg! Eine Nachricht für den Gouverneur!
Nimm das Pferd.
- Ihr habt mich gerufen, Gouverneur? - So ist es, Simeon.
Vor dir steht der Soldat Iegor Bykov.
Er ist ein Bote für Oberst Buhgoltz, vom Fort.
Erzähl es ihm, Iegor.
Peter Remezov, Ihr Sohn,
wurde von den Dzungaren getötet.
Glaub mir, Simeon, auch mir bereitet das großen Schmerz.
Buhgoltz schreibt, dass die Dzungaren sie in der Festung eingekesselt haben.
- Die Vorräte sind fast aufgebraucht. - Dann müssen wir Buhgoltz
- zu Hilfe kommen. - Ja, schon, nur wie?
Die Kasse ist leer.
Vater, Mutter, wie kann das sein?
Ohne unsere Hilfe werden sie sterben!
Machst du dir Sorgen um deinen Ivan?
Du hast ein Herz aus Stein, du verdorbenes Mädchen!
Ich weine auch um Peter!
Peter hat gedient. Alle Remezovs haben gedient.
Es sind Russen in Not.
Wir müssen ihnen helfen.
Nimm die Sünde von deiner Seele und vergib ihnen.
Mit Wut heilt man kein Herz.
Wir müssen sie retten.
Ohne dich kann niemand den Zug erreichen.
Habt ihr euch alle verschworen?
Ich gehe nirgendwo hin! Und ich werde euch nicht gehen lassen!
Soll sich doch der Gouverneur um den Zug kümmern!
Kapiert?
Simeon, ich gebe dir den Rest von Peters Taufkerze mit.
Finde sein Grab
und zünde sie dort an.
Er wird das Feuer vom Himmel aus sehen.
Das wird dann...seine Seele erwärmen.
Ja, Mutter.
Das werde ich tun, ja...
- Vater, ich gehe mit dir. - Ich auch.
Aber wenn etwas passiert, hat unser Zuhause keinen Mann mehr.
- Dann nimm mich mit, Vater. - Du wirst nicht gehen.
Ich werde deinen Ivan finden und ihn eigenhändig erwürgen!
- Dieser Bastard! - Wenn du das tust, laufe ich fort, Vater!
Fässer mit gusseisernen Kugeln. Fünf Chargen, 100 Wagen.
Sperrräder, Kisten mit Zündsteinen.
- 20 Seile. - Halt an.
Kanonen, Bretter, Teerfässer.
Die Apotheken-Kiste, sag mal, was da drin ist.
Also gut. Knoblauch, Baumheide,
- Schöllkraut, Absinth... - Gut so.
- ...und Kiefernöl. - Gut.
Wünsche deinem Freund Gesundheit.
Sieh nur, wie viel wir zusammengetragen haben.
Das ist den Leuten zu verdanken.
- Simeon, sieh nur! - Pass auf deine Mutter auf.
Sieh nur, Simeon! Der Engel gibt uns seinen Segen.
Das ist der Rauch aus den Schornsteinen von Tobolsk. Ein Engel...
Gott schütze dich, Simeon. Pass auf Maria auf.
Lebe wohl, Remezov.
Genau.
Gott sei mit euch.
Bist du Simeon Remezovs Tochter?
Ja. Peter, mein Bruder, wurde von den Dzungaren getötet.
Ich habe eine Woche um ihn geweint, aber gleichzeitig auch an Ivan gedacht.
Auch wenn es Vater erzürnt, ich muss auf jeden Fall zu Ivan.
Zu Ivan, dem russischen Offizier?
Ja.
Ich liebe ihn so sehr, ich würde ihm auch barfuß im Schnee folgen.
Kann ich verstehen.
Ich verrate dir ein Geheimnis: Ich will auch zu meinem Liebsten.
Man muss der Liebe folgen.
Ansonsten stirbt unser Herz.
Die Festung Kara, vier Wochen später.
Der Nachschub-Zug! Der Nachschub-Zug!
Und, werden wir sie mit Brot und Salz begrüßen?
Seht nur.
Brüder, sie kommen mit den Nomaden.
Wir müssen sie jetzt bekämpfen.
Nein, habt Geduld.
Meine Tochter...meine Tochter.
Jetzt ist alles gut, Yohan. Wir sind zusammen und wir sind frei.
Das stimmt so nicht, meine Liebste.
Ich muss ihm dienen,
das ist der Preis für meine Freiheit.
Ich bin wieder ein Soldat und ich bin wieder im Krieg.
Aber du bist doch stark und ich bin auch stark. Und wir sind zusammen.
Wo gehen wir hin?
Willkommen im Palast, meine Königin.
Wie behaglich es hier ist.
Mit dir schon.
Ivan Danilovich, da kommt ein Mann!
Ein Mann, draußen in der Steppe!
Simeon.
Simeon.
Wo ist mein Sohn?
Hallo, Peter.
Ich bin's, dein Vater.
Ich wollte bei dir sein.
Das kommt von Mutter, als Erinnerung.
Diese Kerze brannte schon bei deiner Taufe.
Wärm dich daran, mein Sohn.
Es tut mir leid, Simeon.
Ich konnte ihn nicht retten.
Ich vergebe dir.
Wie könnte ich auch nicht?
Mein Sohn ist im Grab,
meine Tochter eine Gefangene.
- Holen wir die Gefangenen zurück! - Unmöglich, Simeon.
- Das wäre Selbstmord. - Bei einem Angriff in der Steppe
ist unsere Artillerie nutzlos.
Die Nomaden haben nur Kavallerie, Simeon.
Wir dagegen nur Infanterie.
Was sollen wir also tun?
Ich weiß es nicht.
Oberst, Leutnant Demarin hat...
Was? Was hat Leutnant Demarin getan?
- Stopp! - Sag ihm, er soll die Leute gehen lassen!
Bata.
Töte ihn! Du wirst sterben wie ein Hund.
- Aber du wirst das nicht erleben. - Lass sie gehen, Onhudai.
Dein Leben ist mehr wert.
Gib den Befehl.
Lasst sie gehen.
Lasst sie durch!
Du bist ein weiser Mann, Zaisang.
Maria!
Geh zurück zur Festung.
Wie willst du hier wieder weg, du Narr?
Ich bleibe bei euch.
- Ivan. - Johan!
Geh. Ich habe schon eine Schuld mit ihm zu begleichen.
Geh!
Ich übernehme das Messer.
Na komm!
Ruhig.
Ruhig! Und jetzt geh.
- Johan. - Ich muss wieder zu den Dzungaren.
Oberst, da sind Leute - wohl von dem Nachschub-Zug.
Konnten sie entkommen?
Ich wollte meine Freiheit, das hast du versprochen.
Ich bin ein Ehrenmann. Du kriegst deine Freiheit.
Du kannst jetzt gehen.
Ich habe deine Frau gesehen. Sie ist hübsch.
- Vielen Dank. - Ich will sie dir abkaufen.
Dafür kannst du dir ein Pferd aus meiner Herde aussuchen.
Irgendeins. Ich habe ja den Nachschub-Zug entführt,
da war sie dabei. Sie ist also meine Gefangene.
Aber aus Respekt vor dir will ich sie kaufen.
Was ist dein Preis?
Wie gesagt, das geht nicht.
Zu dumm, mein Freund.
So redest du nicht mit dem großen Zaisang.
- Hey, her mit ihr! - Was hast du gesagt?
Ich kaufe doch nicht die Katze im Sack.
Komm her, Frau.
Warte, hier sind Männer...
- Zieh dich aus. - Brigitte, nicht!
- Brigitte, nein! Brigitte! - Bringt ihn zum Schweigen.
Ich habe nur einem von euch Freiheit versprochen.
Johan, schließ die Augen. Ich sterbe dabei nicht.
Brigitte!
Ich sterbe dabei nicht.
Ist etwas schiefgelaufen?
Wo kommen die alle her?
Was zur Hölle ist da los?
Was ist da los in deinem Gebiet, Onhudai?
Das musst du alleine klären, Inoen.
Ich habe die chinesische Armee vernichtet.
Du zwangst mich, auf deine Seite zu wechseln, in den Norden.
Die Truppen des Dzungaren Taishi Tserin Dondobo
haben ihren Feldzug gegen das chinesische Großreich abgebrochen
und sind nun bei der Festung Kara, wo Ihre Truppen stationiert sind.
- Weswegen bist du hier drin, Johan? - Frag deinen Gouverneur Gagarin.
- Was? - Er zwang mich zu der Expedition.
Sobald ihr die Dzungaren erreicht, läufst du zu ihnen über.
Du überreichst dann ihrem Anführer Zaisang das Gold,
das ich dir mitgeben werde.
Die Goldplatte - sie ist der Grund für den Krieg.
Hier, das ist das Gold. Versteck es, damit es nicht gestohlen wird.
- Was bedeuten die Zeichen? - Keine Ahnung,
ich kann kein Chinesisch.
Wie kommst du an dieses Paiza?
Ich habe es von einem Ausländer, einem Deserteur aus der Festung.
- Das Gold? - Ja.
Oh, sag ihnen, dass du es von Gagarin gestohlen hast.
Das wird sie erfreuen.
Hast du mal überlegt, warum die Paiza in den Händen des Gouverneurs ist,
nicht in denen des Zars?
Er hat mich betrogen. Er hat uns alle betrogen.
Nein. Die Russen sind nicht im Krieg gegen die Dzungaren.
Welch unerfreuliche Neuigkeit.
Der russische Gouverneur hat dir einen Knochen zugeworfen.
Du hast dich daran verschluckt
und einen Krieg begonnen.
Ihre Truppen für die Freundschaft unserer zwei Staaten zu opfern,
ist eine noble Tat, würdig eines wahren Herrschers.
Sie haben China gerettet.
Garnison, hört auf mein Kommando!
Die Stunde ist gekommen, für euer Vaterland zu kämpfen.
Lasst uns unsere Pflicht erfüllen.
Wer den Eid auf diese Fahne geschworen hat,
muss bis zum Tod dazu stehen.
Russland wird zufrieden mit uns sein. Lasst uns einstehen für unser Vaterland,
für unsere Heimat.
Ich muss Zar Peter diesen Dankesbrief überreichen.
Wenn das stimmt, muss der Zar davon erfahren.
Der Staat kann nicht auf Lügen basieren. Wir müssen den Krieg stoppen.
Und wie?
Hey, Russe, raus mit dir!
Wir haben da etwas für dich.
Warum bist du in unser Land gekommen, Russe?
Der Zar hat uns beauftragt, in die Stadt Yerkend zu reisen
und dort nach Gold zu suchen.
Wir wollen nicht kämpfen.
Ich habe persönlich den Befehl des Zaren gehört, keinen Krieg anzuzetteln.
Wir kommen in Frieden.
Stirb.
Stirb, Russe.
Gefällt dir das, Russe, hm?
Genug!
Ich lasse dich gehen. Niemand braucht diesen Krieg.
Lass ihn frei.
Meine Forderung an die Russen ist, die Festung zu verlassen
und nach Hause zu gehen.
Was machst du da, Nuen?
Ich glaube ihm.
Wenn ihr dem Friedensangebot zustimmt,
feuert einmal eine Kanone ab.
Ein Vermittler! Da kommt ein Vermittler, Brüder!
Das ist nicht irgendein Vermittler, das ist Ivan Demarin. Ivan!
Ivan Demarin! Kommt herbei, begrüßt ihn!
Komm, lass in Formation aufstellen.
Ivan! Ivan ist da!
Leutnant Demarin, vivat!
Ivan!
Du siehst schlimm aus, Bruder.
Tut das weh?
Nein, jetzt nicht mehr.
Willkommen zurück, Ivan Danilovich.
Willkommen zurück.
Willkommen zurück, du Held.
Oberst, ich weiß, wie der Krieg zu stoppen ist.
Sie ziehen ab. Und wir dann auch.
Stopp!
Das ist deine Schuld.
Und denk daran, komm nicht mal in die Nähe des russischen Khanats.
Tritt mir niemals mehr unter die Augen.
Dann wirst du dein Leben behalten.
Gott sei Dank, sie ziehen ab.
Entfernt die Kanonen von den Bollwerken, der Einsatz ist vorbei.
- Wir gehen nach Hause! - Wo bist du? Komm her.
Hey! Willst du deine Frau wiederhaben?
Ich lasse dich dann frei, mit meiner Frau.
Was willst du von mir, Zaisang?
Nicht viel. Du sollst nur meinen Reitern das Tor niederschießen.
Tserin Dondobo hat uns verboten, gegen die Russen zu kämpfen.
Ich muss Rache nehmen.
Bist du kein guter Schütze oder hast du Angst vor den Russen?
Und, hast du vergessen, wie man schießt?
Du hast mich angelogen, du bist kein Schütze.
Du kannst gar keine Kanone abfeuern.
Nein, du willst mich nur wieder reinlegen.
Ich schwöre. Wenn du willst, kannst du meine Frau jetzt schon haben.
Mir gefällt sie nicht mehr.
Abgemacht?
Brigitte, Brigitte, komm.
Er hat sein Wort gegeben.
Sobald das Tor zerschossen ist, bringt ihn um.
Es wird kalt, dicker Nebel zieht auf.
Ein seltsamer April.
Schnell, eine Kanone hier rüber!
Wer gab den Befehl zu feuern? Ist das ein Scherz?
Wer hat gefeuert?
- Alarm! - In Position!
Näher! Verteilt euch!
Was ist da los?
Laden.
Laden!
Höher. Stopp!
Geht weg!
Ja.
Feuer!
Steh nicht einfach herum! Los, feuern! Ich sagte, feuern, mach schon!
Wo wollt ihr hin? Zurück!
Rückzug!
Kommt, dreht sie herum!
Feuer!
Du verdammter Schütze.
Überlass ihn dem Schweden!
Schnell, hier rüber!
Kommt, dreht sie herum!
Zurück!
Nicholas! Nicholas, mein Liebster!
Colonel.
Das Waffendepot wurde zerstört, wir haben kein Schießpulver.
- Versteck dich! - Und die Verwundeten?
Um die kümmern wir uns schon.
Mutter! Mutter!
Ivan.
Mehr Schießpulver gibt es nicht?
Wir haben noch die Pulverfässer auf den Bollwerken
und das, was die Soldaten bei sich haben. Wenn sie uns belagern, sind wir erledigt.
Die Dzungaren sind auf dem Bollwerk. Alamiere Buhgoltz. Komm, komm!
- Komm, los. - Auf Gefechtsposition!
Formiert euch!
- Zur Mauer! - Kappt die Seile!
Die Seile kappen!
Vorwärts!
Kommt, Brüder!
Kappen!
Blockiert das Tor!
Hier durch!
Feuer!
Schneller!
Feuer!
Dreht um! Hier wird uns der Weg versperrt!
Feuer, Russe!
- Öffne das Tor! - Feuer weiter.
Meine Aufgabe ist erledigt, die Tore sind offen.
Stürzt sie mit den Wagen!
Feuer weiter, sonst töten wir deine Frau.
Los!
Näher!
Stopp!
Los, kommt!
Zündet die Pfeile an!
Ich will sie lebend!
Geh runter!
Ivan!
Weißt du jetzt, wessen Schützen besser sind?
Ich zeige dir, welche besser sind.
Dreht sie!
- Da ist er! - Zurück!
Noch Fragen?
Hey, Freunde!
Maria, renn weg von hier. Lauf los.
Du bist so schön, Maria. Wirklich wunderschön.
- Warum bist du hergekommen? - Um dich zu töten.
Aber du sollst noch wissen, wofür du sterben wirst.
Ich wurde wegen dir ausgepeitscht.
Wegen dir! Wegen dir! Wegen dir!
Da hast du's!
Wegen dir komme ich nicht mehr nach Hause.
Aber du wirst deine Heimat auch nicht wiedersehen.
Hast du keine Angst vor dem Tod, Russe?
Onhudai!
Hey!
Du hast deine Kanone vergessen.
Stopp!
- Wir ziehen ab. - Nicht schießen!
Zieht ab!
Ich verstehe dich nicht, Dzungar.
Ihr greift an, wenn wir Frieden ausgehandelt haben,
und zieht dann mitten in der Schlacht ab.
Was soll das?
Weiß Gott, ich habe den Krieg nicht angefangen.
Aber ich werde ihn beenden.
Wir ziehen ab.
Vater!
Maria, mein Mädchen! Du lebst!
Was tust du mir nur an?
Was wenn dir etwas passiert, hm?
Du bist meine einzige Tochter.
Ja, aber weine nicht, Vater. Es ist alles vorbei.
- Kann ich zu Ivan gehen? - Aber natürlich.
Ohne Ivan geht's jetzt nicht mehr.
Renn los, wenn dir dein Vater egal ist. Na komm!
Geh schon!
Renn los, komm! Bist ja schon ganz zappelig.
PETER REMEZOV
Sankt Petersburg, im Jahr 1721.
Eure Hoheit.
Leutnant Demarin, zu Ihren Diensten.
Nein, kein Leutnant mehr. Ab jetzt bist du Hauptmann Demarin.
- Im Dienste des Vaterlandes. - Schön dich zu sehen, Plappermaul.
Ruhe, ihr Krähen!
Dieser Mann ist der Glanz Russlands.
Nicht all ihr Schwindler hier.
Wo willst du dienen? Bei den Wachen, am Hofe, im Krieg?
Der Palast ist nichts für mich.
Ich will zurück nach Tobol.
- Aber dort herrscht kein Krieg. - Und so soll es für immer bleiben.
Davon träume ich, dass es keinen Krieg mehr gibt. Begreift das.
Der Staat ist stark dank unserer Opfer.
Nicht für uns selbst, sondern für andere
und für unser Vaterland.
So lange der russische Staat Leute wie dich hat,
wird er leben und gedeihen,
zum Neid unserer Feinde.
Das ist es, wofür unser Land stand und stehen wird.
Auf die loyalen Söhne Russlands,
die, die leben, die, die gefallen sind,
und besonders auf Hauptmann Demarin!
Petrowitsch,
sei ehrlich zu mir.
Ich bestrafe dich, aber verschone dein Leben.
Niemand kann dich hören.
Sag mir: "Ich bin schuldig".
Daran habe ich nie gedacht, Peter Alexejewitsch.
Ich habe an den Staat gedacht
und es dann übertrieben.
Schickt mich in ein Kloster.
Dort bete ich für meine Sünden.
Na gut, dann eben so.
Hängt ihn!
Matthäus, nein!
- Vivat! - Vivat! Vivat! Vivat!
TOBOLSK
- Hallo. - Ivan Demarin und Maria
hatten fünf Kinder und lebten ihr ganzes Leben glücklich in Tobolsk.
Wo ist Peter?
- Der rennt hier irgendwo herum. - Kommt essen, Kinder.
- Papa, eine Trommel! - Er wird ihn wecken.
Still, Peter!
- Rette die Stadt, Prophet Elija. Rette... - Was machst du für einen Lärm?
Ich werde dich gleich mit den Stöcken verhauen.
- Peter, stopp! - Rette die Stadt, Prophet Elija.
Simeon Remezov starb im Alter von 80 Jahren.
Er hinterließ den Tobolsker Kremlin
und die ersten Landkarten der russischen und sibirischen Geschichte.
- Großvater, sieh nur. - Großvater, da - ein Engel!
Ivan Buhgoltz, der Gründer von Omsk,
ging als Generalmajor in den Ruhestand
und starb, verehrt als Held, im Alter von 70 Jahren.
Renet Johan und Brigitte Shertzenheld
kamen erst nach 18 Jahren zurück nach Schweden.
In ihrem Heimatland wurden sie durch
ihre Erzählungen über Dzungaria berühmt.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.