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(Erzähler) Er war mutig, sehr geschickt und hatte eine besondere Art,
sich seiner Feinde zu entledigen.
Dem Chevalier d'Artagnan, einem armen Edelmann aus der Gascogne,
gelang es, die Königin von Frankreich vor einem Skandal zu bewahren.
Kardinal Richelieu hatte erfahren, dass die Königin dem Herzog von Buckingham
ein Diamantgeschmeide, ein Geschenk des Königs, als Liebespfand anvertraut hatte.
Bevor es zum Skandal kommen konnte, brachte D'Artagnan den Schmuck zurück.
Wehrt euch, Musketiere! Einer für alle! - Alle für einen!
(Erzähler) Sein Kampf gegen die Garde des Kardinals brachte ihm 3 Freunde ein:
die Musketiere Athos, Porthos und Aramis.
Und verhalf ihm zu seinem treuen Diener Planchet.
Zum Dank schenkte ihm Constance ihre Liebe. Aber Glück und Erfolg
ziehen immer Neid nach sich. D'Artagnan hatte alle Hände voll zu tun.
Rochefort, der Hauptmann der Garde des Kardinals, verfolgte ihn mit seinem Hass.
Bekomme ich meine Rache, Monseigneur? Und Ihr die Eure?
(Erzähler) Und Milady, die schöne Spionin Richelieus.
Und endlich der Kardinal selbst, der zu den einflussreichsten Persönlichkeiten
Frankreichs gehörte. Und jetzt: Wage dein gefährliches Spiel, D'Artagnan!
(Musik)
(Ruft Namen auf)
Macht weiter! Lasst Euch durch mich nicht stören.
Athos! Porthos! Aramis!
Keine Sorge, sie sind noch am Leben. Allerdings sind sie verhaftet.
Verhaftet? Was soll das bedeuten? - Wegen unerlaubter Einreise aus England.
Diese Begründung schien mir zu romantisch. Ich habe sie einfacher gefasst:
Widerstand gegen die Torwache von Paris! - Bewacht die Garde des Kardinals Paris,
können meine Musketiere Mönche werden. - Gott würde nichts gewinnen
und der König dabei nicht viel verlieren. Warum waren die drei gestern Abend
nicht auf dem Ball? Warum nicht, Treville? - Der Kardinal soll sich endlich...
diese indiskreten Fragen abgewöhnen. Ich beantworte sie ihm nicht. Sag ihm das!
Mir nach, Musketiere! Einer für alle, alle für einen!
Auf zu Treville! Einer für alle, alle für einen!
Platz da! Platz für die Musketiere des Königs!
Hey! Vorwärts!
(Musik)
Lebt wohl, Messieurs!
(Namen werden aufgerufen)
Weitermachen!
Aramis! Porthos! Athos! - Hier!
Die Musketiere Athos, Porthos und Aramis: Ein Tag Arrest,
wegen Unpünktlichkeit beim Appell! - Einer für alle!
Absitzen, Musketiere!
Alle für einen! - Und D'Artagnan für alle!
Das war ein Spaß! - Ich hätte mich ungern einsperren lassen.
Ich werde erwartet. - Schwarz oder Blond?
Oh, das kommt ganz drauf an. - Athos?
Nein, das kommt nicht infrage. - Die überlässt du mir!
Hast du den Brief noch, den ich dir gab. - Selbstverständlich.
Du hast keinen Degen um? - Nein. Bevor mich die Garde des Kardinals
entwaffnen konnte, hab ich ihn zerbrochen. So blieb mir das hier als Andenken.
Glücklicherweise.
Der Brief ist wohl wichtig? - Mehr als wichtig. Wenn du wüsstest...
Nein, nein. Sag's mir lieber nicht. Das beste Mittel, nichts zu verraten,
ist nichts zu wissen. - Stimmt!
Chevalier D'Artagnan, meldet Euch bitte sofort bei Monsieur de Treville.
Gut, wir kommen mit. Da. - Planchet?
(Flüstern) Ja.
Gib her!
Hier, lest das! - Dienstverpflichtung für Musketiere.
Betrifft das mich? - Glaubt Ihr vielleicht Rochefort?
Monsieur! Wird der König unterzeichnen? - Die Königin auf jeden Fall.
Und seit gestern schlägt Seine Majestät nichts ab, worum die Königin ihn bittet.
Jetzt werde ich Musketier! - Die Frage ist nur, ob Ihr's erlebt,
wenn Ihr's weiter so treibt wie bisher.
Ihr wart auf dem Ball im Louvre und...
Weiter habt Ihr mir nichts zu berichten? - Es war sehr schön.
Und das Geschmeide der Königin? - Das war auch sehr schön.
Sie hat's doch gar nicht getragen. Woher wollt Ihr das wissen?
Sie hat es aber doch getragen und alle haben es gesehen.
Man hat mir erzählt, dass sie es... - Misstraut dem, was man Euch sagt.
Und dem, der es Euch erzählt. - Gut.
Ich werde den Zimmermann her bestellen. Er soll das Loch in der Decke zu machen.
Sonst breche ich mir eines Tages noch das Genick.
(Musik)
Madame Bonacieux. Madame Bonacieux,
Ihr bekommt Besuch. - Von deinem Herren?
Ihr habt es erraten.
Wenn der Kater nicht im Haus ist, dann tanzen die Mäuse.
Ist sie da? - Schämt Ihr Euch nicht?
Er schämt sich nicht. Schön ist die Jugend! Stimmt's?
Oh, D'Artagnan, was fällt Euch ein, hierher zu kommen? Am helllichten Tag.
Bis zum Abend konnte ich nicht warten. - Mein Gott, Ihr habt's immer so eilig.
Constance, ich habe aus England nicht nur das Geschmeide mitgebracht.
Ein Brief? - Vom Herzog für die Königin.
Warum habt Ihr ihn nicht gleich übergeben? - Hätte sie ihn auf dem Ball gelesen
und man hätte sie überrascht? - Ja, aber das ist doch ihr gutes Recht.
Nein. In diesem Fall ist es anders. Niemand darf hiervon erfahren.
Die Königin soll ihn sofort verbrennen. - Ich habe geglaubt,
es wäre nur ein Liebesbrief? - Constance,
bringt den Brief persönlich zur Königin. - Ich hole nur meinen Mantel.
Dieser Brief brennt wie Feuer in meiner Hand.
Was war das? - Keine Angst, es ist niemand da.
Vielleicht war es nur eine Ratte. - Was habt Ihr vor?
Ich will die Ratte suchen. - Aber....
Wann habt Ihr Euer Rendezvous? - Um 5 Uhr.
Es ist 2 Uhr. Um den Brief zur Königin zu bringen, braucht Ihr etwa 1 Stunde,
also habt Ihr noch Zeit, um zu warten. Darauf, dass es 5 Uhr wird.
Aber der Brief. - Der hat noch Zeit.
Warum seid Ihr immer so stürmisch?
Weil ich's eilig hab.
Der Brief ist also von Buckingham? Der Kardinal wird zufrieden sein.
Ihr wartet einfach, dann habt Ihr ihn. - Darum habt Ihr Euch nicht zu kümmern.
Dafür sorgt schon meine Frau. Wenn sie dem Gascogner schöne Augen macht,
dann nicht aus Liebe, das ist Politik. Diese Frau besteht nur aus Politik.
Warum nur, habt Ihr Bonacieux geheiratet? - Der Einfall stammt nicht von mir,
sondern von meinen Eltern. - Nun lebt er nur noch in Erinnerung.
Die Ehemänner wird man schnell los. Aber die Frauen,
ich erfülle Euch alle Wünsche. Sicher glaubt Ihr, ich mache es immer so.
Aber ich schwöre Euch, dass ich sonst nicht so leichtsinnig bin.
Das weiß ich, mein Herz. Ich bin auch nicht so, wie man es von mir glaubt.
Constance, es war doch keine Ratte, jemand hat uns belauscht.
Die Garde. - Diesmal gilt es Euch.
So ein Leichtsinn, sie sind nur zu zweit. Passt mal auf.
Ihr wünscht? - Wir wollen zu Bonacieux.
Ich werde öffnen, aber nein, nein, wartet, ich glaube, die Tür ist offen.
Tretet bitte ein.
D'Artagnan... - Wir sehen uns um 5.
(Scheppern, Rumpeln)
(Flüstern)
Lies das. Lies es mir vor. Ich möchte wissen, ob ich mich täusche.
Wenn der Kardinal weiter gegen Euch intrigiert, lande ich in La Rochelle.
Das bedeutet Krieg. - Ich kann mir nicht denken,
dass der Herzog so etwas vor hat.
Verzeiht bitte. Es gelingt mir nicht, das Garn zu entwirren.
(Musik)
Halt! Haltet an!
Weiter!
Ihr könnt wieder einmal nicht abwarten. - Nein, so schöne Frauen
werden zu leicht entführt.
D'Artagnan. - Ja?
Ich muss Euch etwas gestehen, dass ich noch niemandem gesagt habe.
Ich liebe Euch.
Das ist sie! Halt, Kutscher, stehen bleiben!
Umzingelt die Kutsche. D'Artagnan ist in der Kutsche.
Bringt sie hier her.
Als Ehebrecherin muss man Euch einsperren. Aber ich bin nicht so streng.
Die Brüder sind im Grunde sehr friedliebend, wie alle Mönche.
Wie man Likör herstellt, haben sie zwar vergessen, aber etwas wissen sie noch!
Wie man eine widerspenstige Frau sehr schnell zum Sprechen bringt.
Meine erste Frage Madame, war der Brief, den Sie im Kamin verbrannt haben,
vom Herzog von Buckingham?
Es leistet nur eine Festung Widerstand, La Rochelle, die letzte Zuflucht
der Revolutionäre. Die letzte Pforte, die den Engländern offen steht.
Wenn Ihr sie verschließt, dann wäre das Werk der Jungfrau von Orleans vollendet.
Davon müsst Ihr mich nicht überzeugen. - Euch nicht, Sire.
Man hat mir berichtet, dass die Engländer Kriegsvorbereitungen treffen.
Hat man Euch noch nicht davon berichtet? - Nein.
Euch auch nicht, Madame? - Genauso wenig.
Kriegsvorbereitungen? - Einzelheiten kenne ich nicht.
Ach, ich bitte um Entschuldigung.
Sie hat nichts verraten, Eminenz. - Ach? Wartet nebenan auf mich.
Es wär für Euch von größter Wichtigkeit, besser informiert zu werden.
Wenn nun jemand von diesem Vorbereitungen genaue Kenntnis hätte, welchen Dienst
würde er Frankreich erweisen, wenn er Euch davon Mitteilung macht?
Habt Ihr eine bestimmte Vermutung? - Nein, leider nicht, Sire.
Es war nur so ein Einfall von mir. Es fehlt dem Herzog von Buckingham
in Frankreich nicht an guten Freunden.
Wenn einer von seinen Freunden ganz zufällig von diesen Plänen wüsste,
dann wäre es doch wohl seine Pflicht, Eure Majestät davon zu unterrichten.
Habe ich nicht Recht, Madame? - Warum soll ich nicht Eurer Meinung sein?
Jeder von uns muss seine Pflicht erfüllen. Der König die seinen,
ich die meinen und Ihr die euren.
Rochefort!
Um jeden Preis muss ich erfahren, was in der Nachricht von Buckingham stand.
Die Königin weiß etwas. Ich will wissen, was sie weiß. Die Politik hängt davon ab.
Eure Eminenz, verzeiht bitte die Störung, aber der Chevalier D'Artagnan
bittet dringend um eine Audienz. - D'Artagnan? Frechheit!
Die Kühnheit des Gascogners ist grenzenlos.
Er kommt wie gerufen, Eminenz. Gebt mir den Auftrag, ihn zu verhaften.
Ich bringe ihn zum sprechen. Ich glaube, dass er den Brief aus England geholt hat.
Eminenz, wir brauchen nur zuzugreifen. - Es gibt auch noch andere Möglichkeiten,
jemanden unschädlich zu machen. Monsieur D'Artagnan soll eintreten.
Eminenz, ich werde draußen warten. Läutet, falls Ihr mich braucht.
Seid mir willkommen, Monsieur D'Artagnan. - Euer ergebener Diener, Kardinal.
Ihr seid weder ergeben, noch mein Diener, aber Ihr seid mir trotzdem willkommen.
Ich habe für Leute wie Euch viel übrig, auch wenn wir keine Freundschaft haben.
Ich gebe Euch das Kompliment zurück. - Euer Mut gefällt mir sehr.
Das kann ich nicht leugnen. Und nun bin ich gespannt,
auf welche Art Ihr mich heute unterhaltet. Damals in Meung
und im Camp de Champs, wo Ihr meinen besten Fechter niedergestreckt habt,
den armen Bernajoux, habt Ihr viel für meine Unterhaltung getan.
Ganz zu schweigen von Eurer Reise zum Herzog von Buckingham,
da habt Ihr ja wahre Wunder vollbracht. - Ihr beschämt mich, Eminenz.
Schon möglich. Also, Monsieur D'Artagnan, was wollt Ihr von mir?
Constance Bonacieux! - Bonacieux? Ich weiß nicht,
irgendwie kommt mir der Name bekannt vor. - Zerbrecht Euch nicht den Kopf!
Eure Garde hat sie entführt. - Ach, jetzt fällt mir ein,
warum ich den Befehl zur Verhaftung gab. Hochverrat.
Ein Verbrechen, Monsieur D'Artagnan. - Wenn es wahr wäre, Monseignieur.
Sie ist dieses Verbrechens nicht fähig. - So. Und wie verhält es sich
mit dem Ehebruch, den sie mit Eurer Hilfe begangen hat?
Ihr gefallt mir immer besser, Monsieur. Darum mache ich Euch einen Vorschlag.
Vergesst Madame Bonacieux, für die Ihr leicht Ersatz findet
und kommt in meine Garde. Ihr könntet Bernajoux ersetzen.
Vielen Dank, aber ich bin mehr wert als Bernajoux und keine Frau der Welt
ersetzt mir Constance Bonacieux. - Ihr weigert Euch?
Ich werde Musketier. - Ihr seid unverschämt.
Nein, verliebt. Vielleicht trete ich ein, wenn Constance wieder frei ist.
Seht Euch vor, D'Artagnan, wer nicht mit mir ist, ist gegen mich.
Ihr seid so berühmt, Monseigneur, dass es genauso ehrenvoll ist,
Euch zu bekämpfen wie Euch zu dienen.
Ich möchte mich empfehlen, Eminenz.
Das wird er bereuen.
Verteidigt Euch, Chevalier.
(Musik)
Sie haben die Gitter geschlossen. - Ich habe gewusst, dass er ihn einsperrt.
Auf dich hört er immer. - Hört auf zu streiten!
Vorwärts, wir stürmen das Palais. - Anstatt zwei Gefangene sind es dann 5.
Nein, wir warten, bis das Tor sich öffnet. - Und das in der Uniform der Musketiere.
Überlassen wir das den Dienern, der Klügste überwacht Rochefort.
Er hat gesagt, der Klügste überwacht Rochefort.
Und wer ist das? Unser Planchet!
Wie wollt Ihr bei Kräften bleiben, wenn Ihr das Essen wegwerft?
Bis heute haben wir Euch nur verhört, ab morgen wenden wir andere Mittel an.
D'Artagnan! D'Artagnan!
Ich habe Euch erwartet, Rochefort. - Ich rate Euch, seid nicht so übermütig.
Tretet doch ein. Ihr braucht Euch nicht zu fürchten.
Ihr habt Eure Leute bei Euch. Tut es da immer noch weh?
Wisst Ihr es nicht mehr?
Ich habe selten so gelacht. - Wache!
Auf die Knie! Ihr werdet Euch entschuldigen!
Dafür werdet Ihr bezahlen, Rochefort. - Aber nicht in dieser Welt, D'Artagnan.
Morgen früh werdet Ihr wegen Hochverrats hingerichtet. Ihr kommt auf das Schafott,
das wollte ich Euch nur mitteilen.
Verdoppelt die Wachen! Der Gefangene wird morgen in die Bastille gebracht
und sofort hingerichtet.
Jetzt schon?
Da sind sie, komm mit.
Wisst Ihr, wer ich bin? - Aber sicher, Lady Winter.
Mehr wollt Ihr nicht wissen? Ich glaubte, Gascogner wären neugieriger.
Wenn man das Glück hat, neben der schönsten Frau Frankreichs zum Schafott
zu fahren, stellt man keine Fragen. - Wer sagt, dass Ihr zum Schafott fahrt?
Wer soll es schon gesagt haben? Rochefort. Und Rochefort hat offensichtlich
sehr wenig Sinn für Humor. - Dass ich neben Euch sitze,
sagt Euch das nichts? - Das ändert nichts.
Mit Euch fahr ich sogar in die Hölle.
Was fällt Euch ein?
Warum versagt Ihr mir die letzte Freude meines Lebens?
Glaubt Ihr, wir fahren zur Bastille? - Nein, das habe ich nie angenommen.
Um mich zur Bastille zu bringen, muss man mir nicht die Augen verbinden.
Sehr scharfsinnig.
Kommt!
Ihr habt berittene Diener? Wie elegant. - Ketty, führe D'Artagnan ins Haus.
Hier wohne ich.
Oh, das braucht Ihr nicht zu betonen. - Ketty, hör endlich auf,
Monsieur so anzustarren. Geh lieber und richte seine Gemächer.
Und bring Monsieur etwas zu Essen. - Sprechen wir lieber nicht vom Essen,
das erinnert mich an die Henkersmahlzeit und um die kam ich gerade erst herum.
Wer hat Euch das schon wieder verraten?
Eure Augen.
Haben Sie das wirklich?
Ich hab erwartet, dass Ihr mir jetzt verschiedene Fragen stellt.
Wollt Ihr nicht wissen, warum ich Euch entführt habe? Eine Entführung war's wohl.
Ihr wollt also nicht wissen, warum? - Ich nehme an, dass Männer,
die Frauen entführen und Frauen, die Männer entführen,
den gleichen Grund haben. - Ihr glaubt doch nicht etwa,
ich hätte Euch entführt, weil ich bedaure, dass man Euch den Kopf abschlagen wollte?
Da täuscht Ihr Euch, Monsieur. Vielleicht habe ich dem Kardinal gesagt,
dass es ein politischer Fehler wäre, einem zukünftigen Musketier des Königs
aufs Schafott zu bringen. - Sehr richtig.
Vielleicht habe ich Euch nur entführt, um mir das Vergnügen
einer persönlichen Rache zu erlauben. Ihr wisst wohl, weswegen.
Ihr wollt Euch rächen? Oh!
Wegen des Geschmeides? Ihr ward also doch daran beteiligt?
Stellt Euch nicht so dumm, schaut lieber aus dem Fenster.
Ah, die schwarzen Lakaien haben vom Kardinal sicher den Auftrag,
auf mich zu schießen, falls ich mich Eurer persönlichen Rache entziehen sollte.
Habe ich nicht Recht? - Glaubt Ihr das wirklich?
Ich traue Euren Augen. Sie sagen mir, dass Ihr solcher Gedanken unfähig seid.
So ist es! Nur mir verdankt Ihr es, wenn Euch der Kardinal nicht hinrichten ließ.
Allerdings musste ich mit seinen Wachen einverstanden sein und das tat ich nur,
weil ich als Frau den Wunsch habe, mich an meinen Besieger zu verschenken.
Glaubt Ihr das etwa? - Ich glaube überhaupt nichts.
Ich nutzte die Gelegenheit. - Ich weiß, dafür seid Ihr ja bekannt,
aber nicht bei mir. - Meint Ihr?
Hätte der Kardinal mich nicht eingesperrt, wär ich jetzt nicht bei Euch.
Ihr riecht nach Kerker, zieht Euch gefälligst um.
Bitte hier lang, Chevalier.
Wie komme ich hier nur raus?
Ich weiß etwas. Ketty! Ketty!
Komm schon, los.
Hier kommt man wohl nicht weiter, was? - Nein, du musst umdrehen.
Ich soll doch Euren Mist abholen und der liegt drüben in den Ställen...
Wenn ich es sage, dann drehst du um. - Soll ich vielleicht den Kardinal bitten?
Du hast hier nichts zu suchen. Hau ab! - Ich bin kein Dieb, hab nichts gestohlen,
ich bin Planchet. Ich bin Planchet. - Meinetwegen, dann hol dir deinen Mist.
Vielen Dank, Hauptmann. Na los, komm. Schöne Grüße an den Kardinal.
Na los, komm Schimmel, komm, komm.
Madame bittet Euch zum Essen.
Ist dieser Mann Euer Freund?
Warum habt Ihr kein Vertrauen zu mir? Ich hab Euch ein Rasiermesser gebracht,
obwohl ich weiß, dass Ihr Euch nicht nur damit rasiert. Vergesst das nicht.
Noch niemals ist einem Entführten so viel Komfort geboten worden.
Ah, Feuer, mitten im Sommer?
Ich friere leicht. - Und dann tragt Ihr so ein Dekolleté?
Habt Ihr was dagegen? - Nein. Ihr wisst, dass ich für die Reize
schöner Frauen sehr empfänglich bin. - Wollt Ihr wissen, warum Ihr hier seid?
Ihr seid hier, weil ich vom Kardinal den Auftrag dazu bekommen habe.
Habt ihr das vermutet? - Würde man jemand aus der Königsgarde
im Kerker des Kardinals hinrichten, dann brächte das sicher viele...
Scherereien für Seine Eminenz. - Viel einfacher wäre es, einen Strolch,
der in meinem Schloss herumschleicht, kurzerhand zu erschießen, so kann man sich
ganz unauffällig für etwas rächen. - Ich kann dabei nur gewinnen.
Ich befind mich in großer Gefahr, wie Ihr. - Ihr, Madame? Fürchtet Euch nicht,
ich bin bei Euch. - Ich meine es ernst.
Ich ebenso. Gebt mir einen Degen und nennt mir den Namen Eures Feindes.
Wer ist es?
Der Kardinal von Richelieu. - Ihr seid doch kein Gascogner!
Ihr arbeitet doch für ihn. - Ja, ich stand im Dienst Seiner Eminenz,
aber damit dürfte es vorbei sein. Er hat mir den Misserfolg
mit dem Geschmeide der Königin nicht verziehen.
Die Schuld daran tragt Ihr. - Dann verstehe ich nicht,
warum Ihr mich hierher bringen sollt?
Das ist es ja, was mich beunruhigt. Warum kommt er gerade auf mich?
Warum lässt er Euch ausgerechnet in meinem Schloss erschießen?
Er hat doch genug andere Möglichkeiten. Warum hier?
Auf diese Weise könnte er mit Leichtigkeit uns beide umbringen.
Sieger und Besiegte würden verschwinden und von den Diamanten wüsste keiner mehr.
Chevalier, bei solchen Intrigenspielen bleibt man nur dann am Leben,
wenn man es versteht, im richtigen Augenblick die Seite zu wechseln.
Und dieser Augenblick ist gekommen?
Ich habe keine Wahl mehr, D'Artagnan. Ich habe Angst, beschützt mich!
Wie soll ich Euch beschützen, wenn ich nicht bewaffnet bin?
Ich werde Euch einen Degen besorgen, das schwöre ich Euch.
Rochefort. - Ein unerwarteter Besuch.
Seid so freundlich, geht in Eure Gemächer.
Ein kleiner Vorschuss, bis ich den Degen habe.
Ketty, bring diesen Wein in sein Gemach, damit er sich nicht langweilt.
Seid bitte still, ich flehe Euch an.
Sicher interessiert es Euch, dass Rochefort hier ist.
Lasst das, Rochefort! Was wollt Ihr hier? Damit verderbt Ihr all meine Pläne.
Ich wollte nur wissen, ob Ihr schon etwas von ihm erfahren habt?
Bis jetzt noch nicht, aber es ist alles vorbereitet.
Ihr braucht zu lange, um jemanden zum Sprechen zu bringen.
Der Kardinal hat mir keine Frist gesetzt. Die Idee ist von ihm und nicht von Euch.
Das weiß ich auch. Aber ich habe Madame Bonacieux und die wird reden,
das verspreche ich Euch. - Das versprecht Ihr mir, aber für wann?
Lange dauert es nicht. Der Umgang mit Ratten ist nachts durchaus kein Vergnügen.
Und am Tage ebenso wenig. - Für D'Artagnan wird es angenehmer sein,
ich werde noch die ganze Nacht brauchen. - Nein, ich bitte Euch, wartet bis morgen.
Dann hab ich das Geständnis der Bonacieux. Tut es nicht.
Warum nicht? Wenn man diesen Ruf hat, darf man die Konsequenzen nicht scheuen.
Lasst ihn nur bestätigen, dass er den Brief überbrachte. Den Inhalt erfahre ich
von Madame Bonacieux. Ich zwinge sie dazu! - Das kommt nicht in Frage, Rochefort.
Ich habe einen Fehler gut zu machen. Die Vorwürfe des Kardinals
lasse ich nicht auf mir sitzen. In einer Nacht, kann sehr viel geschehen,
in einem Komplott und in der Liebe.
Ich hasse Euch, Milady. - Wie erfreulich.
Der Gascogner wird mich davon befreien. - Wovon?
Von Euren Seufzern. - Also gut, wie Ihr wollt.
(Musik)
Was für ein Geheimnis will sie erfahren? - Das erzähle ich dir später mal.
Misstraut Ihr mir noch immer? - Nein, du bist sehr gut zu mir, Ketty.
Zu gut.
Glaubt Ihr etwa, ich liebe Euch? Ich hasse Milady, das ist der Grund.
Warum? - Das erzähle ich Euch später.
Bald werdet Ihr noch mehr Grund haben, Milady zu hassen.
Die Eifersucht wird Rochefort veranlassen, Madame Bonacieux zu foltern,
um sie zum Reden zu bringen. Rochefort wird sie foltern!
Ketty!
Ketty, wo bleibst du denn? - Schrei nur!
Du musst mir helfen. - Wollt Ihr fliehen?
Wollt Ihr zu Madame Bonacieux? Ihr liebt sie sehr, nicht wahr?
Wisst Ihr, wo man sie eingesperrt hat? - Nein, aber sicher wirst du es mir sagen.
Ich würde es, aber ich weiß es auch nicht. - Hör zu,
du gehst zu Planchet, er ist mein Diener, er wohnt sicher in der nächsten Herberge.
Sag ihm, einer für alle, alle für einen. - Und wie erfahrt Ihr,
wo sich Madame Bonacieux befindet? - Das wird mir Milady sagen.
Und werdet Ihr ihr das Geheimnis verraten? - Mir bleibt keine andere Wahl.
Ich muss sie retten, bevor es zu spät ist. - Etwas muss ich Euch noch sagen.
Wenn Ihr heut Nacht zusammen seid, dürft Ihr nicht ihre linke Schulter sehen,
sie würde Euch sofort töten lassen.
Kein Wort hat D'Artagnan mir gesagt. - So? Morgen begleitet Ihr Mme. Bonacieux
nach Hause, Euer Mann wird entzückt sein, Euch wieder zu sehen.
Ihr lasst mich frei? - Selbstverständlich.
Das verdankt Ihr D'Artagnan. Die Gascogner sind berühmte Schürzenjäger.
Was wollt Ihr damit sagen? - Geht zu Milady, dann findet Ihr ihn.
Was will er denn von ihr? - Herausfinden, wo Ihr seid.
Natürlich nur, weil er Euch liebt. Aber solche Gefühle wechseln.
Neben den Reizen der bezaubernden Milady hat es eine bürgerliche Frau schwer,
das könnt Ihr mir glauben. - Das ist nicht wahr.
Er hat für den Spaß sogar etwas bezahlt, jetzt weiß Milady alles über den Brief
von Buckingham. Sie hat es schriftlich. - Das ist unmöglich.
Denkt mal nach, warum sollte ich Euch sonst frei lassen?
Schade, dass er damit sein Todesurteil unterschrieben hat.
Seine Hinrichtung erfolgt schon morgen. Und zur selben Stunde
werdet Ihr Euren Mann wieder sehen.
Unterzeichnet das! Damit beantragt Ihr Eure Freilassung.
Falls D'Artagnan nicht gesprochen hat. - D'Artagnan ein Verräter? Niemals.
Oder Athos und Aramis, mit unseren Dienern sind wir Sieben.
Wir stürmen erst mal das Schloss und wenn D'Artagnan befreit ist,
dann erobern wir das Kloster. - Wollt Ihr Euch nicht erst ausruhen?
Da kommen sie!
Sie haben sie gefunden. - Woran seht Ihr das?
An den Hüten. Alles klar zum Gefecht, alles hört auf mein Kommando!
Aber wenn D'Artagnan doch gesprochen hat? - Hör zu, wenn du nicht schon groß wärst,
würde ich dir den Hintern verhauen. Los, kommt mit!
Man sollte nicht darüber sprechen, aber da steckt was drin.
Ja, natürlich, es steckt voller Stroh.
Die Eier für D'Artagnan.
Morgens seht Ihr bezaubernd aus. - Und in der Nacht?
An wen denkt Ihr? Sagt es mir.
An die andere? Widersprecht mir nicht. Ich kenne die Männer. Gewissensbisse?
Ja. - Um Euer Gewissen zu beruhigen,
würde es genügen, wenn Ihr sie befreit. - Wo hat Rochefort sie versteckt?
Das kann ich Euch verraten. - Wollt Ihr das wirklich?
Hätte ich sonst davon gesprochen? - Was soll ich Euch dafür geben?
Mir? Mir genügt der schöne Augenblick. - Und wenn der vorüber ist?
Und der Alltag beginnt wieder?
Mein Gott, diese Gascogner, so was Misstrauisches.
Nun, was ist? Einverstanden? - Was braucht Ihr,
um Constance zu befreien? - Ich brauche einen Degen und ein Pferd.
Ich muss wissen, wo man sie gefangen hält. - Ihr vergesst eine Kleinigkeit.
Die Wächter lassen Euch nicht aus dem Schloss, ohne dass es jemand befiehlt.
Ihr? - Nein! Rochefort!
Das mache ich schon, ich sage, dass Ihr entwischt seid,
er lässt die Wachen abziehen und Ihr macht Euch auf den Weg zu Constance.
Dafür muss ich das Geheimnis preisgeben, weswegen man mich hier gefangen hält.
Soll ich Rochefort sagen, was ich weiß? - Nein, sagt es mir.
Was Euch? Ich denke, der Kardinal wünscht Euren Tod.
Wenn ich Euer Geheimnis verrate, wird er darauf verzichten.
Auf diese Weise rettet Ihr uns beide. Zuerst mich und dann Constance.
Halt! Du musst umdrehen. - Aber ich soll Euch Heu bringen,
ich muss bis zu den Ställen fahren. Soll ich vielleicht den Kardinal bitten,
dass er das Heu für mich fährt? - Ach, unser Mistkutscher. Fahr weiter!
Vielen Dank, Hauptmann, schönen Gruß an den Kardinal. Na los, nun komm schon.
Ihr zögert noch? Bedenkt doch, Ihr könntet uns beiden das Leben retten.
Zuerst will ich eine Sicherheit. - Eine Sicherheit?
Sagt, wo Constance ist. Ihr riskiert doch nichts. Ich muss hier warten,
bis Rochefort die Wachen zurückgezogen hat.
Einverstanden. Madame Constance Bonacieux ist im Kloster der Kameliterinnen.
In Béthune? Ist das wahr? - Ich bin davon überzeugt.
Ich aber nicht. In Eurer Geschichte ist leider ein Fehler.
Wieso? - Rochefort hat Euch gestern Constances
Geständnis für heute Mittag versprochen. Wenn Constance in Béthune ist,
wie konnte er Euch so was versprechen, wenn man 4 Tage nach Béthune braucht?
Es ist wie mit meinem Geheimnis. Ich bin niemals in England gewesen.
Was will man von mir? Genauso verhält es sich mit Euch und dem Kardinal.
Ihr habt keinen Zwist. Und alles, was uns betrifft, habt Ihr geheuchelt.
Selbst die Liebe. An Euch ist überhaupt nur etwas wahr, dass Zeichen,
das Ihr auf der Schulter tragt. Und jetzt sag mir, wo Constance ist.
Wache! Zur Hilfe!
Ach, sollen die Wachen erfahren, was Ihr auf der Schulter habt?
Dann würde morgen ganz Paris wissen, dass Lady Winter ein Straßenmädchen war.
Bevor es dazu kommt, werdet Ihr sterben, D'Artagnan, vor meinen Augen.
Adieu, Chevalier. - Nein, nur auf Wiedersehen!
Leider muss ich mich vorzeitig verabschieden.
Tötet ihn!
Planchet, komm hier her!
Da ist er, kommt zurück! Gebt Feuer!
Her zu mir, alles auf die Pferde!
Lass mich mal. Spring!
Alle... - ... für einen!
Und einer... - ... für alle!
Alles halt! Und absitzen!
Das mit dem Heuwagen war eine tolle Idee. - Solche Einfälle habe ich immer.
Und Constance? - Wir haben sie gefunden, im Kloster.
Ich höre Pferde.
Die können lange nach uns suchen. - Was ist mit Milady?
Die hab ich reingelegt. Glaubst du, ich gehe in die Netze
eines ehemaligen Straßenmädchens? - War sie das wirklich?
Sie hat die Lilie auf der Schulter. Aramis, wo ist Constance?
Nicht so aufgeregt, sie ist im Kloster. - Weit von hier?
Ungefähr eine Stunde. - Dann wollen wir weiter.
Vorwärts, Planchet. Ich will essen. - Nein, kommt gar nicht in Frage,
nur weil Ihr Hunger habt, soll Constance länger in Gefahr bleiben. Aufgesessen!
Hör mal, D'Artagnan. Ich muss dich was fragen.
Ach nein, später.
Nie was im Magen, immer im Sattel. Wir wollen doch nur ein Kloster erobern.
Schließlich wollen wir ein Kloster erobern, nicht?
Also, Porthos, hast du eine Idee? - Wir zertrümmern die Pforte.
Und werden dann von hinten beschossen. Ich weiß mit Klöstern Bescheid.
Selbstverständlich, Bruder Aramis. - Das ist mehr eine Festung. Ich weiß was.
Ja? - Ich hoffe, du bist gut in Form?
Ich reiße Bäume aus.
(Musik)
(Unverständlich)
Nein, wir bringen sie zum Fluss. Auf zur Taufe!
(Glockengeläut) Was ist das?
Hey, wer läutet da?
Macht auf! Wer hat die Tür verschlossen?
Alles an die Wand, wie zum Gebet. Ihr seid doch fromme Mönche.
Der Feind ist ein Musketier. - An die Wand, los! Komm raus, D'Artagnan.
Also, wer begleitet diesen Edelmann zu Madame Bonacieux?
Nicht nötig, ich weiß hier gut Bescheid. - Läutet die Glocken,
es will jemand heiraten. Wird's bald?
Wie kommt's, dass Ihr frei seid? - Ist das ein Vorwurf?
Wenn Ihr die Königin verraten habt, ja. - Constance, ich jemand verraten?
Ihr verdankt es einer Frau. - Ah, woher wisst Ihr das?
Stimmt es, dass Ihr mich betrogen habt? - Ja, so ist es gewesen.
Ah, Ihr wollt wissen, wie? - Lasst mich los. Was fällt Euch ein?
Hör auf zu läuten, Porthos. Du machst die ganze Gegend rebellisch.
Wie schade, es macht so viel Spaß! - Helft uns, Brüder, Hilfe!
Helft uns! Helft uns, Brüder!
(Musik)
Hey, worauf wartest du? Mach auf, Athos. - Immer mit der Ruhe, ich komme schon.
Bitte, tretet ein!
Mach uns Feuer, du weißt ja, wo das Holz ist.
Dann geh in den Keller und hol uns Wein. - Wissen sie es schon?
Tu, was ich gesagt habe.
Niemals wär ich hier eingedrungen, Madame, aber es erschien mir als ideales Versteck.
Ich brauche mich nicht mehr zu verstecken, denn Monsieur D'Artagnan hat dieser Dame
das Geheimnis schon verraten. - Er hat nichts verraten.
Warum hat sie ihn dann gehen lassen? - Wir haben ihn befreit.
Ist das wahr? - Glaubt wenigstens den Musketieren.
Wir sind 3, aber sprechen die Wahrheit für 4. Einer für alle... Alle für einen!
Und alle für Euch, Madame.
D'Artagnan, zu mir kannst du offen sein.
Hast du ihr bestimmt nichts verraten? - Nein, ich schwöre es dir.
Sie hat Eindruck auf dich gemacht! - Ich fand sie bezaubernd, blond,
mit wunderschönen Augen und herrlichem Teint, aber das Schandmal?
Ja, es ist seltsam. Der Mann, der sonst hier gelebt hat,
war in eine junge schöne Frau verliebt,
nach seiner Beschreibung hieß sie Milady.
Geh da rein.
Lady de Winter, früher ein Straßenmädchen, der man das Lilienzeichen
auf der linken Schulter eingebrannt hat. - Woher weißt du das?
Sie war einmal meine Frau und wir sind in meinem Haus.
Mein richtiger Name ist Comte de la Fère. Ich kannte sie nicht näher,
aber ich war in sie verliebt, sie wurde meine Frau.
Sie war kein Engel, sondern ein Teufel. Das erfuhr ich nach der Hochzeit.
Du hattest das Recht, sie zu töten. - Das Recht wohl,
aber nicht die Kraft. Ich jagte sie weg
und gab alles, was ich hatte, auf, meinen Namen, mein Haus, alles.
Versprich, das alles wieder zu vergessen. - Nein, ich werde ihr wieder begegnen...
Ich bin es, der sie finden muss. Gehen wir.
Hilf uns, ein Geheimnis zu lüften. - Es handelt sich um die Großzügigkeit
von Monsieur Rochefort. Weißt du, was Madame Bonacieux eben erzählt hat?
Rochefort wollte sie gerade entlassen. - Auf jeden Fall haben wir uns amüsiert.
Und das verdankt Ihr Rochefort? - Er ließ mich meine Freilassung
sogar schriftlich beantragen. - Das ist unmöglich,
seit wann werden solche Anträge von Gefangenen unterschrieben?
So etwas macht nur der Richter.
Habt Ihr den Antrag vorher gelesen? - Nein.
Ich gestehe, dass der Chevalier D'Artagnan mir eine wichtige Botschaft
des Herzogs von Buckingham übergeben hat, die an Ihre Majestät gerichtet war,
von der sie in meiner Gegenwart Kenntnis genommen hat. Constance Bonacieux.
Wie Ihr seht, Eminenz, vermag die Gewalt mehr als die Liebe.
Sie wusste nicht, was sie unterzeichnet. - Ich drohte mit D'Artagnans Hinrichtung.
Also war es doch Liebe. Hat Milady etwas erreicht?
Aber wir brauchen sie doch nicht mehr. - Warum nicht? Wir können uns...
keine Hofintrigen mehr leisten. Wir müssen Frankreich retten!
Das mit der Unterschrift war ganz gut, aber ich muss wissen, was der Herzog
geschrieben hat, darauf kommt es an. Buckingham könnte seine Flotte ohne...
Schwierigkeiten nach La Rochelle schicken, falls er vor hat, einen Krieg anzufangen.
Ein Krieg, den das Königreich Frankreich auf jeden Fall verliert.
Den Brief kennen D'Artagnan und Bonacieux. Würde ich ihn auch kennen,
könnte ich mir den Weg zur Königin sparen, um ihr Madame Bonacieuxs Geständnis
zu überreichen. Geht!
Eminenz, ich verlange, dass diese beiden auf das Schwerste bestraft werden.
Waren sie zu milde zu Euren Gefangenen? - Ich muss Euch eine Mitteilung machen.
Die Gefangenen sind entflohen. - Alle beide? Mein Glückwunsch, Rochefort.
Aber dafür werdet Ihr Euch verantworten! Schafft diese Leute raus!
Nun zu Euch. Ihr sucht sofort nach D'Artagnan
und kommt nicht ohne ihn wieder.
Comte de la Fère bittet um eine Audienz. - Der Comte de la Fère?
Er war damals im Gefolge bei der Hochzeit. - Ach, ja, jetzt fällt's mir ein.
Ich lasse bitten.
Ich freue mich, Euch wieder zu sehen. Man hat Euch vermisst. Wo wart Ihr?
Überall, wo ich Euch von Nutzen sein konnte, Majestät.
Ihr wart sicher viel auf Reisen? - Erst kürzlich habe ich...
einen meiner besten Freunde begleitet und zwar in England.
Die Engländer sollen so wunderschöne Gärten haben. Wollt Ihr meinen mal sehen?
Ich bin sicher, dass er Euch ebenso gefällt. Was meint Ihr?
Ich habe eine Vorliebe für Clematis. - Er ist bezaubernd, Madame.
D'Artagnan schickt mich zu Euch. Rochefort hat von Madame Bonacieux
eine Unterschrift erpresst, die Majestät gefährlich werden könnte.
Eure Majestät sollten auf der Hut sein. Constance Bonacieux...
wird von Rocheforts Leuten verfolgt. Wir müssen sie irgendwo verstecken.
Aber das ist doch selbstverständlich. Ich nehme mich Eurer jungen Nichte
sehr gerne an. Ich bin überzeugt, dass sie sich sehr wohl fühlen wird.
Habt Ihr auch schon gehört, dass seine Majestät morgen auf die Jagd geht?
Eure letzte Reise war sehr erfolgreich. - Darf ich mich bei Eurer Majestät
im Namen meiner Nichte bedanken?
Ruht Euch aus, die letzte Zeit war nicht leicht, habe ich Recht?
Bei den Schwestern von Chaillot werdet Ihr Rocheforts Mönche bald vergessen.
Ich lass Euch nicht gern allein. - Mousqueton und Grimaud
sind bis an die Zähne bewaffnet. - Kettys Leben, meinte ich.
Sie ist sehr hübsch. - Ich habe dagegen ein sicheres Mittel.
Meine Liebe zu Euch. - Ich liebe Euch auch, D'Artagnan.
Warum müssen wir uns immer trennen? - Das ist das letzte Mal.
Fahr los!
Ich glaube, Constance wird dir fehlen. - Ich denke, du bewachst den Louvre?
Treville schickt mich, um Euch zu holen und D'Artagnan auch. Die Garde,
die Musketiere und die Lanzenreiter sollen sich zur Verfügung halten.
Morgen oder auch übermorgen wird die Armee in La Rochelle sein. Vorwärts Freunde,
wir haben keine Minute zu verlieren.
Ketty.
Da erklärt Buckingham uns den Krieg. - Nachdem wir so viel für ihn getan haben.
Der Kardinal trifft Vorsichtsmaßregeln. - Gut, dass Constance in Sicherheit ist.
Die Königin und wir wissen, wo sie ist. Niemand kann ihr etwas tun. Wo ist Athos?
Und Planchet? Ich will was essen, er wollte doch einkaufen.
Sicher ist er im Dorf hübschen Mädchen begegnet und wir verhungern hier!
Nicht schimpfen, ich komme ja schon. - Ah, da ist er ja.
Ich bin keinem jungen Mädchen begegnet, sondern einem alten Mann, Richelieu.
Der war auf dem Wege zu Milady.
Was ist denn Ketty? - Monsieur Athos...
ließ mich schwören, nichts zu verraten, aber wenn der Kardinal zu Milady geht,
Monsieur Athos ist bei Lady Winter. - Aber was will denn Athos bei Milady?
Das sagte er nicht. Ich habe ihm gezeigt, wie er ins Haus kommt.
Alles in den Sattel! Treville kann warten, der ist daran gewöhnt.
Immer im Sattel und nie was zu essen.
Was für Absichten hat Buckingham? Niemand verrät es, weder D'Artagnan,
noch die Bonacieux, noch die Königin. Wenn einer nichts weiß,
muss er mit dem Schlimmsten rechnen. Ich will um keinen Preis,
dass Buckingham in La Rochelle landet. Ich muss mit ihm verhandeln.
Ich weiß auch wie. - Eine Frage, wer ist Euer Unterhändler?
Ihr! War das so schwer zu erraten?
Ich bin geehrt, Monseigneur. Ihr habt also wieder Vertrauen zu mir?
Wenn es sich um den Herzog von Buckingham handelt, ja.
Welches Angebot kann ich machen? Was für Vollmachten bekomme ich, Eminenz?
Alle! Und einen Trumpf.
Die beste Karte im Spiel, die Königin. Ihr bestellt Buckingham,
wenn er es wagt, in La Rochelle zu landen, gebe ich die Geschmeide-Affäre preis.
Darauf lässt er es nicht ankommen. - Ihr vergesst, dass er verliebt ist.
Vielleicht ist dieses Ultimatum ein weiterer Grund für ihn, anzugreifen,
um den König zu stürzen. - Ihr habt freie Hand, Milady.
Jedes Mittel ist recht, wenn es das Staatswohl erfordert, jedes.
Eminenz, seid Ihr Euch darüber klar, was Ihr von mir fordert?
Wenn ich mich weigere, fürchte ich Eure Gunst zu verlieren.
Wenn ich Euren Auftrag annehme, und ihn mit allen Mitteln durchzuführen versuche,
verliere ich unter Umständen mein Leben. - Euer Entgelt wird der Größe
der Aufgabe entsprechen. Was verlangt Ihr? - Eine Art Freibrief will ich dafür,
mit Eurer Unterschrift. - Wollt Ihr den Staatsschatz?
Viel weniger, nur das Leben eines Feindes. - Wessen?
So ein Schriftstück enthält keine Namen, Eminenz,
aber mein Feind ist auch der Eure.
Der Inhaber dieses Schreibens
hat auf meinen Befehl und zum Wohle...
des Staates gehandelt.
Gezeichnet Richelieu.
Seid Ihr nun zufrieden? - Selbstverständlich.
Ich hoffe, Eure Eminenz werden es... - Das wird sich zeigen.
Guten Abend, Madame. Und verzeiht im Voraus,
falls ich Euch falsch eingeschätzt habe.
Wache, meinen Wagen!
Wer ist da?
Wer seid Ihr? - Athos!
Musketier des Königs.
Der Comte de la Fère? - Nein, Athos.
Der Comte de la Fère lebt nicht mehr. - Was wollt Ihr von mir?
Ich verlange den Freibrief des Kardinals. - Habt Ihr etwa gelauscht?
Gebt Ihn her. Ihr werdet D'Artagnans Todesurteil herausgeben.
Ihr wollt mich vernichten, was Ihr aus enttäuschter Liebe nicht fertig brachtet,
das tut Ihr jetzt aus Freundschaft. - Gib mir das Schreiben!
Lasst mich! - Gib her!
Lass mich du Schuft! - Ich kam her, um deine gemeinen Pläne
zu vereiteln und du wirst D'Artagnan und Constance Bonacieux keinen Schaden
mehr zufügen. Wenn du es trotzdem tust, verlierst du dein Leben. Merk dir das!
Wache! Wache!
Einer für alle... - Alle für einen!
Er hat alles gehört, er hat alles gehört.
Ihr werdet nichts vereiteln, Monsieur de la Fère.
Der Verlust dieses Schreibens ist das Todesurteil für den Herzog von Buckingham.
Verzeih mir, oh Herr, vergib mir meine Schuld, möge dein Zorn
all die treffen, die Böses tun. - Ein Chevalier bittet Euch um Obdach.
Gib ihm eine Mahlzeit und preise ihm ein Zimmer an.
Der Chevalier hat mich gebeten, Euch das zu übergeben.
Vielen Dank, mein Gott, vielen Dank.
Ihr wisst noch wer ich bin, John Felton? - Milady, so lange ich lebe, werde ich
diese schönen Stunden nicht vergessen. Sie sind für mich ein Vermächtnis.
Wünscht Ihr, dass alles so ist wie früher? - Milady, wollt Ihr die Pforte
des Himmels vor mir öffnen, um sie wieder zu verschließen?
Stimmt, so kann es nie wieder werden, ich träume. Alles ist unmöglich geworden,
durch die Schuld dieses verruchten... - Hat man Euch beleidigt? Wer war es?
So sprecht doch! - Einem Menschen wie mir
ist nicht zu helfen. Immer wieder wollte ich mich zu Euch auf den Weg machen,
doch daran hinderte mich die Scham. - Vor mir braucht Ihr nicht zu schweigen.
Wollt Ihr es erfahren? Seht meine linke Schulter an,
dann wisst Ihr es. - Milady...
Warum zögert Ihr, John? Habt Ihr etwa Angst?
Damit kennzeichnet man Straßenmädchen und seitdem ist mein Leben verpfuscht.
Wer hat Euch das angetan? Wer? Ich will es wissen.
Da fragt Ihr noch. Wer kann einer Frau diesen Schimpf antun,
wenn sie sich ihm verweigert? Wer kann eine Frau entehren,
ohne dass ihn eine schwere Strafe trifft? Wer hat den größten Einfluss in England?
Wer ist das wohl? - Buckingham!
Buckingham, wer sonst.
Leider! Die Berichte dieses Mannes sind zuverlässig. Buckingham bewaffnet
seine Flotte. Seine Schiffe werden in 8 Tagen England verlassen.
Will er damit La Rochelle unterstützen? - Daran ist nicht zu zweifeln.
Aus diesem Grunde hab ich mir erlaubt, ohne das Wissen Eurer Majestät,
die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Ich habe die Eliteregimente mobilisiert,
vor allem die Garde und die Musketiere. - Wann habt Ihr das befohlen?
Es liegt schon 3 Tage zurück, Majestät. Ich konnte mir nicht erlauben,
mich überraschen zu lassen. - Ihr habt meine Zustimmung.
Das bedeutet Krieg!
Gott hat es so gewollt.
Habt Ihr Nachricht von Milady? - Bis jetzt noch nicht.
3 Tage, wir dürfen keine Zeit verlieren. Buckingham darf uns nicht zuvor kommen.
Die Abmarschbefehle an die Artillerie, Schützen und die Lanzenreiter.
Und die Musketiere? - Ich kenne Euren Hass gegen sie,
aber sie sind die Leibgarde des Königs. Ich kann es nicht ändern.
Und die Garde? - D'Artagnan.
Hört auf, persönliche Angelegenheiten in den Vordergrund zu stellen.
Es geht hier nicht um meine Angelegenheit, Eminenz, sondern um die Eure.
Ich kenne Milady. Was würdet Ihr sagen, wenn dem Herzog von Buckingham...
etwas zustößt? Noch gibt es einen gefährlichen Zeugen.
Es wäre besser, wenn man Madame Bonacieux zum Schweigen brächte.
Ihr habt erfahren, wo sie sich aufhält? - Ja! Von Madame Lannoy.
Euer Vorschlag, Rochefort? - Genau wie Ihr, will ich Zeit gewinnen.
Wir müssen die unschädlich machen, die uns gefährlich werden können,
ehe es zu spät ist. Es ist möglich... - Ja, ja, ich habe verstanden.
(Trommelwirbel)
Chevalier D'Artagnan, abgesehen von Eurer Mission in London,
Eurer Flucht aus galanter Gefangenschaft, habt Ihr auch 14 Gegner im Duell getötet
und 3 Frauen verführt, wovon eine höchsten Kreisen entstammt.
Angesichts dieser außergewöhnlichen Verdienste um Frankreich ernenne ich Euch
hiermit zum Musketier des Königs.
(Musik)
Jetzt hast du deinen Wunsch erfüllt. - Das kommt davon.
Den Hut wirst du im Leben nicht mehr los. Du siehst großartig aus.
Abgesessen, Musketiere, das ist für uns ein Grund zu feiern!
Der König hat Eure Urkunde unterzeichnet, aber die Königin hat ihm die Hand geführt.
Das muss begossen werden. - Hör auf, Porthos, das bekommt dir nicht.
Ein Musketier des Königs verträgt alles. - Treville bittet die Herren zu sich.
Alle 4. - Hoffentlich ist er bezahlt.
Na, dann Prost!
Freunde, Ihr seid alle mehr oder weniger an einer unerfreulichen Sache beteiligt.
Der Herzog von Buckingham ist in England ermordet worden.
Von einem gewissen John Felton, der in Frankreich im Exil lebt.
Verdammte Geschichte. Hättet Ihr mit dem Kardinal gesprochen,
wäre das vielleicht nicht passiert. - Dann hätte er vom Geschmeide erfahren.
Damit hätte ich die Königin bloß gestellt. Mein Gott, Constance.
Was ist mit ihr? - Aber begreift Ihr denn nicht?
Constance weiß, was in dem Brief stand. Wenn sie den Inhalt preis gibt,
weiß man wer dahinter steckt. Milady wird sie töten, versteht Ihr nicht?
Ihr wollt wohl desertieren? - Dann bitten wir um Eure Genehmigung.
Wir brauchen nur eine Stunde. - Wir stehen vor Beginn eines Krieges.
Ich quittiere meinen Dienst. - Das ist ein Wort, das mir gefällt.
Diese dickschädligen Gascogner. Ihr seid alle 4 bis zum Morgenappell beurlaubt.
Macht, dass Ihr wegkommt.
Rochefort! Wo ist Rochefort? - Als die Nachricht bekannt wurde,
verschwand er. - Welche Nachricht?
Wo wollte er hin? - Zum Kloster von Challiot.
Verhindert, dass er eine Dummheit begeht.
Eine Novizin, die es nicht abwarten kann, das Kloster wieder zu verlassen.
Ja, meine Mutter. - Hab Geduld, mein liebes Kind,
es hilft ja nichts.
(Musik)
Mein Kind, du hast Besuch, eine Dame von Rang wünscht dich zu sehen.
Sie hat von höchster Stelle den Auftrag, dir eine geheime Botschaft zu überbringen.
Ich ziehe mich so lange zurück.
Ich nehme an, Ihr wisst, wer ich bin? Es zu verheimlichen, wäre sinnlos.
Ich kam, um Euch die Wahrheit zu sagen. Etwas Furchtbares ist geschehen,
darum bin ich hier. - Was ist? Sprecht!
Der Herzog von Buckingham wurde erstochen. - Mein Gott, die Königin.
Sagt lieber, mein Gott, der Kardinal. Denn Eminenz hat das Pferd gewechselt.
Jetzt ist er nur noch daran interessiert, diejenigen los zu werden,
die mit der Geschichte etwas zu tun haben. Nicht nur seine Vertrauten,
sondern auch die der Königin. Das heißt also, Euch und mich.
Und wenn es nicht wahr ist? - Warum sollte ich lügen? Und für wen?
Meine Karosse steht reisefertig im Hof. Ich fliehe nach Flandern.
Glaubt Ihr, ich wäre hier, wenn ich für Euch noch Feindschaft empfände?
Ich will Euch helfen. - Von wem weiß Eminenz, dass ich hier bin?
Von Madame de Lannoy. Und nicht nur der Kardinal,
auch Rochefort weiß es. Er ist mir sicherlich gefolgt, es geht um Minuten.
D'Artagnan wird bald hier sein. - Die sind auf dem Weg nach La Rochelle.
D'Artagnan hält, was er verspricht! - Warum hat er den Tod des Herzogs
nicht verhindert? Na schön, ich verstehe, dass Ihr ihm mehr Vertrauen schenkt
als mir, Adieu.
Wenn er weiß, dass ich Euch retten wollte und dass Ihr Euch geweigert habt...
Übergebt der Oberin eine Botschaft für D'Artagnan. Ich ziehe mich um.
Ich hab genug Kleider für Euch.
Das ist Rochefort, wir müssen fliehen. - Nein, nein, das ist doch...
D'Artagnan. Er ist da, ich hab's gewusst.
Constance.
Constance. - Ihr dürft sie nicht entfliehen lassen.
Wen denn? - Milady. Befürchtet nichts,
mir kann nichts mehr geschehen, sie ist eben weggefahren.
Was ist mit Euch? - Nichts. Folgt Ihr,
damit sie keinen Schaden mehr anrichtet.
Milady ist draußen, ich habe sie gesehen. Komm schnell.
Fahr schneller!
Treib die Pferde an!
Schneller! Fahr, was du kannst!
Runter da!
Ich habe gesagt, dass ich dich töte, wenn du D'Artagnan angreifst.
Nein, das wollte ich doch gar nicht.
Nein! Nein! Oh!
Nein!
Du hast den Herzog von Buckingham auf dem Gewissen und Constance Bonacieux,
und darum wirst du sterben! - Nein, tötet mich nicht!
Sie kommen!
Vorwärts!
Absitzen! Mir nach!
Warum weicht Ihr zurück, Gascogner? Habt Ihr Angst?
Musketiere in Deckung, unsere Artillerie greift ein!
Geht Euch die Luft aus, Rochefort? - Das werdet Ihr gleich feststellen.
Damit Euch nicht so warm wird.
Wollt Ihr Euch alle erschlagen lassen? - Mit Eurem Geschrei gewinnt Ihr nicht!
Her zu mir, Musketiere!
(Musik)
Musketiere, der Krieg hat begonnen. Ihr begebt Euch nach La Rochelle,
wo Ihr mit Eurer viel gerühmten Tapferkeit kämpfen werdet.
Wer beim Appell fehlt, der gilt als Deserteur
und wird zum Tode verurteilt. (Namen werden aufgezählt)
Der König wird sich in Begleitung seiner Musketiere nach La Rochelle begeben,
an mir ist es, mich davon zu überzeugen, ob Eure Männer nicht nur bereit,
sondern auch vollzählig sind. (Namen werden aufgezählt)
Ruft Ihr nicht nach dem Alphabet auf? - Das ist bei Musketieren nicht üblich.
Athos?
Athos? - Hier!
Porthos? - Hier!
Aramis? - Hier!
D'Artagnan? - Hier!
Macht Schluss mit dem Appell, wenn die 4 hier sind, sind's die anderen auch.
Athos, Porthos, Aramis, D'Artagnan, Ihr seid zu 10 Tagen Arrest verurteilt,
die Ihr in La Rochelle verbüßt.
Was ist? - Ich bin zu spät gekommen.
Rochefort und Milady...
Ich bitte um Entschuldigung, aber ich habe eine Botschaft für seine Eminenz.
Sind Eure Eminenz zufrieden? - Mehr als zufrieden, Treville!
Die Vorsehung weiß was sie tut!
Auf seine Musketiere kann sich der König verlassen.
Kompanie, abrücken!
Sieh dir das an!
(Musik)
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