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Original subtitles

Etienne, was führt Sie in Wahrheit hierher? Und ich meine, im Ernst?

Wir haben niemanden, den wir einschleusen könnten. Sie kennen uns jetzt alle.

Wir brauchen einen neuen Mann. Allein Ihretwegen kam ich nach Paris.

Guten Tag, Herr Pfarrer. - Man kann mich noch nicht Pfarrer nennen, weil ich noch keiner bin.

Wir sind eine Gemeinde, wir leben die Werte der Liebe, die Christus uns gezeigt hat.

Ich besuche meine Familie und übernachte bei meiner Mutter.

Es tut mir leid, Pater, der Wecker hat versagt.

Heute Morgen hat dich Gott erwartet. Ich bestrafe dich nicht.

In der Zwischenzeit, die Dienstagsmesse bei den Schwestern.

Es wäre wohl besser, sie gleich Pater Nyangah anzuvertrauen.

Ich bin Pater Le Megueur, der neue Priester, und assistiere Pater Valliers.

Er ist ein Mann mit Erfahrung und seinen Prinzipien treu.

Du musst alles vergessen, was du im Seminar gelernt hast.

Hier ist das wahre Leben.

Ich möchte verstehen, was mit Pater Valliers ist.

Wenn wir alleine sind, fordert er mich auf, mich auszuziehen.

Er sagt, dass es Liebe ist und dass es Gott so will. Stimmt das?

Monseigneur, ich bitte Sie, mir zu glauben.

Unvorstellbar, was ich durchgemacht habe.

Ich habe mit diesem Jungen lange gesprochen.

Am Ende gab er mir den Namen eines Kameraden,

im gleichen Alter, auch er vertraute sich mir an und erzählte vom Sommerlager.

Valliers ist einer unserer besten Leute! Niemals eine Klage, nichts.

25 Jahre lang. Und da, auf einmal!

Ich traf die Familien, erlebte die Fassungslosigkeit der Eltern.

Ich nahm in ihren Augen wahr, wie sie dagegen ankämpfen, dass sich der Zweifel einschleicht.

Aber Monseigneur, man kann gewisse Details nicht erfinden.

Nicht in diesem Alter.

Und dann...

Pater Valliers ist seit vier Jahren in Plugneau.

Keine Ahnung, aber vielleicht gab's andere davor.

Also nein. Oh nein! Keine Vorverurteilung!

Die Eltern, sind sie schon gegen ihn vorgegangen?

Ich habe sie überzeugt, zu warten. Ich wollte Sie zuerst informieren.

Gut gemacht. Das hast du gut gemacht.

Ich werde zunächst einmal Pater Valliers einberufen.

In acht Tagen. Davor ist es unmöglich. Ich bin auf Dienstreise.

Nein, Monseigneur, die Familien warten.

Wie schon gesagt, die Situation ist äußerst heikel.

Wir können nicht handeln, ohne vollkommen sicherzugehen.

Aber was soll ich ihnen sagen?

Dass sie Vertrauen haben sollen in die Kirchenbehörden.

Wir werden eingreifen, ganz entschieden.

Geh in deine Pfarrei zurück und sei vorsichtig.

Pater Valliers darf nichts von deinem Vorgehen erfahren.

Ich möchte selbst von Angesicht zu Angesicht über seine geistige Verfassung urteilen. 8 Tage!

Sie können die Bank da wieder hinstellen!

Stellen Sie sie da hin!

Ah, großartig! - Meine Brüder, ich beginne heute mit euch meinen Weg,

einen Weg der Kommunion. Einen Weg der Liebe.

Nein, die Blumen kommen dahinten hin! - Schon gut, schon gut.

Was machst du? - Was?

Um die Kerzen kümmerst du dich später!

Du hast doch gesagt... - Deine Hilfe wird dahinten benötigt.

Aber ich dachte, die Kerzen müssten eingeräumt werden. - Auf geht's!

Pater, sie haben den Teppich geliefert. Möchten Sie ihn mal sehen?

Welchen Teppich? - Den Teppich für Ihre Ordination!

Ich sagte Ihnen, dass ich etwas Einfaches will. Haben Sie das vergessen?

Nein, ich weiß, wir sprachen drüber. Aber die Kirche wird voll.

Also änderte ich was. Kleine Änderungen.

Was? Es ist immerhin Ihr großer Tag, also tu ich mein Bestes.

Vertrauen Sie uns und lassen mich arbeiten, einverstanden?

Das hier hinten müssen wir noch wegräumen, sonst kriegen wir Ärger.

Und diese Sackkarre, ich versteh nicht, was sie da macht!

Edouard!

Sie sagten, dass er sofort eingreifen würde.

Worauf wartet er, wenn er die Tatsachen kennt?

Monseigneur muss über die beste Handlungsweise nachdenken.

Die beste Handlungsweise?!

Bleib ruhig, Eric. - Sollen wir ihm eine Zeichnung machen?

Es ist schon schwer genug, finde ich.

Es ist auch wegen der Kinder.

Angesichts der Situation sollten wir diskret sein.

Wir sind eine kleine Gemeinde.

Nur der kleinste Fehler, oder jede überstürzte Handlung...

kann Pater Valliers einen Spielraum geben.

Wie viele Tage? - 8. Im schlimmsten Fall.

Und was denkt ihr darüber?

Cécile, das kannst du uns nicht fragen.

Also, wir sind ja nicht...

Es ist ja nicht Nicolas, der...

Dein Junge war doch dabei!

Es hätte ebenso ihn treffen können.

Er hat das Geheimnis mitgetragen, hat Angst gehabt, also bist auch du betroffen!

Du hast recht, wir sind alle betroffen. Wir sind mit euch.

Okay. 8 Tage.

Aber wenn sich dieser Mistkerl wieder einen Jungen... - Ich kümmere mich

um Pater Valliers. Ich lass ihn keinesfalls allein. Vertrauen Sie mir!

Ich sollte eigentlich zur Ordination eines Freundes gehen, doch ich gehe nicht.

Er hat die ganze Monatsplanung neu gemacht! Ich habe nichts.

Alle Messen darf der andere machen.

Und ich habe die Verwaltung und Telefonzentrale am Hals.

Zeig ihm deinen Enthusiasmus.

Sag ihm, dass du dich in den Dienst seiner Gemeinde stellen willst.

Was hältst du davon? - Willst du dich so anziehen?

Entspann dich. Es kommen nur die engsten Freunde.

Alles Gute zum Geburtstag.

Du hattest gesagt, keine Bücher, also...

Du kriegst eine zweite Chance.

Was will der von mir? - Wer ist das? - Das ist mein Doktorvater.

Hallo, Richard?

Gut, vielen Dank, und Ihnen?

Sagen Sie's mir.

Wegen heut Abend?

Ja, es ist ab 20 Uhr.

Aber kommen Sie, wann Sie wollen.

Okay, gut. Bis später.

Hast du Bercot eingeladen? - Ich weiß nicht, was ich da für'n Mist gebaut habe.

Ich muss ihn in cc gesetzt haben.

So eine Scheiße.

Warum? - Wegen Luc, der ihn hasst, seitdem der seine Habilitation abgelehnt hat.

Das macht nichts. Ist nicht so schlimm.

Schon gut, ich gehe schon.

Hallo. - Hallo.

Alles gut, es ist nur Luc.

Let me hear some noise! - Wie geht es dir? - Gut. Und dir?

Stellst du deine Sachen ins Zimmer? - Ja, hier!

Da wird Blut fließen. Kannst du das übernehmen?

Oh nein! - Nur für die Zeit, in der Bercot vorbeikommt.

Luc, ich bitte dich!

Hey, Jungs! Ich bin völlig blank und single.

Das klingt nach einem großen Abend.

Ach, Sie sind das!

Monseigneur, ich warte immer noch auf Ihre Antwort!

Wir sagten, heute Morgen.

Ich dachte über Ihren Vorschlag nach.

Aber um ehrlich zu sein, all das ist so verrückt.

Ja, wirklich, sehr verrückt.

Im Vatikan, im Bereich Finanzen, wird bald ein Schlüsselposten frei.

Er ist für Sie.

Sie haben recht. All das ist so psychedelisch.

Ich brauche Sie, um den Papst zu retten.

Seine Heiligkeit ist ein alter und müder Mann.

Und seine Umgebung profitiert nun davon.

Wir gehen einem historischen Schiffbruch entgegen.

Pater, jetzt übertreiben Sie aber.

Alle geschätzten Männer, die sich in der letzten Zeit

mit den wirklichen Problemen der Kurie befasst haben,

wurden woandershin "befördert", das heißt, entlassen.

Das ist doch lächerlich! Wer?

Monseigneur Hendricks, nach Quebec versetzt,

Galuppi nach Buenos Aires verbannt.

Es gibt keine kritische Person mehr im Vatikan.

Sie gehen alle weg. - Aber Sie reden doch Unsinn!

Nehmen Sie Malitéros.

Er arbeitet seit Jahren im Finanzsekretariat,

machte bemerkenswerte Einsparungen,

brachte eine Reform in Gang, gegen unnötige Ausgaben!

Jedenfalls klopfen Sie an die falsche Tür. Nein.

Meine Fähigkeiten sind begrenzt, ebenso kenn ich die Akten nicht.

Und ich versteh nichts von all den Geschäften da oben.

Machen Sie mir doch nichts vor!

Sie haben in der Kirche Frankreichs die Finanzen saniert.

Alles, was ich von Ihnen verlange, ist, nach Rom zu fahren

und Ihre Kandidatur vorzuschlagen.

Und bitte kneifen Sie nicht.

Ah ja, eine letzte Sache.

Diesmal ist es persönlich und eine bescheidene Bitte.

Pater Bosco. Wir sollten daran denken, ihn für die Zukunft in Sicherheit zu bringen.

Es ist nicht vorstellbar, dass Ihr Nachfolger dieselbe Feinfühligkeit besitzt wie Sie.

Ich werde Sie bald wieder aufsuchen. Sie werden bereit sein.

Mir scheint, dass ich Ihnen mein Einverständnis nicht gegeben habe.

Sie haben es mir noch nicht gegeben.

Und behalten Sie all diese Informationen für sich. Die Wände haben Ohren.

Sieh ihn dir an, das hat er mit mir auch so gemacht.

Er schenkt dir seine Bücher und bei deiner nächsten Veröffentlichung

bist du tot, wenn du ihn nicht zitierst. - Luc, bitte.

Bitte was? So wurde er mich los, dieser Mistkerl!

Also sag Emmanuel, er soll aufpassen. Auf dich hört er wenigstens.

Okay, ich sag's ihm. - Du glaubst mir nicht?

Doch, ich glaube dir. Aber wir haben hier 'nen schönen Abend... - Guillaume?

Was machst du hier? Wie geht's?

Ich bin mit Freunden hier, die ihre Promotion mit Emmanuel gemacht haben.

Und du, was...

Ihr habt also noch Kontakt? Das ist gut. Das ist cool.

Ja, wir sehen uns hin und wieder. Ja.

Ich sehe die alten Freunde nicht mehr so oft.

Yann sehe ich ab und zu.

Aber zurzeit lässt er nicht viel von sich hören.

Ja... - Und du hast angeblich eine Pfarrei im Vorort von Paris. Ist es gut?

Ja, super. Sehr anregend, ja.

Okay. - Also ich mach ein Praktikum bei der Bischofskonferenz.

Pater Abel wollte, dass ich... - Ich hab's dir ja gesagt, aber du glaubst mir ja nicht.

Sieh mal, was er deinem Typen geschenkt hat.

Ich habe versucht, ihm klarzumachen, dass der Chef seines Typen ein Mistkerl ist.

Das ist wie bei Manuela, die nicht hört. So ist das eben.

Scheiße, jetzt habe ich Mist geredet.

Er gehört nicht zum engsten Kreis, oder?

Ich muss gehen.

Warte! Warte, Corentin!

Warte, Corentin, warte! Was wirst du tun?

Was? Willst du wissen, ob ich was sagen werde?

Wie kannst du nur in einem solchen Widerspruch leben?

Keine Sorge, ich werde dich nicht denunzieren,

denn es wäre ärmlich, es zu verbreiten. Aber du machst mich zu deinem Komplizen, oder?

Und du bist immerhin Priester.

Du darfst nicht so tun, als gingen deine Entscheidungen nur dich was an.

Sie gehen auch uns was an, du ziehst uns alle in den Dreck!

Tut mir leid. - Es war grausam, diese Reaktion von Corentin.

Du hättest seinen Blick sehen sollen, er war empört!

Seine Augen, die schrien: "Perverses Monster!"

Was für ein Blödmann. - Nein, ich verstehe ihn.

Du verstehst ihn? Was verstehst du?

Verachtest du dich so sehr? - Für dich änderte sich nichts, wenn es alle Welt weiß.

Du würdest weder deinen Job, noch deinen Ruf verlieren.

Du riskierst ja nichts. - Hast du dich nur ein einziges Mal gefragt,

wie ich das erlebe?

Dass wir nicht gemeinsam in die Kirche gehen können,

nicht nebeneinander sitzen können oder ich nicht deine Hand nehmen kann?

Okay, klar, das war die Abmachung.

Aber es bringt mich um, dass wir uns verstecken wie Verbrecher auf der Flucht.

Und ich darf nicht mal in deine Pfarrei kommen, um dich zu bewundern!

Und es bringt mich um, dass es nicht mal deine Freunde wissen.

Startklar? Ihr werdet mir alle fehlen!

Bin auch nicht sicher, ob ich hingehen kann. Probleme in meiner Pfarrei.

Jetzt muss man ihnen den Rückweg abschneiden.

Seht ihr die kleinen Löcher?

Die Mäuse kommen da durch und laufen hoch.

Folglich muss man sie zustopfen, ich zeig es euch.

Ja... So...

Schön glattstreichen, so dass es sauber aussieht.

Bist du bei uns, Guillaume?

Ich habe die Fallen vergessen. Sie sind in der Küche unter der Spüle.

Danke, Jean-Christophe.

Wir sind alle beisammen, wir verbringen einen schönen Moment.

Du bleibst außen vor. Was ist mit dir los?

Ich bin nur etwas müde.

Du bist jung. Du glaubst, dass alles endgültig ist.

Nimm dir die Zeit dieser kleinen Reise.

Und wenn du von der Ordination deines Freundes zurückkommst,

bin ich sicher, dass der Herr ein...

paar Ideen in dein Herz gegeben hat, so dass wir gemeinsam weiterkommen.

In der Zwischenzeit lass ich dich hier weitermachen.

Ich zeige Jean-Christophe, wo er die Mausefallen aufstellen soll.

Brüder, meine Brüder...

Meine Brüder...

Meine Brüder, als ich mich vor 6 Jahren

im Kapuzinerseminar auf den Weg zum Priestertum gemacht habe,

hätte ich nicht geglaubt, dass eines Tages...

Jeanne!

Jeanne!

So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich hatte mir etwas Nüchternes gewünscht.

Sie müssen jetzt gehen! Sie müssen für morgen Kräfte schöpfen.

Das wäre nicht nötig gewesen.

Es ist schon sehr freundlich, dass Sie mich empfangen.

Jedes Mal ist ein Fest, wir sind vom Herren umsorgt.

Yann, bedien dich. - Gilles!

Ich war schon besorgt, dass du mein himmlisches Dessert nimmst.

Morgen fahr ich nach Toulouse zur Ordination meines Freundes.

Ich weiß, du hast es mir gesagt und ich habe dir freigegeben.

Ich möchte, dass Sie mich begleiten.

Nein, das ist unmöglich. Ich habe haufenweise Akten im Verzug.

Gilles könnte sich drum kümmern.

Bei allem, was er jetzt schon macht?

Sie müssen mich unbedingt begleiten.

Ich bitte Sie darum.

Was hat dich denn gepackt, Yann? Was ist denn passiert?

Wenn es ein Problem gibt, musst du es mir sagen.

Meinetwegen, Herr Pfarrer, mach ich auch ohne Sie an den Akten weiter.

Vor allem würde ich Ihnen gerne meine Freunde vorstellen.

Die, die mich die Jahre begleitet haben. Das ist wichtig für mich.

Gut, es scheint dir wichtig zu sein.

Also, wenn du darauf bestehst.

Ich fühl mich sehr geehrt. Dann also los, wir fahren hin!

Den Rest kannst du später holen. - Gut, Pater, aber vergessen Sie meinen Zug nicht?

Du hast reichlich Zeit, Corentin. Pater.

Nun, und meine Papiere? Haben Sie darüber gesprochen?

Ich war auf Ihrer Webseite und las eine Ihrer Predigten. - Eine meiner Chroniken.

Ist das nicht ein bisschen lang? Ich hatte nicht den Mut, bis ans Ende zu gehen.

Bitte entschuldigen Sie.

Dominique, was machen Sie? Wir gehen jetzt.

Wo sind Ihre Sachen?

Ich bedaure, aber ich werde nicht zur Ordination des jungen Del Sarte gehen können.

Ich hatte einen Schwächeanfall.

Ich muss noch einige Untersuchungen machen lassen.

Die Ärzte rieten mir davon ab, die Umgebung zu wechseln.

Das wird schon. Sie müssen Geduld haben.

Erzwingen Sie es bloß nicht.

Glauben Sie nicht, dass ich Angst davor habe, mich in diesem Zustand zu zeigen.

Das nicht.

Jetzt nicht mehr. Ich hab's akzeptiert.

Dominique, Sie dürfen es nicht akzeptieren.

Sie wurden auf eine außergewöhnliche Probe gestellt.

Sie haben eine Kraft gewonnen, die Sie nicht mal erahnten.

Ich spüre sie. Und sie bewegt mich tief.

Diese Frau im Krankenhaus...

Sie hat mir sehr geholfen.

Jeden Tag denke ich an sie.

Ich mache immer noch das, was sie mir beigebracht hat.

Sie brachte mir bei, den Weg meines Geistes durch meinen Körper hindurch zu finden.

Dahin zu atmen, wo er fehlt.

Ich konnte ihr noch nicht mal danken.

Es ist wichtig, dass Sie über Ihre Erfahrungen sprechen.

Oft weiß man nicht, mit wem.

Dominique, wenn Sie wollen, kommen wir schon bald wieder darauf zurück.

Ich bin da.

Ich bin da, mein Freund.

Das ist für José.

Sagen Sie ihm, dass ich oft an ihn denke.

Und dass ich viel in diesen Tagen für ihn bete.

Ich werd's ihm sagen.

Ich versteh nicht, was Sie sagen, Monseigneur.

Gibt es ein Problem mit Fromenger?

Die Wände haben Ohren.

Da sind diese Versetzungen, von denen er spricht.

Galluppi nach Buenos Aires, Monseigneur Hendricks nach ich weiß nicht wohin,

die ganzen schrecklichen vatikanischen Machenschaften.

Woher hat er diese Informationen?

Er bleibt vage. Ich verabscheue diese Art von Dinge

Dunkle Prophezeiungen... Ich liebe die Offenheit.

Und wenn er einem fortschrittlichen Grüppchen angehören würde?

Ein Lobbyist. - Das gibt es nicht, Monseigneur!

Wie wollen Sie was auch immer herausbekommen?

Sie könnten Nachforschungen anstellen über seinen Aufenthalt in China.

Und was genau suchen, Monseigneur?

Ja. Genau. Das ist das ganze Problem.

Wieso hast du so darauf bestanden, mich zu dieser Zeremonie mitzunehmen?

Das sagte ich Ihnen.

Ich will, dass Sie meine Freunde aus dem Seminar kennenlernen.

Sich auf dieses Abenteuer des Priestertums einzulassen, ist schwierig.

Hast du Sorgen?

Es gibt Dinge, die ich nicht vorhergesehen habe.

Weißt du, was mein spiritueller Lehrer nach unserem Seminar sagte?

"Priester zu werden, das Wort Gottes zu verkünden, ist so,

als würde man in den Krieg ziehen."

Wenn er gesehen hätte, was aus der Welt geworden ist...

Ist doch wahr. Sieh dich doch nur um.

Jeder Tag ist ein Kampf.

Aber du bist nicht allein, Yann. Wie gut, dich an mich zu wenden.

Das ist doch der Sinn deiner Bitte?

Ja, ich muss begleitet werden.

Na, also gut. Du bist ein guter Soldat.

Los, gehen wir?

Und jetzt darfst du die Musik wählen, die wir im Auto hören.

Willkommen.

Echt gut, jeder kümmert sich ein bisschen um dich.

Red nicht davon. Wenn du wüsstest. - Ich habe den totalen Schiss.

Dass du stecken bleibst und das nicht hinkriegst. - Aber nein.

Gibt er dir dein Christendiplom auch, wenn es mit den Gebeten hapert?

Er gibt es mir, was auch immer geschieht. - Bis später.

José! Es ist so lange her.

Ich bin so glücklich, dass Sie kommen konnten.

Guillaume!

Sie haben sich aber ganz schön verändert. - Sie gar nicht.

10 000 Kilometer, um dich in diesem Gewand zu sehen.

Du wirst doch nicht bleich, bei all diesen halben Portionen!

Es ist nur eine Zeremonie.

Das wahre Ding beginnt danach.

Das ist wahr. - Los, führ uns in die Sakristei. - Kommt.

Ich bring euch hin.

Antonietta! Schwester! - Yann! Ich freu mich sehr.

Darf ich Ihnen das mitgeben?

Herr Pfarrer!

Erkennen Sie mich wieder? Jeanne Valadon.

Wir waren zusammen beim Seminar der Equipes Notre Dame in Pau.

Das ist lange her. - Ah, richtig. Aber natürlich, ja!

Damals hatten Sie noch mehr Haare. - Verrückt, wie die Zeit vergeht, oder?

Mir kann die Zeit nichts anhaben.

Haben Sie Ihr Messeblatt?

Vielen Dank.

Guten Tag. - Guten Tag.

Herzlichen Dank.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen. - Amen.

Der Friede sei mit euch. - Und mit deinem Geiste.

Willst du Priester werden, Mitarbeiter der Bischöfe im Priesteramt,

um dem Volk Gottes ohne Unterlass zu dienen,

und es zu leiten unter der Führung des Heiligen Geistes?

Ja, ich will.

Versprichst du,

in Gemeinschaft mit mir und meinen Nachfolgern,

in Respekt und Gehorsam zu leben?

Ich verspreche es.

Gott selbst möge in dir vollenden, was er begonnen hat.

Sie sind also auch Yanns Jahrgang.

Ich habe den Eindruck, dass Sie alle sehr leidenschaftlich sind,

wirklich engagiert. Das gefällt mir.

Und wo sind sie?

In einem Pariser Vorort, einer kleinen Pfarrei.

Als ich in Ihrem Alter war, da schickte man mich nach St. Etienne,

einem Arbeitervorort.

Von Pater Bosco. Er war im letzten Moment verhindert.

Er denkt an dich und du bist in seinen Gebeten.

Sein persönliches Exemplar.

Wie geht es ihm? - Gut, also...

Für dich, José. - Vielen Dank.

Und ich? - Du?

Du kommst tanzen! - Aber was habe ich falsch gemacht? - Auf geht's!

Ein schönes Fest, nicht wahr?

Und die Gebetsgruppe hat es organisiert.

Für José.

Wir sind froh, einen so jungen Priester zu haben.

Sind Sie ein ehemaliger Kapuziner?

In welcher Pfarrei sind Sie? - Nein, ich spiele eher in einem konkurrierenden Team.

Na ja, im Mutterhaus.

Wie soll ich's sagen, ohne zu verletzen?

Ohne zu verletzen? - Nein, nein.

Was ich sagen wollte, ist, da war Jesus, der Nazarener.

Sie haben sich doch Pater Fromenger immer sehr verbunden gefühlt.

Wir kamen uns durch meine Krankheit wieder näher.

Er schrieb mir oft.

Aus China? - Aus Shanghai, ja.

Er muss Ihnen von seinen Aktivitäten erzählt haben oder von seinen Freunden...

Seinen Freunden?

Pater Lao Tse.

Oh, warten Sie.

Da lässt sich was machen.

Pater Lao Tse, sagen Sie?

Ein Mann, der sehr engagiert ist.

Er hat gegen die Unterdrückung der Kirchen vor Ort

durch den Kommunismus gekämpft. - Und er war Teil einer Gruppe?

Mehr als einer!

Gebetsgruppen.

Gebetsgruppen, ja.

Ich muss schließen, Monseigneur.

Bitte entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht aufhalten.

Dominique.

Dominique.

Fühlen Sie sich hier wohl?

Sie könnten mir keinen besseren Platz finden.

Kennen Sie Tiberias? Den See Genezareth, über den Jesus gegangen ist... - Natürlich.

Gut. Daneben gibt es Familien, die...

Das ist ziemlich schwer zu erklären.

Ich bin gleich wieder da.

Auf José! - Auf José!

Es ist ein bisschen abrupt, aber...

Ich wollte wissen...

Es gibt da was, über das wir nie gesprochen haben.

Du und ich.

Diese Sache... Würde ich dir sagen, dass Emmanuel und ich die letzten Jahre...

Dass wir zusammen... Wir sind immer noch. - Ich habe mir das schon gedacht.

Aha. - Ja.

Und bringt dich das in Konflikte?

Bist du sauer?

Yann?

Nimmst du diesen Geruch wahr?

Als ich Kind war, holte mein Vater mich immer nach der Messe ab.

Und ständig bat ich ihn, noch ein bisschen zu bleiben.

Dieser Geruch.

Am Tage meiner Ordination habe ich verstanden,

dass er ein Refugium wird, mein ganzes Leben lang.

Ich sagte mir:

"Wie kann ich es anstellen, für immer hier zu bleiben?

Zu leben in Gott?

Seine Liebe zu fühlen?"

Vor deiner Ankunft in der Pfarrei habe ich Schweres durchgemacht.

Es gab große Momente der Einsamkeit.

Aber als ich dich zum ersten Mal sah,

habe ich mich in dir wiedererkannt.

Ein junger Mann, der aus dem Seminar kommt.

Sofort sah ich in dir denselben Wunsch wie bei mir,

anderen zu helfen.

Du wirst ein guter Priester sein.

Gut, wir sollten nun gehen, wenn wir morgen in Form sein wollen.

Du hast dich verdrückt?

Da ist jemand, der dich sucht.

Er ruft von weither an.

Hallo?

Na, Schluss mit dem Bier? Wechselst du jetzt über zum Messwein?

Na ja, wie du dir denken kannst, das ist geschafft.

Und? Bist du mir böse?

Klar bin ich dir böse.

Aber wenn du's vorziehst, lieber die Ozeane zu überfliegen,

als mit uns zusammen zu sein...

Ich habe für dich gebetet. Ich hätte heulen können.

Ich hab's gespürt.

Ich habe dein Gebet gespürt.

Ich muss los. Ich kann sie nicht unbeaufsichtigt lassen.

Okay, gehe schon.

Geh zurück zu deinen Bischöfen, bevor sie sich volllaufen lassen.

Ich bin stolz auf dich, Alter. Du fehlst mir.

Vielen Dank, mein Freund! Mein Bruder in Christus.

Raphaël.

Er fehlt mir heute. Er ist meine Familie.

Was ist das?

Predigt für morgen?

Das sind nur ein paar Ideen, einfach so.

Aber die Wahrheit ist...

Ich weiß nicht, was ich ihnen sagen soll.

Als ich den Ruf Gottes spürte, fühlte ich mich nicht würdig.

Ich schämte mich.

Aber diese Scham hat mir erlaubt, zu leben,

zu verstehen, dass es einen Platz für mich unter den Menschen gibt.

Ich vermag ihnen das nicht zu sagen.

Aber natürlich kannst du das. Das ist deine Logik.

Mach weiter! Und versuch nicht, zu vereinheitlichen.

Sie werden es nicht verstehen.

Alles, was sie interessiert, sind Teppiche und Blumen und...

Du musst sie akzeptieren, wie sie sind.

Und dann werden sie auch dich akzeptieren.

Sie sind jetzt deine Familie. - Meine Familie seid ihr.

Heute wirst du endgültig in die Welt kommen.

Du bist ein Bote. Glaubst du, dass Jesus auf seinem Weg nur Leute traf,

die bereit waren, ihm zuzuhören?

Selbst seine Jünger verstanden manchmal nichts davon.

Und dennoch hat sein Wort in ihnen gewirkt und sie verändert.

Und trotzdem hat ihn Petrus verleugnet, der Heilige Thomas gezweifelt.

Ende des Sommers 1943, ich war acht Jahre alt,

machte ich mich eines Morgens auf den Weg,

um meine Tante zu besuchen, in der Nähe von Rochefort.

Im Dämmerlicht sah ich eine Gruppe von jungen Leuten,

die fröhlich dahinmarschierten.

Sie waren aus dem theologischen Seminar abgehauen

und wollten zu den französischen Widerstandskämpfern stoßen.

Sie waren stolz, glücklich und frei.

Da bekam ich Lust, Priester zu werden.

Ein großer Kerl in einer Soutane,

der der aufgehenden Sonne entgegengeht, mit umgehängtem Gewehr.

José, hier drin ist das, was dich bewegt, was du im Bauch hast.

Und das, das du dir umgehängt hast.

Sie werden es verstehen.

Für jemanden da draußen, der bereit ist...

und es noch nicht weiß,

bist du die Stimme, die der Heilige Augustus im Garten von Mailand hörte.

Nimm und lies.

Tolle Lege.

Es tut mir leid, mein Taxi ist hier.

In meinem Alter geht der Heilige Geist ohnehin früher schlafen.

Guten Abend, Monsieur.

Zusammen mit dem Benzin?

Ja. - 20 Euro, Monsieur. Vielen Dank.

Guillaume, ich nehme dir das nicht übel.

Es gibt Dinge, die sehr viel mehr schmerzen.

Guten Abend. - Guten Abend.

Nummer 5. - 30 Euro, bitte.

Vielen Dank. - Danke ebenfalls.

Schönen Abend. - Ihnen auch. Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.

Ja?

Das ist die Sintflut.

Wir sind gewissermaßen als Vorhut hier,

um Ihnen zu sagen, dass wir glücklich sind, Sie bei uns zu haben.

Das ist für Sie.

Es ist von uns allen.

Gefällt es Ihnen nicht, Herr Pfarrer?

Es ist wirklich schön. Vielen Dank.

Es ist aus heimischem Handwerk, ein zeitgenössisches Stück.

Und wir haben es mit Ihren persönlichen Initialen versehen.

Wir wissen, dass Sie kein Geschenk wollten.

Aber ich nahm's auf mich.

Ich sagte ihnen: "Pater Del Sarte will kein Geschenk,

aber wenn er es von seinen Gemeindemitgliedern bekommt,

die es mit Sorgfalt und all ihrer Zuneigung, die sie für ihren Herrn empfinden,

ausgewählt haben, wird er glücklich sein.

Er weiß, dass wir seine Familie sind

und wird diese kleine Geste nur mit Freude annehmen können."

Ich hoffe, Sie erweisen uns die Ehre, es zu Ihrer ersten Messe zu verwenden.

Wir lassen Sie jetzt allein.

Auf Anfrage der UNESCO habe ich eine Simulation des finanziellen Engagements

für das Kolloquium erstellt.

Wir müssen nur noch mit den Abteilungen kontrollieren,

ob es auch keine Fehler bei der Planung gibt.

Aber Sie sehen, es scheint sich alles zu fügen.

Dieses Kolloquium findet schließlich statt.

Sie behalten doch nach meinem Fortgang dieselben Funktionen bei?

Das hängt alles von Ihrem Nachfolger ab.

Etwas sagt mir, dass Sie bleiben werden,

wie auch immer die Konstellation sein wird.

Und deshalb muss ich Sie um einen Dienst bitten. Es ist persönlich.

Selbstverständlich, Monseigneur.

Wachen Sie darüber, dass das neue Team

die Stelle von Pater Bosco im Archiv nicht infrage stellt.

Sie wissen, dass dieser Ort sein Zufluchtsort ist.

Er untersteht Ihrer Abteilung direkt, deshalb dachte ich,

Sie könnten seine Stelle schützen. Und Sie werden es sehen, wie Sie es machen.

Die Barmherzigkeit wird Ihnen den rechten Weg weisen.

Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun.

Was ist denn das?!

Nicht noch ein Beschwerdekomitee gegen meine Budget-Entscheidungen.

Eher eine Kommission der Entdramatisierung.

Die philippinischen Schwestern sind erschüttert über den Skandal,

der die Botschaft in Rom beschmutzt. - Was für ein Skandal?

Monseigneur Malitéros, ein in seinem Heimatland sehr geachteter Mann,

diese Frauen betrachten ihn fast wie einen Heiligen,

wurde soeben seiner Ämter enthoben.

Man spricht von schwerwiegenden Unterschlagungen, von Urkundenfälschung.

Wer hätte das von einem Mann mit so tadellosem Ruf gedacht?

Seine Heiligkeit ist sehr betrübt. Manche sagen sogar, er wäre schockiert.

Ich werd mit ihnen sprechen. - Ich danke Ihnen.

Herrje. Er hatte wohl recht! - Wer denn?

Fromenger.

"Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.

Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.

Das Brot, das ich reichen werde,

ist mein Fleisch, für das Leben der Welt."

♪ Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

♪ Lob sei dir, Herr, Jesus Christus.

Meine Brüder...

Ich beginne heute mit euch meinen Weg.

Meinen Weg.

Einen Weg der Kommunion.

Einen Weg der Liebe.

Und dieser Weg...

Ich...

Ich und dieser Weg...

Bekennen wir unseren Glauben.

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,

Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus.

Gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes.

Am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren gen Himmel,

er sitzt zur Rechten Gottes, des Allmächtigen Vaters,

von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.

Guillaume?

Ja? - Komm her!

Ja, Pater? - Ich habe auf dich gewartet.

Hattest du eine gute Reise?

Pater, eben gerade wollte ich Ihnen sagen... - Ich habe heute an dich gedacht.

Guten Tag erst mal.

Und der Heilige Geist hat mir eine Idee eingegeben.

Etwas Einfaches natürlich, um den Anfang zu machen.

Es geht darum, eine Kirche in unserem Sektor zu übernehmen.

Sie ist geschlossen, seit fünf Jahren.

Und wir müssen sie unglücklicherweise der Gemeinde zurückgeben.

Es geht darum, die Unterlagen mit ihnen vorzubereiten,

eine Bestandsaufnahme zu machen, was vor Ort übriggeblieben ist,

und sich um den Umzug zu kümmern, und auch um die Entweihung natürlich.

Das ist ein Auftrag, der unterschiedliche Kompetenzen verlangt.

Ich vertraue dir, dass du ihn erfolgreich durchführst.

Na, ist das was für dich?

Kopf hoch, junger Mann!

Du hättest mich doch wecken können!

Kommen Sie.

Herr Pfarrer?

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