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In seinem Kopf sitzt ein Tumor, der fast so groß ist wie ein Tischtennisball.
Jeder reagiert anders auf die Behandlung. Nein, das ist gut.
Du könntest doch deinen Freund zu unserer Hochzeit einladen?
Sie sucht einen Raum? Ich habe Pläne. - Warte, Emmanuel. Nicht so schnell.
Hast du's nie bereut? Dass du Emmanuel hast gehen lassen?
Was ich wirklich bedaure, dass es nicht vereinbar ist.
Aber da man mich heute dazu zwingt, mich zu entscheiden,
hab ich mich entschieden, Priester zu werden.
Würde es uns von Gott entfernen? Von seinem Wort?
Kannst du nicht bleiben? - Nein, das ist nett. Vielen Dank.
Sie werden wahnsinnig enttäuscht sein.
Sie wollten doch, dass ich bei der Bischofskonferenz arbeite. - Ja.
Und Sie haben sich dort wunderbar eingefunden.
Die Kapuziner? Nach Katar?
Sie machen sich über mich lustig, nicht wahr?
Aber natürlich wird es eine Kommission von 10 Prozent
auf den Verkauf für den Vatikan geben.
Mohammed Ben Ajajj. Ich bin Geschäftsmann.
Ich brauche ein Repräsentationsobjekt in Paris.
Ich bedaure, dass Sie die Gebühren dieses Geschäfts sind.
Bevor ich die Entscheidung zur Wahl stelle,
hat noch irgendjemand etwas zu sagen?
Wenn das Seminar verschwindet, dann verschwindet ein Teil von uns.
Kann man einen Teil seiner selbst verkaufen?
Ja, kommen Sie. Kommen Sie rein. Setzen Sie sich.
Ich habe entschieden, dass...
dieser Kurs allen offensteht, weil ich denke, dass es in diesen schwierigen Zeiten gut ist,
wenn wir uns wirklich austauschen und gemeinsam beten.
Ich glaube, dass...
wenn sich auf unserem Weg ein Hindernis auftut, das kein Zufall ist.
Gott prüft uns, um uns zu ermöglichen,
eine Schwelle zu etwas Neuem zu überschreiten.
Und ich hoffe, dass dieser Ort, dieser neue Ort,
an den wir ziehen, wie die Hebräer aus Ägypten,
für uns alle die Gelegenheit eines Neuanfangs bietet.
Was auch immer geschieht, ich werde Sie nicht allein lassen.
In seinem Brief an die Galater sagt Paulus:
"Lebt aus der Kraft, die der Geist Gottes gibt,
dann müsst ihr nicht euren selbstsüchtigen Wünschen folgen.
Die menschliche Selbstsucht kämpft gegen den Geist Gottes,
und der Geist Gottes gegen die menschliche Selbstsucht."
Was die menschliche Selbstsucht hervorbringt, ist offensichtlich:
nämlich Unzucht, Verdorbenheit und Ausschweifung,
Götzenanbetung und magische Praktiken,
Feindschaft,
Streit und Rivalität, Wutausbrüche,
Intrigen, Uneinigkeit und Spaltung, Neid, Trunkenheit
und Fresssucht und vieles dergleichen.
Selbstverständlich zwinge ich niemanden, hier zu sein,
Sie sind frei.
Der Heilige Paulus fährt fort:
"Die Frucht des Geistes ist Liebe... "
Sie warten nur auf Sie. Es eilt.
Ich kann denen nicht ewig sagen, dass Sie nur ein paar Kleinigkeiten zu erledigen haben
und dann kommen.
Ich kann nicht gehen, solange die Sache mit den Kapuzinern nicht beendet ist.
Sie ist beendet. Die Versammlung hat mit überwältigender Mehrheit entschieden.
Bedauerlicherweise haben wir das alle mit eigenen Augen gesehen.
Solange nichts unterzeichnet ist, kann man immer noch etwas tun.
Lieber Pater, Sie machen sich da was vor.
Die Stadtverwaltung von Paris, der Staatssekretär des Innenministeriums,
alle flanieren schon vor der Bischofskonferenz.
Monseigneur Gantz ist aus Rom angekommen.
Die großen Manöver haben bereits begonnen.
Daran gibt's nichts zu rütteln, das wissen wir alle, Sie eingeschlossen.
Nehmen Sie das Flugzeug.
Ich schaffe es nicht. Es ist klar. Ich kann nicht einfach gehen.
Sie brauchen Sie nicht mehr. Die müssen alleine zurechtkommen.
In Shanghai, ja, da braucht man Sie.
Es liegt nicht an ihnen, sondern an mir.
Mir scheint, ich brauche sie noch.
Ich verstehe. In diesem Fall kann ich Ihnen nicht helfen.
Und ich denke, dass Ihr Platz tatsächlich nicht mehr hier ist.
Jeden Tag geht ein Flugzeug.
Ich versprach den Christen in Shanghai, dass Sie spätestens Pfingsten bei ihnen sind.
Wenn nicht Sie, wird's ein anderer sein.
Christus möge Sie erleuchten, verehrter Pater.
Ja?
Verehrter Pater...
Ich höre Ihnen zu.
Wir würden gerne ausnahmsweise,
angesichts der Umstände, darum bitten, dass unsere Ordination
bei den Kapuzinern selbst und nicht, wie vorgesehen, in Notre-Dame stattfinden möge.
Was soll denn das jetzt noch werden?
Pater, wir tun das für uns.
Für unsere Familien und Freunde, die uns diese Jahre begleiteten,
und für diesen Ort, der uns so viel bedeutet hat.
Die Tradition will, dass die Ordination in Notre-Dame stattfindet.
Sie sehen doch das Durcheinander, mit dem wir uns herumschlagen.
Wollen Sie dem noch was hinzufügen?
Soll ich diese Bitte gerade jetzt an Monseigneur Poileaux richten?
Wo ich gerade versuchte, die Bischöfe davon abzubringen, die Kapuziner zu verkaufen?
Wir sind bereit, diese Bitte selbst an ihn zu richten.
Sie tun nichts dergleichen.
Nur wenige Wochen vor der Ordination sollten Sie sich eher
auf den Ruf Christi in Ihrem Leben konzentrieren,
auf dieses Engagement, das Sie annehmen,
und auf den Auftrag, den der Bischof Ihnen anvertrauen wird.
Das ist bedeutsam genug, um jede Sekunde auszufüllen, die Ihnen bleibt.
Ich versteh nicht, wieso wir so tief fallen mussten.
Willst du wirklich gehen? - Ja. Nächstes Jahr bin ich woanders.
Also, wenn's wegen Abel ist, wir wissen nicht, ob er bleibt.
Und er auch nicht.
Machst du Witze? Wir hörten doch dasselbe, oder?
Er ist dabei, die Macht zu übernehmen, und du weißt, was für'n Typ der ist!
Die Macht hat er noch nicht, glaube mir.
Ah ja, genau, du hast recht.
Wir sind von sehr klar denkenden Leuten umgeben,
die nicht etwa Pater Fromenger rausgeschmissen haben,
das Seminar verkaufen und uns zu den Traditionalisten in die Vorstadt schicken wollen.
Mir ist es egal, wo ich hingehe. Wenn's Fontenay ist, ist es Fontenay.
Und wenn's mit Pater Abel sein soll, dann eben mit ihm. Mehr nicht.
Wir tun, was wir können. Es ist ein langer Weg, das wissen wir.
Aber trotzdem: Ist dir klar, was für'n Glück wir haben?
Ist doch wahr, oder?
Bosco? Hat er nein gesagt?
Die ganzen Jahre haben wir uns auf den Ruf vorbereitet,
und in dem Augenblick, wo es geschehen soll, bricht alles zusammen.
Jetzt komm schon.
Der Bischof wird dich "rufen" unter den Gewölben des Notre-Dame.
Die Gewölbe des Notre-Dame sind mir egal.
Wäre ich zu Pfingsten hier, könnte ich damit viel besser leben,
mit dem "süßen Wein" von Cheminade.
Dem süßen Wein?
Das ist aus dem Text, du weißt ja, die Apostel an Pfingsten,
"sie sind voll von süßem Wein".
Na ja, Cheminade gibt jedes Jahr
nach der Pfingstmesse einen Aperitif mit süßem Wein aus seinem Heimatdorf.
Cheminade ist die Verkörperung der Freude. Ihm müssen wir folgen,
mit oder ohne süßen Wein!
Unter den Gewölben von Notre-Dame oder in den Katakomben,
die das Versteck der ersten Christen waren.
Das ist Pfingsten:
Wo immer wir sind, wacht der Geist des Herren über uns.
Gut. Nun zum Schluss, wie ich Ihnen ja schon zuvor sagte,
haben wir uns hier vor allem aufgrund der Entscheidung der Vollversammlung,
das Kapuzinerseminar zu verkaufen, zusammengefunden.
Sie finden alle Bestandteile des Dossiers in der Mappe, die Sie gerade erhalten haben.
Monseigneur Poileaux ist sich durchaus bewusst,
dass dieses Vorhaben einige von Ihnen bekümmert,
dennoch benötigen wir die Hilfe aller.
Und nicht widerwillig.
Unser aller großes Haus ist die Kirche Frankreichs.
Ihre Seminaristen müssten anpacken, weil es brennt.
So ist das. Das ist nicht angenehm, aber es ist ein wichtiger Auftrag.
Wir müssen auch die Fragen der Kommunikation regeln.
Wir haben eine Pressekonferenz einberufen,
die normalerweise am kommenden Freitag stattfinden wird.
Was verstehen Sie denn unter "normalerweise"?
Es gibt noch einige Details mit dem Käufer,
die sich schnell regeln werden.
Was für Details?
Fachspezifischer Art.
Kurzum: sobald alles geregelt ist,
wird Monseigneur Poileaux selbst die Neuigkeit verkünden.
Und wir haben einige Zeilen geschrieben, die von Pater Bosco gesagt werden.
Es steht auf der letzten Seite.
Und wenn man ihm Fragen zum Käufer stellt?
Gut. Das sehen wir dann.
Darüber darf man nicht sprechen, weil er Moslem ist, nicht wahr?
Können Sie aufhören, die ganze Arbeit, die wir hier tun, herabzuwürdigen?
Gut, Sie müssen uns nun alleine lassen.
Ich glaube, die Rechtsanwälte des Käufers werden gleich hier sein.
Dominique! Ich brauch' dich noch zwei Minuten.
Wir müssen noch wichtige Dinge besprechen, das kommende Schuljahr betreffend.
Pater, es gibt ein Problem mit den Zahlen.
Das stimmt doch nicht!
Ja, ich weiß. Das habe ich auch gesehen.
Monseigneur Poileaux hat sie verändert. Vielleicht hat er sich geirrt?
Was den Umzug betrifft, das mit der Bibliothek ist noch nicht geklärt.
Es fehlen Mittel, um geeigneten Platz für diese Bücher in Fontenay zu schaffen.
Wir müssen also wahrscheinlich einen Teil des Bestandes
in der Zwischenzeit in einem Möbellager unterbringen.
Aber das kostet doch auch Geld! Wir zahlen dafür, dass unsere Seminaristen
keinen Zugang zu ihren Büchern mehr haben!
Was die Organisation des Studiums betrifft,
so habe ich noch zwei wichtige und komplexe Ankündigungen zu machen.
Pater Abel wurde in die Studiendirektion der neuen Einrichtung berufen,
die durch die Zusammenlegung unserer zwei Seminare in Fontenay entsteht.
Er wird also Pater Ballard, den derzeitigen Superior, unterstützen.
Im Übrigen...
bewirkt diese Zusammenlegung
eine Art Verkleinerung des pädagogischen Leitungsteams.
Zwei Pater aus Fontenay werden gehen.
Und bei den Kapuzinern wurde, wie man sagt,
Pater Cheminade vorgeschlagen, sein Recht auf Rente in Anspruch zu nehmen.
Es tut mir leid.
Ich kann nichts anderes sagen.
Von dir hätte ich das nicht erwartet!
Gott ist mein Zeuge, ich habe viel erlebt.
Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass du solch eine Schlange bist!
Aber wirklich, lieber Pater, wo denken Sie hin?
Wir stehen doch alle unter Schock!
Unter Schock? So ein Quatsch!
Sie haben uns verraten, alle!
Monseigneur Poileaux, Pater Bosco, Pater Abel, Raphaël...
Sie vertreiben uns aus dem Paradies, weil sie Fehler gemacht haben.
Das Paradies haben wir doch schon lange hinter uns.
Pater? Das ist eine Ungerechtigkeit zu viel!
Wir könnten zumindest Pater Cheminade verteidigen,
ohne Zorn und ohne Theater den Kirchenoberen gegenüber
unsere Verbundenheit mit seiner Lehre bezeugen
und mit der Jugend seines Geistes! - Pater Abel sagt... - Was sagt er?!
Wir haben unser Unglück zu ertragen?
Dass nichts ohne Grund geschieht? Selbst Pater Bosco hat gesagt,
dass man sich damit nicht begnügen kann!
Das musste ja so kommen. Einige machen aus Ihrem Aufbegehren eine Legende!
Sie dürfen das nicht abdriften lassen. Sie müssen eingreifen, und zwar überaus hart!
Es gibt keine Legende. Sie sagen, was sie denken.
Es geht ihnen nicht um einen Skandal, es geht ihnen um Liebe!
Um was? Um Liebe? Glauben Sie das etwa?
Ich wüsste wirklich nicht, wieso wir nicht unsere Verbundenheit
mit der Lehre Cheminades bezeugen sollten!
Er ist, was das betrifft, der Jüngste unter uns allen.
Es ist nicht an dir, zu sprechen! Das betrifft mich doch ganz alleine!
Lieber Pater, wir akzeptieren diese Ungerechtigkeit nicht!
Wir müssen Sie verteidigen, weil Sie zu demütig dafür sind.
Aber wer hat was von Demut erzählt?
Ich möchte nicht, dass man an meiner Stelle spricht.
Du weißt doch, dass bei uns derjenige, der sich beschwert, im Unrecht ist.
Naja, so ist das. Ich fühl mich genauso schlecht wie ihr.
Also nützt alles nichts? Wir werden immer wieder von vorn anfangen?
Und am Ende verlieren wir immer, weil wir kein Ziel haben.
Wir lieben ohne Ziel. Wir verlieren, weil's nichts zu verteidigen gibt.
Lasst mich durch!
Lassen Sie mich! - Schon gut, Raphaël! - Lassen Sie mich, sag ich!
Ich weiß, was er hat!
Es geht schon. Vielen Dank.
Es ist gut. Gehen Sie in den Unterrichtsraum zurück.
Na los...
Sie meiden mich, nicht wahr?
Sie haben mich in den letzten Wochen mehrmals versetzt.
Was meinen Sie?
Aber ich bin Ihnen nicht böse.
Ihr Körper bringt Sie mir zurück.
Das weiß ich, wie eine alte Mätresse es weiß.
Haben Sie Angst?
Sie haben unrecht.
Und Sie haben auch recht. Der Tumor ist ganz beträchtlich geschrumpft.
Das ist eine Gelegenheit und wir profitieren davon und operieren, jetzt.
Jetzt, sofort?
Das hat vielleicht gar nichts mit mir zu tun,
vielleicht ist es Ihr Gott, das Gebet,
die Heilige Jungfrau oder weiß ich was.
Wir haben uns das nicht ausgesucht, aber das können Sie mir nicht verwehren.
Wir gehen das Risiko ein. Wir entfernen den Tumor und vielleicht leben Sie...
Ich brauche noch einen kleinen Aufschub.
Ich muss noch etwas zu Ende bringen.
Danach gehöre ich ganz Ihnen.
Was werden Sie jetzt tun?
Ich muss es herausfinden. Und ich muss mit Ihnen reden, Ihnen was sagen.
Was haben Sie vor, für sich zu tun?
Ist Ihnen klar, dass es Wahnsinn ist, noch zu warten?
Unendlichen Dank für alles, was Sie für mich getan haben.
Was Sie sagen, berührt mich.
Ich weiß nicht, wie wir uns so nahe kommen konnten
und dann so voneinander entfernten.
Wir waren füreinander nicht geschaffen, als Lehrer und als Schüler.
Guten Abend, Monsieur. - Guten Abend.
Was ist in dich gefahren, Yann? Dieses Benehmen sieht dir gar nicht ähnlich.
Lieber Pater, man kann sich nicht die ganze Zeit hinter der Liebe verstecken,
um nicht gegen die Bösen kämpfen zu müssen.
Aber warum hast du solch eine Wut auf Pater Abel?
Wieso gewährst du ihm nicht deine Vergebung? - Haben Sie keine Wut auf ihn?
Ich weiß, dass es leicht ist, zu vergeben, wenn man nicht verletzt wurde.
Wirklich vergibt man jemandem, der einen wirklich verletzt hat.
Aber es geht nicht um Vergebung.
Es geht um Kampf, um den Mut.
Es geht darum, das Böse nicht die Macht ergreifen zu lassen.
Der Kampf, der Mut...
...das Böse, aber genauso reden sie doch!
Denn wenn du sie wirklich deine Feinde werden lässt,
dann wirst du irgendwie auch ihr bester Schüler.
Das ist der Kampf.
Ansonsten gebe ich dir recht.
Ich war nie sehr mutig.
Also hier, dieses hier, da gibt's so einen tollen Garten.
Und seht mal, hier kann man die Tanzfläche einrichten und den DJ.
Es ist weiter weg, in der Nähe von Chantilly,
aber es wäre der Ort, den ich vorziehe. Na ja, er ist einfach netter.
Aber was machst du denn da? - Ich helfe ihnen, einen Ort zu finden.
Alte Gemäuer, du weißt vielleicht noch...
Er holt uns aus dem Schlamassel, in den wir uns gebracht haben.
Ich meine, in den ich uns gebracht habe. Das ist doch eine verkehrte Welt, oder?
Dich hat keiner gezwungen, das zu sagen. - Gib ihnen doch einfach Nummern und Adressen.
Hör zu, sie sitzen wirklich im Schlamassel.
Es ist besser, wenn ich anrufe, ich kann den Preis aushandeln.
Ich versteh nicht, wieso du dich da reinziehen lässt!
Wo ist meine Mutter?
Sie sitzt mit einer Krise in ihrem Zimmer, seit Gaspard sagte,
dass die Hochzeit verschoben werden muss.
Also ich würde da gern hingehen, in die Nähe von Chantilly.
Könntest du sie anrufen? - Ja, selbstverständlich.
Ich mach das für sie.
Entschuldige, dass ich kein Blatt vor den Mund nehme,
aber dass du einfach abgehauen bist, enttäuscht mich.
Warte! Ich sag's dir direkt ins Gesicht, ich brauch dich!
Nicht für mich, aber für die Kleinen. Ich will, dass du ihr Vormund wirst.
Bitte nimm' das an, Raph. - Mein Leben ist ein einziges Chaos.
Ich habe Angst, dass sie verloren sind. Sie brauchen dich als Bezugsperson.
Du hast recht, ich schulde dir eine Erklärung. Was zwischen uns ist, macht keinen Sinn.
So ist das. Aber es musste so kommen.
Ich habe mich blenden lassen.
Ich dachte, ich könnte alle Eigenschaften eines Familienvaters haben,
ohne vollständig seinen Platz einzunehmen. In deinem Herzen und in deinem Bett.
Verzeih mir, wir müssen realistisch sein.
Man kann solche Dinge nicht zusammenflicken! - Was heißt, man kann nicht?
Das sagst du mir jetzt? Aber für die Mädchen ist das zu spät!
Du hast einen Platz in ihrem Leben, in ihren Herzen.
Das geht nicht? Ach ja?
Und in deinem Dingsda, gibt's da nicht so ein Tischler,
der das Kind großzieht, das Gott seiner Frau gemacht hat? - Hör auf
mit diesem blödsinnigen Geschwätz! Ich rede mit ihnen.
Ich weiß zwar nicht, ob sie's verstehen werden, aber ich sage ihnen,
dass sie nichts dafür können, dass ich mich entfernen muss.
Das ist es, was sie verdammt gut verstehen!
Scheiße, Mann. Ihr Vater hat sie schon im Stich gelassen,
als er aus dem achten Stockwerk sprang. Was willst du ihnen sagen?
Dass du gehen musst, weil du zu viel Angst hast, bei mir im Bett zu landen?
Das freut sie.
Sie werden Vertrauen haben und Männer lieben und sie überhaupt nicht feige finden...
Ich kann sonst nichts tun. Ich werde mit ihnen reden.
Besser, als einfach zu verschwinden.
Ich lebe ja noch, oder?
Ach ja?
Wahnsinn. - Also, das ist ja echt so cool!
Siehst du diese Bäume hier? - Ich habe euch nichts Falsches versprochen.
Da hinten ist Lavendel!
Wow, das ist toll, das ist schön!
Dann essen wir hier, ein Buffet dort, das wäre perfekt.
Aber bist du sicher, dass alles für die Musik da ist?
Wir lassen uns den Garten doch nicht entgehen, oder?
Heißt das, wir kommen auf die Idee mit dem Picknick zurück?
Aber ja, mein Liebling. Im Freien passt doch zu uns.
Wenn Gott so will.
Stimmt schon, denn wir wollen ja tanzen.
Das ist super nett, was du da machst. Aber doch hoffentlich nicht für mich?
Ich mach's für sie. Wie oft soll ich das noch sagen?
Denn wenn du's für mich machen würdest, du weißt, es wäre vergebens.
Weil ich auf jeden Fall meinen Weg mit Gott zu Ende gehen will.
Und alles, was ich dir bieten kann, nur eine verlogene Geschichte im Verborgenen ist,
begrenzt in einem Leben für etwas anderes.
Ich habe dich um nichts gebeten.
Umso besser.
Denn es ist hart genug, dir nicht geben zu können, was du erwartest.
Guillaume, hör auf, dich hinter den anderen zu verstecken.
Hier, Odile. Die Musik kann hierhin, mit dem DJ zusammen.
Ja, das ist doch eine gute Idee.
Es geht ihm nicht gut, was? Die Sache mit den Kapuzinern verwirrt ihn.
Ja, sehr.
Werdet ihr euch hier wohlfühlen? - Es ist fabelhaft.
Danke, Emmanuel. Es ist besser als alles andere. Es ist wunderbar.
Monseigneur. Ich bin gekommen, um Sie um einen Gefallen zu bitten.
Erheben Sie sich, stehen Sie auf. Es hilft Ihnen nicht und mir ist es zu peinlich.
Sie müssen mich anhören.
Ich möchte Sie inständig bitten, dieses Jahr ausnahmsweise
die Ordinationsfeier meiner letztjährigen Seminaristen
im Kapuzinerseminar zu zelebrieren.
Monseigneur, ich flehe Sie an.
Glauben Sie an Gott?
Wie bitte? - Glauben Sie an Gott?
An die Liebe Christi?
An die Großzügigkeit und die Kraft des Heiligen Geistes?
Mein Sohn, daran glaube ich zutiefst.
Ich stelle fest, dass Sie mich verurteilen.
Auch ich hätt's begrüßt, dass unser Herr mir erlaubte,
meinem Aufbegehren freien Lauf zu lassen.
Aber da er mir den gegenteiligen Auftrag erteilt hat, habe ich keine Wahl.
Genau deshalb werden wir's tun, Monseigneur.
Unsere Seminaristen erhalten ihre Ordination bei den Kapuzinern,
weil es für sie einen Sinn ergibt und wir es ihnen ermöglichen können.
Das ist keine Frage des Aufbegehrens, sondern...
...der Fürsorge, die wir für sie haben, die Gott für uns hat.
Und, wie geht's den Schwestern von Boisville?
Es geht ihnen gut, danke.
Wir sind ein bisschen traurig, weil wir uns trennen müssen,
aber ich freue mich, auf meinen eigenen Füßen zu stehen.
Also, wie weit sind wir?
Es scheint, als wisse Monseigneur Poileaux, was er tut.
Es gibt eine Arbeit des Heiligen Geistes
und wir halten nur noch die Fadenenden in den Händen.
Sie werden Mühe haben, dieses Ausbildungszentrum zum Laufen zu bringen.
Man tut, was man kann. Ich habe eine gute Schule genossen.
Ja, ja, mit Pater Fromenger.
Ich sprach gerade gestern mit ihm.
Sie wissen ja, dass er einen Horror davor hat, wenn man ihn zu sehr lobt.
Also verlässt er uns nicht?
Darüber lässt sich nur sehr schwer mit ihm sprechen...
Dieser Verkauf erlaubt uns, unsere finanzielle Lage zu konsolidieren.
Im Übrigen führt das zu der Notwendigkeit,
unsere Arbeitskräfte besser auf unsere Räumlichkeiten zu verteilen.
Doch bevor ich auf Ihre Fragen antworte,
erteile ich jetzt Pater Bosco, dem derzeitigen Superior der Kapuziner, das Wort.
Natürlich verlassen wir mit Bedauern diese Gemäuer, aber auch im Bewusstsein,
an einer gemeinsamen Anstrengung teilzunehmen,
die die Kirche Frankreichs im Ganzen betrifft.
Persönlich möchte ich mich bei Monseigneur Poileaux bedanken,
der in Anbetracht der außergewöhnlichen Situation damit einverstanden war,
die Ordination der neuen Priester
aus dem letzten Jahrgang der Kapuziner an eben diesem Ort zu feiern,
am Pfingstsonntag.
Eine letzte Zeremonie, die besonders diejenigen ansprechen wird,
die für diesen Ort aus eigenem Erleben eine tiefe Zärtlichkeit behalten haben.
Eine sehr schöne Geste, lieber Pater, sehr feinsinnig.
Hätten Sie bitte trotzdem ein paar weiterreichende Informationen
über die Identität des Käufers, die Sie uns mitteilen könnten?
Ja, das sprechen wir später an. Es ist noch verfrüht.
Die Identität des Käufers kann im Augenblick noch nicht freigegeben werden,
sondern erst, wenn alles unterzeichnet ist.
Aber ich versichere Ihnen, dass die Kirche Frankreichs
größtes Vertrauen in die Wertschätzung dieses Gebäudes durch seinen neuen Besitzer hat.
Ja, gut. Aber wieso ist das ein Tabu? Es gibt ja doch Gerüchte, die umhergehen.
Man spricht von fremden Käufern, Japanern, Arabern...
Vor Gott gibt's keine Fremden. Wir sind alle seine Kinder.
Man munkelt auch, dass der Käufer an eine christlich-karitative Einrichtung
eine beträchtliche Summe spenden wird.
Wissen Sie davon? Oder ist das Teil des Vertrags?
Der Käufer hat in der Tat vor, eine bedeutende Summe zu spenden,
aber das ist privat.
Aber da weiß ich auch nicht mehr als Sie. Gut.
Ich danke Ihnen allen für Ihre Aufmerksamkeit.
Die offiziellen Erklärungen sind in dem Dokument festgehalten,
das ich Ihnen durchreiche. Danke.
Raphaël!
Sie sind mit uns, nicht wahr?
Sie spielen nicht etwa das Spiel Ihres Namens, Ihres Standes?
Sie begreifen, dass dies erst der Anfang ist, oder? - Ja, Monseigneur.
Gut.
Soubiran wird sich beschweren, aber ich denke, dass wir Sie in Rom benötigen.
Sie könnten Ihr Seminar dort beenden. Sie wären uns dort sehr nützlich.
Wenn Sie meinen, Monseigneur.
Lieber Gott, halte diese Prüfung von mir ab.
Verlange etwas anderes von mir, ich flehe dich an!
Die Wahrheit ist...
...dass dieser Ort so uneinnehmbar und unbegreiflich war,
dass sie ihn systematisch zerstört haben.
Sie haben Pater Fromenger weggeschickt,
man verkauft seine Wände, man verstreut uns,
als wolle man jede Spur des Geistes verwischen, der hier regiert.
Das erinnert mich an eine Geschichte, die ich als Kind gelesen habe,
über die Stadt Karthago, die römische Truppen dem Erdboden gleichgemacht haben.
Es gab eine Abbildung, die mich faszinierte.
Die Legionäre durchfurchten die Erde mit einem Pflug...
...und streuten Salz hinein, damit niemals mehr etwas wachsen könne.
Ich fürchte, sie wollen, dass hier nichts mehr wächst,
wenn wir denn gegangen sind und uns alle Welt vergessen hat.
Sie werden uns mit den Visitandinnen zusammenlegen.
Wir lassen diesen Ort wiederaufleben mit unseren 500 Praktikantinnen jährlich.
Bis sie dann verkaufen. Wer weiß, wenn es zu gut läuft.
Hier. Willst du einen Keks haben?
Die Visitandinnen sind begeistert.
Nicht wie die vom La Pierre Levée.
Die darfst du bei der Bischofskonferenz nicht erwähnen, als wären es Besessene.
Unmöglich, wie sie behandelt wurden.
Stimmt es, was man sagt? Dass du nach Chartres zurückgehst?
Werden Sie Pfingsten da sein? Bei den Kapuzinern?
Man hat mir gesagt, Sie würden kommen. - Ja.
Ja, natürlich. Also ich habe ja nichts, was mich daran hindern könnte.
Shanghai, das ist mir zu viel.
Ich habe nicht mehr die Kraft.
Das ist vielleicht ein schwieriger Auftrag.
Man muss wissen, wo seine Grenzen sind.
Ganz genau.
Weiß es Monseigneur Luneau schon?
Ich werde es ihm sagen.
Also gut.
Ich bin froh, dass ich Sie gesehen habe.
Und ich bin überzeugt, dass sich die Dinge jetzt beruhigen werden.
Das hoff ich, Etienne,
denn im Moment scheint es dir nicht wirklich gut zu gehen.
Wir haben noch einmal mit seiner Heiligkeit über die Kommission für den Vatikan geredet.
Können Sie sich noch an den Betrag erinnern, um den es ging?
Mein Gott, ich war sehr bewegt. Auf die Schnelle fällt's mir gerade nicht ein.
Aber ich bin sicher, dass Monseigneur Poileaux...
Der Betrag, von dem Monseigneur Poileaux heute spricht,
und der im Anhang des Kaufvertrages steht,
ist bedeutend niedriger als der, den ich in Erinnerung behalten habe.
Wir waren alle sehr bewegt an diesem Tag, denke ich.
Er hat es Ihnen auf einen Zettel geschrieben, oder? Haben Sie ihn aufbewahrt?
Mich irritiert jedoch auch, dass diese bedeutende Schenkung,
die Monsieur Ben Ajajj zugunsten der Barmherzigen Schwestern
vom Heiligen Vinzenz von Paul gemacht hat,
eine bedeutende Schenkung, deren Betrag ungefähr
der Differenz zwischen dem Betrag, an den ich mich erinnere,
und demjenigen, der jetzt im Vertrag steht, ausmacht.
Es gab da nicht zufällig eine Absprache hinter meinem Rücken?
Sie haben doch nicht vielleicht Monsieur Ben Ajajj dazu angeregt,
die Verkaufssumme zu verändern,
um so unsere Kommission... - Angeregt, Ben Ajajj?
Ich versteh nicht ganz, wozu?
Wir haben die Kirche Frankreichs gerettet.
Ich weiß.
Wie geht's? - Na ja, wie es uns allen im Moment geht.
Vergiss es. Ich bin dran.
Dein Schwerenöter und Krankenpfleger. Ich bin dran.
Ich habe Aulien aus dem Plan gestrichen und mich an seine Stelle gesetzt.
Da bist du platt, oder?
Und, was erzählt man sich im Moment über mich?
Was glaubst du denn? - Dass ich ein Verräter bin?
Ja. - Dass ich für die Bischofskonferenz spioniert habe? - Ja, auch.
Und du? Was sagst du dazu?
Ich weiß es nicht. Aber da ist was mit Bosco.
Das, was er bei der Bischofskonferenz gemacht hat, ist so gar nicht er.
So gar nicht er, dass es schon wieder so ist,
als würde er dadurch ganz er selbst werden.
Siehst du, was uns das sagt?
Es gibt eine andere Seite in uns, eine, die sich uns entzieht.
Es war so unglaublich dumm und dennoch so erschütternd.
Mir gefällt's, wie du davon erzählst. Das passt zu dir.
Dumm und erschütternd? Ist es das, was zu mir passt?
Nein, die andere Seite der Dinge, die da ist und sich uns entzieht.
Die geheime Verwunderung.
Ich glaube, dass ich meinen Weg gehen muss. - Was ist denn dein Weg?
Ich denk an die Karmeliter.
Ich kenne die Karmeliter gut. Ich war da mal. Ist lange her.
Ja, und? - Ich glaube nicht, dass ich jemals glücklicher gewesen bin.
Und am Ende sagten sie mir, dass es der falsche Ort für mich sei.
Siehst du, das ist meine geheime Verwunderung.
Alle Orte lehnen mich letztlich ab, nur einer nicht.
Welcher? - Der, an dem ich immer ende.
Die Macht, das Geld. Na ja, was soll's.
Bist du dir deiner Wahl sicher? - Hör auf, du redest wie Fromenger!
Wir haben uns nicht abgesprochen. - Er hat gesagt, "vorschnelle Entscheidung",
"bornierter Starrsinn"... - Das sehe ich genauso wie er.
Es gibt sicher noch was anderes als die Karmeliter.
Es ruft mich der Heilige Johannes.
Er zeigt mir einen Weg. Ich spüre es.
Der leere Gott,
der abwesende Gott, der sich uns entzieht?
Na ja, gut.
Na los, auf geht's... - Ja, gut.
Zum Flughafen Charles de Gaules, bitte.
Wo gehen Sie hin, Pater? Nach Rom?
Gott bewahre! Jesus ruft mich!
Ich gehe nach Shanghai.
"Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten,
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt...
und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen.
Sie gerieten außer sich vor Staunen und konnten es kaum glauben.
Ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache.
Andere aber hatten ihren Spott und sagten: Sie sind voll von süßem Wein."
Pater!
José!
Pfingsten...
...erzählt von der Freiheit, die uns der Geist gibt.
Diese Sätze aus den Paulus-Briefen habe ich notiert:
"Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott.
Er bewirkt alles in allem.
Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt,
damit sie anderen nützt.
Alle, Juden und Griechen, Sklaven und Freie,
alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt,
und in einen einzigen Leib aufgenommen..."
Die Kapuziner, das sind wir alle.
Dieser Ort...
ist nur ein Ort.
Man kann einen Ort von der Erdoberfläche verschwinden lassen,
das kann man.
Man kann sogar Salz in die Erde streuen, damit nichts mehr wachse.
Aber man kann Salz nicht in das Herz der Menschen streuen.
Der wirkliche Ort der Kapuziner ist in uns.
Also kann niemand uns von dort vertreiben, wenn wir vereint bleiben.
Bleiben wir vereint, werden die Kapuziner da sein, wo wir hingehen.
Wir lassen uns nicht auslöschen!
Wir erlauben auch nicht, dass dieser Name ausgelöscht wird: Kapuzinerseminar.
Aus diesem Grund, und ich sag's denen, die im nächsten Jahr noch da sind,
denke ich, dass wir zusammenbleiben müssen.
Wir haben unseren Weg der Entscheidungsfindung gemeinsam begonnen
und wir müssen ihn gemeinsam beenden.
Da, wo wir sein werden, wird der Geist der Kapuziner mit uns sein.
Und dann, wenn es an uns ist,
wenn auch wir zum Priester geweiht werden, werden wir durch den Geist vereint bleiben.
Und dann werden wir gemeinsam in die Kirche gehen, die uns aufnimmt,
aber die uns so wenig versteht,
und wir werden sie verändern.
Seid ihr bereit, Priester zu werden, Mitarbeiter der Bischöfe im Priesteramt,
um das Volk Gottes zu leiten und ihm zu dienen unter der Führung des Heiligen Geistes?
Ja, ich will es.
Herr, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
Heilige Maria... - Bitte für uns.
Heilige Mutter Gottes... - Bitte für uns.
Heilige Jungfrau, Mutter der Kirche... - Bitte für uns.
Heiliger Michael, Gabriel, Raphaël... - Bittet für uns.
Alle Engel und Erzengel... - Bittet für uns.
Die Gemeinschaft der Heiligen... - Bittet für uns.
Heiliger Johannes der Täufer, Heiliger Josef und alle Patriarchen und Propheten...
Bittet für uns.
Warum sagst du denn gar nichts?
Wo warst du denn?
Ich hatte viele Dinge zu tun. - Ja, und wir?
Wir haben auf dich gewartet. Das machst du nie wieder!
Willst du vielleicht, dass wir dir ein Foto von uns geben,
damit du an uns denkst?
Aber ich denke die ganze Zeit an euch!
Erinnert ihr euch, als wir letztes Jahr hier waren?
Nein. - Das war, als ich euch erklärte, dass Papa nicht mehr kommt.
Ja, das war, weil er tot ist.
Genau. Und wisst ihr noch, was ich danach gesagt habe? - Nein.
Ich sagte, dass ich immer bei euch sein werde.
Auch wenn ihr groß seid und das ist noch lange hin.
Und dass ihr, wo immer ich bin, zu Hause seid. Erinnert ihr euch daran?
Nein.
Deswegen sage ich es euch jetzt noch mal.
Und ich sage es euch noch oft, damit ihr's niemals vergesst.
Ich habe euch lieb und ich werde immer für euch da sein.
Und deshalb gehen wir mit Mama zu einem Herrn, bei dem wir ein Papier unterschreiben...
Kannst du uns ein Eis kaufen? - Oh ja! Und eine Schokoladenwaffel?
Na, dann machen wir uns auf den Weg.
Trotzdem werde ich nächstes Jahr wegen meiner Arbeit weit weg sein müssen.
Dann nimmst du halt das Flugzeug, um uns zu besuchen, und fertig.
Ja, das stimmt.
Los, wir laufen um die Wette! - Nein, das ist viel zu weit! - Du glaubst, es ist zu weit?
Sie hat Ja gesagt!
Los, komm tanzen!
Prost, Yann! Corentin.
Du bist doch hier?
Ich habe über deinen Vorschlag nachgedacht. - Ja?
Dieses zukünftige Scheißleben, in dem wir gezwungen werden, uns zu verstecken
und in der Scheiße sitzen...
Ich glaub, ich nehme an. Ich bin einverstanden.
Was machen Sie denn hier?
Wer ist das?
Störe ich Sie?
Ist das ein Freund? Sind Sie ein Freund von Zivka?
Kommen Sie rein!
Ich komm ein anderes Mal. - Nein, nein. Ich störe bloß.
Ich lass euch mal allein.
Ich komme gleich.
Sind Sie mir böse wegen dem letzten Mal?
Ich wollte Sie um Verzeihung bitten.
Es tut mir leid, dass ich Sie in meiner Kapelle verletzt habe.
Tut Ihnen leid?
Und was soll ich darauf jetzt antworten? Dein Wille geschehe?
Beim ersten Mal haben Sie sich auf mich gestürzt. Sie riefen mich immer wieder an.
Und dann haben Sie mich stehen lassen wie einen kleinen naiven Teenager.
Und jetzt sagen Sie mir ganz biblisch: Sie - Ich - das ist unmöglich.
Ist es das? Sie sind unerreichbar.
Also mich, mich macht das fertig. Es quält mich so.
Ich weiß nicht, warum ich gekommen bin.
Ich auch nicht.
Aber Ihre Predigten, sie sind...
sie sind wirklich wundervoll.
Wo ist denn jetzt der schöne Reiche-Eltern-Sohn?
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