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Dieses Seminar wird verkauft werden. Das hat wirtschaftliche Gründe.
Die Kirche Frankreichs braucht Geld.
Und es gibt keinen Weg, diese Besichtigung ganz diskret zu machen?
Morgen wird es in aller Munde sein. Deshalb wollte ich es ihnen sagen.
Das bin ich ihnen schuldig.
Wenn Sie die Kraft in sich spüren, gehört Shanghai Ihnen.
Sie haben sicher die gerichtliche Vorladung erhalten.
Ja, aber ich werde nicht hingehen.
Ich glaube wirklich, dass du zu dieser Gegenüberstellung gehen musst.
Ich begleite dich.
Das Kind, sein Blick, etwas Schlimmeres habe ich nie gesehen.
Ich werde Erwann nicht mehr heiraten. - Fabienne, was erwartest du von mir?
Yann sagte das auch, bevor er meine Crêpes probierte.
Du sagtest gerade "Yann". Ich habe nicht geträumt.
Ich möchte, dass meine Kinder singen. - Dieser Cantus gehört der Kirche.
Du weißt sehr gut, dass wir ihn singen werden, mit dir oder ohne dich.
Aber beschwer dich hinterher nicht.
Gaspard und ich werden heiraten. Im Frühjahr.
Emmanuel! - Hast du meine Mail erhalten?
Nein. Ich war unfähig, zwei Worte aneinanderzureihen.
Ich habe Pater Bosco gegenüber falsch gehandelt, als ich ihm die Wahrheit verschwieg.
Du hast immer die Lasten anderer auf dich genommen.
Du meinst, das sollte ich nicht? - Das sieht dir ähnlich, das bist du.
Das ist doch deine Bürde, oder?
Es sind nicht die Mauern, die Steine, der Raum.
Es ist das Seminar selbst, das aufhören wird zu bestehen.
Wir können uns dem nur beugen.
Christus ist gekommen.
Er ist gekommen, um uns allen, Freunden, aber auch Henkern,
seine unermessliche und vollkommene Liebe zuteilwerden zu lassen.
Und wir wissen, dass er dafür ans Kreuz geschlagen wurde.
Anstatt zu fliehen, anstatt sich zu verstecken, sich zu bekehren,
verbringt er seine letzten Stunden in aller Einfachheit betend
mit den Seinen im Garten Gethsemane.
Pater Bosco hat die Lektion Christi verstanden.
Ungeheuer mutig hält er den schwierigen Entscheidungen stand.
Er hält sich aufrecht, um uns bis ans Ende zu begleiten.
Der Karfreitag ist ein Tag der Trauer und des Fastens.
Dieses Fasten, das Furchen in uns hinterlässt, nicht etwa, um Körner aufzunehmen,
sondern eine himmlische wundervolle Nahrung: das Wort des Christenkönigs.
Fasten heißt, sich vom Wort Christi zu nähren.
Denn so steht es geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.
Matthieu! - Ja!
Du holst mir sofort das Telemeter raus! Wir fangen an! - In Ordnung.
Pascal, mach auch Panoramafotos! Los, beweg dich!
Die Stockwerke nehmen wir uns morgen und übermorgen vor!
Und das große Stück, die, die Kapelle, nehmen wir uns zum Nachtisch vor.
Was machen Sie da?
Verehrter Pater, Sie waren beschäftigt. Also war ich so frei und habe schon angefangen.
Sie sollten warten bis nach der Karwoche! - Das ist richtig,
aber die Zeit läuft uns davon. Sie wissen ja, wie das ist.
Das ist die Woche, in der Jesus gestorben ist. Die Passionsgeschichte.
Sagt Ihnen das was? - Wir werden sehr diskret sein.
Seien Sie unbesorgt. Ich habe mein Team gebrieft.
Matthieu, was habe ich gesagt? - Leise, leise sein!
Wir respektieren die Örtlichkeiten und ihre Bewohner.
Sie müssen nur verstehen: Der Bauausschuss kommt sicher nächste Woche.
Er benötigt eine sehr präzise Bauaufnahme im Hinblick auf die Renovierung.
Am Sonntag ist die Karwoche zu Ende. Sie können Montag wieder hier sein.
Ich habe den Zeitplan nicht gemacht.
Wir alle werden in gutem Einvernehmen zusammenarbeiten müssen.
Ich werde Pater Valery von der Störung unterrichten.
Noch ist das Seminar nicht verkauft, und noch immer bin ich der Superior.
Ganz genau. Es handelt sich um einen Eilauftrag von Pater Valery.
Ein Eilauftrag? - Das sind die Worte, die er benutzte.
Ich weiß auch nicht. - Und da ich Sie gerade hier habe,
wenn Sie mir schnellstmöglich die Zeiten der Verfügbarkeit der Kapelle mitteilen könnten,
wäre das gut.
Das war wunderschön. Vor allem die Homilie des jungen Priesters.
Er zieht einen in seinen Bann. - Ja, wie eine Schlange.
Was hast du gesagt? - Ach, nichts. Ein schlechter Gedanke.
Dann geht ihr also wirklich von hier weg? - Das ist noch nicht beschlossen.
Nächste Woche bei der Wahl der Bischöfe kann sich das noch ändern.
Gut, Fabienne. Du kannst nicht einfach herkommen,
ohne mir Bescheid zu sagen. Das geht einfach nicht.
Hast du nicht das Recht, eine Freundin einzuladen?
Ich, ich habe dich nicht eingeladen. - Und was war Weihnachten?
Na, das war Weihnachten. Seitdem ist viel passiert.
Du hast Erwann verlassen, dann dieser Lapsus mit meinem Namen.
Ich habe übrigens meinen Psychiater gefragt.
Er sagte, man sollte einen Lapsus nicht überbewerten.
Und er sagte, dass die Interpretation, die du machst, weit mehr aussagt,
als der Lapsus selbst. - Und das heißt?
Ist doch klar. Du hast meinen Lapsus festgestellt
und glaubst nun, dass ich nur dich im Kopf hätte.
Aber vielleicht bist es nur du, der will, dass ich nur dich im Kopf habe.
Ich verstehe gar nichts. - Und trotzdem wirst du rot.
Gar nicht wahr. Doch, ich seh's doch!
Es ist peinlich, hier so was zu bereden. - Dann lass uns einfach woanders weiterreden.
Komm heute zu meiner Cousine. Wir machen uns Austern.
Ich weiß nicht. Du verwirrst mich. - Das sage ich ja.
Du hast Angst vor deinen Gefühlen. - Was heißt hier Gefühle?
Gut, einverstanden. Bei deiner Cousine. Werden wir sie nicht stören?
Wohl kaum. Sie geht mit ihrer Gebetsgruppe für eine Woche nach Berlin.
Was, wir sind nur zu zweit? Soll das ein Witz sein?
Weißt du, was mein Therapeut sagen würde?
Dass das Schlechte im Auge desjenigen ist, der schaut.
Ich zieh's vor, wenn wir uns woanders sehen. - Gut, wie du willst.
Im "Café des Amis" wie beim letzten Mal, Dienstagabend? - Sehr gut.
Oh, ich gebe dir keinen Kuss. Sonst stellst du dir noch so was Verdrehtes vor.
Dein Weg der Entscheidungsfindung scheint steinig zu sein.
Oh, Mann, fängst du auch noch damit an? - Dann lass uns gehen.
Draußen ist es sonnig, das wird schön.
Wir haben fünf Minuten vor dem Unterricht bei Dévernis.
Um was zu tun? - Na, die Fotos! Erinnerst du dich nicht?
Hier, setz dich da mal hin!
Na, mach schon! Setz dich mal!
Ich fühle mich nicht wohl bei dem, was du da vorhast.
Was ist das Problem? - Deine Idee mit den Erinnerungsfotos mag ich nicht.
Das sind keine Erinnerungsfotos, das sind Porträts!
Wir hier an diesem Ort, damit wir eine Spur hinterlassen.
Spuren sind wichtig. - Ja, aber das Seminar ist noch gar nicht verkauft.
Du wirst uns Pech bringen. - Hör auf, so 'n Blödsinn zu reden.
Soll ich lächeln oder was? - Wir machen am besten zwei.
Eins mit und eins ohne.
Hier, sieh mal.
Wie soll ich bloß diese Sache mit Fabienne hinkriegen?
Ich dachte, das wäre klar. - Es ist ja klar!
Aber wir werden nur zu zweit sein.
Nur wir beide, verstehst du? Und das macht mir Angst.
Bei der hübsche Aufklärerin schlägt das Herz des kleinen Wölflings schneller?
Jedes Mal, wenn du mit ihr zusammen bist, ahnst du, dass da was möglich ist?
Und du? Hast du's nie bereut? - Was?
Na ja, dass du Emmanuel hast gehen lassen.
Willst du wissen, was ich wirklich bedaure?
Dass es unvereinbar ist.
Eine Kirche, in der die Priester sich beides vorstellen können.
Die Liebe eines Einzelnen und die Liebe aller.
Man könnte Sakramente spenden, die Eucharistie feiern
und dann daneben eine große Liebe leben mit einer Frau
oder einem Mann.
Wäre unser Herz deswegen weniger rein?
Würde es uns von Gott entfernen? Von seinem Wort?
Aber da man mich heute zwingt, eine Entscheidung zu treffen,
habe ich mich entschieden, Priester zu werden.
Verpassen wir nicht Dévernis' Unterricht? - Halt mal! Halt, halt, halt!
Wir haben das andere Foto noch nicht gemacht.
Das, auf dem du lächelst.
Los geht's!
Er will alle Bischöfe sehen, einen nach dem anderen.
Und er will über jeden eine Karteikarte.
Er bereitet seine Mehrheit vor. - 122 Karteikarten!
Ich fürchte, das halte ich nicht aus! Er will sie auswärtig einladen!
Seit seinem Amtsantritt war er noch nie auswärtig essen.
Und vor sechs Monaten dachten wir noch, er hält sich nicht.
In der Auseinandersetzung erkennt man die großen Männer.
Bei deinen Karteikarten kann ich den jungen Chanseaulme fragen,
ob er dir hilft. Beruhigt dich das? - Jérôme!
Kannst du mir erklären, warum der Architekt bei den Kapuzinern ist?
Wir hatten gesagt, vor Montag soll keiner kommen!
Entschuldigung, ich hatte vergessen, es dir zu sagen.
Im Moment ist es der Wahnsinn. - Angesichts der Besinnung,
die uns die Karwoche abverlangt, bitte ich dich, dafür zu sorgen, dass das sofort aufhört.
Der Bauausschuss benötigt diese Bau- aufnahme. Wir können das nicht verschieben.
Und noch was anderes. Ich komme gerade aus 'ner Besprechung mit Monseigneur Poileaux.
Der künftige Käufer fordert eine Besichtigung. Ich habe ihn gebeten,
die Wahl der Bischöfe abzuwarten, aber, aber er hat mich nicht angehört.
Er hört auf niemanden mehr. Und es wird am Sonntag sein.
Am Sonntag?
Das, das ist Ostern! - Ich habe getan, was ich konnte, Dominique.
Welchem Gott dienst du eigentlich?
Und was für ein Diener Gottes bist du geworden?
Ich werde beten, ohne Unterlass, damit die Entscheidung der Bischöfe euch desavouiert.
Jetzt hör mir mal gut zu! Der Besuch muss ohne Zwischenfall ablaufen!
Die Zukunft der Kirche Frankreichs steht auf dem Spiel!
Mein Gewissen und auch deins sind jetzt ohne Bedeutung.
Und das Seminar muss vollkommen verwaist sein.
Poileaux will keinen Seminaristen sehen, keinen Pater, niemanden!
Wenn ich das richtig verstanden habe, werden Sie nichts für das Seminar tun?
Wenn ich auch nur eine einzige Geste mache,
kompromittiere ich meine China-Mission.
Man wird mich in dieses furchtbare Altersheim zurückschicken,
mit all den Männern, die dahinwelken und rissig werden
wie die Farbe an den Wänden.
Dann wird das Seminar verschwinden. Und Sie werden in China sein
und es bereuen.
Sie werden es noch ewig bedauern, aber es wird zu spät sein.
Aber nein, José! Du bitte nicht! Du musst jetzt an dich denken!
Wo wirst du hingehen? Nicht alle Türen stehen dir offen, das weißt du genau!
Bevor ich nach Shanghai gehe, unterstütze ich deine Bewerbung.
Nein, nein, nein. Ich mach's wie die anderen. Keine Ausnahme!
Ich richte meine Bewerbung an den Bischof. Ich möchte keine Sonderbehandlung.
Was für ein Dickkopf! Hast du schon eine Idee?
Ich denke an die Trappisten. - An die Trappisten?
Ein Leben im Kloster? Nicht für dich, José!
Das ist eine vorschnelle Entscheidung. Bornierter Starrsinn! Du findest etwas anderes!
Ich sehe nichts anderes. - Monsieur Del Sarte, der Richter erwartet Sie.
Kann ich ihn begleiten? - Es tut mir leid, das ist eine Gegenüberstellung.
Das ist nicht erlaubt. - Nur keine Sorge. Es wird schon gehen.
Nein, warten Sie! Warum ist er da?
Was macht er hier? Wo ist seine Mutter?
Wenn Sie einen Rechtsanwalt genommen hätten, Monsieur Del Sarte,
hätte er Ihnen alle Unterlagen gegeben. Ich werde es Ihnen erklären.
Ich bat Sie her, weil ich Sie mit der Version von Monsieur Jonas Voliov konfrontieren möchte.
Der junge Mann hat spontan gestanden. Erkennen Sie Jonas Voliov?
Gestanden? Was denn gestanden?
Er behauptet, den Befehl gegeben zu haben, Sie hinzurichten.
Seine Mutter, Jenny Voliov, bestreitet dies und gibt eine andere Version der Dinge.
Sie hätte Ihre Hinrichtung befohlen.
Monsieur Del Sarte, können Sie die eine oder andere dieser Versionen
bestätigen oder entkräften? Wer hat den Befehl gegeben?
Er hat nichts damit zu tun. Er ist nicht verantwortlich. Er ist ein Kind!
Monsieur Del Sarte! Diese Gegenüberstellung hat nur ein Ziel:
Tatsachen zu ermitteln und ausschließlich Tatsachen.
Alles andere, die Schuld oder die Verantwortung eines jeden Einzelnen
werden später während des Prozesses geklärt. Und nun zum letzten Mal:
Wer hat Ihre Hinrichtung befohlen?
Ich sage es Ihnen noch einmal: Er hat nichts damit zu tun.
Schwör bei Gott, dass ich es nicht war! Vor Gott, schwör es!
Er war es mit Sicherheit nicht. - Schwöre es!
Ich schwöre es.
Ich schwör's bei Gott. Er war es nicht.
Hat Jenny Voliov den Befehl zu Ihrer Hinrichtung gegeben?
Ja, sie war es. - Es war nicht meine Mutter! Ich war es!
Dieser Hurensohn! Er hat meinen Vater umgebracht!
Er lügt, ich war's!
Das ist ein Krokodil. Es wird das Haus fressen.
Ich mache ihm Zähne.
Und das hier, wer ist das? - Aber das bin doch ich!
Und das ist Elise. - Und Mama, wo ist sie?
Na, sie ist bei der Arbeit. - Und wer ist das da?
Aber das bist doch du. - Hast du Angst vor Krokodilen?
Wenn sie so groß sind wie das hier, habe ich Angst.
Na, dann werde ich dir ein Schwert malen. - Na gut!
Ich bin's.
Guck mal, Mama, das ist für dich. - Oh, vielen Dank, mein Schatz.
Super, dass du kommen konntest. Der Kunde kam einfach, ohne sich anzumelden.
Das hörte und hörte nicht auf. Haben sie was gegessen?
Ich habe auf der Herfahrt ein wenig Kuchen gekauft.
Bleibst du nicht noch ein bisschen? - Das ist nett, aber es geht nicht. Danke.
Sie werden wahnsinnig enttäuscht sein. Adèle fragt andauernd nach dir.
Adèle, mein Schatz, sagst du mir nicht guten Tag? - Nein.
Bist du sicher, dass du weg willst? Ich habe eingekauft.
Macht's gut, ihr Gnome, ich gehe jetzt.
Wieso bleibst du denn nicht? - Das nächste Mal, versprochen!
Heißt das, dass du Mama gar nicht mehr magst?
Aber nein. Raphaël hat sehr viel Arbeit im Moment.
Was arbeitest du? - Ich arbeite nicht. Ich studiere, um Priester zu werden.
Machst du das dein Leben lang? - Ja, vielleicht.
Dann wirst du immer allein bleiben?
Es ist nicht fertig, aber das macht nix. Ich habe das Schwert nicht gemalt.
Ist das für mich? - Ja. - Vielen Dank.
Das ist sehr schön.
Glaubt ihr, dass es eine Hoffnung gibt? - Wir haben gesagt, wir lernen.
Die Abstimmung steht noch aus. Die Bischöfe sind nicht gezwungen,
dem Antrag von Monseigneur Poileaux zu folgen.
Seit wann stellt jemand einen Antrag in der Kirche,
ohne sich zuvor des Ausgangs zu versichern? - Was können wir tun?
Wir müssen handeln, und zwar schnell. An die Bischofskonferenz schreiben,
an den ganz oben, Monseigneur Poileaux.
Wir könnten ihm täglich eine Postkarte vom Seminar schicken
und fett mit dem Leuchtstift "Nein zum Verkauf" darüber.
Pater Abel meint, vor der Ablehnung einer Entscheidung sollte man fähig sein,
sie zu verstehen. Ein bisschen wie bei der Opferung Isaacs.
Pater Abel kann sagen, was er will, aber seine billigen Maxime kannst du für dich behalten.
Und dann solltet ihr aus Protest eure Versetzungsunterlagen nicht unterschreiben.
Für dich ist das leicht gesagt. Du gehst in zwei Monaten.
Da kommst du gerade noch so davon. - Was wollt ihr denn machen?
Du wirst das Seminar von Nanterre und du das von Quimper angeben.
Willst du das? So 'n lauwarmes Ding? - Es gibt noch Fontenay. - Fontenay?
Ja, ja, sehr gutes Niveau. Der Schlupfwinkel der Traditionalisten.
Stehst du auf Soutanen-Wettbewerbe? - Übertreibst du da nicht? Es ist unwichtig,
ob es die Kapuziner, Fontenay oder Quimper sind. Was zählt, ist der Ruf.
Der Bezug, den du zu Gott aufbaust, Tag für Tag.
Vielleicht, aber für mich macht das Kapuzinerseminar Sinn.
Und hast du an José gedacht? Glaubst du, ein anderer Ort nimmt ihn auf?
Jean-Bernard hat recht. Aus meinen Versetzungsunterlagen
können sie Konfetti machen.
Für den Anfang sollten wir ihn gleich mal vor die Tür setzen.
Ist ja gut. Er macht ja nur seine Arbeit. - Er macht nicht seine Arbeit.
Er verachtet uns, er nervt uns.
Hast du nicht gesehen, dass wir da sind? Dass wir lernen?
Tut mir leid. Ich brauche nur zwei Minuten. - Leid? Es tut dir leid?
Was bist du nur für ein Heuchler? - Jetzt hör aber auf! Er kann nichts dafür!
Was ist denn nun schon wieder? Eine Messe in Notre-Dame?
Jetzt am Sonntag? Was verschafft uns die Ehre?
Also Pater Valery hat es mir vorgeschlagen.
Ein erster Kontakt für unsere Diakone vor der Ordination.
Irgendwas geht mir total gegen den Strich. - Was stört Sie, Honoré?
Findet ihr das nicht ein wenig seltsam?
Man könnte glauben, sie wollten uns damit den Verkauf des Seminars schmackhaft machen.
Ich verstehe sehr gut, dass Sie argwöhnisch sind, Honoré.
Gleichzeitig kann das wenige Woche vor der Ordination
eigentlich nur gewinnbringend für unsere Diakone sein. Es ist eine Gelegenheit.
Ja. Also ich finde eine Messe in Notre-Dame wunderbar!
Es ist eine Verzückung für die Augen, ein Feuerwerk für die Herzen.
Legen wir unsere besten Kutten an bei so einem Angebot und gehen hinaus!
Die Lebenden erwarten uns! Ich bin sicher, dass unsere jungen Männer,
wenn sie ihren Dienst in der Pfarrei antreten, sich an diesen Moment lange erinnern werden.
Also, Honoré? Deine Entscheidung?
Vielleicht habt ihr ja auch recht.
Ich sehe in der letzten Zeit überall nur Schlechtes.
Ich hoffe nur, dass man uns nicht schon wieder einen Dolch in den Rücken stößt.
Halleluja! Es ist gekauft. Wer sagt es den Seminaristen?
Ich übernehme das.
Und um auf dem Weg der Freude und der Verherrlichung weiterzugehen,...
es geht um den Cantus, den ich im Augustiner-Kolleg
mit den Fiat Lux geleitet habe. Wir machen eine kleine Tournee.
Ihr habt hier auf der Rückseite die Termine.
Ist das der Cantus, den die Kinder Weihnachten gesungen haben
unter der Leitung von Yann? - Ja.
Wir wollten es eigentlich gemeinsam aufziehen, aber der Druck war doch zu groß für Yann.
Das ist bedauerlich. Ich dachte, er würde länger am Ball bleiben,
aber er hatte nicht die Kraft dafür.
Nur ein Foto, nur eins. Ja, so, genauso. Die Aufnahme ist gut.
Alles klar? - Guck mal.
Die behalte ich.
Wär zu schade. Ein so schönes Seminaristengesicht wie das hier:
vertrauensvoll, sportlich, ein bisschen muskulös. Findest du nicht?
Ich würde ihn gern kennenlernen, diesen Kerl. Das könnte mein Freund werden.
Danke, Raph.
Kommt her, ihr Abschlussklässler!
So.
Ein kleines Lächeln? Ja, genial.
Super. Vielen Dank, Jungs. Super. Die ist super.
Sie müssen genau ins Objektiv schauen, verstanden? - Na, dann!
Und wenn Sie jetzt noch was zum Lächeln haben... - Der Heilige Geist,
der reißt und preist.
Ja, so ist es gut. Ein bisschen weniger verkrampft.
Kann ich das Foto machen? Super. Vielen Dank.
Also warte. Ich werde etwas runtergehen. So.
Okay? Ein kleines Lächeln? - Nein. - Warum nicht?
Ich fühle mich nicht so. - Gut. Also in Ordnung.
Danke dir. Noch jemand? Okay, der Nächste.
Schön lächeln, ja?
Die Nächsten. Nun lächelt mal.
Oh, Corentin? Kommst du zum Fotomachen?
Zeig mir, dass du superzufrieden bist, im ersten Jahr zu sein.
Ja, ein bisschen mehr. Perfekt.
Ich brauche nicht mal eine zweite zu machen, die ist perfekt. - Gut. - Vielen Dank.
Was...
Wie Sie wollen. So? Mit Jackett?
Genau so, perfekt. So ist es wunderbar. Vielen Dank.
Hier, sieh dir die an! Da albert Jean-Bernard hinter Corentin rum.
Ich dachte gerade an was. - Ja?
Willst du mich begleiten? - Wohin? - Na, zu Fabienne.
Damit's gar nicht erst zu Zweifeln kommt. Wenn du dabei bist, gibt's keine Zweifel.
Nein, jetzt aber im Ernst, Yann. Du musst dieses Abendessen
und deine Entscheidung allein durchstehen.
Allein das Wort "Abendessen" macht mir Angst, verstehst du?
Und wenn ich's auf mittags verschiebe? Ein Mittagessen ist doch besser, oder?
Ein Mittagessen ist platonisch. - Ja? - Ich rufe sie an.
Nein, ich schreibe eine SMS. - Yann!
Ich wollte dir sagen, vielen Dank wegen der Bibliothek.
Das ist normal. Ungerechtigkeit ertrage ich eben nicht.
Was euch zustößt, tut mir leid. Das ist nicht witzig.
Ich hätt's toll gefunden, an einem Ort wie diesem zu leben.
Wisst ihr schon, wo ihr hingeht? - Was habt ihr nur alle,
die Dinge festschreiben zu wollen, bevor sie entschieden sind?
Ich habe Ihnen für Sonntag einen Platz im Flugzeug reserviert.
Zwölf Stunden Flug mit Zwischenstopp in München.
Ich hätte einen Direktflug vorgezogen, aber unser Budget ist dermaßen geschrumpft.
Sie wissen, bei wem Sie sich beschweren können.
Ich werde nicht fliegen. - Was hält Sie noch zurück?
Die Kapuziner. - Oh nein, bitte nicht Sie!
Doch, ganz genau ich! - Was habt ihr denn bloß alle?
Seid ihr verrückt geworden? Glaubt ihr nicht, dass diese Aufgabe schon schwer genug ist?
Ach so. Ich bin nicht der Einzige. Es gibt noch andere, die nicht wollen,
dass die Kapuziner verschwinden. - Da ist Pater Bosco. - Dominique?
Er betet, dass die Entscheidung der Bischöfe Monseigneur Poileaux desavouiert.
Er betet? Gut, dann soll er beten. Ich werde sprechen. - Wie bitte?
Ich spreche zur Versammlung. - Das können Sie unmöglich tun!
Und die Gespräche sind nicht öffentlich.
Monseigneur, haben Sie einen Wahlhelfer für die Versammlung?
Man sagte mir, dass Sie ein Mann der Tat sind, aber ich gebe zu,
dass es meine kühnsten Träume übersteigt. Um auf Ihre Frage zu antworten:
Nein, ich habe keinen Wahlhelfer. Und ich könnte gut einen gebrauchen.
Sind Sie mit diesem Wahnsinn etwa einverstanden?
Setzen Sie ihn in ein Flugzeug! - Die Versammlung findet am Mittwoch statt.
Ich kann Ihre Reise bis zum nächsten Wochenende verschieben.
Ich gebe ein verwaltungstechnisches Problem vor, aber dann fliegen Sie,
ob die Kapuziner verkauft werden oder nicht! - Versprochen.
Wir müssen ihn am Sprechen hindern. - Mach dir keine Sorgen.
Poileaux hat die Situation im Griff. - Da kennst du ihn aber nicht.
Fromenger ist fähig, die ganze Versammlung auf den Kopf zu stellen.
Dann war es mein Fehler, denn ich habe ihn aus seinem Loch rausgeholt.
Es war mühselig, aber letztlich habe ich alles zusammen.
Die nützlichen Stellen habe ich unterstrichen. - Sehr gut, vielen Dank.
Gehen Sie zu dem Konzert, das Pater Abel geplant hat?
Wenn wir bis dahin nicht tot sind.
Und wenn, würde er uns reanimieren, damit wir's tun.
Ich wette, er hat Ihnen die Einladungen persönlich gebracht.
Sie sind scharfsinnig. - Oh, nein, nein, nein.
Es ist leicht zu durchschauen. - Warten Sie!
Wir möchten Sie gern noch um einen kleinen Gefallen bitten.
Pater Fromenger, Ihr ehemaliger Superior, er ist in Paris.
Er hat einen Weg gefunden, um an den Gesprächen teilzunehmen,
und er hat vor, kurz vor der Wahl einen Skandal vom Zaum zu brechen.
Wir müssen ein Mittel finden, um ihn am Sprechen zu hindern, verstehen Sie?
Nein. Nein, ich verstehe nicht. - Sie kennen ihn.
Vielleicht wissen Sie etwas über ihn. Kennen seine Achillesferse.
Verlangen Sie das nicht von mir.
Verlangen Sie es nicht, weil ich es nicht tun werde.
Jetzt ist nicht der Augenblick, einen Rückzieher zu machen.
Dieses Kreuz müssen wir nun alle tragen. - Was glauben Sie eigentlich?
Dass ich Pater Fromenger in den Rücken falle?
Und ich, was bin ich für Sie? Eine, eine Art Spitzel?
Sie haben den Verstand verloren.
Als er nach Paris kam, bat er mich,
mit einem jungen Seminaristen Kontakt aufzunehmen. José Del Sarte.
Kommen Sie nicht mit uns, Dominique? - Ich komme nach.
Ich muss noch Büroarbeit machen. - Sind Sie sicher, dass alles in Ordnung ist?
Ja, ja. Machen Sie sich keine Sorgen.
Ich kann bei Ihnen bleiben, wenn Sie wollen. - Das ist unnötig.
Sie dürfen doch nicht meinetwegen die wunderbare Messe versäumen,
die zu Ehren Ihrer Kameraden organisiert wurde.
Ich mache mir Sorgen um Sie. Wie geht es mit Ihrer Behandlung voran?
Haben Sie fürs nächste Jahr schon eine Wahl getroffen?
Nein, habe ich nicht. Fontenay vielleicht, aber ich würde Versailles vorziehen.
Es ist meine Diözese. Ich kenne den Bischof und schätze ihn.
Es fehlt Ihnen an Ehrgeiz. Rom.
Sagen Sie mir nicht, dass Sie nicht schon daran gedacht haben.
Es steht für mich außer Zweifel, dass Ihre neuen Freunde
Ihre Bewerbung mit Freude unterstützen würden.
Meine angeblich neuen Freunde werden nichts unterstützen!
Sie wollten doch, dass ich bei der Bischofskonferenz für Pater Soubiran arbeite.
Sie haben darauf bestanden, dass ich dort bleibe.
Und Sie haben sich dort wunderbar angepasst.
Pater Fromenger ist in Paris.
Sie sollten sich nun zu Ihren Kameraden begeben.
Was machen Sie hier? Sollten Sie nicht bei den anderen sein, in Notre-Dame?
Ich weiß, Pater, aber ich fühle mich nützlicher, wenn ich hier bete.
Sie wissen, was das Seminar für mich bedeutet?
Eine mir gereichte Hand.
Diejenige von Pater Fromenger natürlich, und dann gab es die Ihre.
Ich habe Ihnen nicht die Hand gereicht. - Lassen Sie es sich sagen, Pater.
Wenn das Seminar verschwindet, weiß ich nicht, wohin ich gehen soll.
Ich weiß nicht, wohin.
Ich bitte Sie, Pater, verhindern Sie, dass das Seminar verschwindet!
Tun Sie etwas!
Es ist zu spät. Zu spät.
Die Seminaristen haben die Einrichtung für diesen Tag verlassen.
Sie können alles in Ruhe besichtigen.
Sie werden sehen, es ist ein sehr schönes Gebäude.
Meine Herren, Pater Bosco, Superior des Seminars.
Und José Del Sarte.
Guten Tag. - Guten Tag. - Mohammed Ben Ajajj.
Ich freue mich, Sie kennenzulernen, und ich bin begeistert,
diesen geschichtsträchtigen Ort entdecken zu dürfen.
Sie sind studierender Seminarist?
Wie viele Jahre haben Sie noch vor sich, bevor Sie Priester werden?
Vier Jahre. - Es ist gut, eine Überzeugung wie die Ihre zu haben.
Dieser Ort muss Sie inspirieren. Eine kleine Insel inmitten des Tumultes der Welt.
Ich hoffe, dass Sie einen so geeigneten Ort wie diesen finden
für die Suche nach der Wahrheit und der Erkenntnis Gottes.
Was werden Sie damit machen? - Sie müssen auf diese Frage nicht antworten.
Ich kann ganz offen mit Ihnen sprechen.
Ich bin Geschäftsmann, und ich verdiene Geld, viel Geld.
Und für meine Aktivitäten brauche ich ein Repräsentationsobjekt in Paris.
Ich bedauere, dass Sie die Gebühren für dieses Geschäft sind.
Ich werde für Sie beten. - Vielen Dank.
Könnten wir die Besichtigung beginnen? Die Zeit drängt, glaube ich.
Da haben Sie recht. - Ich bitte Sie.
Bitte sagen Sie Ihren Kameraden nichts davon.
Ich dachte, ich wäre ein Diener. Ich bin nur ein Knecht. Ich komme wieder.
Ja, das ist wirklich ein schönes Gebäude, sehr repräsentativ.
Wir werden uns später den Aufenthaltsraum ansehen.
Es ist ein schöner Saal, aus dem man einen schönen Empfangsraum machen könnte.
Gehen wir hier weiter? - Ja, sehr gerne.
Bist du verrückt? Weißt du, wie viel Uhr es ist? - Und du?
Bist du noch nicht im Bett? Habt ihr keinen Unterricht morgen?
Du hast mir gefehlt. - Du mir auch.
Aber was machst du denn hier?
Ich hatte das Bedürfnis, zu euch zu kommen,
um euch zu sagen, dass ich euch liebe.
Konnte das nicht bis morgen warten? Wir sind da, wir gehen nicht weg.
Nein, das konnte nicht warten. Ich hatte das Bedürfnis, es euch jetzt zu sagen.
Ihr seid meine Familie. Und ich wollte euch sagen,
dass ich gerne Trauzeuge eurer Hochzeit sein will, wenn ihr mich noch wollt.
Oh, Mist. Wir haben meinen Cousin gefragt. Nein, ich rede Blödsinn.
Matthieu? - Ja? - Wie geht's?
Es geht. So, das war's. Wir sind fertig.
Dann auf ein nächstes Mal. Ich hoffe, dass es gut für euch ausgeht.
Ja, das hoffe ich auch. Was machst du jetzt? - Jetzt gleich?
Hast du Lust, mit mir Essen zu gehen? - Oh, hör zu, ich bin erledigt,
habe fast durchgearbeitet. - Ich lade dich ein.
Eine Freundin ist da. Du wirst sehen, sie ist sehr nett. - Na gut.
Und du bist nicht böse, wenn ich nicht sehr redselig bin? - Nein. - Nein?
Hast du einen Platz, wo du das alles lassen kannst?
Ja, in meinem Auto gegenüber. Und dann, wer ist deine Freundin?
Sie heißt Fabienne. Sie ist eine Jugendfreundin.
Wir haben viel gemeinsam, wenn du verstehst. - Na, da bin ich ja gespannt.
Hallo. - Guten Tag.
Matthieu. Fabienne. - Freut mich.
Matthieu ist Architekt. - Praktikant.
Er hat das Aufmaß im Seminar gemacht.
Und heute war dort sein letzter Tag, verstehst du?
Na dann, bitte setz dich. - Ja. Na, gut.
Ich hole den Tisch ein wenig ran.
Wir werden also zu dritt sein.
Alles gut? - Glaubst du etwa, ich hätte deinen Zirkus nicht kapiert?
Was für 'n Zirkus? - Na ja, du verschiebst auf Mittag
und kommst mit einem Leibwächter. Hältst du mich für bescheuert?
Ich gehe dann vielleicht doch besser. - Nein! Warte! Bleib, Matthieu, bitte!
Alles in Ordnung. Das versichere ich dir. Okay?
Okay, wenn du meinst. Und seit wann kennt ihr euch überhaupt?
Drei Tage erst im Grunde.
Yanns Problem ist, dass er sich verleugnet. Nicht ein bisschen, ganz und gar.
Meinte mein Therapeut. - Fabienne geht zu einem Arzt.
Kein Arzt, ein Therapeut. Das öffnet mir die Augen.
Ja, das verstehe ich gut. Mir öffnet das auch die Augen.
Du gehst zum Psychiater? - Ja. Also, das war vor zwei Jahren.
Da war ich ziemlich depressiv.
Und seither gehe ich einmal pro Woche hin.
Ich kenne da einen, der das wirklich nötig hätte.
Wenn das Seminar schließt, was machst du dann? Studierst du normal weiter?
Nein, das ändert nichts, Mama. Ich mache weiter,
aber in einem anderen Seminar. Das ist alles. - Bist du dir sicher?
Aber warum versucht ihr nicht, das zu verhindern? Mit 'ner Demo?
Oder mit einem Streik? Könntet ihr kein Streik machen?
Oh, du meinst, nicht mehr in die Kirche gehen
oder die Messbücher verbrennen vor den Kirchen?
Oh, das ist der schöne Braunhaarige, der mal mit mir getanzt hat.
Er sieht cool aus, oder? - Na ja...
Du könntest doch deine Freunde zu unserer Hochzeit einladen.
Das würde mich freuen. Du weißt ja, wir machen nichts Aufwändiges.
Ich denke darüber nach. - Ja, lade ihn ein. Wie heißt er doch gleich?
Raphaël. - Ja, genau.
Sag ihm, dass Odile wieder Rock 'n' Roll tanzen will.
Und der schöne Schwarze da? Emmanuel? Er ist nicht auf den Fotos.
Er hat das Seminar verlassen. - Na, siehst du? Es gibt welche, die weggehen.
Es ist doch möglich. Nichts ist verloren.
Und warum ist er weggegangen? - Ich weiß es nicht.
Es hat ihm nicht gepasst. Steht die Einladung? - Na klar steht die Einladung.
Du machst, was du willst.
Und über was sprecht ihr? Erzählst du deine Träume?
Ja, schon. Ich erzähle von meinen Träumen.
Am Anfang wollte ich das nicht, weil ich fand, dass es nichts bringt.
Aber jetzt weiß ich, dass das Ergebnis unglaublich ist.
Sitzt du oder liegst du? - Ich sitze.
Weil, wenn ich liege, schlafe ich ein. Aber ich arbeite daran.
Aber wenn ich vorher gesagt habe, dass es mir guttut, dann stimmt das.
Ich kann jetzt sehen, was gut für mich ist, was schön ist, was hübsch ist.
Du zum Beispiel, du bist hübsch.
Vor zwei Jahren wäre ich nicht fähig gewesen, das zu sehen. - Vielen Dank.
Gut. Ich muss zurück.
Oh, also du gehst? Ich gehe dann mit dir. - Schon?
Ja, ich habe jetzt Unterricht. Ich kann nicht einfach fehlen.
Jetzt ist alles strenger im Seminar.
Aber du bist nicht im Seminar. Du hast keine Zeiten. - Nein.
Warum willst du dann gehen?
Ja, ja, das ist richtig. Fühl dich nicht verpflichtet.
Wir haben ja keine Beziehung. Jeder macht, was er will.
Hast du nicht gesagt, du wärst erledigt? - Nein.
Was machst du nun? - Ich denke, ich bleibe noch ein bisschen.
Ach ja? Du bleibst noch? - Ja.
Bis später. - Bis später. - Na dann...
Also, das ist echt blöd mit deinen Unterrichtszeiten. Telefonieren wir?
Mach's gut. - Also du bist Praktikant für Architektur.
Ich möchte bitte zahlen. - Okay.
Also, ich bin an der Uni. - Oh, dann haben wir Zeit,
mal ein Bier zu trinken oder ins Kino zu gehen? - Ja. Wenn du willst. - Okay, cool.
Was willst du machen? Gibt's einen Film, der dich interessiert?
Ja, stimmt so.
Meine Mutter wird heiraten. - Um mir das mitzuteilen, bist du gekommen?
Na ja, es würde sie freuen, wenn ich meine Freunde aus dem Seminar einlade.
Dir ist aber nicht entgangen, dass ich nicht mehr im Seminar bin.
Es schmeichelt mir, dass du mich als Freund bezeichnest.
Meine Schwester hat an dich gedacht. - Das schmeichelt mir weniger,
wenn's deine Schwester war. Wie geht's der schönen Odile?
Sie ist jetzt 18, hat einen festen Freund, der im Hause schläft.
Also? Kommst du oder nicht? - Würde es dich nicht stören? - Nein.
Es ist viel Zeit vergangen.
Und wie alt ist deine Mutter jetzt? - Es steht mir nicht zu, es zu sagen.
49. - Das ist doch hübsch.
Du solltest sie sehen. Sie macht auf Teenager
und ist gleichzeitig total ausgeflippt. Den Raum, den sie fürs Fest wollte,
hat ihr jemand vor der Nase weggeschnappt. Und sie kriegt 'ne Krise wie 'n kleines Mädchen.
Sie sucht einen Raum? Ich habe Pläne. - Du hast Pläne?
Im Moment erfasse ich alte, vergessene Gemäuer.
Da gibt es Sachen, die man für fast nichts anbieten kann.
Warte, Emmanuel. Nicht so schnell.
Ich wollte dir nur einen Gefallen tun.
Aber es ist meine Mutter. Du weißt, wie kompliziert sie ist, also...
Gut, ich spreche mit ihr. Was sind das für Pläne?
Also bitte Vorsicht, wenn er ankommt. Meine Entscheidung ist gefallen.
Und ich denke wirklich, das ist von großer Bedeutung.
Ja, ich habe verstanden. - Also wie schätzen Sie die Lage ein?
Ich bin zuversichtlich. Ich bin mir sicher, es wird schon gutgehen.
Entschuldigen Sie mich, ich komme nach. - In Ordnung. Gehen Sie nur...
Nun endlich habe ich die Ehre, Sie kennenzulernen.
Die Ehre ist ganz meinerseits, Monseigneur.
Also dann, bis später.
Man sagte mir, dass Sie das Wort ergreifen wollen.
Sie sind bestens informiert.
Sie wissen, dass die Zukunft der Kirche Frankreichs auf dem Spiel steht?
Ja, ich weiß. Ich habe mich meinerseits gut informiert.
Ich zweifle nicht daran, dass Sie jedes Ihrer Worte auf die Waagschale legen.
Jedes einzelne, Monseigneur. - Na dann, viel Glück.
Etienne. Noch können Sie von Ihrem verrücktem Vorhaben Abstand nehmen.
Dann kennen Sie mich aber schlecht.
Wenn Sie es nicht für sich tun, dann für José Del Sarte.
Sie wissen, dass sein Werdegang nicht klassisch ist.
Man kann sogar sagen, dass er chaotisch war, sehr chaotisch.
Wären Sie nicht gewesen, wäre er nie bei den Kapuzinern aufgenommen worden
und hätte den eingeschlagenen Weg nicht gehen können.
Sie haben ihn gerettet, und das wissen Sie.
Denken Sie also an seine Zukunft, wenn Sie nicht mehr da sein werden.
Weit weg, in China oder anderswo.
Wenn Sie das Wort ergreifen, wie der Ausgang der Versammlung auch ist,
wie auch immer die Bischöfe entscheiden,
egal, ob dieser junge Mann dann in der Kirche bleibt, kann ich nicht garantieren.
So weit würden Sie gehen wollen?
Es tut mir leid, Etienne. Es zerreißt mich, so weit gehen zu müssen.
Das versichere ich Ihnen. Aber zum letzten Mal, ich flehe Sie an:
Bitte ergreifen Sie nicht das Wort!
Was ist denn mit Ihnen? Sie sind ja ganz weiß.
Das ist der Tweet von einem Freund. Er hat privat so 'n Ding.
Er ist Berichterstatter bei der Bischofskonferenz.
Es ist so weit. Jetzt fängt er an. Monseigneur Poileaux ergreift das Wort.
Es geht los.
Der Verkauf des Kapuzinerseminars ist keine Option.
Es ist die alleinige und einzige Lösung.
Glauben Sie mir, dass ich darüber genau wie Sie furchtbar bestürzt bin.
So leid's mir tut. Sie haben alle die Zeit gehabt,
sich davon zu überzeugen, dass die finanziellen Schwierigkeiten,
in denen sich die katholische Kirche Frankreichs befindet,
in kurzer Zeit gelöst werden müssen.
Doch bevor ich diese Entscheidung zur Wahl stelle,
überlasse ich Ihnen das Wort.
Hat irgendjemand etwas zu sagen?
Auf was warten Sie, Etienne?
Ich.
Als derzeitiger Superior des Kapuzinerseminars möchte ich etwas sagen.
Tun Sie das!
Pater Bosco geht zur Rednerbühne. - Bosco?
Er kämpft, er hat den Mut. - Glaubst du, er hält das durch?
Los, aktualisier mal die Seite! - Ruhe! Ruhe!
Monseigneur,...
Messeigneurs.
Ich war Seminarist bei den Kapuzinern,
und heute bin ich ihr Superior. Ich weiß nicht, wie lange noch.
Und wie viele von Ihnen kennen das Seminar?
Oder sollte man die Frage anders stellen?
Wer von Ihnen kennt das Seminar nicht?
Wer von Ihnen ist nicht wenigstens einmal über die Schwelle des Kapuzinerseminars getreten?
Nicht ein Einziger!
Monseigneur Davor, Sie haben dort Ihre sechs Studienjahre verbracht,
genau wie Monseigneur Anselme, Spulet, Laterre
und ein Drittel der in dieser Versammlung anwesenden Bischöfe.
Bosco nennt sie beim Namen. Einen nach dem anderen.
Bosco sagt, die Kapuziner sind ein Ort, an dem man sich zu Hause fühlt.
Ein Ort, der keinem anderen gleicht. Eine ihm gereichte Hand.
Diese Hand war die eines Mannes,
eines Mannes, der die brillantesten Priester der letzten Jahrzehnte ausgebildet hat.
Eines Mannes, der andere führen konnte...
auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung.
Dieser Mann
heißt Etienne Fromenger.
Er kommentierte...
Er kommentierte wie kein anderer das Wort Gottes in der Homilie.
Er verkörperte den Geist der Kapuziner.
Dieser Mann hat mich alles gelehrt.
Wenn das Seminar verschwindet, dann verschwindet nicht nur
ein Stück Geschichte, eine Erinnerung. Es ist ein Teil von uns selbst, der verschwindet.
Kann man einen Teil von sich selbst verkaufen?
Es ist jetzt ganz bei Ihnen, zu entscheiden.
Möge die Kraft des Heiligen Geistes bei Ihnen sein im Augenblick der Wahl.
Die Wahl beginnt.
Liebe Brüder, wir gehen nun zur Wahl über.
Auf die Frage, ob das Kapuzinerseminar verkauft werden soll, antworten Sie,
indem Sie die Hand haben. Wenn Sie dafür sind, heben Sie jetzt die Hand!
Der Wahlhelfer möge nun bitte die Stimmen zählen.
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