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Vielen Dank.
Am 19. März 1944 sind deutsche Truppen in Ungarn eingetroffen, um die wirksame
Bekämpfung des Bolschewismus durch die Mobilisierung aller Kräfte und die
Schaffung umfassender Sicherungen zu verstärken.
Die beiden verbündeten Regierungen sind sich darüber einig, dass die getroffenen
Maßnahmen dazu beitragen werden, im Sinne der alten Freundschaft und
Waffenbrüderschaft zwischen dem ungarischen und dem deutschen Volk alle
Hilfsmittel Ungarns für den Endsieg der gemeinsamen Sache einzusetzen.
Allerhand. Verdammter Wetter.
Scheint ja echt aber tot zu sein.
Jawohl. Das Objekt hat 28 Zimmer und wir glaubten, es sei ausreichend für die
Dienststelle des Obersturmbannführers.
Was machen Sie denn hier?
Unser Scharführer Lohmann von der Dienststelle Hörer SS und Polizeiführer
Abteilung 4A. Mein Partiermacht. Hier wird nicht Quartier gemacht.
Um was handelt es sich denn?
Oh, Verzeihung.
Obersturmer Führer Pomei vom Sondereinsatzkommando Budapest.
Schön. Und was machen Sie hier?
Ich habe diese Räume hier. Ich meine, das Haus wird vom Einsatzkommando
übernommen. Mit welcher Berechtigung?
Der Stab unseres Kommandos ist sehr beengt untergebracht.
Dann laufen Sie einfach durch die Gegend und quartieren Sie auf eigene Faust
ein. Wo es Ihnen gerade passt, das Quartier ist meiner Dienststelle
Sonderbeauftragter des Reichsführers für die Ausrüstung der Waffen -SS.
Entschuldigung. Bitte, bitte.
Sie sind schon längere Zeit hier.
Vom ersten Tag an.
Da kennen Sie sich ja einigermaßen aus. Ja.
Jüdische Besitzung? Ja.
Korin heißt der Jude.
Ferenc Korin.
Mitinhaber des Manfred -Weiss -Konzerns. Das ist der Stammbetrieb.
Das ist so dasselbe, was bei uns Grupp ist.
Nur eben Juden.
Mehr als 25 .000 Beschäftigte.
Gründer war der Jude Weiss.
Der wurde noch in der Kaiserzeit zum Baron gemacht.
Wie hoch wird denn der Gesamtwert geschätzt? Hütten und Stahlwerke, also
sehr rein umfangreiche Waffenproduktion, auch ein Flugzeugwerk. Der Gesamtwert?
400 Millionen Goldbünke kommen da bestimmt zusammen.
Donnerwetter. Und der Macher davon ist der Corinne? Der Schwiegersohn des Baron
Weiß. Wo steckt denn der jetzt?
Das Sonderkommando Eichmann hat ihn gegriffen. Entweder in Oberlandendorf
Wien oder bei hier im Gefängnis in der Füllstraße.
Dachte schon, die hätten ihn umgelegt.
Ja, und wer leitet den Betrieb jetzt?
Da ist ein kommissarischer Direktor eingesetzt worden.
Von wem?
Von der ungarischen Regierung.
Tja, die wollen den Konzern wohl in Staatsregentum überführen.
Na, das wollen wir erst mal sehen. Ich dachte schon, der Eichmann hätte sich
unter den Nagel gerissen.
Als Leiter des Sondereinsatzkommandos ordne ich nicht ohne Grund an,
dass ein zentraler Judenrat geschaffen wird.
Denn ich will, ich will eine Zentralstelle haben.
Und wir schaffen.
die die von mir gegebenen Befehle, also alle Befehle, entgegennimmt.
Sie selbst hier, also das heißt die Mitglieder des Judenrates, sind vom
des gelben Steines befreit.
Ich habe große Erfahrungen in der Erledigung von Judensachen.
Wer mich in der Durchführung meiner Aufgaben irreführen will, das sage ich
heraus, soweit ich Adolf Eichmann heiße, der kriegt es mit mir zu tun.
Ich bin kein Freund von Gewalt. Das bin ich nicht.
Und nur dort, das betone ich primär, nur dort, da ist es zu Erschießungen
gekommen und zu Hinrichtungen, musste es dazu kommen, wo die Juden Widerstand
geleistet haben.
Ich lege Wert darauf, großen Wert darauf, dass meine Einstellung in der
Masse der Juden bekannt wird.
Wirken Sie alle beruhigend auf die Juden ein.
Es ist kein Grund zur Erregung.
Oder sowas.
Wenn meine Befehle diszipliniert und ordnungsgemäß durchgeführt werden, werde
ich die Juden vor jedem Eingriff von anderer Seite schützen.
Ich frage Sie, wollen Sie damit sagen, dass wir vom Judenrat die angebotene
Zusammenarbeit ablehnen sollen? Das wäre doch Selbstmord. Wenn Dr.
Kastner und ich bei dieser Sitzung auch nur Ihre Gäste sind, so denke ich
doch... dass Sie uns hierher gebeten haben, damit wir offen und ehrlich eine
Einschätzung der Situation geben. Ja, darum möchte ich bitten, Herr Brandt.
sollten zufrieden sein, dass Eichmann uns diese Zusammenarbeit anbietet.
Ablehnen wäre Wahnsinn.
Bei dieser Zusammenarbeit komme ich mir vor wie der Arbeitselefant,
der seine Artgenossen, wenn ich das mal so nennen darf, der seine Artgenossen
dem Jäger ins Schussfeld führt.
Wir sollten uns nicht nur so vorkommen.
Das ist genau die Rolle, die uns zugedacht ist.
So wollen Sie also auch diesen angebotenen Schutz großzügig verzichten,
Ratheis? Ja, ich frage so konkret.
Denn Sie sind genau wie Herr Brandt und ich als Gastgebeten, um zu beraten, was
für die jüdische Bevölkerung getan werden muss. Da tragen auch Sie einen
der Verantwortung. Was heißt denn verzichten, Herr Dr.
Kastner? Das will doch wohl niemand.
Sie etwa, Herr von Freulinger? Natürlich nicht.
Es bleibt uns ja gar nichts anderes übrig.
Das möchte ich bezweifeln.
Alles, was sich bisher im Herrschaftsbereich der Nazis abgespielt
widerspricht der Annahme, dass man ausgerechnet uns Juden in Ungarn schonen
wird.
Die Nazis, die 1939 Polen besetzt haben, die 1941 in Russland die Juden
ausgerottet haben, Dr. Ratter, das sind nicht mehr die gleichen, die heute,
1944, Ungarn besetzt haben. Welcher Unterschied?
Heute kämpfen die Nazis bereits um ihre eigene Haut.
In der Defensive, meine Herren, da haben Sie kein Interesse, sich in einer
solchen Situation noch mehr... Herr Dr. Kastner, Sie tun so, als ob Sie nicht
wüssten, was sich bereits in Ungarn abspielt.
Draußen in der Provinz werden täglich Tausende von uns zusammengetrieben.
Unter freiem Himmel.
Ohne Verpflegung.
Und nur weil sich hier bei uns in Budapest noch nichts dergleichen
da... noch nichts, sage ich.
Da wollen Sie diese Vorkommnisse einfach ignorieren.
Ich werde die Juden vor jedem Eingriff von anderer Seite schützen.
Von anderer Seite.
Und wer schützt uns vor ihm?
Manaham.
Das sind doch Haarspaltereien. Wir versuchen uns immer einzureden. Es wird
nicht so schlimm werden.
Als die Kalle -Regierung mit den angelsächsischen Mächten zu einem
zu gelangen suchte, da glaubten wir uns gerettet. Ja, wir glaubten sogar, es
wäre eine stärkere Auswanderung nach Palästina zu erwirken.
Hat nicht eine unserer Hoffnungen erfüllt. Nein.
Die Nazis haben Ungarn besetzt.
Und nun hoffen wir auf Zusammenarbeit.
Wir dürfen nicht nur hoffen, wir müssen etwas tun. Ja.
Und was empfehlen Sie?
Widerstand. Dr.
Rataj, wir leben nicht mehr im Jahre 1914.
Als Sie als KOK -Reserveoffizier frisch und fröhlich an der Spitze Ihrer
Kompanie in den Krieg zogen und das als Jude noch für eine besondere Ehre
hielten. Lassen Sie doch bitte diese persönlichen Angriffe, Dr.
Kastner. Jeder Widerstand ist sinnlos. Sie würden uns liquidieren. Ja, das
werden Sie tun, wenn wir keinen Widerstand leisten.
Nur wenn wir uns wehren, haben wir die Chance zu überleben. Meine Herren, darf
ich Sie an den Aufstand im Warschauer Ghetto erinnern?
Dr. Rattei, das war Widerstand.
Draufgegangen sind fast alle. Herr Dr.
Kastner, unsere Chance besteht darin, dass wir nicht ghettoisiert sind.
Wir sind 800 .000 Juden in Ungarn.
Da steht eine Macht da, die nicht zu unterschätzen ist.
Das sind doch Phrasen zum Kämpfen gehörend Waffen. Mit ein paar Panzern
die Nazis uns zusammen.
Sehr richtig.
Kein Mensch kann sagen, ob wir es damit schaffen.
Aber Zusammenarbeit scheint mir die einzige Chance.
Das ist auch meine Ansicht.
Ich für meinen Teil...
Ich werde jetzt in meine Fabrik gehen und werde allen sagen, dass nur
und Ruhe und nochmals Ruhe das Leben der jüdischen Bevölkerung in Budapest
garantieren wird.
Tja, es ist wohl die einzige Möglichkeit.
Es tut mir leid, Obersturmbannführer, aber ich weiß wirklich nicht, wo sich
dieser Mann befindet. Ich weiß es. Im Lager Oberlandendorf oder hier in der
Füllstraße im Gefängnis.
Soviel ich weiß, sind Sie hier in Budapest, um 40 .000 Pferde zu
Ja, wir stellen eine neue SS -Kavallerie -Division auf.
Ja, wozu brauchen Sie denn da den Chorin?
Kamerad Eichmann, ich wohne im Hause dieses Mannes. Dieses Haus ist mit
Kostbarkeiten vollgestopft bis unters Dach. Ich will mir später nicht den
Vorwurf machen lassen, dass da irgendwas fehlt. Sie kennen doch die Einstellung
des Reichsführers zu diesen Dingen.
Ich will ein genaues Inventarverzeichnis aufstellen und dazu gebrauchen wir in
meiner Dienstführer diesen Mann. Herr Obersturmbannführer, für Sie ist
charmanter Besuch da.
Kurt Andreas.
Oh, so früh hätte ich dich nicht erwartet. Ich freue mich.
Herr Laszlo Endres, Staatssekretär im ungarischen Innenministerium.
Begreifen Platten.
Bist du ernst, Frau Gräfin? Ich bin unendlich erfreut. Danke, Herr
Staatssekretär. Meinerseits.
Ich bin ganz erschöpft von der Reise. In Prag hatten wir sechs Stunden
Aufenthalt. Und dann zuckerten wir im Schneckentempo nach Wien.
Du, Ernst, es ist ja wirklich kein Vergnügen, jetzt per Bahn zu reisen.
Wenn ich eine Erfrischung für Frau Gräfin kredenzen darf.
Danke, Herr Staatssekretär. Sehr liebenswürdig.
Wo werde ich logieren?
Ich habe ein ganz exquisites Quartier für dich.
Wirklich ganz exquisit. Entschuldige bitte einen Moment.
Wir fahren gleich, Moment.
Frau Gräfin werden sich hier wohlfühlen.
Budapest ist eine herrliche Stadt.
Aber die sind doch namentlich noch gar nicht alle erfasst.
Also, da soll nun ein, ein, wie heißt der Mann?
Korin, Dr.
Ferenc Korin.
Also ein Korin in der Füllstraße oder in Oberlandendorf untergebracht sein.
Stellen Sie das mal fest. Und wenn das stimmt, dann...
Überstellen wir den Mann Obersturmbann Führer Becher.
Ich bedanke mich.
Reinkommen.
Geben Sie den Mantel.
Sie sind Herr Korin?
Jawohl, Schutzhäftling Korin aus dem Lager Oberlanzen. Dr.
Ferenc Korin.
Jawohl. Sie haben hier gewohnt?
Jawohl. 32 Jahre.
Mein Name ist Becher, Obersturmbannführer Becher,
Reichsführers der SS für die Ausrüstung der Waffen -SS.
Bitte nehmen Sie Platz.
Sehen Sie, Corinne.
Herr Corinne.
Ein Geschenk meiner Frau.
Möchten Sie eine Tasse Kaffee?
Oder sonst irgendetwas?
Ja, wenn es möglich wäre.
Selbstverständlich, ist das möglich.
Ordnanz!
Obersturmherrnführer! Bringen Sie Kaffee, Kornjacke, Beckensohn. Jawohl,
Obersturmherrnführer! Wir können es uns ein bisschen gemütlich machen, zumal wir
ja hier also...
die gewissermaßen bei Ihnen zu Hause sind, um gleich zur Sache zu kommen.
Von Ihnen als den maßgebenden Mann im Weißkonzern möchte ich wissen, wie Sie
sich die Zukunft des Konzerns vorstellen.
Und der Konzern ist ja immerhin von ausschlaggebender Bedeutung für die
Rüstungskapazität in Ungarn und im Reich.
Also?
Aber was soll ich in dieser Situation darauf antworten?
So wie es bisher gegangen ist, geht es ja wohl nicht weiter.
Das ist Ihnen doch klar, wie?
Ich frage Sie, was soll mit den Werken werden?
Wenn man uns, uns, die wir nach Besten wissen und gewissen, das darf ich
betonen, die Werke, auch in diesen schwierigen Zeiten, also bis jetzt.
unter Beachtung aller nationaler Interessen geleitet haben.
Wenn man uns das dazu gehörige Vertrauen nicht mehr entgegenbringen kann,
dann bestünde immer noch die Möglichkeit, uns unter einer
angemessenen Aufsicht weiter arbeiten zu lassen.
Es ist natürlich Quatsch.
Entschuldigen Sie, Herr Korin, aber die Frage der Leitung ist da völlig
uninteressant. Da haben wir unsere Leute.
Mich interessiert der Erwerb des Konzerts.
Aber bitte unmöglich.
Das kann doch nicht in Frage kommen.
Verehrter Herr Kaurin, Sie scheinen sich über Ihre Situation nicht ganz im
Klaren zu sein.
Wir haben Sie im Komitat Sobol zusammengetrieben.
Dann im Komitat Aboetorno.
Einige hunderttausend Juden.
Ja, und was machst du?
Laszlo, nun hör mir doch mal ruhig zu.
Ich habe doch nicht nur die Ausschwitz -Transporte mit der Reichsbahn
abgestimmt. Da ist auch noch der Nachschub für die Frauen.
In der Zwischenzeit läuft uns die Hälfte von dem Pack wieder weg. Das Ganze muss
präzise durchgezogen werden.
Präzise.
Jeder fragt. Jeden Tag.
Laszlo.
Dann bist du nun Staatssekretär für Judenfrauen.
Aber ich war im Budapest, wo man ihn spuckt.
Juden.
Juden, die immer noch frei herumlaufen.
Die Entlösung erfolgt in Etappen, verstehst du?
Zone 1, Karpatenraum, hier.
Zone 2, Siebenbürgen, das sind rund 300 .000, abtransportet Mitte Mai.
Von Kaschau bis zur Reichsgrenze, Zone 3.
Vom 11. bis 16. Juni, 21 Züge.
Zone 4, Ostwärts Donau, hier.
Dann 5, der ganze Quatsch normal, Donau -Westlich.
Und das hier ist Budapest.
Zone 6, die letzte.
Alle kommen Sie dran.
Alle, ohne Ausnahmen.
Ist Ihnen bekannt, Herr Obersturmbannführer, dass 51 % der
von Dr.
Heinrich liegen?
der nach den deutschen Gesetzen Arier ist.
Ich weiß, seit ein paar Wochen hat er die Anteile.
Lassen Sie man uns mal Sorge sein.
Diese Tour mit den Renommier -Ariern, die haben wir im Reich schon längst
uns gebracht.
Herr Obersturmbannführer, selbst wenn ich die Anteile an dem Konzern verkaufen
wollte, ich darf es doch gar nicht.
Was heißt denn das, Sie?
Seit ungefähr einem Jahr existiert ein ungarisches Gesetz, wonach es verboten
ist,
Aktien oder Besitzanteile, die sich in jüdischen Händen befinden, zu veräußern.
Genau wie bei Ihnen im Reich.
Wie kann ich gegen das Gesetz verstoßen?
Gut, dann mache ich Ihnen ein anderes Angebot.
Sie überlassen mir den Konzern mit allen Nebenbetrieben und sämtlichen
Beteiligungen an Tochtergesellschaften und so. Ich meine insgesamt.
Sie überlassen mir also den Konzern in Treuhandschaft für, sagen wir, 25 Jahre.
Mit diesem Vorschlag wird kein ungarisches Gesetz verletzt.
Nicht wahr?
Als Gegenleistung sorge ich dafür, dass Sie und die anderen Familienmitglieder,
soweit Sie eigentlich über der Aktien sind, also dass diese Familienmitglieder
mit ihren Frauen und Kindern, es werden hier wohl nicht mehr als 50 sein, ins
neutrale Ausland gebracht werden.
Wie ist es?
Herr Obersturmbannführer. Sie stellen mich da vor eine Entscheidung, die ich
allein gar nicht treffen kann, ohne... A la longue müssen die anderen auch ihre
Zustimmung geben, aber Sie sind der maßgebende Mann.
Und die anderen werden tun, was Sie dann wollen.
Also, die ganze Familie ins neutrale Ausland.
Herr Obersturmeinführer, die Entscheidung, die Sie mir abfordern, ist
schwerwiegend. Natürlich, ich verstehe, obwohl wir hier, obwohl Sie nicht allzu
lange Zeit haben.
So schwerwiegend.
Da kann ich doch nicht im Augenblick so schnell, kann
ich doch nicht einfach Ja oder Nein sagen.
Einverstanden. Dann werde ich Sie in ein paar Tagen nochmal hierher holen
lassen.
Herr Obersturmbannführer.
Wir legen doch bestimmt Wert darauf, dass eine vernünftige,
sagen wir zweckentsprechende Lösung gefunden wird.
Selbstverständlich.
Darf ich dazu bemerken, in der Umgebung, in der ich mich jetzt befinde, ist das
fast ausgeschlossen.
Sie sind im Lager Oberlanzentorf gewesen?
Ja.
Bis auf die letzten zwei Tage, da war ich im Gefängnis in der Füllstraße.
Na ja.
Wie steht es mit meinem Angebot?
Dazu kann ich in der Situation, in der ich mich jetzt befinde, keine Stellung
nehmen. Und warum nicht?
Weil ich...
Weil ich ohne Unterlagen gar keine Übersicht über die komplizierten
Beteiligungsverhältnisse habe.
Und welche Unterlagen benötigen Sie dazu?
Das ist schwer zu sagen. Das müsste ich selbst sehen.
Dazu müsste ich in Freiheit sein.
Wenigstens für einige Zeit, um mich gründlich informieren zu können.
ist natürlich nicht möglich.
Aber und damit Sie begreifen, dass ich es ehrlich meine mit meinem Angebot.
Sie können hierbleiben.
Der Mann bleibt zunächst hier. Machen Sie oben ein Zimmer frei und teilen Sie
Bewachung ein.
Jawohl. Aber so, dass Frau Greife nicht beläscht ist. Wird verstanden?
Jawohl, Obersturmbauführer.
Sie sehen, ich tue was Mögliches.
Die Unterlagen, die Sie benötigen, die könnte ich Ihnen hier zugänglich machen.
Auf welche Weise? Na, das kann doch nicht so schwierig sein. Sie werden doch
Ihrem Betrieb einen Mann haben, dem wir das sagen können.
Übrigens, ich habe hier eine Liste Ihrer Leistung von Angestellten.
In meisten Sinne wohl abgehauen, aber sehen Sie mal nach, wer von dem Rest
noch verwendbar ist.
Das ist Falvi, Weiner, Gabor, Silberstein.
Hier, ich würde meinen, der Oberbuchhalter Mahlmann, falls er noch
Fuß ist.
Muss ich sicher feststellen.
Wie ist es denn mit diesem Lajos Gabor?
Gabor ist wohl jetzt.
Er ist zum Direktor gemacht worden, als ich schon weg war.
Aber dieser Mahlmann.
Mahlmann.
Jode, wie?
Ja, aber er ist mit der Registratur und dem Archiv vertraut.
Er ist der Einzige, der sich in diesen Dingen auskennt.
Sie sind Mahlmann?
Ja, Wolfgang Mahlmann. Ihnen unterstehen Archiv und Registratur im Weißkonzern.
Der Posten wurde mir Ostern 1940 übertragen. Sie sprechen sehr gut
Wie kommt das?
Ich bin Deutscher.
Was bitte sind Sie?
Ich bin in Deutschland geboren und 1934 bin ich... Also hören Sie zu. Wir haben
mit Ihrem Chef Corin einige Verträge abzuschließen. Und für die Präzisierung
dieser Verträge braucht Corin Ihre Hilfe.
Wo ist Herr Corin?
Alles, was Corin Ihnen aufträgt, gleich welcher Art, haben Sie zunächst meinem
Adjutanten Hauptsturmführer Grabo mitzuteilen. Erst wenn er seine
gibt. Führen Sie die Aufträge aus, verstanden?
Jawohl. Grabo, bringen Sie den Mann rauf.
Halt!
Falls Sie irgendwelche Hilfe brauchen bei der Erledigung der Dinge, die Ihnen
aufgetragen werden, werden Sie diese Unterstützung bekommen.
Und, Grabo, ich denke, wir stellen ihm eine Bescheinigung aus, dass er sich in
Budapest unbehelligt bewegen kann.
Das wäre zu empfehlen.
Ja, und schreiben Sie auch rein, dass er vom Tragen des Judensterns befreit ist.
Das ist ja wohl selbstverständlich.
Über alles, was Sie hier sehen, hören oder tun, strikte Geheimhaltung.
Na ja, Sie kennen uns ja.
Jawohl, Herr Obersturmbannführer.
Herr Ministerialrat, wenn unsere Regierung nun alle Dispositionen trifft,
Um den Weißkonzern in Ungarn das Staatseigentum zu überführen, so wird
scheint mir das Beste sein, die Juden zu veranlassen, ihre Aktien in der äußeren
Form der freiwilligen Abtretung zu übergeben.
Ich glaube, lieber Gabor, dass wir gar nicht so ins Detail gehen müssen.
In Berlin haben Sie das seinerzeit sehr geschickt gemacht.
Verordnung für das Reichsgebiet, hören Sie mal zu.
Ein Jude, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat, kann nicht
deutscher Staatsangehöriger sein.
Der gewöhnliche Aufenthalt im Ausland ist dann gegeben, wenn sich ein Jude im
Ausland oder Umständen auffällt, die erkennen lassen, dass er dort nicht
vorübergehend weilt.
Nun ja, aber hier geht es doch ums Vermögen. Moment.
Das Vermögen des Juden, der die Staatsbürgerschaft verliert, verfällt
Verlust der Staatsbürgerschaft dem Reich.
Sinngemäß übertragen, ein Umgang.
Elegant gemacht.
Diese Verordnung haben wir für Ungarn übernommen, seit gestern Mittag. Nun,
ist die Sache ja schon gelaufen.
Ferenc Korin sitzt in Oberlandshundorf in Österreich.
Baron Moritz Kornfeld und Jene Weiß sollen in Mauthausen sein.
Haben also die ungarische Grenze überschritten. Aber Hans von Mautner
hier im Hotel Ritz versteckt.
Hier in Budapest, beim Internationalen Roten Kreuz.
Kann Eichmann das nicht regeln?
Eichmann.
Ich werde Staatssekretär Endre darauf aufmerksam machen, damit er bei den
Deutschen weiteres veranlassen kann.
Und wohin mit den Leuten?
Soviel ich weiß, sollen sie in den Ostgebieten angesiedelt werden.
Offensichtlich schaffen die Deutschen dort ein für die Juden bestimmtes
Reservat. Endre muss dafür sorgen, dass alle Mitglieder der Familie Weiß dabei
sind.
Jedenfalls wird der Weiß -Konzern von der ungarischen Regierung übernommen.
Vom Fortgesetz kommen Sie zu mir gelaufen und drängen mich. Wer ist das
Na, vom Wirtschaftsministerium.
Heute waren Minister Erhard Brody bei mir und der neue Direktor Gabor.
Sie kriegen keine Ruhe in den Verwaltungsbetrieb. Die ganze Familie
weg. Alle.
Damit die Sache bereinigt ist. Alle.
Wenn wir sie hätten.
Aber einige sind doch gekriegt worden.
Hier.
Was denn?
Der Corinne gehört auch dazu?
Er lässt nur drauf wegen der Vollständigkeit. Er ist ja schon in
noch.
Aber den hat doch der Becher vor ein paar Tagen.
Dafür verlass dich drauf.
Das wird prompt, das erledigt.
Ich danke dir, Adolf. Das ist doch selbstverständlich. Also wirklich,
danke dir.
Ich danke dir.
Was macht denn der Becher da hinter unserem Rücken für miese Geschäfte?
Wir bemühen uns, das Pack hier rauszukriegen und andere holen sie
Nimm mir einen Wagen, zwei Leute dazu.
Der Corinne muss her.
Und zwar sofort.
Und dann wieder ab.
Nach Oberlanzendorf.
Guten Tag, Herr Obersturmbannführer. Na, haben Sie sich entschieden?
Herr Obersturmbannführer, ich war in diesem Tag... Danke.
Wie konnte ich... Na ja oder nein?
Ich habe hier den Vertrag aufsetzen lassen, Gabor.
Die Anteilseigner übertragen mir für 25 Jahre die Treuhandschaft über den
Manfred -Weiss -Konzern mit allen Beteiligungen und Nebenbetrieben.
Aber die ungarischen Gesetze müssen doch von mir eingehalten werden. Nein,
Rechtsberater Graber hat das alles so geregelt, dass kein ungarisches Gesetz
dabei verletzt wird. Sie übertragen mir ja nicht das Eigentum, Sie betrauen mich
mit der Treuhandschaft, nicht?
Also unterscheiden Sie.
Herr Obersturmbannführer, was nützt Ihnen denn meine Unterschriften?
Ich habe einen Anteil.
Aber tatsächlich ist es doch ein Familienunternehmen.
Die Besitzanteile sind in den Händen von 45 Personen.
Die müssen doch auch unterscheiden.
Sollen sie auch.
Da habe ich ja alle zusammen.
Als Gegenleistung erhalten die Anteilseigner 45 Personen.
Die Garantie, ins neutrale Ausland auszureisen, wahlweise Schweiz oder
Aber wovon sollen wir denn da draußen leben?
Wir sind doch dann völlig mittellos.
Ich lasse ja mit mir reden.
45 Personen.
Für jede Person 1000 Reichsmark.
Aber was sollen wir denn damit anfangen, Herr Obersturmbannführer?
Wollen Sie jetzt auch nach Handeln?
In Ihrer Situation?
Ich habe nicht Zeit, mich wochenlang mit Ihnen zu beschäftigen.
Mein Gott, im Ausland gibt es doch genug Hilfsorganisationen von unseren Leuten.
Aber Sie sollen nicht zu kurz kommen.
Genügend Geld mitkriegen, finde ich kleinlich.
Also, damit wäre doch wohl dann endlich alles klar, oder?
Herr Obersturmbahnführer, ich darf fragen, wo ist für uns die Garantie,
nun ausreisen dürfen?
Sie haben das Ehrenwort eines deutschen Offiziers.
Wie kann ich über den Familienbesitz so allein entscheiden?
Ich sage Ihnen doch, die anderen sind morgen alle zur Stelle. Ich kenne doch
ungarischen Gesetze. Dann kommen Sie mir doch nicht immer damit!
Aber so seid ihr Juden eben. Wenn wir von euch was wollen, da habt ihr
moralische Bedenken, ethische Grundsätze, da fragt ihr nach dem
Sonst habt ihr gestohlen und betrogen.
Aber wenn wir von euch was wollen, dann werdet ihr itzigs moralisch.
Mein letztes Wort.
Sie unterschreiben.
Und Sie werden morgen Ihre Verwandten davon überzeugen, dass es auch für Sie
Beste ist.
Andernfalls ist bei mir Sense.
Und deutsch gesprochen.
Dann geht die ganze Mischburg ab.
Aber nicht mehr nach Oberlanzendorf.
Ins gemütliche Österreich.
Dann geht's ab nach Auschwitz.
Ich gebe Ihnen noch eine Minute.
Wollte den Juden abholen.
Bitte? Den wir Ihnen vor einer Woche ausgeliehen haben.
Wer bestimmt das?
Obersturmbannführer Eichmann.
Ich brauche den Mann noch.
Entschuldigen Sie, aber der Mann untersteht allein unserem
Sondereinsatzkommando.
Mit der Übergabe an mich ist die Zuständigkeit des Sondereinsatzkommandos
erloschen.
Obersturmbauführer Eichmann nimmt den Mann für sich in Anspruch.
Na schön, und nicht für mich?
Obersturmbauführer Becher, die Anordnungen des Sondereinsatzkommandos
jeder Dienststelle zu respektieren.
Auch von Ihrer.
Der Kapitän muss hierbleiben.
Von jeder Dienststelle natürlich.
Und wenn ich Ihnen sage, dass der Reichsführer selber angeordnet hat, dass
Corinne zu meiner Verfügung bleibt, was sagen Sie dann?
Können Sie mir diese Anordnung des Reichsführers zeigen?
Ich werde die schriftliche Weisung des Reichsführers morgen Obersturmbannführer
Eichmann für Einsicht vorlegen, Herr Lille.
Obersturmbannführer, diese Einfahrt... Keine Garde, so im letzten Moment.
Wir müssen uns sofort mit Himmel in Verbindung setzen.
Aber wie?
Eichmann will morgen was in den Händen haben. Ich werde Sie zu einer dringenden
Rücksprache bei ihm lassen. Das dauert doch viel zu lange.
Den ganzen Kram am Telefon auseinanderheddern.
Und wie wird er dazu stehen?
Ne, ne, ne.
Vielleicht wenden Sie sich an seinen Adjutanten, Obergruppenführer Wolf.
So gut stehe ich mit Wolf nicht.
Das ist gar kein schlechter Gedanke.
Das kann die Lösung sein.
Stehen Sie fest, wann ein Flugzeug nach Berlin geht.
Auch Kuriermaschine, ganz egal, ich muss einen Platz haben.
Kommandant Thur.
Hier der Sonderbeauftragte des Reichsführers SS, bitte 4B, Transport.
Er hat doch jederzeit Zutritt zum Reichsführer.
Und wenn er will, kann er ihm die Sache so schmackhaft machen, dass er ihm dazu
stimmt.
Dann kann ich da eigentlich mal kreuzweise.
Das heißt also, ich soll zu Wolf fahren?
Ach, wie nö.
Du kennst ihn ja gut genug.
Dass du gerade diese Bekanntschaft für deine Geschäfte ausschnitzt, finde ich
allerdings zumindest mal, sagen wir, original. Bitte fange nicht an läppisch
werden, Liebes, ja?
Meine Geschäfte sind ja schließlich auch deine.
Oder bin ich dir gegenüber jemals kleinlich gewesen?
Was stimmt eigentlich dabei für dich raus?
Ein paar Millionen.
Abgesehen davon, dass ich mir einen Sitz im Aussichtsrat nicht eröffne.
Er steckt eigentlich so in Geld in einem Betrieb, bei dem die Treuhandschaft auf
25 Jahre begrenzt ist.
Verehrte Dame, sehe ich so dämlich aus?
Gewinnen wir den Krieg, dann kann Corinne mit seinem Bespoke zufrieden
wenn er bei den Botokuten Bananen pflanzen darf.
Und wenn wir den Krieg... Wenn im anderen Fall ist es sowieso alles egal.
Dann kannst du doch zufrieden sein. Weil ich verliere Zeit.
Wenn ich nicht aufpasse, haben die Ungarn plötzlich alles in der Tasche.
Dieser Ministerialer Brody ist mir zu rührig.
Was ist mit dem Flugzeug?
Ja, danke.
Ich fasse mit Grabaut das Ganze nochmal schriftlich zusammen, die ganze
Kombination. Dein Flugzeug geht in zwei Stunden.
Der Becher lässt sich verleugnen.
Er liebt, er stiehlt.
Und du hast ihn aufs Kreuz legen lassen. Wird der Herr Beriff sich ausdrücklich
auf den Befehl hemmen lassen? Ach, er hätte ihn dir unter die Nase gewedelt,
wenn er ihn wirklich gehabt hätte.
Was? Hat es geklappt?
Was bekomme ich? Also hat es geklappt. Was bekomme ich?
In einer Stunde geht doch mein Flugzeug.
Du nimmst morgen früh.
Das Kurierflugzeug nach Budapest.
Obergruppenführer Wolf.
Ja, stellen Sie durch.
Becher aus Budapest.
Ja, hier Wolf, Adjutant des Reichsführers.
Herr Littler.
Also, Reichsführer ist vollkommen einverstanden.
Was?
Ja, sehr angetan von der Sache. Also bringen Sie das unter Dach und Fach wie
schriftlich vorgeschlagen.
Können Sie sich auf direkte Anweisung des Reichsführers berufen.
Ja, Schnellbrief folgt.
Die Wieselfrage ist geklärt.
Wie vorgeschlagen, akzeptiert. Reichsführer meint, Billiger können wir
nicht haben.
Tausend Dank.
Ich bitte den Reichsführer, meine gehorsamsten Empfehlungen auszurichten.
Ende.
Darauf gehört.
Jetzt muss die ganze Sache planmäßig in ein, zwei Tagen abrollen.
Obersturmbannführer Becher hofft, Sie damit zufriedengestellt zu haben.
Wir brauchen also bis übermorgen Mittag die Angehörigen der Familien Weiß,
Kornfeldkurin und Mautner.
Danke. Einzelne hier aufgeführt.
Der größte Teil dieses Personenkreises ist durch eine Sondereinsatzkommando
festgesetzt worden.
Obersturmeinführer Becher bittet dafür Sorge zu tragen, dass die hier
aufgegriffenen Personen bis übermorgen 15 Uhr zu seiner Verfügung stehen.
Um Aufsehen in der Stadt zu vermeiden, findet die Zusammenkunft nicht in der
Villa Corins, sondern in einem Haus der Bruder Kistio 79 statt.
Wir werden sehen, was sich machen lässt. Herr Lübler.
Herr Lübler?
Doch eine ganz große Sauerei.
Eine glatte Schiebung.
Ja, aber immerhin der Schnellbrief des Reichsführers. Der trägt das Datum von
gestern. Wie? Ja, von gestern.
Ja, das ist ja doll.
Aber so klug wie der ehemalige Kontorist der Getreidefirma Heinz sind wir schon
lange.
Der will sich den Konzern unter den Nagel reißen.
Es wird Zeit, dass wir auch mal vom Geschäftlichen sprechen.
Und wenn du einen Aufsichtsratsposten willst?
Überlegt.
Ich mich, ist die Sache perfekt geworden. Was fällt dabei für mich ab?
Liebes, du weißt doch, durch die Zustimmung des Reichsführers hat auch
ganze Kombination einen anderen Charakter angenommen.
Die Treuhandschaft geht doch jetzt an die SS, nicht mehr an mich.
Das ist ein kolossaler Unterschied, Liebes.
Du willst mir doch nicht erzählen, dass du dabei nichts verdienst.
Das sag ich ja gar nicht, aber das Geschäft liegt jetzt eben nur in den
Beteiligungen, in den Dividenden.
Wir bekommen doch nichts Bares auf die Hand.
Keinen größeren Betrag vorerst.
Und die zwei Millionen schwarze Franken?
Verstehe ich nicht.
Kurt Andreas.
Ich habe deinen Rat befolgt und mich auf den Flug nach Berlin eingehend mit dem
Material vertraut gemacht.
In deinem Schreiben an den Reichsführer war von einer Schweizer Minderheit die
Rede, die mit zwei Millionen Schweizer Franken abzufinden sei.
Sie werden aus dem Devisenfonds des Reichssicherheitshauptamtes zur
gestellt. Aber ich sagte dir doch, davon muss ich doch die Schweizer Aktionäre
abfinden.
Die doch nur in deiner Fantasie existieren, Kurt.
Erlaube mal, ja?
Corinne sitzt hier in der ersten Etage, neben meinem Ankleidezimmer.
Du hast mit ihm nicht immer sehr leise gesprochen.
Er hat dir mehrmals erklärt, dass die gesamten Aktien in den Händen der
liegen.
Alles in Ungarn.
Wozu brauchst du also die zwei Millionen Schweizer Franken?
Na gut, wir wollen nicht streiten.
Du bekommst davon 250 .000.
Die hätte ich aber gerne in der Schweiz.
Nicht hier.
Ich lasse den gesamten Betrag auf mein Zürierkonto offiziell überweisen.
Nehme ihn dann auf mein Sonderkonto und dabei zweige ich die 250 .000 für dich
ab. Und von den 600 .000 Dollar, die du der Familie Curin versprochen haben
willst, hätte ich auch gerne noch ein paar Prozente.
So kompliziert habe ich mir die Sache nicht vorgestellt.
Solche Familienanteile verschachteln sich natürlich im Erbgang.
Aber ich glaube, Wir haben es übersichtlich deklariert.
Und mir geht alles in freunde Hände über.
Es kommen auch wieder andere Zeiten, Herr Doktor.
Ja, jetzt muss ich gehen.
Diesen Ring habe ich retten können.
Für Ihre treuen Dienste, die Sie unterwiesen haben. Aber Herr Doktor!
Aber das ist doch... Weiß ich denn, ob ich ihn mitnehmen darf?
Ich danke Ihnen.
Herr Chlorin, wir müssen jetzt fahren.
Sie, Mahmann, bringen die Akten in den Tresor zurück, so unauffällig, wie Sie
sie hergebracht haben.
Selbstverständlich, Herr Austin. Morgen Vormittag kommen Sie hierher und bringen
mir die Bescheinigung zurück.
Dann müssen Sie auch den gelben Fleck wieder anmachen, verstanden?
Wer gibt uns die Gewissheit, dass wir nach der Unterschriftleistung täglich
ausschalten dürfen? Wo ist die Sicherheit? Wo, wo, wo?
Von außen in diesen Verträgen ist alles fix.
Aber die Gewissheit, die Sicherheit, die Garantie. Das Wort an den Deutschen
Offizier. Und im Übrigen ist vereinbart worden, dass wir nach der
Unterschriftleistung auch Geld mit ins Ausland nehmen dürfen. Und zwar 250 .000
Reichsmark und 600 .000 Dollar.
Davon steht hier nichts drin. Es ist ein zugesichert Wort.
Danke. Ich werde eben darauf hingewiesen, nachdem wir die
haben, waren wir gemeinschaftlich. Frau Kommandeur, Herr Wenders über Waffen der
Familie Korin eingeteilt. Danke.
Gehen Sie mal rein, sagen Sie Hauptsturmführer Grabauer, er möchte mit
mal rausschicken.
Frau Kommandeur.
Zwei Flugzeuge, eines nach Lissabon und eines nach Zürich. Sie werden uns
Kuriere begleiten.
Ich bitte euch inständig.
Alle Bedenken so berechtigt sie sind, zurückzustellen und zu unterschreiben.
Obersturmbann, Führer Becher möchte Sie noch sprechen.
Ich werde die Reihenfolge verlesen.
Baron Alfons weiß, Baronin Elisabeth weiß und für die drei minderjährigen
Kinder.
Baron Jenel weiß, Baron Anna weiß und für die drei minderjährigen Kinder.
Ich hätte es doch nun sehr gern.
wenn Sie dem Reichsverweser von Houthi bestätigen, also, dass Sie bei diesem
Vertragsabschluss völlig frei gehandelt haben und dass auch nicht beabsichtigt
ist, die ungarischen Gesetze mit diesem Vertrag zu verletzen. Aber Sie sagten
mir doch, dass ich... Also selbstverständlich. Es geht ja auch nur
eventuellen Schwierigkeiten vorzubeugen. Der Brief ist fertig. Sie brauchen ihn
zu unterschreiben.
Wie steht es denn übrigens mit dem Geld, das wir mitbekommen sollen?
Das ist in der Kasse.
Ich habe bestimmt mal für Sie gestanden, dass ich den Betrag kontrolliere.
Ich muss Sie davon in Kenntnis setzen, dass es mir nicht möglich war, Ihnen die
vereinbarte Summe voll auszuzahlen.
Herr Obersturmbau, Sie haben die vereinbarte Summe doch verhältnismäßig
Millionenwerten, die wir Ihnen überlassen haben.
Das war ein Trinkgeld.
Vereinbart waren 250 .000 Reichsmark.
Bitte, die sind da.
Und 600 .000 Dollar.
Davon kann ich Ihnen nur 170 .000 mitgeben.
Das ist gegen unsere Vereinbarung. Die Schweiz hat unsere Devisenkonten
beschlagnahmt. Was kann ich dafür?
Ich habe getan, was in meinen Kräften stand.
Ich beschreibe diesen Brief, wenn meine Verwandten und ich im neutralen Ausland
sind.
Ich gehe nach Lissabon.
Wenn Ihr Kurier uns in Lissabon abgeliefert hat, händige ich ihm diesen
aus.
Robin? Wo ist Robin?
Ja, bitte?
Da ist noch eine letzte Schwierigkeit zu beheben.
Wir müssen uns sichern, dass Sie und Ihre Angehörigen draußen im Ausland
Lügen über uns verbreiten, also keine Gräuelpropaganda betreiben.
Aber ich habe Ihnen doch zugesagt. Sie können doch nicht für jeden garantieren,
ganz abgesehen davon. Ich sage Ihnen das offen.
dass ich mich schon wegen ihrer Haltung in der Angelegenheit des Briefes an den
Reichsverweser nicht mehr darauf verlassen möchte.
Aber mein Wort?
Ich brauche eine stärkere Sicherung.
Und die wäre?
Fünf Personen bleiben hier.
Als Geiseln.
Herr Obersturmbannführer.
Hauptscharführer!
Die Leute rausrufen. Jawohl, Obersturmbannführer.
Herr Obersturmbannführer.
Den Leuten wird nichts geschehen, solange von ihrer Seite im Ausland
stillschweigend gewahrt wird.
Herr Obersturmbadführer, davon war in unseren Abwachungen niemals die Rede.
Personen bleiben hier oder es liegt gar keiner. Baron Alfons Weiß.
Alfons Weiß.
Mal rechts raus.
Hans Wautner.
Familie Baron Georg Hornfeld.
Los, los, los, ein bisschen schneller, wir haben keine Zeit.
Und für wie lange?
Vergessen Sie nicht, den Lissabon den Brief zu unterschreiben.
Was wollen die von uns?
Ihr müsst hierbleiben.
Nein. Das ist doch empörend.
Lassen Sie sie einsteigen, Hauptschauffeur. Aber schnell.
Alles in die Maschinen. Es wird gestartet.
Dann Geisel für unser Schweigen.
Sonst bleiben Sie versehentlich hier.
Keine Zeit, steig ein, steig ein.
Herr Obersturmbannführer Becher, tatsächlich ist doch durch diese
die mit den ungarischen Gesetzen nicht in Übereinstimmung zu bringen ist, das
Eigentum des Manfred -Weiß -Konzerns auf Sie übergegangen. Damit habe ich nichts
zu tun.
Und mein Rechtsberater, Hauptsturmführer Graber, wird Ihnen auseinandersetzen,
dass diese Ihre Annahme juristisch einfach falsch ist.
Die Verträge weisen eindeutig aus, dass irgendwelche Eigentumsübertragungen
weder global noch partiell vorgenommen wurden.
Es handelt sich um eine Treuhandschaft.
Aber die Eigentümer sind veranlasst worden, Ihnen die Nutznießung zu
Das ist nach unseren Gesetzen unzulässig. Das Wort Nutznießung taucht
Verträgen überhaupt nicht auf. Dass Sie das umschrieben haben werden, kann ich
mir denken.
Herr Ministerialrat, dieser Tod beharrt mir nicht.
Um das mal klipp und klar auszusprechen, ohne juristische Spitzwilligkeiten.
Der Reichsführer hatte unglaubliche Unsauberkeiten festgestellt, was die
ungarische Oberschicht anbetrifft, meine Beziehungen zu Juden und so.
Die Tatsache eines persönlichen Freundschaftsverhältnisses des Herrn
Reichsverwesers zu der ganzen Familie Weiß -Korin lässt die Übernahme des
Konzerns durch den Reichsführer vollkommen berechtigt und auch
erscheinen, was die wehrwirtschaftliche Nutzung dieser Betriebe angeht.
Obersturmbannführer, ich... Die jüdische Versickung und Freundschafteleien.
gehen ja hier bis in die Spitzen der Regierung. Es ist nur der Großzügigkeit
Großherzigkeit des Reichsführers zu danken, wenn über diese Dinge von
Seite Stillschweigen gewagt wird.
Aber, bitte?
Herr Ministerialrat, wir können auch anders. Eben darum geht es doch.
Die Verabredungen und Verträge mit Dr. Ferenc Corrin und der gesamten Familie
Weiß sind unter Druck zustande gekommen.
Bitte?
Obersturmbannführer Becher, ich stehe hier im Auftrag der ungarischen
und meine Mission macht es mir zur Pflicht, die Dinge deutlich
Diese Verträge sind unter Druck zustande gekommen.
Das
ist
eine Kopie?
Aber den Originalbrief muss der Herr Reichsverwisser von Hochtisett 48
in Händen haben. Bitte lesen Sie.
Er kommt aus dem neutralen Ausland.
Aus dem neutralen Ausland.
Unterschrieben Dr. Ferenc Correa.
Freiwillig sich entschlossen.
Freiwillig, jawohl.
Es ist also reichlich deplatziert, hier von Zwang und Nötigung zu sprechen.
Wenn hier in Ungarn Zwang und Nötigungen ausgeübt werden, dann geschieht das
vielleicht durch Ihre Gendarmerie.
Aber nicht durch uns.
Wir versuchen alles, die Dinge bestmöglichst zu regeln.
Ich wiederhole noch einmal.
Ja, man kann mit der SS ins Geschäft kommen.
Die Berichte des Herrn Mahlmann bestätigen eindeutig, was ich schon
habe. Diese Leute sind ansprechbar.
Alle Pharaonen von Widerstand oder sogar Käften sind sinnlos.
Verhandeln müssen wir. Alles dran setzen, uns frei zu kaufen.
Herr Mahlmann, Ihr Brief hat alle Zweifel behoben.
Ja, aber ich darf Sie noch einmal bitten. Ich bin eigentlich zu
Erklärungen gar nicht berechtigt gewesen.
Herr Mahlmann, wir stellen unsere Fragen nicht aus Neugier.
Wir sind für das Wohl der jüdischen Bevölkerung in Ungarn verantwortlich.
Es ist unsere Pflicht, jede, auch die entfernteste Möglichkeit zu prüfen, die
sich für die Rettung der Menschen anbietet.
Sie müssen verstehen, welche enorme Bedeutung der Vorgang für uns hat, dass
Familie Korin Weiß durch dieses Abkommen mit der SS gewissermaßen eine Präzedenz
geschaffen hat.
Es geht hier unter Umständen um die Rettung von Hunderttausenden. Ich meine
auch nur, dass darüber so weit wie möglich stillschweigend gewahrt bleiben
Darüber können Sie völlig beruhigt sein.
Herr Mahlmann.
Wir danken Ihnen für die Informationen.
Ihre Meinung, Herr von Freudiger?
Ich weiß es nicht.
Ich habe hier gelebt, habe hier gearbeitet, habe ein Werk aufgebaut.
Ich weiß es nicht.
Und Sie, Herr Dr.
Ratter, Sie haben sich jetzt noch nicht geäußert. Herr Dr. Ratter ist natürlich
für den Aufstand der Massen im Stile d 'Antons.
Lassen Sie doch diese Ironie, Herr Dr. Kastner. Sie steht Ihnen am
allerwenigsten zu.
Ja, ich bin dagegen.
Ja, ich bin dagegen.
Nur bei einem Punkt müssen wir uns doch klar sein. Die Familie Weiß -Corin mit
ihrem Konzern, 50 Menschen gegen Millionenwerte, das ist doch wirklich
Modell, kein Normalfall.
Ja, ich bin für Widerstand.
Wir sollten uns damit beschäftigen, wie und in welcher Form wir Widerstand
leisten können. Ich sage das immer wieder, obwohl ich weiß, dass Sie mit
nicht übereinstimmen, Herr Dr. Kastner. Sehr richtig, Herr Dr.
Rataj. Wir kennen Ihre Meinung.
Viel Zeit für theoretische Überlegungen haben wir nicht. Auch ich halte den Weg,
den Dr. Kastner vorschlägt, für richtig.
Wir sollten versuchen, mit der SS in Verhandlungen zu kommen.
Ja. Und ich bin dafür, dass wir Dr.
Kastner und Herrn Brand beauftragen, diese Verhandlungen anzubahnen und auch
durchzuführen. Ich danke dem Exekutivkomitee für das Vertrauen, das
Schwager und mir entgegengebracht wird. Ich kann ihm die Versicherung geben,
dass wir alles tun, um dieses Vertrauen zurecht zu haben. Einen Augenblick noch,
einen Augenblick.
Sollten wir diesen Auftrag nicht genauer festlegen? Joe, wie meinen Sie das?
Jetzt stellt dieser Auftrag doch eine Flankofullmacht dar.
Jetzt kann doch Herr Dr. Kastner diese Verhandlungen machen, was er will.
Herr Dr.
Rattal. Unsere Mindestforderungen müssen sein. Erstens, die ungarischen Juden
werden nicht in Ghettos untergebracht. Zweitens, es darf zu keinen Pogromen, zu
keinem Blutvergießen kommen. Drittens, es erfolgen keine Deputationen mehr. Und
viertens, die generelle Erlaubnis zur Auswanderung nach Palästina wird
Na schön.
Und nun mal die Summe. Herr Hauptsturmführer Wisliczini, wir bieten
Millionen Dollar in monatlichen Raten von 200 .000.
Ich darf vielleicht erwähnen, dass wir hier in Ungarn selbst diesen Betrag
aufbringen können.
Wir wären auf die Hilfe unserer Freunde im Ausland angewiesen.
Na ja.
Bitte?
Und? Um diese Hilfsbereitschaft im entsprechenden Ausmaß zu aktivieren,
natürlich gut, wenn wir schon Erfolge vorweisen könnten.
Was denn für Erfolge? Es sind hier 6000 Juden, die die Einwanderungserlaubnis
nach Palästina erhalten haben.
Wenn man diese 6000 über Konstanza per Schiff in die Türkei fahren lassen
dann würde das auf unsere Freunde im Haushalt einen überzeugenden Eindruck
machen. Ausgeschlossen.
Wir können Juden nur ab Deutschland verkaufen.
Mein Vorschlag.
Zwei Millionen Dollar stehen zur Debatte gut.
Zuerst sollte von Ihrer Seite eine Anzahlung von 10 Prozent.
gemacht werden.
Damit die Geschäftsbeziehungen eingeleitet sind.
Wenn diese Zahlung erfolgt ist, werde ich Ihre Vorschläge an
Eichmann weiterleiten.
Der Mann ist unseriös, zutiefst unseriös. Nur um mit ihm ins Gespräch zu
mussten wir vorher 22 .000 Dollar bezahlen.
22 .000 Dollar für dieses Gespräch? Anders kommen wir doch an einem Mann
ran.
Vielleicht sollten wir einen anderen Weg gehen.
Ja, ja.
Der Mahlmann hatte doch Kontakt zu Obersturmbannführer Becher.
Gehabt, Jules, gehabt.
Vielleicht findet er eine Möglichkeit, uns an ihn heranzubringen.
Ihn in die Verhandlungen einzuschalten.
Ja.
Das müsste man versuchen.
Wenn ich offen sein darf, Reichsführer, in dieser Frage darf es keine
Kompromisse geben.
Ich bitte um die Erlaubnis, Obersturmbannführer Becher mitzuteilen,
Angebot der Juden nicht in Frage kommt.
Ja, Sie haben recht, die Kleinigkeiten geben wir uns gar nicht ab.
Eine Million Juden.
Pro Stück 1000 Dollar.
Das ist eine Basis.
Jawohl, Reichsführer.
Federführend bei der Verhandlung bleibt das Sondereinsatzkommando Eichmann.
Bleibt Eichmann.
Standortführer Franke Griebsch, der Becher soll natürlich dabei mitmachen.
Bechers Wendigkeit ist ein gutes Gegengewicht zu Eichmanns Sturheit.
Jawohl, Reichsführer. Und dann übrigens die Gegenleistung.
Keineswegs in Geld.
Uns interessiert nur Material.
Ach, lieber Eichmann, ich gratuliere Ihnen zu dem ehrenvollen Auftrag des
Reichsführers.
Wenn ich diesen Auftrag Ihnen zu verdanken habe, so erwarten Sie nicht,
mich deswegen bei Ihnen bedanke.
Lieber Eichmann, ich verstehe gar nicht, warum Sie sich so giften.
Weil ich jedenfalls nicht dazu hier bin, um mit den Juden herumzuschachern.
Das haben wir doch gar nicht nötig. Wenn Sie kurzerhand hier in Budapest zwei
oder dreitausend Juden zusammentreiben und nach Auschwitz transportieren, was
meinen Sie, wie schnell die auf unsere Bedingungen eingehen? Bei mir geht es
nicht durcheinander, so wie Kraut und Rüben, Obersturmbannführer Becher.
Die Durchführung der Aktion für die Entlösung der Judenfrage hat bei mir
festgelegte Etappen.
Zunächst Registrierung, dann Kennzeichnung durch den Judenstern, dann
Ghettoisierung.
Und gerade das ist hier in Budapest besonders kompliziert.
Am 21.
Juni werden die Juden hier erst einmal in besonders gekennzeichneten Häusern
untergebracht. Damit wir sie zusammen und unter Kontrolle haben.
In den Deportationen werden wir sie um den 5.
Juli beginnen.
Na ja, schön. Kann man von dieser bürokratischen Tour nicht mal eine
machen? Einfach.
3 .000 ausgreifen, rein in den Zug und ab. Sie sind sich über die
Schwierigkeiten meiner Aufgabe nicht im Klaren.
3 .000 Juden wahllos herausgreifen, wo noch nicht einmal die Kontrolle durch
Ghettoisierung gegeben ist. Das gibt doch einen Schock in der Bevölkerung.
300 .000 Juden haben wir hier in Budapest. Und mein Kommando hat noch
einmal Kompanienstärke.
Soll ich mich bei einem Aufstand der 300 .000 vielleicht auf die ungarische
Gendarmerie allein verlassen?
Da werden wir weggefliegt.
Ein Lippert.
Beim Warschauer -Ghetto haben Sie ja diesen Fehler gemacht, diesen
Bei mir hast Ordnung.
Damit von vornherein keine Unklarheiten mehr herrschen bei Ihnen, ich bin der
für alle Aktionen, die zusammenhängen, Mit den noch in Ungarn lebenden Juden.
Da bin ich allein zuständig und verantwortlich.
Hauptsturmführer Wisliczini hat mich unterrichtet über ihre Vorschläge und
sie sich das so vorstellen und so.
Aber mit Bargett kann ich überhaupt nichts anfangen.
Wir brauchen kriegswichtiges Material.
Mein Vorschlag.
Sie liefern uns 10 .000... Ja.
Zehntausend LKWs, fünffach bereift.
Ich stelle Ihnen dafür eine Million Juden an jede beliebige Grenze des
Auslandes. Geliefert wird Zug um Zug über die Grenze hinweg.
Waren gegen Juden, Juden gegen Ware.
Nun, äußern Sie sich dazu.
Verzeihung, Herr Obersturmbannführer, wie... Wo sollen wir... Wie können wir
denn solches Material beschaffen?
Mein Gott.
Für die Barzahlung sind Sie doch auch auf Ihre ausländischen Freunde
Und die LKWs können doch nur von den Amerikanern oder Engländern geliefert
werden.
Ich gebe Ihnen sogar die Vollmacht zu erklären, dass dieses Material nur gegen
die Bolschewisten eingesetzt wird.
Gewiss, sicherlich.
Aber die Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme... Sie bekommen von mir
Pass.
Damit fahren Sie nach Wien.
Von dort aus fliegen Sie nach Istanbul.
Bis da weiter geht es Ihre Sache.
Holen Sie die Sache in 14 Tagen unter Dach und Fach.
In 14 Tagen? In 14 Tagen.
Für diese Frist werde ich in Auschwitz die Mühlen abstellen.
Aber keinen Tag länger.
Bis 16 Uhr wünsche ich Ihre Entscheidung. Sie können gehen.
Donnermittag. Zehntausend LKWs, das sind wir auch. Ja, die kriegen wir ja nie
zusammen. Eben, deswegen.
Oder glaubst du vielleicht, dass ich mir durch die ganze Geschapsgehuberei von
dem Becher meine Aktionen stören lasse?
Und wenn Sie die LKWs doch zusammenkriegen?
Blödsinn.
Bei der jetzigen Transportsituation, da brauche ich ein Dreivierteljahr, um die
Juden an die Grenze zu schaffen.
Wir machen hier weiter.
Und draußen im Lande?
Die Deportationen gehen weiter, immer mehr.
Haben Sie Nachricht von Ihrem Schwager, Jules Brandt? Nein, wir warten täglich.
Aber solche Verhandlungen brauchen doch auch Zeit.
Tja, die 14 -Tage -Frist ist um.
Wenn man...
In der Zwischenzeit, also bis wir Nachricht erhalten, das andere
Welches? Das wir bei unserer ersten Unterredung Ihnen vorgeschlagen haben,
Zahlung einer bestimmten Summe, zwei Millionen Dollar vielleicht?
Sie sagten doch selber, so viel können Sie nicht aufbringen. In wahr natürlich
nicht, aber vielleicht können wir einiges in Juwelen und Schmuck abdecken.
Wenn Sie zahlen.
Wir dachten vielleicht vorerst an 1000 bis 2000 Personen.
Was heißt wir?
Ich verhandle ja hier nicht privat, aus eigener Initiative.
Das Exekutivkomitee des Zentralen Judenrates hat mich beauftragt, Ihnen
Vorschläge zu machen und wir dachten vorerst an 1000, 2000 Personen.
Das wäre aber das Höchste der Gefühle, denn es kann sich nur um eine
zwischenzeitliche Lösung handeln.
Und, naja, pro Jude 1000 Dollar, das wäre die Grundlage.
Ja, ja.
Herr Doktor!
Doktor Kastner!
Herr Doktor!
Herr Doktor Kastner!
Herr Doktor Kastner!
Entschuldigung. Doktor Kastner!
Bitte, Doktor, helfen Sie uns. Meine Frau und ich, wir kampieren im
Ich bitte Sie, helfen Sie uns. Ich kann Ihnen nicht helfen. Ja, aber die
nächste, Herr Doktor, sie braucht Stunden. Ich kann keine Aussagen machen.
Unmöglich. Herr Doktor, ich bitte Sie, die Möglichkeit... Ich will doch die
Person stellen.
Ja, aber Herr Doktor, ich...
Herr Becher, darf ich Ihnen die Liste der Auswanderer übergeben? Sie sind alle
namentlich aufgeführt.
Lassen Sie mal sehen.
Also eine Million sechshundertachtundvierzig Dollar.
Ziemlich große Verwandtschaft, ne?
Passt mal.
Passt mal.
Passt mal.
Können Sie bleiben? Darf ich Ihnen die Werte übergeben?
Vereiert euch mal ein bisschen!
In bar sind hier 200 .000 Dollar, 100 .000 Schweizer Franken, 500
englische und hier 700 ägyptische Pfund, dazu 50 schwedische Kronen.
Hier haben wir 1680 Gramm Bruchgold, 18 .860 Gramm Passonger zu 18 bis 42
Karate. Weiter dann.
2000 Napoleons, 500 englische Goldpundmedaillen, 214 ungarische
Goldstücke, 755 ,4 Gramm Platin, 26 Gold - und Platinuhren, 188
größere und 37 kleinere Brillanten.
Hier noch Wertpapiere im Betrag von 0, 285 .900 Pengel und ungarische
das sind 13 ,5 Millionen Pengel.
Sehr uninteressant. Der Schmuck muss natürlich geschätzt werden. Aber unsere
Sachverständigen haben... Nein, nein, nein, so geht das ja nicht.
Sie stellen zwei Sachverständige, wir stellen zwei Sachverständige.
Schätzung wird in einem ordnungsgemäßen Protokoll festgehalten und von beiden
Seiten unterschrieben. Herr Kaste, das ist ja eine offizielle Sache.
Herr Becher.
Unsere Sachverständigen haben alle übergebenen Wert auf insgesamt 2
Dollar geschätzt. Also für den zweiten Transport von unserer Seite schon
Vorleistungen gegeben. Gehen Sie mal langsam, langsam. Jetzt wollen wir erst
das Geschäft unter Dach und Fach bringen.
Party nur, gebrauchtes Stück.
50 Dollar.
Entschuldigen Sie, Herr Schaffer, aber das Stück hat einen Wert von mindestens
200 Dollar.
Dann schließe ich auch Fachmann.
Na schön, schreiben Sie 70.
Lächerlich. Eine Brosche.
18 Brillanten.
Lupenrein sind die nicht.
Der Splitter.
3000 Dollar.
Man kann doch nicht sagen, dass das Splitter sind.
Ich bitte Sie.
Das Mittelstück allein.
Hat mindestens vier Karat.
Na schön, 3 .500.
3 .500.
So unmöglich.
Das Stück hat einen Wert von 10 .000 Dollar.
Schreib 4 .000.
4 .000.
Achtung!
Hier lassen Sie sich nichts stören.
Das ist ja ein herrliches Stück.
Eine seltene, besondere Kombination.
Ist das nicht herrlich?
Wunderschön.
Könnte man das nicht... Könnte man das nicht erwerben? Das kann man natürlich
nicht. Das ist alles Reichseigentum.
Wie weit sind Sie vorangekommen? Wir stehen kurz vor der Aufrechnung,
Obersturmbannführer. Ich erwarte Ihren Bericht.
Wie ist die Erschätzung bis jetzt?
Wir haben 7 .143 .400 Schweizer Franken.
Und Sie bitte?
3 .076 .900 Schweizer Frank. Die Sache läuft doch so. Was unsere Fachleute
schätzen, das gilt den Juden gegenüber und wird ihnen quittiert, meinetwegen.
Nehmen wir an, unsere Fachleute schätzen ein Stück mit 100 Dollar und der Jude
schätzt das selbe Stück mit 200 Dollar. Dann gelten im Protokoll den Juden
gegenüber unsere 100 Dollar Taxe.
Eine Achtung.
Na ja, bei dem ganzen Kram da unten gehören wir rund 50 Prozent.
Und dafür werden diese Leute in die Schweiz gebracht?
Kind, das ist anzunehmen, aber was weißt du nicht, wo der Eichmann die
hinbringt, das ist doch nicht mehr meine Sache.
Hier fahren sie jedenfalls ab.
Verzeihung, Obersturmantier im Arbeitszimmer wartet der Mahlmann, Sie
sagte, er soll um 8 Uhr hier sein.
Richtig.
Birgabo, einen Augenblick bitte, entschuldige bitte, einen Moment.
Birgabo,
wir müssen verbinden. nehmen wir mit der Warenvertriebs GmbH und unserer
Zwischenhandels AG in Zürich wegen der Übernahme und des Transportes von, naja,
zwei bis drei Kofferwerden zu werden. Das Ganze muss per Kurier gehen. Wir
auch darüber.
Jawohl.
Na, Herr Mahlmann.
Was bringt ihr denn?
Herr Oberstleutnant, es geht um den Transport.
Können Sie nicht veranlassen, dass meine Frau und ich auf diese Liste kommen?
Mit dieser Liste habe ich überhaupt nichts zu tun.
Und die wird ja von Ihrem Judenrat aufgestellt.
Herr Obersturmbannführer, meine Frau und ich, wir leben unter Verhältnissen in
diesen Sternhäusern. Also ich kann ja mal mit Dr. Kassner sprechen.
Vielleicht kommt der nächste Transport für Sie in Frage.
Ich wäre Ihnen ja... Ist schon gut, ist schon gut.
Herr Obersturmbannführer, es heißt, dass die Deportationen weitergehen.
auch hier bei uns in Budapest anfangen sollen. Das ist doch nur Gerede. Können
Herr Obersturmbannführer vielleicht veranlassen, dass für meine Frau und
eine Bescheinigung, so ein Schutzband ausgestellt wird, wie Sie mir schon
seinerzeit gegeben haben?
Herr Obersturmbannführer, ich würde auch.
Das ist unser Letztes.
Dann lassen Sie mal, nein.
Das gilt aber nur befristet?
Das ist wohl wahnsinnig geworden.
1648 Juden in die Schweiz bringen.
Der gibt mir Anweisungen, als wenn ich ein Eisenbahnbeamter wäre.
Das kommt überhaupt nicht in Frage.
Und die Anweisung des Reichsführers, dass solche Transporte abgehen sollen?
Die möchte ich schriftlich sehen.
Auf Führeranordnung sollen über diese Transaktion keine schriftlichen Vorgänge
entstehen. Na gut, abfahren sollen die Transporte ja auch, bitteschön.
Aber doch nicht in die Schweiz.
Der Transport verlässt uns, Herrn Einverstanden.
Aber nach Bergen -Belsen, da sollen sie schmoren.
Hier kann doch keiner erzählen.
Dass der Becher bei dieser ganzen Geschichte da nicht wieder seinen
gemacht hat.
Ob wir mal versuchen sollten, diesen Kastner in den Mund zu öffnen?
Ach, hat doch der Becher seine Hand drauf.
Das soll ein Jude gewesen sein, der war in die Konzerngeschichte verwickelt.
Ja, mal, Mann.
Ja, den greifen wir uns mal.
Wohnt ihr Mahlmann?
Wohnt ihr Mahlmann?
Ist hier Mahlmann?
Ja, das hier ist meine Frau.
Bitte schön,
wir haben einen Schutzpreis, bitte.
Was haben Sie? Ja, bitte.
Wir haben hier einen Schutzpreis von Obersturmbach für Becher.
Also gehen Sie doch mal nach, ob Sie genau was mit dieser Hundertstufe
Na los, komm, hopp, hopp, los.
Wohin,
Columbus oder Föhlstraße?
Wolfgang!
Wolfgang!
Damit Sie nicht denken, dass ich nicht gut für meine Verpflichtungen bin, der
Transport geht pünktlich ab. Daran habe ich nie gescheitert. Nein, das wollte
ich meinen.
Dann könnte man doch auch für die folgenden Transporte... Nun langsam,
langsam, die jungen Pferde, lieber Doktor.
Übrigens, mit der Verrechnung des angelieferten Schmucks, was Sie mir
deklariert haben... Unmöglich, Herr Brecher.
Ich weiß von unseren Sachverständigen... Also die Preise, die die genannt haben.
Bitte, ich muss... Wolfgang, Wolfgang ist abgeholt. Aber ich bitte Sie, Frau
Mahmann, das geht Ihnen wirklich nicht. Bitte, Sie müssen mir helfen.
Ja, aber Frau Mahmann, was soll ich denn da tun? Aber wir haben doch einen
Schutzbrief gehabt, unterschrieben von Obersturmbann Führer Becher.
Wolfgang hat den Brief vorgezeigt und der eine Mann hat ihn in seine Tasche
gesteckt und da musste Wolfgang mit.
Dann sei es dann hier abgeholt.
Wer hat ihn festgenommen?
Feldleute. Na, wie denn? Einfach durch Zufall auf der Straße, oder?
Nein, nein, zu Hause. Wir wohnen in einem Sternhaus.
Sie haben alles durchwühlt, alles durchsucht.
Wissen Sie vielleicht, wonach die Leute gesucht haben?
Der Mann, der den Schutzbrief gelesen hat, hat zu den anderen gesagt, sie
nachsehen, ob noch mehr mit dieser Unterschrift da sind.
Und Sie wissen nicht?
Wo er hingebracht wurde?
Ins Majestic Hotel. Zum Chef.
Wie viel hat der Corinne an den Obersturmbannführer Becher gezahlt?
Von solchen Zahlungen weiß ich nichts.
Und nochmal, ich will wissen, wie viel an den Becher direkt gezahlt wurde.
von Dollars und Devisen die Rede.
Aber damit hat sich doch überhaupt nichts zu tun.
Sie werden nicht so?
Der Lübcke, weil er die Fresse aufmacht.
Obwohl er zugeben musste, dass über alle Verflechtungen im Konzern genau
bescheid ist.
Und dass er dabei war, als die von Geld und so gebrochen haben.
Na, was denken Sie dabei?
Sie sind Mithilfer.
Also Mitwisser sind Sie in einem Gesetz.
Also, manche wissen doch selbst, das war keine Lappalie, kein Dreck.
Das Ganze hat eine Regierungskrise in Ungarn gegeben.
Darüber sind Minister gestolpert.
Von mir brauchen Sie nicht Angst zu haben.
Aber stellen Sie sich mal vor, wenn ich Sie den ungarischen Behörden überstelle.
Was meinen Sie wohl, was wir da für erwarten haben?
Aber was ich weiß, habe ich doch alles gesagt, Herr Obersturmbahnführer.
Bevor wir nicht alles von Ihnen wissen, was wir wissen wollen, kommen Sie hier
nicht raus.
Runter, Schaffeler!
Bringen Sie den Mann in die Fischstraße, dritte Stufe, Bunkerzelle.
Jawohl, Obersturmbahnführer.
Los, rauskommen.
Na, los, komm vorwärts.
Und ich wünsche sofort, benachrichtigt zu werden, wenn er sich freiwillig zur
Vernehmung meldet. Jawohl, Obersturmbauführer.
Was hat er denn nun wirklich ausgesagt?
Dass der Korin und der Becher über Zahnungen von Dollars versprochen haben.
Dollars?
Aber er hat gesagt, es ginge um das Geld, das die Juden mit ins Ausland
sollten.
Herr Obersturmbann, bitte.
Wo bringen Sie den Mann hin? Herr Riss, dann schnell Frühstraße. Befehl von
Obersturmbann, Führer Eichmann.
Danke. Los, komm.
Ja, komm, komm, komm.
Da bohren wir mal weiter.
Denn von diesen Devisen ist bestimmt eine Menge in Bechertasche gegangen.
Ja?
Obersturmbannführer Eichmann, Obersturmbannführer Becher möchte Sie
Ich komme gleich.
Sieh mal, um wie rasch das geht.
Wir sind auf der richtigen Spur.
Ich fresse einen Besen, wenn der nicht wegen dieses Mahlmann kommt.
Herr Hitler?
Halleluja. Was verschaffst du mir denn das für ein Lieben, lieber Berger?
Bitte klopfen. Danke, danke, danke. Ich bin nur zufällig mal vorbeigekommen.
Ich wollte mich nur nach dem Befinden erkundigen. Wir haben uns ja lange nicht
gesehen. Danke, der Nachfrage.
Was ich vor der Gelegenheit fragen wollte, haben Sie irgendwelche
über die Geschichte mit den Lastwagen?
Nur Brandt ist von Wien nach Istanbul geflogen.
Wir haben nichts wieder von ihm gehört.
Merkwürdig, nicht?
Nur meine Dienststelle betrachtet diesen Vorgang als abgeschlossen.
Ich lasse Ihnen noch einen schriftlichen Zwischenbericht zugeben. Dann wäre ich
Ihnen sehr verbunden.
Ja, dann.
Alles klar.
Ach, weil ich gerade hier bin. Lieber Eichmann, hat sich der Lauchal hier,
Leute haben doch heute einen Juden verhaftet.
Malmann.
Wolfgang Malmann.
Ja?
Und?
Ihre Leute sollen ihn abgeholt haben.
Davon weiß ich nichts.
Aber auf Ihre Weisung, habe ich so gehört, soll er in die Fischstraße
worden sein.
Mir ist bitte der Name noch der Vorgang bekannt.
Ausgeschlossen.
Ist ja auch nicht so wichtig. Da haben sich meine Leute geirrt.
Bruder, er hat zuerst mich rufen lassen. Da bin ich.
Hohe Sturman für meine Verehrung. Wie geht es der Frau Gref?
Entschuldigung. Kleinen Moment.
Laszlo, ich wollte dich persönlich unterrichten.
Die Deportationen gehen morgen weiter.
Bruderherz, endlich.
Aber deine Leute müssen auch hinterher sein.
Morgen früh, 7 .18 Uhr, Abu Dhaqalash. 50 Waggons, 91 Personen.
Das Einwaggonieren beginnt um 5 Uhr früh. Auf die Minute kannst du dich auf
verlassen. Ich muss leider aufbrechen. Herr Staatssekretär, lieber Eichmann.
Ich bitte Sie, mich der Werten Frau Gräfin empfehlen zu wollen.
Ich bedanke mich.
Oh, eine Frau, das ist Adler.
Eine ganz gewöhnliche Bahnhütte ist sie gewesen.
Hat Graf Platten mit ihr geschlafen, hat sie geheiratet.
Wird jetzt die lustige Witwe.
Herr Eichmann, wer lügt mich doch nicht ohne Grund?
Dass er sich ausgerechnet den Mahlmann geholt hat?
Was vermuten Sie denn?
Obersturmbannführer.
Der Eichmann boten der Konzerngeschichte. Genau, das ist es.
Fragt sich, was er bisher von ihm erfahren hat.
Verhör.
Na ja, noch sah der Mahlmann ganz normal aus.
Mahlmann hält den Vernehmungen nicht standaus geschlossen. Genau, das ist es,
das ist es.
Und wenn Eichmann ihn zusammenstaucht, hat der Mahlmann erzählt von den zwei
Millionen Schweizer Franken.
Der Mann muss weg.
deiner Frau.
Du hättest mit dem General sprechen sollen.
Was sagst du denn dazu? Der Brief ist am 5.
Oktober in Düsseldorf aufgegeben.
Heute haben wir den 3. November.
Was für ein Alles durcheinander.
Unter diesen Verhältnissen schickst du mich auf die Reise.
Hättest du dem General sagen sollen... Winkelmann hat doch gar nichts damit zu
tun.
Befehl vom OKW, Zivilpersonen müssen Budapest verlassen.
In wenigen Tagen liegt Budapest in der Hauptkampflinie.
Was wird mit dir?
Hier wird jede Hand gebraucht, die eine Waffe führen kann.
Du musst hier bleiben und kämpfen.
Ich bin ja nicht lebensmüde.
Sag mal kurz, ernsthaft, glaubst du, dass der Krieg noch gewonnen wird von
Nee.
Remi, was ist das höchste der Gefühle?
Mehr ist nicht drin.
Und wenn wir verlieren?
Und dann?
Wenn ich Glück habe, drei bis vier Jahre, habe ich Pech lebenslänglich.
Gottes Willen, das ist ja schrecklich. Wie kannst du sowas sagen? Ich würde das
nicht überleben. Liebes Kind, das ist keine zeitversinnende Mentalität.
Das wollen wir mal sachlich denken.
Ja, denn der verlorene Krieg muss ja nicht auch das Leben vorbei sein.
Du gehst in die Schweiz.
Kann ich noch einrichten.
Da bist du ja gut gepolstert, nicht?
Ach, Geld hilft immer weiter.
Und du?
In den ersten Jahren werden es stürmisch werden.
Da muss man sich so klein wie möglich machen, um... Da sind noch die Amis.
Aber in 48 Stunden werden es russische Schlachtflieger sein.
Den Russen darf ich nicht in die Hände fallen.
Die anderen werden dich genauso verurteilen.
Da habe ich immer noch einen Trumpf in der Hand.
Sie wollen mich sprechen?
Der Kastner, höchste Zeit, wir müssen weg.
Was heißt das?
Wir, warum ich?
Na, lieber Kastner, glauben Sie, dass die Russen Sie mit Samthand schon
werden?
Immerhin, was ich getan habe, geschah in der Absicht, die jüdischen Menschen zu
retten, ihnen zu helfen.
Gut, und wer hat Ihnen dabei geholfen? Nun ja, aber... Moment.
Erst sagen Sie ja, dann sagen Sie aber.
Was heißt aber, Herr Kastner?
Ach, Sie meinen, weil ich dabei meine eigenen Interessen nicht ganz vergessen
habe? Ja, so möchte ich es ausdrücken. Dann sind Sie auch bei Ihnen dabei
gewesen.
Sie haben Ihre Stellung ausgenutzt, um Ihre Verwandtschaft über die Grenze zu
bringen.
Wofür die anderen bezahlt haben.
Nee, nee, nee, nee, Kastner.
Ich habe die Transporte durchgesetzt.
Ich habe die Juden gerettet.
Herr Becher.
Sie haben mit Menschenleben gehandelt. Schön.
Und Sie haben mitgemacht.
Und zurechtgekommen sind Sie dabei auch.
Lieber Kastner, wir sitzen beide im selben Kahn.
Und wer fängt an zu schaugeln?
Wenn Sie reden, werde ich nicht stumm bleiben.
Sie sind doch ein intelligenter Mensch, Kastner.
Wenn Sie versuchen wollen, mich als Schurken zu denunzieren, bei denen, die
jetzt für eine Weile das große Wort führen werden.
Was sind denn Sie dann in deren Augen?
Sie, der Sie mit einem solchen Schurken monatelang Hand in Hand gearbeitet und
Geschäfte gemacht haben.
Wir sollten nicht gegeneinander stehen.
Jetzt nicht.
Und auch später nicht.
Was soll jetzt passieren? Ich meine, wie denken Sie sich das?
Ja, ziehen Sie, Kastner.
Erst mal raus aus Budapest.
Und Sie kommen mit.
Ich schaffe Sie rechtzeitig in die Schweiz.
Von da können Sie Ihre Verbindung nach Palästina spielen lassen.
Und bei mir sind Sie sicher, hier gehen Sie fort.
Und Sie?
Ja, ja.
Jetzt in die richtige Richtung abzuspringen.
Das ist für mich eine Frage um Leben und Tod.
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