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[Musik]
Groß ist der Bedarf an Träumen.
Wenn die Zeiten dunkel und die Menschen
ohne Hoffnung sind.
Groß war der Bedarf an Träumen im
Deutschland des Jahres 1932.
Groß war er und leicht und billig waren
die Träume zu haben. Viel leichter als
Arbeit, viel leichter als Brot.
Für drei Groschen konntest du einen
Nachmittag mit Greta Garboisammen sein.
zauberte man dir, wenn du erwerbslos
warst, die Palmen Valenas und die
schönen Beine der Elisabeth in deine
kalte Kle Stube.
[Musik]
drei Pfennige kauftest du dir eine
Zigarette, der in schillernder Name ein
Stückchen antiker Götterweltbar oder
einen Rauch von tausend und einer Nacht
oder eine Erinnerung an die königliche
Geliebte Salomos.
Juno, das bedeutete vielleicht 5 Minuten
Fantasie vor einem endlos langen
Bürachmittag.
Abdullah 5 Minuten vergessen nach einer
vergeblichen Stellensuche.
Saba 5 Minuten schlemmen nach einem
Mittagessen, dessen einziger Gang
Bockwurst mit Mosterich war.
Sie hat nicht wieder zu spät abgelöst
und gleich um 13 Minuten.
Ja,
schön.
[Musik]
Danke schön. Bis später. Ciao. 20 Abd 20
Abdull bitte.
20 Abdullah bitte.
Haben Sie das Feuer?
Feuer oder Streichhölzer? Streichholzer.
[Musik]
Zigarre zu 50 bitte.
Eine Zigarre 50.
Wir w mit frei nach
keine Zeit.
Schade. Wieder z Stunden
z Stunden 20. Danke.
Tag. Na, sie sterben meiner schlaflosen
Nächte. Zweehner Ebik
Zehner Ebik, was ist heute los mit
denen? Liebeskummer
[Musik]
aber erstaude ja ich und Liebeskummer.
Na, na, man soll nichts beschweren. Tag
von Lissi.
Tag eine Packung Lauens gelb bitte eine
Packung Laurens gelb. Danke.
Einin Schröder sie kommen nachher zu mir
ins Kontor. Eine
schaut
[Musik]
eine Schachtel Jun
um
Tag. Tag Tony
4 für ein Groschen. Wie geht's?
Na ja,
was ich noch bemerken wollte, Fräulein
Schulder
vor ein bedeutet natürlich nicht nach
viertel, sondern Punkt Viertel.
Verstanden?
[Musik]
Ärger gehabt, Ly?
Ach, der, weil ich ihn habe abblitzen
lassen. Also dann bis heute Abend.
Du, du, ich kann heute Abend nicht.
Schachtel Abdullah, bitte
eine Schachtel Abdullah gerne.
Warum denn nicht?
Danke,
du. Das wird bestimmt interessant
werden. Eine Genosse mitsprechen.
Eine Packung Nil bitte.
Eine Schachtel Nil bitte. Gerne.
Dank. Danke sehr.
Bist wohl zu vornehm geworden für uns.
Was?
Ach du Quatsch.
25 Muratti bitte.
25 Murati. Gerne.
Danke.
Danke.
Du ich kann heute wirklich nicht ehrenw.
Tschüss.
Bitte schön. Tschüss.
[Musik]
Ach quatsch.
[Musik]
Ach Frulin Schreuder,
sagen Sie mal, sind Sie eigentlich
krank?
Na, wie ist das? Sind Sie krank?
Nein.
So.
Seltsam.
Was haben Sie denn dann gestern
bei Dr. Seidemann gemacht?
Ja,
ich kann mir vorstellen, wie peinlich
Ihnen das sein muss, jetzt so vor mir zu
stehen.
Na ja, die Sache ist ja auch sehr prähr,
aber ich könnte sie durchaus noch in das
richtige Geleis bringen. Sie müssten
etwas vernünftiger werden. Lissy,
Finger weg, Alter. Bock.
Was los hier?
Er ist frech geworden, der Schweinekerl.
Raus, alles raus hier.
Und sie fliegen. Verstanden?
Unverschämte Person redet von
Schweinerei und hat sie ein Kind machen
lassen von wer weiß wem.
Jawohl, das habe ich aber nicht so, wie
Sie sich es vorstellen in ihrer
dreckigen Fantasie. Ich bin verheiratet.
Verstehen Sie? Verheiratet. So, jetzt
können Sie zur Direktion gehen, mich
anzeigen. Sie Popel sie. Solche Flitchen
dulde ich hier nicht.
Fliegt und damit Bast.
So und nun los zu Quick. Ach, ich habe
einen Hunger, dass mir die eingeweihte
zw.
Ja, heute geht's nicht.
Na was soll Franin Ly dazu sagen? Ich
habe einen wichtigen Gang zu machen. Hi.
Hi.
[Musik]
Ach, bitte. Können Sie mir sagen, wo
hier Herr Ebermann wohnt?
Herrn Ebermann?
Den suchen sie. Da müssen sie schon nach
Moabit gehen.
Der sitzt schon über 8 Wochen, mein
Herr.
Sie können sich doch wohl denken, warum.
Sag mal, was fällt ihn ein? Das ist ja
unerwört. Sie scheint nicht zu wissen,
wen sie vor sich haben.
Ich habe nur gemeint, wenn der Herr nach
Eberemann fragt, dann dann kennt der
Herr ihn doch. Na und überhaupt hat ja
alles in der Zeitung gestanden.
Können sich das vorstellen? Alles
verheiratete Frauen. Sogar die Ehemänner
haben sie verhaftet.
Die müssen noch vorher wissen, was zu
tun.
Ja. Ja.
[Musik]
Pass auf, Dusel.
[Musik]
[Musik]
Na,
du
hat's geklappt?
Wo kommst du denn her?
Haben sie dich früher gehen lassen?
Weißt du, Fred
und dann dann hat er mich
rausgeschmissen.
Was?
entlassen.
[Musik]
Ein Unglück kommt eben selten allein.
Körper genau in der
[Musik]
Was ist denn?
Mir ist so schlecht.
Ich hätte es dir nicht sagen sollen.
Ach, du spinnst ja voll. Deswegen ist
mir doch nicht schwindlig geworden.
Bitte sehr. Herr
ein Kaffee schwarz und eine weiße mit
Mitschuss.
Bitte sehr.
Das gehört doch dazu, wenn man ein Kind
kriegt.
Pass auf, Freddy, wir beißen uns
bestimmt durch. Wird schon irgendwie
gehen.
Ich behalte das Kind eben. Ist doch auch
schön. Hm.
Aber Lizy,
Freddy, wir heiraten gleich, dann kann
ich meinen Eltern alles in einem
Aufwaschen beibringen. Die Heirat, dass
ich nicht mehr arbeite und dass wir ein
Kind kriegen.
Aber Lizy, sei doch nicht kindisch ohne
Geld und ohne Wohnung.
Gar nichts ist Kind. Aber
Berliner Tageben
du gibst einfach dein Zimmer auf und wir
kriegen bei meinen Eltern um
im wedding Tageblatt
und wenn schon
danke schön
weißt du was wir fahren jetzt gleich hin
und sprechen mit ih ja kommt
[Musik]
schon was du was dann komm raus
[Musik]
Ach, wenn ich das schon sehe, raus musst
aus dem Proletenm nicht rein.
Mensch, Freddy, lass uns doch erstmal
ein Dach überm Kopf haben, dann werden
wir schon weitersehen.
Lizy, wenn wir hier erstmal drin sind,
kommen wir aus dem Dreck gar nicht mehr
raus. Glaub mir doch.
Freddy, weißt du was? Ich werde morgen
mit Max und Tony sprechen.
Ich will dir mal was sagen. Als meine
Frau hört mir die Freundschaft mit
diesen Roten überhaupt auf.
Es passt mir einfach nicht.
Was ist bloß heute mit dir los, Freddy?
Na komm schon.
Ach, geh allein.
L
war doch nicht so gemeint. Schon gut.
Wir haben halt heute eine Pechstränne.
Gute Nacht, Freddy.
Gute Nacht.
[Musik]
Was ist denn los? Komm Vater hat ein
Kolle
ist was passiert?
Ja.
Paul.
Lieber Vater, liebe Mutter, damit Arbeit
nicht zu rechnen ist ein weiter warten
keinen Sinn hat, will ich euch nicht
länger auf der Tasche liegen. Ich ziehe
aus.
Das konnte ja nicht gut ausgehen, diese
ewige Rumlungern und keine Aussicht auf
Arbeit und dazu die langen Reden von
Vater vor jeder Schubbesohlung.
So ein Jungen will sich doch auch mal
was anschaffen.
Ich haben doch auch manchmal Taschen.
Ja, war ja gut gemeintlich. Aber guck
mal, du ein Mädchen hast arbeitet. Er
muss rumsitzen.
[Musik]
Ach du liebe Zeit.
[Musik]
Mutter, ich muss dir auch was sagen.
[Musik]
Na, da weißt du es ja, also jetzt
einen feinen Bruder hast du.
Aber Vater, Paul ist doch nicht allein
dran schuld. Nein, nein. Am Ende bin ich
noch der Schuldige. Ja. Und dann
Frohmeier bin ich auch schuld. Wie?
Dieser feine Pinkel,
für den wir nicht gut genug sind. Den
bringst du ja nicht ins Haus, das sage
ich dir.
Da schüet man nun sein Leben lang, dass
den Kindern was wird und das hat man
davon.
Ich habe keinen Sohn mehr.
soll nur aus Paul werden.
Etwas eigenartig waren die Umstände,
unter denen Lissy wenige Monate später
ihren Bruder wiederraf.
Läuende Nachrichten.
[Musik]
BZ neuen Nachrichten. BZ Nachrichten.
Leichte Arbeit bei solchen Weibern. So
schusselig wie die sind.
Geg da steht sie.
[Musik]
Duf der Puppe was?
Komm gleich wieder.
Ordnung.
Verzeigung, bitte. Ist hier ein braunes
Portmane?
Neueste Nachrichten. BZ neueste
Nachrichten.
Mein Gott, das ganze Wirtschaftsgeld.
Ich habe es doch eben noch
hier. Jess,
du Paul,
wie kommst du denn, wie kommst du denn
zu meinem Geld?
Ich habe gesehen, wie du das Täschchen
verloren hast.
Wo? Hier im Kaufhaus?
Wo denn sonst?
Mensch, warum hast du mir es den nicht
gleich gegeben?
Und überhaupt, wie siehst du denn nur
aus, Junge?
Wo hast du denn das alles her
gekauft? Natürlich.
Aber ich muss jetzt gehen. Eine wichtige
Verabredung.
Paul, so lange habe ich dich nicht
gesehen.
Ich habe doch zu tun, Lis.
Ach Mensch, keine faulen Ausreden. Du
kommst jetzt einfach mit nach Hause in
unsere neue Wohnung
zu euch? Nee, danke.
Freddy ist doch nicht zu Hause.
Weißt du denn überhaupt, dass wir ein
Kind haben?
Junge, nicht?
Siehst du? Und den hast du noch gar
nicht gesehen. Du bist ein schöner
Onkel.
Na gut, ich fahre uns hin.
Fahr?
Na ja, ich habe eine Karre.
Eine was?
Das
siehst du doch. Motorrad.
Meine Dame
kann sich sehen lassen das Ding. Was?
Alt gekauft, aber tadellos in Schuss.
[Musik]
[Musik]
Gemütlich habt das hier.
Da das sieht nur so aus.
[Musik]
Wieso denn?
Das Kind kam zu früh. Die Entwindung hat
beiner noch mal so viel gegesset und
dann noch die Raten für die Möbelfabrik.
Ich kann nicht sagen, die sind gesalzen.
Was davon Fredys Gehalt am ersten übrig
bleibt, das kannst du dir ausrichten.
Aber jetzt erzähl mir lieber was von
dir.
Von mir gibt's nicht viel zu erzählen.
Tu doch nicht so. Mir kannst es doch
sagen, wo du das Geld für die Sachen
hernimmst.
Ich druck es eben.
Paul.
[Musik]
Sag mir die Wahrheit, Paul. Lass das LB.
Ich hab's eben.
Mensch Paul, das kann doch keine
ehrliche Arbeit sein.
Jetzt mach aber ein Punkt.
Keine ehrliche Arbeit. Verschaff du mir
doch welche
bei 6 Millionen Arbeitslosen.
Na, du hast leicht große Bogen spucken.
Von wegen Ehrlichkeit. Dir legt ein
Manga jeden ersten das Geld auf den
Tisch.
Ich will auch was vom Leben haben,
verstehst du?
Was man mir nicht gibt, das nehme ich
mir eben.
Ich hab satt ewig herum zu krebsen.
[Musik]
Ach, Lisbeth,
ist doch alles verpusht.
Das ganze Leben, das uns eins führt,
eine einzige Scheiße.
Helfen könnte einem ja doch nicht. Also
lass ein wenigstens in Ruhe.
Ich will von niemand was.
Aber ich lass mir auch nicht in die
Suppe spucken. Von niemand, verstehst
du?
So kannst du nicht weitergehen.
Soll das dir werden?
Dass ich nicht lache. Denk lieber an
euch. Euch kann es auch mal dreckig
gehen.
Ich meine,
erwischen kannst jeden.
Ich wollte natürlich nicht ein Teufel an
die Wand malen.
Nichts für ungut Ly.
Und jetzt muss ich wirklich gehen.
[Musik]
So, komm.
Komm mein SP. Ja, jetzt machen wir dem
Papi das Essen war.
Aber setzen Sie sich doch, Frau Meer.
Danke, Herr Direktor.
Zigarre.
Vielen Dank, Herr Direktor. Danke schön.
Bitte, bitte.
Na, Frau Meer, immer Nerven behalten,
das ist die Hauptsache.
Danke schön.
Und überhaupt sie?
Eine solche erstklassige Kraft hat doch
immer Chancen Arbeit zu bekommen.
Selbst bei der größten Krise.
Ich weiß ja nicht. Ich hoffe nur, die
Firma wird mit Rücksicht auf meine
besondere Lage,
weil ich mich doch gerade verheiratet
habe.
Aber lieber Frohmeier, schließlich und
endlich wussten sie ja, dass Sie der
Jüngste im Büro sind und da hätten sich
doch sagen müssen, wenn es mal zu
Einschränkungen kommen sollte, dann bin
ich der erste, der dran glauben muss. Da
warte ich noch mit dem Heiraten.
Es ist nur, Herr Direktor,
wir haben was Kleines.
Na ja.
Wenn Sie inzwischen dann nichts Besseres
gefunden haben, dann könnten wir
vielleicht, ich meine, es wäre möglich,
nicht wahr Gold?
Auf ihre Form, Meer, wie der Herr
Direktor eben gesagt hat, eine spätere
Einstellung, nicht wahr, Herr Direktor?
Tja, also dann leben sie wohl, Frau
Meer.
Und meine Empfehlungen an ihre Frau.
Ein Gefühl waren ließ sie erwachen. Ein
Gefühl, das jetzt häufig befiel und
durch Pauls Besuch noch verstärkt worden
war. Ein Gefühl der Angst.
[Musik]
Sei do still.
Wer wird denn
eigentlich seltsam, dass Ly Mutter war?
Kinder haben. Das wäre ja noch vor zwei
d Jahren unvorstellbar gewesen. Für die
Liebe ja, für die war sie immer zu haben
gewesen. Sie hatte nun einmal Männer
gern, hatte großes Vergnügen an ihren
Zärtlichkeiten und sie gab sich diesem
Vergnügen mit einer heiteren
Selbstverständlichkeit hin. Kurz, sie
liebte die Liebe.
Und nun war für Ly das Kind, so etwas
wie die erste Liebe geworden. eine
verspielte, herrische, hilflose, kaum
erst über die Grenzen von Wunsch und
Traum gekommene, mit jedem Tag neu
verwandelte, vom Lachen ins Weinen und
vom Weinen ins Lachen springende erste
Liebe. Davon war sie jetzt ganz
ausgefühlt. Das machte sie glücklich.
[Musik]
[Musik]
Verdammte Bande.
Wisst ihr überhaupt, was das ist, was
ihr davor habt?
Mord ist das.
Na wohl auf kaltem Wege
an mir, meiner Frau und unserem Jungen.
Könnt ihr das überhaupt begreifen?
[Musik]
Heutzutage ein Kind. Aber das ist doch
strieflicher Leichtsinn, Froh Meierer.
Ich werde ihn alles zurecht machen.
Papiere und Gehalt den ganzen Oktober
voll ohne Abzug. Und dann brauchen sie
ab morgen nicht mehr zur Arbeit zu
kommen. Sie sehen lieber Frau Meier, wir
kommen ihnen entgegen.
Entgegenkommen.
Das ist doch die Höhe.
Jetzt stellt ihr es noch als besondere
Gnade hin, wenn ich ab moring nicht mehr
zur Arbeit kommen muss.
Über Leichen geht ihr.
Schäbigen Ausbeuter.
[Musik]
Jawohl.
Die sind unser Unglück,
aber ich lass mit mir nicht Schlitten
fahren.
Ihr Hallunken,
ihr Schäbigen.
[Musik]
Sagen Sie, Frau Frau mal, was ist denn
mit ihrem Mann los? Wieso?
Er steht unten an der Ecke.
[Musik]
[Musik]
Pass auf, Freddy, wir finden bestimmt
was für dich.
wie du dir das vorstellst
als Hausere vielleicht
ist doch nur alles halb so schlimm
bei meinen Beziehungen.
Ly hatte nicht geflunkert. Sie hatte
wirklich Beziehungen von der Arbeit bei
Quick her. Es gab da unter ihren
Stammkunden ein paar Käufer von acht und
zehn Pfennigzigaretten, freundliche,
wohlsituierte Herren.
Und wenn ich sage, ich will sehen, was
ich machen lässt, dann sage ich das
nicht so, dann geht es in Ordnung.
Darauf können Sie sich verlassen.
[Gelächter]
Also Fräulein oh pardon natürlich Frau
Frau wie war doch vorhin der Name? Fier,
den Namen werde ich mir im Leben nicht
merken. Ist aber wohl auch nicht nötig,
was ich darf doch weiterhin Fräulein Lie
zu ihnen sagen oder einfach Lizy, sie
gestatten doch. Sie wissen doch für sie
könnte ich durchs Feuer gehen, wenn es
sein muss.
Wirklich? Aber warum denn gleich durchs
Feuer? Vorläufig wird's mir genügen,
wenn sie für meinen Mann was tun.
Der ist schon so gut wie untergebracht.
Punkt.
[Musik]
Selbstverständlich ändert sich an
unserer Abmachung nichts. Der Hergemahl
wird seine Stelle beim Berliner
Großhandelskontor bekommen. เฮ
[Musik]
เ Ich
hab sonst.
Ich kann einfach nicht mehr. L,
komm jetzt.
Und wer ist Schuld an allem?
Ja, hopper und Gold dieser Jude.
Aber Fredi, dein Gold ist doch auch nur
ein kleiner Angestellter.
Ich verstehe das nicht. Was sollen denn
die Juden mit deiner Arbeitslosigkeit zu
tun haben?
Das sollen da nicht zu verstehen sein,
das ganze System.
Aber Fredi,
bitte unterbrich mich nicht. Aber was
soll daran nicht zu verstehen sein?
Deutschland muss endlich erwachen.
Was ist denn das schon wieder für ein
Cool?
Ich habe dich doch gebeten, mich nicht
zu unterbrechen. Ich möchte mir das
verbeten haben.
So.
Jawohl. Und zwar gründlich sonst jetzt
hört der Spaß aber langsam auf
schon längst aufgeht schon längst.
Ach, der Herr Schwage,
du hast mir gerade noch gefehlt.
Bin zu meiner Schwester gekommen, nicht
zu dir.
Deine Schwester ist meine Frau und zu
meiner Frau kommt nur wer mir passt.
Sträuche mir du, um sich wegzuschen.
Verstanden,
Freddy,
Mensch, bei dir piept's wohl.
Will ja gar nicht zu dir.
Ich gehe schon lissen.
Du bleibst Paul.
So. Strugch so ein Herumtreiber.
Bist du verrückt geworden, Freddy?
[Musik]
[Musik]
[Musik]
อ
Es tut mir leid, Ly.
Ich bin wirklich verrückt gewesen.
Aber weißt du, dass da rumrennen und die
ewige Sorge was werden soll?
Da kann man noch den Verstand verlieren.
Bist du mir noch böse,
Ly?
Bist du mir noch böse?
[Musik]
30.
Ja.
Ja, passt.
Spiel wer
runterfah
[Musik]
18
20.
Also
drei.
Muss ich spielen.
[Musik]
Zurück, zurück.
[Musik]
[Applaus]
zurück
Was ist den hier passiert? Exptiert
haben wir sie das zweite Mal schon. Kaum
haben wir sie glücklich rausgesetzt,
kommen die Arbeitslosen und schaffen den
ganzen Kram wieder rein in der Wohnung.
Na ja, jetzt ist aber endgültig Schluss
damit. Die verdienen ja nichts anderes.
Auseinander gehen bitte nicht stehen
bleiben.
Zeig sie ih mal richtig.
Ja. Ja. Wah. Die werden viel zu üppig.
Den muss man es endlich mal besorgen.
Ihr werdet zu üppig. Euch muss man es
besorgen. Aber gründlich.
Die Arbeitslosen haben ganz recht, wenn
sie Ordnung machen. Findest du nicht
auch
und Ordnung machen.
Die sind alle von der Kommune. Die
machen keine Ordnung, die machen
Unordnung.
Von der Möbelfabrik einschreiben.
Am Ende wollen die jetzt noch das
Schlafzimmer abholen.
So eine dumme Ahnung.
Was
ist die letzte Mahnung?
Ich gehe nach dem Essen mal vorbei. Die
werden schon mit sich reden lassen.
Wir müssen uns jetzt ganz ernst
überlegen, wie es weitergehen soll.
Der Hausfirt wird auch nicht ewig
warten.
Ach was, gibt lieber Essen.
Schon auf der Straße sitzen ohne Möbel
und ohne Wohnung.
Nun lass mich doch endlich einmal in
Ruhe. Ist ja nicht mehr auszuhalten.
Mahlzeit.
[Musik]
Zweimal hat schon die Polizei nach dir
gefragt.
Paul,
du kommst mir nicht über die Schwelle.
Wie kannst du das machen?
Also, ich weiß schon, was ich zu tun
hab. Mus ganz lassen.
Lass mich in Ruhe.
[Musik]
Das ist unser
Neus.
Ich hab schon alles versucht.
Pop und Gold, das System
und die Junen.
Sie erregen unliebsames Aufsehen, mein
Herr. Verlassen Sie bitte das Lokal.
Willst die Wahrheit nicht hören? Hä?
Bist du auch so Blutsauber? Du,
das ist doch die Höhe. Ich lass mich
nicht rausschmeißen von niemand.
[Musik]
Mensch, Frohmeier
der Klassenerste.
Das ist ein Wiedersehen. Was? Fliegin
gerade zuu in die Armechig.
Sowas. Wo kommst du denn hier? Staunst
du was? Los trinken drauf. Siehst mal M
wie da mein Wagen. Komm stein.
Na komm.
Was denn der Aufmachung?
Ach was ist aufmachung? Komm setz dich.
Geht natürlich auf meine Rechnung.
Scheint hier richtig zu haben. Na, macht
nichts. Kat ab dafür.
Na ja, mein lieber,
heutzutage kann eben der tüchtigste und
fleißigste vor die Hunde gehen.
Na ja, genauso ist es.
Das liegt am System, das nichts
als Einzel bist du auch nur hilflose
Beute des Großkapitals.
Hey, noch zwei Kümmel und ein Bier. Ja,
bisschen d geht.
Das ganz richtig. All Juda ist unser
Verder. Wir müssen uns wieder unsere
nationalen Tugenden besinnen. Gut, der
ist heute wieder ganz schönen Fahrt.
Eine neue Zeit muss ran.
Na ja, mein Lieber, du kannst dir ja
überlegen, wenn du schon meinst.
Aber nicht so lange. Wenn wir erstmal
oben sind, ist zu spät. Und unser Adolf
kommt dran. Verlass dich drauf.
Ja, ich verstehe.
Auf Zack sein ist alles.
Na ja.
Wir sprechen noch mal darüber.
Kannst mich einmal in der Gauleitung
anrufen.
Standardwürmchick
dienstlich natürlich.
Wenigsten Dank. Halter Standartenführer.
He.
[Musik]
Ah, gut, dass ich sie endlich einmal zu
Gesicht kriege, Frau Meierer. Ich muss
die sofortige Räumung ihrer Wohnung
verlangen und die rückständige Miete.
He.
Ja, das ist eine Überraschung. Was?
Da wundert man sich.
Aber ich wollte mal sehen, ob der Herr
den Struch
nicht doch ins Haus lässt,
weil er nämlich
sowas hat.
Ganz hübsch. Was?
Stinkt nicht mal
auch wenn es vom Sträuch ist.
Paul
vom Schwager Stroll, nicht wahr? Herr
Frau Meier
ist doch wahr sie.
Sowas muss man sich nun gefallen lassen
und so einem Schnösel. Ja, die Gauner,
die haben die Taschen voll und so einer
Abitur.
Mit ehrlicher Arbeit kann man verrecken.
Na,
wenn erstmal der Führer dran ist,
dann wird Ordnung gemacht
mit eiserner Hand.
Man wird ausgemerzt, was giftig und
schädlich für unser Volk ist.
Im neuen Reich
hat jeder Volksgenosse seine Ehre
gesichert. Wissen
was gibt's den da zu kichern?
Du hast ja ein Sitzen.
Das bist du doch gar nicht. Du sprichst
wie ein Nazi.
Na und?
Wenn schon
und überhaupt ist das kein Einwand.
Für mich schon gar nicht.
damit du es genau weißt.
Ich gehe zu ihnen.
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
Sieh mal den da.
Was ist der auch better? Ach, da sollte
ich bloß nicht so kiebig machen. Vor
zwei Wochen, da hat er noch nicht mal
gewusst, was er will.
Mach doch bei diesem Affentheater wenst
das Fenster zu.
[Musik]
Seit Freddy bei der SA war, begann es
Lissy und ihrer kleinen Familie ein
wenig besser zu gehen. Und doch schien
es ihr, als schwanke noch mehr als
vorher der Boden unter ihren Füßen. Am
liebsten wäre Lissy vor ihrer Angst und
Unruhe vor ihren Zweifeln davon
gelaufen. Doch das ging nicht.
Ja, Lizy, was ist denn los?
Ist mit dem Jungen irgendwas nicht in
Ordnung? Ach wo? Ich war drüben in
Reinigendorf.
Hab da was zu besorgen gehabt.
Also mir kannst du doch gar nicht voren,
Kind. Ich sehe das doch an der Nase an,
dass dir irgendwas gegen den Strich
geht.
Nee, Mutter, ich bin vielleicht noch ein
bisschen müde.
Na, wie geht's euch denn? Was macht den
Vater?
Ich weiß nicht. Der gefällt mir gar
nicht in der letzten Zeit. Irgendwas
stimmt da nicht. Vorhin hat er sich mit
Onkel Gustav gezangt. Ganz wild. Die
sind zu beide geworden. Vater hat immer
zugeschrien, die Gewerkschaft soll
endlich aufhören. Mit dem stillhalten
und nachgebenden Bonzen hat der Onkel
Gustav geschimpft, ne? Und Gustav hat
gerade dann eben Bolschewisten
zurückgegeben.
Ach du lieber Gott, was sind das bloß
für Zeiten?
Nicht mal in eigenen vier Winden hat man
Ruhe.
Lchen,
ich glaube, es ist besser, du gehst
jetzt.
Warum denn? Vater muss doch gleich
kommen.
Na ja, eben deshalb. Vater hat Freddy
auf der Straße gesehen in SA Uniform.
Und wenn er dich jetzt hier trifft, dann
kriegt er doch wieder ein Kolle. Wi
doch, wie er ist.
Na ja,
dann gehen wir halt wieder nach Hause.
Ist er nicht süß? Mutter
putzig. Fast so wie Paul, wie er so alt
war, nicht? Na, Lischen, weißt doch, wie
alles gemeint ist.
Na klar.
Tschüss.
Wickel den Jungen gut ein. Ist windig
draußen.
[Musik]
Ly hatte einen Schalengeschmack im Mund.
Es war ihr zumute wie früh einmal, wenn
sie in der Leere etwas ausgefressen
hatte. Es ging eben alles schief und
dann noch die Aussicht auf einen
trostlosen langen Abend. Nein, sie
konnte heute nicht allein bleiben.
[Musik]
Was ist mit Paul los? Wir haben schon
lange nichts von ihm gehört.
Ich auch nicht. Er wohnt ja nicht mehr
zu Hause.
Wieso? Wo ist er denn hingezogen?
Hat er endlich Arbeit bekommen?
Oh Gott, er verdient sich sein Geld
schon irgendwie.
Ach so.
Na und? Warum regst denn gerade du dich
drüber auf? Du hast doch immer gesagt,
dass die Arbeitslosigkeit dran schuld
ist, wenn jemand auf die schiefe Bahn
kommt.
Der hat ein neuen Zaun gesteckt. Wir
haben auch Wisch bekommen.
Was ist? Geh mal her.
Da hast du mich nicht richtig
verstanden.
Zum Schluss kommt's noch raus, als ob
der Paul ein Kämpfer gegen den
Kapitalismus wäre. Ne, nee, es wäre noch
schöner. Gegen den Kapitalismus kämpft
man nicht auf eigener Faust und schon
gar nicht auf eigene Rechnung. Das muss
man anders machen.
Den Max Franke,
den nimmst du dir aufgorn. Klar,
klar.
Der Hund muss unschädlich gemacht
werden.
Wird erledigt. Also los,
Koppel ab, ausschwärmen.
Hat er dein Frohmeier wenigstens ein
Posten besorgt?
Vorläufig noch versprochen.
Was für ein Posten?
Er meint vielleicht bei der Stabswache.
Stabswache?
Was hat ihr sag Mensch? Das sagst du so
einfach, als ob nichts dabei wäre. Also
ist doch kein Sparverheim. Weißt du was
das heißt, wenn dein Mann zur SA geht?
Kannst du mir vielleicht sagen, wie wir
sonst aus dem Dreck rauskommen sollen?
Es geht doch nicht nur um Freddy und
mich. Wir müssen doch für unser Kind
sorgen.
Wir können doch nicht einfach vor die
Hunde gehen.
Wet ja noch ganz anders vor die Hunde
gehen.
Das kannst du mir glauben.
Ach was? Glauben glauben. Ich glaube an
meinen Mann und nicht an euer dauerndes
Politisieren. Ihr wollt immer alles
besser wissen.
Dabei kennst du Freddy doch gar nicht.
Er muss do nicht gleich zum Mörder
werden bei der SA.
[Musik]
Los, Tempo, Tempo.
[Musik]
Scheinwerfer aus.
[Musik]
Aber treib toll, sonst komme ich zum
Schluss noch in Schmpitäten keine Bange,
hatte damit gar nichts zu tun.
[Musik]
So schlimm wird nicht gleich werden.
Komm komm
laufen schnell zu Lenk soll sofort den
Kampf zusammenrufen.
Ich gehe mal eben zum Walterton
will warnen.
Mensch, ich muss weg mit dem Kind.
Das geht doch jetzt nicht.
Aber
komm, bleib hier. Macht er das Licht
auch aus.
Mensch, sieht ja kein Was
doch mal den Scheinwerfer hier.
Max Max Mein Gott, sie bringen ihn um.
Mach sie fertig.
Der RFB kommt. Abhauen
auf.
Los, zur Brücke,
[Musik]
Mensch, das ist doch Max Franke.
[Musik]
Max,
Max.
[Musik]
Frau steckt mit Toiletten unter einer
Decke. Eine dolle Schweinerei.
Überfallen und ich hab
den Frank haben sie ganz schön
zugerichtet.
Was ist denn hier passiert?
Das sehen sie doch. Halb totgeschlagen
haben sie.
Wer?
Wer schon? Die Nazis natürlich.
So natürlich ist das gar nicht. Das muss
ich erst herausstellen.
Sie kommen mit. Sie auch.
[Musik]
Na, wie war das noch? So schlimm wird ja
nicht gleich werden. Wie?
[Musik]
Guten Abend.
Guten Abend.
Wo warst du denn?
Nachtdienst
habe ich gehabt.
Nachtdienst.
Wo?
Wo schon vom Ratskeller wieder mal
Saalschutz bei der Saukette.
Freddy,
wir müssen eine anständige Arbeit für
dich finden.
Was soll das heißen?
Das das ist doch nichts für dich.
Ich kenne dich doch. Ich weiß doch, wie
unzufrieden du bist. Ist
ja gut, du hast ja recht.
Dieses ewige schieren, dieses ewige mit
der Büchse klappern, dieser ewige
Saalschütz.
Ich habe den Kanal so voll
ist der recht.
Abend Frau Meer einer Stunde
Sonderappell in Marschausrüstung soll
mal wieder was los sein.
Lasst mich da in Ruhe mit eurem
Sonderappell.
Ich bin krank.
Das gibt's heute nicht mein lieber. Das
Sturmf hat extra gesagt, kein Wein darf
fehlen.
Rutsch puckel runter. Ich bin krank und
Bastard.
Komm, verschwinde.
Schon wieder einer weniger.
Kein Wunder bei der Gedagen den paar
Piepen. Na, mir kann es egal sein,
aber dir wird's an Kragen gehen.
Stü
Schaf
vortreten.
Ihr Mut, der in demonstrativen
Fernbleiben von dem rebellischen
Sonderappell der Parteiopposition zum
Ausdruck kommt, ist vom Führer nicht
vergessen worden. Diese männliche Tat
verdient Belohnung.
Im Namen des Führers werden sie für
erwiesene Treue zum Sturmführer
befördert.
Gratuliere, Sturmführer Fraier.
[Musik]
Danke sehr.
Unter uns ein paar von unseren alten
Gönnern, die in der letzten Zeit die
Taschen bisschen zugeknüpft hatten,
haben die Parteikassen wieder beliefert.
Die Buschen wieder Morgenluft. Auf mein
Wort, Alfred. Jetzt geht's aufwärts.
[Musik]
Frau Fruer,
was ist
schon wieder neue Möbel? Frau V.
[Musik]
nicht so breit machen muss es.
Kümmern Sie sich doch bitte ums Klavier.
Frau Kowal, kommen Sie. Die Männer
sollen sie ins Wohnzimmer stellen.
Aber wohin denn mit dem Klavier? Ist
doch schon alles so voll. Frau Frauer
einfach irgendwo hinstellen.
Danke Herr L. Frau Sturmführer
und fröhliche Weihnachten.
Da waren sie also in der neuen Wohnung.
Kasmirchik hatte sein Wort gehalten.
Ja, dein neues Kleid steckt dir gut.
Du siehst hübscher aus als in der alten
Wohnung. Dein Leben ist bequemer,
ruhiger geworden.
[Musik]
Aber bist du wirklich ruhig?
Schön ist es, mein Mädchen. So, jetzt
wird gefeiert. Kchmirschik ist auch
mitgekommen.
Na, wie gefällt dir der neue Spiegel?
So, hast du da immer gewünscht, ne?
Komm,
komm, komm, komm, komm, komm.
Ja, ja, ja.
So,
hier ist unser kleiner Weihnachtsengel.
Rechts. Fröhliche Weihnachten. Schöne
Fr.
Fröhliche Weihnachten.
Ah,
danke.
Noch ein Besteck, Frau Karwein.
Noch zwei Bestecke, Frau Karl Wein.
Warum denn zwei? Ganz große
Überraschung, schöne Frau.
Du wirst staunen, mein Mädchen.
Da bin ich aber gespannt.
Na, habe ich dir nicht gesagt
Starmächen?
Abend? Lissi.
Liss du steh doch nicht so stumm da.
Los, leg ab. macht jetzt bequem von Kik.
Das muss gefeiert werden.
So,
bitte schön.
Also
auf Weihnachten, auf die neue Wohnung
und auf deinen Bruder, der den Weg zu
unserem Führer Aditler gefunden hat.
Seil.
Seil.
Prost,
Brust. Lis,
na ja, dann schenk mal.
Kannst ruhig mitteilen.
Bei dir wundert mich gar nichts mehr,
wenn unser Vater es wüste.
Früher in der roten Jungfront
und jetzt
bist du wahnsinnig geworden wie Bett.
Kinder,
vertragt euch. Politik schadet der
Schönheit. Frau L
mal, das mache ich selber mit dir aus.
Für mit Mumming Knochen wie ich ist die
rote Jungfra nichts.
In diesem ewigen Gequatsche von
Disziplin und täglicher Kleinarbeit.
Das einzig richtiges Zuschlagen gegen
die Geldsäcke
und das macht die SA.
Warum soll ich denn nicht zu ihnen
gehen? Sie Revolution machen die doch
auch und nicht bloß mit Worten. Ich kann
dir nur sagen, die sind Tago. Wir wollen
auch mal ranen. Speck. Was ein Fr. Ist
doch klar. Schraum
in die Runde bringen.
Alle noch ganz große Tiere.
Regierungsrat oder sowas.
[Musik]
Tannenbaum.
Oh Tannenbaum.
Wie grün sind deine
Blätter?
Du grünst nicht nur schrump schrump zur
Sommerzeit schrump schrum. Nein, auch im
Wind schumm wenn es schneid.
[Musik]
Wie grün sind deine Blätter
wohl sein Brust.
Oh.
Du fröhliche,
oh du Sen
Gnaden
bringe
weiter.
Wir sind eben verpfuscht, Lisbeth.
[Musik]
Total verpfuscht.
Da hilft nichts mehr.
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
Laterit ist nicht zu Hause.
Wieso Latter? Wir wohnen doch Frankes.
Frau Franke wohnt nicht mehr hier, seit
Max Veraftetes.
Ja, wo wohnt sie denn jetzt?
Freunde sollen sie aufgenommen haben.
Papierstraße 7.
Danke.
Ich glaube, sie heißen Raske.
Guten Tag. Wo hier Frankes?
Es ist niemand zu Hause.
Wann kommen Sie denn zurück?
Ich weiß nicht.
Tony Tag. Max ist nicht zu Hause.
Ich weiß, wo er ist. Ich war heute in
der Laubenkolonie. Ich habe euch
gesucht.
Da hät uns lange suchen können. Wenn
Raskes nicht gewesen wären, wären wir
für die Hunde gegangen, der Jung und
ich.
Aber da habe ich gesehen, dass es doch
noch Freunde gibt.
Woh
das hin?
[Musik]
Du bringst du das mal zu Raschkes.
Ja.
für Frau Frank. Ja,
gut. Die roteier
[Musik]
Mikrofon im dritten Stockwerk und habe
einen wunderbaren Überblick. Endlose
Kolonnen der SA. Ich berichte Ihnen von
dem grandiosen SA aufmarsch vor dem Karl
aus. Noch niemals hat es so etwas
gegeben. Sie können sich selbst von der
grenzenlosen Begeisterung der
Volksgenossen überzeugen.
[Gelächter]
Wort hab fast meine eigene Stimme
rausgehört. Toller Aufarsch. Was
hätten die Kommunisten Schlotter jetzt
die Knie?
Was ist los mit dir? Schlechte Laune bei
unserer Siegesfeuer.
Schöner Sieg.
Wir haben begegnes. Erster Klasse.
Vor Polizei, hinten Polizei, rechts
Polizei, links Polizei. Lass aber mal
ein Punkt schwagen
und sowas nennt ihr Siegesmarsch. Na,
ich danke.
Lieber gar nicht marschieren als am
Schürzenzipfel der Polizei.
Und überhaupt? Warum provozieren wir die
Arbeiter?
Vor der Deutschen Bank haben wir
aufzumchieren und vor Werteim und vor
den Willen in Dalem.
Und nicht nur das.
Was denn noch?
Wegnehmen müssen wir ihn, was sie
zusammengeklaut haben.
Mensch, du quatscht doch dämlich wie
einer von der Kommune.
So, seit wann denn, Freddy? Das hast du
doch selbst verlangt.
Das stimmt nicht mehr ganz. Jetzt wird
verandelt.
Aber davon verstehen Sie wirklich
nichts. Schöne Frau ist auch nicht
nötig. Dafür haben sie andere Stärken.
Mit wem wird verhandelt?
Mit wem? Mit wem? Der Führer mit Pafen.
Na ja, mein lieber,
du weißt eben wirklich nicht, wie man
Politik machen muss.
Kein Aufsehen, Mensch, du bist ja
besoffen hier. Könnt mich mal
gegen die Ausbeute mit der Waffe in der
Hand wollen die Macht.
Nicht durch kriechen und verhandeln.
Ist ja großartig.
Dieses Köen
will uns alten Kämpfer beibringen, wie
man für Deutschland Zukunft kämpft.
Wir woll es wissen
und ob Fraulis.
Wir werden noch zeigen, wozu wir im
Stande sind. Nächste Zeit, dass Hitler
an die Macht kommt
[Musik]
an ih Abend. nur zu denken an
Deutschland und der deutsche Volksg.
[Applaus]
[Musik]
[Musik]
[Musik]
Ja, guten Morgen.
Du gut Schläferchen gemacht.
Fr. Kowal, pass auf. Frau K.
[Musik]
Morgen. Morgen.
Der Sturmf ist schon weg. Er ist sagen,
er hat heute Sonderdienst.
Oh, Frau Karlow weit füttern Sie doch
bitte den kleinen.
Ich
bin auch gar nicht ganz da.
Ja, ja, ja. Bleiben Sie ruhig liegen und
schid doch nicht so. Wer wird denn so
böser sein? Gib doch gleich was zu
essen. Ich habe nämlich vorhin schon
Milch aufs Feuer gesetzt, weil ich mir
gedacht habe, sie machen heute blau. Ist
auch ganz richtig. Ja, ja, ja, ja. Wir
gehen ja schon. Wir gehen ja schon. Aber
ich habe immer gesagt, der Herr Führer
Hitler, na ja, ja, ja. Es gibt doch
gleich einen feinen Happy Pappi.
[Musik]
Und deine
Schönheit hat mich voll gemacht.
[Musik]
[Musik]
Paul,
[Musik]
der ganze Abend fing schon so verrückt
an. Die Standartenführung hatte sich
plötzlich entschlossen, einen Marsch
durch das Kommunistenviertel zu
veranstalten, um den Leutchen mal zu
zeigen, was eine Harge ist. Da wollte
Paul einfach nicht mitmachen.
Warum wollte er nicht mitmachen? Du
weißt doch, Lisbeth hat in letzter Zeit
immer was zu meckern gehabt. Er sagte
Kchni glatt ins Gesicht, man müsste mit
den Kommunisten erstmal diskutieren.
Nach Herr Gott noch mal, sowas steht auf
dem ganz anderen Blatt.
Tja,
so war's an dem Abend.
Vielleicht hat er schon so eine Art so
eine Art Vorahnung gehabt.
Ach, eure Freunde von der Kommune.
Zum Dank dafür haben sie ihn jetzt
abgeknallt.
Nein,
also wenn du mir nicht glaubst, bitte,
es ist doch amtlich gemeldet hier. Hier
steht's doch. Rot Mord wütet weiter
scharfü Schröder hinterrückschossen.
Ly, es tut mir sehr leid. Ich
habe dich immer vor denen gewarnt.
Jetzt haben sie sogar deinen eigenen
Bruder ermordet.
Ende Februar, einige Tage vor Pauls
Beisetzung bekam Lizy einen unerwarteten
Besuch.
So spät heute Herr Katch Schmürzig.
Ja,
Frau Kowit.
Von welcher Bedeutung dieser Besuch für
sie werden sollte,
konnte sie noch nicht ahnen.
Fredi kann von morgen früh nicht kommen.
Da leiste ich Ihnen Gesellschaft
den ganzen Abend.
Wenn sie wollen.
Ja, es bereiten sich wieder mal große
Dinge vor.
Auf mein Wort,
Frau Li,
jetzt kommt unsere Zeit.
Wissen Sie?
Na ja, ihn kann ich dir sagen.
Als unser Führer Reichskanzler wurde,
da hatte ich ein internes Gespräch mit
dem Doktor und wissen Sie was der gesagt
hat?
Katsch hat er gesagt.
Immer katsch zu mir. Kat
ist der letzte Wahleinsatz den vom
Gaubüro ausmachen.
Nachher ziehen wir um
in eigenes Ministerium für Propaganda
und sie
ma ich zum Ministerialdirektor
abgemacht.
[Musik]
Was s mir Frau
H
das können Sie nicht verstehen, Frage
Sie.
Meine Gefühle
war aber schon immer so.
Unterm Weihnachtsbaum haben wir uns
verlobt. Es war eine richtige Braut.
Die hatte fast denselben blonden
Wuschelkopf wie sie und den gleichen
Gang.
Später aber als das Geld knapp wurde,
wenn nicht mal mehr für Kino und
Konditorei gelangt hat.
Der ist einfach abgehauen.
Einfach abgehauen.
[Musik]
Und wissen Sie was dann aus ihr geworden
ist?
Eine
kann nicht sagen, was
bei einer großen Matrosenschlägerei in
St. Pauli
hat sie dann schreckliches Ende
genommen.
Der f
so ist das Leben
wild.
Und grausam.
Ich wer be Spray hören,
aber dann habe ich nachgedacht und dann
bin ich in Politik gegangen.
Ist ja auch nur Schreibgeister. Ich bin
bis jetzt ja gar nicht schlecht
gefahren.
Man kann nicht wissen,
jeder hat sein Schicksal.
Wenn es mich auch mal erwischt,
wer man bedenkt, dass ein die eigenen
Leute von hinten einfach umliegen.
K
war das
ist fatal.
Ja, Paul
Junge,
was
was haben Sie da gesagt?
Frau ich bin ja so blau.
Wie meinten Sie das mit Paul und seinen
eigenen Leuten?
Ich
sehe schon Spenster an.
Tring
ich habe sie gefragt, wie war das mit
Paul?
Gericht
bestehen.
Ich habe mich nicht richtig ausgedrückt.
Ich habe sie genau verstanden.
Nun.
Ja.
Ja.
Was?
Freddy.
[Musik]
Der Reistack brennt.
Was?
Brind
Frau Kit haben Sie gehört? Reich haben
sie angesteckt.
Sehr
na schon die Kommunisten natürlich die
Roten.
Die Roten.
Jetzt ist das mal voll. Jetzt schlagen
wir zu. Jetzt wird Schluss gemacht mit
jedem, der uns im Weg steht. Verstehen
Sie? Frau Lisy, ihr Robel, dass die
Späne fliegen.
[Musik]
[Musik]
Wo ist es?
Nein, bitte. Nein,
nein.
[Musik]
Du wirst also nichts für ihn tun.
Ich denke nicht daran. Ich rühre keinen
Finger für jemand, der wegen
staatsfeindlicher Umriebe verhaftet ist.
Bei all diesen Anschlägen haben die
Juden in dem im Spiel.
Sie haben ihn geschlagen, gleich bei der
Verhaftung.
Wahrscheinlich ist er frech geworden
oder Widerstand geleistet.
Nein,
sie haben einfach zugeschlagen.
Und wenn schon, ist doch gar nicht
wichtig. Jetzt geht es um viel größere
Dinge, Lisbeth. Um unsere helle Zukunft,
um Deutschland, verstehst du? Um
Deutschland.
Deutschland.
[Musik]
[Musik]
[Musik]
[Musik]
War es möglich?
hatte sie ihn geliebt.
Wirklich war er ihr nahe gewesen?
Unglaublich, daß sie einmal in seiner
Umarmung glauben konnte, alles vergessen
und alles finden zu können. Einmal
und jetzt
und wenn schon, ist doch gar nicht
wichtig. Jetzt geht es doch um viel
größere Dinge, Lisbeth. Um unsere helle
Zukunft, um Deutschland, verstehst du?
Um Deutschland.
Wie schrecklich fremd war er ihr,
wie ekelte sie vor seinen Händen, an
denen Blut zu kleben schien.
Wie hoffnungslos war die Lehre um sie
her?
Wo konnte sie den Halt finden, den sie
zum Leben brauchte?
Verzeihung.
Hier können Sie jetzt nicht rein.
Aber ich möchte nur zu Raskes. Meine
Freundin wohnt bei Ihnen.
Die können Sie wohl nicht mehr sehen.
Sie kommen zu spät.
Das war Frau Franke.
Vorgestern waren die Nazis mit dem
Überfallwagen hier.
Jemand konnte noch Türmen.
Sie hat der Schlag getroffen
und das Kind.
Das ist nicht ihre Sache. Gnädige Frau.
bisschen du.
Ich dachte schon, es wäre wieder die SA.
Was ist denn? H
Ich kann nicht mehr.
Ich kann nicht mehr.
Was denn? Was denn? Mutter, lass sie
doch rein. Es trifft sich ja großartig.
Kann sich die Bescherung ruhig ansehen.
Die Frau General
da. So sieht eure Volksgemeinschaft aus.
Das nennt ihr erwachendes Deutschland.
ZF Mann hoch waren hier. Lauter richtige
Rotznasen. Alle in SA Uniform bis an die
Zähne bewaffnet
und immer zu das gebrüllet. Dein
geringsten Widerstand wird geschossen.
Jetzt ist Krieg.
Wo waren denn die, die ich mir meine
Verwundung geholt habe? Ammweiler Kopf
in Rumänien
in Norgonen.
Na ja, damit ist jetzt auch Schluss.
Heute die Kassette mit den
Gewerkschaftsmarken und morgen der ganze
Verband. Unsere Schuld. Jawohl. Immer
nur zurückmarschmarsch von einem kleinen
Übel zum anderen. Immer hübsche
demokratischen Spielregeln eingehalten,
auch wenn die anderen darauf spucken.
So, jetzt sind die braunen Banditen oben
und werden uns die Haut von Leiber
reißen.
Ach, du bist ja auch noch da und passt
auf. Was? Na, was machst du noch? Geh
doch zu deiner SA und pack aus, was du
hier gehört hast.
Sag ih auch, dass wir das nächste Mal
klüger sein werden.
Den Paul,
den habt ihr auch auf dem Gewissen dein
Froh Meier und du
und ihr alle.
Na, geh doch und sag's ihnen. M.
[Musik]
เฮ
Leb wohl, teurer Kamerad Paul Schröder.
Und ihre Antwort, Herr Katmisek,
aber Frau doch nicht ihr, nicht jetzt.
Sie haben einfach Angst.
Wir verstehen alle den tiefen Schmerz
der Angehörigen und fühlen mit ihnen.
Ich bitte dich, Lisbeth, nimm dich doch
zusammen.
Aber vergessen Sie nicht, dass es bei
diesem schweren Opfern um Deutschland
geht.
Natürlich
geht aber nicht nur um unser endlich
wieder geht es immer um Deutschland,
Li.
Es geht auch um die Ehre und Sauberkeit
der Nation.
Ihr Mörder,
ein jeder muss sich entscheiden.
Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns.
[Musik]
Ja, ein jeder muss sich entscheiden.
Und Lizy wusste jetzt, man kann einsam
sein und doch nicht verlassen.
Sie wusste, es gibt einen Weg, einen
schweren und mühsamen,
aber einen ehrlichen Weg.
Jeder geht in für sich und doch geht
keiner allein.
[Musik]
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