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Hier ist der Großdeutsche Rundfunk. Und da bin ich.
Wieder ist der Führer in unserer Mitte. Es spricht der Führer.
Wieder ist der Führer in unserer Mitte. Es spricht der Führer.
Und man sieht es ein.
Davon geht die Welt nicht unter, sieht man sie manchmal
auch grau.
Einmal wird sie wieder bunter, einmal wird sie wieder
himmelblau. Geht all drüber und mal drunter, wenn uns...
Untertitelung des ZDF, 2020
Wer brennt nicht?
Der Führer.
Obersturmbandführer. Und die Frau Braun, die Frau Führer, auch nicht.
Obersturmbandführer. Mensch, wenn Sie das Benzin drüber, dann brennen Sie
Benzin. Über den Führer. Der Obersturmbandführer.
Ach, was Mensch.
Es gibt keinen Führer mehr.
Sei nicht dauernd Obersturmbandführer zu mir, Sie Ignorant.
Die Asche des größten Feldherrn aller Zeiten war kaum erkaltet.
Da herrschte bereits eine rege Nachfrage nach nostalgischen Reliquien aus
unserem tausendjährigen Reich.
Ich selbst war damals knapp neun Jahre alt und erst seit kurzem im
Antiquitätenhandel tätig. Aber schon hoch spezialisiert.
Denn Spitzenpreise erzielten vor allem Objekte aus der näheren Umgebung des
Führers. Je näher, desto besser.
Am besten hautnah.
Damals hatten wir in Deutschland viele ausländische Gäste und ganz besonders
beliebt war der Führer bei uns von amerikanischen Freunden.
Diese waren allerdings von Natur aus misstrauisch und kauften nur garantiert
authentische Ware.
Am liebsten mit Echtheitszertifikat.
Nicht ohne einen gewissen professionellen Stolz blickte ich zurück
gelungenes Erstlingswerk.
Ich war fest entschlossen, meine Entwicklung zum künstlerischen
durch nichts zu gefährden.
Und schon gar nicht durch ernsthafte Arbeit, im bürgerlichen Sinn des Wortes.
In den darauffolgenden 50er Jahren war die überwiegende Mehrheit des deutschen
Volkes mit der Herstellung von Wirtschaftswundern beschäftigt.
Und wollte von seiner jüngsten Vergangenheit am liebsten gar nichts
Nicht nur, dass es weit und breit keine Nazis mehr gab. Es hat auch nie welche
gegeben. Noch nicht einmal Sympathisanten.
Meine Geschäfte gingen schlecht.
Als ich Bigi in die Augen blickte, wusste ich daher sofort, dass ich in ihr
Frau meines Lebens gefunden hatte.
Ich stellte mich meiner zukünftigen Gemahlin als Professor Dr.
Pritzknurbel vor, reichte die entsprechenden Urkunden nach und verließ
so schnell wie möglich die hektische Großstadt.
Bigi machte sich mit einem kleinen Reinigungsbetrieb selbstständig und ich
widmete mich fortan nur noch meinen... künstlerischen Neigungen.
Ich kann mir nicht den Stil von Verlust und Dreck verflächen, nur damit du
besser aussiehst.
Bei dem Hitler ist das doch was ganz anderes. Das war doch ein viel
Maler. Was?
Viel besserer, wollte ich sagen. Viel besserer. Weißt du, bei dem haben doch
Leute viel besser ausgesehen als in Wirklichkeit. So gesund, natürlich und
schön. Wunderschön. Vor allem die Frauen.
Ich schwöre dir, Schnuppi.
Zieh dich aus und ich verspreche dir, ich male dich als Eva Braun so schön wie
nie zuvor.
Ich mache nicht ein Nacktmodell für eine, die mit dem Hitler gewumpt hat.
doch gar nicht.
Schont er doch gar nicht.
Das ist doch...
Es ist doch historisch erwiesen, dass der Sexuell gar nicht so richtig...
Lupi, jetzt häng dich doch nicht so an!
Tut den anderen!
Schmiede! Vicky!
Lupi! Einmal noch!
Ich muss am Morgen abliefern!
Das ist doch ein fester Auftrag, da geht's um tausende von Mark!
Meine Ehe befand sich seit geraumer Zeit in einer schweren Krise.
Schuld daran waren hauptsächlich meine geschäftlichen Misserfolge, vorwiegend
auf dem Gebiet des französischen Impressionismus.
für Realismus und Dadaismus.
Dabei hatte ich diesmal einen wirklich seriösen Auftrag vorzuweisen.
Mein Kunde war ein leidenschaftlicher Sammler von Werken des
nationalsozialistischen Realismus.
Ich sollte ihm ein garantiert echtes, von Adolf Hitzler höchstpersönlich
gemaltes Aktbildnis von Eva Braun besorgen.
Für mich überhaupt kein Problem.
Das Gesicht der Lebensgefährtin des Führers war mir bekannt. Ich musste nur
den passenden Körper dazu finden.
Knobel, Prof. Dr. Fritz Knobel.
Ich bin der offizielle Kunstmaler des Ministerpräsidenten von Baden
-Württemberg. Und ich porträtiere im Aufsage der Staatsregierung in Öl die
schönsten Frauen unseres schwäbischen Heimatlandes.
Ich bin nicht aus Schwaben.
Ich komme aus dem Bergischen Land.
Sie sind so wunderschön.
Außerdem stelle ich Sie schweigend an.
So, so.
Dann hätte ich nur meine Finger für den Darm und Pinsel gelassen. Dann wäre mir
viel Ärger erspart geblieben.
Zur gleichen Zeit nämlich wurde in Hamburg die Karin II, ein verrotterter
Kahn aus Trockene, gelegt, wenn ein ebenso heruntergekommener Journalist
Hermann Villiers unter großen finanziellen Opfern aus dem Nachlass des
Weichsmarschalls Hermann Göring erworben hatte.
Das phänomenale Vermarktungsgenie des Skandalreporters Villiers sollte mein
bescheidenes künstlerisches Talent auf katastrophale Weise zur vollen
bringen.
Sag mal, so Dinge, die du noch ausholst, das kostet doch wieder ein Vermögen.
Läuft das dir gut im Wasser da, oder? Nee, nee, nee, läuft nicht gut. Im
wirst du nämlich abgesoffen.
Wenn ich deinen guten Rat geben darf, ja?
Verkauf das Scheiß -Schiff, bevor du dich völlig ruinierst. Du, gib mir mal
einen Hunderter. Ich hab da schon den jüngsten Fleisch, den ich haben muss,
weggebrochen.
Verehrte gnädige Frau, hohe Frau, hohe verehrte Frau, verehrte hohe Frau,
ich bin finanziell völlig am Ende.
Ich bin der stolze Besitzer der Jagd über so einen Onkel
und bin überglücklich, der nicht nur unseres hochverehrten Reichsmarschalls
endlich persönlich gegenüber...
Sitzen.
Äh, zu stehen.
Ich nehme an, Sie sind... Leider.
Ich meine, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh,
äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh.
Entschuldigen Sie, ich bin ganz verdutzt, wenn ich so direkt Ihnen hier
Augen unserer Nichte, unseres hochverehrten Reichsmarschalls... Ich
Sie.
Von Hepp.
Willi, Hermann.
Willi mit... Ich habe mir erlaubt, diesen Frühling... Ich liebe
Frühlingsblumen.
Obwohl ich sagen muss, für mich hat ab der Herbst noch schöne Bahntage. Was?
Wissen Sie, ich bin einfach nur so ein geschützter Mensch. Ja, da ist mir
entgangen.
Auch ein ungewöhnlicher Zug von einem Reporter, natürlich von seinem Blog,
seinem neodemokratischen... Eines dürfen Sie mir glauben, verehrte Frau, die
Richtung meiner Zeitung ist nicht die meine.
Sonst hätte ich mich auch nicht die Yacht ihres Onkels ans Bein... Das habe
mir auch gedacht.
Ich hätte mich mit Ihnen sonst auch nicht getroffen.
Ich habe mir gedacht, ein Mann, der das Schiff meines Onkels kauft und pflegt,
kann ja wohl nicht einer von denen sein.
Und als ich dann das Foto von der Yacht sah, das sie mir geschickt haben, wo sie
da so kräftig und nackt am Steuer, so... Nee, also ganz nackt war ich nicht. Ich
hatte schon noch eine Hose an.
Ja, aber eine kurze.
Da habe ich mir gedacht, Freya, den Kerl schaust du dir mal näher an.
Da habe ich nichts dagegen.
Ganz im Gegenteil. Was fällt Ihnen eigentlich ein?
Mir fällt zu vieles ein, wenn ich in Ihre Augen sehe, Frau Reichsmarschall.
Beispiel, ob wir dieses Ding nicht wieder in Ihren Schoß zurückführen
Bitte, welches Ding?
Das Schiff.
Ich meine, dass es wieder zurückkehrt in den Schoß der Originalfamilie.
Günstiges Angebot, Liebhaberpreis sozusagen.
350 Mille.
Schwarz auf die Hand.
Oder mit Rechnung, dann bitte zuzüglich Mehrheitssteuer.
Sie sind ja ein richtig schwieriger Typ.
Vielen Dank.
Wollen Sie mich denn mal anprobieren?
Der Bademantel meines Onkels. Das reicht mir scheit. Das reicht mir scheit. Ja,
gerne.
Äh, drüber?
Oder besser drunter?
Wie Sie wollen.
Ja, dann bin ich mal so frei.
Männlich siehst du aus.
Mächtig und männlich.
Ich liebe dich, Freya.
Wie von Sehnen.
Eine deutsche Jacht als die Jacht vom Reichsmarschall Hermann Göring gibt es
doch überhaupt nicht. Das ist doch die deutsche Jacht schlechthin.
Und deswegen muss die vorne auf den Titel und nur die. Hermann, vielleicht
solltest du doch erstmal in die Chefredaktion darüber aufklären, wer der
Eigentümer dieses Schiffs ist. Peter, ich weiß nicht, was ich soll.
Es ist ja völlig unerheblich, wem folgt dieses Schiff. Ich meine, wichtig ist,
dass ich früher am Hermann Göring gehört habe. Alles andere ist doch
uninteressant. Und der heutige Besitzer ist bereit, uns auf dem Schiff
fotografieren zu lassen, was wir wollen.
Schiff, nicht da alles. Verpuff dich, Mille, können wir da alles machen.
Sag mal, ähm, hast du mal so ein paar kleine Kopfproben mitgebracht?
Ja.
Paradebademantel des Reichsmarschalls. Aus dem Familienbetrieb der
Originalfamilie. Ja.
Ja.
Silberne Kaffeelöffel. Aus dem gleichen Besitz. Mit Monogramm.
Hafenkreuz. Und Silberpunzeln. Extrem häufig vom Reichsmarschall persönlich
benutzt.
Ja, können wir alles haben. Alles, alles, alles, alles.
Ist alles drin hier in den 50 Mille.
Fertig? Ja, wirklich interessant, Uwe. 40 Jahre tot und speizelt immer noch.
Riech mal, Uwe.
Sagen Sie mal, wie je könnte es sein, dass Sie vielleicht der stolze Besitzer
der Jagd von Hermann Göring sind?
Besitzer kann man das nicht nennen.
Juristisch vielleicht, aber praktisch.
Also ich muss schon sagen, ich finde das eine ziemliche Chuzpe von Ihnen, Herr
Willgegen.
So, finden Sie.
Und ich finde es ziemlich dilettantisch von Ihnen, dass Sie nicht überweisen,
was das hier für ein Knüller ist.
Journalistisch gesehen.
Also solange ich hier sitze... Wir, Uwe.
Ja, natürlich wir. Solange wir hier sitzen, schmieren wir uns kein
aufs Titelblatt und kein Göringschiff und keine verschwitzten Bademäntel und
keine Kaffeelöffel mit Hakenkreuz und Silberpunzeln. Sehr richtig, Uwe.
Dann werden wir heute gar keine Lesung mehr haben. Wenn ihr Nazi -Scheiß nicht
mehr hören will, das will keiner wissen, keiner, niemand und niemals!
Naktinel.
Vom Führer selbst geschaffen?
Mit seinem eigenen Pinsel.
Herr Doktor, ich kann jetzt nicht mehr Doktor zu dir sagen.
Fritz. Fritz.
Lass uns Brüderschaft trinken.
Auf treue Kameradschaft.
Ich bin der Karl.
Karl Roth.
Hoi, herzlich willkommen.
Herr Professor
Strache,
das ist ein Experte, der kennt sich gut aus mit dem Dritten Reich.
Sie ist mir erfreut, Frau Dr.
Knobel, auch ein bekannter Kunsthistoriker und Kunsthändler.
Früher Präsident der Akademie der Schildenkünste.
Dresden. So, so, so, so.
Das sind wir halt Freiexperten hier. Das soll dann wohl eine Art Gelehrtenstalt
werden. Davon haben Sie mir nichts gesagt.
Ja, mir auch nicht.
Aber ich stelle mich jedem Gegner mit Vergnügen.
Aber ich schwöre es nicht.
Das wird jetzt nicht falsch, verstehst du.
Aber die Mutter hat halt gemeint... Ja, ich schwöre auch.
Weil ich schwöre es dir. Wer hat gemeint, meine Frau, dass 10 .000 Mark
gerade wenig sind für ein Bild?
Wer hat gemeint?
Jetzt zeigen Sie es nur, Herr Doktor, wenn Sie nichts zu verbergen haben.
Ich habe nichts zu verbergen.
Ich will nur sagen, auch Experten können sich mal gern.
Na ja, na ja.
Das überlasse ich dann Ihnen, Herr Kollege.
Das ist ja, das ist ja, das ist ja nicht wahr.
Das ist ja Eva.
Herr Gotthard, das ist ewig auf der Wiese hinterm Berghof unter dem
Ja, was anderes habe ich noch nie gesagt. Sie können Ihre Antwort später
Herr Kollege Präsident.
Zunächst kann ich Ihnen verbindlich sagen, dass ich zweifellos ein
Bild... Was anderes habe ich nie gesagt. Ich habe immer gesagt, dies ist ein
unbekanntes Bild des Führers, habe ich gesagt. Mir war es ein bisschen auch
unbekannt. Ja, Ihnen vielleicht, Herr Kollege, aber mir nicht.
Ihnen nicht.
Nein. Ich war nämlich dabei, als er es gemalt hat.
Da waren Sie dabei?
Ja.
Ich war Sommergast auf dem Berghof.
Es war ein wunderschöner Sommertag.
Der 7.
Juli 1939.
Gegen Nachmittag, jetzt muss es um fünf gewesen sein, ich gehe durch die weite
Wiese, durch die Kornblumen, in den Berghof.
Und da, plötzlich, steht er.
Und Martin.
Wie Gott sie schuf.
Und zwar genau vor diesem Bergpanorama.
Ja, was wollen Sie jetzt damit sagen, Herr Professor?
Ist das jetzt nicht Hitler oder ist das kein Hitler?
In der Gefahr eines kann ich Ihnen ganz zweiflos und verbindlich sagen. Das ist
aller, aller, aller echtester Hitler.
Mein Kunde war, ebenso wie ich, schwer beeindruckt von dem fachmännischen
des Professors.
Der Mann war ja offenbar ein intimer Kenner der neogermanischen
Ganz fasziniert lauschte ich seine weiteren Ausführungen und da plötzlich
mir die Idee.
Die große schicksalhafte Idee meines Lebens, die in einem Gesamtkunstwerk von
geradezu welthistorischen Ausmaßen gibt und heute.
Der kundige Professor nämlich war nicht nur höchstpersönlich dabei, als das Bild
gemalt wurde,
Er wusste auch noch ganz genau, warum er so lange verstollen war.
Ich weiß auch genau, wo dieses Bild herkommt.
Ich habe nämlich ein bekanntes Buch darüber geschrieben, der Führer und ich,
dem ich entfülle, dass im April 1945 das gesamte geheime Privatarchiv des
Führers in zehn eiseren Kisten aus der Reichshauptstadt ausgeflogen wurde.
Und dieses Flugzeug, eine Junkers 352, wurde über einen Ort namens Börnersdorf
nahe der tschechischen Grenze vom Feind abgeschossen.
Und seither sind diese eisernen Kisten verschollen.
Zehn Kisten voll mit Geheimdokumenten, privaten Aufzeichnungen, den geheimsten
Geheimnissen des Führers und Menschen Adolf Hitler.
Der Führer hat geweint, als man diese Nachricht überbrachte.
So, komm, komm jetzt.
Ich hab's nicht.
Ich kündige jetzt die Freundschaft, du Kameradensau.
Mein Gott, Hermann, wie oft hast du mir das schon versprochen? Gib mir jetzt
einen Bursch aus 10 Minuten, du Arschloch.
Nee, ich geb dir nichts.
Gib mir noch 100, da.
Du, ey.
Nee, Hermann.
Dann hau den Potter endlich auf den Schrott und bring mir einen richtigen
Knüller. Nicht so einen Pack da.
Meinst du, ich wieder flott?
Kohlemäßig.
Du mach das mal, Hermann.
Ja, was denn?
Was denn? So einen richtigen Knaller eben.
Verstehst du?
Irgendwas, was man wieder richtig reinknallt, was dich so anspringt. Vom
runter.
Wenn du Leser bist. Verstehst du?
Du bist ja ganz nass.
Es riecht nicht, Herr Professor.
Ja, ja, aber ich kann jetzt nicht.
Ich muss drüben mal schreiben.
Schreiben? Hab ich eigentlich gewusst, dass Sie auch eine Schriftstellerin
Herr Professor.
Ich hab gedacht, Sie sind nur eine Kunstmaler.
Auch, auch.
Ich künstle alles. Ich meine, ich bin mehr so ein Universalkünstler, so ein
kleines Grandgenie.
Ich liebe kleine Genies.
Ah ja?
Martha, bitte bedecke dich, weil ich muss jetzt wirklich arbeiten.
Hi, Frau Freier von Hepp.
Du musst ja auch wieder dabei sein.
Wie du hilfst, ist sehr groß.
Karl, Lenz und Gemahlin geben sich die Ehre, Frau Freier von Hepp, aus Anlass
des 96.
Geburtstages unseres Führers Adolf Hitler zu einem Kameradschaftsabend
einzuladen. P .S. Im Rahmen der Feierlichkeiten werde ich mir erlauben,
bisher unbekanntes Geheimdokument aus der Feder des Führers...
persönlich zum Vortrag zu bringen.
Unbekanntes Geheimdokument.
Aus der Feder des Führers. Freier. Das ist doch alles Blödsinn. Das macht er
jedes Jahr.
Letztes Jahr war es ein verrostetes Taschentuch mit einem Original
drin. Diesmal wird es ein Schwertzettel mit irgendeinem Tintentext drauf sein.
Nein, nein.
Da gehen wir hin. Nein, da gehen wir nicht hin.
Petro -Orangel -Marmelade.
Ich habe dir doch gesagt, ich mag keine Petro -Orangel -Marmelade.
Das hast du mir nicht gesagt.
Doch, das habe ich gesagt. Mehrmals habe ich gesagt.
Ich wünsche dir keine Petro -Orangel -Marmelade.
Ja, Mann.
Hermann!
Was machst du da?
Kleide mich an.
Dann verlasse ich dich.
Weil ich dir bittere Orangen... Nein, weil du mir nicht gehorchst.
Ich kann nicht mit einer Frau zusammenleben, die mir nicht gehorcht.
Wenn ich ohne Hoffnung leben müsste, wenn ich glauben müsste, dass mich
liebt, dass es nie für mich ein Glück mehr gibt, ach, das wäre
schwer.
Wenn du einmal zu mir
sagst, dass ich dich liebe, wäre das Leben ohne Sinn für mich.
Doch ich weiß nicht
Und dein Schicksal ist auch mein.
Du bist mir fern und doch nicht fern, denn unsere Seelen
sind dein.
Und darum wird einmal ein
Wunder. Wenn das mache ich nicht.
Das machst du jetzt und zwar sofort.
Circa 60 Zentimeter Korbel schneidest du mir ab und bringst sie mir hier runter.
FH. FH, FH.
Führer Hitler.
Aus dem Jahre 1945.
Der Führer?
Der Führer hat sein Tagebuch gespielt?
Ja. Wussten Sie das nicht?
Nein.
Streng rein.
Eigentum des Führers.
Immer unter Verschlusshaltung. Erschienen Sie es, Kamerad Linz. Ich
die Verantwortung.
den 20. April auf.
Lesen Sie.
Jawohl, Herr Oberkopf.
Ach so.
Am 20.
April 1945.
Gott sei Dank. Wie?
Gott sei Dank.
Gott sei Dank, dass ich endlich aus diesem schrecklichen Traum erwacht bin.
wahrer Albtraum von geradezu Heuker.
Habe geträumt, dass das Flugzeug abgeschossen wurde, mit dem ich morgen
gesamtes Geheimnis -Privatarchiv aus der Reichshauptstadt in meiner Alpenfestung
verbringen lasse will.
Gunther Finger, mein treuer Pilot, tot. Genau so war es. Zerschellt auf einem
Acker in Nirgendwo.
Und den Traum vernahm ich.
Den Namen eines Ortes, den ich noch nie zuvor gehört hatte.
Birnsen.
Brämsen.
Birnenschorf.
Börnersdorf.
Börnersdorf. Das ist ja ganz unfassbar.
Lesen Sie weiter, Kamerad.
Alle meine Gemälde.
Meine privatesten handschriftlichen Aufzeichnungen. Und auch du, mein liebes
Tagebuch. Du wurdest ein Raubstaffner.
Ich habe beim Röhrenputsch nicht geweint. Ich habe am 20. Juli nicht
Nicht einmal bei Stalingrad habe ich auch nur eine Träne verlassen.
Aber heute Nacht habe ich geweint.
Bitte nicht.
Der Führer hat sich geweint.
Ja.
Wussten Sie das nicht?
Ich bin Knüller.
Na ja, das ist sensationell.
Kameraden. Das ist ein richtiger Knaller.
Kameraden.
Verstanden Sie, dass ich mich vorstelle wie Prof.
Dr. Fulsknobel, Historiker und Alli Kühn.
Sie könnten mir wirklich ein Tagebuch von Ihnen schreiben? Ich kann alles, was
Sie wollen.
Alles, was in den zehn Eierkisten ist, das könnte ich Ihnen besorgen.
Ach wirklich?
Das wäre ja... Weil wenn einer Tagebuch schreibt, dann schreibt er nicht nur
eines. Natürlich nicht. Sondern mehrere.
Natürlich. Unter Umständen.
Und ich hätte dazu unter Umständen beschaffungsmäßigen Zugang.
Ach ja?
Ja. Über Leningrad, Lemberg, Leipzig, Linder.
Lin?
Es ist nur eine Frage, ob Sie sich das finanziell leisten können, Herr... Wie,
Herr Mann, wie ich mit der Aktion die Tür belegen?
Geld, Geld spielt für mich überhaupt keine Rolle. Geld sage ich immer, hat
oder nicht.
Ganz meine Meinung, Herr.
Mit Aktion die Tür.
Die Presse, Maretzi.
Von der Presse sind Sie?
Ja, das ist sehr interessant.
Nein, das ist völlig uninteressant. Mit der Presse möchte mein Mann nämlich
überhaupt nichts zu tun haben. Nein, überhaupt nicht. Er war schon immer sehr
pressisch. Als Kind. Er wollte nie in die Zeitung. Er hat als Kind immer
gelogen. Wahnsinnig gelogen. Bei jeder Gelegenheit. Er kann ganz anders.
Und das, was er ihm gerade erzählt hat mit Kisten und Tagebüchern und so, das
ist alles ein Stück unter Lungen. Das können Sie mir glauben, Herr Willi. Ab
jetzt. Raus aus dem Raum.
Ja, aber Herr Professor, ich... Ja, Mann.
Mädchen, ich auch. Hieb's doch an!
Freier!
Herr Professor!
Das hätte ja vielleicht nicht schaden können für das Geschäft, wenn man mal so
ein bisschen in der Zeitung steht.
In der Zeitung? Als Fälscher mit meiner Form?
Du Puscher, du!
Herr Thor!
Bitte wachst du doch!
Herr Thor!
Herr Thor, lassen Sie das nicht!
Lassen Sie das nicht!
Hermann, Mann, schau, Hitler hat keine Tagebücher geschrieben.
Doch, doch, hat er.
Nein, Mann, hat er nicht.
Weißt du, was Onkel Hermann immer zu uns Kindern gesagt hat?
Maß vom Schreiben von meinem Kampf kriegt der Führer einen Krampf. Zittert
der rechten Hand, welches Glück für das Vaterland. Also, er kommt doch gar nicht
richtig. Auf jeden Fall nicht mit der Hand.
Das ist historisch bewiesen.
Wie viel Geld hat er dabei?
Weiß nicht, wieso?
2 .000, 3 .000 Mark vielleicht.
Sagen Sie mal, Sie haben doch sicher Frau und Kind zu Hause, nicht?
Ja. Das sind doch 2 Mille, eine Menge Kohle für Sie, oder?
Sie haben das sicher Frau und Kind zu Hause, nicht?
Das sind doch 500 Mark. Das wäre eine Menge Kohle für Sie, oder?
Das ist eine persönliche Frage, verbitte ich mir.
Gegenwart meiner Kollegen.
Wann sind wir darüber?
Bernersdorf. Ich bin frei.
Hermann, ich warne dich, wenn du mir hier wieder so einen Türken baust, wie
einem falschen Chinesen da, dem schwulen Schwimmlehrer von Mao Zedong, der ja
gar kein Chinese war, sondern Koreaner.
Und ein deutscher Nichtschwimmer, ja?
Aber schwul war er.
Und wenn er das mir überreißt, was das für ein Knüller ist, die geheimen
Tagebücher von Adolf Hitler.
Die sind ja wohl nicht da drin.
Nee.
Aber ich weiß, wo sie sind.
Und ich werde sie kriegen.
Und wenn er das nicht überreißt, was das für ein Knaller ist, und zwar weltweit.
Paff.
Paff.
Dann entschuldige bitte nicht nur einen Ignorant, sondern ein ganz großes
Arschloch.
Und da kommt der Fliecher und brennt lichterloh und kommt da drüben direkt
die Bäme.
Bäume?
Bäume. Früher gab es hier mal Bäume.
Ich meine, jetzt gibt es keine mehr hier, keine Bäume. Und ich denke noch,
knallt auch bei euch in die Scheune, aber nicht genau hier, wo wir jetzt
Da macht der runter.
Und da höre ich noch, wie einer blägt, der will raus und so, aber der hat doch
gar nichts mehr zu machen.
Da wird alles kaputt, verbuchen, heiß, da wird alles verbrannt.
Und dann, mit dem Schlag.
So in Stille.
Schrecklich.
Ja, toll. Ja, ja, schrecklich. Ich meine, das ist ganz furchtbar.
Jetzt nur noch eine kleine Frage am Rande.
Was war denn da drin in dem Flugzeug? Ich meine, außer den Toten. Ja,
gar nichts.
Gar nichts?
Eiserne, wie sagt man?
Kisten? Ja, Kisten.
Eiserne Kisten.
Was wird da? Was wird da gesagt?
Welches Kind, Hermann?
Willst du was?
Ich liebe dich.
Das ist ja wohl eine ziemlich braune Soße.
Natürlich will man sich mit sowas nicht gern bekleckern. Ich ja auch nicht.
Aber andererseits müssen wir uns auch sagen, Herr Doktor, die Konkurrenz ist
hart. Ganz davon zu schweigen, dass wir sowas weltweit verkaufen.
Weltweit? Wenn ich denke, was die Amis damals mit den Tagebüchern von Albert
Einstein verdient haben. Millionen.
Da meine ich, ist doch von Adolf Hitler weltweit gesehen der viel größere Name.
Also so ein Autor haben wir bei uns.
Im Blatt noch nie gehabt.
Dieser schmierige Villier, ich meine... Können wir denn da
nicht irgendjemand anderen dran setzen? Seriös oder so ein delikates Thema?
Muss das denn ausgerechnet dieser schmierige Villier sein? Ja, schmierig
schmierig. Das ist genau das richtige Wort, Herr Doktor.
Aber ein Spürhund ist so ein richtiger Bluthund mit einem tollen Riecher in der
Nase. Der Karl hat eine Nase, sag ich Ihnen.
Also, wenn der sich richtig da reinschafft in diese Hitlerkiste, ja,
das ein Knüller.
Das schwöre ich Ihnen.
Würde diese Angelegenheit gern als Chefsache behandelt wissen, Kummer.
Der Testchen bin ich ja direkt zu Ihnen gekommen und nicht zur Chefredaktion.
Chefsache. Nur Sie und ich. Dieser Billet.
Lieber Herr Millier, wie lange haben wir uns nicht mehr gesehen?
Wir haben uns noch nie gesehen. Das heißt, ich Sie schon, Sie mich nicht.
Ich bin extrem kurzsichtig. Was haben Sie mir denn da Schönes mitgebracht, Sie
alter Spion? Das ist das Kopfwitzenzer, der über Bernersdorf abgestoßen ist,
Herr Junkers 325.
Ah ja, ah ja.
Abgeschmiert aus 100 Metern war der alten Tante Jo.
Mit geschlossenem Schirm zur Erde fand ein Fallschirmjäger seine Ruhe.
Bitte?
Naja, das haben wir 1964 noch gesungen beim Bund.
Da war da Fenrich bei einer falschen Panzerjäger -Company.
Danke.
Außerordentlich äh... Tätig.
150. 150.
150.
150. 150.
150.
Hier war jemand, Fritz, hier ist eine feuchte Stelle und die riecht nach
männlichen Samen. Hier war überhaupt niemand, hier war nur ich und zwar ganz
allein. Und das onaniert.
Vicky.
Genau.
Lügner. Weißt du, was ich jetzt tue? Ich gehe jetzt rüber in den Ochsen und
greife mir diese Schlampe. Vicky, wenn du das tust, ja? Wenn du das machst? Ja,
das mache ich. Und die Nase stecke ich hier rein in den Fleck. Und dann soll
mir sagen, ob du sie gefickt hast oder nicht. Du verlorener Hurenbock, du
Verlorener. Vicky, Vicky, tu das nicht. Bleib hier.
Ich bin dabei da.
Ibalo.
Du hast völlig recht.
Sie war da.
Und ich war auch da.
Und ich bin total verloren, wie du schon so richtig gesagt hast.
Aber bitte, tu mir einen Gefallen.
Nimm das nicht mal alles so persönlich.
Du weißt doch, wie ich bin.
Ich kann allem widerstehen.
Nur... Nicht mehr versuchen.
Und sie tritt dauernd und in allen Formen, habe ich auch.
Das war einfach nur gedacht.
Bargeld.
Siehst du?
So wie das.
So, Nachtpantel.
Na ja.
Das kann ich nicht.
Ich kann nicht lügen, Martha.
Naja,
die Welt wird besorgen sein.
Ja, ja.
Ich kann es nicht.
Ich kann nicht lügen.
Weder privat noch beruflich.
Ich kann es einfach nicht.
Ja, ja, ich weiß. Ich kann es auch nicht.
Ach, da bin ich aber sehr beruhigt, dass ihr auch so ehrlich seid.
Weil... Nur wenn wir ganz ehrlich miteinander sind, kann diese Sache
stattfinden. Natürlich, ganz ehrlich.
Und deswegen sage ich, ehrlicherweise, diese Sache kann überhaupt nicht unter
höchster Geheimhaltungsstufe stattfinden.
Allerhöchster Geheimhaltungsstufe. Ja, ja, ja, aller, aller, aller.
Ich kenne Sie nicht und Sie kennen mich nicht. Natürlich nicht.
Und, äh, dass die Tagebücher über die DDR aus Moskau kommen, ja, das, äh...
Bangkok? Bangkok.
Das weiß keiner, darf auch nie jemand erfahren.
Niemand. Die kommen einfach irgendwo her.
Woher, weiß man nicht.
Das Wichtigste, sie dürfen nicht veröffentlicht werden.
Nicht veröffentlicht?
Ja, da bin ich für Ihre Meinung.
Aber da gebe ich nur zu bedenken, dass das für meine Zeitung, für eine Zeitung
überhaupt, dass das eine sehr, sehr harte Bedingung ist.
Ich weiß nicht, wie ich denen das in Hamburg...
Ihr wisst, Hamburg ist die deutsche Pressestadt.
Wenn ich denen komme mit Freunden, die mich nicht veröffentlichen, ich glaube,
das wäre ganz neu für die.
Fürchte ich.
Nicht veröffentlichen meine ich ja niemals nicht veröffentlichen. Ich meine
nicht veröffentlichen, bevor ich nicht meine Zustimmung dazu gegeben habe.
Also von einem sicheren Ort aus, wo ich und meine Verbindungsleute drüben
mussten.
sicher sein können, dass wir uns in Sicherheit befinden.
Ich meine,
schlafen Sie denn, da rollen ja Köpfe.
Mein Lieber, wenn Hitlers geheime Tagebücher veröffentlicht werden, da
doch die ganze Welt hin.
Und zwar genau.
Das wird so einen Schlag tun, mein Lieber, wie je.
Da wird es für uns beide viel besser sein, wenn wir ganz weit weg sind, ohne
Deckung.
KGB, BND, AEG.
AEG? Ja, AEG, der Argentinische Recherchengeheimdienst.
Außer als Stasi -CIA.
Dann ist mir doch die ganze Kohle nix, wenn ich mir davon nur noch einen Sarg
kaufen kann.
Nee, nee.
Also bei aller Liebe zur Sache.
Ich bin ja lebenswillig.
Also... Ich denke, dass alles auf mich zukommt.
Dass ich mir da alles auflade. Mit 25 bis 30 Bände.
Was denn 30 Bände gibt?
Jungs, ja, je nachdem, was geliefert wird und was dafür bezahlt wird.
Wie bist du mit 40 .000?
40 .000?
Pro Stück?
Pro Stück?
Ja, also, da finde ich ihn schon.
Ich meine, da liest sich schon hier was machen. Ich denke, eins oder zwei, oder
sagen wir...
Drei für 120, schön.
Dann kriegen Sie 10 % Anzahlung, also 12 .000 Gedenken und den Rest bei
Lieferung.
Das sind eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht.
90, äh, 110,
20, 30, 40.
Hoffentlich läuft er auch, der Motor.
Also, ja, Biegleier mit Zinken und Kaffee, das ist gar nicht gut für meinen
Magen. Ja, dann bring ich dir vielleicht lieber einen Kamillentee und eine
Zwiebel. Oh ja, bitte.
Und vielleicht auch eine ganz leichte Hafenschleimsuppe.
Das wäre sehr lieb von dir. Du, Fritz Kind, du musst nur sagen, was du willst.
Ich tue alles für dich.
Das wird.
Nee, nee, du riechst nur so wahnsinnig.
Aus dem Mund?
Ja.
24 .02 .1940. Die
übermenschlichen Anstrengungen...
In der letzten Zeit verursachen mir Blähungen im
Darmbereich.
Und Eva sagt, ich habe Mundgeruch.
Wenn ich denke, dass wir hier in Händen halten, was seine Hände berührten,
und wenn ich denke, dass ich hier und heute
berühre, was er damals in seinen Händen hielt, dann
weht einen hier schon sowas an, so ein
Gefühl.
So ein, ich will mal sagen, so ein Eishauch der Geschichte.
Muss ich schon sagen. Muss ich sagen.
Was wollte ich jetzt sagen?
Ah ja.
Was steht denn drin?
Ich habe nicht gewagt, dass Sie das verbrechen, mein Führer.
Herr Doktor, steht ja drin, drauf.
Das ist kein unbefugter Extra.
Ah ja.
Streng geheim, Eigentum des Führers immer unter Verschluss zu halten, etc.
Bohrmann.
Tja, das ist ja jetzt wohl irgendwie verjährt. Ich meine,
für uns gilt das ja jetzt wohl nicht mehr.
Geben Sie mir mal die Schere da drüben.
Ah ja, das ist ja natürlich altdeutsch geschrieben.
Ja, so hat der Führer geschrieben.
Ja, ja.
Ja, erstaunlich gut erhalten.
Schöne alte deutsche Schrift.
Schade.
Schade, dass ich das jetzt nicht lesen kann.
Ich habe mal, er ist natürlich auch schon lange her, damals bei der AJ. Ich
meine, viel geschrieben und gelesen haben wir da zwar nicht, aber wenn Sie
wollen, kann ich es ja mal probieren.
Also hier ist das erste Mal, 24 .02 .1940.
Das ist also der 24.
Februar. 40.
Ja, ja.
Und dann.
Aha.
Die, äh, die Ü.
Äh, die U.
Die Untermenschen.
Nee, die Übermenschen. Ah ja, die übermenschlichen A.
Äh, das ist ja wohl A.
Anstrengungen soll das wohl heißen.
die übermenschlichen Anstrengungen der letzten Zeit verhuren.
Verhuren?
Verursachen.
Verursachen. Mir blö... Bläh...
Blähung im... Damen.
Ah, Blähung im...
Das ist ja toll, das ist ja ganz persönlich und intim, was er da... Lesen
weiter, bitte.
Blähungen im Darmbereich und Ebersack.
Ebersack?
Wer ist Ebersack?
Ebersack ist aber mondgerecht.
Ebersack ist aber mondgerecht.
Was soll das heißen?
Das ist vielleicht eine Anspielung auf jemanden, der mondgerecht heißt. Das
klingt ja auch wie ein jüdischer Familienname. Und der Ebersack ist in
Wirklichkeit aber mondgerecht. Aber vielleicht heißt er doch gar nicht
mondgerecht.
Oder schau doch mal nach.
Verstehst du, was das wirklich heißt?
Ich glaube, Mundgeruch heißt das.
Mundgeruch? Na ja, was soll ich sagen?
Der Ebersack ist Jude und heißt in Wirklichkeit Mundgeruch. Und für mich
so zu verstehen, dass der Hitler dem Ebersack darauf gekommen ist.
Verstehst du, Hermann?
Moment, ich hab's gleich.
Jetzt weiß ich, was es heißt.
solchen menschlichen Größe von einer so schonungslosen Wahrhaftigkeit.
Jetzt sagen die schon, wie halb das denn?
Halb?
Die übermenschlichen Anstrengungen der letzten Zeit verursachen mir Blähungen
Darmbereich und Eva sagt, ich habe Mundgeruch.
Das ist ja wirklich, das ist ja, das ist ja sensationell.
Adolf Hitler privat.
Ein Mensch wie du und ich.
Das ist ja eine Weltsensation, meine Herren.
600
.000,
700 .000, 800 .000.
Ja,
dann muss ich, glaube ich, noch was zur Bank.
Machen Sie wohl nicht das Problem. Die Banken sind noch geschlossen. Dann
sperren Sie eine auf.
Vielen, vielen Dank.
Also da bin ich jetzt richtig, richtig, richtig froh, dass Ihnen das so gut
gefällt. Aber in der Art, wie der Führer das so geschrieben hat, Herr Villiers.
Hermann.
Ab jetzt Hermann.
Ich weiß nicht, was da drin steht, Herr Hermann.
Aber ich habe schon befürchtet, vielleicht gefällt euch das gar nicht.
Historisch. Historisch ist das dann allerhöchste Betreffung.
Für Deutschland und die ganze Welt.
Tatsächlich. Ja, das ist jedes Wort von allerhöchste Bedeutung.
Jeden Tag teilt er uns seine geheimsten Gedanken mit.
Der Führer.
Tatsächlich.
Ich habe es ja nicht gelesen, aber es hätte sein können, dass er da so einen
ziemlichen Scheitertatz zusammengeschrieben hat.
Nein? Nein?
Fritz, wenn dir in unserer Freundschaft nur das Geringste liegt, dann rede in
meiner Gegenwart nicht in diesem Ton über den Führer.
Pardon, Hermann, das war ja nicht so gemeint. Gut, schwamm rüber.
Dann kannst du die restlichen 25 Stück liefern.
25?
Ja, ja, und zwar, sag, so schnell wie möglich.
Mach den Brüdern da drüben wohl so ein bisschen Dampf, kriegen sie einen Haufen
Kohle dafür, nicht?
Hier hast du noch mal 100 .000.
Komm, dann.
Danke.
Herr Dr. Wieland, darf ich Ihnen vorstellen, Frau Freier von Hepp.
Äh, die nicht, das ist ein Reichsmarschall.
Wie?
Göring. Frau Göring.
Von Hepp.
Oh, hallo.
Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, ich schäme mich meines
Ich auch nicht, liebe Frau. Mein Onkel zum Beispiel war aktiv im Widerstand.
Ja.
Für unsere Verwandtschaft können wir ja wohl beide nichts, ne?
Tschüss.
Im Gegenteil.
Vielleicht haben sich die beiden sogar gekannt.
Ja, dann würde ich vielleicht sagen, Schwamm drüber und Prost.
Ich meinte, Ihr Onkel, mein Onkel.
Hallo.
Du wirst nicht nur schwach, du wirst ein Schwein.
Komm hier, noch einmal.
30.
Januar 1933.
Du musst mit Eva doch mal ein paar ernste Worte reden.
Sie glaubt wohl, dass ein Mann, der an der Spitze Deutschlands steht,
nicht so viel Zeit nehmen kann, um privaten Sachen nachzugehen.
Offenbar hat sie in ihren jungen Jahren keine Ahnung, was das für ein ständiger
Kampf ist, Kanzler des Deutschen Reiches zu sein.
1. August 1936 habe heute die Olympischen Sommerspiele 1936 eröffnet.
Sämtliche Veranstaltungen sind schon ausverkauft.
Hoffentlich bekomme ich für Eva noch Karten.
19. November
1942. An der Wassermann -Ostwand sind drei junge Bergsteiger in Not geraten.
Habe angeordnet, 50 Gebirgsjäger zur Rettung dieser Männer zu schicken.
Das war eine unglaubliche Frechheit. Das war wohl das allerletzte.
Wie?
Was? Wieso zahlt das denn doch keiner?
Ach so.
Ja, wieso? Wir zeigen es Ihnen doch gerade.
Wieso erfahren wir davon erst jetzt? Wieso übergeht man uns, uns, die
Chefredaktion? Aber wer übergeht Sie denn? Wir legen Ihnen doch hier alles
offen auf den Fuß.
Fragen Sie einfach nur so, ob Sie eventuell daran interessiert sind, die
Geheimtage wie Adolf Hitler zu veröffentlichen oder vielleicht lieber
Entschuldigen Sie, Herr Wittig, das ist doch keine Frage.
Die Geheimtage wie Adolf Hitler, das wäre ein Knüller. Das wäre eine
Weltsituation. Ach ja?
Finden Sie?
Das ist in der Tat so ungeheuerlich, dass ich mir, ich meine, ich finde diese
Entdeckung so ungewöhnlich und erstaunlich, dass ich mir im Kenntnis
des Herrn Villiers eigentlich nur eine Frage stelle.
Nämlich welche?
Sind die echt?
Sehr gute Frage, Uwe.
Sie meinen sie echt.
Verstehe ich jetzt nicht.
Ja, nee, ich irgendwie auch nicht.
Ja, das kann ja sein, nur...
Für mich ist der erste Buchstabe da vorne drauf kein A, sondern ein F.
Und Fritz Hitler hieß er ja wohl nicht, oder?
Was ist das, ein F?
FH?
Ah, so ein F. Das ist ganz eindeutig ein F.
FH.
Führer Hitler.
Genau, Führer Hitler.
Fahne hoch vielleicht. Quatsch, Fahne hoch.
Führer, Führer.
Führer Heil.
Führers Hund.
Führers Hund.
Führers Hand.
Führers Haut.
Quartier. Führer Hauptquartier.
Schuh ist auch bei dir.
6. Februar 1943.
Meine Gesundheit ist durch die Anspannung der letzten Wochen sehr zu
übrig.
Habe mir offenbar durch das Fahren im offenen Auto eine sehr starke Erkältung
geholt.
Habe 39 .5.
Februar.
Muss immer wieder meine Arbeit...
aber große Schwierigkeiten bei der Verrichtung einfachster Angriffe.
Verbrauche eine Unmenge dieser praktischen, neuartigen
Und werde ständig von einem heftigen Niesreiz geschüttelt.
Nehme eine ganze Menge von Medikamenten.
Fühle mich hier schlapp.
Habe starke Kopfschmerzen.
Das klingelt.
Das klingelt.
Das klingelt. Das klingelt.
denn aus?
Wie? Wie sehe ich aus?
Schlecht sehe ich aus.
Mein Gesundheitszustand lässt nach den Anstrengungen der letzten Woche sehr zu
wünschen übrig.
Haben mir offenbar durch das Fahren in einem offenen Cabriolet eine fiebrige
Erkältung zugezogen.
Hier. Ich habe ja 39 Fieber.
Fritz, wir müssen Expertise machen lassen.
Was für Expertisen?
Die Chefredaktion verlangt Schriftgutachten von unabhängigen
aus denen zweifelsfrei hervorgeht, dass der Verfasser der Tagebücher aber
Fiedler ist und kein anderer.
Ja, das finde ich, das halte ich für eine sehr gute Idee, Hermann.
Das ist ja überhaupt kein Problem.
Dann machen wir am besten einen Schriftvergleich.
Schriftvergleich?
Ja, du hast hier das Original -Tagebuch mit der Original -Handschrift vom
Original -Fjord.
Und dort ein ganz anderes.
Auch ein Originalschriftstück vom Originalführer.
Auch mit der gleichen Originalanschrift.
Und die kann man dann prima miteinander vergleichen. Ein Original mit dem
anderen. Und woher kriegt man ein Originalschriftstück vom Führer?
Vom Führer?
Also ich meine von mir. Auf den Eisenkisten aus dem Privatarchiv. Da
allerdings mal nachschauen, ob ich noch sowas da habe vom Führer.
Kleine Kräuter vielleicht?
Flasche steht einfach da.
Im Namen des deutschen Volkes befehle ich hiermit
Prof. Dr. Ingenieur H .C. Ferdinand Porsche die Erfindung eines neuartigen 4
-Zylinder -Kraftfahrzeuges.
Mit luftgekühltem Einheitsmotor zum Preis eines mittleren Motorrades.
Pflegeleicht, robust und mit mäßigem Brennstoffverbrauch. Ein Wagen, mit dem
unser ganzes deutsches Volk fahren kann.
Ein wahrhafter Volkswagen.
Adolf Hitler.
Oha, jetzt hat er auch noch den Käfer gefunden.
Und er läuft immer noch.
45.
Hoffentlich stirbt er nicht.
So was Fieber hat er bei mir nie gehabt. Bei mir auch nicht.
Wie kann der Doktor sagen, es fehlt ihm nichts, wenn er fast schon kocht?
Wenn ihm das Herz so bumpert, als wenn ich ihn jeden Moment verreißen möchte.
Jetzt sag doch was, Fritz, jetzt sag doch was.
Fritzchen, jetzt sag halt, was du hast.
Angst. Du brauchst keine Angst mehr zu haben, Fritz. Wir haben uns
ausgesprochen, Marta und ich. Von Frau zu Frau.
Wir verstehen uns jetzt sehr gut.
Das auch noch.
Sie bitte?
Kennst du die Korintherbriefe, Herr Pfarrer? Ja, ich, Paulus Beruf. Jetzt
wir mal an, Sie hatten den Verdacht.
Diese Korintherbriefe sind eine miese Fälschung.
Sie? Die hat gar nicht General Paulus, äh, Apostel Paulus geschrieben, sondern
so ein Schmierfink, so ein Militärhändler aus dem alten Jerusalem.
Aber warum?
Egal, weil er vielleicht 20 .000 Silberlinge gekriegt hat.
Pro Brief.
Von wer? Egal, von irgendeiner Zeitung, der Großen, Jerusalemer Illustrierten
oder so.
Du redest hier an Fieberwahn, meinst du? Nein, nein, nein, Herr Pfarrer.
Jetzt nehmen wir mal an, Sie hätten den Verdacht, dass man Sie da gelinkt hat
mit den Korintherbriefen.
Müssten Sie da nicht hingehen zu Ihrem Chef, dem Heiligen Vater und ihm sagen,
hören Sie mal, ich glaube, diese Korintherkiste, die stinkt irgendwie.
Professor Dr. Jäger, Kriminalrat AD Zürich.
Es kann zweifelsfrei festgestellt werden, dass die mir... dass die mir zur
Begutachtung vorgelegten Dokumente vom gleichen Urheber stammen in diesem Fall
Adolf Hitler.
Können Sie das vielleicht ein bisschen langsamer und deutlicher?
Steward Rosenzweig, New York City, nach einer so gefälschten Prüfung der
Handschrift und seinem Vergleich...
und einem Vergleich mit den verschiedenen von Ihnen zur Verfügung
Schreiben Hitlers, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass diese Dokumente
Hitler geschrieben wurden.
Professor Siegfried Kessel erkenne ich.
Und so weiter. In den vorgelegten Dokumenten ganz wach ist frei die mir
und vertraute Handschrift unseres Führers Adolf Hitler.
Ein Neutraler, ein Jude und ein alter Nazi.
Mehr kann man ja wohl nicht verlangen, meine Herren.
Oder?
Ja, was ist denn, Herr Mann?
Freust du dich an?
Hm?
Ich habe nie auch nur den geringsten Zweifel daran gehabt, meine Herren.
Genau.
Ja.
Ja, Mann.
Mein Ideal auf dieser Welt, das ist für mich der kühne Held, der große blonde
Mann. Er kommt aus einem Märchenland und reicht mir seine starke Hand, die mich
zerbrechen kann.
So sieht der Mann meiner Träume aus. Sein Name ist Ralf oder Peer.
Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Bitte hören Sie mal her.
Er heißt Vandemar und das war's. Er ist weder stolz noch kühn, aber ich liebe
ihn. Er heißt Valdemar und er ist kein Star. Seine Heimat ist Berlin, aber ich
liebe ihn.
Der Junge ist doch irgendein von meinem Ideal. Ich werde nicht mehr klug aus mir
und das ist mir egal.
Er heißt Valdemar und sein Geld ist rar. Nie für ihn in den Hermelin, aber ich
liebe ihn.
Sind Sie auch im Ost -West -Handel tätig?
Ost -West? Nein, nein. Doch, doch.
Fräulein Martha ist eine enge Vertraute meines Mannes.
Seine Sekretärin.
Privat. Private Sekretärin. Ich denke, ich hätte meines Mannes neben allmählich
solche Dimensionen.
Ah ja?
Ja, ja. Er expandiert immer mehr. Er hat täglich neue Ideen. Er sprüht geradezu
vor Ideen.
Was willst du denn dafür haben?
So was ist ja im Grunde unbezahlbar.
Also wenn überhaupt, dann verkaufe ich das nur im Paket.
Was für ein Paket?
Ja, stell dir vor, was sich jetzt herausgestellt hat.
Was?
Aus Zufälligkeit für den Potsdam erfahre ich, dass der Führer nicht 30 Tage
Bücher geschrieben hat, sondern mindestens 60.
Was für?
Wenn ich spritze, das wäre ja... Teuer, Herr Mann.
wenn man mit 40 Milliliter pro Band nicht mehr auskommt.
Und es gibt noch viel mehr.
Geheime Dokumente, geheime Gemälde, geheime... Alle ganz geheim.
Fritz, gib mir einen.
Bitte.
Einen einzigen.
Hermann, das kann ich nicht machen. Das kann ihr beiden doch nicht
auseinanderhalten. Wir geben zwei.
Liebe Kollegen, ich freue mich, dass ihr doch noch den Weg zu mir gefunden habt.
Lieber Uwe, lieber Kurt.
Wir sind auch wirklich gerne gekommen, Hermann. Ja, sehr gerne, Hermann.
Liebe Kollegen, ich freue mich, euch bekannt zu machen mit Herrn
Obergruppenführer von Glanz, SS -Division des Reichs und Herrn, also
persönlicher Kunstsachverständiger des Führers.
Werter Obergruppenführer, lieber Professor, darf ich vorstellen, unsere
Chefredaktion vollzählig angetreten, wenn ich mal so förmlich sagen darf.
Eine große Ehre, meine Herren.
dem deutschen Volk und der Weltöffentlichkeit endlich die Augen zu
Dessen sind wir uns voll bewusst, Herr Robert Sturmbann. Gruppen. Äh, Gruppen.
Und laut und deutlich und weithin vernehmbar der Menschheit zuzurufen,
der Brust des Führers, hat dem Menschenherz geschlagen.
Was für ein... Was für ein... Eins, eins,
eins, zwei.
Meine Damen und Herren.
Heute Abend feiern wir mit unserem Gastgeber, unserem lieben, guten, alten
Freund Hermann, sein 30 -jähriges Berufsjubiläum. Und wie er
das alles immer mit so großer Bravour und durchschlagendem Erfolg und nie
ermüdendem Einsatz gemacht hat, das zeigt Ihnen nun mein kleines Lied.
habe ich in mein Studium finanziert. So.
Hermann, bist ein Mann und gehst deinen Weg allein.
Hermann, blickt nach vorn und sagt auf das Schicksal. Nein.
Hermann.
Du hast Herz und Schmerz, kennst du nur zu gut.
Nur ein kleiner Scherz und du fasst gleich wieder Mut.
Nichts hält dich auf und kühn greifst du nach den Sternen.
Dem Glück jagst du nach bis in die weiten Ternen.
Du hast die Nase für den Riesenknüller.
Maut, Zittung, Lumumba und Kongumböller.
Hermann, Hermann, Villiers.
Mit Akzent auf dem E. Du bist die größte Supernase,
die ich an Bord hier sehe.
Hermann, Hermann, Villiers.
Mit Akzent auf den Ehe.
Du bist die größte Supernase, die ich an Bord hier sehe.
Wie siehst du denn aus?
Du bist so zerstört.
Von deiner Leidenschaft, Hermann.
Tatsächlich?
Kannst du dich nicht wenigstens schminken, bevor du dich zum Frühstück
In deinem Alter.
Du siehst ja richtig verknittert aus.
Das ist ja schon wieder Petro -Orange -Marmelade.
Geh jetzt, Hermann.
Für immer.
Ja, ähm... Sag nichts, Hermann.
Was immer du jetzt sagen willst, das war doch nur gelogen.
Du glaubst, du bist jetzt auf dem Weg nach oben.
Und dabei soll dich niemand begleiten, der dich unten schon gekannt hat.
Verstehe ich sehr gut.
Ich verstehe auch, dass du ihn allein genießen willst.
Deinen Triumph.
Hoffentlich wird's einer.
Hermann.
Adieu.
Müll? Müll?
Schmeißt ihr mein Papier?
Dieses wunderbare, beschissene DDR -Papier?
Mit einem fabelhaften Anteil an Lumpen und Altpappe schmeißt ihr in den Müll,
als ob es irgend so ein Dreck wäre.
Jede Nacht, seit über einem Jahr, sitze ich an diesem gottverfluchten
Schreibtisch vor diesen gottverdammten Scheiß -Schulheften und würge mir einen
ab, bis ich es kotzen kriege.
57 Bände, Adolf, Biggi, handschriftlich. Weißt du, was das heißt?
Ich weiß gar nicht mehr, wer es bin.
Das glaube ich dir aufs Wort.
Seine Handschrift schreibe ich besser und schneller als meine eigene.
Meine eigene kann ich schon gar nicht mehr.
Ich habe übermenschliche Anstrengungen vollbracht.
Ich werde in Kürze das größte bisher bekannte Fälschungsgesamtmachtwerk der
Weltgeschichte geschaffen haben.
Und was macht ihr?
Ihr zwei?
Wir machen hier endlich mal sauber.
Ich finde nicht, dass meine Produktionsmittel hier... Ich habe auch
auf...
Hitler's Buch über die Frauen.
Hitler's Roman über Ludwig II.
Hitler's Buch über Blondie. Der deutsche Schäferhund, im Wandel der
Jahrtausende. Und meine Opa, Biggi. Opa? Ein Komponist bist du auch noch.
Quatsch, jetzt halt du doch mal deine Klappe, du dumme Nuss.
Biggi, ich will meine Opa schreiben. Fritz, du schreibst keine Opa mehr.
dir das aus dem Kopf. Ach, Biggi, was glaubst du denn, was das für ein Knüller
wär?
Will er der Schmied?
Komischer Opa von Adolf Knobel.
Hitler. Dirigiert von Leni von Riefenstahl.
Dirigiert von Herbert von Karajan. Premierin bei Reut.
Das wäre doch der musikalisch -kulturelle Welt.
Schlecht hin.
Wirklich. Und ich und du.
Ja, und ich.
Ja, du auch.
Wir alle drei.
Wir sitzen in der ersten Reihe.
Ja, sitzen wir für dich sicher. Aber bestimmt nicht in der ersten Reihe.
Glauben Sie denn, mein Lieber, da holen Köpfe?
Wenn Hitlers geheime Tagebücher veröffentlicht werden, ja, das war die
Welt hin.
Und es war ganz genau.
Das hätten solche es mag tun, mein Lieber, wenn die, ja.
Da wird es bei uns besser sein, wenn wir ganz weit weg sind.
Und in Deckung.
Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich freue
so zahlreich erschienen sind und darf unsere internationale Pressekonferenz,
der Journalisten aus 87 Nationen und 24 ausländische Fernsehteams gegenwärtig
sind, mit der stolzen Präambel eröffnen und sagen,
von heute an müssen große Teile der deutschen Geschichte neu geschrieben
Haben Sie einmal, Herr Kamerad, unter uns.
Das ist doch K .A., das ist doch R .F.
Und Ferdinand hat ja wohl nicht gehört. Natürlich nicht.
Na, was soll das denn, das F .A.? Falscher Hase, Herr Obergruppenführer.
Danke.
Fälschung, Herr Obergruppenführer.
Haben Sie was nicht gewusst?
Nein.
Hermann!
Hermann!
Die
sogenannten
Hitler -Tagebücher sind kein zweifelsfreies Produkt der
Die verwendeten Heftfäden und Kleber hat es zur Zeit des Dritten Reichs noch
nicht gegeben.
Inhaltlich handelt es sich um das grotesk oberflächliche Machtwerk eines
seinem intellektuellen Vermögen äußerst beschränkten Kopisten und Fälschers.
Hörst du bitte?
Herr Gräfin, herzliche Hoheit, bitte,
ich wünsche eine gute Fahrt.
Halt mal her!
Wenn du noch einmal das Wort Kühle in den Mund nimmst, dann hau ich dir eine
rein!
Pipp, doch weißt du denn nicht, was das für ein Oberknaller ist?
Wenn die Handschrift in den Tagebüchern Adolf Hitlers Handschrift ist?
Und dafür haben wir drei hieb - und stichweste Gutachten.
Das Papier, auf dem er es geschrieben hat, aus der Nachkriegszeit stammt, dann
kann doch das nur heißen, dass Sie uns um neun Millionen Mark betrogen haben,
Herr Willi.
Für Mundgeruch und Blähungen.
Unabhängiges Zeug.
Geschmacklos.
Ekelhaft.
Nein, nein, nein.
Adolf Führer hat seine Tagebücher ganz eindeutig nach seinem Tod geschrieben.
Von einem Tod, der er wohl nicht schreiben kann, nicht wahr?
Kann doch das nur heißen?
Er lebt.
Wer bitte lebt?
Adolf Hitler.
Er lebt.
Das ist doch der Knüller des Jahrtausends.
Und dann.
Das werde ich euch beweisen.
Ich suche ihn jetzt.
Und ich werde ihn finden.
Und wenn ich ihn gefunden habe, bringe ich ihn her.
Ich gehe nach Hamburg.
Weil Hamburg ist ja die deutsche
Presse.
Sie haben sich mir ja eine ganz schöne Scheiße eingebaut, meine Herren.
Ich bin Hermann Villiers. Ich bin der
berühmte Journalist.
Thank you.
Can't find what you're looking for?
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