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(Flugzeugmotoren)
(dramatische Orchestermusik)
(Musik klingt aus)
(sanfte Musik)
- Ist das der Ernst? - Was? Das ist doch nicht der Ernst.
Aus Spaß wird Ernst. Ernst lernt fliegen.
Er kommt. Was macht denn der da?
Pass auf!
Tobi? Tobi?
Ich glaube, der will was von dir.
Höher!
- Geht nicht höher. - Los, hoch bis zum Himmel.
Zum Mond, Gunnar, los!
Seid ihr blöde, oder was? Ich kann nicht höher!
Nicht höher? Kein Wunder, dass die Frau weggerannt ist.
(Tillmann) Udo, Mensch!
Hallo.
Vorsicht.
Eigentlich dürfte ich das keinem zeigen, nicht mal dir.
Aber jetzt kommt das Beste.
Ja. Na?
Schön, hm?
Das Matterhorn kannst du vergessen. Aber guck mal, die Rückseite.
Was da durchschimmert.
- Aha, übermalt. - Kann man wohl sagen.
- Na, nicht mit Spucke. - Ja.
Der verschollene Zigeunerjunge, von Otto Mueller.
Und ich habe den Braten gerochen.
Ich wusste, dass der in Vilnius
vor sich hin dämmert unter einer Temperaschicht.
Seit 35 Jahren bin ich dahinter her. Kannst du dir das vorstellen?
- Wie hast du das gemacht? - Das möchtest du gerne wissen, hm?
Verschollene Expressionisten. Tobi, weißt du, was das bedeutet?
- Das ist ein Heckel. - Ja.
Das hier auch, wahrscheinlich.
Ich bin nicht sicher. Die Signatur fehlt.
Was bei den Nazis entartete Kunst war,
und der Weltkrieg durcheinandergewirbelt hat,
das hat im litauischen Keller gelegen und 40 Jahre Sozialismus überdauert.
Tobi, versprichst du mir, mit keiner Seele über meine Sammlung zu reden?
Klar. Aber warum?
Weil wir hier im Hunsrück sind, verdammt noch mal.
Neid, Missgunst, Gerüchte, Ignoranz.
Guck mich nicht so an.
- Na? - Hermann!
- Lenchen. - Das ist ein richtiges Kästchen.
- So schön. - Ja, lass dir helfen. Komm.
Die vielen Fenster und die schönen Gefächer.
Und dann hier unten am Rhein, WO es viel schöner ist als bei uns.
- Na ja. - Im Hunsrück, wo es so windig ist.
- Mhm. - Ach...
Wo es drei Wochen später blüht.
- Und vier Wochen früher Winter ist. - Moni, stell die Teller dahin.
- So. - Das habt ihr richtig gemacht.
- Du und deine Frau. - Ihr habt euch auch Mühe gegeben.
Das ist ein Plätzchen fürs Leben. Und der viele Wein hier rund herum.
(Autos hupen)
Ihr seid das!
Ich habe euch nicht gleich erkannt.
- Unser schönes neues Auto. - Und unser Auto.
Ich muss zu den Kindern.
Hallo, Süße, schnell.
Merkst du noch einen Meter?
Das Teil ist doch Präzisionsarbeit aus der Raumfahrt.
Du hast einen Riss in der Schüssel.
- Hallo. Grüß dich. - Hallo.
Na, ihr Lieben. Hallo.
- Nix passiert. - Das neue Auto ist da.
Weißt du, zwei Stunden haben die uns warten lassen.
- Zwei? - Weißt du auch, warum?
Udo hat erzählt, Jana hat den Wagen im Werk abgeholt.
- In Köln. - Schönes Blau.
Die waren nicht gewohnt, dass jemand bar zahlt.
Sie haben Überführungskosten gespart, 700 D-Mark.
- Na ja, haben oder nicht haben. - Udo, gratuliere.
Das Auto...
(Udo) Du, Gunnar!
Der Fiesta schafft den Berg auch im Vierten.
- Tag. Freut mich. - Hallo.
- Da habt ihr ein schickes Auto. - Ja.
Tag auch.
Und? Der junge Mann schon ganz beschäftigt mit dem Auto.
- Hallo. - Guten Tag.
Gott, siehst du aus. Sag mal, ist das alles echt?
Je voudrais quatre croissant. Au revoir.
- Du kannst Französisch? - Klar, zwei Wochen in der Bretagne.
Ich zeige Ihnen, WO die Kinder schlafen.
- Gibst du mir eine Hand? - Und die schöne Terrasse.
- Ist das schön geworden. - Reinhold, oben Treppe rauf.
(Hermann) Zweite Tür links, wenn du sie schlafen legen willst.
Clarissa, sind eigentlich alle da? Da oben ist noch...
Ich werde mal nach ihm schauen.
Aber Vorsicht. Auf die Leiter rauf?
- Könnt ihr mal eben... - Zwei junge Männer zum Helfen.
- Soll ich helfen? - Ich schaffe das schon.
(Gunnar) Frau Lichtblau.
- Jetzt geht's unten weiter. - Weiter...
- Keine Antenne, kein Eröffnungsspiel. - Das ist doch nicht so wichtig.
Du würdest uns allen imponieren, auch Petra.
Wenn du genauso wärst wie immer.
Was hat die denn hier verloren?
Die hätten sich einen anderen Tag aussuchen können.
Gunnar, jetzt komm. Es gibt Prämie.
Gleich habe ich dich!
Wie Sie die Leiter alleine hoch sind, mein lieber Schwan.
Hermann und Clarissa wollen Prämien verteilen.
- Gehen wir gucken. - Jetzt, wo es Prämien gibt.
- Eben, soll sich nicht so anstellen. - Ja.
(ruhige Streichmusik)
Manchmal war's schon hart so lange ohne.
Aber sagen wir mal so, es hat sich doch gelohnt.
- Tillmann, würdest du? - Ja, es dauert nicht lange.
So.
Pass auf.
Gunnar.
(Hermann) Als ihr gleich nach der Wende angefangen habt,
das baufällige Haus auszuräumen, da gab es nur schlechte Prognosen.
Fachleute rechneten mit zweijähriger Bauzeit.
Es gab Zweifel, ob eine stilgerechte Restaurierung möglich sei.
Jetzt sind nicht einmal... sieben Monate vergangen.
Das Haus, das wir heute einweihen,
ist ein Schmuckstück für die Gegend geworden.
Und das verdanken wir vor allem euch.
Gunnar, bitte schön.
- Udo. - Danke.
- Tillmann. - Danke schön.
Und... Wo ist eigentlich der Tobi?
Wo ist der Tobi?
Mensch, das ist ja mehr, als ich dachte.
(Schuss) Was war das denn?
Das war doch im Weinberg.
Macht euch ins Haus, hier wird geschossen.
(Schuss)
(Mann) Jetzt habe ich danebengeschossen.
- Clarissa! - Frau Lichtblau?
- Ruhig. - Endlich.
- Gehen Sie aus dem Weg. - Was haben Sie denn vor?
- Wallauer! - Um Gottes willen.
- Weg mit dem Ding. - Komm mit mir.
Seit Wochen frisst die die Triebe von den Weinstöcken.
- Vorsicht. - Hat einen Riesenschaden angerichtet.
- Keiner weiß, wem das Vieh gehört. - Kein Grund, rumzuballern.
- Udo, was hältst du vom Schuppen? - Das ist eine gute Idee.
Von Ziegen weiß ich nicht viel,
Frühstückskäse, Milch und Butter wird's schon werden.
- Und jedes Jahr ein Kleines. - Oder zwei.
- Ziegenfleisch hat keinen guten Ruf. - Nee, Udo.
- Armes Tierchen. Kannst du das? - Nee, aber dich könnte ich fressen.
- Ich habe mir immer Tiere gewünscht. - Machen Sie sich keine Illusionen.
Ganz ruhig, nicht in die Weinberge. Sonst kommt Wallauer mit dem Gewehr.
Ein Wunder. Ein Wunder, was Sie geschaffen haben.
Meinen Glückwunsch. Und der kommt von Herzen.
Der Pitt hat ein Fässchen Wein von mir auf seinem Traktor.
Das stammt aus dem Jahrgang '84,
wo Sie zum ersten Mal hier waren, Frau Lichtblau.
Bleiben Sie zum Fest. Mit Ihnen hat alles angefangen.
(aggressive Klaviertöne)
Pst, nicht so laut, nicht so laut.
Da oben schlafen die Kleinen.
Na? Könnt ihr auch was Richtiges?
Aha, nicht so schlecht. Und du?
(spielt "Hänschen klein")
Lieb von euch, Mensch. Vorsicht.
Jap, Pitt kommt.
Ah, Hilfe.
- Udo, ich ziehe mich mal kurz um. - Jo.
(spielen "Hänschen klein")
- Na? - Papa, wir haben eine Ziege.
Eh?
Was...
(Orchestermusik)
(Clarissa) Arnold?
Arnold?
Willst du nicht mit uns feiern? Ist doch ein großer Tag für uns.
- Ich kenne die ja alle nicht. - Ich mache dich bekannt.
Ich will lieber lernen.
Du hast dein Abi längst in der Tasche.
Bei den Noten im Schriftlichen.
Es interessiert mich halt nicht.
Mir fehlt was, wenn du dich verkriechst.
Du willst mich doch nur vorführen.
Der geniale Junge wird in Amerika Informatik studieren.
Freigesprochen, weil er so nett ist.
- Ich hasse das. - Komm, du übertreibst.
Ich bin eben stolz auf dich.
Ja, und ich bin ich.
Ob du stolz bist oder nicht, das geht mir auf den Geist.
Lass dir Zeit.
Bei mir geht's nicht mehr so schnell.
Danke, Mara.
- Du bist die Beste. - Hermann.
- Schön gemacht. - Hallo.
- Tag, Anton. - Hermann.
- Hallo. - Mara.
- Anton! - Vorsicht, Vorsicht.
Du bist wieder auf den Beinen. Geht's gut?
- Hallo, Clarissa. - Ist das ein Benz?
- So, willkommen. - Nein, das ist ein Horch.
Baujahr 1934.
Weißt du was? Damit ist der norwegische König gefahren.
- Willst du mal einsteigen? - Ja.
So.
Aber nichts verstellen. Komm, ich zeige dir mal was.
So. Dieses Auto...
hat als einziges Auto der Welt eine Königswelle.
Ich sage dir mal, was den Wert von einem Haus ausmacht.
Das ist erstens die Lage.
Zweitens noch mal die Lage. Und drittens, wer drin wohnt.
- Das hast du aber schön gesagt. - Horst, zeig doch mal her.
Was wir mitgebracht haben.
Kommt alle her. Kommt aus dem Haus, kommt zu mir.
Danke, Horst. Such doch mal eine Leiter.
Wisst ihr, was das da ist?
Das ist das letzte Hufeisen,
was der Großvater mit eigenen Händen geschmiedet hat.
Ich sehe es noch vor mir,
wie er mit dem Hammer draufgekloppt hat,
bis das Eisen geglüht hat.
Dabei hatte er da schon Magenkrebs und ist drei Wochen später gestorben.
Ja, Ja. So ein Mann war der Matthias Simon.
Unser Großvater, von dem wir alle abstammen.
Hartmut, du auch.
Horst, mach das Eisen genau da oben hin.
In die Mitte, an den Balken.
Da.
Hermann, Clarissa...
- Da oben wird's euch Glück bringen. - Das ist Aberglaube mit dem Hufeisen.
- Das glaubst du doch selber nicht. - Mara.
Über Aberglaube rede ich mit dir doch gar nicht.
Wenn, muss das Hufeisen ins Haus,
damit das Glück im Haus bleibt, nicht vor der Tür.
Mara, weil du es bist.
Hermann, ich habe noch was für dich.
Guck mal.
Das ist das alte Fernglas, mit dem du als 15-Jähriger...
in die Sterne geguckt hast.
Stimmt, ich erinnere mich.
Aber du hast immer den Drang gehabt, nach Höherem Ausschau zu halten.
Jetzt kommt's dahin zurück, wo's hingehört, zu dir.
Ich finde es schön, dass du in die Heimat zurückgefunden hast.
(Sprecher) Jetzt werden die Fahnen der 24 teilnehmenden Nationen...
Wir wollen euch unser Schloss zeigen.
Also was uns entgegenkam, war,
dass Häuser nicht auf ein Wohnzimmer hin zentriert waren.
Nimmst du die Blumen?
- Erst nach oben. - Darf ich helfen?
- Sehr gut, Horst. - Das blaue Schlafzimmer ist schön.
Du denkst auch nur das Eine.
Ich bringe erst mal die Klarinette weg.
Oh, schön!
Scheiße!
Das ist mein Reich. Ich weiß nicht, wo ich alle Koffer unterbringen soll.
Zu viel angesammelt in den Jahren. Das ist das Badezimmer.
Während der Arbeiten sind die Hausgeister verloren gegangen.
Und wir hoffen, dass sie durch das Bewohnen zu uns kommen.
Wir versuchen, Vertrauen zu erwecken.
Ja, wir haben das Zimmer unser blaues Zimmer genannt.
Aus einfachen Gründen.
Wir haben einen herrlichen Blick bis zur Pfalzburg bei Kaub.
Das müsst ihr euch angucken.
(Fernseher läuft weiter)
Hm, Gunnar?
Weißt du schon, was du vorhast? Ach, setz dich doch.
Ich meine, wenn das vorbei ist. Hast du Pläne?
Nach Leipzig kriegen mich keine zehn Pferde mehr.
Nie wieder gehe ich dahin.
Vielleicht nach Berlin.
Ja, das wäre es überhaupt. In Berlin leben.
Also Ost. Und in Westberlin arbeiten.
Wer Arbeit haben will, der findet auch welche.
(gefühlvolle Musik)
Mit Bildern ist es wie mit Frauen, wenn du dich verliebst,
verlierst du den klaren Blick.
- Ich täte sie an die Wand hängen. - Haha, die Frau?
Du hast ja keine Ahnung.
Halt mal.
Kannst du russisch?
Du riechst wieder einen Braten, habe ich recht?
Das sehe ich dir doch an. Diesmal Russland.
Jeden Abend steigt er mir in die Nase.
Dass ich nicht schlafen kann.
Dann komme ich her und räume einen Platz frei.
Für die Beckmanns, die späten Kandinskys.
Tobi, ich weiß genau, wo die liegen.
Wie man hinkommt. Und was sie kosten.
Was sie mich kosten.
Also... Kannst du russisch?
(er spricht russisch)
Wahnsinnige Schätze warten auf uns.
Auf uns?
Ich mache dir ein Angebot. Du bleibst bei mir.
Als meine rechte Hand.
Hast ja Konservator gelernt.
Kennst dich aus mit dem Ganzen.
Außerdem bist du einer, der anpacken kann.
Und kein Wort zu viel redet.
Gefällt mir.
Ich habe keine Familie und wurschtle alleine hier um.
Was du hier siehst, das ist mein Zwischenlager.
Da kommt alles rein, was restauriert werden muss,
wo der Rahmen beschädigt ist, wo die Herkunft zu klären ist.
Wenn wir zwei uns einig werden...
dann zeige ich dir mein richtiges Lager.
Da siehst du dann alles, was ich in 40 Jahren
Stück für Stück zusammengetragen habe.
Wie ein Eichhörnchen habe ich gesammelt.
Oft weiß ich selbst nicht mehr, was ich habe oder was ich damit will.
- Lass mich da raus. - Grad jetzt sind die Kirschen reif.
Verstehst du mich, Tobi? 1945 war das genauso.
Da lagen unbezahlbare Schätze im Dreck.
Für ein Stück Butter hast du einen Picasso gekriegt.
In den 50ern, in der Fress- und Möbelwelle,
habe ich nur hinlangen müssen, schon hatte ich ein Barockzimmer.
Einen seidenen Afghanen, fünf Impressionisten.
Und heute ist das genauso wieder im Osten.
Für einen Videorekorder und paar Dollar gibt's Kunstwerke.
Und was habe ich damit zu tun?
Ich biete dir 3500 im Monat, netto.
Plus Kost und Logis.
Du kannst hier wohnen und es dir einrichten.
3500 D-Mark, West.
Tobi...
£ Dass es so viel kust'
Hab' ich nicht gewusst
Das Bauen ist eine Lust
Das Bauen ist eine Lust ♪
(singen weiter im Kanon)
Ich habe Ihnen ein Andenken mitgebracht.
Das hat Pitt fotografiert,
WO wir uns den Handschlag gegeben haben.
Bei Ihnen hängt es besser als bei mir.
Sie können jeden Tag sehen, wie tüchtig Sie waren.
Vielen Dank, Herr Wallauer.
Die Fußballweltmeisterschaft hat begonnen.
(Jubel)
Anton, komm rein.
Seitdem ich Vorsitzender vom FC Schabbach bin...
gibt's keine Hätscheleien mehr.
Trotzdem haben wir zwei unserer Buben in Köln beim FC untergebracht.
Die haben richtige Profiverträge.
Ich will nicht sagen, ich hätte darauf gewartet.
Aber eins ist mir seit Jahren klar, meine große Stunde kommt erst,
wenn der alte Mann nicht mehr kann.
- Es war ein richtiger Schlaganfall? - Das war's.
Ich sagte: "Schwiegervater, vertrau nicht auf das Gift aus der Apotheke."
Hätte er die Ernährung umgestellt, wäre das nicht passiert.
Jedenfalls sollte man die Gelegenheit nutzen
und das alte Firmenschiff hochseetauglich machen.
Dass es aus Schabbach wegsegeln kann, wenn du verstehst, was ich meine.
Die Welt wird neu verteilt, aber er kapiert das nicht.
Er gibt das Regiment nicht ab.
Wie die Hunsrück-Bauern, die die Jungen nicht ranlassen.
(Anton) Jetzt spielt doch nach vorn. Was ist denn das?
(Stöhnen, Poltern)
Au, Mama!
(Anton) Da stimmt schon die Aufstellung nicht.
Wieso kommt man eigentlich in den Strafraum?
Strafraum, das heißt, da gibt's Elfmeter.
Während es auf dem restlichen Feld Freistoß gibt.
Du weißt, was ein Freistoß ist?
Nicht zu verwechseln mit dem Strafstoß.
In unserem sozialistischen Sportgeschehen
wird der Strafstoß Elfmeter genannt.
Er lebe hoch!
- Schlafen die Kleinen? - Ja, sind gerade dabei.
- Das ist schön. - War anstrengend für die Kleinen.
- Das glaube ich. - Reinhold wollte bis München fahren.
Ich dachte, wenn wir in der Nähe sind...
Aber ist doch auch schön. Der Hermann freut sich so.
(Reinhold) Sie schlafen jetzt.
- Spatz, ich gehe Fußball gucken. - Ja, ist gut.
- Petra? - Ja?
- Hat Ramona dir die Haare gemacht? - Das macht sie gut.
- Immer noch. - Die kriegt ihr drittes Kind.
Das dritte schon?
Zu Hause bin ich auch die Spülmaschine.
So Männer hat man gern.
In der Bretagne kannst du gut essen.
Da gab's eine Bouillabaisse
mit richtig viel Zander drin und Loup de mer.
Und viel Hummer. Nee, das Allerbeste war...
Gigot pre-sale. Weißt du, was das heißt?
- Nee. - Lammkeule von der Salzwiese.
- Du musst das Fleisch nicht salzen. - Das kannst du mir später erzählen.
- Wieso denn? - Gunnar spitzt die Ohren.
- Das muss nicht sein, oder? - Nee.
Ich meine... Versuch, ihn auch zu verstehen.
Ja, du hast recht.
Manchmal vergesse ich alles um mich herum.
Schönen Dank. Keiner hätte die Aufgabe so gelöst wie du.
Mein ganz besonderes Kompliment. Das ist von Clarissa.
Wo ist der Ernst? Wollte der nicht mitkkommen?
- War nur ein frommer Wunsch. - Der hat's nicht so mit Familie.
Ihnen auch schönen Dank, Herr Simon. Unsere Wege trennen sich wieder.
- Stammförmig sozusagen. - Na ja...
- Ja. - Neues Leben.
Na?
(Donnergrollen)
Die Rose kommt in meinen Trabbi. Da passt sie rein.
(Fernseher läuft weiter) (alle) Nein!
Was war denn das? Ein Tor?
Komm.
Das ist nämlich ganz einfach.
Jede Steckdose und jede Lampe hat nämlich zwei Lämpchen.
Ein rotes und ein grünes.
Und wenn jetzt das rote Lämpchen leuchtet...
hängt der Verbrauch an der Steckdose.
Und die grünen Lämpchen?
Äh...
(sanfte Musik)
Leuchtdioden zeigen den Betriebszustand
der Verbraucherstellen an.
Wenn ein grünes Lämpchen leuchtet, dann ist oben das Licht angeknipst.
Zum Beispiel.
Der Herr Simon verlässt sein Haus, weil er ein Konzert dirigieren will.
Und da kann er hier auf einen Blick sehen,
ob eine utopische Stromrechnung wartet, wenn er zurückkommt.
Und wenn er hier draufdrückt... (Piepen)
kann er den Verbrauch ablesen, auf die Zehntelkilowattstunde genau.
Was du alles kannst, Tillmann.
Wenn's keine Kriechströme gibt...
Kriechströme?
Herrlich, wie das riecht!
Weinberge!
Wo willst du hin?
- Das dampft richtig. - Ganz heiß.
Das ist die Hitze, die sich den Tag über hier sammelt.
Wenn ich mich setze, hier ist es ganz heiß.
(sanfte Musik)
Papa, die habe ich dir ausm Meer mitgebracht.
Danke. Danke, Jenny.
Du Weib, du.
(Anton) Rudi, wo hast du denn das Fleisch her?
Vom Knebel.
Beim Steinhauser musst du kaufen. Das ist das beste.
- (Anton) Das Bild hat Pitt gemacht? - (Wallauer) Das hat Pitt gemacht.
- Hätte ich dem gar nicht zugetraut. - Ich auch nicht.
(beide lachen)
Aber guck dir das an, was daraus geworden ist.
Petra, ich muss was sagen. So geht's wirklich nicht.
Du musst mit ihm reden.
Eins zu null für Kamerun.
- Von wegen Neger. - Gibt's doch gar nicht.
(Petra) Gunnar?
Ich glaube, wir müssen ein paar Dinge regeln.
Regeln?
Sag mal, Petra, wie sprichst du denn von uns?
- Was denn regeln? - Am 2. Juli kommt der Möbelwagen.
Wenn du dann in Leipzig sein könntest.
Soll ich dir noch helfen beim Ausräumen der Bude?
Du hast es geschafft, dass die Kinder nicht mehr wissen, wer ihr Vater ist.
- Blödsinn. - An wen sollen sie sich wenden?
- An den Westarsch? - Werde nicht primitiv.
Ich bin nicht primitiv. Ich habe gearbeitet.
- Hör auf. - Die Wandvertäfelung.
Ruhe! Du bist kein Vorbild für die Kinder.
Wieso bin ich kein Vorbild? (lauter) Warum bin ich kein Vorbild?
Thorsten, wenn die Deutschen ins Finale kommen,
fahren wir nach Rom, verspreche ich dir.
Alle zusammen. Die Mutti, der Jacques, du und ich.
Das müssen wir uns ansehen, komm.
- Bin noch total wach. - Du hast gegähnt.
Alles okay?
Du brauchst nicht mehr weinen. Wir holen die Mama, alles wird gut.
- Jana? Weißt du, wo die Petra ist? - Draußen.
So ein Durcheinander. Die Kleinen sind völlig fertig.
- Ja. - Da ist sie doch.
- Ja. - Schau, da ist die Mama.
Ich bin hier fehl am Platz.
Und? Habt ihr was klären können?
Die Kleinen bleiben bei mir.
Welcher Vollidiot hat meinen Käfer zugeparkt?
Ja? Irgendjemand hat hier Tomaten auf den Augen.
Kannst du reingehen und dich um deine Kinder kümmern?
Die Leute hier haben nichts damit zu tun!
Mensch, Udo. Du...
Sag deinem Lover, er soll seine Karre rausfahren, sonst kriegt er eine.
- Gunnar, mach kein Theater. - Ach, du redest mit mir?
- Nicht vor allen hier. - Du bist das Letzte.
- Nicht vor den Kindern. - Du hast die Familie verraten.
- Mach kein Theater. Hör auf! - Du bist das Allerletzte!
- Komm. - Lass die Kleine hier bei mir.
- Es reicht. - Du bist bescheuert, du Ziege.
- Ich habe die Schnauze voll. - Du auch? Jetzt aber...
(alle schreien durcheinander)
- Was? - Ich fahre unser Auto weg.
Geht doch.
Meine Kleine, ja.
- Ich möchte bei Mutti... - Ja.
Wie spät ist es denn?
Zwölf.
Horst, komm her.
(Clarissa) Haben die gemerkt, dass wir weg sind?
Ach was. Die sitzen gebannt vorm Fernseher.
- Nein, das Spiel ist schon vorbei. - Meinst du?
Ich glaube schon, irgendwann muss ein Spiel zu Ende sein.
Leider.
Ich freue mich drauf, wenn die alle weg sind.
- Alle, alle. - Alle weg.
- Und wir zwei sind allein. - Das ist immer so.
Man lädt Gäste ein und freut sich, wenn sie wieder weg sind.
Oh, ist das schön!
- (Hermann) Komm, wir sollten gehen. - Ja, gut.
- Aber wir kommen wieder. - Ja.
(Stöhnen)
(die Ziege meckert)
Ein Haus der Liebe, hm?
(Clarissa) Arnold, du bist noch wach?
(sanfte Musik)
(Tobi) Da unten pennen noch alle, na Ja.
Schönes Häuschen, schöner Blick.
- Schön Geld. - Die große Liebe jede Nacht im Bett.
Das habe ich auch mal gesucht.
Aber nee, immer nur... kurze Bodenberührung.
Und gleich wieder durchgestartet. So bin ich.
Hier, greif mir mal in die Tasche.
Na los, guck mal rein.
- Oh, Dollar! - Damit sind wir die Kings.
Von Vilnius bis Wladiwostok.
Da kenne ich die wichtigsten Konservatoren und Sammler.
Zurzeit sind die imstande, die Museen zu verscherbeln,
wenn sie West-Devise kriegen.
Wollen wir nach Russland fliegen?
Ich habe ein beschissenes Gefühl bei dem Gedanken.
Erst mal nach Litauen. Da kenne ich die Jungs von der Luftüberwachung.
- Dann sehen wir weiter. - Dollar! Deutschmark!
Videorekorder! Genossen, wir bringen euch die neue Welt.
Delta, Echo, Hotel, Lima, Tango. Weiterflug VFR über Funkfeuer Fulda.
Zur ehemaligen Staatsgrenze DDR.
Erbitte Verlassen Ihrer Frequenz.
(Mann) Delta, Echo, Hotel, Lima, Tango. Halten Sie maximal 3500 Fuß.
Bis zum Verlassen des Luftraums. Frequenzwechsel genehmigt.
Er ist wach! Er ist wach!
- Er ist wach! - Er ist wach!
- Er ist wach! - Da müssen wir uns aber beeilen.
- Wollt ihr zur Ziege? Na los! - Ja!
- Achtung. - Morgen.
- Wir gratulieren. - Es gibt einen besonderen Grund.
- Einen Grund zum Feiern. - Wer sagt's?
- Na. - Clarissa soll es sagen.
Ich verstehe gar nichts.
Reinhold hat beim Südwestfunk angerufen.
Ich hatte mir das schon vorm Urlaub vorgenommen.
Hermann, du bekommst den Auftrag,
eine Vereinigungssymphonie Zu schreiben.
- Beschluss der Rundfunkanstalten. - Und des deutschen Musikrates.
Ein Orchesterwerk mit allem. Uraufführung in Berlin.
- Guter Anfang für das neue Leben. - In unserem Haus.
- Ich habe tief und fest geschlafen. - Prost!
(Tobi) Da unten habe ich mal eine Kirche renoviert.
Komplett, Bestuhlung, Fresken, alles aus dem 17.
Und abends Musik im Kakadu.
Wenn du dich hier auskennst, wir müssen bald tanken.
Ist das ein Militärflughafen?
Marxwalde, und ob ich mich da auskenne.
Da haben sie mich fertig gemacht, als ich zur Fahne sollte.
Du bei der Armee? Kann ich mir nicht vorstellen.
Gleichschritt, Strammstehen, Stubendienst.
Scheiterte schon an der Uniform. Habe mich geweigert, die anzuziehen.
Tobi, da landen wir.
Mal sehen, ob die Immer noch so ein großes Maul haben.
Oder ob sie uns brav den Tank vollmachen.
Da stand ein Lenindenkmal, WO die mich vermöbelt haben.
Rache ist süß, Tobi. Die Zeiten haben sich geändert.
Pass mal auf, wie ich das jetzt mache.
Tag die Herren, bringen Sie uns bitte zum Standortkommandanten.
Der Kommandeur des Geschwaders hier bin ich!
Sie wissen, was zu tun ist.
- Wir folgen Ihnen. - Gut, kommen Sie.
(Tobi) Die halten dich für ein hohes Tier von der Bundeswehr.
Wollen wir sie bei dem Glauben lassen.
Dann bin ich einer vom Komitee für Abrüstung.
Das Spiel gefällt mir. (Tobi lacht)
Simon. Mit der MiG würde ich gerne mal hochgehen.
Ich kenne die Jäger von der Luftwaffe.
Tornado 4B bin ich geflogen.
Glaube nicht, dass es eine Starterlaubnis gibt.
Aber... reinsetzen, Triebwerke durchblasen.
Das geht doch, oder?
- Was haben Sie gesagt? Tornado 4B? - Mhm.
Ah ja.
Kommen Sie mal mit.
Ich schaue mal rein.
Und Sie?
Dann zeigen wir mal was.
Drosselhebel auf Leerlauf und anlassen.
(Triebwerk startet)
Die wollen hier alle von der Bundeswehr übernommen werden.
Na ja, ich fange am 1.7. bei der Hamburg Mannheimer an.
Genau zum Zeitpunkt der Währungsunion.
Sie fliegen? Das ist schön. Ich kenne das Gefühl.
Aber da gibt's doch immer ein Risiko, hm?
Da will man abgesichert sein. Ist schön, wenn man versichert ist.
Wir verkaufen gerade unsere Ausrüstungsgegenstände.
Wir haben einen Pfarrer für Abrüstung als Minister.
Alles Panzermotoren.
Zwölfzylinder für den T-54 und 55.
Sechszylinder für den PT-76.
Und für diese Panzer-Pontonfähre GSP-55.
Und das dahinten,
das sind Helikoptertriebwerke für die MI-2.
Alle Motoren so gut wie nie gelaufen. In zehn Minuten einsatzbereit.
Diese Maschine wird sogar
von der Flugbereitschaft der Bundesregierung übernommen.
Wir hatten viele Kaufinteressierte.
Neulich einen Ausstatter einer Münchner Filmfirma.
Der will Tausende Uniformstücke.
Die werden ganze Kinofilme damit ausstatten.
Hier, Winterschutzbekleidung für medizinisches Personal,
Feldjacken, Halswärmer, die "Oma" genannt.
Und das hier, das ist was ganz Besonderes,
eine Gasmaske für Kinder.
Die DDR war das einzige Land,
wo Gasmasken für Mutter und Kind im Einsatz waren.
Das ist die gemeine, graue NVA-Socke.
Und hier, Taucheranzüge.
Offizierssturmgepäck.
Flaschen für Kampfschwimmer und... wenn Sie einen Schlafsack brauchen,
10.000 Stück.
So sieht's aus, wenn ein Staat sich auflöst.
- Wir machen ein Foto. - Das ist eine Maschine.
Damit sind wir über Kasachstan gebraust.
Kasachstan. Kennen Sie sich da aus?
Ich war dort zur Kosmonautenausbildung.
Geflogen ist ein anderer, aber war eine wirklich schöne Zeit.
Kennen Sie zivile Luftkorridore in Russland?
Und lächeln.
In Weißrussland ist die Überwachung auf Zack.
- Besser, Sie kämen über Litauen. - Da kenne ich mich aus.
Mhm, Richtung Witebsk, Smolensk. Südlich von Moskau halten.
Sie haben 120 Knoten Rückenwind. Richtung Tula.
Wie ist die Reichweite Ihrer 172?
800, mit Rückenwind 1000.
1000, hm.
Wissen Sie was? Fliegen Sie, wenn das Spiel ist, Russland, Argentinien.
Das ist eine Idee.
Da gucken sie Fußball. Und starren nicht so auf den Radar.
Könnte klappen.
Ich würde wirklich gern dabei sein.
Vom Mai '81.
Stimmt.
Dann wollen wir mal schauen.
Oh.
Fraktur der rechten Fibula.
Achsenfehlstellung.
Konsolidierung der Knochen.
- Skiunfall? - Mhm.
Fünf Kammerbullen auf einen Zivilisten.
Kann ich das haben? Als Souvenir.
Also...
Wie er das so erzählt,
könnte der Staatsanwalt noch mitreden wollen.
Will mich nicht der Unterschlagung von Beweisen schuldig machen.
Den Hauptmann Gies...
Gibt's den noch?
Selbstverständlich, der Major Gies löst hier gerade alles auf.
- Genossen, wie steht's? - Null, null.
Genosse Major?
- Ja? - Na?
Ist das Leben noch frisch?
Sie sind wohl von einem dieser Komitees.
Schon was gefunden?
Aufschreiben.
100 Kilo Stiefel.
500 Kilo Stahlhelme.
500 Kampfanzüge. 100 Kilo Bärenfotzen.
100 Kilo Lederkoppel. Ein Sack mit Schulterstücken.
Und Ihre Mütze.
Und zwar ein bissel plötzlich!
Und so was will übernommen werden.
- Sie wollen doch übernommen werden? - Hören Sie.
Ich hatte nichts persönlich gegen Sie damals.
Und es war auch nicht so, dass ich einen Vorteil gehabt hätte.
Ich musste viel arbeiten, dreimal im Jahr zum Manöver.
Das ist kein Zuckerschlecken.
Wenn wir damals im November nicht stillgehalten hätten,
das hätte doch Gemetzel und Bürgerkrieg gegeben.
Ich bin doch auch froh, dass es endlich vorbei ist.
Wollen Sie mal sehen, wie das aussieht,
wenn Sie nichts gegen einen persönlich haben?
Da sind Sie mit Ihren Leuten über mich hergefallen.
Wissen Sie wenigstens, wo das war?
Zu Lenins Füßen.
Aber getreten haben Sie.
"Wegtreten!" (Scheppern)
Wieso rede ich eigentlich immer nur?
Ist unsere gemeinsame Geschichte, oder?
- Wo ist der Lenin jetzt? - Der Lenin?
Ich habe selbst dafür gesorgt, dass er wegkommt, schon im Dezember.
Er ist auf dem Schrotthaufen und wird bald abgeholt.
Tobi, wir fliegen an die Wolga.
Der Direktor vom Nationalmuseum in Saratow ist ein Kumpel
von unserem Oberst Herzog.
Da kann man doch nicht anders.
Den Lenin hast du auch gefunden?
Wie kriegen wir den hier weg?
Auf den erheben wir Anspruch. Wir haben es mit den Russen.
Na ja, wir verkaufen auch Lkw. Was ist mit dem KrAZ-255?
- Und der B-1? - Ja.
- Der hat einen Kranausleger. - Das wäre es.
- Wie viel? - Ernst...
Wie stellst du dir die Abrüstung sonst vor?
(sanfte Gitarrenmusik)
Okay.
- Das ist das Haus vom Major Gies? - Guten Tag. Ja.
Gut, hat alles seine Ordnung. Wir sind vom Komitee für Abrüstung.
- (Ernst) Schnarchst du? - Ja.
Dann ist ja gut. Ich auch.
Sein Gesicht hätte ich gerne gesehen, als er nach Hause gekommen ist.
Glotzt dem der Lenin ins Schlafzimmer rein.
Da träumt er bestimmt vom Sieg des Kommunismus'.
Ernst.
Ernst! Ernst!
- Was ist denn? - Ich komme nicht mit.
Was? Was...
Da komme ich jetzt nicht mit.
Nee, wegen dem da?
Das ist ein Warnschuss.
Aber eindeutig.
- Was hast du denn auf einmal? - Nee, Ernst.
Die haben noch ihre alten Kontakte.
Die kündigen uns bei den Russen an und die holen uns runter.
Die wissen schon, was du vorhast.
Tobi, die haben Wichtigeres zu tun bei der Fußballweltmeisterschaft.
Wenn die Sowjetunion spielt, dann gucken sie Fußball im Fernsehen.
Und starren nicht auf den Radar. Zum Endspiel sind wir zurück.
Ich rieche das, wenn die was gegen uns vorhaben.
Überlege es dir, es ist ein Wahnsinn.
Die russische Abwehr... ist kein Fußballclub.
Ich mache da nicht mit.
Die Chance darf man sich nicht entgehen lassen.
Ich würde mich bis zum letzten Atemzug grämen,
wenn ich den Braten nicht schnappe.
Wir fliegen erst mal nach Vilnius, da kennen sie mich.
Dann sehen wir weiter.
(sanfte Gitarrenmusik)
Flieger, grüß mir die Sonne.
(Musik läuft weiter)
- Na. Wohnst du hier? - Ja.
Aha, und wohnt in dem Haus ein Mann, der Trompete spielt?
- Ja, da. - Hörst du den manchmal?
- Ja. - Das finde ich toll.
Dass dir so was auffällt. Ich kenne den von früher.
Wir haben Musik gemacht in der Schule.
- Gehst du zur Schule? - Nein.
- Aber bald? - Ja.
Da wirst du eine gute Schülerin.
- Wenn du weiter so aufpasst. - Ja.
Ich habe eine Tochter, die geht auch zur Schule, Nadine.
- Und wie heißt du? - Rosa.
Hey! Was machen Sie mit dem Kind da? Passen Sie bloß auf.
Hören Sie mal auf mit Ihrem Rumgebläke hier.
Ich habe nur gefragt, ob in dem Haus ein Musiker wohnt.
- Das war alles, mehr war nicht. - Ach.
Sie kamen mit dem Auto an, ehe Sie die Kleine angesprochen haben.
Aber ich habe mir die Nummer gemerkt. Wir passen nämlich auf, wissen Sie?
Sagen Sie, der Jürgen Senge, der wohnt nicht mehr hier?
Ich weiß nicht.
Können Sie mir sagen, wo er wohnt?
Nein.
Jürgen?
Jürgen. Ich bin's, der Gunnar.
Mensch, wo ist denn der?
(Vogelgezwitscher)
Hallo?
Ihre Tür steht offen.
Ist hier jemand? Herr...
Herr Buschkoviak?
Oh Gott.
(ruhige Musik)
(Hämmern)
Servus.
Ist ganz schön hart, hm?
Mhm.
Du, darf ich mir den mal ausborgen?
- Nicht professionell. - Na ja...
- Na okay, dann mach halt. - Danke.
Aber hier ist mein Revier, wa?
Kannst dich nach dahinten stellen oder so.
- Alles klar. - Das ist meins.
So ab hier?
Nun kloppen Sie mal ruhig weiter.
Da können Sie gleich meinen Namen richtig sehen.
Ich mache das hier zum ersten Mal.
Ich habe einen Meißel mitgebracht.
Für 29,95 Mark, West.
Hey.
Dafür kriegst du am Kudamm 20 Glocken.
20 Mark?
Gib mir mal deine Adresse und Unterschrift.
- Ist das für die Zeitung? - Du kriegst ein Belegexemplar.
Das weiß ich ja nicht.
Mit meiner Adresse, das ist so eine Sache.
Ich wohne da jetzt nur vorübergehend, also momentan.
- Gunnar Brehme. - Was?
- Du heißt wirklich Brehme? - Sonst würde ich es nicht schreiben.
- Das ist ein Ding! - Brehme...
Warte mal.
Ja, Ja.
- Kannst du das lesen? - Ja, super.
- Danke, tschüss. - Tschö.
Gibt's nicht, Gunnar Brehme.
(Sprecher) Vorne ist der Walter Gebhardt,
Betreuer des Olympia-Teams der Österreicher
und Assistenztrainer bei Josef Hickersberger.
Stürmer-Foul.
So hatten es die Italiener gesehen.
Bergomi, Mamma Mia, er fleht...
sämtliche Kardinäle Italiens an, aber es gibt Freistoß.
Oh.
Bitte entschuldigen Sie.
Ich kann nicht ahnen, dass Sie aufm Thron hocken.
Ich wollte nur den Topf auskippen, den Essenstopf.
Übrigens...
Die Wohnung unter Ihnen, das ist eine ganz schöne Bude.
Aber ich bin da jetzt erst mal rein, der Mensch muss ja irgendwo bleiben.
Vielleicht sieht man sich ja mal unter anderen Umständen.
Also nichts für ungut.
(ruhige Gitarrenmusik)
(Musik läuft weiter)
(Tobi) Anna!
- Das ist der liebe Tobi. - Komm mal her.
- Was machst du denn so? - Ich bin jetzt für Fußball...
Für Deutschland.
Für Fußball bist du, für Deutschland? Ich bin für die Sowjetunion.
- Ist die Mutti oben? - Ja.
Dann gehen wir hoch.
Will jemand Kulturattache werden?
(im Fernsehen läuft Fußball)
(Sprecher) Fehlerlos bei der Abwehr.
Deutschland. Deutschland.
Deutschland.
Branco, Careca.
Kein Abseits, Careca, eins zu null.
- Keiner will Kulturattache werden. - Gerald.
- Wann spielt die Sowjetunion? - Sowjetunion?
Bulgarien, da war ich dreimal im Urlaub.
- Hallo, hier ist Silvia. - Ich zeige dir was.
Nach Sofia, mhm. Nächste Woche schon? Klar.
Ist das nicht herrlich? Es gibt keine Mauer mehr.
Keine Verbote, keine Zensur. Alle haben ihre Pläne.
Ich nehme den D-Zug nachts von Dresden über Prag,
da bin ich früh da.
Früher scheiterten wir an der DDR,
heute können wir nur an uns scheitern.
Ein Haus zu besetzen, Mensch, Tobi, hast du dazu keine Lust?
Hast du Ideen, wie es weitergeht?
Erst mal bin ich froh, dass ich wieder zu Hause bin.
Warst ja lange weg.
Und was du mit dem Lenin vorhast, das erzählst du mir morgen. Hm?
Die sieht aus wie eine Hygiene-Inspektorin.
Das ist ja auch eine. Mensch, das ist sie.
Hallo. Wir dachten, Sie kommen gar nicht mehr.
Ich habe mich verspätet, entschuldigen Sie.
- Das können Sie unterschreiben. - Ja.
- Herr Trötsch? - Trötzsch.
- Trötzsch - Ist ja auch egal.
Ich hatte einen Brief geschrieben. Den brauchen wir nun nicht mehr.
(Hupen)
- Ach, ist Ihre Frau? - Ja, ist meine.
- Ich hole mal die Ausrüstung. - Ja.
- Und? - Fragt, ob ich der Richtige bin.
Die kommt gleich mit der Krönung, mit dem schwierigsten Dach.
Aber wenn ich das mit den Tauben geschafft habe.
Die Scheiße ist nur, das Haus ist baupolizeilich gesperrt.
- Mensch, Udo. Das ist zum Fürchten. - Ach.
Das schaffen wir schon.
Sie melden sich, wenn Sie fertig sind.
- Ja, klar. - Gut.
- Wiedersehen. - Kann ich Sie mitnehmen?
Das wäre prima. Ich muss nach Wiederitzsch.
- Das liegt auf dem Weg. - Ach, das ist ja nett.
- Danke. - Mein Mann hat das im Westen gemacht.
- Da hat er seine Erfahrung gesammelt. - Ach ja.
Und zu mir hat er gesagt:
"So eine Arbeit muss in Leipzig gemacht werden."
Das kann keiner mit ansehen, wie die Stadt verfällt,
weil die Berliner alles in den Arsch geblasen kriegen.
Schön wäre es für uns.
Da könnten wir auch mal nach Italien fahren mit den Jungs.
Ich weiß nicht, ob die DDR-Bürger ins Land lassen.
Doch, ich habe mich mal rumgehorcht.
- Denen genügt der einfache Reisepass. - Ja?
Na ja, vor Jahren wäre es schon ganz schön gewesen.
Aber...
- Jetzt traue ich mich nicht mehr. - Ach...
Mein Mann und die Jungs, die sind solche Fußball-Fanatiker.
Die wollen zum Endspiel nach Rom, wenn es der Westen so weit bringt.
Ich gönne es den Jungs.
Haben sie was zu erzählen, wenn die Ferien vorbei sind.
So, eure Zeit ist gekommen.
Haut ab hier!
Wenn ich euch rauskriege, kommt meine Zeit.
Los, haut ab!
Los!
Los! Raus hier!
Raus!
(ruhige Gitarrenmusik)
(Männer sprechen auf Englisch)
More hats, more everything.
This guy is selling the same stuff.
Okay, stay away from this.
Stay away, stay away.
This guy is just... Jeff, Jeff.
(alle reden durcheinander)
One, two, stop.
A scam, that's what I was trying to tell you.
That's the police.
- That's it. - Sorry, Jeff.
- It's all right. - Take a look at this.
"Mauersteine".
Das Stück 2 Mark, West.
- 2 Marks for one. - How do you know it's real?
Sind das wirklich Originalsteine der Berliner Mauer?
Ja, echte Originale von unserer Mauer.
Ähm... Do you listen the Paper?
- Paper, what's... - Here, here.
I am, das bin ich.
- It's my name. - The same.
Ich heiße sogar so, Brehme. Moment. Just a moment.
Here is a...
My Meißel, 29,95 Mark.
- Very super. - He want's to sell the Meißel.
I didn't know. They are nice, look here.
- 20 Mark, 20 Mark. - 20 Mark is one.
You can use it as a paper weight.
- Yeah, a paper weight. - Very fine East German Beton.
Strong!
- All right, one. - So, what you got?
- Hey. - Look at that.
Aha.
2 Mark.
Hey, listen. I got an idea.
Tell us about it.
The perfect Christmas gift.
A piece of the Berlin wall.
All our distributers, all our Hollywood guys.
1990, that's it!
- Why not? - Great. Sounds good.
2 Marks, we get him lower.
Können Sie eine Million Steine bis Mitte November liefern?
- In einer schönen kleinen Packung. - Repräsentativ verpackt.
Was? Eine Million?
Dass wir für das Stück nicht 2 Mark zahlen, ist klar.
- Klar. - Anybody have a card?
Wissen Sie, wie viele eine Million ist?
Ja, dann schreibe ich Ihnen die Telefonnummer auf.
Sie melden sich, wenn Sie die Muster haben.
Fragen Sie nach Herr Nothe.
Das bin ich. Wie die gute Note.
Aber mit "th".
(ruhige Gitarrenmusik)
476 8004.
476 8004.
(Frau) Hier ist das Berliner Büro der Warner Brothers.
- Sie erreichen uns Montag bis... - Die Warner Brothers!
- Auf Wiederhören. - Ich fasse es nicht.
Würden Sie sich von jemandem auf einen Kaffee einladen lassen,
der bei den Warner Brothers einen Millionenauftrag hat?
Wenn er ordentlich Deutsch spricht. Und nicht so stinkt.
War doch deutlich, oder?
Hallo?
Hier...
Hier ist Gunnar Brehme von unter Ihnen.
Ich weiß doch, dass Sie da sind. Ich höre immer Ihre Schritte.
Also...
Ich wollte nur fragen, ob es möglich sein könnte,
dass Sie in Ihrer Waschmaschine mein...
Können Sie mir bitte mein Hemd mitwaschen?
Ich würde mich darüber sehr freuen.
Danke.
Vielen Dank.
(aufgewühlte Streichmusik)
Was hast du geschafft?
Die Familie zerstört, aber dass ich mich abgerattert hätte für euch,
dass wir Millionäre geworden wären.
Hättest du nicht gedacht, hm? Ja.
Ich konnte immer durch meine Arbeit für mich sorgen.
Aber du? Du niemals.
Mit so einem Muttersöhnchen. Petra, ich frage mich...
WO dein Stolz bleibt.
Ja, und eins kannst du wissen.
Wenn du angekrochen kommst, und du kommst angekrochen,
dann wird der kleine Gunnar gar nicht mehr so klein sein.
Du wirst dein blaues Wunder erleben.
Das glaubst du doch nicht, dass das ewig hält mit dem.
Und mit zwei kleinen Kindern. Hast du dir das überlegt?
Mit zwei Kindern, wer nimmt dich dann?
Aber lass mal, Petra. Wir sehen uns noch mal wieder.
Auf einer ganz anderen Ebene.
(aufgewühlte Streichmusik)
(im Fernsehen läuft Fußball)
So.
Jetzt wiegen wir erst mal auf Basis halber.
- (Sprecher) Freistoß für Deutschland. - Das sind in dem Falle...
Sind das 59 Gramm. 59 Gramm mal eine Million.
Das sind ja 59... 59 Tonnen.
- Augenthaler. - Oh Gott.
- Reuter. - Warte mal.
(Klirren)
Noch mal an Brehme.
59 Tonnen.
- Abseits. - Das trägt die Bude nicht.
Das kannst du vergessen.
Was Kleineres.
Auch nicht.
Und der hier?
Das sind 12.
12 Tonnen sind immer noch 12 Tonnen. Ohne Verpackung.
- Ich habe die beiden Probeexemplare. - Danke.
Nehmen Sie bitte Platz.
Ah. Hallo, Herr Bremsen.
- Herr Brehme. - Brehme, Entschuldigung.
Hallo, Mister Nothe.
Also, um ehrlich zu sein bleibt Ihr Muster hinter dem zurück,
was wir erwarten durften.
Ich hatte das befürchtet, deswegen habe ich was vorbereitet,
wenn ich Ihnen das skizzieren dürfte.
Ja, bitte.
Thank you.
Just a moment, please.
- Wissen Sie... - A scale?
Ich habe mal ausgerechnet, wie schwer eine Million davon ist.
He's going to measure the stuff.
Also der hier, das wären in dem Falle... 53 Gramm.
(flüstern auf Englisch)
Mal eine Million, das sind dann...
53 Tonnen, das schafft meine Wohnung nicht.
Vom Statischen her gesehen.
This thing is tiny, it's embarrassing.
- Do you understand? - But he's right.
It's 53.000 tons. We've to store It somewhere.
It's gonna cost us a fortune, Peter.
- Where will we find... - Or this.
Was kam in die Schächtelchen rein? Der Karl-Marx-Orden.
- What? - Beispiel.
Wenn jemand in der DDR herrlichen Kaffee brühen konnte,
kriegte der den Orden.
- Frau Müller ist aus der DDR. - Nein.
- So sehen Sie aber nicht aus. - Phil, look.
This thing is microscopic.
Frau Müller, der Kaffee komplett, bitte.
Wait, microchip.
A chip from German history. What does that sound like? Wait...
A chip from world history from Warner Brothers for you.
- A chip of world history. - What do you say?
That's it! Hey, we got it.
It's a wrap, man.
- Sugar, milk? - Please.
By all means.
Thanks.
- Milch, Zucker? - Na...
Wo kriegen Sie eine Million Verpackungen für Karl-Marx-Orden her?
Ja, sehr gut, dass Sie mich an meine soziale Verantwortung erinnern.
Ich will vor meinen Arbeiterinnen Ja nicht als Ausbeuter dastehen.
Die arbeiten drei Schichten, rund um die Uhr, ein Werk.
Da sind schon Investitionen nötig.
Ob vielleicht ein Vorschuss möglich wäre von... 35 Prozent?
Wer soll eigentlich eine Million Karl-Marx-Orden bekommen?
Das ist mein Geheimnis. Die Wende war nur angetäuscht.
Was wird eigentlich aus der Bude hier?
Na, wir machen dicht.
Das ist der einzige Arbeitsplatz, WO noch produziert wird.
Die anderen sitzen da und drehen Däumchen.
Und du? Wie heißt du eigentlich?
- Martina. - Martina, was wird dann aus dir?
Also mein Freund, der hat da schon eine Idee,
aber das verrät er noch nicht mal mir.
Na hoffentlich schickt er dich nicht auf den Strich, he?
Ist dir nicht ein bissel heiß?
Mann, nun ist aber genug. Mach "ne Flocke!
Du hast gesagt, dass wir nur noch an uns selbst scheitern können.
- Genau. - Na.
Wir können nur an uns scheitern, und werden an uns scheitern.
Leute wie wir scheitern doch schon aus Prinzip.
Bloß, um zu beweisen, wie ungerecht es zugeht auf der Welt.
- Das finde ich blöde. - Ich auch.
- Du auch. - Wie meinst du das?
Wir standen auf der richtigen Seite,
aber haben die Wahl mit Pauken und Trompeten verloren.
Und jetzt bilden wir uns sonst was drauf ein.
Es muss ein Ende haben. So sehe ich das.
Ja, ich auch.
- Peggy. - Ja?
Ich weiß nicht, ob ich das Angebot vom Ernst annehmen soll.
Das musst du wissen.
- Wann er wiederkommt, weißt du nicht? - Nee.
- Bitte schön. - Siehst du?
Jetzt ist den Leuten das Geld zu schade für einen Kaffee.
Tschüss, schönen Tag.
- Na, Anna. - Hallo.
- Willst du ein Eis? - Ein Eis, Ja?
- Klein, groß? - Klein.
- Schoko, Vanille? - Schoko.
Guck mal.
So müssten wir ein Kilo haben, wunderbar.
- Geht ein bisschen mehr? - Geht in Ordnung.
- Alles klar, machen wir 4 Mark. - 4 Mark?
- Ja, 4 Mark. Ist okay, ja? - 5, stimmt so?
- Okay, danke dir. Tschau. - Danke. Tschüss.
Herrschaften, wunderschöne Kirschen aus dem Berliner Umland, zuckersüß.
Und superfleischig. Das Kilo nur 4 Mark, Herrschaften.
Was kann ich für Sie tun?
- Ach, ich würde mich mal umgucken. - Umgucken?
Hm? Bitte.
So einen habe ich mal beim Elton John gesehen.
- Ah. - Bloß aus Plaste.
- Schon möglich. - Hm?
An was für eine Preisklasse hatten Sie denn gedacht?
Na ja, so ein ganz großer passt leider nicht in meine Wohnung.
Kann schon sein, ja.
Ich sage das, weil manche mit Vorstellungen kommen...
Nee, was richtig Gutes kann auch mal was kosten.
Hier, der. Der kleine hier vorne.
Wie sieht es denn mit dem aus? Der wäre doch was.
- Können Sie mal bitte? - Ja.
Danke.
(spielt fröhliche Melodie)
(er flüstert etwas)
- Nein. - Ja.
Und ich dachte, ich könnte ihn nicht bezahlen.
Ich zeige Ihnen was.
Unsere Klavierbauer mit teilweise 20 oder 30 Jahren Berufserfahrung.
Und hier...
Stimmung und Intonation.
Hier bekommt das Instrument Leben und Seele.
(fröhliche Klaviermusik)
(Musik klingt aus)
Na, wie geht's?
Petra.
Ziehst du jetzt aus?
Entschuldige, ich sehe es ja.
- Wo sind die Kinder? - In München.
Lässt er dich das alles alleine machen?
Hilft er dir nicht?
Gunnar, woran musst du denken, wenn du zum Beispiel...
diesen Flur hier siehst?
Ja, du... Du hast ja recht. Aber der Mensch kann sich ändern.
Petra, wenn du den Entschluss fassen solltest und...
du möchtest zu mir zurückkehren.
Also an meiner Seite ist für dich immer ein Platz frei.
Immer.
Du, ich arbeite jetzt für die Warner Brothers.
Also Clint Eastwood, Tina Turner, Faye Dunaway, kennst du ja.
Petra, ich nehme dich mit. Mit dir kann man sich sehen lassen.
Die Möbel lasse ich hier und das Kinderzimmer...
kannst du verschenken oder so, hm?
- Na komm. - Okay, danke.
So.
Das hier und die Kisten. Ziehen Sie die Tür zu, wenn ich fertig bin.
Du glaubst mir nicht, aber ich bin ein echter Hauptgewinn.
(das Windspiel klingelt)
(ruhige Orchestermusik)
(die Musik schwillt an)
Hier, ich habe es. "Das Handmelken.
Das sauber gereinigte Euter ist behutsam anzurüsten,
damit die Milch einschießen kann."
Weißt du, was anrüsten ist?
Anrüsten? Hm, Bianca?
Nein, komm. Ich möchte dich jetzt...
Kannst du mir helfen, sie zu halten?
- Ja, da ist gut. - Ja.
- Ja. Nein. - Festhalten. Wo denn?
- Komm. - Hinten, vorne, am Schwanz?
- Das mag sie nicht. - Komm her.
Ja, so ist's gut.
So.
Ganz brav, ganz ruhig.
Ich weiß auch nicht, was anrüsten heißt.
- Vielleicht schaust du im Duden nach. - Jetzt pass mal auf.
"Knebeln und Strippen sind Tierquälerei und schädigen das Euter.
Sie haben in der Tierhaltung keinen Platz mehr.
Fausteln ist richtig." Hier ist eine Zeichnung.
Da ist er. Pass auf.
"Knebel und Strippen sind falsch. Fausteln ist richtig.
Und es gibt drei Arten, mit zwei Fingern,
mit vier Fingern und mit der ganzen Faust Fausteln.
Mhm.
Komm, brav. Ja.
- Jetzt kommt's. - Aber du strippst.
- Du sollst nicht strippen. - Nein, ich faustle.
(Sprecher) Kamerun jetzt mit zehn Mann nur.
Dobrowolski.
Protassow! Eins zu null.
Ich wäre gerne mal drei Wochen am Stück hier.
Dann sollten wir unsere Termine vergleichen.
Ich fürchte, das macht uns nur traurig.
Also weiter.
(Hupen)
(Tobi) Hallo?
Ist da keiner?
Hallo!
Ernst!
(Tobi hupt erneut)
Ernst!
Hallo!
(Sprecher) ...zwei Manndecker mit Kohler vor dem Libero,
Augenthaler agiert, der zweite Mann Guido Buchwald.
- Berthold, rechte Abwehrseite. - Rudi!
Tobi! Du, es fängt gleich an.
Thomas Hässler im rechten Mittelfeld.
- Hast du was vom Ernst gehört? - Wenn du nix weißt? Nee, nix.
Rudi Völler, Heimspiel für den Römer, wie für Berthold und Klinsmann.
(Pfiff, Jubel)
Auf geht's. Beginn des WM-Finales.
Argentinien gegen die Bundesrepublik Deutschland.
- (Mann) Komm, setz dich. - Pst!
Littbarski, erst mal auf der linken Seite.
Ja!
...spielt Ruggeri Manndecker gegen Jürgen Klinsmann.
(ruhige Gitarrenmusik)
(Tobi) Ernst, ich mache mir Sorgen.
(Sprecher) Niemand mehr auf der deutschen Bank.
Alle sind aufgesprungen, Beckenbauer steht, neben ihm Holger Osieck.
Er hat auf die Uhr geschaut, es muss gleich Schluss sein.
Da unten feiern sie schon ein bisschen.
Keinen Fehler begehen. Einwurf für die deutsche Mannschaft.
Was kostet das Nerven! Kohler kann's kaum aushalten.
Und was gibt er? Er gibt Elfmeter!
Er gibt Elfmeter!
Also den vorher an Augenthaler,
den hätte ich zehnmal eher gepfiffen als den an Völler.
Eine Schwalbe war das doch! Das war doch kein Elfmeter.
Das war doch eine Schwalbe, eine glatte Fehlentscheidung, hm?
Was sagst du dazu?
Kann schon sein.
(Sprecher) An diesem einen Schuss
kann der Weltmeistertitel für die deutsche Mannschaft hängen.
Er kann mit links und mit rechts. Meistens schießt er mit rechts.
So, genug der Prognosen.
Hoffentlich trifft er, das ist wichtig.
Brehme gegen den Elfmetertöter Goycochea.
(frenetischer Jubel)
Eine hochverdiente Führung für die deutsche Fußballmannschaft.
Vier Minuten und 40 Sekunden vor dem Ende des Spiels.
(Jubel) (Feuerwerk)
(Jubelgesänge)
Brehme!
Brehme! Brehme! Brehme!
Brehme! Brehme! Brehme!
Das kommt nie wieder.
- Dein Taxi ist da. - Ah ja.
(Orchestermusik)
(Arnold) Deutschland.
Deutschland.
Deutschland!
(dynamische Musik)
(Jubelgesänge)
(Musik klingt aus)
(dramatische Orchestermusik)
Untertitel: Vanessa Klein 2023
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