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Original subtitles

Untertitelung. BR 2018

So, bitteschön, Wiener Polizei, ratlos.

Danke. Ich danke.

Ohne Bitte. Dankeschön. Keine Spur vom Frauenmörder. Dankeschön. Danke.

Keine Spur vom Frauenmörder.

Keine Spur vom Frauenmörder.

Der Täter hat die Frau in einem Tiefgarage überfallen, betäubt und mit

eigenen Fahrzeug weggebracht. Die Leiche wurde rund zehn Stunden nachher in

einem Waldstück gefunden.

Das Opfer wurde durch einen Schuss in die linke Schläfe getötet.

Der Fundort ist nicht der Tatort. Außerdem soll es sich bei der Tatwaffe

eher kleinkalibriges Modell handeln. Marke derzeit nicht bekannt, weil das

Projektil nicht gefunden wurde. Das heißt, wir wissen herzlich wenig.

Außer, dass er mit dem Wagen des Opfers zurückgefahren ist.

und ihn bei einer S -Bahn -Station abgestellt hat. Er war von dort kann er

alle möglichen Richtungen weitergefahren sein.

Schlechte Kritiken, Freunde.

Die Zeitungen prügeln uns wieder mal durch die Gegend nach Serra.

Immer dasselbe.

Unerkennbares Motiv.

Weder im beruflichen noch im privaten Umkreis des Opfers ein Hinweis auf den

Täter. Tja, das Einzige, was uns vielleicht weiterhilft, ist dieser

Zwei Punkte.

Ja, aber was hat die Zahl zwei zu bedeuten?

Vielleicht seine Glückszahl.

Er überfällt das Opfer, hält es eine Zeit lang fest und dann ermordet er es.

Dann bringt er die Frau in einen anderen Ort,

setzt sie in einer bestimmten Haltung hin und legt einen Dominostein dazu.

Mit zwei Punkten.

Der wollte, dass man sie so findet.

Tja, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als noch einmal alle

Bekannten und Arbeitskollegen des Mordopfers zu überprüfen.

Da muss es einen anderen Zusammenhang geben.

Tun Sie mir nichts.

Ich habe alles getan, was Sie wollten.

Sein Verhalten geht weit über die normale Tötung hinaus.

Was will der?

Was will der mit dieser Symbolik ausdrücken?

So ein Psychopath.

Es gibt aber in der Umgebung des Opfers keinerlei Hinweise auf einen

Geisteskranken. Dann müssen wir die eben in dieser Richtung überprüfen.

Welche Leute gibt es in welchen Auffälligkeiten?

Wechsel.

In letzter Zeit haben wir nicht Zeit für dich.

Aber ich werde schon wieder.

Was ist denn?

Da kracht's, ne Hund?

Halt doch mal keine Angst.

Mensch,

du bist doch ein Polizeihund, also schau, dass du rauskommst.

Guten Tag.

Kann ich Ihnen helfen?

Ja, so ein Hund.

Aber wenn ich Ihnen sage, was er will, will er das Gegenteil. Am besten, er

sucht sich selber was aus. Ich werde neue Quietschbuben bekommen.

Was? Quietschtiere.

Ach so. Da drüben.

Ach so, die Quietschtiere.

Und das?

Das ist nicht... Entschuldigung.

Ja? Ach, Böck, du bist... Ja?

Das habe ich befürchtet.

Gut, wir kommen hin.

Richard hat schon vermutet, dass der Täter noch einmal zuführen könnte.

Na ja, sieht ganz so aus.

Servus, Richard.

Ein Radfahrer hat gegen 7 .30 Uhr die Leiche gefunden. Laut Dr. Graf war es

derselbe Täter. Ich habe nicht gesagt, dasselbe Täter. Ich habe gesagt,

Tathergang. Servus, Richard.

Der selbe Tathergang wie bei dem Opfer vor drei Tagen.

Die Frau weist ebenfalls Fesselungsspuren an Hand - und

Nahschuss in die linke Schläfe, wiederum durch eine vermutlich kleinkalibrige

Waffe. Identität?

Keinerlei Papiere. Wahrscheinlich hat der Täter nie im ersten Fall das Auto

Opfers genommen und zur S -Bahn -Station gefahren. Die Papiere sind noch im Auto

oder was weiß ich.

Übrigens, das ist ja... Und wieder ein Domino -Stein.

Diesmal mit drei Punkten.

Das ist derselbe Täter.

Ich schätze, dass die Frau seit den frühen Morgenstunden tot ist.

Das sind kleine Rindenstücke und Dreck auf der Handfläche.

Haben die Kollegen etwas von Schleifspuren gesagt?

Nein, aber sie haben extrem tiefe Fußabdrücke gefunden. Wahrscheinlich hat

sie bis hierher getragen.

Willkommen an der Rindenstücke in die Hand.

Na, vielleicht hat sie ja Holz in der Hand gehabt.

Sag mal, wäre es möglich, dass die erste Tote auch an Astellaren gehabt hat?

Sicher.

Ja, aber da habe ich keine Spuren gefunden.

Na ja, Pöck.

Aber von da drüben könnte er auch gekommen sein.

Hey, Rex, warte bitte.

Wenn die Tote auch einen Ast in der Hand gehabt hat, dann ist es ein Ritual.

Spurensicherung.

Hat schon die Fingerabdrücke des ersten Alphas abgenommen.

In zwei Stunden werden wir wissen, ob die Tote einen dieser Stücke in der Hand

gehabt hat.

Keine Zeit.

Ich will Stocker spielen. Der Pöck muss arbeiten.

Wir wissen jetzt, dass beide Opfer einen Ast in der Hand gehabt haben.

Aber was ist mit den dummen Ersteinen? Nummeriert er seine Opfer oder was?

Aber wo ist dann das Erste?

Das im zweiten Fall war größer als der im ersten.

Ich bin direkt.

Zwei Morde innerhalb von drei Tagen. Ich habe mir alle Akten von Tricktätern aus

dem Archiv kommen lassen.

Die werden wir halt auch alle durchschauen und überprüfen, ob da

Einfrage kommt.

Das können wir ewig suchen, bis wir den passenden finden.

Wer weiß.

Und der Täter überhaupt einschlägig vorbestraft ist?

Ja, sicher kann es auch einer sein, den man noch nicht erwischt hat.

Schließlich gibt es einige unaufgekehrte Frauenmorde aus den letzten Jahren.

Aber was soll man sonst machen?

Wir haben keine Zeit für langwierige Untersuchungen. Wenn der im selben

weitermacht, dann haben wir bald den nächsten Mord hier. Wir müssen ihn

erwischen, verdammt, und zwar bevor was passiert.

Ja, wie denn?

Indem wir nicht hunderten Verdächtigen nachrennen, sondern den Täterkreis

einhängen. Welche Art von Psychopath ist das? Was bedeutet der Arzt in der Hand

der Toten und so weiter?

Das sind aber keine Psychologen. Eben, deswegen haben wir die Fachleute.

Ich rufe in der Kriminalpsychologie an und sage, es soll jemand vorbeigehen.

Wir werden klar.

Höllerer, hast du die Telefonnummer vom kriminalpsychologischen Dienst?

Bin schon dabei.

Wie im ersten Fall liegen auch im zweiten keinerlei Spuren eines sexuellen

Missbrauchs vor.

Also kein Triebtäter.

Möglich.

Aber im zweiten Fall kann ich dir eine Spur anbieten.

Bei der ersten Ermordeten ging das Projektil durch den Schädelknochen durch

war nicht mehr aufzufinden. Aber hier haben wir es mit einem Steckschuss zu

und ich habe das Projektil gefunden.

Kaliber 38.

Danke, Leon.

Ja, Richard, was hältst du denn jetzt von der Sache?

Der ist ein Verrückter, was denn sonst?

Meiner Meinung nach haben sich beim Täter möglicherweise meine Borderline

-Persönlichkeit. Das heißt, er bewegt sich an der Grenze zwischen Neurose und

Psychose.

Entschuldigen Sie, meine Herren, wenn ich Sie gerade im Gespräch gestört habe.

Ich bin Mag.

Neuhold vom Kriminalpsychologischen Dienst.

Ach so, das ist Dr.

Graf von der Gerichtsmedizin. Mein Name ist Moser. Wie kommen Sie auf Bord

allein? Wir beschäftigen uns schon seit Jahren mit solchen Fällen. Außerdem hat

mir Herr Böck am Telefonchen einen kurzen Bericht gegeben.

Dann wissen Sie ja, dass wir keine Zeit zu verlieren haben. Kommen Sie.

Auf Wiedersehen.

Sie haben recht.

Der Mann hat innerhalb kurzer Zeit zwei Morde begangen.

Das heißt, er kann nicht mehr aufhören?

Der muss doch irgendwem auffallen.

Eben nicht.

Ich weiß noch nicht viel über die beiden Fälle, aber es handelt sich um einen

intelligenten, sehr planvoll vorgehenden Täter.

Ist er geisteskrank?

Nicht nach außen hin.

Wieso?

Er wirkt wahrscheinlich ziemlich unauffällig und lebt angepasst.

Er hat der zweiten Toten dann noch größer in den ersten Jahren gegeben,

Was ist mit dem Dominostein?

Dominosteine können Verschiedenes bedeuten.

Spiel,

Gesetz der Serie.

Was ist das für ein Mensch, für eine Persönlichkeit?

Etwa 30 bis 40 Jahre alt. Was denn?

Und Sie können uns jetzt schon Auskunft geben, wie der Mann lebt?

Er hat beide Morde nachts verursacht.

Das heißt, er ist Regelmäßigkeiten unterworfen.

Tagsüber ist er einer gewissen Kontrolle, vielleicht auch

ausgesetzt. Er lebt allein, ist Junggeselle oder geschieden.

Ja, sind das jetzt Vermutungen oder Tatsachen?

Tatsachen.

Viele dieser Täter verhalten sich zwar unauffällig, sind aber trotzdem ziemlich

schwierig. Auf die Dauer hält es niemand mit ihnen aus.

Können Sie uns vielleicht noch was sagen, was uns bei den Ermittlungen

weiterhilft? Ich muss mal kurz in meiner Praxis anrufen. Natürlich.

Ich muss einige Termine für die nächsten Tage verschieben.

Arbeiten Sie nur nebenberuflich für uns?

Mich kann sich der Staat leider nicht leisten.

Ja, die nächsten Termine machen wir dann zentralisch aus.

Dankeschön, danke.

Bis dann.

Außerdem glaube ich, dass es in der Jugend des Täters bereits

gegeben hat, wie Diebstähle oder Brandstifte. Ja, aber was hat

Frauenmord zu tun?

Brandstifte haben nur eine geringe Kontrolle über ihre Impulse.

Sie neigen zum vermehrten Ausagieren, ähnlich wie Mörder. Was trifft sie uns

noch auf unseren Täter zu? Danke, Rex.

Ziemlich sicher hat er einen Konflikt mit jemandem. Er vermeidet aber die

Auseinandersetzung. Er sucht sich also ein Ersatzobjekt, an dem er dann seine

Aggressionen auslöst.

Sie hat die Frau stellvertretend für jemand anderen umgebracht.

Ja, davon kann man ausgehen.

Er ist nicht in der Lage, Konflikte auf normale Weise zu lösen. Er löst sie

gewissermaßen.

auf Umwegen.

Wie

genau treffen

Täter Profile zu?

Erfahrungsgemäß zu 97 Prozent.

Und worauf stützt sich diese Prozentsa? Auf Statistiken.

Man weiß, dass diese Täter einander sehr ähnlich sind.

Ich habe es gehört.

Oh, der Max.

Eine Dame in unseren Räumen. Das habe ich nicht erwartet.

Ja.

Also, das ist der Max Koch.

Ex -Kriminalbeamter in Unruhe. Und das ist Frau Mag. Neuholt von der

Kriminalpsychologie. Sehr erfreut. Wirklich sehr, sehr erfreut.

Ja. Ja.

Mit den Frauenmorden.

Seid ihr weitergekommen?

Leider noch nicht viel. Wo ist mein Semmel?

Ich habe einmal rausgehört, wenn man die Essig hat.

Und wo sind die anderen drei?

Alter, Herr Schuppen.

Lass dich nicht sterben. Ich bin sehr gespannt.

Wie gesagt, der Täter geht wenig Risiko ein.

Die Verwendung der Fahrzeuge seiner Opfer ist ein Teil seines Plans.

Er wirkt normal, leidet aber unter einem starken Konflikt oder

Wahnvorstellungen. Möglicherweise ist er früher schon mal in psychiatrischer

Behandlung gewesen.

Das beachtet man.

Gibt es irgendetwas, irgendeinen Detail, das uns den Täterkreis einengeln

könnte? Naja, die Dominosteine.

Es fehlt die Nummer 1. Das könnte bedeuten, dass er früher vielleicht

einen Mord begangen hat.

Meine Herren, ich muss wirklich gehen.

Vielen Dank, Sie haben uns sehr geholfen.

Wiederschauen.

Wiederschauen.

Wiederschauen.

Wie gesagt, sehr beachtlich.

Weißt du das Täterprofil?

Auch. Apropos Täterprofil. Ich glaube, ich habe da zwei Personen gefunden, auf

die alles ziemlich genau zutrifft. Sehr gut.

Sauberg, halbe, halbe.

Danke. Also, was haben wir da?

Georg Veith, zehn Jahre Gefängnis wegen Mord, vor zwei Jahren entlarvten, hat

sein Opfer mit einem Revolver erschossen.

Paul Senger hat seine Freundin ermordet und anschließend in einen Wald gebracht,

war dafür im Gefängnis, hat vorgegeben, unter Wahnvorstellungen zu leiden.

Und was ermittle ich bitte?

Du?

Ich habe die Kaminsätze zu Hause und du ermittelst, ob die arbeiten oder im

Wirtshaus sitzen.

Ich bin aber wegen der Morde da.

Wo ist der Kriminalpolizei? Kann ich mit dem Herrn Veith reden?

Kommen Sie doch rein.

Keine Angst, die Frau auf den Fotos lebt noch.

Da bin ich aber beruhigt. Sie hat Ihnen eben die Tür geöffnet.

Sie haben einen besonderen Geschmack.

Danke.

Nun, ich habe gemordet, ich war im Gefängnis dafür und jetzt mache ich das

daraus. Dann werden Sie mir sicher erzählen können, wo Sie die letzten Tage

waren. Sicher.

Ich habe mir übrigens schon gedacht, dass Sie bei mir auftauchen werden.

Die Medien sind ja voll mit diesen beiden Morden.

Setzen wir uns da jetzt um.

Ihr Mord vor zehn Jahren, der war den jetzigen sehr ähnlich. Ich bringe jetzt

niemanden mehr um.

Ich liebe meine Fantasien und meinen Roman.

Nicht nur.

Sie trinken Tee mit mir?

Ja.

Sie wollte damit andeuten, dass es mit mir eben nie langweilig wird.

Die alte Frage.

Sind die Normalen verrückt oder die Verrückten die Normalen?

Ja, ja.

Wo waren Sie denn vorgestern und heute Nacht?

Ich war mit...

Wir waren mit meinem Verleger in Hamburg. Wir sind heute früher

Ich kann das bezeugen.

Na dann.

Herr Singer?

Leise, wir sind auf einem Friedhof. Verzeihung. Herr Singer?

Ja.

Was wollen Sie von mir?

Böck. Ihre Nachbarin hat mir erzählt, dass Sie wahrscheinlich hier anzutreffen

sind. Angeblich besuchen Sie regelmäßig das Grab Ihrer Freundin. Wie das Mörder

eben so tun, ne?

Ja, es gibt Mörder, die zum Tatort zurückkehren, andere gehen auf die

Beerdigung, aber es gibt kaum welche, die regelmäßig ein Grab besuchen.

Ich habe Brigitte nicht umgebracht.

Wie Sie laut Ihrer Akte auch bis zuletzt geleugnet haben. Trotzdem sind Sie

rechtskräftig verurteilt worden und dafür im Gefängnis gewesen.

Ich habe sie nicht umgebracht.

Es war ihr eifersüchtiger Ex -Freund.

Ich habe sie tot gefunden und die Leiche im Wald versteckt, weil ich Angst

hatte, dass man mir das in die Schuhe schiebt. Warum eigentlich?

Wir hatten an dem Tag Streit und wie Sie sicher wissen, bin ich vorbestraft

wegen Körperverletzung.

Ja, ich habe jahrelang im Gefängnis gesessen und er läuft immer noch frei

Wie war das mit den Wahnvorstellungen?

Die habe ich vorgezweifelt.

Ich war ziemlich fertig damals und habe alles versuchen müssen.

Gefängnis in die Nervenheilanstalt zu kommen, aber die haben nicht viel

Sie haben damals die Leiche Ihrer Freundin in den Wald gebracht und ihr

Blume in die Hand gegeben.

Wir haben jetzt zwei Fälle, wo der Täter irgendwie vorgegangen ist.

Jetzt muss ich Sie fragen, wo Sie die letzten beiden Nächte verbracht haben.

Bei uns, im Wohnheim.

Herr Sänger ist vor 14 Tagen bei uns eingezogen, weil er Beistand braucht.

Und das Heim wird um 21 Uhr geschlossen.

Ja, aber... Ich würde Sie bitten, Herrn Sänger jetzt in Frieden zu lassen.

Er hat schon genug gelitten.

Sie haben doch das interessante Buch geschrieben mit dem vielversprechenden

Titel Lust am Töten.

Genau. Ja, das Buch hat sich lange in den Bestsellerlisten gehalten. Mein

das Thema fasziniert die Leute eben.

Um was geht es darin? Um einen Mörder?

Einen Serienmörder, der seine Taten aus purer Lust am Töten begeht. Ein Mann,

der tut, was er will und der nichts bereut.

Eine dissoziale Persönlichkeit, deren Aggressionsverhalten auf eine

Bindungsangst zurückzuführen ist.

Kompliment, Sie haben sich sachkundig gemacht.

Ich habe nur am Umschlag hinten nachgeschaut. Ja, das habe ich mir

Der Typ, den Herr Veith in seinem Buch beschreibt, hat aber auch etwas

Erotisches an sich.

Wenn er es überlebt.

Ich nehme an, Sie bereuen ja nicht, jemand umgebracht zu haben.

Ach, schauen Sie, Reue.

Wem nutzt die Reue?

Das Opfer bleibt trotzdem tot. Und dem Täter verdirbt es die Erinnerung.

Lesen Sie mein Buch.

Dann wissen Sie mehr darüber.

Äh, Erwidmung.

Brauchen Sie mir keine geben.

Also die zwei, die ich da heute überprüft habe, das sind sehr

Beim ersten, da hat der alte Vater ständig alle Fragen für ihn beantwortet.

Und der zweite, der wollte mir immer irgendwelche Fotoalben zeigen.

Ganz komisch.

Sag einmal, hört man darüber zu?

Entschuldigung, ich lese gerade das Buch von dem Feind.

Die Anleitung für künftige Serienmörder.

Da wissen Sie gleich, wie Sie es am besten machen sollen.

Das ist ein Wahnsinn.

Also, was ich sagen wollte, der Zweite, bei dem ich war.

Interessierst du dich wenigstens, was ich heute alles erlebt habe? Auch nicht.

Na gut.

Was hat er denn jetzt?

Er hört den Böck kommen.

Und, was wird es, wenn ich fertig bin?

Das wirst du gleich sehen.

Das ist schon das zweite Mal in der Woche.

Das wird nicht das letzte Mal sein.

Sex, das verlangt die Höchststrafe. Das ist ja aber klar, oder?

Gelderschau, ich hoffe, dass bitte eine Lehre sein, ja?

Und, was gibt es sonst noch Neues?

Was Neues gibt, das werde ich dir gleich sagen. Ich habe in mühevollster

Kleinarbeit den Verleger dieses Dichters ausfindig gemacht.

Und der hat bestätigt, dass der zu den Tatzeiten in Hamburg war. Das habe ich

gemacht.

Das ist alles noch.

Ich gehe schwimmen.

Schenke ich dir.

Was

machen

Sie hier?

Die Kollegin Höllerer hat mir gesagt, dass wir hier sind.

Richard, wir machen jetzt los. Gut, wir bleiben noch ein bisschen hier.

Bring einen Schlüssel runter, ja?

Eigentlich wollte ich nur wissen, ob es das Neue gibt.

Ja.

Ich habe gedacht, dass ich eben die Zeit noch im Büro antreten würde.

Na ja, normal schon.

Aber leider, das gibt es auch nicht viel.

Aber das hätte ich Ihnen telefonisch auch sagen können.

Ich bin es.

Wollen Sie was trinken?

Ja, gern.

Als war ich bei dem Veit, bei dem Diktat, Lust am Zöten.

Der käme zwar als Täter in Frage, aber der hat ein Alibi.

Das ist ein Wahnsinn.

Mach dann fertig, der verdient nachher schon meine Geld damit.

Naja, zum Glück passieren ja solche Morde bei uns hier nicht allzu häufig.

Du bist eben doch auch ständig da mitzutun. Wie halten Sie das aus?

Manchmal geht es mir da so wie Ihnen.

Und was tun Sie dann?

Ich würde ganz gern mit jemandem drüber reden.

Aber da gibt es niemanden.

Mit ihm ist es auch ein bisschen schwierig.

Sie wissen ja, wenn man zu lange in das Antlitz der Beste schaut, dann schaut

sie irgendwann mal zurück.

Aber man darf bei dieser Arbeit nie vergessen, dass das Leben auch sehr

angenehme Seiten haben kann.

Ist das ein psychologischer Rat?

Privat.

Ich habe das Gefühl, wir werden von jemandem beobachtet.

Sofort in dein Zimmer.

Hat sie dich beleidigt? Er mag dich eben auch.

Sie scheint aber eifersüchtig zu sein.

Nicht mehr lange.

Du überlegst aber deine Entschuldigung für heute Nacht.

Wie geht's euch?

Es scheint heute nicht gut drauf zu sein.

Und du?

Mir geht's gut.

Ich zieh mich an.

Ich zahle eigentlich.

Das ist der Kavalier, was? Ja.

Das Frühstück ist fertig.

Schau, süßen.

Mir geht das bald nicht aus dem Kopf.

Wenn ich nicht wüsste, dass du eine Alibi hast.

Ich habe dein Buch gelesen, er lügt.

Nein, nein, danke.

Ich kenne den Fall.

Dein Buch ist im größten Teil autobiografisch, aber seine Warnmotive,

verschleiert er.

Verschleiert?

Könnte der nicht dann los?

Nein. In Wahrheit hat er seine Aufbaustelle vertreten für seine Mutter

umgebracht. Er hasst sie, seitdem sie ihn als Kind in ein Heim geschickt hat.

Warum hat er dann nicht seine Mutter umgebracht?

Das wird ihm der Mut gefehlt.

Hat er sich jemanden als Ersatzobjekt gesucht?

Könnte das auch auf unseren Zettel zutreffen?

Doch, als möglich.

Sei mal ruhig, ich muss mich konzentrieren.

Der Mord hat in vertrauter Umgebung.

Guten Tag, die Herren.

Na, Herr Mayer, haben Sie immer noch so böse Träume?

Nein, Herr Doktor, mit dem neuen Medikament geht es besser. Das hört man

Herr Mayer.

Ihre Bilder waren auch schon einmal fröhlicher, Herr Hauf.

Geht es Ihnen nicht gut?

Hören Sie mich in Ruhe.

Ja, ich male, was ich will.

Aber ein schwarzer Himmel hat für die meisten Menschen etwas Bedrohliches an

sich. Es ist mir egal, was andere Menschen denken.

Jetzt sind Sie schon seit zehn Jahren in der geschlossenen Abteilung.

Wenn Sie hier rauskommen wollen, dann sollten Sie sich für andere Menschen

interessieren.

Wer sagt, dass ich hier rauskommen will?

So sehr schön hier.

Sind Sie von hier?

Kennen Sie sich hier in der Gegend aus?

Was suchen Sie denn?

Ich suche jemanden, der hier in der Gegend wohnt und sich ein bisschen

Es tut mir leid, ich wohne noch nicht sehr lange hier. Aber dann müssten Sie

Frau Schuster fragen.

Welche Frau Schuster? Ich weiß so ziemlich über alles Bescheid.

Die ist vorhin gerade aus dem Haustag gekommen. Die wird jetzt in Ihrem

Antibioten -Geschäft sein. Sie darf gleich um die Ecke.

Vielen Dank.

Alex, komm!

Hallo! Entschuldigen Sie bitte, mein Hund heißt auch Rick.

Na komm, komm, komm.

Herr Hauf, bitte in den Besucherraum.

Herr Hauf, in den Besucherraum bitte.

Herr Hauf, bitte in den Besucherraum.

Dann später nochmal. Danke.

Nummer zwei.

Herr Dr. Nala, bitte Klappe 413 rufen.

Herr Dr.

Nala, bitte Klappe 413 rufen.

Setz dich.

Du hast einen Fleck am Hemd.

Hast du wieder gemalt?

Ja, Mutter.

Und was hast du wieder gemalt?

Blutung? Blut nicht.

Dein Arzt hat mir gesagt, dass du jetzt hauptsächlich unser Haus malst.

Ja, ich bin schließlich aufgewachsen. Oder malst du die Bilder schwarz an?

Ich habe wieder so böse Erinnerungen.

Dir hat dir mein Vater gefehlt.

Deshalb habe ich dich so streng erziehen müssen.

Bemühe dich, sonst kommst du ja nicht heraus.

Hör auf.

Warum kann ich denn nicht hierbleiben, Mutter? Ich will, dass du wieder zu mir

kommst.

Ich will nicht allein sein.

Ich glaube nicht, dass das gut ist. Ich weiß schon, was für dich gut ist.

Ich habe das Gefühl, der Täter hat was mit der Gegend hier zu tun.

Aber der wird doch nicht so unvorsichtig sein.

Oder er will auf was hinweisen.

Ich habe schon verstanden, Richard. Wir sollen uns dort in der Gegend umschauen,

nicht?

Ja. Warte, ich schreibe mir das auf.

Wie?

Schuster.

Alte Kunst.

Wo fährst du hin?

Gut, ich kümmere mich drum.

Servus. Was gibt's?

Ach, der Richard muss zur Waffentechnik und ich soll zu einem

Antiquitätengeschäft eine gewisse Frau Schuster befragen.

Wer? Kann ja hinfallen, wenn du keine Lust hast.

Das ewige Blättern in den Nacken ist mir sowieso zu staubig.

Verstehe nicht.

Seit ich mit dem Arzt drüber rede, dass du endlich wieder herauskommst, ist

alles für schlechter geworden.

Ich kann doch nichts dafür.

Das sagst du immer.

Aber so kann man nicht leben.

Ich kann nicht anders, Mutter.

Manchmal habe ich das Gefühl, du willst ja gar nicht heraus.

Aufgrund dessen, dass es sich um einen Bleigeschoss handelt, nehmen wir an,

der Täter eine ältere Waffe verwendet hat.

So 30er bis 40er Jahre.

Kann man was über die Marke sagen?

Ich habe hier aus dieser Zeit einige.

Es könnte diese sein oder diese.

Guten Tag.

Guten Tag.

Ich habe gehört, Sie haben ein paar schöne alte Gläser.

Meine besten Stücke sind in dieser Vitrine hier.

Schön.

Sehr schön, dieser Freundschaftspokal.

Fabluses Glas.

Herausgeschliffene Medaillons mit blauer Lasur.

Facettierter Schaft.

Ich denke, das ist Böhmern.

19. Jahrhundert.

Richtig. Sie kennen sich aber sehr gut aus. Sammeln Sie alte Gläser?

Leider.

Mein ganzes Erspartes Geld habe ich in diese Gläser einer Kostbarkeit

investiert. Ich habe sogar einen echten Kot gehasst. 18 ,20.

Also, falls Sie den einmal verkaufen sollten, dann wäre ich sehr

Ich glaube nicht. Ich bin ein echter Sammler.

Aber vielleicht kommen wir anders ins Geschäft.

Ich habe hier in der Gegend eine Wohnung gekauft. Ich brauche vielleicht ein

paar alte Möbel. Ja, sehen Sie sich nur in Ruhe um.

Wenn Sie mehrere Stücke kaufen sollten, dann können wir natürlich über den Preis

reden. Ja, das werden wir ganz bestimmt.

Ich habe bis jetzt immer am anderen Ende von der Stadt gewohnt. Wie ist es denn

da in der Gegend?

Ja, das ist eine ruhige Gegend.

Gutbürgerliches Publikum. Das ist beruhigend.

Ich habe nämlich in der Zeitung gelesen von diesen Frauenmorden, dass man die...

Obfäule hier gefunden hat.

Wusste ich gar nicht.

Ja, ist in der Zeitung.

Ja, ich höre Radio. Da haben Sie nicht gesagt, wo man die toten Frauen gefunden

hat.

Wüssten Sie jemanden, dem Sie hier in der Gegend einen Mord zutrauen würden?

Nein.

Kommen Sie darauf?

So alt, wenn man hier herzieht, das macht einem schon ein bisschen

nachweis.

Ich habe den Bereich der Fesselung genau untersucht und dabei Faserspuren

festgestellt. Die Fasern stammen eindeutig von Mullbinden.

Die Opfer waren also an Händen und Füßen mit Mullbinden gefesselt.

Entweder verwendet er sie aus rituellen Gründen oder er hätte sie am Opfer

gelassen. Oder er hat mit Mullbinden zu tun.

Arbeitet er im medizinischen Bereich?

Naja, da gibt es tausende.

Und wie weit seid ihr jetzt?

Wir?

Wir arbeiten daran.

Da kann man nichts machen, Kollege.

Jedenfalls danke und gute Nacht.

Richard?

Richard!

Richard, bitte geh nach Hause. Wir zwei halten die Stellung. Außerdem inzwischen

observieren Dutzende Zivilstreifen die Tiefgaragen, Parkplätze und sonstige in

Frage kommende Orte in ganz Wien und Umgebung.

Abgesehen von den Funkstreifen und der halben Verkehrspolizei. Mehr kann man

wirklich nicht tun.

Musa, geh schlafen.

Gut, geht auch.

Oh

Gott,

jetzt haben sie mich aber erschreckt.

Das tut mir leid. Das war wirklich nicht meine Absicht. Aber ich bin trotzdem

sehr erschrocken.

Naja, das ist kein Wunder. Die Zeitungen sind ja voll mit Berichten über diese

Frauenmorde. Ja, ja.

Wissen Sie, es geht mich ja nichts an, aber Sie sollten wirklich nicht allein

durch so eine so große Straße laufen.

Ach, keine Sorge. Mein Auto steht gleich in der Ecke. Also, wenn Sie wollen,

dann bringe ich Sie hin.

Nein, das ist kein Thema. Ich wohne hier. Ich muss ohnehin in die Richtung.

Alles schön. Vielen Dank. Das ist sehr nett.

Vielen Dank für die nette Begleitung. Ich habe zu danken.

Was wollen Sie von mir?

Sorg, dass du gerne mitgekommen bist.

Bitte lass es mir stehen.

Du bist gerne hierher gekommen.

Nicht weinen.

Und mitreißt du gar nichts von mir, Mutter.

Sie sind wahnsinnig.

Und wenn, dann bist du schuld dran. Du hast mich immer geschlagen. Du hast mich

immer geschlagen.

Jetzt sag endlich, dass du gerne mitgekommen bist, ja?

Ich bin gerne wiedergekommen.

Das klingt nicht sehr überzeugend. Bemühe dich etwas.

Ich bin gerne mitgekommen.

Das klingt doch schon besser.

Jetzt sag.

Ich werde dir nie wieder Vorschriften machen.

Ich werde dir nie wieder Vorschriften machen.

Mutter. Ich werde dir nie wieder Vorschriften machen.

Und jetzt sag, dass es dir leid tut, was du mir angetan hast, Mutter.

Ich bin nicht ihr Mutter.

Du glückst.

Glück nicht.

Glück nicht.

Sag, dass es dir leid tut.

Es tut mir leid, was ich dir angetan habe.

Ich glaub dir nicht, Mutter.

Es tut mir leid, was ich dir angetan habe. Ja?

Gut.

Jetzt sag.

Du kannst in der Anstalt bleiben, so lange du willst.

Jetzt sag, dass ich nichts Böses getan habe.

Du hast nichts Böses getan.

Jetzt sag, dass du mich in Wirklichkeit liebst.

In Wirklichkeit liebe ich dich. Du lügst.

In Wirklichkeit liebe ich dich.

Du sagst, ich liebe dich.

Ich kann es nicht laufen.

Machen wir einen Kaffee.

Er hat es wieder getan.

Mit ziemlicher Sicherheit dieselbe Tatwaffe wie in den anderen beiden

Ich habe einen Einschuss und eine Austrittswunde, aber natürlich kein

Servus, Richard.

Dritte Opfer.

Was ist los?

Bist du umgefallen?

Oder ist da was schiefgelaufen?

Möglicherweise.

Die Leiche sitzt nicht.

Kein Domino -Stein.

Aber unsere Spurensicherer haben den Backen herausgefunden.

Und wieder ist der Ast ein Stück größer als bei der Letten.

Aber warum ist er von der üblichen Vorgangsweise abgegangen?

Vielleicht hat ihn jemand überrascht, ist gestört worden.

Er gelebt kann es ja nicht mehr haben.

Warum nicht?

Ja, ein Kopfschuss.

Ach, du würdest staunen, wie viele Menschen einen Kopfschuss überlebt

Der fühlt sich sicher.

Ich habe keinen Fehler zu machen.

Ich bin die letzten zwei Nächte nicht nach Hause gekommen.

Und was machst du weiter?

Deine Witze war auch schon besser.

Ich laufe einigen Vorbestraften hinterher und frage sie, ob sie in

zufällig ein paar Frauenmorde begangen haben. Und dann darf ich auch noch in

einigen Waffengeschäften nachfragen.

ob die alte Revolver oder Pistolen verkaufen.

Wieso eigentlich?

Weil höchstwahrscheinlich alle drei Opfer mit einer Waffe aus den 30er

Kaliber 38 erschossen worden sind.

Na, das ist interessant.

Ich war doch in diesem Antiquitätengeschäft. Und ich habe mich

mit der Besitzerin unterhalten.

Fachkundig? Was heißt fachkundig? Ich habe natürlich vorher einige

Auktionskataloge durchprobiert.

Morgen, die Herren.

Guten Morgen.

Morgen. Der Höllerer sagt, dass die Opfer mit einer alten Waffe ermordet

sind. Ja, es geht um einen alten Revolver aus den 30er Jahren.

Das ist aber interessant.

In dem Antiquitäten -Shelter war ich bei der Frau Schuster.

Sie hat auch alte Waffen.

Warum sagst du mir das erst jetzt?

Hat mir doch keiner danach gefragt.

Wir bringen lokal Nachrichten.

Heute in den frühen Morgenstunden wurde das dritte Opfer einer Morgenserie

gefunden, die derzeit ganz mit in Atem fällt.

Eine Frau, die derzeit nicht identifiziert ist, wurde erschossen.

Ähnlich wie in den beiden anderen Fällen wurde das Opfer... Sie wünschen?

Moser, Kriminalpolizei. Ich habe gehört, dass Sie auch Waffen führen?

Ja.

Wir haben alte Waffen hier.

Gut. Schau mich mal um.

Suchen Sie ein bestimmtes Fabrikat?

So aus den 30er Jahren.

Kaliber 38.

Du musst dich nachdenken.

Muss es unbedingt ein Kaliber 38 sein?

Ja. Es geht um einen Fall, bei dem es eine solche Waffe verwendet worden.

Ich habe so eine Waffe gehabt.

Die wurde allerdings vor einem halben Jahr verkauft. An wen haben Sie sie

verkauft? Das weiß ich nicht mehr.

Sie wissen, dass Sie so eine Waffe nur an jemanden verkaufen dürfen, der eine

Besitzkarte hat.

Die Waffe war defekt, nicht schussfähig.

Deshalb habe ich von dem Kunden keine Besitzkarte verlangt.

Können Sie den Käufer beschreiben?

Tut mir leid. Haben Sie ihm eine Rechnung ausgestellt?

Selbstverständlich, aber die Rechnungen aus diesem Zeitraum sind natürlich alle

beim Steuerberater. Außerdem steht der Name des Kunden nicht drauf.

Könnte es sein, dass der Käufer aus der Gegend hier stammt? Nein.

Ich kenne alle Leute aus der Gegend.

Na ja, können wir nichts machen. Wir können nichts machen.

Tut mir leid.

Wenn noch was einfällt, dann rufen Sie mich an.

Das wäre wichtig.

Na komm, der wird mir mal lernen.

Ja, das hab ich alles. Gibt's sonst noch was?

Gut. Danke für die Auskunft.

Hm? Ja.

Wiederhören.

Also, folgendes gibt's über die Frau Kuster.

Sie ist von ihrem zweiten Mann geschieden. In erster Ehe war sie mit

gewissen Heinz Hauf verheiratet. Der ist aber schon vor mehr als 25 Jahren

gestorben. Aus dieser Ehe gibt's einen Sohn. Und der Schuster ist bei uns nix

drin. Schauen wir uns der Haut nach.

Aber im Doppel -L.

Au.

Clara, da gibt's einen Hinweis auf einen Kurthauf.

Kurthauf, da ist er, was?

Verurteilt wegen eines Frauenmordes? Das war vor zehn Jahren.

Zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig.

Eingewiesen in eine geschlossene Anstalt. Möglicher Rückfalltäter. Wieso

wir die Akte von dem nicht da? Das Archiv hat uns die Akte gar nicht

weil der Städter nicht in Frage kommt.

Wieso denn?

Er sitzt immer noch in der Anstalt.

Nummer zwei.

Mach die Tür zu.

Warum bist du heute schon wieder da?

Was ist das denn?

In unserer Gegend sind drei erschossene Frauen gefunden worden.

Jetzt war die Polizei bei mir und hat nach dem alten Revolver gefragt.

Welcher alte Revolver?

Der Leber 38.

Du hast das Kind oft damit herumgespielt und versucht, mich damit zu

erschüttern.

Du weißt, für welche Rolle ich rede.

Setz dich.

Was hast du dem Polizisten erzählt?

Dass ich die Waffen verkauft habe.

Aber es stimmt nicht.

Sie ist verschwunden.

Warum erzählst du mir das alles, Mutter?

Wenn du etwas damit zu tun hast, kommst du ja nie wieder heraus.

Aber was soll ich denn damit zu tun haben?

Ich bin doch hier eingesperrt.

Ich weiß, ich weiß.

Der Revolver muss da sein, Mutter.

Du hast mir doch erzählt, dass du einfach von den Waffen in die alte Truhe

hast. Du wolltest sie reparieren lassen.

Dann habe ich gar nicht mehr gedacht.

Aber du hast recht.

Ich werde heute noch einmal alles absuchen.

Ja. Sein erster Mord ist mit dem zweiten identisch, kann man sagen.

Damals hat man gedacht, dass ich die Frau mit dem Lineal gegen ihn

wollte. Ich bin sicher, er hat es ihr erst nach dem Mord in die Hand gegeben.

Das nachher mit den Domino -Steinen ist ihm viel später eingefallen.

Was bedeutet er erst?

Das geht aus seiner Akte hervor.

Der Vater ist früh verstorben und die Mutter hat ihn thematisch misshandelt.

Und jetzt will er sich rächen, oder was?

Ist ein bisschen komplizierter.

Wenn eine männliche Identifikationsfigur fehlt, dann werden die Mütter als

übermächtig und angstauslösend betrachtet.

Daraus kann sich eine Neurose entwickeln. Wenn der nicht eingesperrt

ich sagen, der war's. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass er so einfach aus

einer geschlossenen Anstalt rauskommt. Es hat schon mehrere gegeben, die

rausspaziert sind. Einer sogar mit dem Nachschlüssel. Wir haben das Auto der

Toten gefunden.

Oh, guten Tag.

Wieder bei einer S -Bahn -Station, allerdings bei einer anderen. Das ist

was ich dir sagen kann.

Wie man passt in den Verdächtigen, sagt er dann an Kurt Hauf.

Na, warum der Bord? Passt doch alles. Warum verachten wir den nicht?

Weil er sitzt.

Und es gibt schweren Haftbefehl für jemanden, der eingesperrt ist.

Guten Tag.

Guten Tag.

Ah, wir haben miteinander telefoniert. Das ist der Herr Moser von der

Kriminalpolizei. Guten Tag.

Sie können mit Herrn Hauf sprechen, er ist im Aufenthaltsraum im ersten Stock.

Aber regen Sie ihn nicht auf.

Es geht ihm nicht sehr gut.

Ist in Ordnung.

Sie können sich hier ruhig umsehen, aber ich teile Ihre Vermutung nicht, dass

hier ein Patient ungesehen raut und weint.

Naja, wenn der Patient... Herr Hau?

Ja?

Ich bin Mag.

Neuhold. Dr. Kraus hat mir erlaubt, mit Ihnen zu reden. Ich schreibe eine Arbeit

über Borderline -Patienten. Guten Tag.

Dr. Kraus hat mir gesagt, dass Sie kommen.

Ich möchte nur ein paar Dinge über Ihre Probleme erfahren.

Ich weiß nicht, ob ich Ihnen helfen kann. Sie wissen doch sicher viel mehr

meine Krankheit als ich.

Ich bin jederzeit bereit, etwas dazu zu lernen.

Such, ist ein Bett.

Dr. Kraus hat mir gesagt, dass es ihm nicht besonders gut geht.

Können Sie mir sagen, warum?

Ich habe immer diesen Traum.

Welchen Traum?

Ich weiß nicht, ob ich darüber reden soll.

Erzählen Sie mir davon. Vielleicht geht es Ihnen dann besser.

Ich laufe durch einen Wald.

Und weiter?

Ich komme an eine Wiese.

Was passiert dann?

Das sind Blumen.

Ich pflücke die Blumen.

Ist noch jemand auf dieser Wiese?

Nein, nein, nein.

Nein, nur ich und die Blumen.

Was machen Sie mit den Blumen, die Sie gepflückt haben?

Gar nicht. Ich wollte nur wissen, wie das Ende des Traumes ist.

Es gibt viele verschiedene Träume.

Was träumt sich der so?

Das ist er.

Das war's für die richtige Spur.

Oder muss es noch eine geben?

Hallo,

Entschuldigung.

Boah,

in Italien.

Ich will eigentlich gar nicht hier raus. Ich habe doch alles, was ich brauche.

Mein Essen, meine Tabletten, meine Ruhe.

Herr Dr. Kraus hat mir erzählt, dass Ihre Mutter Sie sehr oft besucht.

Ja, ja, meine Mutter kümmert sich sehr um mich.

Mögen Sie Ihre Mutter?

Natürlich, sonst würde sie mich doch nicht besuchen.

Warum wollen Sie nicht nach Hause zu Ihrer Mutter? Ich glaube, ich werde...

Ich glaube, ich werde zur

großen Belastung für Sie gehen.

Ich bleibe lieber hier.

Es muss noch was sein. Los, komm. Und such.

Such.

Komm, da ist nichts.

Na komm, was ist?

Aber wenn Sie mal hierbleiben, werden Sie nie eine Frau kennenlernen.

Das ist doch kein Problem für mich.

Wieso? Sie haben doch schon mal eine Freundin gehabt.

Ja.

Ja, ja. Das ist lange her.

Was ist damals passiert?

Sie haben die junge Frau getötet und ihr anschließender Lineal in die Hand

gegeben.

Ich kann mich nicht mehr erinnern.

Reden wir über das Lineal.

Ist es nicht so, dass Sie damals die junge Frau stellvertretend für Ihre

umgebracht haben, die Sie immer wieder misshandelt hat?

Ich weiß es nicht. Und das Lineal ist vermutlich ein Symbol für die

Misshandlungen.

Sie sind gar nicht hergekommen, um etwas über meine Krankheit zu erfahren. Sie

wollen mich besorgen.

Nein, nein, nein.

dich mehr bedienen.

Lassen Sie mich in Ruhe.

Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann mal wieder.

Sie haben mich geirrt.

Wir haben entdeckt, wie hauptsächlich raus kann.

Und im Speiseaufzug.

Er hat das Gespräch mit mir abgebrochen.

Wo ist er jetzt?

Nix Besonderes.

Im Aufenthaltsraum gibt's Domino -Spiele. Vielleicht hat er dich da nicht

enttäuscht.

Warte mal, warte mal.

Warte mal.

Das hätten

sie irgendwann noch sehen können, wenn sie noch gelebt hätten.

Ich sag dir sofort.

und die Platte der Toten im Wald.

Halt sie auf!

Los, auf den Fuß!

Oh, das ist jetzt ein Punkt, ja.

Großvater, weißer Chemietransporter, Kennzeichen 302 KT. KT!

Ich habe draußen Ihr Auto stehen sehen. Wie geht es Ihnen denn?

Was machen die Geschäfte?

Es geht.

Bei Ihnen?

Ich habe gestern noch ein Speisezimmer verkauft.

Jetzt hole ich nur gerade die restlichen Sessel.

Herr Riedl, auf meiner Seite ist das Dach schadhaft.

Dahin bringen wir das hinein.

Ach gut.

Ich werde mal mit dem Dachdecker reden. Das geht nicht, dass der Barockkasten

Wasserflecken bekommt.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie das rasch erledigen würden.

Mache ich.

Wiedersehen, Frau Schuster.

Wiedersehen.

Sehr unauffälliges Gerät.

Na, was schaust?

Entschuldige, dass uns jemand zieht.

Du warst es so doch.

Niemand kann es mir nachweisen.

Ich bin schließlich eingesperrt.

Warum hast du das gemacht?

Du wolltest mich herausholen aus der Anstalt.

Das war nicht recht von dir, Mutter.

Draußen habe ich keine Dame.

Ich habe vermutet, dass du es hier gemacht hast.

Du warst schon als Kind ganz versessen auf diesem Keller.

Ja.

Ich war gar nicht... Hier hatte ich keine Angst vor dir.

Wahrscheinlich hast du dir damals schon diesen ganzen Wahnsinn ausgedacht.

Ich wollte nur, dass du mich... Dass du mich so behandelst wie jedes andere

Kind. Du warst aber nicht wie jedes andere Kind.

Niemand ist mit dir fertig geworden.

Und dann habe ich mich hier versteckt.

Wo du hast mich gesucht.

Es ist vorbei.

Du musst wieder zurück in die Anstalt.

Du musst mich erfinden.

Such mich, such mich doch, such mich!

Hallo!

Das habe ich aber genug.

Komm endlich heraus!

Runter!

Runter!

Gib dir die Waffe her.

Du schaffst dir sowieso nicht mehr, das anzutun.

Ich bin wie gesehen.

Du bist zu fähig dazu.

Aber musst du recht haben.

Immer musst du recht haben. Immer musst du recht haben. Immer musst du recht

haben.

Seinen Richter auch erst zu Vater ins Grab gebracht.

Den Herzinfarkt hat er bekommen, weil er sich über dich so aufgeregt hat.

Über dich?

Über dich hat er sich aufgeregt, weil du niemanden liebst, weil du alle nur

quälst.

Über dich, über dich.

Weil ich mich immer um dich kümmern musste.

Mutter.

Ich will nicht, dass man sich um dich kümmern muss. Ich will das nicht, ich

das nicht, ich will das nicht.

Ließ deinen Mann in der Hand steigen, lässt du mich in Ruhe.

Immer wenn du kommst, kommandierst du mich herum.

Ohne mich bist du nicht lebensfähig.

Du siehst doch, wie weit ich es gebracht habe.

In Wirklichkeit bist du wahnsinnig, Mutter.

Höllerer, du bist. Was gibt's?

Die Frau Schuster hat sich bis jetzt noch nicht blicken lassen. Und der Herr

Sohn leider auch noch nicht.

Was ist bei dir?

Nichts. Gut, ich melde mich wieder, wenn irgendwas sein sollte.

Servus. Servus.

Ja?

Nichts Neues.

Im Geschäft ist er bisher nicht aufgetaucht.

Und bei dir? Die haben einen Wäscherei -Lkw gefunden bei einer S -Bahn

Von Hauf keine Spur.

Servus, Richard.

Bis später, Böck.

In deiner Akte gibt es aus psychologischer Sicht keinerlei Hinweise

er sich aufhalten könnte.

Außer deiner Mutter hat er keine Bezugspersonen.

Die überwachen die Fundorte der Opfer.

Ich glaube nicht, dass er dorthin zurückkehrt. Dazu ist er viel zu schlau.

weiß, dass er gesucht wird.

Wenn das alles vorbei ist, dann fahren wir beide weg.

Hoi.

Weit weg.

Nein, ich habe Ihre Nummer im Telefonverzeichnis der Frau Schuster

Wissen Sie, wo sie sein könnte?

Ah, ich verstehe. Vielen Dank.

Frau Stammkunde, sie hat Sie schon seit Wochen nicht gesehen.

Ich muss jetzt in die Praxis.

Ich möchte mich vorher noch umziehen. Ich habe um 8 zu erzählen. Gut, ich

da weiter.

Tschüss.

Ich bin ab 8 zu erreichen.

Großer Mordkommission, Herr Riedl.

Ich suche Frau Schuster.

Ja, die, wissen Sie... Was? Sie haben sie gestern gesehen, wann?

Und wo?

In ihrem Lager? Wo ist das?

Wo?

Moment.

Aha. Können Sie dort hinkommen?

Gut. In einer halben Stunde.

Aber gehen Sie nicht rein.

Gut.

Guten Tag, hier ist die Praxis von Mag. Neu. Heute bin ich erst ab 8 Uhr wieder

persönlich erreichbar. Sie können aber...

Hallo Hoffmann, ich bräuchte dringend eine Verhandlung. Kennzeichen W6N686C,

Peugeot Silber.

Okay.

Das hier ist der Auto.

Lager 4 habe ich hier verpachtet.

Waren Sie schon drin? Nein, sollte ich ja nicht.

Warten Sie.

Warten Sie hier.

Da drin ist niemand.

Wissen Sie, wo sie sonst noch sein könnte?

Keine Ahnung.

Heute, da hat sie gestern gestanden.

Genau an dieser Stelle. Sieht fast aus, als ob sie da gestern gar nicht

weggefahren wäre.

Dann ist sie vielleicht zu gut gegangen.

Komm her.

Und such.

Herr Zuböck, das Wartungs - und Schuster ist hier, in der Lagernähe Augarten.

Wir schauen uns um.

Danke.

Wo ist denn der?

Wuhu!

Wuhu!

Danke, Anna.

Frau Schuster!

Frau Schuster!

Ja, geben Sie Acht, er ist völlig unberettet.

Untertitelung. BR 2018

Ich bin gerne mit Ihnen hierher gekommen, Herr Haupt.

Sag doch zu mir, du seist ein bisschen freundlicher.

Ich bin gerne mit Ihnen hierher gekommen.

Sag, dass es dir Freude macht, bei mir zu sein.

Es macht mir Freude, bei dir zu sein.

Sag, dass ich in der Anstalt bleiben darf, solange ich will.

Du darfst in der Anstattung bleiben, solange du will.

Sag, dass ich nichts Böses getan habe.

Du hast nichts Böses getan.

Sag das nochmal.

Ich lobe dir nicht.

Du hast nichts Böses getan.

Und jetzt sag,

dass du mich in Wirklichkeit liebst.

Wirklichkeit liebe ich nicht.

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