All language subtitles for Aimee Jaguar xxx

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Original subtitles

Berlin war schon immer eine der wichtigsten Städte Europas. Ein Zentrum.

Und Sie stehen hier in diesen Räumen quasi im Zentrum des Zentrums.

Das Regierungsviertel liegt so nahe, dass Sie mit dem Bundeskanzler

können. Der Glanz des nächsten Jahrtausends lacht Ihnen sozusagen zum

herein. Kommen Sie hier dann bitte.

Die Tapeten werden alle entfernt und Wände werden umstritt.

Ein wichtiger Tag für ihn.

Wann ist der Waschtisch? Die Tränen werden selbstverständlich erneuert.

Ich darf hier auf dem Bild. Wo bist du denn?

Bitte lassen Sie sich von dem jetzigen Zustand der Räume nicht abschrecken.

Fotos im Stuhl gehören mir.

Alles andere können Sie zu Brennholz machen.

Sind meine Damen alle da?

Ja, ja, keine Panik, Frau Brüste. Bin gleich da.

Glück für das Röckchen.

Letzter Blick.

Am Anfang ist es immer ein Schock, Frau Guß, aber das geht vorbei.

Zwischen Sie sich erst mal häuslich ein und dann kommen Sie runter und sagen

Ihnen einen guten Tag.

Spielen Sie gerne Rummel, Frau Guß?

Frau Guß? Wo ist sie denn hin? Frau Guß?

Frau Guß? Frau Guß?

Wo wollen Sie denn hin, Frau Wust? Wo?

Seien Sie doch vernünftig! Wo wollen Sie hin?

Frau Wust, wohin?

Ja, also, ich bin Ilge.

Im November 1943 saß ich mit meiner Freundin Felice in Beethoven's Neunter.

Seit drei Wochen tobt die Luftschlacht um Berlin.

Aber das Leben ist ja voller Widersprüche.

Und so kam es, dass ich mich an diesem Abend nicht für den Krieg, sondern nur

für Felice und ihr elegantes Parfüm interessierte.

Nicht schlafen.

Kaum begann der Alarm, war Felice auch schon weg, um die Wust, bei der ich mein

Haushaltsjahr zu leisten hatte, von nahem zu sehen. Sie war entzückend. Ist

wahr? Aber ja. Vielen Dank.

Ernst! Ernst, hier!

Ich trage sie ja praktisch nie, aber trotzdem.

Vielen Dank.

Bitte die Seitenausgänge rücken.

Nicht wiederholen.

Die Seitenausgänge rücken.

Mach dir mal keine Hoffnung.

Sie probiert es mit meiner AI. Am Ende bleibt sie doch bei ihrem Mann.

Wunderschöne Augen.

Ja, ganz besonders, wenn die AJ vorbeimarschiert.

Philippe Schragenheim.

Roland Schragenheim.

Ihr Vater war ein guter Herr.

Nehmen Sie sich ihn aus.

Wir haben heute Morgen die 50 besten Fotografen losgeschickt, um die

Vorgänge zu fotografieren.

Wir werden alles vernichten.

Hier, für unsere englischen Freunde.

Verrückt, was ist das?

Die letzten Transportlisten aus Ungarn.

Schmidtchen sollte gleich fotografieren.

Bis morgen.

Felice, du kennst kein Risiko mehr.

Das ist nicht gut.

Für keine von uns.

Niemand konnte sich so gut verstellen wie Felice.

Sie arbeitete bei einem Nazi -Blatt, schrieb Unmengen Gedichte und lief

aus, was so schöne, lange Locken wie zum Beispiel ich hatte.

Manchmal dachte ich, Felice wäre viele Menschen.

Und immer wenn man einen hat, wird man von einem anderen betrogen.

Sie war wirklich schwer zu fassen.

Und nur bei ihrer Großmutter war sie zahm.

Zahm wie ein Lamm.

Aaron, Sie haben hier ganz blaue Lippen. Kommen Sie, trinken Sie das. Das wird

Ihnen gut tun.

Großmama! Warum folgt sie nicht?

Einmal habe ich ihr gesagt, bleib in der Kammer.

Geh nicht auf die Straße.

Komm nicht hierher.

Großmama!

Halb Berlin brennt.

Willst du mir sagen, dass du wieder nicht im Keller warst? Setz dich!

Warst du im Bett?

Warst du im Konzert?

Ich weiß nicht, was das damit zu tun hat.

Dann sprich nicht über Gefahr.

Irgendwann! Und nicht mit vollem Mund!

Entschuldigen Sie, Ilse.

Großmütter sind immer ein Problem, ich weiß.

Als sie klein war, wollte sie rückwärts auf einem Schlitten über einen Felsen

fahren. Stimmt doch, Felice, oder? Das war einmal.

Und überhaupt war das die Idee von meiner Schwester.

Und die lebt jetzt in England.

Und du?

Auf dem Montag kann mir nichts passieren.

Ilse, warum sind die einen verrückt und die anderen nicht?

Ich weiß nicht.

Ilse, was ist mit ihrem Mann?

Mit wem? Mit wem? Mit ihrem Mann. Sie ist doch verlobt.

Wie ist er?

Wer ist er?

Kann er Sie ernähren?

Wie sieht er aus?

Dunkel.

Groß. Schwarz.

Wann wird er Sie wegbringen?

Bald. Großmama.

Sehr bald.

Niedrige Frau, könnten wir den Rest von den Kartoffeln vielleicht?

Sie kümmern sich doch um Sie.

Ich habe heute Morgen so wunderhütsch von Ihnen geträumt. Und ich würde alles

geben. Ihre zarten Hände und vielleicht

auch Hals aufwärts.

Hals aufwärts.

Ein bisschen mehr.

Ein bisschen mehr.

Na, Frau Schrade, alles noch dran?

41 Maschinen sind runter.

Aber da führt mein Klo weg.

Wie weit sind Sie mit meinem Leitartikel?

Vor Ihnen auf dem Tisch.

Na, das würde ich bloß ohne Sie tun.

Ca. 5000 Wohnungen in einer Nacht.

In der Parteizentrale hast du alles Chaos.

Nur noch blanke Nerven.

Wenn ich da draußen wüsste, was da los ist, jeder gegen jeden.

Auch ernst?

Nein, danke.

Aber, Göbbels ist ja nass.

Gestern Abend sagt sie, dass große Menschen eine Linie setzen.

Und wenn sie mal weg sind, bleibt doch die Linie.

Was sagen Sie dazu?

Genial.

Gut aufpassen.

Stimmt.

Ich habe heute Morgen so wunderschön von Ihnen geträumt.

Und ich würde... Alles geben, Ihre taten Hände und vielleicht auch als

Aufmerksamkeit.

So tief wie eine Rose.

Das ist ja wohl was, Elsa.

Ich möchte nur noch allein mit Ihnen sein, Sie umarmen und immer wieder

Und wenn ich noch einen Mucks höre, dann schicke ich euch zu den

Männchenfressern.

Nach Bayern.

Verstanden? Mami, wer ist eigentlich der General?

Stille!

Ich möchte es gerne finden.

Für dich und für mich.

Soll ich das begründen?

Ich liebe dich.

Sie sind ja so schön.

Jaguar. Also sowas habe ich ja...

Das hat mir ja noch nie einer geschrieben. Ich meine, mir hat noch gar

Aber sowas Schönes hat mir doch überhaupt gar keiner geschrieben.

Wer könnte das denn sein?

Ernst?

Was ist denn?

Soll ich mal gucken, ob es Grieß gibt?

Grieß? Jetzt?

Ja, jetzt.

Willst du mal was sehen?

Hier, komm doch mal.

Wie kommst du dazu, solche Briefe zu schreiben?

War doch nur einer.

Wie hat sie reagiert?

Irgendwas Dramatisches?

Erzähl doch mal.

Ach, Ilse, das war doch nur ein Spaß.

Reine Freude, gute Laune, mehr nicht.

Und dass sie Juden riechen kann, ist das auch ein Spaß?

An jeder Bombe sind die Juden schuld. Ist das auch ein Spaß?

Hat sie das wirklich gesagt?

Heute Morgen.

Trifft sich ja gut.

Warum?

Weil ich mich mit ihr verabredet habe.

Du hast was?

Vielleicht kann sie es ja wirklich.

Was?

Juden riechen.

Wie geht es dir eigentlich? Irgendwas, was dich mal brennt?

Oh ja, eine ganze Menge.

Thüringer? Meine geliebte Thüringer. Sind die echt? Ja, aus der Redaktion.

Das für dich?

Und der Rest geht an Großmama und deine Eltern.

Gott, oh Gott, Ilse, 10 Minuten ist er hier.

Wo habe ich denn meine Brille? Ilse, da.

Wo denn?

Ich bin so nervös. Mein Gott, bin ich nervös.

Ilse,

du siehst eigentlich ganz gut aus.

Ja, und wie immer.

Und wie immer.

Meine Soldaten. Wo sind die Schuhe? Die habe ich an. Ja, also runter vom Sofa.

Raus mit dir jetzt. Eva, zieh dir die Schuhe an.

Ich will doch raus. Ja, raus mit dir.

Na komm.

Ilse! Ja?

Oh nein.

Oh nein.

Wer war das?

Wer war das? Ich nicht.

Ich auch nicht.

Ich auch nicht. Das war ein Geschenk von Günther.

Uns alle.

Na ja, auch egal.

Schuhe, Mantel!

Komm, komm, komm, komm.

Halt! Wem gehört der?

Mir. Hier, kannst draußen.

Hopp raus mit euch, hopp.

Kuss, mein Schatz, kuss. Du auch.

Immer wenn ihr Verehrer kam, schleuderte die Wust wie ein Backfisch herum.

Sie putzte und schrubbte den ganzen Tag, damit sich aber auch nichts die zarten

Stunden stören sollte.

Heillos romantisch, wie sie nun mal war, dachte sie, Felices Brief wäre von ihm.

So fieberte sie auf den Augenblick, wo sie ihm alles, wirklich alles, aber vor

allem ihr hungriges Herz zu Füßen legen konnte.

So viel Mühe für einen Mann, das war mir ein Rätsel.

Wir haben dies nicht und wir haben... Wir haben das nicht.

Wir haben das nicht.

Du Räuber!

Herr Litzler!

Liebst du mich?

Sag, liebst du mich?

Schau mal her.

Schau mal her.

Schau mal her.

Ist das ein Baum?

Ist das ein Baum?

Trink es.

Ist das ein Baum?

Das ist mein Vater.

Und meine Mutter.

Was?

Boine.

Boine.

Ich wollte gerade gehen.

Wo sind die Kinder? Die Kinder? Die Kinder sind im Zoo.

Schon wieder? Da waren sie doch erst letzte Woche.

Und vorletzte. Ja. Ist Günther da? Nee. Ach so, das hat er da gelassen. Ich

meine, vergessen. Liegen gelassen.

Ich wusste gar nicht, dass er kommt. Ich auch nicht.

Hauptsache weg, das Dreck, Gequatsche von Wunderwaffe und Emptik.

Kann er an der Front erzählen, wo kein Schwein weiß, was los ist. Hör endlich

mal auf. In einer Dauer von Politik warst du, bist du das.

8500 Tonnen Sprengkraft in zwei Wochen.

Das wird so lange weitergehen, bis das ganze Gesocks verschwunden ist.

Sprechen Sie von deutschen Soldaten?

Wer ist das?

Ja, also... Das ist... Hauptmann Ernst Biermüssel.

Hast du das mitgekriegt, Lilly?

Wir da draußen haben keine Ahnung, was los ist.

Und hier steht die Lösung.

Sie und Ihr Stammtisch.

Sie wissen Bescheid, hm?

Können Sie mir trotzdem sagen, was Sie im Schlafzimmer meiner Tochter machen?

Schwörplatteln.

Ich zeig' dich an.

Was sagst du jetzt?

Nicht mehr.

Als sechst du dann tot, Kai.

Wie dein Schwiegersohn.

Wo geht's raus?

Ein bisschen viel, was?

Wieso viel?

Wieso?

Was ist denn dein Ernst?

Menschen, die euch jetzt nicht mehr lang geben.

Du.

Du. Willi!

Warum hältst du nicht einfach mal den Mund?

Noch nicht mal Hitler und seine Blutsäufer schafften es, die Lüfte von

alten Gewohnheiten abzubringen.

Sie verabredete sich am liebsten im Hotel am Zoo, wo so viel Ess im Militär

herumliegt, dass sich die Rassenfrage von selbst erledigte.

Das war Berlin Chor.

Draußen wurde gestorben und hier spielt sie die Musik dazu.

Möchte ich Sie gerne im Namen meines Freundes, Oberleutnant von Dicken, zu

Flasche Wein einladen. Wein?

Wie haben Sie das denn gemacht?

Ihr Gut verkauft?

Man hat seine Wege.

Dürfen wir?

Es wird für Sie keinerlei Folgen haben.

Schade.

Für die Meiden von uns geht's heute zurück.

In zwei Stunden.

Darf ich ein Ja mitnehmen?

Aber nur, wenn Sie an Ihrem Tisch bleiben.

Vielen Dank.

Vielen Dank.

Vielleicht gehst du dich ein bisschen frisch machen.

Geh mit, Kirchen, geh mit.

Sag mal, wirst du verrückt, wenn die Sende reinkommt?

Ich darf auch spielen auf Sofas und irgendwelchen Stufen überall.

Und Bildstücke.

Ich darf nicht schließen, verstehst du?

Ich muss irgendwas tauschen.

Sag mal, muss das uns erschrecken?

Was ist los?

Sag mal...

Das wird gleich besser.

Bestimmt.

Was fehlt dir denn? Hunger?

Hast wohl heute kein Frühstück gehabt, Mädchen?

Ich verstehe nicht, was Sie meinen.

Ich meine, dass sie wie ein Mädchen aussieht, das sich ein paar

Lebensmittelmarken kaufen sollte.

Wir müssen nicht davon sprechen.

Wie viel?

Aha, wir können auch freundlich sein.

Was seid ihr, Juden?

Sie ist Jüdin.

Und Sie auch.

Wenn Sie uns bitte etwas verkaufen würden.

Falsches Stück.

Wie viel? 200.

Das ist viel zu viel.

Heil Hitler!

Aufregende Zeiten, was?

Aufs Deutsch.

Das ehrlichste Zeug der Welt.

Wir werden euch alle vermissen.

Wieso denn?

Wenn wir so nicht ins Theater dürfen, können wir doch wenigstens Frau Wüste

genießen.

Entschuldigen Sie, Frau Wüste, wir waren im Zoo und jetzt habe ich noch schnell

ein paar Freundinnen.

Ich wusste gar nicht, dass Sie sich kennen. Aber ja, Irsa hat uns schon so

von Ihnen erzählt.

Von mir?

Was gibt es denn da so groß zu erzählen?

Zum Beispiel, dass Sie das Mutterkreuz in Silber haben.

Bronze.

Und dass ihre Kinder so gerne mit dem Zoo gehen.

Und dass sie eine besonders gute Nase haben.

Frau Fuss, können Sie mir sagen, wonach ich bin hier?

Gut.

Ich irgendwie... Ist das Französisch?

Es ist besser, ich gehe. Entschuldigen Sie, dass Sie irgendwo unterbrochen

haben. Bleiben Sie, ich nehme die Kinder mit nach Hause.

Willkommen mit.

Für mich?

Ja.

Alle? Frau Moos, wir werden Sie kein bisschen stören. Ilse hat so von Ihnen

gesperrt. Und, und... Sehr schön, dann sag es doch.

Frau Moos, brauchst du dich doch nicht schämen.

Meiner Freundin ist nämlich ein furchtbares Missgeschick passiert und

braucht dringend einen Bart.

Ist doch nicht so schlimm. Kann uns allen mal passieren.

Ja.

Siehst du?

Herr Ober?

Ich weiß nicht.

Ich weiß nicht, warum wir uns gerade heute im Hotel getroffen haben. Und

die Wust gerade an diesem Tag ihre Kinder besucht hat.

Aber wer hat schon eine Ahnung?

Ich meine wirklich Ahnung davon, was zwei Menschen aufeinander zutreibt.

Vielen Dank.

Dreimal soll ich Sie stofftland schicken, aber ich schaffe es einfach

Wo ist Ihr Mann?

Ostbrück.

Denken Sie viel an ihn?

Oh ja, eigentlich immer.

Alle guten Männer sind weg. Wenn man einen hat, muss man ihn gut festhalten.

sagt Günther auch.

Reine Eifersucht.

Er will nur verhindern, dass wir so einen billigen jungen Mann mit

Invalidenausweis zu sich nach Hause schleppen.

Sie wissen Bescheid, was?

Felice! Frau Wust, hier!

Hört uns mit!

Wir müssen jetzt gehen, Felice.

Das ist sehr wichtig.

Jetzt.

Lassen Sie uns mal gehen. Sie frieren ja.

Ich finde, dass ihr noch hier seid.

Also, das ist Lotte.

Klärchen. Guten Tag.

An diesem Abend begriff ich, dass Felices Brief keineswegs nur ein Scherz

gute Laune war.

Vater Wust lud ein paar Nachbarn einen Griff in die Tasten.

Nach einer Weile brachten er und Felice Lili dazu ein Lied zu singen.

Sie stand nur da und sang.

Aber in Wirklichkeit passierte etwas anderes.

Sie nahm mir Felice.

Von Augenblick zu Augenblick mir.

Jetzt ist aber Schluss.

Ilse, das war ja hochdramatisch, eindrucksvoll, diese Tonlage.

Wir waren drinnen, nicht sie. Vor allem wir.

Ilse, wir sind auf einer Straße. Ich bin auf einer Straße und du? Nicht wir. Du

feierst mit ihr Silvester, nicht wir. Oder möchtest du, dass ich euch vorher

noch das Bett mache? Übung habe ich ja, bin ja dienstverpflichtet.

Ilse, ich wollte dich nicht verletzen.

Du musst dich nicht entschuldigen. Wie tut dir gut, Felice? Sie kann das, was

wir alle nicht können.

Von mir lässt du dich verstecken, mit dir denkst du an die Liebe.

Hauptsache, du fühlst dich wieder wohl. Tust du doch, oder?

Ich hasse dich.

Du weißt jetzt, was ich nicht habe.

Nichts. Absolut nichts.

Sie ist nicht besser und nicht schlechter als jede von uns.

Wie kannst du das sagen?

Wie kannst du sowas sagen?

Hat sie ihr Leben riskiert?

Glaubst du, sie würde lügen und stehlen und kämpfen für dich? Glaubst du das?

Glaubst du, ihre Eltern würden da tun, was mein Vater regiert?

Sie weiß noch nicht mal, was es heißt, wenn man da liegt und lauscht. Und

lauscht auf jeden Idioten, der durchs Treppenhaus geht.

Aber du, du weißt es nicht.

Und deswegen finde ich dein Verhalten zum Kotzen.

Dann schick mir doch eine Rechnung.

Entschuldige.

Wieso denn?

Du hast ja recht.

Gott hat die Welt erschaffen, nicht du, Felice.

Das hat mein Vater immer zu mir gesagt.

Meine Schwester, meine Mutter.

Bei Felice Spitt waren sich immer alle einig.

Und weißt du warum?

Weil es für mich nichts Selbstverständliches gibt.

Kein Wagen, der mich abholt.

Keine Ilse, die mir hilft.

Und kein Dank, den ich ihr jeden Tag dafür aussprechen muss.

Du bist was ganz Besonderes, Ilse.

Aber das bin ich nicht.

Ich bin undankbar und geltungsbedürftig und alles, was du willst.

dann ist es mein gottverdammtes, kleines, mittelmäßiges Recht, frei zu

Solange ich kann.

Das wäre schon gut.

Nein, das ist nicht.

Du verurteilst die Wut.

Weil sie keine Meinung hat? Ist das schon ein Verbrechen?

Was hat sie dir denn getan?

Mit 20 geheiratet? Vier Kinder gekriegt? Ist das das Problem?

Oder sind sie ihre Liebhaber?

Er macht rum und sie soll leiden, was, Ilse?

Du weißt doch gar nichts von der.

Aber vielleicht versteht die viel mehr von Menschen und vom Tod und vom Leben,

als du es gerne hättest.

Ich habe dir meine Freundschaft gegeben, Ilse. Und meine Liebe. Und mehr habe

ich nicht.

Wer liebt hier wen?

Was? Mein Vater war ja eigentlich Kommunist und ein hilfsbereiter Mensch.

Felice fragte ihn ganz wütlich, ob er noch nie was von Sachko gehört hat.

Da schaute er wie der ganze Kreml auf einmal und setzte sie raus.

Mein Gott, wie seht ihr denn aus?

Mein Vater hat sie rausgeworfen.

Na, bravo.

Sie zieht jetzt zu Frau Wu's Lappe.

Wieso denn? Wäre doch gut, bei einer Mitläuferin schafft keiner Verdacht.

Eifersüchtig?

Wieso denn eifersüchtig? Sie knabbert doch die ganze Zeit an dir rum.

Ich sollte eifersüchtig sein, nicht du. Und, bist du?

Nein. Siehst du, ihr ist es egal. Was immer man tut, ihr ist es egal.

Na? Auch schon da?

Entschuldigung. Aber mein Liebster verabschiedet sich immer so, als ob wir

zum letzten Mal sehen.

Leute und ihre Männer.

Jetzt schau bloß nicht damit an.

Sag mal, Schmiedchen.

Wie soll man denn bei sowas in Stimmung kommen? Ach, das ist euch doch noch nie

schwer gefallen.

Hier. Damit will ich nichts zu tun haben. Zieht euch an.

Aber wieso? Wieso denn?

Bisher hat doch immer alles perfekt.

Drei Minuten und raus.

Stefan. Ich habe fünf Leute, die sofort weg sind. Ich habe euch immer gesagt,

klaut sie, wo ihr wollt, aber keine Ausweise von staatlichen Stellen.

Rotes Kreuz.

Bitte.

Vier Wochen.

In vier Wochen können alle schon tot sein.

Das ist sehr gut möglich.

Unsere Kameraden an der Front haben gerne was zum Festhalten.

Wer ist hier dick? Und frag mal, was meinten wir mit Festhalten?

Festhalten heißt Festhalten.

Was meinst du, was die Soldaten mit den Bildern machen?

Gucken sich die an.

Sehr gut. Und dann?

Hängen sich die an die Wand.

Ja. Und dann?

Dann gucken sie sich die nochmal an.

Sag mal, tut die nur selbst?

Nee, ich glaub, dir ist so dumm.

Ja.

Ich muss zur Redaktion. Wo bleibt ihr denn?

Wir sind ja schon da.

Lotte!

Ja, ja, geht schon mal vor.

Nächste Woche, ja?

Versprochen.

Wiedersehen.

Wieso denn? Der Redaktionskeller ist hervorragend. Es gibt Liegen, Bettzeug,

manchmal sogar frische Milch.

Ich sage einfach, ich bin ausgebombt.

Und dann habe ich mich vorgebeugt, so dicht an ihre dämliche Visage, und habe

gesagt,

bitte, wenn sie sich unbedingt ein Kleid für 400 Mark kaufen will, sollte ich es

doch tun, ist doch ihre Sache.

In meine Viralbibille abgebrannt, mitten in Dahlen geht sowas runter.

Mein Vater hat gesagt, sie kann jederzeit bei uns baden.

Könnten wir Ihre Papiere sehen?

Was tun Sie?

Was tun Sie?

Reden.

Ich habe ihn doch ganz sicher.

Wo kommen Sie denn her?

Ich hatte ihn hier in der Tasche. Er war hier drin.

Ihr Name?

Wie heißen Sie?

Ich gehe zurück.

Wie heißen Sie?

Halt! Halt!

Halt!

Denn als jetzt, wo der jüdische Zerstörungswahn der Luftberatung seine

Fratze zeigt, haben auch die schwachen und feigen Elemente unter uns begriffen,

dass der Nationalsozialismus die größte und einzige Rettungsmöglichkeit unseres

Volkes ist.

Die Welt kann spotten, sie wird erzittern, wenn sie begreift, zu welchen

und zu welcher Größe dieses Volk fähig ist.

Niederrhein. Ja.

Ja, das ist es.

Ihr Kopf.

Sie haben mich immer gefragt, woher Sie stammen.

Ja.

Trinken Sie.

Nein, danke.

Na los.

Schenken Sie.

Da sind Sie ganz sicher.

Wenn Sie zu, Frau Schrader.

Wir machen einen Pakt.

Sie vergessen Ihre zerbombte Wohnung und alles.

Und ich erzähle niemandem, dass Sie das schönste Lächeln der Welt haben.

Ich habe mich so oft gefragt, was in Ihnen vorgeht.

Ich habe keine Antwort gefunden.

Aber ich weiß, eines Tages,

Wer tut, ist die Geber.

Na bitte?

Wurst?

Hallo?

Günther?

Günther?

Ich bin ein schlimmer Bursche, Lilly.

Ist nicht ganz leicht, ich weiß.

Aber es ist meine Wohnung, meine Pfeife, meine Frau,

meine Kinder.

Ich bin zu Haus, verstehst du?

Ich bin zu Haus!

Ich will dir und deinen Händen auf dem Bogen der Nacht alles Liebe senden, was

ich je gedacht.

Und wäre mir auch früher gefallen,

Ich spüre, als es dich gibt.

Vielleicht, vielleicht habe ich in allen

nur dich geliebt.

Nun geht die Nacht zu Ende.

Allein.

Allein.

Allein.

Allein. Nur ich denke an deine Hände.

Und schließlich...

Das haben wir in Ihren Sachen gefunden.

Kein Name, kein Hinweis, nichts bekannt.

Referat 4c zur Auswertung.

Irgendwas passiert immer.

Berlin war am Ende. Tod und Vernichtung. Überall.

Obwohl wir mit den Nervenzöllen sprunter waren, wollten wir wie alle Berliner

Silvester feiern.

Die Lüfte schaffte es nicht nur sich.

und an Erikas gesammelten Frisiersalon einen ahnungslosen Wurst einzuladen.

Woher wird dieser widerliche, kleine, schwitzende Leutnant?

An unserer schönen Marlene, die an einem Stück Wurst herumkaut.

Immer noch besser als Rühmann.

Rühmann? Ich breche die Herzen der stolzen Frauen, weil ich so winzig und

gierig und so reichenschaftlich bin.

War ja klar.

Nur keine Gelegenheit verpassen, was?

Haben Sie Sie sehr erschreckt? Oh nein, Sie waren ganz... ganz was?

Ich möchte gerne gehen.

Hab ich Sie enttäuscht?

Wäre es Ihnen lieber, wenn wir die Feier absagen?

Nein.

Das ist so.

Keine Wetter!

Wenn man das weiß.

Günther, küssen Sie sich.

Ist das nicht komisch?

Eh, so ein Günther.

Spazieren. Aufstellung!

Aufstellung, Steine!

Augen auf und rein aus! Und den Abmarsch! Zack, zack! Und anziehen!

Was ich nicht verstehe, warum wir Männer so anfällig sind.

Du hast eine Frau, Kinder, alles prima.

Plötzlich kommt da eine Ilse oder Käthe oder wie auch immer sie heißt, kommt und

schaut dich an.

Einfach nur an.

Und du denkst, verdammt nochmal, lass die Finger weg, tabu.

Aber die steht immer noch da.

Ihr Frauen kennt das nicht.

Ihr braucht einen Mann, der euch leitet, einen Mann mit Verantwortung.

Aber was das manchmal kostet, Dilli.

Davon wirst du nichts.

Verdammt nochmal, du weißt ganz genau, dass mir das nichts bedeutet, aber...

kann nur mal schlecht Nein sagen.

Aber ich... Es geht doch gar nicht um dich.

Was?

Nicht um mich?

Du bist gar nicht eifersüchtig?

Auch nicht böse?

Kiki!

warum ich gestern gekommen bin?

Weil ich dir zum neuen Jahr sagen wollte, dass du eine wunderbare Frau

dass ich alles tun würde, um dich nicht zu verlieren.

Hier, das ist meine Truppe.

Das ist komisch.

Jetzt, wo mir da draußen der Dreck um die Ohren fliegt, jetzt merke ich erst,

was in mir steckt.

Was denn?

Ich bin einer, der wiederkommt.

Ich schaue mir meine Kameraden an und weiß genau, wer abtreten muss.

Als ich abgefahren bin, da hat es den einen den halben Schädel weg.

Da hat er mich angesehen und gesagt, ach, wusstest alles so kurz was.

Man muss sich schnell bitten. Das ist das ganze Geheimnis.

Die Großen aufs Land.

Wir sind ausgeblieben.

Na, wer ist denn der Wein?

Du bist doch nicht mal ein Großer, hm?

Pass auf, wenn ich nicht da bin, wird alles auf dein Kommando, ja?

Na, weißt du, komm, wir fliegen.

Jetzt schon.

Die Russen singen und singen die ganze Nacht.

Wir werden siegen, Lilly.

Wir siegen.

dass wir auch die Kraft besitzen, große und größte Schwierigkeiten zu

überwinden. Dass wir daran nicht scheitern, sondern unseren Mut und

Ausdauer daran nur wachsen.

Und das haben wir getan.

Darf ich reinkommen?

Tu mir bitte nicht weh.

Es ist besser, wenn ich gehe. Dann sterbe ich.

Du bist meine Ehe.

So schön.

Es ist alles meine Schuld.

Fühlst du dich ein bisschen sicherer?

Ja.

Willst du mich aufhören?

Frau Felice Schragenheimer, vor drei Tagen hier, das wissen wir.

Wie nennt sie sich jetzt?

Ich weiß nicht.

Wie sieht sie aus?

Gefärbte Haare.

Blond gefärbte Haare.

Ganz ruhig.

So, mein Bärchen, ganz ruhig.

So, wir kriegen das schon hin.

Und?

Fertig. Schon fertig. Ach du meine Güte. Mach du mal.

Einfach nur rühren, ja?

Nicht so langsam, nicht so schnell, ich weiß. Ich bin ja so stolz, Felice.

Auf was? Auf dich.

Auf die Kinder.

Auf mich.

Ich weiß nicht, wie das kommt, Felice, aber seit du hier bist, hat plötzlich

alles, alles, was ich gelebt und gedacht habe, einen Sinn.

Sag mir das bloß nicht so oft, sonst flüchte ich.

Du kommst bestimmt wieder, das weiß ich.

So?

Warum? Weil ich dich die ganze Nacht beobachte.

Immer hin und her und hin und her.

Und dann nehme ich deine Hand und schon bist du ruhig.

Mir wäre es lieber, du schläfst. Wieso denn?

Früher habe ich nicht geschlafen, weil ich allein war.

Und jetzt, weil du da bist.

So, mit beiden Händen. Ja.

Hier schaust du durch.

Siehst du was?

Ja. Und Foto.

Gut. Und auch mal.

Siehst du das?

Ja.

Und Mama? Ja.

Und Lächeln.

Foto. Gut.

Meine geliebte Felice, mein geliebtes Katzentier.

Auch wenn du dich immer wieder mal verkrümelst und ich mir die

Gedanken mache, muss ich dir sagen, wie sehr und noch mal sehr ich dich liebe.

Seit du mit deinen dicken Pfoten in unserem Haus herumtappst, ist alles nur

Glück.

Mein geliebtes Mädchen.

Mein ganzes Leben habe ich gedacht, ich sei ein falscher Mensch und zu nichts

gut.

Aber jetzt weiß ich, dass alles Falsche nur war, um dir zu begegnen.

Ich habe gewartet und du bist gekommen.

Dafür danke ich dir.

Mein kluges, schwarzes Mädchen.

Weißt du, wie schön du geworden bist?

Wir werden noch lange, lange zusammenleben.

Denn unser Glück hat ja erst begonnen.

Du sollst nicht immer an allen herumknabbern, wenn das Geburtstagskind

Lilly.

Lilly!

Ich sage meine Süße auf die süßeste Hausfrau Berlins.

Hier gibt es keine Falle.

Nur um.

In diesem Moment.

Jetzt, in diesem Moment.

Nein.

In der vergangenen Nacht hat der Feind seinen seit langem vorbereiteten

und von uns erwarteten Angriff auf Westeuropa begonnen.

Eingeleitet durch schwere Luftansätze auf unsere Kustenbefestigungen.

Ich komme zu deinem Geburtstag mitten im Krieg.

Was tust du mir denn da an?

Vom anderen Ufer.

Meine Frau.

Ich liege da draußen im Dreck, der ganze Laden bricht weg. Du hast überhaupt

keine Ahnung, was los ist.

Du kannst mir nicht alles nehmen, du scheiß Stück Mist.

Was glaubst du, wofür wir kämpfen?

Woran wir denken.

Ist halt alles.

Was ich habe, das kann mir niemand nehmen.

Auch du nicht, Lilly.

Auch du nicht.

Man gewöhnt sich an alles.

An Tod und an alles.

Aber das, was ich da oben in der Wohnung gesehen habe, das ist Abgrund.

Geh hin.

Zeig ihnen, was eine Frau ist.

Und Mutter.

Los, geh hin.

Dann habe ich dich nie gesehen.

Günther, ich habe dich nie geliebt.

Ist mir neu.

Ich will die Zeitung.

Du fährst doch gar nicht, was du sagst.

Du hast ja nie gewusst, was du willst.

Du hast immer nur gesucht und gesucht und ich habe dich geladet.

Jetzt kannst du endlich zeigen, wer du wirklich bist.

Ich brauche eine Frau mit Charakter.

Oder einen Anwalt.

Du kannst vielleicht mein Zuhause zerstören.

Aber nicht meine Kinder.

Ja?

Ich habe es ihm gesagt, ich werde mich scheiden lassen.

Was?

Was hast du?

Lilly, bist du verrückt?

Du bist eine Frau mit vier Kindern. Na und?

Ich fühle mich wie neu geboren.

Er hat gesagt, entscheide dich. Und das habe ich getan.

Ich gehöre zu euch.

Das wolltest du doch, oder?

Wenn er vor Gericht geht, sind wir alle erledigt.

Ich... Ich habe gedacht, du freust dich.

Und was passiert mit dem Kleinen?

Er will alles.

Die Kinder, die Wohnung, Schuld, Eingeständnis.

Alles, aber das sagt er nur so.

Bist du da sicher?

Was habe ich dir gesagt?

Wir müssen weg, das weißt du.

Guck mal, Felice, was ich gemacht habe.

Oh, wie schön, mein Kleiner.

Möchtest du auch eins machen? Oh ja, mach mal. Gut.

Was genau?

Das Tattoo.

Dass wir jetzt eins sind.

Bist du glücklich?

Sehr.

Dann ist alles gut.

Du brauchst keine Angst zu haben. Ich lerne jetzt Schreibmaschine.

Schreibmaschine? Du?

Für was?

Für dich. Für die Kinder. Für unser Zuhause.

Schön, wenn du lachst.

Ich werde für ein paar Tage verschwinden.

Warum? Geschäft ist.

Ist die Gefängnis in Ruhe? Du hast mich mal gefragt, ob ich Lebensmittel will.

Jetzt bist du es.

Wir versuchen es in der Schweiz. Alles, was du willst, aber nur mit dir.

Heilhitter.

Sie sind ja jetzt öfter im Haus.

Bestellen Sie Frau Wust, dass sie sich bei der Ortsgruppe melden soll. Ihre

Kinder müssen weg.

Sagen Sie.

Haben Sie schon gehört, dass General Paulus und sein ganzer Staat zu den

übergelaufen ist?

Sie kommen näher und näher unter deutscher Führung.

Man sollte ihnen allen eine Spritze geben.

Schönen Tag noch.

Achtung, Achtung.

Hier ist der Befehlstand der 1.

Flachdivision Berlin.

Wo bist du denn bloß? Die gemeldeten Bomberverbände befinden sich im Raum

Hannover -Braunschwein.

Wir kommen wieder.

Wir haben die Produktion, die hier unterliegt.

Da kam sie zu mir und sagte, ihr Mann ist gefallen.

Sie ist Sekretärin und tue alles, bloß nicht nachdenken.

Meine Herren, da kommt ja die Sonne in meiner Redaktion.

Fünfmal hat sie abgelehnt, aber wenn Siemens und die Deutsche Bank

dann ist sie sofort dabei.

Da kommen sie.

Wir haben schon viel von Ihnen gehört, Frau Lange.

Glauben Sie mir.

Sehr viel.

Gut oder schlecht?

Nur das Beste.

Dann ist es wahr.

Wir sprachen eben über die Berliner Frauen.

Sie meistens sind faul und unbrauchbar. Sie wollen den Kuh damals gar nicht.

Auch.

Solange es Männer gibt, die dort auf Sie warten, wird sich das nicht ändern.

Was möchten Sie trinken?

Der Führer ist tot.

Keine Verbindung. Hier ist Keller, Nationalverwaltung.

Aber es muss doch in der ganzen Propaganda -Ministerium einen freien

geben.

Nachrichtensperre. Von wem? Von wem kommt das?

Von der Mehrheit.

Ausnahmekünstler. Ja, ich war es.

Natürlich war es.

General Feldmarschall von Witzleben hat die Führung übernommen.

Staatsoberhaupt ist General Obersbeck.

SSSR und Gestapo sind ab sofort auf Wehrmacht unterstellt.

Und vom Gewiss kein Ton, nichts.

Lilly! Lilly!

Lilly!

Lilly!

Was ist denn los?

Wie geht es denn?

Was machen Sie?

zu sehen.

Das ist besser so. Wir und die Kinder.

Herr Jude von Moskau -Bemal.

Zwei Ausweise vom Rüstungsministerium.

Reisevollmachten. Ihr werdet in verschiedenen Waggons fahren.

Wenn es eine erwischt, haben die anderen noch eine Chance.

Du bist eine Kinderärztin.

Felice, was ist mit dir?

Felice.

Und hier?

Die stellen ganz Berlin auf den Kopf.

Durchsuchen jeden Winkel. Ich weiß.

Du kannst sie ja mitnehmen.

Kannst du vielleicht einmal deine Schnauze halten?

Einflussflugzeuge griffen den feindlichen Übersetzverkehr über die

nördlich Maut mit guter Wirkung an.

Mehrere Françoisbrücken und vollbelastete Scheren wurden zerstört.

Im Fliehgebiet nördlich Maut versenkten Rollboote und Unterliebungsjäger drei

Brüche zwischen den Booten und zerstörten drei weitere.

Auf der von Malouf vorgelagerten Ile de France d 'Andra wehrte die noch immer

handmäßig Widerstand leistende Marinebatterie den Angriff eines

Zerstörerverbandes ab.

Da bist du ja.

Sie ist da.

Ich habe noch Tee.

Warte.

Warum warst du nicht im Keller?

Ich konnte nicht.

Ich war irgendwie gelähmt.

Was?

Gelähmt?

Und die Kinder?

Die Kleinen sind im Keller.

Und die Großen sind weg.

Wie geht's Ilse und Klärchen?

Ich weiß nicht.

Setz dich doch, Felice.

Gestern hat einer im Keller gesagt, das Leben hat seine Gerechtigkeit.

Erst kommen die Bomben und dann der Bohnenkaffee.

Typisch Berlin, was?

Wo warst du denn die ganzen Tage?

Bei Freunden.

Kenn ich sie?

Nein.

Was glaubst du eigentlich, wer du bist?

Ich warte jeden Tag, jede Sekunde warte ich auf dich.

Ich weiß überhaupt nicht, ob du noch lebst.

Jetzt bist du ja hier.

Schau mich nicht so an.

Ich habe mir tausend Fragen gestellt.

Aber jetzt habe ich verstanden.

Ich habe verstanden, dass es immer etwas geben muss.

Trophäe hier, ein Abenteuer da.

Meinst du, ich habe nicht gesehen, wie ihr mich allein geschaut habt?

Der mitleidige Blick ins Bücherregal.

Ich weiß sehr wohl, wer ich bin.

Und ich wäre froh, wenn ich zu dir sagen könnte, dass ich dich nicht liebe.

Jetzt gehst du, ja?

Einmal kurz das Unglück sehen und verschwinden, ja?

Ich würde alles für dich tun, mein Mädchen, alles.

Aber lachen, über mich lachen, das darfst du nicht.

Ich bin so dumm, Felice.

Auch mit Günther und Ernst und allen.

Ich habe immer gedacht,

Wenn ich nur fest daran glaube und dafür kämpfe, dann wird es irgendwann wahr.

So viel Mühe muss sich doch auch lohnen.

Aber ich spüre ihn nicht.

Wie die anderen.

Jedes Mal habe ich gedacht, der schafft es.

bekommt alles einen Sinn.

Ich könnte ihn anschauen und könnte sagen, dafür ist die Liebe

da.

Aber nichts.

Nichts.

Und dann kamst du, Flit.

Meine Antwort.

Die Antwort.

Tut mir leid. Tut mir leid. Ich wollte nicht, dass es passiert.

Tut mir leid.

Verzeih mir.

Ich bin

Jüdin,

Lilly.

Das Schlimmste war, als meine Mutter starb.

Das ist lange her.

Aber seitdem war ich nie mehr sicher.

Nur bei dir.

Kannst du mich lieben?

Ich habe versucht, das nicht zu tun.

Sie kommen nicht.

Sie kommen nicht.

Pünktlich war sie ja noch nie.

Aber heute wird sie es ja wohl sein, oder? Sie hat schon ein ganzes Schiff

verpasst. Aber nicht meins.

Und nicht mein Zug.

Oh Gott, reist du so?

Ich komme gerade aus der Redaktion.

In fünf Wochen ist alles vorbei.

Geht jetzt!

Klärchen, Fried, euer Zug, ihr müsst los.

Hat

alles nichts

genützt, Philippe. Hat alles nichts genützt.

Ja, ich weiß, ich weiß.

Im Namen aller zuständigen Götter, Heiligen und Maskotten verpflichte ich

zu folgenden zehn Punkten.

Und hoffe, dass alle diese zuständigen Götter, Heiligen und Maskotten mir

sein werden.

Ich werde dich grenzenlos.

Ich werde dich grenzenlos.

Ich bin Jüdin und lesbisch.

Also das ist...

Das ist schon... Felice Schragenheim.

Ein Mann, ein Nazi.

Die geliebte eine Jüdin.

Also das ist... Das ist schon... Eine Katastrophe.

Wie wollt ihr euch eigentlich ernähren?

Wovon wird hier gelebt?

Steno?

Schreibmaschine? Steno, Schreibmaschine.

Und Sie?

Ich?

Also eigentlich werde ich Journalistin.

Und dann werde ich Fotografin, Schauspielerin und am Ende schreibe ich

Bücher?

Das ist gut.

Ja, ein bisschen viel auf einmal, nicht?

mich nicht mehr nach anderen Mädchen umsehen.

Lesbisch.

Ich habe gar nicht gewusst, dass es sowas überhaupt gibt. Na, komm her.

Du musst weg, Felice.

Auch ohne mich.

Wie ist die Lage in der Normandie, Frau Lentschrater?

Die Amerikaner haben Renn eingenommen.

Woher wissen Sie das?

Weil ich es heute Morgen gelesen habe. Nicht nur heute.

Jeden Morgen, bevor wir kommen.

Warum?

Weil es mich interessiert.

Warum?

Weil ich will, dass es aufhört.

Sie nicht.

Was würde ich bloß ohne Sie machen, Frau Schrader?

Nee, nee, erlaube, nicht so zacken.

Weich, weich, so.

Ja, reicht, so wie Frau Jäger.

Nicht zu fressen, aber rumba, das ist eine Kultur.

Noch ein paar Tage und Sie kriegen im Adler ein Sonderprogramm.

Die Ballerina von Schmagendorf.

Meine Damen, Frau Jäger und ich haben Sie heute eingeladen, weil... Ja, wie

ich das sagen?

Als Junge wollte ich unbedingt ins Kaiserliche Heer. Hochpunkt, Sanger.

Kurzum, wir sind vielleicht ein wenig zu alt, aber in Anbetracht der

militärischen Lage haben wir uns gedacht... Wo die Liebe hinfällt, soll

sein.

Ja, muss ich verloben.

Und nur Sie, liebe Lilly...

Und Sie, liebe Felice, nur Sie wissen es und keinem. Machen wir uns nicht ein?

Nun schlafe süß. Der Himmel gebe, dass bis dahin euer Leben

schließt. Die Liebe lebe. Prost.

Warum denn nicht?

Ich mag das nicht.

Nein, ich liebe es nicht. Was hast du denn, meine kleine dumme Idee?

Du bist doch wunderschön.

Nur dein Po ist zu flach.

Du!

Ich liebe ihn.

Ich liebe ihn.

Achtung!

Warte.

Felice. Schon gut.

Ich bin soweit.

Nimm mal nicht so strenge Fräulein.

Locker und lächelnd. Steh dir nicht.

Felice, nun mach schon. Lächeln.

Ich kann nicht.

Warum denkst du nicht einfach an meinen schönen flachen Arsch in deiner

schwarzen Unterwäsche?

Gott, Lilly.

Ich weiß nicht, ob ich stark genug dafür bin.

Wofür?

Glück.

Oh nein.

Unser Tristan.

Um 8 Uhr beginnt die Übertragung.

Gibt's da noch Apfelkuchen und englischen Tee? Tut mir leid, Nidik, hab

vergessen. Schäm dich, du Schlampe.

Weißt du, was der Scheidungsrichter gesagt hat?

Schämen will ich nicht, wir haben Krieg und wir nehmen ihren Mann auf ganz

Glück.

Da hab ich aber mein ganzes Leben zusammen genommen gesagt.

Herr Richter.

Das Einzige, womit ich mich wirklich schäme, ist, dass ich ihm nie eins geben

konnte. Sie sind ja völlig verdreht, schreit er mich an. Und ich? Ja,

vielleicht, aber ich bin gerade dabei, mich zu bessern.

Glaubst du mir, dass ich noch mal eins habe, wenn du mir das gesagt hast? Ja.

Glaubst du mir, dass ich noch mal eins habe, wenn du mir das gesagt hast? Ja.

Glaubst du mir, dass ich noch mal eins habe, wenn du mir das gesagt hast? Nein.

Tristan, Tristan.

Was ist mit unserem Tristan?

Machen Sie ruhig weiter. Noch einen Kuss.

Nur einer.

Der letzte.

Fragenheim.

Wer ist das?

Doch nicht blond.

Packen.

Sie haben gewusst, dass sie Jüdin ist.

Wie viele Kinder haben Sie?

Vier.

Hören Sie auf!

Hören Sie auf damit!

Bitte! Sie haben gewusst, dass das die Jüdin ist. Haben Sie es gewusst?

Waren Sie mit ihr befreundet?

Seriöse Hinsicht.

Günther ist tot.

Es tut mir leid, Juni.

So lange sind die Riesen im Schatten.

Der Hauptmann hat geschrien wie ein Tier.

Was ist mit deinem Bein? Zweimal gebrochen. Jetzt sind Stahlnägel drin.

Aber der Doktor sagt, es wäre eine Glanzleistung.

Meinst du, dass es zufällig ist?

Dass wir jetzt alles nochmal erleben müssen?

Da mach dir mal keine Sorgen.

Alles, was auf uns noch zukommt, sind zwei Mahlzeiten täglich.

Fängst du dieses Zufall, das schön ist, oder kriegst du damit deine Elefanten

als Zufall?

Und wie ist es bei dir so gegangen?

Ich habe immer nur an sie gedacht.

Wie?

Keine Amour?

Keine Abenteuer?

Überhaupt nichts?

Und du?

Früher viel, dann weniger.

Und jetzt noch wenig.

Weißt du, ich glaube, das Schicksal hat mich betrogen.

Naja, früher der Führer, jetzt das Schicksal.

Immer was anderes.

Möglichst was Großes.

Tut mir leid, Lilly.

Für den Witz bin ich zu alt.

Du hast dich betrogen.

Du. Und sonst keiner.

Ich habe sie so geliebt, Lilly.

Ich auch.

Aber nicht du.

Wenn es dich glücklich macht.

Mit so vielen?

Ich habe viele gemocht.

Menschen sind so verschieden, Lilli. Und wenn man Glück hat, bleibt von jedem

ein bisschen was hängen.

War das mehr platonisch, oder? Oh nein.

Ich bin sicher ein kleines Schwein.

Aber das macht nichts.

50 Jahre.

50 Jahre.

Ein Gedanke.

Eine Sicht.

Ein Name.

Aber es ist meine Schuld.

Ich weiß nicht, Lili.

Ich war mir immer sicher.

Zu sicher.

Felice ist geblieben, weil sie dich geliebt hat.

Und du bist zu ihr gefahren, weil du sie geliebt hast.

Mehr kann ich nicht sagen.

Hallo, die Damen.

Sie werden erwartet.

Ja, ja.

Nöchen, du hast ja sowas von keine Ahnung.

Na komm, Lilly.

Eine Liebe für immer.

Weißt du, was Felice gesagt hat? Die Wust, das gierige Stück, kriegt den

nicht. Da lässt du mich einen Vertrag unterschreiben. Für immer, für immer.

klingt wie ein Grabstein.

Nee, das hat sie nicht. Das hat sie nicht gesagt, den Grabstein.

Ja, hat sie.

Na komm, Lilly.

Ich habe nicht

mal gemerkt, dass du überhaupt eine gefunden hast. Immer und immer.

Immer und immer.

Ein Totengesang.

Ich fand's schön.

Und du, Maus, da hinten?

Was sagst du?

Du? Eine ewige, einzige, ideale, große Liebe.

Man kann danach suchen.

Wirklich? Eine einzige, große Liebe und dann auch noch danach suchen?

Furchtbar. Na, nun lass die mal in Ruhe, ja?

Das Leben ist nicht so. Es kratzt und scharrt. Und irgendwann fängt man an,

Fenster zu putzen. Wird mir nicht passieren.

Na, hört euch das an. Echte Romantik. Die ist von Kopf bis Fuß auf Liebe.

Ja, das ist ihre Welt.

Und du?

Was willst du, liebe?

Ich?

Dich? Euch?

Alle? Alles?

Aber ich beklüge mich mit einem Moment.

Nur einem. So vollkommen, dass er für das ganze Leben reicht.

Das ist ja ganz leicht.

Wo gibt es sowas?

Na jetzt zum Beispiel?

Der hier? Ja, genau.

Ich will nicht für immer. Ich will jetzt.

Und jetzt?

Und außerdem will ich noch mehr Kuchen.

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