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DIE SERIE BERUHT AUF WAHREN BEGEBENHEITEN.
ZU NARRATIVEN ZWECKEN WURDEN TEILE GEÄNDERT.
ÄHNLICHKEITEN SIND ZUFÄLLIG.
ROM, 29. MAI 1980
Womit habe ich das verdient?
- Männer. - Was denn?
So progressiv sie auch sind,
einer Frau am Herd können sie nicht widerstehen.
Ich könnte mich daran gewöhnen.
Soll ich die Zahnbürste hierherbringen?
Übertreiben Sie es nicht, Sappelli.
Schön brav sein.
Ich rannte
Ich rannte
Ich rannte im Spiegel einer Stadt
Ich rannte
Ich rannte
Ich rannte im Spiegel einer Stadt
- Mach ich dein Bett oder du? - Mama, ich arbeite.
Du sollst nicht reinkommen.
So kommst du zu spät zur Arbeit.
Die können mal warten.
Die Aufnahme ist für einen Wettbewerb.
Die wählen drei Sänger für das Album.
Du bist hier ständig am Üben.
Gesangsunterricht nimmst du jetzt auch. Klar nehmen die dich.
Und du bist echt gut.
Das sage ich nicht, weil du meine Tochter bist.
Los, arbeite weiter.
Olga hat angerufen.
Morgen ist Rosarias Gedenkmesse. Das weißt du, ja?
Ja, ich weiß.
Entschuldige die Verspätung, Tina. Guten Tag.
Wir haben das Datum für die Berufung.
Sie ist am 30. September.
Die Anwälte von Izzo und Guido
wollen eine Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils.
Wegen Befangenheit.
Sie behaupten wieder,
dass der Aufruhr der Feministinnen den Prozess beeinflusst habe.
Sie werden Rosarias Mord als fahrlässige Tötung darstellen.
Aus dem versuchten Mord bei Donatella wollen sie Verletzungen machen.
Sie haben nichts zu verlieren und werden versuchen,
mildernde Umstände durchzusetzen.
Mit De Marsico als Izzos Anwalt könnte das gelingen.
Das war klar.
Ein Ex-Justizminister als Anwalt ist eine Kriegserklärung.
Ja, ab heute denken wir nur an eines: Krieg.
Du musst sie anrufen.
Tut mir leid, Teresa.
Hallo, kein Thema, ich bin gerade gekommen.
- Was ist mit dir? - Was meinst du?
Du siehst sehr schön aus. Steckt ein Mann dahinter?
Nein, ich rauche nicht mehr.
Ach, prima. Ich sollte auch aufhören, wenn ich Sängerin werden will.
Sängerin? Schön. Und die Arbeit bei der Region?
Langweilig. Ich mache den ganzen Tag Fotokopien.
Und, gibt es was Neues?
Ja, wir haben das Datum für die Berufung.
Der erste Gerichtstag ist der 30. September.
Gut, ich muss ja nicht dabei sein.
Es ist das Gleiche wie letztes Mal.
Nein, es fängt alles von vorn an.
Sie werden alles tun, um die Strafen zu verringern.
Es sind vier lange Jahre vergangen.
Die Leute haben vergessen, was am Circeo passiert ist.
- Nur du kannst sie daran erinnern. - Warum nur ich?
Frau Lagostena Bassi, ein Kommentar zum Urteil?
Guten Tag. Diesmal freue ich mich, eine Erklärung abzugeben.
Endlich fragen Sie mich nach einem Vergewaltigungsprozess nicht,
wie Valeria gekleidet war oder ob sie ein leichtes Mädchen ist.
Wir haben noch einen langen Weg vor uns.
Aber wir müssen daran arbeiten, dass das Gesetz geändert wird.
Es ist ungerecht. Wir befinden uns im Jahr 1980.
Es kann nicht sein, es ist undenkbar,
dass Vergewaltigung noch als Vergehen gegen die öffentliche Moral gilt.
Es ist wichtig, die Mentalität zu diesem Thema zu ändern.
Und das nicht nur in Gerichtssälen,
sondern auch draußen, bei Männern und Frauen.
Nur wenn die Mentalität sich ändert, kann man das Verhalten ändern.
Danke.
- Ich habe aufgehört. - Das glaube ich nicht.
Ich rauche seit sechs Monaten nicht mehr.
Dann bist du noch braver als früher, Soldatin Teresa.
Nein, ich bin nur etwas ausgeglichener.
Das ist eine gute Nachricht. Woran liegt das?
Hast du dich mit deinen Eltern vertragen?
Ich rede wieder mit meiner Mutter.
Ich besuche sie hin und wieder.
Aber ich verstehe nicht, wieso sie bei meinem Vater blieb.
Was gibt es bei dir Neues?
Wie geht es Marcella?
Gut, glaube ich. Ich habe lange nichts von ihr gehört.
Das tut mir leid.
Und du? Immer noch Einzelgängerin?
Ich bin seit einiger Zeit mit jemandem zusammen.
- Du kannst dir denken, mit wem. - Sappelli, was?
Wusste ich es doch.
Ihr seid das perfekte Paar.
Da bin ich mir noch nicht sicher.
Was ist?
Ach, nichts, ich dachte nur...
dass ich echt ein scheiß Timing habe.
Wie geht es Donatella?
- Hallo, Olga. - Donatella.
Ich habe erfahren, dass du wieder zu Hause bist. Gut so.
Schön, dass Rosaria uns zusammenbringt.
Wie geht es dir?
Bald ist das Berufungsverfahren.
Wir sehen uns dann dort.
Wir haben die Entschädigung akzeptiert.
- Wir haben uns geeinigt. - Aber wieso?
Nach dem Prozess ist unsere Familie zusammengebrochen.
Wir sind nicht alle so stark wie du.
Ich weiß nicht, ob ich stark bin.
Doch, das bist du.
Sind nur wir hier?
Es sind fünf Jahre vergangen. Wer soll noch kommen?
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus,
die Liebe Gottes und die Gemeinschaft,
die der Heilige Geist schenkt, sei mit euch.
Und mit deinem Geiste.
Ja, Moment.
Was ist passiert?
Du hattest recht. Wir dürfen es ihnen nicht leicht machen.
Wir brauchen einen Plan.
Ich bleibe hier, Mama weiß es schon.
Ganz ruhig.
Ich will nicht ruhig sein, ich will kämpfen.
Wir müssen um "lebenslänglich" kämpfen.
- Ich freue mich, dass du hier bist. - Ich auch.
Zeigen wir ihnen, was wütende Frauen können.
Im Schwurgericht in Rom fängt heute das Berufungsverfahren an,
in dem es, in zweiter Instanz, um die Gräueltaten am Circeo geht.
Also, rekapitulieren wir:
Sie werden mildernde Umstände verlangen.
Guido und Izzo haben sich geändert.
Aber sicher doch.
Du bist frustriert.
Du willst sie lebenslänglich hinter Gittern sehen.
- Aber du darfst dich nicht... - Provozieren lassen. Ich weiß.
Hier ist ja gar keiner.
Du bist da. Das zählt.
Es sind vier Jahre vergangen, seit Angelo Izzo, Andrea Ghira
und Gianni Guido zur lebenslangen Haft verurteilt wurden.
Das ist eine lange Zeit.
Die Verteidigung geht heute in die Offensive.
Nur das Schwurgericht in Rom kann entscheiden,
ob die Zeit und die Entschädigung, die die Familie Lopez akzeptiert hat,
genug sind, um den Angeklagten "lebenslänglich" zu ersparen.
Einer davon ist noch flüchtig.
- Guten Tag. - Guten Tag.
Und Donatellas Familie?
Die sind bei der Mutter.
Sie kommt nach einer Beinoperation wieder heim.
Wir haben uns zu sehr auf den Prozess konzentriert
und nicht auf die Frauen.
Wir hätten nicht davon ausgehen sollen, dass sie kommen.
Man gewinnt im Gerichtssaal.
Fausto, bitte.
Feministinnen sind wichtig.
In Latina waren sie ausschlaggebend.
He...
- Ganz ruhig. - Ich bin ruhig.
Aber hier neben dir vor Gericht zu stehen,
ist, als wäre die Zeit stehengeblieben.
Verstehe.
Die haben mir nicht gefehlt.
Ist das Izzos neuer Anwalt?
Ja, De Marsico.
- Guten Tag, Kollegen. - Guten Tag.
Der sieht nicht so böse aus. Er sieht aus wie mein Opa.
Der Schein trügt.
Früher war er knallhart.
Herr Staatsanwalt, Sie können anfangen.
Danke, Herr Vorsitzender.
Die Taten, um die es heute geht,
wurden am 29. und 30. September 1975 begangen.
Wir werden detailliert beschreiben,
welche Gewalt und Qual
Donatella Colasanti und Rosaria Lopez
zwei Tage lang über sich ergehen lassen mussten.
Ausgeübt wurden die Taten von den Angeklagten Angelo Izzo,
Giovanni Guido und Andrea Ghira.
Alle drei Angeklagten
wurden vom Schwurgericht in Latina am 29. Juli 1976
zur lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.
Wir geben das Wort an den Anwalt, Herrn Budini.
Bitte.
Herr Vorsitzender, sehr geehrte Geschworenen.
Wir sollten heute nicht hier sein.
Wir hätten keine Berufung eingelegt, wenn das Urteil in Latina
nicht von der öffentlichen Meinung beeinflusst worden wäre.
Daher beantragen wir, das Urteil wegen Befangenheit aufzuheben.
Kommen wir zu meinem Mandanten, Andrea Ghira, er war nicht am Circeo.
Frau Colasanti erwähnte ihn, weil die Presse sie beeinflusste.
Und die hat ihn schon am Folgetag für schuldig erklärt.
Wie können wir Frau Colasantis Aussage glauben?
Der Arzt, der sie am Tag nach der Tat untersuchte,
bezeichnete sie als naiv
und als eventuell krankhaft verlogen.
Bitte, Herr Tarsitano.
Herr Vorsitzender, am 1. Oktober, um 8:40 Uhr morgens,
hatte Frau Colasanti Herrn Vecchione, Staatsanwalt,
bereits eine perfekte Beschreibung von Andrea Ghira geliefert.
Sie wurde nicht von der Presse beeinflusst.
Ich wiederhole: Andrea Ghira war nicht am Circeo.
Überlegen Sie doch mal: gutaussehend, mannhaft, sehr verfügbar.
Herr Ghira muss keine 100 km fahren, um Geschlechtsverkehr zu haben.
Die Feministinnen in Latina hätten ihm dafür den Kopf abgerissen.
Kommen wir zur Zivilpartei.
Die pocht auf lebenslänglich,
statt ihre Arbeit zu machen und Schadensersatz zu verlangen,
statt von den ewigen Schuldzuweisungen abzulassen
und A. Ghira freizusprechen.
Das wäre eine mutige Geste.
Gianni Guido war zum Zeitpunkt der Tat nicht vorbestraft.
Er war der Jüngste der drei.
Er war der Schwächste.
In diesem Verfahren zeigen wir,
dass Herr Guido nie vorsätzlich töten wollte.
Dieses Gutachten zeigt,
dass die Stangenhiebe auf Frau Colasantis Kopf
von der Seite kamen und nicht von oben nach unten.
G. Guidos Absicht war es also, sie bewusstlos zu schlagen,
aber nie und nimmer, sie zu töten.
Und er tat es nur,
um seinen beiden Freunden zu zeigen, wie männlich er war.
Bevor ich zum Abschluss komme,
Herr Vorsitzender, sehr geehrtes Gericht,
möchte ich Ihnen einen Brief von Herrn Guido vorlesen.
Er schreibt aus dem Gefängnis.
Das sind die Worte eines ehrlichen, jungen Mannes,
die Sie nicht gleichgültig lassen werden.
"Das schlechte Gewissen bringt mich um.
Mit etwas mehr als 18 im Gefängnis zu sein, ist schlimmer als der Tod.
Aber es ist nichts im Vergleich dazu, keine Vergebung zu bekommen.
Ich bereue alles zutiefst.
Ich bin dankbar, dass die Familie der armen R. Lopez mir vergeben hat.
Ich bitte Fräulein Colasanti inständig um Vergebung.
Ich würde gern in die Vergangenheit zurückkehren, um sie zu ändern.
Heute könnte ich anders handeln,
auch wenn ich mein Leben dafür riskieren würde."
Danke.
Hast du die Gesichter der Geschworenen gesehen?
Dieser Revel hat sie verhext.
Hör zu, Teresa.
Wenn ein Mann ein Kind entführt,
indem er es weinend in ein Auto zerrt,
ist das ein grausames Verbrechen, nicht?
Wenn er es tut, indem er es mit einem Drachen lockt,
ist das ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
So war es bei Donatella und Rosaria.
Die Geschworenen werden das verstehen.
Experten der Neuropsychologie haben bestätigt,
dass die Familie von Herrn Izzo eine genetische Vorbelastung...
Das haben wir schon gehört, Herr Vorsitzender.
Und wir haben schon bewiesen,
dass keiner dieser angeblichen Verwandten
direkt mit Herrn Izzo verwandt ist.
- Ich würde gerne etwas sagen. - Bitte, Herr De Marsico.
Herr Vorsitzender, ich möchte dem Gericht ein neues Gutachten
des berühmten Professors Ferracuti vorlegen.
Er hat Herrn Izzo untersucht
und diagnostizierte ihm
eine ernste, psychiatrische Krankheit.
Hoffentlich glaubt das Gericht das nicht.
Danke.
Das Gericht wird über das neue Gutachten beraten.
Für heute ist die Sitzung beendet.
Das Gericht tritt am Montag um 9 Uhr zusammen.
Ich bin etwas besorgt.
Nein, das solltest du nicht.
Was die Befangenheit angeht, haben sie keine Chance.
Urteile anderer Schwurgerichte werden selten aufgehoben.
Was das psychiatrische Gutachten angeht,
glaube ich nicht, dass es zugelassen wird.
Das war ein langer Tag. Ruh dich am Wochenende aus.
Ja, ich esse bei meinen Eltern.
Ich will ein bisschen bei Mama sein.
Du hast das heute sehr gut gemacht.
Ich mache mir Sorgen um sie.
In dem leeren Gerichtssaal zu sein, ist nicht leicht.
Die sind wirklich fies, Gioia.
In Latina stießen sie auf Kritik.
Hier können sie sagen, was sie wollen.
Ich will das ändern.
- Aber ich brauche deine Hilfe. - Klar.
Hallo, Bruna. Bist du morgen dabei?
Prima, danke.
Bring starke Mädels mit.
In Ordnung, bis morgen.
Ihr spinnt ja.
- Marta, du bist auch da. - Siehst du, wie viele da sind?
Mädels, ich bitte euch, keine Slogans und keinen Lärm.
Keine Sorge, ich kümmere mich darum. Ihr seht zu, dass ihr gewinnt.
- Gehen wir. - Ciao.
Wir stehen dir bei.
Das Gericht lehnt den Antrag der Verteidigung
auf Aufhebung des Urteils aus erster Instanz ab.
Nach eingehender Prüfung hat das Gericht beschlossen,
Dr. Ferracutis Gutachten über den Geisteszustand des Angeklagten,
Herrn Angelo Izzo, zuzulassen.
Was passiert jetzt?
Das mit dem psychiatrischen Gutachten von A. Izzo ist noch offen.
- Tina knöpft sich De Marsico vor. - Ruhe.
Bitte, Frau Lagostena Bassi.
Danke, Herr Vorsitzender.
Herr Izzo hat sich nicht geändert.
Er ist der Gleiche,
der vor fünf Jahren folterte, vergewaltigte und mordete.
Diese Zeitschrift trägt den Titel "Lux Patriae".
Sie wird von der neofaschistischen Bewegung
"Terza Posizione" herausgegeben.
Chefredakteur ist Angelo Izzo.
Und da machen
viele andere Protagonisten des schwarzen Terrors mit.
So verrückt kann er nicht sein,
wenn er zum Redaktionsausschuss gehört.
Lassen Sie sich nicht täuschen
von seinen reumütigen Worten, von Tränen.
Angelo Izzo war und ist
voll und ganz zurechnungsfähig.
Deshalb braucht er
auf keinen Fall ein psychiatrisches Gutachten.
Die Verteidigung versucht,
ihn als geisteskrank darzustellen,
weil es A. Izzo nicht gelungen ist,
die Mädchen auf klassische Art zu vergewaltigen.
Die Anwälte der Verteidigung
werden Ihnen technische Details präsentieren.
Aber dahinter,
vergessen Sie das nicht,
versteckt sich die Leiche eines Mädchens.
Anders als die Verteidigung sagt, wollen wir nur Gerechtigkeit.
Wir fordern keine lebenslange Haftstrafe.
Sie entscheiden über die Strafe.
Aber es gibt die lebenslange Haftstrafe.
Und solange es sie gibt, muss sie auch angewandt werden.
Wir bitten Sie nur, das Gesetz gewissenhaft anzuwenden.
Danke.
Ich hatte immer einen Traum.
Darin werden Fälle nicht nur von kalten Beamten bearbeitet,
sondern auch von Richtern.
Von Menschen also, die Fälle zum Leben erwecken können.
Nur so erlangt man Gerechtigkeit,
nicht durch die bloße Anwendung von Gesetzen.
Ich spüre, dass dieser Junge seine Richter gefunden hat.
Das erinnert mich auch an die Prozesse,
über die dieser Vorsitzende in der Vergangenheit entschieden hat,
ja, der Vorsitzende dieses Gerichts.
Schleimt er sich beim Richter ein?
Angelo ist ein junger Mann mit einer schwierigen Vergangenheit,
seine Taten bewegten sich am Rande dessen, was man "zivil" nennt.
Jahrelang versuchten Experten zu benennen,
was für ein böses Dunkel
ihn in jenen Tagen im Jahr 1975 überkam.
Dank der Arbeit von Professor Ferracuti
wissen wir, was es war.
Schizophrenie.
Angelo ist respektvoll,
aber seine Persönlichkeit ist gespalten.
Als das vor fünf Jahren mit den zwei Mädchen passierte,
war er nicht von der Erotik überwältigt.
Nein, was tat er?
Er kümmert sich um seine Mama.
Und er wollte aufhören und gehen.
Der Abend fing normal an.
Es wurde geküsst, umarmt.
Dann artete alles aus.
Die jungen Männer beeinflussten einander.
Aber heute bin ich zuversichtlich.
Denn ich weiß, dass Sie meinen Antrag
auf das psychiatrische Gutachten von Angelo Izzo zulassen werden.
Ihn abzulehnen, würde Zweifel aufkommen lassen.
Und das kann sich hier keiner leisten.
Danke.
Es ist alles gut. Das ist nur der Anfang.
Danke.
Schon gezuckert und umgerührt.
Das zeigt, dass die Schläge
nicht von oben nach unten...
...fest entschlossen, Donatella Colasanti zu töten.
...nicht, um zu töten...
...einen Ledergürtel um den Hals befestigte,
bis dieser sogar riss.
Kaffee.
Herr Vorsitzender,
ich möchte dem Gericht einen Brief von Angelo Izzo vorlesen.
Vom Gefängnis aus hatte er das Bedürfnis, zu reden.
Nicht, um sich zu verteidigen,
sondern Gianni Guido.
"Sehr geehrter Herr Vorsitzender.
Ich leide unter der strengen Einzelhaft,
zu der ich verurteilt wurde.
Aber ich leide noch mehr unter der Vorstellung,
diese Strafe mit G. Guido teilen zu müssen.
Er war damals nur ein Junge
mit einer instabilen Persönlichkeit.
Er verdient keine solche harte Strafe.
Wenn einer hart bestraft werden sollte,
dann ich.
Nur ich, nicht Gianni Guido."
Morgen hält der Staatsanwalt sein Plädoyer.
Wenn G. Guido humaner wirkt, kriegt er nicht lebenslänglich.
Wir müssen dem Gericht vor Augen führen,
welche Gräueltaten diese Verbrecher begangen haben.
- Irgendwas stimmt hier nicht. - Was denn?
Warum entlastet A. Izzo G. Guido?
Was hat er davon?
Es steckt mehr dahinter als Kameradschaft.
Ja, sicher.
Wir sehen uns morgen.
Danke.
Vielen Dank nochmals.
Sie nehmen mich.
- Wer? - Die vom Wettbewerb.
Ich werde eine von den drei Sängern sein.
Ich muss morgen hin.
Ich darf ein Lied aufnehmen, kapierst du?
Morgen ist die Verhandlung.
Wann ist das denn?
Keine Sorge. Ich gehe hin, singe, und komme zu euch.
Aber wie soll ich hinkommen? Soll ich mich schick anziehen oder so?
Ich glaube nicht, dass du dorthin solltest.
Warum nicht?
Freust du dich nicht für mich?
Klar freue ich mich, aber...
Hast du nicht an die Verhandlung gedacht?
Was werden die Zeitungen sagen?
Und die Anwälte.
- Und dann dein Lied. - Was ist mit meinem Lied?
Der Ton...
Es ist etwas...
Es hat etwas Erotisches.
- Du weißt, wie die Leute sind. - Die Leute oder du?
Was sagst du da? Ich mache mir Sorgen um dich.
Wer verlangt das von dir?
Ihr alle habt euer Leben, aber ich darf keins haben.
Verdammt, sie haben dich genommen, weil du "die vom Circeo" bist.
Merkst du das nicht?
Ich bin nicht dumm.
Ich weiß, dass es so ist.
Ich werde für alle immer "die vom Circeo" sein.
Für dich auch.
Komm, Donatella.
Scheiße.
Scheiße.
Ist das die Redaktion von "Il Manifesto"?
- Ja. - Ich bin Teresa Capogrossi.
- Ich will mit M. Sappelli reden. - Einen Moment.
Danke.
Hallo?
Es tut mir leid, dass ich dich in der Zeitung anrufe.
Ich brauche dich. Mein Auto ist in der Werkstatt.
Könntest du mich wohin begleiten?
Nein, hier ist die Hölle los.
Romiti lässt Angestellte auf Arbeiter los.
Fiat ist auf ihrer Seite.
Kannst du kein Taxi nehmen?
Ich finde keins.
Marco, bitte. Ich habe nicht viel Zeit.
- Ich brauche ein Dokument. - Tut mir leid, ich muss gehen.
- Hallo. - Hallo.
Ich bin Frau Capogrossi, Anwältin. Ich muss ins Archiv.
Aber sicher, Frau Anwältin. Aber das ist jetzt geschlossen.
- Wir sehen uns morgen um 8 Uhr. Ja? - Sie verstehen nicht.
- Es ist sehr dringend. - Ja, ich bin morgen um 8 Uhr da.
Schönen Abend.
Warte kurz hier.
- Wo gehst du hin? - Vertraue mir doch mal.
Na gut, aber das muss schnell gehen.
Die werden mich noch heiligsprechen.
- Wie hast du das gemacht? - Ein Zauberer verrät Tricks nicht.
Bitte.
Da ist es.
- Weißt du, was das bedeutet? - Ja.
Wie hast du den Aufseher überredet?
Wie wohl? Ich gab ihm 10.000 Lire.
Manchmal seid ihr Juristen so hilflos.
Und warum 10.000?
So viel kostet ein Abendessen zu zweit.
Willst du mit dem Aufseher essen gehen?
- Und? Können wir jetzt gehen? - Ja, entschuldigen Sie.
Ja, und räumt alles an den Platz.
- Hast du zu Hause geschlafen? - Ja.
Wolltest du nicht das Lied aufnehmen?
Ich gehe nicht hin.
Das war richtig blöd von mir.
Das hätte ich nicht sagen sollen.
Keine Sorge, ich bin es gewohnt.
Donatella kann man alles sagen.
- Weißt du, wie sehr es mir leidtut? - Ja.
Wenn der verdammte Prozess vorbei ist, bin ich deine Agentin.
Es spielt keine Rolle.
Mach das, was du am besten kannst. Bestrafe diese Mörder.
Nur das zählt.
Gehen wir.
Sehr geehrter Herr Vorsitzender.
Heute zeigen wir,
dass sich jeder einzelne der Angeklagten
in jenen Tagen im Jahr 1975
frei für Gewalt, Vergewaltigung und Mord entschied.
Keiner wurde von anderen beeinflusst. Keiner war anderen unterworfen.
Gianni Guido schon gar nicht.
Den Beweis halten Sie in Ihren Händen, ein Brief.
Diesen Brief schrieb G. Guido im Juli
vom Gefängnis aus an Angelo Izzo.
Gleich aus den ersten Zeilen kann man herauslesen,
dass sie ein Abkommen schließen.
Ziel des Abkommens ist es,
Gianni Guido als unreifen Jungen darzustellen.
So, als könne er diese Taten, diese Verbrechen,
die Gräueltaten, ja, die Gräueltaten, nicht begehen,
über die dieses Gericht heute urteilt.
Frau Capogrossi präsentiert Ihnen wichtige Passagen aus dem Brief.
Danke.
Sehr geehrtes Gericht,
bis vor Kurzem wussten wir nicht, was sich hinter dem Brief versteckte.
Wir entdeckten es gestern im Archiv des Überwachungsrichters.
Gestatten Sie mir, einige Passagen vorzulesen.
"Meine Schwester fährt Samstag ab.
Meine Eltern sind bis zur Mitte des Monats in Cortina.
Mein Vater ist natürlich sehr an einer Entlastung interessiert.
In dem Brief an den Richter musst du meinen Namen erwähnen
und sagen, dass ich von dir beeinflusst wurde,
weil ich schwach bin."
Erinnern Sie sich an den Brief, den Herr Revel vorlas?
Darin versuchte A. Izzo G. Guido zu entlasten.
Genau von dem Brief sprechen die beiden.
Aber was bekommt A. Izzo für diesen Brief?
Lesen wir weiter.
"Meinem Vater liegt sehr viel daran.
Was die Herabstufung angeht, geht das in Ordnung.
So schien es mir zumindest.
Er wird dich schon aus der Sonderhaft bringen.
Eine brüderliche Umarmung. Gianni."
Mit "Herabstufung" meint er
die Verlegung von einem besonderen Gefängnis,
wo Herr Izzo gerade inhaftiert ist, in ein normales Gefängnis.
Das verdient Herr Izzo also daran.
Das ist ein richtiger Tauschhandel.
Herr Izzo versucht mit seinem Brief,
Herrn Guido als untergeben darzustellen.
Dafür lässt Herr Guidos Vater ihn in ein normales Gefängnis verlegen.
Gianni Guido ist niemandem unterworfen.
Er fing als Erster mit den Stangenhieben an.
Er hat Donatella getreten.
Er legte ihr den Gürtel um den Hals.
Und er drückte seine Füße auf ihren Brustkorb,
um sicherzugehen, dass sie tot ist.
Im September 1975
traf Gianni Guido eine freie Wahl.
Dieser Brief ist der Beweis dafür.
Ich bin fertig.
Du warst sehr gut.
Mal sehen, was denen jetzt einfällt.
Prima, denen hast du es gezeigt.
Es ist zu früh zum Jubeln.
Da wäre noch Izzos psychiatrisches Gutachten.
Du kannst einen Erfolg nicht genießen, was?
Nein, ich kann es mir nicht erlauben.
- Ich schulde dir etwas. - Ein Abendessen.
Wenn sie ihn für verrückt erklären, können sie mich einweisen.
Nach Prüfung der Argumente der Parteien
und der Aussagen der Verteidigung sowie der Zivilparteien
lehnt das Gericht
den Antrag auf das psychiatrische Gutachten für Angelo Izzo ab.
- Das wäre geregelt. - Weiter so.
Wir können mit den Anträgen der Zivilparteien fortfahren.
Bitte, Frau Lagostena Bassi.
Daher glauben wir, dass es keinen Grund gibt,
das Urteil aus erster Instanz zu ändern.
Die Verteidigung sprach von "Rache".
Darum geht es uns nicht im Geringsten.
Wir fordern weiterhin die lebenslange Haftstrafe
für die Herren Izzo, Ghira und Guido,
weil das Gesetz es so vorgibt.
Und so kann man sagen: "Nie wieder."
Nie wieder... so eine Gräueltat.
Wir sind frei.
Wir haben Gesetze geschrieben, um uns vor der Barbarei zu schützen.
Wenden wir sie an.
Zeigen wir, wie frei wir sind, indem wir sie anwenden.
Es fällt mir nicht schwer,
die Argumente der Zivilpartei nachzuvollziehen.
Daher fordere ich die lebenslange Haftstrafe
für Angelo Izzo und Andrea Ghira.
Wenn Sie Ihr Urteil sprechen,
bitte ich aber Gianni Guidos Lage zu berücksichtigen.
Er ist der Einzige ohne Vorstrafen.
Er ist der Einzige,
der den Ermittlern half, Ghira zu entlarven.
Ich bitte Sie sicher nicht, ihn zu verschonen, aber...
ich bitte um eine angemessene Strafe.
30 Jahre Haftstrafe.
Das muss ein Fehler sein!
Wie kann das bei den Gräueltaten sein?
Die beiden hatten eindeutig ein Abkommen.
Die Sitzung wird auf morgen vertagt.
Donatella, beruhige dich.
- Warum? - Beruhige dich.
- Ich rede mit den Journalisten. - Nein.
- Du gehst nirgends hin. - Ihr könnt mich mal mit dem Scheiß.
Donatella hat genug geschwiegen. Ich rede jetzt.
Donatella.
Ich bin weg, weil ich keine Lügen mehr hören wollte.
Was der Staatsanwalt gesagt hat, hat mir sehr wehgetan.
Denn zwischen Ghira, Izzo und Guido
besteht kein Unterschied.
Der Staatsanwalt hätte sich nur an meine Aussage halten sollen.
In Latina bekam G. Guido lebenslänglich.
Was ist nun anders?
Sie meinen, Sie wurden nicht berücksichtigt?
Genau.
Deren Anwälte lügen, und keiner sagt was.
Sie verdrehen die Wahrheit.
Sie sind widerlich. Scheißkerle.
Was erwarten Sie als Opfer vom Urteil?
Ich bin kein Opfer.
Ich will Gerechtigkeit für mich und Rosaria.
Ich habe diese grauenvolle Erfahrung überlebt.
Ich will leben.
Das darf ich doch?
Oder soll ich mir die Haare rausreißen?
Soll ich die Geschworenen rühren? Sie überzeugen? Wovon?
- Wer ist da? - Ich bin's, Mama.
- Teresa. - Hallo, störe ich?
Aber nein. Du störst nie.
- Du hast Milch mit Honig gemacht? - Ja.
Das wolltest du als Kind immer, wenn dich etwas aufregte.
Aber dann wurdest du älter.
Für Milch mit Honig ist man nie zu alt.
Kochend heiß.
Also... was ist passiert?
Der Staatsanwalt hat einen schändlichen Antrag gestellt.
Donatella hat die Ruhe verloren. Es hätte nicht sein sollen.
Aber ich...
kann es ihr nicht übelnehmen.
Sie ist sich selbst treugeblieben.
Warum bist du bei Papa geblieben?
Nach allem, was er dir angetan hat?
Wenn du alleine geblieben wärst...
Wie konntest du so was Widerliches akzeptieren,
nur weil du Angst vor den Folgen hattest?
Du täuschst dich.
Es ist nicht so, wie du denkst.
Das Leben mit deinem Vater war nicht einfach.
Aber ich bin nicht bei ihm geblieben, um nicht allein zu sein,
sondern weil ich ihn liebte.
Ich habe die Folgen in Kauf genommen.
Die Gewissheit, dass er nur zur Not mit mir zusammen war.
Das böse Gerede der Leute.
Die Leere in mir.
Das Schlimmste war, dich zu verlieren.
Denn von da an hast du dich abgekapselt.
Trotz allem blieb ich bei deinem Vater, Teresa...
weil ich ihn liebte.
Nur aus Liebe, sonst nichts.
Die dürfte jetzt kälter sein.
Hör mal, ich dachte...
Ich wäre morgen gern beim Urteilsspruch dabei.
Aber nur wenn es dir recht ist.
ROM, 28. OKTOBER 1980
DAS GESETZ IST FÜR ALLE GLEICH
Im Namen des italienischen Volkes
bestätigt dieses Gericht in diesem Berufungsverfahren
unter Berufung auf Artikel 523 des Strafgesetzbuches
und in teilweiser Übereinstimmung
mit dem Urteil vom 25. Juli 1976 des Schwurgerichts von Latina,
gegen das Giovanni Guido, Andrea Ghira
und Angelo Izzo Berufung einlegten,
für die Herren Izzo und Ghira
das Urteil des Schwurgerichts von Latina,
das sie zur lebenslangen Haftstrafe verurteilte.
Ferner werden sie dazu verurteilt,
die Prozesskosten für die Verhandlung und die Zivilparteien zu übernehmen.
Der Angeklagte, Giovanni Guido, wurde aufgrund seines Alters,
der Tatsache, dass er unbestraft war und von anderen beeinflusst wurde,
von diesem Gericht,
und damit nicht in Übereinstimmung des Urteils von Latina,
nach Berücksichtigung mildernder Umstände
zu 30 Jahren Haft verurteilt.
Ferner wird er zu einer Geldstrafe von 200.000 Lire verurteilt.
Zudem darf Herr Guido
zeit seines Lebens kein öffentliches Amt ausüben.
Die Sitzung ist beendet.
Das ist eine Schande!
- Schämt euch! - Ihr seid korrupt!
Ruhe! Ruhe!
Korrupt, korrupt!
Hände weg! Fassen Sie mich nicht an.
- Nur 30 Jahre! Schweinerei. - Unglaublich.
Wir haben nicht genug getan.
Ich habe nicht genug getan.
G. Guido kommt irgendwann raus.
Und A. Ghira ist frei.
Rosarias Tod war umsonst.
- Das alles war umsonst. - Was sagst du denn da?
Was sagst du da?
Du warst unentbehrlich.
Wegen dir sind zwei Mörder im Gefängnis.
Der dritte wird sein Leben lang auf der Flucht sein.
Es ist vor allem dir zu verdanken,
wenn viele Frauen jetzt den Mut finden, Anzeige zu erstatten.
Sie werden nicht mehr schweigen,
weil du ihnen eine Stimme gegeben hast.
Du hast nicht verloren.
Du bist kein Opfer. Das warst du nie.
Und jetzt geh da raus, und lebe dein Leben.
EIN JAHR SPÄTER
- Ich bringe ihn um. - Er kommt gleich.
Nein, diesmal bringe ich ihn um.
Da ist er, ganz seelenruhig.
Es war auch Zeit!
- Bin ich spät dran? - Ja, beweg dich.
15 Minuten, nur eine akademische Viertelstunde.
- Hi, Gioia. Wie geht es dem Kleinen? - Super.
- Ich sagte "9:30 Uhr, pünktlich". - Du hast recht, es tut mir leid.
Gehen wir.
- Herein. - Darf ich?
- Ihr seid gekommen. - Hallo, schöne Frau.
- Hätten wir das verpassen können? - Du siehst wunderschön aus.
Wirklich? Ist das nicht zu viel?
Du bist ein Star, es ist nie zu viel.
- Du musst los. - Ja, ich gehe.
- Wünscht mir viel Glück. - Das brauchst du doch nicht.
- Trotzdem viel Glück. - Viel Glück.
Danke.
Lasst ihr uns kurz allein? Ich komme gleich.
- Sagte ich, dass du schön aussiehst? - Ja, aber du darfst es wiederholen.
Und, bist du glücklich mit ihm?
Ich sage es ja schon lange.
Und du? Bist du glücklich?
Ja, aber ich habe eine Riesenangst.
Wenn ich Mist baue? Ich weiß nicht, ob ich es schaffe.
Aber du bist du.
Du schaffst alles.
Ich gehe.
Donatella, zeig's ihnen.
Die Frau, die als Nächstes auftritt, ist eine Überlebende, eine Kämpferin.
Heute Abend hat sie die Kraft, hier zu sein.
Applaus für Donatella Colasanti.
Ich rannte
Im Spiegel einer Stadt
Ich spiegelte
Ein verborgenes Bild in mir wider
Die Schönheit
Überflutet von Wasser
Aus dem Bild
Verschwand ich
Verschwand ich
Ich verschwand
Ich rannte
Im Spiegel einer Stadt
Ich spiegelte
Ein verborgenes Bild in mir wider
Die Schönheit
Überflutet von Wasser
Aus dem Bild
Verschwand ich
Verschwand ich
Verschwand ich
Ich verschwand
Prima!
Dank der feministischen Bewegung
galt Vergewaltigung ab 1996 als "Verbrechen gegen Personen".
Tina Lagostena Bassi hat nie aufgehört,
Opfer von sexueller Gewalt zu verteidigen.
Die Figur der Anwältin Teresa Capogrossi ist frei erfunden
und den Anwälten, Frauen und Männern gewidmet,
die vor und nach dem Fall am Circeo
Opfer von Vergewaltigungen und Gewalt verteidigten
und dazu beitrugen, die Mentalität zu ändern.
Nach 18 Jahren in der Fremdenlegion
soll Andrea Ghira am 2. September 1994 gestorben
und in Spanien beerdigt worden sein.
1981, kurz vor der Berufung,
bricht G. Guido aus dem Gefängnis aus.
Nach vielen Jahren auf der Flucht
wird er 2009 festgenommen und sitzt seine Strafe ab.
Man gewährt ihm einen Straferlass.
Angelo Izzo flüchtet 1993 für kurze Zeit nach Paris.
2005 erhält er eine Freigangsberechtigung.
Er ermordet zwei Frauen
und sitzt dafür eine neue lebenslange Haftstrafe ab.
Donatella Colasanti starb Monate später an einer Krankheit.
Sie wartete auf den neuen Prozess wegen Doppelmordes gegen A. Izzo.
Sie hat nie aufgehört, für Gerechtigkeit zu kämpfen.
Ihre letzten Worte waren:
"Kämpfen wir für die Wahrheit."
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