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Destil, hier ist dein Anzug.
Er ist etwas aus der Mode gekommen.
Zum Glück hast du nicht zugenommen.
Tschüss Destil! Auf Wiedersehen!
Tschüss Destil! Mach's gut!
Tschüss! Tschüss Destil!
Tschüss! Alles Gute!
Auf Wiedersehen!
Wie hast du davon erfahren?
Die Zeitungen.
Idioten.
- Hallo Sempresì. - Willkommen zurück.
- Darf ich? - Nein, nein, nein.
- Bis zum Auto. - Spar deine wertvollen Hände auf.
Ich werde sie bald brauchen.
Bist du nicht mehr der große Sempresì?
Ich sage nicht mehr zu jeder Partie ja.
Sie nennen mich jetzt den Professor.
Vielleicht wegen des Alters.
Was erzählst du denn da?
Für mich bist du noch immer Sempresì.
Der schon als Kind Poker spielte.
Denkst du das wirklich?
Natürlich.
Fantoni?
Fantoni?
Ich weiß nicht, er ist verschwunden.
Man sagt, er sei in Südamerika.
Er hatte Ärger wegen der Steuern.
- II Gancio? - Tot.
Hat einem Sizilianer die Freundin ausgespannt.
15 Messerstiche.
Und die Turci-Zwillinge?
Im Ruhestand.
Seit vier oder fünf Jahren.
Verkaufen Haushaltsgeräte auf dem Land,
haben Frauen und Kinder.
Dann hat sich also alles verändert.
Oh ja. Sie kommen und gehen.
Von uns Alten sind nur noch wenige übrig.
Jetzt ist da Affatato.
Affatato?
- Wer ist das? - La Veschias ehemaliger Handlanger.
Er kontrolliert alles.
Den Schmuggel, die Mädchen...
Hast du noch immer so eine gute Hand?
Eine gute Hand schon,...
Das Geld fehlt, für die großen Partien.
Hast du keine Idee? Irgendein Projekt?
Ich wusste es! Ich wusste es!
Kein Wort zu niemandem. Ich bin im Ruhestand.
Ja, sicher, kein Wort.
Ist es eine große Sache?
Bestimmt. Klein war nie dein Ding.
Ich will diesen Affatato sehen.
Das ist schwierig.
Wir werden uns später darum kümmern.
In der Zwischenzeit,
sollten wir einen alten Freund besuchen.
Wo ist mein Geld, Anwalt?
Ein kleiner Zwischenfall...
Zehn Millionen waren für den Prozess,
und zehn solltest du aufbewahren bis ich raus komme.
Ich bin draußen. Wo sind die zehn Millionen?
Etwas Geduld, Destil.
In ein paar Tagen...
Jetzt!
Ich kann Ihnen eine Million sofort geben.
Giovanni Potenzia.
Du bescheißt einen anderen, um mich ruhig zustellen.
Besser du treibst die fehlenden neun Millionen auf.
Aber schnell!
Wenn ich jemanden umbringe,
lasse ich ihn nicht leiden.
Bei dir würde ich eine Ausnahme machen.
Ah, noch etwas:
- Ich will Affatato sehen. - Ja, natürlich.
Meine Adresse hast du?
- Er soll sich melden. - Affatato...!
- Ein Luxusbordell, oder? - Genau.
Affatato hat etwa zwanzig davon.
Alle von der gehobenen Sorte.
Er ist da. In Begleitung von Sempresì.
Lass sie herein.
Freunde, das ist Destil.
Auch genannt "halbe Milliarde",
denn um weniger geht es bei ihm nie.
- Angenehm. - Angenehm.
Meine Schwester.
- Etwas zu trinken? - Sie sind der...
- ...berühmte Spieler? - Naja, berühmt...
Spielen Sie noch immer?
Ja. Die ein oder andere Runde.
Ich wollte mit dir sprechen,
aber ich komme besser ein andermal wieder.
Da du in Gesellschaft bist.
In sicherer Gesellschaft.
Verschwindet!
Alle.
Du auch.
Du wolltest mich sprechen?
- Ja. - Was willst du?
Dir ein Geschäft vorschlagen.
- Ein Riesen Geschäft. - Eine halbe Milliarde?
Viel mehr.
- Hören wir mal. - Du bekommst ein Drittel.
Zuzüglich der Ausgaben.
Worum handelt es sich?
Es wird gegenseitiges Vertrauen benötigt.
Mein Name ist etwas wert.
Man konnte sich immer darauf verlassen.
Aber du hast kein Vertrauen.
Das ist was anderes.
Ich plane diesen Coup seit zehn Jahren.
Von euch brauchen wir nur...
einen Spezialisten.
Und 30 Millionen in bar.
Man merkt, du hast keine Ahnung mehr.
Wir machen keine Coups.
Unser Geschäft ist gewerblich.
Keine Risiken.
Das hier ist ein gewerbliches Angebot.
Ihr kümmert euch ums Geld,
ich gehe die Risiken ein.
Aber du willst nicht sagen, worum es geht?
Nein.
Früher konnte man so verhandeln.
Aber die Zeiten haben sich geändert.
Wir spielen nicht im dunkeln.
Zu viel Licht tut mir in den Augen weh.
Verstehe.
Wir bleiben Freunde.
Wir stehen jederzeit zur Verfügung.
Aber wir wollen alle Details wissen.
Wir tragen Verantwortung für viele Leute.
Wenn du nochmal darüber reden willst,
lass es uns wissen.
Sag einfach der Komtesse Bescheid.
Und wenn du deine lange,
erzwungene Abstinenz beenden willst...
Als Freund kannst du gratis herkommen.
Wir haben die schönsten Mädchen Roms.
Schau dir die hier an.
Man sieht, dass du schon lange aus der Übung bist.
Wir machen keine Fehler.
Wir führen ein kommerzielles Unternehmen.
Danke, ich überlasse dir das Urteil.
Nicht?
Nein.
Mistkerle!
Sie hatten Angst.
Es ist besser so.
Ich arbeite nur mit sauberen Leuten.
Nicht mit welchen von dieser Sorte.
30 Millionen hätte er dir aber geben können.
30 Millionen.
Für mich wird die jeder auftreiben.
Ja.
Nun? - Ich liebe dich doch.
Aber wenn ich will, fresse ich sie lebend auf, alle.
Gut, dass du nicht akzeptiert hast.
Ich traue diesem Mann nicht.
Er ähnelt meinem Vater.
Deinem Vater?
Hattest du davon nur einen?
Apropos, was macht Cavallo?
Ach ja, Cavallo!
Er wohnt außerhalb der Stadt.
- Hast du noch eine Luger? - Nein.
Das ist die letzte.
Ich habe noch Berettas. Oder diesen Colt.
Sehr präzise!
Gib uns alles, was gut ist.
Alles 9mm-Kaliber. Ein Schätzchen.
Also, 50 das Gewehr, 30 das Schätzchen,
20 der Colt und 1.000 Lire pro Kugel.
So ein Halsabschneider!
Und wir sollen die Räuber sein.
Wenn es euch nicht passt...
Ich habe nichts gesagt.
Wir sind doch Freunde, oder?
Also, die eine Hälfte jetzt,
die andere hinterher. In Ordnung?
In Ordnung.
Geht ihr in den Norden?
Ja, bei der Armut hier.
Bis bald!
Hallo Cavallo.
Du hast dich anscheinend gut eingelebt.
- Siehst du, wen ich dabei habe? - Destil?
Ich hätte nie mit euch gerechnet.
Das Glück kommt immer unerwartet.
Bitte, kommt rein.
Das hier scheint mir die ideale Deckung.
Ja. Ich wohne seit zwei Jahren hier.
Da oben wohnt ein pensionierter Professor,
unten ein Industrieller.
Ich gehe als Kaufmann im Ruhestand durch.
Ich habe hier eine Frau gesehen.
Sie muss für einen Monat verschwinden.
Rosa kann man vertrauen.
Du findest eine andere.
Wer nichts weiß, kann nichts verraten.
Ich schicke Sie zu ihrer Schwester.
Du musst rumerzählen, dass du weg gehst.
Ich will keine Fremden im Weg haben.
Keine Sorge, das kriege ich hin.
Ganz einfach.
Wenn ich ein Schild raus hänge,
wissen die Kunden Bescheid.
- Sehr gut. Und das Material? - Machst du Witze?
Alles da, Waffen, Uniformen, Werkzeug.
Hier ist die Liste mit Spezialisten...
und Material, dass du besorgen musst.
Ja.
Der Biochemiker könnte schwierig werden.
Nein, da habe ich den richtigen Mann.
Viaggiatore schickt ihn mir.
Wer ist Viaggiatore?
Er will so genannt werden,
ein Schachmeister.
Von ihm kriege ich die wichtigen Daten.
Da ist noch etwas.
Du brauchst nur zu sprechen.
30 Millionen in bar.
Hast du die?
30 Millionen, so plötzlich, nein.
Ich benötige 30 Millionen.
Aber ja.
Die werde ich schon auftreiben.
Für so eine Sache, mit dir,
- kein Problem. - Sicher.
Geldgeber, so viele wir wollen.
Mich darfst du nicht erwähnen.
Besorg das Geld, als ob es für dich wäre.
Ist gut. Ich treibe es auf.
Ich treibe es auf.
Bist du verrückt geworden?
Ein Monat Zeit, ein Zinssatz von 100%.
Sicher, die Konditionen sind gut.
Aber 30 Millionen sind nicht gut.
Bankier, habe ich dich je hintergangen?
Nein, noch nie.
Aber bei 30 Millionen wird es so kommen.
Aber nein! Ich sagte doch,
das ist ein sicheres Unterfangen.
Aber 30 Millionen sind eine Riesen Summe.
Das ist das Ding des Jahrhunderts!
Wir sind Freunde.
Und daher kann ich dir drei Millionen geben.
In einem Monat mache ich sechs daraus.
Aber dreißig...!
Denkst du, ich bin die Stadtverwaltung?
30 Millionen? Wo soll ich die her nehmen?
Weißt du, wie es uns hier geht?
Weißt du, was ich morgen esse?
Ich esse Hundebraten.
"HALBE MILLIARDE" DESTIL IN KLINIK
für 20.000 Lire,
habe ich einen netten Krebs bekommen.
Gar nicht teuer, stimmt's?
Euch darf man nicht am Flughafen sehen.
Ich fahre mit dem Taxi hin.
Wann kommst du zurück?
Morgen komme ich offiziell in die Klinik,
alles mit dem Arzt abgesprochen.
Ich komme direkt wieder raus
und fahre mit falschem Pass im Zug zurück.
Das was wir vorhaben,
schreiben sie mir sofort zu,
wenn sie wissen, dass ich hier bin.
Aber ich bin in einer Schweizer Klinik,
und werde nicht verdächtigt.
Ihr wisst, was zu tun ist.
Wenn ich zurück bin, muss das Geld da sein.
Dreißig Millionen.
Habt ihr mich verstanden?
Sei beruhigt, Destil.
Sicher, dass du das Geld bis übermorgen hast?
Bist du sicher, oder nicht?
Nein.
Ich bin sicher, dass ich es nicht habe.
Weißt du, was das heißt?
Das kannst du Destil nicht antun!
Und mir auch nicht.
Gerade jetzt, wo wir alles regeln wollten.
Ich bin müde, ich kann nicht mehr.
Wie viel hast du?
Fünf Millionen.
Ich bin raus aus den großen Partien.
Aber vielleicht,...
mit fünf Millionen...
Glaubst du, du könntest es schaffen?
Ich spiele schon lange nicht mehr...
an den großen Tischen.
Aber wenn ich will, mache ich sie fertig.
Alle!
Ich bin dabei.
Mitgehen!
Mitgehen!
Wie denn?
Bei Schulden stoppt das Spiel von selbst.
- Wir sind doch keine Kinder. - Eben!
Du hast schon vier Posten ausstehen.
In Ordnung. Gebt mir wenigstens...
24 Stunden.
Aber Sie...
Das ist mein Lokal, nicht gewusst?
Wer verliert und nicht bezahlt,
schadet dem Lokal.
Du sitzt in der Klemme, Sempresì.
Aber ich bezahle.
Wann?
Mach es spurlos.
Du kannst jetzt hinsehen.
Wenn man was sieht, bringe ich dich um!
Aber nein, ich war ganz sanft.
In deinem Alter ist so was gefährlich.
Aber ich mag dich.
Und ich will dir helfen.
- Richtig? - Sehr richtig.
Du hast fünf Millionen in bar verloren.
Und drei auf Kredit.
Gut, ich erlasse dir die Schulden.
Und gebe dir die fünf Millionen zurück.
Du bist aber auch dämlich.
Man kann sie zwar am Kiosk kaufen,
die Karten, die du benutzt hast.
Aber meine Teilhaber stellen sie her.
Sie betreiben ein ehrliches Geschäft.
Aber wer sich auskennt,
sieht sofort, dass sie markiert sind.
Was wollt ihr von mir?
Nichts.
Hattest du vor, 25 Millionen zu gewinnen?
Sag es! Wolltest du 25 Millionen gewinnen?
- Ja. - Gut.
Wir geben dir diese 25 Millionen.
Siehst du, was wir für Menschen sind?
Fünfundzwanzig plus fünf, macht dreißig.
Korrekt?
Wie du siehst, wollen wir nichts von dir.
Nur, dass Destil seinen Coup vollendet.
Und währenddessen, plaudern wir ein wenig.
Nein.
Jetzt, wo ich die 30 Millionen gewonnen habe,
können wir die nötigen Spezialisten suchen.
Schauen wir mal.
Ein Pistolenschütze, ledig, um die 30.
Da hätte ich einen.
Er war sogar Olympiasieger.
Hallo?
Ludi?
Ludi? Das ist für dich.
Wer ist da?
Ja.
Natürlich, ja.
Ja.
Nein, tut mir leid Cavallo, ich bin raus.
Nein, nichts bestimmtes.
Nein, ich will nicht und das war's.
Du brauchst nicht nach Geld suchen.
Das habe ich versteckt.
Ich hau ab!
Gott sei Dank.
- Kleiner Draufgänger. - Aua!
Geh mal da drüben spielen.
- Ist er dein Sohn? - Nein.
Der Sohn eines Freundes.
Ich leihe ihn manchmal aus.
Das lässt mich respektabler wirken.
Du bekommst nichts mehr.
Ich bin nicht die Wohlfahrt.
- Ich hab immer bezahlt. - Fast immer, fast.
Hier, nimm die.
Jetzt gibst du mir auch noch Schrott.
Goldmedaille der letzten Meisterschaft.
Interessiert mich nicht.
Zwei Dosen. Nein, mehr nicht.
Daraus mache ich mir einen Schlüsselanhänger.
Los, machen wir die zweite Runde?
Ja, aber woanders.
LEB WOHL!
Gute Schüsse. Alle drei in die Kehle.
Ich hasse schießen.
Wenn man schießen muss, war der Plan schlecht.
Aber wenn man schießt,
muss man wissen, wo die Kugeln landen.
Keine Sorge, er war Olympiasieger.
Ich war nie Olympiasieger.
Ich war in der Mannschaft, aber als Ersatz.
Wie setzt man jemanden außer Gefecht,
ohne ihn zu töten?
Aufs Schlüsselbein zielen,
wo der Oberarmnerv liegt.
Schmerzhaft,
aber reparabel.
Mit welcher Waffe?
Walther PK 7,65 würde ich sagen.
Eine belgische Pistole.
Mit weichen Bleikugeln geladen,
werden Rückprallverletzungen verhindert.
Wir sind wie Mönche in Klausur.
Du kannst nicht aussteigen,
bevor die Sache beendet ist.
Bist du dabei?
Ja. Aber nicht anteilig.
Zwei Millionen vorher und zwei danach.
Kommt nicht in Frage.
Du kriegst 5 Millionen vorher, und 15 danach.
Was hab ich gesagt? Destil sorgt für alle.
Was hast du? Du siehst aus wie ein Geist.
Ach, nichts.
Nur der Magen.
Also gut.
Du gehst hier nicht weg.
Wenn du jemanden hast, rate ich dir,
Bescheid zu geben, dass du weg fährst.
Ich habe niemanden.
Hallo! Hallo Fräulein!
Die Nummer vom Notarzt!
Vom Krankenhaus!
Von der Polizei! Schnell! Schnell!
"STOP": SELBSTMORDVERSUCH
- Eine "STOP". - Einen Moment bitte.
- Bitte sehr. - Danke.
Noch etwas, mein Herr?
Gefällt es dir hier?
Sehr schön.
Die Luft wird dir gut tun.
Warte.
Hast du sie gesehen? Wie findest du sie?
Sie passt sehr gut.
Die Frage ist, ob sie mitmacht.
Sie wird mitmachen, ich kenne sie.
Das Wasser steht ihr bis zum Hals.
Bei den Frauen weiß man nie.
Ich habe ihr gesagt,
sie spielt die Hauptrolle in einem Film
und das ist ihre große Chance.
Der Stoff ist neu.
Lass eine gebrauchte Uniform anpassen.
In Ordnung.
Und sie braucht eine Tasche.
Eine, die man über die Schulter hängt.
- Gebraucht. - Tasche..., gebraucht...
Ich will nicht, dass man sie erkennt.
Anhand der Fotos aus der Zeitung.
Wir müssen den Haarschnitt ändern,
die Farbe,
und die Augen etwas straffen.
Ja, das sollte reichen.
Die Fotos sind sowieso retuschiert.
Wir gehen besser kein Risiko ein.
Bitte, lauf mal.
Nein, nein, nein. Nicht so.
Lockerer. Du musst niemanden beeindrucken.
Nicht mit den Hüften wackeln.
Lauf ganz schlicht und natürlich.
So?
- Es eilt ja nicht. - Probier die mal an.
Ich wollte mir nur ein Bild machen.
Hast du ihr die Konditionen genannt?
Ja, sie ist einverstanden.
Gib ihr eine Million als Anzahlung.
Und lass eine Perücke anfertigen.
Du weißt, bei wem?
Bei Marlen. Ihr kann man vertrauen.
Sind Sie der Regisseur?
In gewisser Weise, ja.
- Kann ich das Drehbuch lesen? - Nein, komm.
Gehen Sie, gehen Sie.
Und seien Sie beruhigt,
das Drehbuch habe ich hier drin.
Was hältst du von ihr?
Du hast den Plan. Mir scheint sie stabil.
Und dir?
- Wie geht es deinem Magen? - Gut, gut.
Sicher?
Ja, klar.
- Ich werde dir Medizin bringen. - Danke.
Lass mich mit gehen.
Wir haben eine Abmachung.
Na gut, komm mit.
Ich verstehe, dass du dich hier langweilst.
Sorgst du dich um das Mädchen?
- Welches Mädchen? - Deins.
Nein, ich habe kein Mädchen.
Es lief nicht gut.
Das ist ganz normal in deinem Alter.
Was kann ich einem Mädchen schon bieten?
Gefahr, Probleme...
Mit unserem Beruf ist es nicht einfach.
Selbst wenn du sie aus allem raus hältst,
wenn du erwischt wirst,
heißt es, sie war deine Komplizin.
Ist dieser Coup gefährlich?
Einmal war die Uhr des Big Ben stehen geblieben.
Im Getriebe fand man Nüsse,
die ein Eichhörnchen dort versteckt hatte.
Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit,
dass ein Eichhörnchen da rein klettert?
Und wenn uns auch ein Eichhörnchen begegnet?
Eine Chance von eins zu einer Million.
Dazu seid ihr da.
Damit wir für alles gewappnet sind.
Ein schöner Gedanke.
Es gibt eine Regel für alle Coups:
Wer sie organisiert,
muss an alles denken.
Immer.
Wer sie ausführt, muss nicht denken.
Es wird alles gut gehen.
Das ist ein einfaches Ding.
- Und danach? - Ich bin fertig.
Mit einer Vorstrafe geht vieles nicht mehr.
Nein, nicht so.
Du musst den Schläger so halten.
Wenn du jetzt den Arm drehst,
fliegt der Ball geradeaus,
Richtung Netz.
Anna.
Ja, ich bin es.
In der Zeitung steht, du wärst in der Schweiz.
An Krebs erkrankt.
Da hast du dich sicher gefreut.
Nein Fabio, nein.
Es sind zehn Jahre vergangen,
und du bist noch immer dieselbe.
Was willst du von mir?
Nichts.
Ich sah gerade Angst in deinen Augen.
Nach allem was wir hatten, tut es mir weh,
sehr weh sogar,
dass du Angst hast.
Was ist? Ein anderer Mann?
- Es ist zehn Jahre her. - Ich weiß, das ist lang.
Das Leben zieht Tag für Tag vorbei,
und du bemerkst,
dass du es vergeudest.
Ich bin ein Feigling, Fabio.
Ich konnte nicht auf dich warten.
Hab keine unnötigen Gewissensbisse.
Was hättest du, wenn du gewartet hättest?
Einen fünfzigjährigen Gesetzlosen,
über den die Leute reden.
Mein Leben ist auch nichts Besonderes.
Aber es ist dein Leben.
Und ich hoffe es ist ruhig.
- Mach's gut Anna. - Fabio!
Warum bist du gekommen? Warum?
Erinnerst du dich...
an unsere Reise nach Griechenland?
Ich wollte diese Erinnerung auffrischen.
Sie wird mir Gesellschaft leisten,
wenn ich dorthin zurück gehe.
Alles Gute, Anna.
Ja sicher, mach dir keine Sorgen.
Hey, spinnst du?
Dafür habe ich dir 5 Beutel gegeben!
Ich bezahle.
Hier! Gib mir 10, 20, alles was du hast!
- Das wird nichts. - Aber...
Was heißt das? Du musst mir was geben!
Ich habe nichts mehr.
Vielleicht in einer Woche wieder.
So ein Theater ertrage ich nicht.
Verstanden?
Ludi, das ist der Biochemiker.
Dreitausend.
Ich passe.
- Ich auch. - Ich gehe mit.
Du hast geblufft, stimmt's?
Lässt du dich von Cavallo besiegen?
- Über Cavallo lache ich nur. - Zum Glück.
Du ziehst seit Tagen ein langes Gesicht.
Es ist Zeit fürs Bett. Gute Nacht.
- Gute Nacht. - Nacht.
Nein! Nein!
Na, etwas entdeckt?
Das ist ein Privatgrundstück.
Der Zutritt für Fremde ist verboten.
Gehörst du zu dem Haus?
- Wie heißt du? - Diese Woche heiße ich...
Andrea oder Fernando.
Ich bin Viaggiatore.
Seid mal ruhig!
Er sagt, er sei Viaggiatore.
Wer soll dieser Viaggiatore sein?
Ist Destil nicht da? Destil kennt mich.
Destil? Wer ist Destil?
Noch nie von ihm gehört.
- Was hat er gemacht? - Spioniert.
Mit dem Fernglas.
Wir werden gleich wissen, ob er Viaggiatore ist.
Ein Schachproblem.
Man sagt, darin bist du Meister.
Lös es.
Der Läufer.
Schachmatt in drei Zügen.
Sieh nach, ob er recht hat.
Keine Sorge, er hat recht.
- Wie geht's Viaggiatore? - Hallo Fabio.
Ich muss leider heute Abend wieder los.
Ich möchte raus gehen.
Tut mir leid, das geht nicht.
Kann ich wenigstens telefonieren?
Nein.
Du kannst Fernsehen, wenn du Lust hast.
Bin ich die weibliche Hauptrolle im Film?
Das kann man so sagen.
Die einzige Frau.
Aber ich muss immer dieselbe Szene spielen.
Cavallo, sag ihr was los ist.
Was willst du? Lass mich arbeiten.
Und mach die Tür zu.
- Nein! - Warum nicht? Idiotin.
- Ich will nicht! - Hilf einem alten Freund.
Lass mich los!
Warum bist du nicht vernünftig?
Vor zwei Wochen wolltest du dich umbringen.
Was hättest du ohne uns gemacht?
Anschaffen gehen?
Du bist doch Schauspielerin.
Ich gebe dir eine Szene und du spielst sie.
Das verstehst du doch jetzt, oder?
Wir können dich nicht gehen lassen.
Ich werde nichts verraten!
Das weiß ich.
Sonst würdest du dich ja selbst verraten.
Wenn du nicht mitmachst,
wirst du auch nichts sagen.
Eine loswerden, die sich umbringen wollte,
ist kein Problem.
- Ich könnte was falsch machen. - Nein.
Du wirst sehr gut sein.
Ich habe so was noch nie gemacht.
Was, wenn ich es nicht schaffe?
Das wäre sehr schlimm.
Das ist deine große Chance.
Die größte Rolle, die du dir je erträumt hast.
Und du kriegst mehr Geld, als für 10 Filme.
Und vielleicht tut es dir sogar gut.
Also?
Na gut. Wie ihr wollt.
Sehr gut. Die richtige Entscheidung.
Wir sind zerbrechlich, du und ich.
Wir sind im Inneren weich.
Wir können nichts gegen die tun.
Du bist ein Dieb wie die! Sogar schlimmer!
Ja, Dieb, Irrer, Mörder.
Und dazu ein kleines persönliches Laster.
Was immer du willst.
Der Wurm in mir verlangt nach Nahrung.
Genau wie bei dir.
Schauspielerin, ja? Das Kino,
Schwimmbecken, Fotografen, mondäne Zeitschriften,
mit Belmontone ins Bett gehen.
Auch der Ehrgeiz ist ein Wurm.
Aber wenigstens eine saubere Sache.
Sauber, schmutzig, was macht das schon?
Ich war auch sauber, Sportler, Champion.
Man zahlte mir die Fahrt zu den Wettkämpfen.
Ohne Extras.
Training, dann Nachtruhe.
Ich hatte Pflichten.
Nicht trinken, nicht rauchen, keine Frauen.
Ich trinke und rauche nicht, treffe keine Frau.
Ich bin ein braver Junge, siehst du?
Eines schönen Tages sagten sie mir:
Danke. Schön, dass du dabei warst.
Und ich konnte nichts anderes.
Rausgeschmissen samt Pokalen und Medaillen.
Ist so was sauber? Ist das sauber?
Vielleicht habe ich keine Angst.
Destil hat noch nie einen Coup vergeigt.
Er wurde nur einmal geschnappt.
Vielleicht wird es sogar Spaß machen.
Wie ein Sprung ins kalte Wasser.
Erst schauderst du,
danach denkst du an Weihnachten.
Ich habe viele Krimis gelesen.
Das böse Mädchen kommt immer zu rechten Zeit.
Ich bin jetzt dieses Mädchen.
Die beiden, immer zusammen, mir reicht's.
Ich werde mit ihnen reden.
Nein, lass sie.
Zusammenhalt ist wichtig in einem Team.
Ja, aber die zwei sind zusammengewachsen.
- Neidisch? - Kann sein.
- Ich kannte die Frau zuerst. - Eben.
Du bist kein toller Hecht mehr.
Heute mögen die Frauen Haare auf dem Kopf.
Generalprobe?
Mit diesem Gesicht gehe ich in die Schweiz.
In die Schweiz?
Ich habe doch Krebs und bin in der Klinik.
Und es ist der perfekte Ort,
für die Ware, die ich verkaufen muss.
- Ja? - Papa? Bist du es?
Ja, Rosanna.
Onkel wird heute aufbrechen.
Gut.
Danke Rosanna.
Ich schicke dir Küsse, Papa.
Tschüss Liebes, bis bald.
Wer war das?
Die Tochter von Viaggiatore. Es klappt.
Gut.
Eine Sorge weniger.
Destil.
Bist du dir der Sache sicher?
Was ist, Sempresì?
- Hast du Angst? - Nein.
Aber eine schlechte Vorahnung.
Mach es nicht, Destil.
Wir haben dir viel zugemutet.
Geh ins Bett.
Ja. Vielleicht hast du recht.
Gute Nacht.
Er ist am Ende.
Zum Glück haben wir ihn...
aus der Sache raus gelassen.
- Er kann nicht mehr. - Das stimmt.
Hör auf zu schnarchen!
Hey, wegen morgen...
Das macht hungrig, stimmt's?
Auf jeden Fall.
Morgen ist es soweit.
Morgen?
Hast du keinen Hunger mehr?
Ist mir vergangen.
Das ist schlecht.
Gerade jetzt solltest du dich stärken.
Sie starten in diesem Moment.
9.000 Kilometer von hier entfernt.
Unsere Milliarden.
Sie wissen nur noch nicht,
dass sie uns gehören.
Wann sind wir in Amsterdam?
Gegen 12.00 Uhr.
- Was ist das wohl? - Ich weiß es nicht.
Es hat ein Uhrwerk.
Bei den verdammten Negern weiß man nie.
Ich gebe dem Kapitän Bescheid.
Kapitän, es ist wohl eine Bombe an Bord.
Mach dich nicht lächerlich.
Aber es stimmt, Kapitän.
Achtung! Aus Wettergründen werden wir...
in Rom zwischenlanden.
Wir werden schnellstmöglich weiterfliegen.
APR471 bittet um Notlandeerlaubnis.
Fiumicino an APR471, Landeerlaubnis erteilt.
Notlandung, Verdacht auf gefährliche Ladung.
Verständige die Polizei, bereite alles vor.
Sicher. Fräulein? Drei Capuccini.
Schicken Sie bitte jemanden...
mit drei Capuccini in die Verwaltung.
Danke.
Haben wir etwa Karneval?
Los!
Polizei. Meine Herren,
auch Sie müssen das Flugzeug verlassen.
Ich bin Kommissar Cartelli.
Ich bin für Ihre Fracht verantwortlich.
Das glaube ich nicht.
Unsere Fracht ist zu wertvoll.
Es besteht keine Gefahr, meine Herren.
Sie stehen unter meinem Schutz.
Wir riskieren nichts. Wir haben Anweisung,
in Amsterdam auszusteigen.
Sie werden ins Flughafengebäude eskortiert.
Wir müssen das Flugzeug durchsuchen.
Seien Sie bitte vernünftig,
sonst müssen wir Gewalt anwenden.
- Gehen wir. Sie auch. - Ich gehe nicht mit.
Oh doch, das werden Sie.
Los, kommen Sie.
Fassen Sie mich nicht an.
Frechheit! Meine Tasche!
- Ist dir heiß? - Was?
- Du schwitzt. - Ich?
Das kommt vom Aspirin. Ich hab die Grippe.
Von welchem Revier bist du?
Kommissariat Ostia.
Seltsam, hab dich noch nie gesehen.
Ich wurde gerade erst dorthin versetzt.
Ah, deshalb.
- Hallo? - Der Kommissar heißt Cartelli.
Der Mann heißt Dunverless.
Herr Dunverless?
Kommissar Cartelli bittet Sie,
in seinem Büro zu warten.
Dort sind Sie sicherer.
Nein, wir gehen hier nicht weg.
Wir lassen uns nicht hin und her schieben.
Die ganze Sache gefällt mir nicht.
Sind Sie die versprochene Eskorte?
Wir dachten, der Kommissar käme persönlich.
- Wo ist er? - Er ist im Flugzeug.
- In Ordnung. - Kommen Sie.
- Gehören Sie dazu? - Ich gehöre zu niemandem.
Ich sollte auch bevorzugt behandelt werden.
Mein Herr, auch Sie werden wir...
bequem unterbringen.
Besuchen Sie gerne unser Restaurant.
Danke, aber ich will behandelt werden,
wie ein Kunde, der 3.000 Dollar zahlt.
Ich reise als V.I.P., mein Fräulein.
Wie Sie wollen.
Das Restaurant wäre die bessere Wahl.
Ich weiß, wann ich Hunger oder Durst habe.
Herr Guerini? Ist da niemand im Büro?
...und deswegen...
...bin ich nicht mehr so fit wie früher.
Nach zwei Stufen schlägt das Herz schneller.
Hoch da!
- Was ist denn noch? - Ach, nichts, nichts.
Ich sprach über mein schwaches Herz,
und die Probleme beim Treppensteigen.
Jetzt hören Sie mal zu.
Sie gehen vor, ich folge Ihnen.
Was für ein Benehmen. Unerhört.
Bitte, hier rein.
Hast du dich verfahren?
..nach Norden, die 1, 15, 23.
18 und 19 an die 4. und 5. Sperre.
Zwei Teams zur Ausfahrt Civitavecchia.
- Viaggiatore? - Er ist tot.
Und die anderen?
Die anderen sind am Leben, bis auf zwei.
Und Viaggiatore.
Der Arme.
Drei Wagen aus 7. 19, kontrolliert die A90.
Bis zur Ausfahrt Colombo.
Du bekommst deinen Anteil.
Es war mir ein Vergnügen.
Mir auch. Auf Wiedersehen.
Zum Bahnhof.
Beeilen wir uns. Ich muss weg.
Ludi, lass das Mädchen da.
Sempresì kümmert sich um sie.
- Was bekommen Sie? - 2.300 Lire.
Tut mir leid, ich kann nicht wechseln.
Entschuldigen Sie bitte,
- können Sie 10.000 Lire wechseln? - Ja.
- Danke. - Gerne.
- Danke. - Bitte sehr.
- Der Rest ist für Sie. - Danke.
Wache!
Fahr!
Wenn du stehen bleibst, töte ich dich.
Mehr als eine Milliarde.
Wie vorhergesehen.
- Dein Meisterwerk, Destil! - Das stimmt.
Es ist alles vorbei.
Nein. Es ist noch nicht alles vorbei.
Wirklich ein Meisterwerk.
Du bist noch immer der große Destil.
Nicht aus Mangel an Vertrauen, aber...
- Hände hoch. - Ich trage nie eine Waffe.
Stimmt. Du kannst sie runter nehmen.
Du musst mir damit die Ware geben.
Die Hälfte, Affatato! Es reicht für alle.
Wir scheißen auf die Hälfte!
Hast du gehört?
Ich würde sogar teilen. Aber sie nicht.
Aber...
Ich weiß, dass du nicht gehen wirst,
solange wir noch leben.
Also beeil dich.
Und du, Champion, nicht zittern.
Los!
Nimm einfach das Auto.
Ich kann nicht fahren.
Bring mich aus dieser Stadt!
Hilf mir.
Ich würde ihr die Hand geben.
Und noch etwas anderes.
Die Beine sind schlaff, aber sie ist zäh.
Schönheit, wachst du auf?
Na los.
Komm schon.
Du bist gar nicht übel, weißt du?
Stell dich nicht so an.
Mach die Augen auf und schau was passiert.
Dein Traummann steht vor dir.
Ich erklär's dir:
Die Polizei ist nicht mehr wie früher.
Sie sind jetzt modern und gut organisiert.
Heutzutage.
Es wir ein paar Tage dauern,
aber sie werden mit Sicherheit herkommen.
Und dann ist dein perfekter Coup,
dein meisterlicher Coup,
dein großer Traum, vernichtet.
Auch darauf war ich vorbereitet.
Du wusstest aber nicht,
dass die Polizei nur drei Leichen findet.
Eure.
Gegenseitig getötet, beim Teilen der Beute.
Und die Diamanten?
Die werden sie auch finden.
Nicht sofort.
In ein paar Tagen.
Wenn Sempresì,
wahnsinnig vor Angst,
sich samt der Beute ertränken wird.
Stell dir das mal vor.
Sie werden auf dem Grund des Flusses...
mehr als die Hälfte der Diamanten finden.
Und die übrigen?
Von der Strömung fortgeschwemmt.
Diese Strömung,
spült in unsere Taschen,
eine halbe Milliarde.
Und dort bleibt sie für immer.
Die Ewigkeit ist so eine Sache.
Es kann viel passieren,
wenige Minuten nach der Ewigkeit.
Ich wollte es nicht, Destil.
Aber sie haben mich geschlagen.
Geschlagen!
- Wir müssen hier weg. - Nein.
Helft uns.
Destil!
Destil!
Nach all dem,
werde ich nicht nach Griechenland gehen.
Schade.
Das war ein guter Coup.
In Deckung!
Nicht schießen! Hier sind Menschen!
Los, erschieß ihn!
Auf, streck ihn nieder!
Lass dich nirgendwo entdecken.
Hinterlass keine Spuren.
Hier, nimm. Das wird erstmal reichen.
Bald werden wir reich sein.
Milliardäre, Franca!
Wenn ich klarkomme und du vergessen kannst...
Ich bleibe bei dir, Ludi.
Bist du verrückt?
Ich bleibe bei dir. Ich brauche dich.
Ich habe heute Räuber, Mörder,
und sehr viel Blut gesehen.
Glaubst du, ich kann einfach weitermachen?
Mit dem, was ich mal für wichtig hielt,
während ich diese Leichen vor Augen habe.
Überleg mal. Sie werden dich nie kriegen.
Du kannst es schaffen.
Ich versuche, über die Grenze zu kommen.
Auch wenn es schwer ist.
Aber ist die einzige Möglichkeit,
um uns je wiederzusehen Franca.
Ich bleibe bei dir, Ludi.
Wir versuchen gemeinsam zu vergessen.
Wir brauchen ein schnelleres Auto.
Du bist verrückt.
Nein, dieses Mal nicht.
- Woran denkst du? - An Destil.
Er hatte etwas gutes, nämlich Hoffnung.
Eine Ameise, die in die Badewanne fällt,
klettert eine Weile, dann rutscht sie ab.
Sie fängt nochmal an und fällt wieder.
Ich fühlte mich wie diese Ameise,
in einer glatten Welt ohne Halt,
die mich zurückweist, seit ich 16 bin.
Immer wieder hochklettern bringt nichts.
Am Flughafen fühlte ich mich gespalten.
Da war ich, verkleidet als Stewardess.
Gleichzeitig sah ich mich von außen,
und wusste, was ich da mache ist zwecklos.
Die Diamanten, die Toten, alles.
Vielleicht sind wir genau darum noch hier.
Man darf sich nie zu viel erhoffen.
Die Weltmeisterschaft.
Was habe ich mir erhofft und erträumt...
Es hätte schlecht laufen können,
aber nach der Vorrunde lag ich in Führung.
Vor dem Finale ging ich früh ins Bett.
Ein Zimmermädchen brachte mir Wasser.
Ich hatte seit Wochen keine Frau berührt.
An dem Tag fühlte ich mich groß.
Sie lag im Bett, lachte und sagte:
Verrückt! Verrückt!
Sie war Deutsche. Es dauerte zwei Minuten.
Minuten, die mich um den Titel brachten.
Und jetzt sitze ich hier als Mörder.
Jeder hat diese zwei Minuten,
die nie rückgängig gemacht werden können.
Wir reden, als hätten wir verloren.
Wir haben gewonnen. Wir sind reich.
Wir werden nie reich sein.
Dazu reicht ein Eis an einem glücklichen Tag.
Wann könnten wir denn glücklich sein?
Wir flüchten voller Scham.
Ich schäme mich nicht. Ich habe Schurken getötet.
Andere töten täglich hunderte gute Menschen.
Soll ich traurig sein, weil ich schnell schieße?
Eines Tages bin ich auch dran.
Und niemand wird weinen.
Wir sind fast da.
Hier könnten wir über Nacht unterkommen.
Franca.
Ich glaube, wir haben einen Platten.
Kannst du mal nachsehen?
Ludi! Ludi!
ER IST TOT... DAS IST NICHT UNSERE ANGELEGENHEIT HIER IST NOCH ITALIENISCHES GEBIET
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