All language subtitles for schulmadchen-report_8_1974_uncut_dvd9_rus_-_movie_1

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Original subtitles

Aber, meine Damen, geht das nicht ein bisschen ruhiger? Wir sind ja bei keiner

Demonstration. Guten Morgen, Frau Kollegin.

Guten Morgen, Herr Dr. Steinbach. Aura zieht vielleicht eine Schau ab. Jetzt

tritt sie ja schon mit einem Scheich auf.

Das sind keine Demonstrationen.

Der Schnuckel, nicht der Dr. Watz? Den möchte ich mir direkt zur Brust nehmen.

Zur Brust nehmen gehören immer noch zwei dazu, Evi.

Betten, dass ich es schaffe?

Schließlich haben wir ja im Landschulheim zwei Wochen Zeit.

Na dann, viel Glück.

Mal einen Augenblick!

Ich möchte Ihnen Herrn Studienrat Steinbach vorstellen.

Morgen, meine Damen. Der Herr Kollege wird uns am nächsten Schuljahr an

Schule unterrichten. Er wird uns schon heute ins Landschulheim begleiten.

Ich habe doch gesagt, das ist ein Vorgang. Aber was für einer?

Wenigstens ein dufter Typ.

Der Kollege Steinbach unterrichtet Biologie.

Ach, so besser. Dann weiß er, wie es richtig geht.

Sind nun alle da?

Ja.

Dann steigen Sie bitte alle ein.

Einer für alle, alle für einen.

Da soll man nicht lesbisch werden.

Ich komme noch nicht zu spät. Es geht gerade noch.

Hey, wo warst du denn? Ich bin der Vater von Annette.

Dr. Maurer, das ist Dr. Steinbach. Ich bitte um Entschuldigung. Ich hatte

Tochter versprochen, sie zu bringen, aber dann muckte plötzlich der Wagen.

Keine Sorge, es ist noch früh genug.

Dann will ich nicht länger stören. Schicken Vater hast du, das muss man

Findest du?

Na ja, ein bisschen streng halt.

Meine Damen, bitte einsteigen.

Oder wollen Sie hier als Kotzbewahrer bei der Reiseleitung?

Na und Sie, müssen Sie eine Extrawurst gebraten haben?

Waren Sie bisher Lehrer in der Klosterschule? Da müssen Sie aber einen

Knüppel für die armen Schulmädchen haben.

Entschuldigung, darf ich mal vorbei?

Nimm doch mal deine Comics ab, Frau.

Hier ist die neueste Nummer.

Gabi, komm doch mal her.

Du bist doch auch so scharf auf Niki Maus.

Oh ja, lass mal sehen.

Hier, schau mal.

Oh, ist der putzig.

Direkt zum Reinbeißen. Schade, dass sowas schwul ist.

Auf den würde ich mich schon umziehen.

Nein.

Umziehen? ist viel zu anstrengend. Zieht euch lieber einen ganz grünen Jungen

heran. Der ist dankbar. Mit dem habt ihr keinen Koma.

Hast du denn da Erfahrung?

Und auch?

Ich habe mir unseren Lehrling vorgenommen.

Rolf heißt er und ist als Lehrling in unserer Gärtnerei angestellt. Er stammt

aus einem kleinen Nest, ziemlich weit weg.

Deshalb wohnt er bei uns im Haus.

Seine Kammer liegt direkt über meinem Zimmer.

Er ist ein richtig gut aussehender Junge. Aber schüchtern, sage ich euch.

Wenn ich den Blutgut am Morgen gesagt habe, dann hat er gleich ganz große

gekriegt. Also kurz gesagt, mir war klar, dass ich die Sache selbst in die

nehmen musste.

Ich habe mir gedacht, zeigst du ihm erst einmal, was du zu bieten hast.

Hoffentlich steht er auf großen Birnen.

Ein Busen.

Mit Wart.

Ich träume.

Ein Ärschle.

Ein rundes, dickes, süßes.

Wenn er die Muschi aushält, dann hat er die Gesellenprüfung bestanden.

Das ist ein Dingsermund.

Das hält mein Zipfel gar nicht aus.

Was machst du denn da im Gewächshaus? Weil es hier wärmer ist als draußen.

Du freches Stück, du.

Das kommt wahrscheinlich von der Pubertät.

Du, Rolf.

Könntest du mir mal den Träger zumachen?

Gehst du gerne tanzen?

Ich, ich, eigentlich kann ich gar nicht tanzen.

Mach doch nichts, soll ich es dir beibringen?

Weißt du, ich habe so viel zu schaffen und am Abend bin ich immer so müde. Aber

Platten hörst du doch gerne, oder?

Ja, manchmal.

Ich habe ein paar klasse Platten, willst du mal hören?

Vielleicht wieder sein.

Blöder Heini.

Also, erst einmal war ich sauer. Ich zeige dem Kerl alles, was ich zu bieten

habe, und der kriegt den roten Birnen und läuft davon.

Aber ich habe es nicht aufgegeben.

Ich hätte den Trottel sausen lassen.

Ich auch.

Jetzt hat sich bei mir der weibliche Stolz aufgebaut.

Ich wusste, dass er jeden Abend nach der Arbeit zum Duschen geht.

Wenn er im Grünen nicht kann, kann er in der Wanne auch nicht.

Scheiße. Hast du dir was abgebrochen?

Ich meine, gebrochen.

Scheiße.

Hast du dir wehgetan, mein Schätzchen?

Hast du gerade Schätzchen gesagt?

Gib mir deine Hand. Ich habe mir meinen Po verstaucht.

Was, den Po?

Hilf mir doch.

Warum den gerade den Popo?

Ich muss mal raus.

Immer haut er ab.

So ein Adler.

Geht sich.

Nie werde ich deinen süßen kleinen Arsch vergessen.

Wenn du wüsstest, was du mir und meinem Zipfel für Schwierigkeiten machst.

Aber das kannst du ja gar nicht ahnen, weil du noch so jung und unschuldig

Jetzt fasse ich dir ans Obstgärtle und träume von deinen Schatzkästle.

Von deinen Buse.

Es ist ja wohl das Schönste, was ich in meinem Leben wohl je gesehen habe.

Das hält ja der stärkste Neger nicht aus.

Böble, wirst schon erwarten können.

Bleib ruhig.

An dem Abend sind meine Eltern zum Vereinsabend gegangen.

Heute Nacht oder nie.

Oh, das brennt. Wenn es heute nicht klappt, dann stricken wir aus meiner

ein Schal.

Ich wollte einfach bei ihm reinplatzen, doch plötzlich habe ich ein leises

Stöhnen aus seiner Kammer gehört.

Im ersten Moment habe ich gedacht, da hat er anders Mädchen bei sich. Aber wie

ich dann durchs Schlüttelloch geguckt habe, dachte ich mir, brennt der Hut. Da

hat doch dieser Kerl ein Fickbüchle in der Hand und streichelt seinen Mast. Der

spinnt wohl.

Junge, brech ihn mir nicht ab. Der wird noch gebraucht.

Ich habe natürlich überlegt, was ich machen soll. Erstens die Bumse und

hat mir das Zugucken ganz feucht gemacht. Aber ich muss ihn stören, bevor

unseren Sohn mit der Faust zerquetscht.

Frau Grunzli, Gisela.

Was machst du denn hier?

Ich habe so Angst, Rolf.

Lass mich bei dir bleiben.

Wovor hast du denn Angst?

Es ist doch gar nicht wieder draußen.

Aber es könnte eins kommen.

Bitte du mich nicht wegschicken, Rolfi.

Ja, was passiert jetzt? Sei lieb und lass mich ein bisschen zu dir.

Mir ist so kalt.

So, so.

Ah, jetzt ist man wohler. Du meine Güte.

Du,

Rolf. Ich spüre was bei dir da unten.

Was komisches.

Gügela, lass doch.

Was ist denn das?

Hör auf.

Bitte, lass das.

Nicht. Warum denn nicht?

Ich halte das nicht aus.

Tut's denn weh?

Du bist der Nebel.

Das ist mir wurscht, jetzt muss was stehen. Aber doch nicht in den... Jetzt

stimmt's. Wenn ich gewusst hätte, dass das Bumse so schön ist. Nicht so

Was ist denn jetzt?

So.

Jetzt, Adle.

Lebst du noch?

Ich war ganz schön wild, gell?

Wolfilein, weißt du, was du bist?

Nein, was denn?

Du bist mein Kolumbus. Du hast als erster meine neue Welt entdeckt.

Kolumbus?

War der nicht Admiral?

Ja, aber das wurde erst nach der dritten Entdeckungsreise.

Na, was ist? Willst du nicht noch einmal in den See stechen?

Weißt du, muss ich ja wieder.

Ach, ist der süß, der Kleine.

Und so schnuckelig.

Ach, jetzt ist er gar nicht mehr so klein.

Na nur, der wächst ja wie ein Wunderbaum.

Nein, so süß ist er.

Der hat verdient, dass man ihm was richtig Gutes tut.

Wenn man sich so lieb hat, macht man die Augen zu.

Ja, das habe ich auch gelesen.

Nicht so drehen, du bist doch kein Korketier.

Ist es nicht viel schöner, als wenn du es selber machst?

Eigentlich schon.

Ach du, mein süßer Kolumbus. Es ist so schön mit dir in See

zu stechen.

Ist noch weit.

Bis zum Ufer.

Nein.

Und wie oft hast du deinen Kolumbus in den See stechen lassen? Dreimal.

Admiralische Woche. Am nächsten Morgen war er so blass und kniebärig, dass ich

ihn meinem Mutter schon zum Arsch schicken wollte.

Aber am Nachmittag im Gewächshaus ist er schon wieder gegangen.

Du hast gut, hast deinen Kolumbus ins Ei gegriffen.

Ich finde Ihre Mädchen zauberhaft, Frau Kollegin.

Haben Sie Schwierigkeiten?

Ich frage mal Renate. Hast du Annette gesehen?

Ich glaube, der ist schlecht. Sie sitzt im Bus.

Annette?

Du bist es, Inge.

Ich dachte schon... Was denn?

Was hast du denn? Tut dir was weh? Kann ich dir helfen?

Also los, erzähl schon mal.

Da ist doch was.

Ich verspreche dir, ich erzähle es keinem weiter.

Es ist nichts.

Das glaubst du doch selbst nicht.

Dir wird schlecht.

Du heulst. Du sagst nicht, was los ist.

Kriegst du ein Kind?

Merkt man schon was?

Wenn du dich weiter so benimmst, bestimmt.

Aber keine Angst zu sehen ist noch nichts.

Wie weit bist du?

Im dritten Monat.

Und deinen Eltern willst du dich nicht anvertrauen?

Das ist nicht dein...

Du kennst meinen Vater nicht.

Das gäbe eine Katastrophe.

Und was ist mit deiner Mutter?

Die hat doch gar nichts zu sagen. Die würde alles noch schlimmer machen mit

ihrem Gejammer. Von wem hast du das Kind?

Das ist der anständigste Junge, den du dir vorstellen kannst.

Anständig?

Na, hör mal.

Doch, du kennst ihn eben nicht.

Du bist wohl ziemlich doll verliebt.

Weil du... Er ist genau so, wie ich mir immer den Mann vorgestellt

habe,

Ganzes Leben verbringen möchte.

Also ein richtiges Wundertier. Wo hast du denn ihn kennengelernt?

Das war auf einer Geburtstagsparty meiner Freundin.

Biggi war 19 geworden.

Sie hatte ein paar Typen eingeladen, die ich nicht kannte. Darunter war auch

Jürgen. Jürgen Amrein.

Du machst, als wäre es Sanitätsdienst, Jürgen?

Ja, ich habe mich freiwillig dazu gemeldet, weil ich ja Medizin studieren

Da kann ich das gebrauchen.

Freiwillig zum Kommiss?

Der spinnt wohl.

Helmut studiert auch Medizin. Schon im dritten Semester. Ich war nicht so blöd,

zum Bund zu gehen.

Was sollte ich machen? Mich haben sie tauglich geschrieben.

Und du, was will Medizin studieren? Da gibt es doch, weiß Gott, ein paar andere

Tricks.

Mag sein.

Aber durch den Bund kriege ich auch einen Pluspunkt für meine Abiturnote.

den kann ich gebrauchen für den Numerus Clausus.

Was hast du denn für einen Durchschnitt?

2 ,8. Und damit willst du Medizin studieren?

Warum denn nicht, verdammt nochmal?

Werden Kranke etwa mit Mathematik oder lateinischer Grammatik geheilt? Heute

kommst du nur mit Leistung an, mein Lieber. Ach, Quatsch. Nach den

von heute hätte ein Mann wie Sauerbruch nie Medizin studieren dürfen.

Oder?

Dieser Jürgen hat mir sehr imponiert.

Mensch, du bist ja richtig interessiert an deinem Jürgen. Bin ich auch.

Seit der Geburtstagsparty hat man uns nicht mehr gesehen.

Er ist damals auch versetzt worden.

Es war ein reiner Zufall, dass wir uns wieder getroffen haben.

Hallo Jürgen, wo kommst du denn her? Annette, ich studiere hier.

Medizin? Weißt du noch, ja, es hat geklappt, Gott sei Dank.

Trotz der Durchschnittsnote?

Irgendwie ist ein Wunder geschehen. Der Computer muss sich vertan haben.

Das muss gefeiert werden. Aber groß ausgehen kann ich nicht mit dir.

Mangels Masse.

Mach doch nichts.

Komisch. Wir haben uns doch nur einmal gesehen. Damals an Biggis Geburtstag.

Was ist denn daran komisch?

Weil mir kommt es so vor, als ob wir uns schon sehr lange kennen.

Weißt du, Annette?

Mir geht es ganz genauso um.

Ich habe oft an dich denken müssen. Komm her.

Wirklich, Jürgen?

Du, mir ganz wenig.

Tut mir leid.

Unten an der Ecke, da ist eine Kneipe. Da kriege ich bestimmt noch was. Bin

gleich wieder da. Du, Jürgen.

Warte mal.

1 ,50, 2 ,50.

Das ist alles, was ich noch habe.

Kommt überhaupt nicht in Frage.

Sofort nimmst du das Geld. Du merkst ja, wenn ich was will, dann will ich es

auch. Na schön.

Bis gleich.

Ich sah Jürgen über die Straße laufen.

Richtig gerannt ist er.

Ich war ganz sicher, dass ich mich in ihn verliebt hatte.

Ich wollte Jürgen für mich allein haben.

Natürlich war es dumm von mir zu glauben, damit einen Mann an sich zu

Aber ich konnte einfach nicht anders.

Was bedeutet das heute schon für einen Mann?

unberührt zu sein.

Jürgen?

Bist du mir böse?

Es war sehr dumm von mir, nicht?

Das war das erste Mal, dass mich ein Mann nackt gesehen hat.

War komisch.

Bei Jürgen kam ich mir überhaupt nicht nackt vor.

Ich habe dich lieb.

Lass uns nicht mehr zusammenbleiben.

Und gleich beim ersten Mal ist es passiert?

Es muss.

Denn später habe ich mir die Pille besorgt. Aber da war es schon zu spät.

Und nun?

Ich weiß nicht. Ich bin fix und fertig.

Wenn das mein Vater erfährt, schmeißt er mich aus dem Haus.

Das kann ich mir nicht denken.

Du kennst meinen Vater nicht.

Hast du mal dran gedacht, das Kind wegmachen zu lassen?

Natürlich.

Aber als ich das nur andeutete, hättest du mal Jürgen hören sollen.

Bist du denn verrückt geworden, Annette? Was hast du denn bloß angestellt? Ich

hab so heiß gebadet, dass ich mir fast die Haut verbrüht habe. Das sind doch

Quacksalbereien. Damit schadest du nur dir und dem Kind.

Aber ich will doch, dass es weggeht.

Annette, wir lieben uns doch.

Willst du denn kein Kind von mir?

Doch.

Na also.

Warum tust du denn so etwas?

Meine Eltern, die dürfen das nie erfahren.

Ich spreche mit deinem Vater. Nein, das darfst du nie tun. Der schmeißt dich

doch bloß raus und mich dazu.

Ach, mit denen werde ich schon fertig.

Jetzt lass mal deine Eltern aus dem Spiel. Das geht nur uns beide was an.

Das sagst du so leicht, weil du meinen Vater nicht kennst.

Soll er mich rausschmeißen? Ist mir doch egal.

Komm, Annette, wir beide kommen schon durch und unser Kind auch.

Aber wovon sollen wir denn leben? Du fängst doch erst an zu studieren.

Mach dir keine Sorgen.

Es wird schon gehen.

Schau, Annette, der Tag, an dem wir uns wieder trafen, das war der schönste Tag

meines Lebens.

An dem Tag ist unser Kind entstanden.

Und gerade darum will ich, dass wir es behalten.

Wenn du jetzt ins Landschulheim fährst, ich will sehen, dass ich dich besuche.

Aber Besuche sind da verboten.

Ich werde es schon schaffen.

Jürgen. Du musst mir versprechen, in der Zwischenzeit nicht mit meinen Eltern zu

reden. Mit denen muss ich fertig werden. Ich weiß bloß noch nicht, wie.

So, jetzt weißt du alles, Inge. Bitte verrat mich nicht.

Verlass dich drauf.

Ich zerbreche mir nur den Kopf, wie man dir helfen kann.

Da kommen die anderen.

Jetzt nimm dich erst mal zusammen.

Ruhe bitte, unser Fahrrad wird ja ganz nervös von ihm lernen. Wetten, dass der

von was ganz anderem nervös wird?

Ich möchte wissen, ob die Dr. Maura schon mal unter einem Herrn gelegen hat.

Die Maura? Ja.

Da gehe ich jede Wette ein. Wieso?

Ich habe für so was einen Blick. Die ist nicht so eine Type wie damals die in

Hannover. Jutta war dabei.

Hey Jutta, komm doch mal her.

Du, kannst du dich noch erinnern, als wir beide in Hannover waren?

Ach, die Eberhard, das war unsere Biologielehrerin. Das war so eine

Zimperliese. Was war mit der?

Das war vielleicht eine Nudel. Frisiert war die wie eine Kaulquappe und

angezogen wie Frankenstein. Und damit wollte die bei uns Autorität finden.

Nehmen wir zum Beispiel einmal eine Mimose, die sogenannte Sintpflanze.

Wenn wir sie an irgendeiner beliebigen Stelle reizen, können wir sehen, wie die

Erregung von einem Blättchen zum anderen weitergeleitet wird.

Zur Aufnahme solcher mechanischer Reize dienen Fühltüpfel, Fühlpapillen,

Fühlhaare und Fühlborsten, die sämtlich der Oberhaut der sogenannten Epidermis

angehören. Das Gemeinsame, das dem Bauplan der Fühltüpfel und Fühlpapillen

zugrunde liegt, ist das Vorhandensein dünner Zellwandstellen, die als

Aufnahmeporten der Reize wirken.

Hey, du!

Lass doch den Quatsch mit der Handarbeit. Ich besorg dir einen duften

der macht's dir viel besser.

Sehen Sie, meine Damen, was das Lebendige vom Toten.

Was also die Organismen vom Anorganischen unterscheidet, ist vor

Reizbarkeit. Was verstehen wir biologisch darunter?

Evi?

Reizbarkeit ist, wenn man, naja, also, wenn man gereizt wird.

Vielleicht bei Füllen und so.

Oder beim Skat.

Oder von Männern.

Jutta, Sie vergessen die Reizbarkeit einer Lehrerin, wenn die Schülerinnen

Pensum nicht gelernt haben, aber durch unsachgemäße Bemerkungen den Unterricht

stören.

Jutta, sagen Sie mir mal, wie heißen denn die Organe, mit denen ein Lebewesen

auf diese Reizeinflüsse anspricht? Jetzt bist du dran.

Die erogenen Zonen.

Wir sprechen nicht von ihnen, Jutta, sondern von Pflanzen.

Na und?

Mir hat mal einer gesagt, ich wäre eine dolle Pflanze.

Ich würde sie eher als Früchtchen bezeichnen und zwar als ein ziemlich

Ich bitte um etwas mehr Ernst, meine Damen.

Wie heißen also die Organe? Die Sinnesorgane.

Ist doch meine Rede.

Gut.

Anita, können Sie uns ein Beispiel für deren Reaktionen nennen?

Ja, bei einer gewissen Reihe von Pflanzen, zum Beispiel bei Erbsen,

Gurken, Kürbissen.

Eiern. Also, die suchen sich eine feste Stütze und ranken sich daran fest, wenn

sie den festen Gegenstand bei ihren kreisenden Suchbewegungen berühren.

Ja, und wenn sich dann die Ranken aufrichten, dann erfolgt diese Erektion

eine Erhöhung des Saftdrucks.

Ihre Unreife stinkt zum Himmel.

Es gibt im Leben wichtigere Dinge als das, woran Sie offenbar einzig und

zu denken scheinen.

Wenn Sie Probleme haben, können Sie jederzeit zu mir kommen. Aber stören Sie

nicht ständig den Unterricht mit Ihren impertinenten Zweideutigkeiten.

Naja, so ging es in jeder Stunde.

Ich sag euch, die Eberhard war auf dem besten Weg, eine vertrocknete alte

Jungser zu werden.

Da haben Monika und ich beschlossen, ihr das mal ein bisschen abzugewöhnen. Da

gab es nämlich so einen Typ, Hans hieße. Der fühlte sich nur wohl, wenn er was

zum Bumpen hatte. Wen war ihm ganz egal?

Eure Lehrerin, was?

Die rennt solo durch die Gegend?

Komisch. Wieso komisch?

Ich meine, so schlecht schaut die doch gar nicht aus.

Wenn man mal die Brille und den blöden Dings, den Dutt wegdenkt.

An die kommt niemand ran. Die tut sowas nicht. Quatsch, jede Frau braucht mal

was fürs Bett.

Die nicht.

Die auch.

Das schaffst du nie.

Da gehe ich jede Wette ein.

Okay, wenn ich verliere, dürft ihr euch von mir was wünschen.

Und wenn du gewinnst? Dann darf ich mir von euch was wünschen. Ich kann mir

schon denken, was du von uns willst.

Umso besser.

Versprecht ihr es auch zu tun, wenn ich gewinne?

Okay, okay, wir versprechen es.

Passt auf, ihr müsst mir helfen. Es dauert nicht lange, mindestens ein paar

Minuten. Ihr müsst ein Weib anstecken, dann komme ich als Retter in der Not und

haue euch eins in die Fresse.

Was, mir? Nicht im Ernst.

Okay, für vier halbe Bier, da lassen wir uns vermöbeln.

Für zwei halbe, da möbeln wir zurück, ja? Okay?

Und wenn du gar nichts ausgibst, dann bist du ein intransformter Fall auf der

Chirurgischen.

Wir leihen uns ein Motorrad aus dem schweren Brummer. Dann sehen wir aus wie

Rocker. Kannst du fahren? Ich? Du meinst so richtig fahren?

Aber drauf sitzen kann ich. Das genützt doch wohl, oder? Ich fahre euch die

Karre hin.

Entschuldigen Sie, gnädige Frau. Ich hätte da eine heikle Frage.

Ist das Milch?

Ja? Darf ich mal sehen?

Hübsch verpackt.

Warum machen Sie den so?

Wissen Sie, ich mag nämlich keine Milch.

Sie gestatten? Ja, aber hören Sie mal. Aber auf Muttermilch stehen wir

wahnsinnig. Lassen Sie mich los. Die Gäste mit dem schönen Dreier bei mir auf

der Matratze, die sind doch mal hübsche Kerlchen.

Ja, kannst du schreien, so viel du willst. In dieser Straße sind wir die

Und was für einen süßen Arsch die hat.

Lassen Sie uns die Daumen zufassen. Hau ab, du kriegst mir vor die Fresse.

Sind Sie verletzt?

Nein, nein. Kommen Sie, ich bringe Sie nach Hause.

Die Sau, das wird nicht zugeschlagen.

Dann beruhigen Sie sich doch. Es ist ja alles gut gegangen.

Legen Sie sich erst mal ein bisschen hin.

Wo haben Sie denn eine Couch oder sowas?

Hier.

Sollte man nicht die Polizei... Ach was, die beiden Rocker sind doch längst

verduftet.

Trinken Sie lieber einen Cognac.

Cognac habe ich leider keinen.

Haben Sie überhaupt was Alkoholisches? Ich könnte jetzt auch einen Schluck

gebrauchen.

Whisky hätte ich. Nein, das ist ja prima.

Das ist genau das Richtige.

Bleiben Sie schön liegen.

Wo steht er denn?

Wer? Der Whisky.

Ach so, ja.

Im Schrank.

Hinter den Gewürzen.

Ah, da ist er ja.

Gewürze sind immer gut.

Hier, trinken Sie.

Besser? Ja.

Übrigens, ich heiße Hans. Hans Weimann.

Ich heiße Eberhard.

Na nun, ich hätte Sie für eine Frau gehalten.

Mit Nachnamen natürlich.

Und sonst haben Sie keinen Namen?

Irene. Das ist aber hübsch. Irene ist prima. Das passt sehr gut zu Ihnen.

Wie meinen Sie denn das?

Brav liegen bleiben.

Ich meine, ein hübscher Name passt zu einer hübschen Frau.

Sie wollen sich über mich lustig machen.

Kein bisschen.

Sie sind eine bildhübsche Frau.

Glauben Sie mir.

Das hat mir noch niemand gesagt.

Dann wird es aber richtig Zeit.

Trinken Sie noch einen Schluck, das hilft immer.

Ich weiß nicht.

Lieber nicht.

Ach was, versuchen Sie es.

Wir dürfen sie aber nicht. Warum denn nicht?

Da steht Emma, da wohnt sie.

Mach dich da auf.

Vielleicht beten die gerade in Rosenkranz.

Aber es kann was Wichtiges sein.

Bitte seien Sie ganz ruhig. Tun Sie mir den Gefallen, verstecken Sie sich.

Oh Gott, oh Gott, der Whisky.

Guten Tag, Frau Lerneber. Hören wir?

Darf ich?

Was wollen Sie denn hier?

Weil Sie doch so nett waren und sagten, wir könnten jederzeit zu Ihnen kommen

mit Problemen. Ja, und da haben wir uns nämlich gedacht, wissen Sie, wegen der

Reizaufnahme und der Erregungsleitung und... Das ist ja sehr reizend von

aber wissen Sie, meine Damen, das geht doch wirklich nicht.

Ach, haben Sie etwa schon Besuch? Nein. Hören wir? Ja.

Ach, das heißt eigentlich nein.

Wirklich nicht.

Oh.

Aber bitte seien Sie doch so nett und gehen Sie, ja?

Das mit der Reizbarkeit, das erkläre ich Ihnen vielleicht morgen.

Und das mit dem Samentransportieren auch?

Bitte ziehen Sie keine falschen Schlüsse. Ich meine, die anwesende

Aber hier ist doch niemand.

Nicht? Sie sind so aufgeregt, Frau Lenneberhardt.

Ist Ihnen nicht gut?

Nein, es ist nichts, wenn wir nicht kopfschmerzen. Dann wollen wir nicht

stören, nicht wahr, Jutta?

Ja, die Reizaufnahme und die Erregungsleitung können wir auch ein

besprechen. Inzwischen können Sie ja Erfahrungen sammeln. Ja, wirklich. Ich

heute ein wenig nervös. Ich glaube, es ist das Beste, wenn ich mich gleich ins

Bett lege.

Bett hilft immer.

Also nichts für ungut. Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen.

Herr Weimann?

Wo stecken Sie denn?

Sie sind doch nicht aus dem Fenster gesprungen.

Oh, was machen Sie denn in meinem Bett?

Ich dachte, hier sieht mich keiner.

Ich wollte dich doch nicht kompromittieren.

Was fällt Ihnen eigentlich ein?

Du hast doch gesagt,

ich soll dir den Gefallen tun. Deswegen brauchen Sie sich doch nicht gleich

auszuziehen. Ich wollte das Bett nicht schmutzig machen.

Kommen Sie sofort raus aus meinem Bett.

Bitte?

Gehen Sie wieder rein ins Bett.

Wie schön du aussiehst.

Soll ich aufhören und weggehen? Ja, natürlich.

Aber bleib da.

Du bist gebaut wie die Venus von Milo.

So alt?

Nein, so hübschen.

Was, den Clip auch?

Sonst geht's doch nicht, mein Schatz.

Hinlegen? Stehen werde ich immer so müde.

Du herrlich starker Mann. Ich liebe dich.

Schön. Du bist eine richtig schöne Frau.

Scheiß ich jedes junge Mädchen mit.

Lüg mich nicht an.

Du sollst nicht lügen. Ich schwöre es dir.

Es war von mir bestellt.

Ich wusste nicht, wie ich sonst an dich rankommen konnte.

Verzeih mir.

Ich liebe dich nämlich wirklich. Was sagst du nur so?

Und am nächsten Tag ist die Eberhard nicht zum Unterricht erschienen.

Vielleicht war sie ja wirklich krank.

Komisch genug war sie ja.

Und am Nachmittag sind wir beide dann zu Hans gegangen.

Sag schon, was war los?

Hast du nur gebummt oder nicht?

Kinder, es tut mir leid, wenn ich euch enttäuschen muss. Es hat nicht geklappt.

Und ich versuche es auch nicht weiter.

Siehst du, das habe ich doch schon vorher gewusst.

Die olle Zicke lässt sich nicht knacken.

Ja, tut mir leid, ihr habt die Wette gewonnen.

Aber eins will ich euch noch sagen.

Die Eberhard, ist eine ganz fantastische Frau, vor der kann man nur Respekt

haben.

Da könnt ihr euch eine gewaltige Scheibe abschneiden.

Oh, bin ich wohl.

War das alles? Da habe ich aber ein bisschen mehr erwartet. Erst machst du

den Mund wässrig und dann ist nichts.

Das haben wir auch zuerst gedacht.

Aber am nächsten Tag gab es eine Überraschung.

Mensch, ich träge die Motten.

Das darf doch wohl nicht wahr sein.

Die Eberhard kommt!

Guten Morgen, meine Damen.

Meine Damen, ich habe mich entschlossen, das Thema Pflanzen zu beenden und

stattdessen die menschlichen Organe der Reizaufnahme und Erregungsleitung zu

besprechen. Ich nehme an, das wird Sie wohl mehr interessieren.

Ich weiß zwar nicht, wer die Künstlerin ist, die das hier gemalt hat, aber ich

würde ihr raten, sich keine übertriebenen Vorstellungen von den

machen.

Ich glaube, wir sollten diese Angelegenheit etwas nüchterner

Mensch, jetzt bin ich aber wirklich von den Socken.

Na, na, da hat euch euer Hans aber ganz schön beschissen. Das kann man wohl

sagen. Aber er hat nie zugegeben, dass er sie doch umgelegt hat.

Später haben wir dann erfahren, dass ein dickes Verhältnis mit dir angefangen

hat.

Mensch, so einen richtigen nackten Mann habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Ach komm, mach doch keine Scherze, wer es glaubt.

Nee, wirklich, schon fast zwei Wochen.

Ehrlich?

Ganz bestimmt. Ihr wisst doch, dass ich vor zwei Wochen mit meinen Eltern nach

Köln musste.

Na, bei der Gelegenheit bin ich mit meiner Cousine Uschi ins Grüne gefahren.

Wahrscheinlich ohne Hülsen.

Na komm, ihr Kleinen, macht schön beißen, schön, damit der Papi am Abend

Essen hat. Na komm, du komm. Doch, schön beißen.

Gießensee kenne ich jetzt ein paar Wochen, da kommt keine Sau vorbei.

Hast du schon mal nackt gebadet? Ich meine, im Freien und so. Nee, warum?

Das ist klasse, sage ich dir, da fühlst du dich ganz frei. Da fühlt dir das

Wasser um die Musse, da kriegst du ein bisschen richtig Jensehaut.

Komm, Uschi, mach schon. Ich muss pinkeln. Das kannst du nachher im See

Nee, da werden die Fische geil. Das macht doch nichts. Lass doch mal die

pumsen.

Vorsicht!

Oh!

Du hast mich angesteckt. Jetzt muss ich auch pinkeln.

Hoffentlich kommt dann niemand.

Ich hab dir doch gesagt, hier kommt keiner aus.

Mensch, Uschi, hast du vielleicht einen Busen? Das ist ja die doppelte Portion

wie bei mir. Ja, wie Herr Aufgang von Aschistief. Ich bin doch nicht lesbisch.

Meinst du das?

Deiner ist auch ganz klasse.

Da sind die Bänse bestimmt schwer hinter dir her, was? Manche stehen auf dem

Kinderbusen. Lass doch den quatschen.

Du wirst ja auch weiß wie eine Nehmenzahler. Du warst dieses Jahr auch

in der Sonne. Das habe ich mir gedacht.

Es wird allerhöchste Zeit, dass Dingsbote ein bisschen Sonne abkriegt.

Hast du den Muschi schon mal rasiert? Ja, das mache ich aber nie wieder. Das

juckt so, wenn die Haare nachwachsen.

Weißt du, dass die Fischwände appeln? Nee, das habe ich nie gehört.

Aha!

Danke schön, Lutz.

Der Haus mir ist zu kalt. Ich habe auch genug. Ich lege mich was in die Sonne.

Du Uschi, unsere Sachen sind weg. Was sagst du? Das kann doch nicht wahr sein.

Siehst du doch, dass sie nicht mehr da sind. Wir haben sie doch hier hingelegt.

Ach, ihr Klaut, was sind denn da für Ausdrücke? Kommt doch mal ein bisschen

näher.

Kommt gar nicht in die Tüte, Sie alter Luftmolz. Rücken Sie unsere Sachen

heraus, aber ein bisschen Tempo.

Oh, was seid ihr denn so ungemütlich? Und wer wird denn gleich so pingelig

Ihr seid doch ein paar ganz lecker Mädchen.

Kommt schon mal ein bisschen näher, man kann doch über alles reden.

Worüber denn?

Zum Beispiel über der Finderlohn für verlorene jangene Höschen.

Wenn Sie uns nicht sofort die Sachen wiedergeben, schreien wir um Hilfe.

Sie... Dann schreit mal. Vielleicht hören euch die Fisch.

Bei dem Jabi muss uns was Besseres einfallen. Pass mal auf.

Wenn Sie mit uns was machen wollen, dann müssen Sie uns erst mal kriegen.

Und wen Sie dann zuerst gefangen haben, die können Sie ja dann vernaschen.

Aber jetzt.

Hilfe,

Vorsicht.

So, dann rett.

Hilfe, Polizei und... Siehst du wen?

Nee, aber guck mal. Wir sehen Klamotten, die klauen wir und dann nix von weg. Oh

ja.

Oh ja, da ist eine Jacke.

Die sind aber ein bisschen groß, was? Macht nix. Da könnt ihr euch verpassen.

Ich, ähm, wir, wir wollten doch bloß, uns haben nämlich die Sachen hier

Und dann dachtet ihr, ihr könntet unsere Sachen klauen. Stimmt's? Nee.

Eigentlich was.

Wir wollten uns doch bloß was ausborgen. Wir hätten es zurückgebracht, bestimmt.

Haben wir Sachen zu verborgen, Werner?

Nee, bestimmt nicht. Wir sind doch kein Kostümverleih.

Runter mit dem Zeug.

Wenn es Weihnachten nach Hause gehen, dann seid ihr das und nicht wir.

Ja, das ist ja der fiese Möb, der uns die Sachen geklaut hat.

Du Heinz, den nehmen wir uns zur Brust. Komm!

Schnell, Herr

General!

Eins, zwei, drei, vier...

Hose runter. Wird's bald. Jawohl, Hose runter.

Schneller. Jawohl, schneller.

Fünf, sechs, sieben,

acht.

Stillgestanden. Ja, stillgestanden.

Weitermachen. Jawohl, weiter.

Ich hatte gewusst, dass er den Slipper nicht so... Stillgestanden. Jawohl.

So,

meine Damen, ausziehen.

Ein bisschen schnell, wenn ich bitten darf, ja?

Freikörperkultur, gewürzt mit ein bisschen Liebe, war schon immer mein

Pass mal auf, ich nehme die andere, ja?

Das sind aber leckere Mäuschen.

Wir haben ja nichts gegen euch, aber so mit Gewalt macht das auch keinen Spaß.

Was heißt hier Gewalt?

Komm, Werner, wir lassen dich stehen.

Nee, nee, man wird doch noch was sagen dürfen. Gar nicht.

Ja, habe ich gesagt.

Und der meine wird immer kleiner.

Runter!

Mann, ist das scharf.

Susanne, komm mal her.

Ja, was gibt's denn? Schau mal, wer da ist.

Auf dem Bild ist das nicht dein...

Ach, ja, ja, das ist er. Hast du eigentlich noch was mit ihm? Nein, ich

Schluss gemacht.

Ja, er war wohl ein bisschen alt für dich.

Ach, weißt du, für sein Alter ist er eigentlich ein ganz dufter Typ. Und er

mich auch immer wie eine Dame behandelt. Das glaube ich. Wie ist das eigentlich

gekommen zwischen ihm und dir?

Das war... Du weißt doch, dass mein Vater Buchhalter in seiner Brauerei ist.

damit fing die ganze Sache eigentlich auch an.

Es war an einem Sonntagnachmittag.

Herrgott, noch mal, kannst du den verdammten Kasten nicht ein bisschen

stellen? Das macht einen ja ganz verrückt.

Ach, nur weil ich sauer bin.

Susanne, mäßige deinen Thron deinem Vater gegenüber.

Er hat es schwer genug. Ich bin wirklich total fertig, Erna.

Grumbach, such doch nur einen Grund, um mich rauszuschmeißen.

Kann er das denn überhaupt?

Kann er, kann er.

Natürlich kann er. Das ist ein Klacks für ihn, mir irgendeinen Fehler

nachzuweisen. Bist du mit der Aufstellung fertig?

Mit den Nerven bin ich fertig.

Aber das Wochenende kann ich das nie schaffen. Das weiß er.

Wenn ich ihm das so rüberbringe, ist der Ofen aus.

Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich machen soll.

Ich bringe das rüber zu Grumbach. Du traust dich ja doch nicht.

Ja, lass sie doch gehen.

Und du bist dann tatsächlich hingegangen?

Ja, natürlich.

Ja, und deine Eltern haben dich so einfach gehen lassen?

Na ja, geziert haben sie sich.

In Wirklichkeit war mein Vater doch froh, dass er sich drücken konnte.

Sei mal ehrlich.

Warst du nicht ein bisschen aufgeregt?

Susanne?

Na, das ist eine Sonntagsüberraschung. Hast du lange gewartet? Du musst

entschuldigen, das Mädchen hat Ausgang. Und meine Frau ist wieder mal zur Kur.

Vater meint, ich sollte die Unterlagen hier abgeben. Vati meint, es wäre halt

doch wichtig, dass... Ja, lass doch dieses dumme Zeug. Das ist doch ganz

unwichtig.

Das Geschäftliche machen wir später.

Spielst du Billard?

Nein. Musst du unbedingt lernen, Susannchen.

Ich habe ein Billard drin.

Warum stehen wir hier überhaupt noch rum?

Willst du ein Likörchen trinken oder lieber ein Glas Senf? Nein, danke.

Ein Schlückchen kann nie schaden. Oder willst du mir einen Korb geben?

Billard hat er mit dir gespielt?

Billard kommt aus dem Französischen von Bill. Das heißt Kugel.

Aber das Wichtigste ist das Kühl. Da gibt es ganz beachtliche Unterschiede.

Oh, Susannchen, du bist ein süßes Mädchen.

Süß.

Man glaubt ja gar nicht, wie viele verschiedene Möglichkeiten es bei der

Karambolage gibt.

Alfred konnte alle Variationen geben.

Die Technik besteht manchmal darin, die

Stoßhärte und die Stoßrichtung zu variieren.

Und wenn dann auch noch die Bällchen einen bestimmten Effet bekommen und

die Bande klatschen, dann ist man auf dem richtigen Weg.

Das tut weh.

Mensch Susi, bindest du mir auch keinen Bären auf?

Kein Stück, ich schwör's.

Er verwöhnte mich, wie er nur konnte.

Mit Essen gehen und so.

Er hat mich mit Geschenken überhäuft.

Klar, dass mir das imponierte.

Das ging so mehrere Monate bis... Ich wollte es einmal im Freien machen, auf

Wiese oder im Heu.

Ich fand es einfach romantischer.

Oft fuhr er mit mir raus, irgendwo hin aufs Land.

Und da haben wir es dann immer in kleinen Gasthöfen gemacht.

Das ging so ein paar Monate.

Bis vor kurzem.

Schau mal, das alles hier habe ich mir gekauft. Da setze ich mir einen riesen

Bungalow hin mit allen Schikanen. Schöner Platz.

Willst du ganz hierher ziehen?

Mit deiner Frau?

Mit meiner Frau? Gott bewahre, die ist ja laufend zur Kur.

Nein, das hier ist etwas mehr fürs Herz. Für dich und für mich.

Für mich?

Natürlich. Hierher ziehen wir uns zurück, wenn. Du weißt schon.

Oh, Freddy, das ist schön. Das ist wunderschön.

Hier kommt bestimmt der Sonne auch hin. Du mit einem riesengroßen Kamin, nicht?

Natürlich, mit einem riesengroßen.

Du, Freddy, wo kommt eigentlich das Schlafzimmer hin?

Mal nachdenken. Wo wollen wir es denn hin tun?

Was hast du denn?

Komm schon.

Was denn hier?

Hier und jetzt, warum nicht? Mir ist gerade danach.

Aber wenn jemand kommt?

Hier kommt doch keiner, sei nicht so spießig.

Ja.

Mädchen, du bist gebaut.

Du machst mich wahnsinnig.

Wie lange willst du mich denn hier noch stehen lassen?

Oder magst du mich nicht mehr?

Doch, doch, ja.

Also.

Bitte, du musst dich auch ausziehen, ja?

Was, hier im Gras?

Ich möchte doch so gern deine Haut fühlen.

Na gut, wenn du unbedingt willst.

Ich finde das aufregend und geil, wenn man das Gefühl hat, man könnte doch

beobachtet werden.

Das ist ja, was mich bestört.

Nun mach doch, du bist doch hier nicht im Schlafzimmer.

Hast du dir wehgetan?

Die verflickste Bandscheibe.

Du Arme und alles wegen mir.

Es geht schon wieder.

Die verflickste Bandscheibe.

Da war doch was.

Meine Gehege, das hörst du doch.

Du machst in letzter Zeit immer so schnell.

Jetzt machen wir erstmal eine kleine Pause.

Dann probieren wir es nochmal, ja?

Mach, das kenne ich. Das wird ja doch nichts mehr.

Ach, ich weiß doch selbst.

Dass ich kein junger Hüpfer mehr bin.

So habe ich das doch gar nicht gemeint, Freddy -lein.

Wir fahren zu mir, ja?

Irgendwie kam mir alles ganz merkwürdig verändert vor. Es lag bestimmt nicht an

ihm. Ich kam mir vor, als würde ich in einer Theaterloge sitzen und auf der

Bühne sehe ich ihn und mich als dritte Person.

Du, Freddy.

Was ist?

Weißt du, ich habe über uns nachgedacht.

Und was ist dabei herausgekommen?

Ich glaube, wir machen uns beide was vor.

Es sind ja ungeheure Neuigkeiten.

Weißt du, für mich war es wahnsinnig aufregend, dass sich ein Mann wie du,

den alle aufschauen, ausgerechnet für mich interessiert. Und für dich war es,

glaube ich, so eine Art Selbstbestätigung, dass sogar ein

fliegt. Wie kannst du bloß so etwas annehmen?

Was würdest du sagen, wenn ich ein Kind bekäme?

Mal den Teufel doch nicht an die Wand.

Meinst du etwa, ich würde dich im Stich lassen? Nein, das würdest du nicht. Das

könntest du dir auch gar nicht leisten.

Du würdest das doch arrangieren, wie du alles schaffst.

Ich verstehe immer noch nicht, was du eigentlich willst.

In der letzten Zeit bin ich mir darüber klar geworden, mit uns, das hat keinen

Zweck. Deshalb sollten wir Schluss machen, bevor es zu spät ist.

Du hast also einen anderen.

Nein, du warst der erste Mann in meinem Leben. Aber wenn du mich lieb hast, dann

lässt du mich gehen.

Und wie stellst du dir das vor?

Sollen wir auseinanderlaufen wie zwei Kinder, die sich gezankt haben?

Aber Freddy, doch nicht nach so viel Schönem, das wir gemeinsam erlebt haben.

Weißt du was? Jetzt fahren wir irgendwo hin und machen uns einen schicken Tag.

Vielleicht ist es wirklich das Beste.

Mal muss das ja so kommen.

Und du bist mir nicht böse.

Böse?

Nein.

Aber ich bin gerade 20 Jahre älter geworden.

So, und jetzt weißt du, wie es war. Und deine Eltern? Ich meine, die müssen doch

was gemerkt haben, wenn er dir immer so Sachen geschenkt hat.

Schmuck und Kleider.

Ach, ich glaube, die wollten das gar nicht wissen.

Die Stellung meines Vaters ist jetzt jedenfalls bombenfest.

Da sind sie schon.

Ich muss sofort mal an die Karten.

Aussteigen, meine Damen, wir sind da.

Benehmt euch wie Menschen, wenn es euch schwerfällt.

Versuchen Sie ja gerade.

Das kann ja herrlich werden.

Bitte nachher.

Maurer. Ich was?

Ich bin kein Maurer. Ich bin der Heimleiter. Huber heiße ich.

Das meine ich ja. Ich bin Dr. Maurer, die Lehrerin.

Angenehm. Huber, wie gesagt.

Das ist meine Frau.

Sie hilft mir.

Ein wunderbares Barockschlösschen. Wir werden uns sicher sehr wohl fühlen hier.

Wir haben auch den besten Café in der ganzen Umgebung.

Alles ein bisschen turbulent, aber das werden Sie ja gewohnt sein. Kein

das haben wir gleich. Alles mal höher, Herren. Ich glaube, der spinnt noch.

Du, Onkel, guck mal, von dir brauche ich unbedingt ein Bild.

Wozu denn?

Für Ostern zum Eier abschrecken.

Gepäck aufnehmen und mir folgen. Im Dreischritt.

Wenn ich mich auch vorstellen darf, Steinbach, ich gehöre auch zu dieser

Ihr Mann macht das aber ausgezeichnet.

Er war ja früher auch mal Feldweben.

Dann hat er nichts vergessen und nichts dazugelernt.

Ja, du hast gleich gelöst.

Ja.

Hey,

du. Meine Guten kann ich mir schon selber fassen.

Du, der Huber guckt uns zu.

Macht weiter, lasst uns nichts anmerken. Der Huber geiten kann uns auf.

Du, der Huber steht drauf.

Sie sich überhaupt nicht? Ein alter Mann wie Sie und macht hier den Spanner.

Ich wollte doch nur... Das wollen alle.

Ja, Alois, was ist denn mit dir los?

Ja, mein Ventil, das von der Wasserpumpe, das ist wieder mal kaputt

es mich... Schade nicht.

Hättest du es ordentlich repariert, du Sauber. Ich habe es ja wollen, wo

mein Lebensprinzip ist.

Ach, mit deiner Ordnung kannst du mir am Arsch lecken, du alter Depp.

Zieh dir was anderes an, du. Aber geschwind.

Jetzt sagst du mir nimmer heute Schreckschrauben.

Hier haben wir übrigens einen ganz charakteristischen Mischwald. Diese

schlanken, weißstämmigen Bäume am Waldsaum, da kennt ja wohl jeder.

Birgit? Spargel, Spargel.

Birgit, was haben Sie im Kopf? Das sind selbstverständlich Birken.

Und was sehen Sie da drüben, Gabi? Ich sehe da ein Zelt. Ob da einer wohnt?

Siehst du doch, stimmt ja sonst kein Zelt da.

Ich möchte wissen, wer da drin ist.

Das ist aber ein hübscher Platz zum Schmusen.

Aber meine Damen, was interessiert Sie denn so an diesem Zelt? Es wäre doch

interessant zu wissen, ob da ein junger oder ein alter Mann drin ist. Oder zwei.

Das ist der Gebäude, den möchte ich mir unter den Nagel reißen, Vater, für meine

Kinder. Du, das ist Jürgen.

Hat das also doch wahr gemacht, dein Jürgen. Jetzt weißt du ja, wo er zu

ist. Lass dir bloß nichts anmerken.

Nanu, kennt jemand von Ihnen diesen jungen Mann?

Ivo, kein bisschen.

Der winkt nur, weil das Wetter so schön ist.

Bitte, meine Damen, gehen Sie weiter.

Wir wollen uns ja mit dem Wald beschäftigen und nicht mit Wandervögeln.

beim Wandern ist gut. Warum ist denn Efi zu Hause geblieben? Ich glaube, der ist

schlecht.

Bist du verrückt, Mädchen? Ja, ich bin verrückt nach dir.

Donner, warte. Bist du dir eigentlich im Klaren darüber?

Die Situation, die du mich bringst.

Wie?

Unglaublich.

Sofort lassen Sie mein Zimmer.

Bitte schick mich nicht weg. Ich liebe dich.

Ich bin kein kleines Mädchen, wie du denkst. Den Himmel sollte man hier

versohlen. Ja, bitte schlag mich, wenn du willst, aber schick mich nicht weg.

Hör mal genau zu, Mädchen.

Wenn dich ein Mensch hier sieht, dann gehe ich ins Gefängnis und muss meinen

Beruf aufgeben.

Und du sagst, du liebst mich und bringst mich in eine solche Lage?

Aber ich kann doch nicht dagegen an.

Komm, zieh dir was über.

Und dann werden wir sehen, wie du unauffällig hier rauskommst. Nein!

Aber jetzt bin ich wieder gesund.

Und was tust du hier?

Ich? Mir war auch nicht gut.

Dann kommst du ein bisschen zu spät. Der Typ ist reichlich abgeschlafft. Du

warst bei Steinbach?

Na klar, was denkst du?

Und?

Was und?

Die Typen sind doch alle gleich. Lern du mich die Kerle kennen.

Schau mal.

Das gibt Milch von glücklichen Kühen.

Guck mal, wie die glotzen.

Na, Gisela, woran erinnert Sie die Kühe? Das möchte ich lieber nicht sagen, Frau

Doktor. Sie brauchen Ihre Unreife nicht unter Beweis zu stellen.

Wissen Sie, Frau Fräulein, warum die Kühe gar so traurig reinschauen?

Nein.

Na, das ist doch logisch.

Lassen Sie ihn einmal jeden Tag beim Melken zweimal an die Tüten spielen und

kommen noch einmal im Jahr zum Bullen.

Voll Teufel, Sie sollten sich was schämen und sowas vor Jugendlichen.

Für so jung hätte ich noch gar nicht gehalten.

Bitte kommen Sie weiter.

Ich glaube, liebe Kollegin, Sie nehmen das alles ein bisschen schwer. Sie

es mir ja nicht gerade leicht, Herr Kollege.

Es tut leid.

Komm her.

Guten Tag.

Du, ein Schwein.

Na warte, du wirst mich noch kennenlernen.

Entschuldigen Sie bitte, ist hier nicht eben ein Mann hereingegangen mit einem

jungen Mädchen?

Ja, ein Herr mit einer Madel.

Ein Herr ist schon gekommen, aber der ist mit seiner Frau aufs Zimmer

Und er hat gesagt, dass er nicht gestört werden will, der Herr Steinbach mit

seiner Frau.

Mit seiner Frau?

Ja, was meinen denn Sie? Ich bin doch nicht verpflichtet nachzuprüfen, ob das

dem Herrn seine Frau ist oder nicht.

Was wollen Sie denn von ihm?

Nichts, ist schon gut.

Ich will dann jetzt nicht stören.

Wiedersehen.

Schnellogene Sau.

Jetzt knutscht er ihr auf den Brüsten rum.

Und dieses geile Luder von Inga hat nur drauf gewartet.

Wie ich dich kenne, reitet sie den kaputt. Dieses Miststück.

Den mache ich fertig.

Den mache ich fertig.

Die werden noch an mich denken.

Ich mir vorstelle, dass sie jetzt mit ihren Beinen seinen Hintern knetet, nur

damit er noch tiefer in sie reinkommt. Dieses perverse Luder.

Und er an ihren Titten leckt. Ich werde wahnsinnig.

Wahrscheinlich dummst er sie jetzt von hinten wie ein Bulle.

Aufsteht sie doch.

scharfe Stück.

Den bringe ich ins Zuchthaus, das schwöre ich.

Jürgen, du darfst mich nie verlassen.

Das wäre schrecklich.

Wie das duftet, die Wiese und das Heu.

Es ist so viel schöner hier als in deiner Bude.

bin ich überall glücklich.

Guten Morgen, Frau Kollegin. Guten Morgen.

Annette Straßmann ist verschwunden. Jedenfalls war sie die Nacht über nicht

Heim. Was wollen Sie tun? Sie suchen natürlich.

Soll ich jetzt... Nein, nein, das mache ich allein. Ich habe da so eine Ahnung.

Wie Sie meinen.

Guten Morgen.

Entschuldigung. Was soll ich entschuldigen? Diese Situation?

Annette, bitte ziehen Sie sich an und kommen Sie mit.

Fräulein Strassmann, ist Ihnen klar, dass das Folgen haben wird?

Die sind schon da, Frau Doktor.

Wieso? Ich bekomme ein Kind.

Um Gottes Willen.

Damit hatte ich allerdings nicht gerechnet.

Wann glauben Sie, dass Sie das Kind bekommen?

So gegen Weihnachten.

Das ist ja eine schöne Bescherung.

Und was sagen Ihre Eltern dazu?

Die haben keine Ahnung.

Es ist Ihnen wohl klar, dass da was unternommen werden muss.

Ich werde Ihre Eltern benachrichtigen.

Sie müssen auch mich verstehen.

Ich glaube, hier ist es.

Sagen Sie, ist das das Landschulheim des Mariens?

Ja, ja, das ist es.

Hübsche Ottilie, nicht?

Also, ist das klar?

Sie halten 100 % nicht zur Nette. Wenn Ihr Vater ihr noch ein Haar krönt, kann

er was erleben.

Was willst du denn machen?

Keine Ahnung. Das wird sich schon finden.

Wir stürmen einfach die Bude oder sowas. Oder was?

Wenn er einen Skandal macht, dann bringen wir es in die Zeitung. Ich kenne

einen Reporter.

Nettes Vater ist doch Beamter oder sowas.

Staatsanwalt, eh schon. Umso besser. Er hat doch Schiss um sein Ansehen. Den

mache ich fertig, wenn er Annette was antut.

So, Staatsanwalt ist er.

Verzeihen Sie, Herr Strackmann.

Ich bin Evi Gundermann, eine Mitschülerin von Annette.

Wollen Sie mir etwas über meine Tochter erzählen?

Nicht direkt, aber bitte, ist es richtig, dass Sie Staatsanwalt sind? Ja,

bin erster Staatsanwalt.

Ich muss Sie unbedingt sprechen.

Aber doch nicht jetzt.

Doch, Herr Straßmann, es ist wichtig, bevor Sie dort hineingehen.

Nun, was haben Sie mir zu sagen?

Was hören die von dem?

Bestimmt nichts Gutes.

Ich traue dem Missstück nichts.

Ein Skandal sondersgleichen.

Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, als Sie meine Tochter um Ihre

brachten?

Nichts. Natürlich.

Begriffe wie Verantwortung und Pflicht sind euch ja fremd.

Vielleicht lassen Sie mich auch mal zu Wort kommen, Herr Strassmann.

Werden Sie nicht auch noch frech, junger Mann?

Ich habe nicht die Absicht. Also zunächst einmal, ich wüsste nicht, dass

Annette um ihre Ehre gebracht hätte.

Als Staatsanwalt müssten Sie eigentlich besser wissen, dass Ehre ein äußerst

relativer Betreff ist.

Ich verbitte mir Ihre Belehrungen.

Ist es vielleicht eine Schande, wenn eine Frau ein Kind bekommt?

Diese Frage ist eine Unverschämtheit.

Meine Tochter war ein unbescholtenes Mädchen, bevor Sie sie zur Hure machten.

Ich glaube, jetzt gehen Sie aber wirklich zu weit, Herr Straßmann.

Ich gehe zu weit?

Zuerst werden alle Moralbegriffe auf den Kopf gestellt und dann gehe ich zu

weit.

Ich verstehe Ihre Erregung, aber hier geht es ja nicht um Moralbegriffe,

um Tatsachen. Sehr richtig.

Hier geht es um Tatsachen. Und genau diese Tatsachen werde ich jetzt

untersuchen, und zwar in amtlicher Eigenschaft.

Wie meinen Sie das?

Es ist, weiß Gott, kein Wunder, dass unschuldige Kinder in der Atmosphäre

Schule verdorben werden. Die Lehrer geben ja zur Genüge abschreckende

Wenn ich das gewusst hätte.

Wollen Sie bitte diese ungeheuren Beschuldigungen präzisieren, Herr

Staatsanwalt? Das werde ich, Herr Studienrat. Und zwar sofort und hier.

Geben Sie zu, dass Sie vorgestern mit einer Ihrer Schülerinnen in einem

öffentlichen Gasthaus zusammengeschlafen haben.

Ja.

Sie geben zu?

Ich gebe zu, dass ich zusammen mit meiner Frau in einem Gasthof hier im

Zimmer genommen habe.

Erzählen Sie mir doch keine Märchen.

Sie haben dort mit der Schülerin Ingeborg Vollmöller Geschlechtsverkehr

getrieben. Ich habe Zeugen, Herr Studienrat.

Das ist Unzucht mit Abhängigen.

Bevor Sie solche Anschuldigungen erheben, sollten Sie etwas genauer

recherchieren. Was ich zu tun habe, wollen Sie bitte mir überlassen. Dann

Sie sich anschließend...

Hoffentlich bei mir und meiner Frau entschuldigen.

Ingeborg Vollmöller ist tatsächlich meine Frau. Wir haben vor acht Monaten

geheiratet. Um ihr Abitur doch zu machen, ist sie vor drei Monaten wieder

Schule gegangen.

Das ist reiner Zufall, dass auch ich hierher versetzt worden bin. Mit Beginn

neuen Schuljahres, wohlgemerkt.

Zu diesem Zeitpunkt wird meine Frau die Schule bereits verlangen haben.

Das Kultusministerium weiß selbstverständlich über diese Tatsache

Das müssen Sie mir beweisen.

Mit Vergnügen.

Aber das ist wohl nicht der Grund, warum Sie hergekommen sind.

Was also soll mit den beiden hier geschehen? Ich hatte es mir zwar anders

vorgestellt, um die Hand Ihrer Tochter zu bitten, aber ich erkläre hiermit, ich

will Annette heiraten.

Heiraten? Ein Student im ersten Semester, der nichts ist und der nichts

will meine Tochter heiraten?

Hatten Sie es von Anfang an auf mein Geld abgesehen, als Sie ihr das Kind

machten? Sie haben nicht das Recht, mich zu beleidigen. Ich habe nicht das

Recht. Ich habe noch ganz andere Rechte, Herr.

Und Sie werden sie kennenlernen. Eine Heirat kommt überhaupt nicht in Frage.

Schluss.

Was sagtest du, Ottilie?

Schluss, ich sagte Schluss.

Wie meinst du das?

Schluss mit der Debatte.

Natürlich werden die beiden heiraten.

Willst du damit sagen, dass du mir widersprichst? Richtig, Wilhelm. Ich

ein ganzes Leben lang nicht widersprochen, solange es um mich ging.

geht es um unsere Tochter und um unser Enkelkind.

Das ist nicht mein Enkelkind. Du wirst dich wohl oder übel dran gewöhnen

Wilhelm.

Ottilie, ich werde niemals... Aber ich, ich habe immerhin ein ganz

beträchtliches Vermögen in unsere Ehe eingebracht. Und einiges habe ich noch

Erbschaften zu erwarten.

Das Geld stelle ich den Kindern zur Verfügung.

Das kannst du doch nicht machen. Und ob ich das kann?

Ottilie, so kenne ich dich ja gar nicht.

Dann wirst du mich eben kennenlernen, Wilhelm.

Natura Naturans, die alles wirkende Natur.

Meine Damen, bitte denken Sie beim Zeichen dieser hübschen Tiere an Homer,

Helena die Kuhäugige nannte.

Die Kuhäugige Helena, da hat Gabi auch noch Chance.

Ist es nicht herrlich hier draußen in der freien Natur?

Kuhäugige kenne ich mehrere.

Schnauze!

Was haben Sie denn da gezeichnet, Gabi? Geben Sie mal her.

Sehr schön, Gabi, nur ich sehe hier auf der Weide keinen Stier.

Ach, wissen Sie, Frau Doktor, die armen Kühe haben mir leid getan. Finden Sie

nicht auch, dass ein Stier für drei Kühe humaner wäre?

Sie sagten doch selber eben, Natura Naturans, die alles wirkende Natur.

Nur wer die Liebe kennt, weiß, dass so eine blöde Kuh verpennt.

Dem ich ja den Melken trage und auch mir zerreißt die Hosen.

Auch so sind Schulmädchen.

Nicht nur voll Trotz und Aggression, wie manche Zeitungsberichte uns glauben

machen wollen.

Sie lieben das Leben, den Spaß und ihre Welt.

Warum sollten sie auch nicht glauben, den Sonnenschein für alle Zeit gepachtet

zu haben, wenn sie nur mit beiden Beinen auf der Erde stehen?

und ihrer Umwelt so lebensfroh und sachlich gegenübertreten, wie die

diesem Schulmädchenreport, der nach Tatsachen entstanden ist.

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