All language subtitles for schulmadchen-report_12_1978_uncut_dvd9_rus_-_movie_1

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Original subtitles

Also wenn ich mir unsere Leserzuschriften ansehe, kann ich nur

Schülerzeitung ist ein voller Erfolg.

Hätte ich nie gedacht.

War eine prima Idee.

Totale Frau oder Verlust an Weiblichkeitsfragezeichen.

Also, was ihr hier vorsortiert habt, ist eine große Klasse. So viele Nummern

können wir gar nicht herausbringen, um das alles abzudrucken. Ja, danke schön.

Kann man heute eigentlich ein Mädchen noch ein Mädchen nennen? Nee.

Die benehmen sich doch wie Gartenschläuche.

Guckt euch doch nur mal an, wie die gehen, wie die sprechen, wie die lachen.

Das hat ganz bestimmt ein Junge geschrieben.

Irrtum. Ein Mädchen.

Aber es ist erstaunlich, wie viele Zuschriften auch von Jungs gekommen

Vielleicht nimmt sich jeder so einen Packen und trägt ihn vor.

Okay.

Ich fange an.

Hallo, Helmut.

Anne, fein, dass du mich abholst. Ich freue mich ja so, dass du wieder da

Und dass mir nichts passiert ist. Was soll dir denn schon passieren?

Komm, steig rein.

Es ist schwer zu sagen, wo eine Geschichte eigentlich beginnt.

Mein Bruder war schon 15, als ich auf die Welt kam.

Meine Mutter habe ich nie gekannt, sie starb bei meiner Geburt.

Mein Vater hasste mich deshalb.

Natürlich hat er das nie gezeigt, aber ich spürte das.

Nur mein Bruder war immer für mich da.

Ich liebte ihn deshalb schon als kleines Kind.

Als ich zwölf Jahre alt war, starb mein Vater.

Er hinterließ meinem Bruder und mir ziemlich viel Geld. Und dieses Haus

Hallo, grüß dich.

Und Ivet, unsere Hausdame, die war seine Art Mutter für mich.

Den Namen Ivet hatte sie von mir bekommen, weil ich als kleines Kind

Elisabeth sagen konnte.

Bei Ivet war es dann geblieben.

Mein Bruder war Flugkapitän geworden.

Als er so um die 30 war, hatte er sich in eine Tür des verknallt und sie

geheiratet.

Die Ehe ging schief und wurde nach einem Jahr geschieden.

Das hat mich nie interessiert, durch wessen Schuld. Ich stand doch immer auf

Seiten meines Bruders.

Mein Leben verlief eigentlich ziemlich ruhig und wohlgeordnet.

Bis auf die Angst um meinen Bruder, wenn er fliegen musste.

Wenn er wieder bei mir war, fand ich es wundervoll und war glücklich.

Ich bin gleich fertig, Helmut.

Ich wollte mir nur die Hände waschen.

Kannst du.

Stört mich nicht.

Hat dir eigentlich schon jemand gesagt, wie hübsch du bist?

Aber sicher, schon mehrere.

Auch, was du für einen schönen Körper hast.

Möchtest du wohl gern wissen.

Gib mir mal das Handtuch rüber.

Okay, gerne. Du bist sehr schön.

Mein Bruder hatte mich oft genug nackt gesehen. Als Kind und natürlich auch

später.

Aber so hatte er mich noch nie angeschaut.

Und plötzlich fiel mir ein, dass ich ihn niemals nackt gesehen hatte.

Jedenfalls nicht mit Bewusstsein.

Mir wurde ganz krumm es zumute.

Die Ferien gingen zu Ende.

Mein Bruder hatte eine knappe Woche Urlaub genommen. Extra meinetwegen.

Am Tag, bevor die Schule wieder anfing, hatte er mich abends zum Essen

eingeladen.

Was ist Spaß?

Magst du noch mal nachspeisen?

Ich platze gleich.

Ich kann es nicht verantworten, dass die Leute hier alle erschrecken, wenn es

einen Knall gibt.

Ach was, die Leute sind ja schnuppe.

Was glaubst du, Spatz?

Was hast du denn auf einmal, Helmut?

Ach, du liebes Bündchen.

Hallo, Winnie.

Wie geht es dir?

Na, das ist ja vielleicht ein Zufall. Mein Geschiedener.

Und diese junge Dame scheint deine Schwester zu sein. Ja, das ist Anne.

Erstaunlich, wie du dich gemacht hast.

Wie geht's denn in der Schule?

Danke.

Und das ist Captain Stelling von der amerikanischen Konkurrenz.

Und die ist übrigens auch nicht ohne.

Hallo. Hallo.

Wir wollen euch nicht stören. Nett, dich mal wiederzusehen.

Wie lange bist du mich jetzt eigentlich schon los?

Nächsten Mittwoch wird's ein Jahr und 35 Tage.

Mag sein.

Du bist ja sehr genau über deinen Bruder informiert.

Kompliment. Auf Wiedersehen.

Wollen wir hier Platz nehmen?

Okay.

Wären wir doch an diesem Abend bloß nicht in das scheiß Restaurant gegangen.

Mein Bruder tat mir furchtbar leid.

Offenbar liebt er diese taktlose Ziege immer noch.

Würde es dir was ausmachen, wenn wir jetzt gehen? Im Gegenteil, es wäre mir

recht. Na, komm.

Guten Abend.

Wiedersehen.

war ein bisschen missglückt heute Abend, tut mir leid.

Aber das konnte ich nicht voraussehen.

Aber das macht doch nichts.

Es war doch nicht deine Schuld.

Du bist lieb, Spatz.

Gute Nacht.

Gute Nacht.

Aber Andi, Spatz, was hast du denn plötzlich?

Wenn ich mich so ansehe, kann ich eigentlich mit mir zufrieden sein.

Für ein Schulmädchen sehe ich schon aus wie eine richtige Frau.

Wenn ich daran denke, dass Helmut mit dieser Winnie im Bett gelegen hat, wird

mir ganz schlecht.

Wie konnte er die überhaupt nur heiraten?

Erstaunlich, wie du dich gemacht hast.

Was aus einem kleinen Schulmädchen alles werden kann.

Vielen Dank.

Leid mich, Helmut.

Und das ist Captain Stirling von der amerikanischen Konkurrenz.

Und die ist übrigens auch nicht dumm.

Auch nicht dumm.

Auch nicht dumm.

Ich habe diese beiden immer vor mir gesehen.

Mich packte eine seltsame Erregung, die ich nicht mehr los wurde.

Ich bekam fast Angst vor meinen eigenen Wünschen.

Kannst du auch nicht schlafen? Ich muss immer an Winnie denken.

An Winnie?

Darf ich? Natürlich.

Warum musst du immer an Winnie denken?

Hast du sie sehr geliebt?

Das ist vorbei.

Wie kann das vorbei sein, wenn du sie wirklich geliebt hast?

Ich hoffe, dass du einmal keine schlechten Erfahrungen hast.

Liebst du mich, Helmut?

Natürlich liebe ich dich, Schwesterchen. Und das wird auch so bleiben.

Und warum wird es so bleiben?

Du kannst fragen.

Weil du meine kleine Schwester bist, darum.

Das ist doch etwas anderes als... Als was?

Als die Liebe zu einer Frau.

Bin ich denn keine Frau?

Und ob du eine Frau bist.

Und sogar eine ganz verteufelt reizvolle. Und warum kannst du mich dann

lieben, wie...

Wie eine Frau.

Sag mal, weißt du eigentlich, was du da sagst?

Ja.

Du bist ja faul.

Verrückt nach dir, Helmut.

Du hast gesagt, ich hätte einen schönen Körper und ich wäre verteufelt reizvoll.

Und du hast gesagt, dass du mich liebst.

Also liebe mich.

Warum sagst du, du bist ein Schwein, wenn du mich liebst?

Ich bin doch nicht schmutzig.

Solange ich denken und fühlen kann, habe ich dich geliebt, Helmut.

Jetzt aber, Stefan.

Es ist ja Wahnsinn.

Nein, bitte, Helmut, bleib.

Schick mich nicht weg.

Geh jetzt, Anne. Geh schlafen.

Sei mir.

Ich konnte nicht anders. Ich hab dich so lieb.

Sorry, jetzt muss ich zur Schule.

Na nun, ich kann mich nicht erinnern, dass du jemals so fröhlich in die Schule

gegangen bist.

Und das gleich nach den Ferien?

Ja, manchmal geht es hier neben Wunder.

Was hat denn das Kind, Helmut? Weißt du was?

Vielleicht ist sie verliebt.

Aber was?

In wen denn?

Davon müsste ich doch was wissen.

Ich muss heute noch nach Frankfurt, Ivett, für einen Kollegen einspringen.

Ich nehme den Wagen.

Wenn Anne es heute Mittag erfährt, ist es früh genug.

Guten Tag, meine Damen.

Ich hoffe, Sie hatten schöne Ferien. Ja, danke.

Als ersten Lesestoff werden wir den Manfred von Lord Byron durchnehmen.

Bitte besorgen Sie sich den englischen Text.

Was wissen Sie übrigens von Byron?

Er ist der größte englische Dichter der Romantik. Ja, richtig.

Und weiter?

Ist er nicht im griechischen Freiheitskampf gestorben? Ja, bei

richtig.

Schön, jetzt habe ich zwei Antworten. Weiß sonst noch jemand etwas?

Ich habe mal einen Roman über ihn gelesen.

Er hatte ein Verhältnis mit seiner eigenen Schwester.

Und die hat sogar ein Kind von ihm gekriegt.

Das ist Allegra.

Na ja, so ganz genau weiß man das nicht.

Man sagt es.

Ja, bitte?

Entschuldigen Sie, Frau Doktor, aber da ist eine Anne Wolters. Die soll mal

sofort zur Frau Direktor kommen.

Na, Anne, was haben Sie denn ausgesprochen?

Gehen Sie schon.

Lord Byron war übrigens auch ein Zeitgenosse von Heinrich von Klei.

Anne, eben brachte ein Polizist eine vorbichtbare Nachricht.

Helmut ist auf der Autobahn nach Frankfurt schwer verunglückt.

Er ist tot.

Er hatte ein Verhältnis mit seiner eigenen Schwester und die hat sogar ein

von ihm gekriegt.

Die hat sogar ein Kind von ihm gekriegt.

Die hat sogar ein Kind von ihm gekriegt.

Armes Mädchen.

Aber ich glaube, wir sollten die Geschichte nehmen.

Einverstanden? Okay, ja. Schön, dann mache ich weiter.

Also, jetzt passt mal auf. Hier schreibt ein Mädchen namens Barbara was über

einen tollen Schulausflug.

In der Walde? Komm, da bin ich schon sauer.

In jedem Herbstbeginn ist bei uns der klassische Schulausflug fällig.

Ich selbst zum Beispiel war auch fällig.

Total überfällig sogar.

Was da alles passiert ist, da kann ich heute nur überlachen.

In der Natur geht alles Schwache, Lebensunfähige unter.

Natürlich hörte kein Ars zu, was Dr.

Philbig, unser Biologielehrer, mal wieder eins verzapfte.

Kommst du mit, Barbara?

Wohin denn?

Mal sehen, ob es hier irgendwo ein Bier gibt. Und außerdem möchte ich mir einen

ins Gesicht stecken. Und wozu brauchst du mich dabei?

Du kannst vielleicht fahren.

Jetzt spiel hier nicht auf cool. Komm halt mit.

Unter den Bedingungen der freien Natur wäre er keine Woche lang lebensfähig.

wie steht es mit der Fortpflanzung?

In freier Natur, meine ich.

Wissen Sie, der Mensch wird wie alle Lebewesen von zwei starken Trieben

beherrscht. Den Trieb zu essen und den Trieb der Fortpflanzung.

Deshalb sagt schon der Dichter, erst kommt das Fressen, dann die Moral.

Naja. Also der Fortpflanzungstrieb bei Menschen funktioniert immer, auch in der

Natur, wenn Sie das meinen.

Indem aber bei Menschen die strengen Auswahlgesetze der Zuchtwahl nicht mehr

funktionieren, sammeln sich immer mehr negative Eigenschaften an.

Zuletzt wird der Mensch nur noch unter einer Käseglocke leben können.

Jetzt denkt mal.

Und deshalb wird hier so viel Käse gequatscht.

Ich verbitte mir diesen unqualifizierten Schwachsinn.

Ach, das müssen Sie nicht so eng nehmen, Herr Oberstudienrat.

Seht euch doch mal genau an, wie zweckmäßig die Geschöpfe der freien

konstruiert sind.

Ja, und so zierlich gebaut.

Du, hier ist kein Mensch.

Na und?

Hast du was anderes erwartet?

Gott sei Dank nicht. Na,

Heiner, fass dich gut an, was?

Au, fühl doch mal da unten, da kannst du mich... zu quälen.

Stell dich nicht so an. Mensch, hör doch auf.

Bei dir ist wohl eine Besicherung durchgebohnt.

Wie leid das, du Idiot.

Zerreiß mir den Schlüpfer nicht, sonst hau ich in dir um die Ohren.

Dumme Gans.

Na ja, also von mir aus Pause.

Wir sind hier gerade in der Nähe vom Forsthaus Sausfeld. Also schön, in einer

Stunde versammeln wir uns hier wieder vor dem Forsthaus.

Aber dass mir keiner verduftet.

Los

Jungs,

wir legen einen anständigen Skala auf. Na nun, du hast dich da eben mit Barbara

verpisst. Da hast du dich abletzen lassen.

Lass mich doch mit diesen dämlichen Gänsen zufrieden. Da merkt man erst, was

an seinen Freunden hat.

Oder mit diesem blöden Gequatsch. Auf was ist jetzt? Spielen wir oder spielen

wir nicht? Also, wer gibt, wenn man dir so dumm fragt?

Einen Kamin -Tee, bitte.

Barbara, Rosi, komm schnell.

Ich muss euch was zeigen. So was habt ihr noch nie gesehen.

Na los, komm schon.

Schnell, steh auf. Sag mal, du warst wohl zu dicht am Ofen. Was ist denn los?

Sei schon ein bisschen firmer. Na komm schon. Na schön.

Geil, bin ich verreut. Soll man nicht widersprechen. Na los.

Ihr werdet staunen. Na los, krieg schon rein.

Mann, oh Mann.

Dörfer Mann, vielleicht duhst er hier.

Sei doch ruhig.

Es ist in meinem Hohen.

Oh, ist das schön.

Wenn ich nicht genau wüsste, dass die bumsen, würde ich sagen,

die machen einen Ringkamm.

Was macht sie denn jetzt?

Jetzt geht sie auf die Hochstation.

Was sucht sie denn da unten?

Was wird sie schon suchen? Hoffentlich findet sie ihn.

Mann, der bricht ja das Kreuz ab.

Ich würde jetzt sagen, so machen es die Wildschweine.

Habt ihr sowas schon mal gesehen?

Nee.

Geschweige denn, in der Hand gehabt.

Jetzt kommt die große Glitterpartie. Mensch, guck mal, mit dem dicken Arsch

trägt er die kaum hin.

Jetzt hat er sie.

Was macht er denn jetzt?

Also das kenne ich auch nicht.

hältst du ja im Kopf nicht aus.

Woanders auch nicht. Und das ist schon das zweite Mal, dass sie es machen.

Ach, nee.

Na, wenn ich es dir doch sage, die treiben es wie die Kanickel.

Ich kann nicht mehr kommen, doch. Gleich.

Mann, ist der...

Wo kommst du denn her, Babsi?

Krieg doch mal rein, da krieg ich dir was zu sehen.

Da verzichtet ihr glatt ein Jahr aufs Fernsehen.

So, jetzt lassen wir die Hosen runter.

Du, Heiner, komm mal mit.

Ich muss dir was sagen, komm schnell.

Nein, nachher ist zu spät. Spiel doch mal ein Augenblick für Heiner weiter,

Klar, mach ich. Das kann ich dir hier nicht sagen.

Wo schleppst du mich eigentlich hin?

Da drauf.

Was gibt's denn da oben?

Komm doch raus.

Du,

Heiner. Sag mal, ist dir immer noch so wie vorhin?

Wie meinst du das?

Du weißt schon.

Ich will dich doch nichts mehr.

Was ist denn plötzlich in dich gefahren?

Meine Güte, du kannst vielleicht blöd fragen.

Du küsst mich doch endlich.

Geist, Gott.

Los, schnell ins Forsthaus.

Jetzt nehmen wir uns die Jungs zu Brunnen. Was heißt zu Brunnen? Wir

es lang geht.

Du bist aber auch nicht schlecht gebaut.

Was dachtest du?

Wieso kannst du sowas überhaupt beurteilen? Na, aus der Kunst.

Da gibt es eine ganze Menge nackter Männer. Ach so, ja.

Wo

die

lieben Kinder wohl hingehen?

und bestimmt keiner. Dann nix wie drauf.

Ladies first.

Herr, komm.

Das Haus ist ein bisschen feucht, was? Die kluge Frau baut vor.

Mein Regenmantel. Klasse.

Doch nicht so.

Wie denn?

Hier sind wir doch ganz allein.

Siehst du das?

Na,

ist das ein Plätzchen.

Hier stört uns niemand.

Wo ist mein Bus?

Die Pause ist gleich um.

Wo die Bande nur steckt.

Jetzt ja geradezu unheimlich. Die ist ja doch nicht... Stopp schön.

Da stoße ich doch glatt durch.

Durchstoßen? Du weißt schon, dass das eine Einbahnstraße ist. Das verstehe ich

glatt. Aber pass auf, dass dir kein Reifen platzt.

Au, da ist ein Strohhalm dazwischen. Was heißt hier Strohhalm? Das ist er.

Oh, dein Strohhalm, der wird ja steif wie ein Brett.

Halt dir mal die Brühe weg.

Und du holst vor der Hütte.

Oh, ist das ein Baumstall.

Ja.

Du, Ralf, spürst du schon was?

Irgendwas kommt in Bewegung.

Ein guter Schlag, zwei guter Schlag, drei gute.

Au, jetzt ist er mir abgebrochen. Ja, guck doch mal nach.

Steckt die andere Hälfte noch bei dir drin?

Das ist doch unglaublich, schon eine Viertelstunde über die Zeit.

Ich habe gesehen, wie der größte Teil von Ihnen da hinten in einem Gebüsch

verschwunden ist. In einem Gebüsch? Ja, vielleicht verstecken Sie sich doch. Na,

dann führen Sie mich mal hin.

Da

sind

Sie alle reingekrochen. Ja, dann zeigen Sie es mir mal.

Es ist wohl besser, wenn Sie vorangehen.

ist denn meine Brille?

Meine Brille.

Was ist denn da vorne eigentlich?

Ich kann nicht mehr. Komm doch endlich. Ich muss zum Klavierunterricht.

Marianne!

Mein Vater!

Nichts, geh weg!

Wer?

Was?

Marianne! Meine Hose! Meine Hose!

Die habe ich vergessen.

Meine eigene Tochter.

Und mir hat sie gesagt, sie geht Klavier üben. Ich kann zwar nicht sehen, aber

Klavier, glaube ich, hat hier niemand gespielt.

Entschuldigen Sie bitte. Da oben.

Da oben?

Ja, was ist denn da oben?

dass ich auch was sehen will.

Ach, entschuldige, Herr Oberstuhlrat.

Ich muss meine Brille suchen.

Also, die Geschichte war es. Zwar gibt es Bezweifel.

Ich finde sie ganz lustig.

Ich schlage vor, wir schauen erst mal, was wir noch alles haben.

Du, da schreibt eine gewisse Gabi, wie sie als doofes Schulmädchen...

Auf einen Arzt reingefallen ist. Was, auf einen Arzt?

Die Geschichte fing damit an, dass Gabi in der letzten Zeit jedes Mal, wenn eine

Lateinarbeit geschrieben wurde, fürchterliche Migräne bekam und

am Unterricht teilzunehmen.

Ach, Mutti, muss das sein? Seit gestern spüre ich gar nichts mehr. Die Migräne

ist wie weggeblasen. Ja, Gabi, es muss sein.

Erstens musst du dich überhaupt mal gründlich untersuchen lassen, auch wenn

im Augenblick keine Schmerzen hast.

Und zweitens habe ich dich für heute Nachmittag bei Dr. Meisentopf fest

angemeldet. Ah, hier sind wir ja. Es ist mir direkt peinlich. Wer weiß, was das

für ein Viehdoktor ist. Ich kenne zwar Dr. Meisentopf nicht persönlich, aber

meine Brütschfraueninnen gehen alle zu ihm.

Du brauchst also keine Angst zu haben. Er soll ein ausgezeichneter Arzt sein.

Was Sylvie, Gabis reizende Mutter, freilich völlig verdrängt hatte, war das

Datum des Untersuchungstermins.

Der war nämlich Donnerstag.

Na ja, und heute war Mittwoch.

Die Praxis war also geschlossen.

Und der einzige Mensch, der sich darin auffiel, war jedenfalls nicht Dr.

Meitentopf, sondern der Installateur Herbert Ballermann.

Na ja, offenbar gefiel sich der junge Mann.

Es war immer sein Traum gewesen, Arzt zu werden.

Aber leider hatte es dazu nicht gelangt.

Jedenfalls fand er, dass er gut aussieht.

Und mit dem Stethoskop war er kaum noch von einem richtigen Arzt zu

unterscheiden.

Nun stellt er sich seine erste Patientin vor.

Kann die schon sein?

Natürlich eine knackige 17 -Jährige, die einmal so richtig gründlich untersucht.

Den Busen, sogar die intimsten Stellen.

Und von vorn bis hinten.

Von oben bis unten den herrlichen Prokon.

Es ist niemand da. Lass uns wieder gehen.

Na, Rito.

Komm schon.

Hallo? Herr Doktor, ist denn hier niemand?

Grüß Gott, Herr Doktor.

Das ist Dr.

Meisentopf, Gabilein. Und du brauchst bestimmt keine Angst vor ihm zu haben.

Vor mir?

Da sehen Sie mal, wie dumm Mädchen sein können, Herr Doktor. Oh, also Angst

braucht sie nicht zu haben.

Siehst du, was habe ich gesagt?

Schon, schon, gnädige Frau. Aber ich glaube, dass hier ein Irrtum vorliegt.

Sicher, Herr Doktor, ich weiß, wir sind etwas zu früh dran.

Entschuldigen Sie bitte. Das macht gar nichts.

Es ist nämlich so, heute ist Mittwoch und Mittwochnachmittag ist die Praxis

geschlossen. Oh, das ist ja schrecklich.

Aber das muss ein Versehen Ihrer Sprechstundenhilfe sein. Wir sind doch

ausdrücklich bestellt.

Ja, wo ist sie denn?

Ja, wo ist sie denn bloß?

Wo ist sie denn?

Sie wehnt ja selbst, sie ist nicht da. Und ohne Sprechstundenhilfe kann ich

natürlich keine Sprechstunde abhalten, sozusagen.

Auch nicht.

Wenn wir Sie recht schön darum bitten, lieber Herr Doktor.

Ja, aber ich muss ganz dringend eine akute Verstopfung begleiten. Aber Herr

Doktor, nur eine ganz kleine Untersuchung. Sie sind uns nur empfohlen

Ich bin sicher, bei Gabi ist es nur eine Kleinigkeit.

Ach, immer diese Verstopfungen. Das werden wir gleich haben.

Moment.

Verstopfung, Herr Doktor, Sie sagen es.

Vielleicht hat das mit der ewigen Migräne von unserem Gabilein zu tun.

Bitte. Schauen Sie sich doch unser Gabilein mal etwas näher an.

Vielen, vielen Dank, Herr Doktor.

Ja, aber ich muss Sie bitten... Selbstverständlich, Herr Doktor, ich

natürlich draußen.

Die Kleine muss ja mal lernen, selbstständig zu werden.

Ja.

Au! Und Gabi, vertraue dich dem Herrn Doktor voll und ganz an. Und tu alles,

er für richtig hält, hörst du? Ja, aber nun lassen Sie mich bitte allein.

So, so.

Migräne. Ja, Herr Doktor.

Ach, lassen wir doch den blödsinnigen Titel. Wir sind doch alle nur Menschen.

Sagen Sie einfach Herbert zu mir.

Na ja, und wie äußert sich die Migräne?

Im Kopf natürlich, da tut es weh. Und überhaupt so ein scheußliches Gefühl,

immer vor Glassen arbeiten. Ich glaube, das kommt vom heutigen Schulpreis. Das

glaube ich nicht so ganz.

Wissen Sie...

Bei so jungen Mädchen kommt es auch vor, dass sie viel zu enge BHs tragen.

Aber ich trage doch gar keinen Wüstenhalter. Bestimmt nicht.

Oh.

Tatsächlich. Daran kann es also nicht liegen.

Herr Doktor, da kann man mal sehen, wie man sich täuschen kann.

Mein Freund der Fritz hat gesagt, dass das Reiben von Kusswarzen das Beispiel

zum Bumsen ist. Und jetzt sehe ich, das ist zur ärztlichen Untersuchung gehört.

Tut das weh?

Nein, im Gegenteil.

Ganz normale Reflexe.

Finden Sie?

Und ob?

Ich fürchte, so kommen wir nicht weiter.

Ich glaube, wir müssen die Sache mal etwas vertiefen.

Da unten habe ich keine Migräne, Herr Doktor.

Ausziehen.

Wollen mal sehen.

und umdrehen

jetzt

mal

schön stillhalten Ich muss das langsam einführen.

Spüren Sie was?

Wird es schon heil?

So, und jetzt mal hier vorne messen.

Hier sind die Mädchen am Gefährden.

Da unten wurde aber bei mir noch nie Fieber gemessen.

Das ist eben meine Methode.

Und 60 Grad. Das ist ein Fall für die Feuerwehr. Dann werde ich es selbst

löschen. 66.

Sei tapfer, Gabilein. Halt schön still.

Der Herr Doktor will nur dein Bestes.

Unbesorgt, gnädige Frau.

Die Gabi hat gar keine Anker mehr.

Na, Gott sei Dank.

Moment mal, das Herz ist doch auf der anderen Seite.

Ah, ich verfolge da eine ganz bestimmte Theorie.

Kennen Sie schon den Ballermannschen -Effekt?

Nein, was ist denn das?

Oh, ich zeige es Ihnen.

Muss es sein? Tja schon, sonst kommt man ja nicht an das eigentliche Problem

heran. Also das hier, das nennen wir in der Fachsprache das sogenannte Bermuda

-Dreieck. Ah ja, wo so vieles versinkt.

Empfinden Sie was?

Oh, das ist ganz hübsch. Ist das der Ballermannsche Effekt? Nein, das ist nur

der Effekt. Den Ballermann zeige ich Ihnen jetzt.

So, da ist er.

Das ist der Ballermann.

Aha,

da sind Sie ja.

Guten Tag.

Guten Tag.

Ist der Rohrleger mit seiner Arbeit schon fertig?

Das weiß ich doch nicht.

Dass man sich heutzutage nie auf die Handwerker verlassen kann.

Von Ihnen hätte ich auch was anderes erwartet, als dass Sie hier rumsitzen

leben. Erlauben Sie mal, was hätte ich anderes tun sollen? Für wen halten Sie

mich? Ja, zum Donnerwetter sind Sie nicht die Putzfrau.

Putzfrau.

Sehe ich aus wie eine Putzfrau?

Putzfrauen sehen heute alle aus, wie Sie. Also das hat mir noch nie jemand

gesagt.

Wer sind Sie überhaupt?

Weisentopf.

Ach, dann sind Sie sicher der Vater.

Ihr Herr Sohn behandelt gerade meine Tochter.

So.

Nun wollen wir mal sehen.

Wissen Sie, das Kind ist ja so sensibel.

Aber Herr Sohn macht das hervorragend. Er ist ja ein fabelhafter

Mein Herr Sohn ist elf Jahre alt.

Was reden Sie da?

Sie scherzen.

Ich scherze nie.

Aber würden Sie mir mal sagen, was hier gespielt wird?

Aber ist Ihr Sohn denn nicht Dr.

Meisentopf? Ich sagte doch schon, mein Herrsohn ist elf Jahre alt.

Ich bin Dr.

Meisentopf.

Ja, um Gottes Willen.

Wer ist dann er?

Wer er?

Der da drinnen meine Tochter behandelt. Tja, das werden wir gleich sehen.

Mutti, stell dir vor, ich bin vollkommen gesund. Na, das ist dann auch ohne

Untersuchung. Was ist dir vorgegangen?

Gestatten, mein Name ist Herbert Ballermann, Verlegerore aller Art.

Ballermannsche Methode.

Und da können Sie es warten, meine Tochter zu untersuchen? Sie haben mich

selbst darum gebeten, flehendlich sogar.

Also das ist doch die Höhe.

Gabi, mein Kind.

Hat er dir was angetan? Nur Gutes, Mutti. Er hat mich nach der

Methode behandelt.

Auch das noch?

Na,

so helfen Sie mir doch, Herr Kollege.

Oh, na klar.

So, und jetzt verschwinden Sie doch bitte und lassen mich mit der Dame

Komm.

Mami, sag doch was. Was ist mit dir?

Ich wünsche, ich hätte jetzt auch einen Ballermann.

Jetzt müsste ich nur wissen, ob er da auch die ballermansche Methode anwendet.

Ich glaube schon.

Also wenn ihr mich fragt, finde ich die Ballermannsche Therapie klasse.

Es fragt dich aber keiner. Ich glaube, du fliegst doch noch raus.

So, weiter im Text, Sandra.

Das hier ist von einem Mädchen namens Etta.

Gott, hat die eine Schrift. Ich kann ja nicht mal einen Apotheker lesen.

Wenn Sie meine Geschichte hören, werden Sie denken, die fantasiert sich was

zusammen. So was gibt es doch gar nicht.

Ich schwöre Ihnen, so was gibt es.

Ausgezeichnet, Etta. Wirklich ganz hervorragend. Sie sind eine

Begabung ersten Ranges.

Ich muss gestehen, dass ich selbst Schwierigkeiten hatte, die Lösung zu

Kompliment.

Nehmen Sie jetzt mal bitte Papier zur Hand und schreiben Sie mit.

Sie haben es gehört, ich bin eine Begabung ersten Ranges.

Und ich heiße Etta.

Meinen Familiennamen werde ich Ihnen nicht sagen.

Nennen Sie mich meinetwegen Huber oder Müller oder Meier. Was spielt das schon

für eine Rolle?

Ich bin 17 Jahre alt.

Manchmal glaube ich, ich wäre 70.

Warum? Dazu müssen Sie ein paar Dinge wissen.

Angenommen, Sie kommen mittags von der Schule nach Hause und finden statt eines

warmen Essens das vor.

Schau doch nicht so blöd.

Hau ab.

Das ist meine Mutter. Wer der Mann ist, weiß ich nicht. Ist auch egal, es ist

doch immer ein anderer.

Wenn ich sowas sehe, onaniere ich anschließend wie verrückt.

Ich muss immer an Männer denken und ans Bumsen.

Bin ich nun eine Nymphomanin oder krankhaft geil?

Meine ganze Familie ist krank.

Aber ich kann doch nichts dafür.

Mein Vater macht jetzt schon die dritte Entziehungskur, weil er Beamter ist auf

Staatskosten in einer Klinik.

Früher nannte man das Säuferheilanstalt.

Er fing mit dem Saufen an, als mein ältester Bruder starb. Das war vor fünf

Jahren. Ich sehe es noch wie heute.

Ich kam vom Spielen auf der Straße nach Hause.

Ich war damals gerade zwölf geworden.

Mein Bruder war übrigens musikalisch hochbegabt.

Mit 14 hat er schon komponiert.

Warum er sich erhängt hat, weiß kein Mensch.

Damals hat mein Vater das Saufen angefangen.

Er ist, oder eigentlich muss man sagen, er war Orchestermusiker, Geiger im

städtischen Orchester.

Das ist Paul.

Er kam vor einem Jahr in meine Klasse, weil er kleben geblieben war.

Übrigens schon zum zweiten Mal.

Stinkreiche Eltern.

Beschieden.

Paul hat ein eigenes Apartment, das ihm sein Vater finanziert.

Außerdem ist er Motorradfan.

Er hatte mich schon bald eingeladen, mit ihm herauszufahren.

Was er wollte, wusste ich ganz genau.

Ich hatte absolut nichts dagegen.

Jungfrau bist du aber auch nicht mehr. Was erwartet?

Dabei war ich wirklich noch Jungfrau.

Ich konnte nicht wissen, dass ich mir das Häutchen irgendwann mal beim

mit einer Bierflasche durchstoßen hatte.

Ich kann mich noch erinnern, wie ich einmal blutete.

Pauls Bude war eine richtige Stoßburg.

Von da ab waren wir zusammen, so oft er wollte.

Oder soll ich sagen konnte.

Mir jedenfalls genügte er bald nicht mehr.

Ich machte es so oft ich Gelegenheit dazu hatte.

Wenn ich über meinen Schularbeiten saß, gelang es mir nie, mich lange zu

konzentrieren.

Es packte mich immer wieder.

Ob ich wollte oder nicht.

Ich musste es mir machen, immer wieder.

Ich war einfach machtlos.

Ich steigerte mich so hinein, dass ich mir die verrücktesten Dinge beim Bumsen

vorstellte.

Innerlich ekelte ich mich vor diesen perversen Träumen.

Artur!

Ich hatte überhaupt kein Schamgefühl mehr.

Mir war alles gleich.

Ich hätte vor jedem die Hose runtergezogen, wenn ich nur ein Mann

Ja, jetzt!

Was ist mit Ihnen?

Um Gottes willen, Etta.

Was haben Sie?

Sie sind ja ganz blach im Gesicht.

Ja, mir ist nicht gut.

Entschuldigen Sie, darf ich mal raus? Ich komme gleich wieder.

Am besten gehen Sie nach Hause.

Heute versäumen Sie doch nichts mehr.

Danke.

Was ist denn mit der los?

Er hat die Pille nicht genommen.

Ruhe bitte.

Bitte Ruhe.

Es war Adi, der mir das Dreckszeug gab.

Adi ist Angestellter in einer Schrottverwertungsfirma.

Warten Sie mal.

Ich habe das Zeug da drin versteckt. Man muss ja vorsichtsen.

Ein Gefühl wie Weihnachten und Ostern zusammen, was?

Und was meinst du, wie jetzt dein Fick wirkt?

Das verdammte Zeug wirkte tatsächlich.

Ich spürte es so toll wie nie.

Es war wahnsinnig.

Du,

ich habe einen Haufen Bekannte. Die haben eine Menge Kies.

Das Horstgift will ja auch bezahlt sein.

Ich glaube, wir beide werden gut zusammenarbeiten.

Von da ab war ich dem Zeug verfallen.

Natürlich kostet das Geld.

Rauschgift ist teuer.

Na schön.

Wenn ich es vorher umsonst gemacht habe, nehme ich jetzt eben Geld dafür.

Paul organisiert das.

Karin ist er groß.

Sein Apartment wurde in kurzer Zeit ein exklusiver Privatpuff.

Er verdient ganz schön daran.

Denn Schulmädchen gibt es ja genügend, die leider darauf hereinfallen und sich

aus diesem Teufelskreis nicht mehr allein befreien können.

Sie brauchen Hilfe.

Ich weiß, dass es mit mir nicht mehr lange gut gehen kann.

Aber das ist mir jetzt alles scheißegal.

Vielleicht mache ich es eines Tages wie mein Bruder.

Anonym.

Schade. Das Mädchen will sich offenbar nicht helfen lassen.

Aber die Zuschrift nehmen wir auf jeden Fall.

In Ordnung.

Dann wäre ich wohl jetzt an der Reihe. Aber ich mache gleich darauf aufmerksam,

eins fließen muss ich weg.

Ich auch.

Na, dann machen wir doch gleich den Ladenblick.

Und einmal nicht gleich schauer, Ulrike. Ich muss nämlich auch weg.

Na schön.

Aber dann machen wir den Nachschluss. Den Beitrag hören wir noch.

Okay,

schieß los jetzt.

Mach doch nicht so ein Gesicht, Otto K.

Wenn ich Gesichter machen könnte, hättet ihr andere.

Aua, das tut weh.

Du, werd nicht frech.

Ich hab ja gar nichts gesagt.

Du hast Aua gesagt.

Nun lass doch das Kind.

Dina kann doch nichts dafür, dass unsere Austauschschülerin nicht gekommen ist.

Typisch, diese Französinnen sind unzuverlässig, ich sag's ja. Und

Ah, woher weißt du denn das?

Ach. Du siehst nicht alles selbst.

Schreibt uns einen Brief mit der genauen Zugankunft, dann kommt sie nicht.

Das ist alles nur so la la bei denen. Kommt sie, kommt sie.

Bonjour, Tristesse.

Guck doch mal da vorne.

Oh, pardon, Ballon. Ich bin Richtig.

Was ist er? Er ist Richtig, sagt er. Ballon, Erkennungszeichen, Familie

Ich schange, aus Tausch.

Bonjour, Monsieur Kübler.

Bonjour,

Mademoiselle. Oh,

Mademoiselle ist die Schwester von Mademoiselle Dina.

Oh, nein, nein, nein, ich bin die Mama, Monsieur.

C 'est impossible, un bonheur.

Sagen Sie mal, Monsieur Richtig, was wollen Sie eigentlich von uns?

Ich bin Niki Bayard.

Wieso? Wer erwartet eine junge Dame?

Oh, nein, ich bin Niki Bejar.

Mon passeport.

Und Sie mich machen immer aufmerksam, wenn ich rede Französisch, weil ich nur

sprechen soll allemal Deutsch.

Ja, natürlich.

Wo kommen Sie einfach so her?

Oh, ich bin gekommen per Anhalter. Das war Billy Zerr. Ich habe gesiegt

Telegram. Na, das haben wir jedenfalls nicht bekommen.

Das ist ja wohl alles ein Missverständnis. Also wer ja stimmt, der

Ja, ja, ich weiß.

Entschuldigen Sie mich bitte.

Glaubst du, vielleicht lassen junge Franzosen in meinem Haus wohnen? Wand an

Wand mit meiner 17 -jährigen Tochter?

Sogar mit einer Verbindung dazwischen? Aber wir können ja den Frank davor

schieben.

Also, ob das was nützen würde.

Ich war schließlich auch mal jung.

Tatsächlich? Ja, du warst auch mal jünger.

Der Mann...

Muss mit dem nächsten Zug zurück. Da gibt's gar nichts.

Das kommt überhaupt nicht in Frage. Was soll er denn von uns denken? Das

interessiert mich nicht.

Aber eine Tasse Kaffee werden wir ihm doch wohl anbieten können. Das ist ja

das Mindeste, was wir ihm schuldig sind.

Silvople, Monsieur. Oui, Madame.

Da.

Natürlich blieb Niki bei uns.

Ganz einfach war's nicht, aber meine Mutter schlug sich von vornherein auf

Seite und dagegen war mein Vater machtlos.

Aber er brummte ganz schön.

Für ihn war jeder Franzose von vornherein so etwas wie ein Lust...

du doch auch mal... Ach ja, schon.

Na,

auch nicht mehr der Jüngste, hm?

Mensch, ist der gut gebaut.

Der ist süß.

Der könnte mir gefährlich werden.

Das ist mein erster Wirt.

Der sieht so lieb aus.

Mit dem könnte ich es mir richtig schön vorstellen.

Niki, Niki, warum streichelst du mich jetzt nicht?

Niki, Niki.

Warum muss ich immer an dich denken?

Du, und der Typ ist wirklich so spitze?

Oberspitze. Aber er hat nur Sinn für den Sport.

Sport? Na, ich auch.

Deine Sportarten kenne ich.

Also, den Typ werde ich mir mal ansehen.

Ein Franzose? Der fehlt mir noch in meiner Sammlung.

Das ist wirklich super.

Den werde ich mir mal ausleihen. Von wegen.

Das ist mein Revier hier.

Du hast wohl noch nichts von freier Marktwirtschaft gehört.

Wer zuerst kommt, mal zuerst.

Die gibt vielleicht eine Welle an, die gute Betty.

Toll, wie du das machst, Nicky. Wofür trainierst du eigentlich?

Für Wettkampf am 17. Ende. Bis dahin, ich kenne noch Training.

Und danach?

Danach, ich muss trainieren für den nächsten Wettkampf.

Du musst mich unbedingt mal besuchen.

Und mir von deinem Wett...

Das ist

ja ein toller Hüfer.

Pass nur auf, dass du an dem nichts kaputt machst.

Eben.

Leistungssportler sind ja so empfindlich.

Ja, stick dir nur vor Neid.

Neid? Gestatten, dass ich mal ganz schrecklich kichere.

Wenn ich einen haben will, brauche ich nur mit dem kleinen Finger zu winken.

Aber Otto kann.

In meinem Haus wird nicht gedumst.

Leider.

Was ist denn los?

Wo bumst es hier?

Nicht hier, nebenan.

Was ist?

Möchtest du mich so fürs Familienalbum fotografieren? Steck dich gefällig zu.

Immer hüpfte allein im Nebenzimmer. Der soll hier hüpfen mit mir.

Depp.

Dénue. Abstinence.

Enthaltsamkeit. Un, deux, trois, quatre.

Un, deux, trois.

So ein saublöder Kerl, so ein saublöder. Ich wusste wirklich nicht, was ich

falsch machte.

Keinen Schritt kam ich bei Niki weiter.

Dabei hatte ich mich bis über beide Ohren in ihn verliebt.

Sicher war es gemein von mir, hinter Niki her zu spionieren.

Aber ich musste ihn ja schließlich bewahren vor den Gefahren, in die der

Trottelbund reingerannt wäre.

Weck dich, du Bestie! Na, warte!

Na komm, Sauna ist das Beste für Sportler.

Dann los, zieh dich auf.

Oh, ja.

Nicky, mach mir doch mal den Reißverschluss auf.

Danke.

Ich sag immer, man kommt sich anschließend wie neu geboren vor.

Findest du nicht auch, Niki?

Na, komm. Ja, doch.

Très bien.

Los.

Na, komm schon.

Du wirst schon sehen, Niki. Das Schwitzen wird dir guttun. Ganz

Na, sowas von Zufall.

Hallihallo. Habt ihr noch ein Plätzchen frei?

Du stinkt hier.

Du würdest mir doch auch einen kleinen Platz an der Sonne gönnen.

Hau ab.

Ich denke ja gar nicht daran.

Hey, das ist aber eine Überraschung.

Hallo, Freunde.

Hey. Was macht ihr für Sauriges?

Servus, Miki, du auch hier.

Grüß dich, Dina.

Au.

Ich konnte machen, was ich wollte. An Niki war nicht ranzukommen.

Dabei hatte ich aber doch den Eindruck, dass er mich gern mochte.

Sollte an allem nur der verfluchte Sport schuld sein?

Oh, c 'est dommage. Dienstag, ich muss zurück.

Trainingslager für Wettkampf. Dann alors zurück nach Paris.

Trainingslager? Oh, das ist sehr wichtig.

Ich bin sehr traurig.

Oh, das ist aber schade. Es war sehr schön hier bei Ihnen.

Also das war schon seelische Grausamkeit.

Jetzt musste irgendwas passieren.

Ich wusste zwar noch nicht was, aber ich war zu allem bereit.

Wenn Niki abfährt, ist alles aus. Ich hab ihn doch so lieb.

Ich muss ihn unbedingt hier behalten.

Ich hab schon einen Plan.

Niki.

Dina.

Was machst du denn hier?

Ich hab nur ein bisschen geschlafen.

In meinem Bett?

Bei mir war es so kalt.

Bei dem Wetter?

Eben drum.

Ich kann ja wieder gehen.

Oh, no, no, no, no, no, no, no.

Deck dich wieder zu.

Sonst... Was sonst?

Fotina, ich glaube, du bist mein Ruin.

Was willst du von mir?

Bist du ein Franzose?

Oder nicht?

Ich kann nicht verstehen, was die deutschen Menschen immer erwarten von

Franzosen.

Jeder Mensch hat eben seine Vorurteile.

Welche Vorurteile?

Komm mal her.

Näher.

Noch näher.

Ich glaube, ich liebe dich.

Ich glaube...

Ich liebe dich auch.

Und warum hast du mir das dann nie gesagt?

Oder gezeigt?

Aber da ist doch der Wettkampf und ein halbes Jahr Training dafür.

Ich weiß was Besseres als dein Wettkampf.

Nicht in der Unnung.

Das ist unfair.

Unfair? Da bin ich aber ganz anderer Meinung.

Jetzt ist alles, wie sagt man, im Eimer.

Also, wenn ich nicht genau wüsste, dass Micky trainiert, sollte man sonst was

denken.

Micky!

Mein Gott.

Verzärtlich, Micky.

Ich liebe dich.

Oh, wie bleib raus!

Niki hat den Wettkampf natürlich sausen lassen und ist bei uns geblieben.

Die restlichen Tage waren noch sehr angenehm.

Meine Französischkenntnisse wuchsen beträchtlich und meine Lehrer waren sehr

zufrieden. Im nächsten Jahr verbringe ich meine Ferien in Paris.

Naja, und was die Zukunft bringt, wir werden sehen.

Ja, ja, unsere Schulmädchen von heute.

Oft angegriffen und nicht verstanden.

sind sie auch nicht besser und nicht schlechter als die Schulen von früher.

Sie sind ein Teil unserer Jugend, die in einer freieren, moderneren Einstellung

zur Liebe und zum Sex aufwachsen, dass Frauen genauso ihren Platz in der

Gesellschaft ausfüllen werden, wie ihre Mütter auch.

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