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Meine Damen und Herren, Sie werden mich vielleicht kennen, wenn Sie zu den 10
Millionen Zuschauern gehören, die die ersten beiden Teile des
Schulmädchenreports gesehen haben.
Sie werden sich mit Recht fragen, was können die uns in einem dritten Teil
bieten? Nun, Sie werden sehen, dass die gezeigten Tatsachen neu und noch
schockierender sind. Bitte urteilen Sie selbst.
Packen wir sofort die heißen Eisen an.
Der Christliche Verein junger Männer in Hamburg hat einen Leitfaden zur
Sexualerziehung herausgegeben.
Er will seinen Beitrag leisten, Schüler und Schülerinnen in ein gesundes
Sexualleben einzuweisen.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Neun Buben und sechs Mädchen. Sieben. Eine ist noch dazugekommen. Ich hoffe,
macht nichts aus. Sechs oder sieben ist eh wurscht. Wie alt?
Zwischen 15 und 18.
Oh mei, bei diesen Rotzenassen müssen sie ab und zu ein Donnerwetter
Das kann man sich heute nicht mehr leiten, Herr Walter.
Jugendgruppenleiter sind nicht mehr so autoritär wie früher.
Das ist mir auch wurscht, aber daher muss alles seine Ordnung haben. Ja.
Sexualität ist eine Lebenskraft gegen den Tod.
Diese Lebenskraft jedoch ist nicht Biologie, sondern Liebe.
Was ist denn das für ein Käse?
Kein Käse, das ist ein Leitfaden zur Sexualität in Jugendlagern,
von unserem aller christlichen Jugendring.
Was soll der Quatsch? Da kommt dann ja der kalte Kaffee. Hört doch erstmal.
In Anerkennung der elementaren schöpferischen Bedeutung der Sexualität
sexuelle Miteinander lebensförderlich. Deshalb beansprucht Sexualität in allen
Bereichen unseres Jugendrings ihren Raum. Und hier Leute, jetzt kommt's.
Dieser neue Stil lässt auf Wunsch der Jugendlichen gemeinsames Saunieren,
Nacktbaden und gemeinsame Schlafräume zu.
Du kriegst die Motten. Da bist du platt. Ob unser Lüders das auch gelesen hat?
Was ist denn gemeinsames Saunenlüders? Das könnte euch so passen.
Die etwa nicht immer? Danach werde ich dich gerade fragen.
Kinder, ich wusste gar nicht, dass wir so fortschrittlich sind.
Wo kann man denn hier eigentlich baden?
Da 200 Meter links und dann 50 Meter abwärts.
Na, was ist nun? Mit oder ohne?
Also nach dem Leitfaden lässt der neue Stil sozusagen ohne zu.
Erst große Pöne spucken und dann kneifen. Das haben wir gern. Wer kneift?
fangt doch selber an, dumme Pute. Das mache ich auch. Dann los doch.
Bäh. Wie ich bin für den neuen Stil.
Dann mach ich auch.
Na, dann nix die Hosen runter. Kein Problem.
Damit muss die ganze Leine fertig sein.
Ja, was hast denn, Herr Blecki?
Siehst du nicht gerade so?
Guten Tag, liebe Frau.
Guten Tag.
Die Sauber.
So nackt war ich ja nicht einmal in der Hochzeitsnacht.
Komm, gehen wir.
Ja, was ist denn das? Haben wir denn heute den Tag der offenen Popos?
Ja, ja, so schön war es in meinen Jahren mal.
Lang, lang ist es her.
Ich habe geholfen.
Das ist ein nasser Grutensex. Da müssen wir das alles zusammenziehen.
Leg dich schnell weg, sonst werden wir verdorben.
Da ist wohl nichts mit gemeinsamen Schlafräumen laut Leitfaden.
Hier muss alles eine Ordnung haben.
Ich glaube, die Jungs haben heute Nacht was vor.
Ach nee.
Ja, von wegen als Geister rumspucken und so.
Das sind vielleicht Kindsköpfe. Du möchtest wohl lieber was anderes, Walli.
ich dir sagen. Ja, dem Bad will ich mich top finden.
Wie wäre es denn, wenn wir bei Ihnen ein bisschen rumspucken?
Ich weiß nicht.
Mensch, eine Tüfte.
Da bin ich vielleicht niemand?
Wo sind denn die anderen?
Die Jungs sind bei den anderen Mädchen. Da sind wir ganz schön auf die Seife
gestiegen.
Ich bin der Ritter Kuhn, Gebärd der Fiese und mindestens 700 Jahre tot.
Mit Toten bist du aber ganz schön lebendig. Oh, ich nähre mich auch von
Blut, junger Mädchen.
Sie sehen, Herr Walter, es ist alles okay.
Hier muss alles seine Ordnung haben.
Na, dann schlaft mal schön.
Gute Nacht.
Lutz, hilf mir raus.
Ja, ja, mach ich schon.
Mensch, bist du ein Sack.
Gott, jetzt ist alles vorbei. Jetzt geht's los.
Ich bin nichts wie weg. Bist du verrückt? Du kannst doch jetzt nicht
Ich kann mich bei Alex ein bisschen hauen.
Ich kriege ein bisschen zu dir, aber nicht bei dir.
Du hast ja kalte Füße.
Na, und wer küsst mich?
Ach, du Schicklasse.
Wummel doch auch ein bisschen.
Als der Regionalverband Hamburg des CVJM den Leitfaden praktizierte, wurde er
aus dem christlichen Verein junger Männer, Hauptwitz Kassel,
Der Leitfaden ist von Erwachsenen gestaltet worden.
Das Verbot haben Erwachsene erlassen.
Aber können Erwachsene, gleich ob wohlwollende Laien oder
unserer Jugend Ratschläge für ihr sexuelles Verhalten geben?
Die sind ja dämlich, sich erwischen zu lassen. Absichtlich haben sie es
nicht getan.
Sind Sie dafür, dass Jungen und Mädchen, die ihre Ferien gemeinsam in einem
Lager verbringen, auch sexuelle Beziehungen miteinander aufnehmen
Mein Gott, ob man dafür oder dagegen ist, sie werden es in jedem Falle tun.
Na klar, dafür geht man ja gemeinsam in Ferien. Wenn ich den Jungen kenne, ja.
Warum nicht?
Die haben ja zu unserer Zeit auch gehabt.
Ja, ich bin ein solcher Jahrgang, dass ich das nicht befürworten würde.
Der Herbergsvater kann doch nicht anders.
Wenn er das Bumpen dulden würde, wäre es Kuppelei oder sowas. Und dann ist er
selber dran.
Vorschriften und Gesetzesparagraphen, wenn ich das schon höre. Das ist doch
alles verstaubter Käse.
Kuppelei. Wenn zwei aufeinander so richtig scharf sind, dann finden sie
garantiert auch eine Gelegenheit zum Bumpen. Du sprichst wohl aus eigener
Erfahrung, was? Was dagegen?
Meine intimen Angelegenheiten gehen keinem was an, oder?
Ich weiß nicht, Heike.
Als Mädchen kann man verdammt leicht in eine Situation kommen, aus der man
allein nicht wieder rausfindet.
Ich habe das am eigenen Leibe erlebt.
Das ist noch gar nicht so lange her.
Die Situation der deutschen Romantiker muss aus ihrer Zeit verstanden werden.
Sie liefern ein fast eklatantes Beispiel dafür... Ich habe Kopfschmerzen. Darf
ich bitte raus? Ja, ja, gehen Sie in die Luft. Ein fast eklatantes Beispiel
dafür, dass das Produkt des Künstlers überwiegend der Aufschluss... Wenn ich
dem Tag nur nicht so blödsinnige Kopfschmerzen gehabt hätte, wäre alles
passiert.
Los, ihr nach. Wenn sie schreit, hält sie ihr die Klappe. Okay, aber ich bin
auch hier dran.
Euch ist wohl nicht gut.
Macht, dass ihr hier rauskommt.
Weißt du einen vernünftigen Grund, Kleiner, warum wir hier raus sollen?
der Mädchen -Waschraum ist.
Na, dann zieh dich mal aus. Ich wasch dich schon. Also, ihr seid richtige
Schweine. Wo kommt ihr überhaupt her?
Wir haben eine Freistunde, Kätzchen.
Und wir sollen uns sinnvoll beschäftigen. Hörst du?
Dann wollen wir mal gleich anfangen mit der sinnvollen Beschäftigung.
Na komm, gib mir einen Kuss. Nein, nicht alle.
Na komm.
Was Sie hier sehen, ist nicht das Produkt eines Drehbuchautors. Es ist
Wirklichkeit. Es ist die Folge jugendlicher Renommiersucht. Ergebnis,
Vergewaltigung eines Schulmädchens wird als Heldentat betrachtet. Eine
abscheuliche Heldentat.
Lothar, sieh her!
Das ist ja eine schöne Schweinerei.
Gott sei Dank.
Pfeiffer, Pfeiffer.
Die drei haben mich jetzt vergewaltigt.
Ach, nee.
Was sagt ihr dazu?
Vergewaltigt ist ja wohl Angabe. Mit dem Kettchen treffen wir uns doch hier
jedes Mal, wenn wir Freistunde haben.
Klar, aber eisern.
Ekel, nein.
Ich rufe die Polizei.
Das würde ich dir nicht raten, Mädchen.
Du hörst ja, was die anderen sagen.
Geh jetzt in deine Klasse zurück.
Und keine Silbe, wenn du nicht sofort von der Schule fliegen willst. Das gilt
für alle. Verstanden?
Du kommst heute Nachmittag um vier zu mir. Dann wollen wir sehen, wie es
weitergeht. Und jetzt ab durch die Mitte, aber leise.
Sie haben mich reingelegt.
Was soll ich machen?
Der Hausmeister glaubt mir nicht.
Kein Mensch würde mir glauben.
Grossmann!
Sie hören mir ja gar nicht zu.
Sind Ihre Kopfschmerzen immer noch nicht besser geworden?
Na, dann will ich mir noch ein bisschen schaunen.
Also, wo waren wir stehen geblieben?
Kopfschmerzen, die hatte ich vergessen.
Hoffentlich hält der Hausmeister dicht.
Es liegt alles an dir, Edith.
Ob ich was sage oder nicht.
Was soll ich denn tun?
Erst mal den Mund halten.
Ihr glaubt keinem Mensch, wenn die drei Jungs geschlossen gegen dich aussagen.
Aber Sie, Sie glauben mir doch, Herr Pfeiffer. Ich glaube nur das, was ich
Aber ich will ja nicht, dass du von der Schule fliegst.
Nur... Was nur?
Na ja, wenn die Sache aufkommt, bin ich dran.
Dann bist du schon... Was wollen Sie?
Geld?
Nein, kein Geld.
Was dann?
Stell dich nicht so dumm an, Mädchen. Du hast doch schließlich Erfahrung.
Sie sind wahnsinnig.
Wie kann ich dich bloß retten?
Wenn du jetzt die kleinste Schwierigkeit machst, ist dein ganzes Leben versaut.
Schließlich bin ich ja gezwungen, die Geschichte dem Direktor zu melden. Und
dann passiert?
Schon gut.
Also wo?
Hier?
Hier auf diesem dreckigen Sofa?
Jetzt fang nicht an zu heulen, Mädchen.
Zieh dich lieber aus.
Ganz nackt?
Kleid runter.
Und außerdem, so dreckig ist das Sofa gar nicht.
Zufrieden? Für den Anfang.
Wer ist das?
Das? Das ist der Herr Amtmann Dreyer. Wie alt ist sie?
14 und ein Herzjahr.
So war das also.
Alles war ein widerliches, dreckiges, abgekartetes Spiel.
Die drei Jungen aus der Obersekunde hatte der Hausmeister auf mich gehetzt.
Und der wollte mich verschachern.
Und ich war ahnungslos auf den Leim gegangen.
Und jetzt bin ich verloren.
Wie Sie es hier sehen, so ist es geschehen.
Ein Schulmädchen, ein halbes Kind noch, ist zum begehrten Sexualobjekt der
Honoration einer Kleinstadt geworden.
So abscheulich der Fall ist, er ist auch durch die Zeit verschuldet.
Eine Zeit, in der selbst seriöse Lokalzeitungen als Aktfotomodelle
minderjährige Schulmädchen benutzen.
Und die Zahl der gutgläubigen Eltern, die ihre Töchter noch jenseits aller
Gefahren wehnen und die sie eines Tages in einer Zeitung, in einer
Illustrierten, in einem Sexmagazin wiedersehen, wer kann sie noch
Aber Kindchen, ich bin doch nett zu dir.
Herr Apotheker Pantel.
Bitte, Herr Oberinspektor. Danke. Herr Oberinspektor Krauser.
Und dann.
Das Schulmädchen ist längst das Sexsymbol unserer Zeit.
Ist es sich dessen bewusst?
Aufstehen, es ist sieben.
Oh Gott, Edith!
Kennen Sie einen Herrn Dreyer?
Nein.
Und einen Herrn Krauser und einen Herrn Pantel auch nicht?
Nein. Ich sehe, so kommen wir nicht weiter, Herr Pfeiffer.
Sie haben doch selbst eine Tochter.
Lassen Sie meine Tochter aus dem Schirm. Können Sie der noch ruhig in die Augen
sehen, nach der Gemeinheit, die Sie Edith angetan haben?
Wie viel haben Sie denn kassiert für Ihr dreckiges Geschäft?
Sie können mir nichts beweisen.
So, als wenn Sie ja sind.
Machen Sie sich fertig.
Sie sind festgenommen.
Sind Sie als Schulmädchen schon mal mit sexuellen Dingen in Berührung gekommen,
die Sie uns verschweigen wollen?
Bestimmt. Manche Männer sind Schweine.
Ich kann es verstehen, dass man da verzweifeln kann, wenn man keinen
hat, dem man sich anvertrauen kann und der einem glaubt.
Glauben Sie, dass Ihre Tochter auch in intimen Fragen offen mit Ihnen spricht?
Bestimmt. Wir sind wie Freundinnen.
Weshalb hast du deinen Eltern nichts gesagt, Edith?
Meinen Eltern? Du spinnst.
In deren Augen wäre ich sofort die Hure gewesen.
Das stimmt schon. Eltern dichten einem wirklich oft was Schlechtes an.
Eltern hin, Eltern her. Aber wenn das stimmt, was in der Zeitung steht, dann
sich in der Schule echt mehr, als man glaubt. Was in der Zeitung steht, stimmt
schon. Ich habe etwas Ähnliches vor ein paar Jahren selber erlebt.
Und dabei habe ich auch mein erstes sexuelles Erlebnis gehabt.
Also das ist jetzt schon eine Weile her.
Da hatten wir einen Lehrer, Johannes Holbach.
Der war Hauptlehrer und stellvertretender Direkt.
War ein prima Kerl, so 30.
Wir haben eine ganze Menge bei ihm gelernt, bloß seine
Heute kommen wir zu einem ganz anderen Gebiet. Die Faser.
Was ist das zum Beispiel?
Normalerweise würde ich sagen, mein Busen.
Du bist auch voll dran.
Ich habe nicht gefragt, was darunter ist, sondern was das ist. Ein Pulli.
Richtig. Und woraus besteht er?
Aus Wolle. Und was ist Wolle? Von Schafen, von Zinnen und von Kamelen. Ja,
ist ganz richtig. Was ist also Wolle?
Haare von Tieren, würde ich sagen.
Und aus was für einem Material besteht dein Rock?
Aus reiner Schuhwolle, Herr Lehrer. Und was trägst du unter deinem Rock?
Einen Slip, würde ich sagen.
Und was ist das für ein Gewebe?
100 % reine Baumwolle.
Pflegeleicht und bügelfrei.
Stimmt. Und wo kommt die Baumwolle her?
Von Bäumen natürlich.
Das ist ein bisschen übertrieben.
Sagen wir von Pflanzen. Aus den Samenkapseln der Baumwollstauden.
Wie nennt man die Baumwolle übrigens noch?
Ich glaube Karton.
Ausgezeichnet. Englisch heißt Koffen. Was kennt ihr noch für Gewebe?
Leinen. Das wird auch aus Pflanzen gemacht.
Seide. Von den Seidenraufen. Ja, ja. Ihr wisst ja eine ganze Menge. Sehr schön.
Und was ist das hier für eine Faser, Gisela?
Das ist synthetisch.
Aha. Was ist denn da wohl der Unterschied zu all den anderen Geweben?
Herr Lehrer, aus was ist denn mein Pulli?
Hoffentlich aus einem Material, das nicht einläuft.
Auf dieser Art haben wir da eine ganze Menge über natürliche und künstliche
Fasern gelernt.
Es war immer sehr lustig, wenn wir bei Holbach Unterricht hatten.
Und ganz ehrlich, keiner von uns hatte was gegen ihn.
Nur die dicke Alice.
Die konnte er nicht ausdehnen.
Und dafür hat er sich natürlich gerecht.
Sie hat all ihren Vater gepetzt und der ist natürlich sofort zum Kadi gerannt.
Wieder sind sie Zeuge eines schockierenden Falls. Der Täter wird
sie sollten sich dennoch eine eigene Meinung bilden. Denn längst erklären
Psychologen, dass junge Mädchen ihre ersten Liebeserlebnisse am liebsten mit
einem Mann haben möchten, der sie an ihren Vater erinnert. Ist das bei einem
Lehrer nicht der Fall?
Unzucht mit Abhängigen und Verführung Minderjähriger.
Ich würde am liebsten gar nichts sagen. Meinst du ich? Das musst du aber.
Das hat mir der Untersuchungsrichter da drin deutlich genug aufs Butterbrot
geschmiert. Hören Sie mal, Frau Lein -Mohndorf.
Sie sind seit Ihrem 16.
Lebensjahr eidesmündig. Und Sie haben hier und erst recht vor Gericht die
Wahrheit zu sagen und nichts zu verschweigen.
Sonst werden Sie selbst sehr hoch bestraft. Merken Sie sich das.
Dieser Schwein, was der alles wissen will.
Jetzt quetscht er die arme Gisela aus.
Also das müssen Sie mir schon etwas genauer erklären, Frau Lein -Gisela.
Was wollen Sie denn von mir wissen?
Jetzt stellen Sie sich mal nicht so dumm an.
Sie sind ja schließlich kein Kind mehr.
Es ist bei allen Zeuginnen dasselbe.
Keine will mit der Wahrheit raus.
Das verführt ein Schwein von einem Lehrer zwei Dutzend Schülerinnen und
wollen ihn offenbar decken.
So was habe ich noch nicht erlebt.
Verlesen Sie mal das Protokoll, Peter.
Das war an einem Nachmittag. Ich war damals 14.
Da hatte mich der Beschuldigte, Hauptlehrer Johannes Holbach, ins
Lehrmittelzimmer bestellt. Ich sollte ihm helfen.
Bücher neu einzuordnen.
Als ich in das Zimmer kam, war der Beschuldigte gerade dabei, Bücher zu
Als er mich sah, rutschte ihm der Stapel Bücher aus der Hand und stiel zu Boden.
Wir haben dann die Bücher zusammen aufgehoben. Und dabei berührte mich der
Beschuldigte Johannes Holbach an der Brust.
Ich glaube aber, dass das aus Versehen geschah.
Das ist alles.
Das ist eben nicht alles.
Streichen Sie bitte den letzten Satz.
Was geschah dann weiter?
Das ist schon so lange her.
Ich habe es vergessen.
Weil Sie es nämlich vergessen wollen, wie?
Also was geschah?
Hat er Ihnen in den Ausschnitt gefasst und Ihre nackten Brüste berührt?
Einen BH trugen Sie ja wohl damals noch nicht.
Nein, heute noch nicht, wenn Sie es genau wissen wollen.
Ja, ich will es genau wissen.
Also was war damals?
Ach, das Kitzel.
Das kitzelt, Gisela.
Tatsächlich. Wo?
Da vorne.
Da, am Wärtschen? Ja.
Kitzelt es so noch mehr?
Das geht einem durch und durch.
Du bist ja eine richtige kleine Frau.
Ja? Du, Gisela.
Ich kann dir was zeigen.
Wo ist dir noch viel mehr?
Durch und durch geht.
Und dann griff er in Ihr Höschen.
Ja, dann hat er in mein Höschen gegriffen und mein Geschlechtsteil
Und wenn Sie es genau wissen wollen, es hat mir riesigen Spaß gemacht.
Das ist alles, verdammt nochmal.
Danke, das genügt mir auch.
Leider habe ich ihm in meiner Wut viel zu viel erzählt.
Er hat eine ganz hinterfotzige Methode, wie er alles rausbekommt.
Ich gebe jetzt zu, dass es nicht recht war, was der Heubach damals alles mit
gemacht hat.
Aber er ist doch ein prima Kerl. Ich will wirklich nicht, dass er bestraft
Was hat denn der Heini da drin aus dir rausgequetscht, Elstin?
Der Heubach hat im Lehrmittelzimmer Nacktfotos von mir gemacht. Die hat er
da drin auf dem Tisch liegen.
Diese perverse Paragraphensau.
Mich hat er auch mal ins Lehrmittelzimmer bestellt.
Vicky, du bist so schwach in Biologie, dass für dich mal das Herz vom Popo
unterscheiden kann. Du wirst sitzen bleiben.
Also zieh ich mal aus, wir werden das am Leben ein Objekt probieren. Na?
Komm, ich mein's gut mit dir. Oder willst du sitzen bleiben?
Nein, Herr Heubach.
Ich war neugierig. Das ist doch wohl logisch.
Also hab ich mich ausgezogen.
Dagegen kann ja keiner was haben.
Außerdem wollte ich mal sehen, ob der Heubach nicht bloß eine Maulhure war.
Oh, Entschuldigung.
Und ob die anderen Mädchen nicht bloß aus Flecht gehauen hatten.
Schau mal das Skelett hier.
Das ist das Stützgerüst des menschlichen Körpers.
Da kann man nicht genau erkennen, ob das ein Mann ist oder eine Frau.
Zum Beispiel dein Busen.
Bei dir wohl geformt und gut entwickelt.
Beim Skelett ist er nicht vorhanden.
Das tut doch nicht weh. Es kitzelt ein bisschen.
Und hier sitzen die Leisten.
Die süßen Härchen fehlen natürlich beim Skelett auch.
Jetzt das Rückgrat, das Bad bis zum
Popo geht.
Rum, jetzt geht's los, habe ich mir gedacht. Aber das war Fehlmeldung.
Es ist doch ein beträchtlicher Unterschied zwischen deinem Pfirsichpopo
Beckenring des Skeletts.
So schön hätte ich mir den Biologieunterricht nie vorgestellt.
Na, getrieben hat's Holbrook mit mir ganz schön. Mit ihm habe ich einen
Orgasmus gehabt. Dufte Fingerübung.
Auch im Lehrmittelzimmer.
Ich hatte mir das Knie aufgeschlagen.
Er hat verrückt gespielt und gedacht, ich bekomme eine Blutvergiftung. Ich
mich splitternackt ausziehen müssen und dann hat er mich untersucht.
Mensch, der hat vielleicht gefummelt. Aber was soll denn der Quatsch? Vorbei
doch vorbei.
Frau Lein -Henkel? Ja?
Bitte zum Verhör.
Sind Sie dafür, dass ein Lehrer, der eine minderjährige Schülerin verführt,
jedem Fall bestraft wird?
Ja, würde ich sagen.
Na.
Meistens hat das Mädchen auch mit Schuld.
Nein, wer weiß, wer wen verführt hat.
Glauben Sie, dass ein Lehrer, der eine Minderjährige verführt, in jedem Fall
bestraft werden soll? Logisch.
Wenn ein Mädchen anständig ist, kann es vieles vermeiden.
Fünf Jahre und sieben Monate hat er bekommen.
Der Staatsanwalt hatte zehn beantragt.
Irgendwie hat uns der gute Heubach echt leid getan.
Also, ich weiß nicht. Für mich ist es ein richtiges Schwein, sich an
ran zu machen.
Du hast ihn ja nicht gekannt.
Er war furchtbar nett.
Und solche Kinder waren wir ja auch nicht mehr.
Und jede macht doch mal ein Spielchen.
Schrecklich wurde es erst, als wir das alles vor Gericht auspacken mussten.
Es gibt vielleicht Richter, da wird es ihr ganz übel. Das ist doch klar wie
dicke Tinte, dass die sich daran aufgegeilt haben.
Ach komm, das sind doch auch bloß Männer. Die Schweinigeln wie alle
Aber wenn wir uns mal informieren wollen, wie das ist, dann spielen sie
Moralapostel vor. Haben sie dich auch mal erwischt?
Klar, mein Vater. Und dabei war alles ganz harmlos.
Ich war damals knapp 15.
Und was den Sex anging, war ich ein richtiges Schaf.
Ein ausgesprochener Spätsünder.
Ich habe mich einfach nicht dafür interessiert.
Na nun, nachmittags ist doch sonst niemand da.
Ich werde verrückt. Meine Schwester Hilde.
Mit einem jungen Mann.
Ich schwöre es, ich habe wirklich zuerst nicht gewusst, was sie da machen.
Ich wollte schon laut loslachen.
Für mich sah es ja wirklich sehr komisch aus.
Aber dann hat es mich plötzlich interessiert.
Ich musste einfach hinsehen.
Ich wollte alles sehen.
Ich habe mich abgestoßen.
Aber es hat mich auch gebannt.
Es hat mich verwirrt.
Wie kann ein Mensch sich so gehen lassen?
Aber meine Schwester, sie ist sonst in allen Dingen ganz ernsthaft.
Und auf einmal windet sie sich, sie stöhnt, sie schreit.
Weshalb?
Ist das die Lust? Ist das der Orgasmus, von dem meine Klassenkameradinnen immer
reden?
Und dann ist meine Schwester aufgestanden.
Und ich habe es gesehen.
Ich habe es bei ihm gesehen.
Ihr könnt euch ja denken, es hat mir den Atem verschlagen.
Das Erlebnis vom Nachmittag hat mich nicht mehr losgelassen.
Wieder sah ich Hilde vor mir, ihre Leidenschaft, ihre Erfüllung.
Und ich sah sein Teil, das Hilde so viel Lust gemacht hatte.
Ich habe es gar nicht bemerkt, aber meine Hände, sie gehorchen mir nicht
Und während ich an das Erlebnis vom Nachmittag denke, liebkosen mich meine
Hände.
Ich stelle mir die Liebe vor.
Ich stelle mir vor, dass ein Mann mich in seine Arme genommen hat und gut zu
ist.
Ich stelle mir vor, dass er mich ganz erfüllt.
So erfüllt, dass ich nicht mehr weiß, was mir geschieht.
Erschreckt stelle ich fest, dass ich es mir mache.
Zum ersten Mal in meinem Leben mache ich es mir.
Darf ich das?
Es muss richtig sein, denn es ist wundervoll.
Ich könnte vor Glück schreien.
Vor Glück, vor Glück.
Ach, ich habe ganz vergessen, wir haben Besuch.
Kurt, mein Vetter.
Er kam immer mal für ein paar Tage.
Kurt ist zehn.
Ich überraschte ihn beim Duschen. Es war Zufall.
Was machst denn du für Glubschaugen?
Bei Kurt sah ich es wieder.
Dieses Ding, das mich anzog und gleichzeitig erschreckte.
Gehst du mit mir ins Kino?
Nö, ich gehe lieber Fußball spielen.
Immer das blöde Fußball spielen. Was anderes interessiert dich wohl überhaupt
nicht. Was denn?
Mädchen zum Beispiel.
Du hast ja einen Knall.
Ja, Mädchen zum Beispiel.
Ich habe keinen Knall, aber du bist doof. Wenn du das normal sagst, haue ich
eine. Na los, wette, du weißt noch nicht mal, wie ein Mädchen aussieht. Weiß ich
wohl. Na, wie denn?
Na, so wie du. Ich habe ja gesagt, du bist doof.
Warte, ich zeige dir. Ach doch.
Verzeihung. Warum denn?
Jungs schreien immer, wenn man sie da hinhaut. Das tut verdammt weh. Mädchen
schreien da nicht. Naja, du hast ja da auch nichts.
Natürlich habe ich da was.
Was denn? Zeigst du mir es mal? Siehste, ich hab ja gesagt, du weißt nicht, wie
ein Mädchen aussieht. Zeig mir es doch mal.
Nur wenn du deins auch. Aber bei mir gibt's doch nichts zu sehen.
Meinst du?
Also komm. Aber nur, wenn wir beide gleichzeitig.
Los.
Mensch, das sind ja dieselben Dinger wie bei meiner Mami. Da kommt Milch raus,
nicht? Wenn man ein Kind kriegt.
Siehst du, und du hast oben das Knöpfchen. Die frühe Jugend.
Das sich hineintasten in das Leben. Wie viele Poeten haben es beschrieben? Wie
häufig hat das Thema des Aneinanderentdeckens... dass ja auch das
eigenen Person ist, die Literaten beflügelt. Jeder Erwachsene weiß es. Und
weigert er sich, seinen Kindern gegenüber zu bekennen, dass es bei ihm
war.
Und ob ich die Mädchen kenne? Unter dem paar Haaren hast du nämlich ein Loch.
Und was meinst du, wofür das da ist? Wofür das da unten nämlich?
Junge, das ist aber ein kleiner.
Wird der nicht größer?
Nö, warum?
Komm mal her.
Tu mal bei mir ins Löchlein.
Wie geht denn das? Leg dich erstmal hin.
Irgendwie werden wir das rauskriegen. Das müssen wir ausprobieren.
Aber heute Nachmittag gehst du mit mir zum Fußball, hä? Da spielt Eintracht
gegen Bayern.
Der Müller, du, das ist ein Bomber. Wenn der in der Mitte rummacht, der donnert
einen nach dem anderen rein.
Ich trau meinen Augen nicht.
Schläge sind noch keine Erziehung. Dieser Vater handelt falsch.
Er erklärt unschuldige, neugierige Spiele zur Schweinerei.
Viele Erwachsene müssen ihre Lebensprobleme, ihre Komplexe leider auf
gestörte und entwürdigte Kinderspiele zurückführen. Die Psychologen wissen
davon, ein Lied zu singen.
Nach dem Zirkus haben meine Eltern vier Wochen lang nicht mehr mit mir
gesprochen.
Bist du selber dran schuld, wenn du dich erwischen lässt? Mach so einen Ball.
Es ist genauso gegangen, als ich meinen Eltern gesagt habe, dass ich mit einem
Freund schlafe.
Ach du liebes Pizzi, das würde ich nie wagen. Was würden Sie tun, wenn Sie Ihre
Tochter, die noch Schulmädchen ist, mit Ihrem Freund in Ihrer Wohnung im Bett
erwischen? Ich würde den Arsch versuhlen. Na, da hast du geschmissen.
Wen, den Freund oder die Tochter? Beide.
Naja, ich verlasse mich da auf Ihren guten Geschmack und passieren kann ja
sowieso nichts. Sie nimmt ja die Pille.
Haben Sie Ihre Tochter aufgeklärt?
Die klären sich doch heute selber auf. Wahrscheinlich sind sie aufgeklärter als
wir. Ich finde, die Schulmädchen sollten lieber was lernen, als sich um sexuelle
Dinge zu kümmern.
Haben Sie als Kind Onkel -Doktor -Spiele gespielt?
Ja, ich glaube, das haben wir alle.
Ja, auf diese Weise haben wir uns selber aufgeklärt.
Eltern müssen ja nicht alles wissen.
Meist wollen sie es gar nicht mal.
Irgendwann muss ein Mädchen ja mal anfangen, um zu einem Partner zu kommen.
Also, wie ein Mädchen zu einem Partner kommt, ich finde, das kann manchmal ein
ganz schönes Problem sein. Da spielt doch eine ganze Menge mit. Ich meine
nur sexuelle Dinge.
Na, bei Mädchen ist doch immer sofort die Seele dabei, während der Mann bloß
Abschüsse zählt. Wie kommst du denn darauf?
Weil ich es selber erlebt habe.
Erzähl mal.
Ich weiß nicht, das heißt, selber habe ich es ja nicht erlebt.
Aber meine beste Freundin, wenn ich euch das erzähle, dann werdet ihr staunen,
was es auf der Welt nicht alles gibt.
Tja, also das ist Renate, ihr Vaters Werbefachmann.
Finanzielle Probleme haben ihre Eltern keine, dafür umso mehr menschliche.
Renates Mutter ist sehr krank und schon seit Monaten im Sanatorium.
Eines Tages fielen die letzten zwei Unterrichtsstunden aus und Renate kam zu
früh nach Hause.
Komisch. Was soll denn das?
Das ist ja schon wieder der Wagen von Tante Loni.
Früher hat sie sich alle Jahre mal sehen lassen.
Und jetzt auf einmal kommt sie jede Woche ein paar Mal.
Möchtest du nicht zum Essen kommen, Rehlein?
Ich weiß, was du jetzt denkst.
Die Situation war ja auch eindeutig genug.
Aber ich möchte dir trotzdem einige Erklärungen geben.
Schau, deine Mutti, ich liebe sie.
Doch, doch, das kannst du mir glauben.
Aber sie ist krank und so gut wie nie zu Hause.
Was soll ich denn machen?
Ich bin, wie man so sagt, ein Mann in den besten Jahren.
Ich brauche einfach öfter mal die Liebe einer Frau.
Körperlich meine.
Und Loni... Ach, es hat ja keinen Zweck.
Was hat er gesagt?
Er liebt meine Mutti.
Und sie ist nicht da.
Und er braucht Liebe.
Er... Der Mann in den besten Jahren?
Großer Gott, was ist, wenn er sich in Tante Lone wirklich verliebt?
Es ist entsetzlich, wenn ich mir vorstelle, Mutti kommt aus dem
zurück und die Ehe ist kaputt.
Was kann ich machen?
Deine Mutti, ich liebe sie.
Deine Mutti, ich liebe sie.
Doch, doch, das kannst du mir glauben.
Aber sie ist krank.
Ich bin ein Mann in den besten Jahren. Ich brauche einfach öfter mal die Liebe
einer Frau.
Körperlich meine ich.
Was soll ich denn machen?
Was soll ich denn machen?
Jetzt, wo ich es weiß, soll ich es zulassen?
Soll ich mit ansehen, wie die Ehe meiner Eltern kaputt geht?
Ich habe meine Eltern lieb.
Was kann ich denn machen?
Deine Mutti, ich liebe sie.
Doch, doch, das musst du mir glauben.
Aber sie ist krank.
Ich bin ein Mann in den besten Jahren.
Ich brauche einfach öfter mal die Liebe einer Frau.
Körperlich meine ich.
Ich brauche einfach öfter mal die Liebe einer Frau.
Körperlich meine ich.
auch eine Frau.
Ich bin doch auch eine Frau.
Ja, das ist eine Idee.
Vielleicht eine Wahnsinnsidee.
Aber es ist die einzige Lösung.
Es ist die einzige Möglichkeit, wie ich die Ehe meiner Eltern erhalten kann.
Zieh dir was an, Rehlein. Du wirst dich erkälten.
Darf ich in dein Bett kommen, Vati?
Tja, wenn du willst.
Als ich klein war, habe ich sonntags immer zu dir ins Bett kommen dürfen,
Weißt du noch, was ich dich immer gefragt habe?
Alles Mögliche, soweit ich mich erinnere.
Ich habe dich immer gefragt, ob du mich noch lieb hast.
Dass du das vergessen hast.
Ja, wirklich.
Hast du mich lieber als Tante Loni?
Aber sicher, Rehlein.
Aber warum?
Warum hast du denn das heute gemacht mit Tante Loni?
Aber Kind, das ist doch etwas ganz anderes. Ich bin kein Kind mehr, Vati.
Ich will, dass du mich liebst.
Aber ich hab dich doch lieb.
Aber nicht so wie Tante Loni.
Jetzt hör mir mal gut zu, Rehlein.
Nein.
Ich will nicht, dass du das weitermachst mit Tante Loni oder mit anderen Frauen.
Die betrügen doch nur alle Mutti.
Nimm mich.
Bist du wahnsinnig?
Wir beide betrügen Mutti doch nicht. Ich schäme mich.
Aber das erfährt doch niemand.
Seit vier Wochen bin ich die Geliebte meines eigenen Vaters.
Santoloni will er nie mehr wiedersehen.
Morgen kommt Mutti aus dem Sanatorium zurück.
Alles ist gut.
Sie sind in dieser Sekunde unbestritten Zeuge eines Verbrechens. Aber uns ging
es mehr darum, Ihnen eine Ausnahmesituation zu zeigen. Die
Rettungsaktion eines Schulmädchens, das die Opferbereitschaft, die im jungen
Menschen ist, missverstanden hat. Hören Sie dazu aber auch die Meinung anderer
Schülerinnen. Wenn das wirklich war, was du da erzählst.
Ich weiß nicht.
Das ist ein ziemlich dicker Hund.
Aber meine Freundin wollte doch nur die Ehe ihrer Eltern retten. Aber mit ein
bisschen komischen Methoden.
Die kam sich wohl noch besonders groß vor.
Die wollte sich selbst noch zum Opfer bringen.
Wie eine alte ägyptische Jungfrau.
Für mich ist die doch bescheuert. Lass mal. Das Mädchen kann ich zur Not noch
verstehen. Aber den Vater?
Nee, da komme ich auch nicht mehr mit.
So was gehört wirklich eingesperrt. Können Sie sich vorstellen, in Ihren
verliebt zu sein?
Ja,
ist aber eine ganz andere Liebe wie dann zu meinem Freund. Aber ich könnte es
mir schon vorstellen.
Ja, eigentlich schon. Sieht gut aus.
Modern.
Eingestellt. Doch, ja.
Ich finde diese Frage unglaublich.
Ich bin doch der Vater. Und wenn ich wirklich etwas anderes dabei empfinden
würde, würde ich es Ihnen bestimmt nicht sagen.
Ja, das möchte ich nicht beantworten. Das ist mir zu indiskret.
Er ist vielleicht als Mann noch aufregender als mein Freund.
Ja, ich glaube, ich könnte ihn lieben.
Also wenn ihr mich fragt, statt mit ihr zu pennen, hätte er lieber den Arsch
vollhauen sollen. Genau, nur nicht zu viel Gefühle.
Stimmt, aber ohne Gefühl kannst du haargenau dasselbe erreichen.
Ich kenne so einen Fall. Er betrifft eine ehemalige Freundin von mir. Ach,
eine Freundin. Ja, das war sie mal.
Das Luder war so kaltschnäuzig und berechnet.
Ich sage euch, die hatte einen Charakter, der konnte einem schlecht
bumsen war für sie reine Selbstbestätigung.
Das ist eine Lolita von heute. Sie weiß, dass sie hübsch ist. Sie legt jede
Geste, jede Bewegung darauf an, bemerkt, bewundert und begehrt zu werden. Und
sie will genommen werden. Dabei geht es ihr nicht um die Erfüllung ihrer Lust.
Sie sieht in der sexuellen Begegnung mit dem Mann, möglichst mit dem
Arrivierten, die einzige Möglichkeit, sich selbst zu bestätigen. Ein leider
nicht so seltener Typ, der häufig Unglück verursacht.
Was ist denn los, Helmi?
Ach, Lars, ich bin einfach stocksauer.
Warum denn?
Spiel mir wenigstens den Satz noch zu Ende.
Also gut, dann kannst du mich.
Warum lässt du denn einen Rolf so abstinken?
Guck dir doch in der Penne schon einmal den Busen aus dem Pulli.
Mit dem Typ wäre doch was zu machen.
Aber nicht bei mir. Ich stehe nicht mehr auf kleinen Kinder.
Ich weiß nicht. Ich finde, er ist ein ziemlicher Heuler.
Für mich ist er fast ein Bitzel. Dann würde ich doch mal ganz ernst bei ihm
anklopfen. Na klar.
Nehmen wir uns doch beide zur Brust auf den Heimweg.
Okay? Nee, nee. Einer aus meiner Penne und dann noch aus meiner Klasse, das
kommt bei mir nicht in Frage. Der soll woanders üben.
Wenn ich mit einem schlafe, dann muss es einer sein, von dem ich was lerne.
So einer wie der?
Warum nicht?
Der bringt dir bestimmt noch was bei.
Ich bleib noch ein bisschen.
Du willst schon nach Hause?
Ich bin stockdauer, wirklich.
Die scheiß Weiber, denen brennt doch die Mütze.
Na, na.
Du bist eben noch nicht auf den Geschmack gekommen.
Du, Rolf, kannst du mich in die Stadt mitnehmen? Wenn du willst.
Das ist Helmi Kurtmann, wir gehen in dieselbe Klasse. Und das ist mein Vater.
Freut mich.
Also, wenn in deiner Klasse alle Mädchen so hübsch sind, setze ich mich auch
noch mal auf die Schulbank.
Ja?
Also, wenn du mitkommen willst, musst du dich beeilen. Ich hau jetzt ab.
Auf Wiedersehen, Herr... Dr. Schneider.
Und hoffentlich bald.
Musst du unbedingt vor meinem Vater so eine Schau abziehen?
Ich ziehe eine Schau ab, vor wem ich will. Oder glaubst du, ich frage dich
vorher um Erlaubnis?
Sag mal, so ein Gehörten, der Wahnsinnskahn da. Beim Alten.
Natürlich war der Krach mit dem Jungen nur eine Finte.
Denn Lolitas gehen mit großer Berechnung vor. Ihr Ziel?
Der Vater.
Es ist doch hübsch, als Schulmädchen den Vater eines Klassenkameraden zum
Geliebten zu haben, meint sie.
Und deshalb steht sie genau dort, wo der Wagen des Vaters vorbeikommen muss.
Na, vor allem hält mir das ein schnelles Wiedersehen. Können Sie mich bitte ein
Stück mitnehmen, Herr Dr. Stein? Aber gern, streichen Sie ein. Danke.
Ich denke, Rolf wollte Sie nach Hause bringen.
Ach, reden wir lieber über ein anderes Thema.
Ist er frech geworden?
Mhm, gewaltig.
Das kann ich ihm nicht verdenken.
Den guten Geschmack hat er nämlich von mir.
Werden Sie denn auch so gern frech?
Sie haben doch was dagegen.
Sonst wären Sie ja jetzt bei Rolf, stimmt's?
Das ist doch ganz was anderes.
Mit kleinen Jungs ist doch immer bloß stinklangweilig.
So was Süßes wie dich habe ich überhaupt noch nicht erlebt.
Warum wärst du nicht im Wald? Das bedeutet gemütlicher.
Vorsicht, du bist verheiratet. Hast du das nicht gesagt?
Ich bin beschieden.
Alles, alles mit.
Wachterchen. Komm.
Komm.
Wachterchen.
Wachterchen.
Wachterchen, komm!
Wachterchen, komm!
Komm!
Wachterchen!
Das war's.
Bis zum nächsten Mal.
Das muss kommen.
Das muss kommen.
Komm doch, Helmi. Lass mich gefälligst los.
Kapier doch endlich, zwischen uns ist es aus.
Blöder Heini.
Das klappt wohl nicht mehr mit euch beiden Hübschen. Na und?
Du brauchst dich gar nicht zu wundern. Die Helmi, die hat jetzt einen mit einem
dicken Mercedes.
Da bist du weg vom Fenster.
Du willst mich hier bloß anspitzen. Was heißt hier anspitzen? Fahr doch mal raus
zu eurem Haus. Da geht ja der Pudding auf. Tschüss.
Komm, Doktorchen.
Komm,
komm. Was ist denn?
Ruhig.
Was ist denn?
Doktorchen. Ich habe das Gefühl, uns beobachtet einer.
Ach, Unsinn.
Komm, zieh dich auf.
Ich möchte es dir mal ganz anders machen.
Tag, Rolf.
Nett, dass du mal wieder vorbeischaust.
Tag.
Und Tag, Rolf.
Setz dich doch, Junge. Willst du mit uns essen?
Dummerweise ist unsere Heli noch nicht da.
Das weiß ich.
Was willst du damit sagen?
Nichts? Also was ist?
Dann sag schon, ist was passiert?
Vielleicht, vielleicht sollten Sie sich mehr um Ihre Tochter kümmern, was die so
alles treibt in Ihrer Freizeit. Jetzt ist aber genug.
Was soll das heißen?
Werd nicht unverschämt.
Du tust ja gerade so, als würde sich Helmi herumtreiben. Schon gut, Amholt.
Red nicht um den heißen Breirols, sag was du weißt.
Ich kann nicht.
Ich will nicht. Fragen Sie Ihre saubere Tochter doch selbst.
Wenn ihr es schon wisst.
Er hat mich nach dem Tennis spielen vergewaltigt. Ich habe mich nicht wehren
können. Aber Kim, und das hast du uns nicht sofort gesagt.
Ich habe mich so geschämt, Mami.
Außerdem, es war nun mal passiert.
Es war nun mal passiert.
Das ist ja wohl die Höhe.
Er hat deine grenzenlose Naivität schamlos ausgenutzt.
Dieser Dr. Schneider gehört hinter Gitter.
Und das wird aus dem armen Rolf? Aus dem? Der ist auch nicht besser als sein
Vater. Was glaubt ihr, wie oft der es schon bei mir versucht hat, der Schuft?
Nun, esst doch wenigstens was.
Mir ist der Appetit vergangen.
Davon wird es auch nicht besser.
Nein, nein, nein, nein.
Das Weitere spricht jetzt der Staatsanwalt.
Staatsanwalt?
Was soll ich dem sagen?
Ah ja, er hat mich mit seinem Auto mitgenommen.
Und dann?
Hat er plötzlich gehalten und mich auf die Kühlerhaube geworfen und ist über
mich hergefallen.
Ich habe mich gewehrt wie eine Wilde, aber was kann man gegen einen so starken
Mann machen?
Es ist nur weiter übrig, als die Zähne zusammenzubeißen und zu hoffen, dass es
schnell vorbeigeht.
Es war ekelhaft.
Er hat mit mir die schlimmsten Sachen gemacht. Ich habe geschrien und
aber er hat bloß gelacht. Er war ja stärker als ich.
Als dann alles vorbei war, habe ich geweint und geweint.
Der Angeklagte wird von der Anklage des Verbrechens der Unzucht mit einem Kind
freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse.
Das Gesetz hat gesprochen.
Würden Sie auch so urteilen?
Man hat nachgewiesen, dass sich von Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren, die
Unzuchtsprozesse verwickelt waren, 73 % provokatorisch verhielten oder
bereitwillig den Verkehr duldeten.
37 % der Mädchen haben sogar aktiv an den Handlungen teilgenommen. Und nur 20
haben wenigstens Ansätze zu einer Abwehrhaltung gezeigt.
Über 1000 Männer müssen Jahr für Jahr in Deutschland ins Gefängnis.
Das Gericht wirft ihnen Verführung Minderjähriger vor.
Wie viele Männer verurteilt werden, die in Wirklichkeit unschuldig sind, zeigt
keine Statistik. Sind Sie darüber orientiert, was Ihre Tochter in ihrer
macht? Meine Tochter ist so ausgekocht, dass sie immer wieder eine Ausrede
findet. Was soll ich machen?
Stehen Sie auf dem Standpunkt, schlafen kann ich mit wem ich will, das hat mit
Liebe nichts zu tun?
Ja, erst will ich mal ausprobieren, wie er im Bett ist. Von Liebe reden wir
später.
Würden Sie einem Mann einen Seitensprung mit einem Teenager eher verzeihen als
mit einer Sekretärin?
Nein, das würde ich nicht.
Oh ja, denn die jungen Dinger sind ja für einen reifen Mann viel gefährlicher.
Ich weiß nicht, ob ich den überhaupt verzeihe, ganz egal was ist, ob Teenager
oder Sekretärin.
In allem, was ihr hier aufs Tapet bringt, fällt ihr von einem Extrem ins
Da kannst du mal sehen, es gibt nichts, was nicht geht. Ich hätte jetzt immer
gedacht, das Normale wäre normal.
Was ist denn das Normale? Zum Beispiel, dass heutzutage ein Mädchen selber
bestimmen kann, wann und mit wem sie es tut. Wenn auch nicht so wie in dem Fall
eben. Ich habe auch mal geglaubt, dass ich selber bestimmen könnte, ob, wann
mit wem ich schlafen will.
Naja, und dann ist mir ein Ding passiert, an dem ich jetzt noch zu
habe.
Das war voriges Jahr im Sommer.
Ich war mit einer Freundin in die Badeanstalt gegangen.
Aua! Na, was ist denn mit heute Abend? Machen wir einen raus?
Nee, heute kein Interesse. Wir sind beide schon besetzt.
Abfahren.
Wenn ich will, der hat's. Dann eben nicht.
Was machst du denn heute Abend? Keine Ahnung.
Eigentlich muss ich was an meinem Hausaufwärts tun.
Was hast du denn für ein Thema? Darf ein demokratischer Staat die Pressefreiheit
einschränken? Und, darf er?
Natürlich nicht, aber schreib das mal auf mindestens acht Seiten.
Ich habe mal einen Journalisten zum Freund gehabt.
Und, was ist aus dem geworden?
Ich habe ihn zum Teufel gejagt, als er meine Freiheit einschränken wollte.
Stell dir mal vor, der hat sich richtig in mich verknallt.
Aber das ist doch prima.
Quatsch. Wenn sich einer an dich verknallt, meint er gleich, du gehörst
Und zwar wie ein Privatnäger. Und schon geht's los mit dem Rumkommandieren.
Das darfst du nicht und das darfst du nicht. Nee, nee. Aber wenn man sich so
richtig im Jungen verliebt, dann muss man doch auch ganz für ihn da sein.
Nee, mein Goldschatz.
Liebe macht nur abhängig. Sex ist unheimlich duktig.
Aber bring das nicht mit Liebe durcheinander.
Über meinen Körper bestimme ich selber.
Und erst recht über mein Herz.
Na, ich weiß nicht.
Aber ich... Wenn mir ein Mann gefällt, dann nehme ich ihn mir. Ich nehme ihn
mir. Verstehst du? Und nicht er mich.
Wir leben schließlich im Zeitalter der Gleichberechtigung.
Ach, scheiße.
Guck mal den da. Den?
Den, der sich gerade den Rücken abtrocknet.
Na und?
Du hast eben keinen Blick für Männer.
Pass mal auf, jetzt werde ich dir was zeigen.
Den schnappe ich mir.
Verzeihung, hätten Sie vielleicht eine Zigarette für mich?
Bitte.
Danke.
Wissen Sie, ich gehe noch zur Schule.
Reizen Sie Schulmädchen? Wieso?
Sie gefallen mir. Ich möchte mit Ihnen schlafen.
Sie gehen ganz schön ran.
Also bis später.
Und damit keine Irrtümer aufkommen, ich bin die, die will.
Na,
was hältst du? Na, da hängt schon eine Leine.
Am Abend habe ich ihn verführt.
Jedenfalls habe ich das geglaubt.
Er hieß Werner und war Automechaniker.
Er war genau das, was ich mir unter einem richtigen Mann vorgestellt hätte.
Er war herrlich rücksichtslos.
Er war der erste Mann, der mit meinem Körper wirklich was anfangen konnte.
Er hat mich völlig geschafft.
Das Schulmädchen als überzeugte Anhängerin neuer Philosophien, neuer
Betrachtungsweisen der Beziehungen zwischen den Geschlechtern.
In allen Schulen kursiert Valery Solinas Buch Manifest zur Vernichtung der
Männer, das die Männer zu Sklaven und zu notwendigen Übeln zur Erfüllung der
sexuellen Begierde degradiert.
Valery Solinas macht die Frauen zu den Helden der Welt.
Anders Esther Villar.
Ihr Buch, Der dretierte Mann, soll schlüssig beweisen, dass die Frau die
Schmarotzerin des Mannes ist, dass sie ihn belügt und betrügt, dass sie ihn zu
ihrem willenlosen Werkzeug macht.
Interessante Perspektiven in unserer toleranten Welt.
Aber wohin führen sie, wenn ein halbinformiertes Schulmädchen sie zu
macht?
Nach dieser Nacht sah für mich auf einmal alles ganz anders aus.
Komm. Ich habe mein Eis noch nicht aufgegessen. Scheißegal, komm.
Komm.
Ich bin geil, zieh dich aus.
Und wenn hier jemand vorbeikommt?
Ach, zieh dich aus und quaddel nicht so viel.
Was fällt dir denn ein? Du kannst mich doch nicht einfach rumkommandieren. Das
passt mir nicht.
Dann eben nicht, liebe Tante.
Ciao.
Nein, wenn er bleibt.
So war das doch nicht gemeint.
Ich zieh mich ja schon aus.
Ja, weiter!
Gefällt es dir? Bon.
Dreh dich mal um.
Und jetzt drück dich mal. Aber ganz tief.
Nein, Werner, bitte nicht.
Wie du willst. Ich bring dich zunächst.
Bleib, Werner.
Ich tue es mir.
Für dich.
Hier werden sie Zeuge wie ein Schulmädchen, das geglaubt hat, die
beherrschen, sie zu Lustobjekten herunterzuwürdigen, zum Opfer wird.
Zum Opfer halber Information und zum Opfer ihrer eigenen, gesunden, sexuellen
Leidenschaft. Und genau das ist der Punkt, wo der Mann der Überlegene ist.
Wenn er die Hörigkeit des jungen Mädchens erkennt, hat er ihr Schicksal
Hand.
Und nicht selten enden zu selbstsichere junge Mädchen nach der Schulentlassung
auf dem Strich.
Wie bisher 80 .000 in fünf Jahren.
Werner hat es mit mir gemacht. Wie und wann und wo sind gerade einviel.
Das war manchmal richtig demütigend.
Nein, ich will nicht.
Was denkst du dir eigentlich, du dämliche Bluder? Hast du immer mal nicht
kapiert, dass du ein Dreck bist?
Dann darf ich dich von da schon mal zu mir packen.
Du wolltest mich fertig machen.
Ich hab dich geschafft.
Ich bin der Bart.
Sogar auf dem Weg zur Schule hat er mich abgefangen.
Komm schnell mal, was machst du mit mir?
Jetzt, das geht doch nicht.
Und warum nicht? Ich muss in die Schule.
Quatsch, ich warte dich daneben.
Na sieh, das hat dir doch prima gefallen.
Du kannst eben nicht Nein sagen.
Ich sehne mich.
Ich hasse dich.
Du, du behandelst mich wie eine Hure.
Ich liebe Huren, die es umsonst machen, weißt du?
Komm, ich bring dich zum Kugeln.
Ich weiß, es ist furchtbar, Susanne. Aber ich kann nicht von Werner
Ich habe schon so oft gewollt. Aber ich kann nicht. Ich schaffe es einfach
nicht. Mensch, Margot. Dem Kerl würde ich ja... Der war mir von Anfang an ein
Brechmittel. Das ist er nicht, Susanne.
Er kann sehr nett sein. Und auch sehr zärtlich. Aber immer dann, wenn er Sex
will, dann ist meine Liebe für ihn kaputt. Du bist ihm ja hörig.
Reiß dich doch mal zusammen und gib ihm einen Tritt.
Ich kann es nicht. Ich kann es nicht.
Sobald ich mit ihm zusammen bin, mache ich immer alles, was er von mir will.
Du bist ja blöd.
Warum redest du nicht mal ganz einfach mit deinen Eltern?
Meine Eltern, die haben doch bloß mit sich selbst zu tun.
Das muss ich schon alleine schaffen.
Oder ich gehe drauf.
Naja, bis jetzt bin ich noch nicht draufgegangen.
Der Mensch kann die ganze Menge vertragen.
Bist du darüber weggekommen, Margot?
Wenn ich ehrlich bin, doch nicht.
Aber ich versuche es wenigstens.
Deshalb habe ich euch das erzählt.
Vielleicht könnt ihr daraus lernen.
Können Sie sich vorstellen, dass Sie von einem Mann sexuell abhängig werden?
Ja, leider.
Wenn er ein guter Liebhaber ist, der das Letzte aus mir im Bett rausholt, glaube
ich, fresse ich ihn aus der Hand.
Nein, das glaube ich nicht. Dieses bisschen Orgasmus ist doch noch lange
abendfüllend. Können Sie sich vorstellen, von einem Mann sexuell
werden? Ja.
Nee. Mit wie vielen Männern haben Sie schon intimen Verkehr gehabt?
Mit sechs, aber das sind fünf zu viele.
Hoffentlich hast du wenigstens eine lustige Geschichte auf Lager.
Ich fand es damals nicht sehr komisch.
Ich war so um die 15.
Und ich wollte es mit aller Gewalt nun auch mal wissen.
Also ich hatte mir einen Freitagabend dafür ausgesucht.
Sonnabends hatten wir keine Schule. Und meinen Eltern beizubringen, dass ich ein
bisschen später nach Hause kommen durfte. Da habe ich so meine Tricks.
Was ist noch?
Gehen wir in den englischen Garten?
Nee, da ist mir zu gruselig.
Das ist doch Quatsch.
Hast du einen Western -Vorschlag?
Was ist denn mit deiner Bude?
Ich schlafe mit meinem Bruder.
Na und?
Mein Bruder ist erst zehn.
Shit.
Unten an der Isar, da steht ein altes Autorack. Ein VW. Da könnten wir rein.
Du hast wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank. Bei der Kälte kann ich
nicht.
Also wenn ich ein Mann wäre, ich glaube, ich könnte immer.
Wir gehen am besten nach Hause und verschieben das Ganze auf morgen. Ich
heute nicht in... in Stimmung.
Ich werde dich in Stimmung bringen, dass es nur so quietscht.
Na komm schon, sei kein Frosch.
Donnerwetter. Das ist ja dufte eingerichtet hier.
Komisch. Was?
Dass hier Licht brennt.
Wo sind wir hier eigentlich?
In meiner Tenne.
Mein Vater ist hier Hausmeister.
Sag mal, du hast ja Füße knöpfen.
Da ist das Zimmer vom Direktor.
Warum stehen die nicht?
Die sind schon unter uns.
Der Pauker hat es aber fein hier.
Guck mal.
Der Alte, der seufzt.
Er muss Besuch gehabt haben, noch vor kurzer Zeit.
Wenn er wiederkommt.
Der kommt nicht wieder.
Das kann man nicht wissen.
Ich mache nur mal ein bisschen intimeres Licht.
Sonst merkt mein Vater was.
Na los, zieh dich aus.
Jetzt bin ich dran.
Trink nicht so viel, Bernd.
Nachher kannst du nicht mehr.
Cognac trinken immer.
So, und jetzt wollen wir mal sehen, ob das Sofa was taugt.
Nur noch einen.
Das ist aber der letzte.
Ich muss mal.
Was?
Jeder muss mal.
Das könnte dir so passen, mein Lieber.
Runter mit dem Frummen. Nicht die Kitzel. Nein, die Schlacht. Na, na, na,
mir die Nase ab.
Aua. So, jetzt wirst du richtig vernascht.
Nicht vergewaltigen. Wenn das meine Mami erfährt.
Raus aus den Röhren.
Jetzt!
So, und jetzt stelle ich ihn frei.
Den werden wir schon rausklappen.
Wo bleibt denn das kleine Vögelein?
Na,
ist das liebe Täufelchen immer noch nicht neugierig?
Und jetzt?
Na?
Wollen wir nicht noch einen trinken?
Vorher. Was heißt hier vorher?
Nachher.
Und jetzt gib Gas!
Ich muss mich erstmal hochkonzentrieren.
Wenn du dich hochkonzentriert hast, kaufe ich mir einen Christbaum.
Und jetzt kommt Lila. Der letzte Versuch.
Eine Tür.
Tür? Was für eine Tür?
Hier kommt wer.
Wohin können wir uns jetzt verdrücken?
Da, den Schrank.
Bin schon drin. Bin schon drin.
Herr Oberstudiendirektor.
Und Frau Dantz -Leibchen.
Wir haben uns auf den nächsten Elternabend vorbereitet. Werden dann...
Das gibt doch ein jahannisches Donnerwetter.
Aber jetzt rein mit euch.
Halt!
Verzeihung.
Herr Direktor!
Hallo! Herr Direktor! Aber er muss doch hier sein. Er hat gesagt, er muss länger
machen. Und das Licht hat aufgebrannt, Frau Direktor.
Cognac.
Ja, was ist denn das?
Das sind ja die Sachen meines Mannes.
Jawohl, Frau Direktor. Mein lieber Herr Mayer.
Halten Sie mich nicht für dümmer, als ich bin. Mein Mann trägt keinen spitzen
Flip. Nein, das glaube ich auch nicht, Herr Direktor.
Oh, Egon!
Direktor, und das Bläumchen?
Mich trifft der Schlag.
Du und Schule, du und Oberstudiendirektor, du und länger
sagen, dass du bist ein Hurenbob, mit dem Bläumchen rummachen.
Da ist doch noch jemand drin.
Aufmachen, oder ich brauche Gewalt.
Herr Mayer, brechen Sie diesen Schrank auf.
Jawohl, Herr Direktor.
Meine Tochter. Wer sind Sie, junger Mann?
Ich bin unschuldig.
Sieht nicht falsch. Verzeihung.
Endlich. Da hast du uns aber einen schönen Bären aufgewunden.
Das hast du bestimmt im Kino gesehen.
Im Fernsehen würde ich es gesehen haben.
Also, wenn es nicht wahr ist, dann hast du es aber verdammt gut erfunden.
Also, ich finde es eigentlich doof.
Und ich mache es, wenn es mir gefällt. Da frage ich niemanden.
Und wenn was passiert?
Na, dafür gibt es noch die Pille, Kleindoof. Das meine ich doch nicht. Wir
jetzt nicht gehört, was alles passiert mit Sex und so.
Ach nee, willst du ins Kloster gehen?
Das sind doch alles nur Einzelfälle. So gefährliches Sex nun auch wieder nicht.
Hast du eine Ahnung.
Ich habe ja noch Glück gehabt.
Es war beim Oktoberfest.
Auch der folgende Fall ist nicht erfunden.
Hier werden wir Ihnen, den Eltern, ein Beispiel zeigen, das Sie sicher
beschäftigen werden.
Ich nehme lieber sowas. Sie kriegen nur ein kleines Brötchen.
Du bist ein guter Mann, du bist ein guter
Mann.
Warten wir es hier?
Bis morgen, euer Herr.
Ein bisschen schnell.
Wenn du schreist, mache ich dich kalt.
Los, vergiss die Puppe nicht.
So, jetzt sind wir gekommen.
Keine falsche Bewegung, sonst wirst du bleiben in den Ritten. Ab hier.
Hallo, Carla.
Kleiner Partnerwechsel, was? Du, Carla, wo hast du den Heinz gelassen? Ach, der,
der ist schon gegangen.
Eine Abwechslung kann ja nicht schaden. Und weiter.
Sie hat sich einen komischen Heini angelacht.
So, los, da rein!
Es war schön, wie du es mit deinem Freund gemacht hast.
Mach es mir.
Ich habe dich.
Wenn du machst, was ich will,
werde ich sehr glücklich sein.
Zieh dich aus.
Aber schon langsam.
Ich will mich daran erfreuen.
Ich will mich erfreuen.
Habe ich nicht gesagt langsam?
Das ist mir so griechisch.
Wieder ist ein Schulmädchen zum Opfer geworden.
Und wieder fragen wir nach der Schuld.
Aber diesmal antworten wir.
Man muss wissen, dass Triebtäter ihre Opfer in Massenansammlungen suchen.
Man muss wissen, dass es ein sehr sinnvolles Gesetz zum Schutze der Jugend
der Öffentlichkeit gibt.
Aber die Beachtung dieses Gesetzes setzt Aufsicht voraus.
Die Aufsicht der Eltern.
Ihre Aufsicht.
Hier sind Sie mitschuldig.
Würden Sie Ihre 14 -jährige Tochter abends allein aufs Oktoberfest gehen?
Nie. Die soffen Kerle fallen über die Mädeln her und Eltern, die sowas tun,
wäre unverantwortlich.
Wie alt sind Sie?
14. Dürfen Sie nachts von zu Hause wegbleiben?
Nein, eigentlich nur bis 10, aber ich finde immer eine Ausrede, die meine
glauben. Dürfen Sie nachts von zu Hause wegbleiben?
Nicht lang, also ausnahmsweise manchmal, so übers Wochenende. Auch die ganze
Nacht? Nein.
Da könnte einem ja fast der Appetit aufs Oktoberfest vergehen.
Ich glaube, richtiges Vertrauen kann man nur zu einem Partner haben, den man
wirklich liebt.
Glaubst du vielleicht an die große Liebe? Doch, ich glaube schon, dass es
gibt. Was soll denn das sein, große Liebe?
Große Liebe heißt bei mir, wenn groß gebumpst wird. Jetzt aber Schluss.
Gibt es bei euch nur noch Bumsen, Orgasmus und Bett?
Seien wir doch mal ehrlich. Wir suchen doch alle nur einen netten Jungen, den
wir lieb haben können.
Und jetzt werde ich euch auch mal eine Geschichte erzählen. Es war vor einem
Jahr im Herbst.
Das Mädchen, von dem ich erzähle, hieß Beate Kemper.
Und sie hatte sich zum ersten Mal verliebt.
In einen Jungen aus der Nachbarschaft, Peter Baumgartner.
Hast du lange gewartet?
Das macht doch nichts.
Wollen wir ein Stückchen gehen?
Natürlich.
Weißt du, was ich mir wünsche, Peter?
Dass unser Glück nie zu Ende geht.
Ich hab dich lieb.
Ich werde jeden Herzschlag bei dir sein, was immer auch geschieht.
Es ist solcher Mist, dass wir uns eine Weile nicht mehr sehen.
Aber ich muss nun mal auf die Uni nach München.
Du... Was hast du?
Ich hab Angst, riesige Angst.
Ach, hör doch auf.
Weißt du was? Wir gehen jetzt zu mir.
Du, ich habe irre neue Platten. Die werden dir genauso gefallen.
Also?
Dann komm.
Du weißt doch, mit dir würde ich überall hingehen.
Wie lange kannst du bleiben?
Nicht lange, du weißt doch, mein Vater.
Ja, ja, ich weiß.
Ich bin ihm nicht gut genug.
Für den bin ich ein armer Schlucker.
Es hat nun mal nicht jeder so eine protzige Baufirma wie er.
Und wenn mein Vater auch bloß angestellt ist, wäre es okay.
Was ist denn?
Jetzt ist es passiert.
Das Auto gehört meinem Vater.
Sag bloß, der ist bei deinem.
Nee, nee, Herr Baumgartner, kommen Sie mir bloß nicht mit solchen Sprüchen.
Jugendfreundschaft, kennen Sie von klein auf, alles ganz harmlos, von wegen.
Ihr Peter wickelt nämlich meine unschuldige Beate ganz schön ein. Naja,
ja auch das große Los für ihn, so eine gute Partie. Aber daraus wird nichts,
sage ich Ihnen.
Herr Kemper.
Sie wollen doch nicht meinem Sohn unterstellen... Und ob ich das tue. Und
solange Sie nichts gegen das Treiben Ihres Sohns unternehmen, dann sage ich
Ihnen sogar, dass Sie mit ihm unter einer Decke stecken. Herr Kemper, Sie
vergessen sich.
Diese Unterstellung lasse ich mir nicht bieten. Und ich lasse mir nicht bieten,
dass ein Kerl, der nichts ist und nichts hat, meine einzige Tochter kirmacht, um
sich dann als mein Schwiegersohn ins gemachte Bett legen zu können.
Herr Kemper, in Ihrer Firma können Sie mit Ihren Leuten rumschreien, so viel
wollen, aber das hier ist meine Wohnung und ich lasse mich von Ihnen nicht
beleidigen.
Keine Sorge, ich gehe ja schon.
Hauptsache, Ihr Sohn lässt meine Tochter jetzt endlich in Ruhe. Und dafür mache
ich Sie verantwortlich.
Ach, Sieh mal an.
Das ist ja die reinste Verschwörung.
Das ist ja wohl der Gipfel.
Mein Fräulein Tochter und der liebe Herr Baumgartner.
Und das hier ist wohl das Liebeste. Wie?
Anzeigen werde ich die Baumgartner.
Hinter Gitter werde ich sie bringen, Sie Kuppler.
Vater! Halt den Mund!
Herr Kemper.
Da, schauen Sie sich Ihr Früchtchen mal an, Herr Baumgartner.
Verlassen Sie sofort meine Wohnung.
Darauf können Sie Gift nehmen.
Komm, Herr Kitz.
Vater.
Es ist besser, so sieht das Mädchen nie wieder.
Es sah so aus, als ob das das Ende der großen Liebe wäre. War es aber nicht.
Ein paar Wochen später war Peter in München. Er hatte sein Studium
Er hatte Glück gehabt. Er hat ein hübsches Zimmer bekommen.
Herr Baumgartner!
Nein, das war keine Überraschung. Da bin ich ja selber aus dem Häuschen. Jeden
Tag erzählt er von Ihnen. Herr Baumgartner! Herr Baumgartner, wir haben
Ich habe mich so nach deinen Augen gesehen.
Deine Haut.
Ich habe mich so nach deiner Haut gesehen.
Wie kommst du denn bloß nach München?
Ich bin weggelaufen.
Einfach weg von zu Hause.
Ich habe es ohne dich nicht mehr ausgehalten, Peter.
Ich will nicht mehr zurück.
Baumgatter, bitte. Ja, was ist? Wo wohnt der Sohn in München? Was geht Sie das
an? Mehr als Sie denken. Meine Tochter verschont. Sie ist bei ihrem Sohn in
München. Sie wollen sich beide umbringen. Oh Gott, natürlich. Was sagen
Hören Sie, wir müssen sofort nach München fahren.
Meine Frau hat mich gerade angerufen. Das gab es. Beate hat einen
geschrieben. Verstehen Sie das nicht? Kann ich mit Ihnen fahren? Ja,
Kommen Sie.
Jetzt müsste die Zeit stillstehen.
Warum dürfen wir nicht glücklich sein?
Ich kann ohne dich nicht mehr leben.
Ich auch nicht.
Ich will auch nicht.
Und keiner wird uns auseinanderbringen können.
Nein.
Niemand.
Hier muss es sein.
Peter!
Wer hat er?
Was schreit ihr denn so?
Na Gott sei Dank, sie leben.
Ihr habt euch nicht?
Wir wollten uns vergiften.
Aber dann haben wir eingesehen, dass das Leben viel zu schön ist.
Ja. Viel zu schön, um es von euch kaputt machen zu lassen.
So, das war meine Geschichte.
Und wenn ihr sie tausendmal kitschig findet, mir gefällt sie. So was gibt's
auch. Und bestimmt viel, viel öfter, als ihr alle im Moment zugeben wollt.
Vielleicht hat Edith recht. Ein bisschen Romantik ist wirklich schön. Es kommt
immer nur drauf an, wie man das alles betrachtet.
Komm, Kinder, das Essen steht auf dem Tisch.
Das war der Schulmädchenreport Nummer 3.
Wir meinen, er war kritischer und kühner. Er hat ihnen sicher wieder die
geöffnet. Also war es nötig, dass sie ihn gesehen haben.
Also ist es nötig, dass jeder ihn sieht.
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