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Außer Atem (1960) dTV - TV5MONDE Europe - 6. Dezember 2015
AUSSER ATEM
Eigentlich bin ich ja blöd.
Aber es muss nun mal sein! Es muss sein!
Michel! Nimm mich mit! - Wie spät ist es?
- Zehn vor elf. - Nein. Ciao.
Und jetzt auf die Tube, Uwe!
Der glaubt wohl, er könnte mich überholen, mit seiner Schrottmühle!
Jetzt hole ich mir das Geld,
frage Patricia, ob Ja oder Nein. Und dann...
Buenas noches mi amor!
Milano, Genova, Roma!
Ist das schön auf dem Land!
Ich liebe Frankreich.
Sie mögen das Meer nicht,
die Berge auch nicht,
in Städten sind Sie auch nicht gern...
dann gehen Sie doch zum Teufel!
Zwei kleine Tramperinnen!
Ich stoppe. 1 Kuss pro km.
Die Kleine ist nicht übel. Hübsche Beine.
Aber die andere! Na ja... eigentlich!
Ne, sind mir doch zu hässlich.
Schön, die Sonne!
Frauen am Steuer! Die Feigheit in Person.
Warum überholt die denn nicht?
Ach, Scheiße! Baustelle...
Man soll nie bremsen.
Autos sind zum Fahren da, nicht zum Anhalten.
Mist, Polente!
Jetzt streikt die Karre auch noch!
So was Idiotisches!
Keine Bewegung oder es knallt!
- Wo wohnt Mlle. Franchini? - Ist nicht da.
- Sie wohnt doch hier. - Sie ist weg!
Haben nie Geld, die Bräute!
Ein Bier.
- Ein Spiegelei mit Schinken. - 180 Francs.
Gut, nehme ich.
Ich hol 'ne Zeitung, bin gleich wieder da.
- Oh, Michel! - Darf ich rein kommen?
- Ja. - Wie geht's, Süße?
Wo ist deine Jacke?
Die ist in meinem Alpha.
Frühstücken wir im Royal?
Ich bin spät dran. Muss um 10 nach 9 im Fernsehstudio sein.
Oh, Ärmel gerissen!
Sieh mal...
Was treibst du? Man sieht dich nicht mehr.
Nichts, ich reise.
Und was gibt's Neues hier? Wohin gehst du?
Manchmal in die Disco, aber da sind nur noch Idioten.
Bist du noch beim Film?
Nein, da läuft alles nur übers Bett.
Erinnerst du ihn, Enrico?
Es heißt, "erinnerst du dich an ihn", nicht, "erinnerst du ihn".
Ich arbeite mit ihm beim Fernsehen, als Scriptgirl.
Neulich in Rom war ich blank.
Da habe ich beim Film gearbeitet. In Cinecittà!
- Du? - Ja, ich.
Warst du nicht mal Gigolo?
- Warum? - Nur so.
Würde es gern mal versuchen.
Ja. Ruf mich gleich noch mal an.
Und Gaby? Ist er zurück aus Spanien?
- Er hat die Pergola gekauft. - Tatsächlich?
Toll!
- Blöd, alles schwarz zu streichen. - Nein.
- Was steht da? - "Warum".
Wurde aber nicht fertig, denn jetzt rauche ich Luckys.
- Kannst du mir 5.000 Francs leihen? - Wusste ich's doch!
Du bist ein Ekel!
Ich gebe sie dir heute Mittag zurück.
Außerdem hab ich nicht so viel.
- 500, wenn du willst. - Nein. Lass nur.
- Also kein Frühstück im Royal? - Ich komm jetzt schon zu spät.
Na schön... Arrivederci!
Ciao, Michel.
- Ist M. Tolmatchoff da? - Ja, aber nicht zu sprechen.
Ist Patricia auch hier?
- Da drüben ist sie. - Danke.
New York Herald Tribune!
Kommst du mit nach Rom?
Idiotisch, aber ich liebe dich. Grund genug, dich wiederzusehen.
Wo kommen Sie her? Aus Monte-Carlo?
Aus Marseille. Ich war nur übers Wochenende in Monte-Carlo.
- Montag hab ich dich nicht erreicht. - Da war ich nicht in Paris.
- Ich nehme eine. - Das ist nett.
Was machen Sie hier? Sie hassen doch Paris.
Nein, ich hab' hier nur viele Feinde.
Dann sind Sie in Gefahr?
- Ja. Kommst du mit mir nach Rom? - Und was machen wir dort?
Mal sehen.
Nein. Ich habe viel zu tun in Paris.
Gehst du die Champs rauf oder runter?
- Was ist das, "Champs"? - Die Champs-Élysées.
- Ich muss in die Avenue George V. - Na dann...
Komm noch ein Stück mit!
Gut, bis zur nächsten Straße.
- New York Herald Tribune! - Hier, zurück.
- Kein Horoskop drin. - Was ist das?
Die Zukunft. Ich will wissen, was die Zukunft bringt.
Ich auch.
- Was ist? - Nichts, ich sehe dich an.
Böse, dass ich ging, ohne Wiedersehen zu sagen?
Ich war wütend, weil ich traurig war.
Ich wache nun mal gern neben einem Mädchen auf.
Bleiben Sie in Paris?
Ich muss zu einem, der mir Geld schuldet.
- Dann muss ich dich wiedersehen. - Du musst nicht.
Warum nicht?
Es gibt hier hübschere Mädchen.
Nein. Ich hatte 2 Mädchen, seitdem wir zusammen waren.
Hat aber nicht gefunkt.
Gefunkt?
Sie waren hübsch, aber es klappte einfach nicht.
Es war traurig.
Was ist mit Rom? Ich will weg von hier.
Ich kann nicht.
Ich muss zur Uni, sonst gibt's kein Geld mehr von zuhause.
Dann von mir.
- Wir waren nur 3 Nächte zusammen! - Nein, 5.
- Warum trägst du keinen BH? - Rede nicht so.
Gut, Entschuldigung.
Wie spät? Sehen wir uns nachher?
Nein. Aber heute Abend, ja?
Yes! Und wo?
Hier.
Sie haben doch nichts gegen die Jugend?
Doch! Ich mag alte Leute lieber.
Ist Monsieur Tolmatchoff da?
Am Schalter Flugreisen.
Hallo, Amigo! - Hallo!
- Warst du um 10 schon mal hier? - Wegen meinem Geld.
Es ist da. Komm mit.
Wie geht's?
War langweilig am Meer. Hier hab ich ein Mädchen.
- Und du? - Ich verroste hier allmählich.
Besser hier als im Knast verrosten.
Hier liegt es.
Ich hätte gern meinen Umschlag.
Idiot! Warum zur Verrechnung?
Weiß nicht. Übertrag ihn doch.
Aber nicht auf mich, ich bin blank, habe alles verwettet.
Kann dein Freund Bob ihn einlösen?
- Der Idiot ist hinter Gittern. - Ach ja?
- Berrutti? Aber dem trau ich nicht. - Ich dachte, er wäre dein Freund.
- Ist er aus Tunis zurück? - Ja. Ich habe ihn gestern gesehen.
- Wie war gleich seine Telefonnummer? - Élysées 99-84.
- Darf ich? - Bitte.
- Wer ist deine neue Flamme? - Eine New-Yorkerin.
Ist sie hübsch?
Sie ist lustig. Ich mag sie.
Hallo, Élysées 99-84?
Kann ich Antonio sprechen?
Ach so... Nein, nein.
Ich rufe noch mal an.
Nicht da. Ich versuche es woanders.
- Wiedersehen. - Ciao, Amigo.
- Agentur Inter-Americana? - Richtig.
- Nehmen Sie für Ihre Kunden Post an? - Ja.
Kennen Sie einen gewissen Michel Poiccard?
Nein.
Er nennt sich auch Laszlo Kovacs.
Fragen Sie mal den Herrn dort drüben.
Sieh mal an. Tolmatchoff!
Guten Tag, Herr Inspektor.
- Jetzt organisierst du also Reisen. - Wie Sie sehen.
Du hast doch kürzlich deinen Freund Bob verpfiffen.
- Und? - Wir brauchen dich noch mal.
Michel Poiccard, 1 Meter 79, braune Haare,
war mal Steward bei Air France.
Er lässt sich seine Post hierher schicken.
Ja, den kenne ich.
- War er dieser Tage mal hier? - Nein.
Mademoiselle!
Bekam M. Tolmatchoff in den letzten Tagen mal Besuch?
Ja, vor 5 Minuten... ein Herr, ziemlich groß.
Verdammt!
Beihilfe zum Mord, du weißt, was das heißt.
Bogie...
- Ich habe einen Mann sterben sehen. - Sterben?
- Bei einem Autounfall. - Lädst du mich zum Essen ein?
Evidently!
Ich muss noch mal telefonieren. Wartest du auf mich?
Telefonier doch im Restaurant.
Nein.
Bin in 1 Sekunde zurück.
Die Franzosen sagen immer 1 Sekunde und meinen 5 Minuten!
- Wohin gehen wir? - Egal. Zum Boulevard Saint-Michel.
- Schlafen wir heute zusammen? - Ich weiß nicht.
- Warum? Ist es nicht gut mit mir? - Doch, sehr.
Habe in France-Soir 'ne nette Story gelesen.
Ein Busschaffner klaute 5 Millionen, um ein Mädchen zu kriegen.
Er gab sich als Impresario aus.
Sie fuhren ans Meer, nach 3 Tagen waren die 5 Mio. Weg.
Da sagte der Typ dem Mädchen ohne Umschweife:
"Das Geld war gestohlen, ich bin ein Gauner, aber ich liebe dich."
Und das Tolle ist, sie blieb bei ihm. Sie sagte: "Ich liebe dich auch."
Sie fuhren zurück,
brachen in Villen ein und wurden geschnappt.
Sie stand Schmiere. War doch nett von ihr.
Entschuldigung, haben Sie Feuer?
Nehmen Sie das und kaufen sich Streichhölzer.
Fast hätte ich's vergessen! Ich habe eine Verabredung.
Mit wem?
Ein Journalist, der mich zu einer Pressekonferenz mitnimmt.
Wo? Jetzt gleich?
Das geht Sie nichts an. Sie sind unmöglich!
Du bleibst also nicht bei mir?
Wir sehen uns morgen.
Nicht morgen. Heute Abend.
Ich sage doch, das geht nicht.
Warum bist du so grausam?
- Wo ist ein Taxistand? - Mein Auto steht bei der Oper.
- Soll ich dich absetzen? - Okay.
Hast du deinen Ford nicht mehr?
Der ist in der Werkstatt.
- Komm, ich bleib bei dir. - Kopfschmerzen habe ich auch noch.
Wir schlafen nicht miteinander,
ich will nur bei dir sein. - Nein. Das ist es nicht, Michel.
- Warum sind Sie traurig? - Bin ich eben!
Das ist doch dumm.
Warum bist du traurig? Soll ich lieber Sie oder du sagen?
Egal. Ich kann nicht ohne dich sein.
- Das kannst du wohl. - Ja, aber ich will nicht.
Guck mal, der schöne Talbot. 2,5 Liter.
- Du bist doch ein... - Was?
- Ich weiß nicht. - Patricia, sieh mich an.
Ich verbiete dir, diesen Kerl zu treffen.
Ach! Ach!
Ich liebe ein Mädchen mit schönem Nacken,
schönen Brüsten, schöner Stimme,
schönen Handgelenken, schöner Stirn,
schönen Knien...
aber leider ist sie feige.
Da ist es. Stopp!
- Warte, ich parke. - Nein, nicht nötig.
Na, dann hau ab!
Ich will dich nicht mehr sehen. Verschwinde!
Hau ab, du Schlampe!
- Tut mir leid, ich komme zu spät. - Schon gut.
Setzen Sie sich.
Hier ist das besagte Buch.
Ich hoffe, Ihnen ergeht es nicht wie der Frau im Buch.
Nämlich?
Sie will das Kind nicht. Die Operation misslingt, sie stirbt.
Es wäre traurig, wenn es Ihnen auch so erginge.
Mal sehen.
Was stimmt denn nicht?
Ich würde mich am liebsten in ein Mauseloch verkriechen.
Machen Sie es wie die Elefanten, wenn sie unglücklich sind.
Sie gehen fort. They vanish.
Bin ich unglücklich, weil ich nicht frei bin?
Oder bin ich nicht frei, weil ich unglücklich bin?
Ich erzähle Ihnen was, das Sie auf andere Gedanken bringt.
Ich kenne das Mädchen seit 2 Jahren. Ganz plötzlich dachte ich,
wir sollten miteinander schlafen.
Wir verabredeten uns zu Mittag.
Ich wollte ihr sagen, dass wir doch mal miteinander schlafen könnten.
Aber komischerweise habe ich es dann völlig vergessen.
Als es mir später wieder einfiel,
schrieb ich ihr sofort per Rohrpost, wir sollten miteinander ins Bett.
Kurz darauf kam ihre Antwort.
Sie schrieb: "Das ist ja unglaublicher Zufall.
Vor dem Essen hatte ich ganz genau dieselbe Idee."
Wann lassen Sie mich Artikel schreiben?
Sie interviewen morgen Parvulesco in Orly.
Und wann?
Sage ich Ihnen morgen im Büro.
Ich gehe jetzt.
Sie können natürlich mit.
Natürlich... Natürlich? Natürlich!
- France-Soir. Die neueste Ausgabe? - Ja.
Mein Schlüssel fehlt.
Sie haben ihn wohl stecken lassen.
Ach du Schreck!
Buongiorno!
Was machen Sie denn hier?
Im Claridge war nichts mehr frei.
Deshalb bin ich hier. Der Schlüssel hing unten.
Es gibt ja nicht nur das Claridge.
Ja, aber ich steige immer nur im Claridge ab.
Du bist ja völlig verrückt.
- Zieh keine Schnute. - Ich will allein sein!
Das steht dir übrigens gar nicht.
Was heißt "Schnute"?
Wenn man so macht.
Ich finde, das steht mir sehr gut.
Du bist noch verrückter als ich. So 'ne Scheiße...
Ich interessiere mich immer für die falschen Mädchen.
Patricia! Hast du gemerkt, dass ich euch gestern gefolgt bin?
Sag doch, was hast du?
Lassen Sie mich in Ruhe. Ich denke nach.
Worüber?
Das Schlimme ist, dass ich das nicht weiß.
Aber ich weiß es.
Nein. Niemand weiß es.
Du denkst an gestern Abend.
Doch, doch.
Gestern Abend war ich wütend. Jetzt ist es mir irgendwie egal.
Nein, ich denke an nichts.
Ich möchte an etwas denken, aber es gelingt mir nicht.
Na schön. Ich bin müde. Sehr müde.
Und darum lege ich mich wieder hin.
- Warum schaust du mich an? - Einfach so.
- Du hättest gestern bleiben sollen. - Ich konnte nicht.
Doch! Du hättest dem Typ sagen sollen, dass du nicht kannst.
Ich musste ihn treffen!
Ich kann für ihn schreiben. Das ist wichtig für mich.
Wichtig ist nur, dass du mit nach Rom kommst
Vielleicht... mal sehen.
Hast du mit ihm geschlafen?
- Nein. - Darauf wette ich aber.
Nein, Michel. Weißt du, er ist sehr nett.
Er sagte: Irgendwann schlafen wir miteinander, aber nicht heute.
Wieso? Der kennt mich doch nicht.
Nicht mit dir! Er mit mir.
Wir waren was trinken, in Montparnasse.
In Montparnasse? Da war ich auch. Wann denn?
Ich weiß nicht. Lange waren wir nicht da.
Warum bist du hierher gekommen, Michel?
Ich hatte Lust, wieder mit dir zu schlafen.
Das ist kein Grund.
Klar! Das bedeutet, ich liebe dich.
Aber ich weiß noch nicht, ob ich dich liebe.
Wann weißt du es denn?
Bald.
Was heißt "bald"? In einem Monat? In einem Jahr?
Bald heißt bald.
Frauen wollen in 8 Sekunden nie das tun,
was sie 8 Tage später sehr wohl tun wollen.
8 Sekunden oder 8 Tage ist doch dasselbe.
- Warum nicht gleich 8 Jahrhunderte! - Nein, 8 Tage sind okay.
Frauen wollen immer nur halbe Sachen.
Das macht mich fertig.
Warum willst du nicht mit mir schlafen?
Weil ich herausfinden will...
Irgendwas liebe ich an Ihnen, aber ich weiß nicht, was.
Es soll sein wie bei Romeo und Julia.
Klein-Mädchen-Phantasien!
Gestern im Auto sagtest du, du könntest nicht ohne mich sein.
Du kannst es sehr wohl.
Romeo konnte nicht ohne Julia sein. Aber du, ohne mich.
Nein. Ich kann nicht ohne dich sein.
Oh la la! So was denken nur kleine Jungs.
Lächle mich an.
Gut. Ich zähle bis 8.
Wenn du bis 8 nicht lächelst, erwürge ich dich.
2... 3...
4, 5, 6...
7...
71/2...
73/4...
Du bist so feige, ich wette, du lächelst gleich.
Mir ist heute nicht nach Spielen.
Du bist feige, schade.
Warum sagst du das?
- Du gehst mir auf die Nerven. - Du mir auch.
- Ich bin nicht feige. - Wieso soll ich Angst haben?
Wenn eine Frau es nicht schafft, eine Zigarette anzuzünden,
dann hat sie vor etwas Angst.
Ich weiß nicht wovor, aber sie hat Angst.
Nimm eine.
Igitt. Keine Chesterfield.
Die Jacke! Meine sind in der Tasche.
- Die da? - Gib schon!
Ist das Ihr Pass?
Von meinem Bruder. Meiner ist im Auto.
Aber da steht "Kovacs" drin.
Ach ja? Ist eben nicht mein richtiger Bruder.
Als er geboren wurde, war meine Mutter schon geschieden.
Siehst du, ich hab' keine Angst.
Hab ich auch nicht gesagt.
- Aber gedacht! - Nein.
Du wolltest es sagen, und jetzt bist du beleidigt.
Jetzt rede ich gar nicht mehr mit dir.
Denkst du manchmal an den Tod?
Ich denke ständig daran.
- Michel... - Was ist?
Sag mir was Nettes.
Was?
Ich weiß nicht.
Dann weiß ich's auch nicht.
Dein Aschenbecher gefällt mir.
Der ist aus der Schweiz.
Mein Großvater hatte einen Rolls Royce. Tolles Auto.
In 15 Jahren kein einziger Motorschaden.
Hast du mein neues Plakat schon gesehen?
- Patricia, komm her! - Nein...
Verdammt, nun komm schon!
Hier passt es gar nicht. Wo tue ich es nur hin?
Wieso die Ohrfeige, als ich deine Beine ansah?
Es waren nicht meine Beine.
Genau dasselbe.
Franzosen sagen immer, es ist dasselbe, egal, ob's stimmt.
- Mir ist was Nettes eingefallen. - Was?
Ich möchte mit dir schlafen, weil du schön bist.
Nein, bin ich nicht.
- Dann eben, weil du hässlich bist. - Ist es dasselbe?
Ja, mein Kleines, es ist dasselbe.
Du lügst, Michel.
Es wäre idiotisch zu lügen.
Wie beim Pokern: Da sagt man besser die Wahrheit.
Die anderen glauben, man blufft, und so gewinnt man.
Was ist?
Ich sehe Sie an, bis Sie mich nicht mehr ansehen.
Ich dich auch.
Ich hänge mein Plakat im Bad auf.
- Kann ich mal telefonieren? - Ja.
- Da ist es gut, oder? - Ja, sehr gut.
Gefällt dir das Bild?
Nicht übel.
Renoir war ein sehr großer Maler.
Ich habe gesagt: "Nicht übel".
Findest du sie hübscher als mich?
Wenn du Angst hast oder verwundert bist,
oder beides zugleich, hast du einen seltsamen Glanz in den Augen.
- Na und? - Ich will mit dir schlafen,
wegen diesem Glanz. - Michel!
Kann ich ins Waschbecken pinkeln?
- Rate, was ich dir sagen werde. - Keine Ahnung.
- Ich bin schwanger, Michel. - Wie?
- Du hast richtig gehört. - Von wem? Von mir?
Ja, ich glaube.
Warst du beim Arzt?
Gestern Morgen.
Er sagte, ich soll Donnerstag zur Untersuchung kommen.
Hättest du nicht aufpassen können!
Geben Sie mir bitte Elysée 99-84.
99-84.
Ist Antonio da?
Wissen Sie, ob er zurückkommt?
Nein.
Ich rufe wieder an.
Michel Poiccard.
Elysée 25-32.
Der Typ, der mir Geld schuldet.
Monsieur Tolmatchoff, bitte.
Tag, mein Freund.
Hör mal, ich kann Berrutti nicht auftreiben.
Da war er nicht. Ich hab ganz Montparnasse abgesucht.
Polizei?
Danke. Ciao.
- Mist! - Was ist denn?
Bin ausgerutscht. Wie der zum Tode Verurteilte.
- Kennst du die Geschichte? - Nein.
Er rutscht auf einer Stufe zum Schafott aus und sagt:
"Heute geht alles schief..."
Von Nahem siehst du aus wie ein Marsmensch.
Weil ich auf dem Mond lebe.
- Allerdings, was das Kind angeht! - Es ist nicht sicher.
Ich wollte nur wissen, was Sie sagen.
Zieh dich doch aus.
- Wozu? - Ihr Amerikaner seid bescheuert.
Ich wüsste nicht, warum.
Der Beweis: Ihr bewundert Lafayette und Maurice Chevalier,
die zwei blödesten Franzosen.
Ich telefoniere noch mal.
Belle-Épine 35-26. Patricia, komm mal her!
Hallo? Monsieur Mansard? Wird er heute Nachmittag da sein?
Sagen Sie ihm, ich komme vorbei.
Ich habe seine Nummer von Tony aus Marseille.
Laszlo Kovacs...
- Ich bin mit einer Amerikanerin. - Dismissed!
- Einer Amerikanerin? - Laszlo Kovacs.
Nein, nicht du.
Meine amerikanische Karre!
Ich erreiche den Typ einfach nicht, der mir Geld schuldet. Das nervt.
Hören Sie lieber Platten oder Radio?
Sei still, ich denke nach!
Bach...
Ich kenne sie alle auswendig.
Wie alt bist du?
Ich mach das Radio an. Zwanzig.
Hätte ich nicht gedacht.
Warum magst du Musik nicht?
Kommt drauf an, welche.
Patricia, komm doch mit nach Italien.
Italia!
Was bringen dir die Kurse an der Sorbonne?
Hast du noch nie eine Prüfung gemacht?
Doch. Die erste Abi-Prüfung,
dann hab ich's geschmissen.
- Was heißt "geschmissen"? - Ich hab was anderes gemacht.
- Was? - Autos verkauft.
- Hier in Paris? - Nein.
In New York...
Hast du schon oft mit Jungs geschlafen?
Nein, nicht sehr oft.
Wie oft?
- Und du? - Ich?
Auch nicht so oft.
Weißt du, wo ich gerne leben würde? In Mexiko.
Alle sagen, es sei sehr schön.
Als ich kein war, sagte mein Vater immer:
"Nächsten Samstag fahren wir hin." Er hat es immer vergessen.
Mexiko, da bin ich misstrauisch.
So schön ist es da bestimmt nicht.
Die Leute lügen immer.
Wie mit Stockholm, alle, die waren, sagen:
"Schwedinnen sind toll. Ich habe jeden Tag 3 vernascht. Fahr hin"
Ich war dort. Alles gelogen.
Sie verhalten sich dort ganz anders als hier.
Und sie sind so hässlich wie Pariserinnen.
Nein. Schwedinnen sind sehr hübsch.
Das ist nur eine Legende.
Eine oder zwei, einverstanden.
Genauso wie in Paris oder in London. Aber alle nicht.
Die Städte, in denen alle Mädchen hübsch sind...
Gut, nicht berückend, aber wie du, bezaubernd...
Mädchen, sagen wir mal, mit der Note 2,
weil sie etwas Besonderes haben,
die sind weder in Rom, noch in Paris oder Rio de Janeiro,
sondern in Lausanne und Genf.
Sag mir doch auch mal was Nettes.
Ich weiß auch nicht.
Wärst du jetzt mit einem anderen, dürfte er dich streicheln?
Du hast vorhin gesagt, ich hätte Angst.
Stimmt, ich habe Angst.
Weil ich will, dass du mich liebst.
Und dann, ich weiß nicht,
will ich wieder, dass du mich nicht liebst.
Ich bin sehr selbständig, weißt du.
Nun, ich liebe dich.
- Und nicht so, wie du denkst. - Wie denn?
- Anders. - Du weißt nicht, was ich denke.
- Doch. - Und woran ich denke.
- Doch. - Nein. Unmöglich.
Ich wüsste gern, was in dir vorgeht.
Ich sehe dich seit 10 Minuten an, und ich weiß nichts, gar nichts.
Ich bin nicht traurig, aber ich habe Angst.
- Liebe, süße Patricia. - Nein.
Na gut. Also grausame, dumme, herzlose,
jämmerliche, feige, niederträchtige...
Ja, ja.
Du kannst nicht mal mit Lippenstift umgehen!
Plötzlich finde ich dich schrecklich.
Sag, was du willst, es ist mir egal.
Das kommt alles in mein Buch.
- Was für Buch? - Ich schreibe einen Roman.
- Du? - Warum nicht?
- Was machst du da? - Ich zieh dir das aus.
- Nicht jetzt, Michel. - Du bist anstrengend, was soll das?
Kennst du William Faulkner?
Nein. Wer ist das?
- Hast du mit ihm geschlafen? - Aber nein.
Dann ist er mir egal.
Zieh das doch aus.
Ein Romancier, den ich mag. Hast du Wilde Palmen gelesen?
Ich sag doch, nein. Zieh das aus.
Hör zu. Der letzte Satz ist sehr schön:
Zwischen Leid und dem Nichts wähle ich das Leid.
Was würdest du wählen?
Zeig mal deine Zehen. Die sind sehr wichtig bei Frauen.
- Was würdest du wählen? - Leiden ist idiotisch.
Ich wähle das Nichts.
Das ist zwar nicht besser,
aber Leiden ist ein Kompromiss. Alles oder nichts.
Jetzt weiß ich es.
Ganz genau. Warum machst du die Augen zu?
Ich schließe sie so fest, bis alles schwarz wird.
Aber ich schaffe es nicht. Es wird nie völlig schwarz.
Wenn man dein Lächeln im Profil sieht,
ist es besonders schön. Das bist du.
Das bin ich?
Wir sehen uns in die Augen, aber es bringt uns nichts.
Patricia Franchini!
Ich hasse diesen Namen. Ich würde gern Ingrid heißen.
Knie dich mal hin.
Was ist denn?
Ich sehe dich an.
Franzosen sind auch bescheuert.
Ich will, dass du bei mir bleibst.
Ja...
Wir unterbrechen kurz unsere Sendung
wegen eines technischen Abgleichs.
Seltsam...
- Was? - Ich spiegle mich in Ihren Augen.
Lustig. Französisch-amerikanische Annäherung.
Versteckt, wie glückliche Elefanten,
Die Hüften einer Frau sind aufregend.
Mir ist zu heiß.
Würde dich ein anderer streicheln, wär's dir egal oder nicht?
Hast du schon mal gefragt.
Nun unsere Sendung "Besser arbeiten mit Musik"
Geschafft!
Kennst du Dylan Thomas' Erzählung
Porträt des Künstlers als junger Hund?
Der Sonntag macht die Woche wett
Da bleibt man stundenlang im Bett
Ich ziehe mich an.
- Wie spät ist es? - Zwölf Uhr.
War es schön?
Yes, Sir!
Wir schlafen bis abends.
Nein, ich muss mir ein Kleid kaufen. Ist dein Wagen da?
Mein Wagen? Ja.
Guten Morgen, Michel.
Elysée 99-84.
Hallo?
Guten Tag, Madame.
Ist Antonio jetzt da?
Wie ärgerlich!
Und Sie wissen nicht, wo er ist?
Nein. Auch egal.
Immer noch Michel Poiccard.
- Soll ich einen BH anziehen, Michel? - As you like it, buddy.
Was magst du lieber, meine Augen, meinen Mund oder meine Schultern?
Wenn du wählen müsstest?
Deine Pressekonferenz war erfunden?
Nein. Sie findet gleich statt, in Orly.
Ich seh zwar nicht besonders gut aus, bin aber ein toller Boxer.
Gehst du zu der Pressekonferenz?
Vorher muss ich noch im Büro vorbei.
- Ich komme mit. - All right.
...und General de Gaulle gehen gemeinsam
zum Grab des unbekannten Soldaten.
- Warst du im Krieg? - Ja.
Und was hast du da gemacht?
- Wachposten abgemurkst. - Was heißt "abgemurkst"?
- Ich hab sie umgelegt, so. - Nein, Michel.
Ich bin müde.
- Ich will sterben. - Du spinnst.
Ja, ich bin völlig irre.
Was heißt "irre"?
Das bin ich.
- Ist dein Wagen hier? - Ja. Nein... Doch.
In der Tiefgarage.
Ich hole ihn, dann fahren wir.
Klasse, ein Ford!
- Welche Etage? - Fünfte.
Ich hab mich in der Etage geirrt.
Hast du Angst vor dem Alter? Ich ja.
Du spinnst.
Ich sagte bereits, der schlimmste Fehler ist Feigheit.
- Kaufst du mir ein Kleid bei Dior? - Niemals!
Die bei Prisunic sind viel schöner.
Zu Dior geht man nur um zu telefonieren.
Da kann man umsonst telefonieren.
12 Kabinen mit Direktverbindung.
France-Soir!
- Hey! France-Soir. - Bitte.
Hier.
- France-Soir... - Danke, Monsieur.
France-Soir, bitte!
- Wie lange wird das dauern? - Vielleicht eine 1/2 Stunde.
- Ich fahre zu meinem Typen. - OK.
Patricia!
Warum heißt Ihr Roman Candida?
Danke.
Ich bin überzeugt, dass das Buch im puritanischen Frankreich
eher zurückhaltend aufgenommen wird.
Monsieur Parvulesco!
Ich wollte Sie fragen...
Kann man heute noch an die Liebe glauben?
Natürlich kann man das. Gerade heute.
Rilke sagt, das moderne Leben trenne Frauen und Männer immer mehr.
Was meinen Sie dazu?
Rilke war ein großer Dichter. Er hatte daher sicher recht.
Jetzt hier, bitte!
- Mach mal Platz! - He, geht's noch?
- Du mit deinem Pathé Journal! - Monsieur Parvulesco!
Ist das Liebesleben von Französinnen und Amerikanerinnen sehr verschieden?
Es gibt keine Gemeinsamkeit zwischen Französinnen und Amerikanerinnen.
Die Amerikanerin beherrscht den Mann. Die Französin noch nicht.
Monsieur Parvulesco!
Wonach streben Sie im Leben?
Wer ist moralischer? Die Frau, die betrügt,
oder der Mann, der sie verlässt?
Die Frau, die betrügt.
Sind Frauen gefühlvoller als Männer?
Gefühle sind ein Luxus, den sich wenige Frauen leisten können.
Gibt es für Sie einen Unterschied zwischen Erotik und Liebe?
Keinen großen. Nein, ich denke, es gibt keinen.
Denn Erotik ist eine Form der Liebe.
Und Liebe eine Form der Erotik.
- Glauben Sie an Seelenwanderung? - I believe in gentleness.
Spielt die Frau in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle?
Ja, wenn sie ein gestreiftes Kleid und Sonnenbrille trägt.
Meinen Sie, wie Casanova,
dass alle verführten Frauen ihren Verführern dankbar sind?
Die Antwort dazu gibt Cocteau.
Wie viele Männer kann eine Frau in ihrem Leben lieben?
Ich meine körperlich.
Mehr noch.
Es gibt zwei wichtige Dinge:
Für Männer, die Frauen und für Frauen, das Geld.
Sie sind also Pessimist?
Sieht man ein Mädchen mit einem Kerl, der Geld hat,
steht fest, sie ist anständig und er ein Schuft.
Was sollte man mehr lieben, eine...
- Lieben Sie Brahms? - Wie alle, überhaupt nicht.
- Und Chopin? - Furchtbar.
Wonach streben Sie im Leben?
Unsterblich zu werden, und dann... zu sterben.
M. Laszlo Kovacs?
- Sind Sie Claudius Mansard? - Ja, Monsieur Kovacs.
Ich habe angerufen. Man sagte, Sie wären hier.
- Ja, M. Kovacs. - Tony schickt mich.
Ja, M. Kovacs.
Wir kennen uns aus Nizza.
Nein, M. Kovacs.
- Hat man Sie nicht angerufen? - Da war aber die Rede
von einem Rolls Royce.
- Ja, hat aber leider nicht geklappt. - Und nun?
Nun hab ich den.
800.000 Francs
Okay.
Dummerweise bekommen Sie das Geld erst nächste Woche.
Sie sind ein Schuft.
Und Sie, Monsieur Kovacs, was sind Sie?
- Ich gebe das Geld nicht heute. - Auch egal.
- Ist es schon drei Uhr? - Viertel nach.
Kann ich mal telefonieren?
Ist Antonio da?
- Gerade wieder weg. - So ein Mist!
Um vier Uhr ist er im Réaumur oder im Escale.
Um vier Uhr im Escale? Gut, danke.
Vergiss es. Ich hab mein Geld bei mir.
- Schießen Sie mir 10.000 Francs vor. - Nein.
- 5.000. - Nein.
2.500?
Motor aus?
He, Sie da!
Haben Sie den Zündverteiler rausgenommen?
Das für deinen Anruf,
und das für mein Taxi.
Los, schneller!
Die Fußgänger sind egal. Geben Sie Gas!
Geht's nicht etwas schneller?
Paff! Da war der Kotflügel vom Thunderbird weg!
Und ich? Nichts!
Da bin ich geboren.
Gegenüber steht jetzt ein scheußliches Haus.
Die ganze Schönheit des Platzes ist jetzt versaut.
- Ja? - Ja!
Ich habe nämlich Sinn für das Schöne, meine Schöne!
Nein, am Châtelet vorbei!
- Ich komm zu spät. Du bist schuld! - Absolut nicht.
Überholen Sie den 403! Nicht schalten!
Hinter einem 4 CV bremsen?
Jetzt überholt uns sogar noch ein Roller.
Blinken, wir biegen links ab.
- Stopp, bin gleich zurück. - Ja, Monsieur.
Er ist vor 5 Minuten gegangen.
Der Freund, der dir Geld schuldet?
Ja, Antonio Berrutti. Deine Schuld.
Jetzt geht es ums Ganze.
- Warum? - Erklär ich dir später.
Nicht hinter dem 2 CV kleben!
Wo willst du hin? - Zum New York Herald.
Sehen Sie nach vorn! Wozu schreibst du Artikel?
Geld verdienen, von Männern unabhängig sein.
Die kurzen Kleider der Pariserinnen finde ich ordinär.
Da krieg ich doch gleich Lust, ihren Rock hochzuheben.
- Tu dir nur keinen Zwang an. - Stopp!
- Wir kommen wieder. - In Ordnung.
- Du bezahlst nicht? - Komm, beeil dich.
- Wohin? - Zur Champs-Elysées.
Ganz Paris kennt diesen Durchgang.
Ich hasse Taxifahrer, die Angst vor Kratzern im Blech haben.
Die Gestapo hatte diesen Gang zugemauert, damit keiner entkam.
Ich denke an das Mädchen aus France-Soir.
Welches Mädchen?
Die bei ihrem Freund an der Côte d'Azur blieb.
- Du sagtest, du findest das toll. - Ja...
ein normales Mädchen, so etwas ist selten.
Komm mit zur Zeitung.
Nein. Ich geh telefonieren.
Noch zu meinem Schneider, dann hole dich ab.
- Okay. - Ciao, Kleine.
Da kommt sie ja!
- Ich stelle sie dir vor. - Bezaubernd!
Hallo, Patricia.
- Du kommst zu spät. - Halb so schlimm.
- Na, wie lief es? - Gar nicht schlecht.
Ich bringe meine Notizen.
- Unsere neue Starreporterin! - Freut mich!
Mlle. Patricia Franchini?
Ich glaube, sie ist da drüben.
- Miss Franchini? - Yes?
Sprechen Sie Französisch? Kennen Sie diesen jungen Mann?
Nein.
Vorsicht, mein Kind!
Mit der Pariser Polizei scherzt man nicht.
- Ach ja, das ist Michel! - Poiccard?
Ja. Ich habe ihn nicht erkannt. Das ist ein altes Foto.
Jemand hat Sie heute in seiner Begleitung gesehen.
- Wer hat mich gesehen? - Er fuhr einen Ford Thunderbird.
Ja.
- Wo ist er jetzt? - Ich weiß nicht.
Passen Sie auf, mein Kind!
Ich habe ihn nur ein paar Mal gesehen.
Er ist nett, aber ich weiß nicht, wo er wohnt und was er macht.
Kennen Sie ihn schon lange?
Ich habe ihn vor 3 Wochen in Nizza kennengelernt.
Ich hatte Urlaub.
Er ist in Paris, weil ihm jemand Geld schuldet.
Wer? - Weiß nicht. Ein italienischer Name.
Werden Sie Poiccard wiedersehen?
Vielleicht. Manchmal ruft er an, will sich verabreden,
wie heute Morgen.
- Ich weiß nicht... - Ja, ja...
Gut...
- Haben Sie eine Arbeitserlaubnis? - Ja.
Sie wollen keine Schwierigkeiten mit dem Pass bekommen?
Also, falls Sie ihn sehen, hier ist meine Nummer.
Danton 01-00.
Lächelnd winkt Eisenhower...
Hast du deshalb gesagt, jetzt geht's ums Ganze?
Ja, irgendwie schon.
Im Napoléon läuft ein Western. - Ja. Warten wir bis es dunkel wird.
Hallo, Süße!
- Was steht drin? - Ich lese es gerade.
Die Bullen suchen mich. Idioten!
Wo ich doch zu den wenigen gehöre, die sie mögen.
Patricia...
Ich möchte dich streicheln.
Rede doch mit mir!
- Na so was! - Was?
- Du bist verheiratet. - Zeig her!
Ja, das ist lange her. Mit einer Verrückten.
Hat mich sitzen lassen. Oder ich sie, weiß nicht mehr.
Ich liebe dich sehr, Michel.
Wie fühlst du dich in einem geklauten Wagen?
- Und du, nach dem Polizistenmord? - Ich hatte Angst.
Woher weiß die Polizei, dass wir uns kennen?
Sicher hat uns jemand zusammen gesehen und uns denunziert.
- Das ist schlimm. - Was?
Denunzieren ist gemein.
Das ist ganz normal. Denunzianten denunzieren,
Einbrecher brechen ein, Mörder morden,
Liebende lieben sich.
Schau! Wie schön, die Place de la Concorde!
Ja... geheimnisvoll, all diese Lichter.
Dumm, den Peugeot zu behalten. Wir müssen wechseln.
- Was? - Ein anderes Auto.
- Nehmen wir den Cadillac? - Au ja!
Die Schlüssel?
Fahr du. Ich versteck mich. In Garagen stecken die Schlüssel.
Was sage ich dem Pförtner?
Gute Nacht, auf Englisch. Dann wagt er nichts zu sagen.
- Franzosen sind Hasenfüße. - Was heißt "Hasenfüße"?
Angst haben. Hast du auch Angst?
Es ist zu spät, Angst zu haben.
Good night!
Gute Nacht, Madame.
PARIS: POLIZEI AUF DER SPUR VON MICHEL POICCARD
Ich muss unbedingt Antonio finden.
Scheiße, wenn man jemanden sucht, findet man ihn nicht.
Hoppla!
Michel!
Wer war das?
- Gib Gas, Mieze. - Was heißt "Mieze"?
Hast du Antonio gesehen?
Ich sags, wenn ich die Kleine küssen darf.
Das hängt nicht von mir ab,
sondern von ihr.
Er ist mit Zubart nach Montparnasse gefahren.
Carl!
- Wie geht's? - Danke. Ist Antonio nicht hier?
Da kommt er gerade.
- Wer ist das? - Wer? Antonio?
Nein, der da. - Patricia Franchini, Carl Zubart.
Zeig mal deine Socken.
Seidensocken zu einer Tweedjacke!
Ich liebe Seide.
- Geht aber nicht zu Tweed. - Berrutti!
Salut, Amigo.
- Ich lass euch allein. - Bis gleich.
Was willst du? Hast mehrmals angerufen.
Bin in der Klemme. Und zwar richtig!
- Verflucht! Hast du kurz Zeit? - Ja.
- Das ist der Typ. - Was sage ich ihm?
Was du willst. Ich bin gleich wieder da.
Was machen die?
Sie küsst den Typ, er macht ein Foto.
- Wozu? - Wohl um ihn zu erpressen.
- Da bin ich. - Ich komm gleich wieder.
- Wer ist das Mäuschen? - Dumm gelaufen, ich bin verliebt.
Warum lächeln Sie nicht? Ich habe McGregor getroffen.
Monique und ich waren mit ihm bei Adrien.
Vielleicht findet er es fantastisch, was mich aber wundern würde.
1,3 Millionen? Kann ich machen. Von welcher Bank ist dein Scheck?
BNCI.
Zeig her.
- Was machen wir jetzt? - Weiß nicht.
Wo kann ich dich morgen anrufen?
Weiß nicht. Alle Hotels sind voll mit Touristen.
Ich habe eine Freundin in Montmartre.
- Nein, nicht Montmartre. - Montmartre geht nicht.
Warum?
Da hat er zu viele Feinde, Kleines.
Die Schwedin von Zubart?
- In der Rue Campagne-Première? - Ja.
Ruf mich morgen bei ihr an.
Salut! - Ciao, Amigo!
Antonio sagt, wir könnten hier schlafen.
Ja klar. Setzt euch, bin in 5 Minuten da.
Okay. Lächeln...
Lächle!
- Du könntest als Modell arbeiten. - Da muss man mit jedem schlafen.
- Ich denke an etwas. - An was?
Ich zögere noch...
Was hast du vor?
Ich weiß nicht. Sonst würde ich ja nicht zögern.
- Und dein Journalist? Vorbei? - Ja.
Warum hast du ihn begrüßt?
Nur um zu wissen, ob ich noch verliebt bin.
Du machst dir das Leben schwer.
Fertig! Kann ich mit dir fahren?
Okay.
Auf Wiedersehen.
Was legst du da auf?
Das Klarinettenkonzert von Mozart. Stört dich das?
Nein, das hör ich gern.
Ich dachte, du magst keine Musik!
Diese schon. Mein Vater war Klarinettist.
Ach ja?
Ja. Mein Vater spielte genial Klarinette.
- Gehen wir schlafen? - Ja.
Schlafen ist traurig.
- Da muss man sich trenn... - "Sich trennen".
Sich trennen.
Man sagt: "zusammen schlafen", aber das stimmt nicht.
Patricia!
Was gibt's?
Nichts.
Patricia! Komm mal her!
Hol den France-Soir und eine Flasche Milch.
Wie spät ist es?
Fünf Uhr.
Dauernd besetzt!
- Michel! - Was ist?
- Nichts... - France-Soir!
Ich sehe dich nur an.
Versuchen Sie Ihr Glück! Kaufen Sie ein Los!
Einen Scotch.
- Hab' ich nicht. - Dann einen Kaffee.
Danton 01-00.
Inspektor Vital, bitte.
Hallo?
Patricia Franchini.
Der junge Mann, den Sie suchen... Ich habe ihn eben gesehen.
Er ist in der Rue Première-Campagne, 11.
Ja. Rue Campagne-Première, 11.
Hallo? Hallo?
- Hast du Durst? - Nein.
Antonio kommt gleich. Er hat eben angerufen.
Wir fahren nach Italien!
Ich kann nicht.
Aber klar! Ich nehme dich mit.
Berrutti leiht mir seinen Simca Sport.
Motor Amedeo Gordini!
Ich habe die Polizei angerufen und gesagt, dass du hier bist.
Hast du 'nen Knall? Geht's noch?
Ja, es geht mir sehr gut.
Nein, es geht mir nicht gut.
Ich habe keine Lust mehr, mit dir wegzufahren.
Ja, ich hab's gewusst.
Ich weiß nicht.
Wir haben viel geredet. Ich von mir, du von dir.
Du hältst mich für blöd.
Du hättest von mir reden sollen. Und ich von dir.
Ich will nicht in dich verliebt sein.
Deshalb habe ich die Polizei angerufen.
Ich bin hier geblieben,
weil ich sicher sein wollte, ob ich in dich verliebt bin,
oder ob ich es nicht bin.
Und dass ich so gemein zu dir bin,
ist der Beweis, dass ich nicht verliebt bin.
Sag das noch mal!
Und dass ich so gemein zu dir bin,
ist der Beweis, dass ich nicht verliebt bin.
Es heißt, es gäbe keine glückliche Liebe.
- Das Gegenteil stimmt. - Würde ich dich lieben...
- Es ist zu kompliziert. - Aber im Gegenteil...
Es gibt keine unglückliche Liebe.
Ich will kein Gerede der Leute.
- Ich bin unabhängig... - Vielleicht liebst du mich...
Du glaubst es zu sein, bist es aber nicht.
Deshalb habe ich dich verraten.
Ich bin dir überlegen.
Nun bist du gezwungen wegzugehen.
Du bist total verrückt!
Deine Argumente sind jämmerlich.
Wie die Frauen, die mit jedem schlafen,
nur nicht mit dem, der sie wirklich liebt,
mit der Begründung, dass sie mit jedem schlafen.
Warum gehst du nicht?
Ich habe mit vielen geschlafen. Rechne nicht mit mir.
Geh, Michel! Worauf wartest du noch?
Nein, ich bleibe. Bin schlecht drauf.
Und zudem hab ich Lust auf den Knast.
Du bist verrückt!
Ja...
Dort wird niemand mit mir reden...
- Ich werde die Wände anstarren. - Du hast...
Verdammt, Berrutti!
Berrutti!
Salut, Amigo! Warte, ich parke.
- Hau ab, die Bullen! - Dein Geld...
Die Amerikanerin hat mich verraten.
- Komm. - Nein, fahr los!
- Sei nicht blöd, steig ein! - Nein, ich bleibe.
Ich hab die Nase voll.
Ich bin müde. Ich will schlafen.
Spinner. Steig ein!
Nein, die Polizei juckt mich nicht.
Ich sollte sie einfach vergessen. Aber das schaffe ich nicht.
Willst du meine Knarre?
Nein.
- Sei nicht blöd. - Hau ab!
Ich bin wirklich zum Kotzen.
Was hat er gesagt?
Er hat gesagt, dass Sie wirklich zum Kotzen sind.
Was heißt "zum Kotzen"?
Untertitel: Regine Herrmannsdörfer Eclair Media
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