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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
Wo willst du hin?
Warum bist du wie ich?
Wer bist du? Du hast mein Leben zerstört!
Wie fühlen Sie sich?
Ich weiß nicht. Nicht gut.
-Wie lange... -Ganz ruhig.
Ich wollte zurück.
Tut mir leid, dass ich so lange weg war. Ich musste wissen...
Sie waren nur zehn Minuten weg.
SIE KENNEN SICH NICHT
War das gestern auch so?
Was?
Waren Sie danach auch so hungrig?
Keine Ahnung.
Ja. Haben Sie noch mehr?
Nein, tut mir leid. Ich wohne nicht hier.
Ich habe nur das, was ich heute Morgen gekauft habe.
-Wenn ich gewusst hätte... -Es waren doch nicht nur zehn Minuten.
Neun Minuten und 17 Sekunden, um genau zu sein.
Dort sind fast drei Tage vergangen.
In diesem Universum vergeht die Zeit schneller als in unserem.
Wie war's? Haben Sie sie gesehen?
Ja.
Aber es war nicht gut.
Sie zu sehen?
Doch. Sie zu sehen, sie zu umarmen...
Bei ihnen zu sein war fantastisch.
Aber es ging zu schnell. Und...
-Was? -Ich konnte den Unfall nicht verhindern.
Es war alles umsonst.
-Das mit dem Schlüssel? -Ich dachte, wenn ich ihn Elisa gäbe...
Wenn er ihn ihr gäbe, gäbe es keinen Unfall.
-Es hat nicht funktioniert? -Es ist wieder passiert. Genau dasselbe.
Jan, Elisa, Carla... Und wieder war es meine Schuld.
Ich wollte eingreifen. Aber das hätte ich nicht tun dürfen, oder?
Das, was Sie getan haben,
hat verursacht, was in diesem Universum passiert ist.
Genau diese Details brauche ich von Ihnen.
Ich verstehe es nicht. Ich verstehe gar nichts.
Es ist normal, dass Sie verwirrt sind.
Aber...
Es gab etwas, dass mich noch mehr verwirrt hat.
Ich selbst.
Warum?
Weil ich ein Idiot war!
Ich erkannte mich nicht wieder. Ich sah zwar aus wie ich, aber...
Dieser Anzug gehört ihm.
Daran erkennt man doch, wie er ist. Ich würde niemals so einen Anzug kaufen.
Übrigens scheint alles, was ich trage, mit mir zu reisen.
Bleiben wir beim Thema.
Was ich sagen will... Er war ich, aber nicht wie ich.
Wissen Sie warum?
Òscar, ein Freund von mir...
Na ja, der Òscar in diesem Universum war im Grunde derselbe.
Er sagte etwas, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht.
"In Extremsituationen reagiert das Gehirn mit Halluzinationen,
die absolut echt wirken."
-Das stimmt. -Bilde ich mir das alles nur ein?
Nein, nein.
War alles an diesem Universum negativ?
Absolut alles. Sie sind wieder gestorben!
Na ja, außer, dass ich mit Elisa und Carla gesprochen und Jan gesehen habe.
Ich konnte ihnen sagen... Nein, da war noch etwas Positives.
-Mein Vater hat gelebt. -Ist er kürzlich gestorben?
Nein, vor langer Zeit. Vor neun Jahren.
Merkwürdig.
Irgendetwas muss dafür gesorgt haben, dass er überlebt hat.
Warum sollte Ihr Vater leben?
Das frage ich mich auch.
-Denken Sie nach. -Worüber?
Was war vor neun Jahren, als Ihr Vater starb?
Damals standen Sie sicher an einer Weggabelung.
Einer Weggabelung?
Tere wird dir helfen, okay?
MÄRZ 2007
Ich habe ein Bild für Opa gemalt, Oma.
Das ist schön.
Gibst du es ihm?
-Wem? -Opa.
Da sitzt er doch. Gib du es ihm.
Nein, nicht Opa Joan. Opa Manel.
Nein. Du musst es ihm nicht geben.
Warum nicht?
Weil... Weil Opa...
Komm her, Carla. Komm her.
Opa Manel hat uns verlassen.
Warum?
Er ist gestorben.
-Wohin ist er gegangen? -Das wissen wir nicht.
-Kommt er wieder zurück? -Nein.
Er wird mein Bild also nie sehen?
-Nein. -Ich will aber, dass er es sieht.
Opa lebt jetzt in uns. In unseren Gedanken.
-Wir werden uns immer an ihn erinnern. -Aber wie kann er mein Bild sehen?
Hör zu...
Schließ deine Augen und denk ganz fest an Opa.
Und dann sagst du: "Hier, Opa. Da ist für dich."
"Hier, Opa. Da ist für dich."
Sehr gut.
-Hat er es gesehen? -Ganz bestimmt.
Was hat Oma?
Tut mir leid, Mama.
Du würdest ihnen gerne sagen, dass Papa im Himmel ist...
Das ist es nicht.
Was ist es dann?
Ich will es dir ja sagen, aber...
Ich habe es deinem Bruder gesagt, aber er hat mich ignoriert.
Er meinte, das wäre jetzt nicht wichtig.
Für ihn vielleicht nicht, aber für mich.
Du machst mir Angst.
Warst du vorgestern zu Hause, als ich angerufen habe?
Es muss morgens um 8:45 Uhr gewesen sein. Warst du da?
Na los, wir kommen zu spät.
Ich wollte nicht auf dem Handy anrufen, aber das hätte ich tun sollen.
Ich weiß nicht, wovon du redest, Mama.
Dein Vater war ohne seine Herztabletten zur Arbeit gegangen.
-Und... -Ich rief an, weil du sie hattest.
Aber du gingst nicht ran.
Ich habe dich nicht erreicht. Dein Bruder musste weg und ich zum Frisör.
-Zum Frisör. Mein Gott. -Mama, bitte.
-Verstehst du denn nicht? -Was?
Dass ich den Rest meines Lebens damit leben muss.
Womit?
Hätte ich ihm die Tabletten gebracht und wäre ich nicht zum Frisör,
würde er vielleicht noch leben.
Das ist doch absurd, Mama.
Absurder, als sich die Haare färben zu lassen,
während dein Mann wegen dir einen Herzinfarkt hat?
Er hat die Tabletten vergessen. Es ist nicht deine Schuld!
Wie soll ich ohne ihn nur leben? Dieser Gedanke bringt mich um.
Du darfst an so etwas nicht denken, Mama.
Aber wie?
Vielleicht wäre Papa auch trotz der Tabletten gestorben.
-Vielleicht aber auch nicht. -Das werden wir nie erfahren.
Eben.
-Was machst du ganz alleine hier? -Nichts.
-Was hat deine Mutter gesagt? -Sag ich dir später. Eine ihrer Phobien.
-Sie hat Angst. -Mehr als das.
-Was meinst du? -Ist schon gut. Es ist nichts.
Die nächste Zeit wird schwierig. Sie waren so viele Jahre zusammen.
-Die arme Frau. Das ist ganz normal. -Es wird hart für sie werden.
-Wir alle helfen ihr. -Pere will, dass sie mit zu ihm kommt.
Ja, ich habe gerade mit Tere gesprochen. Danach kommt sie dann zu uns.
-Ist das okay für dich? -Ja, natürlich.
Mal sehen, ob wir das aus ihrem Kopf bekommen.
Was?
-Sie denkt, es wäre ihre Schuld. -Ach so.
Die Sache mit den Tabletten, oder?
-Dir hat sie es auch erzählt? -Ja. Das ist normal.
Wenn so etwas passiert, fühlen wir uns doch immer irgendwie schuldig.
"Wenn ich sie ihm gegeben hätte, ihn angerufen hätte."
"Wenn ich ihn am Morgen nicht so abgelenkt hätte."
"Wenn ich bei seinem Antrag nicht Ja gesagt hätte."
"Wenn ich ihm nie begegnet wäre."
Wenn ich dir nie begegnet wäre...
Wie wäre ich dann?
Das weiß man nie. Vielleicht wärst du glücklicher.
Nein.
Wenn ich mich in ihre Lage versetze, verstehe ich ihren Schmerz.
Versprich mir etwas.
Etwas, das ich halten kann?
Versprich mir, dass du nach mir stirbst.
-Eduard? -Ja?
-Der Personalleiter will Sie sprechen. -In seinem Büro?
-Nein, er kommt zu Ihnen. -Gut.
Der Vorstand hat es genehmigt.
Ich kann Ihnen ein Angebot machen.
Der kaufmännische Leiter geht in den vorzeitigen Ruhestand.
Wir wollen einen von uns. Sie wurden ausgewählt.
Gratuliere, Eduard. Hier sind die Konditionen.
Mein Beileid wegen Ihres Vaters.
Ich konnte nicht zur Beerdigung kommen.
-Ich fühle mit Ihnen. -Vielen Dank.
Was hatte er?
Es ist ziemlich traurig. Es hat uns alle überrascht.
Er hatte ein schwaches Herz, aber so plötzlich, mit nur 60 Jahren.
-Und ohne Vorwarnung... -Ja.
-Und Ihre Mutter? -Es geht ihr furchtbar.
Sie ist ein paar Tage bei uns. Die Kinder lenken Sie ab.
Tja, das Leben ist ein Glücksspiel.
Gerade sind wir noch da und dann nicht mehr.
Aber genauso, wie es Ihnen manchmal übel mitspielt,
belohnt es sie manchmal auch, nicht wahr?
Machen Sie das Beste daraus.
Wie sagt man so schön? "Carpe diem", Eduard.
Wie auch immer. Meinen Glückwunsch, Eduard.
Sie haben es verdient.
Lass uns ein bisschen feiern. Das wird deine Mutter ablenken.
-Weiß sie es? -Ich habe es ihr noch nicht gesagt.
Warum?
-Weil ich noch nicht zugesagt habe. -Was meinst du?
-Den Job. -Was?
Ich will darüber nachdenken.
Das willst du seit Jahren. Was gibt's da nachzudenken?
Ich werde viel mehr zu tun haben.
-Ja. -Den ganzen Tag Meetings, Konferenzen...
Willst du das nicht?
Ganz ehrlich? Momentan nicht.
Bist du sicher?
Keine Ahnung.
Ich bin nicht überzeugt.
Ich bin vielleicht ein bisschen depressiv.
-Wirklich? Du hast nichts gesagt. -Es ist nicht schlimm.
Aber seit dem Tod meines Vaters ist alles so...
"Kaufmännischer Leiter", das klingt so lächerlich.
Ich werde absagen.
Tust du das für dich? Oder für uns und die Kinder?
Für uns alle.
Tue ich denn das Richtige, wenn ich das Gehalt ablehne?
Hatten wir je das Ziel, reich zu werden?
Na ja, seien wir ehrlich...
Ich weiß nicht, wovon du redest.
Ich finde es gut.
Aber bezahlen musst du heute trotzdem.
Okay.
Und wenn Oma und die Kinder im Bett sind, nehmen wir ein Bad.
-Klingt das gut? -Das klingt fantastisch. Carpe diem.
Ich liebe dich.
Für immer.
Ja.
Eine Weggabelung.
Denken Sie nach.
Na los, wir kommen zu spät.
Was wäre passiert, wenn Sie ans Telefon gegangen wären?
Kümmere dich um deinen Bruder, Carla.
Ja? Hallo, Mama.
Ich bin spät dran.
Es macht nichts, wenn er sie mal einen Tag nicht nimmt.
Na schön, ich bringe sie ihm. Okay, bis bald. Wiederhören.
Papa, Mama ist wütend. Sie sagt, ohne sie würdest du sie nie nehmen.
Eines Tages kippst du noch um.
Sie sollte sich keine Sorgen machen. In drei Monaten ist alles vorbei.
Wirklich? Warum?
-Ich gehe in den Ruhestand. -Wirklich?
Dann kann sie mich den ganzen Tag nerven. Sie wird es früh genug bedauern.
Macht Seniorenreisen.
Halt die Klappe, so alt bin ich noch nicht.
Dazu ist es zu früh.
Als sie es mir mitteilten, hatte ich so ein Gefühl, dass...
Schon gut. Hier, deine Tabletten.
All die Jahre habe ich darauf gewartet, dass ich aufhören kann.
Und jetzt, da es so weit ist... Sieh mich an.
Ich nehme eine Herztablette. Wie ein sterbender Mann.
Mach nicht so ein Drama, Papa. Ich komme zu spät. Wir sehen uns, ja?
-Warte, eine Sekunde. -Was?
Gib mir einen Drücker, okay?
Warum?
Weil ich dein Vater bin. Und du mein Sohn. Fällt dir das so schwer?
Genieß das Leben, solange du jung bist. In vier Tagen ist alles im Eimer.
Carpe diem.
Was?
Ach, nichts. Und jetzt Schluss. Mach's gut.
Sagt Opa Tschüss.
Mach's gut! Und deine Tabletten?
Ja, die Tabletten. Ich habe sie.
-Bis dann, Opa! -Bis dann!
-Eduard? -Ja.
Der Personalleiter will Sie sprechen.
-In seinem Büro? -Nein, er kommt zu Ihnen.
Gut.
Der Vorstand hat es genehmigt. Ich kann Ihnen ein Angebot machen.
Was für eins?
Der kaufmännische Leiter geht in den vorzeitigen Ruhestand.
Wir wollen einen von uns. Sie wurden ausgewählt.
Gratuliere, Eduard. Hier sind die Konditionen.
Danke. Was für eine Überraschung!
Ja, in der Tat.
Lesen Sie es sich durch und geben Sie uns baldmöglich Bescheid.
Morgen?
Ja. So ein Angebot würde wohl kaum jemand ablehnen.
Wie auch immer...
-Meinen Glückwunsch, Eduard. -Danke.
Roser!
Reservieren Sie einen Tisch für zwei in dem Restaurant,
das der Generaldirektor empfohlen hat.
Du kommst spät. Wo warst du?
Hilf mir mit Jans Essen.
Lass alles stehen und zieh dich um. Wir gehen essen.
Jetzt? Aber es ist schon nach 21 Uhr.
Ich habe für 22:30 Uhr einen Tisch reserviert.
-Und die Kinder? -Ich habe Clara angerufen.
-Sie passt auf sie auf. -Clara?
Meine Mutter hat keine Zeit.
Wegen Papa. Wegen seines Ruhestandes.
Mir ist nicht danach. Können wir das verschieben?
Tut mir einen Gefallen und sei still! Ich kann nicht alles machen.
Genug jetzt! Schluss! Hört endlich auf, klar?
Hört auf oder es gibt Ärger!
-Herrgott noch mal, genug! -Eduard!
Ich komme überglücklich nach Hause, und du machst mich dumm an.
Was meinst du?
Ich bin befördert worden.
Warum sagst du nichts?
Warum führe ich dich wohl in Barcelonas Top-Restaurant aus?
Du hast nicht angerufen.
Ich wollte dich nicht bei der Arbeit stören.
Das ist eine große Sache.
Elisa, ich bin überglücklich.
Das ist für uns alle großartig. Und du...
Was? Ich bin müde vom Unterricht.
Ich habe gekocht. Du weißt, ich hasse das.
Die Kinder sind total überdreht. Was vermutlich am Frühling liegt.
Und du kommst spät, weil du mit Kollegen gefeiert hast.
-Ist das dein Ernst? -Ist ja gut.
Tut mir leid. Ich bin zu weit gegangen.
Zieh dich um. Lass uns feiern.
-Ich bin echt nicht in Stimmung. -Ich habe mich doch entschuldigt.
Hast du angenommen?
Was? Den Job? Natürlich, warum fragst du?
Warum? Was denkst du denn?
Du hättest wenigstens mit mir reden können.
Eduard! Gratuliere!
Hallo! Danke.
-Du freust dich sicher. -Ja, riesig.
-Die süßesten Kinder der Welt! -Hallo!
Hallo, Schätzchen.
Und wo ist Elisa?
-Willst du das nicht? -Sie fühlt sich nicht wohl, sie...
Möchtest du mit mir essen gehen?
Ja.
Manchmal stehen wir im Leben vor einem Dilemma.
Oder einem kleinen, unbedeutenden Konflikt.
Zum Beispiel, wenn wir entscheiden müssen, welche Straße wir nehmen.
Man wählt einen bestimmten Weg anstatt eines anderen.
Dort trifft man jemanden, den man Jahre nicht gesehen hat.
Man redet, kurz darauf heiratet man und bekommt Kinder.
Wenn Sie diesen Weg nicht gewählt hätten, wären Sie ihr nie begegnet...
...und vielleicht noch Single.
Ist Ihnen das auch passiert?
Was?
Haben Sie Entscheidungen getroffen, die Ihr Leben verändert haben?
Haben Sie dadurch die Liebe Ihres Lebens getroffen oder verloren?
Mein Leben galt der Wissenschaft. Ich hatte nur wenige Freunde.
Und die, die ich hatte,
sind schon so lange tot, dass ich mich kaum erinnere.
Wie traurig.
Oder auch nicht.
So hat man nichts zu verlieren.
Ja, das ist wahr.
Wie war es?
Was?
Die Weggabelung, die Sie zu ihr geführt hat?
Das wird Sie langweilen.
Ganz bestimmt nicht.
-Sind Sie nur neugierig? -Nein, nicht nur das.
Was ist es dann?
Für eine Person, deren Liebe und Leidenschaft...
...der Mathematik, der Physik und der Wissenschaft galt,
ist nichts aufregender als leidenschaftliche Liebesgeschichten.
Von einem Menschen zum anderen.
Weil sie komplexer sind als die komplexesten Gleichungen.
"Von einem Menschen zum anderen". Was sind Sie, ein Roboter?
Das dachten einige meiner Schüler auch. Im Ernst.
Wissen Sie, wie ich genannt wurde? Nicht Dr. Everest.
-Sondern? -"Colder Everest."
Kälter als der Everest.
-Das war mein Ruf. -Stimmte es denn?
Es gibt Leute, die unter einem eiskalten Äußeren
ein glühendes Feuer verbergen.
Wollen Sie anfangen?
Was bringt es mir, von meinem Leben zu reden?
Es zeigt Ihnen, welche Weggabelungen Sie hierhergeführt haben.
Für den Fall, dass Sie weitere Momente und Universen besuchen möchten.
FAKULTÄT FÜR POLITOLOGIE
UND SOZIOLOGIE
OKTOBER 1991
In Makroökonomie versage ich definitiv.
Ja, so wie in Statistik. Du hattest 8,75 Punkte.
Der Kerl hasst mich.
Als ich sagte, Olof Palme sei wegen seiner Ansichten ermordet worden
und das Solow-Modell infrage...
-Hör auf, Edu. -Sein Blick hat mich fast getötet.
-Genug, ich hab's eilig. -Was ist das?
Ein Flyer für ein Casting. Kommst du mit? Ist bei den Geisteswissenschaften.
-Was spielst du? -Ein wenig Klavier, aber ich werde singen.
-Wie bitte? -Wieso? Ich bin ein toller Sänger.
Du spielst doch Gitarre. Sie suchen einen Gitarristen.
Du spinnst.
-Ich treffe Clara wegen ihrer Notizen. -Das kannst du später noch.
Du lernst den ganzen Tag. In der Bibliothek oder zu Hause.
Was ist das für ein Leben? Komm schon, hab etwas Spaß.
-Ich weiß nicht. -Komm schon, bitte. Komm mit.
Na los.
Wir sehen uns.
-Òscar! -Komm.
VERANSTALTUNGSSAAL
Hier, nimm.
-Wem gehört die? -Weiß nicht.
Spiel einen deiner Songs. Das haut sie um.
Nein, ich mache das nicht, Òscar.
-Edu, du bist ein toller Gitarrist. -Òscar! Nein, Mann!
-Ich warte auf dich. -Nein...
Òscar! Scheiße.
Entschuldigung.
Oh, bist du der Gitarrist? Ich habe dich gesucht.
Hier, das sind die Noten. Kommst du?
-Was? -Komm, wir sind spät dran.
-Nein, ich... -Beeil dich!
Nein, hör zu...
Danke. Danke. Das genügt.
Ihr auch?
Ja.
Na dann, ab mit euch.
-Nein, ich... -Komm schon!
Okay.
Sie streicht ihr Haar weg
Und mit etwas Glück Sehe ich noch einmal ihre Augen
Ich kann den Schmerz derer nicht verhindern
Die direkt ins Licht blicken
Das Glück ist trügerisch Selbst wenn es das Licht berührt
Ich will nicht sagen, dass ich es mag
Falls sich alles in Rauch auflöst
Wenn das nicht die Liebe ist Die meinen Bauch mit Schmetterlingen füllt
Sondern das Leben und ich es ziehen lasse Jetzt, da es vor mir steht
Siehst du das?
Es könnte Jahre, Minuten Oder drei Wochen anhalten
Doch in dieser Sekunde Steht meine Zukunft auf dem Spiel
Wenn das nicht die Liebe ist Die meinen Bauch mit Schmetterlingen füllt
Sondern das Leben und ich es ziehen lasse Jetzt, da es vor mir steht
Ich will nicht wieder in die Falle gehen Es wäre besser, nichts zu tun
Ich will mich nicht wieder verlieben
Will mich nicht verlieben
Nein, ich will nicht, und dennoch...
Das Glück ist trügerisch und vergänglich Selbst wenn man es festhält
Ich will diesen Moment 1001 mal erleben
Bevor er sich...
In Rauch auflöst
Danke, vielen Dank. Ruhe, bitte.
Wie heißt du und was studierst du?
Elisa Montcalm. Kunstgeschichte im zweiten Jahr.
-Du stehst nicht auf der Liste. -Ich habe mich gerade erst eingetragen.
-Okay. Und deine Begleitung? -Meine was?
-Du. Wie heißt du? -Nein, ich...
Du würdest gut zu uns passen. Wir brauchen einen Gitarristen. Dein Name?
-Eduard Marina, Ökonomie, aber ich... -Danke. Also gut.
Das Casting ist vorbei. Wir melden uns in den nächsten Tagen, ja?
Vielen Dank euch allen.
Wir waren wirklich gut.
Wetten, dass sie uns nehmen?
Wollen wir das feiern?
"Deine Begleitung." Ich dachte nur "Meine was"?
-Warum hast du nichts gesagt? -Ich hatte keine Wahl!
Du hast mich mit der Gitarre gesehen und auf die Bühne gezerrt.
"Hier sind die Noten." Und schon standen wir auf der Bühne.
Sie nehmen dich bestimmt. Sie brauchen einen Gitarristen.
Aber er hat dich angestarrt. Oder dir zugehört. Oder beides.
-Wer? -Dieser Kerl, der Leiter.
-Er konnte es nicht verbergen. -Er ist ein sehr guter Musiker.
-Kennst du ihn? -Nein.
Lluís Antic. Komponist und Songwriter. Er hat früher tolle Songs geschrieben.
-Du wirst bestimmt seine Muse. -Ja, sicher.
Du wirst ein Album mit seinen Songs aufnehmen.
Er hat aufgehört, als er hier als Lehrer angefangen hat.
Ich sehe das Album vor mir. Es heißt wie der Titelsong.
"Endlich habe ich dich gefunden."
Das neue Album von Lluís Antic,
mit der neuen Starsängerin, der umwerfenden Elisa...
-Wie war dein Nachname? -Montcalm?
Elisa Montcalm. Das ist kompliziert. Du brauchst einen Künstlernamen.
-Montcalm, Clammont... -Was machst du?
Das sind Anagramme deines Namens. Du kannst damit nicht auf Tour.
-Du spinnst doch. -Lach mich nicht aus.
Und du? Du bist so ein begabter Musiker und studierst Ökonomie?
-Ist das nicht öde? -Ich sag dir mal etwas.
Was?
Ein Künstler braucht einen guten Manager. Jemand, der sich mit Zahlen auskennt.
-Du wirst mein Manager sein. -Klar!
Nicht nur der alte Sack hat auf dich gewartet.
Ich, der junge Unternehmer, der dich reich und berühmt macht,
habe auch auf dich gewartet.
-Es geht dir nur ums Geld. -Klar.
Wer sagt, dass du besser mit Zahlen umgehen kannst?
Oh, ich bitte um Entschuldigung.
Du bist einer von denen, die glauben,
dass Mädchen nur mit der Hilfe eines Kerls etwas erreichen können.
Wir sind nur hübsch anzusehen. Ihr macht die Arbeit und uns erfolgreich.
Denkst du das?
Nein, nein, überhaupt nicht. So war das nicht gemeint.
Das war nicht die Absicht.
Ohne dich als Manager würde ich nichts erreichen?
Nein! Ja!
Ja. Hör zu, ich bin kein Chauvi. Ganz und gar nicht.
Du dachtest... Es war ein Witz.
Elisa!
Clara! Hallo! Wie schräg ist das denn?
-Studierst du hier? -Ja, Ökonomie. Mit diesen beiden.
Ihr kennt euch also?
-Hallo, wie geht's? -Hallo.
-Ich bin Òscar. -Hallo.
-Ich habe dich singen sehen. Du warst... -Ihr habt alle umgehauen.
Was du auch mir zu verdanken hast.
-Ach ja? -Ja.
-Hast du es ihr nicht gesagt? -Was?
Er hat dich nur wegen mir begleitet.
-Und die Gitarre gehört mir, du Depp. -Ist das eine Verschwörung?
-Ich habe ihn vorhin erst getroffen. -Du solltest nur spielen.
Für dieses himmlische Geschenk ist das Schicksal verantwortlich.
-Du warst fantastisch. -Ich glaube nicht an Schicksal.
-Ich auch nicht. -Nein?
-Nein. -Wie unromantisch.
-Ihr seid also Freundinnen? -Ja, wir waren auf der gleichen Schule.
Nicht in der gleichen Klasse,
aber in der Pause haben wir immer zusammen gespielt.
-Mit Puppen? -Rugby.
Sehr gut.
Ja, Fußball war nichts für uns.
Ja.
Ich liebe Rugby.
-Mein Gott, Woody Allen. -Ich hätte noch mal drei sehen können.
-Mir hat es auch gefallen. -Wirklich?
Ja, ich habe viel gelacht.
-Klar. -Ja.
Aber ich hätte nicht alle hintereinander sehen müssen.
-Du hast sie noch nie gesehen? -Nein.
-Keinen einzigen? -Nein.
-Òscar. -Was?
Du schon, oder?
Hat es dir nicht gefallen?
Doch, aber es sind keine Komödien, sondern sehr traurige Geschichten.
In Hannah und ihre Schwestern ist die Hauptfigur die Stärkste der Familie.
Aber sie weiß am wenigsten. Sie wird von allen hintergangen.
Vielleicht ist sie deshalb so stark.
Hey, wollt ihr etwas trinken gehen?
-Warum nicht? -Ja.
Ich muss gehen. Mein Vater macht sich sonst Sorgen.
Wohnst du hier? Soll ich dich heimbringen?
-Ich nehme den Zug. -Ich wohne in der Nähe des Bahnhofs.
Dann bringe ich dich nach Hause.
Okay.
-Bis dann. -Bis dann.
Schlaft gut.
-Okay, wir sehen uns morgen. -Bis dann.
-Nacht. -Macht's gut.
Macht's gut.
-Gehen wir? -Gehen wir? Okay.
-Okay. Ich will einen... Sollen wir? -Ja, ja, ja.
Gut, dass ich angerufen habe. Er war schon besorgt.
Er macht sich gerade ein Omelett.
Mehr kann er nicht kochen. Der arme Mann.
Ich kann auch kaum kochen.
Lebt deine Mutter nicht bei euch?
Sie ist gestorben. Vor fast zwei Jahren.
-Verdammt. Tut mir leid. -Ist schon gut.
Mit der Zeit kommt man darüber hinweg. Aber mein Vater tut sich sehr schwer.
-Glaube ich. Standen sie sich sehr nahe? -Sehr.
Es war so eine Beziehung, in der der Mann nichts tut,
ohne die Frau vorher um Erlaubnis zu bitten.
Und ich bin Einzelkind.
Ich muss Tochter, Frau und Mutter gleichermaßen sein.
-Die Stärkste der Familie? -Ja.
Darum geht mir der Film so nahe.
Hannahs zwei Schwestern sind schwach, unsicher und widersprüchlich.
Sie ist die erfolgreiche Frau. Sie ist stark und leistungsfähig.
Aber am Ende macht sie diese Überlegenheit erst recht bemitleidenswert.
Kälte und Gefühllosigkeit machen dich nicht stark.
Siehst du dich denn so? Kalt und gefühllos?
Du etwa nicht? Wie siehst du mich denn?
Ein kalter und gefühlloser Mensch kann nicht so singen wie du.
Wie singe ich denn?
Du strahlst große Leidenschaft aus. Und Wärme.
-Du wirkst sehr sensibel. -Wirklich?
Ja. Hier wohne ich.
Gut. Also dann...
Macht es dir sehr zu schaffen?
-Was? -Der Tod deiner Mutter.
Warum fragst du?
Weil du dir vielleicht deshalb diese Rolle auferlegst.
-Welche Rolle? -Die der starken, unerschütterlichen Frau.
Warst du vor ihrem Tod auch so?
-Ich sollte jetzt gehen. -Jetzt?
Der nächste Zug kommt erst um 6 Uhr.
Aber ich... Ich wollte nur...
Ich fand es sehr schön mit dir.
Ich kenne dich erst kurz, aber...
Nicht doch. Bitte keine kitschigen Anmachsprüche.
Es sollte nicht kitschig sein.
"Es ist, als würde ich dich schon mein ganzes Leben kennen."
Wolltest du das sagen?
Und mir dann die chinesische Legende vom roten Faden erzählen?
Die kommt aus Japan, glaube ich.
Ist schon gut.
Bis dann.
Machen wir es lieber richtig.
Die Sache ist die, ich hatte recht.
Inwiefern?
Mein Spruch war nicht kitschig.
Es ist ein klischeehafter Spruch. Aus einem klischeehaften Film.
Ich weiß. Aber es war irgendwie besser.
Endete die Szene nicht mit dem Kuss?
Nein. Da gab es noch dieses eine, witzige Detail.
Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke, war es nicht nur witzig. Es war...
Bedeutungsvoll. Übersinnlich.
Ja, übersinnlich.
Der rote Faden.
Bitte fahren Sie fort, Eduard.
Nicht schlecht für den ersten Kuss.
Auch ein kitschiger Spruch,
aber wenn man bedenkt, welche Folgen er hat,
irgendwie auch nicht.
Der Spruch, meine ich.
Möchtest du etwas sagen?
Was heißt wohl "der erste Kuss"?
Dass weitere folgen werden, oder?
Ist dir das egal?
Okay, ich sollte jetzt gehen.
Nein, nicht. Es war nicht kitschig.
-Ja, ja. -War es nicht, Elisa Montcalm.
-Eduard Marina. -Die Montcalms aus Súria?
Die Marinas aus Sant Cugat?
Du etwa auch?
Ich auch was? Du tust mir weh!
Entschuldige. Erkennst du mich nicht?
-Was? -Ich meine... Wow!
-Du bist... -Wer bin ich?
Es war kein schlechter erster Kuss. Weil es nicht der erste war.
Verstehe ich nicht. Und es tut mir leid. Jetzt habe ich wohl meinen Zug...
Das gefällt dir wohl.
Du bist es! Sieh dir das an, ich habe Gänsehaut!
Ich sollte mich wohl geschmeichelt fühlen, aber das ist schräg.
Du benimmst dich gerade wirklich komisch.
Du erinnerst dich wirklich nicht?
-Ich weiß nicht, wovon du... -Von der Hochzeit!
Meines Vaters Cousin und deine Verwandte. Vor mindestens zehn Jahren!
Im Norden, in Cal Pau. Dein Vater kommt von dort?
-Ja, aber... -Du erinnerst dich wirklich nicht?
Was?
Du warst der Idiot, der zu mir gesagt hat...
Du bist eine blöde Kuh. Total blöd.
Du entschuldigst dich sofort bei dem Mädchen.
Sie hat mir die Zunge rausgestreckt!
Und darum schubst du sie und nennst sie eine blöde Kuh?
Ja.
Sie hat dir sicher nicht grundlos die Zunge rausgestreckt.
Hast du sie angestarrt? Ja oder nein?
Geh und entschuldige dich. Und dann tanzt du mit ihr.
Was? Auf keinen Fall!
Tu, was ich sage. Oder du hast eine Woche Fernsehverbot.
Glaubst du an Schicksal?
-Gar nicht. Du etwa? -Wie würdest du das sonst nennen?
-Zufall. -Ja.
-Ich habe mich nicht mal daran erinnert. -Ich mich auch nicht. Erst jetzt.
Ohne Erinnerung ist es nicht wahr.
Aber jetzt erinnern wir uns. Also ist es wahr.
Du bist wahr. Du bist jetzt hier, oder?
Ich weiß, dass ich lange von dir geträumt habe.
-Nicht jede Nacht, aber fast. -Ja, klar.
Erinnerst du dich noch?
Ich erinnere mich an das "blöde Kuh". Aber nicht an den Kuss.
Wohl einer auf die Wange.
Nein. Ich weiß noch, wie es sich angefühlt hat.
-Wie bitte? -Es war feucht.
Deine Lippen waren voller Speichel.
-Aha. -Das hat mich so angemacht.
-Wir waren 10! -Na und?
Ich war damals schon so.
Ja, klar. Und was noch?
Scheiße.
Was mache ich jetzt?
Bleib bei mir.
Oder ich bei dir. Was willst du denn tun?
An einen Ort gehen, den du magst.
Einen Ort, den ich mag? Hier in der Nähe?
Wo auch immer.
Gibt es denn keinen?
Doch, aber es ist ein bisschen weit. Und es ist dunkel.
Es ist beinahe Vollmond.
-Gehst du gern spazieren? -Ich liebe es.
Und wir haben sieben Stunden bis zum nächsten Zug.
-Ist dir kalt? -Ich will etwas essen.
Gut. Und dann zeige ich dir, wohin ich gehe, wenn mich was bedrückt.
Geht es weg, wenn du dort bist?
Ja.
Dann zeig ihn mir.
Wir sind da.
Ist nichts Besonderes.
Doch, natürlich! Es ist wunderschön hier. Es ist dein Ort.
Was tust du, wenn du hierherkommst?
Nichts. Ich lehne mich ans Geländer und sehe den Zügen zu.
Wie?
So.
Mach keinen Scheiß!
Nein, nein. Ich mache keinen Scheiß.
Wenn ich Probleme habe oder traurig bin, komme ich hierher.
Und so setze ich mich hin. Wenn ein Zug vorbeifährt, vibriert alles.
Alles erzittert und die schlechten Gedanken verschwinden.
-Komm her. -Nein, ich habe keine schlechten Gedanken.
Aber vielleicht werden die guten wahr.
Ja, sicher.
Na los! Ich dachte, du wärst mutig.
Manche Momente sollten ewig andauern.
"Momente, die ewig andauern sollten."
Wenn ich all diese Momente des Glücks mit ihr nicht erlebt hätte...
...würde ich mich jetzt nicht so fühlen.
Eine Liebesgeschichte. Wunderschön.
Nein, es ist Mist.
-Nein. -Doch.
Was haben Sie dort getan?
Was?
Wir haben uns auf der Brücke getroffen. Sie und ich.
Ja.
Warum?
Woher kamen Sie? Aus dem Nichts?
Was hätten Sie denn gern? Ich kam von zu Hause.
Ich arbeite hier, lebe aber in der Nähe der Brücke.
So ein Zufall. Und wie kamen Sie dorthin?
Woher wussten Sie, dass ich dort bin? Wollen Sie es mir nicht sagen?
Das übersteigt Ihre Fantasie.
Wenn ich es Ihnen erzähle, zerstöre ich das ganze Geheimnis.
Sie sind Wissenschaftlerin, keine Hexe. Warum das Geheimnis bewahren?
Sagen Sie es mir!
Als ich erfuhr, was Ihnen zugestoßen war, stellte ich einige Recherchen an.
-Ich erkannte, dass ich Sie brauchte. -Und was noch?
Ich folgte Ihnen. Rund um die Uhr. Ich mietete mir ein Auto.
Der Portier meines Hauses half mir. Er war mein Fahrer.
Wir folgten Ihnen in dieser Nacht von Ihrem Haus auf die Brücke.
Wir parkten unter den Bäumen.
Ich hatte Glück, dass ich Sie noch...
Ja.
Und wen habe ich im am Abend vor dem Unfall auf der Brücke angefahren?
Wie bitte?
Waren das nicht Sie?
Das haben Sie schon mal gefragt. Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
Warum spielen Sie mit mir?
Soll ich verrückt werden?
Was wollen Sie von mir?
Warum waren Sie dort? Warum bin ich jetzt hier bei Ihnen?
Was ist mit mir passiert?
Was wollen Sie von mir? Was tun Sie hier?
Es war keine gute Idee, tut mir leid.
Sie sollten nach Hause gehen und all das vergessen.
Nein, nein, nein!
-Tut mir leid. Das wollte ich nicht. -Was wollen Sie dann?
-Ich muss wieder zurück. -Nein.
Bitte. Es muss ein Universum geben, in dem ich all das verhindern kann.
In dem ein anderer Eduard und eine andere Elisa ewig glücklich sind.
-Gehen Sie heim. -Sie hätten sich nicht begegnen dürfen.
-Ganz ruhig, Eduard. -Bitte. Nur noch einmal. Bitte!
Wäre ich Elisa nie begegnet, ginge es mir jetzt nicht so.
Ich würde den Schmerz nicht spüren, der mich umbringt.
Ich will zum Portal.
-Jetzt? -Ja. Jetzt.
Sind Sie bereit?
Ich werde auf Sie warten.
Sie werden sich nicht begegnen.
Es liegt an Ihnen.
Was?
FAKULTÄT FÜR VOLKS- UND BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE
Es liegt an Ihnen.
Du spinnst.
Ich treffe Clara wegen ihrer Notizen.
Das kannst du später machen.
Du lernst den ganzen Tag. In der Bibliothek oder zu Hause.
Das ist kein Leben.
-Wir sehen uns. -Na los, komm schon.
-Alles okay, Clara? -Ja.
-Wir sehen uns in der Cafeteria. -Jemand hat mich geschubst.
-Wer? -Keine Ahnung.
-Hast du die Notizen? -Ja, ich habe sie. Bis dann, Arcadi.
-Es geht um diesen Abschnitt. -Okay.
Kopiere ihn dir.
HEUTE CASTING
-Entschuldige. -Sorry.
-Gehst du zum Casting? -Ja.
-Bist du Musiker? -Ja. Ich versuch's zumindest.
Ich brauche eine Begleitung.
-Am Klavier? Passt das? -Klavier ist perfekt.
Sie streicht ihr Haar weg Und mit etwas Glück
Sehe ich noch einmal ihre Augen
Ich kann den Schmerz derer nicht verhindern
Die direkt ins Licht blicken
Das Glück ist trügerisch Selbst wenn es das Licht berührt
Ich will nicht sagen, dass ich es mag Falls sich alles in Rauch auflöst
Wenn das nicht die Liebe ist Die meinen Bauch mit Schmetterlingen füllt
Sondern das Leben und ich es ziehen lasse Jetzt, da es vor mir steht
Ich will nicht wieder in die Falle gehen
Es wäre besser, nichts zu tun Ich will mich nicht wieder verlieben...
Das Casting ist geschlossen!
Sie nehmen niemanden mehr an. Tut mir leid, ihr müsst wieder gehen.
-Ist das dein Vater? -Nein.
Dein Onkel?
Nein, auch nicht.
Ihr seht aus wie Zwillinge.
Eduard! Na los! Verschwinde!
Das Glück ist trügerisch und vergänglich Selbst wenn man es festhält
Ich will diesen Moment 1001 mal erleben
Bevor er sich...
In Rauch auflöst
Ich will offen zu dir sein.
Du darfst ihr nicht begegnen. Der Sängerin.
-Du hast sie angestarrt. -Gehen Sie weg!
Du darfst ihr nicht begegnen, okay? Es ist nur zu deinem Besten.
Wer sind Sie?
Edu? Was machst du da auf dem Boden?
Eduard! Eduard! Warte!
Was wollen Sie?
Warum folgen Sie mir? Denken Sie, ich hätte es nicht bemerkt?
Untertitel von: Matthias Ott
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