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Original subtitles

EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE

EINGEHENDER ANRUF - ROSER BÜRO ANRUF ANNEHMEN

-Ja? -Tut mir leid, Eduard.

Das Meeting morgen wurde verschoben.

Auf 9.30 Uhr in der Niederlassung in Girona.

Auf 9.30 Uhr morgens? In Girona?

Wenn Sie nicht fahren wollen, können Sie den Zug nehmen.

Nein, das ist nicht das Problem.

-Was ist es dann? -Nichts.

-Privatsache. -Also kann ich zusagen?

Ja, habe ich eine andere Wahl? Danke, Roser. Bis dann.

Gut, bis dann.

HÄTTE ICH DICH NICHT GETROFFEN

Hallo.

-Hallo? -Hi.

-Du bist ja klatschnass. -Ich habe meinen Schirm vergessen.

-Kochst du? -Ja, mir war irgendwie danach.

-Ich helfe dir. -Keine Anweisungen.

-Du tust, was ich sage. -Ich benehme mich. Wo sind die Kinder?

-In ihren Zimmern, glaube ich. -Ich muss dich was fragen.

-Der Tonfall gefällt mir nicht. -Ach was.

-Es geht nur um morgen früh. -Wieso?

Ich muss morgen früh weg. Ich habe ein Meeting, das weißt du doch.

Ich kann sie nicht zur Schule bringen. Du musst sie fahren.

-Scheiße, nicht morgen. -Elisa, ich kann nicht.

Scheiße, der Fisch. Wir besprechen das später.

Jan! Tu mir bitte einen Gefallen.

Findest du das normal?

-Was soll das? -Was meinst du?

Mach es leiser oder ganz aus.

-Fass bitte nicht meine Sachen an. -Deine Sachen?

Endlich Ruhe. Hausaufgaben fertig?

-Wieso? -Du hast doch Prüfungen.

Die waren letzte Woche.

-Du weißt echt gar nichts. -Wirklich?

Hat Mama dir schon die Hölle heiß gemacht? Was hast du diesmal getan?

Mach das aus und deck den Tisch. Na los.

Komm schon! Los, los, los!

-Mathe ist so schwierig. Ich bin total... -Wer ist da bei deiner Schwester?

-Dieses Trimester... -Ich blicke nicht durch.

Ich verstehe diese Gleichungen einfach nicht.

Ich komme ja schon! Du nervst, Mama!

Hier ist Papa. Mach die Tür auf, Carla.

-Wer ist bei dir? -Wo?

Was heißt hier "wo"? Wer ist da?

-Niemand. -Ach ja?

Bist du Bauchrednerin? Ich habe einen Jungen gehört.

-Papa... -Was?

Hast du ein Problem?

-Fängst du auch noch an? -Was? Hat Mama schon geschimpft?

Ist das so offensichtlich? Nein, noch nicht.

Aber das Abendessen wird sicher interessant.

Schick den Kerl nach Hause. Es ist Essenszeit.

Ich sagte doch, hier ist niemand. Sieh nach.

Ihr habt gechattet? Zu meiner Zeit hat man direkt geflirtet.

Wir haben nicht geflirtet.

-Klar. -Außerdem können wir uns sehen.

Du redest mit einem Punkt. Wie spricht man durch so ein Gerät?

Wie berührt man sich? Berührt man den Bildschirm?

Was ist denn heute los mit dir?

-Nichts. -Geh schon.

-Na los, ich komme gleich. -Okay, aber beeil dich.

Der Fisch ist köstlich.

Gibt's Dessert?

Sieh im Kühlschrank nach.

Aber jammer nicht, wenn nichts da ist.

Du wolltest Obst und Joghurt kaufen. Wir warten immer noch.

Bist du nur so, weil du uns morgen zur Schule bringen musst?

Wie bin ich denn?

Er ist nicht allein auf der Welt. Das muss er wissen.

Wir können früher aufstehen und den Zug nehmen.

Auf keinen Fall.

Es täte mir gut, mal früher aufzustehen.

Ich werde den ganzen Tag in der Fakultät sitzen.

-Warum dann dieses Gesicht? -Ich will ihn nur ein bisschen bestrafen.

Er darf seine Arbeit nicht immer wichtiger nehmen als seine Familie.

Keine Sorge, ich fahre euch. Aber erst tut ihr mir einen Gefallen.

Was ist jetzt schon wieder?

Du sagtest, der Kühlschrank sei leer!

-Jan, hilf deinem Vater. -Wieso? Er ist schuld.

Hilf ihm. Und Carla, du räumst die Spülmaschine mit ein.

Und du, komm mit.

-Hier. -Wo waren sie?

In der zweiten Schublade, wie immer.

Ich weiß nicht, ob die genügen.

Lass mich mal.

Danke.

Halt still. Was für eine Sauerei.

Es ist nur Joghurt.

-Nicht so schlimm. -Den Schlüssel.

-Was? -Deinen Autoschlüssel.

Was meinst du?

Ich fahre die Kinder, wenn ich dein Auto kriege.

Die ganze Woche. Meins macht furchtbare Geräusche.

Ich möchte es lieber erst in die Werkstatt bringen.

-Den Schlüssel. -Und was soll ich dann machen?

Der Bahnhof ist gleich bei deinem Büro. Du hast schon oft den Zug genommen.

-Aber das Meeting ist in Girona. -Dann nimm den AVE.

-Um acht? -Nimm den Zug um sieben.

Dann muss ich um fünf aufstehen.

-Dann steh eben um fünf auf. -Ist das dein Ernst?

Das Meeting ist wichtig.

Wenn es gut läuft, werde ich vielleicht befördert.

-Das hieß es schon vor fünf Jahren. -Damals gab es Entlassungen.

-Ich hatte Glück. -Oder Pech.

Ich wünschte, du würdest weniger verdienen

und hättest dafür mehr Zeit für mich und die Kinder.

Du redest doch sowieso nur von deinen Uni-Kursen

und deinen ganzen Konferenzen.

Ja, nächsten Monat ist wieder eine. In Bologna.

Was? Und wann wolltest du mir das sagen? Am Tag davor?

Ich darf wen mitbringen.

Wann? Ich sehe im Kalender nach.

-Ich wollte meinen Vater fragen. -Du machst das mit Absicht, oder?

Was? Meinen Vater einladen? Weißt du, wie aufregend er das fände?

Gib mir dein Auto, und du darfst mit nach Bologna.

Ab übermorgen kannst du es haben.

Die ganze Woche.

Und wie soll ich die Kinder morgen fahren?

Es sind nur 40 km. Das schafft dein Auto schon.

Dann nimm du es doch. Wenn es ja nur 40 km sind.

-Steht um fünf auf und nehmt den Zug. -Sehr witzig.

Wäre ihre Schule hier, gäbe es keine Probleme.

Du wolltest eine schicke Schule in Barcelona,

in der Nähe deines Büros.

"Ich fahre sie jeden Tag, mein ganzes Scheißleben lang."

Das hast du gesagt.

"Scheißleben" habe ich nie gesagt. Red keinen Unsinn.

-Es ist doch nur ein Tag! -Ein Tag?

Und letztes Jahr, als du mit deiner Sekretärin in Sevilla warst?

Wer hat die Kinder drei Wochen zu deiner Eliteschule kutschiert?

Es ist keine Eliteschule.

Du sagtest, die Schule würde die Kinder gut aufs Leben vorbereiten.

Und jetzt?

Das mit meiner Sekretärin war eine Geschäftsreise.

Bist du eifersüchtig auf Roser?

Die Schlüssel.

-Du bist eifersüchtig auf Roser. -Sofort.

-Wo willst du hin? -Es hat geklingelt.

Das ist doch nur die kleine Nervensäge von oben.

Wer weiß.

Das reicht jetzt!

Ich rufe deine Eltern an. Das wird dir noch leid tun!

Was habe ich gesagt?

Und, gibst du ihn mir jetzt?

Muss ich raten, in welcher Hand du ihn hast?

Du bekommst ihn morgen, Elisa. Versprochen.

Was hast du vor?

Ich rufe meinen Vater an und lade ihn für die dritte Märzwoche nach Bologna ein.

Gott, Elisa, warum reagierst du auf Lappalien immer so gereizt?

Dann verschon mich doch einfach mit diesen "Lappalien".

Manchmal hasse ich dich wirklich.

Elisa...

-Was machst du denn da, Papa? -Wie schaltet man das ab?

-Wenn du Mama aufgeweckt hast... -Das ist das Letzte, was ich brauche.

Was?

Stimmt es, dass eure Mama mich hasst?

Manchmal.

Also immer mehr?

Was weiß ich. Ihr nervt beide, wenn ihr streitet.

Ich kann ihr das Auto nicht geben. Ich wünschte, ich könnte.

-Aber sie kriegt es übermorgen. -Papa. Es ist halb eins.

Ja. Tut mir leid.

-Hör mal, Carla. Hast du... -Was?

Hast du einen Freund?

Gute Nacht.

-Hast du die Wohnungstür abgeschlossen? -Keine Ahnung.

Dann sieh nach. Du vergisst es ständig, du Schussel.

Gute Nacht.

Gute Nacht.

Schlaf gut.

Ich hasse dich.

Scheiße.

Scheiße.

Elisa!

Jan!

Carla! Seid ihr schon weg?

Scheiße. Scheiße.

ES IST KEIN FRÜHSTÜCK DA. WIR HASSEN DICH. FRISS DAS.

UND HAB EINEN SCHÖNEN TAG.

Wartet!

Danke, dass ihr mich nicht geweckt habt! Jetzt komme ich zu spät!

Vielen Dank!

Schönen Tag.

Scheiße!

-Ja, ich bin zu spät, Roser. -Eduard.

Sagen Sie, ich bin gleich da.

-Wirklich, es... -Sind Sie im Auto?

-Natürlich. Ich sagte doch... -Hören Sie auf.

-Was? -Hören Sie auf!

Was? Was ist denn los?

Die Polizei ist hier.

Sie wollen mit Ihnen reden.

Eduard, mein Junge.

Tu es für mich. Iss etwas.

Ich bin sicher, dass Elisa...

...und Carla und Jan das nicht wollen würden.

Du musst leben, Eduard.

Du musst leben, mein Junge. Tu es für sie.

-Du musst leben, Eduard. -Mama.

Mama, bitte. Komm mit.

Hör auf zu weinen, Mama. Das macht es nicht besser.

Das kann ich aber nicht.

Bitte sprich mit ihm, Pere.

Er hat seit zwei Tagen nichts gegessen.

Mach dir um mich keine Sorgen.

Wenn mir danach ist, werde ich essen, Mama.

Lass sie weinen. Sie kann froh sein, dass sie weinen kann.

Komm mit mir.

Eduard.

Wir haben geredet, und Tere sieht es genauso.

Du solltest mit zu uns kommen und so lange bleiben, wie du willst.

Martí kann bei Pau schlafen, und du bekommst sein Zimmer.

Ich helfe dir, ein paar Sachen zu packen. Du kannst...

Ich gehe nirgendwohin.

-Eduard. -Ich werde unser Zuhause nicht verlassen.

Mein Zuhause. Unser Zuhause.

Nein, du kannst hier nicht bleiben.

Eduard.

Martí und Pau freuen sich, wenn du kommst. Sie werden aus dem Häuschen sein.

Du bist doch ihr Lieblingsonkel.

Du kommst mit zu uns, okay?

Entschuldige. Tut mir leid.

Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll.

Was kann ich für dich tun? Sag es mir.

Was kann ich tun?

Warum spricht Mama mit meinem Schwiegervater?

Keine Ahnung. Warum fragst du?

Er hat noch kein Wort mit mir geredet.

Joan? Im Ernst?

Er gibt mir die Schuld an ihrem Tod.

-Was soll das heißen? -Ich sehe es in seinen Augen.

So etwas darfst du nicht sagen.

Es war ein Unfall. Er weiß es, und du weißt es auch.

Ich weiß gar nichts.

Alle im Büro sind so bestürzt.

Ich kann nicht schlafen. Ich denke dauernd an Sie und...

Der Vorstand will, dass Sie sich bis auf Weiteres freinehmen.

-Bis es Ihnen besser geht. -Ich will mir nicht freinehmen.

Sie arbeiten für niemand anderen. Sie müssen über so etwas nicht nachdenken.

Wollen Sie etwa zurück ins Büro? Das geht doch nicht.

Òscar ist gerade gelandet. Er sitzt jetzt im Taxi.

-Ich weiß nicht, warum er kommt. -Komm schon, Eduard.

Wie hat er das geschafft? Was ist mit seinem Job?

Keine Ahnung. Er wird es dir erklären.

Ich gehe jetzt, Eduard. Sagen Sie, wenn Sie etwas brauchen, ja?

-Bis dann, Roser. -Bis dann.

Wie geht's dir?

Mir?

Nicht gut.

Nicht so mies wie dir, aber...

Nicht gut.

Elisa hat dich wirklich geliebt.

-Du musst das nicht sagen. -Doch, muss ich.

Sie hat dich sehr geliebt.

-Warum erzählst du mir das? -Weil es die Wahrheit ist.

Sie hat immer gesagt, dass du, trotz allem,

ihre beste Freundin warst, bist und immer bleiben wirst.

"Trotz allem".

Ihm geht es schlechter als dir.

Er hat Elisa auch sehr geliebt.

Aber mehr so wie ich und weniger so wie du.

Er tut mir leid. Der arme Kerl.

Ich hatte Elisa wenigstens.

Das...

Schon gut, Lluís.

Ich weiß, ich weiß. Ist ja gut.

FÜR ELISA VON LLUÍS ANTIC (LEIDER NICHT VON BEETHOVEN)

Ich will nur, dass du weißt, dass...

Dass ich in den letzten Tagen nicht...

Dass ich nicht mit dir geredet habe, ist nur...

Es ist nicht so, dass ich...

Ich muss aufmachen.

Es tut mir so leid.

Ich wäre gerne zur Beerdigung gekommen.

Es tut mir so leid.

Hilf mir, all die Leute hier rauszukriegen.

Möchtest du etwas Stärkeres?

Nein. Betrink dich ruhig, wenn du willst. Ich will nicht.

Hübsch.

Dieses Pärchen.

-Sie sind so blind. -In Bezug auf was?

Keine Ahnung. Auf alles.

Dass sie in fünf Jahren Darmkrebs haben,

ihre Haare verlieren und sterben wird.

Und dass er auf dem Weg ins Krankenhaus von einem Bus überfahren wird.

-Er wird drei Tage vor ihr sterben. -Was meinst du damit?

Aber sie wissen es nicht und küssen sich, als wäre alles gut.

-Ich verstehe dich nicht. -Ist auch egal.

Sollen wir nach Hause gehen?

Wir?

Ich habe meinen Urlaub verschoben, Edu.

Ich habe drei Wochen frei und kann bleiben.

Bei dir oder woanders. Aber fahren werde ich nicht, verstanden?

Und ich geht mit dir zum Arzt und überall sonst hin. Also ja.

Sollen wir nach Hause gehen?

Nein. In unserer Wohnung ist kein Platz für dich.

Wo willst du denn schlafen? In Carlas Zimmer? Oder in Jans?

Ich habe noch nicht mal die Betten abgezogen.

Oder neben mir? Anstelle von Elsa? Und deinen Geruch mit ihrem vermischen?

Nein. Ich muss allein sein.

Bleib, so lange du willst, Òscar. Aber nicht in unserer Wohnung.

Ich sollte langsam "meiner" sagen. Aber das fällt mir schwer.

Nur heute. Ich habe es Mama versprochen.

Weißt du, wie es war?

Ich habe sie gebeten, die Kinder zur Schule zu bringen.

Sie sagte, ihr Auto würde spinnen.

Sie wollte meins haben. Aber ich sagte Nein.

Das Auto hatte einen Schaden, sie hatten einen Unfall und starben.

Elisa und Jan auf der Stelle.

Und Carla im Krankenwagen, auf dem Weg in die Klinik.

Ich habe meine Frau und meine Kinder getötet, Òscar.

Ich habe sie getötet.

Wie soll ich damit leben? Wie soll ich darüber hinwegkommen?

Hotel Catalonia?

Ja, haben Sie ein Zimmer frei?

Keine Ahnung. Mindestens eine Woche, denke ich.

Ja, gut. Auf den Namen Òscar Vila.

In der nächsten Stunde.

Okay, danke. Es ist ein wirklich gutes Hotel.

Ich rufe in 15 Minuten ein Taxi. Dann kannst du noch deinen Koffer holen.

Warte. Du musst es mir versprechen.

Was?

Mich nicht umzubringen?

Ich verspreche es.

Komm, Edu. Lass mich bleiben. Ist doch kein Ding.

Nein, ich will allein sein, Òscar. Ich muss allein sein.

Ich brauche das. Wir hören voneinander?

Okay, wir hören voneinander.

Danke.

Komm schon, Edu. Mach auf.

Ich würde doch lieber bleiben. Ich lasse dich nicht allein.

Komm schon, bitte. Mach auf und ich bleibe bei dir.

Na schön. Aber ich lasse mein Handy über Nacht an.

Ruf mich an, wenn du etwas brauchst.

Bis dann.

FÜR PAPA VON JAN

Ich hasse dich.

Sie streicht ihr Haar weg Und mit etwas Glück

Sehe ich noch einmal ihre Augen

Ich kann den Schmerz derer nicht verhindern

Die direkt ins Licht blicken

Das Glück ist trügerisch

Es verbirgt sich Selbst wenn es das Licht berührt

Ich will nicht sagen, dass ich es mag

Falls sich alles in Rauch auflöst

Wenn das nicht die Liebe ist Die meinen Bauch mit Schmetterlingen füllt

Sondern das Leben und ich es ziehen lasse Jetzt, da es vor mir steht

Ich brauche Sie.

Halten Sie an. Wir gehen zu Fuß weiter.

Nein.

Das kommt später.

Sie möchten sicher wissen, warum Sie hier sind und ich Sie brauche.

Ich bin Amerikanerin, lebe aber schon eine ganze Weile hier.

Davor...

...habe ich in Berkeley gelebt.

7 NEUE NACHRICHTEN

Kennen Sie Kalifornien?

Nein.

Ich heiße Lisbeth Everest.

Aber alle nennen mich Dr. Everest. Oder nur Everest.

Dr. Everest? Everest, so wie der Berg?

Ja. Genau wie der Berg im Himalaya.

-Eduard. -Eduard Marina.

Ich weiß, wer Sie sind. Sehr erfreut.

Woher kennen Sie mich?

Ich weiß, was passiert ist. Es stand in der Zeitung.

Ich weiß, wie Sie sich fühlen.

Wahrlich eine Tragödie.

Sind wir uns schon mal begegnet?

Warum fragen Sie?

Habe ich Sie nicht vor ein paar Tagen fast überfahren?

Mich?

Genau an der Stelle, wo Sie mich...

Wo ich Sie davon abgehalten habe, sich umzubringen?

Glauben Sie an Vorahnungen?

-Nein. Und Sie? -Nein, absolut nicht.

Nur an die Wissenschaft.

Was für ein Doktor sind Sie?

Nein.

-Keine Details. -Und in Berkeley?

Waren Sie dort an der Uni? Als Dozentin?

-Sie wollen zu viel auf einmal wissen. -Ich habe vielleicht nicht mehr viel Zeit.

Warum?

Wer sagt, dass ich nachher nicht zurück zu der Brücke gehe und mich dieses Mal...

Und genau deshalb brauche ich Sie.

Ich brauche jemanden, der bereit ist zu sterben.

Ich erkläre es so einfach und direkt wie möglich.

Sie werden vielleicht glauben, ich nehme Sie auf den Arm. Aber nein.

Alles, was ich Ihnen sage, ist wahr.

Ich habe Berkeley verlassen, weil ich in Pension gehen musste.

Als Leiterin des Instituts für Astrophysik

koordinierte ich Forschungsprogramme mit der NASA

und dem Technologischen Institut in Pasadena.

Ich war damals die einzige Frau in so einer wichtigen Position.

Aber die Details sind unwichtig.

Es ist nur so, dass...

-Was? -Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.

So einfach und direkt wie möglich. Das sagten Sie doch.

Ich brauche Sie für ein Experiment.

Haben Sie schon mal von der Theorie von Allem gehört?

Die Theorie von Allem? Das ist eine esoterische Sekte, oder?

Nein, nein. Ganz im Gegenteil.

Wie soll ich...

In den Jahren hier in Barcelona

habe ich meine Forschung auf dem Gebiet der Astro- und Teilchenphysik fortgeführt.

Ich...

Ich habe ein...

...ein Portal erschaffen.

Einen Zugang zu anderen Universen.

Ich brauche einen Freiwilligen für den ersten Versuch.

Gehen Sie.

Tut mir leid. Aber Sie müssen zugeben, dass...

Ich dachte, Sie wären der Richtige.

Ich bin es nicht? Sie haben sich geirrt? Ich bin nicht dieser "Freiwillige"?

Hören Sie, Doktor. Ich lache nicht, es ist nur...

Fahren Sie fort.

Sie sagen, Sie hätten ein Portal erschaffen.

Für Zeitreisen wie in Star Trek...

Sie enttäuschen mich.

Das hatte ich nicht erwartet. Verschwinden Sie.

Hören Sie, Doktor, ich weiß nicht, ob ich träume.

Ob Sie ein weiblicher Einstein oder eine geisteskranke Spinnerin sind.

Ich weiß nur, dass ich nicht mehr leben will.

Zweifeln Sie an meinem Willen? Ich bin hier.

Schicken Sie mich in dieses Universum. Ich bin perfekt für Ihr Experiment.

Warten Sie! Nicht anfassen.

Was ist das?

Setzen Sie sich.

Hören Sie mir zu.

Hören Sie mir gut zu, Eduard.

Sie gehen jetzt auf eine Reise.

-Wohin? -In ein anderes Universum.

-Was finde ich dort? -Keine Ahnung.

Womöglich ist es dort so wie hier, nur ein wenig anders.

Und gefährlich.

Deshalb brauche ich Sie.

Konzentrieren Sie sich einfach auf die Details.

Und wenn Sie zurückkehren...

Zurück von wo? Ich verstehe kein Wort.

Das werden Sie schon bald. Ihren linken Arm.

Krempeln Sie den Ärmel hoch.

Wird es wehtun?

Der Schmerz ist stark, aber kurz. Keine Sorge.

Das Gerät wird sich mit Ihrer Haut verbinden.

Ich werde Ihnen ein starkes Sedativum injizieren.

Sind Sie bereit?

Dann los.

Jetzt.

Jetzt durchschreiten Sie das Portal.

Und wohin gehe ich?

In das Universum Ihrer Wahl.

Ich darf wählen? Wie viele Universen gibt es denn?

Wie viele Sterne gibt es?

Konzentration.

Dieser Teil des Gerätes wird sie hinbringen.

Und dieser hier bringt Sie zurück.

Merken Sie sich das. Das ist sehr wichtig.

Okay, aber wohin soll ich gehen?

Was bedauern Sie?

Dass ich hier bin.

Dass ich Sie getroffen habe.

Okay. Schließen Sie die Augen. Als wären Sie mir nie begegnet.

Als wäre ich Ihnen nie begegnet.

Ich brauche Sie.

Es tut mir so leid.

Ich hasse dich.

Sie können nicht raus. Sind Sie verletzt?

-Ist irgendwer verletzt? -Ich denke schon.

Was ist passiert?

Weiß ich nicht. Bitte setzen Sie sich wieder hin.

Untertitel von: Matthias Ott

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