All language subtitles for aaa00007.track_4609

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Restaurierung und Digitalisierung mit der UnterstUtzung durch CNC.

Das Farbverfahren "Gevavo|or", das bei den Dreharbeiten zum Film vervvendet wurde,

führte im Laufe der Zeit zu einem Verlust der Originalfarben und einer magenta Verférbung des Negativs.

Die von den Originalnegativen restaurierte Version gibt die verbliebenen Farbinformationen so gut wie méglich wieder,

jedoch sind einige Farbfehler irreversibel.

Die 2K-Scans, die Bild- und Tonrestaurierung wurden vom Labor Mikros image durchgeführt.

DER GRAF VON MONTE CHRISTO - 1. TEIL: GLUCK UND VERBANNUNG

AM ABEND DES 28. FEBRUAR 1815 IN MARSEILLE

Mercédés,

es tut mir sehr leid fUr dich, aber diesmal ist es bestätigt:

Die "Pharao" gilt als endgültig verschollen.

Wer hat das gesagt? - Der Hafenkommandant.

Ich glaube das nicht. Ich glaube niemandem.

Er sieht überall Katastrophen, seit seine Frau ihn betrUgt.

Ganz Marseille sagt das.

Glaube, was du willst. Ich weiB es: Dantés kommt zurück.

Ob er nun zurückkommt oder nicht: Du wirst meine Frau, nicht seine.

Ach ja? - Gewiss.

Ich bin ein Dickschédel, wie alle Mondegos.

Ich auch. Ich bin ja deine Cousine.

Ich bekomme immer, was ich will, Mercédés.

WeiFSt du noch, als ich vor 18 Monaten zurArmee ging?

Ich besalS nichts. Das ist vorbei.

Und jetzt, schau mich an: Jetzt bin ich Unterleutnant.

Napoleon begann auch so.

Du sprichst immer zu von Napoleon,

aber hast einen Eid auf Ludwig XVIII. geschworen.

Das macht nichts. Bonaparte war auf Ludwig XVI. vereidigt.

Der Erfolg ist wichtig. Und dazu muss man sich anpassen.

Dann heirate doch eine reiche Frau. - Nein.

Ich heirate dich, das steht fest. Eines Tages beherrschen wir Paris!

"Beherrschen wir Paris"? Armer Fernand, du bist wahnsinnig.

Und du? Wartest auf ein verschollenes Schiff!

Fernand! - Jawohl, verschollen!

Ich gebe dir einen Rat:

Schau nicht nur nach der Seite des Horizonts.

Die Herren von der Préfektur mégen das nicht.

350 KILOMETER ENTFERNT, AUF EINER KLEINEN INSEL NAMENS ELBA...

Wir möchten etwas sagen, Kapitän. - Wir sind zufrieden.

Wieso? - Nur so. Wir sind einfach zufrieden.

Der Kapitän Dantés ändert den Kurs.

Der Kapitän Dantés rudert an Land.

Wir verspéten uns nur um 36 Stunden. - Wir sind schon jetzt zu spät.

Ich bin nur 2. Offizier und muss Disziplin halten.

Was ist los? Fein machen für den Landgang?

An die Arbeit!

Dantés ist nicht an Bord, jetzt bin ich Kapitän!

Ich lege euch in Ketten, wenn ihr nicht hört!

Probieren Sie, Herr Kapitän.

Warum warten wir hier? Ich spendiere ein Fass Wein, wenn jemand das weiB.

Präsentiert das Gewehr!

Herr Grofkmarschall ervvarten sicher den Kapitän der "Pharao".

Ja. Wo ist er?

Er ist vor 1 Woche am Fieber gestorben.

Er beauftragte mich, Ihnen das zu geben.

Der arme Kapitän.

Ich wollte ihn um einen Dienst bitten.

Keine Angst. Nichts Politisches.

In Paris denkt man, wir sind Verschwörer. Das sind wir nicht, Monsieur.

Hier ist der Beweis. Lesen Sie das. Ja, lesen Sie ruhig!

"Monsieur, lhrAuftrag wird ausgefiihrt:

50 Fass WeiBwein und 50 Fass Rotwein werden am 28. Februar verladen.

Ein Reeder aus Livorno wird sie nach Paris beférdern,

Wo sie um den 20. März ankommen werden."

Sie sehen, das sind nur normale Geschäfte. - Herr Grofimarschall...

Der Kapitän sollte diesen Brief unserem Korrespondenten geben.

Ich sollte Ihnen nur einen Brief bringen. Meine Mission ist beendet.

Gut. Reden wir nicht mehr davon.

Lassen Sie sich nicht stören.

Ihre Schiffe segeln unter kéniglicher Flagge.

Sie machen einen Umweg um Elba.

Die ganze Welt hat wohl Angst vor mir. - Sire...

Ich freue mich sehr über den Besuch eines französischen Seeoffiziers.

Wie heißen Sie? - Edmond Dantés, Kapitän der "Pharao".

Dantés. Ich kannte einen Dantés, er war...

Tambour des 2. Garderegiments, Sire: mein Cousin.

Ich erinnere mich. Diese Tambours waren die Besten.

Wurde Ihr Cousin ausgezeichnet? - Nein, Sire.

Bedauerlich. Auf Wiedersehen, Dantés.

Sie haben Gllllck, die "Pharao" zu fiJhren.

Schönes Schiff. Wer ist der Reeder? - Monsieur Morel, Sire.

Exzellent. Ubermitteln Sie ihm meine Glllickwilnsche.

Herr GroBmarschaH, ich befördere den Brief.

Aber wie lautet die Adresse? - Der Brief wird bei Ihnen abgeholt.

Weiß man, dass ich ihn habe? - Ja. Sie sind Nachfolger des Kapitäns.

Und wer holt ihn ab? - Ein Mann namens Noirtier.

Segeln Sie sofort, dann sind Sie Übermorgen in Marseille.

Alle Mann in die Wanten!

Refft die Segel!

Monsieur Morel! Sie ist da, sie léuft ein!

Monsieur Morel!

Wer ist da? - Die "Pharao"!

Fernand, die "Pharao" ist da. Ich wusste es.

Sei kein Dickkopf und komm mit!

Sei nicht eifersilchtig! - Ich habe keine Zeit.

Monsieur Dantés!

Was ist denn los? Warum redest du nicht?

Ich habe Angst um Ihr Herz. Halten Sie sich fest...

Nein... - Ihr Sohn ist wieder da!

Ziehen Sie sich an, wo ist Ihr Hut? - Ja, der Hut...

Da ist er ja! Und eine Krawatte...

Zum Glück weiB ich, wo was ist.

Nein, ich binde sie unterwegs um.

Wo ist mein Stock? - In Ihrer Hand!

Traurig. Er war ein guter Kapitän.

Und die Ware? Keine Havarie?

Antworte! Du bist der Kapitän.

Nein, keine Havarie.

Die Schiffspapiere.

Die Inventur war in Ordnung.

Herein!

Monsieur Dantés, Ihr Vater wartet mit einer Dame.

Dann schnell! - Das Logbuch.

Sie haben mir doch schon alles erzählt. Los, gehen Sie nur!

Darf ich das Logbuch weglegen? - NatUrlich, ich werde es spéter lesen.

Ich freue mich schon. - Vielleicht wundern Sie sich auch.

Was heißt das?

Was? "Fahrt unterbrochen fCIr 2 Stunden, auf offener See"?

Na ja, in der Nähe einer kleinen Insel.

Der alte Kapitän sollte dort ein Péickchen abgeben.

Verstehen Sie?

Dantés hat nur den Auftrag ausgefilhrt. Sie sagen doch, Disziplin ist wichtig.

Ja, natürlich. Spielt keine Rolle, ich bin nur ehrlich.

Sie kennen meinen Charakter: schlechter Sinn, aber gutes Herz!

In 8 Tagen werdet ihr heiraten.

Ich werde gleich das Aufgebot bestellen.

Hérst du das? Er tut, als heirate er selbst.

Das ist fast so, wir sind Freunde.

Und haben nur von dir gesprochen. - Und von Victor.

Wer ist Victor? - Dein 1. Sohn wird so heißen.

Natilrlich wird es ein Junge werden.

Er muss es ja wissen. - Ein schlimmer Lausejunge.

Ich sehe ihn schon vor mir, mit zerrissenen Hosen...

Edmond, weißt du noch, was du vor der Abreise verspochen hast?

Dass wir uns bei meiner Rlllckkehr verloben.

Wenn du willst, laden wir alle Freunde ein.

Dantés! Ich habe Sie gesucht. - Das ist meine Braut.

Wir kennen uns schon, seit 1 Jahr reden Wir von der Verlobung.

Natilrlich lade ich mich ein und fahre Sie nach Hause.

Aber was ist mit dem Zoll, den Begleitpapieren...

Caderousse wird das mit dem Zoll erledigen.

Fahren wir!

Caderousse! Komm zu uns heute Abend! - Ja, ich komme!

Der hat das Glück gepachtet. - "Glück gepachtet, Glück gepachtet"...

Hast du noch etwas von diesem WeiBwein? - Nein, alles ist eingeschlossen.

Der Zoll kommt, jetzt kannst du Kapitän spielen.

Napoleon hat Sie begrUEt? - Er drilckte mir die Hand.

Und wie? - Na, so...

Wie gefiel ihm die "Pharao"? - Er gratuliert Ihnen dazu.

Er kennt mich? - Natürlich! Er hat sogar gesagt...

"More| gehört zu den besten Reedern." - Solche Worte vergisst man nicht.

Ich hoffe, ich kann bald rufen: "Es lebe...

das Brautpaar!"

Eine schlechte Nachricht? - Nein. Eine Nachricht von Cousin Fernand.

Ich wollte ihn dir vorstellen. - Was ist?

Er muss plötzlich fort. Wir sehen ihn noch, wenn wir uns beeilen.

Komm zur Postkutsche! - Bis gleich.

"An den Herrn Staatsanwalt des Königs..."

Schreiben Sie immer so langsam? - Sie sagten, mit links.

"A|s Freund von Thron und Religion warne ich Sie..."

Stimmt es, dass man über mich gelacht hat?

Ja.

Dahinten am Tisch hat einer gesagt:

"Ehe Caderousse Kapitän wird, lernen die Fische f|iegen."

So eine Schweinebande! "...warne ich Sie,

der genannte Edmond Dantés,

Offizier der Pharao..."

Noch 1 Flasche!

"...brachte vorgestern ein Schreiben..."

Sagen Sie: Warum muss die Sache anonym bleiben?

Namen sind unwichtig. Ist es die Wahrheit?

Natilrlich. - Na also.

Und Wahrheit braucht keine Unterschrift.

Sie hatten genug. - Niemals.

"lm Wein liegt die Wahrheit", Wassertrinker sind die gréfiten Lijlgner.

"...brachte vorgestern ein Schreiben auf die Insel Elba."

Achtung! Sie kommen. Ich will sie nicht sehen.

Guten Tag, Kapitän! - Tag.

Hallo, Kapitän! - Du musst mich nicht "Kapitän" nennen.

Kennen Sie einen Fernand Mondego? Haben Sie ihn hier gesehen?

Ja, er ist gerade weggefahren.

Da er nicht die Kutsche abwarten wollte, nahm er einen Armeewagen.

Wie schade. - Dann feiern wir eben ohne ihn.

Tut es dir leid? - Schon etwas.

Trinken wir ein Glas? - Wir treffen uns doch gleich.

Ja, richtig. - Wir hätten da eine Bitte an dich.

Ja: Wollen Sie unser Brautfiihrer sein?

Mach nicht so ein Gesicht. - Bitte, Monsieur Caderousse.

Du wirst doch nicht Nein sagen? - Einverstanden?

Donnerwetter, ich bin Überrascht...

Also, einverstanden. - Danke, alter Junge.

Lassen Sie sich kUssen, Monsieur. - Ja, nur zu.

Bis heute Abend!

Oh Gott, oh Gott, 0h Gott!

Nein, ich schreibe nicht weiter.

Warum? - Er hat mir eben noch die Hand gegeben.

Die rechte Hand weiB nicht, was die linke tut.

Und das Mädchen geféllt mir. Sie ist noch hübscher als voriges Jahr.

Der Mann hat ein Glück. - Seien Sie still.

Sie sind bestimmt am Meer, er hält sie im Arm...

"Auf der Insel Elba...

hatte er eine Zusammenkunft mit Napoleon...

und empfing...

einen Brief."

Glaubst du, was die Handlinien zeigen?

Ja, unser Schicksal steht darin. Alles.

Absolut alles.

Das auch? - Ja, bestimmt.

Aber wenn du mich ständig kilsst...

Die Zukunft kann warten. Was zählt, ist die Gegenwart.

Aber...

Woher stammt diese Narbe? - Nicht der Rede wert.

Von einem Unfall? - Nein. Bitte frag nicht.

Also gut. Wie du willst.

Edmond, ich war das.

Eines Nachts hatte ich einen schlimmen Traum:

Du bist für immer fortgegangen.

Ich bin aufgewacht. Du weißt, dass ich abergléubisch bin.

Ich habe mir diese Wunde zugefUgt,

um den Traum zu bannen.

Der böse Traum erfilllte sich nicht:

Du bist hier.

Héjrst du? Unser Lied, kennst du es noch?

Ich schloss die Augen bei seinem Klang, als du fort warst.

Und war in Gedanken bei dir.

Wir mUssen zurUck. - Warum? Ist es nicht schén?

Doch, sehr. Sonst kommen wir noch zu spät zur Feier.

Ich entfUhre dich!

Wir mieten eine Kutsche und verstecken uns 1 Woche irgendwo.

Wir können das tun, wenn die Feier zu Ende ist.

Sie sperren wohl nie Ihre Tilre ab?

Nein, nie. - Sollten Sie aber.

Wohnt hier Edmond Dantés? - Jawohl.

Ich möchte ihn sprechen. - Mein Sohn ist nicht da.

Hat er einen Brief hinterlegt? Ich heiße Noirtier.

Nein, hat er nicht. - Sind Sie sicher?

Warten Sie einen Moment. Mercédés! - Was ist?

Hat Edmond einen Brief hinterlassen? - Nein.

Sehen Sie? Tut mir leid, Monsieur.

Feiern Sie ein Fest? - Ja, Verlobung!

Im Jahr 1815 gehért dazu ein gewisser Mut.

Na gut, ich komme wieder.

Ist gut. Auf Wiedersehen!

Monsieur! Monsieur!

Wie war noch mal Ihr Name? - Noirtier.

52 Jahre, roter Bart, hochgeschlossener schwarzer Mantel,

breitkrempiger Hut, Band der Ehrenlegion.

Name? - Er ändert ihn täglich.

Und er ist aus Paris gekommen? - Er stieg in eine Kutsche in Montrouge.

Ist er jetzt in Marseille? - Ja.

Und er wollte keine Pferde wechseln. Unser Agent sagt das.

Ja, ich Weiß». Und wer ist der Unbekannte? - Noch so ein Agent Napoleons.

Der Minister selbst sagt, alle Spuren führen nach Marseille.

Der Minister? - Sein Ministerium.

Sie sind zuverlässig, trotz Ihrer revolutionéiren Familie.

Wie bitte? - Ihr Vater war Offizier des Kaisers.

Ich sehe ihn nie. - Das wissen wir.

Und ich bin mit Marquis de Saint-Mérans Tochter verlobt,

ein ehemaliger Emigrant.

Dies wissen wir ebenfalls. Diese Verbindung ist sehr gern gesehen.

Grundlage dieser Verbindung sind Herz und Gesinnung, Monsieur.

Beides gehört zu einem Ehrenmann. - Ganz meine Meinung.

Außerdem stelle ich klar:

Auch ich unterwarf mich dem Korsen. - Ich auch, leider.

Aber rief nie: "Es lebe der Kaiser!" - Ich auch nicht. Niemals!

Deshalb können wir uns stets aufeinander verlassen.

Vater, du sollst nicht hierherkommen. - Es ging nicht anders.

Marseille ist gefährlich, und jede Zuflucht recht.

Am besten bei der eigenen Familie. Uff, ich muss erst mal durchatmen.

Wurdest du wieder verfolgt? - Ja, man gewöhnt sich daran.

Ich sah den Justizpalast... Keine Ahnung, warum er noch so heißt.

...erinnerte mich an dein Büro

und verspilrte sofort Vatergefilhle für den 2. Staatsanwalt Noirtier.

De Villefort. - De Villefort. Wie du willst.

Ich werde mich nie an diesen angehéngten Namen gewöhnen.

Ich entfloh deiner bonapartistischen Vergangenheit.

Du kennst meine Meinung.

Natijrlich, sie passt stets zur jeweiligen Regierung.

Und ich kenne leider deine:

Du bist ein Verschwörer. - Jawohl.

Dich nicht auszuliefern, wére Verrat. - "Verrat"? Was soll das bedeuten?

Ich habe ein Gewissen. - "Gewissen"?

Das ist gut, genUgt aber nicht mehr.

Heute braucht jemand wie du 2 Gewissen: eins fUr heute und eins fUr morgen.

Und auBerdem ist heute dein Verlobungstag.

Oder soll der edle Marquis in der Zeitung lesen:

"Staatsanwalt Noirtiers Vater verhaftet"?

De Villefort. - De Villefort.

Dein de Villefort geht mir auf die Nerven.

Aber heute kann uns dieser Doppelname nützlich sein.

De Villefort kann Noirtier retten. Und das wird er.

Denn General Noirtier hilft de Villefort, falls der Kaiser wiederkommt.

Also, entscheide dich! Was ist?

Du hast recht. Ein Sohn muss seinen Vater retten.

Dort hinein! - lst gut.

Verzeihen Sie die spéte Störung, Herr Staatsanwalt.

Aber wir verfolgen einen Verdächtigen, der in den Justizpalast geflohen ist.

Das ist nicht Ihr Ernst, meine Herren. Ich bin Staatsanwalt des Königs.

Das ist uns klar, Herr Staatsanwalt. Aber Befehl ist Befehl.

Wohin führt diese Tür? - Zu meinem Büro.

Ein Eingang kann auch Ausgang sein. - Ich habe den Schlüssel stets bei mir.

Die Geschéftsstelle ist um diese Zeit geschlossen.

Pardon, mein Sohn. Du hast noch Besuch? Meine Herren.

Monsieur.

Nein, ich will nicht stören. Halten Sie ihn bitte nicht auf.

Er muss mit seiner Verlobten heute den Ball eröffnen.

Und Gérard, denk an de Talleyrands Worte, als er das Ministerium übernahm:

"Blinder Eifer schadet nur." GrUBe den Marquis de Saint-Méran!

Meine Herren, war mir eine Ehre.

Blinder Eifer schadet nur!

Lassen Sie sich nicht stören. Tun Sie Ihre Pflicht.

Sie sehen, da ist niemand. - Jawohl.

Wir durchsuchen noch die anderen Räume. - Tun Sie das. Tun Sie das.

Wenn Sie mich entschuldigen.

Falls es Neues gibt, wird mir der Sekretér berichten.

Monsieur de Villefort? - Was wollen Sie?

HERR STAATSANWALT DES KC-'DNIGS, EIN FREUND DES THRONS UND DER RELIGION TEILT IHNEN MIT,

DASS EDMOND DANTES, VIZEKAPITAN DER PHARAO, VORGESTERN AUF ELBA FREIGELASSEN WURDE

UND DORT EIN GESRPACH MIT DEM THRONRAUBER HATTE. IHM WURDE DORT AUCH EIN BRIEF UBERGEBEN.

WENN WIR IHN FESTNEHMEN, WERDEN WIR DIESEN BRIEF BEI IHM FINDEN.

Mein lieber Dantés,

Marseilles schönstes Schiff,

und das schönste Mädchen aus "Les Cata|ans"...

Die Glfilcksgéttin Fortuna hat Sie reich beschenkt.

Heute würde ich fiJr eine Viertelstunde gern Edmond Dantés heilLen,

um zu wissen, wie Glück sich anfUhlt.

Im Namen des Königs: aufmachen! - Gewiss wieder ein Streich!

Wer von den Herren ist Edmond Dantés?

Was wollen Sie?

Edmond Dantés, ich verhafte Sie im Namen des Königs.

Warum verhaften Sie mich? - Das erfahren Sie bei Ihrem 1. Verhijr.

Sie Werden ihn doch nicht mitnehmen? - Ich habe einen Befehl.

Wir kennen uns doch gut vom Hafen. Verraten Sie, worum es geht, Mr Barbaroux.

Im Dienst gibt es keinen Barbaroux mehr, sondern nur noch einen Herrn Kommissar.

Herr Kommissar, das ist sicher ein Irrtum.

Wenn das der Fall ist, Monsieur Morel, klért es sich schnell.

Ja, ganz ohne Zweifel. - Hast du keine Ahnung, Junge?

Nein, Papa. Ich schwöre. - Beeilen wir uns!

Wiedersehen, Papa.

Monsieur Morel. - Bis später.

Caderousse. - Bis gleich!

Ich wette, er ist gleich zurUck!

Los, es wird Zeit!

Und fangt zu tanzen an.

Gérard, bleib bei mir heute Abend!

Es ist meine Pflicht, den Mann heute zu verhéren.

WUrde Monsieur de Villefort das Vergnügen der Pflicht vorziehen,

wére uns dies nicht würdig.

Er verhindert vielleicht ein Komplott dieser Bonapartisten.

Mag sein. Aber ein Mädchen feiert nur einmal Verlobung.

Zerstére mir nicht den Abend, Vater.

Meine Tochter, du vergisst, dein GroBvater starb auf dem Schafott.

Und wir haben 15 Jahre lang als Emigranten gelebt.

Ich habe Klavierstunden geben mUssen. - Immer Schafott und Klavierstunden:

Man spricht über nichts anderes hier. Und ich tanzte heute nur 1 einziges Mal.

Ich hoffe, Monsieur hört nicht auf dich, trotz seiner Herkunft.

Ich habe gegen einen Agenten Napoleons stets die Todesstrafe beantragt.

Ich hoffe, Sie tun das auch dieses Mal. -Aber Vater!

Renée! Du liest zu viel.

Was sind das fUr Neigungen zu humaner Gesinnung?

Fordere deinen Verlobten auf, unerbittlich zu sein.

Dann bis später. - Renée! Du sollst Monsieur auffordern.

Gérard, sei unerbittlich.

Aber nicht zu sehr. Vergiss nicht, heute ist unsere Verlobung.

Das ist meine 1. Bitte an dich. - Ich verspreche es dir.

Herein?

Der Kommissar ist da mit einem Edmond Dantés.

Dantés soll hereinkommen.

Monsieur Dantés!

Herr Staatsanwalt, bitte klären Sie dieses Missverständnis schnell auf.

Meine Géiste warten. - Gäste?

Ja, ich feiere meine Verlobung. Da ist so eine Störung sehr unangenehm.

Sie können es sich nicht vorstellen. - Glauben Sie?

Ich will wissen, warum ich hier bin. - Alles der Reihe nach.

Sie sind Edmond Dantés, Kapitän der "Pharao".

Jawohl. - Und Sie waren nie Bonapartist.

Ich habe fast die ganze Welt umsegelt.

Aber die Politik...

Haben Sie Feinde? - Nicht, dass ich wüsste.

Das weiB man nie.

Lesen Sie dieses Schreiben hier, das Sie betrifft.

Die Schrift scheint verstellt.

Beweisen Sie mir, dass diese Anschuldigung falsch ist.

Falls Sie nie einen Brief aus Elba mitbrachten,

sind Sie sofort frei.

Also, antworten Sie! - Doch, Herr Staatsanwalt.

Ich habe ein Schreiben mitgebracht. Hier ist es.

Sie sehen, es geht um Weinféisser, nicht um Politik.

Vielleicht ist der Brief verschllllsselt. Nur keine Aufregung, Dantés.

Auf Elba hatte man einen guten Eindruck von Ihnen.

Niemand traut Ihnen etwas Schlechtes zu.

Nur Ihre Gutmflltigkeit ist Ihr Verbrechen.

Sie dafilr einzusperren, wére übertrieben.

Lassen Sie mich frei? - Vermutlich.

Nein, ganz bestimmt. Und das freut mich fiJr Sie und fUr mich.

Warum für Sie? - Ich feiere heute nämlich auch Verlobung.

Dieser seltsame Zufall soll Ihnen von Vorteil sein.

Lassen Sie mich wirklich frei? - Natijrlich.

Ihre Freiheit ist ein Geschenk an meine Verlobte.

Meine macht sich Sorgen und wartet ungeduldig.

Meine wartet vermutlich auch. Ach, bevor ich es vergesse...

Letzte Frage: FUr wen war der Brief?

Jemand sollte ihn bei mir abholen. - Wer?

Ein gewisser Monsieur Noirtier.

Wie sagten Sie? - Noirtier.

Sie haben diesen Brief niemandem gezeigt?

Nein, niemandem. - Sehr gut.

Ich beweise Ihnen mein Wohlwollen...

und vernichte ihn.

Damit ist jede Spur beseitigt.

Zufrieden? - Ich danke Ihnen, Herr Staatsanwalt.

In Marseille wissen nur wir beide von diesem Brief.

Leugnen Sie alles. Dann kann Ihnen nichts passieren.

Machen Sie sich keine Sorgen, ich habe den Brief nie gesehen.

Nie. Und Monsieur Noirtier?

Ist mir nicht bekannt. - Schwéren Sie!

Hier, auf die Bibel.

Heben Sie die rechte Hand! - Ich schwöre.

Darf ich jetzt gehen? - Man bringt Sie zurUck.

Haben Sie noch etwas Geduld.

Haben Sie Vertrauen und lassen sich fUhren.

Vielen Dank.

Schliefien Sie die Tür.

Hier, der Befehl. Lesen Sie.

"Edmond Dantés wird in Chéteau d'|f eingekerkert.

Strenge Geheimhaltung und Bewachung ist erforderlich."

Wohin bringt ihr mich? - Du sollst mitkommen, los!

Sie haben Befehl, mich freizulassen. Was tun Sie?

Ich werde ervvartet, lassen Sie mich...

Fahren Sie mich nach Paris.

Sire, selbst auf Elba bleibt Bonaparte sehr gefährlich.

Aber nein, nicht doch! Eure Majestät braucht euch nicht sorgen.

Bonaparte vertreibt sich die Zeit und wirft Steine ins Wasser.

Sehen Sie, mein Lieber. Unser Polizeiminister ist zuversichtlich.

Sire, wenn Ihr mir nicht glaubt, bitte ich Euch,

wenigstens diesen Beamten aus Marseille anzuhéjren.

Meinetwegen, ich höre ihn an.

Ein Geschenk meines Vetters, des Kaisers von Osterreich.

Beeilen wir uns!

Sehen Sie diese Telegramme durch. - Jawohl, Sire.

Ich habe AuskUnfte bekommen, dass Napoleon...

...versuche, mich zu stUrzen.

Sie sind also sofort nach Paris gekommen, um mir eine Mutmafkung mitzuteilen.

Aber...

Sie können beruhigt nach Marseille zurUckkehren.

Uberbringen Sie dem Marquis de Saint-Méran meine besten Größe.

Sire! - Was haben Sie?

Ich werde in 5 Minuten abgesetzt. - Warum?

Napoleon ist am 1. März gelandet. - Und heute ist der 3.!

Sie sind der Letzte, der es erfährt.

Ein Beamter aus Marseille weiß es eher als Sie und Ihre Polizei!

Monsieur, mijgen Sie uns ruhig in guter Erinnerung behalten.

Wir vergessen Ihnen das nie.

Bin ich nun abgesetzt?

Ich verzeihe Ihnen ein letztes Mal.

Ich mag keine Dummképfe.

Aber noch weniger mag ich neue Gesichter.

Vielen Dank. Bonaparte ist sicher schon verhaftet.

Wir lassen ihn vor Eurer Majestät tanzen wie einen Bären auf dem Jahrmarkt.

An die Arbeit!

Der Kaiser landete vor 92 Tagen, und erst heute wird sein Bild aufgehéngt.

Der Dienstweg ist lang, Herr Staatsanwalt. - Und immer eine Regierung zu spät.

Staatsanwalt de Villefort? - Nur Noirtier, bitte.

Es geht immer noch um Edmond Dantés. Sein Vater,

seine Verlobte, und einige Freunde sind hier.

Eine große Delegation. - Treten Sie ein.

Ja, Dantés. Warten Sie...

Edmond Dantés war angeklagt... - ...Napoleon zu dienen.

Die Justiz tat ihre Pflicht und ließ ihn verhaften.

Doch heute kommen wir zum Kaiser. - Ich beugte mich dem König, wie alle.

Leider. - Aber schrie nie: "Es lebe der König!"

Mein Vater ist rehabilitiert. Sie können sich also auf mich verlassen.

Falls Dantés nicht bald freigelassen wird, werden wir uns an den Kaiser wenden.

Da er mehrmals das Gefängnis wechselte, wissen wir nicht, wo er ist.

Ich werde an die Direktoren schreiben...

und ihnen mit dem Minister drohen.

Dann muss man ihn freilassen. - Vielen Dank, Monsieur.

Ich werde mich persönlich darum kilmmern.

Vielen Dank, Monsieur. - Kein Dank! Ich tue nur meine Pflicht.

Morel, waren Sie heute schon am Kaiserhof? - Jawohl.

Gibt es denn Neuigkeiten von der Schlacht? - Noch nicht.

Und wo findet sie statt? - Bei Waterloo. Ein unbekannter Ort.

Napoleon siegt bestimmt. - Ja.

Sie feiern Dantés' Befreiung und den Sieg bei Waterloo am selben Tag.

Danke.

Ist das auch fUr den Kurier? - Noch nicht. Das hat Zeit bis morgen.

Du wieder mit deinem SaufraB. - Ich bin Beleidigungen gewohnt.

Hör zu!

Ich gebe dir 100 Silberstilcke.

Du hast Geld? - Ja, in meinem Haus.

Das ist alles, was ich besitze. Ich gebe es dir.

Du musst nur nach "Les Cata|ans" gehen und Mercédés einen Brief übergeben.

Keinen Brief, nur 2 Zeilen. - Man sperrt mich ein.

Hör zu, falls du dich weigerst, schlage ich dir morgen den Schädel ein.

Dann liege ich 4 Wochen im Hospital und habe Urlaub.

Du hingegen wirst angekettet werden. Und das ist schlimmer.

Ich will zum Gouverneur!

Warum denn nicht gleich zum Papst oder lieben Gott?

Aber was soll ich machen? -Abwarten.

Puh, dieses héufige Umziehen geht mir auf die Nerven.

Und, wie geht es Ihnen heute?

Es war ein langer Weg bis hierher. Ich glaube, das Ende naht, Monsieur Morel.

Aber daran dürfen Sie nicht einmal denken.

Hier ist Ihre BrUhe. - Danke.

Vielen Dank, Monsieur Morel. - Hat er denn wieder alles bezahlt?

Auch die Miete. - Das dürfen Sie nicht, Monsieur Morel.

Sie haben doch Ihre eigenen Probleme. - Wer sagt das?

Sie haben eines Ihrer Schiffe verkauft. -Aber die "Pharao" bleibt fUr Ihren Sohn.

Sie sehen, ich habe noch Hoffnung. Meine Frau stickte diese Bérse fUr Sie.

Ich nehme sie gern an, aber ohne Geld. - Schon gut, dann eben nicht.

Ich wollte vorher noch meinen Enkel sehen.

Aber jetzt, Wo der Kaiser fort ist, wird uns niemand anhören. Niemand.

Ermutigen Sie ihn, Monsieur Morel.

Sie soll ihre Zeit nicht mit meiner Pflege verschwenden.

Und nicht auf ihren Verlobten warten. - Solange er lebt, warte ich auf ihn.

Leutnant Mondego. Meinen Glückwunsch.

Ich kenne Sie doch. Ach ja, die Delegation!

Lassen wir das, das war gegen meinen Willen.

Ich hatte Sie vorher gesehen.

Eines Nachts. Im Februar 1815.

Aha.

Manche Begegnung sollte man vergessen. Auch wenn sie allen Vorteile brachte.

Ach. Ihnen auch?

Als Staatsanwalt, in derAusUbung meines Berufes.

Sagen Sie es mir, falls Sie irgendwann Hilfe brauchen.

Vielen Dank. Ich beneide Sie, Herr Staatsanwalt.

Um meine Beförderung? - Nein.

Um Ihre kiJnftige Ehe. Ich möchte auch gern heiraten.

Mercédés? - Woher wissen Sie das?

Sie konnten sie damals nicht ansehen. - Ja...

Doch Mercédés wartet auf Edmond Dantés. Sie glaubt, dass er noch lebt.

Das ist viel verlangt. - Sie müssen ihn ja nicht hinrichten.

Sie soll es nur glauben.

Viele wurden erschossen nach dem Regierungswechsel.

Damals gab es viele Tote ohne Totenschein.

Jetzt gibt es einen Totenschein ohne Toten.

Eine préchtige Lösung.

Abgemacht. Armer Dantés!

Armer Dantés.

Armer Dantés.

Und jetzt kommen wir zu der Nummer 27, Herr Inspektor.

Das... lch kann den Namen nicht lesen. Die Feuchtigkeit hat ihn verwischt.

Dantés. - Ja...

Wie lang ist er hier? - 17 Monate.

Strenge Einzelhaft? - Ja, ja!

Die Einzelhaft ist gut:

Nach 2 Jahren sind die Gefangenen verrückt.

Sie leiden nicht mehr, wenn sie verrückt sind.

Dantés, der Geféngnisinspektor möchte Ihnen einige Fragen stellen.

Mein Freund, ich weiB schon, was Sie antworten.

Seit 15 Jahren höre ich in allen Geféingnissen Frankreichs immer dasselbe:

Sie sind unschuldig, und das Essen ist schlecht.

Nicht wahr? - Ja...

Er setzt die Tradition fort. - Das Essen ist mir egal.

Warum? - Seit 4 Tagen isst er nichts mehr.

Ich will ein Urteil hören! - Wurde er nicht verurteilt?

Das ist alles, was ich verlange!

Ich will wissen, was ich getan habe! Wofür werde ich bestraft?

Das weiB ich nicht, mein Freund. Ich prUfe Ihren Fall.

Ich kann...

also wieder hoffen.

Ja, natürlich! Aber essen Sie wieder.

Hier isst man nicht so gut wie im "Café Ang|ais",

aber die Suppe schmeckt sehr gut.

Jedenfalls hoffe ich, Sie werden bei meinem nächsten Besuch verurteilt...

und klüger sein.

Wollen Sie mich noch etwas fragen?

Ja, welcher Tag ist heute?

Der 30. Juli 1816.

Danke, Herr Inspektor.

Was steht in seiner Akte, warum ist er hier?

Ich glaube, auf Befehl von Monsieur de Villefort.

Der neue Staatsanwalt des Königs? - Ja.

Er hat Dantés am Tag vor Napoleons Landung einsperren lassen.

Oje, ein Bonapartist! Dann lassen wir den Fall besser ruhen.

Geht es dir besser?

Der Napf? - Ist runtergefallen.

Das gibt 14 Tage Arrest. - Habe ich schon.

Dein Glück!

Glaubst du etwa, ich hole dir einen neuen Napf?

Klettere 180 Stufen hinauf? Fällt mir gar nicht ein.

Iss, irgendwie.

Alles in Ordnung? - Alles in Ordnung.

H6ren Sie mich? Sind Sie noch da?

Haben Sie etwa Angst zu antworten?

Muss mich verhört haben. Hinter der Mauer ist niemand.

Ich habe wohl den Verstand verloren.

Wer sind Sie? Antworten Sie!

Und wer bist du? - Gefangener Nummer 27.

Ich bin Nummer 34. Hast du Werkzeug?

Ja, 1 Stück Eisen. - Arbeite dich zu mir durch!

Hier? - Ja, fast!

Hier? - Ja, da bist du richtig!

Wer sind Sie? - Ich bin...

Vielmehr ich war Abbé Faria. - Abbé Faria.

Wie seltsam...

Ich bin es nicht mehr gewohnt, meinen Namen zu hören.

Faria war einst ein schéner Name.

Alle Revolutionére Italiens haben ihn jubelnd ausgerufen.

Und wer bist du? - Edmond Dantés.

Edmond Dantés. - Mein Name hört sich auch fremd an.

Dabei bist du noch gar nicht sehr lang hier.

17 Monate? 2 Jahre? Ich weiB nicht mehr, wie lang...

Die Zahlen spielen verrückt in meinem Kopf.

Und wie lang sind Sie hier gefangen? - 10 Jahre.

Ich wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, in Frankreich und in Italien.

Aus welchem Grund? - Immer aus demselben:

Ich liebe die Freiheit - Verschwörer?

Ja, Verschwörer gegen alle Tyrannen. Und ich mache weiter.

Der Hass gibt mir Kraft und verhindert, dass ich altere.

Du bist auch politischer Gefangener, sonst wérst du nicht in Chéteau d'|f.

Erzéhl mir von deinen Feinden, und ich erzähle dir von meinen.

Dann planen wir, wie wir uns rächen.

Ich will mich nicht rächen.

Wenn Rache zu Gerechtigkeit führt, gibt es nichts Schéneres auf Erden.

An wem soll ich mich rächen? Ich habe keine Feinde.

Ich bin nicht mal verurteilt Worden. Wurde hergebracht, ohne Urteil.

Auf wessen Befehl?

Niemand wollte es mir sagen. Ich finde es nicht heraus.

Wir finden es heraus. Wenn du nicht lügst.

Und du lügst nicht. Dann bestrafen wir die Schuldigen.

Ich bekémpfe die Ungerechtigkeit mit aller Kraft.

Wir fUhren den Kampf in Zukunft gemeinsam.

Und wir haben die Mittel dazu.

Denn merk dir gut, was ich dir sage:

Du magst einen zerlumpten Gefangenen vor dir sehen.

Aber vielleicht ist er der reichste Mann der Welt.

Hältst du mich etwa auch fUr wahnsinnig? - Nein, ich bewundere Sie.

Woher nehmen Sie diesen Mut, nach 10 Jahren?

Ich habe nicht aufgehört jeden Tag daran zu arbeiten.

Woran? - An der Flucht.

Ich habe alles versucht. Téuschte Krankheiten vor.

Bestach die Wachen, bot dem Direktor mein Vermögen an...

Alles war umsonst.

Dann habe ich es geschafft, dieses Werkzeug herzustellen.

Und seit 3 Jahren grabe ich.

Drei Jahre, um einige Steine zu lockern.

Und wieder war alles umsonst.

Denn meine Berechnungen waren falsch.

Ich wollte unter der Geféngnismauer durch, an der oberen Felsenkante.

Aber die Felsen sind da!

Ich habe die Orientierung behalten, als man mich hergebracht hat.

Wir beginnen wieder mit der Arbeit. Aber das dauert Jahre, auch zu zweit.

Die Zeit zählt nicht, wenn man wieder Hoffnung hat.

Wir werden den Tag gemeinsam erleben, an dem wir das Meer sehen.

Das Meer...

Alle Segel setzen!

Ein Unwetter zieht am Horizont auf! - Das ist mir egal! Hier befehle ich.

Sie sind streng. - Ich bestimme hier. Und Gott.

Doch Gott beachtet uns nicht. Sonst wären wir beide nicht hier.

Trinken wir auf Ihre schnelle Ernennung!

Ich bin zum Sultan kommandiert.

Darum bringe ich Sie nach Konstantinopel.

Das ist ein wichtiger Posten. Wie haben Sie ihn bekommen?

Dank eines Beamten des Königs. - Dann trinken wir auf dessen Wohl.

Ich glaube, ich kenne seinen Namen. - Zum Wohl!

Er fühlt sich sicher wohl.

Wohler als der arme Dantés. Er musste so jung sterben.

Ja, bedauerlich für ihn.

Bedauerlich? Das ist Schicksal, mein Freund.

"Kismet" sagen die Araber. - Das ganze Leben ist vorgeschrieben.

Und bei Dantés mit der linken Hand! - Sie reden zu viel!

Einer von uns kann sicher fliehen, auch wenn unsere Arbeit scheitert.

Und wie? - Wenn ein Gefangener stirbt,

néhen sie die Leiche in ein Segeltuch ein und werfen sie ins Meer.

An besagtem Tag muss man also nur den Platz des Toten einnehmen.

Aber man kann sich nicht bewegen und ertrinkt!

Man schlitzt den Sack auf, mit einem Messer.

Man braucht ein Messer.

Ich habe ein Messer.

Ich habe lang daran gearbeitet. PriJfe, ob die Klinge scharf genug ist.

Du siehst, der Überlebende kann fliehen.

Und da du der Jilngere bist...

Aber hast du auch genUgend Geduld, um auf diesen Tag zu warten?

Glauben Sie etwa, ich könnte Sie téten?

Nein. Inzwischen weiB ich, dass du keine bösen Gedanken hegst.

Du kannst mir gerade ins Gesicht sehen.

Gott wird zwischen uns entscheiden.

TAGE, MONATE, JAHRE VERGEHEN...

Noch ein letztes Stückchen! Dann miJssen wir wieder hinauf.

HochwUrden?

Hochwilrden, sind Sie verletzt?

Antworten Sie, Hochwilrden!

Sind Sie verletzt, Abbé Faria?

Ich kann mich nicht mehr bewegen. Ich muss mir etwas gebrochen haben, da.

Ich werde jemanden rufen. - Nein! Du sollst nicht rufen.

Nicht sprechen, nicht sprechen.

Sparen Sie Ihre Kräfte bis zur Nacht. - Ich werde die Nacht nicht mehr erleben.

Hochwilrden, Sie werden nicht sterben. - Doch. Aber es tut mir nicht leid.

Meine Erfahrungen, meine Gedanken,

mein Werk: Nichts ist verloren.

Denn ich habe dir alles Ubermittelt.

Du lebst und wirst mein Nachfolger...

Hochwilrden, ich flehe Sie an!

Ich verrate dir jetzt mein Geheimnis.

Hör zu, Dantés.

Du wirst einmal der reichste Mensch der Welt sein.

Ich habe einen Schatz gefunden,

den Schatz des Cesare Spada.

Dieser Schatz liegt seit über 2 Jahrhunderten vor Orbetello.

Auf der Insel "Monte Christo".

Schau an der Wand da, an der Mauer...

Ja, da...

Der Plan der Insel,

das Wappen der Familie Spada.

In einer Grotte.

Der Schatz, der...

Regen Sie sich nicht auf. - Der Schatz...

Glaubst du mir etwa nicht? - Doch, aber Sie haben Fieber.

Schwére, dass du hinfahren wirst. - Ich schwöre es Ihnen.

Du siehst, Gott hat entschieden.

Es ist sein Wille, dass du der Gerechtigkeit dienst

und die Schuldigen bestrafst.

Aber vergiss nicht... Vergiss nicht... - Was?

Das... - Richtig, das Messer.

Ich werde Ihr Werk zu Ende führen. - Danke.

Er schläft schon wieder am Tag. So ein faules Leben hétte ich auch gern.

Bist du krank?

Das wird jetzt frisch im Wasser. - Der friert nicht mehr.

1,2,

3!

Ihr habt es gut, schlaft den ganzen Tag, und wir müssen arbeiten.

Fehlt dir etwas?

Das ist sicher eine Falle der Zéllner. Lass uns weiterfahren.

Ruder auf Backbord! - Spinnst du, Jacopo?

Ich lasse niemanden sterben.

Der Zoll kommt bestimmt nicht zu uns. Die haben bestimmt Besseres zu tun.

Auf Backbord, habe ich gesagt!

Hast du ein Morgenbad genommen? Woher kommst du?

Antworte! Wir nehmen nicht jeden auf.

Unser Schiff ist heute Nacht gegen die Felsen geprallt.

Felsen? Wo? - Da drüben.

Wir haben nichts gesehen.

Kein Schiff, keine Schiffbriichigen, nichts.

Lilgst du uns etwa an?

Hast du keine bessere Erklärung? - Nein.

Die Kanonen von Chéteau d'|f.

Vielleicht ist jemand ausgebrochen?

Hier, das ist Rum.

Du hast sicher viele Jahre keinen getrunken.

Welcher Tag ist heute? - Der 28. Februar.

Und welches Jahr? - 1833.

Ach, Unsinn. Ihr macht einen Scherz.

1833?

Das ist nicht méglich.

18 Jahre.

Trink einen Schluck.

Keine Eile, hier an Bord bist du sicher.

Wir mögen Ausbrecher lieber als Zéllner. - Ihr wisst Bescheid.

Natilrlich.

Ausbrecher bekommen die grofie Salve: 12 Kanonenschilsse wie ein Admiral.

Wenn sie dich kriegen, gibt es nur die kleine Salve:

12 Gewehrkugeln in die Haut, wie in der 2. Reihe.

Aber die kriegen dich nicht. - Ich sollte euch bald verlassen.

Setzt mich bei einer kleinen Insel ab, Wo niemand hinkommt.

Damit etwas Zeit vergeht. Wann kommt ihr wieder dort vorbei?

In 8 Tagen. - Nehmt mich dann wieder mit.

Wie du willst. Wo sollen wir dich absetzen?

Auf "Monte Christo". Liegt auf dem Weg. - Einverstanden. Morgen früh sind wir da.

Bis in 8 Tagen!

Jawohl! Bis in 8 Tagen!

Hat es geklopft? Ich bin sicher, es hat geklopft.

Wer mag das sein...

Sie wünschen? - Ich glaube, ich komme ungelegen.

Ja, wir haben eine kleine Feier. - Ich will nicht stören.

Nur 1 Frage:

Was ist aus Monsieur Dantés geworden? Er hat hier einmal gewohnt.

Moment. Monsieur Dantés sagen Sie? Den Namen habe ich schon mal gehört.

Ich glaube, er ist gestorben. Vor langer Zeit.

Und...

Mademoiselle Herrera?

Mercédés Herrera?

Die kenne ich nicht. Muss lang her sein.

Fast 20 Jahre. - Damals wohnten wir nicht in Marseille.

Valentine! Valentine! Valentine!

Verzeihen Sie. Sie hören, sie wollen weiterfeiern.

Solche Gelegenheiten muss man nutzen.

GEBAUDEVERKAUF DURCH ZWANGSENTEIGNUNG - AM 5. SEPTEMBER 1835

Was ist aus Monsieur Morel geworden?

Wieso fragen Sie das?

Haben Sie das Plakat gesehen? - Ja, gerade eben.

Er ist beliebt. Darum ist das Haus noch nicht versteigert.

Seine Gléubiger hatten Geduld. Aber alles hat sich gegen ihn gewendet:

Konkurrenz, Préfektur... - Warum die Préfektur?

Wegen seiner Einstellung. Und er hat auch viel Pech gehabt.

Trinken Sie ein Glas mit mir. - Ich sage nicht Nein.

Alles begann mit dem Untergang der "Pharao".

Ist sie gesunken? - Ja, und auch noch bei Schénwetter.

Man muss sagen, das Schiff hatte einen seltsamen Kapitän.

Einen Trunkenbold namens Caderousse. - Caderousse?

Ja. Sein Vorgänger wurde wegen politischer Umtriebe verhaftet.

Wie hieß er nur... Warten Sie...

Ist er noch Kapitän? - Nein!

Nach dem Schiffbruch musste er seinen Abschied nehmen.

Er ist inzwischen verheiratet und Gastwirt.

Wo? -Am Pont du Gard.

Samstagabend, und nichts los.

Warum habe ich nur eine Kneipenbesitzerin geheiratet!

Deine Schuld, dass niemand kommt: Du betrilgst die Kunden.

Du auch! - Aber wenigstens mit einem Lécheln.

Wo war denn dann dein Lécheln,

als ich mir von dem 1.Adjunkt Geld borgen wollte?

Stell dir vor, ich habe keine Lust gehabt, dich mit ihm zu betrügen.

Alles nur Geschwätz! - Es ist immer das Gleiche:

Guckt ein armer Kerl mich an, bist du wütend.

Ist er reich, siehst du weg. - Reden wir davon, dass wir pleite sind!

Wir verkaufen deine Bruchbude, Mädchen! - Wir sind arm, weil du feige bist.

Ach was.

Lass doch die Schmuggler ihre Waren im Keller verstecken.

Das ist gefährlich. - Ein Feigling bist du.

Willst du eine Ohrfeige... - Versuch es!

Feiger Kerl.

Du bist eben kein Mann.

Verzeihen Sie, ich bin Pater Busoni.

Ich würde gern Gaspard Caderousse sprechen.

Ich habe kein Geld! - Ich bitte nicht um Almosen.

Setzen Sie sich, Pater.

Stére ich etwa? - Meine Frau.

Kannten Sie im Jahr 1815...

einen Schiffsoffizier mit Namen Dantés?

Ja, sehr gut sogar! Ich war 2. Offizier und einer seiner besten Freunde.

Ich war verzweifelt bei seiner Verhaftung.

Der arme Dantés wurde später erschossen.

Erschossen? Wer sagt das? - Fernand Mondego. Kennen Sie ihn?

Ja, er war der Vetter von Dantés' Braut Mercédés.

Fernand hat uns im Jahr 1816 gesagt,

dass Dantés tot ist. - Und Mercédés hat es geglaubt?

Sonst hétte sie Fernand ja nicht geheiratet...

Dieser Fernand war schon ein schlauer Kerl!

Wurde Dantés etwa nicht erschossen?

Nein, er ist erst kllirzlich gestorben. Ich persönlich habe ihn gesegnet.

Wusste er, warum er eingesperrt war? - Nein.

Was sind das für Zusténde heutzutage!

Er starb also im Elend.

Nein, er hatte im Gefängnis einen reichen Freund.

Dieser hat ihm einen Diamanten geschenkt.

Einen Diamanten? - Ja.

Einen echten? - Hier ist er.

Wie viel ist er wert? - 50.000 Francs. Mit Ring noch etwas mehr.

Sind Sie der Erbe? - Nein, der Testamentsvollstrecker.

Der Er|6s wird zwischen seinem Vater, Mercédés und Caderousse geteilt.

Aber sein Vater ist bereits tot. - Ich weiß, er wird in 2 Teile geteilt.

Darf ich ihn ansehen? - Bitte.

So einen groEen habe ich noch nie gesehen.

Und warum in 2 Teile? - Mercédés bekommt eine Hälfte!

Mercédés, das ist Uberflijssig. - Warum?

Sag es ihm! Los! - Ich weiß, sie ist verheiratet.

Gibt es außer der Heirat noch einen Grund?

Allerdings. - Welche?

Außerdem ist sie reich genug.

Mondego hat Karriere gemacht und ist reich.

Er nennt sich jetzt Graf de Mortcerf.

Das ist kein Grund, sie auszuschließen. - Ich erklére es Ihnen:

Dantés war denunziert Worden.

Unmöglich. - Und Mondego war daran beteiligt.

Sei still. Das ist nur eine Annahme. - Ja, wenn das so ist...

Nein, es ist wahr! Mein Mann war dabei. - Sei still.

Er sah, wie Fernand den Brief zu Ende schrieb.

Wer hatte ihn begonnen? - Ich weiß nicht mehr, ich war betrunken.

Fernand hat den Brief im Justizpalast abgegeben.

Das erschwert die Erbschaft.

Geben Sie uns den Stein.

Caderousse war Dantés bester Freund.

Ja, und ich habe seinen Vater begraben.

Sie? - Ja, und seine Möbel verkauft.

Wir hatten viel Mühe mit dem Transport.

Da, der Tisch dort ist von ihm. - Die beiden Stilhle auch.

Und die Lampe, die Tischdecke...

Und diese alte Geldbérse. - Wir haben ihn nicht vergessen.

Aber "J" und "M" sind nicht die Initialen von Monsieur Dantés.

Das sind die Initialen von Monsieur Morel.

Er hat ihm die Bérse geschenkt, mit etwas Geld darin.

Dann scheint alles klar.

Dieser Diamant gehért rechtméBig Ihnen.

Es ist spät, ich muss gehen. - Darf ich Ihnen etwas anbieten?

Ein Andenken an unseren Freund Dantés? - Ja, die Geldbérse.

Natilrlich nur, wenn sie leer ist. - Wenn Ihnen das Freude macht...

Für Ihre Armen. - Vielen Dank, Madame. Adieu.

Der Stein soll Ihnen Glück bringen! Denn Sie haben es verdient.

Hoffentlich ist er echt. - Natürlich!

Von einem Pater. Sonst geh ich nie mehr zur Messe.

Wir fragen den Juwelier Joannés aus Paris. Er ist in Beaucaire wegen des Marktes.

Nur der Juwelier soll davon wissen. Die Leute hier sind geschwétzig.

Ich reite gleich los. - Ja.

Schnell! Was ist? - Der Stein ist echt!

Aber Monsieur Joannés bietet nur 45.000. - Nur?

Ja! Ihr Mann und ich haben uns nicht einigen können.

Er wollte erst Sie fragen. - 5.000 verlieren? DafUr sind wir zu arm.

Schade! Ich hétte das Geld schon bei mir.

Nein, wir finden einen anderen Kéufer.

Der würde sich vielleicht wundern, so ein Diamant féllt nicht vom Himmel.

Vielleicht alarmiert er sogar die Polizei.

Aber wie Sie wollen, nicht wahr?

Los! Gib ihm den Ring.

So bemUhten wir Monsieur Joannés nicht umsonst.

45.000.

Und jetzt essen Sie noch mit uns, ja? - Nein, ich bedauere.

Monsieur Joannés, machen Sie uns doch die Freude.

Ja, bitte! - Bitte bleiben Sie.

Nein, ich muss zuriJck. - Warten Sie das Gewitter ab.

Das kann noch die ganze Nacht dauern. - Eben. Am besten Sie Ubernachten hier.

Nein, ich habe noch zu tun. - Er hat zu tun.

Danke! Bemühen Sie sich nicht! Ich weiB, wo der Stall ist.

Gute Nacht! lst das finster!

Gehen Sie am Kanal entlang! Immer geradeaus!

Gute Nacht!

Warum lässt du ihn gehen? Er hatte noch viel Geld bei sich.

Die 5.000 wollte ich auch noch kassieren. - Halt den Mund.

Du hast bestimmt das Gleiche gedacht.

Aber du bist eben kein Mann! - Was?

Warum lässt du ihn dann gehen? - Sei still!

45.000 Francs sind nicht schlecht. - Immer bist du zufrieden.

Gib her, ich vervvahre es. - Lass los! Das gehört mir.

Gib mir die Hälfte! Ich bezahle unsere Schulden.

Lass mich in Frieden!

Der liebe Gott schickt ihn zurUck!

Wir haben gerade von Ihnen gesprochen und Sie in dem Unwetter bedauert.

Das war kein Vergnügen. Ich habe mir gesagt, das muss nicht sein.

Hier haben Sie es besser! In der warmen Stube! Bei uns!

Caderousse, öffne eine gute Flasche. Wir haben was zu feiern.

Aber... Ich glaube, das Unwetter hat aufgehört.

Nein, es féngt gerade erst an.

Ich habe keine Angst, aber so ein Unwetter lockt Diebe hervor.

Diese armen Leute da draußen. - Die Bedauernswerten!

Sie haben es hier warm und trocken. - Machen Sie sich keine Umstände.

Fiir Freunde tun man das gern. Wann brechen Sie auf?

Bei Tagesanbruch. - Wir wecken Sie. Schlafen Sie unbesorgt.

Vorher gibt es ein gutes Abendessen.

Los, mach schon.

Diebe! Mörder!

Nein...

Verzeihung, Mademoiselle. Sind Sie Julie?

Tochter des Reeders Morel? - Ja.

Geben Sie das bitte Ihrem Vater. - Und von wem?

Mein Name ist unwichtig. Fragen Sie nicht mehr.

Eines Tages werden Sie verstehen.

Also, sagen wir morgen um Punkt 10 Uhr.

Es wére schmerzlich für Sie, bei der Versteigerung anwesend zu sein.

Ich rate Ihnen davon ab, zu kommen. Es sei denn natürlich,

Sie möchten selbst mitbieten. - Ich habe kein Geld, darum kam es dazu.

Ja, das ist wahr.

Vater!

Vater!

Vater! - Was?

Du bist gerettet! - Gerettet...

Hier. Mach es auf!

Schau nur, was drin ist:

all deine Schuldscheine! - Eingelést?

Eingelést. Was hat das zu bedeuten?

Monsieur Morel! Monsieur Morel!

Was ist?

Der Hafenkommandant schickt mich:

Ein Schiff mit Ihrer Flagge und dem Namen "Pharao" léiuft eben ein.

Monsieur Morel? - Ja, aber wieso meine Flagge?

Dieses Schiff gehért Ihnen, Papiere sind in meiner Kajilte.

Ich verstehe nicht ganz. Und woher kommen Sie?

Aus Genua, von der Werft. - Ach. Und wer ließ es ausrilsten?

Eine Bank hat das Geld Uberwiesen, aber niemand kennt den Auftraggeber.

Guten Tag, Jacopo. Trauerst du deinem friiheren Gewerbe nach?

Nein, das war eintönig geworden. Immer nur Tabak...

Nichts als Tabak. Ich bin froh über die Veränderung.

Du bist Verwalter des Grafen von Monte Christo.

Die Urkunde, die du bringst, stammt vom Grafen der Toskana.

Dieser hatte dringend Geld nötig.

Herr Graf... - Nein, du nennst mich bitte niemals so.

Steig ein, ich erklére dir alles.

200 Goldmilnzen, wenn wir bis Dienstagmittag in Paris sind.

Ich sage dir,

warum der Graf von Monte Christo so eilig nach Paris will.

ENDE DES 1. TEILS

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.