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Sind Sie wahnsinnig?
Meinen Sie?
Ja,
halt dich schön fest.
Du hast ja ein süßes Popochen. Ja?
Bist du doch da?
Ja, gleich wirst du es sehen.
Komm. Pass auf.
Schau, da bin ich schon.
Ja? Ja.
Meine Güte, was werden Sie jetzt von mir denken?
Ich würde sagen, jetzt brauchen Sie eine Portion vom weißen Riesen.
So, ich muss weiter. Vater!
Erst das Vergnügen, dann der Beruf.
Wann sehen wir uns denn nochmal?
In vier Wochen kehre ich wieder.
Bis dahin, alles Gute.
Passen Sie auf, dass Sie sich nicht brechen. Keine Sorge.
Tja, da wären wir wieder mal bei unserem Thema.
Nummer eins.
Oh, einigen von Ihnen sehe ich an, dass Sie das Thema Liebe und Ehe für
erschöpft halten.
Ja, aber je jünger die Frauen sich verheiraten, umso eher neigen sie zu der
Ansicht, sie wüssten schon alles über Liebe, Sex, das Leben und die Ehe
oder wenigstens so gut wie alles.
Nun, junge Frau? Nur, was du mir beigebracht hast. Gerade sehr junge
finden sich dann in ihren viel zu früh geschlossenen Ehen oft Problemen
gegenüber, mit denen sie einfach nicht gerechnet hatten.
Sie, meine Damen und Herren, sollen den Problemen dieser blutjungen Ehefrauen
nachgehen. Wir werden Ihnen hierfür noch einige Tipps mit auf den Weg geben.
Bitte schön, Herr Dr. Kluge, Sie sind dran. Dankeschön.
Ja, meine Herrschaften, dann wollen wir mal.
Und was ist das für eine Haarart, Mami?
Ist das die Frau von Löwen, Mama?
Unsere erste Befragung führt uns zu Frau Sabine Henking.
Sie ist seit sieben Jahren mit dem Hochbaustatiker Bruno Henking glücklich
verheiratet und hat zwei reizende Kinder.
Sie haben mit 19 geheiratet und Ihr Mann ist 12 Jahre älter als Sie. Hat sich
der Altersunterschied ausgewirkt?
Ja, am Anfang ging das schon.
Aber als das Mädchen zur Welt kam, die kleine Wohnung und das Kindergeschrei.
Wissen Sie, mein Mann, der ist im Außendienst.
Wenn der abends heimkommt, dann will der seine Ruhe haben.
Hat es irgendwelche Komplikationen gegeben?
Komplikationen?
Aber später, da hat er dann seinen Stammtisch gehabt.
Und wie dann noch der Bub kam.
Aber jetzt hat sich das glücklicherweise geändert. Wieso?
Ja, das kam durch den Quiz, die Reklameveranstaltung. Ich bin nur zum
Babys haben eine viermal weichere Haut als Erwachsene. Was folgt daraus?
Bitte.
Babys brauchen eine viermal weichere Wäsche.
Sehr gut.
Und jetzt die Preisfrage.
Welches Waschmittel wäscht so weich, weicher geht's nicht?
Frau Holl ist spezial.
Sie hat es, sie hat es.
Sie hat es. Eine Reise in den Süden. Acht Tage in einem Luxushotel.
Wir gratulieren Ihnen, Frau Sabine Henke.
Ich wusste gar nicht, wie ich es meinem Mann beibringen sollte, wo die Reise
doch bloß für eine Person war.
Ich meine also, wenn du dir freinimmst, dann können wir doch auch zu zweit
hinfahren.
So viel mehr kann das nicht kosten. Außerdem habe ich ja noch mein Sparbuch.
So kurz vor der Schlussbilanz?
Außerdem ist das Ausland sowieso nicht mein Fall.
Wenn du willst, kannst du allein fahren.
Vielleicht tut es dir mal gut, wenn du auf andere Gedanken kommst.
Ja, aber wer soll ich denn für dich und die Kinder?
Meine Mutter freut sich bestimmt, wenn sie die Kinder mal für sich alleine hat.
Ich weiß
nicht, aber mein Mann schien direkt froh, dass er mich los war. Jetzt konnte
zu seinem Stammtisch, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Ein bisschen komisch war mir schon zumut.
Jetzt war ich nur im Allgäu gewesen und in Ruppolding.
Und plötzlich sah ich da in einem Flugzeug mitten unter lauter Reise
die das gar nichts Besonderes war. Sind Sie schon öfter geflogen? Nein, das ist
das erste Mal.
Ein erhebendes Gefühl.
Oh, sehr aufmerksam.
Dankeschön. Zum Wohl.
Meine Damen und Herren, würden Sie sich jetzt bitte wieder anstallen und das
Rauchen einstellen.
Jetzt werden wir gleich landen.
Und die Erde hat uns wieder.
Ich habe mir gedacht, jetzt lerne ich endlich die große Welt kennen. Aber
kann man viel.
Vom Flughafen gab es da so einen Bus bis zum Wasser. Und dann war ich da mit
einem Motorbötchen und so zwei ausgediente Gondoliere.
Mein Gepäck haben sie mich dann erlarst leben lassen.
Richtig heiß ist mir auf den Weg geworden.
Ich bin richtig ins Schwitzen gekommen. Ich habe müssen mein Jäckelchen
ausziehen.
Das Gässchen, in dem meine Luxuspension lag, war so schmal, dass nicht einmal
ein Taxi hinfahren konnte.
Und die fürchterlich viele Treppe, die ich immer nur aufsteigen musste.
Ich habe mindestens eine halbe Stunde gebraucht, bis ich es gefunden hatte.
Guten Tag, Frau.
Guten Tag. Mein Name ist Sabine Henking. Für mich ist ein Zimmer hier gebucht,
mit mehr Blick.
Per piacere, può darmi la riservazione?
Meine, sie deckt hier.
Vediamo un po', vediamo un po'. Ah, si.
Ecco la chiave numero uno.
Prego, prego, Signora, si accomodi.
Venga, venga avanti, prego, Signora. Si accomodi, venga, Signora.
Mir sind fast die Tränen gekommen.
Wie ich das Bett gesehen habe.
Sowas hätte mir daheim schon längst auf den Müll geschmissen.
Und der Staub und der Dreck überall.
Und dann bin ich auf den Stuhl gestiegen und habe gerade so ein kleines
Stückchen mehr gesehen. Also beduppe lasse ich mich nicht, habe ich mir
Jetzt beschwere ich mich aber.
Ich möchte den Inhaber sprechen.
Den Inhaber.
Ja, ja, ja, den Padrone. Der Pensionsinhaber war Don Mario.
Eigentlich hieß er Franz Kutsera und war auch ein Deutscher.
Buongiorno.
Sind Sie der Inhaber, Don Mario?
Ja, der bin ich.
Ich habe ein Zimmer mit Meerblick gebucht.
Und jetzt habe ich noch nicht einmal ein einzelnes Fenster drin.
Da haben Sie wirklich Pech gehabt, dass Sie ausgerechnet bei mir gelandet sind,
meine Frau.
Sie sind halt klein und beseitig.
Ich würde sagen, drittklassig.
Was sind Sie mit der Inhaber? Ach schon, aber ich verstehe nichts von Geschäft.
Von Beruf bin ich Reitlehrer, aber dann habe ich eine Karambolage gehabt. Eine
was? Alles zusammen ist das.
Und von dem Geld, das mir die Versicherung gezahlt hat, habe ich die
gekauft. Kommen Sie, ich zeige Ihnen das Beides an.
Damit Sie nicht noch mehr Enttäuschungen erleben, schreibe ich Ihnen ein paar
Lokale auf, wo Sie sehr gut und preiswert essen können.
Bitte nehmen Sie Platz.
Ja, wie? Ich denke, ich bin hier in Pension.
Im Vertrauen, das Menü ist bei uns auch drittklassig.
Ich weiß nicht, wie ich Ihnen das erklären soll, aber man hat ihn einfach
haben müssen. Schon weil er so gar nicht gewusst hat, wie er sich helfen soll.
Ich hatte einfach das Bedürfnis, ihn wieder auf die Beine zu stellen.
Los, los, auf die Wand, auf die Wand.
Mein Gott, ist das ein Dreck hier.
Wie viele Jahre habt ihr denn hier nicht geputzt?
Geht kein Wolle, mir fährt es nicht.
Wirklich, woher haben wir denn noch Quattro?
Mein Enkel, ich bete Sie an.
Danke. Oh, sind die schön.
Nicht so schön wie Sie.
Ich habe mich furchtbar gefreut über die schöne Rose.
Aber natürlich bin ich auf seinen Schmäh mit reingefallen.
Aber Gretel, was machen Sie denn da? Die Blumen sollten für Sie sein.
Ein kleines Zeichen meiner ganz persönlichen Dankbarkeit.
Wenn Sie mir wirklich danken wollen, dann laden Sie mich zum Essen ein, gell?
Schön, was der da singt.
Nur von Liebe und Tod.
Ich möchte wetten, auf Deutsch klingt das nicht halb so schön.
Wenn der Tod mir naht, denke ich an dich, meine weiße Rose.
Also vom Tod wollen wir lieber nicht sprechen.
Mir gefällt das Leben einstweilen sehr gut.
Warum bleiben Sie eigentlich hier, Sabine? Für immer?
Ja, was denken Sie? Ich habe Mann und Kinder da rein.
Hier, das sind sie, die Kinder.
Sehr lieb.
Die müssen Sie natürlich nachholen.
Aber Mario, was denken Sie? Wo die doch kein Wort Italienisch können.
Aber hier sind sowieso viele Deutsche. Schauen Sie mich an.
Meinen Sie nicht, ich hätte Talent zum Vater?
Sabine, in ein, zwei Jahren hätten wir eine schicke Pausone.
Ach, Mario.
Hör doch mal auf, man versteht ja sein eigenes Wort nicht mehr.
Was meinen Sie, wie schwer mir das Gefallen ist, Nein zu sagen?
Der Wein, die Musik, der Sonnenuntergang, wie ein
Sie zwischen Ihnen und Mario überhaupt nichts gegeben.
Ja, was denken Sie dann?
Bei einer Scheidung wäre ich der schuldige Teil gewesen.
Mein Mann hätte die Kinder nie rausgerüstet.
Kommt, Kinder, wir wollen weitergehen. Ja, Mami.
Und dann war ich ganz glücklich, wie ich meinen Mann und die Kinder so da am
Flur habe, auf mich warte sah.
Mutti, Mutti.
Hier ist noch jemand.
Hast du mich denn wenigstens ein bisschen vermisst?
Das heute ist noch schöner als auf unserer Hochzeitsreise. Ja, gell, Reise
schön.
Du, ich liebe dich.
Ach du, dass die Reise noch so schön geworden ist.
Sag mir, dass du hier bleibst.
Ja, was du willst.
Irgendwie kommst du mir verändert vor.
Ja? So bist du noch nie gewesen.
Ich meine, so feurig und... Vielleicht habe ich dich mit einem heißblütigen
Italiener bedroht.
Ich gebe zu.
Ich bin in der letzten Zeit kein sehr aufmerksamer Liebhaber gewesen.
Dafür hast du dich aber jetzt schwer gebessert.
Warum heiraten viele Mädchen so früh? Nun, etwa 30 Prozent der jungen Mädchen
halten es für schick und romantisch.
Tatsache aber ist, dass wir aus viel prosageren Gründen im Hafen der Ehe
Wohnungsnot, Schwangerschaft, Zerwürfnisse im Elternhaus und vor
Mangelnde Aufklärung.
Na, ihr beiden?
Ich freue mich, dass Sie auch diesmal wieder dabei sind.
Viele junge Mädchen flüchten sich aus der Geborgenheit des Elternhauses direkt
in die Frühehe. In puncto Frühehe sind Sie beide ja Spezialisten.
Wie lange sind Sie jetzt verheiratet?
Im nächsten Monat werden es zwei Jahre.
Ganz abgesehen von den Fällen, wo Sie aus Zweckmäßigkeitsgründen, wie zu
Großmutters Zeiten, einfach verheiratet werden.
Ich nehme an, auch Sie haben Ihre Probleme.
Haben wir Probleme?
Nicht, dass ich wüsste. Auf jeden Fall können wir uns manches leisten, was wir
uns vorher verkneifen mussten.
Danke,
Tränchen, ich komme.
Also dann, viel Erfolg.
Danke.
Du, was meinst du mit manches?
Ach, ein Kind?
Du, das geht nicht. Ich bin ja schließlich kein Känguru, das mit
große Sprünge macht.
Zoologie -mangelhaft. Kängurus springen immer. Ob mit Fäumen oder Lärmbeutel.
Frau Irene Horvath, ist Studienreferendarin an einer Oberschule
macht zurzeit ihr Staatsexamen.
Vor mehr als zwei Jahren verliebte sie sich in Dubrovnik in einen jungen Arzt.
Um sich das Zulassungsrecht für eine freie Arztpraxis in Deutschland zu
verpflichtete er sich kurz darauf als Assistenzarzt an einem
Ursprünglich hatten Milan und ich nur mit einem Jahr gerechnet, höchstens
anderthalb, aber jetzt sind wir schon seit drei Jahren getrennt.
Aber so eine Zulassung kann doch nicht so lange dauern. Das hatten wir uns auch
eingebildet. Anfangs haben wir uns noch regelmäßig alle vier Wochen besucht.
Dann wurde es immer unregelmäßiger.
Oft rief er im letzten Augenblick erst an und sagte, er habe Dienst.
Oder er kam doch noch und dann war er völlig übermüdet.
Ein Uhr.
Um acht Uhr hätte er da sein müssen. Sein Zug ging kurz vor sechs.
Irina, entschuldige, dass ich so spät bin, aber du weißt ja, ich war wieder
zur letzten Minute im OP.
Weißt du, ein Kollege hat mich im Wagen mit zum Bahnhof genommen, sonst hätte
ich den Acht -Uhr -Zug nicht mehr bekommen.
Aber das macht doch nichts, Liebling. Setz dich schon mal hin.
Hier, nimm deinen Wein.
Wir können sofort essen.
Ja, Schatz. Ich habe alles warmgestellt.
Fischspieler, dein Lieblingsgericht.
Na, wie war es in der Klinik? Hast du einen anstrengenden Tag gehabt?
Du arbeitest dich auch noch mal zu Tode.
Ich habe ihm wirklich angesehen, dass er müde war.
Ich wusste, er hatte nur einen Wunsch.
Schlafen. Milan, du schläfst ja schon.
Das ist eine kräftige Suppe, die wird dir gut tun.
Nein, danke. Ich habe gar keinen Hunger.
Lass mir lieber ein heißes Bad ein, ja?
Es war vier Wochen her, dass wir zum letzten Mal miteinander geschlafen
Kein Wunder, dass ich ein bisschen ausgehungert war.
Milan, bist du bald soweit?
Liebling, du musst den Wecker noch stellen.
Auf halb fünf.
Aber ich habe gedacht, du würdest hierbleiben.
Über Sonntag. Du, ich habe morgen früh um 8 Uhr eine Operation.
Ein Kollege ist krank geworden.
Ich habe mich so auf das Wochenende gefreut.
8 Uhr.
Komm, sei nicht beleidigt. Meinst du, mir macht es Spaß, am Wochenende zu
arbeiten? Ich wäre auch lieber bei dir.
Ich wusste natürlich, dass er jetzt mit mir schlafen würde.
Aber nur, um mir einen Gefallen zu tun.
Er schlief, aber ich blieb wach.
Ich hörte jede Stunde schlagen.
Wie sollte das nur mit uns beiden weitergehen?
Mit unserer sogenannten Ehe.
Als er am nächsten Morgen aufstehen musste, war er darüber sauer, dass ich
nicht am Einschlafen gehindert hatte.
Er sagte, ich wäre gefühllos.
Ich liebte ihn nicht mehr wie am Anfang.
Und zu Pfingsten sagte er dann auch noch ab. Glauben Sie, dass da eine andere
war? Eine Krankenschwester oder eine Ärztin?
Einmal habe ich ihn im Krankenhaus besucht. Eine ganz seltsame Atmosphäre.
Ich habe kein Talent für Minderwertigkeitskomplexe. Aber hier
kriegen können.
Es war das reine Spießrutenlaufen.
Betrug er mich?
Betrug er mich nicht?
Ich hatte mir vorgenommen, ihn zu fragen. Aber dann war er so
dass ich alles vergab.
Es war wie damals in Dubrovnik, als wir uns zum ersten Mal an mir geliebt haben.
Die Sonne schien auch, aber nur durchs Fenster.
Und alles ging so schnell.
Herr Dr. Horvath zum OP, bitte.
Dr. Horvath zum OP.
Ja, ich bin gleich unten.
Irina, ich muss gehen.
Entschuldige, Irina. Ich muss runter.
Man muss doch auch eine Stunde für uns haben.
Und für mich? So kann es doch nicht weitergehen.
Entschuldige, Irina. Es tut mir leid, aber das musst du verstehen. Ich muss zu
einer wichtigen Operation.
Es geht immerhin um ein Menschenleben.
Warum hast du auch einen Arzt geheiratet? Einen Ausländer? Denn man
kann. Geh hierhin. Geh dahin.
Ich habe das Experiment nicht mehr wiederholt. Das kann ich verstehen.
Und so haben wir uns ziemlich auseinandergelebt.
Ich unterrichtete damals am Herder -Gymnasium. Das ist eine Schule
ausschließlich für Jungen. Für eine junge Studienreferentin ist das nicht so
ganz einfach.
Bestimmt war es falsch, dass ich ausgerechnet François Villon durchnahm.
Ich, François Villon, geboren in Pontoise, nahe Paris, erkläre euch heute
Dass mir mein Arsch die Muschel...
Wie kommen Sie denn auf die Idee?
Hier steht Kuh.
Kuh heißt doch aber Hals, wie Sie wissen.
Frömmel, machen Sie bitte weiter.
Dass mir mein Hintern noch den Hals langreckt, weil der in einer hanfenden
Schlinge steckt.
Mir ist etwas nicht klar.
Hier im Refrain steht Il n 'y a bon BK Paris.
Wie verstehen Sie das? Was ist Ihnen daran nicht klar?
Das ist doch sehr einfach.
Das heißt, dass man nirgendwo so ein Mundwerk hat wie in Paris.
Beck, das heißt doch in erster Linie Mund, Zunge.
Vian hat es eben auf alle Touren getrieben.
Und ganz bestimmt auf Französisch.
Meine Herren, bitte. Ich habe volles Verständnis dafür, dass Sie Ihren
angestauten Aggressionen Luft verschaffen müssen.
Nur eines wundert mich sehr, dass keiner von Ihnen den Mut hat, mich vor solchen
Eindeutigkeiten in Schutz zu nehmen.
Unterrichtsstunden wurden für mich immer anstrengender.
Früher verfolgten sie mich mit Blicken, jetzt mit Schweinereien.
Gerd war der Einzige, der das nicht mitmachte.
Ich dachte, damit wäre ich sie los, aber das war ein Irrtum. Auf dem Schulhof
oder auf dem Gang strichen sie an mir vorbei und sagten mir irgendwelche
Unverschämtheiten. Mit dir möchte ich mal. Ganz heiß und intensiv.
Selbst auf der Straße hatte ich das Gefühl, sie machten Jagd auf mich.
Ah, guten Tag.
Kann ich Ihnen helfen?
Danke, Gerd, aber... Einspruch abgelehnt.
Gerd war wirklich der Netteste aus der Klasse. Der einzige Verbündete
Das ist aber nett von Ihnen, dass Sie mir helfen.
Das tue ich doch gern.
Oh, Telefon.
Das musste Milan sein. Er hatte versprochen, mit mir übers Wochenende in
Berge zu fahren. Milan?
Lieb von dir, dass du mich anrufst.
Nein, lieber nicht, das würde sich nicht lohnen.
Das wäre auch viel zu anstrengend für dich. Ja, aber das nächste Mal wird es
klappen, ganz bestimmt. Herr Doktor, Ihr Café. Ich hatte das unbestimmte Gefühl,
dass irgendwer bei ihm war.
Eine Frau.
Tut mir leid, dass Sie weiterhin die Witwe spielen müssen.
Hat sich das schon rumgesprochen?
Ich finde es nicht der Zweck einer Ehe, wenn jemand so jung ist und so aussieht
wie Sie. Soll das ein Kompliment sein?
Sie wissen doch ganz genau, was ich meine.
Sie sind wirklich ein Kindskopf.
Wissen Sie, dass ich nachts nicht mehr einschlafen kann?
Weil ich daran denken muss, wie Sie im Bett liegen und sich genau dasselbe
wünschen wie ich.
Und dann nehme ich Sie in den Arm.
Und sage Ihnen, dass ich Sie liebe.
Und dass Sie gar nicht so alleine sind.
Und Sie?
Lassen Sie mich los.
Ich weiß doch, Sie brauchen jemanden.
Kein Mensch kann das auf die Dauer aushalten. So ganz und nie jemand, der
liebt.
Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll. Etwa tagte bei mir aus. Wie bei
Urfeder. Man kann nicht dauernd allein sein.
Natürlich hätte ich es nie so weit kommen lassen dürfen.
Es war unverantwortlich.
Aber das wurde mir erst hinterher klar.
Lass mich.
Bitte geh.
Versteh mich doch.
Und?
Und wann sehen wir uns wieder?
Privat nie mehr.
Aber Sie sind ihm zumindest beim Unterricht begegnet.
Ein paar Tage später ließ ich mich krank schreiben.
Und danach ging ich ins Staatsexamen.
Dann haben Sie ihn also nie wieder gesehen?
Nein, nie mehr.
Hier verschweigt sie etwas.
Sogar etwas ganz Entscheidendes.
Es stimmt, sie wollte das Verhältnis nicht fortsetzen.
Aber der junge Mann hatte sein Image bei den Klassenkameraden zu wahren.
Hallo?
Gerhard? Darf ich?
Gerhard, was machen Sie denn hier?
Sie sind wahnsinnig. Wollen Sie von der Schule fliegen? Dann fliegen wir eben
beide. Ich dachte, er würde wieder gehen.
Aber dann schloss er die Tür zu.
Erst ein Verrückmachen und auf einmal soll alles vorbei sein.
So einfach geht das aber nicht.
Seht euch das an!
Das alles?
So ein müder Krieger.
Wieso? Der ist doch geil wie Affenscheiße.
Jetzt ist er voll drin.
Wenn sie mit Gerd bumst, kann sie uns auch mal ranlassen.
Dein Spinatstecker ist jedoch zwei Minuten zu groß.
Ach, bitte nicht. Es ist ganz schön heiß.
Jetzt ist sie bedient.
Versprich mir, das ist das letzte Mal.
Schwein! Sie unterrichten jetzt an einem Mädchengymnasium. Wollen Sie den Beruf
beibehalten, wenn Ihr Mann die Zulassung für eine eigene Praxis hat?
Ich werde wohl müssen, was meinen Sie, was so eine Praxis kostet? Ein bisschen
Tee? Ja, sehr gern, wenn noch was da ist.
Die Farbe ist ja ganz schön, wenn wir wenigstens noch ein Klodeckel hätten.
Kommst du endlich?
Wann machst du eigentlich das Zimmer her? Ich finde, es wird langsam Zeit.
Ach was, das eilt doch nicht.
Wir haben ja doch keine Möbel. Aber wir hätten jetzt Platz genug für sechs
Kinder.
Wir könnten uns ein ganz kleines Baby leisten. Wenn du meinst, dass du auf die
Süßetour weiterkommst, Liebling. Ich meine doch nur, wo wir so viel Geld
verdienen. Und jetzt so eine große Wohnung haben.
Auf keinen Fall vor dem Staatsexamen.
Das weißt du doch.
Du bist aber sehr hartherzig. Das nicht, aber ich bin eben vernünftig.
Nicht, dass ich was gegen die Macher hat als solche Sätze. Nein.
Die gefällt mir sogar ganz ausgezeichnet.
Wie ausgezeichnet.
Zeig es mir mal.
Es ist wieder schön mit dir.
Sag mal.
Ja? Hast du auf die Billige genommen? Ja.
Glaubst du mir, wenn ich nicht aufhöre? Es ist so schön, dass wir zusammen sein
können.
Die Wahrheit sieht so aus, dass es eine junge, freie Frauengeneration, so wie
sie uns heute in jeder illustrierten Werbung und allen Fernsehspots pausenlos
vorgeführt wird, eigentlich gar nicht gibt. Das heißt also, Sicherheit,
sogenannte Ordnung, Geborgenheit, keine Experimente, gleiche Neigungen und
sonstige ideelle Vorstellungen sind noch immer die Hauptgründe für unsere jungen
Mädchen, eine Ehe einzugehen. Und von der Liebe, meine Herren, halten Sie wohl
gar nichts.
Oh, sagen Sie das nicht. Das meinte ich im Augenblick nicht.
Fest steht jedenfalls, dass es bei den von uns recherchierten Fällen trotz
hauptsächlich am Fehlverhalten der Männer lag und nicht am Leichtsinn der
Frauen. Das ist allerdings erschreckend.
Unser dritter Fall ist der von Frau Margit Kretschmar.
Sie stammt aus Karl -Marx -Stadt.
Vor einem Jahr war sie voller Illusionen in die Bundesrepublik gekommen und
hatte kurz darauf, erst 17 Jahre alt, geheiratet.
Seit drei Wochen lebt sie von ihrem Mann getrennt.
Ihr Mann Otto stammt ebenfalls aus der DDR.
Als Mitglied des Fußballclubs Lokomotive Erna ist er nach einem
Freundschaftsspiel gegen Kickers Neustart in Westdeutschland geblieben.
Dass beide aus dem Osten stammen, ist Zufall.
Fälle dieser Art ereignen sich überall.
Weshalb hatte Ihr Mann die Freiheit gewählt? Die Freiheit war im Schnuppe.
Auto wollte er haben.
Daheim hätte er acht Jahre warten müssen.
Und hier dagegen?
Und Sie, was hatten Sie für Gründe? Auf keinen Fall politische. Den Otto kannte
ich vom Kindesbein an.
Als der Otto Rieber gemacht hat, da fühlte ich mich plötzlich alleine.
Und dann haben Sie hier in Westdeutschland gleich geheiratet.
schon früher?
Ich ihn schon.
Und er?
Die Leute haben immer so gelacht über seine Sprache. Und ich war für den Otto
eben ein Stück von daheim, als ich ankam. Sie waren erst 17, als Sie
haben. Vielleicht hätte sich was von mir sagen lassen, wenn ich älter gewesen
wäre. Aber er war rein und weg mit Schugge mit seinem Otto.
Otto!
Lies doch endlich mal die scheiß Prospekte weg.
Ich bin doch auch noch da.
Du hast wohl nicht alle Tassen im Schrank, die Prospekte nassen machen.
Ich glaube, der Karawan ist praktischer als ein Limousin.
Dann weib mir wenigstens einen Buckel. Ich will ins Bett.
Du Sau. Dann kann ich mal von unserem Leben reden oder so.
Mach schon.
Den ganzen Tag, das Gemäre von sein Aude.
Dabei hätte ich mir mein Eheleben anders vorgestellt. Das können Sie mir
glauben.
Eiferbipsch, wo ist er denn?
Ich rechne gerade.
Na warte, Kleiner. Ich kann mir schon überdenken.
Wenn du auch Geld verdienst, dann kommen wir mit dem Raten gerade hin.
Ach, Otto.
Im Jackpot ist die Garderobe zu verpacken. Schön.
Wäre auch nicht für lange.
Ich kriege das Auto 24 Monate.
Ja, ja, Otto, ich will ja alles für dich tun.
Und für dein Auto.
Und das war natürlich der Anfang vom Ende. Weil ich ihn so liebte, stand ich
drei Tage später in der Garderobe vom Jackpot.
Sie werden lachen, ich habe auch nur zwei Hände.
Und der Ulbricht ist verbaut. Ich kann Sie glauben, Sie kennen mich von
Gaggeiern. Bloß, weil ich von drüben rübergemacht habe, bin ich nicht sehr
von Ihnen. Nur Geduld, meine Herrschaft. Die junge Dame wird sich schon noch
einarbeiten. Dankeschön, Herr Geschäftsführer.
Das Schlimmste war bloß, dass wir keine richtige Ehe mehr führten. Wenn ich
heimgekommen bin, hatte ich gerade Zeit, einen Kaffee zu kochen.
Dann musste mein Mann schon raus auf Arbeit.
Und die Füße tun mir so furchtbar weh.
Und abends natürlich das gleiche Lied.
Kaum hatte ich dem Otto das Essen hingestellt, musste ich auf Arbeit.
Nächste Woche kriege ich das Auge.
Scheiß Auge.
Zu Anfang hat er mir noch groß erzählt, wo wir alles hinfahren, wenn das Auto da
ist. Nach Rimini und was weiß ich. So ein richtiges Liebesleben auf Rädern
sollte das werden.
Als dieses gottverbübschte Auto dann vor der Tür stand, lag ich mit
Venenentzündung im Bett.
Jeden Samstag und Sonntag war er unterwegs.
Er hat gesagt, er muss ein Waren einfahren.
Und unter der Woche, da war er miede.
Von Eheleben keine Spur. Ja, weil sie in getrennten Schichten arbeiteten. Ich
hatte mich extra eine Woche länger krankschreiben lassen.
Nun ja, als dann wieder nichts passierte, da machte ich mir eben mein
Herz drauf.
Da bin ich zum Bastel gegangen.
Und begann doch.
Bastel!
Bastel, wo bist denn du?
Ach, da bist du.
Margit, der gräbt dich. Was machst du für ein Gesicht?
Du Waskel, der Otto geht fremd. Ja, da lenkst du doch am Arsch. Gibt's das?
Vergangenen Samstag ist er wieder alleine weg mit dem Auto.
Er hat gesagt, er arbeitet schwarz auf dem Neubau. Aber wie ich in seinem
Portemonnaie nachgesehen habe, hat er keinen Pfennig drin gehabt.
Ach, dich kennt man. Die alte Ausrede.
Wenn er wieder mal zur Schwarzarbeit fährt, dann sagst du mir Bescheid.
Ihr... Na, wer hüpft hier draußen?
Einen Tag.
Halt mal was du da fährst.
Der Schuh.
Dabei gehört die Hälfte von dem Auto mir.
Los, wir fahren ihn nach. Sehr sauber.
So Schätzchen, jetzt machen wir gleich ein paar Schnaufbäuschen.
Und lächeln uns noch ein bisschen in die Sonne.
Warte, ich habe eine Decke dabei.
Hast du da noch Däne? Die Decke habe ich ihm persönlich gekauft. Nun komm, dem
dann mal das Zeichen. Komm.
So schnell.
Er ist runter.
Oh, schön.
Schieß da mal ran.
Der Saubeer. Er ist armide oder hat Kopfschmerzen.
Warte mal, den mache ich an Dampf.
Denen wird es auch so warm genug sein bei der Hitze.
Gut, was du die Hand nicht anders verdient.
Trimm dich fit, so ein kleiner Waldlauf kann den beiden nicht schaden.
Recht hat der Wattel.
Umbringen könnte ich den Kerl, Rene, welch umbringen.
Die dämlichen Gesichter möchte ich sehen.
Die Kleider sind weg.
Oh mein Gott, so kann ich doch nicht nach Hause gehen.
Die Geschäfte sind ja noch offen. Willst du etwa so einkaufen gehen? Das soll
ich ja sonst machen.
Jetzt müssen sie ja gleich kommen.
Die werden sich freuen.
Los, schnell ins Auto.
Frau Püpsch, noch einmal zwei Platten. Was macht man nur? Ich habe doch bloß eh
noch zu schreiben.
So eine verfluchte Scheiße.
Halt, halt, nun warte doch.
Du kriegst doch keine Panik. Ich komme doch mit. Du bleibst doch stehen.
Schockendes Luder.
Au, noch nicht so schnell. Was ist denn? Sei doch nicht so zipperlich. Mensch,
komm doch nicht mit.
Oh nein, ich schäme mich so, wenn jetzt der Förster kommt.
Er hat doch mit seinem Hasen zu tun.
Ja, was ist?
Gib mir einen Hammer.
Aber einen allergrößten. Was willst du denn damit?
Ich will die Hälfte zum Deppern, die mir gehört.
Ach, ist süß.
Wie du mir, so ich dir.
Was, ey, was, du, was tust denn du?
Du wirst gleich spüren, Madeleine.
Nein, nicht.
Meinst du nur, dein Otto kannst du?
Ach, was, ey.
Es rache süß.
Und weiter?
Von meiner Hälfte von dem Auto habe ich mir den Nass gekauft.
Schönes Fell.
So jung heirate ich nie wieder, das sage ich Ihnen.
Liebling, ich habe Hunger. Erst arbeiten, dann gibt es Essen.
Ich bin total abgeschlossen.
Ach, Scheiße, sprach der Großherzog, als sein Regiment vorüberzog. Und die
Großherzogin sprach weise, dreimal Scheiße, dreimal Scheiße.
Hunger.
Ah, Kieker.
Das ist ja käuflich.
Komm, ich wasche dich ab.
Das klebt ja so, wenn wir wenigstens schon eine richtige Badewanne hätten. In
dem funktioniert unsere Gießkanne auch ohne Installateur.
Dreh dich um.
Komm, das Schürzen muss auch noch weg. Ach, du willst mich bloß wieder
missbrauchen. Da bringst du mich ja direkt auf eine Idee.
Ist das schön.
Hoffentlich fragst du mich nicht wieder mittendrin, ob ich die Pille genommen
habe. Hast du sie denn genommen?
Natürlich, weil ich ein Schaf bin.
Aber Schafe nehmen ja keine Pille. Da hast du auch wieder recht.
Von jetzt an bin ich dabei, wenn du die Pille nimmst.
Na,
zufrieden?
Grundergebnisse deuten darauf hin, dass sich gerade sehr junge Ehefrauen bei
schuldhaftem Verhalten des Mannes schneller emanzipieren als ältere, um
Leben dann selbst in die Hand zu nehmen. Ich glaube, dass es vielleicht daran
liegt, dass diese junge Generation von Frauen nicht mehr so rasch und letzten
Endes bedingungslos resigniert.
Was würden Sie von der Formulierung halten, junge Ehefrauen trennen sich
leichter, weil sie notfalls selber ihren Mann stehen können?
Um einen eben solchen Fall handelt es sich bei Frau Beate Gessler.
Der Gessler -Konzern gehört zu den wenigen Großunternehmen in privater
Er hat sich aus einem Familienbesitz entwickelt.
Durch die straffe Organisation und planvolle Führung des Betriebes konnte
Gessler den Besitz nicht nur halten, sondern entscheidend verbessern und
vergrößern. Entschuldigen Sie, ich bin bei Frau Beate Gessler angemeldet.
Ja, Sie werden bereits erwartet. Frau Mittler.
Bitte kommen Sie mit. Ja.
Das Büro der Chefin ist ganz oben.
Drücken Sie auf Gründen. Frau Müller führt Sie dann hin.
Danke.
Die verantwortlichen Positionen in diesem Haus sind ausnahmslos mit
Führungskräften besetzt.
Ein Prinzip, das sich hier bewerte.
Guten Tag, Frau Müller. Guten Tag.
Sie sind ja angemeldet.
Bitte prüfen Sie ein.
Dankeschön.
Das ist Beate Gessler.
Sie stammt aus der Provinz.
Ihr Vater, ein Porzellanfabrikant, verheiratete sie im Alter von 18 Jahren
seinen wichtigsten Großabnehmer.
Er war der Ansicht, Geld gehöre zu Geld.
Natürlich konnte das nicht gut gehen. Ich war noch zu jung und unerfahren.
Wir wohnten damals in Amberg. Ich weiß nicht, ob Sie die Kleinstadtverhältnisse
kennen. Einer gegen alle und alle gegen einen.
Plötzlich sollte ich ein großes Haus führen mit allen Pflichten und
Verantwortung, die das so mit sich bringt.
Die Firma meines Mannes war das größte Unternehmen am Ort.
Herr Gessler fragt an, ob er Sie wegen des Vertrages Wilkinson sprechen kann.
Sagen Sie ihm bitte, er möchte das mit der Rechtsabteilung erledigen.
Ich zog mich so gut es ging aus der Affäre.
Eigentlich war ich ganz zufrieden mit mir, bis ich mit einem Mal aus meinem
Traum erwachte.
Was passiert, Herbert?
Was soll denn passiert sein?
Ich habe die Garageneinfahrt geschreift.
Was soll dieser Ton?
Ich verstehe nicht, warum du so gereizt bist.
Du hast getrunken?
Wenn du es genau wissen willst, ja.
Zuerst wieder ein Apparativ.
Dann Mosel, dann eine Flasche Saint -Emilion und zum Schluss Champagner.
Was schaffst du mich da an?
Ach, du willst wissen, mit wem?
Mit Adeline natürlich, wem wohl so?
Wenn du das für Geschmack verhältst, ich bin auf deine Adeline nicht
eifersüchtig.
Das solltest du aber.
Du hast jeden Grund dazu.
Ich glaube, du hast doch mehr getrunken, als dir gut tut.
Sie hat so ziemlich alles, was dir fehlt.
Witz, Charme.
Überlegenheit. Wie schön für dich.
Ich wusste gar nicht, dass du so genügsam bist.
Halt doch an.
Was hast du gelernt?
Wer bist du überhaupt?
Was hast du vorzuweisen?
Wenn ich Gäste habe, bringst du den Mund nicht auf?
Um über Export und Import zu reden?
Du kannst dich repräsentieren, du kannst kein großes Haus führen.
Nicht einmal frisieren kannst du dich richtig. Da, schau dich doch an, da, da.
Soll ich mir dir zuliebe eine Glatze zulegen?
Gut.
Gut.
Gut, dass du das gesagt hast.
Wir werden mit diesem verdammten Schwebezustand Schluss machen.
Morgen reiche ich die Scheidung ein.
Selbstverständlich werde ich dich großzügig abfinden.
Entschuldige, aber ich finde das komisch.
Meine gesamte Mitgift steckt in deinem Geschäft.
Und das hängt an einem seidenen Faden.
Mein Anwalt hat mir die Situation genau erklärt. Das kommt selbstverständlich in
Ordnung. Vielleicht beherrsche ich euer Geschäft chinesisch nicht und kann mich
nicht frisieren.
Aber rechnen kann ich.
Gut, du sollst eine Scheidung haben.
Aber erst, wenn die Bilanz in Ordnung ist. Willst du ihr vielleicht
stellen? Bis dahin solltest du jeden Skandal vermeiden.
Und wenigstens zum Wochenende auf deine Adeline verzichten. Ich verbiete dir ein
für allemal, dass... Die Freunde, die dir auf deine finanziellen Klemme
heraushelfen könnten, stehen nämlich alle auf meiner Seite.
Es ist also auch in deinem Interesse, wenn du den Schein warfst. Wo sind meine
Tabletten?
Wo sind meine Tabletten?
Ich hole dir deine Tabletten.
Sozusagen ihr erster großer Erfolg.
Eher ein Unentschieden mit Spielverlängerung.
Herr Gessler möchte Sie sprechen.
Bitte legen Sie das Gespräch zu Dr. Beermann.
Etwas Gutes hatte dieser negative Vergleich mit Adeline.
Ich fing an, Sprachen zu büffeln und an mir zu arbeiten.
War das Ihr Mann eben? Ich meine Herr Gessler, der Sie schon zweimal sprechen
wollte. Er ist es noch.
Vielleicht überrascht es Sie, aber wir haben uns geeinigt.
Tja, einige Tage nach unserer nächtlichen Auseinandersetzung bekam er
Herzinfarkt und musste dann ins Sanatorium.
Plötzlich hatte ich alle Entscheidungen zu treffen. Da war niemand, der sie mir
abnehmen konnte.
Nimm du den Koffer.
Terrassenzimmer.
Mein Anwalt riet mir zu einem Vergleich, um wenigstens einen Teil meiner Mitgift
vor dem drohenden Konkurs zu retten.
Ja, liebe Beate, ich möchte Ihnen doch raten, einen Vergleich zu machen, damit
wenigstens ein Teil Ihres persönlichen Vermögens davor bewahrt bleibt, in die
Konkursmasse zu geraten.
Sie wissen doch, wie das in der Branche ist.
Wenn der erste Wechsel geplatzt ist, dann ist meist die Lawine nicht mehr
aufzuhalten. Vielleicht haben Sie recht, Richard.
Aber für eine Frau gibt es noch andere Mittel.
So leicht gebe ich nicht auf.
Ich gab eine große Party, zu der ich alle wichtigen Geschäftsfreunde meines
Mannes eingeladen hatte.
Ich hatte eine Überraschung angekündigt. Und alle, alle waren gekommen.
Weniger aus Anhänglichkeit als aus Neugier. Ich hatte meinen Auftritt gut
vorbereitet. Der Einzige, der Bescheid wusste, war Dr. Bronner.
Verzeihen Sie, liebe Freunde, wenn ich Ihre Zeit für mich in Anspruch nehme.
Vielleicht ist es meine letzte Rede in diesem Haus, in dem wir so viele
harmonische Stunden verbracht haben.
Sie alle, ich und mein Mann, dem wir so viel schulden.
Schulden ist gut.
Das Einzige, was ihm in diesen schwersten Stunden seines Lebens helfen
das Gefühl, Freunde zu haben, die zu ihm stehen.
Ich selbst kann nicht mehr tun, als ihm das zurückzugeben, was er mir einmal in
glücklichen Tagen geschenkt hat.
Das ist ja eine ungeheuerliche Schau, die sie da abzieht. Das macht aber
oder nicht?
Vielleicht möchten Sie als Freunde ein kleines Andenken mit nach Hause nehmen.
Ich überlasse Ihnen, was es ihm wert ist.
Vielleicht hilft es ihm, die Krise zu bestehen.
Raffiniertes Frauenzimmer. Auf der Bühne würde man sie auspfeifen. Vielleicht
auch nicht.
Die Ernste.
Passt auf, wie unsere Männer gleich rennen, um ihre Schecks loszuwerden.
dass sie ihr den gesamten Schmuck lassen, unsere Kavaliere.
Dass es mal so weit kommen muss. Ja.
Die arme Frau.
Man muss ja helfen.
Wie viel gibst du?
3 .000. Ich mache noch eine Null dran.
Natürlich
gab ich Dr.
Bronner den Scheck zurück.
Was blieb für eine hübsche Summe.
Zusammen mit meiner Mitgift, die zwar nur auf dem Papier stand, sicherte es
bei der Firmenumbildung die Mehrheit.
Dr. Bronner setzte einen entsprechenden Vertrag auf. Und Ihr Mann unterschrieb
ihn? Damit befand er sich doch in Ihrer Hand.
Es lag mir völlig fern, die Situation auszunutzen.
Ich wollte im Guten mit ihm einig werden.
Als ich ihn im Sanatorium besuchte, sprang mir als erstes Adelines Wagen in
Augen.
Wie man mir mitteilte, wohnte sie in der Dependance, keine 100 Meter entfernt.
Bitte schön, gnädige Frau.
Ich lief mir nichts anmerken und auch mein Mann tat, als sei zwischen uns nie
etwas vorgefallen.
Bitte, Schwester, stellen Sie die Blumen in eine Waffe.
Ich nehme an, in zwei bis drei Wochen lassen mich die Ärzte laufen.
An deine Stelle würde ich mich noch einige Zeit schonen. Du kannst unmöglich
weitermachen wie bisher.
Hängt der angekündigte Besuch von Dr. Bronner vielleicht damit zusammen?
Wie ich höre, sollst du dich einer Firma hervorragend eingearbeitet haben. Nach
der Geschäftsumwandlung müssen die Kompetenzen neu festgelegt werden. Das
alles. Ich habe dir doch gesagt, ich bin schon wieder völlig in Ordnung.
Ich kann den Betrieb sehr gut allein weiter... Aber Herr Gessler, Sie sollen
doch ganz ruhig liegen bleiben.
So.
Tue ich ja, Schwester, tue ich ja.
Ich komme dann am späten Nachmittag wieder vorbei.
Plötzlich zweifelte ich, ob es überhaupt einen Sinn hatte, mit Herbert noch
einmal anzufangen.
Guten Tag.
Guten Tag. Guten Tag.
Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll.
Er war genau so...
Wie sich eine Frau ihren Mann, ihren Sohn, ihren Geliebten vorstellt. Am
ist es wohl, ich werde erst mal das Terrain sondieren. Mein Sohn kann ihn in
Zwischenzeit Gesellschaft leisten. Nein, ich möchte lieber dabei sein. Ich
fürchte nur, die Auseinandersetzung wird ein bisschen unerfreulich sein.
Gerade das möchte ich ja vermeiden. Ja, das verstehe ich. Also gehen wir.
Ich hatte wirklich die besten Vorsätze.
Leider blieb es nicht dabei.
Als wir ins Krankenzimmer kamen, beschäftigte sich gerade Adeline mit
Vielleicht wäre es zweckmäßig, in solchen Fällen die Terrassentür
Ja, das nächste Mal.
Bitte? Sie können ganz über ihn verfügen.
Wir haben nicht, Dr. Bronner. Das Geschäftliche können Sie auch allein
Gut, wir sehen uns später.
Unter diesen Umständen blieb ihm nichts anderes übrig, als den Vertrag zu
unterschreiben.
Es gelang mir nicht einmal, mich darüber zu freuen.
In der Nacht fand ich keinen Schlaf und irrte im Hotel herum.
Niemand war mehr wach. Nur in der Schwimmhalle brannte noch Licht.
Alles war so perfekt sinnlos.
Was war das für ein Leben, das ich mir da bot?
In einer gleichgültigen Umgebung mit einem Mann?
der zu mir keinerlei Beziehung mehr hatte.
Und dann spürte ich plötzlich jemand hinter mir stehen. Es war Dirk.
Ich wollte vor dem Schlafengehen noch eine Runde schwimmen. Anscheinend hatten
wir dieselbe Idee.
Ich wollte nicht ins Wasser.
Ich glaube, dann stellen Sie die Heizung ab.
Hat wohl kaum.
Mir macht es nachts am meisten Spaß.
Ich hoffe, es stört Sie nicht. Ich bade immer nachts.
Wie Sie wollen.
Wir haben das Bad ganz für uns. Alle schlafen schon.
Ja. Es war bald gar nicht kalt.
Es gibt keine Luft.
Zuerst möchte ich dich küssen.
Vielen Dank.
Bis zu diesem Abend hatte ich nie gedacht, dass ich einmal in meinem Leben
so bewusst tun würde.
Ich war noch Jungfrau, als ich heiratete.
Das heißt, als ich von meinem Vater verheiratet wurde.
Bei Dirk konnte ich mich selbst entscheiden.
Und wie reagiert Ihr Mann?
Sie sehen ja, jetzt sitze ich hinter diesem Schreibtisch. Und mein Mann
in der Versandabteilung. Ist das Dirk?
Ja, das ist er. Er holt mich zum Essen ab.
Er ist hier an der Uni.
Mit einem Grund, warum ich den Firmensitz hierher verlegt habe.
Auch ohne die Emanzipierung sollte man die Frauen nicht untersetzen.
Bitte, womit kann ich die? Sie haben ja diese rosa Pfefferminz -Pastillen im
Fenster. Kann ich die in weiß haben?
In weiß?
Aber der Geschmack ist doch derselbe.
Rosa ist doch eine typische Mädchenfarbe. Ich wünsche mir einen
Die da könnten stimmen. Sehen genau aus wie die an die Babypille.
Aber das ist doch Traubenzucker.
Oh, wirklich? Das macht fast gar nichts.
Was machst du denn so lange im Bad?
Ich warte auf dich.
Du!
Ich nehme die Pille.
Moment mal, da möchte ich dabei sein.
Komm, nimm Wasser.
Zufrieden?
Ich gehe schon ins Bett. Ich komme gleich.
So ist es brav.
Wenn man auf dich nicht aufbaut, braucht man auch noch Dummheiten.
Bernd, komm schon.
Du liegst ja da wie die nackte Maya.
Ich bin ja schon bei dir.
Was hast du heute?
Du bist wirklich wunderschön, Baby.
Komm.
Ich habe dich nie so gespürt wie heute.
Ich auch.
Was ist eigentlich mit der Gruppe, wo sich der Altersunterschied als
Hauptstörfaktor herausgestellt hat?
Ja, da sind vor allem die Anpassungsschwierigkeiten.
Junge Frauen sehen im älteren Mann meistens die Vaterfigur, die zu
wünscht. Und das führt häufig zu Protestreaktionen. Ich würde es
formulieren. Der ältere Partner sieht in seinem Jüngeren den Nachwuchs, den er
nach seinem Muster umformen möchte.
Einigen wir uns also auf die Kurzformel Generationsproblem.
Ich habe ja einen Fall von einem 45 -jährigen Mann, der in
geriet, weil er die modernen Tänze nicht beherrschte. Es gibt da eine ganze
Blütenlese von Fällen.
Potenzschwierigkeiten sind bei den meisten Männern nervöser Natur.
Um einen dieser Fälle handelt es sich bei Eugen Fendt.
Als Schriftleiter einer Illustrierten, die sich auf Sex spezialisiert hat, ist
er seltsamerweise allergisch gegen die sogenannten anständigen Frauen geworden.
Na, Puppe, wie viel?
Handeln ist bei mir nicht süßer. Dafür kriegst du bei mir einen erstklassigen
Kunden. Neun.
Ansatzklasse A.
Gut, 50. Komm.
Da wären wir.
Na, komm schon.
Willst du noch ein Whisky vorher?
Ja, in doppelten. Ich bin total durchgefroren.
Es ist aber kalt hier.
Hast du die Heizung abgestellt?
Ich kann ja das Kaminfeuer anmachen.
Ja, bitte.
Wie viele... Wie viele Freier hast du denn heute schon gehabt?
So fragt man Leute aus.
Bis mit dem Geld.
Aber du musst jetzt hier kommen, nein.
Schon fertig?
Ja.
Gib her.
Hast du die Salami
mitgebracht? Ist in der Manteltasche.
Sie haben richtig getippt. Die blonde Dame ist keine Prostituierte, sondern
Ehefrau des Herrn.
Frau Uschi Fendt. Sie ist seit zwei Jahren mit Herrn Fendt verheiratet.
Damals konnte sie noch nicht ahnen, was sie sich eingehandelt hat.
Als ich meinen Mann kennenlernte, studierte ich gerade Germanistik im
Semester. Er war Schriftsteller.
Er wollte es so weit bringen, dass er davon leben konnte.
Also nicht die ganz große Liebe, sondern mehr eine geistige Wahlverwandtschaft.
Wir hatten es uns schön vorgestellt, ein eigenes Heim, in dem wir gemeinsam
unseren Neigungen nachgehen konnten.
Vielleicht wäre es gut gegangen, wenn er nicht diesen Job angenommen hätte.
Bei dieser Sexillustrierten, haben Sie was gegen Sex?
Es hat ihn kaputt gemacht. Vorher war er vollkommen normal, soweit ich das
beurteilen kann. Aber dann... Ist doch kalter Kaffee. Damit lockt du doch
Hund mehr hinterm Ofen vor. Lasst euch doch mal was Neues einfallen.
Morgen. Ich glaube, ich habe hier eine ganz gute Sache gefunden. Ein paar neue
Titten. Vielleicht hilft das der Auflage.
Ach, hör doch auf, Johnny. Wer will denn heute noch Titten sehen?
Wie wäre es dann mal mit ein paar schicken Arschbacken? Darauf steht doch
Arsch mehr.
Lass dir doch was Besseres einfallen. Dann müssen wir ein paar leckere Muschis
her.
Besser noch einen strammen Femisch.
Allmählich würde es mich interessieren.
Machen wir hier eine Industrierte oder eine Wichsvorlage?
Mensch, da fragt er noch.
Ich konnte es direkt beobachten, wie er im Bett immer weniger wurde und zum
Schluss war nichts mehr da. Wenn jemand so mit Sex und Porno überfüttert ist,
vielleicht konnte ich ihm auch nicht genug bieten oder ich war einfach nicht
reif genug, um ihm in dieser Situation von mir aus helfen zu können.
Und trotzdem kamen Sie auf die Idee, seine Libido auf diese Weise
Ich? Als er das erste Mal damit kam, habe ich gar nicht gewusst, was er
Ich habe ihn ausgelacht und dann habe ich gemerkt, dass es im Ernst war damit.
Damals liebten Sie ihn noch.
Sex kann etwas sehr Schönes sein, aber plötzlich war alles ins Gegenteil
verkehrt. Ich konnte mir selbst nicht mehr ins Gesicht ziehen.
Na los, komm schon.
Nein, ich kann nicht mehr.
Geh zu einer richtigen Not.
Oder geh zu einem Psychiater. Aber lass mich bitte endlich in Frieden.
Glaubst du, ich bin krank?
Ich weiß nicht.
Ich könnte keine Hure ertragen.
Ich will dich, das weißt du doch.
Und wie soll das weitergehen?
Was bleibt uns dann?
Es endete damit, dass ich mich wieder einmal überreden ließ.
Es war kalt und ich zitterte von Nervosität und Widerwillen.
Immer in der Angst, dass mich jemand ansprechen könnte oder eine
aufmerksam würde.
Endlich hörte ich sein VW.
Er stieg aus und kam auf mich zu.
Hey, Wolf!
Wolf, warte doch mal.
Komm doch mit. Was heißt keine Zeit?
Du, wir haben eine tolle Idee.
Die Masche.
Was triffst du dich denn dauernd um?
Dringend wird es doch nicht sein.
Komm drauf, wir zeigen es dir. Ich wusste zuerst nicht, was ich tun sollte.
Ich dachte nur, Gott sei Dank, und ging zur Haltestelle, um wieder nach Hause zu
fahren. Nie wieder, sagte ich mir.
Aber Mädchen, was treiben Sie sich hier denn auf?
Hier ist doch Sperrgebiet, das wissen Sie doch.
Unerhört. Wo haben Sie denn Ihre gelbe Karte? Wollen Sie von mir? Ich habe hier
auf meinen Mann gebaut.
Schöne Sitten. Jetzt kommen die Huren schon in die Stadt.
Sauber. Zeigen Sie mir endlich Ihre gelbe Karte. Da steckst du. Ich habe die
schon überall gesucht.
Gehört die Dame zu Ihnen?
Meine Frau und ich, wir hatten einen kleinen Streit. Sie ist weggelaufen, so
sie war. Komm, sonst holst du dir noch eine Erkältung.
Moment. Die Dame hat öffentliches Ärgernis erregt. So wie die gebaut ist,
nimmt Ihnen keiner ab.
Diese jungen Eheleute heutzutage, das war in unserer Zeit nicht ideal.
Ich weiß nicht mehr, ob ich ihm meine Adresse gegeben hatte.
Plötzlich waren wir in seiner Wohnung.
Das heißt in einem Fotoatelier. Dort war ein Segelboot aufgebaut.
Das ist die Windmaschine.
Und hier, das ist die Atmosphäre.
Und was passierte dann? Er hörte sich meine Geschichte an und verstand einfach
alles. Und das war es ja, was ich im Augenblick brauchte. Also darauf müssen
eintreten.
Ja, dann haben wir ganz viel Champagner getrunken. Ich bin überzeugt, er glaubte
mir kein einziges Wort.
Und was passierte dann?
Ja, und dann kam die Sache mit dem Stiefel.
Als ich den Hausschlüssel hervorholte, war ein 100 -Mark -Schein in meiner
Handtasche.
Ja, ja, blond.
20 Jahre alt.
Ja, trägt einen schwarzen Passianer.
Hallo, sind Sie noch da? Für Polizeirevier 23.
Ruschi.
Wo kommst du her?
Vom Strich.
Und das habe ich verdient.
So ganz nebenbei.
Bitte mach dich nicht lustig über mich.
Wo bist du gewesen?
Du hast mich doch darauf dressiert.
Also spiel nicht den Erstaunten.
Uschi!
Uschi, wo willst du hin?
Uschi.
Noch am selben Abend habe ich meinen Mann verlassen und bin zu einer Freundin
gegangen. Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit, Frau Fentz.
Vielleicht wäre alles ganz anders verlaufen, wenn wir ein Kind gehabt
Auf alle Fälle bin ich mit meinem jetzigen Leben glücklich.
Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen.
Bernd Mittler, Kandidat der Soziologie, benutzt einen Teil der Befragungen zu
einer Arbeit für sein bevorstehendes Staatsexamen.
So ist es. Na endlich.
Schau mal, was ich für schöne Blumen mitgebracht habe. Ja, hast du auch was
essen mitgebracht? Ja, ich habe noch ein paar Wiener im Eisschrank. Die kann ich
uns selbst machen.
Weißt du, dass zwei kleine Wiener für mich reichen?
Ach, ich bin so hundemüde.
Sag mal, in der letzten Zeit bist du aber auffallend oft müde.
Was isst du denn da?
Mehl. Schmeckt prima. Wie Nuss? Probier mal.
Mehl? Ich glaube, du spinnst. Weißt du was? Heute mach ich für uns das Essen.
Ich hol zwei halbe Hühnchen und eine Flasche Wein.
Ja, das Ergebnis unserer Umfrage sieht eigentlich sehr merkwürdig aus. Der
Hauptteil unserer Frauen spricht sich, nach unserem statistischen Material, für
absolute Treue in ihren ehelichen Beziehungen aus. Und trotzdem ist die
Scheidungsquote erheblich höher als bei älteren Frauen. Gott sei Dank gibt es ja
auch bei unseren jungen Hausfrauen nicht nur Negativ -Ehen.
Das sind und bleiben immer nur Sonderfälle.
Agnes Beck hatte gerade ihre Lehrzeit hinter sich, als ihre Eltern starben.
Sie heiratete, um einen Meister für das Geschäft zu haben.
Herrn Albert Beck, einen strammen Mit -30er.
Dazu hat sie noch eine hübsche Wohnung gleich hinter dem Geschäft.
Ein Auto und ein ständig wachsendes Bankkonto.
Was wollen die beiden mehr?
Naja, wenn Sie so fragen, ich habe immer alles gehabt, was ich so brauche.
Danke.
So, danke. Danke, danke.
Besten Dank.
Danke.
Besten Dank. Ah, Herr Nachbar, was kriegen wir denn heute?
Waschen oder Ölwechsel?
Eine Rasiere, Primo. Jawohl.
Bitte sehr, bitte gleich.
Was haben Sie denn?
In letzter Zeit sind Sie immer ein bisschen nervös, gell?
Na ja, ein Ölwechsel wäre auch nicht schlecht. Ist schon ein bisschen ranzig.
Gut, Sie Türken, jetzt halten Sie doch endlich mal still.
Sie sollten mal zu einem guten Doktor gehen.
Ich glaube, Sie sind nicht ganz ausgelastet.
Hier habe ich etwas für Sie zur Blutabfrischung.
Io faccio la pizza, mi basta.
Verstehen Sie? Capito? Allora, capito?
Den Sex meine ich doch, den Sex.
Schauen Sie mich an, habe ich ein Zucken im Gesicht? Nein, ich habe kein Zucken
im Gesicht. Und warum habe ich kein Zucken im Gesicht? Weil ich ein
Sexleben habe. Wenn ich Sie also richtig verstanden habe, sind Sie Ihrem Mann
immer treu. Aber selbstverständlich, immer gewesen, in meinem Alter.
Keine Probleme?
Nee, nicht ein einziges. Albert war und ist der Meister im Geschäft und in
unserer ganz privaten Sphäre.
Im Fragebogen haben Sie angegeben, dass Sex keine allzu große Rolle spielt.
Liegt das am Altersunterschied? So groß ist er gar nicht. Ich meine, es kommt
immer darauf an.
Seit Ihrem Fragebogen ist ja alles ganz anders geworden.
Die Mädchen heutzutage, die sind doch so mager, dass wenn man sie auf einen 10
-Marker nimmt, dann schauen noch 9 Marker raus. Aber bei mir müssen sie
picobello popo, kapische?
Bei mir muss eine Frau und drum auch schon einen großen Busen haben, wo man
auch einhalten kann. Darum bin ich schon seit Jahren und Tagen höchstform.
Meistens dicke Casanova nicht ab so gut wie Magere.
Gehen fix schnell, gau.
Da müssten Sie mich mal in voller Aktion erleben. Mein Mann ist immer der aktive
Teil. Die meisten jungen Mädchen haben heute Erfahrung vor der Ehe.
Daraus ergeben sich gewisse Vergleichsmöglichkeiten. Bei mir war das
notwendig. Was glauben Sie, wie glücklich ich in meiner Ehe bin?
Sogar in den Mittagspausen. Ich liebe meinen Albert. Bei uns ist wirklich
alles in Ordnung. Geht so, Berti, was strampelt sich ab?
Es geht in der Nacht nichts mehr und in der Mittagspause auch nichts mehr
zusammen. Was heißt, da geht nichts zusammen, wenn du dir überhaupt keine
nicht gibst?
Mühe? Ich habe immer gedacht, sowas ist ein Vergnügen.
Für Beschweide. Erst einen auf die Palme bringen.
Und wenn es dann nicht gleich schnackelt, dann war ich schuld. Mach da
draus, Berti. Es gibt ja auch noch andere Werte im Leben. Eine Maß Bier,
warmer Leberkäs.
Den kaufe ich mir auch.
Und such du dir erst einmal einen Mann, der so viel Geduld ausbringt wie ich.
Einen solchen findest du gar nicht mehr.
Hoffentlich, Berti.
Hoffentlich.
Aber ich verstehe nicht, was soll ich Ihnen denn verheimlichen?
Eine Frau weiß manchmal mehr von einer anderen Frau als der Mann. Kein Wunder,
wenn Frau Agnes Beck durch die Fragen von Brigitte Mittler unsicher wird.
Grund dafür ist ihre Vorliebe für Pizza und die feurigen Italiener.
So war seine Fügung des Schicksals, als Tonio vor einiger Zeit im Nebenhaus
seine Pizzeria eröffnete.
Natürlich hatte das traute Zusammensein mit Tonio, besonders in der
Mittagspause, seine Schwierigkeit.
Allein schon wegen Albert und dem Personal.
Doch Tonio fand einen Weg.
Ein Loch in der Wand.
Genauer gesagt, einen Mauerdurchbruch, der aus dem Nebenhaus direkt in den
präparierten Kleiderschrank des Bäckschen Schlafzimmers führte.
Ein wenig beschwerlich vielleicht.
Trotzdem eine beachtliche Verkehrserleichterung.
Das müssen wir machen.
Hase runter.
Schnell, Tonio, zieh dich aus. Wir haben mindestens eine Stunde Zeit. Bert ist
beim Steuerberater.
Jetzt
sehe
ich es wieder. Die Leidenschaft ist über dich gekommen.
Du, du machst mich ja ganz konfus. Ich möchte singen, vor Glück.
Sing, ja, sing.
Oh, so.
Du musst singen, singen, Madonna, mit singen.
Also, Frau Beck, von Frau zu Frau. Ja, einmal habe ich in der Stadt einen
Italiener kennengelernt. Und?
Ja, den habe ich zweimal auf den Mund geküsst, abends im Englischen Garten. An
dem Tag habe ich mich über meinen Bärte so geärgert. Und sonst war nichts mit
diesem Italiener? Na ja, vielleicht habe ich ihn auch viermal geküsst. Das geht
schon seit Monaten so. Bitte?
Ich meine, dass ich mich mit meinem Mann wieder besser verstehe.
Und hier, Herr Beck, der Schlager der Saison.
Und das passierte erst vor wenigen Tagen.
Albert bekam Besuch von dem Parfümerievertreter Foderer.
Sondern auch die meines Kraft schon ein leichtes Einmassieren trägt die
Durchblutung an und führt zu der erhofften Wirkung. Ein Zementwickel für
armen Heinrich.
Davon nehme ich ein halbes Dutzend.
Wissen Sie, ich habe da einen Kunden, der interessiert sich für so etwas.
Sagen Sie mal, haben Sie etwas Stärkeres auch noch da? Hier.
LMA -Erektrovit steigert die Leistungskraft.
verlängert die Erregungskurve und schenkt hemmungsfreie Erlebniskiefe.
Ich nehme diese Packung.
Wer viel liebt, bleibt fit.
Wie wäre es zur Sicherheit mit dem millionenfach bewährten Superpotenzin?
19 Wirkstoffe für reibungsbeständige Dauerbeanspruchung macht müde Männer
wie junge Deckhengste.
Davon nehme ich ein Dutzend. Und von den anderen Sachen auch noch ein Brötchen.
So, also dann wünsche ich Ihnen recht viel Erfolg und viel Spaß.
Bis zum nächsten Mal. So.
Glaube versetzt bekanntlich Berge.
Warum sollte sich nicht auch Alberts Hoffnung erfüllen?
Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Albert spürt die Wirkung von Erectolan und Superpotenzin.
Einbildung war schon oft das beste Heilmittel.
Ja, ja, ja.
Ja, komm, schnell, schnell.
Beeil dich, komm.
Jetzt geht es auf.
Jetzt passiert es.
So, das hätten wir.
Und was ist aus diesem Italiener geworden, den Sie viermal monatelang
haben? Aus ist.
Damals war es ja nur die Not, die mich dazu getrieben hat.
Ich sag's ja immer, bei denen Weiberleid, wenn man da nicht die Hosen
Auf Wiedersehen. Ja, was machst du denn für Glotzaugen? Ich sag's ja, Sie
müssten mal zum guten Doktor gehen.
Berti!
Ja, Weibi. Sie sind sowieso schon fertig, Herr Nachbar. Peppi, Kasse.
Ja, gut, Chef.
Porca miseria, mich falle Korn.
Was meinst du? Lass uns ein bisschen schnacken. Geh mal in unser Heuer,
Wie hat die die Kundschaft? Okay, in so einem Moment ist die Kundschaft mir der
Hurst.
Nach der letzten Statistik haben 90 % der Frauen unter 18 Jahren bereits im
Tiefverkehr.
Ich bin schon wieder tot, Müdel.
Das kann doch nicht mehr normal sein.
Komm, lass dich anschauen.
Du, ich muss dir was gestehen.
Hast du Geld verloren?
Nein, ich habe schon seit ein paar Wochen die Pille nicht mehr genommen.
Aber ich war doch immer dabei.
Das war Traubenzucker.
Alter, wir bekommen ein Baby?
Ist das sehr schlimm?
Brigitte!
Wir bekommen einen Sohn!
Man merkt ihr aber noch gar nichts an.
Aber bald.
Vielleicht kann man ihn schon hören.
Ach, du Dummkopf, wo er doch noch so ein Winzling ist.
Dummkopf? Das sagst du zu einem Vater?
Darf man noch? Aber sicher darf man noch.
Ja, danke. Und nun kommen wir zur Gruppe Adel und Hochfinanz.
Jede Menge von Skandalen und Affären. Aber Scheidungen werden ängstlich
vermieden. Von Geld trennt man sich nicht so leicht.
Vor allem nicht in dieser Gesellschaftsschicht.
Diese Greifen Ladenburg scheint Gott sei Dank ein Sonderfall zu sein. Sind Sie
eigentlich Sozialist? Wie? Ich meine, sind Sie Sozialist?
Nein. Wie kommen Sie denn darauf? Ich meine, natürlich ist man heute sozialer
eingestellt. Oder sollte es jedenfalls sein.
Bei einem Besuch auf dem Gestüt Breitbach treffen wir den Kreistierarzt
und seine Frau Liesel.
Sie war vor noch nicht allzu langer Zeit als Gräfin Elisabeth von und zu
Ladenburg die Frau eines der reichsten Großgrundbesitzer der Gegend.
Ich hoffe, Sie machen keinen großen Wirbel aus meiner Geschichte. Aber nein,
können ganz so ruhig sein. Die Erhebungen haben rein statistische
wissen Sie, diese Ehe konnte von Anfang an nicht gut gehen.
Schloss Ladenburg ist uralter Familienbesitz.
Außer zwölf Hektar Wald und Ländereien, einer Ziegelei und Bankbeteiligungen,
gehören mehrere Wohnviertel in der Landeshauptstadt dazu.
Herr Graf.
Gräfin Elena, die Mutter des Grafen, brachte ein Jagdschloss, eine
Schnapsbrennerei und eine Saline mit in die Ehe.
Der Großonkel hat sein Geld, um die Erbschaftssteuer zu umgehen, bereits
dem Grafen überschrieben.
Bitte, Herr Graf.
Und das ist Graf Kuno von und zu Ladenburg.
Entschuldige, Mama, aber der Anwalt wäre da.
Der Graf sammelt feines Porzellan, ist aber auch als Geschäftsmann nicht zu
unterschätzen.
Sie können sich ja vorstellen, wie schlecht ich da reingepasst habe.
Zu Hause habe ich mit den Dorfkindern gespielt. Und denen war es egal, ob ich
die Tochter vom Baron war oder vom Altwirt. Weshalb haben Sie überhaupt
Ladenburg geheiratet?
Ich wurde halt standesgemäß verheiratet.
Damals war die Ansicht meiner Eltern noch so. Heute denkt mein Vater auch
darüber. Sie waren 18 und dann kam die große Enttäuschung.
Ich hätte genauso gut einen Manager heiraten können oder einen bösen
Spekulanten.
Ich konnte von Anfang an mit der verstaubten Einstellung meiner
nichts anfangen.
Elisabeth ist immer noch nicht erschienen. Du musst sie mehr zur
erziehen, Kuno.
Ja, Mama.
Sprich mit dem Anwalt. Ja.
Ist ihre Quelle auch sicher?
Hundertprozentig. Man hat mir fest zugesagt, auf der nächsten
wird das gesamte Gebiet hier als Bauerwartungsland eingestuft.
Aha, also Anstieg der Grundstückspreise im Hundertprozent, nicht wahr?
Kündigen Sie den Pächtern zum nächstmöglichen Termin.
Elisabeth weiß doch, dass sie zum Täter zu sein hat.
Ja, Mama. Ich sehe da nur eine Schwierigkeit. Einer der Pächter ist
Vertriebener. Ein ziemlich rabiater Bursche.
Ach, leck mir was.
Ha, so.
Entschuldige bitte, aber ich habe noch den Glocknerbauern getroffen. Ich sehe
keinen Zusammenhang, weshalb du uns hier warten lässt, mein Kind.
Er sagte, er sollte sich das nochmal überlegen, wegen des Silmsee.
Der Gemeinderat hat jetzt das Geld beisammen für ein modernes Strandbad.
Verzeih, aber ich schätze es ganz und gar nicht, wenn diese Leute dich als
Sprachrohr benutzen.
Darf ich daran erinnern, der See ist gräflicher Privatbesitz.
Aber der Gemeinderat will uns nur das Stück Westufer pachten. Ich finde, die
Leute haben ein Recht darauf.
Es ist doch das einzige Erholungsgebiet in der ganzen Gegend.
Das schon.
Ach, legt mir Marsch. Hast du?
Kind, ich verstehe dich nicht. Deine Einstellung ist einfach unglaublich. Du
bist Haarsträubend. Willst du den gesamten Pöbel in unseren schönen Wald
lassen? Innerhalb eines Jahres wäre die Entenjagd beim Teufel.
Übrigens, was diesen Vertriebenen betrifft, beauftragen Sie doch die Bank,
die Hypothek zu kündigen. Aber er könnte doch dem Mann nicht einfach die
Hypothek kündigen.
Möchtest du dich nicht umziehen?
Dein Aufzug ist wirklich nicht standesgemäß.
Ach, leck mich am Arsch.
Eine Sekunde und ich wäre geplatzt. Ich hatte das Gefühl zu ersticken.
Jetzt werden wir gleich haben.
Hallo, darf ich erfahren, was Sie hier treiben? Ah, die Frau Gräfin. Sie wollen
wohl den Tatbestand persönlich aufnehmen.
Mich würde nur interessieren, warum Sie unter die Barrikadenstürmer gegangen
sind. Also erstens, die Kuh vom Angermoser kann nicht käuben. Und das
der kürzeste Weg.
Und zweitens? Ja, Frau Gräfin, wenn Sie es unbedingt wissen wollen.
Ich halte es für eine Sünde und Schande, dass ein paar Privilegierte die Natur
und Feld und Wald für sich in Anspruch nehmen und alle anderen müssen mit dem
Vorlieb nehmen, was übrig bleibt. Und außerdem ist es gegen das Grundgesetz.
Würden Sie das noch einmal wiederholen? Aber selbstverständlich.
Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
Nein, Sie sollen es mir nicht erzählen, sondern meinem Mann und der alten
Gräfin. Das täte auch Not, dass die das mal hören.
Glauben Sie denn, dass die Herrschaften mich vorlassen würden? Dafür sorge ich
schon. Kommen Sie doch morgen um fünf zum Tee.
Einverstanden? Danke, Gräfin. Und gehen Sie ruhig aufs Ganze.
Zur Not bin ich auch noch da.
Danke, Gräfin.
Ich hätte mir denken können, dass es eine Katastrophe gibt. Aber die
haben Sie doch beabsichtigt. Nein, jedenfalls nicht bewusst.
Also, wenn ich Sie recht verstehe, sind Sie für die Abschaffung des
Privateigentums? Nein.
Nein, durchaus nicht. Ich meine nur, dass jemand, der durch Glück oder eine
Erbschaft einen solch riesigen Besitz zusammengetragen hat... Ich habe
die Grafen Ladenburg sollen einmal Raubritter gewesen sein.
Ach so.
Ich meine...
Dann haben Sie auch eine gewisse Verpflichtung der Allgemeinheit
Zum Beispiel der Strandbad.
Strandbad? Ja.
Der nächste doch am Marsch. Hasse!
Danke, das war aufschlussreich.
Hast du den Herrn aufgefordert, mir das zu sagen?
Ja. Er ist ein paar Minuten zum Tee eingeladen.
Nun, den haben Sie getrunken.
Sie entschuldigen mich bitte.
Aber mit dem größten Vergnügen. Nein, bitte bleiben Sie doch noch ein
Diese Entschuldigung ist doch eine einzige Unverschämtheit.
Ja, Mama.
Es war ein Fehler von mir. Ich hätte Sie nicht darauf bitten sollen.
Ich hätte wissen müssen, dass gegen so viele egozentrische Standardzünge kein
Kaut gewachsen ist.
Da lenkst du mich doch einmal.
Ja,
Mama. Lukas, geleiten Sie den Herrn hinaus.
Sperren Sie das Gastentor. Nein, danke.
Bemühen Sie sich nicht.
Ich finde meinen Weg alleine.
Bitte, das war doch nicht so gemeint.
Elisabeth!
Hey, Sie sind mir doch nicht böse.
Wieso? Ach, ganz im Gegenteil.
Wiedersehen.
Du kannst wohl nichts anderes als die Leute vor die Tür setzen.
Du vergisst wieder einmal den Namen, den du trägst, meine Liebe.
Ich glaube, der ist auch nicht besser als andere. Im Gegenteil.
In Zukunft wirst du jedenfalls keine Gelegenheit mehr haben, mich in dieser
und Weise bloßzustellen. Mit anderen Worten...
Ich habe kein Recht auf eine eigene Meinung. Ich muss deine
Ansichten übernehmen.
Immerhin haben die Grafen Ladenburg Jahrhunderte nach diesen Ansichten
Also dürften sie auch für dich gut genug sein. Und wer anderer Meinung war, der
wurde ins Burgverlies geworfen. Das würde einem Soze wie diesem Herrn Moll
heute noch guttun.
Jetzt verstehe ich. Da ist der Marsch. In den Methoden habt ihr euch angepasst.
Aber die Repressalien sind die gleichen geblieben. Ihr habt euch alle schon
lange überlebt.
Meinetwegen könnt ihr euer Wachsfigurenkabinett unter Glas stellen.
satt. Ich lass mir nicht eure vermoderten Ansichten aufdrängen. Ich
hab etwas Besseres zu tun in dieser Welt.
Elisabeth, wo willst du hin?
Rauf meine Sachen packen.
Kuno.
Ach so.
Da legst mir weg, Herr Marsch.
Und in der gleichen Nacht haben sie das Schloss verlassen. Ein rechtes Sauwetter
ist gewesen. Kalt war's und ein Gewitter kam.
Die beiden Garagen hatten sie abgesperrt. Aber da war noch der
Ich wusste, wo der Schlüssel hing.
Erst an der Kreuzung habe ich gemerkt, dass ich kein Geld eingesteckt hatte.
Es blieb noch das Jagdhaus drunten am Wald.
Mit dem Traktor wohl noch eine Stunde zum Fahren.
Na du, ist das aber eine Überraschung.
Hallo, Gräfin. Wo wolltest du denn heute Abend noch hin mit dem Traktor?
Im Schloßtag das Familiengericht und da brauche ich ja nicht unbedingt dabei zu
sein. Darf ich Ihnen meinen Wagen anbieten? Damit kommen Sie schneller vom
Okay.
Ich bin gleich fertig. Ich warte nur noch, dass Dicken kommt. Ja, gut. Ah, da
kommt ja schon die Rosa.
Dann kann sie ja gleich losgehen.
Sie klingt ein schönes Tier.
Nächste Zeit, dass sie wieder mal gedickt wird.
Ja, ich schau gar nicht mehr zum Holten. Ja, das glaube ich.
Ist ganz schön russisch, die Rosa.
Ganz ein bisschen vorsichtig beim Binden, gell?
Ja, ja, ich weiß schon.
Oh, da kommt er ja. Das ist aber ein schöner Hengst. Ja, hoffentlich nimmt
Rosa ihn gut an.
Das werden wir ja gleich sehen.
Jetzt bin ich gespannt.
Oh, Ajax.
Oh, gehen bleiben.
Dann ist es unruhig. Gehen lieber dabei rum.
Das ist immer nötig. Sie blinkt schon richtig.
Ja, Ajax, so ist brav.
Wirklich ein prächtiger Hengst.
Gut, ja, Ajax.
So nicht bleiben, Rosa. So, Ajax.
So ist es richtig.
So nicht bleiben, Rosa.
Schauen Sie, Rosa, jetzt kriegt es wieder was für uns.
Ja, wo waren wir jetzt stehen geblieben?
Ach ja, im Jagdhaus hat er mir dann geholfen, das Antibett auszustellen.
Ich verstehe.
Der große Jagdsaal war mehr oder weniger Abstellkammer seit Jahren.
Ich wusste selbst nicht mehr genau, was da aussah. Ja, du hast gereift. Viel
Vergnügen. In diesem großen Kabinett wollen Sie heute die Nacht verbringen?
bleibt mir denn anderes übrig?
Ja, und dann will ich mir das Feuer ansehen.
Halt, halt, warten Sie, ich helfe Ihnen dabei.
Ja, danke.
Haben Sie sich wehgetan?
Wollen Sie mich gerne mal loslassen?
Sie ist immerhin eine Gräfin Ladenburg, Mama.
Die Wesen, Kuno.
Ach so, er hat sich gerührt.
Ah, leck mir am Arsch.
Liesl, halt dich.
Liesl, das passt zu dir.
So, jetzt wollen wir mal aufhören.
Dann steigen wir da rüber.
Oh, du hast deinen Kopf angestoßen. Nein, der hält schon was aus.
Jetzt wollen wir es mal mit der Matratze versuchen.
Schade, zu Hause hätte ich ein schönes Gästezimmer.
Ja, ja, schön wär's.
Aber das kriegst du von den Leuten.
Dir gibt's keine Leute.
Aber auch kein Bett.
Was hat das zu bedeuten?
Unheil. Unheil.
Oder Nachwuchs, Frau Gräfin.
Ich habe nie gewusst, dass es so schön sein kann, Liebling.
für einen Riesentanz gegeben, bis die Scheidung durch war.
Aber daran denke ich ja gar nicht mehr.
In vier Monaten haben wir unser Kind.
Wie schön.
Schau, Brigitte, was ich da habe.
Komm, wir sind rein.
Was lebst du denn da an? Für unseren Sohn.
Vielen Dank.
Eine Eisenbahn? Du weißt doch gar nicht, ob es ein Junge wird. Sicher, bei mir
schon. Und selbst wenn, damit kann er doch erst in sieben Jahren spielen. So
lange brauche ich schon, bis ich weiß, wie es geht.
Ach, Bernd, weshalb hast du nicht einen großen Vogelkäfig gekauft? Dann könntest
du wenigstens deine Meiden fliegen lassen.
Meinst du, ich habe Lust, mich als Vater zu blamieren?
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