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Original subtitles

[erwartungsvolle Musik]

[pompöse Klänge]

[Surren]

[Flammenlodern]

[Knacken, Knistern]

[leise Gespräche im Hintergrund]

[Frau] Komm, schnell.

[Mann] Aber lass dir Zeit. Nicht zu schnell löschen.

[ferne, aufgebrachte Stimmen]

[Mann] Da kommen schon die Ersten. - Ja.

[Husten, Keuchen]

[Der Mann hustet laut.]

Ein Wahnsinn. - Ist ja unglaublich.

Ihr seid ja richtige Helden.

Wie sind die denn so schnell her? - Unglaublich.

Bitte, was da alles passieren hätte können.

So mutig.

Wir haben es gesehen und einfach geschalten.

Ja, wir haben uns einfach die Dinger geschnappt.

Ja. - Und sofort los.

[anschwellende Cellomelodie]

[Musik: "Finite Distinct" von Lukas Lauermann]

[leise Vogellaute]

[Die Melodie wird kräftiger.]

[Musik verklingt abrupt.]

[Applaus]

Der Ausgang? - Einfach dahinten geradeaus.

Danke schön.

[Stimmengewirr vom Konzert]

Entschuldigung, wo geht's denn hier raus?

Einfach dahinten geradeaus.

Ja, eine ganz eigene Kraft. - [Frau] Gell?

So experimentell.

Also, mir war es teilweise fast schon zu experimentell.

Weiß nicht. Am Anfang so klassisch und plötzlich biegt's einfach ab.

[Sie lachen sanft.]

Also für mich stellt es eher ein Aufzeigen von Wegen dar.

Also diese elektronische Erweiterung und die Vervielfältigung

verbindet es ja eher zu diesem hochpoetischen Kreislauf.

Es erinnert mich ein wenig

an Helmut Lachenmanns Musique concrète instrumentale.

Da ist die Klanglichkeit ja auch oft geräuschnäher

als der symphonischen Tradition.

Ja, da stimme ich vollkommen zu.

Ja, ja. - Sehr interessant.

So. - Darf ich?

Hey. - Hallo.

Hallo. - Hey.

Und?

Ja, mir hat's sehr gut gefallen.

Ja, uns auch.

Ihnen auch? - Merci.

Darf ich vorstellen, Ina Solberg, aus Norwegen.

Also ... bitte Englisch.

[englisch] Hallo, Ina. - [mehrere] Hallo.

[englisch] Hat es Ihnen gefallen? - Ja! Es wahr sehr besonders ...

.. schön, inspirierend.

[englisch] So inspirierend.

Aber auch sehr traurig.

Es hat mich einmal zum Weinen gebracht.

Und teilweise hat es sich mehr wie eine Klangerfahrung

als klassische Musik angefühlt. Richtig?

[englisch] Er hat gerade dasselbe gesagt.

Oh.

[englisch] Wir haben gerade über Helmut Lachenmann gesprochen.

Interessant, ja, das sehe ich.

Sind Sie mit seinen Arbeiten vertraut?

Ich habe Musiktheorie in Oslo studiert.

Mh! - [deutsch] Toll.

Wie ist noch mal der Name seines Stücks?

[deutsch] "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern."

[englisch] Genau.

[deutsch] Na bitte, schauts, die Auri.

Schon wieder ganz allein da.

Ja, hallo. - Dass ihr das nicht zu blöd ist.

So peinlich.

Danke. - Sehr gerne.

[leises Grillenzirpen]

So, bitte schön.

Wenn alles zur Ihrer Zufriedenheit war,

würden wir uns über eine Bewertung auf der Website freuen.

Natürlich, gern.

Noch ein Glas Wein?

Danke, aber das ist nicht möglich.

Das ist für Sie. - Vielen Dank.

Guter Service ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

[Eine Ansage läuft im Hintergrund]

So.

Bitte schön.

Darf's vielleicht schon was zu trinken sein?

Ein Kaffee oder ein Ingwer-Gurken-Shot?

Nein, danke.

[Die Ansage läuft leise weiter.]

Matthias, da ist eine Dame.

Ich hab's dem David schon gesagt. Hättest du auch kurz Zeit?

Mhm.

Super

"Die perfekte Begleiterin oder den perfekten Begleiter."

"Werfen Sie einen Blick auf unsere Website."

Wie können wir Ihnen helfen?

Wie sag ich das am besten?

Der Johann, also mein Mann,

ist sehr bestimmend.

Also ...

Er ist auch sehr liebevoll,

aber er ist ziemlich emotional.

Und wenn wir streiten,

ich weiß ned warum,

aber dann sag ich nie was.

Also weil, da macht immer alles so zu bei mir.

Erst im Nachhinein, wenn ich im Bett lieg

oder wenn ich unterwegs bin,

da fallen mir dann immer erst die Dinge ein.

Also ...

Ich möcht gern streiten lernen.

Okay ...

Mm, Coachings bieten wir allerdings leider keine an,

falls es das ist, was Sie suchen.

Vielleicht geht's eher darum,

dass Sie einfach ein Gegenüber haben

zum Proben oder zum Üben.

Ja, genau. Ja.

Ich brauch wen zum Streiten üben.

Verstehe. Ja, das ist gar kein Problem.

Und das wäre dann hier?

Nein, am besten in einer Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen.

Gibt es vielleicht bestimmte Zeiten, an denen Ihr Mann nicht daheim ist,

dass wir es dort machen?

Naa, das geht nicht.

Der Johann darf das auf keinen Fall mitbekommen.

Aber was ginge ...

Ich hab noch eine unvermietete Garçonnière in der Stadt.

Da könnte man es vielleicht machen.

Das klingt doch prima.

[leises Grillenzirpen]

[eindringliche Cellomusik] Rot oder weiß?

Was dir lieber ist.

Sag.

Ich richt mich nach dir.

Ich hatte ihn letzte Woche bei einem Auftrag gesehen.

Ich fand den so lustig.

Ich dachte, der wäre doch auch super für uns.

Fürs Büro habe ich dann noch einen kleinen Tukan abgekauft.

Super.

Danke.

Und? Wohin damit?

Vielleicht rauf zum Eingang?

Zum Schuhe anziehen?

Das ist Kunst, nicht zum draufsetzen.

[Sie lacht.]

Ist doch lustig, wenn man gleich vom Eisbären begrüßt wird.

Ja? Das wär süß.

Soll ich ihn umtauschen?

Wieso?

Gefällt er dir?

Kein Problem. Ich kann ihn zwei Wochen lang umtauschen.

Das habe ich ja nicht gesagt, aber gefällt er dir?

Das ist ein bekannter Designer.

Der macht schon was her, wenn Gäste kommen.

[weiterhin Cellomelodie]

Ich find die extrem stark.

Irgendwie so gefühlvoll.

Wie war's live gestern?

Super.

Tolle Location.

Auch sehr gut besucht.

Ich meine musikalisch.

[Melodie wird leiser.]

Es erinnert mich ein wenig an ...

Helmut Lachenmanns Musique concrète instrumentale.

Da ist die Klanglichkeit ja auch oft geräuschnäher

als der symphonischen Tradition.

[Stille]

[Er seufzt.]

[Vogelzwitschern]

Ach, wie toll.

[Sie kichert sanft.]

Und so schön kühl unter dem Dach.

Mhm.

Ich muss sagen, so prunkvoll habe ich den Saal gar nicht in Erinnerung.

Diese Malereien, was? - Wirklich sehr schön.

Gott sei Dank habe ich so früh reserviert.

Ja, das nächste Wochenende, in dem wir keine Veranstaltung haben,

ist erst im Jänner.

Januar? - Mhm.

Wahnsinn, so ein Glück.

Und dass du dabei sein kannst.

Unser Sohn ist zwar andauernd beruflich im Ausland,

aber meine 60er-Feier lässt er sich nicht entgehen.

[sanftes Lachen]

Ja, gut.

Dann besprechen wir noch die Bestuhlung.

Und danach erzählst du mir beim Café, was es alles Neues gibt.

Gibt einiges zu erzählen.

[leise Gespräche, Vogelzwitschern]

Letztes Mal war schon okay,

aber Sie hätten mehr auftragen können.

Ich möchte, dass Sie diesmal eine Rede halten auf mich.

Was ich für ein toller Vater bin, was ich Ihnen alles mitgegeben habe.

Ich muss einfach die Mitglieder bestärken,

mich bei der nächsten Wahl zum Klubpräsidenten zu wählen.

Seit Jahren finanziere ich denen jedes lächerliche Charity-Projekt.

Welchen Anzug werden Sie tragen? Ich will ein Bild vorher sehen.

Selbstverständlich.

Das ist jedes Mal ein Labyrinth hier.

Grüß Gott, darf ich Ihnen unser Spa-Angebot der Woche vorstellen?

Danke.

[Lachen]

Chamäleon-Walk.

Ich finde, es schaut eher aus wie ein Hirschkäfer.

[Lachen]

Großartig.

[ruhige Musik]

Es ist ein bissl arg nach dem Essen, aber witzig, oder?

Ja.

Meine Patientinnen lieben es auch.

Es ist irrsinnig gut für Balance und Beweglichkeit.

Und extrem anstrengend.

Nichts für dich, Matthias.

Die Terrasse ist frisch geputzt, versprochen.

So, ich hole jetzt das Dessert.

Kann ich helfen? - Danke, geht schon.

Mmh, da freue ich mich den ganzen Tag schon drauf.

Na geh, bitte. - Super.

Schon wieder. Im Moment sind die so lästig.

Selbst in der Nacht. Ich habe gerade überhaupt keine Ruhe.

Ich bin gestern auch in der Straßenbahn eingeschlafen.

Wobei, ich bin dann auch gleich wieder aufgeweckt worden.

Da waren zwei, die haben sich gestritten und herumgeschrien.

Der eine war viel jünger,

der andere hat ihn am Hals gepackt und hochgezogen.

Dann hat der andere ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Keine zwei Meter von mir. - Arg.

Was hast g'macht?

Na ja, was hätte ich machen sollen?

Es ging alles so schnell, und die sind eh gleich raus.

Ich bin froh, dass du nix g'macht hast.

Dabei bist du eh so ein Packerl.

[Kichern]

So. - Mmh.

Es ist sicher schwer, da richtig zu reagieren.

Man ist wahrscheinlich total perplex.

Ja, man weiß es auch nicht, ob die womöglich ein Messer haben.

Vielleicht waren sie auch auf Drogen.

Na ja, so schlimm war's auch wieder nicht.

Ich versteh dich total.

Ich weiß auch nicht, wie ich reagiert hätte.

Aber das Richtige ist wohl, nicht wegzuschauen.

Vielleicht hilft's ja auch, wenn man was sagt.

Oder wen holt.

Ja.

Stimmt.

Hm.

Ich glaub auch, dass ich was gesagt hätte.

Also dazwischengehen ... vielleicht nicht.

Aber schon was sagen.

So, essen wir jetzt endlich das Dessert.

Köstlich schaut's aus.

[Poltern, Schreie]

Oh, Noah!

[Kinderstimmengewirr]

Ins Bett haben wir doch gesagt.

[Sie reden durcheinander.]

[tänzelnde Musik mit sanfter Geigenmelodie]

[Jubel aus der Straßenbahn]

[Musik verklingt.]

[leises Rauschen]

[Das Rauschen verklingt.]

Ja, das sind im Groben meine Aufgaben als öffentlicher Notar.

Also, ich hoffe,

dass ich den Beruf etwas schmackhaft machen konnte.

[Lehrerin] Super, danke.

Dann einen großen Applaus für den David und seinen Papa.

Wer mag denn als Nächstes?

Sebastian, magst du vielleicht mit deinem Papa vorkommen?

Mhm.

[Die Kinder flüstern leise.]

Hallo, ich bin Matthias, der Papa vom Sebastian.

Wer von euch ist denn schon mal mit einem Flugzeug geflogen?

[lautes Türknallen]

[Klacken]

Sophia?

Hallo, bist du eh da?

Ich war nur kurz draußen.

Kommst du? - Mhm.

Also haben wir jetzt einen Hund?

Haben wir jetzt einen Hund?

[Der Hund winselt.] Magst du ihn?

Braucht er nicht etwas viel Platz?

Er macht definitiv was her, wenn wir Gäste haben.

Magst du die Blumen?

Die Blumen sind wie immer schön. Danke.

Matthias, was ist das?

Weil ich den Hund zu groß find?

Es geht nicht um den Hund.

Du ...

Du bist ... Du bist einfach nicht mehr echt.

Ich spüre dich nicht mehr.

Wieso nicht echt?

Ich bin doch da.

[Sie lockt ihn.] Komm.

[schlabbernde Laute]

[flüstert] Matthias, bitte.

(laut:) Der Hund frisst von der fucking Couch.

[Er schluckt schwer.]

Sophia!

Ich will doch ...

.. alles richtig machen für dich.

[Er atmet zitternd.]

Es ist doch nicht so, als wäre alles schlecht.

Oder?

Was fehlt uns denn?

Es tut mir leid.

[Er schnieft leise.]

[trippelnde Musik mit sanfter Geigenmelodie]

[leises Grillenzirpen]

[melodische Klangfolge]

[Frauenstimme] "Guten Morgen, es ist acht Uhr und hat milde 14 Grad."

Beenden.

[weiterhin trippelnde Musik]

[Türklingel]

[Musik verklingt.]

Sie haben uns g'rufen.

[fernes Entenquaken]

Sie haben einen Installateur g'rufen.

Nein? - Schon.

Nein, hab ich nicht.

[Sie seufzt genervt.]

Da steht, Sie haben einen Installateur g'rufen.

Sie sind der Installateur?

Ja.

Haben Sie leicht ein Problem damit, dass ich eine Frau bin?

Was? Nein.

Nein, ich hab nur keinen Installateur gerufen.

Vielleicht wer anderer?

Ihre Frau? Freundin?

Nein.

Also, ich glaub nicht, dass ...

Nein.

Na super.

Also, dann brauchen Sie nichts.

Es rinnt auch kein Wasserhahn oder so?

Nein, danke.

Ist alles in Ordnung.

Also, dann fahr ich wieder.

Ja.

Wiedersehen.

Und immer wenn ich mal was sag, ändert sich nix.

Entschuldige, aber ich weiß ned einmal,

ob's dir egal ist oder ob du mir einfach nicht zuhörst.

Das stimmt doch gar nicht.

Johann, ich halt das nimmer aus.

Du musst mir jetzt einmal zuhören.

Vera, bitte!

Lass mich ausreden!

Du steigerst dich bei jeder Kleinigkeit rein

und machst immer so ein Drama.

Ich muss dir auch sagen können, was mich stört.

Du bemerkst ja ned einmal, wann ich unglücklich bin.

Ich hab das Gefühl, du verstehst oft gar nicht, worum's geht.

Du lebst so in deiner eigenen Welt und reagierst gar ned auf mich.

Ich red und red und du hast keine Ahnung, was das Problem ...

Nein!

Ah ... also ...

Das ist jetzt vielleicht ein bisschen viel.

Der Johann kann schon sehr aufbrausend sein, aber ...

Natürlich. Entschuldigung.

Sollen wir eine kurze Pause machen?

Gern.

Danke.

Grundsätzlich war das schon viel besser.

Es ist gut, wenn Sie ihm die Meinung sagen.

Ist Ihnen was aufgefallen,

was ich noch besser machen kann?

Sie schauen sehr viel auf den Boden,

wenn Sie mit ihm sprechen.

Sie wären überzeugender, wenn Sie ihn ... direkt ansehen.

Und ich habe das Gefühl,

Sie könnten eindeutiger sein.

Direkter.

Sonst ... weiß man ja nicht, was man ändern soll.

Immer wieder kommt dasselbe auf,

und man dreht sich im Kreis.

Die ganze Beziehung, bis man sich irgendwann trennt.

Aber ...

Ich will mich ja nicht trennen.

Nein.

Nein, natürlich nicht. Ich ...

Ich glaub nur, es ist wichtig,

dass ganz klar wird, was das Problem ist.

Sonst ändert sich nie was.

Kann ich noch was besser machen?

Ja ... ähm ...

Der Johann würd mich noch mehr unterbrechen.

Noch mehr ... [genervt] "Vera, bitte."

So.

Natürlich, gern.

[Schritte]

Baba.

Ah ja, und ich hab dir grad die Infos zur 60er-Feier hochgeladen.

Jetzt haben wir auch eine komplette Gästeliste.

Ich hoffe, es passt alles so. - Danke, schönen Abend.

Alles okay?

Ja, ja.

Alles bestens. Alles super.

Cool.

Ähm, Nora?

Hast du schon was gegessen?

Oder hast du Lust auf ein Bier?

Ma, ich bin schon verabredet, tut mir leid.

Ist die Sophia leicht nicht da?

Genau.

Die ist grad nicht da.

Super. Sturmfrei.

Na dann, schönen Abend noch.

Und das Bier trinken wir ein anderes Mal.

Schönen Abend dir auch, danke.

[Frauenstimme] "Eine Nachbarin hat beobachtet,

wie eine Palme geliefert wurde."

"Dadurch kam ans Tageslicht,

dass die Influencerin gar nicht wirklich auf Urlaub gewesen ist."

"Die Fotos entstanden alle in ihrem Garten, wie sie später zugab."

"Mittlerweile hat sie nicht nur Tausende Follower verloren,

auch ihre Familie distanziert sich von ihr."

[leises, dröhnendes Rauschen]

[lautes Quietschen]

[unbehagliche Klänge]

[Rauschen verklingt.]

[Grillenzirpen]

Das ist aber klein.

Da steht, Sie haben gesagt, er soll nicht zu viel Platz brauchen.

Der Hund heißt ... Matthias.

Ich heiße Matthias.

Wirklich?

Der Hund heißt auch Matthias.

Aha, nein, Verzeihung. Sie heißen Matthias.

Der Hund heißt ... Aaron.

[Aaron bellt.]

Aaron? [Er bellt wieder.]

Ja, genau. Aaron.

[Bellen]

Bellt der immer, wenn ich ihn ruf?

Das weiß ich leider nicht. Ich liefere nur.

Bitte ... hier unterschreiben.

[Grillenzirpen, fernes Entenquaken]

Wenn Sie zufrieden sind, würden wir uns sehr freuen,

wenn Sie uns online gut bewerten.

[Stimmengewirr, Besteckklimpern]

Darf ich das schon mitnehmen?

Ich weiß nicht, meine ... Sie ist gerade auf der Toilette.

Aber könnten Sie die Kerze?

Natürlich.

Danke, Sie können das schon mitnehmen.

Gern. - Danke.

Kannst du's mir ...

Damit ich es dann nicht vergesse,

kannst du's mir gleich geben.

Sophia.

Wollen wir nicht noch mal versuchen?

Ich kann ja probieren, wir ... - So ...

Ein bissl mehr Romantik.

Danke.

Schau, ich habe so lange gehofft, dass sich was ändert.

Ich habe jetzt endlich die Entscheidung für mich

treffen können.

Entschuldigung, der schwarze Kombi,

der am Behindertenparkplatz steht,

der muss dringend wegfahren, bitte.

Ich verstehe halt nicht, wieso das jetzt so plötzlich passiert.

Aber das war doch nicht plötzlich.

Fühlt sich niemand angesprochen? - Okay, aber warum ...

Entschuldigung, wer hat sich denn fälschlicherweise

auf den Behindertenparkplatz gestellt?

Ein Gast kann nicht parken. - Ein schwarzer Kombi.

Ein schwarzer Kombi.

Was ich sagen wollte, ich würde halt gern ...

Entschuldige bitte, aber bist du das vielleicht?

Was?

Hast du vielleicht aus Versehen da geparkt?

Weil sie g'sagt haben, schwarzer Kombi.

Hier.

Nein, ich hab sicher nicht ...

Entschuldigung, fahren Sie einen schwarzen Kombi?

So was Rücksichtsloses. - So rücksichtslos.

Hallo? Er hat grad gesagt, er war's nicht.

Vielleicht unbewusst, mit den Gedanken woanders?

'tschuldigung, das geht Sie überhaupt nix an.

Essen Sie weiter und geben Sie Ruhe.

Sind Sie sich sicher? Es könnte ja mal passieren.

Ja, ich glaub halt ...

Wir können ja kurz gemeinsam schauen. - Ja, das ist eine gute Idee.

Das finde ich auch.

Matthias, wenn du dir sicher bist,

dann brauchst nicht schauen gehen.

Sicher soll es schauen gehen.

So, es hat sich soeben erledigt.

Der Falschparker ist zu seinem Wagen zurückgekehrt.

Verzeihen Sie bitte die Störung. Mahlzeit.

Ach so.

Entschuldigung.

Tut mir leid, ich hab nicht gedacht, dass sich jetzt was lostrete.

Ja, Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.

Vielleicht dürfen wir Ihnen ein Dessert aufs Haus anbieten.

Vielleicht sollten wir zahlen.

Die Rechnung bitte.

Natürlich, gern.

Ich weiß, es ist grad ein schlechter Moment,

aber wir sollten uns eine Zeit lang nicht sehen.

Und ich werde später meine restlichen Sachen holen.

Ich lasse dir dann auch meinen Schlüssel da.

Entschuldigung, zusammen oder getrennt?

Das tut mir wirklich so leid.

[Klopfen]

Oh, tut mir leid.

Ich ...

Ich wollte nur kurz, ähm ...

Matthias, da ruft die ganze Zeit ein Mann für dich an.

Der wollt mir seinen Namen nicht ...

Ich komm einfach später wieder.

Es ist unheimlich hart, ich weiß.

Du kannst ruhig weinen.

Vielleicht wird's ja wieder.

Manchmal braucht es einfach ein bisschen Abstand.

Sie sagt, ich bin nicht mehr echt.

Ich bin doch echt, oder?

David?

Na ja, ja, was heißt echt?

Natürlich bist du echt.

Physisch.

Also, es gibt bestimmt Menschen, die sind mehr ...

Du bist jetzt nicht unbedingt jemand, der extrem emotional ist.

Oder cholerisch oder so.

Was ja auch absolut super ist.

Vielleicht geht's einfach mehr darum,

dass du dich mit dir selber beschäftigst.

Vielleicht findest du irgendein neues Hobby.

Einen Kochkurs.

Die Carla, die war in so einem Urban Retreat.

Da gibt's super Kurse.

Yoga und so.

Vielleicht tut dir das grad gut.

[trippelnde Musik mit Geigenmelodie]

[Scheppern, Klirren]

[leises Rauschen]

[Maschinensurren]

[Klatschen]

[Surren stoppt.]

[Gluckern]

[romantische Musik: "Unchained Melody" von Roy Orbison]

♪ Oh, my love.

♪ My darling ...

Sender wechseln.

Sender wechseln.

♪ I've hungered for your touch.

♪ A long lonely time.

[heller Klingelton]

Anruf annehmen.

Anruf annehmen.

Ja, hallo?

Spreche ich mit Matthias?

Ja, wer spricht?

Hallo, wer spricht bitte?

Warum hat sich meine Frau mit Ihnen getroffen?

Hallo, ich kann Sie nicht hören.

Meine Frau, die Vera.

Hallo, ich höre gerade nichts.

Ich bin gerade im Tunnel. Vielleicht rufen Sie ...

Nummer blockieren.

Nummer blockieren.

"Blockieren von 'Anonym' nicht möglich."

[idyllisches Vogelzwitschern]

[entspannte, meditative Hintergrundmusik]

Was führt dich zu uns?

Ein Freund hat es mir empfohlen.

Und was suchst du?

Ich dachte, ich komme einfach mal her und sehe mir alles an.

Verstehe.

[hauchend] Also, Yoga und Qigong finden täglich statt.

Unsere Kurse und Gruppenaktivitäten variieren wöchentlich.

Das Programm findest du online

oder am Schwarzen Brett direkt beim Eingang.

Oben sind die Kursräume

und hier unten die Tee-Bar und unserer Ruhezone.

Wer bist du?

Matthias.

Nein.

Wer bist du?

Weißt du was? Ich zeige dir am besten erst mal unsere Gedankenwiese.

Da kannst du das Gras fühlen, während du nach Antworten suchst.

[leises Vogelzwitschern]

[englisch] Hey, ich kenne dich.

Nein, ihn, sorry.

Ina.

Erinnerst du dich?

Vom Konzert ...

.. im Palmenhaus.

[englisch] Oh, ja natürlich.

Hi. - Matthias, richtig?

Ja, das stimmt. - Wow, schau mich an.

[leises Lachen]

Pst!

Willst du vielleicht spazieren gehen?

Das Gras ist nicht mein Ding.

(leise:) Ja, gute Idee.

Ich erinnere mich an dich.

Du warst die einzige interessante Person dort.

[Er lacht leise.]

Warst du nicht mit deinem Freund dort?

Wie hieß er noch mal?

Oh Gott, nein. Er ist nur ein Freund.

Er steht auf mich.

Ein bisschen komisch,

aber das Konzert war es definitiv wert.

[sphärische Klänge]

Darauf freue ich mich schon sehr.

Also, warum bist du nach Wien gezogen?

Zum Studieren. - Musiktheorie?

BWL.

Dann habe ich zu Psychologie gewechselt.

Jetzt arbeite ich Vollzeit.

Ich habe Musiktheorie nie abgeschlossen.

Aber es war großartig.

Ich glaube, im Endeffekt ist es eh nicht so wichtig.

Ich lebe jetzt fast ein Jahr hier.

Alles, was ich bisher auf Deutsch gelernt habe,

sind 20 verschiedene Ausdrücke für Kaffee.

Nicht mal als Deutscher, der hier aufgewachsen ist,

kenn ich alle.

[schriller Pfauenruf]

[Er ruft wieder schrill.]

Die sind so prachtvoll.

Sie tun mir irgendwie leid.

Glaubst du, er möchte gestreichelt werden?

[englisch] Bitte den Pfau nicht anfassen.

Grüß Gott, Matthias von My Companion.

Sie hatten um einen Heimtermin gebeten?

(wienerisch:) Gehen Sie ruhig weiter.

Ganz hinten links.

Wollen Sie was trinken?

Nein, danke, sehr nett.

Bei dieser Hitze muss man viel trinken.

Danke, wenn dann ein Glas Wasser.

Ich habe schon Hollersaft herg'richtet.

Setzen Sie sich.

Danke schön.

Mmh.

Da müssen Sie herschauen.

Das ist das gute Aug.

Wie können wir Ihnen helfen?

Darf ich Ihnen als Erstes etwas über unsere Agentur erzählen?

Danke, das kann ich mir alles online durchlesen.

Wenn ich mich von meiner Frau trennen möchte,

können Sie da auch helfen?

Also, natürlich betreuen wir auch solche Fälle.

Wo immer wir Sie bei solch einem Schritt unterstützen können,

ist das möglich.

Dazu bräuchten wir als Erstes einige Informationen ...

Haben Sie das mit meiner Frau auch g'macht?

Bitte? - Meine Frau, die Vera.

Sie hat Sie g'mietet, und danach hat sie sich von mir 'trennt.

Warum?

Erzählen Sie jetzt, was da war.

Ich kenne die Frau leider nicht. - Hören Sie auf.

Im Browser Verlauf war ihr Profil,

und die E-Mails hab ich auch g'sehen.

Ich habe schon Computer bedient,

da haben Sie noch in die Hosen g'schissen.

Hallo?

Selbst wenn's so wäre,

ich dürfte Ihnen keine Informationen zu Aufträgen geben.

Das ist kein Auftrag, das ist meine Frau!

Reden Sie jetzt!

Tut mir leid.

Wenn ich sonst nicht helfen kann,

müsste ich ...

Ich habe leider noch einige Termine. - Sie gehen jetzt sicher ned.

[lautes Rumpeln, Schimpfen]

Hey! Bleiben Sie da!

Bleiben Sie da, Sie Feigling!

[lautes Knallen]

[gemütliche Aufzugmusik]

[Er seufzt schwer.]

Die Jakobsmuscheln auf Rucola. - Danke.

Mmh.

Sehr gut schaut das aus.

Für Sie noch der Jus.

Abwechslung ist ja das A und O für mich in einem Job.

Den ganzen Tag im Büro sitzen wär nix für mich.

Hm.

Ja, nein, Abwechslung gibt's bei uns genug.

Danke, das reicht dann, glaub ich.

Guten Appetit.

Ich mach das ja privat auch wahnsinnig gern.

In andere Rollen schlüpfen.

Wenn Sie wollen, kann ich gern was improvisieren,

damit Sie mich in Aktion sehen.

Ich könnte zu dem Mann dort gehen und ihn begrüßen,

als wären wir alte Schulfreunde.

Danke, lieber nicht.

Wir wählen nicht aufgrund von schauspielerischem Können aus.

Bei uns geht's da mehr ums Zwischenmenschliche.

Okay, verstehe.

Mahlzeit. - Mahlzeit.

Mahlzeit.

Danke übrigens, ich find das toll, das bei einem Essen zu machen.

Bewerbungsgespräche sind eh so trocken.

Ja, bei uns geht's ja darum, dass unsere Mitarbeiter:innen

im richtigen Leben zum Einsatz kommen.

Ja, absolut.

Mhm.

Das macht's auch so schwer.

Die Kunden und wir sind ja die Einzigen, die Bescheid wissen.

Nicht wie Schauspieler, die auf einer Bühne stehen

oder alle paar Minuten Pause machen. [Er räuspert sich.]

Wir spielen im echten Leben.

Wir müssen die Rollen beim Auftrag wirklich komplett annehmen.

[Er räuspert sich leicht.]

Das stellt man sich leichter vor, als es ist,

aber das ist psychisch eine Riesenaufgabe.

Man muss auch eine klare Linie ziehen

zwischen den Rollen und sich selbst.

Man muss die Rollen wieder ... abstreifen können.

[Röcheln]

Man darf sie ja ... - Ist alles okay?

Ist das jetzt gespielt?

[Er röchelt schmerzhaft.]

Scheiße.

Geht's?

[Er stöhnt und ächzt schmerzvoll.]

[Würgelaute]

[lautes Würgen]

[Er schreit laut auf.]

Pfoah!

Danke.

[Er atmet angestrengt aus.]

[Applaus]

Wahnsinn. - Danke.

Boah.

Oah ...

Ich steh echt in deiner Schuld. Du hast mir das Leben gerettet.

Nein ... - Nein, ich meine das ernst.

Wirklich, ich schuld dir was.

Ich dachte zuerst, das Ganze ist nur gespielt.

Was? - Ja.

Naa. [Lachen]

[hippe Dancemusik]

Bist du deppat, was für ein Abend, hm?

Bitte? - Was für ein Abend!

Unglaublich. Du hast so super reagiert.

Von wegen nicht echt.

'tschuldige, darf ich dir meinen Freund vorstellen?

Bitte?

'tschuldige, darf ich dir meinen Freund vorstellen?

Ich versteh dich nicht. - Darf ich dir?

Das ist der Matthias.

Matthias, hallo.

Wie heißt du?

Theresa.

Freut mich.

Das war grad ziemlich platt, oder?

Was?

Die Vorstellung war platt.

Aber mein Freund ist schon recht betrunken.

Du bist betrunken?

Nein, mein Freund. Nur wegen der Vorstellung.

Egal.

Bist du öfters da? In dem Club?

Mein Freund ist der DJ.

Bitte?

Mein Freund ist der DJ.

Cool.

[entspanntere Musik]

Ina. - Hi.

[englisch] Was machst du denn hier? - [englisch] Tanzen. Du?

Ich kenne den DJ. - Was?

[lauter] Ich kenne den DJ. - Oh. Cool.

Ja.

Wir treffen wir uns auf einmal überall?

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit? - Ich weiß.

Es wirkt, als würdest du mich stalken.

Ich dachte, du stalkst mich.

Ich habe unseren Spaziergang heute sehr genossen.

Ich auch.

Hast du Antworten gefunden, nachdem ich gegangen bin?

Nacktes Qigong schaut vielversprechend aus.

Mhm. - Mhm.

Wir sollten es gemeinsam ausprobieren.

[belebte elektronische Musik]

[lustvolles Stöhnen]

[schlabbernde Laute]

[Türklingel]

[Er stöhnt auf.]

Haben wir diesmal einen Installateurtermin?

Ja, schon.

Aber erst um zehn.

Es ist halb.

Beim letzten Kunden ist's schneller 'gangen.

Klar.

Kommen Sie rein.

Ihnen ist nicht zufällig wer entgegengekommen?

Können Sie sich bitte was anziehen?

Natürlich, Entschuldigung.

Mein Boiler macht, glaub ich, komische Geräusche.

Ist gleich hinter der Küche links und dann wieder links.

Bin sofort da.

[aufgeregtes Entenquaken]

[Hundeknurren]

Hallo. - Hallo.

Ich glaub, Ihr Vater wollt Sie grad besuchen.

Ja, ich glaub, Ihr Vater war grad da.

Das wär verwunderlich, der lebt nämlich nicht mehr.

Oh, das ...

Das tut mir leid, ich dachte ...

Ein älterer Herr stand nämlich grad länger vor Ihrem Haus.

Weiße Haare? - Ja.

Hat er vielleicht geschielt?

Das habe ich leider nicht gesehen.

Danke. - Gern.

[fernes Folgetonhorn]

[Fahrradklingel]

Vera!

Ah, hallo! - Hallo.

Was macht denn Sie da?

Ich war grad in der Gegend einkaufen. Und Sie?

Ach stimmt, Sie haben ja die Garconnière da.

Wie geht's Ihnen denn? - Gut, danke.

Sehr gut sogar.

Ich habe mich vom Johann 'trennt.

Ah, wirklich? - Ja.

Ich bin Ihnen sehr dankbar.

Mir?

Sie haben so recht g'habt.

Man muss loslassen, wenn's nimmer geht.

Ach so.

Das war bestimmt auf kleinere Schritte bezogen.

Naa, naa. Sie haben mir sehr g'holfen.

Super.

Oft hat man ja Zweifel und merkt dann erst,

wie sehr einem die andere Person fehlt.

Menschen sind ja immer mehr alleine

und man vielleicht in solchen Zeiten besonders ...

Für mich ist es bestimmt die richtige Entscheidung.

Der Johann ist so speziell.

Aber lieb, dass Sie sich so sorgen um mich.

Ich habe Ihnen eine sehr gute Bewertung g'schrieben.

Haben Sie sie schon g'sehen?

[melodische Vogelrufe]

.. Quadratmetern aus der Jahrhundertwende.

Ergänzt durch zwei südwestlich ausgerichtete Balkone mit Parkblick,

sowie einen weiteren im ruhig gelegenen Innenhof.

Wie in der Anzeige erwähnt, wird der Eigentümer die Wohnung

nur an ein Paar abgeben.

Diversität ist hier selbstverständlich ein Plus.

'tschuldigung?

Alle Informationen finden Sie auch in den aufliegenden Broschüren.

Und bei Fragen sprechen Sie mich bitte jederzeit an.

[leise Unterhaltungen]

Ma, ein Traum!

So schön hell sind die Räume auch.

Das ist eh so selten in der Innenstadt.

Das sind die großen Fenster.

Und diese Aussicht ist ein Wahnsinn.

Das ist ja dieses tolle Fischlokal ...

[leises Dröhnen, Gespräche im Hintergrund]

[Das Dröhnen wird lauter und unbehaglicher.]

[Das Dröhnen wird noch intensiver und stoppt dann abrupt.]

'tschuldigung.

Hab Sie verwechselt.

Komm, Erwin.

[abwartend-trippelnde Musik]

Ist ein schöner Raum, gell?

Ja.

Sehr schön. - Ja.

[Entenschattern]

Gagagagaga!

[Die Enten schnattern weiter.]

[gedämpftes Surren]

[Musik verklingt.]

[idyllisches Vogelzwitschern]

'tschuldigung?

Qigong beginnt in 20 Minuten.

Danke.

Aber ich hätte eigentlich eine Frage.

Ich suche eine Teilnehmerin, Ina Solberg.

Hm.

Ina Solberg.

Sie dürfen wahrscheinlich keine Informationen weitergeben,

aber die Ina und ich haben uns spirituell total connected.

Ich würde gern helfen, aber der Name sagt mir nichts.

Brünett, etwas kleiner als ich,

aus Norwegen.

Sie spricht nur Englisch.

Da haben wir viele.

Nein, sagt mir nichts.

Tut mir leid.

[Wasserplätschern, Vogelgezwitscher]

[melodischer Pfauenruf]

Kscht!

[Der Pfau ruft wieder.]

Kscht!

[fernes Rasenmähersurren]

Es ist wirklich akribisch vorbereitet.

Backgroundcheck von allen Clubmitgliedern und Hotelpersonal.

Der Kunde hat das Schloss eh komplett für die 60er-Feier gemietet.

Fotos, Infos zu Location und detaillierte Figuren-Bios

findet ihr auch alles noch mal im Portfolio.

Matthias, du musst mir bitte nur noch sagen,

wenn du als Begleitung zur Feier brauchst.

Das ist langsam echt dringend.

Wie, du hast noch immer niemanden?

Beim Auftrag mit Übernacht musst du schauen,

wer zwei Tage frei ist.

Doch, doch, ich hab eh schon. Ich muss es nur noch fixieren.

Ist alles in Vorbereitung.

Aiaiai.

Tut mir so leid, 'tschuldigung.

Vielleicht solltest du es föhnen. Hat wer einen Föhn dabei?

Warum sollte jemand einen Föhn dabeihaben?

'tschuldigung.

Es tut mir wirklich leid, so was Blödes.

Geht schon, danke.

Ist ja nix passiert.

[Klopfen]

Du wolltest mich sprechen?

Ja.

Aber bitte komm rein.

Ah, dann hast du es eh auch g'sehen.

Die Beschwerde gerade?

Der Kunde, mit dem du beim Open House warst,

hat die Wohnung nicht gekriegt

und dir eine richtig schlechte Bewertung g'schrieben.

Ah, du wolltest mich gar nicht deswegen ...

Seit wann ist die online?

Gerade erst.

Und wenn wir sie einfach löschen?

Wir schicken dem einfach eine Entschuldigung

und geben 25 Prozent auf einen zukünftigen Auftrag.

Also ... unter uns einfach?

Okay. Also, ja, wie du ... - Ja.

Was hättest du eigentlich 'braucht?

Kannst du mir eine Adresse rausfinden?

Ina Solberg.

Für welchen Auftrag?

Für mich einfach.

Könntest du so lieb sein?

Nimm mich mit zur 60er-Feier.

Du bist ja gar nicht ausgebildet ...

Ich weiß alles durch die Recherche.

Das ist auch nicht so schwer als deine Begleitung.

Ich lösche die Bewertung und erledige dir das.

Unter uns einfach.

[Die Schritte hallen wider.]

[Piepen]

Sagen Sie mir endlich, was Sie mit der Vera g'macht haben.

Was machen Sie da?

Sie können doch nicht einfach so ...

Sicher kann ich! Antworten Sie mir jetzt!

Keiner redet mit mir!

Das war nur so eine Art Kommunikationstraining.

Was haben Sie denn da trainiert?

Wie man sich am einfachsten trennt?

Nein. Reden Sie doch bitte selbst mit ihr.

Das geht doch mich nichts an.

Ja, meine Beziehung geht Sie einen Dreck an.

Aber Sie haben sich schon eing'mischt!

Lassen Sie mich bitte in Ruhe. - Ohne sie wären wir noch z'sammen.

Au! Sind Sie verrückt?

Wundert Sie es wirklich,

dass sie Sie verlässt, so wie Sie sich verhalten?

Hey!

Wir reden gerade.

Steig aus.

Steig aus, du feige Sau.

Hey!

Hey! Aufhören!

Hey, hören Sie auf!

[Er hupt.]

Sie sind ja wahnsinnig! - Steig aus jetzt!

[Er ächzt.]

'tschuldigung.

[angespannte Geigenmelodie]

[Parkassistent piept.]

[Melodie endet.]

[Verkehrsrauschen]

[Computerstimme] "Dieser Dienst ist deaktiviert."

"Bitte wenden Sie sich an Ihren Servicepartner."

Fuck! [Hupen]

Aufmunternden Song abspielen.

(Alexa:) "Ich weiß leider nicht was du meinst mit

'Auf Mutter den Song abspielen'."

(deutlich:) Aufmunternden Song abspielen.

"Ich habe dich leider nicht verstanden."

(aggressiv:) Gute-Laune-Song abspielen!

Ich suche nach dem passenden Song für dich.

[rhythmisch-lässige Musik mit klatschender Melodie]

[Klatschen]

[Klatschen]

[Matthias grummelt in den Polster.]

♪ Clap your hands now, people clap now.

♪ Clap your hands, now people clap your hands.

♪ Clap your hands now, people clap now.

♪ Clap your hands, now people clap your hands.

♪ Clap your hands now, people clap now.

[Musik endet abrupt.]

[Er seufzt erschöpft.]

[Er klatscht.]

[abwartend-fragende Musik]

[verdächtige Klänge]

[Musik baut sich auf, verklingt.]

[helles Piepen]

[gedämpftes Surren]

[Schlüsselscheppern]

[schrilles Quietschen]

Aaron?

[Wasserplätschern]

Hallo. - Hallo.

Ich war so schnell wie möglich. Was ...

Sag bitte, was ist los?

David, ich weiß, das klingt vielleicht absurd, aber ...

Ich glaub, es hat wer meinen Hund ermordet.

Du hast einen Hund?

Miethund.

Ich glaub, es hat ihn wer ertränkt.

Er war tot im Pool.

Ahm ...

Aber warum sollte ... - Erinnerst du dich an die Vera?

Die Kundin? - Ja.

Die hat sich nach unserem Termin von ihrem Mann getrennt.

Der macht mich seither verantwortlich.

Ich wollt nix sagen, aber ich hab langsam echt Angst.

Glaubst du wirklich, dass der ... - Keine Ahnung.

Aber der lässt mich nicht in Ruhe.

Er ist heute in der Garage aufgelauert, in unserer Garage.

Wie kommt der in unsere Garage? - Keine Ahnung.

Wie kommt der in die Garage, meinen Garten, ins Haus?

Du weißt doch nicht, ob der immer Haus war.

Gestern war er vorm Haus.

[gedämpftes Surren vom Boiler]

Kann ja auch einfach nur ein blöder Zufall sein.

Nur weil der Hund ...

Kann überhaupt jeder Hund schwimmen?

Der ist so klein.

Vielleicht ist er einfach reingefallen.

[Er atmet schwer aus.]

[Alarmanlagenpiepen vom Auto]

[Piepen endet.]

[fernes Hundebellen, Grillenzirpen]

[Rumpeln]

[dumpfes Rumpeln]

[Sie erschrecken, die Ente schnattert.]

Äh ...

Wie kommt denn da 'ne Ente rein?

Durchs Dach.

[David lacht erleichtert und amüsiert.]

Eine Ente.

[Die Enten schnattern im Hintergrund.]

Matthias, gibst du mir den Schlüssel?

Das heißt, es ist möglich,

dass ein Hund ertrinkt.

Ohne Fremdeinwirkung.

[Mann] Ja, prinzipiell ist das schon möglich.

Es gibt leider ein Problem mit meinem Hund.

Er ist ertrunken.

Mhm, einen Moment bitte.

[beschwingte Musik]

[Frauenstimme] "Willkommen bei 'Rent-a-Dog, Good Dogs Only'."

[schrilles Bellen]

"Besuchen Sie uns auch online auf www.rent-a-dog.com."

So, ich sehe gerade, Sie sind eh rundum versichert.

Ein Mitarbeiter holt das Tier dann einfach morgen früh ab.

Hätten Sie gern wieder dieselbe Rasse in derselben Farbe?

[zischendes Surren]

[Der Ball quietscht.]

[englisch] Hallo?

[englisch] Hallo. Ich bin's, Matthias.

[Schritte]

Hi. Woher weißt du, wo ich wohne?

Du hast es mir gesagt ... im Club.

[gedämpfte Gespräche aus der Wohnung]

Hab ich das? - Ja.

Okay ...

Tut mir leid, dass ich einfach so auftauche.

Du warst einfach weg, als ich aufgewacht bin.

Ich habe dich im ganzen Haus gesucht.

[leises Lachen]

Lust auf ein frühes Abendessen oder einen Spaziergang?

Ich habe Kaffee mitgebracht.

Danke.

Matthias, ich bin nicht ...

Muss ich es echt sagen?

(räuspern:) Gott, ist das unangenehm.

Ich suche zurzeit nichts Ernstes.

Ich weiß, ich dachte nicht ...

Und ich suche auch sonst nichts.

Noch mal ...

.. ich dachte, das wäre klar.

Es tut mir wirklich leid.

[Weinen aus der Wohnung]

Kein Problem, ich dachte nur ... - Ich weiß.

Es tut mir leid.

[tragisches Schluchzen]

Mein Nachbar hat eine Trennung hinter sich.

Ina, ich muss dich was fragen.

Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.

Aber ...

.. hat dich David engagiert, um mich aufzumuntern?

Was? - Oder jemand anderes?

Warum sollte jemand ... - Johann?

Warte, was?

Glaubst du, ich bin eine Prostituierte?

Nein.

Ich habe gemeint ...

Plötzlich bist du beim Retreat aufgetaucht.

Dann im Club.

Diese ganzen Zufälle sind etwas komisch.

Ich weiß, es ist vertraulich, aber bitte, sag es mir.

Ich muss es wissen.

Ich habe keine Ahnung, wovon du redest.

Ich kenne nicht mal einen David.

Es wird gerade echt unangenehm.

Also ...

Tschüss. Okay.

Tschüss.

[angespannte Geigenmelodie]

[Grillenzirpen]

[Stimmengewirr im Hintergrund]

[gedämpfte Unterhaltung]

"Nachricht nach dem Signalton."

Hey, Sophia, ich weiß, wir haben ausgemacht,

dass wir uns eine Zeit lang nicht sehen,

aber es würde mich freuen, wenn wir uns treffen könnten.

Wir könnten hier ja 'nen Spaziergang durch die Innenstadt machen.

Ich habe viel nachgedacht und Fortschritte gemacht.

Einiges ist klar geworden.

Und es klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich bin dir richtig dankbar,

weil ich selbst gar nicht so gesehen hätte, wie ich bin.

Okay.

Das ist gut, das freut mich.

Also ...

ich will ... weiter an mir arbeiten

und fände es einfach schön, wenn wir uns hin und wieder sehen.

Natürlich nur, wenn du das willst.

Also, ich will dich halt nicht ganz verlieren.

Heb's halt auf! - Heb's auf, heb's auf, die Dosen!

Kannst auch nur deppert reden. - Lasst uns in Ruhe!

[Frau] Was wollt ihr denn? - Hey!

Hallo, es reicht wieder. - Hey! Aufhören!

Wir machen doch überhaupt nichts! - Aufhören! Aufhören!

[Sie ächzen beide.]

Komm, lass jetzt.

[Sie stöhnen angestrengt.]

[Matthias atmet schwer.]

Scheiße.

Sorry.

Fuck.

Das hast jetzt davon, du Arsch.

Komm, schleichen wir uns. - Ja, hauen wir ab.

Alles in Ordnung bei Ihnen? - Ja, danke.

Alles okay? - Ja, das war knapp.

Ist bei dir alles okay? - Ja, ja, alles in Ordnung.

Ich ruf die Polizei.

Nein, ich glaube, das bringt nichts.

Die sind eh längst weg.

Wollen Sie sich kurz setzen? - [Frau] Ja, vielleicht kurz.

Die waren total aggressiv.

Vielen Dank, wirklich.

Klar, ich hab's gesehen und sofort geschalten.

Sollen wir wirklich nicht die Polizei rufen?

Nein, es ist ja zum Glück nichts passiert.

Weil Sie gleich her sind.

Das war total intuitiv.

Ich bin sofort los.

Hmhm. - Wahnsinn, so mutig.

Was so wen wohl treibt?

Die Nase war nicht geplant, oder?

Hm?

Ganz schön viel Aufwand.

[fernes Verkehrsrauschen]

Matthias.

Bitte such dir Hilfe.

Ciao.

Kühl's am besten gleich.

[Aufzugplingen]

[vibrierendes Surren]

[gedämpftes Stimmengewirr von draußen]

[Dumpfes Rauschen setzt ein und übertönt das Surren.]

[Tastenpiepsen]

[Das Dröhnen wird immer lauter, verklingt dann abrupt.]

[Das Stimmengewirr von draußen ist wieder zu hören.]

Ich bin sehr gespannt. - Mhm.

[melodischer Chorgesang]

[flüstert] Ist alles okay?

'tschuldigung, ich hab das manchmal.

Ist gleich vorbei.

Ist alles okay, es ist gleich vorbei.

[weiterhin melodischer Chorgesang]

[Raunen im Publikum]

[Poltern von der Bühne]

[Poltern]

'tschuldigung.

'tschuldigung.

[genervt] Geh, bitte.

'tschuldigung.

Was ist denn? - 'tschuldigung.

[Matthias schluchzt bitterlich.]

[Er schluchzt weiter.]

[Er weint bitterlich.]

Ist alles in Ordnung?

[Er weint laut.]

Kann man Ihnen helfen?

Es ist alles gut. [Er schluchzt wieder laut.]

Es ist alles gut.

[gefühlvoll] Psch.

Entschuldigung, Sie stören, gell?

Ich würd mir gern die Vorstellung anschauen.

Komm, stehen Sie auf.

[Er schluchzt bitterlich.]

Alles wird gut.

[Er atmet und schluchzt schwer.]

[Stille]

Soll ich fragen, ob die noch ein paar Untersuchungen machen können,

damit du dich besser fühlst?

Die Ärztin hat gesagt, wenn das noch mal passiert,

dann sollst du einfach in ein Sackerl atmen.

Das reguliert dann irgendwie die ...

Matthias, in fast 14 Stunden

ist der Auftrag zur 60er-Feier.

Ich würde ja sagen, nimm dir ein paar Tage frei,

aber das ist ein Langzeitauftrag.

David ...

.. ich schaff das nicht mehr.

Nach so einer Aktion ...

Das war ein einmaliger Ausrutscher.

Keiner hat durchgehend so gute Bewertungen wie du.

Ich kann das alles nicht mehr.

Sicher kannst du das. Wer wenn nicht du?

Uns bleibt leider auch einfach keine andere Wahl.

Du weißt, wie wichtig der Auftrag ist.

Und der Kunde kann ja nicht auf einmal einen anderen Sohn haben.

Danach nimmst dir Urlaub.

[trippelnde Musik mit Geigenmelodie]

[Er klatscht.]

[Er atmet schwer aus.]

[Er seufzt.]

[fernes Entenschnattern]

Morgen. - Guten Morgen.

Kann ich Sie gleich allein lassen?

Äh, ja. Sicher.

Also, wenn das für Sie passt, sicher.

Sie kennen sich eh aus.

Ja.

[Sie seufzt.]

So, nimmst du unten? - Mhm.

[weiterhin trippelnde Musik mit Geigenmelodie]

Ich muss nur kurz was erledigen.

Wir sind eh so früh dran.

Matthias, das geht nicht.

Wir haben einen extrem engen Zeitplan. Wenn ein Stau ...

[Vogelzwitschern]

[ältere Dame] Suchen Sie was?

Da!

Hallo?

Ja, hallo.

Wer sind Sie?

Ich wollt den Johann sprechen.

Na, da werden Sie lang läuten.

Herzkasperl.

Also ... Herzinfarkt.

Der ist im Spital.

Wann ist das passiert?

Vor ein paar Tagen.

Hier?

Naa, naa, da nicht.

Aber ich weiß auch nicht, wo es war.

Was wollen Sie leicht?

[Piepen]

[melodisches Gerätepiepen]

Naa, das ist der Falsche.

Das ist Bett zwei, Bett eins ist links.

Wecken Sie ihn einfach auf.

Nach dem Essen schläft er immer wie ein Stein.

Schon wieder Blumen, Jessas.

Ich bringe Ihnen eine Vase.

Ich schaue, ob ich noch eine hab. So oft, wie seine Frau da ist.

[flüstert] Wer braucht so viel Blumen?

[melodisches Gerätepiepen im Hintergrund]

[fernes Stimmengewirr vom Gang]

[melodisches Gerätepiepen]

Ich hoffe, das geht sich jetzt noch aus, dass ich das Kleid steame.

Interesse am Spa-Angebot der Woche vorstellen?

Nein, danke.

[entspannte Musik im Hintergrund]

Was ist denn das Spa-Angebot der Woche?

Unser Kleopatra-Schlammbad.

Sie bekommen dazu regional gewonnenen grauen Heilschlamm.

Damit reiben Sie sich ein und nehmen im Dampfbadplatz platz,

wo der Schlamm ... - Matthias, komm jetzt bitte!

Danke.

Genau darum geht's doch auch im Leben.

Das Richtige für sich zu finden und dem nachzugehen.

Eine Berufung für sich zu haben, die einem guttut,

die einen erfüllt.

Und diese Erfüllung liegt bei meinem Vater glücklicherweise darin,

anderen Menschen zu helfen.

Papa.

Du bist mein großes Vorbild.

Ich wünsche dir für deine Zukunft nur das Beste, Glück und Gesundheit.

Auf dich.

Zum Wohl!

[Applaus]

[Frau] Schön war das.

Danke, mein Sohn.

[leises Stimmengewirr]

[Frau, leise] Ganz reizend.

So ein sympathischer Mann.

Sehr schöne Worte, mein Schatz.

♪ Es ist ...

[gedämpfte klassische Musik, Vogelzwitschern]

[leise Gespräche, Lachen]

[Mann] Und natürlich passiert das immer im Sommer.

Ja, aber an der Côte d'Azur fährt man auch nicht mit Verdeck.

[laut] Dörrpflaume, hm.

[lautes Schlürfen]

[gedämpfte Unterhaltungen]

Ja, stimmt, stellt euch vor,

diesmal hat Marie was ganz Verrücktes gebucht.

Lech im Sommer.

[Sie kichern.]

Ja, Lech ist so schön.

Also im Sommer war ich noch nie dort, aber im Winter ist es zauberhaft.

Koste mal.

Schmeckt grandios.

Nicht jetzt.

Mmh!

Danke, Mama.

Musst du probieren, Papa.

Frau Präsidentin. Karin.

[Sie busseln sich zur Begrüßung.]

Unsere Klubpräsidentin.

Nicht mehr lang, dann hast du die besten Chancen.

Sehr gelungene Rede. - Danke schön.

Ja, wir sind sehr stolz auf ihn.

Es ist ja inzwischen eine Seltenheit ihn hier zu haben,

seit er in Shanghai arbeitet.

Das stimmt, aber zu wichtigen Anlässen bist du immer da, gell?

Darf ich vorstellen, meine Partnerin.

Guten Tag, freut mich.

Von den Austern musst du dir unbedingt noch holen.

Die waren heute Nacht noch im Atlantik.

Ja, das Buffet ist umwerfend.

Und generell so ein schönes Fest.

Freut mich wirklich sehr,

diesen besonderen Tag mit euch verbringen zu dürfen.

Sehr nett.

Na gut, dann gehe ich noch einmal zum Buffet.

Greif richtig zu. Bis später.

Und lass dir's gut schmecken.

Wir kommen mit.

Hat mich gefreut, Wiedersehen.

Tut mir leid. - Pass doch auf.

Kein Problem.

Weil Sie sich andauernd wichtig machen müssen.

Na geh, bitte, wie das jetzt ausschaut.

Entschuldigung. Warte, ich helfe dir.

Nein, danke.

Geh dich umziehen, so kannst du nicht herumlaufen.

Ist doch nur ein winziger Fleck. - Trotzdem. Wie sieht das denn aus?

Peinlich.

Es tut mir wirklich so leid.

Kann ja passieren.

Ist wirklich kein so großes Problem.

Mein lieber Papa, das trübt doch die Stimmung nicht.

An so seinem schönen und ehrlichen Festtag.

Hören Sie auf damit.

Ziehen Sie sich um.

Tun Sie, was mein Mann sagt.

Nicht hier.

Gehen Sie aufs Zimmer.

Komm, ich gehe mit dir.

Hören Sie sofort auf.

Sind Sie verrückt?

Sie versauen meinem Mann sicher nicht die Präsidentschaft.

Komm, alles gut.

[Die Stühle knarren.]

Kleines Malheur.

Das haben wir gleich. - Aha.

Ich habe dir eh noch ein weißes Hemd eingepackt.

Bitte, komm.

Komm.

Matthias, was ist los?

Was war das gerade?

Wenn der Kunde das will, dass musst du dich halt umziehen.

Ist doch scheißegal.

Ja, da ist ein Fleck am Hemd.

[Er seufzt schwer.]

Okay.

Ich habe noch ein Hemd im Auto.

Kannst du es holen?

Ja, sicher.

Ich hole es, und wir treffen uns im Zimmer.

[entspannt-meditative Musik im Hintergrund]

[ruhige, klassische Musik im Hintergrund]

[leise Unterhaltungen]

[leises Raunen, neugierige Gespräche]

[leises Gespräch]

[leises Kichern]

[Stimmengewirr verklingt.]

Besser?

[Besteckklirren]

[Schlürflaute]

[Schritte]

Hm.

Ist sehr gut.

Kann ich noch eine Flasche davon haben, bitte?

[Mann, fern] Na, jetzt reicht's aber.

[Frau, leise] Wieso macht denn keiner was?

[Mann] Na ja, das ist eine Performance.

[Frau, schockiert] Was?

Ja, eine Performance.

Das ist große Kunst.

[Frau] Ah, das ist Kunst.

[Mann] Ach so.

[Frau] So was Absurdes.

[andere Frau] Unglaublich ausdrucksstark.

[leise Gespräche]

[Mann] Genial. Bravo.

Bravo.

Bravo.

[Mann] Bravo!

Super.

[entspanntes Harfenspiel]

Was ist denn das Grausliches?

So originell!

Ja, köstlich!

[Die Gespräche rücken gedämpft in den Hintergrund.]

[Lautes Boilersurren rückt in den Vordergrund.]

[Das Surren verklingt.]

[Erschrockene Laute, Wasserplätschern.]

[Er atmet auf.]

[eindringliche Cellomelodie: "Finite Distinct" von Lukas Lauermann]

[Vogelzwitschern]

[Die Musik wird kräftiger.]

[weiterhin Cellomelodie]

[Die Musik wird etwas ruhiger.]

[Sie wird wieder kräftiger.]

[Die Musik wird wieder ruhiger.]

[Die Cellomelodie verklingt.]

[romantische Musik: "Unchained Melody" von Roy Orbison]

♪ Oh, my love.

♪ My darling.

♪ I've hungered for your touch.

♪ A long lonely time.

♪ And time goes by ...

♪ .. so slowly.

♪ And time can do so much.

♪ Are you still mine?

♪ I need your love.

♪ I need your love.

♪ God speed your love to me.

♪ Lonely rivers flow to the sea, to the sea.

♪ To the open arms of the sea.

♪ Yeah-ah-ah.

♪ Lonely rivers sigh, wait for me, wait for me.

♪ I'll be coming home, wait for me.

[Musik verklingt.]

Untertitel: audiofilm

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