All language subtitles for Tatort_ Solange du atmest (2025).deu

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Original subtitles

* Kampfgeräusche *

* Ruhige Musik *

# Du bist da schon so groß

Über die Wolken hoch hinaus. #

(Frau) Mia!

Mia?

Mia?

Mia!

Mia!

* Ruhige Musik *

Mia?

# Vöglein, sing laut

Dein Gesang... #

Oh Gott, Mia!

Warum seid ihr nicht auf dem Spielplatz?

Alles in Ordnung? - Ja.

Ich hab gesehen, dass du von hier weg bist.

Mama, ich hab meinen Rucksack vergessen.

Benutzt du eine Tracking-App?

Wir sind doch bei ihr.

Danke schön.

* Stöhnen *

Oh.

Der ist so schwer.

Was hast du denn da alles drin?

Meine Schulsachen.

Warum hast du denn das Fotoalbum mitgenommen?

Hab ich nicht.

Oh! Wer kann schneller laufen?

Ich!

* Stöhnen *

Scheiße!

So wenig Bewegungen wie möglich.

Schnell und effektiv. Okay?

Jetzt ihr.

Ich hab's am Anfang auch nicht gleich gecheckt.

Was heißt'n hier "auch"?

Jetzt bist du einmal nicht Klassenbeste geworden.

Schlechte Laune wegen eurem Fall?

* Schnauben *

Kannst dir ja mal das hier durchlesen.

"Drogendealerin im Knast." Ja.

Sie war es aber nicht. Sondern ihr Freund.

Sie sitzt für ihn ein und er latscht frei rum.

Das nervt mich einfach.

Sie denkt bestimmt sogar,

dass er mit einem Strauß Rosen auf sie wartet,

wenn sie irgendwann freikommt.

Liebe macht blind. Liebe macht dumm.

(Mia) # Bist doch schon so groß

Über die Wolken hoch hinaus Von dort oben siehst du jedes Haus. #

* Bedrohliche Musik *

* Musik schwillt an. *

(flüsternd) Scheiße.

* Sturmklingeln *

(Männerstimme) Rani!

Rani!

(laut) Rani, bitte! Ich will zu dir rein!

Was schreist du hier so rum?

Rani, bitte!

* Schreie *

Diesmal geht er zu weit. Du musst zur Polizei, Rani.

Mh-mh.

Was soll noch passieren? Der war in unserer Wohnung, Mensch.

Ich muss nur noch mal mit dem reden. - Nein!

Genau das will er doch.

Mia und ich müssen weg aus Bremen.

* Schritte *

(leise) Weg?

Sauber!

Sehr gut. - Zeig mal.

(Mia) Paula? - Hm?

Heute bist du dran.

Ja.

Komm her.

* Leise, bedrückende Musik *

So.

Geht das? - Ja.

Also.

Das hatten wir schon.

Das da unten hatten wir noch nicht.

Okay, pass auf. Wir fangen ein Stück weiter vor an.

"Früh am Morgen stand das kleine Flugzeug...

...noch in seinem Hangar und betankte sich mit Haferbrei.

Währenddessen träumte es schon von seinem nächsten Abenteuer."

* Unheimliche Musik *

Morgen, Große. Bist ja noch im Schlafanzug.

Heut' gar keine Schule?

Wo ist Mama?

Mailbox von Rani Ewers. * Piepton *

Was heißt das?

Wann kann ich meine Schwester dann besuchen?

Nächsten Monat? Wer besucht die denn die ganze Zeit?

Ja, Besuchslimit. Ja, verstehe ich. Danke.

Willst deine Schwester besuchen? Auf einmal?

(seufzend) Ja.

Hello, ladies.

Hi. Hi.

Und?

Unser Opfer: um die 30, nicht länger als zehn Stunden tot.

Wahrscheinlich auch so lange im Wasser getrieben.

Todesursache: noch unklar.

Aber auf jeden Fall nicht hier zu Tode gekommen,

sondern flussaufwärts.

Dann brauchen wir ein Treib-Gutachten.

Sonst können wir den Tatort nicht finden.

Gibt es schon Informationen zur Identität des Opfers?

Keine Papiere, kein Handy, kein Fingerabdruck.

Alles den Fluten zum Opfer gefallen.

Ja gut, die Finger werden ja wohl noch dran sein.

(lacht) Ich meinte, es dauert noch mit dem Fingerabdruck.

Wir müssen erst die Waschhaut abziehen,

die entsteht, wenn man zu lange im Wasser ist.

Aber das wisst ihr doch.

Tatort unbekannt. Opfer unbekannt. Toll.

Achtung, übel zugerichtet im Gesicht.

Stumpfe Gewalt am Kopf spricht statistisch gesehen

für einen männlichen Täter.

Ja. Und deutet auf eine Beziehung zwischen Opfer und Täter hin.

Holst du mich ab oder Mama?

Lass dich überraschen.

Ich kann auch selber nach Hause gehen.

Ja, wirst trotzdem abgeholt. - Okay.

Schönen Tag. - Tschüss.

Guten Morgen.

Sind Sie Mias Mutter?

Die Partnerin? - Nee.

Sorry, bin noch nicht lange hier.

Die Mitbewohnerin. Kann ich was ausrichten?

Sie müsste noch einen Brief der Direktion beantworten.

Ich kann gerne eine Kopie mitnehmen.

Tut mir leid, so etwas dürfen wir nur den Eltern aushändigen.

* Schulklingel *

(Frau) Guck mal, Mias Mama ist schon wieder nicht da.

(Mann) Beim Elternabend war die auch nicht.

Mailbox von Rani Ewers.

Hier sitzt zum Beispiel Rani Ewers. Sie untersucht gerade neue Proben.

Hallo.

Diese Jacke gibt es echt überall zu kaufen.

Keine der Vermisstenmeldungen passt auf unser Opfer.

Tourist?

Wenn man zumindest das Gesicht erkennen könnte.

Wir kommen nicht weiter. Kein einziger Anhaltspunkt.

Ich hasse das. Was sagt die Rechtsmedizin?

Todesursache: Ertrinken.

Muss noch gelebt haben, als er ins Wasser ist.

Fingerabdrücke sind auch nicht in der Datenbank.

Ich veranlasse eine Isotopenbestimmung,

da können wir eingrenzen, aus welcher Region der Tote kommt...

Entschuldigung?

Kannst du mir mal sagen, was du vorhast?

Dampf machen in der Rechtsmedizin.

Kolleginnen! Eure Waffen für die Revision.

Frau Bingley ist leider nicht da. Wo ist sie denn?

Meine Mitbewohnerin war die ganze Nacht nicht zu Hause.

Komm, wir gehen runter.

Das ist ungewöhnlich für sie?

Ja, also... nicht, wenn sie feiern geht.

War sie denn gestern feiern? - Nein!

Also, glaube ich. Ich...

Ich weiß es nicht. Aber sie ist nicht erreichbar.

Kann sie vielleicht bei Freunden oder Familie übernachtet haben?

Wo wohnen sie beide denn? Dann kann ich sie im System finden.

Vielleicht haben sie recht. Ich warte einfach zu Hause auf sie.

Huch? Was machst denn du hier?

Solltest du nicht arbeiten? * Ding *

Ich warte auf das Ergebnis der Zahnanalyse.

Mir geht's gut, danke. Wie geht's dir?

Gut.

Was macht der Mageninhalt vom Toten? Schon geprüft?

Steht auf meiner Liste.

Dann mach das doch jetzt. Jetzt esse ich.

Riecht gut. Täuscht, mein Mann hat gekocht.

Lammhackfleisch, Joghurt, Safran, Sauerkraut.

Sieht überhaupt nicht nach Sauerkraut aus.

In eurem Opfer.

Köfte, denke ich. War alles so gut wie unverdaut.

Er muss kurz vor seinem Tod gegessen haben.

Joghurt und Safran ist in der Kombination nicht ungewöhnlich.

Aber Sauerkraut?

Warum sagst du uns das erst jetzt?

Wie wär's mit "Danke"? Danke.

Hä?

Ja... Ihr hängt der letzte Fall noch ein bisschen nach.

Der Drogentote im Dark?

Ja. Oh, Ladies.

Es ist immer dasselbe.

Gepanschte Drogen, finde den Dealer, verhafte ihn.

Done!

Ja.

Uh. Sag ich doch.

Es gibt nur einen Ort in Bremen,

der Lamm mit Safran mit Sauerkraut anbietet.

Du wirst dich freuen, Selb. Der Laden ist direkt beim Dark-Club.

Kennst du dich doch aus. Danke.

Was ist, wenn sich unser Opfer das Essen selber gekocht hat?

(Radio) Manche Songs gehen halt immer und immer wieder.

Das hier ist wirklich ein Klassiker aus den 90ern.

* "Rhythm is a dancer" von SNAP! *

Hat sich alles ganz schön verändert hier.

Hat's nicht. Du bist einfach nur älter geworden.

Oh, sorry. Ey, Augen auf.

'tschuldigung, Moment mal.

Kennst du einen, der so eine Jacke anhatte?

Verpiss dich.

Selb, Kripo Bremen.

War kürzlich ein Mann bei Ihnen, der diese Jacke trug?

Gestern war einer da. Der hatte so eine an.

Ist das ein Stammkunde von Ihnen?

Noch nie vorher gesehen. Wie sah der aus?

Wie so ein nerviger Hipster halt. Wie sehen nervige Hipster aus?

Hat der zufällig mit Karte gezahlt?

Schade. Hat der auch gesagt.

Wo ist denn hier der nächste Geldautomat?

Hey, meine Große.

Na, wie war's? - Gut.

Wo ist Mama?

Die ist noch unterwegs.

Weil in zwei Tagen ja jemand Geburtstag hat.

Und Geschenke besorgen sich ja nicht von allein.

Achso, du willst ja gar keine Geschenke, ne?

Doch, doch.

Komm.

Hey.

Ah. Sagt mal, könntet ihr vielleicht die Mia mit in den Park nehmen?

Sorry, heute klappt nicht.

Aber ihr geht doch, oder?

Ich muss noch ein paar Hausbesuche machen...

Wo ist Rani denn?

(Mann) Sollen wir sie vielleicht für dich tracken lassen?

Unser Opfer hatte Geschmack. Ja, und war hier.

Hier, haben die Kollegen gerade geschickt.

Die Geldabhebung konnte einem Bankkunden zugewiesen werden.

Uhrzeit stimmt auch.

Also... das Opfer kommt hierher, hebt Geld ab, geht wieder rüber,

isst seine kalt gewordenen Köfte mit Safran,

halbe Stunde später ist er tot.

Wer?

(Frauenstimme) Fuck, wo ist meine Kette?

Marek Kolschak, 31 Jahre, deutscher Staatsbürger,

aufgewachsen in Augsburg.

Eltern verstorben, Einzelkind.

Kein Eintrag ins Strafregister, wohnhaft in Bremen seit drei Jahren,

in dieser Wohnung hier, hat immer pünktlich Miete gezahlt.

Guck mal, gegen den bösen Blick.

Das hat ja super funktioniert.

Schande. Ist der echt tot?

Wer sind Sie? Die Nachbarin, Niko Litsch.

Moin. Moin.

War'n Netter.

Bisschen maulfaul. Also eher so für sich.

Und er hat... Wir melden uns bei Ihnen,

wenn wir Fragen haben.

Stopp mal, was hatte der?

Der hatte Streit. Gestern Abend.

Mit wem?

Irgendeine Frau. An der Tür. So laut.

Ich war eigentlich schon am Schlafen.

* Niko lacht. *

Wer war das, seine Freundin? Kann sein.

Viel Besuch hatte der nicht. Das reicht jetzt.

Sie kontaminiert alles mit ihren Hautschuppen.

Hautschuppen?

Hast du ihre Fahne gerochen?

Nur weil die trinkt, heißt das nicht, dass die lügt.

Das stimmt.

Angenommen, da ist was dran.

Dann schreit also unsere vermeintliche Täterin

nachts alle Nachbarn aus dem Bett, ehe sie zur Tat schreitet?

Affekt.

Und wie transportiert sie dann eine männliche Leiche nachts,

alleine, unbemerkt, zur Weser?

Sorry.

* Mia schreit. *

Marek Kolschak hat wohl bei einem Online-Magazin gearbeitet.

Rubrik: "Investigativ".

Investigativ? Klingt spannend.

Na ja, je nachdem, woran er gearbeitet hat,

könnte das natürlich ein Motiv sein.

Wir haben weder Laptop noch Handy gefunden, dafür den Router.

Der ist in der Auswertung.

Ich bin's.

So.

So, jetzt geht's bergauf. - Mhm.

Gut. Achtung, ich komm. - Mhm.

(angestrengt) Hier, super.

Ist okay, und zurück.

Du bist aber stark. - Hm, für den Job brauchst du Muckis.

Gut.

Dann gibt's einmal was zu essen. - Nee.

Na, ein paar Löffel schaffen Sie. - Ich will nicht.

Achtung.

Machst du das bei deinem Papa auch? - Der lebt nicht mehr.

Wieso besuchen wir dann immer nur deine Mama auf dem Friedhof?

Weil da...

... nur meine Mama liegt.

Wieso?

Weil sie lieber alleine liegt.

Und seine Kinder, wo sind die?

(flüsternd) Herr Polz hat keine Kinder.

Ich will nicht mehr. - Einen Löffel schaffen...

(Herr Polz) Nein.

Dann ist er ja ganz allein. - Na ja, wir sind ja da, ne?

Nee, es reicht.

Einer noch? - Nein.

Gut, alles klar.

Dann mach ich den Bericht fertig, ja? - Ja.

Und dann geht's weiter zu Frau Heismann.

Und die, hat die auch keine Kinder? - Doch, aber die kommen nicht.

Gut.

Mailbox von Rani Ewers. * Piepton *

Rani? Sag mal, wo bist denn du?

Bitte ruf mich an, ich mach mir Sorgen.

Leg das mal bitte sofort zurück, das ist kein Spielzeug, ja?

Was machen die? - Sehr müde.

Darf ich ein Spiel auf deinem Diensthandy spielen?

Nee.

Also wenn du das hörst, dann meld dich bitte sofort, ja?

* "Fortnight" von Taylor Swift *

* Musik endet abrupt. *

* Bedrückende Musik *

* Tür fällt ins Schloss. *

(Rani) Hey, Paula.

Ich dachte, dir wär was passiert.

Wo warst'n du?

Im Jobcenter, ich musste voll früh raus und dann...

Den ganzen Tag?

Warum sagst du nicht Bescheid und gehst nicht ans Telefon?

Ach, ich hab's verloren.

Verloren?

Ich wollte Bescheid sagen, dass es länger dauert.

Hab da erst gemerkt, dass es weg ist.

Hab's überall gesucht, aber nicht gefunden.

Bin von A nach B gerannt, aber es war einfach weg.

Mhm. Ey, ich war sogar bei der Polizei.

Oh. Was?

Ja, ich hab mir Sorgen gemacht.

Ich bin so müde.

Schläft Mia schon?

Ja. - Okay.

Danke.

Marek hat seit zwei Jahren hier gearbeitet.

Immer mit Ihnen zusammen?

Zuerst ja und dann... Dann?

...wurde ihm das zu langweilig.

Er hat einen auf investigativ gemacht.

Kam gut an.

Bei Ihnen wohl nicht?

Es ging ihm eher um sich, als um die Sache.

Woran hat er zuletzt gearbeitet?

Na, irgendein Hinweis, ich mein... Justiz, Drogen, Politik?

Darum hat er immer ein Riesengeheimnis gemacht.

Und worüber schreiben Sie? Lokales.

Modenschau im Einkaufszentrum, Eröffnung des neuen Kindergartens.

Taufe der neuen Fähre.

Das war ihm alles viel zu trivial.

Wie war denn Ihre Beziehung zu Marek Kolschak?

Gut. Ich hab ihm immer geholfen.

Er hatte Probleme. Was für Probleme?

Vor ein paar Wochen hat eine Frau auf ihn gewartet, die...

Die ist hier total ausgetickt.

Wer war denn das?

Na ja, war das mehr so privat oder beruflich?

Im Gegensatz zu Marek

mische ich mich nicht gerne in die Angelegenheiten anderer ein.

Ich hab Familie, das lastet aus.

Sorry.

Was ist da passiert?

Was? Ihre Hand.

Achso.

Ich muss manchmal ein bisschen Dampf ablassen.

Ein bisschen viel Dampf, oder? Wo waren Sie denn Montagabend?

Zu Hause. Hm.

Mit meiner Frau und meinen Kindern.

Montags gibt's immer Pizza.

Haben Sie hier noch irgendwelche Arbeitsgeräte von Herrn Kolschak?

Weiß nicht... Laptop, Ordner, Festplatten?

Bei uns ist nix.

Und was ist das?

Unser Teamkalender.

Also, Marek Kolschak ist rosa.

Wie progressiv von ihm.

Das sind alles irgendwie nur so kryptische Abkürzungen.

Warum macht der aus allem so ein Geheimnis?

Wo warst'n du eigentlich den ganzen Morgen?

Marek Kolschaks Online-Beiträge sind alle älter.

Ich glaub nicht, dass wir da was finden,

was mit seiner aktuellen Recherche zu tun hat.

Der Kollege hat 'ne Frau erwähnt,

die ihm vor Wochen 'ne Szene gemacht hat.

Ja, die Nachbarin doch auch.

Keiner weiß, wie die Frau heißt, und keiner weiß,

woran Marek Kolschak gearbeitet hat. * Räuspern *

Ich laufe Leuten so ungern hinterher. Vor allem Frauen.

Haben wir ja alle Glück gehabt.

Ja, sorry, wir haben halt viel zu tun.

In der Waffenrevision ist auch viel zu tun.

Die Waffen müssen überprüft werden. Morgen früh.

Kolleginnen. Kollege.

* Linda schnaubt. *

Ich will aber die Schokoflakes. - Mhm. Zu viel Zucker.

Bei Mama darf ich die zum Frühstück.

Wo ist sie eigentlich?

Packen.

Willst du immer noch weg?

Ich will nicht, dass der weiß, wo er uns findet.

Ich geh nicht zur Polizei.

Die haben dich doch auch schon weggeschickt.

Ich trau denen nicht, Paula.

Was, wenn mir wirklich was passiert wäre?

Wer garantiert mir, dass er nicht morgen wieder da steht?

Ich bin doch da.

Aber das ist doch seine Schuld und nicht deine.

Wart wenigstens Mias Geburtstag ab.

Mensch, die freut sich so. Einen Tag mehr oder weniger.

* Schaukel quietscht. *

Hast du dir schon ein neues Handy geholt?

Das machst du jetzt mal als erstes.

* Melancholische Musik *

Der ist schuld, dass du keinen Job mehr hast.

(kleinlaut) Danke. - Ja.

Ja, ich ruf an wegen was Privatem.

Moin. Tschüss. Tschüss.

Wegen meiner Schwester.

Die ist doch in der JVA.

Die haben da irgendwie ein Besuchslimit

und das ist diesen Monat schon voll.

Ich will die besuchen. Kannst du da was machen?

Ja, super, danke.

Du willst neuerdings Marie besuchen?

(defensiv) Sie ist meine Schwester.

War sie vorher auch.

Ja.

Hättest sie die ganze Zeit besuchen können.

Was geht dich das an?

Außerdem, warum kriegt die so viel Besuch? Von wem denn?

Manche Leute pflegen intensiv ihre Freundschaften.

(schnaubend) Du musst es wissen.

(leise) Ja, sorry.

Warum warst du nicht beim Training?

* Trockenes Husten *

Krank.

* Sie schnaubt. *

Krav Maga ist einfach nicht mein Sport.

Weil du einmal nicht die Beste bist.

Während du Fleißbienchen auf der Matte sammelst,

habe ich die Kürzel aus Marek Kolschaks Kalender kreuzgeprüft

mit den Anrufen, die er vor seinem Tod getätigt hat.

Unter den Nummern ist die Adresse eines Labors,

das er am Tag, bevor er starb, anrief.

Das Kürzel des Labors passt zum Kürzel im Kalender. Gut, oder?

Wer sammelt jetzt hier Fleißbienchen?

* Unruhige Musik *

(Rani, hallend) Ey! Lass uns endlich in Ruhe!

Ganz ruhig.

Sie können nicht mal sagen, ob Sie den Mann schon mal gesehen haben?

Haben Sie 'nen richterlichen Beschluss?

Für so eine einfache Frage?

Wie ich sagte:

In unserem Labor führen wir Drogenbestätigungstests

mittels Massenspektrometrie durch.

Analysen von Blut und Urin, Haaranalytik.

Unsere Kunden sind Behörden, Privatleute.

Diskretion ist hier wichtig.

(entnervt) Gut... Ist er hier Kunde gewesen?

Hat er was erfahren, was Sie und Ihr Labor in Bedrängnis führen könnte?

Sie können auch einfach zwinkern... Waren Sie nicht eben noch zu zweit?

Was zum Teufel wird das hier?

Schluss jetzt, raus! Entsch...

Ohne richterlichen Beschluss geht hier gar nichts mehr!

Gut, dann holen wir uns halt 'nen richterlichen Beschluss.

Komm. Wiedersehen. Mhm.

...proben oder Speichel? - Mit Urin machen wir das.

Rani Ewers. Ihre Kollegin hat mir erzählt,

dass sie zusammen die Ausbildung

zur chemisch-technischen Assistentin gemacht hat.

Dann wurden sie beide übernommen.

Allerdings wurde Rani dann gekündigt,

weil sie unerlaubterweise

privat einen Kunden des Labors kontaktiert hat,

der sich daraufhin wegen Belästigung beschwert hat beim Labor.

Dieser Kunde war? Marek Kolschak.

Hat sie ihn gestalkt?

Die Nachbarin meinte doch, eine Frau hätte da Ärger gemacht.

Und sein Arbeitskollege auch.

Aber die Statistik spräche dagegen.

Weil es mehr männliche als weibliche Stalker gibt?

Frauen sind aber weniger gewaltbereit.

Rani Ewers ist 25, alleinerziehend, hat 'ne sieben Jahre alte Tochter.

Der Vater ist laut Geburtsurkunde unbekannt.

Vor ein paar Wochen

gab es bei der Polizei über sie 'ne Beschwerde.

Wegen Nötigung und Beleidigung. Anrufer war anonym.

Aber wahrscheinlich war es Marek Kolschak,

dem sie auf der Arbeit aufgelauert hat.

Wie es sein Kollege erzählt hat.

Arbeitslos, alleinerziehend. Das ist die klassische Armutsfalle.

Vielleicht wollte sie sich an ihm rächen.

Vielleicht, weil sie wegen Marek Kolschak gefeuert wurde.

Hm.

Tschüss. - Tschüss.

Mia?

Was denn?

* Türklingel *

* Laute Musik aus der Wohnung *

Kripo Bremen.

Rani Ewers?

Kennen Sie Rani Ewers?

Sie wohnt schon seit sieben Jahren nicht mehr hier.

Rani Ewers Meldeadresse, sie wohnt da nicht mehr,

seit sieben Jahren schon nicht.

Die Post lässt sie herschicken.

Sie will wohl nicht gefunden werden.

Schickst du bitte eine Suchmeldung raus?

Ist nicht ihre Tochter sieben Jahre alt?

Stimmt. Schulpflicht.

Schulpflicht! Hörst du, Spethi? Schickst du uns die Schule, bitte?

Danke. Sehr gut.

Kinder, perfekte Achillesferse für jede Tätersuche.

In der Familie halt.

Mit meiner Familie kannst du mich nicht erpressen.

* Liv lacht. *

Mama, ich... Ich muss zurück, ich hab Schule.

Aber heute hilfst du mir mal ein Handy aussuchen, okay?

Hey.

Polizeikontrolle, warten Sie!

(Mia) Lass mich, nicht so schnell! - (Polizei) Warten Sie!

Polizeikontrolle, warten Sie!

(Rani) Wer kann schneller laufen? - Ich!

Mama!

Keiner kennt die genaue Adresse von Rani Ewers.

Weder die Schule noch die anderen Eltern.

Zum Spielen mit anderen Kindern verabreden die sich im Park.

Findest du, das klingt nach einer Stalkerin?

Klingt eher nach einer, die selber verfolgt wird.

Oder sie ist auf der Flucht? Das macht doch gar keinen Sinn.

Warum sollte sie ihre Tochter zur Schule bringen,

nur um sie dann wieder mitzunehmen?

* Es klopft. *

Das Treibgutachten, das ihr angefordert habt.

Edda konnte lokalisieren,

wo Marek Kolschak ins Wasser gefallen ist.

Das ist direkt auf der Höhle vom Dark.

Gleich gegenüber ist der Schnellimbiss,

wo er seine Henkersmahlzeit hatte.

Ach, guck.

Das passt zu dem, was ich noch für euch hab.

Die Ergebnisse aus dem Labor,

an dem Marek Kolschak Proben veranlasst hat.

Es wirkt, als hat er im selben Fall recherchiert,

an dem du seit Wochen grübelst, Selb.

Der muss an eine Haarprobe

von diesem jugendlichen Drogentoten gekommen sein.

Von Lenny? Ja, genau.

Und die Haare hat er zur Analyse ins Labor gegeben.

Also war es kein Zufall,

dass er genau dort Köfte mit Sauerkraut gegessen hat.

Und was, wenn er bei seinen Recherchen

jemandem zu nah gekommen ist?

Dem Dealer meinst du, oder was?

Übrigens, Edda meint, du sollst ihn einfach verhaften und Ende Gelände.

Hätte ich getan.

Aber seine Freundin deckt ihn und sitzt für ihn im Knast.

Vielleicht sollten wir seiner Freundin

mal einen kleinen Besuch abstatten.

Nicht?

Rani Ewers wurde gefunden. Gut, danke.

Na, komm.

Kripo Bremen, Moormann.

Frau Ewers, in welcher Beziehung stehen Sie zu Herrn Marek Kolschak?

Warum?

Sie waren zusammen?

Nein, wir hatten was.

Aber nur kurz, also ich hab's beendet.

Sie?

Frau Ewers, Herr Kolschak ist tot.

* Spannungsvolle Musik *

Er wurde ermordet. Was?

Kurz nachdem er sich über Sie beschwert hat, wegen Belästigung.

Und dann haben Sie doch Ihren Job verloren, oder?

Der hat mich gestalkt.

Er hat Sie gestalkt?

Warum haben Sie es nicht angezeigt?

Was wird das hier?

Ich will wissen, warum Sie nicht zur Polizei gegangen sind.

Weil das noch nie was gebracht hat. Gut.

Was ist mit dem Vater Ihrer Tochter?

Den gibt's nicht.

Aus welchem Grund verheimlichen Sie Ihre aktuelle Adresse?

Sie wohnen seit sieben Jahren nicht mehr an Ihrer Meldeadresse.

Sie wollen nicht,

dass der Vater weiß, wo Sie und Ihre Tochter leben.

Mia muss nicht wissen, wie es ist, einen Vater im Knast zu haben.

Wie heißt denn dieser Vater?

Meine Tochter soll alles werden können,

was sie will, verstehen Sie das?

Und Mia will Pilotin werden.

Und das soll sie auch, wenn sie das will.

Verstehen Sie das?

Natürlich, Frau Ewers.

Wir werden ihm nichts sagen. Wir möchten das nur überprüfen.

Was denn, dass er im Knast ist? Genau.

Und dann bräuchten wir bitte einmal Ihre aktuelle Adresse.

Wo waren Sie denn Montag auf Dienstag Nacht?

Zu Hause. Kann das jemand bestätigen?

Meine Mitbewohnerin.

Dann notieren Sie doch bitte gleich noch die Nummer der Mitbewohnerin.

Falls Ihnen noch was einfällt.

Hier ist unsere Nummer. Danke.

Wiedersehen.

* Erleichtertes Kichern *

Spethi überprüft gerade, ob der Vater von Rani Ewers Tochter

wirklich im Gefängnis sitzt.

Okay. Wir zwei fahren jetzt zum Tatort.

Sie ist das Stalking-Opfer.

Gibt ihr nicht genau das einen Grund?

Glaubst du immer noch,

dass Rani Ewers Marek Kolschak umgebracht hat?

Unser Tatort ist das Ufer hinterm Dark.

Der Club, wo ein Jugendlicher zu Tode gekommen ist,

zu dessen Tod Marek Kolschak recherchiert hat.

Du sagst doch immer, dass ich nichts ausschließen darf.

Ich sag viele schlaue Sachen.

Die Kollegen haben nichts gefunden. Keine DNA-Spuren, gar nichts.

Scheißregen.

Guck mal, wusstest du, dass der Club sogar sein eigenes Bier hat?

Hey!

Hey!

Hey! Jetzt warte doch mal!

Hier.

Schon mal gesehen?

Geh woanders spielen, ja?

Mein Gott, das ist doch eine ganz einfache Frage.

Vorsicht, du Bullenfotze.

Ich übernehme. Wieso?

Weil du in deinem Alleingang mal eben den Dealer

aus meinem Drogenfall festgenommen hast.

Was?

Das ist der mit der Freundin im Knast?

Er weiß jetzt, dass wir an ihm dran sind.

Und ich kann von vorne anfangen.

Sie hätten meiner Kollegin

einfach nur eine ganz simple Antwort geben können.

Ja oder nein.

Stattdessen sind Sie so doof, sich verhaften zu lassen

und jetzt sitzen wir hier und rühren so richtig in Ihrem Bullshit.

Sie arbeiten bereits seit vielen Jahren im Dark.

Also auch zu der Zeit, als der 16-jährige Lenny zur Tode kam.

Sie haben doch ein Geständnis. Und ein Urteil.

Warum bin ich hier? Ich bin raus aus dem Verdacht.

Interessante Schlussfolgerung.

Raus aus dem Verdacht sind Sie erst, wenn ich keine Indizien mehr finde,

die darauf hinweisen,

dass Ihre Freundin vor Gericht ein falsches Geständnis abgelegt hat.

Die Mitbewohnerin von Rani Ewers hat ihr Alibi bestätigt.

Aber der WLAN-Router von Marek Kolschak,

mit dem hat sich gegen 22 Uhr ein Handy versucht,

automatisch zu verbinden.

Die Nummer von diesem Handy ist registriert auf...

... Rani Ewers.

Ich wusste, dass da was nicht stimmt.

Sie ist noch im Krankenhaus,

falls du sie noch mal befragen willst.

Nee, keine Alleingänge mehr. Ich warte auf Selb.

Da ist noch was. Ja?

Es gab einen Anruf. Die JVA, deine Schwester.

Die sind ziemlich pissed, dass du eine Sonderbehandlung willst.

Die sagen, das Besuchslimit gilt für alle

und Sonderbesuche müssen viel früher beantragt werden.

Und...

Deine Schwester wünscht explizit keine Besuche.

Weder von dir, noch von deiner Kollegin.

Hä?

Welche Kollegin denn?

Simple Frage für simples Gemüt.

Kennen Sie diesen Mann, ja oder nein?

Geh doch mal weg mit dem Hurensohn.

Also ja.

Was glaubt ihr, wer er ist?

Was hat er denn rausgefunden über Sie?

Ich sag hier gar nichts mehr ohne meinen Anwalt.

Gut.

Alles okay?

Wo ist Liv? Die ist eben los.

Ich hab doch gesagt: Ja.

Ja. Ich war kurz bei Marek.

Ich wollte ihn zur Rede stellen und ich wollte, dass er aufhört.

Wir haben uns angeschrien und dann hat er die Tür zugeknallt.

Ich will es nur verstehen.

Er hat Sie gestalkt

und Sie sind zu ihm nach Hause gegangen.

Ja, ich wollte, dass er aufhört.

Also gut, Sie sind bei ihm gewesen.

Und dann hat er Ihnen die Tür vor der Nase zugeschlagen.

Wann war das?

Zehn? Um zehn.

Liv, können wir kurz...

Moment.

Kannst du mich kurz updaten, was hier passiert?

Sie hat gelogen.

Sie war an dem Abend doch bei Marek Kolschak.

Wir verschwenden unsere Zeit.

Wir müssen uns auf Dennis Zacher konzentrieren.

Die Verletzungen an der Leiche weisen auf eine Beziehungstat hin.

Was genau ist die Beziehung zwischen Dennis Zacher und Marek Kolschak?

Spar dir bitte ab jetzt deine Alleingänge.

Sagt genau die Richtige.

Du bist bei meiner Schwester in der JVA gewesen.

Wann hattest du vor, mir davon zu erzählen?

Na ja, mir war klar, dass du nicht begeistert wärst.

Was wolltest du bei der?

Du warst da, um an die Freundin von dem Dealer ranzukommen, oder?

Siehst du, du bist sauer.

Es war besser, als du nichts davon wusstest.

Ich versteh überhaupt nicht,

warum du jetzt auf einmal zu ihr willst,

nach Monaten der Funkstille.

Das ist doch die,

die ihre Mitbewohnerin als vermisst melden wollte.

Ja, ja, an dem Tag, als Marek Kolschak gefunden wurde.

Wäre Rani Ewers an dem Abend nach Hause gegangen,

nachdem sie bei Marek Kolschak gewesen ist,

hätte ihre Mitbewohnerin sie doch nicht als vermisst melden wollen.

Ich lass die vorladen. Ich ruf die Staatsanwältin an.

Ich glaub nicht, dass das nötig ist. Kein Empfang, du wartest.

Entschuldigung, wer sind Sie? Selb, Kripo Bremen.

Ich hab eine Frage an Sie.

Sie haben ausgesagt, dass Frau Ewers Montagnacht zu Hause war.

Warum wollten Sie sie dann am nächsten Morgen als vermisst melden?

Rani hatte früh das Haus verlassen, das hab ich nicht mitbekommen.

Kannst du uns vielleicht mal kurz alleine lassen?

Ah, Entschuldigung. Ja?

Wo ist denn Frau Ewers?

Was? Hier, Polizei.

Ach so. Äh, ja.

Ich hab Ihrer Kollegin schon Bescheid gesagt,

das mit der Vermisstenmeldung, das war ein Missverständnis.

Rani ist einfach nur früh los.

Sie wissen schon, dass ihr Ex-Freund ermordet wurde.

Das mit dem Stalking, haben Sie da irgendwas mitgekriegt?

Sie ist meine Mitbewohnerin. Ja, hab ich mitgekriegt.

Ich bin an dem Abend zu Marek.

Hab ihn angebrüllt.

Der meinte, ich hätte Verfolgungswahn.

Er hat mir die Tür vor der Nase zugeknallt und mit Polizei gedroht.

Und dann?

Bin ich gegangen.

Nach Hause?

* Spannende Musik *

(Rani) Ich hab einen Ort, der nur mir gehört.

Den niemand kennt.

Was ist das für ein Ort?

Ich sag Paula dann immer, dass ich feiern gehe.

'ner alleinerziehenden Mutter glaubt man das natürlich.

Und wenn ich dann da war, dann hab ich wieder Kraft.

Und Ihre Tochter, wo ist die in der Zeit?

Bei Paula. Für Paula ist das auch nicht schlimm.

Also, es ist okay, wenn ich erst am nächsten Tag wiederkomme

oder spätabends.

Nur erreichbar muss ich bleiben, das ist die Bedingung.

Wenn Marek Kolschak Sie gestalkt hat,

dann wusste er doch bestimmt auch, wo dieser Ort war.

Nein.

Als das mit dem Stalking anfing,

bin ich da nicht mehr hin vor lauter Angst.

Ich wollte nicht, dass er mir dorthin folgt.

Warum waren Sie dann in der Nacht, in der er ermordet wurde, dort?

Weil Sie eventuell schon wussten, dass er tot war?

Nein.

Ich war ja vorher bei ihm.

Ich wusste, dass er zu Hause ist.

Ich konnte einfach nicht mehr. Ich brauchte 'ne Pause.

Wissen Sie, was das Schlimmste ist?

Wenn Leute einen ernsthaft fragen, ob man sich am Wochenende erholt hat.

Also, klar, ich verstehe, dass man das nicht ganz nachvollziehen kann,

wie das ist alleine mit Kind.

Das hab ich ja vorher auch nicht.

Aber ich habe seit Jahren keine Minute Pause gehabt.

Und wie dieser Staat mit alleinerziehenden Müttern umgeht,

das ist wirklich unterirdisch.

Ich... ich hab eine Wut in mir, die können Sie sich nicht vorstellen.

Sie müssen mir sagen, wo dieser Ort ist.

Ich kann sonst Ihr Alibi nicht überprüfen.

Ich verspreche Ihnen: Ich behalt's für mich.

Marek Kolschak ist tot, er kann Ihnen nichts mehr tun.

*Ruhige Musik * Wollen Sie wegen ihm ins Gefängnis?

Wo ist der Ort?

* Unverständliches Flüstern *

Warum haben Sie damals 'ne hochschwangere Frau

bei sich einziehen lassen? Weil das sonst keiner macht.

Finden Sie mal eine bezahlbare Wohnung in dieser Stadt

als alleinerziehende Mutter. Ja.

Ich kenn nicht viele, die das gemacht hätten.

An Ihrer Stelle, meine ich.

Meine Mutter war auch alleinerziehend.

* Handy klingelt. *

'tschuldigung.

Ja?

Selb!

Wir dürfen 'ne offizielle Vernehmung veranlassen.

Wozu?

Du wirfst mir Alleingänge vor?

Du lässt unsere Verdächtige hinter meinem Rücken gehen?

Hinter deinem Rücken?

Da gefällt's dir, oder? * Linda schnaubt. *

Jetzt aber los. Nicht, dass Mia so lange warten muss.

Ich freu mich so aufs Geburtstagskind.

Und sie freut sich erst. Und auf die Geschenke.

Moment!

Ich hab was für Sie.

Die sind von Ihrer alten... Von meiner alten Adresse.

Da haben wir Sie zuerst gesucht. Das ist schlau.

Danke.

Huch. - Scheiße...

Sorry. Geh schon mal ins Auto.

Rani Ewers sagt, dass sie an dem Abend,

als Marek Kolschak ermordet wurde,

in der Schrebergartenkolonie war, wo sie selbst 'nen Garten hat.

Ich überprüfe da das Alibi.

(Mann) Ich hab den Vater von Rani Ewers' Tochter geprüft.

Der ist Dauergast in der JVA in NRW, seitdem er 19 ist.

Diebstahl, Raubüberfall... Sag noch mal.

* Seine Stimme wird immer leiser. * Was?

* Statisches Rauschen *

(genervt seufzend) Typisch...

Wo ist Mia denn?

Sie sollte eigentlich hier auf mich warten.

Ich check das mal.

* Unruhige Musik *

Klassenraum ist leer.

Was? Wo ist dann Mia? - Sie weiß, dass ich...

...dass ich sie hier abhole.

Ich hab gesagt, ich fahr kurz zu dir ins Krankenhaus...

...und dann komm ich später wieder hierher.

Tschüss!

* Bedrohliches Rauschen *

(Rani) Scheiße, ich... Das kann doch gar nicht sein. Marek ist tot.

Ich hätte bei ihr bleiben sollen...

Ist sie im Park mit den anderen?

Ruf sie mal an. Ruf sie mal an!

* Anrufbeantworter * Handy ist aus.

Oh Gott.

(wimmernd) Paula.

(panisch) Ich hab mein Handy nicht. Ich kann nicht sehen, wo die ist.

* Entfernte Kinderstimmen *

* Unruhige Musik *

(Rani) Geh schnell rein und guck, ob sie drin ist!

Mia!

Mia!

Mia!

Mia! Wo bist du?

(schluchzend) Mia... - Mia!

* Schluchzen *

(Rani) Nein!

Mia, bist du zu Hause?

* Handy plingt. *

* Musik wird bedrohlich. *

(schluchzend) Scheiße...

(Paula) Okay, ich ruf jetzt die Polizei.

Mama!

(Rani) Ja.

* Freudenschluchzer *

(unter Tränen) Wo warst du?

Für dich, Mama.

(verwundert) Aber ich hab doch gar nicht Geburtstag.

Wo hast du die Blumen her?

Aus dem Park.

(streng) Du warst alleine im Park?

Weißt du, wie wir uns gesorgt haben?

Mach das nie wieder, okay?

Jetzt feiern wir erst mal Geburtstag, ne?

Okay? - Mhm...

Guck mal, was Paula alles Schönes gemacht hat.

(Rani) # Wer hat heute Geburtstag? #

(Mia) Mia, Mia, Mia!

# Kriegt sie auch Geschenke? #

Ja, ja, ja.

(schwach) # Wer hat heute Geburtstag? #

Mia, Mia, Mia.

# Kriegt sie auch Geschenke? #

(alle) Ja, ja, ja.

Gute Laune?

Ich hab's gerade schon Selb durchgegeben.

Der Vater von Rani Ewers' Tochter hat Anfang des Jahres

'ne langjährige Haftstrafe in NRW abgesessen,

ist rausgekommen, nur um drei Tage später wieder verhaftet zu werden.

Für die gleiche Straftat, bewaffneter Raubüberfall.

Dem scheint es in der JVA zu gefallen.

Na, wenigstens wissen wir,

dass Rani Ewers in dieser Sache nicht gelogen hat.

* Liv seufzt. *

Was ist denn mit dem Türsteher, Dennis Zacher?

Den mussten wir gehen lassen.

Wir können ihm nichts nachweisen.

Aber ich hab seine Anrufliste noch mal genauer angeguckt.

Da taucht 'ne interessante Nummer auf.

Die hat ihn angerufen. Heute Mittag erst.

Hab die Nummer wiedererkannt aus den Akten zu unserem neuen Fall. Rate.

Du kannst dir Nummern merken nach einmal lesen?

Wenn sie auf eine Schnapszahl endet wie 666.

Oh, die Nummer des Teufels.

* Spannende Musik *

(Frau) Was machen Sie da? Hey! Hey.

Der da wollte Ihr Siegel aufbrechen. - Danke, Frau Nicolett.

Was machen Sie denn hier? - Brauch ich jetzt 'nen Anwalt?

Weiß ich nicht. Brauchen Sie?

Die Frau, von der Sie mir erzählt haben,

die Marek Kolschak aufgelauert hat bei der Arbeit,

sie war sein Stalking-Opfer. Wussten Sie das? - Nein.

* Sie schnaubt. *

Marek hat sich sogar bei der Polizei gemeldet, um sie loszuwerden.

Dann hat er immer öfter bei der Arbeit gefehlt.

Ich bin sogar zu ihm nach Hause.

Dass jemand so neben der Spur ist wegen 'ner Trennung, war mir neu.

(kalt lachend) "Neben der Spur."

Solange wir Stalking so nennen, wird sich nie irgendwas ändern.

Solange wir es stigmatisieren, auch nicht.

Ich sag nicht, dass Mareks Handeln richtig war.

Aber der war nicht mehr bei sich, der brauchte Hilfe.

Und? Konnten die dem da helfen? - Ja, konnten die.

Er ist erst mal aus dieser krassen gedanklichen Spirale rausgekommen.

Warum haben Sie mir das nicht beim ersten Mal erzählt?

Ich wollte nicht, dass Sie ihn als so einen Psycho abstempeln.

Was wollten Sie jetzt hier in seiner Wohnung?

(nachdrücklich) Hm?

(resigniert) Gut.

* Handschellen * Halt, stopp.

Nein, bitte, bitte.

Ich versuch nur, meine Familie zu schützen. Wirklich.

Der macht mich sonst fertig.

Wer?

Dennis Zacher.

Ah. Der Türsteher, den Sie vorhin angerufen haben.

Was wollten Sie denn von dem?

Bei Marek in der Wohnung ist ein USB-Stick, den er will.

Hier.

Benno Falk hat gelogen.

Der wusste doch, an was Marek Kolschak gearbeitet hat.

Kolschak hatte irgendwas gegen unseren Türsteher in der Hand.

Irgendwie konnte er beweisen,

dass Dennis Zacher verantwortlich ist für den Drogentoten im Dark.

Es ist aufgezeichnet einen Tag vor Kolschaks Tod.

Wie konnte er denn an so einen Beweis kommen,

und wir nicht?

(Frau) Er ist tot! Warum hast du ihm die Scheißdrogen verkauft?

Scheißdrogen? Scheißdrogen!?

Ich zeig dir, was die Scheiße alles kann.

Au! Lass los, mein Ohrring! - Ja!

Von meinem Scheiß ist dieser Ohrring gekauft, ja?

Dennis? Der ist tot.

Ja, das ist die Freundin vom Türsteher,

die jetzt für ihn im Knast sitzt.

Das Video beweist nicht, dass Zacher Kolschak umgebracht hat.

Was ist mit Rani Ewers' Alibi? - Die war in der Gartenkolonie.

Ich hab das Handy da gefunden.

Die Bewegungsdaten passen zu ihrer Aussage.

Die SMS von Marek Kolschak bestätigen,

was sie uns bereits über ihn gesagt hat.

Dann war es der Türsteher.

Er merkt, dass gegen ihn recherchiert wird,

lockt ihn zum Ufer und macht kurzen Prozess.

Ja.

Dringender Tatverdacht.

Dennis Zacher einbestellen.

Jetzt.

* Sie imitiert ein Flugzeug. *

Mama, ich flieg nach oben!

Ey, Paula, danke noch mal.

Aber das war wirklich viel zu teuer. - Ja.

* Lachen *

Paula, kannst du dich mit Mias Handy verbinden,

solange ich kein neues hab?

Damit so was wie heute nicht noch mal passiert.

Hab ich schon.

Vorhin gleich. So ein Schock passiert mir nicht noch mal.

* Lachen *

Gut, ich mach noch 'ne Abendrunde. Ihr kommt zurecht, ja?

(Rani) Danke.

Bis später. - Bis später.

Ach so, hier, bevor ich's vergess.

Uuh. Yay. * Lachen *

(Paula) Tschüss, Mia.

* Angestrengter Seufzer *

Willkommen zur Abschlussprüfung.

Auch mal wieder hier.

Zum letzten Mal hoffentlich. - Ja, das werden wir sehen.

Hier geht's nach Punkten.

Anwesenheit zählt mit rein. Mooormann.

* Angespannte Musik *

Die Freundin des Dealers hätte nie mit mir gesprochen.

Vielleicht aber mit Marie.

Sie hätte Hafterleichterung gekriegt.

Sag mal, spinnst du eigentlich?

Spitzel im Gefängnis - das ist gefährlich.

Das ist meine Familie. Anders als dir bedeutet die mir was.

* Stöhnen * So viel, dass du sie in den Knast bringst

und dann zu feige bist, sie zu besuchen.

* Angestrengtes Atmen *

* Würgen *

Sehr gut, Moormann.

Und wir zwei sehen uns nächste Woche wieder.

(Zacher) Was soll das? Lass mich los!

Scheißbullen!

Fickt euch!

Warte mal. - Meine Fresse, lass mich los!

Meine Mutter hat immer unsere Geburtstage vergessen.

Meine Schwester und ich, wir haben dann selber gefeiert.

Auch egal wann, Hauptsache im selben Monat.

Und Hauptsache, wir hatten einen Kuchen.

Marie hatte vor drei Wochen Geburtstag.

Morgen ist der letzte Tag im Monat.

* Mysteriöse Musik *

Ja, danke.

Bierchen?

Später.

Jetzt ist Feierabend.

* Spannungsvolle Musik *

Alles Gute.

Weißt du...

Wir beide...

Wir beide, wir machen jetzt mal einen Turbo-Neustart.

Ich will aber, dass wir hierbleiben.

(Rani) Hol mir doch mal meine Schuhe. Die schwarzen.

Das sind doch gar nicht meine Schuhe.

Das sind Paulas. - Ja.

* Spannungsvolle Musik *

Bring die mal zurück.

Ja, gut.

* Spannende Musik *

(Paula) Ich bin wieder da!

Habt ihr schon angefangen mit Vorlesen?

Ich will mich endlich wieder sicher fühlen

in meinen eigenen vier Wänden.

Aber du bist doch jetzt sicher.

Wo willst du denn überhaupt hin?

Aufs Land, zu meiner Cousine.

Mhm.

Und was ist mit mir?

Also, wenn du gehst, dann bleibe ich zurück.

Du kannst uns doch besuchen kommen.

Komm her.

Wie willst du das überhaupt schaffen?

Du hast ja noch nicht mal...

Noch nicht mal was?

Du hast es doch bisher auch nicht hingekriegt.

Du?

Ohne uns wärst du ganz schön allein, oder?

Wo sind denn deine Freunde?

* Mysteriöse Musik *

Wir können nicht schlafen, Paula.

Mhm.

Ja, das klingt dann wohl schwer nach...

(Mia) Heißer Schokolade!

Ähm... Es tut mir leid, was ich vorhin gesagt habe.

Ja, mir tut es auch leid.

Ich hätte es ohne dich alles nicht geschafft.

Aber...

Ich glaube, es ist Zeit,

dass Mia und ich mal auf eigenen Beinen stehen.

Total.

Gut.

* Spannende Musik *

So.

Guck mal. Du kannst mir schon mal...

... die Schokolade aufschneiden.

Mama, die klemmt.

Guck mal.

(Paula) Danke.

* Paula summt vor sich hin. *

* Düstere Musik *

Alles okay?

Ja, klar.

Paula, das Flugzeug ist für dich. Dann hast du auch eins.

Danke, meine Große.

So ein schönes Bild, danke.

Habt ihr eigentlich schon fertig gepackt?

Ich...

Ich weiß, dass du das super schaffen wirst.

Du bist ja nicht mehr die gleiche, die damals bei mir eingezogen ist.

Naiv. Völlig grün hinter den Ohren.

(Mia) Was heißt "grün hinter den Ohren"?

Nein, du hast dich wirklich verändert.

* Bedrohliche Musik *

Du wirst es super schaffen. Auch ohne Hilfe.

Wenn du willst, kann ich euch morgen zum Bahnhof fahren.

Ich will gar nicht gehen.

Es wär leichter mit dem ganzen Gepäck.

Ähm, Mia, hilf mir doch noch mal packen.

Na komm, hilf deiner Mama. Komm.

Geh schon mal vor.

* Unheimliche Musik *

Es ist alles gut, mein Schatz.

Ich dachte nur, ich hätte ein Gespenst gesehen.

Es gibt keine Gespenster, Mama.

Falls es doch welche gibt...

* Vogelzwitschern *

* Klopfen *

* Leise, bedrohliche Musik *

Mia und ich dachten,

wir drei machen noch mal was Schönes zusammen.

Aber unser Zug...

Mia will total gerne ihr Flugzeug noch mal draußen fliegen lassen.

(Mia) Paula, Mama, können wir jetzt los?

Dennis Zacher war nicht der letzte Mensch,

mit dem Marek Kolschak gesprochen hat.

Okay.

Hier.

Spiel noch mal ab, bitte.

Leider sieht man nicht, wer das ist.

Stopp, noch mal.

Stopp, noch mal zurück.

Benno Falk, der Kollege von Marek Kolschak,

der hat so ein Fahrrad.

Warum war Benno Falk in der Mordnacht am Tatort?

* Seufzen *

Weil Kolschak ihn mitgenommen hat.

Deshalb wusste Dennis Zacher auch,

wen er erpressen muss, wegen dem USB-Stick.

Benno Falk hat aber ein Alibi. - Welches noch mal?

Seine Frau. - Also keins.

Wir haben die Bewegungsdaten vom Handy abgeglichen, die stimmen.

Das Handy kann er auch zu Hause liegen gelassen haben.

* Paula und Mia singen. * # Vöglein, flieg hoch

Du bist doch schon so groß

Über die Wolken hoch hinaus

Von dort oben siehst du jedes Haus

Vöglein, flieg weit

Deine Flügel sind längst bereit

Egal wie weit der Weg sein mag

Geleiten dich durch die Lüfte Tag für Tag. #

Moin. - Moin.

Kollegin!

Seit einer Woche laufe ich hinter dir her.

Sicherheit geht vor.

Wie lange dauert das? Ich hab's eilig.

Wenn's gut geht, eine Viertelstunde.

Danke.

Willst du mit mir eine Limonade trinken gehen?

Bist du immer noch sauer?

Du hast eine Grenze überschritten. * Vibrieren *

Selb?

Hier ist Rani Ewers von Paulas Handy.

Ich bin in der Gartenkolonie mit meiner Tochter und Paula...

Hallo? - ...sofort hierher kommen...

Frau Ewers?

* Bedrohliche Musik *

Mama, musst du auch mal?

(Paula seufzt) So.

(Mia) Wo fahren wir eigentlich hin?

An einen ganz besonderen Ort. Besonders für deine Mama.

Stimmt's?

Teilen wir uns auf? Du fährst zu Benno Falk,

ich schau, ob bei Rani Ewers alles in okay ist.

Klar.

Hey, deine Waffe.

Wie lange dauert so eine verdammte Waffenrevision?

Viertelstunde? My ass!

* Mia macht Flugzeuggeräusche. *

(Paula) Yeah, fast, fast, fast.

Ich hab's mir anders überlegt. Wir fahren jetzt zum Bahnhof.

(Mia) Aber ich will noch mein Flugzeug ausprobieren!

(Paula) Ja? Und ich bring euch doch nachher.

Mit dem Gepäck.

Brauchst du Hilfe?

Das ist mein Ort.

Mein, dein. Das ist doch alles unser, oder?

Ach, ich hab übrigens hier...

...so eine Einladung gesehen und ich...

Die brauchten 'ne Antwort von dir, ich hab da mal angerufen

und dann sagen die mir doch, du hast seit Jahren den Garten hier.

Seit Jahren? Was machst du denn hier alleine?

Ohne Mia und mich.

Was hast du denn sonst noch so für Geheimnisse?

(Alte Frau) Hallo?

Können Sie mir helfen? Ich bin ganz blöd hängen geblieben.

Ich schaff das nicht alleine.

Ja. Paula kann Ihnen helfen.

Die macht das sicher gut.

(Paula) Hm, ja.

(Paula) So, zeigen Sie mal her.

Ich geh schon mal vor und mach das Tor auf.

So.

Es ist ein Notfall, ich brauche die Waffe!

* Vibrieren *

Selb!

* Schnelles Keuchen *

Mama, jetzt warte doch mal! - Mia.

Scheiße. Rani Ewers.

Mia, wer kann schneller laufen?

Ich!

Mama, verstecken ist langweilig.

(flüsternd) Wir gewinnen nur, wenn wir leise sind.

Mia, Rani, wo seid ihr denn?

Meine App sagt, ganz, ganz nah irgendwie.

(flüsternd) Gib mir dein Handy. Gib mir dein Handy.

Mama!

Was macht ihr denn da?

* Bedrohliche Musik *

Marek hat gesagt, dass er einen Informanten treffen will

und mich als Kollegen dabeihaben will.

Dann steht da plötzlich dieser Türsteher vor uns.

Marek hat mich verarscht.

Ich sollte mitkommen, weil er alleine Schiss hatte.

Er wollte ein Statement von Dennis Zacher für seine Geschichte.

Um ihn zu provozieren, hat er ihm von seinem Beweisvideo erzählt.

Aber Dennis hat kein Statement gegeben.

Der hat uns gedroht.

Und ich hing jetzt in der Scheiße mit drin.

Vielleicht wollen Sie jetzt einen Anwalt anrufen?

Ich hab doch Marek nicht umgebracht!

Ich hab den nur...

Ich war einfach wütend, ich hab den...

Ich hab nur einmal zugeschlagen.

Der hat gelebt, als ich weggegangen bin. Wirklich!

Selb! Sie ist ohne Waffe los.

Hat einen Anruf von Rani Ewers bekommen.

Weißt du, von wo? - Ja, konnte ich orten.

Eine Gartenkolonie. Nicht weit entfernt.

Ich fahr los. Schick mir Adresse und Verstärkung.

Raus. Raus!

Mann...

So schön hier.

Ja, so schön.

* Bedrohliche Musik *

Ich hab uns ein Picknick gemacht.

So, guck mal.

Ich hab eigentlich gar nicht so Lust auf Kaffee.

Achso, das ist Eistee.

Der erfrischt.

* Seufzen *

Das ist echt... schön.

Das ist richtig schön hier.

Der Kleinen darfst du so ein Chaos nicht antun, Rani.

Wir brauchen Stabilität.

Mia?

(Paula) Schsch... Schon gut.

Du warst das mit den Fotos im Wohnzimmer.

(Paula) Ich dachte...

...dann kommst du zur Vernunft. Gehst zur Polizei.

Zeigst das Arschloch an.

Und wir haben endlich wieder unsere Ruhe.

Du kannst nicht immer weglaufen, wenn's schwierig wird. Mensch.

* Rani atmet schnell. *

Ja, ich bin dir in der Nacht... bin ich dir nachgeschlichen.

Ich wollte nicht... nicht, dass dir was passiert.

Ich wollte Marek nur konfrontieren.

Und dann bin ich gerade... vor seiner Haustür.

Und er...

Er geht raus. Und ich geh ihm nach.

Und... auf einmal... ist da dieser...

...ist da dieser Typ und der...

Er schlägt ihm voll ins Gesicht.

* Paula lacht. *

Und ich wusste überhaupt nicht, was da... was da passiert,

was da los ist.

Und ich dachte noch so...

Ich dachte noch so...

"Paula, geh nach Hause", dachte ich.

(flüsternd) Aber dann...

... sehe ich den da, sehe ich Marek auf dem Boden alleine.

Das Gesicht voller Blut.

Und ich geh zu ihm hin, wie automatisch.

* Rani stöhnt. *

Marek hockt da am Wasser und wäscht sich das Gesicht.

Hört mich nicht. Und ich...

... hab diesen Ast in der Hand.

Keine Ahnung.

Woher hatte ich den? Ich weiß es nicht.

Und dann dreht er sich um...

Und ich wollte ihm nur helfen.

Jetzt schaut er mich an.

Ich wollte einfach, dass es vorbei ist.

Boah, dieser Blick.

Dieser Blick.

(seufzend) Ja, so.

He.

So, jetzt trinken wir Wasser.

Prost.

Nicht trinken!

* Mia schreit. *

(Mia) Au!

Komm, komm, komm. Geh schon mal zum Auto.

Schnell zum Auto.

Frau Södersen? Sie sind hiermit festgenommen.

Verstanden? Ob Sie es verstanden haben?

* Laute Schreie *

* Schreie *

* Stöhnen *

* Schnelles Atmen *

* Polizeisirenen *

(Rani) Ta da!

Boah, nicht einfach alles rumwerfen.

Aber der Rucksack ist so schwer. - Was?

Mia!

* Kinderliedmelodie *

Mama, du weißt doch, es gibt keine Gespenster.

* Friedliche Musik *

Oh Gott.

Ich hab dir das Leben gerettet.

Bist du noch sauer?

Aua.

* Stöhnen *

Marie?

Was machst du hier?

Deine Roboter-Kollegin meinte,

in Ausnahmefällen kann man auch mal Krankenhausbesuche machen.

Danke.

* Ruhige Musik *

Aber nur bei Familie.

* Harmonische Musik *

Ich mag keine Zitrone.

Ist ja auch nicht dein Geburtstag.

* Lachen * Ja.

* Outro-Melodie *

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