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Zulu
Vielen Dank.
Vielen Dank.
Ich glaube, was Samira letzte Woche gesagt hat, ist richtig.
Ja, was?
Was mit den Geistern zu tun hat, dass sie nicht glauben, dass sie gestorben
und sich um uns herum verhalten.
Ja.
Sie brauchen jemanden, der sie unterstützt, damit sie nicht aus der
in der wir leben, rauskommen.
Ja.
Wie heißt das, jemanden zu retten?
Jemanden, der in seinem Platz sein kann.
Weil sie jemanden brauchen, um sich selbst zu sehen, um sich selbst zu
verabschieden.
Warum?
In jedem Fall ist es ein Fortschritt.
Was ist die Wahrheit?
Die Wahrheit ist, dass wir uns verstehen müssen, dass es unmöglich ist, ganz
allein zu sein.
Guten Morgen.
Guten Morgen.
Danke.
Danke.
Du auch?
Wann wirst du noch warten?
Wann wirst du noch warten?
Bis der richtige Zeit kommt.
Schau, du bist meine Mutter.
Bis zum nächsten Mal.
Hallo. Ja, hab ich. Komm,
noch was dazu?
Geh ich gleich raus.
Okay,
Leute, ich bin bereit.
Lasst uns das machen.
Habt ihr die Königin? Ja, sicher.
Ich hab die Königin.
Zur Rückkehr.
frisches Bewusstsein für gesellschaftliche Erneuerung erst noch
werden muss. Natürlich das Zweite, darum geht es ja doch.
Was? Wie ihr redet.
Wie denn?
Also toll, aber ihr reformuliert eigentlich nur die Problemstellung.
Wir sind noch gar nicht fertig.
Ja, aber das hört doch jetzt schon keiner mehr zu.
Das stimmt doch überhaupt nicht.
Kann es mal bitte ein bisschen geduldiger sein?
Es geht um grob gerechnet zwei Milliarden Menschen.
Die zurückgezogen in hoher Konzentration an den ausgefransten Rändern von allen
möglichen Ballungszentren leben, wo sie abgekoppelt sind.
Von politischen, also sozialen und ökonomischen Entwicklungen des Landes,
sie leben und sich daher haltlos fühlen. Denn es schert sich schon um sie.
Niemand. Exakt, genau.
Niemand schert sich.
Ja. Und was brauchen haltlose Menschen?
Halt.
Und wie verschafft man sich Halt?
Entschuldige bitte.
Welche positive Ziele?
Die Aufgabe besteht darin, diese Menschen zu motivieren, sich mit der
beschäftigen. Ohne, dass sie Angst davor bekommen.
Genau, aber wie soll das gehen?
Das mit der Angst.
Wo doch allen ständig die Apokalypse prophezeit wird.
Die Statistik sagt, die Leute, über die wir sprechen, sind der Sache gegenüber
indifferent. Ja, das ist ein sehr einfacher Fall, aber viele sind sogar
Wogegen jetzt?
Dagegen, dass sie sagt, da aufzuhalten oder wenigstens einzudämmen. Du redest
wie ein SPD -Abgeordneter.
Leute, ich will diese ganze bräsige, bockige Meute da draußen unter Druck
setzen. Ich will, dass sie gestresst sind von ihrer Ignoranz. Ich will nicht
Narrativ des Groupment -Unternehmers weiter dran rumbasteln. Da weiß man viel
dem Laden, die zählt ja dran aus.
Ja? Simone?
Nee, ich kann gerade nicht. Kann ich dich zurückrufen?
Nein, das geht gerade echt nicht. Ich rufe dich zurück, ja?
Okay, ciao.
This was the ministry.
You know the one that finances the constructions here?
Good.
But
we've
started.
What, you mean this?
You've just seen what's going on over there.
The kids need this building.
What do you want?
I want you to stop lying to me.
Listen, if we don't stick to the deadline, we won't be able to open the
in January.
And then we get in trouble with the funding.
And even you won't get your money.
Was wir machen müssen, ist seriöse Informationen in unseriöse Medienballer.
Infodoppelseite in der Super -Ilu. Ein Aufklärungsspot im Dschungelcamp.
Ein Podcast, den Helene Fischer und Billy Eilish liken.
Und deshalb gibt es von uns ab sofort keine Domain, keine Promotion -Website.
Und zwar so lange nicht, bis wir aufgeräumt haben. Mit der Haltlosigkeit,
Indifferenz und dem ganzen Dagegensein.
Die braune Barmherzigkeit.
Wieder.
Was? Ich rufe aus der Küche.
Wie spät ist es?
Simone,
ja, entschuldige. Aber ich war mit diesem Bauunternehmer unterwegs und er
unmöglich.
Sind Sie verrückt geworden? Wir haben schon angefangen zu bauen.
Ja.
Ich weiß, aber schneller geht das nicht. Wir sind hier in Ostafrika und nicht in
Dubai. Nee, das müssen wir umdrehen.
Ich komme ja jetzt.
Naja, heute.
Ja, ich bin auf dem Weg zum Flughafen. Wieso?
Ja, okay.
Ich warte.
What's going on?
I don't know. They want to postpone the funding.
Jo, Milena Engels hier.
Nein.
Ich bin keine Angestellte des Ministeriums, aber alle Projekte, die
werden vom Ministerium finanziert.
Alle, die ihren wahren Reichtum noch nicht gefunden haben.
Dann tanzen wir.
Ich brauche noch einen Moment.
Ich auch.
Es ist ja auch ziemlich schön hier, so an der Bar.
Mit euch.
Mit euch ist immer am schönsten.
Egal wo, kann man alles genauso machen.
Ja.
mit etwas Unermesslichem und Zerstörbarem verbunden.
Hallo. Hallo.
Vorsicht, unten das Zelt. Gut, danke.
Einen Moment, Barzahlung. Bitte?
61. Die Kreditkarte hat nicht funktioniert, sagt die Zentrale.
Ähm.
Jo.
Jo.
Jo.
Jo. Jo.
Jo.
Come on, come on.
No, Red, Red, Red.
Just fucking cover him.
Hey, Nomad, where are you going?
Come on, guys.
Let's go, come on.
Ridiculous.
Norwegen kämpfen die bedrohten Polarflüchse darum, genügend Kugeln zu
Durch den Klimawandel sind vor allem kleine Nagetiere, die vor Telefonen
Wenn wir in Weimar sind, ist da wieder Klimawandel.
This flight was quite a challenge for all of us. We did the best we could and
fortunately there are no serious injuries on board. A medical car awaits
the gate if you wish to make use of it.
Otherwise, I can only wish a safe and above all healthy return home.
Wo hin jetzt?
Na, zu Belgien natürlich.
Ich muss nach Hause.
Gott, warum denn?
Ich glaube, ich muss schlafen.
Wir sind seit Donnerstag unterwegs.
Jetzt ist Samstag.
Aber erst Samstagmorgen. Hey Leute, Frieda ist selber groß.
Ja, okay, dann bringen wir dich jetzt heim.
Frieda will nach Hause, also bringen wir Frieda nach Hause. Frieda will nach
Hause.
Sicher? Sicher.
Sicher.
Ist nur mein Herz in euren Händen.
Frida? Frida?
Was
passiert?
Ich bin froh, dass ich mit dir bin.
Es ist nicht gut, dass wir zusammen sind.
Ich habe mir gedacht, dass ich ein Pferd bin, Mama.
Und ich war auf dem Weg.
Ich dachte, es wäre schön.
Ich hatte noch nie einen Pferd.
Und plötzlich sah ich mich als Pferd.
Ich habe versucht, ihn zu verlieben.
Und er hat gesagt, er hat einen Pferd.
Entschuldigung, Entschuldigung.
Das Essen ist sehr lecker. Und dann der Hussar.
Wann ist die Zeit?
Das wird nie klappen.
Wir sind hier,
wir werden hier, für immer.
Nicht für immer.
Für immer?
Ja, vielleicht.
Ich habe heute Hoffnung. Warum?
Ich habe mich gestorben.
Ich habe mich gestorben.
Anja, was soll ich denn sagen?
Ich bin gerade aus dem Flugzeug gefallen und jetzt begleite ich die Polizei zu
den Angehörigen.
Ja, in einer Stunde?
Man sei doch froh, dass ich überhaupt wieder da bin.
Ja, ich melde mich später.
Ich kaufe das nicht ab.
Ihr seid das beste Paar, das die Welt je hatte. Jeder hält sich an eurem
Beispiel fest.
Ihr seid die einzigen, die alles durchgestanden haben.
Kinder, Fremdgehen, Therapie, Wechseljahre, Brustkrebs,
Hämorrhoiden, das genau.
Und ich bin ja immer noch stolz drauf, aber jetzt ist trotzdem Schluss.
Ich bin schon ausgezogen.
Was? So schnell?
So schnell? Nach 26 Jahren?
Ich habe mein halbes Leben mit dieser Frau verbracht, inklusive drei Kindern,
zwei Insolvenzen, 7000 Freienfällen. Da kann man wirklich keiner vorwerfen, ich
hätte nicht alles gegeben.
Was ist denn passiert?
Nichts ist passiert.
Das ist ja das Problem.
Du kannst ja selbst einmal darauf achten.
Wenn deine Frau nach Hause kommt und du bist schon daheim, wie begrüßt sie dich
dann? Begrüßt sie dich überhaupt?
Nehmt sie sich einen Moment?
Schaut sich an?
Zeigt ihr, dass sie sich freut?
Dass du da bist, gibt es wenigstens einen aufmerksamen Blick runter?
Kriegst du einen Kuss? Und wenn ja, was für einen?
Einen, der sagt, fass mich ja nicht an? Oder einen, der sagt, komm Brüderchen,
lass die Kirche im Dorf mit deinen Romantik -Attacken?
Oder ist der Kuss Anlass zu texten, wie du willst? Wie komisch.
Schatz, du solltest wieder mal duschen.
Egal welche Version, wenn es jahrelang ausschließlich zwischen diesen
Möglichkeiten variiert, sei dir gewiss. Dies ist nicht der Mensch, dessen
Gehhilfe du eines Morgens aus der Kammer ziehen möchtest, um danach dein
Frühstücksbrei anzurühren.
Na guck, helfe ich schon.
Ich gehe mal ran in die Anruf. Go for it.
Ja? Wir müssen Abendessen.
Zusammen.
Wir beide?
Nein, wir alle.
Alle vier.
Ach so.
Meinetwegen fünf.
Ja, vier oder fünf?
Ach, es ist doch B -Woche. Also vier.
Okay, heute?
Ja, aber du musst kochen. Kann ich kochen?
Doch.
Mirakulis. Sehr witzig.
Dann bestell halt was. Beim Asiaten.
Oder nee, beim Griechen.
Oder nee, lieber Sushi.
Mach, mach, was du willst.
Auf jeden Fall.
Okay. Wenn ich eh unterwegs bin, soll ich noch was ein...
Du bist krass.
Na, warum?
Wann hast du das letzte Mal Sex gehabt?
Keine Ahnung.
Silvester? Was widerstrebt Ihnen?
Ich will einfach nicht immer Erwartungen erfüllen müssen.
Und wenn Sie die Erwartungen als Wünsche umdefinieren?
Ja, schon klar.
Das ist ja, was Tim immer sagt, dass es nicht um Erwartungen geht, sondern
Wünsche. Und?
Weiß nicht.
Ich will auch keine Wunscherfüllungsmaschine sein.
Das mit der Maschine haben Sie jetzt hinzugefügt.
Halten Sie mich für bindungsunfähig oder sowas?
Fast jeder, der hierher kommt, hat Probleme mit seiner Bindungsfähigkeit.
Ist alles in Ordnung?
Ach, ich habe so einen Hautausschlag, ja.
Sie haben bei unserer ersten Sitzung gesagt, dass Sie inzwischen die
Annäherungen Ihres Mannes oft als anstrengend, manchmal sogar lästig oder
belästigend empfinden. Und Sie aber gleichzeitig das Gefühl hatten, dass Sie
sich dafür schlecht fühlen oder schämen müssen.
Ja, das ist...
Wenn er so kommt und dann mich umarmen will, dann kommt halt jedes
Mal so eine irgendwie zweideutige Note mit ins Spiel und dann will ich das
nicht.
Und warum wollen Sie das nicht?
Es wirkt halt wie so ein Programmpunkt, den man abhaken muss.
Und seit wann ist das so?
Ich weiß nicht, es hat sich so entwickelt.
Und da ist kein Ereignis, an das Sie sich erinnern?
Doch, natürlich, die Kinder.
Ja.
Also als die Kinder auf die Welt kamen. Sie meinen, als Sie die Kinder auf die
Welt gebracht haben?
Ja.
Und es waren ja auch gleich zwei.
Ich dachte, ich könnte das alles und dann konnte es eben doch nicht so gut.
Was genau?
Die Verantwortung tragen.
Ich fühlte mich so allein damit.
Ja, das ist eine Erfahrung, die jede Mutter macht.
Und die oft...
große, manchmal sogar traumatische Konsequenzen hat.
Der Übergang von Macht zu Ohnmacht.
Wie? Die Macht, das eigene Leben frei zu gestalten, weicht einer umfassenden
Ohnmacht angesichts der Erkenntnis, dass die Frau für einen bedrohlich lang
erscheinenden Zeitraum nicht mehr selbstbestimmt wird leben können.
Ja gut, aber ich meine, da müssen ja alle durch und das ist jetzt auch schon
fast 18 Jahre her.
Die Kinder sind erwachsen. Sie haben sich aber auch bis heute, wie es mir
scheint, nicht mit diesem Problem auseinandergesetzt.
Wenn es sich traumatisch ausformt, dann kann ein solches Problem tief in unsere
Verhaltensmuster eingreifen.
Wie ist denn die Geburt Ihrer Kinder verlaufen?
Von den Zwillingen? Furchtbar.
Die kamen einfach nicht raus.
Schließlich musste ein Notkaiserschnitt gemacht werden.
Dann ist irgendwas mit der Anästhesie schiefgelaufen. Jedenfalls.
habe ich plötzlich bis zum Hals nichts mehr gespürt.
Ich war komplett gelähmt.
Ich konnte nicht mal mehr schlucken.
Ich dachte, ich würde ersticken.
Dann habe ich plötzlich alles nur noch von oben gesehen.
Von oben?
So als wäre ich schon da oben, hinter der Decke, raus aus meinem Körper.
Also, ich war da oben.
Er konnte mir alles von da aus anschauen.
Das war in Ordnung so.
War nicht schlimm.
Mein Körper war da unten.
Und meine Kinder.
Und Tim.
Ihr Mann war dabei.
Natürlich.
Wo ist er überhaupt?
Können Sie sich erinnern, wie Sie wieder heruntergekommen sind von da oben?
Oder wann?
Oder ob überhaupt?
Das ist er.
Viertel nach sechs. Das ist doch bescheuert.
Tag, Herr Engels.
Guten Tag, Herr Engels.
Wollen Sie kurz ablegen und zur Ruhe kommen?
Fertig. Ganz ruhig. Gut.
Dann nehmen Sie doch Platz.
Die Frage stellt man normalerweise zu Beginn einer Paartherapie, aber ich habe
sie mir für heute aufgespart.
Sind Sie beide ursprünglich zu mir gekommen, um zusammen zu bleiben oder um
zu trennen?
Zusammenbleiben natürlich.
Hi, Tim. Hi, Godfrey.
Hi, Tim.
Sind wir dran?
Ist nicht gerade B -Woche?
Können wir reinkommen?
So, ja, klar.
Ich weiß, ich falle mit den Türen raus, aber... Ich muss nach
Nairobi. Dringen.
Gleich morgen früh.
Aha. Hast du mit Milly gesprochen?
Nein, ich... I don't really have a choice.
Alles klar.
Es wird
alles gut sein.
Na ja, ich habe es nicht erlaubt.
Und die Jungs geht auf.
Ich habe einen neuen Song.
Na ja.
Jetzt habe ich eine Abteilungskrise ausgelöst, weil ich mir auf eigene
klug gebucht habe, den zu besorgenden gesamten Ministerium unmöglich.
Economy, Mittelplatz, 500 Euro.
Wohin besteht die Krise?
Es ist nicht erstattbar und ich bleibe auf den Kosten sitzen.
Das ist tragisch.
Hallo.
Mama!
Was machst du denn hier?
I'm just a poor...
Na, Theo B.
Dein Papa wieder ausgebüxt?
Ja, mit nach Hause.
Ach, Kenia?
Hm, Mama Mia, ich verstehe.
Guter Nebeneffekt. Mein kleiner Bio -Schatz sitzt hier.
Hast du gesagt?
Hm? Mama Mia?
Ja, das sagt man so, wenn man sich freut zum Beispiel.
Oh, Mama Mia, Mama Mia, Mama Mia. Alles in Ordnung?
Ja. Ich bin so verspannt hier.
Das ist übrigens nicht tragisch, was mir dazu gemutet wird, sondern
symptomatisch und demütigend.
Meinst du, dem Vatko von Lehmburg würde es jemals passieren?
Der Staatssekretär, du bist Freelancerin.
Nee, er ist ein Mann und ich seine Lakai -In.
Lakai -In?
Bist du nicht genderoffen, Lakai?
Nee, aber Lakaffe.
Also ich bin kein Lakaffe.
Nee, nicht du, der.
Dann küss mich doch mal zur Begrüßung.
Wo sind die Kinder?
So eins sitzt da.
Ich bin da!
Ja, hurra!
Und der Rest?
Keine Ahnung, in ihren Zimmern. Wolltest du dich nicht darum kümmern?
Ich hab sie angerufen, aber keiner erreicht, also hab ich ihnen eine SMS
geschickt. Wie spät nur lernen.
Schon mal an die Tür geklopft? Das mach ich schon lange nicht mehr.
Nicht zu fassen.
John? Ja?
Kommst du gleich zum Essen?
Okay.
Geht doch.
Wieder.
Tolle Idee, alleine bei Brenner Platz einschlafen.
Tochter erstickt, Mutter verhaftet, Wohnung abgerundet, Eheschienen.
Wir haben keine Hausratsversicherung.
Wir haben überhaupt keine Versicherung.
Wir kriegen nicht mal Rente.
Wir sind sinnlos selbstständig. Die Kinder werden niemals Geld verdienen.
sie gar nicht wissen, wie das geht.
Alle ruiniert. Wegen Abwesenheit von Verantwortung.
What are you doing here?
Kannst du nicht mal Deutsch mit deiner Mutter sprechen?
Ich weiß, in Kanada, da war alles tausendmal toller und hier ist alles so
furchtbar. Was ist los?
Bitte komm, Frieda. Das ist wirklich wichtig.
Dein Vater hat gekocht.
Aber irgendwas anderes wird doch vorgefallen sein in vier Tagen
Abwesenheit. Frieda!
Hey. Du hast die Wohnung nicht verlassen, seit ich abgereist bin, ja?
Tournament -Battle.
Dafür trainierst du, dann spielst du und dann spielst du.
Was gibt's denn?
Puders.
Und wieso? Ohne alle?
Ja, ich kann jetzt nicht.
Dann leg's ihm auf den Freitag, er muss es heute Abend noch unterschreiben.
Du, dann fahr eins Bräucherts oder ein Grill und knall's ihm auf seinen
Schnitzelfeller. Ja, ich mein's ernst.
Ciao.
Sorry.
Ist da Butter dran?
Nö. Ich bin Laktoseallergisch seit 20 Jahren.
Willst du nicht mal wissen, ob ich gewonnen habe?
Hast du gewonnen?
Ja.
Gratuliere. Danke.
Hört mal zu.
Ich möchte, dass wir wieder ins Gespräch kommen.
Ich habe mir wirklich viel Gedanken darüber gemacht. Ich kannte nicht mal
Nachnamen. Hm?
Maja.
Ich kannte nicht mal ihren Nachnamen.
Du?
Wir wussten nichts über sie.
Keiner von uns.
Ach komm, du warst nun auch wieder nicht.
Ich hatte sehr wohl eine Beziehung zu ihr. Du bist doch immer abgehauen, weil
Angst hattest, dass sie dich vollquatscht. Das stimmt doch gar nicht.
du selbst zu mir gesagt, dass man ihr bloß keine Fragen stellen soll, weil sie
sonst einen Redigwein auf dir ausschüttet.
Naja, ein bisschen war es ja auch so. Ja, und jetzt ist sie tot.
Und jetzt sollte uns mal klar werden, was für einen kaputten Zustand wir unser
Leben führen.
Total abgespalten von der Welt, von den Menschen, von einander sowieso.
Genau deswegen sitzen wir jetzt auch hier. Wir sind das Musterbeispiel einer
Familie, an der diese Welt zugrunde geht.
Wir leben egoistisch und ignorant und verschwenderisch und vulgär. Ja, wir
heizen mit Gas, dass wir verteufeln. Wir haben ein Ferienhaus, wo keiner mehr
hin will.
Mama steigt.
Fünfmal im Monat ins Flugzeug, während Papa in die Welt rausposaunt, dass
Fliegen gesetzlich strafbar gemacht werden soll. Wenn Sie zum Hemmungsschutz
alle Privileges, die weiße, reiche Mehrfachverdiener in der westlichen Welt
genießen. Wir bestellen Bio -Wein bei Amazon, weil der Weinladen um die Ecke
pleite gemacht hat. Und der hat pleite gemacht, weil alle noch Bio -Wein bei
Amazon bestellen. Ja genau, das ist so fachhaft. Unverbrochen Essen liefern,
auch. Und Papa bestellt keine Zigaretten und auch manchmal nur die Plättchen für
seine Joints bei den Verraten. Wir sind der Grund, warum die Welt am Arsch ist.
Nicht die anderen, über die wir ständig abkotzen.
Wir!
Wir sind der Grund, warum die Welt am Abgrund steht.
Nicht die anderen, auf die wir immer alles schieben wollen. Wir!
Wir leben egoistisch und ignorant und verschwenderisch und vulgär.
Nach wie vor nutzen wir hemmungslos alle Privilegien, die der westlichen Welt
vorbehalten sind und unterstellen, dass es immer die anderen sind, deren Wegen
unser Planet am Abgrund steht.
Diese anderen, das sind wir selbst.
Es ist an der Zeit, dass wir endlich Verantwortung übernehmen.
In unserem ganz persönlichen, privaten, intimen Lebensraum.
In jeder erdenklichen Situation unserer Alltagszeit.
Weil nur wir es sind, die es vermasselt haben.
Und weil nur wir es sind, jetzt und nicht morgen alles ändern müssen.
Wir sind der Grund, warum die Welt am Abgrund steht.
Nicht die anderen.
Wir.
So, ich habe jetzt wieder eine ganze Reihe von Angeboten.
Förderdienst, Fahrbereitschaft, Gastronomie machen Sie ja nicht mehr.
Aber auch was viel besseres. Hier.
Medizinisch -technische Assistentin in der HNO -Praxis.
Die würden Sie nehmen.
Mit Ihrer arabischen Expertise.
Ich weiß, ich weiß.
Sie wollen Haushälterin.
Auf Teufel komm raus.
Dann nehmen Sie halt den hier.
Verdienen weniger, keine Entwicklungschancen, eine einzige
Sie sind weit über Durchschnitt gebildet.
Sie sprechen drei Sprachen fließend. Sie waren medizinische Fachkraft in der
Lepo und wollen trotzdem lieber putzen?
Leute, wir machen nicht wahnsinnig. Das mache ich. Das machen Sie nicht.
Doch.
Guten Tag.
Hallo. Hallo.
Aber hatten wir im Budget nicht mal einen Reihenbetrag eingesetzt?
Da habe ich ja instinktiv schon genommen, dass ich die bitte zahle.
Ja, ich hatte schon im Voraus einen Antrag auf Budgetlinienüberschreitung
gestellt.
Kommt ihr?
So, ich muss jetzt.
Ja, ich weiß, das musst du jetzt alleine machen. Dafür komme ich morgen um halb
neun zu dir und dann schreiben wir das zusammen.
Okay?
Ja, danke, liebe Anja.
Entschuldigung.
Pfarrer. Farah.
Milena. Freut mich.
Mich auch. Und das ist Dio.
Hallo, Dio.
Bohemian Rhapsody.
Alles in Ordnung?
Ja, das ist Heilerde. Ich habe ein bisschen Reizdampf.
Hallo.
Ich bin Frieda.
Farah. Farah. Schöner Name.
Und das ist Jon.
Friedas Zwillingsbruder.
Ah. Hallo.
Hallo. Und Tim.
Das ist Farah.
Hallo.
Hättest du mich wenigstens heute mal in die Hose wechseln können?
Wieso? Guck doch mal, wie du aussiehst.
Wie denn? So wie immer. Ja, eben.
Ja, ja.
Ist doch wahr.
Wir gehen nach einer Beerdigung.
Ja, genau.
Schwarz. Egal.
Schön, Sie kennenzulernen.
Ja, wir müssen gleich zu einer Bestattung. Deshalb sehen wir so aus
Es sind auch ein bisschen durcheinander.
Ja,
danke.
Also, setzt euch doch mal alle hin.
Der Vorteil für sie ist, dass sie den seltenen Moment erledigen, wo man uns
fünf an einem Ort zu sehen bekommt.
Das ist wirklich eine Rarität.
Gut, es gibt natürlich viel zu sagen zu unserer Familie.
Also, wie sie so tickt oder...
Was wir für Abläufe haben. Ja, weil wir haben keine Abläufe.
Wir sind eine typische deutsche desfunktionale Familie, wo jeder sein
Süppchen kocht und sich einen Scheiß um den anderen schert.
Das tut mir leid.
Aber Sie sprechen so gut Deutsch. Wie kommt das?
Wir sind ein sprachbegabtes Volk.
Die Syrer allgemein, ja? Ja.
Aber mein Mann hat deutsche Literatur studiert. Ich lebe also seit 20 Jahren
der deutschen Sprache.
Aha. Und wie lange sind Sie schon in Deutschland?
Seit knapp fünf Jahren.
Und Ihre Familie?
Ich meine, haben Sie Kinder?
Oh Gott.
Ich glaube, das ist schon das Taxi. Ist das nicht dein Ernst?
Wir sind zu spät? Ich glaube es nicht.
Jesus Christus sagt, ich bin im Todesstand, im Leben.
Maja vor dem Heiligen Geist war oft für Christus gebeten. Sie war die erste, die
sich für Christus gebeten hat.
So wie ich, wisst ihr,
wie sehr Maja sich mit dem Leben und
dem Heiligen Geist verbunden hat.
Mein Bein.
Mein Bein. Mein Bein.
Mein Bein. Mein Bein. Mein Bein. Mein
Bein. Mein Bein.
Mein Bein.
Mein Bein.
Wer bin ich?
Was weiß ich?
Ich bin ich.
Die bin ich nicht.
Wer ich nicht bin, bin ich halt nicht.
Wer bin ich?
Was weiß ich?
Ich bin ich.
Die bin ich nicht.
Wer ich nicht bin, bin ich halt nicht.
Ich bin ich.
Die bin ich nicht.
Ich bin da.
Oder da.
Ich bin da.
Oder da.
Hallo. Hallo.
Natürlich. Ja, gar kein Problem.
Schon erledigt. Ja klar, mach ich gerne.
Nicht für mich.
Nicht für dich.
Das bin ich nicht.
Ich fühle mich, als ob wir uns nicht mehr kennen.
Wir sind nicht mehr zusammen.
Du kennst das.
Ich werde von deinem Geist überwacht.
Hallo, John.
Hallo, äh, Farah.
Dein Zimmer ist abgeschlossen.
Soll ich da nicht rein?
Nein.
Also, äh, was?
Ja, Elahi.
Was heißt das?
Ach du liebe Güte.
Ja.
Ach, du hast ein VR.
Kennst du das?
Ja, ein bisschen.
Woher? Was spielst du?
Transporte.
Bewegt deinen Kopf.
Ah ja.
Hier.
Damit bewegst du dich.
Wie denn?
So.
So nach links.
Und so nach rechts.
Du musst diese Elemente sammeln.
Und der Gegner will doch ein Spiel spielen.
Für Sie?
Ja.
Ein Strike.
Man muss dieses Tor da ausfüllen, ja?
Ja.
Wie viele Spieler hat deine Mannschaft?
Vier. Das ist ein Demo.
Aber wenn du richtig spielst, dann wird jeder Spieler von einer Person, die
irgendwo auf der Welt gerade online ist, gesteuert. Ja, das kenne ich.
Woher? Von meinem Sohn.
Ach ja, dein Sohn.
Wie alt ist er?
17.
Ach, krass.
Ich auch.
Ich weiß.
Was ist jetzt los?
Ach so, das ist so ein Gimmick, dass am Ende des Spiels die Sieger die Besiegten
durchs Tor führen.
Wohin?
Meist einfach nur in eine andere Liga.
Kannst du mir das beibringen, das Spiel?
Na klar.
Ich bin zu spät. Ich sollte meine Tochter abholen. Wie war dein Name?
Engels. Tim Engels.
Ich war letzte Woche schon mal hier bei dem Vorgespräch. Frieda. Ja.
Nicht so schlimm, Herr Engels. Die OP hat sowieso länger gedauert als
Warum?
Frieda.
Frieda. Entschuldigung. Ich bin der Vater.
Bitte warten Sie im Warteraum.
einen Schwangerschaftsabbruch erwägt, rechte. Sie darf nicht in eine bestimmte
Richtung gedrängt werden. Die Frau entscheidet also selbst darüber, was mit
ihrem Körper geschieht.
Herr Engels, Sie müssten hier bitte unterschreiben.
Warum? Schon wieder.
Ihre Tochter ist minderjährig, oder?
Ach so, ja.
Immer noch.
Kommt zu glauben.
Die meisten Eltern sehen das andersrum.
Hallo, Adelaide.
Hallo, Papa.
Guten Tag.
Moment, bitte.
Ich möchte, dass Sie das ernst nehmen.
Wir hatten erhebliche Schwierigkeiten, die Blutung zu stoppen, weil Sie uns
verschwiegen haben, welche Substanzen Sie konsumieren.
Wenn ich nicht Ihre Vertrauensperson diesbezüglich bin, wer dann?
Ja? Ich bin sehr schwach.
Darf ich bitte gehen?
Natürlich.
Danke.
Bis sieben.
Sprechen Sie mit ihr.
Wiedersehen.
Wie geht's?
Ganz okay.
Können wir bitte nach Hause?
Was machst du da?
Ich rufe uns ein Taxi.
Taxistreiten heute doch.
Im Ernst?
Wie bist du denn hergekommen?
Die Frau in der Praxis meinte, es gab Komplikationen.
Können wir jetzt bitte nicht darüber reden?
Was war denn?
Ist das von dir?
Der Claim, ja.
Ist das ein Claim nochmal?
Und das war?
Wieso läufst du eigentlich immer noch rum wie so ein linker Intellektueller,
wenn du seit Jahren für Firmen arbeitest, die den Planeten kaputt
Was soll das jetzt?
Sag doch mal.
Oh, Frieda, ich muss und will dieses Gespräch nicht wieder führen.
Das ist deine neue Standardantwort auf jede Art von Kritik geworden.
Ernstvernehmende Kritikerinnen werfen erstmal einen vertiefenden Blick auf den
Gegenstand ihrer Kritik, bevor sie substanzlose Pauschalurteile raushauen.
Der Gegenstand heißt Tim Engels, sitzt neben mir und ist mein Vater.
Okay, vertiefender Blick, hier.
Der Laden, für den du dich verausgabst, ist ein neoliberales Rollkommando mit
Ökotarnung, der seit Jahren einen finsteren Kompromiss nach dem anderen
Was ist los? Bist du jetzt in die DKP eingetreten?
Die was?
Du redest wie eine stalinistische Propagandaschärfe.
Ich stelle dir Fragen. Du meinst immer zu mir, es sollen dir Löcher in den
rangen. Und jetzt gibst du mir gar keine Antworten mehr.
Aussicht!
Frieda? Frieda, alles in Ordnung?
Ja.
Kommst du irgendwann raus?
Ich muss noch das Bad putzen.
Wartest du deshalb auf mich?
Ja, du duschst schon seit anderthalb Stunden.
Ich habe alles hier mitgebracht.
Willst du?
Ja.
Tut weh.
Hier.
Hast du Abschied genommen?
Ich weiß nicht.
Willst du?
Was meinst du damit?
Bist du bereit?
Ja.
Also.
Denk an das Wesen, das du noch nicht bereit warst, in Empfang zu nehmen.
Erklär ihm, warum.
Du sei voller Liebe.
Was wird dich verstehen?
Hallo.
Hast du Bekanntschaft mit der Lampe gemacht?
Ja. Wow.
Macht ihr das alle, das mit dem Licht?
Ja.
Ja, natürlich.
Verraschend.
Aber die Lampe ist gut.
Aber irgendjemand muss in der Lage sein, dieses Geld wieder einzusetzen. Es war
bewilligt. Ja, war als Sonderposten.
Jetzt ist dieses Jahr Ausgeben. Das wird aber nicht klappen, weil der Bau so
langsam vorankommt.
Wenn wir es aber nicht ausgeben, fehlt uns nächstes Jahr im Haushalt.
Also, verstehen Sie diese Logik?
Ja, klar. Na klar, sage ich.
Wieso lösen solche zu Tode bürokratisierten Zustände beim Nachwuchs
an Fälle aus?
Gernot ist 45 und der neue Ressortleiter.
Dann hat er sich ja gut gehalten.
Danke, gleichfalls.
Kann ich mal kurz nehmen?
Alles in Ordnung? Ja, es ist eine Binnenhautentzündung, geht wieder weg.
Was kriege ich von diesem Irrsinn hier?
Ihr Problem ist ein ganz normaler Vorgang in der praktischen
Entwitterungspolitik. Aber eine Förderung kann ja nicht erst bewilligt
wieder ohne Vorwarnung abgezogen werden. Doch, wenn die Mittel nicht abgerufen
wurden, dann schon. Das ist für uns hier der Super -GAU. Wenn nämlich
bewilligtes Geld im Jahr nicht ausgegeben wurde, wird das Gesamtbudget
nächsten Jahr entsprechend reduziert.
Oh, seine Durchlaucht.
Ich versuche mal mein Glück.
Diese Schuhe.
Zerstören meine Füße.
Sag mal deine Handynummer.
Ja, genau.
090 -332 -332.
Sehr witzig. Dann streng dich mal ein bisschen um.
Wie heißt du nochmal?
Gernot. Mein Onkel. Kennst du den Wortstand?
Nee.
Ger... Kommt von Speer und Not von Knoten.
Das heißt schwingen.
Ah ja?
Speerschwingen, Gernot.
Also, Milena.
Du weißt doch, wie es läuft.
Wieso duzen wir uns eigentlich?
Doch ein schlechter Zeitpunkt.
Er kann jetzt nicht.
Warum?
Die haben gerade Krise.
Aber ich habe eine Idee.
Also, Frau Engels.
Wir konstruieren ein neues Projekt aus dem alten und rückzertieren das. Dann
kommen wir damit noch in die nächste Haushaltssitzung.
Was? Wann?
In einer Woche.
Schaffst du das?
Was? Den Antrag nochmal stellen.
Den ganzen Antrag?
Nochmal alles von vorne?
Na, was denn? Wollen Sie die Theater in diese Flammen bauen oder nicht?
Also, Anja, wir stellen den Antrag mit allem drum und dran nochmal.
Ja, und du musst Julien und diesen bescheuerten Bauunternehmer anrufen.
Ja, genau.
Wir brauchen alle Unterlagen nochmal mit neuem Datum.
Ja.
Ja. Okay, bis dann.
Kaffee?
Lieber Tee.
Schwarz, grün, bunt. Ich habe Tee mitgebracht.
Wollen Sie probieren?
Oh, ich dachte, wir duzen uns.
Gerne. Wie Lena.
Farah.
Ich dachte...
Wir sagen uns, wer wir sind, woher wir kommen und was uns bewegt.
Gut.
Jetzt.
Gut.
Ich bin 1985 geboren worden, in Damaskus. Und das war eine
Zeit... als der Geburtsdurchschnitt in Syrien noch bei sieben Kindern pro
Familie war.
Sieben? Ja.
Aber meine Eltern haben nur eins bekommen.
Mich.
Und gleich darauf ist mein Vater gestorben.
Ich erinnere mich gar nicht an ihn. Aber was meine Mutter mir über ihn erzählt
hat, kann es sein, dass ich Glück im Unglück hatte.
Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, dass ich studiere, Wissenschaft mache.
Sie war Krankenschwester und fing dann in einer psychiatrischen Klinik an.
Und so habe ich schon jung mein Lebensthema gefunden.
Psychische Erkrankung.
So sagt man hier offiziell. Aber ich bin nicht so sehr einer Schule oder
Richtung verschrieben. Es gibt überall interessantes Wissen.
Und als ich meinen Mann auf eine Forschungsreise nach Österreich
bin ich ausgerechnet dort auf ein ganz neues Forschungsfeld, also eine
Quelle der Erkenntnis, gestoßen.
Und welche?
Das erzähle ich dir ein anderes Mal.
Später.
Aber warum bist du hier und deine Familie nicht?
Oder warum putzt du, anstatt eine eigene Praxis zu haben?
Ich habe hier keine Lizenz.
Ich bekäme gar keine Genehmigung, hier eine Praxis zu eröffnen.
Auf jeden Fall, als der arabische Frühling ausbrach, sind wir auf die
gegangen und glaubten wirklich, dass eine Erneuerung des Systems möglich
dass das Regime, also Assad, umdenken oder abdanken würde.
Der Frühling ist überall anders verlaufen, in Syrien besonders schlecht.
Wir mussten in die Geburtsstadt meines Mannes fliehen, in den Norden, nach
Aleppo. Dort konnten auch die Zwillinge noch zur Schule gehen.
Ich habe in einem Krankenhaus gearbeitet, das bombardiert wurde.
Als schließlich unser Haus getroffen wurde, wurde es für Karim, meinen Mann,
gefährlich. Wir wussten, dass er auf dem Radar des Geheimdienstes war und wir
mussten uns auf dem Land im Norden verstecken.
Es war zu riskant für ihn, um die Kinder ins Ausland zu fliehen.
Aber gleichzeitig hatten wir irgendwann...
Kaum mehr zu essen und keine Perspektive.
Also habe ich es allein gemacht.
Die Flucht.
Wie denn?
Mit Glatzwagen und Schiff.
Und dann zu Fuß.
Und ich habe Glück gehabt.
Nur weil ich hier bin, können sie überleben.
Wohnung. Und das?
Das ist dein Zimmer.
Na schön.
Und das?
Das ist Papas Zimmer.
Und das?
Das ist Tims Zimmer.
Aber Tim und ich schlafen doch eigentlich im gleichen Bett.
Ja, du kannst doch selber gehen, so irgendwann du willst.
Ja,
du musst ja immer durch Godfrey's Zimmer laufen, wenn ich bei Tim sein will.
Ja, Tim kann ja auch zu dir kommen.
Und Papa.
Entschuldigung, Entschuldigung. Ich habe einfach zu viel Zeug.
Also, was wollen wir Ihrer Meinung nach mit der verbleibenden Viertelstunde
anfangen? Viertelstunde?
17 .45 Uhr, Ihr Termin, Raum 5.
Oh Gott, vielleicht gehe ich einfach wieder.
Nein, nein, schlagen Sie was vor.
Kann ich jetzt nicht.
Vielleicht reden wir über eben dieses Muster, Ihre Neigung zur Verspätung.
nicht mehr abzuschaffen.
Ich bin seit meiner Geburt so.
Da war ich auch schon zwei Wochen zu spät.
Dadurch entgeht Ihnen aber einiges.
Vielleicht will ich das ja so.
Ach so?
Nee, Quatsch.
Ich finde es furchtbar, aber ich kriege es nicht hin.
Ich glaube, ich versuche generell den Eindruck zu erwecken, als interessiere
mich etwas nicht so sehr.
Warum?
Ja.
Wahrscheinlich, um einen Sicherheitsabstand zu haben.
Einen Sicherheitsabstand zu was?
Zu den Leuten.
Ich bin gern eindrücklich, aber nicht verbindlich.
Ich hinterlasse gern Spuren.
Will sie aber nicht verantworten.
Das klingt ein bisschen wie ein Text, den Sie vorher aufgeschrieben haben.
Ich bin eine Textmaschine und Sie sind nicht meine erste Therapeutin.
Was erwarten Sie sich denn von unseren Sitzungen? Können Sie das inzwischen
genauer sagen?
Ich bin so viel unsicherer, als die meisten Leute denken.
Das ist einerseits praktisch, andererseits fühle ich mich nicht
würde ich gerne ändern.
Die Unsicherheit oder die Tatsache, dass die Leute Sie falsch einschätzen?
Ja, die Leute.
Vielleicht ein bisschen ungenau. Sie können das gerne präzisieren, wen genau
meinen Sie denn? Millie natürlich.
Ihre Frau soll Ihre Unsicherheiten besser erkennen, um das zu heilen.
Ja, das würde von selbst passieren, wenn sie sich mehr für mich interessieren
würde. Können Sie das ein bisschen genauer erläutern?
Was jetzt?
Was Sie sich wünschen von Ihrer Frau.
Ja, also...
Dass er mich anschaut.
Fragen stellt.
Nichts voraussetzt. Mich checkt. Also wahrnimmt.
Als Freund.
Vertraut.
Typ. Als Mann.
Als Objekt auch.
Als Körper.
Wo ist das Sinn? Das Sinn? Ich war mal mein Körper.
Was ist los? Wer?
So zu tun, als hätte ich kein Leid mehr.
So wie es gewinnt, wird uns gecheckt, denn gibt sich kein Ort hier.
Versucht und los, ist keiner da und übrig bleibt ein Haustier.
Guck mir zurück, das süße Stück ist immerhin mein Körper.
Bin doch kein Clown, der so zu ruhen, ich glaub sofort, es war's so.
Bin nur noch blind, ein Kind, will einen guten Nachkuss.
Schlaf einfach aus und schrei, ich brauche Optionismus.
Jetzt pass zurück.
Gut. Jetzt du.
Und Doppelpass.
Und Strike.
Ich brauche eine Pause.
Das ist ja richtig anstrengend.
Ich habe gedacht, du sie besorgt hast.
Ach, gab es bei eBay für einen Fuchs. Ich musste nur das reine Glas
Fuchs?
Puffi.
Puffi? 50.
Cent?
Euro.
Puff. Ach, kein Problem.
Ich habe beim letzten Turnier 2000 Dollar Prämie gewonnen.
2000?
Von der du erzählt hast?
Ich gehe nicht die Tür aufmachen, solange du nicht geantwortet hast.
Das muss Papa sein.
Entschuldige, Dio.
Guten Tag. Guten Tag. Hallo, John.
Hallo, Godfrey.
Bitte ringen, Frau Wein.
Entschuldigung, wir waren abgelenkt.
No worries.
Bis bald.
Ich sehe ein kleines Silhouette von einem Mann.
We will not let you go.
30 Millionen Dollar in Syrien für humanitären Zwecke.
Das ist nicht normal.
Also muss er nicht einmal in deine Meinung senden? Natürlich muss er nicht
senden. Ich habe die UN -Organisation, die Halkane und Haftane organisiert. Und
ich habe auch die Bürokratie getötet.
Sie schütteln ein paar Steuern in einem Land, in dem es Probleme gibt. Und sie
verurteilen sich von der Verantwortung.
Kater, der Krieg schlägt mich hier.
Ich weiß.
Wenn nichts verändert wird, werde ich sie verletzen. Das wird dich verändern.
Wir können nicht auf meine Hoffnung leben. Nein, wir müssen leben.
Warum? Wir sind so, weil wir so sind.
Halt!
Ich verspreche dir nichts.
Das war die Frage,
die
wir
uns gestellt haben.
Ich habe noch 2 Meter drüben drunter.
Are you ready?
Eine Gruppe jugendlicher Aktivisten hat heute Vormittag in Wendener Stadt
regiert. Die Sperrung dauerte sechs Stunden.
Unter dem Motto, heute ist unser Totentanz, hängten sie sich im
Berufsverkehr.
Es kam niemand zu Schaden. Die Jugendlichen sind nach Feststellung
Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Keiner der betriebenen Redner wollte sich in der Sache festlegen.
Tschüssi.
Du kommst besser.
Nein, komm rein.
So ganz kurz.
Fertig.
Farah? Ja?
Ich glaube, ich habe eine Störung.
Sexstörung. Hm.
Wieso glaubst du das?
Ich will gar nicht.
Sex? Ja.
Aber Sex kann schön sein.
Ja, das habe ich auch schon mal irgendwo gehört.
Was hast du denn schon für Erfahrungen gemacht?
Nicht so viel.
Einmal vor anderthalb Jahren und der andere vor drei Monaten.
Und schon war ich schwanger.
Aber war es schön, der Sex?
Nee.
Warum nicht?
Weil ich so eine Sexstörung habe.
Das leuchtet ein.
Ja, oder?
Also, erstmal muss man seine Wünsche und Sehnsüchte überhaupt kennen.
Kennst du deine? Denkst du jemals an Sex?
Ja, okay, ich denke dran.
Und woran denkst du dann?
Ich bin irgendwie...
Jolene, I've explained it three times now. To you, to the architect and to
Sheena. If I don't have it by tonight, we won't get the money.
No, this is our last chance.
We have been missing every deadline since the process started one year ago.
I feel awful about it.
Nobody at the ministry will take me serious anymore if we don't get this
reprocessed in time this time.
Okay? Thank you.
Kann ich helfen?
Nein.
Weißt du, ich...
Ja?
Ja.
Oh je, oh je.
Ich hab das schon...
Hallo, Mama.
Hallo.
Alles klar?
Alles super.
Der Küchengang hat dich angerufen.
Was gibt's denn, mein Schatz?
Mein Schatz?
Das hast du ewig nicht mehr zu mir gesagt.
Ja, trotzdem, mein Schatz.
Ja, weil Pfarrer jetzt versteht.
Jetzt bist du die liebe Mutter, die du eigentlich gar nicht bist, weil du
denkst, das ist es, was das Publikum sehen will.
Ach, verdammt.
Dann hau doch endlich ab.
Du blöde, bescheuerte, beschissene Kuh, die nur meckern kann. Seit
17 Jahren meckerst du mich an und nimmst nichts zur Kenntnis, was man für dich
tut. Du hast überhaupt keine Ahnung, wie schwer das war, dich großzuziehen und
diese ständige Genöle auszuhalten und immer ausdauern und liebevoll und
dagegen zu halten. Und trotzdem hast du immer weiter gemeckert und gemeckert und
gemeckert. Ist ja so süß, die kleine freche Frieda. Immer dagegen, immer
provozieren, ganz der Papa. Und wegen... Ich habe schon mal darüber nachgedacht,
warum ich die ganze Zeit Streit gesucht habe. Ich kann es kaum erwarten, dass du
deinen saugen Hirn aus dem Haus herausschiebst und dich verliebst.
Dann würde er dich dieser elenden, negativen Dauerschiss, den du seit
Geburt auf mich abfeuerst, ein älterer.
Und dann kannst du dich ja weiter mit deinem Papi treffen, mit dem wir dich
sowieso viel besser verstehen als wir.
Obwohl er dich, als du dich gekümmert hast, als du klein warst.
Ich habe dich jetzt nicht an den ganzen Boden getragen.
Weil du noch mit drei Geistern bist.
Das kostet deine Sonne so lang.
Und von außen können alle es nicht machen.
Bloß, wenn wir fein waren, hätt ihr noch das Wichtigste.
Und was ist dabei rausgekommen?
Dass du nichts über mich weißt und nichts an mir verstehst.
Nicht mal, dass ich gerade ein Kind abgetrieben habe, weißt du.
Wir haben versucht, das Reaktive all dieser Denkfiguren hinter uns zu lassen.
Unsere Fantasie auf die Frage zu lenken, nicht, wie wir das zukünftige Leben
besser bedienen, sondern wie wir es neu erfinden können.
Tim?
Ja, wir reden nicht von den sogenannten Arbeitsbedingungen. In der neuen Zukunft
sind Leben und Arbeiten integral.
Weil du ermächtigt bist, deinen Arbeitsraum zu kreieren, zu variieren
interpretieren. Und weil du weißt, was es braucht, dich in das Ganze produktiv
einzufügen, ohne dahinter zu verschwinden.
Arbeit als Identitätsstifter wird abgeschafft und unser vielfältiges Tun
Bestandteil eines schwarmintelligenten Daseins.
Wie ist das wahr?
Du warst
gut heute.
Die meisten.
Du auch.
Das ist selten.
Was machen wir denn jetzt mit dem Angefangenen an?
Das ist selten.
Ja, eben.
Können Sie nach Hause?
Ja, ist das so.
Können Sie weiterhören?
Guten Abend, Herr Schaften.
Herr Schaften sagt es zu schnell, aber wir sind ein Herr und eine Dame.
Herrlich dämlicher Frucht, danke. Wir brauchen keine Nachhilfe in
Geschlechtserkunde. Aber Sie brauchen welche und beachten der Vorschrift in
Sprachenverkehrsordnung. Ah ja?
Sie wollen nicht mal mehr Kirsten in die Ampel. Nee, einfach nur rot.
Ja, und jetzt 120 Euro Verwarnungsgeld und ein Punkt im Register.
Das ist nicht Ihr Ernst.
Nicht meiner, aber seiner.
Die mag man sich frei, besonders beim Gendern.
Finden wir es aber nicht so angemessen, oder?
Dann hätte ich jetzt gerne mal Ihre Ausweisstätten. Hey, Moment!
Du wohnst noch?
Ja, da.
Komm.
Warte mal.
Alles toll, was wir hier machen, aber... Weißt du, was ist eigentlich das, was
mir in meiner Ehe so fehlt?
Hm.
Vielleicht ein Grund mehr, woanders nicht mehr drauf zu verzichten?
Hm.
Ja, willst du wieder hinkriegen.
Wegen der Liebe?
Wegen der Liebe.
Na,
na?
Willi?
Willi?
Was ist denn?
Ich muss alles anders werden.
Ja, ich stehe für Erneuerung.
Ich kann nicht mehr.
Ich kann immer.
Nicht jetzt, bitte.
Ich möchte endlich hinkriegen, dass...
Nee, nee, nee, du bleibst jetzt hier. Du kannst doch nicht immer davonlaufen.
Jeden noch so abgefuckten Business -Fuzzi seilst du ein. Du hältst den
unsympathischsten Typen die aberwitzigsten Vorträge, um ihnen dein
anzudrehen. Aber wenn deine eigene Frau mit dir über die für dich vielleicht
läppischen, für sie aber existenziellen Probleme ihres Alltags reden will, der
unser Alltag ist und damit auch deiner, nur zur Erinnerung. Dann haust du ab.
Das ist dir zu viel. Bloß nicht vor der eigenen kleinen Pipi -Tür kehren. Dafür
reicht es dann doch nicht mit desmanten Super -Rhetorik. Die geht nämlich schön
kassi, wenn es ums Eingemachte geht.
Aber wenn du mal was brauchst, wenn du mal so bedürftig bist, dann musst du
alles sofort, sofort, sofort passieren.
Konsum, Liebe, Liebe, Liebe.
Bedienen, bedienen, bedienen. Dann muss ich das sofort können und erfüllen.
Ja!
Sonst wird sie angeschmitten, die Beschwerdemaschine. Von morgens bis
beschwert du nicht. Du gehst über zu wenig hiervon, zu wenig davon, zu wenig
Kuschelchen, zu wenig Nähe, zu wenig irgendwo oben halt. Ich bin nicht deine
Mutti, Mann!
Bleib stehen!
Bleib stehen!
Ja,
das macht ja Spaß, hm?
Weil... Klein Milena, was geschnallt hat, endlich.
Welcher Groschen ist dir eigentlich gefallen?
Dass du von deiner Arbeit total überfordert bist?
Dass du eigentlich eine so aufopferungsvolle Mutter sein wolltest
plötzlich alles nicht konntest, was du eigentlich können wolltest?
Dass deinen Kindern ihre Eltern vollkommen egal sind?
Dass du deinen Mann seit 17 Jahren behandelst, als wäre es ein öder,
Halbbruder, der zwar die Kohle ranschleppt, aber sonst nichts zu bieten
die man mitschleift, wenn man als Paar gut aussehen will, aber nicht mitnimmt
auf die Reisenden zu Ungewisse, weil man die alle immer und unbedingt alleine
machen muss, selbstermächtigungs - und emanzipationsbedingt. Und vor allem,
der erste und letzte feministische Gedanke am Ende doch ein rein
ist. In deiner Welt ist Feminismus doch einfach nur das Abo auf die Vollgas
-Super -Nazistische, your own personal f***. Fucking Milena.
Selbstfindungs -Ich -Meins -Meiner. Meine, meine, meine, meine, meine. Ich,
ich, ich, ich, ich. Und taus mal.
Nur ich hab Fahrt.
Sag mal, tickt ihr noch ganz richtig?
Geht ficken mit angucken.
Dann ist Ruhe.
Hallo, Tim. Ich bin Farah.
Ja, sie ist hier. Du musst dir keine Sorgen machen.
Ja?
Ja, wenn du willst.
Ich kann jetzt nicht so weit weggehen.
Aber gleich um die Ecke gibt es ein Spieltisch.
Man fällt halt immer wieder in die gleichen Muster, also wir.
Dabei machen wir ja sogar Therapie und alles.
So Muse haben.
Ich weiß auch nicht.
Das ist ein wirklich großes Durcheinander.
Du musst es sortieren.
Bist du jetzt eigentlich Putzfrau oder Therapeutin?
Also, irgendwie...
Es ist alles anders bei uns zu Hause, seit du da bist.
Ich glaube, es hat nichts mit dir zu tun.
Ihr seid alle an einem Punkt, an dem sich etwas anderes macht. Etwas
Grundsätzliches. Du auch.
Ihr seid euch fremd geworden.
Aber ihr habt Angst, über die Gründe zu sprechen.
Vielleicht, weil ihr sie selbst noch nicht ganz verstanden habt?
Ich glaube mal, ja.
Bitte?
Ja, es mag ja alles sein, aber was steht so vor?
Das ist eine Schnellfrequenz -LED -Lampe, die von einem österreichischen
Psychologen und einem deutschen Neurologen entwickelt wurde.
Wenn du dich entspannst, die Augen spielst und dich von ihr anstrahlen
dringt das flackernde Licht durch deine Augenlider auf die Netzhaut und löst
neuronale Impulse in deiner Synapsenstruktur aus.
Dadurch wird unter anderem eine Drüse auf der Rückseite des Mittelhirns
aktiviert, deren Ausschüttungen der Mensch besonders bei zwei Ereignissen in
seinem Leben braucht.
Bei der Geburt und beim Sterben.
Was wird da ausgeschüttet?
Ein Cocktail aus Substanzen. Der entscheidende heißt DMT.
Ist das eine Droge?
Man kann das auch als Wirkstoff konsumieren, muss man aber nicht.
Weil unser Körper die Substanz selbst ausschütteln kann und dabei auch noch
angemessen dosiert.
Und was löst die Substanz aus?
Sie stärkt unsere Bereitschaft, loszulassen.
Sie gibt uns Gelegenheit, unser Leben mit gesundem Abstand zu betrachten.
Sie führt uns zurück zu unseren Grundzuständen.
Vertrauen, Offenheit, Liebe.
Wow. Sonst noch was?
Sie befähigt uns, in Situationen, die unser Vorstellungsvermögen überfordern,
das Unbegreifliche erträglich zu machen.
Wie bei Nahtoderfahrungen.
Genau.
Es kann sein wie eine künstlich stimulierte Nahtoderfahrung.
Nur weil man da draufschlagt?
Die Augen bleiben geschlossen, Schlaumeier.
Mona?
Ach,
hallo Frau Engels. Ach, Juliette.
Ich komme nie zu spät, also wirklich nie, nie, nie. Vielleicht haben Sie
gewusst, dass es heute eine eher unerfreuliche Sitzung für Sie wird.
Warum?
Weil Ihr Antrag nicht angenommen wurde.
Ich dachte, das wäre nur noch eine Formalität.
Wir haben so viele Löcher zu stopfen.
Und was heißt das jetzt?
Das heißt, dass wir die Förderung Ihrer Initiative einstellen.
Das ist das erfolgreichste Kulturprojekt der ganzen Region.
Das Programm, mit dem Sie sich immer so gern geschmückt haben.
Seit 15 Jahren produzieren wir mit Hunderten von Kindern und Jugendlichen
stichlustige, pädagogische Theaterstücke, mit denen sie alle ihr
überdenken, ihre Normen, ihre alten, überkommenen Traditionen. Ich weiß, das
Projekt ist einzigartig und ich bewundere ihre Ausnahme.
Tim.
Moin, Michel.
Moin.
Komm, bitte mal kurz.
Danke,
Michel. Danke, ciao.
Freude.
Ja, es gibt.
Seid ihr die Neuen für die Herbstkampagne?
Nein.
Tim, Open Mind hat entschieden, dass seine Zeit bei dieser Firma beendet ist.
Michel und Schau werden ab Anfang des kommenden Monats seine Abteilung
übernehmen. Wir wünschen uns natürlich einen fließenden Übergang und bitten,
beiden in die laufenden Kampagnen einzuführen.
Was?
Du bist entlassen.
Wow.
Was
machst
du hier?
Du weichst mir aus.
Nein. Doch.
Ich weiß auch warum.
Wovon redest du? Was soll das?
Du willst nicht hingehen.
Wohin? Zu deiner Verabredung.
Nächste Woche?
Dreamhack Convention?
Angst ist ein unfairer Konkurrent, wenn du auf der Suche nach emotionaler
Verbindung bist.
Deine Angst will dich nämlich ganz für sich allein haben.
Aber willst du auch allein mit deiner Angst bleiben?
Hallo?
Familienrat?
Hallo?
Ich
wusste
nicht, ob ihr alle kommt.
wenn ich jetzt euch vorher sage, dass ich euch an meinen Tisch setzen möchte.
Ich weiß nicht, wie es weitergeht.
Ich auch nicht.
Ich auch nicht.
Sehr gut.
Dann könnt ihr jetzt endlich anfangen.
euch zurückzufinden, zu euch als Gruppe und als Familie.
Hier beginnt ein neues Kapitel, in dem ihr euch alles sagt, was ihr bisher
verschwiegen habt und euch ohne Vorwurf, ohne Taktik
einander zeigt.
Ich fange an.
Okay.
Und ich laufe auch nicht wieder weg.
Halt zu.
Ihr müsst mir einen Gefallen tun.
Einen großen.
Ich brauche euch für eine Sitzung mit dem Licht.
Eine Gruppensitzung.
Okay.
Am 26.
Also in einer Woche.
Hier?
Nein, bei euch.
Alle fünf?
Nein, die und nicht.
Es ist sehr wichtig.
Ihr müsst es mir versprechen.
In Ordnung?
Ja. Und vorher müsst ihr ein paar Aufgaben erledigen.
Ich wünsche mir, dass ihr das Spiel kennenlernt, mit dem Young in die
League aufsteigen wird.
Das Videospiel?
VR, Mama.
Ja. Und ich wünsche mir, dass ihr Frieda einmal begleitet, wenn sie mit ihren
Freunden durch die Nacht tanzt.
Ready?
Julian? Guess where I am.
I'm here. In Nairobi?
But why did you tell me?
Can you come and meet me for dinner?
I can't, unfortunately.
I'm out of town with my auntie and friend.
Well, can we meet tomorrow then?
I've got something really important to talk to you about.
Me too, me too.
Let's meet at Kampuchi at 9 a .m., okay?
Okay. Good night.
Good night, my children.
And have fun.
Melina, I had no idea you were here too.
In Nairobi, I mean.
Yeah, I'm here quite often.
Listen,
I wanted to... I need to talk to you about something. Something a bit more in
depth.
Okay.
What's it about?
I'd prefer to have a bit more time to talk about it.
I have to move back there.
To Nairobi.
Permanently.
I've been offered a much better job at UNESCO.
I need to do this.
Okay, I get it.
And what about you?
I don't know.
That's what I wanted to talk about.
No.
So I don't have any choice, do I?
I haven't had a choice so far.
You had a child in Germany and expected me to take a deal with you.
So I moved to Berlin.
I left my home country.
My whole life, for Dio and for you.
And since then, every other week, I've been standing like a supplicant before
you. The woman who wants to get rid of me.
And your husband, who thinks I'm ridiculous.
But he's our mutual child, and not some annoying thing I dragged along.
But you know, even in a situation as complicated as this, Where no one is
at fault.
I always feel like I'm the one who makes problems.
And then you act like the one who has to solve them.
But that's how it is.
I love Dio as much as you do.
But my life in Berlin, apart from Dio, is lonely and empty.
In Nairobi I'm a different person.
I'm alive, inspired.
Even humorous.
Maybe even still exactly the person you once fell in love with.
But if I stay in Berlin, this person in me will disappear.
So we have to consider what the options are.
Will you be able to sort out this difficult issue with me without adopting
patronizing, arrogant attitude?
Now I'm the colonial Tata?
Sorry, I won't let you call me patronizing or arrogant.
Check, please.
People like you are the epitome of historical distortion.
You're constantly producing good news for your conscience.
But at the end of the day, you don't want a meeting of equals.
You don't even know what that means in relation to this continent.
You've never learned it.
As if it had been absorbed into your DNA, which for generations has been
adhering more and more firmly to the wrong ignorance principle.
So in this light, what we have here really isn't a conversation, but
simply a confirmation of the status quo.
And it means you aren't really seeking or aiming for any dialogue at all.
Perhaps it would be better to do this in writing.
Or you can leave it to your lawyers.
Oh, don't you dare.
Okay, so...
First the good news or first the bad news?
Bad before good, so good can heal bad.
They've cancelled the funding.
What?
My funding.
All of it.
Well, that makes my news even better.
What do you mean?
We lost all our money in Germany.
I won't be able to fund the construction of the theater anymore.
Milena, you don't have to do it.
We found a donor right here in Nairobi.
You what?
Yes. I told you I've been networking for a while now.
There's this club of young entrepreneurs who support cool projects.
And there's this woman who I found. She runs an app development company.
And guess what?
Sie hat nur 80 .000 Dollar übergeben.
80 .000?
Was? Wann? Zwei Tage vor.
Also, letzte Nacht, als du angerufen hast, haben wir entschieden, eine
überraschende Paramonie zu machen.
Hi! Hi!
Und, wie war's?
Ich glaube, ich muss jetzt erstmal nicht mehr nach Nairobi reisen.
Echt? Warum nicht?
Weil die mich nicht mehr brauchen.
Ist das nur unerfreulich oder auch ein bisschen das Gegenteil?
Liebst du bei dir?
Da gab es neun KonkurrentInnen.
Alle entweder POC, Frauen, Queer, Männer, Anfang
30.
Zu solchen Vorstellungsgesprächen muss ich eigentlich gerne mehr hingehen.
Wieso nicht?
Keine Chance.
Zu Recht.
Wenn du jetzt was schlägst... Wie kann ich mich bewegen?
Mit dem Rücken greifen und das Band beenden. Und jetzt
beide vorwärts.
Ich rufe Sie dann am Freitag wieder ab, ja? Ja, das reicht.
Vielen, vielen Dank.
Ich habe die Leuchten für euch eingestellt, damit ich sie alle
anmachen kann.
Pfarrer, was machen wir in dieser Sitzung?
Worum geht es?
Ich möchte, dass ihr mir ganz und gar vertraut und euch fallen lasst.
Zuerst müssen wir das da trinken.
Was ist das eigentlich?
Bereit?
Untertitelung des
ZDF,
2020
Untertitelung des
ZDF,
2020
Guten Tag.
Hallo.
Ja.
Es ist Zeit.
Nein, nein, nein. Wir sind die, die sie
kennen.
Ihr wisst was zu tun ist.
Ich hoffe an den Mond.
Ich muss mich erinnern.
Mama?
Vielen Dank.
Untertitelung. BR 2018
Can't find what you're looking for?
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