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Aber ich habe in letzter Zeit nur noch
Ärger mit ihm, nur.
Was es mich für ein Geld kostet.
Dann trenn dich von ihm, dann geht's dir
besser.
Ich hab's dir gleich gesagt.
Ich lieb ihn nun mal.
Sag mal...
Hast du eigentlich noch ein bisschen Zeit?
Ja.
Gut.
Ja, ich würde gerne mal nach Quarien zahlen.
Wer hat mir bloß eure Werkstatt empfohlen?
Sag mal...
Hast du auch ein richtiges Aquarium?
Tolle Werkstatt.
Und so ruhig.
Wieso?
Ist doch ein guter Service, oder?
Die Geschichte, die ich euch jetzt erzähle, die
glaubt mir wahrscheinlich kein Schwein.
Der ganze Schrott, den ihr hier seht, gehört
mir und meinem Bruder Malte.
Ey, sag mal...
Bist du voll Panne, oder was?
Er darf doch kein Bier trinken, Mann!
Das ist er übrigens.
Ist ein ziemlich fauler Sack und ständig bekifft.
Hier, kannst es deinem Bruder geben?
Meine Telefonnummer.
Ich glaube, er hat mich einfach nur vergessen,
danach zu fragen.
Er hat zwei Jahre im Waisenhaus gesessen.
War einfach noch zu jung für die Freiwildbahn.
Den Schrottplatz hier, den hat uns unser Alter
vermacht.
Ist beim Unfall mit meiner Mutter draufgegangen.
Ist eine blöde Geschichte, egal.
Tja, das ganze Elend fing eigentlich an unserem
Waschtag an.
Well, you might not call.
Well, you might not call.
Well, you might not call if the county's
for me and the circle's on me.
Get your way down here.
I mean, walk along, baby.
For me, I don't call.
Scheiße, ich bin ja verabredet.
Vielleicht ruft.
Mit wem denn?
Ach, mit so einer Kleinen, mit der ich
öfter mal was hatte.
Macht jetzt irgendwie auf Gefühl.
Ist mir gefallen?
Nein, komm, vergiss es.
Ja, komm, hier.
Ruf Ansage ab.
Dein Bruder ist in London, Jaguar-mäßig.
Meld mich, wenn ich wieder da bin.
Und sei ein bisschen freundlich.
I love you.
Mom!
I just can't.
Entschuldigung, ich müssen rund ring telefonieren.
What's your problem?
I need that.
Das ist mein Telefon.
Das ist ein Unfall, an und gibt's schnell.
Ja, okay, John, I'll call you back.
Ja, ein Kind.
Ein Baby.
In der Telefonzelle neben dem Waschsalon Georg-Willem
-Straße.
Ja, genau da.
Ja, schicken Sie sofort jemanden her.
Ja, klar, natürlich lebt es.
Nein, meinen Namen brauchen Sie nicht.
Nein, wirklich nicht.
Danke.
Das ist
doch nicht wahr, jetzt haut er einfach ab.
Ich hau den Windel weg, ich hau den
Windel weg.
Ich schau mir mal die Telefonzelle an.
Haben Sie die Polizei angerufen?
Nee, nicht in diesem Leben.
Hallo, kann ich hier was abgeben?
Ich hab was gefunden.
Dann bringen Sie es zum Grundberuf.
Du, das geht der Reihe nach.
Nein, das lebt.
Tierheim Süderstraße.
Entspann dich.
Oder siehst du hier irgendwo ein Baby?
Das war eine Verrückte, die euch angerufen hat.
Kein Baby, kein Einsatz.
Hey, hallo, hallo.
Pass doch auf, Spinner.
Du kannst mich eigentlich nach Hause fahren.
Ich finde das wäre eine sehr positive Maßnahme.
Die Hose steht dir gut.
Mann, der große Bruder
ist schon
weg.
Oh Gott, da ist er ja, der kleine
Wurm.
Wollen wir mal gucken, was Anni alles da
hat?
Das finde Kindchen, wusste ich's doch immer.
Siehst du, jetzt trinkt sie.
Nicht so hastig, mein Lütten.
Du hast dir Zeit, wir haben genug da.
Rat mal, wie viele Enkelkinder ich habe.
Anni, das hast du mir schon zigmal erzählt.
Fünf.
Sieben.
Zwillinge, seit gestern.
Ja, Glückwunsch.
Siehst du, dann kannst du das ja auch
noch mitnehmen, jetzt hast du acht.
Nicht, du spinnst wohl, du hast es gefunden.
Und?
Und darum wirst du dich auch kümmern.
Ja.
Oh Gott, Mann, Anni, warum ich?
Ich habe doch mit dem Kind überhaupt nichts
zu tun.
Ich habe es doch noch nie mal gemacht.
Spielt doch keine Rolle, wer es gemacht hat,
sondern wer was draus macht.
Das hat seinen Grund, dass du das Kind
gefunden hast, du und kein anderer.
Oh Gott, Mann, das war doch reiner Zufall.
Es gibt keine Zufälle.
Versprich dir, wenn dem Kind was passiert, dann
bring ich dich um.
Du schaffst das schon.
Du schaffst das schon.
Ich bin der Onkel Malte.
Und wer bist du?
Ach nee, das ist heiß, wenn ich denke,
die Wäsche haut.
Du glaubst deswegen vergessen, was du gestern gemacht
hast?
Du bist einfach mit meinem Wagen weg.
Das ist unser Wagen.
Sag mal, ist das deiner?
Brauch ich solche Schuhe?
Ja, gehst du jetzt schon einkaufen, hm?
Jetzt muss die Tasche von dir durchgeknallt sein.
Sag mal, was ist denn das?
Was ist das?
Das lag in der Telefonzelle.
Na, Morgen, meine Damen und Herren.
Du bist jetzt komplett irre geworden.
Du kannst doch nicht das mitnehmen.
Nee, wieso nicht?
Du kriegst es jetzt sofort zurück.
Hey, wir sind noch nicht fertig.
Hast du mich verstanden?
Moin, Herr.
Euer ist mein Name.
Stadtentwicklungsbehörde.
Sind Sie die Besitzer, Arne und Malte Baerbock?
Ja.
Ja, ich habe Ihnen mein Kommia schon angekündigt.
Ja, dann kommen Sie mal mit.
So, dann, Freuer.
Wir werden uns jetzt ganz kurz unterhalten und
dann werden Sie merken, wie sinnlos Ihr Angebot
ist.
Mein Bruder und ich werden nicht verkaufen.
Das Angebot der Stadt wird Sie umdenken lassen.
Wir sprechen hier über eine Zahl mit 7
-0, Herr Baerbock.
Hören Sie gut zu.
7-0.
Das Haus und der Platz sind alles, was
wir von unserem Vater geerbt haben.
Er war ein alter Seuferer, hat sein Leben
lang geschubbert, um das hier aufzubauen.
Also vergessen Sie mal schön Ihre Autobahn.
Unser Land kriegen Sie nicht.
Sie machen fatalen Fehler, Herr Baerbock.
Der Zubringer wird gebaut werden und er wird
über ihr Kunststück führen.
Haben Sie eigentlich irgendwas mit den Ohren?
Das Interesse der Allgemeiner zieht immer über die
Interessen Einzelner.
Enteignung ist der Fachbegriff.
Also, Herr Baerbock, bedenken Sie das Ganze nochmal
in Ruhe.
Das Haus hatte überhaupt kein Wert und das
Kunststück auch nicht.
Wie steht es eigentlich mit Ihrer Altölentsorgung?
Haben Sie einen TÜV-geprüften Ölabscheuder oder muss
ich den Kollegen von der Umweltbehörde erst noch
einen gewissen Tipp geben?
Raus!
So, wie gesagt, über die Summe können wir
reden.
Die Stadt ist verhandlungsbereit.
Nur nicht mehr lange.
Acht Wochen.
Dann fällt der Hammer.
Wo ist das Kind?
Es schläft.
Gut.
Du bringst es jetzt sofort zur Polizei.
So, weißt du eigentlich, was das ist?
Das ist Kindesentführung und dafür gehst du in
den Knast.
Und das ist noch ein bisschen schlimmer als
Weisenheim.
Ach Gott, Entführung, so ein Scheiß.
Also wirklich, Sanni hat doch niemanden, der Lösegeld
für sie zahlen würde.
Sanni, woher weißt du eigentlich, wie das heißt?
Jetzt hat sie mir ins Ohr geflüstert, die
kleine Sonne.
Malte, du bist krank.
Weißt du, du hast wirklich was an der
Waffel.
Es gibt keine Zufälle.
Ich hab das Kind gefunden und ich werde
mich auch darum kümmern, dass es in die
richtigen Hände kommt.
Du willst es gar nicht behalten.
So ein Quatsch, was soll ich denn mit
einem Baby?
Wir haben doch nicht mal eine Waschmaschine.
Was soll denn der ganze Aufriss?
Ich verstehe doch mal, ich will nicht, dass
es zur Polizei kommt.
Für die Bullen ist so ein Kind doch
nur eine Fundsache.
Irgendeine Akte nichts.
Die werden die Kleine doch sofort in ein
Heim stecken.
Vielleicht gibt es ja auch ein schönes Heim.
Es gibt keine schöne Scheiße.
Malte, sieh das doch mal so.
Ein Heim ist wahrscheinlich das Einzige, was das
Kind jemals kennenlernen wird.
Wer weiß, vielleicht wird es ja irgendwann auch
adoptiert.
Wenn du es nicht sofort wegbringst, dann zeige
ich dich an!
Wenn du das machst, dann verklaube ich mir
eine Hälfte vom Erbe an die Stadt.
Heute noch, klar?
Okay, Heim ist nicht optimal, das habe ich
ja kapiert.
Aber Adoption, das ist eine Lotterie mit zu
vielen Nieten.
Was bleibt sonst noch?
Mogli kann nicht bei uns bleiben, Balu.
Aber ich wünsche es mir doch so.
Trotzdem, wir müssen ihn zurück in die Menschen
-Siedlung bringen.
Malte, ich sage dir jetzt mal was ganz
Spießiges.
Ich finde, ein Kind gehört zu seiner Mutter,
alles andere ist kalter Kaffee.
Ja, toll, die Mutti will es aber nicht.
Die hat die Kleine in eine Telefonzelle gelegt
und sich aus dem Stab gemacht.
Hör mal zu, das geht so nicht.
Wir können das Baby nicht verstecken.
Wir müssen Behörden einschalten, die können uns alle
mit dem Verfahren anhängen.
Warum schreit es eigentlich die ganze Zeit?
Ich meine, wir müssen, Polizei will ich ja
gar nicht sagen, aber Schritte einleiten, behördlich zu
sein.
Wir kriegen es sonst richtig an den Arsch.
Es gibt Regeln, Gesetze, an die muss man
sich halten, sonst wandert man in den Knast.
Das ist ganz einfach.
Soll ich dir mal meine Meinung dazu sagen?
Kleine hat Hunger.
Ich hab sie gesehen.
Wen?
Die Frau, die Mutter von der Kleinen.
Im Waschsalon, als sie mit Ja, was weißt
du, was sie erlebt hat?
Vielleicht war sie ein bisschen durcheinander.
Der Vater hat sie sitzen gelassen, sie hat
keinen Pfennig Geld, Druck, Panik, Verzweiflung.
Na und?
So was kriegt man doch im Griff.
Jetzt mal ganz im Ernst, wenn ich die
finden würde, würde ich ihr Kind in die
Hand drücken und würde sagen, pass drauf auf.
So.
Wer könnten sie finden?
Gab schon mal eine Geschichte, da war der
Schuh aus Glas.
Das wird in jeder Frau hier in der
Stadt anprobiert haben, ist die Kleine volljährig.
Das ist aber kein gewöhnlicher Schuh, das ist
ein Tanzschuh.
Und jetzt liest mal, wem der gehört.
Soll ich
dir
mal meine Meinung dazu sagen?
Kleine hat Hunger.
Ich hab sie gesehen.
Wen?
Die Mutter von der Kleinen.
Im Waschsalon, als sie mit Ja, was weißt
du, was sie erlebt hat?
Kleine hat Hunger.
Der Vater hat sie sitzen gelassen, sie hat
keinen Pfennig Geld, Druck, Panik, Verzweiflung.
Na und?
Wer könnte sie finden?
Gab schon mal eine Geschichte, da war Frau
hier in der Stadt anprobiert haben, ist die
Kleine volljährig.
Und jetzt mal ganz im Ernst, wenn ich
die finden würde, würde ich ihr Kind in
die Hand drücken und würde sagen, pass drauf
auf, wer könnte sie finden?
Gab schon mal eine Geschichte, da war sie
in
der
Stadt anprobiert haben, ist die Kleine volljährig.
Und jetzt mal ganz im Ernst, wenn ich
die finden würde, würde ich ihr Kind in
die Hand drücken und würde sagen, pass drauf
auf, wer könnte sie finden?
Gab schon mal eine Geschichte, da war sie
in der Stadt anprobiert haben, ist die Kleine
volljährig.
Und jetzt mal ganz im Ernst, wenn ich
die finden würde, würde ich ihr Kind in
die Hand drücken und würde sagen, pass drauf
auf, wer könnte sie finden?
Gab schon mal eine Geschichte, da war sie
in der Stadt anprobiert haben, ist die Kleine
volljährig.
Und jetzt mal ganz im Ernst, wenn ich
die finden würde, würde ich ihr Kind in
die Hand drücken und würde sagen, pass drauf
auf, wer könnte sie
finden?
Gab schon mal eine Geschichte, da war sie
in der Stadt anprobiert haben, ist die Kleine
volljährig.
Und jetzt mal ganz im Ernst, wenn ich
die Kinder finden würde, würde ich sie in
die Hand drücken und würde sagen, pass drauf
auf, wer könnte sie finden?
Ja, das war ich.
Ja, ichar.
Ich war heute bis fünf Uhr morgens unterwegs.
War Belinda.
Nee, keine Belinda.
Wenn du erinnerst, kann ich leider nicht ablösen,
ich hab nur mal keine Ahnung, wie sie
aussieht.
Außerdem muss sie nachts immer bei der Kleinen
bleiben.
Oh, trotzdem, das hat alles keinen Sinn, wir
können die nicht Das kann ich ewig behalten.
Nicht ewig.
Nur bis du die Mutti gefunden hast.
Heute feiern wir erst mal Geburtstag.
Geburtstag?
Sunny hat Geburtstag.
Vor genau 2 Monaten hab ich die Kleine
in der Telefonzelle gefunden.
Ich wünschte, den Tag hätte es nie gegeben.
Mann, pass auf.
Wir singen jetzt ein Lied.
Achtung.
Malte.
Happy birthday to you.
Happy birthday to you.
Happy birthday, liebe Sunny.
Happy birthday to you.
Malte.
Happy birthday to you.
Guck mal.
Das ist ein großes, großes Riesenrad.
Wenn wir da oben sind, sehen wir den
Michel.
Dann ist da der Hafen.
Da fahren die Schiffe in die weite, weite
Welt.
Da ist der Fernsehturm.
Es ist so schön, wenn die Kleinen lachen.
Arne, weißt du, was ich gestern in der
Zeitung gelesen hab?
Du redest, du putzt die Küche, du liest
Zeitung.
Ist alles in Ordnung?
Frauen, die ihr Kind nach der Geburt aussetzen,
werden nie gefunden.
Ja.
Und auch.
Da.
Da ist Belinda.
Da ist tatsächlich eine Scheiße.
Bist du dir das sicher?
Ja, na klar, guck doch.
Ich glaub's nicht.
Ja, okay, okay.
Ein Kind gehört zu seiner Mutti.
Früher oder später.
Nee, früher, nicht später.
Alter, mach hin!
Das wird ein Riesenrad!
Baby, your mind's on call.
Well, your mind's on call.
Well, your mind's on call.
If the county's for me, here the circle's
on.
Baby, please don't go.
All right.
Das Handy bleibt bei mir, Arne.
Ja, aber nicht mehr lange.
Die kriegt jetzt ihr Kind.
Dann wird sie sich drum kümmern.
Das war ihr Leben lang, das schwör ich
dir.
Du wartest hier.
Wenn's gut genug für dich ist, müssen wir
über die Sachen noch mal nachdenken.
Schließlich haben wir auch nur ein Wörtchen mit
zu reden.
Wenn die mir nicht passt, dann hauen wir
beide halt ab.
Was bekommst du?
Ich glaube, die Einzige, die hier was kriegt,
bist du.
Hä?
Du kommst schon wieder eine Stunde zu spät.
Du gehst mir so auf die Nerven.
Wie siehst du schon wieder aus?
Hat deine Strandkabine mehr Sex als du?
Das ist Erotik, Chef.
Schon mal was davon gehört?
Erotik, ja.
Kirchentag in Schwanheide.
Ich bin nun mal nicht dieser Federbohr-Maps
-Heraustyp.
Typ?
Na, wer will was von deinem Typ, hm?
Du wolltest mir was sagen?
Was denn?
Was du trinken willst.
Ach so, ja.
Einen Apfelsaft.
Apfelsaft?
Eine Sternschnuppe, für dich.
So seh ich also aus, ja?
Tröste dich, ich hab auch noch nie eine
echte gesehen.
Gibst du mir bitte zwei Bier?
Ja, bitte.
Und was würdest du dir wünschen?
Ich hab so viele Wünsche, da würde einer
nicht reichen.
Ich bin übrigens Belinda.
Ja, ja, ich weiß.
Vielmehr...
Jetzt weiß ich's.
Was du ja gerade gesagt hast.
Ist ein netter Laden hier.
Bist wahrscheinlich der Erste, der das sagt, ohne
betrunken zu sein.
Ich meinte eigentlich dich.
Oh, oh, oh, oh.
So brauche ich meinen Reifen wechseln.
Komm, nimm mal meinen Reifen.
Begrüßen Sie mit mir einen Traum.
Heute hier im Red Pack.
Die atemberaubende Belinda.
Ja, bitte?
Haben Sie schon mal als...
Ein Löffel?
Ach so, ja.
Haben Sie schon mal als Kinderfrau gearbeitet?
Haben wir uns gesiehnt.
Wusste ich gar nicht.
Nein, ich habe noch nicht als Kinderfrau gearbeitet,
aber ich mag Kinder gerne.
Ja, super, das ist ja schon mal gut.
Was denken Sie, könnte ein Kind an Ihnen
mögen?
Ich singe sehr gerne, ich kann tanzen und
werde selten nervös.
Ja, es gibt ja auch keinen Grund, nervös
zu werden, meine ich.
Wir wollen einfach nur wissen, wem wir unser
Kind anvertrauen.
Was denken Sie, ist für ein Kind wichtig?
Dass es weiß, wo es hingehört und sowas
wie Wärme.
Wärme, ja,
das klingt alles sehr gut.
Deshalb würde ich sagen, probieren wir es.
Ich meine, Sie haben den Job.
Teil?
Das ist sie.
Sunny?
Unser Pflegekind.
Sie kennt niemanden außer uns, bis jetzt.
Vielleicht fremdelt sie ein bisschen.
Ach mein Gott, das gibt es ja bei
solchen kleinen Kindern gar nicht.
Wir müssen uns erst mal aneinander gewöhnen, in
aller Ruhe.
Wir haben ja Zeit.
Gut.
Was muss ich beachten?
Ach was, die ist total pflegeleicht.
Pflegeleicht, ja?
Ja.
So.
Das ist sie, das trinkt sie, das schläft
sie und das kriegt sie alles an Po.
Wo ist das Kinderzimmer?
Wo sind die Spielsachen?
Die kümmern uns doch.
So Malte, dann gib Belinda das Baby, weil
wir müssen weg.
Was?
Ich muss zum Flughafen, ich fliege nach London.
Ach, das ist schon wieder die Augenmesse, ne?
Genau.
Okay, also ganz wichtig, der Kopf muss stabil
sein, ja?
Ja, ich hab's eilig, das weißt du, ne?
Und sie hat vorhin gegessen.
Belinda kriegt das wunderbar ohne dich hin, wirklich,
ganz wunderbar.
Ich schätze mir, dass wir das einverstanden machen,
alles klar?
Ich hab gesagt, du sollst den Wagen anlassen.
Wie findest du sie?
Wie findest du sie?
Akzeptabel.
Hey, Alter, das ist das Netteste, was du
je über eine Frau gesagt hast.
Ich guck mir die Sache erstmal an.
Welche Sache?
Die Sache mit Hanni.
Ich bin mir nicht sicher, ob sie es
packt.
Immerhin ist es eine Bardame.
Und mit einem Kind, da musst du mehr
können, als Gläser spülen.
Fläschchen spülen.
Und du hast überhaupt keine Ahnung.
Belinda hat auch keine Ahnung, ne?
Eben.
Selam.
Oh mein Gott.
Sieh dir die Kleine an.
Wie ein Schloss, ein Stück Eisen.
Und es ist doch kein Wunder, dass die
Kleine sich bei dir nicht wohlfühlt.
Arne, wir können die doch nicht mit der
alleine lassen.
Sag mal, Selamur, was heißt das überhaupt?
Keine Ahnung.
Wir müssen sie allein lassen.
Arne!
Mach das zum ersten Mal, gib ihr ein
bisschen Zeit.
Du hast das auch nicht von Anfang an
gekonnt.
Ja, aber ich hab auch nicht gereist.
Ich mag dich schon unter Verkassierung, ja?
Nun halt doch mal den Rand, hm?
Weißt du, dass du mir alles vermasselst?
Die suchen sich sofort ein anderes Kindermädchen.
Was findest du in mir so blöd, hm?
Pretty woman makes a red moon smile.
Pretty often causes his downfall.
As soon as he marries her, he thinks
he's stars.
Doing the things that will break his heart.
Never make a pretty woman your wife.
Amelie.
Amelie?
Hi, hier ist Arne.
Ja, ich hab mich lange nicht mehr gemeldet,
das stimmt.
Tut mir leid, ja, ging nicht.
Wie geht's dir?
Gut, schön.
Sag mal, hast du heute Abend Zeit?
Okay, ja, ich freu mich.
Ich freu mich total.
Okay, dann bis später.
Amelie.
Amelie.
Die weiß, was schmeckt.
So, ich bin morgen Abend wieder da.
Und du?
Du wimmelst die Kunden ab und ich kümmere
mich ums Spielzeug.
Was soll denn das heißen?
Das soll heißen, dass du dich ums Kinderzimmer
kümmerst.
Wo soll ich denn jetzt ein Kinderzimmer herkriegen?
Das weiß ich nicht.
Aber du hast die Kleine angeschleppt und jetzt
siehst du, wie du's auf die Reihe kriegst.
Du zahlst das bisschen, ja?
Ciao.
Das wird doch gar nicht schlecht.
Das ist doch alles hier Scheiße.
Das ist doch alles hier Scheiße.
Genau so gefällst du mir schon besser, mein
Kleines.
Was, stehst du schon lange da?
Ja.
Und, wie war's so?
Gut, kann ich jetzt gehen?
Klar.
Das waren vier Stunden, ne?
Mhm, 120 Mark.
So, das sind 80, 40, 120.
Wie findest du die Kleine?
Ungewohnt.
Wie so ein kleines, fremdes Tier, dessen Sprache
du nicht sprichst.
Aber wenn sie lacht, das ist toll.
Was macht denn eigentlich dein Bruder in London?
Hier.
Hier findest du die Mucke, ne?
Dann stehst du hier auf.
Country, hm?
Wie wahr sein.
Was hast du denn nicht zu tun?
Alter, nicht mehr als du.
Sie ist nicht dein Kindermädchen.
Alter, ich glaub's nicht.
Du bist eifersüchtig, hm?
Hey, Schaukel!
Hey, Schummel!
Oh, du krasse Mädchen!
Krasse Mädchen!
Nun hört man endlich auf.
Man schlägt sich nicht vor Kindern.
Und überhaupt, wo bleibt eigentlich das Kinderzimmer?
Das neue Kinderzimmer.
Guck mal, Sunny, das ist für dich.
Scheiße, ist das schön.
Hey, hey, hey, hey!
Und den Kinderwagen schafft sich keiner an, oder
was?
Der hat nur eine Art Straßenlage.
Und der kann vier verschiedene Stellungen.
Echt?
Ja.
Der kann ja drei mehr als du.
Hey!
Könnt ihr euch ausnahmsweise mal wie erwachsene Mädchen
und Männer benehmen?
Ach du Scheiße, das ist der Fuzzi von
der Stadt.
Belinda, wimmel ihn ab, wir sind nicht da,
ja?
Bitte, sei so gut.
Danke.
Komm rein, nicht klopfen, loswagen, los!
Danke, danke.
Guten Tag, wollen Sie Ihren Wagen nachsehen lassen?
Die Herren sind leider nicht da.
Nein, nein, der Wagen ist in Ordnung.
Ich komm in einer anderen Angelegenheit.
Wann sind die Herren zurück?
Hab ich keine Ahnung.
So schön hingekriegt hier.
Respekt.
Ein süßer Gott.
Sind Sie die Mama?
Ich?
Nein, ich bin die Gouvernante.
Die Kleine ist das Pflegekind von den Wehrborgs.
Oh nein!
Gott, Mann, das ist doch egal.
Halt die Schnauze, du Träumer.
Pflegekind.
Das ist interessant.
Na ja, dann, ich meld mich dann wieder.
Schönen Tag noch.
Jetzt muss ich mich aber beeilen, ich bin
echt spät dran.
Also, einer von euch muss mich fahren.
Das ist überhaupt kein Problem.
Mach ich gerne.
Danke, Arne, wir sind flachliegend an der Mama.
Ja, was es ist, das erklär ich dir
später mal.
Oder, was meinst du?
Eigentlich wäre es ja spitze, wenn das mit
den beiden klappen würde.
Ich bin froh, dass wir dich gefunden haben.
Mein Chef springt im Weg.
Das ist mehr als du denkst.
Bis morgen.
Bis morgen.
Danke
schön.
Und mit dem Impfung, habt ihr euch darum
gekümmert?
Nein.
Also mache ich das.
Nächstes Thema, Milch.
Also, ich habe vor, eine ganz bestimmte Milch
zu füttern.
Sonnenwiese.
Das ist eine speziell für Babys entwickelte Milch
aus ökologischer Tierhaltung.
Prima.
Gut, kaufen wir Sonnenwiese.
Noch ein Thema?
Soziale Kontakte.
Ja, ich möchte gerne an einer Krabbelgruppe teilnehmen.
Du willst krabbeln?
Blödmann.
Hier liegt ein ganz schönes Tempo vor, ja?
Das ist ja nicht normal.
Woher weißt du, was normal ist?
Hast du den Sitzhühner?
Ja.
Hier.
Das setzt ihr eigenes Kind aus.
Und jetzt macht sie plötzlich auch Pädagogen-Obergucker.
Fehlt nur noch das Halbchen auf dem Kopf.
Nächstes Thema, halt die Klappe.
Au.
Meinst du, die hat einen Schimmer?
Nee, nee, das hat sie nicht.
Ich glaube, der ist doch kein Blassen, dass
das der Sunny ist.
Aber ich muss sagen, sie macht ihre Sache
echt gut.
Scheint ihr richtig Spaß zu machen.
Ja, und Sunny ist ganz verliebt in sie.
Ja, so Babys haben ja gute Instinkte.
Die wissen genau, zu wem sie gehören.
Äh, Angel?
Nee.
Dann sagen wir's, Belinda.
Nicht, dass uns Bräutigleine wegnehmen bevor wir...
Bleib mal ganz ruhig.
Wir dürfen jetzt nicht so weit stürzen.
Ja, stimmt.
Immerhin muss das ja ein ganzes Leben lang
halten.
Ein ganzes Leben.
Die Frist ist abgelaufen.
Das ist nur ein letzter Besuch.
Tja, so sinnlos wie alles, was Sie tun.
Zum letzten Mal.
Gibt es eine Summe, bei der wir zusammenkommen?
Sie machen den Fehler Ihres Lebens.
Die Enteignung wird eingeleitet.
Wir übergeben die Sache unseren Juristen.
Ich glaube, ich übergebe mich gar nicht.
Gleich.
Und Ihr ominöses Pflegekind.
Darüber werde ich eine Meldung machen müssen.
An das Jugendamt.
Wahrscheinlich irre ich mich.
Sie sind so.
Aber besser, man kümmert sich zweimal, nicht wahr?
Das Jugendamt ist eine sehr unbequeme Behörde.
Verlassen Sie sich darauf.
Das ist eine klasse Idee.
Können Sie mich bitte zum Neulim anmelden?
Die bräuchte auch mal eine Runderneuerung.
Hier.
Spatzi, guck mal.
Willst du was trinken?
Bisschen Saft?
Willst du das?
Nee?
Dann stelle ich es dir.
Ist das jetzt die richtige Milch?
Sonnenwiese, damit es einen Prachtkerl wird.
Willst du ein Glas?
Nee, ich bin ein Prachtkerl.
Ach ja?
Gutschaft, Onkel Arne.
Hör doch mal auf, das Auto schaffst du
doch alleine.
Die Typen wollen aber das Meisterchen sprechen.
Wir haben die Hälfte vergessen.
Ist die für mich, Belinda?
Ja, für wen denn sonst?
Danke.
Aber für Sunny darfst du nicht so kalt
sein.
Sag mal, weißt du, was Zell Amour heißt?
Bitte?
Ja.
Hm?
Nein, danke.
Das ist nicht gut für uns Mädels.
Für uns Jungs auch nicht.
Da war eine Sternschnuppe, ich hab eine gesehen.
Ich wünsch dir was.
Vielleicht siehst du ja noch eine.
Nein, nein, achten Sie mal.
Lass ich nur einmal probieren.
Ja.
Das gibt's ja nicht, da war noch einer.
Wo denn?
Da oben.
Wünsch dir noch was.
Der Himmel spinnt.
Jetzt hab ich auch einen gesehen.
Wünsch dir was.
Ich hab nur einen Wunsch.
Die sind jetzt aber nicht echt.
Die sind von der NASA oder so.
Von mir.
Ich hab eine Sternschnuppenmaschine gebaut.
Für dich.
Ein ganzer Himmel voll.
Damit alle deine Wünsche in Erfüllung gehen.
Das wär blöd, Mann.
Witziger Ziege.
Hey, was ist denn los?
Ich muss gehen.
Hey, nicht Quatsch.
Es ist dunkel, es ist viel zu gefährlich.
Wenn du wüsstest, was für mich wirklich gefährlich
ist.
Das muss ein Ende haben, Melinda.
Ist ja gut, ist ja gut.
Komm her, ist ja gut, ist ja gut.
Komm her, ist ja gut, ist ja gut.
Komm her.
Komm her, kleine Frau.
Anna?
Du musst dir irgendwas vorsingen.
Bei Melinda hilft es immer.
Komm her, ist ja gut.
Sag mal...
Malte.
Das ist ganz leicht.
Malte.
Quatsch.
Arne ist viel leichter.
Arne.
Malte.
Arne.
Malte.
Arne.
Malte.
Malte.
Was heißt?
Arne.
Ja, Arne.
Genauso gut kannst du auch Mama sagen.
Ihm.
Ihr erstes Wort, der Name ihrer Mutter.
Meine Arne, wir müssen Melinda sagen, was los
ist.
Sunny gehört zur Ehe.
Ja.
Irgendwann muss Schluss sein.
Genau.
Wir enttasten die beiden in ihr eigenes Leben.
Hm?
Ich will nur noch ein letzter Beweis.
Was für ein Beweis?
Ein Beweis, dass sie Sunny liebt.
Melinda, wir müssen mit dir reden.
Auch einen Löffel?
Nee, danke.
Setz dich doch.
Oh, meine Ohren funktionieren auch im Stehen.
Also, die Sache ist so.
Wir haben ja damals die Kleine bei den...
nach dem Tod ihrer Mutter bei uns aufgenommen.
Ja, sie ist ja quasi eine entschärte Verwandte
von uns.
Sehr entfernt.
Doch, in der Zwischenzeit ist uns allerdings aufgefallen,
dass die Aufzucht eines Kindes...
Das ist uns nicht leicht gefallen, das kannst
du dir sicher vorstellen.
Dass die Aufzucht eines Kindes nicht in unsere
Lebensplanung passt.
Ja, wir sind daher der Meinung, dass die
Kleine in einem Heim besser aufgehoben ist als
hier.
Zwischen all den Autos sind Männer, ne?
Richtig.
In einem Heim, da wäre die Kleine...
In einem Heim, da wäre sie mit anderen
Kindern zusammen und würde rund um die Uhr
von richtigen Erziehern betreut.
Ist natürlich auch keine richtige Familie, aber vielleicht
ist es ja besser als hier.
In einem Heim?
Ja.
Wir haben ihr schon Platz gesorgt.
Malte.
Wir brauchen keine Kinderfrau mehr.
Bitte sag uns, wie viel Geld du noch
zu bekommen hast.
Und was hältst du davon?
Ich find's vernünftig, langfristig gesehen.
Ich brauch doch einen Eisblock.
Die hat ja überhaupt keine Gefühle.
Die hat nur Gefühle, wenn sie dafür bezahlt
wird.
Die hat uns schön an der Nase rumgeführt,
mein Lieber.
Aber was kann man schon erwarten von einer
Mutter, die ihr Kind in der Telefonzelle aussetzt?
Nichts.
Absolut nichts.
Sie hat ihre Chance gehabt, aber sie hat
die Probe nicht bestanden.
Sie hat die Kleine wieder fallen gelassen.
Ja.
Ja, was soll du werden?
Na was schon.
Wir beide können wir doch zum Tanni.
Wir werden den Namen ihrer Mutter nie wieder
erwähnen.
Lieber Arne, lieber Malte, wie konnte ich mich
so in euch täuschen?
Ihr habt eure Entscheidung getroffen, ohne mich auch
nur um meine Meinung zu fragen.
Habt ihr ehrlich nicht gemerkt, wie viel mir
an Sunny liegt?
Ich werde nicht zulassen, dass Sunny in ein
Heim kommt.
Scheiße, Heymann!
Ich werde mich von nun an um Sunny
kümmern.
Sie passt zwar auch nicht exakt zu meinem
Lebensstil, aber sie ist mit Sack und Pack
in mein Herz eingezogen.
Unkündbar.
Nicht wohl.
Belinda und Sunny.
Na, ist das nicht großartig?
Unser Plan ist aufgegangen.
Ein Kind gehört zu seiner Mutter.
Das ist doch genau das, was wir wollten,
oder?
Warum hattet ihr nicht mit uns gesprochen?
Hab ich denn mit ihr gesprochen?
Ich muss uns für absolute Scheißkerle halten.
Aber sie sollte doch wissen, dass Sunny ihr
eigenes Kind ist.
Dann sag sie ja.
Und die Kleine braucht doch Papier.
Da kann sie in diesem Land kein Kind
ohne Papier ausziehen.
Belinda muss wissen, dass sie die Mutter ist.
Die ist weg.
Verstehst du?
Die ist endgültig weg.
Sunny hat doch keinen Bock, sich von uns
finden zu lassen.
Wir haben keinen Namen, wir haben keine Adresse,
wir haben nichts.
Warum, warum, warum musstest du diesen Scheißbeweis haben?
Und du, du warst auch dafür.
Ja, und jetzt bin ich dagegen.
Weil es ja nie ums Kind ging.
Nie eine Sekunde lang.
Weil du nur deine scheiß Weiber im Kopf
hast.
Aber Belinda war eine harte Nuss, ne?
Und die hast du nicht geknackt.
Und da hast du auch noch dafür bezahlt,
Mann.
Du bist so ein Kotzenhahn!
Kennen Sie Belinda?
Die Kleine ist gefeuert worden, deswegen bin ich
jetzt hier.
Bist seither nicht mehr aufgetaucht.
Belinda ist Kindermädchen geworden.
Nach Kindermädchen.
Zwei stinkreichen Typen.
50 Kracher zahlen die ihr pro Stunde, schwarz
auf die Hand.
Und alles, was sie dafür machen muss, ist
Gudi, Gudi, Gudi, Gudi.
Die beiden sind Grafen oder sowas, haben ein
Gestüt draußen auf dem Land.
Und das Baby haben sie aus einem rumänischen
Waisenhaus.
Eins möchte ich bloß wissen, ob sie es
den beiden jemals erzählt hat.
Was denn?
Ja, dass sie ein Kerl ist.
Aber ich schätze, in jedem Märchen muss es
eine Prinzessin geben.
Auch wenn es eine falsche ist.
Ich hab jemanden aus den Augen verloren.
Ja, und?
Ja, ich hab keinen Namen, keine Adresse und
nicht mal mehr einen Schuh.
Ja, und weiter?
Ja, das Einzige, was ich weiß, ist, dass
er eure Milch kauft.
Wünschen deren.
Ja, das ist auf alle Fälle.
Ja, weiter?
Ja, ich will ihr schreiben, hier auf euren
Etiketten.
Für euren Spaß.
Ja, das ist egal, ich muss sie wiederfinden.
Eure Flasche ist nur meine einzige Chance.
Hat dich ganz schnell erwischt, was?
Warum haben die beiden nicht meine Oma?
Nein!
Hey!
Wo hast du gesteckt?
Wenn du vielleicht mal antwortest, kriegst du deinen
Maul wieder nicht auf.
Die ganze Werkstatt ist voller Arbeit, du hängst
nur rum.
Weißt du, wie du aussiehst?
Wie unser Alter in seinen schlimmsten Zeiten.
Aber du, was?
Du weißt, wo es lang geht.
Anne, der mit dem großen Durchblick.
Warum hast du mir denn da eigentlich nicht
gefügelt?
Eine Frau, die dich nicht ranlässt, gibt es
doch eigentlich gar nicht.
Jetzt sind sie verliebt.
Oh, meine Anne, ich wusste nicht, dass wir
zurückkommen, glaub mir.
Es ist nämlich so, also...
Ich weiß nicht mehr, wie ich dir das
erklären soll.
Es ist...
Es ist einfach...
Es ist einfach...
Es ist so...
Jetzt kapier ich.
Ja?
Du, Belinda.
Ja?
Ihr habt es die ganze Zeit getrieben, ja?
Stimmt doch.
Oh Gott, so ein Quatsch.
Oder?
So ein Quatsch, Mann.
Sag es doch.
Jetzt ist es aber genug hier.
Krieg dich doch mal rein.
Sag es doch.
Sag Bescheid, wenn man mal wieder mit dir
reden kann.
Kann ich mal das Untersuchungsheft sehen?
Das ist bei ihrer Mutter.
Die Kleine ist nur übers Wochenende hier.
Heute ist Dienstag.
Haben Sie wenigstens die Versichertenkarte?
Ich bin privat versichert.
Können Sie mir eine Rechnung schreiben?
Was meinst du denn dazu?
Soll ich mal was sagen?
Ich bin mir sicher, der hat sein Leben
lang drauf gewartet.
Endlich mal seinem älteren Bruder eins auswischen.
Spannt mir einfach die Frau aus, wo ich
halbwegs das Gefühl hab, das könnte mal was
sein.
Die Lunge ist frei.
Heftige Fieberanfälle sind bei Babys in der Regel
ungefährlich.
Wenn die Temperatur über 40 Grad steigt, dann
machen Sie ihr Wadenwickel oder Sie geben mir
eins von den Zäpfchen.
Die Kleine muss viel trinken.
Am besten Wasser oder Tee, auf keinen Fall
Milch.
Ich meine, ich weiß ja, dass der richtig
was an der Glocke hat.
Also Vollwaisen, Macke, Heimkomplex.
Aber dass er so ein mieser kleiner Pisser
ist.
Ja, guck nicht so, sag doch mal was
dazu.
Ich meine, das ist mein Bruder.
Ja, ja, geh ruhig.
Leck mich doch alle am Arsch hier.
Belinda, bitte melde dich.
Es war ein Fehler, dich anzulügen.
Sanni sollte nie in ein Heim.
Ihr beide fehlt uns.
Bitte melde dich.
Arnold Malte.
Das war's.
Komm her.
Nein, wir können nicht mehr.
Das mit dem Pflegekind, das habe ich euch
voll abgekauft.
Nur mit dem Heim waren Zacken zu scharf.
Wo hast du die Kleine her?
Gefunden in der Telefontelle.
Also Anna, ich habe zwei gute Nachrichten für
dich.
Die schlechte zuerst.
Ich hatte nichts mit Belinda.
Ehrenwort.
Wirklich Anna, glaub mir bitte.
Kein Scheiß.
Ja, kein Scheiß.
Versprochen.
Verbreiter.
Sie ist wieder da.
Hör auf mich zu verarschen.
Belinda ist im Bus.
Für wen sind die zwei Kaffeetassen?
Ich war nicht.
Wundere dich nicht, sie hat so leicht ihren
Typ geändert.
Hi, Arne.
Hallo, Sternschnuppe.
Boah, du siehst ja zum Kotzen aus.
Was ist denn passiert?
Belinda ist weg.
Ja, aber es gibt doch noch mehr Frauen
auf der Welt.
Ja, aber ich hatte mich doch so in
sie verliebt.
Du?
Du warst doch noch nie in jemanden verliebt.
Ja, aber ich war noch nie in eine
Frau so verliebt wie in Belinda.
Ja, dann muss ich dir wohl noch einen
Wunsch erfüllen, oder?
Arne, es tut mir leid.
Nun ist er schon zwei Tage weg.
Hast du eine Ahnung über Steg?
Ja, der kuriert seinen Schock und wirbelt sich
durch sein Telefonbuch.
Das hätte ich ihm gerne erspart.
Mein Gott, er fehlt mir langsam.
Ist das nicht merkwürdig?
Nein, das ist nicht merkwürdig.
Aber auch nicht mehr nötig.
Schön, dass du wieder da bist.
Ich wohne hier.
So, wie stellst du dir das eigentlich vor?
Schön, dass du wieder da bist?
Glotz nicht so blöd!
Du hast mich verarscht!
Du hast mich zum Affen gemacht!
Ich hab mich fast in dich verliebt!
Ich mich auch fast in dich.
Ach, jetzt hör auf!
Ich werde wegen dir nicht schwul.
Ich weiß.
Arne, es tut mir leid.
Ich wünschte, wir hätten uns unter anderen Bedingungen
kennengelernt.
Arne!
Immerhin, er ist wieder da.
Ich glaube, ich gehe besser.
Ja.
Ach, Quatsch, blöd Mann.
Martin, die ganze Mannschaft da rein.
Schnell, schnell, schnell, schnell, schnell.
Bitte, bitte, bitte.
Arne, sie sind da!
Arne, draußen ist alles voller Brüllen.
Und?
Arne, du musst jetzt was tun.
Arne, die nehmen uns das Kind weg!
Du willst das Kind wirklich behalten, ja?
Ja, das will ich.
Und ich will auch noch viel mehr.
Ich will die beiden Kleinen da und eigentlich
will ich auch dich, du blöd Mann.
Okay.
Wir werden es Arne behalten.
Aber nach meinen Regeln.
Ganz legal.
Mit Papieren und dem ganzen Scheiß.
Wir werden es Arne adoptieren.
Adoption?
Gut.
Genau.
Ist nur eine Frage der Bestechung.
Arne Leoburg.
Jetzt sind Sie dran.
Das ist die Kollegin Wojtowicz von Jugendamt.
Sie wird das Kind in Empfang nehmen.
Und wo ist das Kind?
Es ist weg.
Wir werden es finden.
Und wenn wir hier jeden Krümmel umdrehen, der
enteignet nicht sein Kinderspiel.
Können wir uns mal von Mann zu Mann
unterhalten?
Selbstverständlich.
Mein Bruder und ich, wir fahren ein paar
Spendenpakete.
Nach St. Petersburg.
Mit dem LKW.
Sozialer Ader.
Aber was geht mich das an?
Hören Sie doch zu.
Auf einer unserer letzten Fahrten haben wir nach
dem Abladen ein Kind gefunden.
Auf dem Fahrersitz.
Warm eingepackt, lag ein Zettel mit bei.
Hier.
Was heißt das?
Das ist russisch.
Bitte nehmt das Geschenk des Himmels an und
sorgt für es.
Ja.
Ja, wir waren mächtig überrascht.
Das können Sie sich sicher vorstellen.
Und mein Bruder und ich haben beschlossen, dass
wir für das Kind sorgen.
Mit allem was dazugehört.
Und deshalb wollen wir eine richtige Adoption.
Das ist nicht der Bereich meiner Dienststelle.
Irgendwie schon.
Sie kümmern sich um die Adoption.
Und wir verkaufen im Gegenzug unseren Schrottplatz an
die Stadt für, sagen wir, eine Million.
Eine Million.
Ja.
Sie haben das Kind aus Russland mitgebracht?
Genau.
Das haben die an der Grenze doch sicher
vermerkt.
Irgendein Ausreisedokument für das Kind.
Ja, klar, haben wir bekommen.
Aber das ging im Trubel um das Kind.
Verloren.
Ja, dann müssen Sie eben noch einmal mit
dem Kind ausreisen.
Das Dokument muss ich sehen.
Das muss alles korrekt sein.
Wieso?
Das Kind ist doch schon in Deutschland.
Na klar.
Dann muss eben geprüft werden, ob dieses Kind
hier in Deutschland vermisst wird.
Vorher können Sie die Reise nicht antreten.
Was ist, wenn die Mutter sich gemeldet hat?
Dass sie sich inzwischen anders überlegt hat, um
die Kleine zurückführen, hm?
Quatsch.
Dann wandert sie in den Knast.
Kindesaussetzung ist eine Straftat.
Nicht unbedingt.
Wenn sie jung ist und verzweifelt, dann wird
man ihr helfen.
Dann kriegt sie einen Betreuer.
Und unser Kind.
Ihr Kind.
Das Kind wird nirgendwo vermisst.
Na, dann wollen wir Ihnen mal Hilfestellung geben.
St. Petersburg ist die Partnerstadt Hamburgs.
Das erleichtert gewisse nichtwahrende Grenzformalitäten.
Hier.
Das lassen wir an der Benze abstempeln.
Sie bringen den Stempel und ich bereite derweil
die Adoptionspapier vor.
Ich empfehle den Sebi.
Versiedelt, hab ich nicht gesagt?
Super.
...
in der
Musicalschule auf.
Für Mütter.
Mit Babybetreuung.
Das ist eine echte Marktwirkung.
Und wenn das gut läuft, dann gehe ich
in den Profibereich.
Belinda Stagecoach.
Musik Spasibo.
Musik Wir
brauchen eine Menge Platz.
Eine Wohnung vielleicht.
Wohnung ist Quatsch.
Ist total spießig.
Wir sind jetzt eine richtige Familie.
Mama.
Mama.
Mama, ausgerechnet Mama.
Wer von uns ist denn jetzt der Vater
und wer die Mutti?
Musik Musik
Musik Musik Musik Musik
Musik
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