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Drei Minuten.
Drei, fünf.
Drei Minuten, acht Sekunden.
Hey, 32 Meter.
Das ist die Führung.
Da kommt man auch nicht.
Das ist schlecht.
Abwarten.
Von ca.
35 Metern ist die Verschalung aufgebrochen. Na dann, lass mich mal.
Du, was du nicht lassen kannst.
Hör dich auf. Quatsch nicht, reiß ihn.
In einer halben Stunde ist der nächste Kontrollgang.
Zwei Minuten.
Was ist los?
Können Sie gerne schon mal vorher bringen, das Gepäck dann aufs Zimmer.
War wunderschön.
Ich freue mich auf dich.
Der Paar schüttelt sich weg.
Im Harz tödlich verunglückt. Kannten Sie denn den Tod?
Ja. Ich brauche ein paar Schuhe im Empfang.
Gar nicht.
Wir verabreden uns.
Anonym? Das Gepäck.
Über ein Internet -Programm.
Und gab es da schon öfter irgendwelche Zwischenfälle?
Nein.
Jetzt schildern Sie uns doch mal, was da genau passiert.
Bitte,
wie du meinst.
Maximilian hat für heute Abend abgesagt.
Deswegen kommt er nicht.
Das kann doch nicht wahr sein. Wir brauchen niemanden alleine.
Er ist Maler Hofer und arbeitet im Münchner
Reisebüro.
Gibst du das nochmal kurz? Dann schreibe ich dir ihre Privatadresse hinten
drauf.
Kennst du sie?
Flüchtig.
Guten Morgen.
Schlecht geträumt.
Kein Wunder nach dem, was du durchgemacht hast.
Warum begibst du dich nur mit wildfremden Leuten in solche Gefahren?
Du verstehst das eben nicht.
Dann muss ich hier ein.
Oh.
Ich rufe Seidel an und sage ihm, dass ich heute nicht komme.
Du bist letzte Woche schon dreimal zu spät gekommen. Irgendwann wirft er dich
raus. Dann war es nur ein Job, keine Lebensaufgabe.
Die Arbeit wird dich ein bisschen ablenken. Na los.
Du darfst dich jetzt nicht so hängen lassen.
Hm?
Er sagt jetzt nichts. Noch hat es der Chef nicht gemerkt.
Wenn du heute Abend mit mir ausgehst, so fährt er doch nicht.
Er geht wohl nie auf.
Guten Tag.
Guten Tag, ich... Ich würde gern mit Marla Hofer sprechen.
Marla ist schon zur Arbeit.
Darf ich fragen, um was es geht?
Das ist eine Privatangelegenheit, Frau.
Hofer? Helene Hofer?
Ich bin Marlas Mutter.
Entschuldigen Sie die Störung.
Hallo, Marla.
Ich habe in den Nachrichten von deinem Abenteuer gestern gehört.
Wie geht es dir?
Schon okay.
Aber ich würde trotzdem gerne meinen restlichen Urlaub nehmen. Es gibt gerade
ziemlich günstige Flüge nach Australien.
An deiner Stelle hätte ich erstmal genug vom Trauchen. Ja, genau deshalb werde
ich dich auch zur Erholung in die Berge schicken.
Bitte? Wir bieten ab sofort eine Pauschalreise zum Königssee an.
Busfahrt, Hotel, Unterhaltungsprogramm, alles inklusive.
Und du wirst das auch realisieren.
Wenn du zurück bist, kannst du immer noch in Roller fahren.
Einigermaßen zum Tauchen.
Das nennt man Erpressung.
Falsch. Das nennt man Arbeit.
Komm.
Na, komm.
Ein Hotelier aus Thürnau am Königsee hat mich auf die Idee gebracht.
Er hat mir ein ziemlich günstiges Zimmerkontingent angeboten. Ich mach dir
noch eine Liste, was wir alles brauchen. Das gibt nicht im Programm.
Hallo. Darf ich vorstellen, Malerhofer, Maximilian Leitner. Guten Tag, sehr
erfreut. Herr Leitner hat in seinem Hotel ein Zimmer für dich reserviert.
ich würde Ihnen das weitere gerne auf der Fahrt erzählen. Ich hole den Wagen
warte hier drauf.
Leitner?
Gute Fahrt.
Ja, das geht packen und rufe mich morgen an.
wie es hier aussieht.
Ich könnte so nicht leben.
Und glaub, du bist auf Durchreise.
Mama, wir sind eben total zu schnell.
Aber ich liebe dich trotzdem.
Wo willst du überhaupt hin?
In Königssee.
Ich soll das Programm für eine Pauschalreise zusammenstellen.
Ich dachte, du wolltest in Urlaub.
Was ist mit Australien?
Willst du mir nicht was von beruflichem Erwärmung erzählen?
Ich melde mich.
Es tut mir leid, dass Sie in Urlaub verschieben müssen.
Aber Ihr Chef hält offensichtlich die größte Stücke auf Sie.
Ehrlich gesagt arbeite ich nur in einem Reisebüro, weil ich mit meinem Hobby
sonst niemals finanzieren könnte.
Ja, hat auch ein bisschen teurer Spaß.
Der Herr Seidl hat es mir erzählt.
Sieht doch wunderschön aus, oder?
Also wenn Sie wollen, dann kann ich Ihnen bei Ihrem Termin natürlich
sein. Ich kenne die Menschen hier und die gesammelt was vorbei.
Ja?
Nur wenn Sie wollen.
Wie viel Standard hat denn Ihr Hotel?
Immer ein zu wenig, sagt mein Vater.
Ich habe das Hotel von ihm übernommen.
Also ich habe es renovieren lassen.
Naja, mischt sich halt immer noch ein bisschen ein.
Und Sie verstehen sich gut mit Ihren Eltern?
Ich meine, weil Sie noch zu Hause wohnen.
Hat Ihnen das auch Seidl erzählt?
Spart die Miete.
Aber dem verstehe ich mich gut mit meiner Mutter.
Tja, das ist schon mal die halbe Miete.
Was ist da drüben?
Das ist St. Bartholomä, eine alte Wallfahrtskirche.
Da kommt man leider noch mit dem Boot drüber, aber wenn Sie wollen, dann
wir morgen einen kleinen Ausflug machen.
Danke.
Servus.
Wer ist das?
Der Brett Schneider.
Die Legende vom Königsee.
Er sitzt immer da.
Er sieht nichts mehr und redet total nichts mehr.
Gefällt es Ihnen?
Ja.
Passen Sie mal kurz an meine Sachen auf.
Geboren September 82.
Danke. Kommen Sie, es wird Ihnen gefallen.
So, ich brauche den Schlüssel von der Kamin -Suite für Frau Hofer.
Guten Tag.
Herr Mäurer, den Schlüssel für die Kamin -Suite für Frau Hofer.
Die süße Arbeit mit 40 Jahren.
Das ist Peter.
Komm, jetzt wieder.
Vielen Dank.
Angenehmen Aufenthalt.
Unglaublich.
Unglaublich. Es ist kein Grund, sie so anzustarren.
Danke wieder.
Jederzeit.
Rupert? Ich hoffe, es ist alles zu Ihrer Zufriedenheit.
Ja, vielen Dank.
Also, ich bin sprachlos.
Tja, also wenn Sie noch irgendwas brauchen sollten, ich bin immer für Sie
Besten Dank, Herr Leitner.
Gerne.
Entschuldigung, kann ich Ihnen vielleicht helfen?
Danke,
es geht schon.
Brauchen Sie noch etwas?
Nein, vielen Dank nochmal.
Was hast denn du so lange bei den Gästen zu suchen?
Geh gefälligst runter, räum die Scherben weg.
Sehr wohl, Frau Leitner.
Entschuldigung.
Meinst du, ich werde dir ungern in deine Angelegenheiten drehen, das weißt du.
Aber war es unbedingt notwendig, diese Frau hierher zu schleppen?
Papa, bitte.
Du hast doch gesagt, es ist vorbei.
Hast du ihr von der Nora erzählt?
Nein, ich habe ihr nicht von der Nora erzählt.
Gut.
Zeig mir das Angebot.
Guten Morgen.
Guten Morgen.
Wissen Sie, wo ich Herrn Leitner finde?
Das ist sein Büro. Darf ich fragen?
Das müssen Sie nicht.
Was soll das?
20 Zimmer, 100 Euro unter Listenpreis? Und das zur Hochsaison?
Na prima, prima.
Dann machen wir in einem Monat 60 .000 Verlust. Ich mach Verlust, Papa.
Ich für das Hotel.
Verkauf mich nicht für dumm, ja?
Ich weiß doch ganz genau.
Für wen du unser Geld verschleuderst.
Glaubst du, wir haben das mit der Nora vergessen?
Niemand, kein Mensch in ganz Schönau hat dieses Luder vergessen. Red nicht so
über sie.
Ich habe sie geliebt, Papa.
Marla.
Darf ich Ihnen meinen Vater vorstellen?
Entschuldigung, ich wollte nicht stören.
Grüß Gott.
Ich wollte nur nach einer Karte von Schönau und Umgebung fragen.
Ja, einen Moment.
Ich habe eine viel bessere Idee.
Wer ist Nora?
Lange her. Nicht mehr wirklich wichtig.
Oh, das tut mir leid. Ich dachte, es geht mich auch nichts an.
Denken Sie nicht mal drüber nach.
Über was?
Hier zu tauchen.
Es ist strengstens verboten, ab 15 Metern entwickelt der See einen Sog, der
bis auf den Grund zieht.
Schade eigentlich.
Naja, es muss immer auch unberührte Orte geben.
Gar nicht so übel hier.
Das ist er übrigens.
Wer?
Der Watzmann.
Der Sage nach war der Watz ein alter, grausamer König. Er hat die Kinder einer
Bäuerin getötet. Er hat ihn verflucht.
Er wurde zu Stein. Sein Blut ist ins Tal gelaufen. Er hat sich gesammelt und
wurde zum König sehen.
Eine Geschichte, mit der die Gerechtigkeit zieht.
Sie sind hier wirklich zu Hause?
Ja. Ich brauche ein Auto. Wissen Sie, wo ich Ihren Mietwagen bekomme? Sie
brauchen keinen Mietwagen.
Sie können sich einfach einen von unserer Tiefgarage nehmen.
An der Wand hinten ein Kästchen, Zahlencode 222. Da sind die Schlüssel
Wer ist die Frau da oben?
Sie hat mich gestern im Wellnessbereich beobachtet.
Ja, das ist meine Mutter.
Ich müsste mal los.
222.
Steigen Sie auf den Wagen.
Sie können gern jeden anderen Wagen nehmen, der hilft Ihnen.
Er gehört der Nora, richtig?
Danke, ich gebe es Ihnen.
Hallo?
Guten Tag.
Ich komme vom Reisebüro Seidel aus München. Kann ich bitte den
sprechen? Moment.
Frau Vogt?
Guten Tag.
Ich glaube nicht, dass wir irgendwas für Sie tun können. Aber mein Chef hat mich
angekündigt. Wir sind an Ihrem Angebot nicht interessiert.
Tut mir leid.
gibt es bei der Königsökotomie.
Wir sind ein Staatsbetrieb.
Verstehe.
Wiederschauen.
Maler Hofer.
Ah ja.
Grüß Gott, Frau Hofer.
Ich habe schon alles vorbereitet. So wie mit dem Herrn Seidel besprochen.
Einzelpersonen 10%, Paare 15%, Gruppen ab 5 Personen 20%.
Bis auf die Einzeltickets sind es fast die normalen Tarife.
Paare 30%, Gruppen die Hälfte.
So, wann wieder ich meinen Job los bin.
Also gut.
Aber weiter geht's keins, gell?
Herzlichen Dank, Wiedersehen.
Sie sind doch gestern mit dem Maximilian Leitner gekommen, nicht wahr?
Ja, woher wissen Sie das? Sie wohnen doch auch im Klosterbräu.
Wissen Sie schon, wie lange es bleibt?
Nein, aber... Oder sind Sie schon liiertenlieb?
Ist es wieder da?
Ja.
Gut, Herr Mörder, wo liegt das Problem? Graf Schönborn ist mit verlassen. Dann
legen Sie ihn um. Sie legen ihn trotzdem um, dann lassen wir doch die Nerven.
Herr Mörder!
Was ist denn los?
In was für ein beschrittenes Kaffern bin ich hier eigentlich gebracht?
Kommen Sie und erzählen mir mal, was passiert ist.
Ich behandle mich hier ja, als ob ich... Jetzt beruhigen Sie sich, Herr Mörder.
Zeigen Sie mal her.
Wisst ihr?
Naja, aber die Konditionen für das Heimatmuseum sind in Ordnung, oder?
Ja, toll.
Dafür muss ich mir unverschämte Fragen anhören. Der Typ wusste sogar, dass ich
im Hotel wohne. Und hat mich ernsthaft gefragt, ob wir beide leer sind.
Warum lachen Sie so?
Malle, ein schöner Ort ist ein kleiner Ort. Hier wird viel geredet.
Und gerade bei uns.
Die Leidenschaften sind hier nicht eben, du ja.
Jetzt entspannen Sie sich und nehmen Sie es nicht ganz so ernst.
Ich gehe auf mein Zimmer.
Herr Leitner lässt ausrichten, dass er Sie gerne um 21 Uhr zum Abendessen
einladen würde.
Ich würde sie dann abholen.
Guten Abend, Mama.
Ist das der übliche Service oder gibt es die nur für besonders wichtige
Geschäftspartner? Ich dachte mir, das ist der perfekte Ort, um unseren
schlechten Tag in den guten Tag zu machen.
Kannst du hin?
Ja.
Vielen Dank, Peter. Ich glaube, wir brauchen uns.
Warum tun Sie das?
Sie flirten mit mir.
Sie verwöhnen mich.
Ich hoffe, dass die ausgehandelten Konditionen die Aussichten auf Ihren
wohlverdienten Urlaub deutlich verbessern.
Ich habe ein bisschen rot definiert.
Genau genommen haben Sie alles getan, damit ich möglichst schnell wieder
abreisen kann.
Sagen wir so, ich habe Ihnen jeden Grund genommen, hier zu bleiben. Das stimmt.
Jeden, außer vielleicht einem...
Persönlichen.
Gratuliere, Sie haben es geschafft.
Sie haben aus einem schlechten einen guten Tag gemacht.
Ja.
Gute Nacht, Marla.
Gute Nacht.
Guten Abend. Guten
Abend.
I've got a ticket to the moon.
Was denn hier jetzt?
Was machst du denn hier?
Sind das Nora's Lachen?
Ja.
Und hast du von auch an sie gedacht?
Ich würde mir von dir nur verabschieden.
Hast du es jetzt endlich begriffen?
Du kannst sie nicht bekommen, denn es ist längst vergebens.
Danke. Hallo,
ich bin Efe Gruber, Redakteurin beim Schönauer Kurier.
Ich habe Sie gestern schon mal am See gesehen, mit dem alten Brettschneider.
Tja, nicht der einzige Irre hier.
Sie sind eine Bekannte vom Leitner Junior, gell?
Naja, er hat vor kurzem den Bericht im Fernsehen gesehen und hat gemeint, dass
Sie sich kennen.
Ach so.
Ja, ja.
Sagt Ihnen vielleicht der Name Nora etwas?
Nora und wie weiter?
Keine Ahnung. Herr Leitner war wohl mal mit ihr zusammen.
Das war sicher vor meiner Zeit. Ich hab dich schon erst seit vier Jahren.
Warum fragen Sie?
Falls Sie mal was anderes sehen wollen als... Danke.
Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen.
Wiederschauen. Wiederschauen.
Hervorragende Arbeit.
Bedanken Sie sich bei Herrn Leitner.
Ohne seinen Segen kriegen Sie in Düsseldorf nicht mal etwas Gott.
Herr Seidel, Telefon.
Wenn Sie es gut mit Ihren Kunden meinen, dann schicken Sie sie lieber in die
Karibik.
Meine Meinung.
Seidel?
Ja, für das Klopferwerk.
Das ist ja nett von Ihnen. Ich hätte mich nämlich nicht bei Ihnen gemeldet.
Ja, natürlich.
Alles, alles.
Sie können... Sie
können...
Ich wusste, dass du es irgendwann herausfinden
würdest.
Was herausfinden?
Vor 24 Jahren stand eine junge Frau vor der Tür.
Wir hatten das Gartenhaus installiert und haben uns für sie entschieden.
Kurze Zeit später war sie schwanger.
Sie ist... Meine Mutter.
Du hast mich mein ganzes Leben lang belogen. Nora hatte überhaupt keinen
zu dir. Vielleicht war sie überfordert oder zu jung.
Ich habe mich um dich gekümmert.
Weggenommen hast du mich ihr.
Ach, Unsinn. Sie war ständig fort.
Deshalb habe ich dich gehütet vom ersten Tag an.
Irgendwann kam ein Brief von ihr.
Sie wollte ein neues Leben beginnen ohne Kind. Und sie war sich sicher, dass du
es bei uns am besten hast.
Du hast es mir nie gesagt.
Ich muss nur versprechen, niemals mit irgendjemandem darüber zu reden.
Jahrelang hatte ich Angst, dass es herauskommt, dass ich dich verliere.
Ich hatte ein Recht auf die Wahrheit.
Und ich habe es noch immer noch.
Liebe Frau Hofer, Ich habe beschlossen, mein Leben an einem anderen Ort neu zu
beginnen und hoffe sehr, Sie können mir verzeihen, dass ich Marla nicht in
dieses neue Leben mitnehmen kann.
Ich bitte Sie daher, Marla so liebend wie Ihre eigene Tochter anzunehmen und
auch immer in diesem Glauben zu lassen.
Ich weiß, dass sie es nirgends auf dieser Welt besser hätte.
In tiefer Dankbarkeit, Ihre Nora Schiller.
Was weiß sie über Ihre Vergangenheit?
So gut wie nichts.
Sie hat nie etwas Persönliches über sich erzählt.
Eigentlich nur, dass sie in einem katholischen Stift aufgewachsen ist.
Ich kann Sie gut verstehen, glauben Sie mir.
Nora war gerade zwei Jahre alt, als sie zu uns kam.
Sie lag schlafend in einem Kinderwagen vor dem Stift.
Sie war ein Findelkind?
Wie kam sie denn mit den anderen Kindern zurecht?
Sie hat sich in die Gruppe eingefügt, aber sie war auch ein sehr stilles Kind,
das kaum sprach.
Irgendwann einmal habe ich sie allein in ihrem Zimmer tanzen sehen.
Sie tanzte wirklich wundervoll.
Schwierig wurde es erst, als sie in die Pubertät kam.
Sie hielt sich immer weniger an unsere Stiftsregeln.
blieb nachts immer öfter unerlaubt fern und erzählte herum, sie wolle eine
berühmte Prima -Ballerina werden und um die Welt reisen.
Jungmädchenträume eben.
Ich hatte ihr ein Vortanzen arrangiert in der staatlichen Ballettschule, aber
sie erschien nicht.
Als wir nachsahen, war der Spind leer, bis auf die Stiftstracht.
Sie ist ohne Abschied gegangen, nach 16 Jahren.
Ich glaube, ihre Art.
Sind Sie die Tochter von Nora Schiller?
Ich habe damals das Zimmer mit ihrer Mutter geteilt.
Sie sagte immer, sie wolle nur einen reichen Mann finden, dann würden ihre
Träume schon in Erfüllung gehen.
Hier, ich habe ein paar Fotos aus Noras Zeitung besucht.
Kurz bevor die ging, hat sie mir erzählt, dass sie auf der Messe als
arbeiten wollte, wenn Ihnen das weiterhilft.
Viel Glück, Marla.
Stellen Sie sich das vor, das ist 25 Jahre her.
Wo ist denn das Samurai -Schwert?
Sie wissen schon, das mit dem silbernen Griff?
Los, Beeilung!
Ja, Herr Frankel, ich schaue gleich nach.
Ich kann mir beim besten Willen nicht jede Hostess merken, die irgendwann bei
uns gearbeitet hat.
Sie müssen doch nur in Ihrer Personalabteilung nachfragen.
Aber ich kann auch keine selbst nachfragen. Bloß nicht.
Machen Sie mir nicht auch noch meine Leute verrückt, ja?
Also, wann soll denn das gewesen sein?
Frühjahr 82.
Angefangen hat sie aber vielleicht auch schon im Herbst davor.
Passt schon. Danke.
Nora Schiller, ja?
Warten Sie bitte draußen.
Ich gebe Ihnen dann gleich Bescheid, ja?
Danke.
Also, sie hat tatsächlich für uns gearbeitet.
Ab Herbst 81.
Im April 82 ist sie dann in die Disposition versetzt worden. Warum ist
gestanden? Sie war schwanger.
Mit mir.
Naja, jedenfalls ein halbes Jahr später, am 25 .10 .1982, hat sie fristlos
gekündigt. Telefonisch und ohne Angabe von Gründen.
Bitte, alles Gute.
Bitteschön.
Schön, dich zu sehen.
Bleib hier.
Maler, komm zurück!
Maler!
Ich möchte mich bitte entschuldigen.
Als ich dich im Fernsehen gesehen habe, wusste ich sofort, dass du nur das
Tochter bist.
Ich gebe zu, ich hatte gehofft, sie über dich zu finden.
Es tut mir leid.
Das hat nicht geklappt. Du hast eben mit mir ein bisschen Nora gespielt. Das ist
nicht wahr.
Du siehst doch nur Nora in mir.
Es ist dir kein Tag älter geworden.
Der Traum aller Männer, hm?
Es geht nicht mehr um Nora.
Es geht um dich.
Es geht um uns.
Du bist doch krank.
Du bist krank.
Deshalb hat Nora dich verlassen.
Sag mir, wohin sie ist.
Ich weiß es nicht.
Ich werde sie auch ohne dich finden.
Hat es geklappt mit dem Australienflug?
Nein.
Ich werde meinen Urlaub am Königssee verbringen.
Warum haben Sie es mir gemeldet?
Ich bin Journalistin. Und Ihre Andeutung, besser noch Ihr Schweigen am
haben mich einfach neugierig gemacht.
Haben Sie noch mehr herausgefunden?
Nicht wirklich.
Sie hat Maximilian wohl tatsächlich sitzen lassen. Und zwar von heute auf
morgen.
Hat sie sogar als vermisst gemeldet.
Vermisst gemeldet?
Dann muss es doch aber eine polizeiliche Untersuchung gegeben haben.
Gab es auch.
Aber die war ganz offensichtlich erfolglos.
Wer ist denn hier der oberste Polizeibeamte?
Hier passiert nicht viel.
Aha, da haben wir es schon.
Bitte.
Vermisstenmeldung am 22.
Januar 1983.
Fahndung wurde am 12 .02 .1983 ergebnislos eingestellt. Kein Hinweis
Straftat. Moment, ein Mensch verschwindet und Sie stellen nach zwei
Arbeit ein?
Menschen verlassen einander.
Das kommt schon mal vor.
Ja.
Hier steht es, Sie sind mit dem Jeep von Herrn Leutner verschwunden.
Ist er irgendwann wieder aufgetaucht?
Kein TÜV, keine Verkehrskontrolle, nicht einmal ein Strafzettel, nichts.
Wie fiel dein Folgenprotokoll?
Gerald Dobler.
Hörschel im Klosterbräu. Wie ist dein Sohn jetzt?
Das ist mein Hitler.
Hör schon mal vor, dass er noch was zum Kopieren rausholt und dann vergisst,
ruhig zu tun.
Der Fall wurde ja auch nach zwei Wochen wieder eingestellt. Alles ganz
unwichtig, verstehe.
Jetzt sage ich noch was.
Junges, hübsches Mädel nimmt einen reichen, jungen Burschen aus und
mit der Beute, das ist alt.
Und jetzt entschuldige ich mich bitte.
Aber wenn Sie das nicht verstehen können, ich habe mir was Besseres zu
Vielen Dank für Ihre große Hilfe.
Habe die Ehre.
Die Duplatz, die wohl oben bei der Pop war.
Hey, vielen Dank. Gerne, tschüss.
Was wollen Sie eigentlich bei uns da?
Meine Mutter finden.
Jeder hinterlässt Spuren.
Wenn Sie hier kein Glück haben, so will ich gewiss.
Warum ist sie damals einfach von hier verschwunden?
Sie wissen es, oder?
Ich gebe Ihnen einen guten Rat.
Lassen Sie Vergangenheit ruhen und verschwinden.
Es ist besser für alle.
Auch für Sie, glaubt mir das.
Ich hatte gestern Nachtschicht.
Entschuldigung.
Gerald Doppler.
Das ist doch dein Vater.
Ich muss ihn mal sprechen.
Mein Vater ist tot.
Oh, das tut mir leid.
Darf ich dich trotzdem was fragen?
Hat er irgendwann mal etwas von einer Nora Schiller erzählt?
Sie ist meine Mutter. Peter?
Mit wem redest du da?
Ist schon gut, Mama.
Geschwärmt hat er für sie.
Aber sie war unerreichbar für ihn.
Je nachdem, wie er sie gesehen hat das letzte Mal.
Wie im Hotel die Treppen runtergegangen sind.
Wie er Engel hat er immer gesagt.
Ja.
Dein Vater hat damals eine Aussage bei der Polizei gemacht.
Er hatte nichts gewusst.
Nur, dass sie jetzt in Verabredung wird.
Ich muss jetzt noch ein bisschen schlafen. Ich habe Dienst heute Abend.
Wiederschauen.
Dienst, bitte.
Wie kommst du nur mit dem Weibstück reden?
Mama, das ist ein Hotelgast von uns. Ihre Mutter hat das Unglück über unsere
Familie gebracht.
Die Leute hier reden halt einfach nicht gern über die Vergangenheit. Das habe
ich heute schon mal gehört.
Ging mir am Anfang auch so.
Liegt an der Mentalität hier.
Oder an der Vergangenheit.
Ich war übrigens mal hier für Sie.
Kannst du die haben?
Ja, klar.
Sie stand ja ganz schön im Mittelpunkt.
Und dann war die von heute auf morgen fort. Noch nicht einmal drei Monate.
Und dann noch ein paar Unfallverpflichtungen.
Wenn sie tatsächlich aus freien Stücken wegging, warum hat Maximilian sie dann
vermisst gemeldet?
Weil er vermutet hat, dass etwas zugestoßen ist.
Wo wollen Sie denn jetzt hin?
Zu Maximilian.
Ich glaube, er ist der Einzige, der mir das erklären kann.
Bist du noch in Entschuldigung?
Ich will die Wahrheit.
Die Wahrheit.
Die Wahrheit ist, ich habe deine Mutter geliebt. Sie hat mich geliebt.
Sie hat mich verlassen.
Eine Wahrheit gibt es nicht.
Ich lasse sie damals von mir gemeldet.
Sie ist genauso gegangen, wie sie gekommen ist.
Und manchmal wünschte ich mir, ich hätte sie mir noch eingebildet.
Ihr habt euch geliebt. Der ganze Ort hat sich vergöttert. Wieso verdammt nochmal
so? Die Frauen haben sie gearscht, weil sie den Männern auf den Arsch geguckt
haben. Weil sie ihr Lebensvorteil nicht ertragen haben.
Jetzt bin ich sie gegangen.
Es muss doch irgendeinen Hinweis gegeben haben.
Irgendeinen Ort, von dem sie irgendwann mal gesprochen hat. Guck mal, denk doch
nach. Sie hat uns doch beide verlassen.
Warum lassen wir ihr nicht antworten?
Ich habe sie losgelassen.
Und dank dir bin ich frei.
Du bist nicht frei.
Und du weißt es.
Schönen Abend, Mama.
Komm,
wir werden rein.
Was machst du hier?
Ich hab die.
Gut.
Ich hab da was für dich.
Such doch nicht das Mädchen.
Kennen Sie eine Person, die noch geöffnet hat?
Um die Zeit?
Schwierig.
Ich könnte Ihnen mein Gästezimmer anbieten.
Das ist wirklich sehr lieb. Sehr gemütlich.
Evi?
25. Oktober 1982.
Der Tag, an dem sie den Abschiedsbrief geschrieben hat.
Ja? Ich bin's, Mala.
Ich weiß jetzt, was mein Fotoalbum von Nora ist. Sie hat es hier gekauft.
Du hast gesagt, sie wollte ein neues Leben beginnen. Warum gerade am
Ich weiß es nicht.
Sie hat mir nicht gesagt, wohin sie wollte.
Wann hat sie es dir gegeben?
Es kam mit der Post, kurz nachdem sie weg war.
Ich schwöre, ich habe sie nie wieder gesehen.
Warum hast du nicht einfach auf den Poststern geschaut?
Du hast drauf geschaut.
Du hast immer gewusst, wohin sie gegangen ist.
Ich hatte solche Angst, die Leute dort würden dich erkennen und dass ich dich
verliere, wenn du es erfährst.
greifst du das nicht?
Ich weiß nicht, ob ich dir das verzeihen kann.
Nichts.
Und jetzt?
Da hinten sind noch die Inserate, Todesanzeigen und das ganze Volk drin.
Woher hat Nora so viel Geld?
Mehr als in ihrer ganzen Zeit beim Catering verdient hat.
Vielleicht hatte der Oma doch recht und sie hat Maximilian ausgenommen.
Ja, aber sie hat doch das Sparbuch bereits im Oktober 82 angelegt und 25
Mark eingezahlt. Das war kurz nachdem sie nach Schönau gekommen ist.
Ja, keine Ahnung, wo die so viel Geld her hatte, aber eins ist sicher.
Gleichgültig warst du ihr nicht.
Meine Mutter hat eine Verlobungsanzeige aufgegeben.
Erscheinungsdatum 25.
Januar. Sag mal, ja?
Das war drei Tage nach ihrem Verschwinden.
Die ist aber nie erschienen.
Am 23.
wurde die wieder stürmiert.
Von wem?
Das steht hier leider nicht.
Das muss Maximilian gewesen sein.
Sie ist niemals von ihr weg.
Er hat sie umgebracht.
Marla!
Maximilian ist vielleicht ein bisschen eigen.
Aber deshalb ist er doch nicht gleich ein Mörder.
Er hat noch auf den Mist gemeldet, um den Verdacht von sich zu lenken.
Also selbst wenn du recht hättest, wie um Himmels Willen willst du ihn dazu
bringen, das zu beichten?
Die Leute haben recht, als ob der Herr eines seiner Geschöpfe gleich zweimal
geschaffen hätte.
So wie ich weiß, wollte ihre Mutter keineswegs von ihr fort.
Sie haben mit ihr gesprochen?
Nur einmal.
Am Tag vor ihrem Weggehen.
Sie kam zur Beichte.
Sie hat gebeichtet?
Hat sie denn irgendetwas davon erzählt, dass sie sich bedroht fühlte?
Oder jemanden erwähnt, der ihr etwas Übles wollte?
Ich verstehe.
Sagen Sie, nach Ihrem Verschwinden, war da Maximilian Leitner bei Ihnen zur
Beichte?
Nein.
Maximilian kommt zwar zur Messe, aber wohl eher seinen fremden Eltern zuliebe.
Die letzte Beichte habe ich ihm abgenommen.
Das ist so lange her. Ich glaube, da ging er noch zur Schule.
von hier verschwinden, ihr Idioten!
Was hast du mit denen zu tun?
Ich habe dich gesehen.
Marla, jetzt mal ganz langsam.
Ich schreibe einen Artikel zum 100 -jährigen Jubiläum des Heimatmuseums.
Und die leben seit Ewigkeiten hier.
Also habe ich sie in die Realität zu gebeten.
Und, kommt meine Mutter auch vor in dem Artikel? Oder hat Maximilian was
dagegen?
Marla, ich glaube, du brauchst mal dringende Pause.
Eine Pause?
Dieser Kerl war mit meiner Mutter im Bett und mit mir.
Und wenn du mich fragst, er hat sie ermordet.
Wenn das stimmt, finden wir es raus.
Versprochen.
Ich verstehe es nicht, dass du auf Schutz gehen willst.
Weil die Leitnisse hier nicht irgendwer sind.
Apropos Pause.
Gibt es in diesem Land irgendwo ein Schwimmbad?
Gibt es.
Was denkst du eigentlich, was du mit deiner Rumpfhagerei bei den Leuten hier
auslöst?
Hör auf damit!
Hör auf damit!
Hörst du?
Ich bitte dich, hör auf damit!
Ich schreibe Ihnen noch etwas gegen die Schmerzen auf.
Sie können sich ableiten.
Wie ist das eigentlich passiert?
Mein Wirbel in jedem Kreis verhindert, dass ich herausfinde, was mit meiner
Mutter gesehen ist.
Mach das später. Danke.
Ihre Mutter wollte oder konnte sich nicht in die Gemeinschaft hier
Sie hat die Konsequenzen daraus gezogen und ist gegangen.
Ich finde das sehr respektabel.
War sie denn mal bei Ihnen in Behandlung?
Nein.
Keine Sorge, es wird nichts zurückbleiben.
Komm nach Herrn Bartholomä.
Heute 23 Uhr.
Wenn du hilfst, den Namen zu haben, der Himmel und Erde erschaffen.
Und so spenden wir Gebete den Toten, den Heiligen und den Märtyrern. Und so
bitten allen armen Seelen, auf dass sie für einen Tag aus ihrem Kriegefeuer auf
die Erde zurückkehren können, um sich von ihren Qualen zu erholen.
Egal, wie oft du sie tötest.
Sie wird immer wieder zu dir zurückkehren.
Maximilian.
Sie wird euch keine Ruhe lassen.
Bis ihr endlich zugeht, was er mit ihr gemacht hat.
So lange werdet ihr mich nicht los.
Beeil dich, dann kannst du faszinierend betretene Gesichter fotografieren.
Das macht mir weh. Schaust du nur aus?
Anscheinend bekomme ich als Nora mehr Aufmerksamkeit.
Bobbahn, 10 Uhr, wenn du alles erfahren willst.
Ich schaue fest auf dich aus.
Du erklärst mir jetzt erst, was das Ganze hier soll. Dein Aufzug.
Dein ganzer Auftrieb an der Kirche.
Das ist deine Schrift.
Du hast mich ja hergelockt.
Habe ich nicht. Ich habe dich sogar gerade gerettet. Woher weißt du, dass
hier bin?
Ich bin dir nachgefahren, Hala.
Und was ist damit?
Das war noch das letzte Verabredung.
Aber nicht mit mir, Mama.
Das ist eine Fälschung. Ich habe das nicht geschrieben.
Du musst mir glauben, das ist eine Fälschung.
Malle, ich habe deine Mutter nicht umgebracht und ich habe nicht versucht,
umzubringen.
Ich habe die Schnauze voll von deiner Paranoia.
Paranoia?
Jemand hat gerade versucht, mich platt zu machen.
Und der einzige Grund dafür ist ja wohl, zu vertuschen, was mit meiner Mutter
wirklich passiert ist.
dass du hier gehen willst, ich bin nicht so sehr da zu sehen.
Untertitelung. BR 2018
Am 25.
Oktober 1982.
Sie... Sie stand einfach im Foyer.
Wenn Maximilian nicht Noras Mörder ist, wer war es dann?
Jemand, wegen dem sie am 25.
Oktober 1982 an den Königsee gefahren hat.
Aber warum bitte ausgerechnet der Königsee?
Ich denke, sie wollte die Welt erobern.
Also wenn ihre Freundin aus dem Mädchenstift recht hat, dann wollte sie
allem erstmal einen reichen Mann angeln.
Deshalb hat sie auf der Messe gearbeitet.
Kann ich mal den Telefon nehmen?
Ja.
Warte, Frau Leifranke, guten Tag.
Wallerhofer hier.
Sie erinnern sich, oder?
Ja, freilich. Und, haben Sie Ihre Mutter gefunden?
Bin kurz davor, allerdings brauche ich dafür Ihre Einsatzpläne.
Also, wann war sie auf welchen Messen eingeteilt? Welche Aussteller?
Welche Aussteller waren akkreditiert?
Hören Sie, das dauert Stunden, das alles aus dem Archiv zu suchen.
Das ist aber nett von Ihnen, dass Sie sich so viel Mühe für mich machen
So, ich muss noch einmal ins Museum.
Freitagsredaktionsfluss von meinem Artikel.
Servus.
Dezember 81.
Gastronomie -Messe in München.
Du erinnerst dich?
Nein.
Wovon sprichst du?
Nora war dort am Stand eines gewissen Maximilian Leitner aus Schönau
Das war zehn Monate vor meiner Geburt.
Worauf führst du hinaus?
Von wegen aus dem Nichts aufgetaucht.
Du kanntest sie schon fast ein Jahr.
Mare, ich war nicht auf dieser Messe. Hör auf, mich anzulügen.
Ich habe keinen Grund, dich anzulügen. Ich war das erste Mal Anfang der 90er
dieser Messe. Davor war mein Vater da.
Maximilian Josef Leitner.
Natürlich hat es mich geschmeichelt, dass so ein junges, hübsches Ding um
herumschauwänzelt.
Es hat mir großen Spaß gemacht, sie in die diversen, sündhaft teuren
auszuführen, die sie sich selber nie hätten leisten können.
Es hat mich mächtig imponiert.
Ganz narrisch ist sie gewesen auf mich und ich war nicht minder narrisch.
Erst als die Gastronomie mir so aus war, bin ich wieder zu mir gekommen und da
war es schon zu spät.
Hast du ihr Geld gegeben?
Ja.
Und früher hat sie mir einen Brief geschrieben, dass sie ein Kind von mir
erwartet. Habe ich ihr 1 .000 Mark geschickt, damit sie es loskriegt.
Aber im Oktober ist sie dann wieder da gestanden.
Im Hotel.
Und wollte Geld haben, damit sie endgültig verschwindet.
Viel Geld.
Und ich habe es ihr nachgegeben.
Zu der Zeit waren sie schon längst abgeschoben.
Über diesen Besuch im Oktober hat sie an dich kennengelernt und dir den Kopf
verdreht. Ich habe dir alles gewusst.
Jetzt bist du an der Reihe.
Sie sind sie also nicht losgeworden. Und wenn jemand erfahren hätte, dass der
Herr Hotelier eine kleine Rosette geschwängert hat, dann wäre sie erledigt
gewesen.
Sie haben doch nicht die geringste Ahnung, was für eine raffinierte Person
Frau Mutter war.
Kannst du dich noch erinnern, wie du sie zum ersten Mal mitgebracht hast zum
Abendessen?
Am gleichen Abend hast du mir gesagt, jetzt kannst du ja wissen, dass das Kind
gar nicht von dir ist, aber einer von euch hat er zahlen müssen.
Glaubst du denn im Ernst, dass ich der Einzige war auf der Messe, an dem sie
ist, damit sie rausholt, dass ich am Abend seligen lebe?
Jeder, von dem sie sich in der Richtung was versprochen hat, war ihr Recht.
Jetzt halt doch endlich dein Maul!
Das war schon ein sauberes Luder.
Das ist enorme.
Hier im Ort haben sie gleich alle durchschaut. Nur du warst so blöd.
So war das.
Und das ist die Wahrheit.
200, 400, 500, 600, 700, 800, 50, 900.
Jetzt gleich.
Das ist der Kalender von Nora.
Sie hat nicht viel drin.
Prokurtermin, Ernsttermin.
Wir halten einfach das Andenken.
Sie war bei Dr. Zeidler?
Ja.
Dr. Zeidler ist unsere Ausärztin.
Wir fragten.
Weil Frau Doktor zeitlich sich absolut nicht an Noras Besuch erinnern will.
Es ist schon mal Zeit her.
Vielleicht bleibe ich doch noch bis morgen.
Tut mir leid, Dr. Zeitler ist zur Mittagspause.
Sag mal, könntest du mir die Patientenakte meiner Mutter
Oh Gott, wenn das die Frau Doktor erfährt.
Und, was meinst du?
Ist das den Ärger wert?
Hm.
Sie war noch mal schwanger?
Von Maximilian diesmal.
In ihrem Bauch wuchs der Stammhalter der Leitner, dass der irgendwann alles
erben würde.
Er liebt Maximilian und beschlägt ihn zu heiraten.
Und warum wusste er dann nichts davon?
Weil sie ihn mit gleich zwei freudigen Botschaften überraschen wollte.
Deshalb hat sie die Verlobungsanzeige selbst aufgegeben.
Hier.
Sie hat das Erscheinungsdatum nicht gemacht.
Dann macht sie Termine bei der Maniküre.
Beim Friseur?
So. Dahin bitte.
Bitteschön, dann.
Beim Friseur?
Und sogar beim Pfarrer?
Und dann entscheidet sie sich ganz spontan auf die Stelle Maximilians zu
verlassen? Ohne Abschied?
Warte mal.
Der alte Leitner kannte Maximilians Schrift.
Er hat sie abends nach St. Bartholomä gelockt. Und wie ist sie deiner Meinung
nach dahin gekommen?
Denn nach Einbruch der Dunkelheit fahren keine Schiffe mehr nach St. Bartholomä.
Da hättest du dann schon irgendwie über die Berge gemusst.
Den kannst du frieren?
Ja.
Das passiert so alle 10, 15 Jahre.
Zuletzt war das 2005 der Fall.
Und davor?
1992 und dafür 1983.
Sie wollte über den zugefrorenen See nach St. Bartholomä.
Deshalb hat sie den Jeep genommen.
Okay.
Das hier ist die übliche Route.
Da fahren wir im Sommer auch nicht viel verloren.
Und im Winter ist hier das Eis am dicksten.
Damals wurde hier noch mit Fackeln markiert.
Aber vielleicht...
Da hat sich jemand geschoben.
Der alte Leitner.
Sie fuhr aufs dünne Eis und brach mit dem Wagen ein.
Und am nächsten Morgen war der See wieder zugefroren.
Der perfekte Mord.
Also bis hierhin.
Ich hätte auf jeden Fall jemand aus Genau sehen können.
Selbst mit einem so nahbrauchigen Monat um den ganzen See abzusuchen.
Ja.
Ein Augenzeiger.
Wie lange ist er schon blöd?
Schon über zehn Jahre.
Warum?
Herr Breitschneider?
Die Tochter von Nora Schiller.
Ich weiß, dass es schon sehr lange her ist.
Aber haben Sie mal gesehen, wie sie im Winter nachts über den See gefahren ist?
In einem Auto.
Okay, sofort ist. Warten.
Direkt. Ja, der Kreuz von dort.
Wo folgt denn das doch?
Schnell, bitte.
Ich sehe es.
Da kippt es.
Ich kenne Taucher, die gegen das Dorf zurücklegen.
Dann ist es eine Frage der Dekoration.
Warten doch mal.
Ich wusste nicht, wie ich es er bei meiner Mutter besser anlegen könnte.
Na, wer sagt dir, wer es überhaupt da draußen liegt?
Ich weiß es.
Du riskierst dein Leben für eine blöde Idee.
Heute Abend ist alles da.
Ja.
Was du vorhast.
Wie? Das sind alles für Hofer? Für Hofer, ja.
Und du bist ganz sicher, dass es zum Sehen aus will, ja?
Gut, dann komm sofort her. Aber schau, dass dich keiner sieht.
Ich habe meine Tauchleute befragt.
Auf dem Grund hat es gerade mal nur gerade im Kopf keinen Sauerstoff.
Und außerdem herrscht da noch mal Druck.
Da kann dein Körper sehr gut konserviert werden.
Mala?
Du wirst da draußen nicht finden, was du suchst, Marla.
Ich bringe das jetzt zu Ende.
Für mich macht es keinen Unterschied, ob sie lebt oder nicht.
Ich werde sie für immer lieben.
Weiter geradeaus.
Näher auf die Felswand zu.
Wieso? Siehst du schon was?
Warte jetzt langsam zurück.
Zurück. Noch ein Stück.
Stopp.
Hier muss es sein.
Aber bitte erst auf alles können.
Sollte ich Sie auch nur erschrecken. Ich habe nicht geahnt, dass sie ausrutscht
im Eiskanal.
Dein Vater, der Gerhard, das war ein schwacher Mensch.
Mit dem Luder hat er deine arme Mutter tot unglücklich gemacht.
Wo sie doch gerade schwanger war mit dir.
Sterben hat sie wollen.
Und er?
Er hat sich totgesoffen wegen der.
Bitte.
Tu's.
Willst du mir den Kopf hauen?
Hast du wirklich geglaubt, ich habe nichts gewusst?
Deine Frauenzimmer?
Ich habe geschwiegen und erduldet.
Aber diesmal war es zu viel.
Niemals hätte ich dieses Ars an jedem Festtag in meinem Haus geduldet.
Und das Balg, das in unserem Sohn untergejubelt hat.
Was hast du mit ihr gemacht?
Was du mit ihr gemacht hast?
Du warst doch viel zu feig, um des Ruder loszuwerden.
So wie du immer zu feig warst.
Zu allem.
Wer hat doch Reichmanns Bilder allesamt am Nasenring rumgeführt?
Also haben wir uns selber drum gekämpft.
Ganz vorsichtig da drüben!
Endlich die Wache drücken.
Na, ich hoffe, du kannst sie dann auch ertragen.
2 Stunden. Wenn du da nicht zurück bist, rufe ich die Wasserwacht.
Wo hast du den Peter hingeschickt?
Zum See.
Damit ein für allemal Schluss ist mit der Teufelsbrut.
Und ich bin ganz gewiss, dass es dem Herrgott gefallen hat.
Erholen Sie einer.
Wir reden morgen weiter.
Okay?
Geht's Evi?
Wird schon.
Wird schon.
Vielen Dank.
Ich wollte nur noch sagen, dass ich mächtig stolz darauf wäre,
wenn sie vielleicht doch meine Tochter
möchte, dass du das weißt.
Was sagen Sie, Maximilian?
Ich habe sie gefunden.
Flying high above,
soaring madly through the mysteries that come.
Wondering sadly if the waves that led me here would turn
around and I would see them.
And I would see them.
Ganz gleich, welche Wege uns der Herr entlang schickt auf diese Erde, was er
Leben zusammenführte, soll auch im Tod nicht getrennt sein.
Amen.
Finde dich gut, Max.
Ich hoffe, jetzt hast du deine Ruhe.
Es tut mir unendlich leid, dass du deine Mutter nie lebend gesehen hast.
Deine Mutter wird immer du bleiben.
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