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Der Fluss symbolisiert das Leben, die Reise von
der Geburt bis zum Tod.
Anfang und Ende in einem.
Naturgemäß führt die Reise flussabwärts und endet im
Unendlichen, könnte man sagen.
Bewegt man sich jedoch flussabwärts, kehrt man zum
Ursprung zurück, zum Augenblick der Schöpfung.
Was ist wohl aus diesen Menschen geworden?
Keine Ahnung, leider kann ich nicht alle ihre
Schriftzeichen entziffern.
Sie sind von Überschwemmungen heimgesucht worden.
Es gibt Hinweise, dass die Ufer oft überflutet
waren.
Eine genaue Auskunft kann ich aber erst nach
der Bodenanalyse geben.
Glaubst du, Marguerite kann das hier entziffern?
Ja, da bin ich mir ziemlich sicher, sowas
kann sie.
Ich finde es sowieso schade, dass sie nicht
mitkommen wollte.
Hätte ihr gut getan, glaube ich.
Zwei Tage im Dschungel, auf der Suche nach
einem alten Stein.
Ich denke nicht, dass ihr das gefallen hätte.
Es sei denn, sie könnte dadurch hier wegkommen.
Was dieser Fluss offensichtlich auch nicht kann.
Er entspringt in den Bergen und mündet hier
im See.
Habt ihr das gehört?
Ja, der Wind.
Das ist nicht der Wind.
Das sind Pfeile.
In Deckung!
Seht ihr was?
Ich seh nur Pfeile.
Helgen!
Was macht der auf einmal hier?
Ich weiß nicht, aber offenbar sind sie hinter
ihm her.
Wir müssen was unternehmen, los!
Wo willst du hin?
Veronika, bleib hier!
Sie werden ihn umbringen, George!
Du hättest dabei draufgehen können, Ned.
Was hätte ich denn machen sollen?
Hilft mir.
Ganz ruhig.
Ganz ruhig, ohne eure Hilfe.
Geht Fluss aufwärts.
Zwei Tage bleiben uns noch.
Ich hole ihm Wasser.
Nein, nein, nein.
Biers und Reis.
Ihr müsst ihn finden sonst.
Biers und Reis?
Oh, mein Gott.
Wird es zu spät sein?
Uns bleiben noch zwei Tage.
Wer ist Biers und Reis?
Ein Forscher, den Roxton mal in Afrika kennengelernt
hat, aber der gilt inzwischen seit mehr als
zehn Jahren als vermisst.
Das wird er jetzt offenbar nicht mehr.
Nichts wie weg hier!
Zurück!
Zu Beginn des 20.
Jahrhunderts begibt sich eine Expedition auf die Suche
nach einer vorzeitlichen Welt.
Getrieben von Ehrgeiz, geheimen Wünschen, Abenteuerlust und journalistischem
Eifer, stoßen sie in den Tiefen des Urwalds
auf eine Verbündete.
Zwischen archaischen Kulturen und den Räubern des Urwalds
suchen sie einen Weg zurück nach Hause, denn
niemand außer ihnen kennt den Weg in die
verlorene Welt.
Kommt, die schnappen wir uns!
Hallo!
Was soll denn das?
Lass sie gehen!
Die wollten uns töten!
Sie haben aufgegeben!
Lass sie laufen!
Wir hätten sie fertig machen können!
Also, Ned, ich weiß nicht, seitdem du wieder
unter den Lebenden walzt, glaubst du wohl, du
seist unverwundbar?
Ich fühl mich zumindest so.
Und wer sagt denn, dass ich's nicht bin?
Du bist ein Mensch, genau wie wir auch,
Mellon.
Du bringst dich nur unnötig in Gefahr, Ned.
So, und was ist nun mit diesem Biers
und Reis?
Wenn er hier in der Nähe war, dann
ist er inzwischen wahrscheinlich längst tot.
Möglich wär's, aber ich frage mich, was der
Mann damit gemeint hat, dass uns noch zwei
Tage bleiben würden.
Dass sie ihn dann töten, vielleicht opfern.
Veronica, was weißt du von diesem Volk?
Mein Vater hat nie viel über sie erzählt.
Sie leben von der Jagd und bleiben angeblich
am liebsten unter sich.
Kann ja sein.
Nur wenn es stimmt, dass Biers und Reis
in ihrer Gewalt ist, dann müssen wir ihn
herausholen.
Was ist mit Roxton und Marguerite?
Die wären frühestens in zwei Tagen hier.
Nur dann ist unser Freund vielleicht schon tot.
Dann machen wir's eben ohne sie.
Wenn wir uns einig sind, es könnte gefährlich
werden.
Es geht nicht anders.
Ich werde ihnen eine Nachricht senden.
Und wenn sie vielleicht ein Kanu auftreiben und
auf dem Fluss herkommen, dann könnten sie's in
einem Tag schaffen.
Marguerite wird begeistert sein.
Ich mache mir eher Sorgen um Roxton.
Roxton.
Ein Vogel im goldenen Käfig ist sie und
wundervoll anzusehen.
Du meinst wohl, sie könnte kaum glücklicher sein,
aber die Irrsprache ist wie ein Vogel im
goldenen Käfig.
Und jetzt, Marguerite?
Besser geht's nicht, John.
Nur noch etwas mehr.
Dein Wunsch ist mir Befehl, Marguerite.
Bitte hör auf zu singen, ja?
Blödes Rohr.
Gott, ich hasse deine Erfindung.
Da ist immer ein Haken dran.
Hey, was ist denn los?
Jetzt.
So früh?
Wie kommt das denn?
John, ich war noch nicht fertig!
Den Fluss aufwärts.
Ein feindliches Gebiet.
Das Dorf der Hagens.
Kommt nach.
So schnell ihr könnt.
Glauben, Pearson Rice ist in Gefahr.
Pearson Rice?
Warum machst du denn nicht weiter?
Was ist denn?
Pearson Rice ist hier.
Wo?
Nein, nicht hier, aber ganz in der Nähe,
wie George eben gemeldet hat.
Und wer bitteschön ist dieser Pearson Rice?
Was?
Oh, jemand, den ich mal bewundert habe.
Nur er war ein eitler, arroganter und überheblicher
Mensch.
Selbstgerecht und überaus egozentrisch.
Klingt interessant.
Na, wie auch immer.
Ich dachte, er wäre tot.
Er verschwand vor zehn Jahren in den Bergen
von Peru.
Ich habe nie wieder von ihm gehört.
Und wie kamt ihr zusammen?
In Kenia.
Ich hatte schon viel über ihn gelesen.
Und mein Bruder und ich haben uns seiner
Expedition angeschlossen.
Ich war noch jung.
Ich bin ihm damals hinterhergelaufen wie ein kleiner
Schoß.
Und das mit deinem Bruder.
Ich meine, ist es dabei passiert?
Ja.
Weißt du, als dieser Affe plötzlich auftauchte und
auf meinen Bruder losging, da wusste ich nicht,
was ich tun sollte.
Ich griff zum Gewehr und ich habe gespürt,
dass Rice mich beobachtet hat.
Er hat mich regelrecht angefeuert.
Und als ich ihn dann in meinen Armen
hielt und spürte, dass er sterben würde, da
konnte Rice nur von diesem gottverdammten Affen schwärmen.
Von unserer Trophäe.
Was für ein unglaublicher Schuss rief er aus,
aus 100 Schritten Entfernung direkt ins Herz.
Nur, dass es mein Bruder auch erwischt hätte.
Es war nicht deine Schuld.
Und du hast deswegen inzwischen schon genug gelitten.
Ja, aber jetzt sind Challenger, Veronica und Malone
gerade unterwegs, um ihn zu retten.
Und wir müssen ihnen helfen.
Und obwohl du ihn hast, willst du ihnen
helfen?
Die Hagen sind hier gewesen.
Und mit ihnen wahrscheinlich Vertreibung und Mord.
Ich muss euch ehrlich sagen, dieses Völkchen wird
mir immer unsympathischer.
Diese Burschen richten nichts als Unheil an.
Mein Vater sagte, sie wären Nachkommen von Holländern,
die sich vor über 150 Jahren hierher verirrt
hatten.
Sie sind zwar nicht besonders gastfreundlich, aber meine
Eltern haben sie in Ruhe gelassen.
Vermutlich fühlten sie sich ihnen aufgrund ihrer Vorfahren
verbunden.
Aber das hat dem Mann, den sie ermordet
haben, auch nichts genutzt.
Auf jeden Fall sind sie ziemlich aufgebracht.
Kann sein, aber weshalb?
Sie hatten früher einmal eine Königin.
Sie sind abergläubisch und misstrauisch gegenüber Fremden und
allem, was ihre Ordnung gefährden könnte.
Keine gute Voraussetzung für einen Gefangenen wie Pearson
Rice.
Er ist nicht gerade der geborene Diplomat.
Aber im Gegensatz zu Ihnen sind wir gut
bewaffnet, wenn Sie es also darauf anlegen wollen.
Wir sind nur zu dritt, darauf würde ich
es nicht ankommen lassen.
Ich schätze, da hätten wir nicht die geringste
Chance.
Da ist es.
Nett von den Senga, dass sie uns ein
Boot leihen.
Jetzt bräuchten wir eigentlich nur noch jemanden, der
das Boot für uns rudert.
Du weißt, was der Schamane gesagt hat.
Die Senga fürchten sich vor den Hagans und
nur Narren würden in ihr Gebiet eindringen, hat
er gesagt.
Das hat er gesagt, ja.
Bist du auch der Ansicht, dass wir Narren
sind, ja?
Ich würde behaupten, wir sind auch mutig.
Mutig, weil wir unseren Freunden helfen und andererseits
auch närrisch, weil wir unser Leben riskieren für
einen Mann wie Pearson Rice.
Trotzdem ist er hier auf dem Plateau und
weiß vielleicht auch, wie man hier wegkommt.
Vielleicht, aber warum sollte er mehr wissen als
wir, solange wie wir schon hier sind?
Du sagtest, Roxton kennt diesen Pearson Rice aus
Afrika.
Sie waren in Kenia zusammen auf Safari.
Doch nicht etwa auf der, bei der Roxton
seinen Bruder erschossen hat.
Es war ein Unfall, eine wahre Tragödie.
Ich nehme an, dass er sich das niemals
verzeihen wird.
Deswegen warst du so besorgt um ihn, ja?
Tja, und als sie dann wieder in England
waren, hatte Rice seine helle Freude daran, diese
Geschichte wieder und wieder zu erzählen.
Er schrieb sogar einen langen Artikel darüber, sehr
sarkastisch.
Oh, armer Roxton.
In der Tat.
Und dann starb sein Vater, es war schrecklich.
Roxton war am Ende und wusste nicht mehr,
wie es weitergehen sollte.
Naja, so kam es, dass er allein durch
Asien gereist ist, durch den Himalaya und am
Ende in Tibet in einem Kloster Zuflucht fand.
Roxton war in einem buddhistischen Kloster?
Er hat diesen Glauben zumindest eingehend studiert.
Offenbar hat es ihm auch geholfen.
In Tibet entspringen ja vier der weltweit längsten
Flüsse.
Der Yangtze, der Mekong, der Indus und der
Ganges.
Ja.
Die Quellen des Lebens sozusagen.
Auch für Roxton begann dort ein neues Leben.
Was ist denn?
Helgen.
Ist er tot?
Womöglich eine Falle.
Werfen Sie die Waffen weg.
Melon, was soll das?
Na los, weg mit den Waffen.
Tötet sie.
Weg mit den Waffen oder du bist der
Erste, den ich erschieße.
Das wird Ihnen nicht helfen.
Ned, jetzt mach keinen Unsinn.
Melon, hör auf sie.
Lass uns versuchen, darüber zu reden.
Ich will nicht darüber reden, George.
Los, legt sie um.
Melon.
Ned, mach keinen Unsinn.
Nein.
Fass sie nicht an.
Ich sollte sie auf der Stelle töten.
Wer sind Sie?
Gehören Sie zur Rise-Expedition?
Offenbar kennen Sie Rise, ja?
So könnte man sagen.
Was hat Ihnen der Mann am Fluss getan?
Verraten hat er uns und das ist nicht
nett.
Und wer gibt Ihnen das Recht zu richten?
Na ich.
Wir wollen keinen Ärger.
Tja, das glaube ich Ihnen gern, nur das
nützt Ihnen nichts.
Na los.
Schafft sie weg.
Der perfekte Tag, um eine Bootsfahrt zu machen,
stimmt's?
Und auch ein schöner Tag, um zu sterben.
Musst du eigentlich immer gleich den Teufel an
die Wand malen?
Ich bin einfach realistisch, nichts weiter.
Und mir wäre wohler, wenn wir schon bei
Challenger und den anderen wären.
Hast du nicht selbst gesagt, wir sollten öfter
mal allein sein?
Ja, aber ich meinte, ich meinte das in
einem anderen Zusammenhang.
Was ist das?
Erinnert entfernt an eine Vogelscheuche.
Es ist vermutlich eine Warnung.
So markieren die Hagans ihr Gebiet.
Ah ja?
Dann ist der Spaß wohl jetzt vorbei.
Hey, sieh einfach nicht hin, Marguerite.
Echt gut.
Das Ding beißt nicht, du wirst sehen.
Wie viel Munition haben wir dabei?
Die hab ich vergessen, verdammt.
Was?
Das war nur ein Scherz.
Das war aber sehr witzig.
Nicht doch, wir haben verstanden, ist ja schon
gut.
Waren das Freunde oder Feinde der Hagen?
Das dürfte denen inzwischen völlig egal sein.
Oh Gott.
Du machst mich wirklich nervös, John.
Ich?
Niemals.
Aber du willst auch nicht umkehren, schätze ich.
Ich?
Nicht, solange wir die anderen nicht gefunden haben.
Der Ort ist viel größer, als ich erwartet
hatte.
Hier wohnen bestimmt mehr als tausend Menschen.
Und was glaubst du nun ist mit Pearson
Rice?
Zumindest hängt er hier noch nirgendwo am Galgen.
Ist ein gutes Zeichen, nehme ich an.
Was ist mit dem da?
Denkst du, er gehört zu den Hagen?
Auf jeden Fall hat er was zu sagen.
Werden die Hagen noch von ihrer Königin regiert?
Sie lebt in diesem Haus.
Wir würden gern mit ihr sprechen, um den
Vorfall aufzuklären.
Da gibt es nichts aufzuklären.
Hier, die Treppe runter.
Nach ihnen.
Ich werde es genießen, ihre Aufzeichnungen zu lesen.
Sie schreiben ja jetzt nicht mehr.
Ach so.
Alles in Ordnung, Matt?
Na, aber sicher.
Und hier befindet sich auch Pearson Rice?
Ihr Quartier für den Rest ihres Lebens.
Richtig romantisch, der Fluss, oder?
Erinnert mich an die Thämse.
Nur, dass London etwas anders aussieht.
So sah es früher vielleicht aus, vor 2000
Jahren.
John, mir schwankt Böses, wenn du so redest.
Das lässt vermuten, dass du nicht vorhast, hier
wegzukommen.
Abgesehen von einigen Unannehmlichkeiten ist die Challenger-Expedition
unzweifelhaft die schönste Erfahrung in meinem Leben.
Da kommt jemand.
Ein Kanu.
Da ist niemand drin.
Niemand, den wir sehen können.
Könnte ein Kanu der Senga sein.
Aber der Schamane hat doch gesagt, dass die
Senga niemals den Fluss raufkommen würden.
Es sei denn, es wären Narren.
Hallo?
Ist jemand an Bord?
Nimm das Gewehr und ziel aufs Boot.
Ja, was glaubst du, was ich hier mache?
Diese Hegel verstehen anscheinend keinen Spaß.
Vielleicht beobachten sie uns ja schon.
Wir müssen trotzdem weiter.
Und Vorsicht.
Oh, ja.
Das ist ja fast wie eine Grabkammer.
Steinwände, Steinböden.
Rausgraben können wir uns hier nicht.
Wie ein Traum.
Wie eine mittelalterliche Folterkammer.
Es erinnert mehr an eine Werkstatt.
Womöglich eine Schmiede, wie es aussieht.
Besteck haben wir.
Interessanter Fund, George.
Nur der bringt uns leider auch nicht hier
raus.
Nun, die Hegel haben trotz ihrer langen Isolation
offenbar einiges ihrer Vorfahren bewahren können.
Und wenn es auch nur die zivilisierten Essgewohnheiten
sind.
Was glaubst du ist nun mit Pierson Rice?
Kommen wir zum Thema zurück, ja.
Ich muss immer wieder an diesen sterbenden Mann
denken und an seine letzten Worte.
Zwei Tage hat er gesagt.
Er war sich sicher, dass dann etwas passieren
würde.
Vielleicht war er schon im Wahn.
Gestern waren es zwei Tage, also bedeutet das
morgen.
Diese Eisenringe hier sind interessant.
Und diese Kette könnte vielleicht sehr hilfreich sein.
Ja, wir könnten uns damit anketten und so
den Helgen einige Mühe ersparen.
Ich denke, da wird uns schon noch was
Besseres einfallen.
Weißt du, wovon er spricht?
Nein, aber das ist doch ein gutes Zeichen.
Was hast du denn vor, George?
Eine spanische Spindel.
Da denke ich doch gleich an die spanische
Inquisition.
Hör auf damit.
Tja, das kann man bestimmt als Folterwerkzeug benutzen.
Aber normalerweise benutzt man einen Flaschenzug für schwere
Lasten.
Ich weiß nur noch nicht, ob diese Kette
für unseren Zweck auch lang genug ist.
Probieren wir es aus, Professor.
Ein Vogel im goldenen Käfig ist sie und
wundervoll anzusehen.
Nicht doch, Marguerite.
Man könnte denken, du kennst kein anderes Lied.
Das Einzige, das mir in den Sinn kommt,
macht dir doch Wachs in die Ohren.
Das hat Odysseus Männern auch geholfen.
Aber ihm leider nicht.
Und lass uns bitte nicht vergessen, dass diese
bildhübschen Sirenen wirklich gut singen konnten.
Was für eine inspirierende Tragödie.
Und so hört sich auch dein Gesang für
mich an.
Äußerst tragisch.
Was glaubst du, was das ist?
Ein Fisch?
Dann aber ein ziemlich großer.
Ist wohl eher ein Krokodil.
Entschuldige, ein Kraimhahn.
Bestimmt ein richtiges Ungetüm.
Es kommt direkt auf uns zu.
Wo ist es hin?
Wen interessiert's?
Lass uns weiterfahren.
Das ist ein verdammter Plesiosaurier.
George hat doch gesagt, dass diese Kücher ausschließlich
im Salzwasser leben.
Er hat sich wohl geirrt, das sollten wir
ihm sagen.
Er wird uns rammen, John!
Aus dem Boot, los!
Na los doch, beeilung!
Ach, auf einmal habt es eilig!
Und wie kommen wir den Fluss rauf ohne
Boot?
Wir sind leichte Opfer für die Helgen.
Ich schätze, du wirst mir verzaubern müssen.
Wie wär's denn, wenn du ihm was vorsingen
würdest?
Die Länge ist ausreichend, so weit so gut.
Na gut, und was jetzt?
Wir brauchen ein Stück Holz oder eine Eisenstange
oder sowas.
Hier, wird das gehen?
Oh ja, das ist ganz hervorragend.
Mach die Tür auf!
Da kommt jemand!
Los, weg mit dem Zeug!
Ihr Gastgeber wird Sie jetzt empfangen.
Die Königin will uns sehen?
Das Essen ist angerichtet.
Kommen Sie!
Sieht aus, als wären Sie hier lang gekommen,
oder?
Ich finde, Sie hätten auf uns warten können.
Immerhin sind wir hier richtig.
Ihr Vorsprung kann eigentlich auch nicht mehr groß
sein.
Sehr tröstlich.
Es wird bald dunkel.
Wir werden uns einen Lagerplatz suchen müssen.
Hauptsache, wir können ein Feuer machen.
Das ist keine gute Idee, Margaret.
Ein Feuer könnte Sie anlocken.
Wir werden uns wohl gegenseitig wärmen müssen.
Ich wusste, du würdest sowas sagen.
Was hat das zu bedeuten?
Das ist das Bankett eines Königs.
Wie recht Sie haben, Professor Challenger.
Und ich?
Ich bin der König.
Rice?
Sie sind hier das Oberhaupt?
In kürzer Jahr.
Ist das derselbe Pearson Rice, den Roxton kannte?
Wo ist die Königin?
Ihre Verwunderung amüsiert mich.
Wie haben Sie das geschafft?
Oh, bitte nehmen Sie doch Platz.
Dann erzähle ich Ihnen von meiner Eroberung und
von meinem Aufstieg an die Macht.
Oh, und das ist Joma, die Tochter der
Königin.
Und meine zukünftige Frau.
Im Übrigen glaube ich nicht, dass man sich
dafür entschuldigen sollte, das eigene Schicksal selbst bestimmt
zu haben.
Und was ist Ihr Schicksal, Pearson?
Aber das sieht man doch.
Haben Sie nicht die Größe dieser Kommune gesehen?
Das ist ein absolutes Potenzial.
Was wir hier gesehen haben, war Mord und
Totschlag.
Ah, der kritische Geist.
Ich habe Ihre Werke gelesen.
Nun, vermutlich werde ich ein Kapitel hinzufügen müssen,
damit Sie in Amerika nicht in Vergessenheit geraten.
Oh, das denke ich nicht.
Verbrennt diesen Müll.
Sehen Sie, Sie kommen leider nicht mehr runter
von diesem Plateau.
Keine Chance.
Ich denke doch.
Nein, Professor.
Ich bin etwas länger hier als Sie.
Und zwar acht Jahre schon.
Und wenn es einen Ausweg gäbe, dann, das
versichere ich Ihnen, hätte ich ihn inzwischen gewiss
gefunden.
Ich bin davon überzeugt, Sie fühlen sich hier
ganz wohl.
Oh, Sie kann sprechen.
Ich dachte, Sie wären Challengers Spielzeug.
So wie Joma das meine ist.
Ach, Sie wollen mit mir spielen, ja?
Bleiben Sie doch ruhig, Veronica.
Habt Geduld, er wird an seiner eigenen Gier
ersticken.
Schön, Sie haben sich nicht verändert.
Sie gefallen mir, George.
Sie würden doch sicher gern erfahren, wie ich
hier an die Macht gelangen konnte.
Darf ich raten?
Sie haben sich als Gott ausgegeben und haben
mit ewiger Verdammnis gedroht.
Ruhe bitte, das ist meine Geschichte.
Lassen wir doch bitte Gott aus dem Spiel.
Es geht um Industrie, Technik und Fortschritt.
Um die Wunder des Universums.
Nun, als Lawrence und ich und ein unfähiger
Kollege, der Mann, den Sie bereits kennenlernten, hier
ankamen, hatten wir alles verloren.
Der Rest meiner Expedition war der Malaria zum
Opfer gefallen.
Wir hatten die Männer notgedrungen den Kannibalen überlassen.
Alles, was wir hatten, waren Waffen und Schießpulver,
ein Teleskop und ein Alma nach der Sterne.
Sie haben diese Leute missbraucht, ihnen was vorgemacht.
Nun, das hätten Sie auch machen können, Challenger.
Das war leicht.
Die Hagen sind ein abergläubischer Haufen und als
wir ankamen, waren sie Gefangene, genau wie wir.
Aber wissen Sie, als ich erkannte, dass diesen
Menschen jemand fehlte, an den sie glauben konnten,
da war es nicht mehr schwer, sie davon
zu überzeugen, dass ich ein wahrer Gott, ein
Abgesandter des Himmels bin.
Sie sahen meinen Planeten durch das Teleskop.
Alpha Centauri, heißt er meines Erachtens.
Ihres Erachtens?
Vollkommen egal.
Die meisten haben mir geglaubt und so kam
es schließlich zur Revolution.
Nun ja, und morgen werde ich die Macht
endgültig übernehmen.
Ach, morgen.
Der 19.
November, natürlich.
Jumas Mutter ist mir noch im Weg, denn
nicht wenige der Hagen, und zwar vornehmlich die
Alten, sind ihr treu ergeben.
Aber morgen, wenn die Sterne in Aufruhr geraten
und Feuer auf die Erde fällt, werden die,
die an mich glauben, gerettet.
Und die Ungläubigen werden für immer und ewig
verdammt sein.
Er hat vor, sie zu töten.
Nicht ich werde sie töten, Joma.
Vielmehr die kosmischen Kräfte.
Ihre Macht ist wesentlich größer als meine.
Bitte, Sie müssen ihn daran hindern.
Joma, sei bitte so lieb und kümmere dich
jetzt um deine Mutter.
Wie wäre ein kleines Dessert?
Ich kann ihr absurdes Geschwätz auch nicht länger
ertragen.
Ihr Zynismus und ihre Selbstherrlichkeit ekeln mich an.
Tja, morgen werden wir einen Meteoritenschauer erleben können.
Am Ende eines 77-jährigen Zykluses.
So ist es, Challenger.
Nun, und für mich ist es der Tag
meiner Krönung.
Nicht, wenn ich ein Wörtchen mehr zu reden
habe.
Reden?
Sie sind nicht hier, um zu reden.
Ich habe Sie eingeladen, damit Sie mir zuhören,
George, und sich aufs Sterben einstellen können.
Lawrence, wenn unsere Gäste hier fertig sind, bringen
Sie doch bitte in ihr Quartier.
Wir müssten bald das Dorf der Helgen erreicht
haben.
Ja, das hoffe ich doch.
Ich bin total am Ende.
Es reicht.
Was machen wir denn eigentlich, wenn wir da
sind?
Vor allem erstmal rauskriegen, wo sich unsere Freunde
aufhalten.
Ist ja ein toller Plan, John.
Hast du darüber lange nachgedacht?
Der Plan, Margaret, ist, zu überleben und unsere
Freunde zu retten.
Um die Details kümmern wir uns dann vor
Ort, würde ich vorschlagen.
Genial, John.
Was beklagst du dich?
Was ist denn?
Das Letzte, was wir brauchen können, sind ungebetene
Gäste.
Das sind Challengers und Belohnungswaffen.
Das ist nicht gut.
Nein, ganz und gar nicht.
Was wollen die jetzt tun?
Sie ablenken, das könnte funktionieren.
Warte hier, während ich die beiden aufhalte.
Ich soll warten?
Du pfeifst einfach.
Kannst du das?
Ich weiß nicht.
Weg mit den Waffen!
Und zwar sofort!
Was haben wir denn hier?
Wer sind sie?
Nur ein paar Nachbarn.
Und wir wollen zu unseren Freunden.
Zurück mit euch!
Los!
Wie lange ist Weiss inzwischen denn schon hier?
Lang genug, wie man sieht.
Man sieht nichts Gutes.
Wir sind da, Gentlemen.
Ganz locker.
Weiss, kommen Sie raus!
Und bitte beeilen Sie sich.
Ah, John Roxton.
Welch seltener Gast in meinem Haus.
Bitte erzählen Sie mir nicht, dass Sie sich
Challenger angeschlossen haben.
Da Sie ihn zufällig erwähnen...
Wo ist er?
Und die anderen beiden?
Und wer ist die hübsche Lady?
Ich habe schon viel über Sie gehört, Weiss.
Ich hoffe, unseren Freunden ist nichts passiert.
Und ich verlange, dass Sie sie freilassen.
Energisch.
Glückwunsch, Roxton.
Sie haben immer noch Glück bei den Frauen.
Ach ja?
Aber Sie haben gar kein Glück.
Wo sind sie?
In sicherem Gewahrsam.
So wie auch Sie es sein werden.
Einmal ein Narr, immer ein Narr.
Kein bisschen schlauer geworden, Roxton?
Ja, das glaube ich schon.
Ich habe sie mal sehr bewundert, aber...
jetzt verabscheue ich sie.
Bringt sie mir ins Haus.
Wann, glaubst du, werden Roxton und Marguerite wohl
hier sein?
Schon bald, schätze ich.
Nur, wie wollen Sie denn mit den Hagen
fertig werden?
Roxton ist nicht dumm, Veronika.
Dem wird schon etwas einfallen.
Abgesehen davon sind wir ja auch nicht untätig.
Immer weiter.
Wenn die Ringe halten, dann sind wir hier
im Handumdrehen raus.
Dein Glaube in allen Ehren, George.
Immer weiter drehen.
Nur ein bisschen noch.
Ja, gleich.
Die anderen, so.
Einer nach dem anderen.
Und möglichst leise, bitte.
Wir wollen ja niemanden auf uns aufmerksam machen.
Wartet.
Wir wollen ihm doch das Handwerk legen, oder?
Irgendjemand muss es ja tun.
Wir sind dabei.
Was hast du vor?
Ich weiß nicht.
Na ja, wir überlegen uns unterwegs irgendwas.
Okay.
Also dann.
Nichts wie raus hier los.
Vorsicht mit den Fässern.
Was geht hier vor?
Keine Ahnung.
Ich brauch mal deine Hilfe.
Wir versuchen's hinten.
Was ist in den Fässern?
Schießpulver.
Aber wieso schaffen sie dieses gefährliche Zeug in
sein Haus?
Um es zu sprengen und die Königin zu
töten.
Die Oma sagte, ihre Mutter stünde dort unter
Arrest.
Ja, natürlich.
Rice versucht mit dem Meteoritenschauer den Mord zu
vertuschen, um sich selbst krönen zu können.
Und offiziell waren's die kosmischen Kräfte, klar.
Wir müssen ins Haus.
Womöglich sollten auch wir die kosmischen Kräfte nutzen,
Ned.
Was haben die wohl vor?
Die wollen offenbar das Haus in die Luft
sprengen.
So viel weiß ich auch, danke.
Aber wieso?
Können Sie sich das nicht denken?
Spielen Sie jetzt also wieder Gott, ja?
Für diese Rolle wurde ich geboren.
Diese Fässer mit Schießpulver werden alle gleichzeitig hochgehen.
Eine Riesenexplosion, eine wahrhafte Apokalypse.
Und bei dieser Explosion werden nicht nur Sie
sterben, sondern und vor allem auch die Königin.
Ein bisschen umständlich, um an die Krone zu
kommen, finden Sie nicht?
Hier geht es um den Schein, meine Liebe.
Man ist nicht das, was man ist, sondern
was man zu sein scheint.
Also wenn ich danach gehe, dann sind Sie
in meinen Augen nichts anderes als ein vollkommen
größenwahnsinniger Irrer.
Sie sind zu sentimental, Roxton.
Es fehlt Ihnen an Fantasie.
Nachdem Sie zum Beispiel Ihren Bruder erschossen haben,
sahen Sie nur das Tragische.
Und dabei hatten Sie sich doch mit einem
einzigen Volltreffer zum alleinigen Erben gemacht, Roxton.
Ich wünschte wirklich, ich hätte Sie an seiner
Stelle umgebracht.
Doch das ist der Unterschied zwischen Ihnen und
mir.
Ich mache nämlich das Beste aus jeder Gelegenheit.
Den großartigen Moment, der uns bevorsteht, verdanken wir
einem wahren Genie.
Ich werde König sein und einen neuen Palast
errichten lassen.
Und welchen großartigen Moment haben Sie gemeint?
Das wissen Sie nicht?
Natürlich nicht.
Sie sind kein Wissenschaftler im Gegensatz zu Ihrem
neuen Idol.
Challenger?
Wo ist er?
Hier im Haus.
Er und die anderen beiden sind...
Sie bleiben vorerst bei Juma und ihrer Mutter.
Und wenn das Spektakel anfängt, bringen Sie Juma
auf den Dorfplatz, damit Sie an den Festlichkeiten
teilnehmen können.
Das wird mir ein Vergnügen sein.
Bon voyage, ihr Lieben.
Der Mann ist ein Genie.
Der Mann ist komplett wahnsinnig.
Wenn Sie ihr was antun, töte ich Sie
auf der Stelle.
Nach der Explosion, sofern Sie sich dann noch
imstande fühlen sollten, können wir das ja in
Ruhe klären.
Fürchtet euch nicht, meine Kinder.
Ich bin die Antwort auf eure Gebete.
Die kosmischen Kräfte werden eine wundervolle Zukunft einleiten.
Und die, die glauben, werden für immer gerettet
und dem Himmel nahe.
Es wird allmählich Zeit.
Wir hier reichen nicht.
Kommt, wir müssen hinters Haus, zum Dienstboteneingang.
Bitte, lasst mich!
Ich sagte, es ist Zeit zu gehen!
Das sind ja die Finger von meiner Tochter!
Ja!
Reis will ich sehen.
Oh nein!
Es will ohne.
Challenger, bringt uns los!
Ich dachte, ihr seid auch hier eingesperrt.
Waren wir auch, nur hat uns das nicht
gefallen.
Ich wusste doch, dass wir dieses Besteck nach
Norden gebrauchen können.
Die Zündschnur!
Wir müssen die Fässer rausbringen, bevor alles in
die Luft fliegt.
Wo ist ihre Mutter?
Oben.
Mach Schuss!
Mächte des Universums, lasst euer Feuer auf uns
herabregnen!
Krönt den wahren Führer zum König dieses Volkes!
An wen dachten Sie da?
Das Spiel ist vorbei.
Sie stören die Zeremonie, Rox.
Kommen Sie.
Ich wollte Ihnen nur gratulieren, da Sie jetzt
zum Volksfeind werden.
Dieser Kampf war längst überfällig.
Hilfe!
Hilfe!
Sagen Sie den Menschen, was für ein Betrüger
Sie sind!
Niemand!
Schon ist es jedenfalls Ausweis.
Sie glauben doch nicht etwa, ich würde das
hier aufgeben.
Ich bin der König!
Ich bin Gott!
Das nenne ich Schicksal.
Hört her!
Die wahren Götter haben unser Schicksal entschieden.
Der Mann, der geglaubt hat, selbst ein Gott
zu sein, wurde am Ende ein Opfer himmlischer
Macht.
Wir wollen dem Himmel dankbar dafür sein.
Aber lasst uns gleichfalls um Vergebung bitten.
Diese Fremden hier wurden uns geschickt, um uns
von unserem Aberglauben zu erlösen.
Um uns zu befreien von der Finsternis, in
der wir so lange gelebt haben.
Nun, im hellen Schein der Wahrheit, lasst uns
in Frieden leben.
Lasst uns willkommen heißen, die Fremden, und ihnen
für ihren Mut danken und sie ehren.
Lasst diese Menschen teilhaben an unserer Auferstehung.
Dir, dir gebührt vor allem unser Dank.
Denn du warst es, der seine Freunde in
diesen Kampf geführt hat.
Findest du das gerecht, John?
Wir wurden von einem Seeungeheuer angefallen.
Ach, stimmt das?
Es war ein Plesiosaurier, wisst ihr?
Der schwamm im Fluss.
Interessant.
Ich dachte, die gibt's nur in Salzwasser.
So viel zur wissenschaftlichen Erkenntnis.
Bei Meteoritenschau war sie richtig.
Seht euch das an.
Das ist fantastisch.
Ach ja.
Jetzt wäre ein Lied angebracht, oder?
Bitte verschone mich ja nicht schon wieder dieses
Lied.
Eigentlich dachte ich mehr an sowas wie God
Save the Queen.
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