All language subtitles for Die.verlorene.Welt.S03E02[de]

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Original subtitles

Nur weil du glaubst, wir könnten abkürzen, haben

wir uns jetzt verirrt, Roxton.

Der Treffpunkt ist gleich hinter dem Hügel, Marguerite.

Wir werden sogar lange vor George und Veronica

dort sein.

Werden wir nicht!

Wir gehen nämlich in die falsche Richtung.

Gut, dann gehst du deinen Weg und ich

geh meinen.

Ich habe langsam das Gefühl, dass wir hier

nur Zeit verschwenden.

Als das Luftschiff explodierte, war Malone längst verschwunden.

Hörst du endlich auf, so pessimistisch zu sein?

Wieso haben wir überlebt?

Das weiß ich doch auch nicht.

Aber seit Tagen streiten wir hier durch den

Dschungel und haben nicht eine Spur von ihm.

Wir haben uns verirrt und er ist nicht

mehr bei uns.

Wir haben uns nicht verirrt, hörst du!

Haben wir doch, weil du dort den Fremdenführer

spielst!

Das ist die dickköpfigste Frau, die ich je

getroffen habe.

Sie strapaziert langsam meine Nerven.

Marguerite?

Kommt schon, das reicht.

Ja, ich komme.

War sowieso nicht sehr ergiebig.

Ja, großartig.

Von jedem, der dich verirrt.

Roxton?

Nach Scherzen ist mir nicht zumute.

Ihr erlaubt doch, Holdemeyd.

Danke sehr, der Herr.

Wer immer ihr auch seid.

Ich verhelfe euch zu einem besseren Leben.

Zu Beginn des 20.

Jahrhunderts begibt sich eine Expedition auf die Suche

nach einer vorzeitlichen Welt.

Getrieben von Ehrgeiz, geheimen Wünschen, Abenteuerlust und journalistischem

Eifer stoßen sie in den Tiefen des Urwalds

auf eine Verbündete.

Zwischen archaischen Kulturen und den Räubern des Urwalds

suchen sie einen Weg zurück nach Hause.

Denn niemand außer ihnen kennt den Weg in

die verlorene Welt.

Danke fürs Mitnehmen.

Ich hoffe, es ist nicht zu viel verlangt,

wenn Sie mir verraten, wer Sie eigentlich sind.

François Locke steht zu Ihren Diensten.

Und dies sind meine Gefährten, Condillac und Blanc.

Wir sind Reisende auf der Straße des Lebens.

Ein Leben voller Abenteuer und extravaganten Vergnügen.

Sehr aufregend.

Und oft erreichen wir dabei ein paar Souvenirs.

Mit anderen Worten, gestohlen.

Nun ja, geliehen.

Ich liebe es, mich mit schönen Dingen einer

kultivierten und zivilisierten Gesellschaft zu ziehen.

Ihr etwa nicht?

Dem kann ich nicht widersprechen.

Und das ist sicher nur eins von vielen

Dingen, die wir gemeinsam haben.

Ich wüsste nicht, was wir noch gemeinsam hätten.

Oh, ihr werdet es nicht glauben, aber offen

gesagt werdet ihr mit mir und meinen Gefährten

sehr viel glücklicher als mit diesen armen Seelen,

die ihr eure Freunde nennt.

Was wissen Sie über meine Freunde?

Ich beobachte euch seit Tagen.

Ich weiß alles über euch.

Marguerite.

Ich kann euch alles geben, was ihr wollt.

Ich bin beeindruckt.

Roxton!

Was ist mit dir passiert?

Wo ist Marguerite?

Bei uns ist sie jedenfalls nicht.

Wir haben uns gestritten.

Wir trennten uns.

Ich bekam einen Schlag auf den Kopf und

wurde ausgeraubt.

Ausgeraubt von wem?

Du kannst vielleicht Fragen stellen.

Die Kerle haben sich mir nicht vorgestellt.

Vielleicht wurde Marguerite von denselben Leuten überfallen, die

dich ausgeraubt haben.

Vielleicht ist sie im Baumhaus.

Ich gehe zurück und sehe nach.

Eine gute Idee.

Wenn sie da ist, sende uns mit den

Spiegeln ein Signal.

In Ordnung.

Am besten fangen wir dort an zu suchen,

wo ihr euch getrennt habt.

Wenn hier irgendwas passiert ist...

Hier wird nichts passiert sein.

Ich vermute, dass ich mich von eurem Angebot

geschmeichelt fühlen sollte, Monsieur Locke.

Aber ein Leben, wie Sie es führen, ist

nicht so schillernd, wie Sie es darstellen.

Und ob es das ist?

Wie wäre es, wenn ihr euch erst einmal

anhört, was ich euch bieten kann?

Ihr werdet von meinem Angebot entzückt sein.

Ein Selbstbewusstsein mangelt es Ihnen nicht.

Euch auch nicht.

Sie können davon ausgehen, dass ich meine Zuneigung

nicht kaufen möchte.

Ich bin sehr enttäuscht, Marguerite.

Enttäuschungen begleiten unser Leben.

Das kann ich verhindern.

Meine Freunde werden mit großer Wahrscheinlichkeit längst unsere

Fährte aufgenommen haben.

Wenn sie hier sind, können sie sich auf

eine Menge Ärger gefasst machen.

Eure Freunde werden niemals unseren einzigartigen Lebensraum entdecken.

Aber das ist jetzt nicht wichtig.

Wenn ihr euch ein Leben hier nicht vorstellen

könnt, werde ich euch gern zu euren langweiligen

Gefährten zurückbringen.

Aber eins solltet ihr wissen.

Meine Reisen haben mich um die ganze Welt

geführt.

Und so einfach wie wir Luft atmen, kann

ich von hier verschwinden, meine liebe Marguerite.

Das ist doch Unsinn.

Lassen Sie mich raten.

Man verlässt diesen Ort entweder durch eine Höhle,

einen See oder eine Gletscherspalte.

Ich bin vor einem Monat in Paris gewesen.

In diesem Aufzug sind Sie dort sicher ganz

besonders aufgefallen.

Oder ist die Mode des 17.

Jahrhunderts wieder groß im Kommen?

Wie ist euer Französisch?

6.

April 1922.

Ist das nicht eigenartig?

Das sieht nach Marguerites Handschrift aus.

Manojani, Sie müssen aus dieser Richtung gekommen sein.

Und in die Richtung verschwunden?

Marguerites Fußspuren hören genau hier auf.

Sie müssen sie getragen haben.

Wieso nehmen Sie sie mit und rauben Dich

aus?

Manojanis rauben niemanden aus, das sind Kopfjäger und

Kannibalen.

Wenn Sie Dich nicht ausgeraubt haben, wer dann?

Darüber können wir später diskutieren.

Wir sollten uns beeilen, sonst erwischen wir die

Eingeborenen überhaupt nicht mehr.

Exquisit, Monsieur Blam.

Danke.

Teuerste, Blam war der beste Koch in ganz

Europa.

Er zog es vor, das Leben eines Reisenden

zu genießen.

Königin-Pastetchen, Terrine aus Meeresfrüchten.

Wo haben Sie denn die Zutaten dafür her?

Da, wo ich auch die Zeitung her habe.

Aus den feinsten Läden von Paris.

Das glaube ich Ihnen nicht.

Nein?

Dann sagt mir, was Ihr glaubt.

Nicht nur die Zeitung haben Sie gestohlen, sondern

auch alles andere, einschließlich der Lebensmittel.

Und wem sollen wir es gestohlen haben?

Vielleicht haben Sie ja den Suchthof der Challenger

-Expedition überfallen und ausgeraubt.

Das könnte doch sein.

Ihr habt wirklich eine eigenartige Fantasie.

Also ich meine...

Ich kann Euch versichern, dass wir vor fünf

Wochen in Paris waren.

Und ich weiß auch, wie man dorthin zurückkommt.

Das können Sie sicher beweisen, nie und letzt.

Nichts leichter als das.

Ich zeige Euch den Weg.

Aber was ist mit meinen Freunden?

Sie würden sicher auch gern wieder nach Hause

kommen.

Eure schlagartige Umkehr zur Loyalität überrascht mich, Marguerite.

Aber gut.

Um Euch meine Güte zu zeigen, geht mit

uns und ich werde Euren Freunden ein Zeichen

hinterlassen.

Was könntet Ihr mehr verlangen?

Mit uns werdet Ihr Euren Appetit nach ewig

köstlichem stellen können.

Worauf immer Ihr auch Appetit habt.

Das klingt alles viel zu schön, um wahr

zu sein.

In Wahrheit sind Sie nur an mir interessiert.

Welcher Mann könnte Euch göttlichem Wesen widerstehen?

Ich habe noch keinen kennengelernt.

Keine Spur von Marguerite.

Oder ist das...

Los, komm schon!

Roxton, beruhige Dich!

Komm lieber her!

Sau hier Fleisch, Marguerite muss Ihnen entkommen sein.

Aber wo ist sie?

Ich hätte sie nicht allein lassen dürfen.

Wenn sie es zum Baumhaus geschafft hätte, hätte

Veronika uns schon längst die Spiegelsignale gesendet.

Ganz genau.

Sie muss hier irgendwo sein.

Es wird bald dunkel.

Das weiß ich selber, ich werde die ganze

Nacht lang suchen.

Komm endlich.

Na los, los!

Los, los!

Los!

Ich sehe, Ihr habt Eure Entscheidung getroffen.

Trotz Ihres Charmes ziehe ich es vor, nicht

länger zu bleiben.

Kein Problem, ich gab mein Bestes.

Gleich morgen früh werde ich Euch zu Euren

unwürdigen Freunden zurückbringen.

Ich bin nicht wirklich Ihr Gast gewesen, ich

war Ihre Gefangene, Monsieur Locke.

Bald bricht die Dunkelheit herein.

Und Ihr wisst genauso gut wie ich, dass

es hier draußen sehr gefährlich ist, Marguerite.

Wenn Ihr gehen wollt, geht.

Aber ich kann Euch leider kein Pferd überlassen.

Ich will, dass Sie mich zurückbringen.

Sofort nach dem Frühstück.

Belgische Waffeln und Eier à la blamme.

Und alle Reichtümer, die es gibt.

Los, lauf!

Marguerite!

Marguerite!

John, wir sind seit Stunden im Kreis gelaufen.

Erst Tamale, dann Melone und jetzt Marguerite.

Ich gebe nicht auf, bevor ich sie gefunden

habe.

Wehe dem, der ihr etwas antut.

Sei ruhig.

Hörst Du das?

Ein Pferd.

Oh, ruhig.

Ganz ruhig.

Sattel und Satteltaschen, aber kein Reiter.

Ein hübsches Tier.

Eure teure Freundin ist in Sicherheit, aber Ihre

Zeit ist bald vorbei.

Wenn Ihr sie wiedersehen wollt, solltet Ihr das

Pferd mit allem Gold an Ihren Juwelen beladen

und es zurückschicken.

Jemand hat Marguerite entführt.

Ja, und dieser Jemand macht einen großen Fehler.

Hör mir gut zu, du dummer Teufel.

Ich bräuchte nur mit den Augen zu zwinkern

und tausend andere deiner Sorte knieten mir zu

Füßen hin.

Bitte, ich tue alles, was Du von mir

verlangst.

Und Du, Du wimmernder Bettler.

Alles, was Du bist, bist Du nur durch

mich.

Ich weiß, ich bin wertlos.

Ja, ich bin ein Nichts.

Ach, geht mir aus den Augen.

Ihr macht mich krank.

Marguerite.

Welch holder Anblick.

Was möchtet Ihr zum Frühstück?

Ihr kulinarischer Wunsch sei mir befehl.

Ein Kaffee würde mir genügen.

Das war ja ein großer Auftritt letzte Nacht.

Nichts weiter als eine kleine Auseinandersetzung.

Auch wenn Ihr die Nacht in schönster Seidenbettwäsche

verbracht habt, hat sich nichts an Eurem Entschluss

geändert, nehme ich an.

Ich habe wie eine Königin geschlafen, aber jetzt

möchte ich endlich wieder zu meinen Freunden.

Ihr könnt Euch immer noch nicht vorstellen, dass

wir hier rauskommen können.

Sie begreifen sehr schnell.

Wie Ihr wünscht.

Noch eine letzte Tasse Kaffee.

Und dann bringe ich Euch zu Euren einfältigen

Freunden.

Was meinen die mit allem Gold und Juwelen?

Woher wollen die denn wissen, was Marguerite besitzt?

Wie wollen sie wissen, ob sie nur die

Hälfte oder ein Viertel kriegen?

Wir tun genau das, was sie von uns

verlangen.

Ist das klar?

Das ist doch nicht Euer Ernst.

Sie hat doch nicht...

Ich habe gehört, dass Sie in dieser Branche

häufig Eis zu Diamanten sagen.

Und wie ich Marguerite kenne, ist das Eis

im Eis.

Ich hatte recht.

So ist sie.

Wer gibt es die Gewissheit, dass Sie sie

freilassen, wenn Sie das Zeug haben?

Wir haben keine andere Chance, Veronica.

Es geht hier um Leben und Tod.

Ich möchte, dass alles mitgenommen wird.

Wenn sie das hier sieht, wird sie nicht

gerade begeistert sein.

Lady Marguerite Roxton.

Lady Marguerite Roxton?

Und wenn schon?

Meinst du wirklich, dass sie deine Frau werden

will?

Du findest die Situation höchst amüsant, nicht wahr?

Natürlich nicht.

Gut, dann lass uns weitersuchen.

Das ist Leben.

Sie hat das Zeug überall versteckt.

Wir können hoffen, dass es reicht, um sie

zu befreien.

Wenn wir noch näher finden, werden wir größere

Satteltaschen brauchen.

Veronica, sieh mal.

Was ist das?

Vorsicht, eine Falle.

Ich kenne diese Handschrift.

Ned?

Ned, wo bist du?

Was zum Teufel ist denn hier los?

Malone hat uns eine Nachricht geschrieben.

Malone hat das geschrieben?

Ich wusste, dass er noch lebt.

Wir werden dich nicht aufgeben, Ned.

Wir werden dich finden.

Ich hoffe, dass das Pferd den Weg zurückfindet.

Hätten sie es wohl nicht hergeschickt.

Ich glaube, die einfachste Weise, Marguerite zu finden,

ist, das Pferd zu verfolgen.

Wir müssen aber vorsichtig sein.

Womöglich wird man uns und das Pferd beobachten.

Er hat recht.

Und um sicher zu gehen, dass wir seine

Pferde nicht verlieren, habe ich eine Extraausrüstung aufgeladen.

Genauer gesagt ist das Extragepäck radioaktiv.

Pechblende?

Ja, 62% Uranium.

Der Geigerzähler wird uns den Weg zeigen.

Jetzt können wir die Pferde nicht mehr verlieren.

Und los!

Dem scheint das Gewicht nichts auszumachen.

Seht doch.

Was ist denn das für ein Phänomen?

Das fragst du mich?

Wenn diese Spuren verschwinden, ist es kein Wunder,

dass wir Marguerite nicht finden konnten.

Jetzt werden wir sie finden.

Durch die Wissenschaft gerettet.

Wenn wir nur wüssten, was das für Wesen

sind.

Wer immer sie sind, sie sollten ihr verdammtes

Versprechen einhalten.

Wenn ihr so weit seid, holte Schönheit.

Die Pferde stehen bereit.

Unter einer Bedingung, sie reiten voran.

Wie könnt ihr nur zu dieser schrecklichen Dschungelküche

zurückkehren?

Ihr werdet sicher bald unsere Opulenz vermissen.

Noch könnt ihr eure Meinung ändern.

Ah, unser Lebenselixier.

Oh.

Lebenselixier?

Seht euch das an.

Ich bin reich, wahrlich reich.

Seht doch nur.

So wie es aussieht, schätzen eure Freunde eure

Gegenwart sehr hoch.

Oh nein, niemals, das gehört mir.

Ein Schritt weiter und es wird euer letzter

sein.

Dieser Schatz gehört jetzt mir.

Kondiak hat recht.

Es sei denn, dass ihr mit uns zieht.

Dann wird gerecht geteilt.

Sie halten sich wohl für sehr clever.

Na schön.

Sie wollen mich, hier bin ich.

Ihre neue Mitreisende.

Leider hat der Wind sich jetzt gedreht.

Seht ihr jetzt, wo ich Clara sehe, fällt

es mir schwer, euch zu trauen, da ihr

hinter unserem Schatz her seid.

Das ist mein Schmuck, verstanden?

Und sie könnten mir sicher genauso vertrauen, wie

ich ihnen vertraut habe.

Fantastisch, eure Leidenschaft ist entfacht.

Oh, welch ein Feuer.

Und diese Intensität.

Sie!

Ich finde, wir gleichen uns wie ein Ei

dem anderen.

Es müsste eigentlich immer noch genug Pechblende in

dem Beutel sein.

Jedenfalls müsste noch so viel drin sein, dass

es uns als Ziel führt.

Wo immer das Ziel auch ist.

Schon eigenartig, der Brief, ein reiterloses Pferd, das

keine Spuren hinterlässt.

Wer weiß, was wir als nächstes erwarten können.

Vielleicht sind wir ihnen überhaupt nicht gewachsen.

Kann schon sein.

Wir müssen uns auf sie einstellen.

Wir dürfen sie nicht unterschätzen.

Wirklich sehr ermutigend.

Es wird Zeit für einen Großeinkauf in einer

anderen Stadt, Monsieur Condillac.

Ich kann es kaum erwarten.

Sobald wir in London sind, werde ich bummeln,

bummeln, bummeln.

Und ich werde essen, essen, essen.

London?

Morgen um diese Zeit werden wir dieses Plateau

verlassen haben.

Schon morgen?

Heißt das, der Weg vom Plateau ist wirklich

so nah?

Ja, richtig.

Selbst wenn ich euch sagen würde, wo er

ist, würdet ihr ihn ohne meine Hilfe nicht

finden.

Ich hatte nicht vor, alleine zu gehen.

Das sehe ich anders, Marguerite.

Es ist das Beste, wenn ich euch zu

euren teuren Gefährten zurückbringe.

Nicht mehr nötig.

Meine Zukunft liegt bei ihnen und dem besseren

Leben, das sie versprochen haben.

Wir müssten doch längst in ihrer Nähe sein.

Nein, keine Gewehre.

Nein!

Keine Gewehre, sagte ich.

Dann werdet ihr jetzt ohne mich.

John, sie hatte keine Chance.

Verdammt noch mal, Challenger!

Wenn die Banditen nah genug sind, werden sie

gewarnt sein und wissen, dass wir kommen.

Erschieß sie!

Challenger!

Schieß doch, Challenger!

Ich sagte, keine Gewehre!

Erschieß diese Wäsche!

Der Überraschungseffekt hatte sich sowieso erledigt.

Was soll's, John?

Sie haben den Schuss gehört und wissen, dass

wir kommen.

Aber den Schmuck haben sie ja.

Und deswegen sehe ich überhaupt keinen Grund zur

Konfrontation.

Bitte, dass du recht hast.

Sie sind im letzten Tal und werden in

einer Stunde hier sein.

Wie konnten sie dem Pferd folgen?

Oh.

Eure Truppe ist findiger, als ich dachte.

Wir werden sie töten müssen.

Wieso denn?

Zeit für einen Ausflug.

Ist ja auch Zeit.

Schlecht für die Verdauung, aber gut für den

Appetit.

Korn die Jagd, du kletterst auf dieser Seite

auf einen Baum und Blam du auf der

anderen.

Ich werde mich von hinten ran pirschen.

Sie aus dem Weg zu schaffen, macht nicht

viel Mühe.

Ist es wirklich nötig, sie zu töten?

Ja, natürlich.

Wir müssen doch nur verschwinden.

Ihr wollt doch nicht etwa meinen Gefährten dieses

harmlose Vergnügen versagen?

Harmlos?

Ich bitte Sie.

Puh.

Was zum Teufel haben wir denn hier?

Das sieht verlassen aus.

Vorsicht.

Vielleicht eine Falle.

Und was ist, wenn sie in den Zelten

sind?

Schon möglich.

Ihr müsst vorsichtig sein.

Es verschwindet alles.

Wie kann das sein?

Das muss eine Art Vater Morgana sein.

Marguerite!

Wo ist Marguerite?

Da!

Marguerite!

Sie sah nicht gerade wie eine Geisel aus.

Wäre wie eine Komplizin.

Heya, hey!

Auch diesmal haben die Pferde keine Spuren hinterlassen,

denen wir folgen könnten.

Die Hauptsache ist, dass die Pechblende noch durchhält.

Die Zelte, das ganze verdammte Camp.

Was ist damit passiert?

Und wenn es wirklich eine Vater Morgana war?

Die Pferde waren jedenfalls echt.

Immerhin haben wir den Schmuck aufladen können.

Da hast du recht.

Drei Männer gekleidet wie im 17.

Jahrhundert.

Ich kann damit nichts anfangen.

Warum wollen die ausgerechnet Marguerite?

Auf mich wirkte sie recht glücklich.

Vielleicht hat sie sich entschlossen, uns zu verlassen.

Marguerite würde uns nicht so einfach verlassen und

das weißt du genau.

Dafür würde ich die Hand nicht ins Feuer

legen.

Seht mal, das ist ja seltsam.

Offensichtlich haben sie das hier mit Absicht hinterlassen,

damit wir es finden.

Das ist Omag, der Gott der Lüge, vom

Stamm der Chakus, der Betrüger.

Und woher sind sie?

Sie lebten vor tausenden von Jahren auf diesem

Plateau.

Schon meine Eltern entdeckten ihren zerstörten Tempel.

Gott der Lüge?

Vielleicht kann mir das jemand erklären.

Genau wie Eschu, Hermes und der Koyote bei

den nordamerikanischen Indianern.

Omag betrügt seine Opfer, indem er sie mit

ihrem Verlangen in Versuchung führt.

Er testet ihre moralische Stärke.

Und nicht selten führt er sie in ihr

Verderben.

Malone hat uns davor gewarnt.

Vorsicht, eine Falle, hat er geschrieben.

Du hast recht.

Dann dieses grauenhafte Lachen?

Das Kämt, das sich in Luft auflöst?

Pferde, die keine Spuren hinterlassen?

Ich muss es zugeben, ich glaube, wir haben

es hier mit einer Art übernatürlicher Kraft zu

tun.

Aber warum hinterlässt er uns diesen Gott als

eine Warnung?

Eher um uns zu verspotten.

Auf dem Gebiet kennt sich dieser Gott am

besten aus.

Er hat uns den Weg geöffnet.

Reite zurück.

Ja.

Sorge dafür, dass wir dieses Mal nicht verfolgt

werden.

Wieso haben wir hier gehalten?

Ich will euch zeigen, dass ihr diesen Weg

ohne mich nie gefunden hättet.

Er führt uns herunter vom Plateau.

Wovon reden Sie überhaupt?

Hier ist doch gar nichts.

Ganz genau.

Omak, der sogenannte Gott.

Was für ein Spiel spielt er mit Margaret?

Verdammt.

Es muss sich gelöst haben.

Na wunderbar.

Und was jetzt?

Wie es aussieht, sind sie nach Osten gezogen.

Ich schlage vor, dass wir uns aufteilen.

Wir müssen das Gebiet weiträumig einkreisen.

Wann treffen wir uns wieder?

Zwei Stunden östlich von hier.

Ich denke, ich schulde euch allen.

Ich brauche eine Erklärung.

Die Wahrheit würde mir auch schon reichen.

Ich bin unsterblich.

Na wunderbar.

Ich bin ein Geist des Waldes in menschlicher

Gestalt.

Und wenn ich nicht gewaltsam sterbe, werde ich

für immer leben.

Und niemals altern.

Nicht übel.

Davon träumt so mancher.

Dieses Plateau ist meine Heimat.

Hier hat alles begonnen.

In der Einfachheit, wie ihr durch den Wald

spaziert, kann ich durch Zeit und Raum reisen.

Und selbstverständlich können Sie das auch alles beweisen,

nicht wahr?

Alles zu seiner Zeit.

Da ihr euch entschieden habt, uns zu begleiten,

werdet ihr auch unsterblich.

So erging es Kondiak und Blam auch.

Sie haben sie unsterblich gemacht?

Kondiak war ein kleiner geiziger Buchhalter.

Ich traf ihn vor etwa 300 Jahren.

Und Blam war der Küchenchef von Ludwig XIV.

Und es gab noch viele andere.

Und wieso wählen Sie mich aus?

Ich mag Menschen, die ihren Leidenschaften frönen.

Insbesondere, wenn ihre Leidenschaft mich selbst bereichern kann.

Blam liebt das Kochen, Kondiak liebt das Geld

über alles.

Und meine?

Was ist meine Leidenschaft?

Wohlstand.

Macht.

Und Überleben, egal was es kostet.

Und ihr seid mir am ähnlichsten.

Ich glaube Ihnen nicht ein einziges Wort und

das wissen Sie auch.

Dann wird es Zeit, es euch zu beweisen.

Verschwunden.

Sie haben sich versteckt.

Sie können nicht weit sein.

Wie recht ihr doch habt.

Runter mit euch.

Auf die Knie.

Weg mit den Waffen.

Na los.

Kein Grund so feindlich zu sein.

Ihre Freundin hat sich uns freiwillig angeschlossen.

Sei ruhig.

Was habt ihr mit uns vor?

Ihr werdet uns zu Marguerite bringen.

Ja.

Liegen lassen.

Ich habe sie herreiten sehen.

Ich konnte nicht schneller hier sein.

Ist schon gut.

Einen haben wir ja wenigstens.

Ich gehe und versuche, Challenger Signale zu geben.

Was ist das für ein Ort?

Das war einst ein wunderschöner Tempel, mir zu

Ehren erbaut.

Wir haben sie nicht gefunden.

Wie haben die das geschafft?

Ich weiß es nicht.

Auf jeden Fall seltsam, nicht wahr?

Angenommen, dass alles, was sie sagen, wirklich möglich

ist.

Was müsste passieren, um mich unsterblich zu machen?

Es würde durch die Kraft meiner Hände geschehen.

Sobald Kondiak und Blam zurück sind, können wir

damit anfangen.

Ist dieses Ritual in irgendeiner Weise schmerzhaft?

Schmerzhaft?

Nein.

Nicht wirklich.

Wie, nicht wirklich?

All diese Fragen, Marguerite.

Ich dachte, wir liegen auf einer Wellenlänge.

Entschuldigung, da habe ich wohl etwas verpasst.

So wie ich euch vertraue, solltet ihr auch

mir vertrauen.

Selbstverständlich tue ich das.

Mit eurem Leben.

Mit meinem Leben?

Zuerst müsst ihr sterben, um unsterblich zu sein.

Habt ihr vor, sie zu töten?

Es ist der einzige Weg, um unsterblich zu

werden.

Es ist unglaublich, aber es funktioniert.

Du bist also unsterblich, ja?

Sekunde.

Nein, bitte, ich bin nur unsterblich, wenn man

mich nicht gewaltsam umbringt.

Umso besser.

Lass ihn in Ruhe.

Sie können sie gegen mich eintauschen.

Omax spielt doch nur sein Spiel mit ihr.

Also ist er der Gott der Lügen, ja?

Nein, Locke.

Ich glaube, es ist Locke.

Wen haben wir denn hier?

Wahrscheinlich ist er auch ein Opfer dieses mysteriösen

Omax.

Der Kerl wird uns bei unseren Verhandlungen sicher

sehr hilfreich sein.

Ich hoffe, dass wir eine friedliche Lösung finden.

Betet, dass wir es rechtzeitig schaffen.

Na los doch!

Wie sieht mein Tod aus?

Fragt ihr aus reiner Neugier?

Oder fangt ihr an, das Schicksal zu akzeptieren,

das ihr gewählt habt?

Warten Sie mal, Mr. Unsterblich!

Legen Sie die Waffe hin.

Lassen Sie mich gehen.

Sie finden einen anderen Gefährten.

Vielleicht einen, der weniger Ärger macht.

Aber es obliegt nicht mir.

Warum sollten wir ihretwegen Blam aufgeben?

Sie will doch sowieso nicht mit uns ziehen.

Ja, sie sollten mich nicht gegen ihren Koch

eintauschen.

Ich bin eine furchtbare Köchin.

Köche gibt es wie Sand am Meer.

Ich werde einen anderen finden.

Eine Schönheit mit euren Qualitäten ist viel einträglicher.

Ich werde sie auf Schritt und Tritt bekämpfen.

Sie können sich also ihre Mühe sparen.

Der Mensch verändert sich durch die Unsterblichkeit.

Blam hat dir immerhin fast 300 Jahre die

Treue gehalten.

Wenn du so besorgt um Blam bist, geh

und rette ihn selbst.

Vielleicht sollte ich sie lieber selber erschießen.

Das magst du nicht!

Bleib, wo du bist!

Ich habe dir die Unsterblichkeit gegeben.

Ich kann sie dir auch wieder nehmen.

Ist es das, was du willst?

Nein!

Geh zurück zu den Pferden!

Oh, vergib mir.

Manchmal gehen die Gefühle etwas mit mir durch.

Nein, ich vergibe ihnen nur, wenn sie mich

gehen lassen.

Nein!

Blam wird eure Freundin hier hilfen.

Also beeilen wir uns.

Rutsch an!

Marguerite!

Keine Angst, die Pferde...

Wo sind sie?

Die Pferde sind auch weg.

Marguerite!

Marguerite!

Oh nein, nein!

Wir kommen zu spät.

Wieso zu spät?

Was soll das?

Sie sind auf dem Weg zum Portal.

Wir müssen sie aufhalten.

Kommen Sie schnell!

Portal?

Wovon redet der Kerl überhaupt?

Keine Ahnung.

Wir sollten ihm folgen.

Wohin führt er uns?

Ich weiß nicht.

Scheinbar dürfen wir keine Zeit verlieren.

Wieso bleibst du stehen?

Nur so eine Ahnung.

Ich werde zurückgehen und ihr folgt ihm.

Wo gehen wir?

Ertrinken ist relativ schmerzlos.

Kondiak und Blam können das bestätigen.

Sie haben sie ertränkt.

Ich habe sie unsterblich gemacht.

Nun sind sie für immer mein.

Wer sind sie?

Das wisst ihr nicht?

Habt ihr euch das noch nicht denken können?

Nein!

Ich bin Omag vom Stamme der Chakos.

Sie wollten mich verbannen, aber ich führte sie

hinters Licht und lachte, während ich sie sterben

sah.

Bruder gegen Bruder.

Nein!

Männer gegen Frauen.

Sie metzelten sich gegenseitig nieder und ich tanzte

in ihren Blut.

Sie verfolgen mich!

Wo ist Omag?

Im verdammten braunen Tempel.

Ich werde sie ablenken.

Na los, von hinten angreifen.

Nehmen sie meine Schätze, alles, aber lassen sie

mich gehen!

Ich will eure Juwelen nicht, Marguerite.

Ich will euer Herz und eure Seele.

Ihr werdet immer leben, gezeichnet von euren Leidenschaften,

verzehrt von euren Gelüsten nach Macht und Besitz.

Ihr werdet die Ewigkeit haben, um eure Entscheidung

zu bedauern.

Nein!

Nein!

Marguerite!

Marguerite!

Du musst atmen.

Ihr habt dieser Frau nichts bedeutet.

Sie hat sich für das Gold entschieden.

In wie viele Stücke darf ich euch schnappen?

Wer mit dem Feuer spielt, kommt durch das

Feuer um.

Wo ist euer Sinn für Humor?

Wirst du gleich sehen.

Nein!

Ihr hättet sie gehen lassen sollen?

Niemals.

Ihr schießt auf mich?

Ich hätte auf ihr Herz zielen sollen.

Ist das euer Art des Abschieds?

Verschwinden sie, bevor ich es mir anders überlege.

Ich danke dir.

Geht es dir gut?

Ich will dir was sagen.

Meine Juwelen!

Wo sind sie?

Fuck!

Die Waffen runter!

Weiter!

Wir sollten jetzt gehen.

Halt!

Keinen Schritt weiter.

Er hat meinen Schmuck.

Ihr müsst ihn erschießen.

Steigen Sie runter von ihrem Pferd.

Sie wissen, dass ich sie von hier nicht

verfehlen kann.

Das Portal.

London.

Das ist ja ein Weg vom Plateau.

Ihr hattet eure Chance.

Au revoir, Marguerite.

Verdammt!

Wärst du lieber gestorben, um dort zu sein?

Ich nicht.

Ich bin glücklich, wo ich bin.

Das ist sie doch auch.

Sie ist sicher nur traurig, weil sie ihre

Juwelen verloren hat.

Ja, sicher.

Das war ja eine ziemliche Eskapade, Marguerite.

Das stimmt.

Ich möchte diesen Ort niemals wiedersehen.

Ich konnte ja nicht ahnen, wer er wirklich

war.

Malone hat versucht, uns zu warnen.

Malone?

Aber wie?

Ja, er hat uns eine Nachricht auf den

Tisch geschrieben.

Er warnte auch vor Katzen und wortgewandten Teufeln.

Oh.

Ohmark hat dir das hier hinterlassen.

Wirklich sehr großzügig.

Er hatte vor, dich zu vernichten.

So wie er seine Gefährten vernichtet hat.

An deiner Stelle würde ich glücklich sein.

Glücklich?

Er hat mir alles gestohlen, was mir lieb

war.

Hier.

Na ja, nicht alles.

Was ist das?

Ein Geheimnis.

Vielleicht ist es dein kostbarster Schatz überhaupt.

Hast du deswegen gedacht, dass ich deine Frau

werden will?

Es ist eher der Reiz, all deine Geheimnisse

kennenzulernen.

Lady Margaret Roxton.

Ich dachte dabei nicht an dich, sondern an

dein Vermögen, John.

Ich behalte es als Beweisstück.

Man kann nie wissen.

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