Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
*
* sphärischer Frauengesang *
* Surren *
(Video:) "Seit Jahrhunderten gilt,
wer sich etwas zuschulden kommen lässt,
muss dafür bestraft werden."
"Früher mit Pranger und Folter,
heute mit Geld- und Gefängnisstrafen."
"Das Resozialisierungsprojekt TRUST will das ändern."
"'Wir wollen den Menschen beweisen,
dass eine Welt ohne Gefängnis und Strafe möglich ist',
sagen ein junger Bürgermeister und eine Rechtswissenschaftlerin."
* sanfte Musik *
(Moderatorin:) Vor zwei Jahren verabschiedete die Landesregierung
eine Erweiterung des Strafvollzugsgesetzes
zur Einführung alternativer Resozialisierungsmaßnahmen.
(Frau:) Wir haben jetzt wirklich einen Durchbruch geschafft.
Das wird unser Land verändern.
Wir haben in NRW eine Justizreform, bahnbrechend.
"Im Strafvollzug werden Menschen zu Süchtigen."
"Im Strafvollzug werden Menschen radikalisiert."
"Im Strafvollzug werden Menschen kriminalisiert
und im Strafvollzug werden Menschen gebrochen."
"Morgen startet das Projekt,
und ganz Europa schaut auf Rheinstadt."
* Sie spricht Französisch. *
Naive Utopie oder wegweisendes Experiment?
Das diskutieren wir heute in meiner Sendung.
Guten Abend, herzlich willkommen zu "Framm - Die Debatte".
Im Studio begrüße ich ...
Gefällt's nicht? - Doch, doch.
(leise:) Guck doch nicht so.
Noch eine Sendung, dann haben wir's.
Da glaubst nur du.
Jetzt wird nicht geworben, jetzt wird gearbeitet.
Meine Tochter liebt uns im Fernsehen.
Meine Frau hasst mich im Fernsehen.
Genau.
Ich begrüße im Studio den Oberbürgermeister von Rheinstadt,
Amir Kaan,
und die Strafrechtlerin und Leitung vom TRUST-Programm,
Prof. Dr. Petra Schach.
Herzlich willkommen, schön, dass Sie da sind.
Schön, dass Sie da sind.
300 inhaftierte kriminelle Männer und Frauen
werden morgen vorzeitig aus der JVA Rheinstadt entlassen.
Herr Kaan, rund 70 Prozent der Rheinstädter
stehen hinter Ihrem Programm.
Wie haben Sie das geschafft?
Das Team um Frau Schach will die Ursachen der Kriminalität bekämpfen
und nicht mehr nur die Symptome.
Genau das haben die Rheinstädter verstanden.
* Applaus *
Was sind die Ursachen?
Fast immer die gleichen Themen.
Schulden, Suchtproblematik, Arbeitslosigkeit, unsicherer Status.
Wir wollen die Lebensumstände der Teilnehmer verbessern.
Wir reden von Wohnung, Arbeit und Sozialem.
Toll, die Straftäter werden also belohnt.
Die Frage ist, Herr Schäfer, die Frage ist doch,
was ist denn das Ziel unserer Justizsystems?
Was möchten wir denn?
Möchten wir weniger Kriminalität
oder Bestrafen des Bestrafens willen?
Das heißt, Sie negieren die abschreckende Wirkung von Strafe?
Ja, definitiv.
In den USA ist die Mordrate zehnmal so hoch wie hier.
Trotz der Todesstrafe!
Das kann man nicht vergleichen. - Natürlich kann man das.
Wir sind beide westliche Länder.
Frau Schach, aber wenn Strafe nicht abschreckt, was dann?
Erwischt werden.
(Schäfer:) Wenn ich mal kurz darf.
Das ist Wissenschaft.
Steht dahinter ein Risiko? Das ist die Frage.
Es ist auch das Gefängnis ein Risiko mit den vielen Rückfalltätern.
Wer haftet dafür?
Es ist nun ein bewilligtes Projekt für zwei Jahre,
das wir wissenschaftlich begleiten.
Dann sehen wir die Ergebnisse, da greif ich nicht voraus.
Ich kann das nicht.
Ich kann das nicht. Wie kann sie so was sagen?
(laut:) Wie können Sie so was sagen?
Wie? Ich versteh's nicht!
Erklären Sie's mir, wie können Sie so was sagen?
Ich will mitdiskutieren mit Ihnen. - Abbruch.
Nee, warte mal, können wir der Frau ein Mikro geben?
Ist das möglich?
Eine Sekunde, gleich, Sie kriegen ein Mikrofon.
Können Sie sich einmal vorstellen, bitte?
Ich bin Nesrin Gül.
Und der Mörder meines Sohnes wird morgen in Rheinstadt freigelassen.
"Erklären Sie mir das."
"Warum lassen Sie Klaus Bäumer frei?"
"Frau Gül ich darf hier nicht öffentlich
über Einzelfälle sprechen."
Ich lad Sie herzlich ein, nach der Sendung mit uns darüber ...
Sie laden mich ein? Wozu denn?
Ich hab zwei Jahre dafür gebraucht,
dass der Mörder meines Sohnes ins Gefängnis kommt!
Zwei Jahre!
Frau Gül, wir wollen Verbrechen nicht ignorieren.
Wir wollen Straftäter auch nicht einfach so davonkommen lassen.
Es geht uns viel mehr darum,
andere Formen von Konfliktlösung zu fördern,
die sich auf Wiedergutmachung konzentrieren.
Und nicht auf die reine Strafe. - Haben Sie Kinder?
Nein.
Glauben Sie, man kann den Verlust eines Kindes wiedergutmachen?
Frau Gül.
Hat es die Gefängnisstrafe für Sie wiedergutgemacht?
* beklemmende Musik *
* angespannt-abwartende Musik *
* Sphärischer Frauengesang setzt ein. *
* Musik wird eindringlicher. *
* Hammerschläge *
* aufgebrachtes Stimmengewirr *
* Pfiffe *
* Musik endet. *
Ja.
* Stimmengewirr *
Sie sind weg.
Ich hab überall geschaut.
Wieso hatten wir die nicht auf dem Schirm?
Ich dachte, alle Betroffenen wurden informiert.
Wir kennen sie, sie haben jeglichen Kontakt mit uns abgelehnt.
Das mussten wir akzeptieren. - Du musst mir da Bescheid sagen.
Ich muss das wissen. - Wir kontaktieren die jetzt.
Wir müssen die erreichen.
* spannungsvolle Musik *
(Radio:) "Schönen guten Morgen, liebe RR2-Zuhörer,
es ist ein aufregender Morgen,
denn ja, es passiert wirklich, die Knackis kommen raus."
"Das europäische Pilotprojekt, das die Gefängnisse abschaffen möchte,
startet heute."
"Aber ihr müsst nicht gleich alle Türen verriegeln,
das Projekt ist vorerst auf Rheinstadt begrenzt."
(Frau, Radio:) "Wir Rheinstädter sind ein sehr tolerantes Völkchen
und stehen der Sache positiv gegenüber."
(Mann:) "Man sollte es versuchen."
(Journalist:) "This is not just a local story,
because other countries are asking themselves:
If this works in Germany, could this be something
that we can introduce to other countries?"
* spannungsvoll-abwartende Musik *
* Stimmengewirr *
Morgen. - Hey!
Petra, wart mal. - Ja?
In der JVA in Haus fünf gab's 'nen Zwischenfall.
Ja, und?
Ein Teilnehmer liegt auf der Krankenstation,
er wurde heute Nacht zusammengeschlagen.
Mehrmals in den Bauch getreten, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen,
jetzt will's keiner gewesen sein. - Wie heißt er denn?
Fohl, glaub ich. - Was? Föhl?
Kann sein, ja. - Ach, scheiße.
Das ist jetzt doch ein Problem.
Wer weiß davon?
Die JVA, ich und jetzt du.
Gut. Ähm ... Lydia?
Eine Minute. - Okay.
Ja, das ist Therapiezuständigkeit.
Okay, ähm ...
Was soll ich machen? - Gar nichts.
Lydia ist zuständig.
Und?
Wie geht's dir?
* Stimmengewirr *
Holst du ihn ab?
Weiß nicht.
Hm?
Wird alles gut.
Wirst sehen.
Mhm.
* bewegte Musik *
* sphärische Frauenstimme *
* Schniefen *
* Musik verklingt. *
* lockerer Hip-Hop *
Heppa!
Kobe!
* Freudenlaute *
Wallah, mein Bruder!
Wir sehen uns auf der anderen Seite!
(Mann:) Bastard!
Aber den nehmen wir doch mit raus.
Wegen Clankriminalität. - Ist auch richtig so.
Ey, du, Diggie,
du kommst direkt wieder nach Bochum, glaub mir.
Du bist Krimineller Nummer eins in meinen Augen.
Es ist wichtig, nicht in alte Verhaltensmuster zu fallen.
Ich geh da hin,
diese Ausbildung werd ich so nehmen, als wär's mein Leben.
Ich will dieses Autohaus sein. - Okay.
Hör zu, Ausbildung abschließen, Chef werden von diesem Autohaus
und am Ende ein eigenes Autohaus eröffnen.
Ich werde im ersten Jahr meinen Stempel da setzen, Bruder.
Wenn ich nicht zehn Autos verkauf, weiß ich nicht.
Meine Lieben!
Ich brauch euch ganz kurz,
ich weiß, ihr habt wahnsinnig viel zu tun,
aber ganz kurz nur!
Kommt, dauert nicht lange.
Ich möcht mich ganz, ganz herzlich bei euch allen bedanken.
Ohne euch gäb's das jetzt nicht.
Danke, danke, danke. * Johlen *
Das ist nicht nur ein Job, ich weiß das.
Es ist für jeden von euch eine persönliche Herausforderung.
Was wir in den letzten zwei Jahren geleistet haben,
das ist großartig.
Das hat bis jetzt niemand geschafft. * Jubel *
(Frau:) Petra!
Petra!
* Schlüsselklirren, angespannte Musik *
* hallende Wortfetzen *
Mach mal auf jetzt da!
Mach mal auf endlich hier!
* Stimmengewirr *
* Lachen *
* nachdenkliche Musik *
* Rufe von draußen *
* Klacken, Stimmengewirr *
Was ist das Gefängnis?
Ein verdammtes Symbol für ein kaputtes System!
* Zustimmung *
Und eure Aufgabe, meine Aufgabe ist es,
diesen Menschen da draußen zu beweisen,
dass wir ein System aufbauen können.
Dass es dieses menschenfeindliche Gebäude
einfach nicht mehr braucht!
* Jubel *
Hi. - Ist der Blum.
Sie sind Herr? - Bäumer.
Bäumer.
Die wirklich Arbeit fängt jetzt erst an!
Wunderbar.
Also bitte, nehmt es persönlich, brecht die Regeln.
Vergesst alles, was ihr in der Schule gelernt habt!
Genau, Petra!
Ist die Kette auch irgendwo?
* nachdenkliche Musik *
* Stimmengewirr *
* Lachen, Stimmengewirr *
* Jubel *
* vereinzelter Applaus *
Bäumer!
* Stimmengewirr *
Bäumer!
Ja?
Wie müssen noch was klären. - Wieso?
Ich jetzt doch nicht, oder was? - Vorübergehend erst mal nicht.
* Stimmengewirr *
Föhl, kannst jetzt zum Duschen.
* Lachen, Stimmengewirr *
"The question is: will they be able to readjust to society?"
"We're not quite sure, of course,
this is a project which is the first of its kind."
... to show to the entire world the humanity.
And I really hope that one day we'll look back
on the incarceration system in the very same way
that we look at corporal punishment today.
Thank you.
Today is a big day. - Thank you.
* Sie spricht Spanisch. *
Herr Bürgermeister. - Frau Schach.
Pressemeute wieder gut gefüttert? - Natürlich.
Willst du nicht auch noch was sagen? - Nein.
Kommt extra aus Spanien. - Toll.
* spanische Wortfetzen *
Und?
Nervös?
Nö. Du? - Na sicher nicht.
Was soll denn schon passieren?
(Durchsage:) "Liebe Presse, Gäste und Angehörige,
noch einmal der Hinweis:
Fotos dürfen nicht veröffentlicht werden."
"Die Anonymität der Teilnehmer muss gewahrt werden."
"Vielen Dank."
* Stimmengewirr *
* Sie spricht Türkisch. * ... um ein paar Mörder zu feiern?
* Er spricht Türkisch. *
Ja. Mörder-Festival.
Nimm mal das Handy runter bitte.
Haben Sie um Erlaubnis gebeten? - Sorry, nein.
Ich lösch das.
* Wortfetzen eines englischen Journalisten *
Hallo. - Tag.
Wir sind auch Angehörige.
* traurige Musik *
Mein Beileid. - Danke.
Tag. Hallo.
Mein Beileid.
* bewegte Musik *
* hoffnungsvolle Musik *
Männers! Rheinstadt, Freistadt!
* zustimmende Laute *
(Mann:) So kennen die uns noch gar nicht.
Oh!
Kaum aus dem Knast raus, schon blingbling, oder was?
War von meinem Vater. - Ach so, von deinem Dad.
Wollt schon fragen, ob du's mir verkaufst, Mann.
Steht nicht zum Verkauf, mein Bruder.
* Stimmengewirr *
(Frau:) Der Bus kommt, der Bus kommt!
* tiefes Ausatmen *
* lautes Stimmengewirr *
Frau Ministerin, es geht just in diesem Moment los.
Ich bedanke mich.
Als Nächstes dann das ganze Bundesland.
Haut ab! - Wir wollen euch nicht!
Verschwindet!
* aufgebrachtes Stimmengewirr *
(Mann:) Freiheit!
* Jubel *
* Zischen *
* Zischen *
* Jubel, Applaus *
* Rufe *
Nadi! - Nadi!
Nadi.
Nadi!
* innige Laute *
Wie ich euch vermisst hab.
(Durchsage:) "Liebe Teilnehmer,
falls euer Betreuer euch noch nicht angesprochen hat,
meldet euch in den Zelten an."
* sphärische Musik. Durchsage im Hintergrund *
* Stimmengewirr im Hintergrund *
* Lachen *
Mark? Hallo, Mark. - Hallo.
Wie geht's dir? - Gut.
Komm, ich nehm dich mit. - Kann ich kurz anzünden?
Ja. Geht's dir gut?
Schön, dass du da bist. - Danke schön.
* Sie spricht Arabisch. *
Frau Blum, hallo, grüße Sie. Wie geht's Ihnen?
Gut.
Darf ich Ihnen einmal meine Mutter vorstellen?
Hallo, freut mich, Eva Blum,
ich bin die Programmbetreuung für Ihren Sohn.
Vielen Dank, das freut mich. - Meine ältere Schwester Yara.
Hallo. - Yara.
Und? Sind Sie bereit? - Ja, bereit für die Freiheit.
Wollen wir? - Ja.
* Sie spricht Arabisch. *
Der Vermieter wartet, aber es ist natürlich Ihre Entscheidung.
Ich dachte, wir feiern.
Ich muss die Wohnung einrichten.
Die Ausbildung geht los, ich muss mich vorbereiten.
Du kannst doch nach Hause kommen. - Lass ihn, Mama.
Ist gut. Geh.
Alles gut. - Mach das.
Ich lieb euch.
Wollen wir? - Alles gut, Mann.
Mama, ich ess alles, ich ess alles.
Ich dachte, der kommt zumindest heute.
* Stimmengewirr *
* abwartende Musik, Motorknattern *
* Gesprächsfetzen *
* nachdenkliche Musik *
*
Er war nicht dabei.
Vielleicht haben wir den übersehen.
Ich überseh den nicht. - Seid ihr morgen auch da?
Ich glaube nicht, wir wohnen zu weit weg.
Wir haben noch einen kleinen Sohn zu Hause.
* Stimmengewirr *
Wir müssen uns zusammentun, dann können wir mehr bewegen.
Sabine? - Hm?
Schau mal.
Das sind die Güls. - Ja.
Versuch doch noch mal, sie einzuladen.
Okay. - Hm?
* Stimmengewirr *
Hallo, mein Name ist Sabine Broich.
Ich bin die Opferschutzbeauftragte.
* Stimmengewirr *
Hier ist es.
* entfernte Kinderstimmen *
Was glauben Sie, wie lange TRUST sich hält?
Ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste Psycho ausflippt.
Was wäre denn die Alternative?
Brechend volle Gefängnisse wie in den USA?
Ein paar Jungs, die ich drinnen kennengelernt hab,
sollte man nicht mehr auf die Gesellschaft loslassen.
Da, wo die sind, ist's schon gut.
Nee, hast du das gesehen?
Wir müssen das bis Donnerstag hinkriegen, geht nicht anders.
Nee, Basti, das haben wir anders besprochen.
Sag mal, hast du sie noch alle?
What?
Hi. - Ich kann ...
(lautlos:) Hi.
(leise:) Kommt rein.
Are you serious?
Ganz kurz, warte mal.
Ich superhoste einen von den Gefangenen, ist grade angekommen.
Natürlich können wir das an den Rändern heller machen.
Du bleibst mal kurz in der Leitung.
Hi, Eva Blum.
Attila.
Attila. - Nader Massad, hi.
Freut mich sehr. - Freut mich auch, ja.
Das ist es. - Du wohnst hier alleine?
Na, jetzt mit dir zusammen.
Besser als Knast, oder?
* lockerer Hip-Hop im Hintergrund *
Ja, dann zeig ich dir jetzt mal deine Koje.
Wenn's für Sie in Ordnung ist, verabschiede ich mich.
Wir sehen uns morgen. - Danke.
Danke noch mal. - Danke Ihnen, sehr gern.
So.
Das ist es.
Tu casa, enjoy.
Ich muss jetzt wieder meinen Grafiker anschreien.
Danke schön. * Grummeln *
Basti, das haben wir alles dreimal besprochen!
* Tür fällt zu. *
Niki, warte! - Aber ...
Kommt, schneller! - Niki, warte.
Wir gehen zusammen rein.
Wir wollen ihn doch nicht warten lassen, komm!
* Vogelzwitschern *
* Schlüsselklirren *
* Schlüsselklirren *
Lass mich mal.
Komm.
Nicht abgeschlossen.
Wir gehen rein, komm.
Mark?
Papa?
Papa!
* Tür wird geschlossen. *
(leise:) Ist gut.
* Schniefen *
Du bist da.
Ja.
Hey, küsst euch mal.
Spinnst du, sag mal?
* Ächzen *
* Schniefen *
Hey.
Hey, Prinzessin.
Hi, Mäuschen.
Weißt du noch, wer ich bin?
(leise:) Hey, Linchen.
Mark, lass sie mal.
Sie braucht noch 'n Moment. Hm?
Okay.
Papa, ich hab ein neues Hochbett. Du musst es sehen.
Ist leider noch nicht aufgebaut. - Komm.
Okay. - Komm, Papa.
Ich kann das ja machen.
Weißt du noch, welches Zimmer? - Nee, ich hab alles vergessen.
Wie lang bleibt Papa?
Hach, schauen wir mal.
Komm her.
* sphärische Musik *
*
Es gibt ein Problem mit einem Vermieter,
der sich's anders überlegt hat. - Was heißt das?
Der Vermieter von Bäumer hat die Talkshow gesehen,
er will ihn nicht mehr aufnehmen.
Große Presse und so. - Ja. Wo ist er denn jetzt?
Bäumer? JVA. Fahr ich jetzt hin.
Wart einen Moment.
Ich ruf den Vermieter an, vielleicht kann ich ihn umstimmen.
Wie geht's Föhl, wann kann der raus?
Er wurde schwer misshandelt.
Wenn er traumatisiert ist, muss ich ihn neu bewerten.
Föhl ist wie ausgewechselt, wenn's kriselt,
schauen wir mal.
Und bis dahin soll er nach Bochum verlegt werden?
Damit die ihn dort wieder quälen.
Lydia, wir waren uns einig,
dass wir nicht nur die Lämmchen rauslassen.
Der braucht Stabilität. - Die kommt hier draußen.
Im Gefängnis gibt es keine Stabilität.
Wir können ihm nur helfen, wenn er am Programm teilnehmen kann.
Ich bin die Psychiaterin und werd ihn neu bewerten.
Alles klar?
* Klacken *
Danke.
* Schlüsselklirren *
* angespannte Musik *
*
* Klacken, Quietschen *
* Musik verklingt. *
* Klacken, Scheppern *
Guten Tag, Herr Föhl.
Wie geht's Ihnen?
Darf ich mich setzen?
* Sesselschleifen *
Wieso darf ich nicht raus?
Wieso muss ich noch hierbleiben? Sie haben's mir versprochen!
Ich hab nichts versprochen. - Doch, haben Sie!
Erzählen Sie mal, wie kam's überhaupt zu dem Übergriff?
Ich will nicht drüber reden.
(leise:) Ja, ja.
Ich versteh schon, ne?
Das ist wieder einer Ihrer Tests.
Um zu schauen, wie ist er denn heut so, der Herr Föhl.
Ich mach keine Tests mit meinen Patienten.
Ich will mit Ihnen reden. - Das find ich gut, machen wir das.
Sie haben doch zu mir gesagt:
"Herr Föhl, Sie sind für das Programm geeignet."
"Herr Föhl, Sie sind geeignet für das Programm,
ja, Herr Föhl."
Haben Sie das gesagt oder nicht? - Ja.
Aber Sie wurden gestern massiver Gewalt ausgesetzt
und ich würd gern mit Ihnen offen darüber sprechen.
Danach finden wir eine Lösung, wie's weitergeht.
Das ist unfair. Das ist so unfair.
Was wird denn das jetzt?
Ich hab das nur so gesagt, Sie schreiben das gleich auf,
das wird gegen mich verwendet.
Ich verwende hier nichts gegen Sie, ich versuch Ihnen grade zu helfen.
Dann helfen Sie mir und holen mich hier raus!
Bitte.
* lässiger Hip-Hop im Hintergrund *
Nader, Besuch!
Für mich, oder was?
Atilla?
Und nicht zu laut, vielleicht meditier ich noch.
Warum nicht zu laut, Atilla?
Eyyyyyyy.
Was ist das? Eine Statue von dir?
Wallah, mein Schwesterherz, was machst du denn hier?
Prinz von Rheinstadt ist zurück, TRUST sei Dank.
Ja, wenn du nicht zu uns kommst, komm ich zu dir.
Mhm, durch die ganze Stadt bin ich gefahren,
durch die ganze Stadt.
Bitte schrei nicht so laut, der Mann will seine Ruhe haben.
Wie soll ich nicht schreien, du wohnst in einem Palast!
Guck dir das an.
Warum haben reiche Leute immer unnötige Sachen?
Fass das nicht an bitte. - Das hier?
Das Bild kostet zwölf...
* Quietschen *
Komm mit. - Ist das dein Ernst?
Wir gehen, bevor ich noch mehr anfass.
Wohin gehen? - Wie, wohin?
Wir müssen da raus, die Südstadt wartet auf dich.
Ich hab keinen Bock auf Südi.
Die ganzen Fressen wieder. - Komm schon.
Ich hab eine Überraschung.
Deine Überraschungen enden immer mit 'nem Riesenproblem.
Mit dir bin ich nicht safe. - Pfff, okay.
Wir bleiben hier bei den Rich People.
Passen wir auch hin. Komm jetzt.
* Er murmelt vor sich hin. *
Wie soll ich dir auch Nein sagen? - Hallo? Ja.
Die Massad-Geschwister kommen.
Komm, dein Schwesterherz hat eine kleine Überraschung für dich.
Oh mein Gott!
Rheinstadts Perle hat jetzt eine neue Perle.
Komm.
(singt:) Bruderherz, guck doch mal!
Schieß mal Foto, schieß mal Foto.
Schieß mal Foto.
Fass mal an. Stell dich nicht so an.
Wie hast du den bezahlt? * Klopfen *
Man redet nicht über Geld. Äh-äh-äh-äh.
Aber komm, steig ein.
Sieht teuer aus, die Karre.
Sieht Bombe aus, die Karre. - Denken die Bullen sicher auch.
* Motorröhren *
* unruhige Musik *
* Deutscher Rap setzt ein. *
Wir machen die Party unseres Lebens. Du bist wieder da, ich freu mich.
Können wir nicht einen Joint rauchen, chillen?
Warum feiern? - Wir können so anfangen.
Aber danach ...
* Freudenlaut *
Komm, ey, stell dich nicht so an. - Keine Lust mehr drauf.
Ich will weg von diesen Parallelgesellschaften,
wo wir uns aufhalten.
Einfach mal in der normalen Gesellschaft Anklang finden.
Ich verstehe. - Ich sag nicht, du musst machen.
Ich versteh schon diese Träume, aber lass das mal die Almans machen.
Komm mal wieder klar.
Brian wartet, ich warte, wir müssen wieder arbeiten
Er hat dir das gegeben, ha?
Natürlich, der verlorene Sohn ist zurück.
Er will dich unbedingt sehen. * Er spricht Arabisch. *
Nadi, was redest du?
Wir kennen uns seit Kindheit, Bruder.
Wie oft war er mich besuchen? Da fick ich auf diese Kindheit.
Wir konnten dich nicht besuchen gehen.
Wir konnten dich da drin nicht sehen. - Was redest du da?
Wer nicht besuchen will, schickt einen Brief,
schickt mir Hasch, ein Handy, irgendwas zum Überleben.
Wallah, er hat meinen Anwalt bezahlt, danke schön,
mit dem Geld, was ich ihm gebracht hab.
Er ist wie ein Bruder, verstehst du? Er konnte das auch nicht sehen.
Auf diese Art von Brüdern können wir verzichten.
Ich bin dein Bruder, wir sind Familie,
er ist nicht Familie.
Nur damit du das weißt, für deinen Kopf.
Richtige Brüder ziehen dich nicht in so Sachen mit rein.
Ja, Bruderherz, ey, du hast recht.
Ist cool.
Bist cool geworden im Knast.
Nur ein bisschen ...
.. klarer im Kopf, weißt du?
* leise Musik aus dem Autoradio *
Wie ich diese Stadt vermisst hab, ey.
Wie kann man dieses Drecksloch vermissen?
In dem Drecksloch, wo ich war,
ich freu mich über jedes andere Drecksloch.
Ja, du hast recht.
* lässiger Hip-Hop *
* Freudenschrei *
* Er spricht Arabisch. *
Freiheit! * Er spricht Arabisch. *
♪ Komm in meine Welt, hier ist alles, alles zart.
♪ Alles, alles zart.
♪ Denn in meiner heilen Welt kommt mir alles viel zu hart,
kommt mir alles viel zu hart.
Rheinstadt, mein Bruder ist wieder da!
"Die Häftlinge, meiner Meinung nach, gehören in den Knast."
"Die müssen für ihre Strafen büßen."
"Die Idee ist gut, aber wie soll das klappen?"
"Das Wegsperren bringt halt nix."
"Die Leute werden nicht resozialisiert."
"Von daher muss man neue Wege gehen."
(Frau:) "Ich finde gut,
dass jeder Mensch die Verantwortung für seine Taten übernimmt."
Willst du deine Jacke nicht ausziehen?
* TV läuft im Hintergrund weiter. *
Sie schlafen endlich.
Du hast ein bisschen umgeräumt, oder?
Ja.
Ich versuch, ein bisschen mehr Ordnung zu halten.
Sieht schön aus.
Ich hab dir die dünne Decke bezogen.
Aber kannst auch die dicke ... - Niki geht's besser?
Ja, viel besser,
der hatte seit Monaten keinen Streit mehr in der Schule.
Super, gut.
* TV läuft im Hintergrund. *
Ja, dann gute Nacht.
Schlaf gut. - Du auch.
* Klappern *
* Seufzen *
(TV:) "... dass der Täter kein Monster, sondern ein Mensch ist."
Nein, Sie haben mir schriftlich zugesagt,
ich hab den Mietvertrag vor mir.
"Sie haben zugesagt, dass ich Untermietern zustimmen muss,
das tu ich nicht."
Was dachten Sie, dass das Taschendiebe sind?
Das hab ich nicht gesagt,
aber meine Tochter hat mir erzählt, was Klaus Bäumer getan hat.
Sie wissen,
dass Sie die Daten unserer Teilnehmer nicht teilen dürfen.
Wie soll das gehen?
Meine Tochter macht bei mir die Verträge.
Ich hab schriftlich einen Vertrag von Ihnen, Sie haben zugesagt ...
Ich kann so einen Menschen in meinem Haus nicht wohnen lassen.
In meinem Gebäude wohnen Türken, Italiener, Kurden, Jugos, alles.
Ich hab 'ne Verantwortung für diese Mieter.
"Ich finde Ihr Projekt großartig, mega,
aber bei einem Fall wie Bäumer hört meine Toleranz auf,
tut mir leid."
Ja, gut, ich hab's verstanden. Danke, Herr Bektaş.
* leise Hintergrundmusik *
* angespannte Musik *
Marcel.
"Großartig zu sehen, wie unsere Stadt führend
in progressiver Justizpolitik ist."
"Dies ist der Anfang von etwas Großem,
Rehabilitation über Bestrafung."
"Bürgermeister Kaan, du bist ein Pionier."
Das sind so viele Tweets, das sind 200 ... wie viel?
Nein, 27.000.
"Ich glaube an zweite Chancen und an das Gute im Menschen."
"Das neue Programm könnte ein Vorbild für andere Städte sein."
Davon red ich! #TRUST, #Reinstadt.
* nachdenkliche Musik *
"Als Sozialarbeiterin bin ich begeistert,
wie dieses Programm Menschen die Chance gibt,
ihr Leben zu verändern."
"A milestone for justice."
"Heute beginnt ein neues Kapitel für unsere Stadt.
"Rheinstadt ganz weit vorne in Sachen Zukunft."
Ist das nicht toll?
Wir haben wirklich was bewirkt.
* ergreifende Musik *
* Musik stoppt. *
Hm.
* Seufzen *
Du willst da wirklich hin, ja?
Ja.
Okay.
Ja.
* sphärische Musik *
Hallo.
Herr Bäumer.
Na denn. - Alles Gute.
Grüße Sie.
Keiner wollt mich haben, was? - Nur ein logistisches Problem.
Bitte.
Wo geht's hin?
Zu mir. Nach Hause.
Okay.
* angespannte Musik *
Dürfen Sie das denn?
* lässige Musik *
Stell dir die Fahrt vor zu Onkel Abas.
Wie lang haben wir gebraucht? Zehn, elf Stunden?
Dies Fahrt war immer Totalausfall, ja.
Bruder, mit diesem Ding ... - Bruder, du bist 1,02 Meter groß.
1,02 Meter, ich hab den Schuh ganze Zeit in meinem Rücken.
Aber mit diesem Ding, stell dir vor, Digga,
wir wären, wenn ich draufdrücke, in vier Stunden bei Onkel Abas.
Voll krass, ja.
Kann es sein, dass der uns ganze Zeit hinterherfährt?
Nadi, was redest du? - Wie, was red ich?
Wallah, ich mein's ernst.
Junge, hör auf, Filme zu schieben, ist alles gut.
* Alarm, Reifenquietschen *
Fuck.
* Reifenquietschen *
Hör auf!
* Martinshorn * Stehenbleiben, Polizei!
Was hast du gemacht?
Yara! - Stehenbleiben!
Hände hoch, Polizei! Aussteigen!
Hände hoch! - Ich hab nichts gemacht.
Ich bin unschuldig.
* Keuchen *
* dramatische Musik, wehrhafte Laute *
Ah!
Yara! - Ruhe.
Ist okay, wallah, ist okay.
Ist okay, ist okay.
* düstere Musik *
Nadi, ruf Brian an, Nadi! Ruf Brian an!
* Funkspruch *
* angespannte Musik *
* Musik verklingt. *
* sphärische Musik *
*
* abwartend-spannungsvolle Musik *
*
*
* unruhige Musik *
*
Untertitel: audiofilm
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.