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ARS AMANDI- DIE KUNST DER LIEBE
ROM, 8 N. CHR.
- Ah, da ist er ja. -Guten Morgen. - Na, endlich. - Willkommen.
- Guten Tag, entschuldigt meine Verspätung. - Salve, schön euch zu sehen.
Seid gegrüßt.
- Sind alle versammelt? - Ja, alle da. Wir freuen uns schon.
Gehen wir hinein.
Gehen wir. Kommt mit.
- Wer ist dieser Tribun? - Macarius Califanus Urbanus.
Was ist das für eine Menschenansammlung?
- Er ist soeben nach Rom zurückgekehrt. - Aber er bleibt nur eine Woche.
- Er muss schnellsten nach Gallien zurück. - Wie stolz und prächtig er aussieht.
- Er sieht uns die ganze Zeit an.-Aber sieht nicht so aus, als ob du ihm gefällst.
Deine Nase gefällt ihm bestimmt noch weniger.
Geht weiter.
Danke.
- Komm mit. Setzt dich zu mir. - Ja, ist gut.
- Ah, es ist schön kühl hier. - Setzt euch hin.- Na los, setzt euch.
Sollte es unter euch einen geben, der die Liebeskunst noch nicht beherrscht,
dann lese er mein Lehrbuch des Liebens.
Und mit dieser Erfahrung entdecke er die Gipfel der Liebe.
Klingt viel versprechend, nicht?
Einen Augenblick, der Gesang stört mich.
Ich lüge nicht Apoll, wenn ich dir sage, dass du mich inspirierst.
Das, was ich mitzuteilen habe, hat mir kein Vogel zugetragen.
Es ist reine Erfahrung, drum hört auf den Lehrer und tut es ihm nach.
Was ich euch sagen werde, ist die Wahrheit.
Und du, Mutter der Liebe,...
...schenke dem, was ich zu lehren versuche, deine Gunst.
Hinweg mit der Stola, die den Fuß verhüllt.
Hinweg mit Bändern und Tüchern und Zeichen der Scham.
Ich spreche von der geschenkten Liebe und von dem erlaubten Raume,
wo alles gewährt und nichts Gewalt ist.
Die erste Aufgabe, der du dich unterziehen musst, neuer Soldat der Liebe,
ist, die zu suchen, die du lieben willst.
Versuche so dann mit deinem Bitten, sie dir geneigt zu machen.
Und versuche vor allen Dingen, es so zu fügen, dass eure Liebe lange dauern kann!
Die Dauer der Liebe setzt die Grenzen des Spiels.
Und seine Grenzen sind die Grenzen des Ackers,
den ihr besitzen und mit einer Pflugschar pflügen werdet.
Hier ist es das Ziel meiner brennenden Wünsche.
Die Frau, die ich mir mit meinem Werben mir geneigt machen will.
Und wähle dir die Frau, so spricht der Meister, zu der du sagen kannst:
"Nur du allein gefällst mir." Sie wird nicht vom Himmel vor deine Füße fallen.
Du musst sie suchen, mit deinen Augen, mit deinen Sinnen.
Der Jäger weiß, wo er das Netz für den Hirsch ausspannen muss.
Und wer die Angel auswirft, kennt das Wasser, in dem die Fische schwimmen.
Komm.
Ich komme, Geliebte.
Cornelius!
Cornelius!
Ja! Cornelius ist hier!
Cornelius! Liebster Cornelius!
Komm! Küss mich, Cornelius! Küss mich!
Cornelius?
Hat eben jemand Cornelius gerufen?
Das war nur Telefo, er hat es im Kopf. Er weiß nicht, was er sagt.
Das kommt mir auch so vor.
Macarius.
Küsschen.
Hörst du, der gute Telefo ist wieder geheilt.
Ja. Wenn er dein Schwert sieht, wird er schnell wieder normal.
Hier, du musst doch frieren.
Ich habe geträumt, dass Parilius in seinem Bronzeofen verbrannt ist.
Das war nur ein Alptraum.
Du musst öfter aus dem Haus gehen. Spaziergänge in der Natur machen.
Frische Luft atmen.
Die Götter mögen dich beschützen, meine Liebe. Und sei gut zu meiner Mutter, ja?
Du kannst beruhigt fortgehen. Wir beide verstehen uns sehr gut.
- Clio. - Salve.
C, c, zwei c, Claudia und Clio.
Das war mir noch nie aufgefallen.
- Guten Morgen. Na, komm schon her.- Nicht doch, Mama.
- Komm her. - Lass das, Mama.
- Komm her, mein schöner Soldat. - Wo steckst du?
Hier.
Nimm doch diesen grässlichen, barbarischen Helm ab.
Mein hübscher, kleiner Junge. Komm heil zurück, ja?
Sei bitte gut zu meiner Frau.
Sei ganz unbesorgt, wir spinnen unsere Wolle in schönster Eintracht.
Mein kleiner Liebling.
Pass auf Telefo auf. Er merkt sich fremde Namen. Vielleicht ist er uns von Nutzen.
Ja, sei unbesorgt. Ich mach das schon.
Es ist das Los eines Soldaten, dass er nicht weiß, wann er zurückkommen wird.
Tja, das ist mein Schicksal.
Und das Schicksal der bescheidenen Matronen ist es, zu warten und zu warten.
Ja, unser Leben besteht aus Hoffen und Warten.
Mögen die Götter mit dir sein, Mutter.
Nein, dich mögen sie begleiten.
. Komm gesund wieder. - Salve.
Die Götter mögen dich beschützen.
Leb wohl, Mutter.
Eure Mutter hat den Auftrag, auf Telefo aufzupassen. Der Vogel ist übergeschnappt.
Du hast die längste Zeit gelacht.
Macarius...
Dir werde ich den Schnabel verschließen, gemeiner Spion.
- Wir sagen es war nicht unsere Schuld. - Ja, die Katze hat den Käfig geöffnet.
Und dann hat ihn ein Habicht geschnappt.
Ein paar Federn. Das ist alles, was von Telefo übrig geblieben ist.
Diese Vögel machen viel Geschrei und Dreck, sind aber dummer als die Hühner.
- Sepora! - Beim Priapus, kaum ist sie wach, schreit sie nach mir.
- Sepora! - Ja, ich komme, Herrin!
Man hat Telefo geraubt! Diebe! Mörder! Sepora, schnell, ein Unglück!
Sepora! Telefo ist weg!
Ich sollte doch auf ihn aufpassen und jetzt ist er weg!
Jetzt hat sie keinen Aufpasser mehr!
Ja, den Verräter sind wir los, für immer!
- Rufus. - Ich komme, Herrin.
- Wem gehört dieser Vogel? - Das ist der Papagei unseres Nachbarn.
Na, komm.
Au! Mistvieh!
Tu ihm nichts, bitte! Es ist ein Geschenk von Macarius an seine Frau!
Du darfst ihm nichts antun. Er gehört doch deinem Freund.
Nein, tu es nicht! Ich bitte dich!
Lass ihn in Ruhe! Er hat dir doch nichts getan!
- Halt den Mund! - Nicht! Tu es nicht!
- Verdammtes heidnisches Vieh! - Lass den Vogel in Ruhe!
- Ich werde dir den Kopf abschneiden!- Er hat Angst vor dir!
Wie kannst du es wagen?
Hühner in meinem Haus!
Das ist eine Schande! Hier im Haus der Adler!
Verstehst du? Adler! Warte nur!
Nicht, lass! Hilfe! Du tust mir weh!
Dreckige Hündin! Du hast es darauf angelegt! Jetzt wirst du sehen, was du davon hast!
Einsperren werde ich dich, wie einen Hund!
Lauf, Rex! Los, rein mit dir!
Rein mit dir in den Verschlag! Da gehörst du hin, räudige Hündin!
Dir werde ich noch das Apportieren und Bellen beibringen, verlass dich darauf!
Das sage ich dem Tribun Macarius!
Wir wissen, er schreibt Gedichte und hungert sich mehr schlecht als recht durch.
- Ein echter Dichter. - Wie schrecklich. Er friert nachts vor Kälte.
Diese Studenten wissen schon, wie und wo man sich wärmt.
- Ich sorge mich um ihn.- Ich frage mich, was Ihr an diesem Cornelius findet.
- Er ist nicht schön, er ist nicht reich. - Aber er gefällt mir. Ich habe ihn gern.
Er wohnt in einem engen, eiskalten Loch, das er stolz sein Haus nennt.
Außerdem können diese Studenten nicht den Mund halten, und das bringt Ärger.
Ihr, die ihr eine Frau sucht, für eine lange Zeit der Liebe,
sucht nicht am falschen Ort, sondern dort, wo ihr Frauen in großen Mengen findet.
Rom kann euch so viele und so verschieden- artige bieten, dass ihr sagen könnt,
die schönsten Frauen dieser Welt, hier sind sie versammelt.
Im Sommer, wenn die Tage heiß sind,
dann gehe und wandele unter den Säulenhallen des Pompeius.
Du kannst dort antike Bilder betrachten. Sieh dir die Danaiden an.
Die 50 Töchter des Königs Danaos, die ihre Männer getötet haben.
Vergiss auch nicht die Sabinerinnen, die von Romulus geraubt wurden.
Und Leda mit Jupiter in Gestalt eines Schwans.
Mit einem Schwan? Glaubst du, dass das möglich ist?
Da müsst die Witwe Nero fragen, unsere Nachbarin, die hält sich einen Schwan.
Die Römer haben die Sabinerinnen geraubt und sie gezwungen, sie zu heiraten.
Mein verstorbener Gemahl, hat mich geraubt, als ich 16 war. Ein Bild von einem Mann.
Meiner lebt noch, aber es ist, als ob er schon zehn Jahre tot wäre.
Hier ist der Ort, wo du deine Lüste befriedigen kannst.
Du wirst eine Schönheit finden, die dich verführt.
Eine andere, die eine flüchtige Laune für dich sein wird.
Und endlich die Eine, mit der du zusammenbleiben möchtest.
Schämst du dich denn gar nicht?
Tritt nah an sie heran, so nah du kannst. Nichts und niemand kann dich daran hindern.
Und in dem Augenblick eurer Begegnung, finde einen Anlass, ein Gespräch zu beginnen.
Aber begnüge dich fürs Erste mit Banalitäten.
- Verzeiht mir. - Keine Ursache.
Wenn du auf ihrem Hals oder Schulter ein Staubkörnchen entdeckst,
dann nimm es weg, indem du ihre Haut kaum streifst.
Und wenn keins da ist, dann behaupte es einfach.
Ein Stäubchen hat sich auf Eure Schulter verirrt, erlaubt mir, es wegzunehmen.
Alles muss als Vorwand für galante Höflichkeiten herhalten.
Die Frauen kommen her, um zu sehen, aber vor allen Dingen, um gesehen zu werden.
Unmöglich, euch alle Reviere für die Jagd auf die Frau zu nennen.
Es wäre leichter, die Sandkörner auf dem Boden des Meeres zu zählen.
Ihr habt Hinweise erhalten, wo ihr die Frauen findet, die ihr lieben wollt,
wen ihr lieben wollt und wie man die Netze nach ihnen auswirft.
Jetzt werde ich euch sagen, wie ihr die an euch bindet, die euch am meisten gefällt.
Dazu bedarf es der Anwendung etwas feinerer Methoden.
Ihr Männer, die ihr die Kunst des Liebens erlernen wollt, hört mir aufmerksam zu.
Öffnet euer Ohr für einige Grundregeln, die ihr stets bedenken solltet.
Zunächst einmal sei eines klar und deutlich festgestellt.
Es gibt nicht eine Frau auf der Welt, die nicht die deine werden könnte.
Du wirst sie besitzen, wenn du nur verstehst, deine Fallen zu stellen.
Eher schweigen die Vögel im Frühling und die Zikade im Sommer,
als dass eine Frau sich dem verweigert, der sie liebkost.
Sie gibt nach, auch wenn sie sich unnachgiebig zeigt.
Wie der Mann, so genießt auch die Frau die flüchtige Lust.
Wenn wir es nicht wären, die Küsse forderten,
so würde die besiegte Frau sie alsbald selber fordern.
In den schattigen Tälern und Hängen des Ida lebte einst ein weißer Stier.
Er war der Stolz der Herde,
und es wuchs ihm ein schwarzes Haarbüschel zwischen den Hörnern.
Nur an dieser einen Stelle, der ganze Rest seines Körpers war schneeweiß.
Für ihn entbrannte Pasiphae einst in ehebrecherische Liebe.
Neidisch hasste sie die wohlgestalteten, jungen Versen.
Seht nur, wie sie vor ihm her durchs Gras läuft, sie glaubt verführerisch zu sein.
- Habt Ihr einen Wunsch? - Nein, es ist nichts.
Von der Leidenschaft erfasst hält sie nichts auf.
Seht, von einem Stier besiegt ist König Minos.
Und endlich, von der hölzernen Kuh getäuscht, besprang sie der Stier.
Und durch die Geburt ward offenbar der Vater!
Nun wisst ihr, wie man die Liebe einer Frau entfesselt.
Sie ist viel heißer als die unsere.
Sie hat mehr Wildheit.
Vorwärts denn, seid kühn und ohne Zweifel.
Ihr dürft alle Frauen der Welt für euch erhoffen.
Danke, Meister, wir werden uns Eure Worte zu Herzen nehmen.
Ich würde mich aber nicht mit einem Stier, sondern eher mit einem Hengst vergleichen.
Das war sehr lehrreich. Die Theorie hätten wir nun, jetzt brauchen wir die Praxis.
Ja, bringt uns ein paar Frauen her, wie wollen das gleich ausprobieren!
Wir können dir eine Stute bringen, du magst doch auch Pferde!
- Verlass sofort dieses Haus! Geh! - Ich habe es nicht so gemeint.
Aber du hast es gesagt!
- Er hat mich beleidigt. - Beleidigt, Euch?
Danke, du bist sehr freundlich.
- Du wirst den Brief unter der Tür finden. - Ja, gut.
Dieser Mensch hat gesagt, ich sei nicht fähig,
den tieferen Sinn der Reden Ovids zu verstehen.
Verschwinde, mach, dass du wegkommst!
Was geht hier eigentlich vor?
Das hat der Hund von einem Anbeter Eurer Schwiegertochter übrig gelassen.
- Sie ist doch meinem Sohn treu? - Sie ist eine wahre Heilige.
Wenn sie heiter und fröhlich ist, dann wird sie sich mit Freuden in deine Arme werfen.
Doch hütet euch davor, Eifersucht zu wecken und Zweifel in ihr Herz zu setzen.
Marcia an Claudia, misch dich nicht in unsere Liebe. Cornelius liebt mich.
Liebt mich, Cornelius liebt mich.
Und ich liebe Cornelius, diese Wahrheit soll ganz Rom erfahren, die ganze Stadt.
Marcia.
Nein, das ist nicht wahr. Cornelius lügt nicht.
Das ist nur eine Erfindung dieser mannstollen Marcia.
Ich versichere, Cornelius lügt nicht, er liebt euch ganz bestimmt.
Dann muss er mich rächen!
Er muss sie töten!
Priapus, mach, dass ein anderer Liebhaber meiner Herrin zu gefallen weiß
und dass Cornelius der meine wird.
Er gefällt mir, er ist für mich geschaffen.
Ich werde noch heute ein Opfer dafür darbringen und auch nächste Woche.
Priapus, du vermagst alles.
Ich liebe es nicht, durch Schluchten zu laufen oder durch schroffe Felsen.
Ich möchte nicht, dass jemand unter meiner Anleitung in eine Falle gerät.
Wenn also die Magd, die die Botschaften überbringt,
die Lust in dir weckt, weil sie nicht nur treu ist und fleißig,
sondern auch schön und appetitlich ist,
so trink doch erst die Lust von ihrer Herrin Lippen, und tu es in dieser Reihenfolge.
Beginne nie die neue Liebe am Busen einer Dienerin.
Ovid hat Recht, wenn er sagt,
dass man seine Frau nicht mehr liebt, weil man sie sehen kann, wann man will.
Bei uns ist das nicht so. Gott sei Dank.
- Marcarius, hörst du zu? - Ja.
Zum Glück ist Telefo da.
Ein Mann hat mehr zu verlieren bei einem Betrug als Frauen. Stell dir das mal vor.
Was könnt ihr sehen?
Ich sage dir...
Du redest nur Wörter, die du selbst nicht glaubst.
Erkläre mir sonst, warum du eine Frau als Beschützer deines Hauses zurücklässt.
Weil ich vertrauen in meine Frau habe, aber in keinen Mann, der ihr zu Nahe kommt.
Dein Beschützer ist ein Papagei.
Du willst doch nicht ein Schwan sein, oder?
Wir können die Türme von Laudanum sehen, Herr.
Wir werden nicht in Laudanum halten, wir marschieren weiter nach Rom.
- Richtung Heimat! - Sofort, Herr.
- Sepora, beschwörst du es? - Beim Priapus, Herrin.
Schwöre.
Ich schwöre bei dem herrlichen Glied meines Lieblingsgottes...
- Das Geheimnis zu bewahren... - Das Geheimnis zu bewahren...
- ... bis zum Tode... - ... bis zum Tode...
Und mir meinen Rücken mit einer Bürste aus Reisstroh abzuschrubben, sobald ich...
- Und mir meinen Rücken abzuschrubben... - Ich habe Reisstroh gesagt.
- Aber so eine Bürste ist hart.- Mit einer Bürste aus Reisstroh, wiederhole das!
Mir meinen Rücken mit einer Bürste aus Reistroh abzuschrubben...
- Sobald ich den Auftrag beendet habe. - Sobald ich den Auftrag beendet habe.
Ehe du zu Cornelius gehst, kaufst du Mehl.
Wenn du es darüber gestreut hast, wird die Schrift weiß wie Kreide erscheinen.
Ja, mache ich.
Du Mistvogel, wenn du nicht den Schnabel hältst, verkaufe ich dich.
- Du wirst dich besser dreimal waschen. - Ja, dreimal waschen und die Reisbürste.
Es steht mir frei, dir heimlich zu schreiben, ich erwarte dich, mein Liebster.
Es wird ein Empfang stattfinden, um die Rückkehr der Soldaten aus Gallien zu feiern.
Du wirst meinem Mann vorgestellt werden.
- Schläft die Frau Mutter?- Sie hat ihr Schlafmittel, ich habe die Dosis verdoppelt.
Damit ist die Wachsamkeit meiner Aufpasserin für diese Nacht dahin.
- Steh still. - Es kitzelt, da muss ich lachen.
Post scriptum: Meine Leidenschaft hat ihren Höhepunkt erreicht.
Fertig.
- Unterschreibt Ihr nicht? - Nein, ich habe Angst.
Ist ja auch nicht nötig, Cornelius weiß ja genau, wem Sepora gehört.
Es ist niemand da, ich habe alle Türen fest verschlossen.
- Sprich nie meinen Namen aus.- Nein, und ich werde mir viermal den Rücken waschen.
- Cornelius! - Flavius...
Und schaue tief ihr in die Augen mit verliebtem Blick.
Mehr als Worte zu sagen vermögen drückt dein Blick aus,
und dein Antlitz spricht für dich.
Berühr sie immer nur zufällig, wenn sie eine Frucht greift, dann nimm auch du eine.
Die Methode ist genauso alt wie sie sicher ist,
man weist sich dem als Freund aus, den man betrügen will.
Ein einfacher sicherer Weg, auch wenn dieser Weg mit Schuld gepflastert wurde.
Wenn ihr geht, nachdem die Tische abgeräumt sind,
so wird dir das Gedränge erlauben, dich ihr zu nähern.
Halt dich an ihrer Seite, wenn du kannst. Dann berühre ihren Arm, um sie zu leiten.
Den Schenkel streife er leicht mit dem deinen.
Weiter, fester, viel tiefer!
Zielt auf ihre Hintern, liebkost ihn nach Soldatenart!
- Schäm dich, du betrunkener Kerl! - Da bringst du mich auf eine Idee.
Und halte das richtige Maß an trinken ein.
Trinke nur so viel, dass dein Fuß und Geist nicht ins Schwanken kommen.
Halt dich heraus aus Streitgesprächen, die durch den Wein leicht heftig werden.
Und wenn es Prügel setzt, dann wechsele schnell den Ort.
Seid Ihr eigentlich zufrieden mit Eurem Papagei?
Ich meine, ist das ein netter Hausgenosse, so ein Papagei?
- Er ist kein Vogel wie jeder andere. - Ich verstehe.
Ihr liebt die Geschenke Eures Mannes, was es auch sei.
Bitte entschuldigt mich jetzt.
Entschuldigt mich.
Viele Männer starben, weil sie jedes Glas, das ihnen angeboten wurde, annahmen.
Wein ist zur Glorifizierung des Lebens da. Benutz es auch dafür.
Singt und tanzt. Gefallt eurer Geliebten auf jede Weise, die ihr könnt.
Ein Liebhaber, den ich in Ägypten hatte,
musste auf Nilwasser zurückgreifen, um mich zu verführen.
Nilwasser, welche Wirkung hat das?
Er hat Nilwasser in große Behälter gefüllt und dann hat er mit dem Wasser...
Nun endlich ist es Zeit, mit ihr zu sprechen.
Vergessen ist Zurückhaltung und Scham.
Venus hilft zusammen mit dem Glück, dem, der es wagt, zu handeln.
Wo ist mein Gemahl? Macarius.
Nein, lasst mich!
Schon oft fiel der, der Liebe heuchelte, in Liebe.
Und was für ihn als heiteres Spiel begann, nahm dann ein ernstes Ende.
Nein!
Und wer nicht töricht ist, wird nicht vergessen,
den Worten auch die Küsse beizumischen.
Sie wird sich weigern. Dann zögere nicht und nimm sie dir mit Gewalt.
Wenn sie sich weiterhin wehrt, dann will sie letztendlich doch besiegt werden.
Auf die Knie. Auf die Knie mit dir.
- Ich habe geträumt von Karthago. - Ah, ja.
- Und habt Ihr die Schlacht gewonnen? - Nein...
Es war eine zu ungleiche Begegnung.
- Ich war allein. - Ihr allein?- Ja.
- Wenn der General mich findet, kastriert er mich. - Das werde ich nicht zulassen.
Ich werde dich verteidigen.
Gut, ja.
Halt ein. Warte.
Du musst fliehen. Lauf weg, schnell!
Wieso bist du ausgezogen? Es ist doch nicht so warm heute Nacht.
Ich habe mich zu deinem Empfang entkleidet.
Ach, nein. Du weißt verdammt gut, dass ich das hasse.
Woher hast du diesen dreckigen Fetzen?
Den habe ich heute auf der Straße gefunden.
Scheußlich.
Den Geruch kenne ich doch. Knoblauch, vermischt mit dem Schweiß eines Esels.
Natürlich, er gehört Rufus.
Du Schlampe!
Lass mich in Ruhe!
Ich kenne niemanden namens Rufus! Du musst mir glauben!
Nein, bitte nicht! Geh weg!
- Dir werde ich... - Nein!
Hört zu! Ich habe eine Verschwörung aufzu- decken! Ich weiß die Wahrheit! Er ist es!
- Er will den... - Hör auf! Sei still!
Er plant den Tod des Augustus! Er will den Kaiser umbringen!
Er hat sich schon eine kaiserliche Rüstung machen lassen! Er hat sie hier versteckt!
- Ich werde euch sagen, wo sie ist! - Bist du wahnsinnig?
Die ist verrückt. Die Frau hat den Verstand verloren!
Verdammt, halt dein Maul, oder ich stopfe es dir. Ich werde dich umbringen, Hure.
Ich habe dich getötet.
Ich habe dich getötet.
Nach dem Gesetz...
Nach dem Gesetz...
...hat der Mann nicht das Recht, sondern die Pflicht, eine ungetreue Frau umzubringen.
So ist es, meine Liebe, das römische Recht, das beste aller Rechtssysteme der Welt,
verpflichtet den Ehemann, seine ehebrecherische Frau zu töten.
Hast du gehört? Hast du verstanden? Du kannst nicht mehr sprechen.
Gut, deine Stimme versagt, aber vielleicht hört dein Ohr und sieht dein Auge noch.
Dann hör zu und sieh her.
Du hattest nämlich Recht, weißt du?
Eines Tages werde ich Imperator, und zwar schon bald.
Hier ist die kaiserliche Rüstung, vor der Könige auf die Knie fallen.
Ich werde Imperator sein.
Ich bin Imperator. Sieh her.
Ich bin das Imperium! Ich bin der Imperator!
Damit könnte ich jetzt aufhören,
aber da keine Frau wie die andere ist, will ich euch noch mehr verraten.
Tausend Herzen erreicht ihr auf tausend Weisen.
Es bringen ja verschiedene Äcker nicht immer die gleiche Frucht hervor.
Einer trägt den Weinstock, der andere die Olive, und auf jenem dort wächst der Weizen.
Und so verschieden wie ihre Herzen, sind die Gesichter der Frauen auf dieser Welt.
Nur, wer weise und gelehrt ist, wird sich in ihnen auskennen.
Und wie Prometheus kann er sich je nach Bedarf verwandeln in die weiche Welle
oder zum Löwen werden oder zur Pflanze
oder zum wild behaarten Eber.
Auch darfst du nicht in gleicher Weise bei jedem Lebensalter handeln.
Wenn du bei deiner Iven den Erfahrenen spielst,
die Schamhafte zu kühn anpackst, werden sie Angst vor dir haben.
So ist es oft geschehen, dass eine, die der ehrliche Liebhaber erschreckte,
dem in die Arme fiel, der schlechter war als er.
Sei liebevoll, wenn du geliebt sein willst.
Doch dazu soll dir Angesicht und Schönheit nicht genügen.
Wenn du das Gute in deiner Freundin suchst und sie dich nicht verlassen soll,
dann füg der Schönheit Geisteskraft hinzu.
Die Liebe ist eine zerbrechliche Ware und nicht ewig haltbar.
Mit der Zeit welkt sie dahin und verzehrt sich durch ihre Dauer.
Sei immer bereit, ihr den Schemel zu halten, wenn sie sich zu Bette begibt.
Und versäume es auf keinen Fall, ihr die Sandalen von den Füßen zu streifen.
Und gebt euren Geliebten statt großer Geschenke nur bescheidene Gaben.
Doch wenn auch bescheiden, wählt sie mit Bedacht.
Und reicht sie wie Kostbarkeiten.
- Da hat er Recht. - Wir besitzen sowieso keine Reichtümer.
Wenn er nur reich genug ist, gefällt der Frau auch ein Barbar.
Ja, so ist es. Wir bleiben bei den kleinen Geschenken.
Und wenn sie tanzt, bewundere ihren Körper. Lobe ihre Stimme, wenn sie singt.
Und wenn sie aufhört, sage ihr, wie sehr du es bedauerst.
Lobe all ihre Umarmungen.
Lobe, was dir Freude macht und was sie nachts zu bieten hat.
Wäre sie auch schrecklicher als die Medusa, so wird sie doch sanft und voller Güte
durch den Geliebten.
Hier sind wir in der goldenen Jahreszeit, Trauben tropfen vor Saft,
man fühlt die Kühle des ersten Frosts,
selbst in der Hitze der ausgetrockneten Körper.
Doch wenn sie durch den Jahreswechsel erkrankt,
zeig ihr deine Fürsorge und kümmere dich um sie mit deiner Liebe.
Jetzt ist der Moment zu handeln, und es wird sich bezahlt machen.
Kümmere dich selbst um die neugierigen Gedanken, die sie hat.
Tu alles für sie, was sie erlaubt.
Es ist da unten.
Lass sie dich oft weinen sehen, sei froh, wenn sie dir ihren Mund anbietet,
und wenn sie mit brennender Liebe deine Tränen trinkt.
Bring ihr eine alte Frau, die das Bett mit Schwefel und Eiern desinfiziert.
Mit diesen Aktionen wird sie sehen, dass ihr es ernst meint.
Ihr Herz wird vom Glück berauscht sein und kennt nicht mehr sein Maß.
So wir das Herz faul.
Das Herz berauscht sich am Glück und kennt das rechte Maß nicht mehr.
Cornelius.
Es wird durch starke Reize neu erweckt.
Wenn sie glauben sollte, dass du dich von ihr abgewendet hast,
dann wird die Eifersucht erwachen.
Und mit der Eifersucht erwacht die Liebe neu in ihr.
Sie muss zurückgewinnen, was sie zu besitzen glaubte.
Und wenn sie dir vorwirft, du hättest sie betrogen,
dann wirf dich auf die Erde. Verlier die Fassung.
Wäre ich doch derjenige, an dessen Harre sie zerrte.
In dessen Wange sie die spitzen Nägel bohrte.
Zu dem sie die Augen erheben würde, voller Tränen oder dunkel vor Empörung.
Wäre ich der Mann doch, ohne den sie nicht leben könnte oder wollte.
Nein!
Wer weise und klug ist, wird in der Liebe siegen
und erreicht durch meine Kunst alles, was er will.
Ich hasse die Umarmungen, die nicht von beiden gleich gewollt sind.
Ich hasse die, die nachgibt, weil sie muss,
und ohne Wollust bei der Liebe an die Hausarbeit denkt.
Ich will nicht, dass mich jemand aus Pflichtgefühl oder gehorsam liebt.
Wenn sie vor Liebe stöhnt, dann muss es echt sein. Und nicht gespielt.
Und sie soll mir sagen, ob ich mich beeilen oder es verzögern soll.
Und ich möchte sie sehen, den Blick ganz entzückt außer sich.
Ich möchte hören, wie sie ruft, mach Schluss, ich kann nicht mehr.
Genug, ich kann nicht mehr.
Die Hände werden selber wissen,
wie sich dort bewegen müssen, wohin der spitze Pfeil der Liebe zielt.
Glaubt mir, es ist nicht angebracht, zum äußersten der Lust zu eilen.
Langsam müsst ihr und mit klugem Hinhalten den Höhepunkt des Glücks verzögern.
Geh langs am vor und zärtlich,
streichele ihre Haut, und du wirst sehen, wie ihre Augen glänzen.
Als wenn die Sonne auf bewegtem Wasser scheint.
Nichts anderes lehre ich als laszive Liebe.
Und die Frauen führe ich nur ein in die Kunst, sich lieben zu lassen.
Nie hat die Frau gewusst, wie sie sich vor Armors Pfeilen
und der Glut der Lust schützen soll.
Vom Manne prallt der Pfeil wohl öfter ab, und Treue übt er selten bis ins Grab.
Nur selten befleckt die junge Frau,
wenn ich es recht bedenke, sich mit der Schuld des Ehebruchs.
Doch solltet ihr von vornherein bedenken, dass schnell das Alter kommt.
Damit nicht fruchtlos ihr die Zeit verbringt.
Solange ihr im Frühling seid, genießt das Leben.
Denn die Jahre vergehen schneller als der fließende Bach.
Die Welle, die vorbeifloss, kehrt nicht wieder.
Und auch die vergangenen Stunden nicht.
Genießt das Leben. Die Zeit vergeht schnell und wird nie mehr so schön sein.
Es kommt der Tag, an dem du, die heute den Geliebten abweist,
alt und allein im Bette liegst.
Und niemand mehr klopft nachts an deine Tür. Wie schnell verblüht dein Antlitz.
Fakten sind in deiner Haut und schnell verblasst die Farbe, die dich schön gemacht.
Verweigert eure Reize darum nicht dem Jüngling, der euch voll Begehren liebt.
Selbst das Eisen schleift sich ab, wenn man es zu lange am Steine wetzt.
So wartet nicht, bis ihr so alt wie dieses Messer seid.
Wer glaubt, dass man die Wasser des Meeres auszutrocknen vermöchte?
Genauso wenig könnt ihr zu eurem Geliebten sagen, ich lasse euch nicht ein.
Am Anfang steht die Pflege eurer Körper.
Schönheit ist ein Geschenk der Götter, doch sind die Götter damit sparsam umgegangen.
Und der größere Teil von euch hat unter dieser Sparsamkeit zu leiden.
So müsst ihr, was die Götter euch nicht schenkten, mit anderen Mitteln erreichen.
Es haben viele Frauen vieler Völker die vor der gleichen Frage standen,
mit Hilfe der Natur den Weg gefunden, das, was sie hässlich machte, schön zu pflegen.
Mit Kräutern aus Germanien kann die Frau graues Haar verschwinden lassen.
Und ist ihr Haar gefärbt, so ist es oft noch schöner als das echte.
Doch soll der Liebste euch nie finden mit Salben oder Creme.
Die Kunst, euch schön zu machen, sei geheim.
Wartet hier draußen, ich geh und sag es der Herrin.
Du sollst doch niemanden hereinlassen.
Wem graust es nicht, wenn er euch so verschmiert erblickt?
Und wenn die Liebe noch so groß ist, bei diesem Anblick wird sie vergehen.
Nein, Herr, die Herrin empfängt jetzt niemanden.
Er soll dein Haar nur sehen, wenn es weich und aufgelöst auf deine Schultern fällt.
Sie kann niemanden empfangen, sie ist nicht da.
Nein, das stimmt nicht, ich bin da!
Nein, nicht so, ich will es weich fließend!
Und schieb die Schuld an deinem Aussehen nicht auf deine Sklaven.
Ich hasse die, die sie schlagen und schinden,
weil sie sich selbst im Spiegel nicht sehen können.
Und lernt so graziös zu gehen, wie man es von einer Frau erwartet.
Die Art und Weise wie ihr schreitet hat sehr viel Teil an eurer Anmut.
Sie kann den Mann anziehen oder von euch weisen.
Lass den linken Teil der Schulter nackt und den Oberarm. Das ist verlockend.
Ganz besonders, wenn eure Haut so schneeweiß ist wie diese.
Ihr Anblick reizt mich,
mit Küssen diese Schulter zu bedecken, bis sie ganz unbekleidet ist.
Denn das, was sich verbirgt, bleibt unbekannt, von niemandem gesehen.
Doch unbekannte Schönheit trug noch niemals Früchte.
Meine Mutter.
- Willkommen daheim, Herr. - Geh in deine Kammer zurück.
Ich sagte, du sollst in deine Kammer zurückgehen!
Versteck dich, schnell!
Bist du es?
Vorwärts.
Räche dich nicht an ihm! Die Schande ist schlimmer als die Rache und der Tod.
Geh mir aus dem Weg!
Komm mit, los, vorwärts!
Cornelius, sei unbesorgt! Wir haben kein Verbrechen begangen!
Bleib stehen! Leg dich hin!
Leg dich hin! Los, hinlegen!
Ich biete dich, Priapus, hilf ihr.
Steh ihr bitte bei, ich bitte dich, Priapus.
Und jetzt schäme ich mich, fortzufahren, doch die göttliche Venus hat es befohlen.
Denn gerade das, was uns erröten lässt, ist unser ganz besonderes Vergnügen.
- Lass mich zufrieden. - Das dauert wieder.
- Was sollen wir denn hier?- Warten. - Wir stehen hier uns die Beine in Bauch.
Und nun versuche dich selber zu erkennen.
Nimm nur die Haltung ein, die deinen Formen entspricht.
Die gleiche Art ist nicht bei jeder angebracht.
Du liege auf dem Rücken, denn dein Gesicht ist schön.
Und du biete deine Schulter dar, denn sie ist hübsch und anmutig.
Und du mit den wohlgeformten Beinen, zeige sie, zur Freude aller Männer.
Wer sich in Bewegung zeigen möge, der schwinge sich aufs Pferd und reite.
Ja, du, du reite, denn du bist von kleinem Wuchs.
Einst ritt Andromache, obwohl sie groß war, auf dem Pferd des Hektor.
Und die, die schöne lange Beine hat und einen makellosen Busen,
die strecke sich am Rand des Bettes aus und zeige sich so dem Manne.
Verschmähe nicht als hässlich und barbarisch die Haare aufzulösen,
wie es die Frauen von Thessalien tun.
Und wenn du ausgebreitet hast dein Haar, neige leicht den Kopf zur Seite.
Was ihr auch tut, es dient den gleichen Zwecken.
Im Mann die Lust an euch zu wecken.
Und ihn bereit zu machen für die Liebe, dieses süße Spiel der Triebe.
Die Wollust soll der Frau aus jeder Pore dringen
und langsam in das Blut des Mannes überspringen.
Und sprecht mit sanfter Stimme zueinander.
Tauscht flüsternd, stöhnend Zärtlichkeiten aus.
Liebevolle Worte, wollüstiges Keuchen zeigen eure Lust dem Liebsten an.
Es ist Zeit, wir werden jetzt reingehen.
Schließt die Türen und sichert sie. Kommt jetzt!
Zu Befehl. Ihr stellt euch an die Ausgänge.
Kommt jetzt und lasst niemanden entkommen.
"... und unterbrecht den Redefluss, so oft ihr könnt durch einen Kuss."
Nehmt ihn fest! Die anderen auch!
"Warum stört ihr uns? Ich habe ein Recht, meine Lektionen hier abzuhalten."
Passt auf Lasst sie nicht weglaufen! Versperrt ihnen den Weg!
Los, schnell! Hier rüber!
Wie könnt ihr es wagen! Ich bin ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft!
Es ist wahr, was ich euch gezeigt habe. Er hat kein Schamgefühl!
Ich schwöre es auf das Kind, das ich in mir trage.
Kommt schon, stellt Euch nicht so an!
Gebt nach, es hat keinen Zweck, sich zu wehren.
Es ist Eure eigene Schuld.
- Was habt ihr hier zu suchen? - Der Mann ist gefährlich.
- Lasst mich los! - Sieh dir die Hexe an!
Geht weg!
Stehen bleiben! Sofort stehen bleiben!
- Sie ist entkommen. Sie läuft weg. - Kommt mit.
- Sie hatten sie doch schon. - Fangt sie ein! -Zu Befehl.
Ja, so ist gut. Schön pressen.
- Ich protestiere! Wer hat das angeordnet? - Alle werden abgeführt!
Wer das angeordnet hat, werdet ihr noch erfahren.
Sie haben zwei Söhne.
Passt doch auf! Los, greift sie euch!
Vorwärts, macht schon!
Los, hinterher! Sie darf nicht entkommen!
- Komm mit! Hinterher! - Das ist nicht zum Aushalten! - Seid ruhig!
Das ist eine Verschwörung gegen mich!
Es gibt Leute, die mich denunzieren, weil ich zu erfolgreich bin!
Dass man an meinen Vorträgen Anstoß nimmt, ist nur ein Vorwand.
Ovidius...
Hilfe!
Sepora, hilf mir!
Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
- Haben Sie um Hilfe gerufen? - Entschuldigen Sie.
Ich hatte einen furchtbaren Traum. Ich bin die ganze Nacht durchgefahren.
Haben Sie im Wagen geschlafen?
Ja, ich bin nachts gefahren. Ich komme aus Rom
und ich bin die ganze Strecke allein gefahren. - Von Rom? Einen Kaffee?
Vielen Dank. Ja, bitte.
Man sollte so eine lange Reise nicht allein machen, schon gar nicht als Frau.
Ich hatte keine andere Wahl.
- Hier. - Vielen Dank.
- Was ist denn das? Ein Papagei? - Ja, ein Kakadu.
- Sei still, Telefo! - Hübscher Vogel. - Ein Geschenk für meinen Professor.
Sie studieren?
Ich nehme an einer archäologischen Expedition teil.
Sie sind auf der Suche nach der Vergangenheit.
Ich glaube, ich habe sie schon mal irgendwo gesehen.
Das ist unmöglich. Ich gehe nämlich nie zur Beichte.
Sehr bedauerlich. Ich habe in Rom studiert, vielleicht haben wir uns mal gesehen.
Ja, Ihr Gesicht kommt mir auch bekannt vor.
Wissen sie es gibt 80 morphologische Typen auf der Erde.
Vielen Dank für den Kaffee.
- Hatten Sie einen Unfall?- Nur eine Panne, der Vergaser ist hin.
- Soll ich Sie nach Hause bringen? - Das ist nett. Vielen Dank.
Ist noch Platz für meine Lilien?
- Ja. Legen Sie die Blumen auf den Beifahrersitz-Ah, ja.
- Ihr Ausbeute ist aber reichlich.- Ich muss das Manuskript morgen abgeben.
Pompeji? - Die Villa der Silberhochzeit.
- Ein sehr gutes Foto. - Die Fotos hat Professor Dorbesson gemacht.
- Welchen Titel wird es haben? - Die Wandmalereien
der Städte am Vesuv.
- Eine römische Zeitung. -Hab sie gestern gekauft, wollte sie lesen.
Aber, ich bin einfach nicht dazu gekommen. Wollen Sie sie haben?
Vielen Dank. Das Neueste aus der Hauptstadt.
Ihre Blumen sind unversehrt.
- Danke. - Ist gern geschehen. - Nochmals vielen Dank.
- Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.
- Drei Lilien?- Bei Blumen bringt eine ungerade Zahl Glück.
- Vielen Dank. - Alles Gute.
Viktor!
Pompeji: Professor der Sorbonne von seinem eifersüchtigen Assistenten ermordet.
Das Foto zeigt Claudine Cartier, eine Mitarbeiterin vom Professor.
Sie ist durch ein Buch über die Wandmalereien in Pompeji bekannt geworden.
Das andere Foto zeigt die Villa, in der Mann die Leiche gefunden hat.
Henri Corneille, ein Historiker hat die Tat gestanden und hat sich der Polizei gestellt.
Claudine Cartier, die Wissenschaftlerin, Gegenstand der Liebe und Eifersucht,
weiß noch nichts vom Tod des Professors.
Sie ist zurzeit mit einem Landrover auf der Rückreise nach Frankreich.
Der Professor war ihr und Corneilles Lehrer und geistiger Vater.
Ich verdanke ihm alles. Aber ich habe ihn getötet.
Ich habe ein Verbrechen aus Eifersucht begangen.
Ich musste den Ursprung von Claudines Träumen beseitigen.
Der Professor hatte einen zu großen Platz in ihrer Fantasie eingenommen.
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