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Yoruba
Zulu
*
Untertitel: AUDIO2 im Auftrag des ORF
* Seufzen *
* lockere Musik *
Ich weiß gar nicht, was du hast. Ich liebe Frühdienste.
Die Straßen sind noch leer, alles ist ruhig und entspannt.
Das ist herrlich.
Mit meinem Wagen wäre das nicht passiert.
Da wären wir noch 50 Kilometer gekommen.
Der ist nun mal in der Inspektion.
In der Zwischenzeit solltest du dich dran gewöhnen,
dass die meisten Autos leer sind, wenn die Anzeige auf leer steht.
Nein, die Nadel stand noch nicht mal auf Reserve.
Ich hasse das. Ich hasse das.
* lockere Musik *
Sieh's doch mal so:
Im Zuge der aktuellen Sparmaßnahmen
hast du die letzten drei Kilometer immerhin 35 Cent gespart.
* Kichern *
Die Engelhardt wird sich freuen, ich brauche einen Kaffee.
Mit Milch ohne Zucker bitte. - Oh nee.
Hör auf mit dem Scheiß.
* bedrohliche Musik *
Moin, moin.
Mach keinen Scheiß, hier ist die Kohle.
Hallo?
Ich hätte ganz gern 'nen Kaffee.
Hey!
Hör auf damit, ich bin wieder dabei.
Hallo, ich hätt ganz gern ... - Auf den Boden!
Ich wollt doch nur 'nen Kaffee.
Auf den Boden!
* spannungsvolle Musik *
* Ächzen * Ah! Nein!
Stehenbleiben, Polizei!
Scheiße, Scheiße! - Runter! Runter!
Stehenbleiben!
* Schüsse *
* aufgeregte Musik *
* dynamische Musik *
Sch- ...
Komm, komm, komm, komm, komm!
Cobra zwölf an Zentrale.
Wir brauchen Unterstützung auf der K34 in nördliche Richtung.
Ende.
Der hat ganz einfach nur auf ihn geschossen.
Der hat einfach auf ihn geschossen.
Was ist passiert, Frank?
Ich wollte einfach nur 'nen Kaffee. Dann zwingt er mich auf die Knie.
Dann reißt er die Waffe rum und schießt einfach.
* aufgeregte Musik *
Ich krieg dich, ich krieg dich.
Verdammt noch mal!
* Reifenquietschen *
* Schüsse *
So, mein Freundchen, jetzt ...
* Motor dreht hoch. *
* Knistern *
Was ist das? Was ist das?
Was ist das?
* Reifenquietschen *
* dramatische Musik *
* Krachen *
* Musik verklingt. *
* ferne Motorradgeräusche *
Ihr Revier ist die Autobahn. Ihr Tempo ist mörderisch.
Ihre Gegner: Autoschieber, Mörder und Erpresser.
Unsere Sicherheit ist ihr Job.
* dynamische, dramatische Musik *
* Musik verklingt. *
* Keuchen *
* Husten *
Sind Sie okay?
Was ist mit Ihnen? Können Sie gehen?
Okay, gehen Sie rüber.
Ich hasse Frühdienste.
* eindringliche Klänge *
* fernes Vogelzwitschern *
* unstete Musik *
Ja?
Ja, ist in Ordnung. - Wa- ...
Engelhardt will uns sprechen. Irgendwas wegen des Wagens.
Hauptsache, der neue ist nicht so eine Möhre wie der alte.
Du kannst froh über ein Fahrrad sein.
Das ist der vierte Wagen im letzten halben Jahr.
Was kann ich dafür, wenn uns der Motor um die Ohren fliegt?
Das hast du super hingekriegt. - Dir auch einen guten Morgen.
Wir zerbrechen uns den Kopf, wo wir ein paar Cent sparen können,
und du zerlegst wieder mal deine Kiste.
Betriebsausflug können wir knicken.
Weißt du, was die Finanzabteilung dazu sagen wird?
Oh, nee, Hotte, bitte. Ich kann nichts dafür.
Du kannst ja nie was dafür.
Aber am Ende gibt's immer 'nen Haufen Schrott.
Das Präsidium macht Ärger. - Ja, und wir zahlen.
Ja.
Die streichen uns den Ausflug. 100 Pro.
Tun Sie nicht.
Tun Sie nicht?
Kommen Sie.
Tun Sie nicht.
Seht ihr. Keiner muss zahlen.
Ich muss zahlen?
Nur wenn sich herausstellen sollte,
dass Ihre Fahrweise verantwortlich für den Schaden ist.
Wir sind Polizisten, wir jagen Kriminelle.
Da kommt es eben mal vor, dass ein Auto zu Bruch geht.
Manchmal wäre auch kein Problem.
Sie kennen die Ergebnisse der Wirtschaftsprüfung.
Unsere Dienststelle ist die teuerste in Nordrhein-Westfalen.
Wir müssen sparen.
Indem mein Gehaltsscheck gekürzt wird?
Das Präsidium möchte es als Anreiz verstanden wissen,
dass wir in Zukunft sorgfältiger mit den Bundesmitteln umgehen.
Das ist nicht fair.
Unsere Aufklärungsrate liegt bei fast 100 Prozent.
Ich weiß, Sie sind gut. Aber auch teuer.
* Klopfen *
Das Krankenhaus hat angerufen.
Walter Siebert, der Tankstellenbesitzer, ist gestorben.
* unbehagliche Klänge *
Ich freue mich auch nicht darauf, jetzt mit Frau Siebert zu sprechen.
Aber wir dürfen keine Zeit verlieren.
Das ist es nicht. - Wie, das ist es nicht?
Nee, das ist es nicht.
Was, wenn ich früher und woanders getankt hätte?
Was dann?
Dann wäre doch alles anders gekommen.
Dann wäre ich nicht in diesen Überfall gestolpert.
Dann wäre der Siebert noch am Leben. So ist es doch.
Frank, du kannst doch nichts dafür,
dass du zur falschen Zeit am falschen Ort warst.
* bedrückte Musik *
Hallo, ist deine Mama da?
Guten Tag.
Frau Siebert, entschuldigen Sie, dass wir Sie stören.
Kommen Sie doch rein.
Und du, Süße, gehst nach oben, ja?
Okay.
Bitte.
Setzen Sie sich doch.
Danke, nein.
Frau Siebert, wir müssen Sie bitten, den Tathergang zu beschreiben.
Jede Kleinigkeit könnte uns weiterhelfen.
Frau Siebert?
Entschuldigung, kann ich Ihnen irgendwas anbieten?
Kaffee oder Wasser? - Danke, nein, keine Umstände.
Ist Ihnen irgendwas Spezielles aufgefallen?
Irgendeine Kleinigkeit des Täters?
Die Stimme, die Augen, irgendwas, was Ihnen aufgefallen ist?
Ich weiß nicht.
Es ... Es ging ja alles so schnell.
Walter wollte ihm das Geld geben.
Und dann ...
Dann sind Sie ja auch schon reingekommen, und dann ...
* Schluchzen *
Es tut mir leid, ich ... ich kann nicht.
Schon in Ordnung.
* Schluchzen *
Wir lassen Sie jetzt in Ruhe.
Sie können jederzeit Hilfe in Anspruch nehmen.
* Schluchzen *
* bedrückte Musik *
* Frau Siebert schluchzt. *
* unruhige Musik *
Den Kratzer bekomme ich nie weg.
Warum musstest du auch meine Maschine nehmen?
Ich nehme sie mir, wann ich will.
Und wenn du damit ein Problem hast ...
Ja, ist ja gut. - Sieh es doch mal so:
Ohne mich würdest du immer noch
mit deinem Mofa hier über das Werksgelände eiern.
Und jetzt mach deine Schilder ab.
Chef? - Krautmann, was gibt's?
Es gibt ein Problem.
Letzte Nacht ist beim Reinigen
eine Ladung Abwasser in dem Benzintank gelandet.
Verdammt ...
Vorsicht, der Kresskamp.
Hätte böse ausgehen können. - Wie meinen?
Zum Glück haben meine Jungs euren Pfusch rechtzeitig bemerkt.
Von dem Dreckszeug ist nichts rausgegangen.
Dann haben wir noch mal Glück gehabt.
Ja, meine Jungs sind eben auf Trab.
Was man von deiner Mannschaft nicht immer behaupten kann.
Scheiße!
Sag bloß.
Ich hab das Zeug schon ausgeliefert.
Sch- ...
So, tschüss, macht's gut.
Tschüss. Tschüss.
Das Kennzeichen von dem Motorrad war gefälscht.
Tschüss, schönen Feierabend.
Hm ... super Nummer. Danke.
Traber? - Ja?
Kann ich dich mal kurz sprechen? - Was gibt's?
Ich hab deinen Ersatzwagen auseinandergenommen.
Du bist der Sachverständige? - War ich.
Der Bericht war kaum fertig,
da hat ihn mir die Sekretärin aus der Finanzabteilung
aus der Hand gerissen. - Ist das gut?
Was hast du an der elektronischen Tempobegrenzung rumzufummeln?
Der Motor macht bei 200 Sachen dicht.
Da hängt mich jeder halbwegs aufgemotzte Mähdrescher ab.
Wegen so einer Kleinigkeit
gibt nicht gleich der ganze Motor seinen Geist auf.
Wenn man verdrecktes Benzin durch die Einspritzpumpe jagt schon.
Hast du noch mal zu starten versucht? - Ja.
Das Überwachungsband aus der Tankstelle.
Danke.
Da hat dann die Pumpe den ganzen Dreck
von unten aus dem Tank angesaugt, wahrscheinlich.
Und? - Da kann ich nichts machen. Sorry.
Ich geb dir 'ne Currywurst aus.
Damit du mit reduziertem Gehalt noch was zwischen die Zähne kriegst.
Wenn wir konsequent ungebleichtes, zweilagiges Klopapier verwenden,
sparen wir bei Kosten für Hygieneartikel 23 Prozent.
Und wenn wir alte Zeitungen nehmen, sparen wir sogar 100 Prozent.
Aber willst du das auch wirklich? Na dann, gute Nacht.
* unbehagliche Musik *
Warum erschießt er ihn jetzt?
Er hätte einfach das Geld nehmen und abhauen können.
Ich hab seinen Ablauf durcheinandergebracht.
Das ist eine Tankstelle, er musste damit rechnen, dass wer reinkommt.
Jemand, aber nicht ein Bulle. - Das wusste der doch nicht.
* konzentrierte Musik *
Da. Warum nimmt er nicht das Geld aus der Kasse?
Wieso führte sie direkt in den Nebenraum?
Ja, weil da der Safe ist.
Er hat die Tankstelle gekannt. - Richtig.
Dann hat er die Tankstelle gekannt.
Und vielleicht sogar die Sieberts.
Das ist es.
Ähm, wir müssen der Frau Siebert noch mal einen Besuch abstatten.
Frank? - Ja?
Morgen.
* Seufzen *
Ach, Frau Siebert?
Guten Tag.
Frau Siebert ...
Entschuldigen Sie bitte.
Wir haben noch ein paar Ungereimtheiten
auf den Videobändern gefunden.
Wir gehen davon aus, dass der Täter die Tankstelle gekannt haben muss.
Ist Ihnen wirklich nichts aufgefallen?
Ja, das...
* unbehagliche Musik *
.. hab ich Ihnen gestern doch schon gesagt.
Warum hat der Täter das Geld dann nicht genommen?
Warum hat er Sie in den Nebenraum geführt?
Woher soll ich das denn wissen?
Was stellen Sie mir denn überhaupt für Fragen?
Äh, Frau Siebert, äh ...
Ihre Tochter ist heute selbstverständlich ...
.. nicht in der Schule, nicht wahr?
Nein, ich hab sie zu Hause gelassen. - Wie geht's ihr eigentlich?
Wie soll's ihr denn gehen? Sie hat ihren Vater verloren!
Entschuldigung, ich ...
.. ich hab heute Nacht wirklich nicht gut geschlafen.
Können Sie mich bitte allein lassen? - Ja.
Ach, eine letzte Frage noch.
Ihre Tochter, die geht doch auf die Maybach-Schule, richtig?
* unbehagliche Musik *
Ja.
Bitte. - Selbstverständlich, wir gehen.
Weißt du eigentlich, wie teuer diese Maybach-Schule ist?
Ja, vielleicht steckt sie ihr ganzes Geld in die Ausbildung.
Frank, die hat von vorne bis hinten nur geblockt.
Ja, weil sie gestern meinetwegen ihren Mann verloren hat.
* bedrohliche Musik *
Das haben Sie gut gemacht.
Können Sie uns nicht endlich in Ruhe lassen, verdammt?
Aua. Das tut aber weh.
Aber harte Worte gehören wahrscheinlich dazu
bei einer Familie.
Die Hauptsache ist, Sie wissen, dass wir immer für Sie da sind.
Man kann sich ja sonst auf niemanden mehr verlassen.
Bestimmt nicht auf die Polizei.
Wenn es hart auf hart kommt, zählt nur die Familie.
Und wir sind doch eine Familie.
So weit war ich auch schon.
Der ist einfach ausgegangen? - Ja.
Frank? - Ja?
Wir haben Glück, es gibt nur drei Maschinen dieses Typs.
Eine davon gehört Peter Bayer,
Tankwagenfahrer in der Raffinerie Gondorf.
Andrea, sag mir bitte,
dass Gondorf die Tankstelle der Sieberts beliefert.
Gondorf beliefert die Tankstelle der Sieberts.
Das wird heute ein beschissener Tag für Herrn Bayer.
Wir sind mal kurz weg.
* Er bläst rein. *
Mmh! Und ich wollte schon die Hotline anrufen, wunderbar.
Nicht verzagen, Hartmut fragen.
Au!
* unbehagliche Musik *
Prima, sehr schön.
Diesen Ausweis im Werk bitte sichtbar tragen.
Alles klar. So? - Ja.
Sehr gut, danke.
Hier, den sollst du schön sichtbar tragen.
* erwartungsvolle Musik *
* unbehagliche Musik *
Herr Westphal? - Schichtleiter der B.
Hallo. - Guten Tag.
Was kann ich für Sie tun? - Wir suchen Herrn Peter Bayer.
Er arbeitet für Sie als Fahrer. - Hat er was angestellt?
Das würden wir gerne mit ihm persönlich besprechen.
Können Sie uns sagen, wo er sich aufhält?
An der Befüllungsstation, links um die Ecke.
Immer den Schildern nach. - Danke.
* unbehagliche Musik *
Und?
Die sind uns auf der Spur.
Was machen wir jetzt? - Wir werden Bayer kündigen.
Du gehst zu meinem Wagen und schneidest die Bremsschläuche an.
Und du holst das Geld und packst es in seinen Spind.
Alles klar. - Du willst ihm die Sache anhängen?
Wenn du nicht auch dran glauben willst, tust du besser, was ich sage.
* spannungsvolle Musik *
Guten Tag. - Guten Tag.
Wir suchen Herrn Peter Bayer. - Der macht Mittag in der Kantine.
Wo ist die?
Sie müssen hier zurück, rechts, links und dann das große Gebäude.
Schön, da kommen wir gerade her.
Danke. - Danke.
Die Polizei stellt gerade den ganzen Laden auf dem Kopf.
Scheiße! Und jetzt?
Du musst die Lieferlisten wegschaffen.
Ich kann nicht weg. Mich haben sie schon gesehen.
Nimm meinen Wagen. - Okay, Chef.
Und beeil dich. Wenn die Polizei die Listen in die Finger kriegt,
sitzen wir die nächsten zehn Jahre hinter Gittern.
* spannungsvolle Musik *
Upsa, da hat's aber einer eilig.
Hey!
* dynamische Musik *
* Reifenquietschen *
Bayer! Der hat mein Wagen geklaut!
Bayer! Komm, komm, komm, gib Gas!
* spannungsvolle Musik *
Cobra zwölf an Zentrale,
wir brauchen Unterstützung auf dem Chemiepark Knapsack.
* aufgeregte Musik *
Okay, Leute, wie sieht's aus? Krieg ich mal 'ne Rückmeldung?
"Einsatzkräfte nähern sich aus westlicher Richtung."
Ja, das ist gut. Da kommt ihr uns direkt entgegen.
* spannungsvolle Musik *
Das sieht nicht gut aus. Das sieht gar nicht gut aus.
Finster wie im Bergwerk.
Ah! Oh Gott!
* Ächzen *
Sag jetzt nichts. - Hatte ich auch nicht vor.
* aufgeregte Musik *
Okay. Das war's, mein Freund.
Auf die Kollegen von der Wache ist Verlass.
Und jetzt schön bremsen!
Der bremst, der bremst, der bremst!
* spannungsvolle Musik *
Scheiße, der bremst nicht!
* aufgewühlte Musik *
Scheiße!
* dramatische Musik *
Bayer und eine Tankstelle überfallen? Nie im Leben!
* angespannte Musik *
Das gibt's doch nicht!
Herr Westphal ...
Okay, Männer wieder an die Arbeit.
Du übernimmst Bayers nächste Lieferung und du ...
* düstere Klänge *
.. gehst hinunter in den Kontrollraum.
* düstere Klänge *
Was ist denn los?
Bayer war's nicht.
Wie, Bayer war's nicht?
Westphal hat Siebert erschossen. - Was?
Ich habe ihn erkannt.
Wir haben das Geld. Wir haben den Täter.
Ich soll also die Akte wieder öffnen
wegen einer verdächtigen Handbewegung?
Ja.
Also, wenn Bayer wirklich unschuldig ist, warum ist er dann geflohen?
Vielleicht ist er nicht unschuldig.
Vielleicht hat er mit Westphal unter einer Decke gesteckt.
Ja.
Und vielleicht hat Susanna ja auch die ganze Zeit recht
und es geht nicht nur einfach um Tankstellenüberfälle.
Das sind eine Menge Vielleichts.
Chefin, bitte vertrauen Sie mir einfach.
Ich weiß, dass es nicht Bayer war. Ich weiß, Westphal war es.
* angespannte Musik *
Okay. Einen Tag. Dann will ich aber Beweise auf dem Tisch sehen.
Danke.
* unruhige Musik *
Wir haben Westphal von oben bis unten durchleuchtet. Da war nichts.
Keine Vorstrafen, keine verdächtigen Kontobewegungen, gar nichts.
Stimmt, der Mann ist sauber. - Nein, er ist extrem vorsichtig.
Hat dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit
was mit unseren Sparmaßnahmen zu tun?
Das ist ja nur ein Testlauf,
um die Toleranzschwelle der Mitarbeiter zu ermitteln.
Andrea, hier kannst du eintragen,
was du von Dieters Klopapierersatzprodukt hältst.
Von eins bis zehn, das ist leicht. Null.
Frank, ich habe hier was vom Präsidium für dich.
Was?
Was ist das?
Frank?
Ja?
Und, musst du zahlen?
Ja, ich muss zahlen. Ich fasse es nicht.
Ich bin mal gespannt, was passiert,
wenn mir demnächst einer durch die Lappen geht.
Auf dem Elektrokarren, bei 30 km/h.
Ich darf ja nicht schneller fahren. Ich meine, sonst muss ich zahlen.
Du vergisst das verdreckte Benzin, das hat dir den Hals gebrochen.
Warum ist eigentlich so klar, dass du dafür verantwortlich bist?
Weil es hier steht. Hier steht, ich bin schuld.
Na ja, woher soll es denn kommen? Von der Tankstelle?
Wer weiß.
Ich bin mal kurz weg.
* spannende Musik *
Ich hoffe, du hast den Kanister sauber gemacht,
bevor du die Probe genommen hast.
Hartmut, es geht hier um meinen Arsch. Mach.
* konzentrierte Musik *
* Piepsen *
30 Sekunden.
Hast du schon was über den Jeep?
Bin leider noch nicht dazu gekommen.
Du weißt schon, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist,
dass was mit dem Benzin nicht stimmt. - Ja, weiß ich.
Aber wenn sie deinen Gehaltscheck kürzen würden,
würdest du auch jede Möglichkeit nutzen.
Ich glaub's nicht. - Das kannst du ruhig glauben.
Nein, ich glaub das nicht. - Was denn?
Das Benzin ist verdreckt. - (erfreut:) Ja! Ja!
Ich verstehe nicht, wie so was passieren kann.
Normalerweise wird doch jede Lieferung gecheckt,
bevor sie die Raffinerie verlässt.
Andrea. Ich brauch deine Hilfe.
* gespannte Musik *
Ich habe mit der Geschäftsleitung telefoniert.
Es wurden vor zwei Tagen
Verunreinigungen in einem der Tanks festgestellt.
Und das Benzin ist trotzdem ausgeliefert worden?
Eben nicht. Laut dem zuständigen Schichtleiter nicht.
Ja, bitte, und wie kommt dann das Drecksbenzin in meinen Tank?
Der Schichtleiter. Hieß der zufällig Westphal?
Ja. - Ja!
Denkst du das gleiche wie ich? - Illegale Benzine.
* spannungsvolle Musik *
Fertig. - Dann hol ich mal unsere Karre.
Das ist nicht schwer, der sitzt an der Quelle.
Er kann bei jeder Füllung ein paar Liter abzweigen. Schwund.
Wenn die gesamte Schicht mitmacht,
müsste es leicht sein, den Computer zu manipulieren.
Wie sieht's aus?
Zeit für die nächste Lieferung.
* spannungsvolle Musik *
Die Raffinerie denkt, sie haben die korrekte Menge ausgeliefert,
und die Tankstellen, die arbeiten mit.
Westphal hat zwei Fahrer.
Wenn die vier Fahrten am Tag machen
und 500 Liter jedes Mal von der Raffinerie abzweigen,
sind das Ende der Woche ... - 20.000 Liter. Ist die Chefin da?
Ja. - Du bist ein Schatz.
* Telefonläuten *
Hallo.
Ich finde, wir geben viel zu früh auf.
Wir haben jetzt gerade mal ...
.. eins, zwei, drei, vier Klopapiersorten durchprobiert.
Dein Plan war 'ne Niete, jetzt ist meiner dran.
Und was ist das für ein Plan?
Bei Sonderangeboten zuschlagen,
statt immer dann zu kaufen, wenn's am teuersten ist.
Hier.
Wisst ihr, wie viel Kaffee bei uns pro Woche durchgeht?
Und was ein halbes Pfund normalerweise kostet?
Ja, ich sag nur: Augen auf beim Schnäppchenkauf.
Das sieht vielleicht wie 250 Gramm aus,
da sind aber nicht 250 Gramm drin.
Verdammt, das ist ja eine Mogelpackung.
Ja. - Mhm, das hatten wir gerade.
Und Westphal verkauft das Benzin unter der Hand an die Tankstellen,
mit denen er zusammenarbeitet.
Wie zum Beispiel bei den Sieberts. - Ja.
Das würde die teure Privatschule der Tochter erklären.
Ja, aber nicht den Mord.
Die Sieberts wollten aussteigen oder so.
Das konnte Westphal natürlich nicht zulassen.
Das sind die Beweise, die Sie mir versprochen haben?
Nein, natürlich nicht. Das sind Indizien.
Das sind aber eine Menge Indizien.
* Klopfen * Chefin, ich weiß das einfach.
Herzberger, was gibt's? - Der Bericht von der KTU.
Der Wagen, in dem dieser Bayer geflohen ist,
ist nicht zufällig verunglückt.
Die Bremsschläuche waren angeschnitten.
Hut ab.
Also gut. Wir schlagen gleichzeitig zu.
Sie beide statten der guten Frau Siebert einen Besuch ab
und bewegen sie dazu, uns zu helfen.
Sie schnappen sich ein paar Kollegen
und schauen sich in der Raffinerie um.
Spurlos kann dieser Benzinhandel nicht über die Bühne gegangen sein.
In Ordnung.
* angespannte Musik *
* Telefonläuten *
Hallo?
- (Westphal:) Hallo, Ruth. Schön, Ihre Stimme zu hören.
- Können Sie mich nicht mal zur Beerdigung in Ruhe lassen?
Die Geschäfte müssen weitergehen. Das ist auch der Grund meines Anrufs.
Wir sind mit der Lieferung in einer halben Stunde an Ihrer Tankstelle.
Also um drei.
Ist Ihnen das recht?
Wenn Ihnen das alles zu viel wird, dann sagen Sie's ruhig.
Ich helfe doch gern.
Ich könnte zum Beispiel jemanden vorbeischicken,
um Ihre Tochter morgen zur Schule zu bringen.
Nein, das ist nicht nötig.
- Gut. Aber denken Sie dran, ich bin immer für Sie da.
Ich bin um drei in der Tankstelle.
Ihr Geld liegt bereits im Safe.
Bis gleich. Ich freue mich.
* unruhige Musik *
* angespannte Musik *
(* Schrei *)
* düstere Klänge *
* Türklingel *
Guten Tag, Frau Siebert. - Tag.
Tag. Was ist denn?
Wir müssten noch mal mit Ihnen sprechen.
* unruhige Musik *
Ich ...
Ich muss eigentlich gleich weg.
Es ist wichtig.
Na gut, wenn's denn sein muss.
Bitte.
Worum geht es denn überhaupt?
Bitte.
Ich habe Ihnen doch schon alles gesagt, was ich weiß.
Das bezweifeln wir, Frau Siebert.
* unruhige Musik *
Was soll das denn heißen?
Setzen Sie sich doch bitte.
Wir haben Grund zu der Annahme,
dass der Täter ein Mitarbeiter der Raffinerie ist,
von der Ihre Tankstelle beliefert wird.
Wahrscheinlich kennen Sie ihn. Sven Westphal.
* unruhige Musik *
Wir sind hier, um Ihnen zu helfen.
Ich kenn keinen Sven Westphal.
Und warum sollte der denn meinen Mann ermorden?
Weil Sie aus seinen illegalen Geschäften aussteigen wollten?
Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
Es war doch ein Überfall.
Wir wissen, dass Westphal Sie unter Druck setzt, Frau Siebert.
Aber Sie können da raus, glauben Sie mir.
Wenn Sie mit uns zusammenarbeiten und uns die Wahrheit sagen.
Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen. Bitte.
* angespannte Musik *
Wie Sie meinen.
Aber Sie müssen uns trotzdem auf die Wache begleiten.
Da gibt es ein paar Ungereimtheiten, die wir noch klären müssen.
Kann ich mich dann noch ganz kurz umziehen?
Ich komme ja erst gerade von der Beerdigung.
Selbstverständlich.
Setzen Sie sich doch so lange.
* spannende Musik *
* düstere Klänge *
Hey.
Ich muss noch mal schnell weg zur Tankstelle.
Eine Lieferung.
Aber ich bin gleich wieder da. Ja?
Und wenn die Leute unten im Wohnzimmer nach mir fragen,
du weißt einfach nicht, wo ich bin.
Meine Kleine macht das schon. - Ich bin nicht klein.
Ich weiß.
* sanfte Musik *
* unruhige Musik *
* spannende Musik *
* Reifenquietschen *
Werner.
Herr Krautmann, wo ist der Chef?
Keine Ahnung, macht wahrscheinlich Pause.
Dann hätte ich gern von Ihnen den Zugangscode zu Ihrem Computer.
Das können Sie doch nicht machen. - Doch, das kann ich machen.
Mit freundlicher Genehmigung der Geschäftsleitung.
Herr Kresskamp will Ihre Anlage überprüfen.
Also, den Zugangskurz. - 5613 LX.
Haben Sie das? Danke.
Sie übernehmen.
* unsichere Musik *
Frau Siebert?
Weißt du, wo deine Mama hin ist?
Oh, verdammt.
Susanna?
Melanie, du musst uns jetzt helfen.
* angespannte Musik *
Können Sie mal für einen Moment runterkommen?
Das heißt, Sie haben was gefunden?
Das kann man wohl sagen.
Sehr gut.
* Telefonläuten * Moment bitte.
Susanna, was gibt's?
- Westphal liefert gerade an die Tankstelle Siebert aus.
- Ja, und, wo ist das Problem? - Frau Siebert ist uns entwischt.
- Sie hat eine Waffe dabei. - Okay, gut, ich bin unterwegs.
- Wir sind auch gleich da.
Sie sagen mir, was Sie finden können?
Elmar, du übernimmst.
Der Kollege ist verhaftet.
Ich nehm den hier.
* spannungsvolle Musik *
* gespannte Musik *
* gespannte Klänge *
* spannungsvolle Musik *
Na mach schon!
Wie kommt es, dass du noch nicht so viele Dienstwagen geschrottet hast
wie dein lieber Kollege?
Weil ich im Gegensatz zu ihm
geduldig, umsichtig und vorsichtig war.
(schreit:) Ja, was denn? Wird's bald?
* Hupen *
Geduldig und vorsichtig, hm?
* spannende Musik *
Susanna, ich hab noch ein paar Meter. Wo seid ihr?
- Wir sind auch gleich da. - Sehr gut.
Sie könnten ein bisschen Urlaub gebrauchen,
so blass wie Sie aussehen.
Ihr Geld ist im Safe.
Da wird sich die kleine Melanie aber freuen, wenn die Mama so brav ist.
* Husten *
Hören Sie endlich auf!
Aber Ruth ... - Halt die Schnauze!
Und ich bin auch nicht Ihre Ruth.
Ich gehöre nicht zu Ihrer Familie.
* steigende Spannung *
Ich mach das.
Frau Siebert!
Tun Sie das nicht.
Dieses Schwein hat meinen Mann umgebracht.
Er bedroht Melanie.
Melanie hat schon ihren Vater verloren.
Soll sie auch ihre Mutter verlieren?
Waffe weg!
Hey, hey ... Ganz ruhig. Ganz ruhig. - Waffe weg!
Alles klar.
Westphal, machen Sie keinen Fehler. - Ja, klar.
Jetzt kommt die "Sie-haben-keine-Chance"-Nummer.
Sie rühren sich hier nicht vom Fleck
oder die kleine Melanie hat wirklich keine Mama mehr!
* aufgewühlte Musik *
Hotte!
* Ächzen *
* spannungsvolle Musik *
* Schrei *
Komm schon, komm schon! * Motor startet nicht. *
War doch nur ein Kratzer. Ja, es ist okay.
Warum springt die Scheiße nicht mehr an?
Hotte, den bist du gefahren, okay? Bitte.
Was? - Okay, Hotte? Bitte.
Was? - Sag "Okay." Bitte!
Wieso denn ich?
* spannende Musik *
Du kriegst in deinem Leben keinen Dienstwagen mehr gestellt.
Wieso? Ein bisschen ausbeulen, Lack drauf, und dann fährt er wieder.
Glaub ich.
Festhalten.
* spannende Musik *
Er hat einen Anhänger gefunden.
Hat sich schnell entschieden.
* spannende Musik *
So ein Arschloch. Das ist ein Tanklaster, Mann!
Ist leider nicht davon auszugehen, dass ihm bald der Sprit ausgeht.
Oh!
(beide:) Vielleicht doch.
* Schuss *
* dynamische Musik *
Die Bahnstation.
Okay, fahr mich ran.
Ich will dich in einem Stück zurück. - Das reimt sich.
Das weiß ich.
* spannungsvolle Musik *
* Ächzen *
* Ächzen *
Scheiße, Scheiße, Scheiße ... Komm rum! Komm, komm!
* spannungsvolle Musik *
Hey, hey, hey, näher ran!
*
* Keuchen *
Frank, du, du, du ... - Du ...
Du bist gut.
.. Auto ... gefahren.
Meine ich.
* romantische Musik *
* Räuspern *
Und jetzt runter von meinem Dienstwagen.
* lockere Musik *
Alles noch dran? Na komm. Komm, komm, komm.
Hast du die Dinger dabei?
Schön unten bleiben. Super noch mal. Okay.
Frau Siebert hat ein volles Geständnis abgelegt.
Sie und ihr Mann
waren offensichtlich in finanziellen Nöten.
Da kam natürlich Westphals Angebot genau richtig.
Ja.
Dann hat er ihn kaltblütig erschossen,
als die Sieberts aussteigen wollten.
Und was wird jetzt aus ihr?
Die wird wahrscheinlich mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.
Das ist sehr großzügig, vielen Dank.
Das war die Raffinerie.
Der Vorstand ist uns äußerst dankbar,
dass wir diesen Betrug aufgedeckt haben.
So dankbar, dass er uns den Ausflug finanziert.
Wow!
Na also, es geht doch nichts über zufriedene Kundschaft.
Das heißt, wir müssen auch nicht mehr sparen?
Und wir können endlich Dieters Klopapierlisten entsorgen.
Ja, ja, ist ja gut jetzt. - Tut mir leid.
Der Ausflug ist zwar bezahlt, ansonsten sparen wir fleißig weiter.
Immerhin wurde heute ein Streifenwagen geschrottet.
Ich weiß, auch wenn die üblichen Verdächtigen
diesmal nicht verantwortlich sind.
Hotte ... Chefin, ich meine, ich finde das sehr bemerkenswert
und beeindruckend von Hotte, dass er versucht hat,
mit dem Streifenwagen den Tankwagen auszublocken.
Also, ich hätte das genauso gemacht.
Ich fand das eher leichtsinnig.
Und vor allem passt das nicht zu Ihnen, Herzberger.
Das ... habe ich auch immer gedacht.
* lässige Musik *
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