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Hier ist noch einer!
Gut gemacht, Marguerite.
Wissen Sie, angesichts der Beschaffenheit der Steine, nehme
ich mal an, dass die Straße ungefähr 500
Jahre alt ist.
Tja, die Straße führt parallel zum Summerley-Fluss
bis zu diesem Höhleneingang hinauf.
Wieso hier?
Bestimmt eine Höhle.
Eine Handelsstraße.
Straßen sind kostspänig und sie wurden nur gebaut,
um später kostbare Waren darauf transportieren zu können.
Eventuell sogar Schätze?
Warum sollte wohl sonst jemand eine Straße durch
den Dschungel bauen, George?
Als Wissenschaftler würde man Straßen auch aus anderen
Beweggründen bauen.
Ich würde sagen, Sie folgen Ihren Träumen, Professor,
ich folge meinen.
Wollen wir?
Vorsicht, Marguerite!
Es ist durchaus denkbar, dass sich im Innern
der Höhle Fallen befinden.
Ich glaube, irgendwelche Fallen sind unsere geringste Sorge.
Aha, was haben wir denn hier?
Ein steingemeißelter Wächter, würde ich sagen.
Sie sehen jedenfalls nicht sehr freundlich aus.
Zu Beginn des 20.
Jahrhunderts begibt sich eine Expedition auf die Suche
nach einer vorzeitlichen Welt.
Getrieben von Ehrgeiz, geheimen Wünschen, Abenteuerlust und journalistischem
Eifer stoßen sie in den Tieten des Urwalds
auf eine Verbündete.
Zwischen archaischen Kulturen und den Räubern des Urwalds
suchen sie einen Weg zurück nach Hause.
Denn niemand außer ihnen kennt den Weg in
die verlorene Welt.
Sehen Sie sich nur all das sinnbar an?
Hat man Ihnen schon mal gesagt, dass Ihre
Interessen recht einseitig sind?
Ach, und Ihre etwa nicht?
Wissen Sie, ich muss sagen, Sie sind wirklich
sehr schwer einzuschätzen.
Ja, was bin ich denn Ihrer Meinung nach?
Eine Abenteurerin?
Eine trauernde Witwe?
Eine weltweit gesuchte Juwelenliebin?
Vielleicht haben Sie etwa daran gedacht, George...
Nein, was ich meinte ist, warum sind Sie
Wissenschaftlerin geworden?
Sie verfügen über außergewöhnliche Kenntnisse in Geologie, Archäologie
und Linguistik.
Das haben Sie doch nicht alles studiert, um...
nur weil Sie schätzen würden.
Danke, das ist sehr schmeichelhaft.
Es kommt jedenfalls nicht oft vor, dass mir
jemand unterstellt, ich hätte idealistische Beweggründe für meinen
Handel.
Ich muss sagen, da ist natürlich schon mehr.
Marguerite!
Marguerite!
Marguerite!
Marguerite!
Marguerite, hier oben!
Was ist passiert?
Sie sind in eine Falle geraten.
Können Sie sich bewegen?
Vorsichtig!
Verdammt!
Lassen Sie's!
Erstmal nicht bewegen.
Spüren Sie Ihre Zehen?
Ja, ich spüre alles, George, ich weiß nicht,
ich kann mich nur irgendwie nicht bewegen.
Tut mir leid, aber ohne Hilfe werde ich
Sie hier nicht rausholen können.
Was?
Nur Geduld, ich hole die anderen.
Ich beeile mich, haben Sie keine Angst.
Ich laufe so schnell ich kann, hören Sie!
Nur keine eine nicht überstürzen.
Ich werde schon nicht weglaufen.
Schön, dass ihr schon von mir runtergefallen seid.
So habe ich wenigstens Gesellschaft.
Oh!
Oh!
Ich will hier raus, verdammt!
Wer baut schon mitten durch den Dschungel eine
Straße?
Gute Frage.
Auf jeden Fall war es ein ungewöhnlicher Ort.
Vielleicht eine Art Tempel.
Vor tausenden von Jahren.
Und die Fallen funktionieren immer noch.
Und je eher wir Sie da rausholen, umso
besser.
Richtig, ich meine, so wie ich Marguerite kenne,
können einem die armen Saurier jetzt schon leid
tun.
Kann sie eigentlich nicht kommen?
Was hast du denn, Madge?
Es ging dir doch schon schlechter.
Aufhören!
Lassen Sie den Unsinn!
Adrienne?
Ja, Madge, es ist ziemlich lange her.
Allerdings.
Du bist seit zwölf Jahren tot.
Nun, wenn es so wäre, warum fürchtest du
dich dann?
Vor meiner besten Freundin?
Oh nein.
Ich schätze, das hier ist etwas anderes.
Ich fantasiere.
Wohlmöglich war der Tod naht.
Das würde ich doch niemals zulassen, Kleine.
Wieso nicht?
Ich habe dich doch auch nicht gerettet.
Wer immer ihr seid, lasst uns durch.
Wir wollen keinen Ärger.
Aber sie offensichtlich schon.
Melone, alles in Ordnung?
Ich denke schon.
Wer waren die?
Und warum haben sie aufgehört?
Es ist merkwürdig, allerdings.
Aber ich vermute, das waren die Wächter des
Tempels.
Hast du denen schon mal begegnet?
Als Gestalten auf einem Relief in Stein gemeißelt.
Es befindet sich im Innern der Höhle, wenn
ich mich nicht irre.
Dann wird dieser Tempel allem Anschein nach noch
benutzt?
Und dadurch, dass wir ihn betreten hatten, na
ja, eventuell haben wir einen heiligen Ort entweiht.
Wäre möglich, nur wenn es so ist, was
ist dann mit Marguerite?
Ich bringe Melone nach Hause.
Sie kümmern sich um Marguerite.
Gut.
Kommen Sie zurecht?
Sicher.
Ja, wir kommen schon klar.
Kommen Sie.
Und damals in Paris?
Wir nannten die Fat Man Spa eine Spelunke.
Ewig ist das her.
Und wenn du dann gesungen hast?
Oh bitte, die Vögel sind von den Bäumen
gefallen.
Du hattest die Stimme eines Engels.
Aber das hat offenbar nicht gereicht.
Unsere Träume wären wahr geworden.
Ein oder zwei Monate später.
Wir waren so nah dran.
Mel?
Marguerite!
Du darfst nicht einschlafen, Liebes.
Nicht mit so einer Vernetzung.
Deinetwegen habe ich monatelang nicht schlafen können.
Deinetwegen träume ich heute noch schlecht.
Das brauchst du nicht.
Vor zwölf Jahren in Paris, da wusste ich,
dass du in Gefahr warst.
Ich wusste, wo du die Juwelen versteckt hattest.
Um dich zu retten, hätte ich sie zurückgeben
können.
Nein, ich wollte es doch nicht anders.
Diese Juwelen haben schließlich uns gehört.
Ich habe auf dich gewartet, weißt du.
Monatelang.
Aber irgendwann waren sie dann auch hinter mir
her.
Und da, da nahm ich die Juwelen und
bin nach Monte Carlo gegangen.
Hast du geheiratet?
Ja.
Er war der Mann meiner Träume.
Ein Millionär.
Ein überzogenes Konto und zwei Geliebte.
Wie ging es weiter, erzähl es mir.
Die Straße ist ewig nicht mehr benutzt worden.
Ich schätze, sie haben hier irgendwo in der
Nähe ihre Wachposten aufgestellt.
Hoffentlich nicht allzu nah.
Und warum bist du eigentlich hierher gekommen, Max?
Meine Güte, du bist aber eine neugierige Halluzination.
Ja, das ist eine aufregende Geschichte.
Sie begann vor zwölf Jahren in Shanghai.
Und zwar lange, bevor ich auch mal ahnen
konnte, dass ein gewisser Professor George Schellinger überhaupt
existiert.
Da sind die Wächter, sehen Sie?
Erkennen Sie sie wieder?
Dieselben Waffen, dieselben Masken.
Sehr hübsch.
Und wo ist Marguerite?
Gleich da vorne.
Der Londoner Society of Science.
Jetzt lasse ich die Ankündigung von Schellingers Vortrag.
Tja, ich habe ihm vorgeschlagen, seine Expedition zu
finanzieren.
Und wissen die anderen von dieser Geschichte?
Nein, nein, nein.
Sie würden sich wohl hintergangen führen.
Und nach allem, was wir hier zusammen durchgemacht
haben, möchte ich das nicht.
Aber es tut gut, endlich mal ehrlich sein
zu können.
Das hat mir so gefehlt.
Ich danke dir sehr.
Marguerite!
Wo sind Sie, Marguerite?
Das wurde aber auf höchste Zeit, meine Herren.
Ja, schön, dich zu sehen.
Bleib einfach, wo du bist.
Alles in Ordnung, jetzt geht's nach Hause.
Du hast es geschafft.
Ich weiß.
Komm schon, Marguerite.
Hier, steig da rein.
Und was ist mit mir?
Wer ist da?
Das hast du gehört?
Ja, natürlich.
Wer ist denn noch hier unten?
Ich bin Adrienne Montclair.
Alles ein Bildung, sie ist nicht wirklich da.
Du verstehst das nicht.
Sie existiert nicht wirklich.
Ich mache mir ernsthaft Sorgen.
Sie hat vielleicht innere Verletzungen.
Sie ist tot.
Wie haben Sie den Sturz eigentlich ohne Verletzungen
überstanden?
Nicht doch, ich bin nicht gestürzt.
Ich bin durch einen der Gänge in diese
Höhle gelangt.
Das war völlig ungefährlich.
Tja, ich muss sagen, es ging mir genau
wie Mensch.
Als ich sie auf einmal hier wieder sah,
war ich erst einmal schockiert.
Ein bemerkenswerter Zufall.
Eigentlich nicht.
Mensch und ich träumten immer davon, aus Südamerika
zu gehen.
Um hier nach Juwelen zu suchen.
Sie sieht aus wie damals.
Also dann.
Ich warte auf dich, mein Geliebter.
Zum Glück sind die Verletzungen nicht so schwer,
wie wir dachten.
Warum ist sie dann immer noch bewusstlos?
Sie ist sicher sehr erschöpft.
Womöglich war Gift an dem Fell.
Verzeihung, ich habe schon lange nichts mehr gegessen.
Schon gar nicht so etwas Frisches.
Sie haben uns noch nicht erzählt, wo Ihr
Lager ist.
Es ist am Fuße dieses sonderbaren Plateaus.
Sie kennen den Weg hier aus?
Natürlich.
Er führt durch die Höhle, in der wir
waren.
Das ist ja fantastisch.
Sie müssen nämlich wissen, dass wir schon seit
zwei Jahren hier weg wollen.
Und Sie glauben noch immer alles, was man
Ihnen erzählt.
Marguerite hat mir viel von Ihnen erzählt.
Eigenartig, dass sie nie etwas von Ihnen erzählt
hat.
Egal, ob es nun ein Zufall war oder
nicht, die Begegnung mit Ihnen könnte für uns
von Nutzen sein.
Wenn Marguerite und Malone sich erst einmal erholt
haben, dann...
Wozu warten?
Roxton und ich, wir könnten uns um Malone
und Match kümmern, während Sie mit Veronica die
Höhle erkunden.
Es wäre hilfreich, wenn wir einen dieser Pfähle
untersuchen könnten.
Nach möglichen Giften?
Ich glaube, es gibt einen Grund für Marguerites
außergewöhnlichen Zustand.
Dann sind wir uns einig.
Ich werde Ihnen eine Skizze des Tempelgrundrasses zeichnen.
Ich hole Papier und Feder.
Und unterdessen können wir uns auf den Aufbruch
vorbereiten.
Vielleicht finden Sie einen Weg.
Und wir kommen nach Hause.
Das wäre doch ein guter Grund, gesund zu
werden.
Einverstanden?
Und wir kommen nach Hause.
Zurück nach London.
Aber wenn du nicht dabei wärst...
Nicht bei mir.
Ohne dich könnte ich dieses Plateau niemals verlassen.
Was sie jetzt am meisten braucht, ist Ruhe,
Lord Roxton.
Und Sie?
Sie genauso.
Marguerite hat wirklich Glück gehabt, dass sie zwischen
die Pfähle gefallen ist.
Challenger?
Sie holen einen der Pfähle.
Inzwischen werde ich nochmal in die Zentralkammer gehen.
Ich halte es für keine gute Idee, dass
wir uns hier trennen.
Wie geht es Malone?
Er schläft noch tief und fest.
Aber es geht ihm schon besser.
Matt und Match können sich glücklich schätzen, einen
Freund wie Sie zu haben.
Jemanden, der Sie derart umsorgt.
Wir haben ja viel durchgemacht.
Ich weiß.
Match hat es mir erzählt.
Sie hat sogar erzählt, wie Sie Ihren Tee
trinken.
Drei Minuten ziehen lassen.
Ein Spritzer Milch.
In einer Porzellantasse.
Nie in einem Tonbecher.
Danke.
Die meisten Männer wären nicht so.
Wie meint Sie das?
Nicht so rührend besorgt um Match.
Ach.
In Anbetracht dessen, was sie für Sie empfindet,
würden die meisten Männer das Interesse verlieren.
Hat sie Ihnen erzählt, was sie für mich
empfindet?
Ja, sie hat mir alles erzählt, Lord Roxton.
Sie findet Sie ohne Zweifel attraktiv.
Sie findet Sie unwiderstehlich.
Aber sie weiß natürlich auch, dass das mit
Ihnen keine Zukunft hat.
Das glaube ich Ihnen nicht.
Das hat sie mir vorausgesagt.
Weil Sie Ihre Hingabe falsch deuten würden.
Tja.
Die Gefahr ist bisweilen äußerst erregend.
Und körperliche Lust kann manchmal den Verstand außer
Kraft setzen.
Ich danke Ihnen für den Tee.
Match und ich unterscheiden uns übrigens.
Im Gegensatz zu ihr, liebe ich es, wenn
die Lust des Körpers den Verstand außer Kraft
setzt.
Match hat mir alles über Sie erzählt, Lord
Roxton.
John, nicht!
Marguerite!
Bitte!
Marguerite!
Es war alles gut, Match.
Tja.
Nach dieser Skizze ist der zweite Tunnel offensichtlich
hier unter dem Altar.
Demnach muss er also irgendwie zu bewegen sein.
Mit einem Hebel vielleicht.
Ein Ventil womöglich.
Zum Druckausgleich.
Au!
Die Dach...
Oh, Marguerite.
Also, was die Fallen anbelangt, da haben wir
jetzt Gleichstand.
Ich bin noch am Leben, Veronica.
Wissen Sie, ich...
Aber...
Sie sind doch schon lange tot.
Sieht sauber aus.
Können Sie das hören?
Das ist doch nicht...
Das ist doch nicht möglich!
Gehen Sie weg von ihm!
Immer mit der Ruhe, Miss.
Es ist alles in Ordnung.
Fragen Sie Ihren Freund.
Er kennt mich.
Stimmt das?
Ich will mal so sagen, ich habe ihn
gekannt, aber das ist ewig her.
Das ist der bekannte Forscher William Maple White.
Seinetwegen sind Sie auf das Plateau gekommen, oder?
Sie haben seine Aufzeichnung gefunden.
Nun, also um genau zu sein, Miss, habe
ich Professor Challenger meine Aufzeichnung anvertraut und mehrere
Fotografien eines Pterodaktylus.
Kurz bevor Sie gestorben sind!
Ich bin nur ins Koma gefallen.
Die Eingeborenen haben mich gepflegt.
Drei Wochen später erwachte ich und sie waren
weg.
Mit meinen Aufzeichnungen.
Sie haben mir mein Lebenswerk geraubt, George.
Stimmt das, Edward Challenger?
Nein.
Vielleicht.
Ich war überzeugt, dass er tot war und
hatte daraufhin das Dorf verlassen.
Und deswegen haben Sie meine Entdeckung als die
Ihren ausgegeben.
Nein.
Niemals.
Ich habe Ihre Arbeit stets respektiert und niemals
habe ich Ihren Erfolg für mich in Anspruch
genommen.
Niemals!
Es ist zu heiß hier drin.
Ich kann kaum atmen.
Das reicht jetzt.
Lassen Sie uns von hier verschwinden.
Gut.
Hervorragende Idee.
Wir verschwinden ohne Sie.
Ich muss mich ausruhen.
Ich kann mich kaum noch halten.
Was ist mit Ihrer Hand, George?
Geschnitten.
Unten am Altar.
Womöglich eine Blutvergiftung oder eine Infektion.
Ja, hier ist es nicht ganz ungefährlich, George.
Wie es in meinen Aufzeichnungen geschrieben steht.
Jetzt reicht's.
Verschwinden Sie.
Nicht doch.
Sie können aber grantig sein.
Und wenn mir dann noch jemand so ver...
Los runter!
Nein!
Das sind keine Menschen.
Challenger!
Es ist das Blut.
Als Melone blutete, da haben sie sich auch
zurückgezogen, genau wie eben.
Wer kommt denn da?
Sie wurden offensichtlich verschobt.
Klar, die waren hinter Ihnen her.
Die wollten Sie.
Wir müssen zurück zu den anderen.
Und Edwian Moncler, die ist ebenso wenig wie
Sie, diejenige, die sie vorgibt zu sein.
I quit after.
Wie konntest du dieses Ding nur küssen?
Das ging nicht von mir aus.
Ich...
Du bist wie alle Männer.
Du musst dich ausruhen.
Du verstehst das nicht.
Edwian und ich sind befreundet gewesen, allerdings vor
zwölf Jahren.
Sie lernte jemanden kennen und hat mit ihm
Geschäfte gemacht.
Aber dann hat sie sich irgendwann nicht mehr
an die Abmachungen gehalten.
Deshalb hatte sie seine Leute auf den Hals
geschickt.
Und sie wurde nie mehr gesehen.
Dann wird sie wohl entkommen sein.
Das ist völlig unmöglich, John.
Aber sie ist doch hier, sie muss also
geflohen sein.
Wieso sieht sie da noch genauso aus wie
damals?
Nicht einen Tag älter, nicht eine Minute.
Das ist nicht Edwian.
Es ist nur meine Erinnerung an sie.
Ein Gebilde meiner Fantasie.
Was willst du noch von ihr?
Jetzt.
Da wir uns haben, John.
Ich will überhaupt nichts von Ihnen.
Als ob du dir das aussuchen könntest.
Nimm meinen Schmuck ab.
Das könnte dir so passen, Madge.
Du hast mich seinerzeit um meinen Schmuck betrogen.
Das ist nicht wahr.
Wahr oder nicht, du empfindest es so.
Du denkst es zumindest.
Du fühlst es.
Du fühlst dich schuldig in deinem Selbstmitleid.
Und du bist doch so rein.
Und so ehrlich.
Und so widerspenstig.
Du bist selbst schuld an dem, was passiert
ist.
Und was mir gehört, dass du...
Nein!
Du willst dich doch wohl nicht mit mir
schlagen, John.
Nicht wo wir doch so viele angenehmere Dinge
miteinander machen könnten.
Du und ich.
Was sind Sie?
Einsam.
Ich meine, nach tausend Jahren wärst du das
wohl auch.
Glaubst du nicht?
Ich schicke sie zur Hölle!
Da komme ich her, John!
Ich werde niemals zurückgehen.
Veronica!
Darf ich an Ihre Vernunft appellieren?
George ist...
durcheinander.
Wenn ich nicht der bin, der ich vorgebe
zu sein, wer sollte ich sonst sein?
Es ist mir egal.
Ob Sie Maple White sind oder Rumpelstilzchen.
Hören Sie auf, uns zu folgen, verstanden?
Ich weiß zufällig, wie wir hier wegkommen.
Dann haben Sie umso weniger Grund, uns zu
folgen.
Nicht wahr?
Sie machen einen Fehler, Miss...
Was wollen Sie dagegen unternehmen, Mr. White?
Im Augenblick nichts.
Na bitte, dann sind wir uns einig.
Kommen Sie, Challenger, wir sind gleich da.
Jackson!
Malone!
Marguerite!
Sie sind spazieren gegangen.
Sie sind was?
Ich weiß, was Sie sind.
Und ich glaube, Sie können sich nicht mal
vorstellen, was ich bin.
Und ob ich das kann.
Unser Blut hat Sie hervorgerufen.
Gut geraten.
Was wollen Sie sagen, Challenger?
Entschuldigung, Sie müssen nachher sprechen.
Ihre Freunde erwarten Sie schon.
Oh, endlich.
Wir mussten so lange warten.
Wir wurden erlöst.
Wir sind frei.
Und wenn wir erst alle Energie dieser Lebenden
in uns aufgenommen haben, dann...
Reden wir wieder?
Komm her, meine Geliebte.
Ich werde dir zeigen, wonach ich dich seit
über tausend Jahren sehe.
Sind Sie jetzt zu zweit?
Adrian Moncler und William Maple White.
Maple White?
Das behaupten Sie zumindest.
Aber ich fürchte, es sind ektoplasmische Manifestationen.
Geister?
Könnte man sagen, ja.
Eine gewisse Form von Energie.
Seit wann glaubt ein Wissenschaftler wie Sie denn
an Geister?
Ich meine, nach allem, was uns hier widerfahren
ist...
Das ist doch ganz klar.
Energie und auch Materie kommen nicht einfach so
aus dem Nichts.
Wenn also diese beiden Geister einen Körper annehmen
konnten, dann müsse sie über eine Energiequelle verfügen.
Wir sind es.
Wir beide.
Deswegen fühlen wir uns so müde.
Sie rauben uns unsere Lebensenergie.
Ist das denn überhaupt möglich?
Nun ja.
Wenn es vielleicht Seelen sind, die aus bestimmten
Gründen gefangen gewesen waren und im Grunde auf
ihre Erlösung warten.
Und Sie die Erlösung mithilfe zweier Menschen finden,
in deren Gedanken Sie existieren.
Und zwar zweier Menschen, die immer noch Schuldgefühle
ihretwegen haben.
Adrian und Maple White sind Reflexionen Ihres schlechten
Gewissens?
Ja.
Und wenn Sie unsere Lebensenergie in sich aufgenommen
haben, dann werden Sie wieder am Leben sein.
Dafür werden wir tot sein.
Nein.
So weit wird es nicht kommen.
Wir haben etwas, das Sie haben wollen.
Also.
Dies ist ein schnell wirkendes Gift, wenn wir
es uns in ausreichender Menge verabreichen.
Ich kann mich an dein Gesicht erinnern, wie
es früher war.
Und bald werden wir uns an alles erinnern.
Vielleicht kann ich an deinem Gedächtnis nochmal etwas
nachhelfen.
Was?
Was?
Was?
Was hat er getan?
Zeit für einen kleinen Tausch.
Er hat das hier getrunken.
Ihr habt hier nichts zu suchen.
Und wir sind beide bereit, alles zu tun,
was nötig ist, um euch loszuwerden.
Du bleibst doch.
Wenn Sie sterben, sterben Sie auch.
Seitdem wir geben Ihnen das Gegengift.
Was wollen Sie von uns?
Dass wir das Haus verlassen können.
Sie können es behalten und hier glücklich werden.
Lassen Sie uns gehen.
Wir wollen nichts weiter als runter vom Plateau.
Einverstanden.
Bevor Sie abbrechen, geben Sie den beiden das
Gegengift.
Ist gut.
Lassen Sie uns schnell unsere Sachen packen.
Los!
Gut, ich packe für Marguerite.
Marguerite.
Komm.
Komm schnell.
Trink das.
George.
Challenger.
Trinken Sie.
Wir können jetzt los.
Gut.
Nichts wie weg.
Geh.
Geh schon.
Nur damit Sie es wissen.
Falls Sie unsere kleine Abmachung brechen sollten, wir
haben noch genug Gift.
Aber das...
war das letzte Gegengift.
Du arroganter Kerl!
Kein Wunder, dass Match dich hasst!
Wenn wir ihnen nachgehen, dann werden...
werden wir ihnen genug Energie entziehen können, um
leben zu können.
Hörst du?
Und könnte denn Frau Marguerite sterben?
Das werden sie.
Aber Liebster, das ist noch nicht alles.
Wir nehmen sie uns alle.
Wir nehmen sie uns alle!
Nehmen sie uns alle.
Herr Marguerite und ich müssen allein weitergehen.
Das war nicht abgemessen.
Es geht nicht anders.
Was ich vorhabe, könnte schief gehen.
Wir haben auch früher zusammengehalten.
Das hier ist etwas anderes.
Da ist eine Metallader, die meines Wissens quer
durch den Berg verläuft.
Und ich vermute mal...
Ich vermute, diese Ader funktioniert wie ein pharadäscher
Käfig.
Und Sie meinen, dass die Seelen darin gefangen
sein könnten?
Ganz recht.
Wissen Sie, ich sehe das folgendermaßen.
Im Prinzip ist der Tempel sowas wie ein
Gefängnis für Seelen.
Und wenn einer von uns darin sterben würde...
Wäre seine Seele für immer darin gefangen.
Marguerite.
Marguerite und ich haben keine Wahl.
Aber meiner Ansicht nach wäre es unverantwortlich, wenn
Sie für uns ein solches Risiko auf sich
nehmen würden.
Das sehe ich genauso.
Nein, Unsinn.
Das werde ich niemals.
Hören Sie, John.
Selbst ich räume hierbei ein, dass es gewisse
Dinge gibt, die mit Hilfe der Wissenschaft nicht
zu erklären sind.
Sie sollten weise genug sein, die Gefahr zu
erkennen.
Ich war wach und habe alles gehört.
Gehen wir, Marguerite.
Bevor die Geister zurückkehren.
Und das werden Sie.
Sie werden um Ihr Leben kämpfen, doch.
Das tun wir auch.
Und wir kämpfen ebenfalls?
Nein!
Nicht doch.
Machen Sie das bloß nicht.
Das wäre ein Fehler.
Nur im Innern der Höhle sind Sie verwundbar.
Challenger.
Ich kann nur hoffen, dass Ihr Vorhaben funktioniert.
Wenn nicht, dann...
dürfen Sie niemals wieder hierher zurückkehren.
Versprechen Sie das.
Ja.
Habe ich Ihnen jemals gesagt, wie sehr ich
dieses Plateau hasse?
Heute zum ersten Mal.
Es spielt keine Rolle, wo Sie sterben.
Solange wir bei Ihnen sind.
Sie!
Sie hatten von Anfang an vor uns, Sie
herzubringen, richtig?
Ganz recht.
George erwartet Sie schon.
Wissen Sie, was auch immer er sich da
ausgedacht haben mag, es wird sicher nicht funktionieren.
Nun gehen Sie schon!
Lassen Sie mich los!
Nein!
Lassen Sie mich los!
Hören Sie schon auf, George!
Lassen Sie mich los.
Ich bin ganz ruhig.
Nicht, Roxton!
Nicht doch!
Das können Sie nicht machen!
Nehmen Sie mich!
Roxton!
Nein!
Nehmen Sie mein Leben!
Hören Sie doch verdammt noch mal auf damit,
Roxton!
Nein!
Niemals!
Das lasse ich nicht so!
Ich spüre den Schmerz.
Wir haben es gleich geschafft.
Unsere alten Freunde werden bestimmt gleich da sein,
George.
Was ist mit den Wächtern?
Ich habe keine Ahnung, warum sie noch nicht
aufgetaucht sind.
Wahrscheinlich, weil wir uns im Innern der Höhle
befinden und nicht versuchen zu fliehen.
Sie wissen, was George gesagt hat.
Hier sind übernatürliche Kräfte am Werk.
Dagegen können wir nichts tun.
Wir können nur abwarten, Roxton.
Sie werden es schaffen.
Was ist, wenn es nun nicht funktioniert?
Dann werden wir vermutlich alle Zeit der Welt
haben, um herauszufinden, was schiefgelaufen ist.
Das tut weh.
Ich glaube, ich weiß, wofür diese Rennen bestimmt
sind.
Ich glaube, ich auch.
Nur warum würde man lebendige Menschen an einem
Ort für gefangene Seelen opfern, George?
Womöglich wurden sie nicht geopfert.
Was dann, hätten gerichtet?
Vielleicht haben alle hier Begrabenen zu Lebzeiten irgendwelche
Verbrechen begangen.
Und was gäbe es für eine härtere Strafe,
als bis in alle Ewigkeit die eigene Schuld
abtragen zu müssen?
Immer zu wissen, dass die eigene Seele niemals
Erlösung finden wird.
Und mit unserem vergossenen Blut haben wir sie
ins Leben zurückgeholt.
Doch um endgültig leben zu können, brauchen wir
nun all euer Blut.
In ein paar Sekunden haben wir die maximale
statische Aufladung.
Eure Zeit ist abgelaufen.
Sehen Sie?
Ich blute, George.
Nette Idee.
Aber ganz ungefährlich.
Oh, ich habe nicht vor, Ihnen etwas anzutun.
Ganz im Gegenteil.
Ich will sie vielmehr erlösen, indem ich sie
dem jüngsten Gericht überlasse.
Jetzt, Marguerite, jetzt!
Wir wollen aber nicht erlöst werden!
Wir wollen leben!
Challenger!
Es gibt viele Seelen, die hier gefangen waren!
Nein, lasst uns nicht noch einmal sterben!
Challenger!
Es hat
funktioniert!
Er hat es geschafft!
Challenger!
Wo mögen Sie sein?
Das Leben ist unergründlich.
Selbst für einen Wissenschaftler?
Ich denke schon.
Unseren eigenen Ursprung, den werden wir vermutlich niemals
ergründen.
Womöglich sind wir deswegen gezwungen, zu glauben.
Ob nun als Wissenschaftler, als Forscher, als Journalist
oder als weltweit gesuchte Jurilen, die Ihnen das
Spiel keine Rolle.
So ist es.
Es gibt Fragen, die...
selbst ich niemals werde beantworten können.
Das aus deinem Munde zu hören, ist einfach
unglaublich, George.
Gewöhnlich hast du nämlich die überwältigende Aura eines
Allwissenden.
Vielleicht werde ich das Rätsel ja doch noch
lösen.
Erinnerst du dich noch, als ich dir gesagt
habe, wie sehr ich dieses Plateau hasse?
Ich glaube schon.
Gut, dann sollte ich dir jetzt wohl die
Wahrheit sagen.
Also, wenn du mir ein Geheimnis anvertrauen willst,
bitte.
Ja.
Ich dachte, das sollten wir sofort den anderen
erzählen.
Du würdest mir doch nicht meinen Ruf ruhigen.
Ach, Marguerite, ich habe gehört, an etwas zu
glauben sei gut für die Seele.
Naja, glauben ist gut.
Doch glauben alleine reicht nicht.
Can't find what you're looking for?
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