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Zulu
Oh Mann!
Ich frage mich, was sie so aufgebracht hat.
Oh nein, diesmal kommst du nicht davon.
Hey, komm zurück.
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts
Suchte eine Gruppe von Forschern nach einer prähistorischen Welt
Getrieben von Ehrgeiz
Geheime Wünsche
Ein Durst nach Abenteuer
Und auf der Suche nach der ultimativen Geschichte
Sie freunden sich mit einer ungezähmten Schönheit an
Gestrandet in einem fremden und wilden Land
Jeder Tag ist eine verzweifelte Suche nach einem Ausweg...
aus der Verlorenen Welt
Wo zum Teufel bringst du mich hin, Frau?
Wer bist du?
Wer bin ich? Wer bist du?
- Warum folgst du mir? - Warum hast du mich beobachtet?
Du bist ein sehr...
gutaussehender Mann.
Du lässt in Bezug auf das Aussehen nicht viel zu wünschen übrig.
Was müssen wir noch...
über einander wissen, huh?
Ich bin sicher, mir wird was einfallen.
Dein Herz, es schlägt.
Ja, unter den Umständen würde ich...
das für völlig normal halten, oder nicht?
Ein normaler Mann, wie perfekt.
Wie begehrenswert.
Also, was ist die Eile?
Die Trommeln haben aufgehört zu schlagen.
Hast du Angst vor mir?
Oh nein, ich habe keine Angst vor dir.
Dann...
nimm mich jetzt.
Wo bin ich?
Genau da, wo du gestern Abend warst.
Irgendwelche Beschwerden?
Ja, ich verhungere.
Wohnst du in der Nähe?
Früher ja.
Ist es noch zu früh zu fragen, wer du bist?
Sind Namen wirklich so wichtig?
Er liegt wahrscheinlich in den Armen von irgendeiner Dschungelprinzessin...
ahnungslos, dass wir überhaupt nach ihm suchen.
Warum denkst du immer das Schlimmste von ihm?
Weil ich aus Erfahrung spreche.
Wir sollten seine Spur von dem Fluss aufnehmen können, wo ich seinen Speer fand.
Er könnte die Trommeln untersuchen, die wir letzte Nacht gehört haben.
Meine Eltern nannten sie früher Voodoo-Trommeln.
Wie bei Schrumpfköpfen und Puppen mit Nadeln darin?
Lass uns nicht zu sehr mitreißen.
Marguerite, er könnte in ernsten Schwierigkeiten sein.
Andererseits könnte er in den Armen einer Dschungelprinzessin liegen.
Oh, ich schließe meinen Fall.
Hallo, wo geht ihr denn alle hin?
Um dich zu suchen.
Offensichtlich war unsere Sorge wie immer verfrühtet.
Danielle, das ist Marguerite Krux,
Ned Malone, Professor George Challenger,
Veronica, das ist Danielle.
Schön, euch alle zu treffen.
Also, wo hat Roxton dich gefunden?
Auf der Flucht um ihr Leben im Dschungel.
- Auf der Flucht vor was? - Trogs...
sie haben Danielles Dorf überrannt...
haben jeden abgeschlachtet, den sie in die Finger bekommen konnten.
Hunderte von Trogs, ich habe noch nie so viele gesehen.
- Wie eine Art Armee? - Darum geht es bei den Trommeln.
Die Trogs versammeln sich, sie organisieren sich.
Das ist etwas, von dem niemand gedacht hätte, dass sie dazu fähig wären.
Es ist erschreckend.
Ja, das kann ich bestätigen. Ich...
wurde selbst von einigen ziemlich entschlossenen Gestalten verfolgt.
Organisierte Wilde, das ist genau das, was wir brauchen.
Diese Trommeln sind Voodoo-Trommeln.
Ich weiß nichts darüber. Ich weiß nur, was ich in meinem Dorf gesehen habe.
Seit zwei Wochen renne ich um mein Leben.
Du armes Kind. Du musst erschöpft sein.
Es ist ein Wunder, dass du überlebt hast.
Und Danielle braucht einen Platz zum Bleiben, hier entlang.
Bitte schön, alles andere, was du brauchst...
- lass es mich einfach wissen. - Das ist perfekt.
Für eine Frau, die seit... auf der Flucht um ihr Leben ist
zwei Wochen sieht sie sehr gepflegt aus, findet ihr nicht auch?
Man sollte meinen, sie wäre etwas verstörter über das, was ihrem Dorf passiert ist.
Vielen Dank, dass ihr sie beide aufnehmt.
Glaubst du ihre Geschichte?
Ich habe keinen Grund, an ihr zu zweifeln, ich...
habe dir von den Trogs erzählt, die mich verfolgt haben.
Wie weit weg ist ihr Dorf?
Ein paar Tage.
Ich frage mich, wo genau?
Kurz bevor Sie ankamen, habe ich gerade Ihr...
Talent, hilfsbedürftige Jungfrauen zu finden, kommentiert.
Es muss an meiner edlen Gesinnung liegen.
Nennst du das so?
Sind Sie sicher, dass sie da draußen ganz allein sicher sein wird?
- Sie muss nur anrufen. - Ich bin sicher, das wird sie.
Wissen Sie, Marguerite, wenn ich sie nicht besser kennen würde...
Ich würde sagen, Sie wären eifersüchtig.
- Eifersüchtig? - Ah hum.
Nein, nein, erstaunt...
nein, verblüfft...
darüber, wie leicht sich manche Männer...
besonders Sie, wie es scheint...
manipulieren lassen.
Was für ein erstaunlicher Ort.
Ja, ziemlich unglaublich...
besonders wenn man bedenkt, wo er sich befindet.
Eine Art Tempel?
Ein Labor, ein Ort für wissenschaftliche Untersuchungen,
ein Ort, um unser Verständnis...
der Außenwelt und wie sie funktioniert, zu erweitern.
Es klingt sehr nach einem Ort der Anbetung...
und Sie scheinen sehr ergeben zu sein.
In meinem Dorf war der Papalwa, der Hohepriester, ein Mann von großer Vision...
und er hatte immer einen Bart.
Ein Hohepriester?
Oh, nein, nein, das geht gar nicht.
Vielleicht sollte ich ihn abrasieren, um Verwirrung zu vermeiden.
Nein, er lässt dich...
robust und lebenserfahren aussehen.
Wie ein gutes Steak?
Oder wie ein Mann von großer Erfahrung.
Es tut mir leid, dass ich dich störe.
Das wollte ich nicht.
Hier.
Hallo, danke.
Ich habe dir bei der Arbeit zugesehen.
Es gibt nichts Besseres als gute, ehrliche Arbeit, um fit zu bleiben.
Sehr fit, würde ich sagen.
Sind alle Frauen in Ihrem Dorf so charmant und schön wie Sie?
Als ich in meinem Dorf aufwuchs, galt ich als sehr hässlich.
Was?
Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Was machst du da?
Oh, es tut mir leid, ich habe gerade dieses Foto bemerkt.
Sind das deine Eltern?
Ja, meine Eltern...
mein Zimmer...
mein Baumhaus.
Du bist ein Gast in meinem Haus...
bitte benimm dich auch so.
Es tut mir leid, ich wollte keine Respektlosigkeit zeigen.
Hat sie etwas mitgenommen?
Nein, nicht aus meiner Schmuckschatulle,
aber ein kleiner Kamm, den ich auf meinem Nachttisch liegen lasse, fehlt.
Zufall?
Challenger würde sagen, dass es so etwas nicht gibt.
Wenn er klar gedacht hat.
Hast du eine Ahnung, was sie vorhat?
Noch nicht.
- Wo ist sie jetzt? - Irgendwo mit Roxton.
Was ist los mit Männern und Frauen wie sie?
Drei Teile Lust, zwei Teile Fantasie...
schneidet die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn ab.
Deine Freunde sind sehr nett...
besonders Challenger und Malone.
Veronica und Marguerite werden sich ändern, wenn du sie kennenlernst.
Sollte scharf genug sein.
Lasst uns das nicht wieder anfangen.
Ich bin hier drüben.
Nun, hör nicht auf zu reden.
Ich mag den Klang deiner Stimme.
- Ist das alles, was du magst? - Es steht auf der Liste.
Was steht sonst noch auf der Liste?
Oh, ich weiß nicht, die Art, wie du mit mir spielst.
Manche Frauen sind so.
Ja, das entdecke ich gerade.
Und manche sind noch schlimmer.
Nun, wieder einmal bin ich über dich gestolpert.
Mann zu meinen Füßen.
Eine Frau, die meiner Anbetung würdig ist.
Was machst du da?
Ich träume nur davon, wie die Dinge hätten sein können.
Hast du jemals davon geträumt zu fragen...
bevor du dich einfach an meinem persönlichen Besitz vergreifst?
Es ist so schön, gehört es dir?
Spiel dieses Spiel nicht mit mir, Süßherz.
Ich war schon dort und zurück.
Ich verstehe das nicht.
Doch, ich glaube schon.
Du bist nicht wegen Kost und Logis hier...
du willst etwas anderes.
Meine Leute wurden gemetzelt.
Ja, und das ist alles sehr traurig, aber ich glaube dir nicht.
John Roxton ist ein aussergewöhnlicher Mann.
- Glaubst du, ich bin eifersüchtig? - Oh, er wäre ein Preis für jede Frau.
Weißt du, in der zivilisierten Welt gibt es einen Namen für eine Frau wie dich.
Du bist in ihn verliebt.
Das Einzige, was noch bestimmt werden muss...
ist der Preis, den John für deine Dienste zahlen wird.
Was auch immer meine Gefühle für John sind,
ich werde nicht zusehen, wie ein billiges...
kleines Trampel wie du ihn zum Narren hält.
Geister der Toten,
Geister der Dunkelheit.
Erhebt euch!
Erwacht!
Es ist Zeit für sie zu gehen.
Danielle rennt um ihr Leben, Veronica.
Du hast Recht und ich kenne einen Weg vom Plateau.
Sie lügt.
- Woher weißt du das? - Wenn wir sie hier rausschmeißen...
wo soll sie dann hin gehen?
Zurück, woher sie gekommen ist.
Eine Frau allein im Dschungel.
Sie hat Roxton gefunden, sie kann einen anderen Romeo finden.
Nun, wer wird es ihr sagen?
Das werde ich gerne tun.
Es sieht so aus, als wäre es Zeit, sich zu verabschieden.
Ich kann es in euren Gesichtern sehen.
Nein, wir haben diese Entscheidung noch nicht getroffen.
Doch, haben wir.
Es ist schon gut...
Ich möchte nicht die Ursache für Konflikte sein.
Nein, das wette ich.
Die Trommeln sind heute Nacht still.
Vielleicht geben die Trogs auf und ziehen weiter.
Ich werde gleich morgen früh gehen und in mein Dorf zurückkehren.
- Vielleicht gibt es noch andere Überlebende. - Ich lasse dich nicht allein gehen.
Es wird alles gut, John, du hast mehr als genug getan.
ihr alle habt.
Ich habe euch alle...
und Roxton, der mich liebt und ehrt.
- Ich gehe mit dir. - Wir beide werden es tun.
Keine Sorge, beim ersten Anzeichen von Problemen kehren wir um.
Stellt sicher, dass ihr das tut, wer weiß, was diese Troglodyten vorhaben könnten.
Es wird uns gut gehen.
Seid ihr bereit?
Ihr müsst das wirklich nicht tun, wisst ihr.
Glaubst du, ich lasse dich so einfach davonkommen?
Du könntest Recht haben mit den Trogs, vielleicht haben sie aufgegeben.
Vielleicht haben sie nur Angst vor dir.
Die meisten Leute haben das.
Ich werde dich nicht zu deinen Freunden zurückkehren lassen.
Ich werde euch alle für mich behalten.
Was ist das für eine Sammlung?
Andenken an die Bewohner meines Dorfes.
Andenken?
Du meinst persönliche Gegenstände?
Ja.
Ich baue sie vor mir auf, wenn ich
für die Erlösung meines Volkes bete.
Willst du jetzt etwa beten?
Es spielt keine Rolle, wann ich bete.
Die Geister sind immer und überall zugegen.
Ich rufe sie an und bitte sie um
Beistand und Erkenntnis, damit wir in angemessener Weise
die Freuden des Lebens genießen können.
Mit diesem Glauben kann ich leben.
Das musst du auch.
Tja, dann lass dich von mir nicht abhalten.
Immerhin wissen wir nun, wie die Affenmenschen bezeichnet
werden.
Man kann sich dran gewöhnen.
Die von uns beobachteten Horden der Troggs hatten
nie mehr als zwanzig Mitglieder und jetzt greifen
sie zu hunderten organisiert andere Dörfer an?
Wenn es stimmt, was Daniel erzählt hat.
Womöglich ist es ja eine form-evolutionäre Entwicklung.
Glauben sie das?
Wie wär's mit Aberglaube, hm?
Eine Voodoo-Puppe, oder?
Ja, sieht ganz so aus.
Soll das etwa Roxen sein?
Nicht unbedingt sehr schmeichelhaft, aber der etwas dümmliche
Gesichtsausdruck stimmt.
Das würde heißen, sie wäre sowas wie eine
Voodoo-Priesterin.
Ach, Unsinn.
Diese schwarze Magie ist nichts als Hokus-Pokus.
Roxens Ergebenheit würde es erklären.
Wär möglich.
Marguerite, hören Sie, sie glauben doch wohl nicht
im Ernst an diesen Unsinn.
Das ist ein Gegenstand, der hat keine magischen
Kräfte.
In guten wie in schlechten Zeiten.
Lasst mich eure Ergebenheit spüren.
Sie haben jetzt etwa drei Stunden Vorsprung und...
Matt, was ist denn?
Das muss wohl das Obst sein.
Ich glaub, mir wird schlecht.
Also, mir geht's auch nicht gut.
Womöglich sitzt er wirklich am Obst.
Ich hab auch Obst gegessen.
Ich hab's nicht angerührt.
Ist Ihnen etwa auch schlecht?
Ja, sieht ganz so nach aus.
Entschuldigen Sie mich.
Da hatte ich wohl mal Glück.
Oder etwa nicht?
Das Obst kann es nicht gewesen sein.
Davon habe ich nämlich nichts gegessen.
Schwarze Magie war es aber auch nicht.
Und was war es dann?
Ich nehme an, ein Bakterium oder ein Virus,
mit dem beinfiziert sind.
Durch das Wasser vielleicht.
Und was ist mit den Trommeln?
Als Daniel hier war, haben sie aufgehört.
Aber kaum war sie weg, da fingen sie
wieder an.
Ich habe mal ein Buch über diesen Voodoo
Kult gelesen.
Da stand was von Menschenopfern und Kannibalismus.
Angeblich können sogar Tote wieder auferstehen.
Ja, das Buch habe ich auch gelesen, Melone.
Sie dürfen aber nicht alles glauben, was Spencer
St. Jones schreibt.
Bitte lassen Sie ihn erzählen.
Was steht da sonst noch?
Erschreckende Dinge.
Mithilfe der Voodoo-Puppen lässt sich Kontrolle über
andere gewinnen, indem böse Geister von ihren Körpern
Besitzer greifen.
Warten Sie mal.
Ein Voodoo-Priester oder Priesterin kann diese Macht
nur ausüben, wenn er persönliche Gegenstände der Betreffenden
besitzt.
Wie zum Beispiel meinen Kamm.
Und der Hemdknopf, der hier fehlt.
Vermissen Sie etwas?
Nichts, bis auf einen alten wertlosen Ring.
Meine Feder.
So ist sie verschwunden.
Daniel hat uns krank gemacht.
Und aus welchem Grund?
Sie versucht, uns hier festzuhalten, damit wir Roxton
nicht folgen können.
Morgen früh wird uns nichts zurückhalten.
Hast du gut geschlafen?
Ja, wunderbar.
Haben dich die Trommel nicht gestört?
Ich muss von dem langen Marsch wohl ziemlich
erschöpft gewesen sein.
Was wird das?
Ach, nichts Besonderes.
Das ist nur ein Zeitvertreib.
Du bist offensichtlich sehr vielseitig.
Ich versuche nur, deine Aufmerksamkeit zu erhöhen.
Das gelingt dir wirklich ausgezeichnet.
Ich hole noch etwas Feuerholz.
Na los, Beeilung!
Wir kommen!
Lent!
Achtung!
Ich schätze, das wird reichen.
Ist er verletzt?
Er ist zwar ohnmächtig, aber es hätte schlimmer
kommen können.
Zweifeln Sie immer noch an Daniels magischen Kräften?
Das ist also dein Dorf.
Ist ja nicht mehr viel davon übrig.
John, ich habe dir noch nicht alles von
mir erzählt.
Nein?
Ist das wichtig?
Dass die Troggs hier alles zerstört haben, ist
wahr.
Aber das ist schon 20 Jahre her.
20 Jahre, sagst du?
Ich war noch ein Kind.
Ich war nicht mal vier Jahre alt.
Die Troggs haben meine Eltern getötet.
Soviel ich weiß, haben sie alle Dorfbewohner getötet.
Nur mich nicht.
Ich war zu schnell.
Ich konnte ihnen entkommen.
Wie konntest du allein überleben?
Wie du siehst, ganz gut.
Also, um ganz ehrlich zu sein, ich könnte
wetten, hier stimmt irgendwas nicht.
Was macht dich da so sicher?
Ich würde mal sagen, ich spreche aus Erfahrung.
Wieso?
Bist du dann nicht vorsichtiger?
Wo verstecken sich die anderen?
Sie warten auf dein Zeichen.
Nun bitte, ruf sie.
Hier kommen meine Untergebenen.
Und ich bin ihre Königin.
Je eher wir Roxton finden, umso besser.
Rauchen Ruhe, hören Sie.
In Ihrem Zustand können Sie erstmal nirgendwo hingehen.
Ich denke, Sie haben verdammtes Glück gehabt, dass
Sie noch am Leben sind.
Sollte das Zufall gewesen sein?
Also, zumindest passiert sowas nicht jeden Tag.
Damit war zu rechnen.
Das Holz ist alt.
Oder ist es nicht?
Es ist verzaubert worden.
Und inzwischen trommeln Sie schon mitten am Tag.
Sie sammeln sich.
Sie sind bereits am Zaun.
Sie verhalten sich, als wären Sie umnachtet.
Wie hypnotisiert.
Was?
Aber das ist doch verrückt.
Wir können nicht aufbrechen.
Und wie geht die Geschichte weiter?
Nun, nachdem die Torques alle im Dorf abgeschlachtet
hatten, konnte ich fliehen.
Ja, das hast du mir erzählt.
Es ist 20 Jahre her und damals warst
du vier.
Irgendwann haben sie mich dann doch gefunden und
sie zogen mich groß.
Als ich dann älter wurde, ergab es sich,
dass ich ihre Anführerin wurde.
Wieso?
Wegen deiner überlegenen Intelligenz?
Die Torques sind einfache Kreaturen.
Sie haben Angst vor mir, sie bewundern mich,
sie machen alles, was ich sage.
Ich habe mir vorgenommen, die Torques zusammenzuführen.
Es geht mir nur darum, dass endlich Frieden
auf diesem Plateau herrscht.
Frieden?
Das klingt gut.
Und weswegen waren sie hinter mir her?
Um mich umzubringen?
Du hast viele von ihnen getötet.
Du bist immerhin so etwas wie ihr Todfeind.
Warum hast du mich belogen?
Und meine Freunde?
Die Menschen haben Angst vor den Torques.
Ich dachte, du und deine Freunde, ihr würdet
mich verstoßen, ja womöglich sogar töten, sobald ihr
die Wahrheit erfahren würdet.
Was hast du mir noch alles vorenthalten?
Meine Gefühle für dich sind aufrichtig.
Das ist meine Welt, John.
Ich möchte, dass du mit mir hier lebst.
Es sieht nicht so aus, als würden die
Herrschaften bald wieder gehen.
Sie warten ab.
Hier steht es, Voodoo auf dem Plateau, 1895.
Vor 25 Jahren.
Ja, kurz nachdem meine Eltern hergekommen sind.
Ihr Vater schreibt dir, dass sie ein Dorf
gefunden haben, in dem Voodoo-Zeremonien abgehalten werden.
Die Menschen scheinen freundlich zu sein, obwohl ihr
Aberglaube und ihre Besessenheit uns befremden und in
der Tat geradezu beunruhigend sind.
Darüber hinaus praktizieren sie eine seltsame Form der
Sklaverei.
Sie haben eine Voodoo-Priesterin, die offenbar Tote
wieder zum Leben erwecken kann.
Da sie von magischem Wasser abhängig sind, zurückgehorchen
diese Zombies dem Willen der Priesterin als ergebene
Sklaven, auf die andere Menschen keinen Einfluss haben.
Und wenn Daniel diese Priesterin ist, dann sind
das da ihre Zombies.
April 1900.
Das Voodoo-Dorf wurde von den Zombies überfallen.
Ein kleines Mädchen erzählte uns, dass das Wasser
der Sklaven versalzen war und sie in blutrünstige
Monster verwandelte, die sich daraufhin gegen die Bewohner
richteten.
Alle Bewohner sind tot.
Alle, bis auf das Mädchen?
Was machen wir mit Roxton?
Er müsste inzwischen auf dem Rückweg sein.
Glauben Sie im Ernst, dass sie ihn jemals
gehen lässt?
Wenn diese Frau genug von ihm hat, wird
sie ihn umbringen.
Oder abhängig machen.
Beides wird ihr nicht schwerfallen.
Wahrscheinlich wird sie sein Essen vergiften und dann...
Sind das Vorbereitungen für ein großes Fest?
Das wird die Nacht der Nächte, die Nacht
der Leidenschaft, zügellos und wild.
Sowas wie ein Ritual nehme ich an.
Die meisten begreifen gut.
Aber es sind Wilde.
Es ist wirklich erstaunlich, dass sie dir so
bedingungslos ergeben sind.
Ich bin ihnen überlegen.
Das wissen sie und entsprechend verhalten sie sich.
Nun, wie dem auch sei, sogar nicht auf
Bliebe, um dieses Ereignis mitzuerleben, werde ich mich
jetzt doch auf den Rückweg machen.
Ich muss mich beeilen.
Irgendwann werden wir euch besuchen.
Jetzt bin ich aber enttäuscht.
Ich dachte, wir hätten uns vereint.
Aber ja, ich werde dich nie vergessen.
Du läufst davon?
Sei mir nicht böse, aber ich muss jetzt
gehen.
Geh nur.
Wenn du kannst.
Na schön, wenn das so ist, dann muss
ich mir eben den Weg freischießen.
Muss das sein?
Ich kann nicht, dass du sehr viele Schüsse
abgeben wirst.
Gut, dann nehme ich dich eben mit.
Eine Berührung und schon wäre dein Leben zu
Ende.
Geh vor.
Und ich dachte, ich hätte in dir einen
echten Freund gefunden.
Aber da du meine Liebe nicht erwiderst, werde
ich dich zu einem normalen Untergebenen machen müssen.
Das wird dir niemals gelingen.
Du wirst schnell gefügig.
Das bedarf keiner besonderen Anstrengung.
Sie wollte ihn verhexen?
Wo ist die Voodoo-Puppe?
Was?
Ja, richtig, sie hat die Voodoo-Puppe gebaut,
um Gewalt über Roxton zu erlangen.
Wer weiß, wozu die gut war.
Was haben Sie vor?
Roxton darf weder essen noch trinken.
Und wie verbiete ich dem Ding das?
Tun Sie irgendwas.
Was ist denn jetzt?
Vorsicht.
Ach, lassen wir uns lieber etwas anderes einfallen.
Bring Wasser.
Was sollen diese Tobsuchtsanfälle?
Willst du etwa, dass ich böse werde, Liebster?
Irgendwann wirst du schon trinken.
Sie sind weg.
Sie sind weg.
Vielleicht wollen sie uns auch bloß in eine
Falle locken.
Nein, so weit können die nicht denken.
Das werden wir gleich sehen.
Ich liebe die Morgensonne.
In ein paar Stunden ist die Hitze unerträglich.
Wie lange hältst du das wohl noch aus?
Ich verstehe nicht, dass du freiwillig leiden willst.
Trink Wasser.
Einverstanden, ich bleibe hier.
Freiwillig.
Ich weiß doch inzwischen, was du wirklich fühlst.
Wie soll ich dir denn vertrauen können?
Gib dem Wasser.
Vernebelt sei euer Weg.
Der Nebel bringt euch zu mir.
Nebel?
Wo kommt der auf einmal her?
Ich habe keine Ahnung.
Ich nehme an, der Nebel kommt aus heißen
Quellen.
Wenn es kein Voodoo-Zauber ist.
Sie haben die Frauen!
Warum wurden wir verschont?
Die Halle sehen aus, als seien sie schon
seit Ewigkeiten tot.
Daniel hatte sie wiedererweckt.
Ruf mich, sobald er zu sich kommt.
Deine hübschen Freundinnen sind hier.
Heute Nacht werde ich dir die Gelegenheit geben,
mir als Sklave zu dienen.
Du wirst sie töten, Liebster.
Wir werden kaum auffallen.
Die Farbe ist nicht schlecht.
Ich weiß nicht, ich komme mir vor wie
ein Kind, das Halloween feiert.
Was?
Nur heute rettet uns die Verkleidung möglicherweise das
Leben.
Ja, wollen wir hoffen, dass wir das mit
dem Salz entsprechend hinkriegen.
Gut, ich bin dann soweit.
Haben Sie das Salz?
Ja, allerdings nicht besonders viel.
Roxton, sagen Sie bloß, sie haben von diesem
Wasser getrunken.
Wenn er es getan hat, können wir ihm
nicht mehr helfen.
Was willst
du?
Sie riechen nicht.
Und sie scheinen nicht vergiftet zu sein.
Wo ist die Priesterin?
Ich sehe sie nicht.
Also geben wir Salz zum Elixier.
Halt, nicht zu viel.
Es soll ihnen ja weiterhin schmecken.
Was?
Der veränderte Geschmack scheint ihnen nichts auszumachen.
Roxton, hören Sie mich.
Dann nicken Sie wenigstens oder zeigen Sie, dass
es so ist.
Heute Nacht feiern wir die Macht der Voodoo
Priesterin.
Schon in naher Zukunft werde ich die alleinige
Herrscherin über das gesamte Voodoo-Welt.
Und ich werde nicht zögern, diejenigen zu vernichten,
die mir dabei im Weg stehen.
Diese Marionetten verstehen doch überhaupt nicht, was sie
sagt.
Ihr habt euch mir in den Weg gestellt.
Sie sind verrückt.
Aber meine Sklaven liegen mir zu Füßen.
Sie würden jederzeit für mich sterben.
Und was dann?
Dann würde keiner auf die Knie fallen.
Und so tun, als wären sie die Größte.
Keine Angst, sobald das Fest zu Ende ist,
werdet auch ihr mir gehorchen.
Wie lieblos.
Auf die Knie!
Du weißt, was jetzt getan werden muss, oder?
Ich glaube, wir können nicht warten, bis das
Salz wirkt.
Die Wirkung müsste längst spürbar sein.
Töte sie beide.
Um Gottes Willen, Roxton!
Nein!
Roxton, nicht entkommen!
Das Salz scheint zu wirken.
Dann geh nicht, verlass mich nicht!
Was geht da vor?
Wir können sie nicht sterben lassen!
Roxton, ich liebe dich!
Schieß, Roxton!
Der Voodoo-Zauber trifft die Priesterin!
Wenn sie tot ist, sind die Sklaven erlöst.
Das ist zu fest, Marguerite.
Halten Sie still.
Sie muss mich irgendwie verhext haben, schon als
ich ihr zum ersten Mal begegnet bin.
Ja, das wissen wir.
Dass sie einfach nur verliebt waren, würde keiner
von uns glauben.
Jedenfalls sollten wir nicht vergessen, dass wir es
letztendlich seiner List zu verdanken haben, dass wir
noch am Leben sind.
Ja, wie haben Sie sich überhaupt so verstellen
können?
Danielle hielt sich für schlauer, als sie eigentlich
war.
Sie vertraute ihren Voodoo-Kräften, und das habe
ich irgendwann durchschaut.
Ich frage mich, ob ich das begriffen hätte.
Standhaft zu bleiben und das Wasser nicht anzurühren,
einfach phänomenal.
Wann schöpften Sie den Verdacht, John?
Das hatte ein merkwürdiges Vorspiel.
Anfangs war ich bereit, Wasser zu trinken, aber
mein Körper sträubte sich dagegen.
Ich konnte nichts tun.
Das kann nicht sein.
Wo ist die Voodoo-Puppe?
Was?
Ich weiß nicht.
Was für eine Puppe?
Die, mit der wir sie davon abhalten wollten,
etwas zu trinken.
Das ist doch bloß ein Zufall.
Wo habe ich sie gelassen?
Irgendwo im Baumhaus.
Ich meine, die kann doch nicht einfach weg
sein.
Nehmen Sie sie an sich, Roxanne.
Der sollte sich vielleicht Marguerites Ring anstecken.
Can't find what you're looking for?
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