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Darf ich fragen, wie lange das noch so
weitergehen soll?
Noch einen Tag.
Vielleicht zwei.
Uns geht langsam die Munition aus.
Und die Geduld.
Ich bin sicher, dass wir sie finden werden.
Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, Professor,
aber das erzählen Sie uns seit drei Tagen.
Dieses Stück Fischbein landete vor ein paar Tagen
im Magen des gefundenen Vogels.
Die Schnitzereien lassen vermuten, dass es in der
Nähe ein Fischerdorf gibt.
Reine Theorie.
Das Meer!
Wir haben es gefunden!
Ja, herzlichen Glückwunsch, Challenger.
Gut, suchen wir das Fischerdorf.
Das ist kein Problem, nur eine Frage der
Zeit.
Und Sie werden uns sicher helfen, das Plateau
zu verlassen.
Sind Sie verletzt?
Nein!
Was tun Sie?
Sie müssen ihn aufhalten!
Er darf nicht tot sein!
Bitte nicht!
Ich wäre tot, wenn ich ihn nicht getötet
hätte.
Wie konnten Sie das tun?
Oh mein Gott.
Ich bin schuld daran.
Zu Beginn des Jahrhunderts machte sich eine Gruppe
von Abenteurern auf den Weg, die Existenz einer
vorzeitlichen Welt zu beweisen.
Ein Visionär, eine reiche Erbin, ein Großwildjäger, ein
Wissenschaftler und ein Reporter begaben sich auf die
Jagd nach der Geschichte ihres Lebens.
Sie kannten die Gefahren nicht, denen eine Frau
in der prähistorischen Fauna und Flora trotzte.
Von nun an kämpften sie mit ihr gemeinsam,
um zwischen archaischen Kulturen und den Räubern des
Urwalds zu überleben.
Und sie suchten einen Weg zurück nach Hause,
denn dort ahnte niemand, dass es sie noch
gibt.
Die verlorene Welt.
Hört auf, um die Leute zu verarmen!
Undank ist der Weltenlohn, was?
Haben Sie Ihre Halskette bemerkt, die Muscheln?
Ich hatte Recht, wir müssen eher ins Dorf
folgen.
Die Fischer werden uns vom Plateau bringen.
Sollen wir diesen Bewässerungsgraben nicht gemeinsam ausheben?
Wo Margaret bleibt, frage ich mich auch.
Wahrscheinlich da, wo sie immer ist, wenn es
darum geht, sich nützlich zu machen.
Sie werden es nicht glauben, aber ich bin
nur umsichtig.
Ach was, ja?
Es ist eine einfache Überlegung.
Einer von uns sollte immer entspannt und ausgeruht
sein.
Es könnte irgendwann drauf ankommen.
Und Gartenarbeit ist zu anstrengend.
Sie haben verstanden.
Hören Sie das Geräusch?
Die Bienen?
Oh nein, nicht schon wieder!
Es wird lauter, finden Sie nicht auch?
Im Baumhaus sind wir sicher.
Schnell!
Da!
Ein Flugzeug!
Hey, wir sind hier unten!
Kommen Sie, das könnte unsere Rettung sein.
Anscheinend hat der Pilot Schwierigkeiten.
Ihr habt durch dem besiegelten Bündnis widersetzt und
den uralten Pakt gebrochen.
Aber Ihre Leute wurden doch von Fremden angegriffen,
Rock.
Die Jungfrau ist geflohen.
Als Anführerin der Tintas wisst ihr, was der
Pakt verlangt.
Wir finden eine Lösung.
Haltet euch an die Regeln, sonst fordern wir
noch mehr Opfer.
Ja, ich verstehe.
Wir kommen wieder, wenn die Flut ihren höchsten
Stand erreicht hat.
Und überzeugen uns, ob der Frevel gesünd ist.
Was machen die?
Wir kommen zu spät.
Warte!
Warte!
Bitte!
Du hast ein Volk verraten, das Opfer zu
seinen Ehren verweigert.
Lass es mich erklären!
Erkläre es ihnen, den Männern, die für dich
dastehen, ihren Frauen und Kindern.
Entschuldigen Sie bitte.
Wir tragen die Verantwortung für das, was am
Strand passiert ist, nicht Sie.
Wir wollten sie verteidigen.
Weil sie verteidigt werden wollte.
Sie wurde gejagt, als wäre sie kein Mensch.
Darum möchten wir Ihnen unsere Hilfe anbieten.
Sie haben unserem Volk Schande, Ungnade und diesen
Männern den Tod gebracht.
Ich glaube, Sie haben genug getan.
Mutter!
Bitte!
Ich habe keine Tochter.
Sehen Sie, auf sowas muss man immer vorbereitet
sein.
Halleluja!
Ich glaube es einfach nicht.
Sieht aus, als wenn es unbeschädigt wäre.
Es kommt aus Deutschland.
Könnte eine Albatros Do-1A sein.
160 PS, 17.000 Fuß, maximale Flughöhe, Fluggeschwindigkeit
bis zu 120 Meilen pro Stunde.
Und ich dachte, Sie wären Reporter.
Ich war Kriegsberichterstatter.
Ab und zu bin ich sogar in so
einer geflogen.
Aber wie kommt ein deutsches Flugzeug hierher?
Weil es Notlanden musste?
Nicht doch, ich meine, wie kommt es nach
Südamerika?
Es gab immer Gerüchte, dass die Deutschen einen
geheimen Stützpunkt auf den Azoren hätten.
Vielleicht gehört es ja dahin.
Aber der Krieg ist doch schon seit Monaten
zu Ende.
Ich hätte gern gewusst, wer dieses Flugzeug hier
gelandet hat.
Wo ist der Pilot?
Er wird Hilfe suchen.
Sagen Sie mir, ob dieses Ding noch fliegen
kann.
Naja, ich habe früher mal an so einem
Modell rumgebastelt, in der Werkstatt meines Onkels.
Dann los, worauf warten Sie noch?
Wenn Sie sich so gut auskennen, werden Sie
die Fehler ja schnell finden.
Woher haben Sie das?
Es war im Magen eines Raubvogels.
Es gehörte meinem Mann.
Vor sechs Wochen ist er auf die Jagd
gegangen.
Ich habe immer noch gehofft, dass er zurückkehrt.
Es tut mir leid.
Von nun an bin ich also ohne Mann.
Und ohne Tochter.
Danke, dass Sie es mir gebracht haben.
Ich denke, es ist das Beste, wenn Sie
unser Dorf nun wieder verlassen.
Wenn Sie gestatten, möchte ich noch eine Frage
an Sie richten.
Meine Begleiter und ich sind nicht von hier.
Das habe ich sofort gesehen.
Wir suchen schon seit ein paar Monaten einen
Weg zurück nach Hause.
Wir hatten gehofft, dass vielleicht eins Ihrer Schiffe
eine Meeresroute zwischen unseren Welten entdeckt haben könnte.
Unser See ist zwar sehr groß, aber wir
kommen an einem Tag zum anderen Ufer.
Es gibt keine andere Welt.
Ich verstehe.
Diese Männer haben nichts getan.
Die Männer starben für ihr Volk.
Man wird sich immer an sie erinnern.
Sie geben ihr Leben für ihr Volk.
Die Tintas versuchen neben mächtigen Stämmen friedlich zu
leben.
Wir sind Fischer und Händler und führen keine
Kriege.
Die Hekari beschützen uns.
Sie opfern ihre Leute dafür, dass sie mit
denen ein paar Geschäfte machen können?
Die Opfer erhalten unser Volk.
Taya ist Ihre Tochter.
Wie können Sie ihr Leben so einfach wegwerfen?
Als Ihre Anführerin sehe ich alle Tintas als
meine Kinder an.
Glauben Sie bitte nicht, dass es mir leicht
fällt, was ich da tue.
Henry Ford hat dieses Flugzeug nicht gebaut.
Verschonen Sie mich mit technischen Details.
Können Sie es reparieren?
Die Instrumentenanzeiger sind hinüber.
Die Benzinleitung ist gerissen und die Ventile scheinen
auch defekt zu sein.
Wird es wieder fliegen, Ned?
Ich hatte noch nicht erwähnt, dass der Starter
ebenfalls kaputt ist.
Sehen Sie mal.
Ein unvollständiger Werkzeugkasten, immerhin.
Melone, könnten Sie antworten?
Möglicherweise.
Das ist keine Antwort.
Nehme ich Sie hiermit.
Gefangen.
Na, das ist ja eine Kämpfernatur.
Ja, und er bildet sich ein, dass wir
seine Gefangenen wehren.
Es ist doch nicht deine Schuld.
Doch.
Unsere Vorfahren trafen diese Vereinbarung mit den Hikari,
bevor sie geboren wurden.
Wir haben einen eingeschworen.
Damals waren wir Kinder.
Wir können weggehen.
Wohin, Cassius?
Sag mir, wo ich mich vor mir selbst
verstecken könnte.
Das darf man nicht zulassen.
Die Tintas wollen es so.
Das ist nicht wahr.
Hilfen Sie mir.
Tut mir leid.
Haltet den Wagen auf!
Macht ihn unter!
Ah!
Was tun
sie?
Das ist unser aller Todesurteil.
Mutter, wo willst du hin?
Rede mit mir.
Ich bin deine Tochter.
Ich habe keine Tochter.
Doch, ich bin hier, ich lebe.
Wenn du mich totziehen willst, dann bring mich
um.
Ich will dich nicht totziehen.
Ich gehe zu den Hikari und flehe sie
um Vergebung an.
Das ist sinnlos.
Sie werden dir nicht vergeben, wenn du ihnen
keine Opfer mehr bringst.
Mutter, die Tintas haben ihre Verantwortung längst erkannt.
Du musst sie auch übernehmen.
Wohin führe ich sie dann?
In ihren Tod?
Sie wissen nicht, was sie tun.
Wenn sie sich an die Zeit vor dem
Bündnis erinnern würden.
An die Angriffe, die Morde, die Kriege.
Das hat niemand vergessen.
Wir sind heute aber andere Menschen, Mutter.
Nein, wir sind dieselben.
Nur du nicht, Talia.
Bitte hör zu.
Die Tintas denken anders.
Und die Beine hoch.
Gut.
Er hat eine Menge Blut verloren.
Das ist nur ein kleiner Kratzer.
Wir sollten ihn schnell verarzten.
Das erledige ich, Sie können das Flugzeug reparieren.
Dieter und ich werden uns schon anfreunden.
Wollen Sie nach Hause kommen oder nicht?
Er glaubt, es wäre immer noch Krieg.
Und wenn er wieder zu Bewusstsein kommt, kann
er sich keine Sorgen machen.
Das Flugzeug wartet, Gentlemen.
Wie geht es Ihnen?
Nicht besser als vorher.
Was ist hier los?
Meine Vorfahren haben einen Pakt mit den Hikari
geschlossen.
Wir geben ihnen Jungfrauen als Opfer für ihre
Götter und dafür beschützen sie uns.
Die Beziehungen zwischen uns sind einfach und klar.
Ganz so einfach erscheint es mir nicht.
Wissen Sie, als Kinder spielten wir immer Tinta
und Hikari.
Und jeder von uns wollte ein Hikari sein,
was meine Mutter sehr ärgerte.
Die Hikari hatten Waffen, ihre Schwerter waren ihr
ein und alles.
Und wir hielten sie für Helden.
Warum sagen Sie es ihr nicht?
Was meinen Sie da?
Ihre Augen, ihr Haar.
Sie sind schwanger.
Die Frauen, die als Opfer ausgesucht werden, müssen
Jungfrauen sein.
Gracias.
Er weiß es auch noch nicht, oder?
Nein.
Sind Sie deswegen weggelaufen?
Ich war bereit, mein Leben zu opfern.
Aber nicht das meines Kindes.
Sie hätten es Ihrer Mutter sagen sollen.
Sie hätte es verstanden.
Warum sind Sie sich da so sicher?
Weil sie auch eine Mutter ist.
Es gibt doch keinen Wasserweg von hier aus.
Im Norden und Osten ist Dschungel und es
gibt kein Wasser.
Na ja, es war ja auch nur ein
Versuch.
Ich denke, wir brechen morgen früh auf.
Was ist?
Können wir euch helfen?
Cassius.
Was ist los?
Die Hikari werden zurückschlagen.
Sie werden hier durchreiten und uns alle töten.
Vielleicht sollten Sie das Dorf vorher verlassen.
Wollen Sie, dass wir davonlaufen?
Was wir wollen, spielt keine Rolle.
Was wollt ihr?
Standhaft sein und kämpfen.
Hört sich vernünftig an.
Aber wir haben das nie gelernt.
Wir haben nicht angefangen.
Können wir uns unterhalten?
Sie leben nur noch, weil Sie unsere Sitten
und Regeln nicht kennen.
Als Fremde sollten Sie vorsichtig sein.
Wir konnten bereits einiges über Sie erfahren.
Und wir glauben, dass wir mit ein bisschen
gutem Willen über alles reden können.
Sie reden, wenn ich Sie frage.
Für den Verstoß, den Ihr begangen habt, verlangen
wir, dass zwölf Eurer stärksten Leute dem See
geopfert werden.
Ihr habt zwei Tage, dem zu entsprechen.
Und wenn wir uns weigern?
Nomathe!
Nein!
Und weiterer Widerstand bedeutet nur eins für die
Tintas.
Die totale Vernichtung.
Hier!
Dir, See, der Du uns nährst und umsorgst,
übergeben wir nun Kaila.
Ihren Geist sollst Du bewahren und preisen ihre
Ehre.
Erfülle sie, wie sie uns erfüllt hat.
Lass ihr Gnade zuteil werden, den ewigen Schlaf
und Frieden.
Es tut mir leid.
Ein Ende ist auch ein neuer Anfang.
Jetzt bin ich Ihre Anführerin.
Jetzt sind alle Tintas meine Kinder.
Und was werden Sie tun?
Die Ältesten wollen, dass sich alles so weiterführe.
Sie glauben, Freiheit ist gefährlich.
Und was denken Sie?
Kailas Leben sollte das letzte sein, das wir
den Hikari geopfert haben.
Na, hübsche Frau.
Ihre Neugier ist ungebrochen, wie ich sehe.
Guten Tag.
Könnte es vielleicht sein, dass Sie sich entschlossen
haben, am Leben zu bleiben?
Wenn ich Sie damit nicht zu sehr enttäusche.
Sie haben noch Fieber.
Wo bin ich?
Sie sind notgelandet.
Sie müssen sich doch erinnern.
Ich erinnere mich sehr gut.
Berlin, 1916.
Ein schönes rotes Kleid.
Meine Freunde und ich haben Sie hierher getragen.
Es war bei einem Offiziersbankett.
Wir feierten unseren Sieg in Jütland.
Sie hatten zwischendurch Ihr Bewusstsein verloren.
Und Sie waren am Arm eines gewissen Generals,
dem Chef des Geheimdienstes.
Sie reden Unsinn.
Nein.
Es gab Menschen, die Ihnen vertrauten.
Das ist nun wirklich kein Unsinn.
Ich glaube fast, Sie wissen nicht mehr, wer
Sie wirklich sind.
Sie werden es auf jeden Fall nie erfahren.
Auf Wiedersehen.
Marguerite!
Ich dachte, ich hätte Sie reden gehört.
Ach, ich habe ihm laut zugeredet.
Man sagt ja, das hilft.
Was gibt es denn da?
Wir haben die Treibstoffleitung gepflegt.
Ist es schon wieder ganz?
Nein, Summerlee untersucht gerade den Starter.
Ich glaube, es dauert noch zwei, höchstens drei
Stunden.
Wie geht's den Patienten?
Ich denke, er schafft es.
Sie kommen mir wie eine richtige Krankenschwester vor.
Taya hat den Ältestenrat festgenommen und inhaftiert.
Es ist zu ihrer Sicherheit.
Hatten Sie die Tintas zum Kämpfen überregelt?
Es war Tayas Anordnung.
Sie führt jetzt ihr Volk.
Aber Sie wissen nicht, wie man kämpft.
Sie werden diese Schlacht verlieren.
Dann müssen wir Ihnen helfen.
Was wissen Sie von solchen Auseinandersetzungen?
Ich weiß, was es heißt, zu überleben.
Trotzdem habe ich ein ungutes Gefühl.
Wenn wir nicht kämpfen, dann sterben viele von
Ihnen.
Hätten wir uns bloß nicht eingemischt, dann wäre
das alles nicht passiert.
Und Taya wäre tot.
Ja, richtig.
Nur ein Tod.
Ein einziges Opfer.
Aber das, was jetzt passiert, wird ein Gemetzel
werden.
Sie irren sich.
Davor hatten die Ältesten Angst.
Krieg.
Sie haben versucht, ihn seit Generationen zu verhindern.
Und dann kommen wir und mischen uns ein.
Wir sind hier im Dschungel.
Hier sind wir alle aufeinander angewiesen.
Wie wollen Sie sich da raushalten?
Irgendwann hätten die Tintas sich sowieso aufgelehnt.
Und nur wenn wir Ihnen zur Hilfe kämen,
hätten Sie eine Chance, zu überleben.
Haben Sie überlegt, was in Zukunft passiert?
Wollen Sie dann vielleicht den Platz der Hikari
einnehmen, als ihr großer Beschützer?
Niemand von uns zwingt Sie, hier zu bleiben,
Challenger.
Sie können jederzeit gehen.
So, dann versuch's nochmal.
Gut!
Komm, mach weiter!
Wie kommt ihr voran?
Wir brauchen Zeit.
Die uns leider fehlt.
Trotzdem müssen wir jetzt Kriege aus ihnen machen.
Wir schaffen es schon.
Hast du Scassius schon gesagt?
Wir ziehen in einen Krieg.
Umso wichtiger ist es, dass er's weiß.
Was weiß?
Das sagt sie dir.
Was?
Ach nichts.
Schon als kleiner Junge wusste ich immer, wenn
du lügst, Tarja.
Ich bin schwanger, ich erwarte ein Kind.
Wir kriegen ein Kind.
Das ist wunderbar!
Lass mich runter!
Verzeih mir.
Ich hoffe, ich hab dir nicht wehgetan.
Nein, es ist alles in Ordnung.
Aber keiner weiß, was wird.
Unser Dorf könnte morgen zerstört sein.
Das spielt für uns keine Rolle.
Wir wissen jetzt, dass wir ein Kind haben
werden.
Wir finden eine Lösung.
Das verspreche ich dir.
Die Hikari können sich auf drei verschiedenen Wegen
nähern.
Jeder Pfad wird von uns kontrolliert.
Veronica und ihre Leute da drüben.
Challenger dort.
Und ich werde hier Position beziehen.
Ihr wisst, was ihr tun müsst.
Ihr kennt eure Aufgabe.
Irgendwelche Fragen?
Ja?
Kann ich dabei sterben, Sir?
Er hat Angst.
Das geht uns allen so.
Bitte machen Sie ihm Mut.
Ein Krieg ist gefährlich.
Ich will euch nicht belügen.
Wenn ich etwas dazu sagen darf.
Sie haben das Wort, Challenger.
Lasst uns diesen Tag von nun an den
Tag der Tintas nennen.
Der, der diesen Tag überlebt und ins hohe
Alter kommt, wird seinen Ärmel hochstreifen, wird seine
Narben zeigen und sagen, diese Wunden erhielt ich
am Tag der Tintas.
Von jetzt an bis zum Ende der Welt
wird man sich bestimmt an uns erinnern.
Wir Wenigen.
Wir überaus glücklichen Wenigen.
Wir Bande von Brüdern.
Wir Bande von Tintas!
Heinrich der Fünfte.
Wenn man schon steht, ist Shakespeare immer eine
gute Wahl.
Unterschätzen Sie niemals die klassische Bildung.
Sie ist stets von Nutzen, Roxton.
Er ist immer noch bewusstlos.
Ist das nicht bedenklich?
Ich glaube, er wird wieder gesund.
Sein Fieber sinkt.
Wo hat Melon sich rumgetrieben?
Er ist von dem Flugzeug nicht mehr wegzukriegen.
Die Reparatur scheint ihm richtig Spaß zu machen.
Mit gutem Grund.
Hatten Sie Erfolg?
Sieht so aus.
Und jetzt bin ich am Verhungern.
Auch wenn Sie es schaffen sollten.
Unser Pilot ist immer noch flugunfähig.
Ich dachte, es geht ihm schon besser.
Offenbar hat es irgendwelche Komplikationen gegeben.
Ist das nicht so, Margrit?
Manchmal gibt es bei der Behandlung von Verletzungen
Rückschläge.
Sie kennen das besser als ich.
Vielleicht haben Sie recht.
Am besten, ich untersuche den armen Kerl mal.
Nein, ich mache das.
Essen Sie noch weiter.
Wie Sie meinen.
Nein!
Das ist doch Unsinn.
Wissen Sie nicht, dass Sie noch nicht aufstehen
können?
Wenn ich nach Ihnen gegangen wäre, würde ich
nie mehr aufstehen.
Sagen Sie mir, was Sie von mir wollen.
Ich möchte...
Ich möchte, dass Sie ganz genau wissen, wie
es ist, wenn man auf dem schmalen Grat
zwischen Leben und Tod balanciert.
Wie viele Soldaten?
Wie viele hunderte von Männern?
Ich hatte Befehle auszuführen.
Genauso wie Sie, Dieter.
Jetzt sein Gewissen zu entdecken, ist ein wenig
spät.
Ich glaube auch für Sie.
Sie sind nicht der Einzige mit einem guten
Gedächtnis.
Ich sehe immer noch eine gewisse Ortschaft in
Belgien vor mir.
Eine junge Frau lebt auf der Straße.
Sie sieht zu einem jungen Offizier auf.
Sie bittet.
Und sie fleht um Hilfe, um Gnade.
Das reicht.
Dann ein Schuss.
Und danach stehen.
Wie Sie schon sagten, es ist zu spät,
um sein Gewissen zu entdecken.
Ich finde, sie ist schon ziemlich lange bei
Ihnen.
Ich werde mal nachher sehen.
Wer von Ihnen ist der Mechaniker?
Gütiger Gott.
Nicht aufregen.
Er wird Ihnen bestimmt nichts tun.
Ich bin der Mechaniker.
Dann lassen Sie uns gehen.
Wir reparieren mein Flugzeug.
Können Sie auch nicht schlafen?
Nein, nichts zu machen.
Ich glaube, heute Nacht schläft niemand besonders gut.
Ich habe Angst.
Sie wären ein Narr, wenn es nicht so
wäre.
Ich habe schon öfter den Tod ins Auge
gesehen, aber ich habe noch keinen Menschen dazu
gebracht, es mir gleich zu tun.
Sie wollen es so.
Glauben Sie das wirklich?
Viele Menschen ließen schon aus niedrigeren Beweggründen ihr
Leben.
Sie haben solche Kämpfe erlebt, Roxton.
Diese Menschen haben keine Ahnung, was morgen auf
sie zukommt.
Vielleicht ist es sogar besser so.
Und vielleicht haben wir Glück.
Nehmen wir an, der angekündigte Feldzug findet nicht
statt.
Die Ikari werden kommen.
Sie müssen.
Nur durch Einschüchterung bleiben sie an der Macht
und ich glaube, sie wollen an den Tintas
ein Exempel statuieren und keinen am Leben lassen.
Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben.
Nein.
Daran denkt keiner von uns.
Nein.
Was bedrückt Sie noch?
Wie viele Menschen muss ich morgen wohl umbringen?
Challenger, denken Sie bloß nicht daran, dass es
keiner von Ihnen verdient hat.
Nur kein Mitleid.
Sie hätten es verdient.
Sie oder wir.
Versuchen Sie zu schlafen.
Ich habe
noch vier Kugeln.
Ich nur noch drei.
Wir müssen sie gut einteilen.
Ikari!
Sie sind da.
Viel Glück, Challenger.
Ich werde dich immer lieben.
Ich liebe dich auch.
Habt Geduld.
Habt Geduld, wartet noch.
Kommt!
Los!
Jetzt!
Nein!
Ich habe
keine Angst mehr.
Wenigstens die
Letzte.
Jetzt ist es mit den Tintas aus!
Aufgepasst!
Passen Sie auf!
Sie haben es geschafft!
Sie haben gesiegt!
Ich glaube nicht, dass so ein Sieg aussieht.
Nein.
Aber so sieht der Preis für einen Sieg
aus.
Wir sind soweit.
Beten Sie, dass es funktioniert.
Ich möchte Ihnen noch einmal sagen, wie unnötig
das Ganze ist.
Wir sind nicht einmal bewaffnet.
Ruhe!
Der Krieg ist zu Ende, Dieter.
Es gibt einen Versailler Vertrag.
Er wurde mit vorgehaltener Pistole unterschrieben.
Nein, der Krieg ist nicht vorbei.
Er wurde nur aufgeschoben.
Ich erwarte, dass Sie dafür sorgen, dass man
uns hier abholt.
Und was erwarten Sie, meine Liebe?
Möchten Sie auch, dass ich jemandem sage, wo
Sie sind?
Dass Ihnen so etwas Spaß macht.
Natürlich soll man erfahren, wo wir sind.
Arme Margarete.
Da hatte sie ein Versteck im Urwald gefunden.
Von jeglicher Zivilisation entfernt.
Nur den Gefahren der Wildnis ausgesetzt.
Aber die Hölle holt sich das, was ihr
gehört.
Was machen Sie denn?
Sie werden Sie nicht erschießen.
Gehen Sie aus dem Weg.
Einen wichtigen Punkt scheinen Sie vergessen zu haben.
Sie brauchen jemanden, um das Flugzeug anzulassen.
Ja, Sie brauchen einen für den Propeller.
Und wenn Sie sie töten, werde ich Ihnen
nicht helfen.
Ich bitte Sie.
Ich ebenfalls nicht.
Arthur!
Nein!
Sie können mich gleich erschießen, denn ich werde
es auf keinen Fall tun.
Arthur!
Wie Sie wünschen.
Gut, ich bin bereit.
Wissen Sie eigentlich, was das für eine Frau
ist?
Für die Sie so heldenhaft ihr Leben einsetzen?
Irgendwann werden wir uns wiedersehen.
Ja, ich freue mich drauf, Dieter.
Ich glaube, ich muss jetzt was trinken.
Und das haben Sie sich auch verdient.
Alle beide.
Eine gewonnene Schlacht ist noch kein gewonnener Krieg.
Ich weiß natürlich, dass andere Krieger kommen werden,
wenn Sie das meinen.
Ja, das hat er gemeint.
Unser Schicksal liegt jetzt in unseren Händen.
Wir haben gelernt, uns zu verteidigen.
Dann war's das wert.
Das glaube ich auch.
Sonst würde man die entehren, die im Kampf
gefallen sind.
Und die Ungeborenen.
Ihre Mutter wäre sehr stolz auf Sie gewesen.
Danke.
Kommt.
Wir haben noch einen langen Weg vor uns.
Ich hoffe, Sie finden, wonach Sie suchen.
Was glauben Sie, hat das Volk eine Chance?
Ich weiß es nicht, Professor.
Sicher nicht weniger als jeder Einzelne von uns.
Es gibt nichts, was dieser kleine Aufhalterer nicht
heilen könnte.
Das garantiere ich Ihnen.
Ich werde mich nie an die Stille gewöhnen.
An die Nacht.
An die Dunkelheit.
Manchmal ist es fast...
Beklemmend?
Ja.
Man fragt sich, ob es jemals wieder hell
werden wird.
Und manchmal betet man, es solle nicht geschehen.
Und dann versteckt man sich hinter Blumen oder
anderen Dingen.
Man sieht das Leben aus einer anderen Perspektive.
Nimmt es nur noch partiell wahr.
Ein bisschen feige vielleicht, aber es ist weniger
anstrengend für das Herz.
Sie sind sehr mutig gewesen, wissen Sie das
aber?
Das liegt in der Natur der Dinge, meine
Liebe.
Wie darf ich das verstehen?
Seit wir auf diesem verflixten Plateau festsitzen, habe
ich mehr als nur London hinter mir gelassen.
Können Sie mir das bitte erklären, Professor?
Die Menschen, die wir waren.
Oder die, für die wir uns hielten.
Die Dinge, die wir taten.
All das spielt hier keine Rolle.
Wirklich eine wunderbare Gelegenheit.
Kaum ein Mensch in der Zivilisation erhält vom
Schicksal so eine Chance auf einen neuen Anfang.
Auf das neue Leben, Marguerite.
Darauf trinke ich gern.
Can't find what you're looking for?
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