All language subtitles for Die.verlorene.Welt.S01E06[de]

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Original subtitles

Gladys, hier bin ich wieder, in dieser Welt

weit weg von dir.

Ich schreibe ein weiteres Kapitel für ein Buch,

das vielleicht niemals jemand lesen wird.

Wie gern möchte ich dir diesen Ort beschreiben.

Er ist aufregend und gefährlich.

Wunderschön und zugleich erschreckend.

Manchmal frage ich mich, ob wir hier vielleicht

im Paradies sind, um herauszufinden, dass Gott die

Menschheit aufgegeben hat.

Das Fleisch wird in Licht verwandelt.

Die Seele wird wiedergeboren als Stern.

Denn wen das Feuer verzehrt, dessen Geist wird

befreit.

Und seine Sünden werden in den Flammen aufgehen.

Und so wie einst unser Erretter Hesokokkel starb,

und das Opfer von Verrat und Unglaube wurde,

so will ich, dass alle Verräter sterben sollen.

Bitte, ich war nicht unter den Verrätern.

Es gibt Untertanen, die finden diese Läuterung grausam

und ungerecht.

Doch ist es ungerecht, uns vor einer Krankheit

zu schützen, oder vor der Seuche, die einer

in sich trägt?

Und der, der wirklich glaubt, wird nicht verurteilt

werden.

Wir dürfen nicht zulassen, dass er uns mit

der Plage der Lüge ansteckt, seiner Krankheit, der

Krebs.

Aber ich glaube doch.

Ich schwöre es.

Ich bin gläubig.

Oh, mein Sohn.

Wenn das wahr wäre, dann würden wir dich

ganz sicher nicht verurteilen.

Deine Einsicht kommt leider zu spät.

Und das weißt du sehr wohl.

Geh hinaus in das Lichtabtrünniger, auf das dein

Geist geläutert werde.

Erlösung!

Erlösung!

Erlösung!

Erlösung!

Erlösung!

Nein!

Erlösung!

Erlösung!

Nein!

Erlösung!

Nein!

Erlösung!

Zu Beginn des Jahrhunderts machte sich eine Gruppe

von Abenteurern auf den Weg, die Existenz einer

vorzeitlichen Welt zu beweisen.

Ein Visionär, eine reiche Erwin, ein Großwildjäger, ein

Wissenschaftler und ein Reporter begaben sich auf die

Jagd nach der Geschichte ihres Lebens.

Sie kannten die Gefahren nicht, denen eine Frau

in der prähistorischen Fauna und Flora trotzte.

Von nun an kämpften sie mit ihr gemeinsam,

um zwischen archaischen Kulturen und den Räubern des

Urwalds zu überleben.

Und sie suchten einen Weg zurück nach Hause,

denn dort ahnte niemand, dass es sie noch

gibt.

Die verlorene Welt.

Mary, Mary, du hübsches Kind, was wächst in

unserem Garten.

Silberne Glöckchen und Blümchen fallen, die dort auf

uns beide warten.

Na also, wir sind fast fertig.

Dann können wir uns ja bald auf den

Weg machen.

Leider werden wir hier ein biologisches Wunder zurücklassen

müssen.

Ich bitte Sie, Professor, wir werden dieses Monstrum

doch nicht 20 Meilen durch den Dschungel tragen.

Warum nicht?

Eine Orchidee.

Soviel ich weiß, hat sie doch überhaupt kein

Wissenschaftsbild.

Das sehen Sie falsch.

Orchideen haben eine Seele.

Nehmen Sie sie mir ab.

Samali, das Kind atmet nicht.

Dann schnell, legen Sie sie hier hin.

Was soll ich tun?

Sie muss auf dem Bauch liegen.

Was machen Sie denn?

Er versucht, ihr das Leben zu retten.

Gut gemacht, Samali.

Sie atmet wieder.

Ist wieder alles in Ordnung?

Lasst sofort meine Tochter los!

Sie wissen nicht, was geschehen ist.

Zurück mit euch!

Ihr vergreift euch an Kindern?

Welcher Gott lässt so etwas zu?

Wir vergreifen uns nicht an Kindern.

Sie wäre fast ertrunken.

Wir haben sie gerettet.

Wie ihr seht, habe ich nicht genommen, eure

Gottheit.

Diese drei sind nicht nur Heiden.

Wir sollen Heiden sein?

Ganz sicher haben sie mit Hexerei zu tun.

Da greift sie!

Schnell, laufen Sie weg!

Los, hinterher!

Sonst kommt gar nicht ohne sie wieder.

Schnell!

Na ja, und deshalb möchte ich es ganz

gerne als Fortsetzung schreiben.

Jedes Kapitel ist eine abgeschlossene Geschichte.

Gibt es schon einen Titel?

Wie wäre es mit die Sechskreise der Hölle?

Ach nein, ich dachte, ich nenne es die

verlorene Welt.

Jedenfalls ist hier immer noch viel los.

Sei still!

Wahrscheinlich wieder so eine blöde Eidechse.

Hier lang!

Und jetzt?

Hat jemand einen Vorschlag?

Hierher!

Er wird bestimmt bald aufgeben.

Uns kann er jedenfalls lange warten.

Ich würde gerne wissen, wo wir hier sind.

Das ist doch völlig uninteressant, solange er draußen

ist und wir hier drin.

Sieht so aus, als wäre das eine Grabstätte.

Das ist auf keinen Fall Westminster Abbey.

So eine Schrift habe ich noch nie gesehen.

Ciccione?

Gebieter unseres Volkes, ruht hier in Frieden.

Unsere Reise unter den Menschen hat ein Ende

gefunden.

Können Sie es sagen?

Wieso kann sie das entziffern?

Jetzt kommen Sie schon!

Ich verlange von euch, dass ihr mir so

ein bisschen Hilfe bringt.

Ich habe gesagt, was das soll.

Verlangen?

Was verlangst du von mir?

Hörst du das Pentario?

Der Hexer da droht mir.

Ich, Sir, ich bin kein Hexer.

Das ist wahr, eure Gottheit.

Es war der andere, der die Tote wieder

lebendig gemacht hat.

Das ist absurd.

Ich habe das Kind gerettet.

Doch das hat nichts mit Hexerei zu tun.

Tatsächlich nicht?

Bitte nicht aufregen.

Das war elementares medizinisches Wissen.

Nur Gott kann Tote auferstehen lassen.

Gott und jeder, der ein bisschen was über

menschliche Anatomie weiß.

Pentario, hör zu.

Die Anklage lautet nicht auf Hexerei, sondern auf

Ketzerei.

Was meinen Sie mit Anklage?

Tolmec, heiliger Inquisitor, Lehrer der Christhex, beschuldigt den

Hexer des schwersten aller Verbrechen.

Ketzerischer Anmaßung.

Ich habe Ihnen doch gesagt, ich bin kein

Hexer.

Schallerle, bitte halten Sie den Mund.

Das Gericht wird die Anklage überprüfen.

Dann wird der Ketzer sehr schnell verurteilt werden.

Und dann?

Dann wird er verbrannt.

Habt ihr was entdeckt?

Wir werden hier unser Lager aufschlagen.

Alba, du bist für das Feuer verantwortlich.

Jante, Lonzo, ihr kommt mit mir.

Darak, sie wird uns entkommen.

Wie denn?

Wenn wir im Dunkeln nicht weiterkommen, dann kann

sie es auf keinen Fall.

Frauen sind schwächer als Männer.

Und sie ist keine Ausnahme.

Tolmecs Lehre über Frauen kenne ich genauso gut

wie du.

Solange uns der Mond noch liegt, schenkt ihr

uns besser.

Wir würden uns etwas zu essen besorgen, statt

zu schreien.

Ich werde Fehler machen und uns eine Mannschaft

erschaffen.

So spricht ein wahrer Krieger.

Seid unbesorgt, wir werden sie schon finden.

So etwas hätte eine Frau nie tun können.

Vielleicht ist sie ein Dämon.

Hat sie etwa wie ein Dämon ausgesehen?

Hinterher!

Das hohe Gericht in seiner Weisheit wünscht ein

Geständnis zu hören.

Bevor der Ketzer verurteilt wird.

Es tut mir leid, ich habe nichts zu

gestehen.

Dann werden wir jetzt eine Befragung durchführen müssen.

Das wird für mich sicherlich unangenehm werden.

Und für euren Freund.

Er ist ein alter Mann.

Sein Herz ist vielleicht nicht kräftig genug, um

unsere intensiven Methoden zu überleben.

Methoden?

Ihr meint Folter?

Klagt ihn an und das Gericht wird euch

leben lassen.

Ihr könnt eurem Freund die Stunden der Qual

ersparen.

In meiner Welt haben wir andere Wege, um

die Wahrheit herauszufinden.

Jetzt seid ihr in meiner Welt.

Jede gerechte Welt würde dem Angeklagten erlauben, etwas

zu seiner Verteidigung zu sagen.

Schweigt!

Warum?

Ist euer Glaube so schwach, dass meine Worte

ihn erschüttern könnten?

Wie könnt ihr es wahren?

Der Glaube des heiligen Inquisitors ist stark genug,

um jedes öffentliche Verhör durchzustehen.

Pentario!

Ein öffentliches Gerichtsverfahren.

Genau das wird die Wahrheit ans Licht bringen.

Oder ist es das, wovor ihr Angst habt?

Da ihr so bestrebt seid, den Ketzer zu

verteidigen, wird es euch wohl nichts ausmachen, sein

Schicksal auf dem Scheiterhaufen zu teilen.

Wird er hingerichtet, werdet ihr es auch.

Wie fromm du aussiehst.

Priester.

Fast könnte man sagen...

Denkst du, ich bin ein Dummkopf?

Denkst du, ich durchschaue dich nicht?

Ich wollte doch nur eure Heiligkeit verkünden.

Du willst mein priesterliches Amt einnehmen.

Dieses Gerichtsverfahren ist eine Gelegenheit, euer Wissen vor

allen anderen glänzen zu lassen.

Es ist eine Gelegenheit, vor allen zu versagen,

aber nicht zu glänzen.

Und das weißt du.

Wenn du mich jemals wieder herausforderst, werde ich

deine Asche in alle Winde verstreuen.

Von hier aus hat man eine gute Aussicht.

Mir gefällt der Anblick auch.

Es sieht wirklich sehr gut aus.

Ich habe nicht von dem See gesprochen.

Ich weiß, ich auch nicht.

Also, ich glaube, wir sollten uns mal unterhalten.

Worüber denn?

Sie sprechen fließend ein paar Dutzend Sprachen.

Doch was war das vorhin?

Das kann ja wohl kaum eine dieser Sprachen

gewesen sein.

Auf solchen Gräbern steht doch immer überall dasselbe.

Wissen Sie, was ich meine?

Hier ruht in Frieden unsere Freundin Jane.

Wir trauern um sie, sie musste schon gehen.

Besser als gar nichts.

Tatsächlich?

Und wenn wir den Rückweg nicht finden?

Das werden wir schon.

Aber was, wenn nicht?

Dieser Knochenhaufen auf dem Grab war früher ein

König.

Und wenn wir ihn nicht zufällig gefunden hätten,

wäre er nicht mal mehr Erinnerung.

Wenn sogar einer wie Gott in Vergessenheit gerät,

dann wird sich später bestimmt auch niemand an

uns erinnern.

Mir ist das im Grunde völlig egal.

Es würde Sie nicht stören, dass die Menschheit

nicht mehr weiß, als das, was Malone in

irgend so ein lächerliches Buch schreibt?

Nein, ich habe genug getan, um nicht in

Vergessenheit zu geraten.

Das ist wahr.

Lord John, der weltberühmte Jäger, den Menschen dienlich,

den Tieren förderlich.

Wir beide wissen genau, dass ich das nicht

meine.

Wie auch immer, was bedeutet das schon?

Mir bedeutet es etwas.

Marguerite, ich werde Sie nie vergessen.

Sophie stellt fest.

Es wäre doch sehr bedauerlich, wenn Sie ihr

Leben lang an diesen prähistorischen Alptraum erinnert werden.

Ein schlichtes Dankeschön hätte mir schon gereicht.

Die Fußspuren der Hexe sind verschwunden.

Ein Tier verschwindet doch nicht.

Es versteckt sich.

Christex, es sieht so aus, als hätten sich

zwei gegensätzliche Kulturen vermischt.

Katholische Heilige vereinigt mit aztekischen Göttern.

Ich habe Ihnen doch mal von dieser Statue

erzählt.

Eine Synthese von Maria und Coatlicu.

Beide waren sie Mütter von Göttern und beide

waren sie jungfräulich.

Vielleicht sind die Anhänger dieser Religionen doch nicht

so verschieden.

Sie teilen auf jeden Fall Ihre Vorliebe, Andersdenkende

zu verbrennen.

Aber ich bin nicht derjenige, der Ihnen das

sagt.

Ja.

Umso interessanter ist die Frage, was diese Conquistadores

zusammengeführt hat.

Wahrscheinlich irgendetwas Großartiges.

Etwas, um die Fantasie anzuregen.

Ein Eldorado vielleicht.

Eine Quelle ewiger Jugend.

Genau, ich werde es Ihnen überlassen.

Wir werden den Löwen vorgeworfen und Sie haben

auch noch Mitleid mit diesen Bestien, anstatt einen

Ausweg zu suchen.

Ich habe Lust, noch etwas zu leben und

sehe auch einen praktischen Wert darin.

Schon gut, Arthur.

Ich habe auch Angst.

Aber wissen Sie was?

Mir fällt nichts ein, um hier rauszukommen.

Jedenfalls im Moment nicht.

Wir haben nur eine Möglichkeit.

Wir müssen mit Ihnen diskutieren und versuchen, das

Beste daraus zu machen.

Ich verstehe.

Ich lege mein Schicksal in Ihre Hände, mein

Freund.

Wir kommen hier raus, George Challenger.

Frisch.

Ich glaube, sie ist in der Nähe.

Ich glaube, Sie sollten vorher noch eine Segnung

bekommen.

Wir werden gnädig zu euch sein.

Wollen Sie damit sagen, Sie versorgen uns noch

mit einer letzten Ölung?

Sehen Sie es vor, im Stande der Sünde

vor die Götter zu treten?

Dann soll es so sein.

Bringt sie in Ihre Unterkunft.

Nein.

Nein.

Wir bedanken uns für einen Platz, an dem

wir in uns gehen können.

Und bereuen.

Amen.

Der Mann ist besessen.

Wir haben weder gegessen, noch geschlafen.

Er ist der Oberbefehlshaber.

Ich glaube, nicht mehr lange.

Was meinst du denn damit, Lonzo?

Er gibt doch nur vor, den Lehren zu

folgen.

Wenn Tolmak wüsste ...

Tolmak darf das nie erfahren.

Alva, was Darak tut, ist Ketzerei.

Und was du machst, ist Verarschung.

Da ist sie!

Kommt rein!

Warte!

Lonzo!

Warte!

Ich will dich wirklich auf einen Kampf einlassen.

Jetzt werden wir sehen, wer den Kopf zerstirbt!

Da!

Lonzo!

Ich habe nicht gesagt, dass das Pferd gar

nichts kann, aber es hat noch nie drei

Rennen hintereinander gewonnen.

Wenn jemand das große Rennen gewinnt, dann ist

es surfer.

Sagen Sie, was machen Sie denn da?

Ich habe nur ein wenig gelesen.

Regen Sie sich bloß nicht auf.

Interessant, was Sie so alles denken.

Wie lautet das Urteil?

Schon ausgefallen.

Das hätten Sie nicht tun dürfen.

Bitte legen Sie es hin, Margarete.

Ich würde tun, was er sagt.

Ah, na endlich.

Jetzt bin ich dran.

Die geheimnisvolle Miss Koo.

Sie ist gefährlich und könnte uns allen das

Genick brechen.

Dass Sie mit Ihren Beschreibungen so treffend sind,

gefällt mir.

Ich wünsche, dass Sie meinen Namen hier nie

wieder erwähnen.

Verstanden?

Bitte legen Sie es hin.

Vielleicht habe ich mich ja nicht klar genug

ausgedrückt.

Nein!

Melon!

Dazu hatten Sie kein Recht!

Wenn Sie noch einmal meine Sachen anfassen würden

Nein, das werden Sie nicht!

Aber, aber, wer wird denn?

Wer hätte gedacht, dass in dem engelgleichen Mr.

Melon ein Teufel steckt?

Nein!

Es ist soweit.

Glaubt ihr wirklich, dass Summerlee ein Hexer ist?

Der heilige Inquisitor glaubt es.

Um Gottes Willen, Mann!

Seht ihn euch an!

Sieht so ein Ketzer aus, Dr. Summerlee ist

da, um den Menschen zu helfen.

Lassen Sie es gut sein, Challenger.

Es ist das Gericht, das ihr überzeugen müsst.

Aber ich werde für eure Seelen beten.

Immerhin etwas.

Es ist mir egal, was euer Inquisitor verkündet.

Summerlee nicht!

Sie dürfen mich von dem Gericht verteidigen, aber

noch spreche ich ganz gut für mich alleine.

Ich möchte, dass Sie mir zuhören.

Was ist das für ein Glaube, der meint,

ein Menschenleben zu retten sei ein Akt des

Teufels?

Ich wünsche keinen weiteren Diskurs.

Wir müssen aber darüber sprechen, weil ihr verbohrt

seid und eine falsche Art zu denken habt.

Ich schätze, das wisst ihr auch.

Die Gerichtsverhandlung beginnt.

Auf eure Frage, ob diese Außenseiter unserem Gesetz

Folge leisten müssen, antworte ich folgendes.

Es ist nicht unser Gesetz, was die Ketzer

gebrochen haben.

Es ist Gottes Gesetz.

Summerlee hat das Leben eines Kindes gerettet, aber

er hat es nicht von dem Toten wiedererweckt.

Ihr habt selber gesagt, sie hätte aufgehört zu

atmen.

Das bedeutet nicht, dass sie nicht mehr leben

konnte.

Das ist Unfug.

Nein, es gibt gewisse Anzeichen.

Es gibt elektrische Impulse im Hirn und solange

die nicht erloschen sind, ist Leben noch möglich.

Und Sie sahen diese elektrischen was auch immer

im Kopf des Kindes?

Nein, es tut mir leid.

Elektrische Impulse kann man nicht sehen.

Und doch seid ihr sicher, dass sie da

waren?

Ja.

Dann ist es eine Frage des Glaubens.

Die Wissenschaft hat ihre Existenz bewiesen.

Also wir können sie weder fühlen noch können

wir sie sehen.

Aber ihr glaubt an sie, so wie wir

an unsere Götter glauben, die wir weder fühlen

noch sehen können.

Selbstverständlich, sie sind ein Grundprinzip des Lebens.

Verstehen Sie bitte, ich bin auch nicht in

der Lage, die Luft zu sehen und weiß

doch, dass ich sie einatme.

Ja, das verstehe ich.

Ich sehe meine Götter auch nicht.

Ihr seid eigentlich gar nicht so anders als

wir.

Leben und Tod erklären wir uns, indem wir

unser Schicksal an eine höhere Macht geben.

Diese Wissenschaft ist eine neue Religion.

Also Ketzerei.

Eure eigenen Worte haben euch überführt.

Was wäre denn passiert, wenn ich nicht hier

gewesen wäre?

Was hätten Sie getan?

Nichts.

Das glaube ich nicht.

Ich war einfach nur wütend.

Das verstehe ich, aber deshalb dreht man nicht

gleich durch.

Ich habe die Beherrschung verloren, aber vergessen Sie

es.

Malone, reißen Sie sich das nächste Mal zusammen.

Verstanden.

Malone.

Sie hat mich provoziert.

Diese Frau provoziert doch jeden.

Mit dieser Frau stimmt was nicht.

Ich will Ihnen mal was sagen.

Solange sie der Meinung ist, dass sie ihren

eigenen Weg gehen muss, kümmern wir uns auch

nicht um sie.

Das kann doch wohl auch nicht die Lösung

sein.

Wenn wir hier rauskommen, wird sie der Welt

erzählen, wie blöd wir uns angestellt haben.

Das wird sie nicht.

Woher wollen Sie das wissen?

Es gibt Zeiten, da verstehen wir manchmal nicht,

was ein anderer Mensch tut oder denkt.

Daran können wir leider nichts ändern.

Wir sitzen hier alle in einem Boot.

Und wenn dieses Boot anfängt zu schaukeln, dann

sollten wir versuchen, einander festzuhalten.

Wir sind aufeinander angewiesen.

Das war nicht nett von Ihnen.

Bitte nicht jetzt, Roxton.

Doch jetzt, Marguerite.

Ich bitte Sie, gehen Sie nicht auf einen

persönlichen Kreuzzug.

Damit erreichen Sie nämlich gar nichts.

Was ist mit Ihnen los?

Oh, nichts.

Ich bin nur in einer Welt, die ich

nicht gewählt habe.

Wir sitzen hier alle fest.

Ja, eine einzige glückliche Familie.

Was hat diese Inschrift auf dem Grabstein bedeutet?

Und die gestaltet sich so.

Samali wäre der senile Großvater und Challenger ist...

Nein, Sie sind der Vater.

Und dann das kleine Baby Veronica.

Und wer bin ich?

Ich bin die böse Stiefschwester.

Von mir aus können Sie weiterspinnen.

Spinnen Sie ruhig.

Aber von nun an werden Sie sich zusammenreißen.

Oder was?

Wollen Sie mich erschießen?

Das ist es doch, was große, starke Jäger

tun, nicht wahr?

Das Wilderlegen wie Ihrem Bruder.

Roxton, es tut mir leid.

Verdammt.

Ganz ruhig bleiben.

Wir wollen dir doch nicht wehtun.

Vorsicht, wir haben die Hexe endlich gefunden, Jante.

Wir bringen sie vors Gericht.

Vielleicht sind hier noch andere Hexen.

Zieh dich um.

Interessant.

Marguerite, schreiben Sie ein weiteres aufregendes Kapitel für

Ihr Buch?

Sie können mich nicht leiden, richtig, Marguerite?

Ehrlich gesagt, ich habe noch nie einen Gedanken

an Sie verschwendet.

Deshalb schnüffeln Sie wohl auch in meinen Tagebüchern.

Ach, ich habe mich gelangweilt.

Und die nächste Bibliothek ist ziemlich weit weg.

Wir sind sechs Leute.

Wir sind sechs Leute in einem Boot.

Keine Intimsphäre.

Wir teilen unser Essen, unser Wasser, unsere Unterkünfte.

Das, was ich denke, ist das Einzige, was

ich mit niemandem teilen muss.

Wie bedauerlich.

Wenn Sie doch nur halb so viel von

dem Mann hätten, der Sie vorgeben, zu sein.

Fordern Sie mich nicht heraus.

Ich kann's einfach nicht lassen.

Eingebildet, selbstsüchtig und arrogant sind Sie!

Marguerite!

Noch so eine Hexe!

Nein, bitte!

Au!

Lass los!

Aber eine mit schwarzen Haaren.

Was für eine Hexe?

Blonde Haare und ziemlich arrogant?

Du wirst mit ihr und den beiden Hexern

verbannt!

Sparen Sie sich die Kugel.

Wie haben Sie uns gefunden?

Soll das ein Witz sein?

Sie machen genug Krache, um den ganzen Dschungel

aufzuscheuchen.

Kann mir mal jemand sagen, was das Ganze

hier soll?

Sie glauben, wir können hexen.

Ich werde Ihnen das jetzt mal demonstrieren.

Ich lasse das Buch los und es fällt

auf den Boden.

Und daran muss ich nicht glauben und Sie

auch nicht.

Keine noch so inbrünstigen Gebete halten es davon

ab.

Ob ich an die Gesetze der Schwerkraft glaube

oder nicht, meine Füße bleiben trotzdem fest auf

dem Boden.

Hört ihr?

Er widersetzt sich der Natur.

Ich erkläre die Natur.

Wissenschaftlich.

Warum sollte es für euch fromm sein zu

glauben, dass die Götter eine Welt erschaffen haben,

die wir nicht verstehen können?

Weil Gottes Wille geheimnisvoll wie sein Werk ist.

Seine Mysterien sind für uns unzugänglich.

Hätten Sie nicht gern Medizin, die Kranke heilen

kann?

Maschinen, in denen Sie fliegen können.

Und Licht, das ewig ohne Feuer scheint.

Das alles macht die Wissenschaft?

Das alles und noch viel mehr.

Das haben sich die Menschen einfallen lassen.

Diese Gesetze, die eure Wissenschaft gefunden hat, bleiben

sie wahr für ewig?

Einmal in Bewegung gesetzt, wird ein Objekt so

lange in Bewegung bleiben, bis eine äußere Kraft

eingreift.

Dann wäre es also auch möglich, in diese

Gesetze einzugreifen.

Nein, das habe ich versucht zu demonstrieren.

Die Gesetze sind unumstößlich.

Der Tod dieses Mädchens war auch in Bewegung.

Sie hatte aufgehört zu atmen.

Ihre Seele war auf dem Weg zum Himmel,

bevor ihr eingegriffen habt.

Das ist nicht dasselbe.

Ach nein?

Sie ist das Objekt.

Ihre Seele wurde von den Göttern aufgerufen.

Wenn ihr Hexer seid, die der Ordnung des

Lebens trotzen, habe ich keine andere Wahl, als

dieses Kind zu den Göttern zurückzuschicken.

Ich hätte anders vorgehen sollen.

Ich habe ihm die Sache zusätzlich leicht gemacht.

Das konnten Sie nicht wissen.

Sie sind leider nicht hinterhältig genug.

Wir können nur hoffen, dass das Gericht Ihnen

durchschaut.

Es liegt allein in deren Hand.

Nein, es liegt in meiner.

Was meinen Sie damit?

Ich werde gestehen, dass ich Sie gezwungen habe,

mich zu verteidigen, weil ich ein Hexer bin.

Verschwenden Sie keinen weiteren Gedanken daran.

Das hier hat nichts mit Wissenschaft und Religion

zu tun, Challenger.

Es geht darum, wer die Macht hat, Leben

zu geben und wiederzunehmen.

Ich kann so nicht weiterleben, nicht auf Kosten

des Kindes.

Summerly.

Ist es nicht eigenartig?

Sie haben sich einmal einen Ruf damit erworben,

meine Forschungsarbeit zu zerreißen, um mich bei jeder

Gelegenheit zu diskreditieren.

Und jetzt sind Sie sogar bereit, Ihr Leben

für Mainz aufs Spiel zu setzen.

Das ist ganz und gar nicht eigenartig.

Sie haben es sich in London zur Gewohnheit

gemacht, starkköpfig zu sein.

Was auch immer geschieht, Challenger, ich bin froh,

dass wir beide das gemeinsam durchstehen.

Wieso tust du das?

Du sollst auf dem Weg ins Dorf doch

nicht verbluten.

Du willst dir wohl nicht den Spaß verderben,

mich zu töten, wenn wir da sind.

Dabei hast du mir geglaubt, dass ich eine

Hexe bin, nicht?

Ihr seid vielleicht Heiden, aber Hexen?

Nein.

Und doch wird es so weit kommen, dass

sie uns töten?

Das ist der Preis der Einheit.

Der Tod von einigen Außenseitern.

Eine Handvoll Andersdenkender.

Tolmecs Lehre gibt meinen Leuten etwas, wofür sie

kämpfen können.

Und wie sieht es bei dir aus?

Ich habe auch etwas, wofür ich kämpfe.

Meine Tochter.

Sie wäre tot, wenn Samali sie nicht gerettet

hätte.

Und Tolmek?

Denk nach wie vor, sie ist verhext.

Sie macht mir Freude.

Und wird eine gute Pferdensucherin.

Tolmek könnte ihren Tod verlangen.

Tolmek weiß schon, dass es besser ist, wenn

er meine Familie in Ruhe lässt.

Hohe Priester können nämlich ersetzt werden.

Auch Oberbefehlshaber von Armeen.

Was wagt er nicht?

Los, gehen wir.

Nicht, dass ich keine große Liebhaberin spontaner Aktionen

wehre, aber wie sieht Ihr Plan aus, sobald

wir im Dorf sind?

Haben Sie Geduld.

Können Sie mir helfen?

Ich kann ihn nicht verstehen.

Achten Sie auf den Weg.

Darf ich Sie mal was fragen?

Ja, ich schulde Ihnen was.

Gut, ich will nur eins wissen.

Klar, typisch Reporter.

Diese merkwürdigen Zeichen in dem Grab.

Wieso haben die Sie so sehr erschreckt?

Wie kommen Sie denn darauf?

Bedeuten Sie irgendetwas?

Eine Drohung?

Ein Fluch?

Es war ein Gebet.

Zum Gott der Unterwelt, damit er sich an

bestimmte Leute erinnert.

Aber wieso konnten Sie das lesen?

Ich weiß es nicht, Melonen.

Ich war überzeugt, dass ich jedes Wort der

Schrift entziffern konnte.

Ohne sagen zu können, warum es so war.

Linien, Zeichen, Gekritzeltes.

Und Sie lesen das einfach so, wie ich

den neusten Sherlock Holmes.

Das liegt vielleicht an meinem Studium in Oxford.

Ich habe immer aufgepasst.

Sie wissen es wirklich nicht.

Ich glaube, wir müssen weitergehen.

Sie wissen nicht, wieso Sie in der Lage

sind, Sprachen zu lesen, die Tausende von Jahren

alt sind.

Und das macht Ihnen Angst, stimmt's?

Ich denke, wir haben alle unsere Dämonen.

Und Ihnen schulde ich nichts mehr.

Gut, das finde ich fair.

Vorerst.

Was ist los?

Wieso kommen Sie nicht?

Brauchen Sie eine Auszeit?

Roxton, es tut mir leid, was ich über

Sie und Ihren Bruder sagte.

Verzeihen Sie mir.

Vergessen Sie es.

Wir haben andere Sorgen.

Untertanen!

Vor euch seht ihr einen Abgesandten des Satans.

Er hat die Seele des armen Mädchens gestohlen.

Dieses Kind ist unschuldig.

Ein Opfer der Bosheit dieses Mannes.

Ich bin der Hexer.

Nein, ist er nicht.

Ich bin der Hexer.

Offensichtlich ist der Mann nicht bei Sinnen.

Ich bin es, den ihr wollt.

Kommen Sie toll, Mac.

Sie wissen, wer Ihr Feind ist.

Ja, das weiß ich.

Untertanen, die Ketzer haben ihre Sünden gestanden.

Sie müssen alle bestraft werden.

Sie wollten uns verführen mit einem Wunder, das

wieder natürlich ist.

Mit Hexerei.

Der Auferstehung von Toten.

Aber mich kann man nicht versuchen.

Ich habe Augen, die sehen können.

Ich habe Ohren, die hören können.

Mein Herz schlägt für unsere vollkommene Erlösung.

Verbrennt sie!

Nein!

Verbrennt sie alle!

Das Kind hat doch gar nichts getan.

Bitte!

Dieses kleine Mädchen ist ein Zeichen eurer Ketzerei.

Ihre Seele muss gereinigt werden.

Sie wird auf den Schwingen der Flammen im

Feuer der Erlösung in den Himmel geschickt.

Erlösung!

Nein, nein!

Hilfe!

Haben sie sich das auf dem Weg wie

er überlebt?

Wieder hat einer dieser andersdenkenden Außenseiter das Leben

deiner Tochter gerettet.

Willst du immer noch, dass sie sterben sollen?

Es war der Wille der Götter.

Die Götter haben gesprochen.

Lobet den Herrn.

Resu Kottel, Gott der Wiedergeburt.

Lobet den Herrn.

Der Herr, der Leben gibt, dort wo tot

war.

Alles heil dem Pentario, dem heiligen Inquisitor, Vorpriester

der Christen.

Manche glauben, was den Menschen vom Tier unterscheidet,

ist seine Fähigkeit, Schlussfolgerungen zu ziehen.

Andere meinen, es sei die Sprache oder romantische

Liebe oder die Fähigkeit, Leben zu retten.

Hier in unserer verlorenen Welt komme ich immer

mehr zu dem Glauben, dass es mehr sein

muss als unsere Biologie.

Was uns wirklich zum Menschen macht, ist unsere

endlose Suche, unser andauerndes Streben nach Unsterblichkeit.

Unser Verlangen nach einer Theorie, die die Welt

erschüttert.

Wir suchen sie in Pflanzen, Tieren und anderen

Lebewesen.

Einige suchen im Tod, was sie im Leben

versäumt haben, bauen kunstvolle Grabstätten, um ihre eigenen

Seelen einzusperren.

Selbst jetzt beim Schreiben frage ich mich, ob

irgendwann jemand diese Worte lesen wird.

Wahrscheinlich nicht.

Wenn es aber doch einmal jemand tun sollte,

dann verlange ich nicht mehr, als dass er

sich an mich erinnert.

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