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Es wird nicht lange dauern, bis das kalte Wasser
des Tivoli aus den Fontänen in Cäsars Gärten spritzt.
Eine weitere glorreiche Errungenschaft für unseren göttlichen Cäsar,
den Helden der Schlachtfelder.
Pass auf, was du sagst, Baronius.
Caligula hat seine Augen und Ohren überall.
Also Vorsicht, du könntest deinen Kopf verlieren.
Erst kürzlich rief er im Zirkus:
"Ich wünschte nur, dass die Leute einen Kopf hätten."
Und er ließ den armen Telus
sein Versprechen bewahren, sein Leben
für die Gesundheit des Kaisers zu geben.
Und vergiss nicht, dass er seinen Cousin Gemellus
zu Tode foltern ließ, weil sein Atem nach Medizin roch.
Cäsar war beleidigt, denn er dachte, er hätte sie genommen,
um sich gegen den Kaiser zu schützen.
Und der arme Mann hatte sie nur gegen seinen Husten genommen.
Er hatte keine Gelegenheit, seine Unschuld zu beweisen.
Man sagt, er betreibe Inzest mit seinen eigenen Schwestern.
Und ich hörte auch, es hieße,...
...er wolle sein Lieblingspferd Incitatus zum Senator auf Lebenszeit ernennen.
Wir gehen lieber wieder an die Arbeit.
Vergiss nicht: Heute Abend gibt's ein Bankett im Palast.
Niemand gibt mir solche Gefühle wie du.
Warum musst du lügen?
Ich weiß, du sagst Drusilla dasselbe. Sie erzählte es mir.
Deiner Schwester kann man nicht trauen.
Sie erzählte es auch Livia.
Das ist der Grund: Unsere kleine Schwester ist eifersüchtig.
Sie ist immer noch sehr jung.
Mag sein. Aber sie entwickelt sich schnell.
Kürzlich sah ich, wie sie dein Pferd masturbierte.
Nachdem ich ihn zum Senator ernannte,...
...wollten alle Patrizierinnen Roms Stuten werden.
Wärst du gern eine?
Ich will nicht mehr, dass du's mit den anderen treibst.
Ich bin deine Stute, und du bist mein Hengst.
Liebe mich, mein Bruder. Mein Kaiser.
Ich trinke auf deine Gesundheit, göttlicher Cäsar.
Und auf die deiner lieblichen Schwestern.
Was macht euch so fröhlich, Göttlicher?
Allein der Gedanke, dass ich all diese Leute
im Nu zum Tode verurteilen könnte,
kommt mir extrem amüsant vor.
Denkst du nicht, es ist wahnsinnig komisch?
Lass mich deinen Atem riechen, Macronius.
Ich nahm etwas Medizin für meinen Hals.
Du riechst wie ein Stinktier!
Du wagst es, ein Gegengift gegen Cäsar zu nehmen?
Nicht sehr respektvoll von dir.
Schafft ihn fort.
Ich wollte Euch nicht beleidigen, habt Gnade mit mir.
Ich will, dass Macronius bestraft wird.
Dafür, dass er seinen Kaiser und dessen Schwestern beleidigt hat.
Ein unverzeihliches Verbrechen. Exekutiert ihn.
Nein, ich bitte Euch! Ich habe nichts getan!
Du machst mich verrückt vor Lust.
Ich komme heute Nacht zu dir, Drusilla.
Komm jetzt. Heute Nacht müssen wir uns um andere Dinge kümmern.
Brauchst du Hilfe, liebste Schwester?
Reicht Calistos Waffe nicht, um dich zu befriedigen, Livia?
Agrippina erzählte mir, er hätte mehr als jeder andere Mann im Reich zu bieten.
Der Hengst unseres lieben Bruders schlägt ihn mit Leichtigkeit.
Nur der Senator kann mich schlagen.
Claudius Tiberius Drusus Germanicus. Warum schläfst du?
Ich hab mich nur ausgeruht, Caligula, aber nenn mich Onkel Claudius.
All diese anderen Namen bedeuten nichts.
Schämst du dich nicht, in deinem Alter so zu kriechen?
Ich bin sehr, sehr müde.
Die Zerstörung Karthagos hat mich erschöpft.
Die Zerstörung Karthagos, gewiss.
Erschöpf dich da unten.
Amüsierst du dich, Schwester?
Stopp! - Lasst mich passieren,
ich habe eine wichtige Nachricht für Cäsar!
Ave, von wo kommst du, Bote?
Ave, ich bringe Neuigkeiten für den Kaiser aus Germanien.
Lasst ihn passieren.
Aus dem Weg, ich bringe Neuigkeiten für Cäsar aus fernen Ländern!
Eine Nachricht für den Kaiser. Ich frage mich, was es sein könnte.
Macht Platz für den kaiserlichen Botschafter.
Ich grüße Euch, göttlicher Kaiser ganz Roms.
Ich vertraue darauf, dass du gute Nachrichten überbringst.
Ah, leider ist die Nachricht schlecht.
Lentulus hat euch während seiner Kämpfe mit den Hunnen hintergangen.
Weiter, ich will davon hören.
Oh Cäsar, es scheint eine Intrige gegen euch geplant zu sein.
Wer verschwört sich...? - Eure Schwester Drusilla.
Bring ihm Wein. - Ich kümmere mich sofort darum.
Nun sollst du auf meine Gesundheit trinken.
Curius?
Zu Befehl.
Geh mit der Prätorianergarde und verhafte jedes Mitglied
der Familien von Lentulus und Lepidus
mitsamt ihrer Sklaven.
Euer Befehl wird noch in dieser Stunde ausgeführt, Cäsar.
Ermordet sie alle!
Sprich.
Nein!
Provolonus wird dir deine Zunge lösen. - Nein, nein!
Du musst das schneller drehen, oder ich werde wütend!
So. Ich will die Namen aller Beteiligten
an der Intrige gegen unseren Kaiser, oder du wirst sterben.
Das ist mir egal. Ich werde dir nichts sagen.
Du hast kein Recht, so mit mir zu sprechen.
Du weißt, wer ich bin. Lepidus.
Erster Konsul Roms.
Warum sollte mich der erste Konsul Roms kümmern?
Was mich betrifft, bist du nur ein dreckiger Verräter!
Schneller!
Er will nicht sprechen. - Nein?
Nun, das ist besser. Sein Verlust ist unser Gewinn.
Nachdem du ihn zu Tode gefoltert hast.
Macaronius, Curius, kommt.
Wie sieht dein Kaiser aus dieser Position aus?
Ist das die Art, diejenigen zu bezahlen, die Euch beim Aufbau Eures Reiches halfen?
Ich vergaß fast, dass du derjenige warst,
der den göttlichen Tiberius mit einem Kissen erstickte.
Deinen alten Onkel auf solch eine barbarische Art zu töten,
war eine verwerfliche Sache.
Curius? - Zu Euren Diensten, Cäsar.
Ich will, dass du den Hals dieses Mörders aufschlitzt.
Und denke dabei daran, dass es langsam getan werden muss.
Ich will, dass er leidet.
Ich möchte nicht, dass du leidest, Lepidus. Trink das.
Denkst du, ich bin ein Dummkopf?
Ich wusste, dass der Bote auf dich anspielte.
Auf mich anspielte?
Könntest du so etwas denken?
Welchen Grund könnte ich dafür haben?
Vielleicht hat Drusilla einen Grund.
Sie will, dass ihr neuer Ehemann Kaiser wird.
Sie ist etwas ambitionierter. Aber warum ich?
Ich bin schon die erste Frau des Reiches.
Weil du das Reich für deinen Sohn willst.
Ein Kind, das noch immer an der Brust einer Sklavin saugt.
Lass den kleinen Nero aus dem Spiel.
Du siehst in jeder Ecke des Palastes Verschwörer
und lässt jeden, den du verdächtigst,
mit einer dürftigen Entschuldigung hinrichten.
Je mehr man tötet, desto weniger Feinde hat man.
Jetzt, wo Lepidus und Macronius aus dem Weg geschafft sind,
wen gibt es da noch zu fürchten?
Niemanden mehr.
Aber ich sollte Drusilla töten lassen. Und dich.
Dennoch werde ich dich vorerst auf Capri ins Exil schicken.
Du musst es verstehen, wenn auch nur um des Anscheins willen
muss ich dich wegschicken. Ich muss.
Ich danke dir für deine Nachsicht. Sie ist sehr großzügig.
Versuche das auch mit dem Volk.
Es liebt und respektiert dich.
Nein! Bitte mich nicht darum.
So lange sich überall Feinde Cäsars verstecken, will ich sie.
Auch wenn es bedeutet, jeden Zoll der Stadt in Brand zu stecken.
Aber warum? Er ist so unmenschlich.
Er ist Cäsar. Es ist alles vorbestimmt.
Du kannst es nicht ändern. Also sorge dich nicht darum.
Du wirst bald dem Willen der Götter folgen und die Prophezeiung erfüllen.
Sobald seine Schwestern auf Capri im Exil sind,
wird dein Weg, Kaiserin zu werden, frei sein.
Wie kann ich Caligulas Aufmerksamkeit erlangen?
Überlass mir das Arrangement, meine Liebe. Vertraue deiner Mutter.
Ich kenne einen Weg.
Er wird wollen, dass ihm jeder in Rom das Massaker verzeiht.
Also wird er ihnen ein Spektakel bieten.
Das ist die Art der Patrizier, den Zorn des Pöbels zu besänftigen.
Und du wirst die erste Frau sein, die gegen einen Gladiatoren kämpft und siegt.
Warum sonst habe ich dich im Kampf unterrichtet?
Und als du noch ein Baby warst, habe ich dir deine ersten Stunden
in der Liebe gelehrt.
Auf Befehl Cäsars, dem glorreichen Herrscher des römischen Imperiums und des Volks:
Nach den Strafmaßnahmen auf Grund der Verschwörung gegen seine göttliche Person
gibt es nach dem Kampf im Circus eine kostenlose Verteilung von Getreide.
Na los!
Oh, sie lieben mich. Nur zu meinem Vergnügen opfern sie ihr Leben.
Diesmal geht der Daumen nach unten, was meinst du?
10.
Auf 20. - Einverstanden.
Ich hasse Gewalt.
Es sei denn, diejenigen, die sie durchfüh- ren, werden auf der Stelle hingerichtet.
Amüsierst du dich, kleine Schwester?
Mehr, als ich sagen kann. Ich mag es, wie du deinen Daumen benutzt.
Leider hat dein Freund keinen Spaß damit.
Jeder sterbende Gladiator kostet ihn
eine Handvoll Sesterzen, die er auf ihn gesetzt hat.
Ihr sprecht die Wahrheit, Cäsar.
Das schmerzt den Geldbeutel wie das Herz.
Versuch, dir ein neues Spiel auszudenken. Mir wird langweilig.
Dieses ganze Blut ist so langweilig.
Ich will erregt werden.
Überlasst es mir, Göttlicher.
Ich habe eine Überraschung für Euch vorbereitet.
Ave Cäsar, mächtiger Kaiser, ich grüße Euch.
Warum soll so ein prächtiges Geschöpf in der Arena sterben?
Ich tat mein bestes, sie von der Teilnahme am Wettkampf abzuhalten.
Aber sie ist ein entschlossenes Mädchen, und ich vermochte es nicht.
Sie wollte ihr Leben in Eure Hände legen.
Ihr Schicksal hängt vom Daumen ihres Kaisers ab: hoch oder runter.
Ich gewähre dir vier Morgen Land und 400 Goldstücke.
Dank Euch, Cäsar.
Ich gewährte dir das doppelte, weil du eine Frau bist.
Aber ich verlange etwas im Gegenzug.
Ich will, dass du ihn entmannst.
Verweigere mir nicht den Gehorsam!
Das ist ein Befehl deines göttlichen Kaisers.
Du hast keine Wahl, Messalina.
Gehorche ihm, oder du wirst getötet wie ich.
Du hast mir nicht gehorcht.
Hast mich vor der Menge zum Narren gehalten.
Ich will wissen, warum du es tatest.
Dein Stolz könnte dir Ärger einhandeln.
Ich sehe keinen Grund dafür, einen Gladiatoren zum Eunuchen zu machen.
Du hast Mut und deine Antwort ist spitz,
aber ist das der wahre Grund, dass du deinen Willen durchsetzt?
Mit Verlaub, Cäsar, ich bin stark, weil ich noch immer Jungfrau bin
und es so lange bleibe, bis ich mich entscheide, das zu ändern.
Willst du mir sagen, dass, wenn ich dich zu mir ins Bett befehle,
du mir meinen Wunsch verwehren wirst?
Ja, und ich bitte um das Urteil Aphrodites.
Rufe nicht die Göttin der Liebe an, um einzugreifen.
Sie könnte gegenüber niemandem gerecht sein, die sie nur beneiden könnte.
Meine Hingabe zu Vesta steht nur hinter meiner Loyalität
gegenüber meinem göttlichen Kaiser. Er darf über mein Schicksal entscheiden.
Bitte, lasst mich jetzt gehen.
Ich bin es, der dein Sklave ist, Messalina.
Verfahre mit mir, wie du willst.
Liebkose mich mit deinen warmen Lippen.
Fürchtet ihn nicht, werte Dame.
Er wurde zum Eunuchen, bevor Cäsar ihm erlaubte, Euch beim Bad beizuwohnen.
Er hätte verschont werden können.
Ich brauche keine Hilfe, ich schwimme sehr gut.
Die Temperatur ist nach meinem Geschmack.
Würdest du sagen, es ist genug Milch darin?
Sie gibt nie genug Milch, es sei denn, sie wird von ihrem Liebhaber erregt.
Bringt Phallonius herein!
Ich würde eine Schwimmstunde begrüßen.
Hast du nicht gehört? Ich gab dir einen Befehl.
Ja, Herrin.
Wirst du das nicht ausziehen? - Oh nein, ich kann nicht.
Ich dachte, ein Eunuch hätte dort nichts mehr zu verstecken.
Die Götter waren in der Tat gütig zu dir. Der ist so groß wie eine Tanne.
Es muss wohl so sein, wie man schon früher sagte:
Stutzt du einen Baum, werden seine Äste stärker.
Komm rein.
Ave, Cäsar.
Jede Stute im Stall lebt nur dafür, von diesem Hengst bestiegen zu werden.
Ach, Curius, er ist unzweifelhaft der groß- artigste Hengst im Reiche, mein Incitatus.
Organisiere einen Galaabend, um mein außergewöhnliches Pferd zu ehren.
Nun geh.
Ich werde dir ein Geschenk machen, meine Liebe.
Sobald er geboren wird, wirst du Incitatus' Sohn bekommen.
Auf Wunsch Cäsars verleihen wir heute dem Hengst Incitatus
das Ehrenrecht, unter uns zu sitzen.
Als Grundlage für seine Anforderung erinnert er uns daran,
dass Alexander, als er in Mazedonien war, sein Pferd Bukephalos vergötterte.
Cäsars Argumente sind gerechtfertigt.
Aber ich bitte euch, Väter des Senats, euch vorzustellen,
was der göttliche Augustus gesagt hätte.
Nun? Hast du das gehört?
Oh, edler Incitatus. Die weisen Worte deiner Mitsenatoren.
Hör.
Deine Anmaßungen, göttlicher Cäsar, sind eine Beleidigung des Senats und des Volkes!
Ich beneide euch um eure Zungen, dass sie solch Gedanken in Worte fassen können.
Habt ihr vergessen, wer diese edle Kreatur benannt und mit Ruhm bedeckt hat?
Ihr könnt es sicher nicht vergessen haben: es waren die Römer.
Wenn ihr der Meinung seid, dass seine Erziehung nicht ganz den Standard
eurer eigenen erreicht, so hat er einen Stammbaum als Nachweis.
Das ist eine Beleidigung des Senats, ein Affront gegenüber Rom!
Ich hörte niemals etwas so lächerliches.
Muss ich euch auch daran erinnern, dass ihr ohne meine weise und gerechte
Art des Regierens alle nicht hier wärt?
In dem Falle ziehe ich den den Rückzug ins freiwillige Exil vor.
Ich komme mit. - Ganz richtig.
Wie ihr wollt. Das Exil kann sehr einsam sein, eine grauenvolle Erfahrung.
Vor allem, wenn ihr nicht mehr in der Gunst eures Kaisers steht.
Und es gibt keinen Grund, zu gehen.
Ihr könnt im Senat bleiben und habt die Freiheit, alles zu sagen, was ihr wollt.
Ich will nur, dass ihr zugebt, dass dieses Pferd euch ebenbürtig ist.
Unsere Rückkehr wird die Ruhe und den Frieden Caligulas stören.
Das ist die Untertreibung des Jahres 50.
Ich werde ihm fürs erste aus dem Weg gehen.
Er wird wütend werden, wenn er heraus- findet, dass wir die Insel verlassen haben.
Es scheint, als hätte er seinen Wahn schon gefunden.
Messalina.
Ich denke, ich werde mit ihr fertig.
Sie ist ein billiges kleines Flittchen.
Gestattet mir, göttlicher Cäsar, euch meinen Freund
Piso und seine junge Braut vorzustellen.
Ein Paar von solch gefeierter Tugend.
Und sie machen Rom und seinem Reich große Ehre.
Ihr dürft über mein Leben und meinen Besitz verfügen, göttlicher Cäsar.
Dessen sind wir uns sicher. Geht jetzt und seid meine Gäste.
Ich danke euch. Komm. - Folgt mir.
Ein besonders abscheuliches Paar.
Ich wette einen goldenen Ohrring, dass beide Jungfrauen sind.
Meinst du? - Das verrät schon ein Blick.
Curius!
Was kann ich für euch tun, Caesar?
Finde einen Weg, dass unsere Frischvermählten
ihre Liebe im kaiserlichen Schlafgemach vollziehen.
Es wird geschehen.
Die Ehe wird nun vollzogen.
Gemäß der alten Bräuche,...
...wie festgelegt...
...von Romulus und dem ehrwürdigen Cäsar Octavian Augustus.
Verlasst uns jetzt.
Nimm die Hände von der Braut! Sie gehört mir.
Dreh dich um, die Weihe ist ohne den Gemahl nicht vollständig!
Trink. Es wird dir Kraft geben.
Dich das Leben lieben und für die Liebe leben lassen.
Es beinhaltet zerstoßene Lotusblüte,
ein Trank, der speziell von meiner Mutter zubereitet wurde.
Deine Mutter weiß mehr als Bacchus.
Zerstoßene Lotusblüte... Wahrlich, ein Getränk, das nur einem Kaiser entspricht.
Deine Gesundheit bedeutet ihr viel.
Und trotzdem fühle ich mich heute überhaupt nicht wohl.
Verärgert dich die Rückkehr deiner Schwestern?
Ah, ich bin mit Schwestern verflucht.
Seit sie aus dem Exil kamen, haben sie mich so sehr gemieden, wie sie konnten.
Ich weiß, dass sie darauf warten, dass ich sie aufsuche.
Nur, dass ich nicht vorhabe, ihnen zu vergeben.
Sieh!
Ich liebe dich, Callisto. Ich bin voller Verlangen nach dir.
Mehr als für deinen Bruder?
Oh, Caligula übt keine Faszination mehr auf mich aus
und hat nichts dagegen, dass ich dich liebe.
Er versprach, mich tun zu lassen, was ich will.
Wenn du dich für mich von deiner Frau scheiden lässt.
Eine Scheidung ist kein Problem. Meine Frau teilt das Bett mit Caligula.
Niemand glaubte, dass wir es schaffen könnten.
Als er die zerklüftete Bergkette erreichte,
schickte er alle Elefanten über diese Pässe.
Aber was weißt du, Merope, von all diesen alten Dingen?
Das ist eine Geschichtsstunde, mehr nicht.
Eure Großtaten interessieren mich viel mehr als die des legendären Hannibal.
Er ist lange tot und begraben, während wir noch viel Leben vor uns haben.
Oh ja, wir sollten es wahrlich genießen.
Leben wir heute - morgen ist es zu spät!
Ich habe euch hier zu einem Treffen gerufen, um Verdacht zu vermeiden.
Wenn Nachricht von dieser Verschwörung bekannt wird,
werden alle von uns Opfer der Schwerter der Prätorianergarde.
Glücklicherweise hat selbst Curius am Ende verstanden,
dass Caligula zum Wohle des Reiches die Macht entzogen werden muss.
Nun, immerhin ist das positiv.
Aber macht euch keine Illusionen:
Es wird gefährlich werden.
Es ist meine Pflicht, euch alle zu warnen, dass, falls eine der Legionen
meines Bruders ihm gegenüber loyal bleibt, der Ausgang ungewiss ist.
Ich weiß, es ist eine schwierige Aufgabe,
es ist aber eine Menge Vorbereitung hineingeflossen.
Unter Druck sollten alle Schlüsselfiguren unter unser Kommando fallen.
Und Curius?
Er ist ein Problem, mit dem wir uns befassen müssen.
Er wird seinen Zweck überlebt haben.
Wir brauchen jemanden, der die Revolte anführt.
Ein nominelles Oberhaupt, einen Mann mit öffentlicher Anerkennung.
Claudius muss aber immer noch zustimmen, wenn er regieren soll.
Ihr werdet sehen: Er wird es tun, wenn er glaubt, er sei dazu bestimmt.
Seid dennoch vorsichtig! Claudius darf nicht erkennen, wer dabei ist.
Das könnte das Ende bedeuten.
Ich bin sicher, er fände eine Verschwörung unverzeihlich.
Caligula muss sofort gewarnt werden! - Nein.
Sein Schicksal ist bestimmt. Du kannst es nicht mit deinem verknüpfen.
Es gibt keine andere Lösung, außer der Flucht.
Überlass das mir. Ich habe immer vorhergesehen, was das richtige ist.
Mein Rat hat dir immer gut gedient.
Du hier? Womit verdiene ich diese Ehre?
Ich konnte nicht schlafen.
Ich sah das Licht hier leuchten, also kam ich direkt herein.
Ich finde wahrscheinlich niemanden außer dir,
der zu dieser Zeit wach ist, weiser Claudius.
Ich studiere die ganze Nacht lang Geschichte.
Nennst du das weise, dann ist Claudius weise.
Du solltest Teil der Geschichte sein, das ist nur gerecht.
Nicht nur hier sitzen und sie studieren.
Das überlasse ich meinem ruhmreichen Neffen.
Deine Jugend hindert dich daran, die Vergangenheit zu schätzen.
Bescheidenheit ist keine der besten Voraussetzungen für Größe.
Du solltest dich nicht unterschätzen.
Deine Freundlichkeit ist überwältigend.
Ich weiß nicht, warum ich eine solche Einschätzung von dir verdiene.
Sag mir den wahren Grund, warum du hier bist.
Mich langweilt das Leben hier im Palast.
Ich brauche neue Zerstreuungen, eine neue Erfahrung.
Ich bin es leid, zu tun, was eine Frau tun sollte.
Für eine Frau wie dich ist es nicht leicht, deine Ambitionen...
...in unserer heutigen Welt zu erfüllen.
Sie muss sich einfügen.
Aber bei mir musst du diese Rolle nicht spielen.
Meine Impotenz verhindert, dich so zu behandeln, wie es andere tun.
Finde dich nicht mit einem so traurigen Schicksal ab.
Ich werde dir bald deine Kraft zurückgeben...
...und dich wieder wie ein Mann fühlen lassen.
Wenn du mich begehrst, werde ich dein sein und dein allein.
Ich werde dir immer treu sein.
Tod dem Caligula! Tod dem Caligula!
Wo ist Curius, mein treuer Prediger der Götter? Und Messalina? Callisto? Anginus?
Wo sind meine Schwestern jetzt?
Sie haben mich alle hintergangen! Ich werde mich an ihnen rächen.
Ich schwöre vor dem allmächtigen Jupiter:
Ich bin Kaiser und meine Herkunft ist göttlich!
Du warst immer mein Freund...
...und ich weiß, warum du hier bist.
Curius, du...
Du bist mein Zeuge. Du musst die, die uns jetzt folgen, wissen lassen,
dass ich in Würde und mit Haltung starb.
Lang lebe Claudius. - Lang lebe der Kaiser!
Findest du mich hübsch, Forte?
Hübscher als Helena von Troja, eine Hure, die den Göttern würdig ist.
Du böser kleiner Kerl.
Aber werte Dame, wählte sich nicht Jupiter eine Hure anstelle seiner Venus?
Ich will für Claudius eine vestalische Jungfrau sein.
Sei nicht zu hart zu einem, der schon Probleme hat, ihn hochzukriegen.
Du bist nur neidisch auf ihn,
weil zumindest seiner nicht auf dem Boden herumschleift.
Als Kaiser beneide ich ihn, aber sicherlich nicht als Mann.
Erfreue deine Augen hieran.
Keiner von uns wusste oder konnte erahnen, was Claudius vorhatte.
Dank Amelia hat sie uns auf frischer Tat ertappt.
Was du sagst, ist schlecht!
Du musst mir glauben. Ich sage die Wahrheit.
Zweifle nie an meiner Ehrlichkeit, meiner Zuneigung und Loyalität, Agrippina.
Ich schaffte es sogar, Kaiser Claudius davon zu überzeugen,
dass du die Räume behalten kannst, die du unter Caligulas Herrschaft bewohntest.
Und was war seine Reaktion?
Bislang kein Widerspruch. Im Gegenteil.
Sie schien mit der Entscheidung über dich mitzugehen.
Überraschend großzügiges Angebot.
Ich hoffe, ihre Großzügigkeit breitet sich auf meinen Onkel Claudius aus.
Wunderbar...
Du kannst die Glut des Kaisers entfachen.
Ich gebe dir all die Stärke, die ich in meiner Jugend hatte.
Das ist das größte Geschenk, das du deinem Kaiser geben kannst.
So sprach der große Titus Livius von seinem schönen Land.
Und... ich stimme ihm zu.
Ave, Claudius Augusta. - Ave.
Mars sei mit Euch.
Und auch mit dir, guter und tapferer Vespasian.
Bringst du Nachrichten? - Gute Nachrichten, Claudius.
König Caratacus wird in der Aulus Plautius belagert
und wird schon bald wegen fehlenden Essens und Trinkens aufgeben müssen.
Der Rest seines Stammes ist auf der Flucht
und die Kavallerie ihm dicht auf den Fersen.
Wir müssen den Göttern danken.
Wir werden schon bald in triumphaler Ehre nach Rom zurückkehren,
um uns wieder der Behaglichkeit unserer Häuser und Familien zu erfreuen.
Was wagst du es, ohne meine Erlaubnis einzutreten?
Ihr sagtet, ich könne eintreten, wann immer ich wollte.
Nur, wenn du etwas wichtiges für mich hast, wenn ich mich recht erinnere.
Und das habe ich.
Geht.
Nun? Was ist es?
Nicht ich habe es.
Ich mag keine Rätsel, sprich deutlich. - Ich sprach davon.
Er sieht so aus wie vorher. Warum sagst du, du habest es nicht?
Der ist nicht so wie der andere. Seiner ist sicher doppelt so groß.
Nein, ich glaub es nicht! - Das ist wahr, absolut wahr.
Ein Satyr ist ein Knabe gegen ihn.
Wo hast du ihn gefunden?
Er ist ein regelmäßiger Gast im Haus des Vergnügens.
Sehr interessant.
Ich... Ich habe schon alles arrangiert...
Guten Morgen, meine Liebchen.
Mir gefällt der Gedanke.
Du kamst mir gerade in den Sinn, als ich bemerkte, dass heute Tag der Venus ist.
Ich hatte einfach das Gefühl, du würdest heute auftauchen, Arcadian.
Ich bin sicher, du sagst das allen Kerlen.
Wir kennen uns gut genug, um uns die Wahrheit zu sagen.
Es ist unmöglich, etwas vor dir zu verbergen. Du schaust direkt in mein Herz.
Das ist doch nicht dein Ernst. Nein, ein Mädchen aus Anatolien?
Nicht von unserer Welt. - Aber taugt ihr Körper?
Du wirst außer dir sein. - Aber macht sie alles?
Alles, was du willst. Sie liebt es, die Kunden zu befriedigen. Schau nur.
Ich mache, was du willst.
Ich hab noch nie eine so hübsche wie dich gesehen.
Lass dich davon nicht beirren. Ich bin nicht aus Glas.
Aber du bist so zierlich wie eine Rose.
Rosen wachsen nur aus einem Grund: Sie müssen gepflückt werden.
Oh, wann startet der Beschnitt?
Du hast so einen wilden Ruf, dass jeder über dich redet.
Es ist Zeit, dass du mir eine Chance gibst. Fantastisch...
Oh, ich kann nicht länger warten!
Schnell, ich will unbedingt deinen Mast hissen und ins Paradies segeln.
Komm an Bord.
Ja!
Du siehst, wie ich diejenigen bezahle, die loyal zu mir sind, Callisto.
Ich wünschte, ich wäre der dir gegenüber einzig Loyale
und damit der einzige, der deine Gunst empfängt.
All die anderen bedeuten mir nichts.
Es sind wenige, und sie bekommen kaum etwas von mir.
Loyalität und Liebe sind nicht einfach für dich.
Du irrst dich, Callisto. Ich bin dir treu.
Du bist der einzige, dem ich mich freiwillig hingebe.
Die anderen sind nur diplomatische Beziehungen.
Ich ernenne dich zur Sex-Ministerin.
Das ist so ziemlich der einzige Weg, etwas zu erreichen.
Wenn du darüber nachdenkst, kommst du nicht umhin, zu bemerken,
dass ich nicht wie Messalina mit jedem mitgehe.
Wen ich auswähle, kann mir helfen.
Ich bin ambitioniert, aber die Kaiserin treibt's mit jedem.
Sie ist wirklich scharfsinnig.
Wenn es ihr nach Abenteuern gelüstet, geht sie nach draußen.
Nicht innerhalb des Palastes.
Wir können über sie reden, soviel wir wollen.
Aber niemand hat sie je erwischt. - Ich wünschte, ich wäre wie sie.
Eines Tages wird sie einen schrecklichen Fehler machen. Das wird ihr Untergang.
Und wir müssen darauf vorbereitet sein.
Der arme alte Dummkopf...
Mein Onkel, der Kaiser, würde sterben, wüsste er,
dass seine Frau ihn mit den niedersten Sklaven betrügt.
Agrippina...
Aber lass uns jetzt nicht mehr von ihnen reden.
Die Luft ist rein.
Komm schon, Sieben! - Zwei. Ich gewinne.
Ja. - Würfel nochmal!
Hey, schaut euch das an!
Na los.
Hey, schaut euch die Hure mit dem Zwerg an!
Lasst uns ein bisschen Spaß mit ihnen haben.
Lasst mich los!
Lasst mich runter! Lasst mich runter!
Nein, bitte! Was wollt ihr von mir?
Oh, stopp!
Loslassen!
Lasst sie los!
Habt ihr gehört?
Nein, nein! Ich hab genug!
Oh, vielen Dank, mein Herr. Vielen Dank.
Geht es Ihnen gut, meine Dame? - Sag, wem verdanken wir unsere Leben?
Veroni. Ich bin Ausbilder an der Gladiatorenschule.
Oh, meine Kaiserin.
Du verdienst eine Belohnung. Und du sollst sie bekommen.
Du, geh schon zum Palast und sag meinen Sklavinnen,
sie sollen ein Bad mit Parfümen und Ölen vorbereiten.
Schnell. Dieser junge Mann wird mich begleiten.
Ja, Göttliche.
Nein, Veroni, warte.
Du sollst deine Belohnung hier bekommen, wo du mein Leben rettetest.
Gaius Silio wünscht eine Audienz mit Euch. - Gut. Ich erwarte ihn.
Ich bringe euch Nachricht des göttlichen Kaisers, Eure Hoheit.
Claudius ist also auf dem Heimweg.
Er wird die Insel Britannien in wenigen Tagen verlassen.
Er wollte, dass ich mit den guten Neuigkeiten vorausreise.
Weiß die Kaiserin bereits davon? - Nein. Sie ist nicht im Palast.
Ich kümmere mich darum, dass sie die Nachricht erhält.
Vielleicht ist sie zuviel für sie?
Weißt du, sie hat gerade entbunden. - Sie hat einen Erben geboren?
Ein Junge. Niedlich. - Aber...
Ich weiß, was du denkst.
Der Kaiser war ein Jahr fort, daher kann er nicht der Vater sein.
Aber der Kaiser ist göttlich, und was für uns unmöglich ist, ist Göttern möglich.
Unsterbliche können ihre Gedanken veranlassen, Taten für sie zu vollbringen.
Bei genauerem Nachdenken kannst du es Messalina sagen.
Aber gestatte mir, sie so vorzubereiten,...
...wie ich es für richtig halte.
Vergiss nicht, dass in ihrem Zustand Überraschungen nicht gut wären.
Es wird spät. Meine Abwesenheit wird im Palast schon bemerkt worden sein.
Werden wir uns nicht wiedersehen? - Niemals.
Du musst diese Begegnung für immer vergessen.
Verstehst du? - Nicht in einer Million Jahre.
Du klingst wie ein Langweiler!
Du siehst gut aus, Messalina. Lass mich dich anschauen.
Die Mutterschaft hat dich stärker und schöner denn je gemacht.
Ja. Alles, was das Orakel vorhersagte, hat sich für mich erfüllt.
Ich habe so viel Glück gehabt.
Die Götter lächeln mir wirklich zu und gewähren mir ihren Schutz.
Mein göttlicher Sohn erfreut sich ebenfalls guter Gesundheit.
Claudius wird überglücklich sein, das zu sehen.
Du meinst, er kommt bald zurück? - Er ist auf dem Weg.
Ich weiß nicht, wie ich ihm erklären soll, was passiert ist.
Er wird das Kind niemals akzeptieren.
Ich glaube, es gäbe eine Antwort.
Jungfräuliche Mutterschaft ist unter den Göttern nichts ungewöhnliches.
Die Menschen glauben den Göttern alles.
Ich erzählte Silio, dass Claudius nur an einen Erben zu denken braucht.
Sagtest du Silio? Aber er ist der Kamerad des Kaisers.
Er brachte die Nachricht seiner Rückkehr.
Ich kannte Silio gut. Als er Gallien eroberte, war ich noch ein Kind.
Ich war in ihn verliebt.
Ich würde mich freuen, ihn wiederzusehen.
Das wirst du sehr bald. Und ich bin sicher, du bekommst Nachrichten nur für dich.
Der Zenturio Caius Silio bittet, Euch sehen zu dürfen, Göttliche.
Nun gut, er darf vortreten.
Lasst uns allein.
Oh, Silio, ich glaube, ich werde ohnmächtig.
Meine göttliche Kaiserin.
Für dich werde ich immer Valeria sein, die süße Spielkameradin deiner Jugend.
Erinnere mich nicht an für immer verlorene Tage.
Das Schicksal hat anders entschieden.
Ist es nicht das Schicksal, dass dich heute zu mir führt?
Das Schicksal ist selten nett und bringt mich unter anderen Umständen her.
Jetzt gibt es eine undurchdringliche Barriere, die uns trennt.
Du hast Unrecht. Die Barriere zwischen uns wird fallen,
wenn du mich wie damals küsst, als du Lebewohl sagtest.
Versucht diesen von der Natur geschaffenen Phallus, meine Dame.
Er wird Euch Kraft geben. Du auch, Centrulus.
Er wird... Euch an Arcadians erinnern.
Du impotenter kleiner Wicht kanntest Arcadian auch, hm?
Oh ja, bevor er Wurmfutter wurde.
Unsere göttliche Messalina saugte ihn mehr aus als eine entweihte Kokosnuss.
Danke, dass du den Mund hältst.
Ich will Euch nicht zu nahe treten.
Ich erzählte Drusilla nur,
was für schöne Turteltäubchen ihre Tante und Silio sind.
Danke. Aber sei vorsichtig in der Öffent- lichkeit, Silio. Es könnte Gerede geben.
Ich denke, die Anwesenden sind gut beschäftigt.
Und doch sind es diejenigen, die uns beobachten.
Agrippina.
Sie kann es nicht erwarten, mich zu erwischen.
Und sie wird die erste sein, die den Kaiser informiert.
Sie hat noch immer eine Menge Einfluss.
Dann suchen wir uns einen ruhigeren Ort.
Nicht jetzt, mein Lieber. Meine Abwesenheit wird schnell Verdacht erwecken.
Lang lebe der Kaiser!
Lang lebe der Kaiser!
Lang lebe der Kaiser!
Lang lebe der Kaiser!
Lang lebe der Kaiser! - Runter mit den Segeln!
Stoppt die Ruder.
Lang lebe der Kaiser!
Lang lebe der Kaiser!
Ave, göttlicher Cäsar. Rom wartet darauf, Euren Triumph zu ehren.
Es gibt keinen Grund, nach Rom zu eilen, Seranus.
Ich denke, es ist klüger, hier in Ostia zu warten, um uns bereit zu machen.
Das wird unseren Senatoren Zeit geben, unsere Ankunft vorzubereiten.
Lang lebe der Kaiser!
Lang lebe der Kaiser!
Lang lebe der Kaiser!
Bring das in den Senat.
Oh, göttlicher Claudius! - Oh, meine liebste Nichte.
So ungeduldig und impulsiv wie immer.
Ich hatte befohlen, dass die Frauen im Palast auf meine Rückkehr warten sollen.
Aber ich musste dich sofort sehen - und allein.
Was ist so dringend?
Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll.
Ich als nächste Verwandte wollte die erste sein, die es dir erzählt.
Ich empfand es als meine Pflicht, herzukommen und dich
über gewisse Vorfälle zu informieren.
Stimmt etwas nicht zwischen dir und meiner göttlichen Gattin, Messalina?
Nein, ich mische mich da nicht ein.
Es geht um deine Frau und dich. Und da läuft vieles falsch.
Sie hat mir einen männlichen Erben geschenkt.
Das ist gut genug.
Dass du ihn akzeptierst, steht außer Frage.
Ich dachte, du solltest wissen, dass jeder Mann in Rom
die Kaiserin seine Konkubine nennt.
Ich verbiete dir, so zu reden!
Verbietest?
Aber alle reden so.
Wenn du willst, kannst du ein Auge zudrücken.
Du musst nichts unternehmen, bis du Beweise für ihr Verhalten hast.
Ich wollte nur, dass du auf der Hut bist.
Ich dachte, du solltest es wissen.
Ich bin nur eine Frau wie sie. Und Frauen neigen zur Eifersucht.
Aber du wirst feststellen, dass Eifersucht durch Erinnerungen entstehen kann.
Ein kleines Mädchen, das mal in dich verliebt war
und immer hoffte, dass du dein Glück finden würdest.
Es ärgert sie, dich betrogen zu sehen.
Ein Jahresbudget ist hierin sorgsam umrissen.
Ihr könnt es also begutachten
und habt Zeit, es zu kommentieren.
Ich vertraue darauf, dass Ihr es gutheißt.
Da du dich darum kümmerst, brauche ich es kaum zu sehen.
Unsere Truhen waren noch nie so voll,
trotz der Ausgaben für den neuen Hafen in Ostia.
Du hast das immer mit erstaunlichem Geschick verantwortet.
Darum steht die Annahme deines Rücktritts völlig außer Frage.
Wie kann ich dich überzeugen, den Posten des Generalgouverneurs weiterzuführen?
Es ist meine Pflicht, Euch zu danken, aber...
Ich denke, ich verdiene eine Erklärung, die ein wenig weiter geht.
Hab keine Angst, deine Gründe zu nennen. Sprich.
Nun gut.
Der Grund für mein Rücktrittsgesuch...
...ist das Verhalten der Kaiserin, göttlicher Cäsar.
Fahre fort, zögere nicht.
Ich bin vorbereitet, mir alles anzuhören, was auch immer du mir sagen willst.
Egal, wie schmerzhaft es vielleicht für mich sein mag.
Ihr Benehmen ist...
...ihrer Position absolut unwürdig.
Ich hoffte, Euch die Details ersparen zu können.
Es gibt Unruhen in der Bevölkerung.
Selbst die Patrizier beginnen, darüber zu sprechen - auch der Senat.
Sie sagen, sie plane, Caius Silio an Eurer Stelle auf den Thron zu setzen.
Es ist nicht wichtig, etwas anderes als das Reich zu beschützen.
Denke daran: Der Staat kommt zuerst.
Ich muss meinen Stolz ignorieren, also vergiss deinen.
Ihr habt recht, göttlicher Cäsar. Ich werde bleiben.
Für die Sicherheit des Staates...
...werde ich die Pflichten erfüllen, zu denen ich gezwungen bin.
Über alle Maßen gedemütigt, schwöre ich:
Messalina wird angeklagt werden.
Sollte sie für schuldig befunden werden, werde ich sie verurteilen.
Sie stirbt, aber ihr habt den Befehl, Britannicus zu verschonen.
Ich will, dass ihrem Sohn kein Leid zugefügt wird. Das Kind ist unschuldig.
Verlasst uns jetzt.
Bleib stehen!
Ihr müsst immer noch in Erinnerungen eintauchen, Göttlicher?
Ich lebe für die Vergangenheit. Oh, Agrippina, was gibt es denn sonst noch?
Ich schätze die Vergangenheit nicht.
Das Heute ist wertvoller.
Mehr als die alte Welt.
Ihr müsst im Heute leben. Bereitet euch auf die Zukunft vor.
Ich weiß, Ihr lernt und habt eine Pflicht gegenüber dem Volk,
aber lernt erst, ein wenig zu leben. - Und zu lernen, menschlicher zu sein?
Vielleicht. - Denkst du, ich würde besser regieren?
Eines Tages werden die Historiker Bücher über Euch schreiben.
Und ich hoffe, sie bleiben gerecht.
Aber ich will, dass diejenigen, die uns folgen,...
...von Euch lesen und wissen, dass Ihr ein großer Kaiser wart.
Warum bist du so nervös, Liebster? Es gibt nichts zu befürchten.
Ich fürchte nicht um mich. Ich lebe nur, um dich zu lieben, Messalina.
Auch, wenn ich lebe, wäre ich tot, wenn du nicht bei mir wärst.
Daher fürchte ich den Tod nicht.
Niemand wird uns jetzt stören.
Der Kaiser ist zu sehr mit seinen eigenen Ängsten beschäftigt.
Er ist bis heute nicht zu mir gekommen.
Küss mich, mein Lieber. Die Zeit läuft ab, und ich brauche die Wärme deiner Liebe.
Ich, Tiberius Claudius Nero Drusus Germanicus,
Kaiser von Rom nach dem Willen der Götter
und durch das Volk gewählt,...
...nehme zu meinem rechtmäßigen Weib Claudia Julia Agrippina,
die von jetzt an den Titel "Kaiserin von Rom" führen wird.
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