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Wir schlafen erst drei Stunden.
Ich bin völlig kaputt.
Ich dachte schon, du bist durchgebrannt.
Ja, das hatte ich eigentlich auch vorher, aber der Tank war fast leer.
Oh Gott, ich will mich nicht nach einem Wettkampf im Gewicht sehen.
Meine Finger sind immer noch taub von all den Kisten. Ich weiß nicht, wie ich
die Finger verwegen kann.
Mama, weiß ich wenigstens, was so ein Möbelträger auf den Tag anwenden muss.
Wann kommt die Spedition?
Um neun.
Hast du das Telefon abgemeldet? Wir haben eine Kündigung von drei Monaten.
Hast
du
Alexanders bezahlt?
Da tauchen auf dem Kontoauszug fast 300 Euro für Ars und Vino auf.
Musste Fehlbuchung sein. Das kläre ich.
Ich glaube, ich freue mich jetzt langsam.
Ich war jetzt am Anfang, aber jetzt denke ich, wer bekommt noch mal so eine
zweite Chance?
In der Mitte des Lebens.
Das ist ein Geschenk.
In Toronto werde ich mir ein Fitnessstudio suchen.
Das musst du nicht.
Während den Anfängen.
Wieso?
Du ruinierst die Bände.
Die Bände? Ja, die Bände.
Die Bände sind schon ruiniert.
Und sowieso, Mara, am Ende ist alles über.
Gut geschlafen?
Hast du deinen Mann schon in deine Kiste gebracht?
Nee, Frau.
Aber glaub mir, Toronto wird dir gefallen.
Schön, dass du das weißt.
Komisch, dass du es bis vor kurzem selber nicht wusstest.
Vielleicht werde ich meine auch mal ändern.
Wo gehst du hin?
In meine Schulbücher.
Wann kommst du denn zurück?
Lass dich überraschen.
Such dir das an, das geht einfach nicht weg.
Die Wände sind nicht ruiniert, nur abgenutzt. Runieren tust du sie.
So besser.
Alex, dein Schlüssel!
Komm jetzt, die Klausur fängt an.
Er wird nicht kommen.
Doch, er wird kommen.
Er ist ein Idiot. Wir alle anderen auch sind alle Idioten.
Sein Vater hat das Haus. Er ist nicht so.
Komm jetzt, wenn du die Klausur schmeißt.
Schalt mal auf die Klausur.
Er wird kommen und er wird es aufs Daten.
Und was?
Ich hole die Flugtickets ab, ne? Ist gut.
Mama, dann wird sich Vater eben mal überwinden müssen.
Wir könnten jetzt das Klavier runterbringen. Ist gut.
Mama, ich rufe dich auf. Ich ruf dich heute Abend nochmal an.
Okay. Tschüss.
Ach, Klara.
Nee, du hast ja die neuen jetzt drin.
Cool.
Ich
hatte
meine Hände.
Aber das hat alles verkackt.
Komm.
Ich hab Angst.
Ich fang nicht auf.
Jetzt denk an den Ton.
Einen schönen Ton in der rechten Hand will ich hören.
Genau.
Einfach fließen lassen.
Einfach fließen lassen.
Genau.
Jetzt denk an das Trescendo. Ein schönes Trescendo will ich hören. Jawohl.
Und im Tempo bleiben.
Im Tempo bleiben.
Wenn sie mich nächste Woche wegfahren.
Oh, Entschuldigung, der Tischplatz hier, der geht mit dem Rest an die Caritas.
Vielen Dank.
Danke. Tschüss.
Danke schön.
Tschüss.
Die
beiden
Rücktrittsversicherungen haben wir uns sparen können.
Unser Flug geht um 10 .35 Uhr.
12 .10 Uhr sind wir dann im Stadion.
Zeit zum Umsteigen müsste reichen.
13 .55 Uhr gibt's weiter.
Um 16 .10 Uhr sind wir dann da.
Was hältst du davon?
Wir sollten heute Abend bei Morita einen Tisch bestellen.
Vielleicht wird Alex nicht. Er wird sich noch Pandora beabschieden wollen.
Ich weiß es nicht.
Wann?
Morgen früh.
Ist das so ungerecht?
Bescheid, so ungerecht.
Und wir? Ich meine, was wird aus uns?
Meine Eltern.
Mein Vater hat alles verkackt.
Komm.
Ich hab Angst.
Ich fang nicht auf.
Nützt sich Revier lang.
Klappt.
Klappt. Klappt.
Klappt.
Klappt.
Klappt. Klappt.
Klappt. Klappt. Klappt. Klappt. Klappt. Klappt.
Mann, komm schon.
Oh, was ist so schön.
Weißt du, was man sagt?
Ja?
Dass man die erste Liebe nie vergisst.
Was?
Dass du mich auch nicht vergisst.
Was?
Mann, Alex, du hast es mir nicht gesagt.
Was denn?
Dass du mich nicht vergisst.
Jetzt sag's doch einfach!
Komm schon!
Ich hab doch noch Zeit, oder?
Nicht zu fassen, morgen ist der Container schon auf D.
Und übermorgen sind wir in Toronto.
Schau mal hier, der neue Anzug. Ich glaube, das war die richtige
Weißt du, dass ich ihm dankbar bin?
Ich weiß,
das klingt brutal, aber ich finde, es hätte nichts Besseres passieren können.
Ich meine, wenn er nicht, dann wäre alles so.
Ich gehe jetzt duschen. Kommst du weg?
Mit wem sprichst du denn da?
Mit niemandem, mit wem soll ich sprechen?
Ich dachte, ich hätte jemandem sprechen gehört. Du hast doch mit jemandem
gesprochen. Nein, wieso?
Weil ich Stimmen gehört habe.
Ihr Stimmen?
Ist niemand.
Glaub mir.
Ja? Hallo?
Hallo?
Hallo? Wer ist da?
Ich bin wegen der Wohnungsannonce da.
Oh, das... Wir sind noch... Also, wir fahren erst morgen.
Morgen?
Ich dachte... Sind Sie einen Tag zu früh?
Naja.
Tut mir leid.
Bitte?
Frank.
Frank Martens.
Ich bin es.
Romy.
Romy?
Romy Schwarzenberg.
Hören Sie?
Du hast zugenommen.
Ich habe aufgehört zu joggen.
Wieso kommen Sie denn ausgerechnet heute um die...
Du hast ja immer noch die Angewohnheit, auf eine Frage mit einer Frage zu
antworten. Sie hatten gar keine Frage gestellt.
Du bist immer noch wie ein kleiner Junge, wenn du ein schlechtes Gewissen
Ein schlechtes?
Ich... Hören Sie, ich weiß nicht... Dass wir einen Sommer lang ein Paar waren?
Romy.
Vor 24 Jahren.
Romy Schwarzenberg.
Da waren wir... Genau.
Ich war 17.
Du warst 19.
Ja.
Erinnerst du dich?
Damals hast du es mir geschworen.
Geschworen? So wie ich dir.
Mit wem sprichst du da?
Ich?
Mit niemandem. Mit wem soll ich denn sprechen?
Ich dachte, ich hätte jemandem sprechen gehört.
Du hast doch mit jemandem gesprochen.
Weil ich Stimmen gehört habe.
Aber du warst doch im Bad.
Ja, eben.
Naja, aber das kennt man doch, Stimmen im Bad. Kommt aus den Rohren, aus den
anderen Stoffwerken.
Nein, ich meine Stimmen hier aus dem Flur.
Hier? Stimmen?
Hier ist niemand.
Wer ist das?
Wer ist das?
Warum sagt sie mir denn nicht, dass diese Frau vor unserer Tür steht? Frau,
bin selbst vollkommen... Kommen Sie rein.
Ich dachte nicht, dass Sie jetzt schon kommen. Sie sind ziemlich früh.
Entschuldigung.
Hör zu, Claudia, das ist... Schon gut, ist alles in Ordnung.
Wo ist denn der andere?
Andere?
Ja, die Überraschung.
Catering. Oh, nein, ich komme nicht von einer Catering -Firma.
Ich bin wegen... Sie ist wegen der Wohnung hier.
Ach das, also wir sind noch... Ja, das habe ich ihr auch gesagt. Morgen wäre
besser.
Ich heiße Romy.
Claudia.
Ich bin eine Freundin von Frank.
Es ist Zufall. Ich wusste nicht, dass er hier wohnt.
Eine Freundin, was meinen Sie?
Nein, nicht was Sie denken.
Lange vor Ihrer Zeit.
Wir waren sehr jung.
Romy. Ich kann mich nicht erinnern, dass er den Namen hier erwähnt hat.
Ich war 17.
Er war 19.
Romy.
Schatz, du hast nie was von einer Romy. Romy Schwarzenberg.
Die ich das letzte Mal vor 24 Jahren gesehen habe.
Das ist wirklich ein Zufall.
Dass ich ausgerechnet auf den Mann treffe, der vor 24 Jahren meine große
war.
Tatsächlich?
Tja, tut mir leid, wir haben noch nicht mal mehr Stühle hier.
Das ist jetzt wirklich ein Zufall, dass du uns hier noch antriffst.
Mehr als die Hälfte unseres Haushaltes ist schon unterwegs.
170 Kisten.
Der Rest wird heute noch gepackt und geht an ein Heim. Morgen Mittag sind sie
dann schon weg.
Für immer.
Also dann, ab morgen kannst du die Geburt anschauen.
Und ihr wart also vor 24 Jahren ein Paar. Warum hast du das nicht erwähnt?
Frank erzählt nie viel aus der Zeit vor mir.
Schade, dass Sie erst heute gekommen sind.
Ich würde so gern mehr wissen über das dunkle Geheimnis seiner Jugend.
Wollen Sie einen Kaffee?
Kaffee ist alle.
Wir haben doch noch den löslichen, bitte.
Er hatte damals diese wirklich hässliche Badehose. Oh Gott, ich glaube, die
kenne ich noch.
Ja, aber er ist nie ins Wasser gegangen.
Also nicht weiter als bis zu den Knien. Und hat er damals schon die Linie? Ja.
Und wenn er nicht mehr weiter war, dann antwortete er auf eine Frage mit einer
Gegenfrage. Ich hatte recht, das gab es alle.
Schatz, ich wusste gar nicht, dass du damals schon Angst davor hattest, ins
Wasser zu springen. Da konntest du es unserem Sohn auch nicht beibringen. Ist
nicht leicht für Söhne mit Vätern, die so, naja, dieses freudianische Macho
-Test aus so hohen Rollen legen.
Das will man wohl nie ganz verstehen.
Haben die Kinder?
Nein, bis jetzt noch nicht.
Oh, naja, ist ja noch nicht so spät, oder?
Verheiratet?
Ein Freund?
Hin und wieder?
In den letzten Jahren.
Die Freuden der Freiheit.
Erzählen Sie, was machen Sie?
Ach so, dies und das.
Dies und das?
Im Moment bin ich Kellnerin.
Kellnerin?
Und er hat wirklich nie was erzählt?
Von Ihnen beiden?
Nein.
Nicht? Nein.
Gibt es was zu erzählen?
Was soll man da erzählen?
Über die erste Liebe?
Ich kann mich nicht erinnern.
Männer lügen so schlecht.
Über die erste Liebe gibt es nie genug zu erzählen.
All die ersten Male.
Die Entdeckung.
Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge.
Jeden Tag eine neue Welt.
Die Spüre.
Hat er geschworen?
Okay.
Wissen Sie was?
Ich ziehe mich jetzt an und mache mir die Haare und wie, Sie könnten sich ja
vielleicht in Empfang nehmen und uns beim Ausbau helfen.
In Empfang, was?
Na, jetzt ist doch sowieso raus.
Raus? Die Überraschung, das Ketering.
Alle unsere Freunde kommen in 20 Minuten.
Sie wollen Abschied nehmen.
Wohin ziehen Sie denn eigentlich?
Toronto.
Kanada.
Sozusagen ans andere Ende der Welt. Je weiter, desto besser nach diesem
Claudia.
Vorfall?
Unfall. Ein unglückseliger Unfall. Man wollte meinem Mann die Schuld geben.
Claudia. Was?
Am Ende hat man sich auf eine finanzielle Lösung geeinigt.
Eine Abschiedsfeier? Warum hast du mich nicht... Dann wäre es aber keine
Überraschung mehr.
Aber wir haben nie... Willst du dich hier wegschleichen, als ob...
...davonschleichen, als ob ich was wäre? Nein, ich meine ja nur, wenn ich schon
mitgehe.
Wenn ich schon mitgehe?
Ach, Sie wollen gar nicht mitgehen.
Ich dachte, du willst das auch.
Was? Nein, ja, aber ich musste mich schon erst mit dem Gedanken anfreunden.
Ich habe einmal eine Klavierschüler hier.
15 Jahre Arbeit, das gibt man nicht einfach so auf.
Sie sind Klavierlehrerin?
Pianistin.
Früher jedenfalls.
Aber dann, als mein, unser Sohn geboren wurde, da, Alex war am Anfang sehr
schwierig und dann habe ich pausiert, aber jetzt ist Alex groß und in Toronto
werde ich meine Konzerttätigkeit wieder aufnehmen.
Findest Frank auch?
Frank?
Ja.
Da sind sie.
Guten Tag.
Jetzt ist aber Zeit.
Warum heute?
Ausgerechnet am Tag.
Halt sie auf den Tisch. Und wenn der Platz nicht reicht, dann nimm sie
die Küche.
Dann kannst du dir mitstellen.
Wir sind dann auch soweit. Vielen Dank.
Das sind drei verschiedene Salate.
Danke,
ich denke, wir kommen zurecht. Ich bin ganz sicher, dass alles so ist, wie wir
es abgesprochen haben. Tschüss.
Alles in Ordnung, Frank?
Hm?
Wissen Sie was?
Bleiben Sie doch einfach hier, um den ganzen Abend Zeit, uns kennenzulernen.
Ich will nicht, dass sie hier bleibt.
Wieso?
Ich meine, jeder ist doch neugierig, was so anders war an seiner Vorgängerin,
oder? Was?
Nein, das... Nein!
Ich möchte nur, dass du jetzt gehst. Ich möchte, dass sie jetzt geht.
Warum? Sie ist doch eine Freundin, deine Freundin. Warum kann sie denn nicht
bleiben? Alle unsere Freunde kommen sowieso gleich. Sie kann doch... Wieso
du nicht mit mir darüber gesprochen?
Wieso glaubst du, es geht immer nur nach dir?
Nach mir.
Ich wusste nicht, dass ich meinen Job verloren habe.
Und dass wir hier wegen mir von einem Tag auf den anderen alles abbrechen
müssen. Weil mein Klient das Fenster anstatt der Tür genommen hat, weil er
sein Depot geschaut hat und festgestellt hat, dass er ruiniert ist und dass wir
jetzt hier wegen mir uns wegschleichen müssen. Erzählt mir die Leber!
Entschuldige.
Vielleicht ist es jetzt doch besser, wenn Sie gehen.
Tut mir leid.
Einfach ganz schlechtes Timing.
Einfach ungünstig. Ein Tag vor unserer Abreise. Die Wohnung kennen Sie ja nun.
Ein schönes Leben noch.
Romy.
Sie hatten recht.
Er hat damals geschworen.
So wie ich ihm.
Ich weiß.
Es ist wirklich ein Zufall.
Zufall? Dass hier nichts mehr ist.
Du bist frei.
Ich komme und du trennst dich.
Wir trennen uns nicht. Wir ziehen nach Toronto.
Nein.
Er wird jetzt seinen Mantel nehmen und mit mir gehen.
Wie können Sie sich da so sicher sein, dass er es nicht tut?
Claudia und ich sind ein Paar. Ein Paar?
Ich habe euch gesehen, ihr seid kein Paar.
Hat er je für Sie gesungen?
Egal, was ich vor 24 Jahren gesagt haben soll.
Für einen Sommer oder zwei, wenn es hochkommt. Erinnerst du dich an das
das du für mich gesungen hast?
Das hat jetzt keine Gültigkeit mehr.
Claudia und ich kennen uns seit zwei Jahrzehnten.
In denen er, wenn ich mich recht erinnere, nicht ein einziges Mal für
gesungen hat.
Ich sage es doch.
Sie kennt dich überhaupt nicht.
Sag ihr einfach, dass du mich immer noch liebst.
Dass du nie aufgehört hast.
Große Liebe deines Lebens.
Vor 24 Jahren. Von der ich heute zum ersten Mal erfahre.
Ja, weil ich sie komplett, weil ich sie komplett vergessen habe. Ich habe sie ja
nicht mal erkannt im ersten Augenblick. Jetzt nimm mich auch noch rein, bitte.
Ich stehe da und höre zu, wie sie mir ins Gesicht hat, dass du und sie euch
ewige Liebe geschworen habt.
Das Einzige, was ich getan habe, war die Tür zu öffnen. Und mich anzulügen.
Anzulügen? Jetzt ist doch so der Mann.
Sie hatten recht.
Er hat damals geschworen.
So wie ich ihn.
Packst du die Teller aus?
Sie kommen bald.
Hast du die Kiste hier gepackt?
Kann sein.
Also ich hab sie nicht gepackt.
Dann hab ich sie wohl gepackt.
Die Kiste ist zu voll, sie ist zu schwer.
Wenn man sie hochhebt, reißt der Boden aus. Das hab ich schon mehrfach gesagt,
tausendmal, dass dieser Scheiß Boden aufreißt, wenn man sie zu voll macht.
Ah ja?
Was sagst du immer, wenn ich eine Kiste packe und dann packst du die Kiste um?
Das hat ja doch nicht so lange gebraucht.
Hier ist aus keiner Kiste, die ich gepackt habe, jeder Boden rausgebrochen.
keiner einzigen.
Tut sehr wenig weh.
Ich habe die Kiste nicht gepackt, diese Scheißkiste.
Hier eben Steine auf?
Hühnergötter.
Ach, die habe ich ja schon Jahre nicht mehr in der Hand.
Was kann ich das für die noch haben?
Das heißt, wer durch das Loch des Hühnergotts blickt, kann in die Zukunft
schauen.
Oder in die Vergangenheit, je nachdem, worum du ihn hältst.
Ja?
Hallo.
Und?
Die hast du über Jahre.
Die hast du 19 Jahre lang auch.
Komm mal her.
Unsere Freunde.
mit ihrem lächerlichen Rock und ihren billigen Schuhen.
Ich bin's, Romy.
Wir waren vor 24 Jahren in Bayern. Wir sind jetzt noch hier.
Er hat mir ein Versprechen gegeben.
Er wird keinen Mantel anziehen und mit mir gehen.
Erinnerst du dich, dass du für mich gesungen hast?
Erinnerst du dich?
So stand sie, Romy.
Nein. Ja, vielleicht.
Vielleicht. Ich weiß es nicht.
Es war so ein Text.
Irgend so ein bescheuertes Lied.
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern.
Hast du gesehen, was ich anhatte? Wieso?
Ja, ich meine, da steht ja auch sowas.
Wie deine Freunde sie angeglotzt hätten.
Geil.
Sie hätte doch bedienen können, es passt doch nicht.
Ich
habe
immer wieder geklopft.
Scheiß Klingel nicht!
Was soll das?
Auf der Straße lag diese Frau.
Sie war tot.
Was? Tot?
Tot, ja.
Sie lag tot auf der Straße.
Warum hast du sie denn nicht da liegen lassen?
Liegen lassen?
Ja.
Das konnte ich nicht.
Warum denn nicht? Was sollen wir denn mit ihr hier? Was sollen wir denn mit
einer Leiche in unserem Haus?
Bring sie zurück.
Ich soll sie runter tragen und auf die Straße legen, oder was? Tot oder
lebendig, diese Frau kommt nicht mehr in meine Wohnung.
Ich kann sie nicht zurückbringen.
Du hast sie doch auch hierher gebracht.
Ich hab sie umgebracht.
Du, du hast was?
Was erzählst du denn da?
Ich hab sie getötet!
Schau, schau!
Jetzt nicht, Herr Krebs.
Ich vergebe ihn wieder runter. Ja, ja, das sagen Sie immer.
Dann laufe ich eine halbe Stunde.
Ich habe sie dir umgebracht.
Du hast was?
Was erzählst du denn da?
Ich habe sie getötet.
Hat dich jemand mit ihr gesehen?
Ich weiß nicht.
Nein, ich glaube nicht.
Gut. Gut.
Okay.
Okay. Kragen wir sie rüber.
Nein.
Was ist denn passiert, Alex?
Sie ist mir direkt vor das Motorrad gelaufen.
So schnell konnte ich gar nicht reagieren.
Nora hat mich was gefragt. Ich bin mich umgedreht. Dann hört sich was wie das.
Scheiße. Scheiße.
Hast du getrunken?
Was? Für den Scheißunfall fahre ich mit meinem ganzen Leben. Nein, du hast doch
selber gesagt, sie ist dir vor dein Motorrad gelaufen.
Sie hat es nicht besser verdient.
Was? Wir finden schon eine Lösung.
Sie atmet. Sie atmet flach, aber sie atmet.
Sie lebt.
Sie ist nur ohnmächtig.
Du hast sie nicht getötet.
Nicht? Wir können sie ja nicht so liegen lassen. Was soll ich denn mit ihr hin?
Aufs Sofa?
Das Sofa ist schon weg.
Legt sie halt vor ihr Bett.
Niemals kommt diese Frau in mein Bett.
Alles gut. Was ist mit deinem Bett? Tragen wir sie in dein Bett.
Und Nora?
Wir können nicht zu ihr. Ihr Vater hat mich, das wisst ihr.
Hol,
und dann?
Ich werde nicht mit dieser Frau in meinem Bett schlafen.
Alex.
Scheiße, ey. Hättest du sie doch bloß liegen lassen, echt.
Hat ihn zugenommen.
Früher konntest du das noch bestimmt.
Wenn sie eine Gehirnerschütterung hat, muss sie im Dunkeln liegen.
Verdammt.
Verdammt.
Wer weiß, wenn sie wieder zu sich... Was ist denn?
Unsere Gäste.
Mein Handy.
Mein verdammtes Handy.
Sollen sie wieder liegen sehen?
Wo sind denn die Schrimps?
Da, du, da.
Gleich da drüben, da bei der Halbtoten, die meinen Sohn fast umgebracht hat und
der meinem Mann vor 24 Jahren eine ewige Treue geschworen hat.
Bernhard, du, ich hoffe, ihr seid noch nicht auf dem Weg.
Du absolute Katastrophe. Ach, ihr seid schon auf dem Weg.
Ja, das tut mir leid.
Nee,
nee, ja, wir haben uns auch so gefreut. Der Frank, der hat sich verletzt, ja.
Am Kopf.
Nein, nein, nein, nichts Schlimmes.
Ja, na ja, klar.
Du.
versuchen. Tschüss. Ja, genau. Tschüss.
Marion? Du, Marion, dumme Sache. Wir müssen leider absagen. Ja, absolute
Katastrophe.
Sie ist bestimmt noch unmächtig.
Idiot. Ich dachte, die auch noch hochweist. Ich hätte die einfach liegen
sollen.
Hör nicht mehr zu mir.
Es ist unsere letzte Nacht.
Ach, tut mir auch leid. Na klar, wir telefonieren, ne?
Genau, so machen wir es. Tschüss.
Karl?
Karl, wenn du deine Meerwurst abhörst, wir müssen leider absagen.
Du, ich erzähl's dir morgen.
Seid sich böse, ja?
Tschüss.
Ist das Blut?
Sie blutet.
Ja, wo?
Ich weiß nicht, keine Wunde.
Die Wunde muss verdeckt sein.
Von der Kleidung oder den Haaren, guck doch mal nach.
Jetzt fass sie schon an, ist ja nicht das erste Mal.
Wieso machst du das nicht?
Ich?
Auf keinen Fall.
Hätten Sie den Körper noch so an wie früher?
Der Frist liegt unter den Haaren.
Wir müssen sie verbinden. Sucht Verbandzeug.
Was soll ich denn mit Verbandzeug herkriegen? Ist doch alles weg.
Wir haben was im Auto.
Und ich?
Du bleibst bei ihr und wartest bis ich wieder da bin. Nein, nein, nein, ich
bleib nicht über ihr.
Wieso nicht?
Was soll ich denn machen, wenn sie aufhört?
Jetzt denk ich, du und ich bleiben hier.
Gute Idee.
Ich soll dich hier mit ihr alleine lassen. Klasse.
Ja, sie blutet immer weiter. Einer muss gehen.
Warum können wir sie denn nicht wach oder unten vor die Tür setzen?
Was, in dem Zustand?
Sei froh, dass sie nicht tot ist.
Warum soll ich denn froh sein?
Geh endlich zum Auto und hol das Verbandzeug.
Können wir nicht beide gehen?
Du kannst sie in dem Zustand hier nicht alleine lassen.
Geh endlich!
Hallo?
Claudia?
Fran?
Claudia?
Hallo?
Hallo. Hallo.
Hallo.
Klingel ist aus.
Alles in Ordnung?
Was?
Na, ist was passiert?
Was soll denn passiert sein?
Die Tür.
Ach, das war Alex.
Was, Alex hat die Tür eingetreten?
Ja, na ja, 16.
Erste Liebe kann sich an den Gedanken nicht gewöhnen, hier wegzuziehen.
Ah ja, Hans, die Hormone, was?
Sind wir die Ersten?
Hast du deine Mailbox nicht abgehört? Wieso hast du deine Mailbox nicht
abgehört? Wozu hat man deine Mailbox, wenn man die nicht abhört? Das macht
überhaupt keinen Sinn.
Es sind wieder zu früh.
Ich meine, ihr habt doch ab 6 gesagt.
Scheiß überlecker aus da hinten.
Ich hab nämlich Mordshunger.
Ja.
Wir haben auch Neuigkeiten.
Ja, aber wir haben keine Neuigkeiten.
Na, das sehen wir aber ein bisschen anders, ja?
Ihr zieht nach Kanada?
Ach, ja. Also, ja, ja, ja. Die Neuigkeiten, ja.
Also, Mia.
Ist das gut?
Was?
Nein. Ja.
Nein. Also, Alex hat sich am Kopf verletzt bei seiner Aktion. Oh Gott.
Was Ernstes?
Gehirnische Drohung.
Ja, aber das müsst ihr doch ernst nehmen. Da müsst ihr einen Arzt holen.
da liegt im Dunkeln. Deshalb haben wir euch auch auf die Neuwacht gesprochen.
Wir müssen umdisponieren.
Euch einen schönen Abend. Wenigstens euch. Tut uns wirklich leid. Alles Gute.
Tschüss.
Tschüss.
Danke.
Meinst du, sie haben das gemerkt?
Jedes Mal packst du den Wagen.
Frank?
Frank?
Was tust du?
Um Krankenwagen.
Warte. Ich will, dass sie heute Nacht hier bleibt.
Frank? Ich will, dass sie verschwindet.
Fort.
Kannst du mir bitte helfen?
Ich werde keine Nacht mit dieser Frau unter einem Dach verbringen.
Auf den Krankenwagen.
Und dann?
Wir wollen morgen los.
Die Polizei wird uns verhören.
Alex hat dich fast umgebracht.
Und er war betrunken.
Die können uns verklagen.
Das ist doch bloß eine verdammte Ausrede.
Ich
war
schon nicht mit ihr.
Warum kommt sie ausgerechnet heute?
Wenn sie morgen gekommen ist, erzählst du mir schon im Flieger.
Und du nicht die Annonce in der Zeitung wegen der Wohnung.
Ich?
Das hab ich nicht.
Ich dachte, du.
Warum hast du sie verlassen?
Ich war 19.
Als du nach Südamerika gegangen bist, da hast du... Das hab ich dir doch schon
alles... Du hast gar nichts.
Woher hattest du das Geld?
Wer geht?
Was machst du?
Ich rufe einen Kranken an.
Warte.
Ich will, dass ihr heute Nacht hier bleibt.
Wie spät ist es?
Ja, das ist doch gut.
Ja, das ist doch gut.
So, jetzt gehen Sie schlafen.
Wenn die dann auch?
Mir ist kalt, lass uns jetzt reingehen.
Habe deine Schuhe auf.
Haben deine Album, was du saufen darfst?
Was machen Sie?
Die können dich wenden.
Wo warst du?
Im Bad.
Ich hab nach ihr geschaut.
Was willst du denn?
Berufskrankheit.
Hast du eine Ahnung, warum sie hier ist?
Wie sie sagt, wegen der Wohnungshandlung.
Das ist sie nicht.
Ich habe mir nicht das Geld gegeben.
Ich hab's mir einfach genommen.
Und dann abgehauen.
2000 Mark.
Ich hab mich nicht mal von ihr verabschiedet.
Ja, ich weiß.
Ich bin hier.
Sie hat von der Abfinnung gelesen.
2000 in 24 Jahren.
Das macht gut angelegt von einem Experten.
Das sind 10 .000.
Wir geben ihr das Geld morgen und dann wird sie verschwinden.
Das ist gut.
Einen Augenblick dachte ich schon, dass...
Damals im Plattenladen.
Plattenladen? Dein Plattenladen?
Als wir uns zum ersten Mal getroffen haben.
Was machtest du an mir?
Ich weiß nicht.
Schon zu lange her.
Deine Hand?
Deine Haare?
Von seinem ersten Essen?
Einen kleinen Finger.
Einen kleinen Finger?
Wenn du Wein trinkst, dann spreist du ihn immer so ab.
Ich spreise den kleinen Finger nicht ab.
Jetzt schöne Beine.
Besser als meine?
Na ja.
Ich seh's dir auch gern.
Hast du die Schuhe gesehen?
Schlussverkauf, Schuhkönig. So was von billig.
War die schon immer so? Mein Gott!
Vielleicht können wir jetzt aufhören damit.
Sie war jung.
Ich war jung.
Die erste Liebe ist immer was anderes.
Das ist wie beim Kruxen.
Den Rest deines Lebens bist du auf der Suche nach dem ersten Mal.
Lass mich mal bitte nach Hause.
Den hat mein Vater zu früh getestet bekommen. Lass das bitte.
Der wird nichts dagegen haben, dass wir mal einen Abschied fahren.
Laura, entspann dich mal.
Entspann dich mal.
Wieso? Das ist doch nett hier.
Meine scheiß Eltern wollten mich nie hier haben. Und jetzt, am letzten Abend,
bin ich doch da.
Nicht hier.
Wieso?
Deine Eltern sind schon längst im Koma.
Ich werde dich für immer lieben.
Sag's richtig.
So dass ich dir glauben kann.
Ich werde dich immer lieben.
Aufwärmen.
Lass mich nicht weh.
Was ist denn hier?
Scheiße. Ich dachte, du bist längst in China.
Papa, das ist nicht... Du willst den Mund.
Und du verschwindest.
Wieso?
Was? Wieso?
Papa, bitte.
Wo kommst denn du dazu, meine... Nein!
Raus!
Raus sofort!
Wir gehen raus!
Ja!
Stell dir vor, sie wäre ich und ich wäre sie.
Wir werden uns niemals wiedersehen.
Scheiße, ich hab voll Idiotzeit, meine Kuckuck -Hände.
Nicht erschrecken.
Oh, Sie.
Sie sind ja wieder... Wo sind meine Eltern?
Die schlafen.
Ah.
Und Sie?
Was ist denn?
Sie sehen aus, wie wenn es eine Schwester ist.
Herr 1, bist du nicht müde?
Sind Sie nicht müde?
Ich habe geschlafen.
Haben Sie denn mal im Bett geschlafen?
Mein Zeichen.
Dein Zeichen?
Ja.
Es gehört zu mir, wie mein Name.
Warum sind wir hier weg?
Wenn das jemand sieht, dann weiß er, dass ich hier gewesen bin.
Was ist mit meinem Kopf passiert?
Weißt du das?
Nein.
Nein?
Sie haben sich verletzt?
Ja.
Aber ich weiß nicht woher.
Ich bin aufgewacht und... Wieso war ich wieder hier?
Keine Ahnung.
Dann haben wir immer alles gekauft.
In Zahlen.
Ich wollte nur mit meinen dicken Wurstfingern drauf zeigen.
Woher wusstest du dann, dass ich hier bin?
Die Türen.
Die sind wie Flügel.
Dass ich hier bin, ne?
Das wusstest du doch, oder?
Alex? Es ist unglaublich, wie du deinen Vater erinnerst.
Hast du eine Freundin?
Ja?
Laura?
Woher ist sie jetzt?
Zuhause.
Auf dem Weg dahin.
Warum ist sie denn nicht hier?
Mir leid, wenn ich erzähle.
Und warum bist du nicht bei ihr?
Ja, ich... Bis gerade eben.
Komm schon her.
Sie sind auf die Straße gelaufen.
Auf die Straße?
Vor einem Motorrad.
Woher weißt du das?
Als meins war.
Ich hab sie umgefahren.
Du?
Ja, ich.
Ich hab gedacht, sie wären tot.
Aber dann war es du es auch, der mich hierher zurückgebracht hat.
Nicht dein Vater?
Mein Vater?
Wissen Sie, warum wir hier weggehen?
Er hat eine kranke Scheiße in seinem Büro.
Riesengeheimnis.
Keiner spricht hier darüber.
Dabei war es auf jedem Sender.
Mein Vater hat dafür auch noch eine Riesenabfindung gekriegt.
Unser Ticket nach Toronto.
Ein Mann ist aus dem Fenster gesprungen.
Krass, ne?
Meine Mutter ist hier.
wohltemperierten Ethünen und ihrem kranken Künstlerengehabe.
Ich frage mich, ob die überhaupt noch picken.
Jetzt kannst du dich nicht mehr richtig verabschieden.
Meinetwegen.
Es tut mir leid.
Es ist wirklich unglaublich.
Als dein Vater jung war, hatte er genau solche Ohrringe.
Woher kennst du eigentlich meinen Vater?
So alt waren wir du jetzt, Sam.
Waren wir ein Paar.
Mein Vater und ich.
Unglaublich, dass man mal so einen geilen Geschmack hat.
Wir werden zusammen weggehen.
Mein Vater und ich.
Mein Vater wird nie mit jemandem wie dir weggehen.
Er hat mir die ewige Liebe geschworen.
So wie du deiner Freundin.
Ich werde dich immer lieben.
Ich habe gesagt.
Vielleicht nicht.
Warum nicht?
Weil ich dich nie wieder sehen werde.
Hör auf.
Komm schon.
Hör auf.
Du hast alles versaut. Jetzt kannst du es wieder gut machen.
Hör auf.
Das war die erste und letzte Nacht mit meiner Freundin.
Hey, bitte ehrlich.
Du bittest mich? Das ist gut.
Ich weiß, warum Sie hier sind.
Wenn Sie das Geld wollen, dass Frank ihn schuldet, dann fragen Sie die ewige
Liebe.
An einen Schwur, der alles überdauert.
Die Lügen, das Altern zum Tod.
Warum haben Sie es nicht getan?
Wir wollten abwarten.
Nein.
Ich soll Ihnen verraten, warum.
Ja.
Sie konnten mich nicht wegschieben.
Warum denn nicht?
Sie wollen wissen, was passiert ist.
Es dauert viele Jahre, bis man herausbekommt, wer man wirklich ist.
Und dann erst kommt das eigentlich Schwierige.
Warte.
Er hat sich einen Feind zugestehen, um danach zu leben.
Weil es ist dann schon zu spät.
Sie wissen gar nichts.
Erst zum Beispiel, dass ihre Ehe am Ende ist.
Was auch immer du hier willst, du hast es nicht bekommen.
Komm.
Guten Morgen. Guten Morgen, Herr Krill.
Du bist alt und verbraucht.
Wie du.
Du bist alt, verbraucht und hässlich.
Nicht mal viel übrig.
Ich dachte, jetzt alle.
Das sind die letzten Prümel.
Soll ich Brötchen holen oder willst du frühstücken gehen?
Unser Flieger geht erst in dreieinhalb Stunden.
Ich weiß.
Wo ist Alex?
Alex? Nicht da.
Wo ist er denn?
Das weiß ich sicher bei Nora.
Also, gehen wir frühstücken?
Wie schade.
Ich sagte, wie schade.
Was meinst du?
Dass sie schon weg ist. Das findest du doch sicher schade.
Warum sagst du das?
Weil du das doch ganz sicher sehr schade findest, dass sie schon weg ist mit
ihrem langen Bein, ihrem engen Topf und ihrem kurzen, billigen Rock.
Kommst du darauf, dass ich das bedauern könnte?
Vielleicht, weil du gern noch ein wenig mit ihr geplaudert hättest.
Schatz. Ja?
Und worüber?
Worüber? Ja, worüber? Worüber hätte ich mit dir plaudern sollen? Keine Ahnung,
das weißt du ja wohl besser als ich.
Vielleicht über eure süße Vergangenheit.
Ich schwöre.
Das Lied, das du so gern für sie gesungen hast.
Du hast mir doch reingebeten. Und ich hab sie rausgeschmissen, du nicht.
Du hast ihr einen Kopfverband gemacht. Hast sie ins Bett getragen.
Was hätte ich denn machen sollen?
Nichts.
Nichts?
Stattdessen hast du dich weggeschlichen.
Hast am Bett ihr Händchen gehalten.
Sie war schwer talentiert. War sie nicht.
Hätte sie aber sein können.
Ich hatte einfach Angst, dass wir nicht... Verarsch mich nicht. Deine
doch nur ein scheiß Vorwand, die kleine Nutte anzufassen.
Ich bin keiner von deinen schwachsinnigen Klienten, denen du 20 %
versprochen hast.
Du bist so ein Heuler.
Glaubst du, ich wusste nichts von deinen kleinen heimlichen Fix -ADH?
Das war mir egal.
Aber das war unser letzter Abend hier.
Und morgen beginnt unser neues Leben. Du denkst nur an dein altes.
Bis morgen beginnt es kein neues Leben.
Nicht einmal nach 19 Jahren Ehe.
Nicht nachdem ich deinen Sohn großgezogen habe.
Schon gar nicht, wenn man gemeinsam in eine neue Zukunft gehen wollte.
Sie muss repariert werden.
Das Schloss ist rausgebrochen.
Was soll's?
Der Beker hat zwar noch nicht auf, aber ich habe ans Fenster geklopft.
Ich werde die Wohnung jetzt verlassen.
Wenn ich wiederkomme in 20 Minuten, falls ich wiederkomme, ist die Frau hier
weg.
Oder es ist alles vorbei, was hier zwischen uns ist.
Jetzt müssen wir nur noch warten, bis sie wiederkommt.
Und dann sind wir endlich allein.
Nein.
Wie du willst, wir können auch gehen, bevor sie kommt.
Gut, dann zieh dich an.
Nein.
Nein was?
Ich will, dass du gehst, bevor sie kommt.
Du willst, dass ich gehe? Ja, ich will, dass du gehst, sofort.
nicht alle waren.
Du schickst mich nicht weg.
Was soll denn das?
Du tauchst dir einfach auf, so aus dem Nichts, einfach so?
Kann ich mal guten Kaffee machen?
Was willst du? Willst du das Geld?
Du weißt es.
Sag es.
Was?
Du liebst mich.
Wie kommst du denn darauf?
Also gut, lass uns gehen.
Du hast recht, gehen wir. Ist ohnehin nicht mehr viel übrig.
Die Frau.
Sie wird sehen, dass es vorbei ist, ganz einfach.
Es reicht nicht, wenn du nur die Frau aufgibst.
Was willst du? Willst du das Geld?
Du weißt doch, ich sage es.
Was?
Du liebst mich.
Wie kommst du denn darauf?
Ich war in deinem Zimmer getragen.
Du hast meinen Kopf verbunden.
Ja, du warst schwer verletzt. Du brauchst Hilfe.
Aber jetzt, jetzt geht es dir besser.
Und deine Frau hat gerade die Wohnung verlassen.
In 20 Minuten wird sie dich verlassen.
Nein.
Warum nicht?
Weil sie seit 19 Jahren verheiratet sind.
Man sagt, dass du nie an mich gedacht hast.
In all den Jahren.
Die Liebe ist nicht nur eine biologische Erfindung.
Ein Trick der Natur.
Weißt du, dass erwiesen ist, dass nach drei Jahren die Anziehung abnimmt?
Drei Jahre?
Drei Jahre Wahnsinn?
Um unsere beschissene Gattung zu reproduzieren?
Um Wälder abzuholzen?
Und die Luft zu verpesten? Und daraus noch clevere Fonds zu machen?
Was erwiesen ist?
Wie wie wir der einzige Wohltäter ist auf der Welt.
Der Tod.
Es passiert nicht so oft im Leben.
Ein, zwei Mal helfen.
Es ist unsere Zeit.
Und sie läuft.
So gut, lass uns gehen.
Gehen wir.
Du hast recht.
Hier ist ohnehin nicht viel übrig.
Die Frau.
Die wird sehen, dass es vorbei ist, ganz einfach.
Es reicht nicht.
Du wolltest, dass ich mit dir komme und ich bin bereit. Was willst du noch?
Du musst dich fragen.
Weil?
Weil es alte Jahre nicht gegeben hat.
Es hat sie gegeben. Es hat stattgefunden hier. Was soll ich sagen?
Dann sag wenigstens, dass es sie besser nicht gegeben hätte.
Ich weiß nicht. Ist das ein Spiel?
Die Frau nicht.
Die Ehe nicht.
Und nicht den Sohn.
Das geht nicht.
Es kann sein.
Es kann gut sein, dass...
Dass es besser gewesen wäre... Was?
Dass es besser gewesen wäre, wenn es die Frau und den Sohn nicht gegeben hätte.
Das kann sein. Das kann gut sein.
Du hast auf mich gewartet.
Immer.
Sag es, komm.
Sag es und alles wird gut.
Du hast mir das Geld nicht geliehen.
Ich habe es mir genommen.
Ich war niemals in Patagonien. Und ich hatte nie vor, wiederzukommen. Das ist
nicht wahr.
Lüge.
Aber wenn du lügst, dann lüge für dein Gut.
Das brauchst du nicht mehr.
Jetzt kannst du damit aufhören.
Für immer.
Woran erinnerst du dich noch?
An alles.
An was?
An was erinnerst du dich?
An dich, an uns.
An was weiter?
Dein Zimmer, die Schule, deine Eltern.
Erinnerst du dich noch an den See?
Den See?
Ich meine den Sonnenaufgang am Ufer, als ich dir das Geschenk gemacht habe.
Erinnerst du dich nicht an das Geschenk? Das Zimmer.
Du hast keine Ahnung.
Du hast keine Ahnung, wovon ich rede.
Das ist so lange her.
Ich weiß nicht, was mir da was geschenkt wird.
Was ist da so richtig?
Einfach alles.
Ich kann es sehen.
Was? Ich verstehe nicht. Was?
Scheiße, kommst nicht mit.
Warte, warte.
Der Mann, die Fleischer, der Großvater seiner Frau, hatte das Geschäft
1902 gegründet.
Seine Leberprothete hat eine Wilbermedaille auf der Weltausstellung
Sogar der Kaiser hat sie nicht schicken lassen.
Und 100 Jahre später ist alles weg.
Er hat das gesamte Geld seiner Frau spekuliert.
Und dann ist er gesprungen, ich weiß.
Sechs Stockwerke.
Aber weißt du, was das Problem ist?
Das war gar nicht mein Klient.
Das war der Klient vom Chef.
Aber man hat dir die Schuld gegeben.
Nein, ich habe sie auf mich genommen.
Und dann die Abfindung.
Ich bin ich.
Ich bin nicht wie du.
Ich war nie wie du.
Na, du bist wie dein Sohn. Vielleicht kann ich das schaffen.
Und wir beide.
Was meinst du?
Wie mein Sohn?
Ich werde jetzt von hier weggehen.
Allein.
Und du bleibst hier.
Für den Rest deines Lebens.
Nein.
Niemals!
Hoi.
Nora.
Hier, den habe ich noch.
Ja, leg den dahinten.
Den Alex sprechen.
Ja, Alex ist nicht hier.
Wie, der ist nicht hier?
Muss hier sein.
Gestern Nacht war er nicht hier.
Wenn du ihm noch irgendwas sagen willst, vielleicht kann ich es ihm ja
vermitteln.
Sagen Sie ihm bitte, dass ich nicht auf ihn warten werde.
Wieso? Ich habe die Türe barriert. Ich habe die Türe barriert, du Scheitrotter!
Du bist du?
Ich lebe fast die neunten Jahre hier.
Trittst du mir so leicht runter, oder?
Fester als dein pubertärer Scheiß -Song.
Das ist dir gar nicht so getraut.
Er ist ein bisschen weg.
Und du bist wiedergekommen.
Denkst du, ich habe nie darüber nachgedacht?
Warum hast du es denn nicht getan?
Weil du einfach zu feige bist.
Der, der sich hat bezahlen lassen.
was Alex zu Bett kam.
Das konnte ganz die Supermutter sein, die dafür sogar ihre Konzertkarriere an
den Nagel hängt.
Bevor du dann irgendwann im Kurhaus von Bad Steben gelandet wirst und vor
schwerhörigen Glatzkräften in Rollstühlen und ihren länzetorte,
Matronen für Elise zu spielen.
So bei dir hätten wir wenigstens nicht gemerkt, was das für ein lebloses
Geklimper ist.
Ohne Herzen, ohne Sinne.
Genauso wie du fickst.
Weißt du, was ich schon immer an dir geliebt habe?
Diese prätentiöse, edle, widerliche Art, den kleinen Finger abzuspreizen beim
Trinken. Wie eine Karikatur aus einem bescheuerten Film über das 18.
Jahrhundert.
Ist das nicht herrlich?
In ein paar Stunden fliegen wir nach Toronto.
In unser neues Heim.
um weiter unser Leben zu leben.
Bis an den Rest unseres Lebens.
Schatz.
Wenn wir uns beeilen, dann können wir immer noch frühstücken gehen.
Vielen Dank.
Ich bin wegen der Wohnungsannahme da.
Die Luft ist mir so schlecht.
Wir können es noch mal streichen.
Wir haben es schon mehrmals weißen lassen, aber es kommt immer wieder
Schon gut.
Ich finde es schön.
Das war's für heute.
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