All language subtitles for S01E18_Katze mit Hut[de]

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Original subtitles

Stackeln

an der Kruke!

Stackeln an der Kruke!

Alles aussteigen!

Endstation!

Stackeln an der Kruke!

Stackeln an der Kruke?

Ich wollte eigentlich nach Hamburg.

Tut mir leid, meine Dame, aber der Zug

endet hier.

Aber vielleicht sehen Sie sich ein bisschen um.

Stackeln an der Kruke!

Stackeln an der Kruke!

Ein hübscher Name für einen Ort.

Das wackelt richtig auf der Zunge.

Da muss man sich ja umsehen.

Sehr hübsch.

So ist die Katze hier aufgetaucht.

Kurz nach Pfingsten war's.

Und das Wetter war gerade besser geworden.

Eigentlich will sie ja gleich wieder weiterfahren.

Aber der Straßenname hat sie ihr angetan.

Backpflaumenallee.

Und das Haus natürlich.

Das Haus Nummer 17 am Ende der Backpflaumenallee.

Am Tor hinkt ein Zettel.

Zu vermieten?

Egon Maulwisch.

Direktor.

Hübsch.

Sehr hübsch.

Oh, ein Musikzimmer.

Was für eine angenehme Küche.

Man fühlt sich gleich wohl hier.

Die Katze sieht sich um.

Gründlich, wie sie ist.

Im Obergeschoss stehen nichts als Filzpantoffeln.

Viele Kartons mit Filzpantoffeln.

Merkwürdig.

Allerliebst alles.

Besonders bei Sonnenschein.

Hier lässt sich bestimmt gut wohnen.

Und schon ist die Katze in Stackeln an

der Kruke Backpflaumenallee 17 so gut wie zu

Hause.

Das ist ja eine schöne Bescherung hier.

Ich nehme an, Sie sind eingebrochen.

Natürlich nicht.

Was denken Sie von mir?

Die Hintertür war offen.

Aber setzen Sie sich doch.

Holen Sie sich ruhig einen Küchenstuhl.

Himmelkot, Sie Türken, das ist mein Stuhl und

mein Haus.

Was machen Sie denn hier?

Ich probiere es.

Was machen Sie?

Ich probiere das Haus, ob es mir passt.

Ich wohne zur Probe, verstehen Sie?

Und ich muss sagen, das Haus gefällt mir.

Ich bin entschlossen, es zu mieten.

Warum sagen Sie das nicht gleich?

Gestatten, mein Name ist Maulwisch, Direktor.

Ich bin manchmal etwas polterig, aber das darf

man nicht so ernst nehmen.

Das ist mein Geburtshaus, wissen Sie.

Leider hatte ich eine unglückliche Kindheit.

Mein Vater hatte nur Filzpantoffeln im Sinn.

Damit ist er allerdings reich geworden.

Aber ich habe ein neues Haus gebaut, weil

ich hier gar nicht gern wohne.

So eine unglückliche Kindheit steckt in den Wänden.

Aber nicht doch.

Man muss so ein Haus nur richtig bewohnen.

Spart sich vor allem.

So etwas krempelt ein Haus vollständig um.

Hinterher ist es dann wie neu.

Wie hoch ist denn die Miete?

Tausend Mark.

Ist das nicht ein bisschen teuer?

Für ein Haus mit unglücklicher Kindheit in den

Wänden?

Ich wollte es eigentlich abreißen lassen und ein

Mietshaus bauen an dieser Stelle.

Das bringt Geld.

Das wäre schade.

Also gut 500 Mark.

Vielen Dank.

Aber eigentlich tue ich Ihnen ja einen Gefallen,

wenn ich das Haus miete.

Es ist ein unglückliches Haus und ich soll

es Ihnen glücklich wohnen.

Hinterher ist Ihr Haus ja das doppelte Wert.

350 Mark und keinen Pfennig weniger.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß in diesem Haus.

Mahlzeit.

Dudeldudelkock.

Dudeldudelkock.

Dudeldudelkock.

Meinen Glückwunsch.

Ein hübsches Ei.

Es ist Ihnen gut gelungen.

Ja, finden Sie.

Ich lege jeden Morgen ein Ei.

Wollen Sie dies hier?

Gerne.

Ich heiße Marianne Dudel.

Man kann auch Dudelhund zu mir sagen, wenn

man will.

Ich bin die Katze mit Hut.

Möchten Sie eine Tasse Kaffee?

Ihr ist noch warm.

Gerne, gerne.

Dudeldudelkock.

Es dauert nicht lange.

Da sind die Katze und Marianne Dudelhund dicke

Freunde.

Platz ist ja genügend im Haus.

Also bleibt das Dudelhund hier wohnen.

Herein, wenn es kein Hund ist.

Doch, es ist ein Hund.

Guten Tag.

Mein Name ist Knark.

Sehr erfreut.

Vermutlich sind Sie zur See gefahren.

Man sieht es an Ihrer Mütze.

Jawohl.

Tahiti, Rio, Neuseeland, um nur einiges zu nennen.

Drei Jahre als Schiffbrüchiger auf den Kürbisinseln.

Aber ich habe mich vorige Woche zur Ruhe

gesetzt.

Suche jetzt eine kleine Beschäftigung auf dem Lande.

Haben Sie Wackelkontakte?

Eine lose Schuhsohle?

Einen Nagel einzuschlagen?

In so einem Haus gibt es immer was

zu reparieren.

Ich wollte noch erwähnen, dass ich ausgesprochen friedlich

bin.

Allerdings nicht bei Dieben und Einbrechern.

Aber Sie schätzen ja keine Hunde im Haus,

wie man hörte.

Nein, ich bitte Sie.

Es war natürlich ein Scherz.

Eine Redensart.

Können Sie Kartenspiele zu dritt?

Und opferierteste jede Menge.

Dann sind Sie unsere dritte Person, Kapitän.

Platz genug ist im Hause.

Wie wäre es mit einem Kaffee?

Kommen Sie einfach rein.

Und damit ist Kapitän Knack schon so gut

wie eingezogen.

Tragereiz, das Mugenkreuz.

Und ein Damenass.

Was ist das?

Was war das?

Was soll das?

Hochdudel, hochdudel.

Ob das die unglückliche Kindheit ist, von der

du erzählt hast?

Unsinn.

Kommen Sie mit, Kapitän.

Wenn Sie meinen.

Aber Gespenster kann man nicht beißen, das muss

Ihnen klar sein.

Wuffz, wuffz.

Mast und Schutzbruch.

Es ist ein Gespenst.

Würden Sie bitte das Licht wieder ausmachen?

Warum eigentlich?

Sind Sie lichtscheu?

Ja, sehr.

Wieso soll ich lichtscheu sein?

Ich habe nicht mit Ihnen gesprochen, Kapitän.

Aber machen Sie das Licht bitte wieder aus.

Das erleichtert offenbar die Unterhaltung.

Bei mir nicht.

Nicht in dieser gefährlichen Lage.

Knurr, knurr.

Vielen Dank.

Verzeihen Sie, aber ich habe gerade Ihr Haus

inspiziert.

Und?

Gefällt es Ihnen?

Oh ja, sehr.

Aber ich habe mich noch gar nicht vorgestellt.

Ich bin der Hundertfuß.

Was mir besonders gefällt, ich hätte hier einen

idealen Platz für meine Glühbirnensammlung.

Die weichen Filzpantoffeln.

Sie verstehen?

So sehen also Gespenster aus.

Soll ich mal bellen?

Pst, nur das nicht.

Wenn Sie bellen müssen, Kapitän, gehen Sie vors

Haus.

Sie sammeln Glühbirnen?

Allerdings.

Aber nur ausgebrannte.

Sie verstehen?

Wo man sicher sein kann, dass Sie nicht

plötzlich grelles Licht machen.

Sie glauben ja gar nicht, wie lichtempfindlich ich

bin.

Deshalb bin ich auch nur nachts unterwegs.

Ich brauche ein dunkles Plätzchen, sonst nichts.

Da sind Sie hier bei uns genau richtig.

Willkommen im Haus, Katze.

Machen Sie es sich bequem.

Und Sie erlauben, dass ich meine Glühbirnensammlung hierher

bringe?

Es wird einige Nächte dauern.

Aber selbstredend, Herr Hundertfuß.

Kapitän Clark?

Ja, bitte, was?

Achten Sie darauf, dass die Fensterläden hier oben

auch tagsüber geschlossen bleiben.

Ich verstehe nicht, aber ich achte.

Wuff.

Haben Sie die unglückliche Kindheit vertrieben?

Unsinn.

Es handelt sich um einen Sonderling, meine Liebe.

Etwas scheu, etwas schrullig, aber mit guten Manieren.

Passt genau ins Haus.

Jetzt sind sie schon zu viert in der

Backpflaumenallee 17.

Wie eine fröhliche Familie, denkt die Katze vor

dem Einschlafen.

Alle fühlen sich wohl.

Zu vergehen zwei Wochen.

Warum machen Sie denn nicht auf?

Fünfmal habe ich an der Vordertür geklingelt.

Wir haben die Klingel abgestellt.

Sie könnte mich beim Eierlegen erschrecken, Dudeldudeldock.

Oder beim Frühstücksstören.

Guten Morgen.

Wohnen diese Personen jetzt auch im Haus?

Ja, ich habe einen regelrechten Hausstand gegründet.

Ohne meine Erlaubnis?

Es ist nicht zu fassen.

Das Haus soll ja richtig bewohnt werden, nicht

wahr?

Darf ich vorstellen, Herr Direktor Paul Wisch, meine

Freunde.

Was ich sagen wollte.

Sie haben mir die Miete noch nicht überwiesen.

Der erste ist längst vorbei.

Das ist richtig.

Wie unangenehm.

Es muss an der Bank liegen.

Haben Sie denn überhaupt Geld auf der Bank?

Nein, ich glaube nicht.

Ich habe alles abgehoben.

Macht nichts.

Sie können es mir auch wahrgeben.

Ach, ich habe im Moment nicht genügend im

Haus.

Wir hatten gerade größere Ausgaben.

Einen Drei-Personen-Haushalt.

Wäre Ihnen mit einer kleinen Anzahlung gedient, sagen

wir 20 Mark.

Unglaublich.

Unglaublich.

Ab der nächsten Woche habe ich Arbeit.

Als Kunsthäklerin bei Tapp und Tante.

Tapp und Tante ist ein ordentliches Geschäft.

Dann wird es leichter, Herr Maulwisch.

Tschüss.

Tschüss.

Unglaublich, dieses Mundwerk.

Aber spaßig ist sie.

Das muss man ihr lassen.

Ein paar Tage später sitzt die Katze tatsächlich

bei Tapp und Tante im Schaufenster und häkelt

den Leuten was vor.

Als Reklame.

Damit die Leute Lust aufs Häkeln kriegen und

drinnen im Laden ihr Häkelgarn kaufen.

Das macht Aufsehen in der Stadt stackeln.

Jeder will die Katze häkeln sehen.

Es bricht ein richtiges Häkelfieber aus.

Alles trägt Häkelmode.

Ein großer Erfolg für die Katze.

Tapp und Tante.

Einige Zeit später, Sonntagvormittag, geht der Maulwisch wieder

in die Backpflaumenallee.

Er will mit der Katze ein ernstes Wort

reden.

Wünsche einen guten Morgen zusammen.

Einen schönen guten Morgen.

Treten Sie näher, Herr Maulwisch.

Sie rauchen übrigens einen scheußlichen Tabak.

Das muss Ihnen mal jemand sagen.

Er stinkt.

Jawohl.

Wie bitte?

Der Tabak stammt noch von den Kürbisinseln.

Vielleicht hat er einen etwas herzhaften Geschmack, aber

stinken?

Jetzt ist er beleidigt.

Das ist ihm gut gelungen.

Halten Sie den Mund.

Und Marianne auch.

Sie werden den eigentlichen Grund meines Kommens erraten.

Was ist das für ein Geräusch?

Es bruselt.

Was?

Wie?

Wo?

Neben dem Herd.

Das ist Ihr Lieblingsplatz.

Es ist eine Brumsel.

Wir haben sie kürzlich ins Haus genommen.

Erschrecken Sie sie nicht.

Sie träumt.

Von Pudding.

Es ist eine Puddingbrumsel.

Und sowas holen Sie in mein Haus?

Sowas?

Das ist ein Waisenkind.

Und ein Findelkind dazu.

Um so jemanden muss man sich doch kümmern.

Brumsel, Pudding bitte.

Brumsel, Brumsel, Brumsel.

Ja, Brumselchen.

Heute zum Mittagessen.

Es ist nicht zu fassen.

Ein sehr gutartiges Kind.

Natürlich darf man ihr nicht zu viel Pudding

geben.

Davon werden die Kinder dick.

Warum sehen Sie mich dabei an?

Ich bin so dick vom Bier trinken.

Ich bin schließlich Brauereidirektor.

Übrigens, Sie sind ja mit Ihrer Häkelei auch

eine stadtbekannte Person geworden.

Hoffentlich zahlen Tap und Tante gut.

Und damit komme ich auf den eigentlichen Grund

meines Besuches.

Was ist das?

Schokoladenpudding, Brumms.

Vanillepudding, Brumms.

Ruhe!

Zu Hilfe!

Aber Herr Direktor, das ist nur der Zapper

-Gag.

Guck hier, meine Kleine.

Der Onkel Maulwisch ist zu Besuch gekommen.

Sag schön guten Morgen.

Das ist ja ein Rektil.

Ist es giftig?

Ein schwieriges Kind.

Sehr eigenwillig.

Er schläft bei mir im Schlafzimmer.

Irgendwie sieht es dückisch aus.

Das ist eine Betrieben.

Erdbeerpudding, Brumms, Brumms.

Was ich schon die ganze Zeit sagen will.

Die Miete.

Was ist denn das schon wieder?

Das ist Baby Hübner.

Es ist gelegentlich ein bisschen laut.

Das muss ich zugeben.

Aber es kommt direkt aus dem Wald, wissen

Sie?

Hey, Baby Hübner.

Beherrsch dich.

Du bist nicht allein auf der Welt.

Als Künstler hat man es besonders schwer.

Ein sehr begabtes Kind.

Es schläft sogar im Klavier.

Das auch noch.

Ich bin nicht sehr musikalisch.

Aber ich hatte den Eindruck, es singt ziemlich

falsch.

Sie werden sich noch wundern, wenn ich eines

Tages in der Oper auftrete.

Ich werde singen, dass den Leuten die Haare

zu Berge stehen.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ich muss Sie unter vier Augen sprechen.

Gehen wir ins Wohnzimmer.

Johannes-Bär-Pudding.

Brumms, Brumms.

Brumms, Brumms.

Brumms.

Sie haben hier ein Tierasyl aufgemacht.

Eher ein Kinderheim.

Ohne meine Erlaubnis.

Und dann solche Kinder.

Pelzig, schuppig und struppig.

So ausnehmend hübsch sind wir doch alle nicht,

Herr Direktor.

Warum sehen Sie mich dabei an?

Und Hauptsache ist doch, dass alle hier eine

glückliche Kindheit erleben, damit dieses Haus wieder auf

die Beine kommt, nicht wahr?

Dann zahlen Sie mir wenigstens die Miete.

Auf meinem Konto will sich einfach nichts ansammeln.

Die Kinder machen natürlich Kosten.

Aber zu einer kleinen Anzahlung reicht es sicher.

Ich will keine Anzahlung.

Nein, danke.

Kaufen Sie lieber diesem Hund einen besseren Tabak.

Aber am nächsten Ersten wird bezahlt.

700 Mark für 2 Monate.

Sonst können Sie sich auf was gefasst machen.

Ich setze euch alle auf die Straße.

Na dann bis zum nächsten Ersten.

Auf Wiedersehen, Herr Maulwisch.

Der Herr Maulwisch rennt wütend nach Hause.

Da begegnet ihm ein seltsamer Zeitgenosse.

Ja zum Donnerwetter können Sie denn nicht aufpassen?

Verzeihung, werte Herr.

Wenn ich das könnte, werte Herr, wäre ich

ja kein Stolpervogel.

Ist doch logisch, werte Herr, oder?

Bestimmt geht er auch zur Katze.

Mein Haus.

Diese Dame zieht Sonderlinge an wie ein Magnet.

Der Herr Maulwisch behält recht.

Oh, hier kommt ein Vogel.

Verzeihung, einen fröhlichen Tag, werte Damen und werte

Herren.

Ja können Sie denn nicht aufpassen, Sie komischer

Vogel?

Es war sicher keine Absicht.

Der Vogel ist einfach gestolpert.

Richtig, werte Dame.

Sie sind das erste Wesen, das mich versteht.

Rhabarberpudding.

Proms.

Ich bin nämlich ein Stolpervogel und suche ein

ruhiges Plätzchen, wo man möglichst wenig stolpern und

viel sehen kann.

Dann sind Sie hier genau richtig.

Sie können unser Empfangschef werden.

Und so geschieht es natürlich.

Der Posten gefällt dem Stolpervogel ausgezeichnet.

Aber was soll man sagen?

Der Katze ist das Haus immer noch nicht

voll genug.

Lange muss sie allerdings nicht warten.

Da sieht nämlich der Stolpervogel ein sehr merkwürdiges

Tier, die Backpflauenallee heraufkommen.

Entsetzlich.

Inanasspudding.

Brums, brums, brums.

Das Essen war wieder mal vorzüglich.

Wenn ich daran denke, was man als Schiffbrüchiger

fressen musste, auf den Kürbisinseln.

Es waren auch zwei Eier dran am Essen.

Dudeldudel, gack, gack, gack.

Würden Sie so freundlich sein und nachsehen, Kapitän

Knack, es hat geklopft.

Schnüff, es hat keinen Kopf und riecht wie

ein Kamel.

Dann kann es jedenfalls nicht der Installateur sein.

Es ist ein Hinterteil.

Hinten hat man natürlich keinen Kopf.

Was tut es da?

Steht einfach dumm rum, zapper, zapper, gack, gack,

gack.

Können Kamele Pudding kochen, brums, brums?

Wir müssen es von vorne betrachten, Kapitän.

Wenn man es von vorne sieht, ist die

Sache nicht mehr schwierig.

Dieses Tier ist ein Lama.

Im Augenblick schläft es gerade.

Vielleicht eines der seltenen Schlaflamas, die ab und

zu auf den Kürbisinseln gesehen werden.

Aber man sollte im Schlaf nicht die Zunge

heraushängen lassen.

Angenommen, man träumt vom Essen, dann beißt man

sich drauf.

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Ich bin ein alleinstehendes Mädchen.

Meine Eltern waren arm, aber rechtschaffen.

Von früh bis spät bin ich auf den

Beinen.

Und wenn es regnet, habe ich kein Dach

über dem Kopf.

Wunderhübsch, vor allem der Knicks.

Da weiß man doch gleich, dass man es

mit einer wohlerzogenen Person zu tun hat.

Übrigens haben Sie im Moment ein überaus solides

Dach über dem Kopf.

Hier in der Diele hat es noch nie

durchgeregnet.

Das macht mich sehr glücklich, Madame.

Ich fürchte nämlich nicht so sehr wie Regen.

Dann sollten Sie hierbleiben.

Oder hatten Sie was anderes vor?

Nein, ich möchte mich gerne nützlich machen auf

der Welt.

Oh, bitte.

Dann können Sie gleich mal den Spiegel putzen.

In der Kammer hier finden Sie, was Sie

brauchen.

Also, Kapitän, gehen wir wieder in die Küche.

Sie dürfen das Besteck putzen.

So, darf ich.

Und wenn mir dabei die Pfeife ausgeht.

Das also ist ein Spiegel?

Entsetzlich!

Was ist das?

Ein unglückliches Geschöpf, das Lama.

Aber sein Hinterteil ist klüger als sein Vorderteil.

Drum bleibt es auch im Haus.

Wacht erst auf, als die anderen ihr Lied

erfinden.

Da kommt sogar der Hundertfuß für einen Sprung

runter und singt mit.

Ja, in Starken an der Kruge stand ein

Häuschen mal leer.

Heute wohnen die Katze und ein Haufen Leute

mehr.

Todeleute, bergweg, wir ziehen nie wieder weg.

Prums, Prums!

Wau, Wau!

Und schlägt in den Bau.

Sie erlauben, dass ich meines Amtes walte, werte

Damen und Herren.

Aber Vorsicht!

Aber Vorsicht!

Verzeihen Sie, werte Herr, ich bin ein Stolpervogel.

Hier, ein Telegramm an die Katze mit Hut.

Hier, lese ich her.

Vergessen Sie nicht, dass ich am Ersten komme,

Maulwischdirektor.

Dudel, Dudel, der verdirbt an ihm die ganze

Brötchenladen.

Wau, Wau, ich fürchte, ich muss ihn doch

mal beißen.

Die drohnen, Pudding, Prums.

Also, ich kann Hausbesitzer nicht leiden.

Auf in die Kampf-Torero.

Sieg ist bewusst, Haare auf der Brust.

Ruhe bitte!

Wir müssen alle die Ruhe bewahren.

Wenn der Maulwisch kommt, werden wir ihn gebührend

empfangen.

Schließlich haben wir ja noch ein paar Tage

Zeit.

Ja, in Staken an der Kruke stand ein

Häuschen mal leer.

Heute wohnen drin die Katze und ein Haufen

Leute mehr.

Dudel, Dudel, Schabbergack.

Gehen Sie nie wieder weg.

Prums, Prums.

Wau, Wau.

Unsere Welt sind im Bau.

Käpt'n Knack und der Slava, Stolpervogel.

Und ich.

Alle finden es ganz toll in dem Haus

von Maulwisch.

Dudel, Dudel.

Wau, Wau, Wau.

Uns macht Spaß in dem Haus.

Prums, Schabbergack.

Wir ziehen niemals weg.

Scheint die Sonne, gibt's Frühstück meist draußen im

Garten.

Beim Mondschein, da sitzt man im Haus und

spielt Kartenspiel.

Wir ziehen nie wieder weg.

Prums, Prums.

Schabbergack.

Uns gefällt dieser Bau!

Dode, dode!

Miau!

Unsere Katze, die ist ein besonderer Schatz, denn

bei ihr findet jeder den richtigen Platz.

Dode, dode!

Zap, brack, dack!

Wir ziehen die Wiener aus!

Rups, prups!

Wupp, wupp!

Uns gefällt's in dem Haus!

Dode, dode!

Zap, brack, dack!

Wir ziehen die Wiener aus!

Rups, prups!

Wir ziehen die Wiener aus!

Rups, prups!

Wupp, wupp!

Wir ziehen die Wiener aus!

Rups, prups!

Wir ziehen die Wiener aus!

Rups, prups!

Wir ziehen die

Wiener aus!

Stackeln an der Kruke!

Stackeln an der Kruke!

Alles aussteigen!

Endstation!

Stackeln an der Kruke!

Stackeln an der Kruke!

So kommt die Katze mit Hut in Stackeln

an der Kruke an, gleich nach Pfingsten.

In der Backpflaumenallee mietet sie sich ein.

hier in diesem Haus.

Und gleich darauf ist das Haus Nummer 17

auch schon voller Findelkinder und Sonderlinge.

Das zum Beispiel ist Kapitän Knarrack, ein Seemann

in Ruhestand.

Und das, Marianne das Dudelhuhn.

Jeden Tag legt es ein Ei für die

Katze.

Das ist, wie man gleich merkt, der Stolpervogel.

Und das, wie könnte es anders sein, die

Puddingbrumsel.

Ein schwieriges Kind ist der Zappergeck.

Ein hochbegabtes, wie die Katze meint, Babyhübner, das

zur Oper will.

Das Schlammer ist äußerst verschlafen und geht dann

immer rückwärts, während der Hundertfuß äußerst lichtscheu ist.

Deshalb sammelt er auch nur ausgebrannte Glühbirnen.

Eine große Hausgemeinschaft, die will ernährt sein.

Die Katze ist die beste Häklerin weit und

breit.

So findet sie Arbeit bei Tapp und Tante.

Sie häkelt den Leuten was vor.

Das ist ein großer Erfolg.

Aber für die Miete hat das Geld noch

nicht gereicht.

Der Direktor Maulwisch, dem das Haus gehört, ist

ganz schön wütend.

Aber am nächsten Ersten wird bezahlt, sonst setze

ich euch alle auf die Straße.

Sind es noch vier oder sieben oder drei

Tage bis zum ersten Dudeldudel-Gag?

Fünf Tage, liebe Marianne, fünf.

Zapper, Zapper, Geck, Geck, Geck.

Was ist fünf?

Wo ich endlich ein ruhiges Plätzchen gefunden habe.

Schokoladenpuddingbrunsch.

Ich fürchte, da braut sich etwas Unangenehmes zusammen.

Die Stimmung ist gedrückt im Hause.

Muss ich denn, muss ich denn zum Städle

hinaus, Städle hinaus und du, mein Schatz, bleibst

hier.

Wenn ich komm, wenn ich komm, wenn ich

wieder, wieder komm.

Ruhe, Baby Hübner, Ruhe bitte.

Wir müssen die Ruhe bewahren, meine Lieben.

In fünf Tagen kann viel geschehen.

Außerdem werden wir uns gründlich vorbereiten auf Herrn

Maulwischs Besuch.

Nein, Kapitän, wir werden ihn mit ausgesuchter Höflichkeit

empfangen.

Auch meine Eltern waren von ausgesuchter Höflichkeit.

Du meinst, nur so können wir ihn umstimmen?

Es ist unsere einzige Chance.

Ausgesuchte Höflichkeit.

Na gut.

Außerdem beschließt man, das Haus zu putzen und

zu schmücken und es dem Maulwischs so angenehm

wie nur möglich zu machen.

Wer sagt schon gern was Böses, wenn er

verwöhnt wird.

Doch am nächsten Tag macht die Katze erst

noch eine hochinteressante Bekanntschaft.

Hochgeschätzte Herrschaften, wir haben die Ehre, uns vorzustellen.

Wir sind die Gebunde Erbsenstein.

Erfindungen aller Art, für jeden Zweck, für jeden

Anlass.

Hier unser neuestes Werk.

Die praktische Hosenstopfmaschine für jeden Mann.

Nur ein Griff, ein Spannen und jede zerrissene

Hose ist in wenigen Tagen gestopft.

Sehen Sie, staunen Sie, kaufkaufen Sie.

Niemand im Stackeln an der Kruke interessiert sich

für die Hosenstopfmaschine der Brüder Erbsenstein.

Niemand.

Außer einer Person.

Eine wunderhübsche Maschine.

Guten Tag.

Guten Tag.

Da sieht man doch, wie wenig erfunden wird.

Gerade für die langweiligen Werktage.

Es fehlt einfach an Maschinen.

Fensterputzmaschinen, Geschirreinräummaschinen, Füßewaschmaschinen.

Es gibt wirklich noch viel zu erfinden.

Endlich jemand, der uns versteht.

Leider trage ich keine Hosen.

Aber wie wäre es denn mit einer Mietebezahlmaschine?

Leider ist uns solch eine Maschine noch nicht

gelungen.

Wir werden selbst dauernd auf die Straße gesetzt,

weil wir die Miete nicht bezahlen können.

Dann haben Sie nicht mal eine richtige Erfinderwerkstatt?

Leider nein, verehrte gnädige Frau.

Sie sollten sich mal unseren alten Weinkeller ansehen.

Er steht ohnehin leer.

Vielleicht wäre das was für Sie?

Eine fabelhafte Idee, verehrte gnädige Frau.

So wohnen kurz darauf elf Leute in der

Backpflaumenallee Nummer 17.

Wenn man die Gebrüder Erbsenstein als zwei Personen

rechnet.

Aber das muss man ja, auch wenn es

Zwillinge sind.

Tja, und kurz darauf ist der gefürchtete Tag

da, an dem der Maulwisch erwartet wird.

Kapitän Knack hat den Zaun angemalt.

Marjana hat den Garten gejätet.

Der Stolpervogel hat den Empfang geübt.

Einen schönen guten Morgen, Herr

Direktor Maulwisch.

Darf ich um Ihren Hut bitten?

Der Zappergeck hat nur Unfug gemacht, aber trotzdem

eine hübsche Schleife bekommen.

Baby Hübner hat tagelang sein Willkommenslied geübt.

So ein Tag, so wunderschön wie heute.

So ein Tag, der dürfte nie vergehen.

Die Gebrüder Erzestein haben sich gleichnützlich gemacht.

Im Nu war die Hosenstopfmaschine in eine Wegehaikmaschine

umgebaut.

Sie hat auch fast einen halben Tag funktioniert.

Sogar der Hundertfuß hat er sich vorbereitet, für

alle Fälle.

Seine Sammlung war sorgfältig nummeriert und geordnet in

den Filzpantoffeln ausgestellt.

Die Puddingbrumsel dachte sich neue Puddingrezepte aus.

Mehr war von ihr nicht zu erwarten.

Spinatpudding, Brums, Löwenzahnblätterpudding, Brums.

Das Lama allerdings schlief immer gleich ein, wenn

es seine Arbeit übernommen hatte.

Bis die Erbsensteins mal wieder eine Idee hatten.

Irgend ein besonderer Einfall fiel noch.

Etwas außergewöhnliches.

Soll ich ein Gedicht aufsagen?

Da habe ich früher in der Schule immer

gute Noten bekommen.

Vom Draus vom Walde komme ich her.

Dudeldudeldudel, lieber nicht Kapitän Knack.

Dann eben nicht.

Dudeldudel was?

Wie wäre es denn mit einer hübschen mehrfarbigen

Flurbegrüßungslampe?

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Ich bin ein alleinstehendes Mädchen.

Meine Eltern waren arm und krank, Bruno.

Also die Idee mit der Begrüßungslampe ist sehr

hübsch, aber Sie müssen sich beeilen.

Morgen nach dem Frühstück wird der Herr Maulwisch

hier auftauchen.

Aber schon das Frühstück am nächsten Morgen geht

schief.

Was ist nur mit dem Kaffee los?

Das schmeckt scheußlich.

Zapper, zapper, Dreck, Dreck, Dreck, Dreck, Dreck, Dreck.

Der Kaffee erinnert stark an Zahnpasta.

Wuff.

Wie ist es denn nur möglich?

Ich glaube, es war das Lama-Duddel-Duddel.

Heute früh hat es hier die Zähne geputzt.

Ich hab's durchs Fenster gesehen.

Und dabei hat es furchtbar niesen müssen.

Dabei wird in die Zahnbürste in die Kaffeekanne

geflogen sein.

Au, waua.

Abscheulich.

Man kann die Brühe nur wegschütten.

Und ausgerechnet heute, wo wir schwierigen Besuch erwarten,

da hätte man dringend eine Aufmunterung gebraucht.

Und mehr Kaffee ist nicht im Haus.

Ein schlechter Anfang für so einen wichtigen Tag.

Und wie geht es dir?

Die Brumsel hatte schon mitten in der Nacht

Ohrenweh bekommen.

Und nicht mal der Gedanke an Pudding konnte

sie aufweitern.

Brumms, Brumms, Brummsel, Brumms.

Und was macht mein Frühstücksei, Marianne?

Tut mir leid, Dudeltudel.

Du weißt es, jeden Tag seit ich hier

bei dir wohne, hab ich morgens ein Ei

gelegt.

Aber heute?

Ich drücke und drücke.

Vergebens.

Das ist natürlich kein gutes Zeichen.

Auch Herr Direktor Maulwisch hat einen schlechten Tag.

Am Morgen sind ihm drei Hemdknöpfe abgerissen, weil

er wieder zugenommen hat.

Jetzt ist er richtig ekelig niesend.

Achtung, Achtung, werte Herrschaften, er kommt, er kommt.

Bitte die Plätze einnehmen.

Krächtsch, Krächtsch.

Dann kann ich ja wohl jetzt den Lampenstecker

reinstecken, wie?

Ja, Käpt'n Knack.

Hübsch, sehr hübsch.

So ein Tag, so wunderschön wie heute.

So ein Tag, der dürfte nie vergehen.

So ein Tag, auf den man sich so

freute.

Und wer weiß, ob wir uns wiedersehen.

Ich glaube, er kommt, Dudeldudeldut.

Es will und will nichts werden mit dem

Ei.

Oh Schreck, mein Hut wackelt.

Guten Morgen, Herr Direktor.

Morgen, Morgen.

Jetzt leisten Sie sich schon einen Portier, aber

Miete zahlen.

Darf ich um Ihren Hut bitten?

Nein, halt, um keinen Preis.

Krächtsch, Krächtsch.

Ist dieser Storch nicht bei Trost?

Das ist feinstes Sommerleinen.

Unverschämter Flattermann.

Was ist das?

Welches ist dieses?

Nicht zu fassen, ein ausgestopfter Lampenhalter.

Eine Art Kamel offenbar.

Oder schläft dieses Tier?

Was ist los?

Ich versteh kein Wort.

Sprechen Sie doch so, dass man Sie versteht.

Und wenn es regnet, hab ich kein Dach

überm Kopf.

Wo ist die Katze?

Aua, aua, aua, aua, aua, aua, aua.

Sie haben mich auf den Fuß gedreht.

Zapper, zapper, zapper.

Fußdrehtag.

So ein Tag, so wunderschön wie heute.

Ah, da sind Sie ja, Herr Maulwisch.

Wir hatten schon befürchtet, Sie kämen nicht mehr.

Bitte wart noch einen Augenblick, Baby Hübner.

Puddingsalat.

Dies ist kein normales Haus mehr, dies ist

ein...

Aber nehmen Sie doch Platz.

Eine Falle, ein Attentat.

Zapper, zapper, zapper.

Sie haben mich auf den Fuß getreten, mein

Herr.

Ich muss Sie leider daran erinnern.

Wie kommt dieses widerliche Reptil dazu, über mich

zu lachen?

Ich bitte Sie, er hat ja gar nicht

gelacht, er keckert.

Wahrscheinlich haben Sie ihn erschreckt.

Man hat mir das Stuhlbein angesägt.

Das ist doch Blödsinn, Herr Waff, Waff.

Brumms, Brumms, Brummsel.

Was?

Hinaus, Lumpenpack, hinaus aus meinem Haus.

Zapper, zapper, zapper, Böse.

Bitte, zapper, weg.

Man sollte ihn beißen, Waff.

Wau, Wau, Waff, Waff, Waff, Waff, Waff, Waff.

Brumms, Brumms, Brumms, Brumms, Brumms.

Rechts, rechts, rechts.

Tutelkuck, Tutelkuck.

Mörder, Abtentäter.

Man will mich wohl, ja, glaubt man denn.

Er ist verrückt geworden, man muss mit allem

rechnen.

Hoffentlich steckt er uns nicht das Haus in

Brand.

Brumms, Brumms.

Hinaus, Landstreicher, alle hinaus.

Ach, wie bald ist wieder Aschermittwoch.

Und die...

Ausgeräumt wird jetzt.

Wo steckt noch jemand von diesem Gesindel?

Sicher haben sich welche oben versteckt.

Und was bedeutet das hier?

Eine Müllgrube in meinem Haus.

In meinem unglücklichen Kindheitszimmer.

Ein Drache, ein Ungeziefer.

Sie haben mir ein Ungeziefer ins Haus gebracht.

Das war aber wirklich nicht schön von Ihnen,

wo ich gerade mit dem Umräumen meiner Sammlung

fertig geworden bin.

Sprechendes Ungeziefer.

Man will mich vernichten.

Ruinieren.

Das ist das Ende.

Gestatten Sie, dass Sie uns bekannt machen.

Wir sind die Gebrüder Erbsenstein.

Erfindungen aller Art.

Für jeden Zweck.

Wo ist die Katze?

Ich hätte Sie gern früher bekannt gemacht, aber

Sie waren zu aufgeregter Maulwisch.

Ist Ihnen was schiefgegangen, meine Herren?

Leider ja, geehrige Frau.

Wir haben wieder mal an einer Mietebezahlmaschine gearbeitet.

Ich werde jetzt die Polizei verständigen.

Dann melden Sie bitte auch, dass Sie mir

auf den Weg kommen.

Und mein Ei zertreten haben.

Und dass Sie schuld sind, wenn die schöne

Lampe zerstört ist.

Die wir alles für Sie gebastelt haben.

Werter Herr.

Und meine Puddingbrumsel haben Sie ins Freie gejagt,

obwohl sie Ohrenschmerzen hat.

Das arme Waisenkind.

Brumms, Brummsel, Brumms.

Und einen jungen Künstler, ein Wunderkind, haben Sie

so erschreckt, dass es vielleicht seine Stimme, seine

Stimme verloren hat.

Zapper, zapper.

Ich glaube, er hat sogar die Sammlung vom

Hundertfuß ruiniert.

Es klang so.

Erzählen Sie das ruhig alles der Polizei.

Die werden ihn sicher gleich darbehalten.

Ein anständiger Mensch hätte sich wenigstens entschuldigt.

Wow.

Wo es doch alles so gut gemeint haben,

Brumms.

Ich werde nicht respektiert in diesem Haus.

Unsinn.

Wir sind alle höfliche, wohlerzogene Leute.

Gutwillig.

Vielleicht etwas einfällig, der eine oder andere etwas

ungeschickt.

Das will ich zugeben.

Man stiehlt mir die Mütze, man sägt mir

das Stuhlbein an, man lacht mich aus.

Alles Missverständnisse.

Und Sie veranstalten mir diesen Tumult im Haus.

Neben armen Heimatlosen das Dach überm Kopf weg.

Hören Sie auf.

Ich kann Katzen nicht weinen sehen.

Tut es Ihnen wenigstens leid?

Hören Sie das nicht.

Das ist dieser Jähzorn.

Ich habe schon immer darunter gelitten.

So ein schrecklicher Tag.

Und wir hatten uns so liebevoll vorbereitet.

Nur keine Tränen.

Ich will ja alles wieder gut machen.

Aber Miete haben Sie nicht bezahlt, das steht

fest.

Gewiss.

Aber das Geld reicht leider nie.

Alle wollen ernährt sein.

Alle sollen sich wohlfühlen.

Geht es Ihnen nicht auch so?

Nie hat man genügend Geld.

Mir?

Wieso?

Ich habe immer genügend Geld.

So richtig reichlich?

Mehr als Sie brauchen?

Selbstverständlich.

Ja, wozu brauchen Sie dann noch die Miete?

Ich möchte das Haus renovieren lassen.

Das tun doch wir.

Und außerdem wohnen wir es glücklich.

Also gut, meinetwegen holt der Kuckuck.

Ich schenke Ihnen die Miete.

Sie können umsonst wohnen.

Damit der Ärger endlich ein Ende hat.

Vielen herzlichen Dank.

Und sagen wir als Schmerzensgeld für alle drei

Zentner Schokoladenbrezel.

Danke.

Später ist der Zappergeck eine Weile verschwunden.

Man findet ihn im Bad.

Mit Waschpulver hat er sich ein Schaumbad bereitet.

Und davon getrunken.

So gibt es zum Schokoladenbrezelfest noch kostenlos Luftballons.

So wird dieser Tag doch noch ein glücklicher

in der Backpflaumenallee 17.

Doch wer glaubt, ab jetzt wäre die große

Ruhe im Haus eingekehrt, der irrt sich.

Ein paar Tage später werden hier merkwürdige Dinge

geschehen.

Ja in Staken an der Kruke stand ein

Häuschen mal leer.

Heute oben drinnen die Katze und ein Haufen

Leute mehr.

Gut, und nun ist Zappergeck wie im Cinema

weg.

Uns gefällt's in dem Bau.

Kettenknack und das Lama, Stolpervogel und ich, alle

finden's ganz toll in dem Haus von Maulwich.

Uns macht Spaß in dem Park.

Wir ziehen niemals weg.

Wir ziehen niemals weg.

Schein die Sonne, gibt's Frühstück meist draußen im

Garten.

Beim Mondschein, da sitzt man im Haus und

spielt Kartenspiel.

Wir ziehen nie wieder weg und sind Zappergeck.

Uns gefällt dieser Bau.

Unsere Katze, die ist ein besonderer Schatz.

Denn bei ihr findet jeder den richtigen Platz.

Wir ziehen nie wieder aus.

Uns gefällt's in dem Haus.

Das ist das Haus in der Backpflaumenallee mit

der Nummer 17.

Die Katze mit Hut hat es von Direktor

Maulwisch gemietet.

Das ist er.

Ich bin zu gutmütig.

Tausend Mark Miete könnte ich für das Haus

verlangen.

Jetzt habe ich es dieser Katze umsonst gegeben.

Ich bin zu gutmütig.

Dabei bevölkert diese Katze mein Haus mit lauter

Sonderlingen.

Stimmt.

Einige kuriose Leute sind gleich zu der Katze

gezogen.

Marianne, das Nudelhuhn, leckt täglich das Frühstücksei.

Kapitän Knark versorgt den Garten und erledigt die

kleinen Reparaturen im Haus.

Der Stolpervogel ist der Empfangschef.

Für musikalische Unterhaltung sorgt Baby Hübner.

Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest

an Bord.

In den Kesseln da faulte das Wasser und

täglich ging einer über Bord.

Ahoi!

Ahoi!

Kleines Mädel!

Ahoi!

Ahoi!

Das Lama ist besonders merkwürdig.

Wenn es einschläft, geht es meistens rückwärts und

es schläft oft ein.

Aber weil sein Hinterteil klüger ist als sein

Vorderteil, kommt es auch immer dahin, wo es

hin möchte.

Im ersten Stock und möglichst dunkel haust der

Hundertfuß.

Er hat eine fantastische Sammlung von gebrauchten Glühbirnen.

Die hat er in die Filzpantoffeln versteckt, die

noch von Direktor Maulwitz' Vater stammen.

Der Hundertfuß ist wirklich für ihn noch nicht

scheu.

Tja, und dann gibt es da noch den

Zappageck.

Zappageck!

Ein schwieriges Kind, findet die Katze.

Ganz anders als die Puddingbrumsel.

Die ist anschmiegsam und schüchtern.

Schokoladen, Vanille, Erdbeerbrombeer, Himbeerpudding, brums, brums.

Unten im Keller hausen die Erbsensteins, Zwillinge und

Erfinder.

Im Augenblick tüfteln sie an einer Hosenzerreißmaschine herum,

weil dann vielleicht ihre Hosenstopfmaschine besser zum Einsatz

kommt.

So viele Leute im Haus wollen ernährt sein.

Deshalb arbeitet die Katze als Werbehäklerin, damit die

Leute mehr Häkelgarn kaufen.

Anfangs war das ein großer Erfolg, aber dann

ist im Städtchenstackeln an der Kruke alles gehäkelt,

was gehäkelt werden kann.

Das Geschäft geht schlecht.

Ist hier keine Bedienung?

Ich brauche ein Gummiband.

Ach, wie schade.

Ich hatte schon gehofft, Sie wollten Häkeln lernen.

Leider ist im Augenblick niemand von Tapp und

Tante anwesend.

Häkeln?

Ich?

Nein, danke.

Ich hasse diese Häkelei.

Aber Sie haben eine angenehme Stimme.

Liebenswürdig irgendwie.

Können Sie lesen?

Aber selbstverständlich, meine Dame.

Hier bitte, lesen Sie.

Irgendwo.

Hundert Jahre ist es her, da wohnten in

einem Haus arme, aber rechtschaffene Leute.

Eines Abends war im Keller des Hauses direkt

unter dem Fußboden ein merkwürdiges Geräusch zu hören.

Es klopfte.

Ja, es klopfte.

Dumpf und unregelmäßig.

Als ob einer raus wollte.

Den Hausbewohnern erstarrte das Blut in den Adern.

Schließlich fasste die Mutter Mut und begann an

der Stelle zu graben.

Und was findet sie?

Einen halben Meter tief unter der Erde vorzüglich.

Sie lesen vorzüglich.

Das Buch wirkt noch spannender, als es ohnehin

schon ist.

Wissen Sie was?

Ich stelle Sie ein.

Als Vorleserin.

Dreimal die Woche zur Teezeit.

Ich werde Sie gut bezahlen.

Namen?

Die Zukunft ist gesichert.

Wir gehen fröhlichen Zeiten entgegen.

Ich habe eine neue Stelle.

Kriege ich dann eine neue Hose?

Mein Tabak geht auch zu Ende.

Honigpudding.

Ich wünsche mir zum Geburtstag einen Regenschirm.

Ich kann Regen nicht ausstehen.

Wann hast du den Geburtstag?

Das weiß ich leider nicht, liebe Marianne.

Ich wäre jedenfalls glücklich über einen neuen geeigneten

Eierbechern-Doodle-Doodle.

Eine Badewanne voll Spaghetti-Eis möchte ich.

Ich sehe schon, das Geld wird doch nie

reichen.

Der Maulwisch ist zu dick.

jeden Abend einen langen Spaziergang machen.

So kommt er mal wieder am Haus Nummer

17 vorbei.

Ich hätte ja gern mal wieder die Nase

reingesteckt.

Aber es ist wohl nicht mehr die passende

Zeit zum Besuch machen.

Die schlafen sicher schon alle.

Nein, im Keller ist doch Licht.

Ob das diese komischen Erfinder sind?

Machen Sie

bitte kein Geräusch.

Wir wollen niemanden wecken.

Es muss vorläufig noch ein Geheimnis bleiben.

Was denn?

Hoffentlich nichts Schlimmes.

Nein, etwas Gutes.

Ich prüfe gerade, ob es hier klopft, unterm

Fußboden.

Wer soll denn da klopfen?

Der vergrabene Schatz natürlich.

Machen Sie keine Scherze zu nachtschlafender Zeit.

Ich mache keine Scherze.

Ich lese nur das Geheimnis.

Ich lese gerade ein Buch mit vergrabenen Schatzgeschichten.

Eine sehr ernste Sache.

Da hat eine arme Familie eine Truhe voller

Goldtukarten gefunden, unterm Kellerboden.

Und der Schatz hat vorher geklopft.

Psst.

Hören Sie was?

Nein.

Hat es denn tatsächlich geklopft?

Bisher nur einmal.

Und das waren Sie, vorhin am Fenster.

Man muss einfach zu graben anfangen.

Manche Schätze melden sich vielleicht erst nach Mitternacht.

Denken Sie an Ihre Gesundheit.

Sie werden sich überanstrengen.

Der Arzt hat mir Bewegung verordnet.

Nichts ist gesünder für mich als Schatz graben.

Seltsam, seltsam.

Eine ausgesprochen unruhige Nacht.

Was ist nur los im Haus?

Also hier, wo ich grabe, liegt er nicht.

Und ich will Ihnen was sagen.

Ich habe die Lust am Schatz graben verloren.

Ich gehe lieber.

Aber vergessen Sie nicht, für den Fall, dass

Sie den Schatz noch finden sollten, die Hälfte

bekommt immer der Hausbesitzer.

Soviel ich weiß.

Gute Nacht.

Das darf doch wohl nicht wahr sein.

Grausig sieht es hier aus.

Ich denke, ich werde morgen weitermachen.

Im Frühtau zu Berge, wir ziehen Faldera.

La la durch die Berge und die Höhen

faldera.

Wir wandern ohne Sorgen, singen durch den Morgen.

Ehe im Tale die Hähne krähen.

La la la la la la.

La la la la la la.

Tra tra tra.

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Proms, Proms, Frühstücksbrötchen.

Dudeldudel, weißt du, was passiert ist?

Ich wünsche einen schönen guten Morgen.

Kapitän Knark ist weg.

Unsinn.

Weg, weg, weg, Dudeldudeldudeldudel.

Knark, mitten in der Nacht, ohne ein Wort

zu sagen.

Ich habe ihn wegschleichen hören.

Er ist geflüchtet.

Unsinn, vermutlich ist er angeln gegangen.

Und wozu dann diese Heimlichkeit?

Warum sagt er mir nicht?

Ich glaube, er ist in den Kälbern gegangen.

In den Keller?

Hey, Kapitän.

Es ist Frühstückszeit.

Haben Sie noch keinen Appetit?

Doch, doch.

Appetit für drei.

Ich nehme an, Sie graben nach Angelwürmern.

Obwohl der Ort dafür etwas ungewöhnlich ist.

Oder bohren Sie nach Öl?

Nach Öl?

Was, was, was?

Ich habe heute Nacht eine Schaufel klirren hören.

Ein Wächter muss feine Ohren haben.

Ich mache also die Kellertür auf.

Und da riecht es nach Maulwisch.

Und ein Loch ist im Boden.

Dann habe ich mich erstmal in die Diele

gesetzt und nachgedacht.

Wozu wühlt jemand in seinem eigenen Keller?

Da gibt es nur eine Lösung.

Da wird ein Schatz ausgegraben.

Wow, wow, wow, wow.

Und, haben Sie den Schatz gefunden?

Leider nein.

Leider nein.

Nun, jetzt wird erstmal gefrühstückt.

Aber vergessen Sie nicht vorher zu duschen.

Sonst erkennt Sie keiner.

Jetzt fehlt Baby Hübner.

Es ist doch nicht.

Es kann doch nicht.

Sehen wir gleich im Keller nach.

Wir haben mal in der Südsee nach einem

Piratenschatz gegraben.

15 Mann.

22 Tage lang.

Und ihn dann doch nicht gefunden.

Das muss man sich mal vorstellen.

Wuff, wuff, wuff.

Baby Hübner.

Wozu brauchst du denn einen Schatz?

Oh, oh, oh.

Wozu?

Aber den kann doch jeder brauchen.

Ich werde mir ein Schloss bauen.

Mit 20 Zimmern.

Und in jedem steht ein Klavier.

Nein, ein weißer oder ein schwarzer Konzertflügel.

Wenn ihr wisst, was das ist.

Dudeldudel, ich will auch mal Schatz graben.

Dudeldudel, oh.

Zapper, zapper.

Sand raus, Brotsifarbe raus.

Ich glaube wir sind alle zusammen nicht mehr

Battros, meine Lieben.

Jetzt werden wir alle erstmal duschen.

Und uns dann im Garten beraten.

Musik Nehmen wir mal an, es

ist unter unserem Haus tatsächlich ein Schatz vergraben

oder irgendwo auf dem Grundstück.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder der Schatz

klopft, das tut er offenbar nicht, oder er

klopft nicht, wenn Sie das meinen.

Zapper, zapper, dreck, dreck, dreck.

Was kann man da tun, Werteherrschaften?

Wenn ich meinen Schatz nicht finden kann, tu

ich ihn suchen.

Jedenfalls müssen wir planmäßig suchen, das ist das

Erste.

Oh ja, das ist eine gute Idee.

Und zweitens.

Na, was meinen Sie, Kapitän Knapp?

Wufft, wufft, ich denke, man sollte das richtige

Werkzeug haben.

Genau.

Und da zwei Erfinder im Hause wohnen, sollten

wir was bestellen?

Na?

Eine Schatzsuchmaschine.

Wufft, wufft, wufft, wufft, wufft.

Was meinen Sie dazu, Gebrüder Erbsenstein?

Wir danken für das erwiesene Vertrauen.

Wir halten die Idee für vorzüglich und wollen

uns gleich an die Arbeit wachen.

Ja, genau!

Am Nachmittag kommt wieder der Maulwisch vorbei, aber

die Katze wimmelt ihn schnell ab.

Na, was ist mit dem Schatz?

Nichts, Herr Maulwisch.

Eine Falschmeldung.

Ich muss mich geirrt haben.

Mhm.

Aber den Keller müssen Sie wieder in Ordnung

bringen.

So?

Schließlich haben Sie mit dem Graben angefangen.

Und wenn Sie doch was finden, vergessen Sie

nicht, die Hälfte gehört mir.

In der Kellerwerkstatt geht es in den nächsten

Tagen hoch her.

Die Erbsensteins gönnen sich keine Ruhe.

Schließlich bauen sie die Schatzsuchmaschine direkt am Gratloch

zusammen.

Diese Maschine arbeitet nach dem Maugust-Prinzip.

Vorne hat sie eine Schnauze.

Das ist der Bohrer.

Hier an den Seiten sehen Sie die Schaufel.

An jeder Seite zwei.

Und das hier hinten ist der Stopfstempel.

Der stopft die ausgebohrte Erde hinten wieder fest.

Damit kein Hullergang entsteht.

Im werden wir selber sitzen.

Vorne ein Erbsenstein, der bohrt.

Hinten ein Erbsenstein, der stopft.

Ferner jeder leise gehende Spiritusmotor.

Und ein Kompass.

Sehr wichtig für die richtige Richtung.

Ein Frischluftapparat.

Und eine Schatzglocke.

Wenn sich die Bohrschnauze einem Schatz auf 50

cm nähert, schlägt diese kleine Glocke an.

Und hier sehen Sie den Bohrplan.

Das ist Stackeln an der Kruke.

Die Erbsensteins wollen sternförmig bohren.

Jeden Tag vom Keller aus eine neue Strecke.

Gleich darauf sitzen die Erfinder schon in der

Schatzsuchmaschine.

Und los geht's.

Was und schon bohren?

Ach, wenn es doch was bohren würde.

Schon am 1.

Tag finden die Erbsensteins etwas.

Zwar keinen Schatz, aber doch etwas Hübsches.

2 Uniformknöpfe, vielleicht vom Kaiser Napoleon.

Sie müssen natürlich geputzt werden.

Und eine Lockenbrennschere.

Einen Knopf bekommt Kapitän Knak.

Den anderen das Dudelhuhn.

Es will eine Knopfsabblung beginnen.

Und die Lockenbrennschere wollte Baby Hübner.

Damit er wie ein Künstler aussieht.

Die Erbsensteins sind jeden Tag unterwegs.

Die ganze Woche lang.

Es ist furchtbar spannend.

Und

los geht's.

Da ging die Tür auf und 2 finstere

Gesellen mit Messern in der Hand wurden sichtbar.

Der Schnurrbärtige zog einen riesigen Revolver und knurrte.

Ob sie wohl heute den Schatz finden?

Wie bitte?

Oh, Verzeihung.

Und knurrte Hände hoch und las die Messer

fallen.

Sie sind diese Woche nicht ganz bei der

Sache, meine Liebe.

Tut mir leid.

Zu Hause ist es im Augenblick sehr aufregend.

In diesem Augenblick öffnete sich der Kühlschrank und

Kommissar Knerig kroch heraus.

Er wackelte mit den Ohren und sagte, was

sie wohl heute mitbringen?

Ja, die Katze ist nicht ganz bei der

Sache.

Denn um diese Zeit abends tauchen ja immer

die Gebrüder Erbsenstein auf.

Jeden Tag bringen sie was anderes mit.

Dienstags eine Schnurrbarttasse, mittwochs ein Brillengestell und eine

Teekessel, donnerstags eine uralte ausgebrannte Glühbirne, freitags ein

Puppenbein und eine Puddingform.

Jeder bekommt was ab.

Musik

Musik Man

muss sich damit abfinden, dass bei uns nur

Schnurrbarttassen und Puppenbeine unter der Erde liegen.

Der Schatz liegt irgendwo anders.

Ehrlich gesagt, wenn man das viele Geld findet,

hat man nur Sorgen.

Der Maulwisch will die Hälfte haben, dann kommen

die Steuern und die Diebe.

Am Ende lebt man ruhiger ohne Schatz.

Wir haben beschlossen, noch nicht aufzugeben.

Aber möglicherweise kommen wir heute Abend nicht zurück.

Am übernächsten Abend kommt Bürgermeister Mumpfinger spät aus

dem Rathaus.

Er hat lange gearbeitet.

Plötzlich steht er stark vor Schreck.

Oh, oh, oh, oh, oh, meine Stadt wird

unterwühlt.

Gespenster?

Verbrecher?

Uns scheint, wir haben etwas zu hoch gebohrt.

Alarm.

Feuerwehr.

Polizei.

Raus aus den Becken.

Lassen Sie den Marktplatz umzingeln.

Die Stadt ist bedroht.

Vor dem Rathaus kommen kleine Männer aus der

Erde.

Halt!

Keiner rührt sich von der Stelle.

Aber das ist ja...

Was ist denn los, Herr Bürgermeister?

Schon drei Tage sind die Erbsensteins weg.

Langsam mache ich mir Sorgen.

Vielleicht sind sie ausgewandert, Dudelduddel.

Auf, du junger Wandersmann.

Bitte.

Babyhübner.

Sehen Sie nicht, dass Sie unsere Katze nervös

machen.

Sonntagspudding.

Brumms, brumms.

Hört doch mal her, was in der Zeitung

steht.

Sieht unser Bürgermeister Gespenster.

Großalarm in Stacken.

Bürgermeister Mumfinger, CPD, will in der Nacht zum

Montag eine maulwurfartige Maschine gesehen haben, die angeblich

durchs Pflaster des Marktplatzes brach und der zwei

kleinen Männer entstiegen sein soll.

Ist unser Bürgermeister politisch noch zu halten?

Die Erbsensteins.

Dudelduddelkack.

Oh nein.

Wer weiß, was das noch für Ärger gibt.

Und den Bürgermeister halten jetzt alle für einen

Idioten.

Wuff, wuff, wuff.

Was machen Sie denn in meinem Garten?

Verzeihung, meine Dame.

Heißen Sie zufällig Mimi?

Richtig.

Mimi Wesche.

Geborene Panther-Pot.

Dann dürfte das Ihr Fingerhut sein.

Offenbar aus Gold.

Und innen steht für Mimi.

Nein, welche Freude.

Dass ich den noch mal wiedersehen würde, hätte

ich nie geglaubt.

Er ist nämlich ein Erbstück.

Schon meine Großmutter hat ihn geschenkt bekommen.

Die hieß schon Mimi.

Und dann die Mutter und dann ich.

Aber vor 15 Jahren, als wir die Stachelbeerbüsche

gepflanzt haben, da war er plötzlich weg.

Drei Tage habe ich geweint.

Nein, so eine Freude.

Und so marschieren die Erbsensteins drei Tage später

wieder zurück ins Haus.

Und woher kommen die schönen neuen Anzüge?

Die hat uns Mutter Mimi Wesche gelegt.

Aus Dankbarkeit.

Sie ist eine gute Schneiderin, nicht wahr?

Nicht schlecht, nicht schlecht, Duddel-Duddel.

Und wo ist die Schatzsuchmaschine geblieben?

Die war schon ziemlich ausgeleiert zuletzt.

Hat gerappelt und geploppert.

Sie steht jetzt senkrecht im Mutter Wesches Garten.

Als Vogelscheuche.

So ist fürs Erste wieder Ruhe in die

Backpflaumenallee eingekehrt.

Doch eines Tages steht seltsamer Besuch vor der

Tür.

Aber bis dahin dauert's noch ein kleines Weilchen.

Ja, in Staken an der Kruge stand ein

Häuschen mal leer.

Heute wohnt drin die Katze und ein Haufen

Leute mehr.

Duddel-Duddel-Zapper-Kack.

Wir ziehen Mimi da weg.

Ups, falsch.

Wow, wow.

Und sind fels in den Bau.

Käpt'n Knack und das Lama, Stolpervogel.

Und ich.

Alle finden's ganz toll in dem Haus von

Maulwisch.

Duddel-Duddel.

Wapp, wapp, wapp.

Uns macht Spaß in dem Kaff.

Brumms, Zapper-Kack.

Wir ziehen Mimi da weg.

Scheint die Sonne.

Gibt's Frühstück meist draußen im Garten?

Bei Mondschein, da sitzt Mann im Haus und

spielt Karte.

Wir ziehen Mimi da weg.

Brumms, Zapper-Kack.

Uns gefällt dieser Bau.

Duddel-Duddel.

Miau.

Eines schönen Vormittags kommt Besuch in die Backpflaumenallee

Nummer 17 in Stackeln an der Kruge.

Guten Morgen, werte Herren.

Schönes Wetter heute, nicht wahr?

Darf ich um die werte Garderobe bitten?

Danke sehr.

Wir haben weder Hut noch Mandel, wie Sie

sehen.

Melden Sie uns bitte der Dame des Hauses.

Verzeihung, es gibt hier nur eine Katze des

Hauses.

Ja so, vermutlich.

Dann...

Es heißt ja auch nicht Hausdame, sondern Hauskatze.

Professor A.

Bleibahn.

Doktor E.

Musel.

Oh, Besuch.

Morgen.

Professor A.

Bleibahn.

Doktor E.

Musel.

Wir kommen vom Institut zur Erforschung der Gliederfüßen.

Universität Uppsala.

Uppsala, was für ein hübscher Name.

Das klingt wie Hopsasa.

Es liegt in Schweden.

Aber kommen Sie doch herein, meine Herren.

Wir haben eine lange Reise hinter uns.

Und zwar im Dienste der Wissenschaft.

Gestatten Sie eine Frage, gnädige Frau?

Haben Sie...

Haben Sie einen Hundertfuß im Haus?

Ja, allerdings.

Woher wissen Sie das?

Es hat sich herumgesprochen unter uns.

Ist es ein...

Ist es ein schraubensammelnder Hundertfuß?

Nein, das wohl nicht.

Es ist ein glühbirnensammelnder.

Fantastisch.

Großartig.

Das ist ein...

Das ist ein Glückstag heute.

Sie sagen es, Professor.

Glühbirnensammelnde Hundertfüße sind sehr, sehr selten.

Sehr.

Nur drei sind im ganzen bisherigen...

Nur drei sind bekannt.

Dies ist der vierte.

Ob man Ihren Hundertfuß fotografieren darf?

Fotografieren darf?

Es wäre ein großer Gewinn für die Wissenschaft.

Von mir aus gerne.

Aber man müsste den Hundertfuß selber fragen.

Er ist nämlich außerordentlich lichtscheu und sehr schüchtern.

Deswegen lassen wir auch immer die Fensterläden geschlossen

in seinem Zimmer.

Wie wollen Sie ihn da überhaupt fotografieren?

Mit Blitzlicht, gnädige Frau.

Gott behüte Blitzlicht.

Da kann ich Ihnen wenig Hoffnung machen.

Aber Fragen kostet ja nichts.

Bitte, gnädige Frau.

Bitte.

Marianne Dudelhohn.

Professor A.

Bleibein.

Doktor E.

Musel.

Wer ist da bitte?

Ich.

Kommen Sie rein.

Entschuldigen Sie, wenn ich Sie mitten in Ihrer

Nacht störe.

Das sind zwei gelehrte Herren.

Die möchten Sie fotografieren.

Mit Blitzlicht.

Mich fotografieren?

Wie interessant.

Aber mit Licht, oh Schreck.

Kann man mich denn nicht ohne Licht fotografieren?

Ausnahmsweise?

Ich fürchte, nein.

Aber meine Liebe, Sie wissen doch, wie sehr

mir bei Licht die Augenweh tun.

Ich bin doch ausgesprochen lichtscheu.

Guten Tag, meine Herren.

Wir haben die Ehre, uns Ihnen vorzustellen.

Wir sind die Gebrüder Erbsenstein.

Erfindungen aller Art.

Professor A.

Bleibein.

Doktor E.

Musel.

Leider wird nichts aus dem Fotografieren.

Beim Wort Blitzlicht ist der Hundertfuß regelrecht zusammengezuckt.

Das ist ja eine schreckliche...

In der Tat, eine schreckliche...

was?

Nachricht.

Aber muss es denn unbedingt ein Hundertfuß sein?

Dieses Haus hier wimmelt geradezu von seltenen Tieren.

Kapitän Knark?

Guten Tag, was?

Nehmen Sie zum Beispiel Kapitän Knark.

Ein Hund, der zur See gefahren ist.

Tahiti, Rio, die Kürbisinseln.

Der fürchtet sich bestimmt vor keinem Blitzlicht.

Wir sind mal in einen Taifun geraten mit

Blitzen.

So lang...

Nein, es muss ein Hundertfuß sein.

Nur seinetwegen sind wir so weit gereist.

Und wie wäre es mit unserem Empfangsschiff?

Ein Stolpervogel.

Vielleicht entfernt mit den Störchen verwandt.

Sehr selten.

Nicht selten genug.

Und das Lama da draußen?

Sein Hinterteil ist klüger als sein Vorderteil.

Wo hat man das schon?

Ein Lama kann doch nie einen Hundertfuß...

Hundertfuß ersetzen.

Und ohne ein Foto von ihrem Glühbirnensammelnden Hundertfuß

trauen wir uns überhaupt nicht nach Uppsala zurück.

Wenn Sie eine ausgebrannte Glühbirne für seine Sammlung

haben, sagt er bestimmt nicht nein.

Ja, eine Blitzlichtbirne.

So eine fehlt ihm noch.

Wenn es weiter nichts ist, die kann er

haben.

Alle kann er haben, alle ausgebrannten.

Ja, was würdet Ihr Landratten ohne einen alten,

einfallsreichen Seebären machen?

Eigentlich müsste ich ja Seehund sagen.

Aber das ist wohl was anderes.

So kommt es, dass der Hundertfuß sich doch

noch umstimmen lässt.

Allerdings will er sich nur mit geschlossenen Augen

fotografieren lassen.

Das war seine Bedingung.

Ist es so recht?

Oder so?

Oder so?

Ja, Augenblick.

Und jetzt Augen zu.

Ja, jetzt seitlich und...

Augen zu.

Wie wär's denn so?

Ausgezeichnet.

Ja, ausgezeichnet.

Und Sie können ruhig auch mal was sagen,

Doktor.

Augen zu.

Und nochmal Augen zu.

Und was werden Sie mit den Fotos machen?

Die werden dann in der Naturforscherzeitung...

In der Naturforscherzeitung abgedruckt.

Wenn Sie mit dem Hundertfuß fertig sind, kommen

bestimmt wir dran.

Wir sind ja streng genommen alle selten.

Jeder auf seine Art.

Was?

Du meinst, wir werden alle fotografiert?

Genau das meine ich.

Und die schönsten Fotos hängen wir uns in

die Diele.

Ich zum Beispiel lasse mich viermal fotografieren.

Mit dir, mit der Brummsi, mit dem Zappergeck

und einmal allein.

Inzwischen fragen die zwei Gelehrten den Hundertfuß fürchterlich

aus.

Schlafen Sie auf der linken Seite oder auf

der rechten?

Auf dem Bauch.

Lesen Sie viel?

Bei der Beleuchtung höchstens mal die Nachtausgabe der

Abendzeitung.

Woran denken Sie meistens?

Dass bloß keiner Licht macht.

Was ist Ihre Lieblingsspeise?

Ihr Lieblingsgericht?

Diese dunklen Stängel da, wie heißt die gleich

wieder?

Schwarzwurzel.

Die machen aber lange da oben.

Wissenschaft dauert eben lange.

Welchen Hut ich wohl zum Fotografieren aufsetze?

Puttenhut.

Also ich möchte mit einem Ei fotografiert werden.

Aber liebe Marianne, mit was für einem Ei?

Das habe ich doch heute Morgen gegessen.

Dann müssen wir eben eins kaufen.

Was?

Du lässt dich mit einem fremden Ei fotografieren?

Ich glaube, mit Brille sehe ich am besten

aus.

Da kommt doch die Intelligenz zum Vorschein.

So, das hätten wir leider.

Ist er 100 Fuß am Schluss eingeschlagen?

Für ihn ist eben der Tag Nacht.

Und wer kommt als nächster dran?

Als nächster?

Wieso?

Zum Fotografieren.

Liebe gnädige Frau, wir...

Wir sind Naturforscher und keine Berufsfotografen.

Aber bei uns gibt es Tiere, die sind

so selten, die dürfte es gar nicht mehr

geben.

Hier zum Beispiel, der Zappergeck.

Zappergeck, Zappergeck, Zappergeck, Zapper.

Ich will fotografiert werden.

Nicht so frech, bitte.

Pst, du kommst sicher dran.

Interessant, wirklich.

Aber da müssen Sie sich an die Reptilienforscher

wenden.

Wir sind nur zuständig für Gliederfüßler, verstehen Sie?

Die Krabbelkiere, alles, was mehr als vier Beine

hat.

Wenn es weiter nichts ist, hier, eine echte

Puddingbrumsel.

Schokoladenpudding, Vanillepudding, Erdbeerpudding, Gulaschpudding, Brumms,

Brumms, Brummsel.

Professor A.

Bleibein.

Dr. E.

Musel.

Leider, gnädige Frau, gibt es Brummseln wie Sand

am Meer.

Auch Puddingbrummseln?

Ich bin ein sehr seltenes Tier.

Ich bin ein Musikschwein.

Eines Tages gehe ich zur Oper.

Ich muss fotografiert werden, am Klavier.

Himmel und Erde werden vergehen.

Aber die Pudding...

Wie viel Beine hast du?

Hast du nicht gehört, was der Professor gesagt

hat?

Vier.

Also dann verschont den Professor Bleifuß mit deinem

Gesang.

Bleibein, bitte, Professor A.

Einen Augenblick, bitte.

Also, meine Herrschaften Kierert, wir haben uns entschlossen,

ausnahmsweise ein Gruppenfoto von Ihnen anzufertigen.

Ein Sofortbild, als Erinnerung sozusagen.

Jawohl.

Nun, sind

Sie soweit?

Sieh doch mal weg!

Nicht so!

Lass mich doch auch nach vorne!

Achtung, Achtung!

Jetzt bitte ruhig halten!

Was?

Du hast genau vor mir geschlafen.

Ich habe die Silberhühner in die Hand genommen.

Das ist ja Dodeldode, gerade wo ich gehe.

Wieso hat man mich nicht aufgeweckt?

Was macht das für einen Eindruck?

Und wo ist mein Kopf?

Wo ist bitte mein Kopf, werte Herren?

Meine Frisur ist nicht in Ordnung.

Wer bin jetzt ich?

Und wer bist du?

So klein bin ich nicht, Brumms, Brumms, Brumms.

Ein scheußliches Bild.

Zapperdreck, Zapperdreck, Zapperdreck, Dreck, Dreck, Dreck.

Das soll ich sein?

Nie und nimmer.

So wie man aussieht, Kapitän, so sieht man

nun mal aus.

Schöner werden wir alle nicht durchs Fotografieren.

Ich finde mich eigentlich ganz hübsch.

Was, was, was, was?

Aber Sie haben ja recht, Kapitän.

Die meisten von uns sind schlecht zu sehen

auf dem Bild.

Was kann man auch von einem Gruppenfoto erwarten?

Den Hundertfuß haben Sie von allen Seiten fotografiert.

Und was wird uns einem geboten?

Jedenfalls nichts, was man an die Wand hängen

kann.

Dafür wäre mir sogar der Nagel zu schade.

Vor allen Dingen wäre es eine bessere Idee,

wenn Sie nichts mit dem Deutschen um sich

rauslassen würden.

Mal sagen, Sie nichts mit dem Deutschen um

sich rauslassen würden.

Man sollte die beiden mit ihren Fotoapparaten im

Hause festhalten.

Es müsste einem etwas einfallen, den Sie nicht

widerstehen können.

Wie die Glühbirnen für den Hundertfuß.

Wir haben mal einen Matrosen reingelegt, als wir

vor den Kürbisinseln festsaßen.

Ich glaube, es ist noch ein bisschen übrig.

Wovon sprechen Sie, Kapitän?

Von der Leuchtfarbe, mit der die Erbsensteins die

Schatzsuchmaschine angemalt haben.

Und Sie meinen?

Wenn ich ein paar Tabakkrümel drüber streue?

Muss ich denn, muss ich denn zum Städtele

hinaus, Städtele hinaus.

Und du, mein Schatz, bleibst hier.

Wenn ich komm, wenn ich komm, wenn ich

wieder, wieder komm, wieder, wieder komm, kehr ich

ein, mein Schatz, bei dir.

La, la, la, la, la, la, la, la,

la, la, la, la, la, la, la, la,

la.

Wenn ich komm, wenn ich komm, wenn ich

wieder, wieder komm, wieder, wieder komm, kehr ich

ein, mein Schatz, bei dir.

Nun denn.

Nun denn, unseren verbindlichsten Dank.

Was halten Sie eigentlich von Leuchtmotten, meine Herren?

Können die Schaden anrichten, wenn man sie im

Hause hat?

Nichts halte ich davon, gar nichts.

So was gibt's nämlich gar nicht.

Doch, doch, in diesem Haus gibt's welche.

Orange-rot und klein wie Tabakkrümel.

Wo sind die Motten?

In der Dachkammer, hinterm Zimmer vom 100 Fuß.

Leuchtmotten?

Weißt du das nicht?

Ich erschrecke mich jedes Mal, wenn ich bei

Regen die Wäsche dort aufhängen muss.

Das sollten wir uns ansehen, Herr Professor.

Ansehen kostet ja nichts, Herr Doktor.

Das ist der schönste Tag meines Lebens.

Ich habe soeben ein vollständig unbekanntes Tier entdeckt.

Vollständig unbekannt.

Die Welt wird Augen machen, wenn sie das

erfährt.

Und ich taufe es hiermit auf den Namen

Bleibeinschefeuermotte.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Professor.

Herzlichen Glückwunsch.

An Abreise, Herr Doktor.

Ist natürlich nicht zu denken.

Natürlich nicht.

Jetzt müssen die Tierchen ja erst erforscht werden.

Fühlen Sie sich hier wie zu Hause?

Die Frage ist nur, wo Sie übernachten werden.

Hier in der Dachkammer.

Nötige Frau, immer neben der Entdeckung.

Wir haben alles Nötige mit.

Wenn Sie uns vielleicht jemand von den Hausbewohnern

als Gehilfen zuteilen könnten?

Oh, da darf ich bitte, darf ich bitte?

Ein Künstler braucht nämlich Anregung und Entspannung.

Also bitte, betrachten Sie Bibi Hübner als Ihren

Assistenten.

So kommt es, dass aus der Dachkammer ein

Forschungslabor wird.

Im März sind der Bauer die Röstlein einspannt.

La, la, la, la, la, la, la, la,

la, la.

Eigentlich hast du doch die Tiere entdeckt.

Sie müssten also Katzische Feuermotten heißen.

Wuft, wuft.

Vielleicht auch Knacksche.

Hauptsache, wir werden am Ende alle doch nur

fotografiert.

Einzeln und von allen Seiten.

Können wir bitte etwas H2O haben?

Was willst du?

H2O, zu deutsch Wasser, Wasser.

Du weißt, wo der Hahn ist.

Bibi Hübner ist übergeschnappt.

Wir verstehen eben nichts von Wissenschaft.

Verzeihung, Bibi Hübner.

Haben Sie vielleicht eine Minute Zeit für uns?

Aber wirklich nur eine Minute.

Wir sind mitten im Mikroskopieren.

Nur eine vertrauliche Frage.

Eines fällt auf in diesen Tagen.

Die Gebrüder Erbsenstein lauern Bibi Hübner ständig auf.

Was sie nur von den musikalischen Schweinchen wissen

wollen.

Auch Kapitän Knack und die Katze tuscheln dauernd

miteinander.

So was gab es früher nicht im Haus.

Aha, Sie meinen, man sollte sie nachts mal

etwas auffrischen.

Ich verstehe.

Marianne, das Dudelhuhn, ist richtig beleidigt.

Sie versucht den anderen das Kartenspiel beizubringen.

Nein, Stolpervogel.

Du darfst doch jetzt nicht den König auf

die Dame legen.

Dudeldudelduck.

Aber ich dachte, der Bube, die Ass.

Und wieso heißt das überhaupt Pieck?

Wenn ich Sie unterrichten darf, Marianne, der Zappergeck

hat sein Spiel gegessen.

Nein, nein, nein, so kann man doch nicht

spielen.

Na bitte, das sollte das Frühstücksei werden.

Und jetzt ist erst früher Abend, Dudelduck.

In der Nacht geht es dann noch merkwürdiger

zu.

Entschuldige, Hundertfuß, wenn ich dich störe.

Nachts kann man mich gar nicht stören, solange

kein Licht gemacht wird.

Aber tagsüber werde ich ständig gestört von diesem

Forscher nebenan.

Kann kaum noch schlafen.

Bin ein richtiges Nervenbündel.

Die Katze hat sich diese Fotos in den

Kopf gesetzt.

Verrate nicht, dass ich hier war.

Ehrenwort.

Wer da?

Hilfe!

Diebe!

Räuber!

Herr Professor!

Der Hund!

Farbe, Professor.

Leuchtfarbe.

Und Tabakkrümel!

Betrug!

Betrug!

Wir reißen sofort ab, Doktor.

Man hat versucht, die Wissenschaft in das Licht

zu führen.

Es gibt keine Bleibeinschenfeuermutten.

Was?

Was?

Was?

Was?

Ich bin ein alleinstehendes Mädchen.

Meine Eltern waren arm, aber rechtschaffen.

Eine dramatische Situation!

Da ist was los in Haus Nummer 17

in der Backpflaumenallee.

Die Gelehrten packen noch in der Nacht ihre

Sachen und fahren wütend davon.

Nur einer ist froh, der Hundertfuß.

Heute wird er wieder mal ausschlafen können, um

ehrlich zu sein.

Alle sind froh.

Nur Baby Hübner ärgert sich, weil er die

Brille zurückgeben musste.

Auch die Katze ist verschnupft.

Jetzt hab ich sie verpflegt und untergebracht.

Und was haben wir davon?

Ein blödes Foto.

Aber dass Sie so auf meine leuchtfarbenen Tabakkrümelfeuermutten

hereingefallen sind.

Wow, wow, wow.

Kapitän Knark, Sie sind ein Spitzbube.

Aber, aber, ein Seemannsstreich.

Nichts weiter.

Nicht wahr, meine Liebe?

Wenn wir ein bisschen sparen, können wir uns

zu Weihnachten bei einem richtigen Fotografen Bilder machen

lassen.

Was war das?

Es klappt!

Es funktioniert!

Ein Blitzlicht!

Wozu bitte brauchen Sie ein Blitzlicht?

Ich bin richtig erschrocken, werte Herren.

Wir haben uns erlaubt, einen Fotoapparat zu erfinden.

Baby Hübner hat uns ein paar Tipps gegeben.

Es ist ein sehr schöner Apparat geworden.

Nur etwas groß.

Wir bekommen ihn nicht durch die Kellertür.

Doch wenn wir Sie in den Keller bitten

dürfen, wir werden Sie von allen Seiten fotografieren.

Bitte sehr.

Das ist aber eine gelungene Überraschung, meine Herren.

Bitte nicht drängen.

Jeder kommt ran.

Schön der Reihe nach.

Wenn ich als erste gehe, dann nicht aus

Eigenkeit, sondern weil ich sehen möchte, ob die

Erfindung ungefähr ist.

Ja, in Staken an der Kruke stand ein

Häuschen mal leer.

Heute oben drin die Katze und ein Haufen

Leute mehr.

Tote, totes Apparat!

Wir ziehen ihn wieder weg.

Wow, wow!

Und schütteln's in den Bau.

Kettenknack und das Lama, Stolpervogel.

Und ich.

Alle finden's ganz toll in dem Haus von

Maulwich.

Uns macht Spaß in dem Kaff.

Ums zappere Gack.

Wir ziehen ihn mal weg.

Scheint die Sonne, gibt's Frühstück, was draußen im

Garten.

Beim Mondschein, da sitzt man im Haus und

spielt Karte.

Wir ziehen ihn wieder weg.

Zappere Gack, uns gefällt dieser Bau.

Tote, totes Miau!

Unsere Katze, die ist ein besonderer Schatz.

Denn bei ihr findet jeder den richtigen Platz.

Tote, totes Zappere Gack.

Wir ziehen ihn wieder aus.

Wow, wow!

Uns gefällt's in dem Haus.

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