All language subtitles for 1970 - Mord im Pfarrhaus

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Original subtitles

Komm,

Herr Jesus, mach uns Platz. Das Leib ist die Gemüse.

Amen. Die Kartoffeln, Herr.

Die Glöcke sind da. Ja, danke.

Gemüse.

Nehmen Sie mal reichlich, Herr Hilfsaal. Ist gut für Sie.

Das Fleisch ist aber etwas zäh, Griselda. Ich weiß, Liebling. Bitte ist

trotzdem. Alles, was man uns vorsieht, müssen wir dankbar zu uns nehmen.

In Anbetracht der Not in den unterentwickelten Ländern.

Frau Pahn.

Ronny, jetzt sind Sie schon sechs Monate bei uns und nennen mich immer noch Frau

Pfarrer. Ich heiße Griselda.

Ein bisschen.

Das ist schon ein Kreuz für alle, dass ich so eine schlechte Hausfrau bin.

Nicht ein bisschen mehr.

den Dingen befestigen würde, Griselda.

Puh, ja, manchmal.

Aber dann wird alles noch schlimmer. Das kann man wohl sagen, liebe Tante.

Dennis, jetzt drei.

Rohrrüben.

Roh.

Und gekocht. Auch das noch.

Rohe Mohrrüben sind besonders gut für die Augen.

Tut mir leid, aber ich bin nun mal nicht zu Hause, Frau Bedrohung.

Und es wäre viel besser, wenn ich Mary alles überlasse.

Du machst es ihr aber leid.

Hallo?

Ja, Herr Oberst am Apparat.

Nein, nein, ich habe es nicht vergessen.

Ja, die Buchhaltung ist fertig. Sie können alles überprüfen.

Ja.

Naja, es ist... Ja.

Ja, Herr Oberst, auf Wiedersehen.

Ein hochverehrter Kirchenvorsteher. Dieser überhebliche alte Saufkopf.

Du hast dich doch nur in der Gemeinde so hoch angesehen, weil er reich ist.

Er mag niemanden und niemand mag ihn.

Und du magst ihn auch nicht.

Du bist jedes Mal völlig gereizt, wenn du mit ihm sprichst und ganz aufgeregt

hinterher. Also ich bin nie gereizt und ich bin auch nie aufgeregt.

Warum hat er sich denn heute früh so aufgeregt? Was führt nach der Kirche?

der Pfundnote von Fräulein Hartnell. Aber du hast doch gesagt, sie hat nur

Zehntschilling -Schein in den Klingelbeutel gelegt. Ja, sie schwört,

Pfund gewesen. Sie schwimmt, dass etwas faul wäre im Kirchenstaat. Dann dampft

er ab zum lieben Ober.

Er wird sich doch nicht mit einer solchen Lappalie befassen.

Ja, anscheinend doch.

Er will alle Bücher nachprüfen, ob auch alles korrekt verbucht ist.

Was? Und wenn es ihm Spaß macht?

Was ist denn los, Ronny?

Mir ist er wieder mal gar nicht gut.

Wollen Sie mich bitte entschuldigen?

Ja, ich gehe in den Garten. Ich brauche etwas frische Luft.

Der Ärmste hat kaum was gegessen.

Wundert dich das Gesell da? Dennis.

Len, sollten wir nicht vorschlagen, dass er woanders hinsieht?

Wo Sie kochen können.

Hm?

Ach, ja.

Ja, vielleicht.

Er scheint sich doch hier ganz wohl zu fühlen.

Der bleibt.

Und wenn er vor Hunger stirbt, der ist ja ganz verrückt nach dir.

Der arme Irre. Vielen Dank, Dennis.

Vielleicht glaubt der Oberste, dass ich Kirchengelder veruntreue.

Niemand kann sowas von dir glauben.

Wann kommt denn der Oberst?

Morgen Abend, Vette, nach sechs.

Mach dir doch nichts draus, Liebling.

Eines Tages knallt dir noch mal jemand über den Haufen.

So schrecklich das auch klingt, aber es hätte mir einen gefallen und vielen

anderen auch.

Hört euch den Herrn Pfarrer an.

Das wird eines Tages noch gegen dich angeführt, Onkelen.

Was machst du heute Nachmittag, Griebelda?

Wir schreiben die Preisetiketten für den Bazaar und klatschen ein bisschen.

Wer kommt denn?

Nur die Damen vom Komitee. Ein Hemden, Frau Preiss -Ridley.

Ach, und dieses schreckliche Freund Marple.

Warum ist denn Fräulein Marple so schrecklich?

Du weißt doch genauso gut wie ich, dass hinter ihrem engelhaften Getue die

größte Klatschphase vom ganzen Landbezirk steckt. Die Ridley ist noch

als die Marple. Und eines Tages teile ich daheim, was sie über Virginia gesagt

hat. Was hat sie denn gesagt?

Ach, genug.

Ach immer, dieser Lärm aus dem Garten von Frau Freifriedli.

Warum muss sie auch ausgerechnet wüchsen über ihre Bäume und Beete hängen?

Um die Vögel zu verscheuchen.

Sie sollte sich lieber selbst in den Garten stellen.

Wir sind noch nicht fertig, Meryl.

Ja, schon gut, aber in einer Viertelstunde kommt Tom Jones am Radio.

Und er ist doch mein Spezieller.

Dennis.

Sei ein Schatz und bring mir heute Nachmittag einen Kürbis vom Großbauern.

mir leid, ich habe keine Zeit. Ich bin verabredet zum Golf.

Mit Virginia.

Sehr richtig, mit Virginia.

Ich habe mich gleich gewundert, warum du heute so sauber und geschniedelt bist.

Meine Güte, ich komme noch zu spät.

Dürfte ich jetzt aufstehen?

Ja, bitte, ja, geh schon.

Möchtest du nicht noch etwas Pudding?

Nein, danke, liebe Tante. Die Kartoffelklöße haben mir gereicht.

Der Junge hat überhaupt keinen Respekt vor mir.

Oh Gott, dann meint es doch.

Natürlich nicht, er ist ein Schatz.

Ja, schön, dass ihr euch so gut versteht.

Jungen können sehr schwierig sein.

Dennis ist beinahe schon ein Mann.

Wieso?

Was hast du denn da?

Eine Nachricht für Dennis von Virginia. Er hat sie liegen lassen.

Ich glaube, Oberst Hempens Töchterchen entwickelt sich zu einer

männerverzählenden Pflanze. Aber ich habe doch noch ein Kind.

So?

Da bin ich nicht ganz sicher.

Endlich fertig? Ja, Mary, du kannst abräumen.

Nein, rette!

Das reicht allerhand los.

Was ist denn da los?

Frauen.

Mehrzahl?

Jawohl, Mehrzahl.

Das geht rein und raus aus dem Häuschen. Eine nach der anderen.

Meri, das ist doch nun alles Unsinn.

Herr Renning ist Künstler, er malt.

Ja, auch Frauen.

Und andere Sachen.

Jawohl.

Allerhand andere Sachen.

Sag mal, kannst du mit Mary nicht irgendwas unternehmen? Sie mal so ein

anleiten.

Ausgeschlossen. Wenn ich sie einarbeite, sind wir sie los.

Und so wie sie ist, nimmt sie keiner.

Ach, Susan!

Ja? Wir leben hier gewissermaßen.

Wo ist denn Dennis?

Haben Sie ihn denn nicht getroffen?

Er war doch mit Ihnen zum Golf verabredet. Zum Golf?

Ja, aber doch nicht heute, sondern Freitag. Heute ist doch Montag.

Dienstag.

Dienstag? Ach, du liebes Bisschen, da habe ich ja eine ganze Gesellschaft zum

dritten Mal zum Lunch versepst.

Wollen Sie telefonieren? Nein, danke, nicht nötig.

Sagen Sie mal, Herr Pfarrer, wenn ich meinen Bikini am Strand tragen darf,

ist es dann unstatthaft, wenn ich mich darin malen lasse?

Äh, wie bitte?

Ja, zu Hause hat es einen Riesenknatsch gegeben wegen Lorenz Redding.

Er sieht fabelhaft aus, finden Sie nicht? Wer?

Lorenz oder Ihr Bikini?

Paps hat ihm verboten, mich im Bikini zu malen. Dabei habe ich ihm ganz

öffentlich Modell gestanden, bei uns im Gutshaus.

Natürlich kann man das auch heimlich machen.

Wie wäre es denn bei Ihnen im Garten?

Hinten im Studio?

Der Herr Oberst wäre begeistert.

Braucht doch nichts davon zu wissen.

Also?

Nein.

Nein. Nein.

Ach, warum sind wir alle nur so schrecklich kompliziert?

Wenn ich Geld hätte, würde ich verreisen.

Sie haben doch Geld. Ja, aber nicht genug.

Ich will im Laufen leben und Papst erlaubt es nicht. Ich gehe jetzt wieder.

sagen Sie bitte Dennis bestellen.

Meiner Seele.

Sag mal, was sollten wir jetzt Dennis bestellen?

Keine Ahnung.

Sie geht zum Studio.

Wahrscheinlich sucht sie Lorenz.

Sie hat nur noch Männer im Kopf.

Reißgurdenk. Und Fräulein Martel. Vielleicht hätten wir Lorenz Redding

Haus doch nicht vermieten sollen.

Aber irgendwo muss er doch malen und in seinem Haus ist so schlechtes Licht.

Mein lieber Herr Pfarrer, entschuldigen Sie, dass ich so einfach bei Ihnen

hereinschneide. Es wird von Herrn Martel. Aber ich konnte ja nicht ahnen,

Sie so spät zum Mittagessen...

Ach, wie sehr haben Sie ja für unseren Basar das allerhand Hübsches

Dann fassen Sie erst mal ab, bis Sie meine Pflanzen sehen.

Wollen Sie sich nicht setzen? Danke.

Ich dachte, Frau Preiss -Ridley wird dieses Jahr den Gartenstand übernehmen.

Nun, wir nehmen unsere gute Memsai, Frau Preiss -Ridley, nicht immer ganz ernst.

Ich dachte nur, weil sie einen eigenen Gärtner hat mit so viel Grund und

Tierpflanzen und Obstbäumen.

Salam!

Oh, Grüß Gott, Frau Preiss -Ridley.

Also, auf den Hut.

Da scheint ja wieder mal allerhand los zu sein, habe ich mir sagen lassen.

Wieso? Oberst Kempner hat Herrn Redding rausgeworfen, weil er Virginia in Bikini

gemalt hat. Ach, na, es ist ja doch schlimm, dass das Mädchen keine Mutter

Ich meine, keine richtige Mutter.

Stiefmutter. Das ist doch nicht dasselbe. Ich bin überzeugt, ein Hemden

bestens. Was hat Virginia denn gesagt, als sie in mir war? Sie haben sie

reinkommen sehen. Ja, ich war gerade in meinem Gärtchen. Ja, natürlich.

Also, ich kann... von meinem Fenster aus leider nur ihre Vordertür sehen,

Griselda. Und das Interessante, das kommt doch immer durch den Hintergarten

Pfarrhaus. Aber Fräulein Marple, die kann alles beobachten. Und auch hören.

Besonders diesen Lärm aus ihrem Garten.

Wir müssen unsere Obsternte vor den Vögeln schützen. Und demnächst lasse ich

Schreckschütze anlegen, in genauen Zeitabständen. Aber meine liebste

armen Vögelchen müssen ja schließlich auch leben. Ja, natürlich, aber

schließlich nicht.

Von meinen Früchten, Fräulein Marke.

Zigarette, Frau Preisträger. Nein, danke. Also so viel Gepöse um etwas

hätten mal in Karachi leben sollen. Also indischer Lärm.

Oh, entschuldigen Sie. Ich wusste nicht, dass Sie Besuch haben.

Brauchen Sie was raus?

Nein, Herr Pfarrer, eigentlich nicht. Nur hätte ich gerne gewusst, wann Oberst

Henten zu Ihnen kommt.

Ach so, ja. Morgen Abend fährt er nach Sechsen.

Warum wollten Sie mit ihm... Nein, nein, nur eine Frage.

Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen, Maus.

Oberst Hemden ist ein harter Mensch.

Ohne jegliches Gefühl.

Was hat er denn nun schon wieder angestellt? Er will seinen ganzen Besitz

im Dorf verkaufen. Das hat man doch schon so oft gehört.

Aber diesmal ist es wahr, Herr Pfarrer. Er hat es mir ja selbst gesagt.

Fräulein Marple hat er gesagt.

Freuen Sie sich an Ihrem Garten, solange es noch geht. Na ja, Sie haben gut

lachen. Sie sind Hausbesitzerin. Aber ich, ich habe nur gemietet.

Jeden Baum, jeden Strauch habe ich selbst eingesetzt.

Das kann man mir doch nicht einfach wegnehmen. Das kann man doch nicht.

Sie wollen jetzt nicht drüber gehen und die Preisetiketten schlagen. Es hat wohl

weh, ich bin noch länger auf ein Hälfte zu. Ich glaube auch, dass wir damit

ankommen, Frau Kreisling. Wer weiß, wo die wieder steckt.

Großer Ausfall, die... Ja, kommen Sie, Frau Marke.

Können Sie gleich anfangen.

Halten Sie die Daumen.

Man, sorry, Preiss ist entschlossen, dieses Jahr den Blumenstand an sich zu

reißen.

Haben Sie das zum Tee, Herr Pfarrer? Ja, ich glaube schon, Mary.

Frau Preiss -Ridley, dann haben wir nicht genug Kuchen.

Herr Pfarrer...

Sie kennen doch meinen Harry Archer, nicht?

Ja.

Könnten Sie vielleicht beim Obersten ein gutes Wort für ihn einlegen?

Na, was hat er denn diesmal ausgefressen?

Nichts. Nur der Oberste will ihm eins auswischen.

Er bringt ihn ins Gefängnis, sagt er, wegen Wildern. Ein gemeines Wort, wo

doch auf ehrliche Art und Weise sein Brot damit verdient. Na ja, ich meine,

will es versuchen, nur wenn Harry wildert... Doch nicht mehr als sonst.

Vielen Dank, Herr Pfarrer.

Sie werden es nicht bereuen.

Die Wildente letzten Sonntag hat doch nicht schlecht geschmeckt, oder?

Oh, die Frau Oberst persönlich, mein Gott.

In so einer Verpackung, Herr Pfarrer, wäre ich nicht mehr lange bei Ihnen.

Da hätte ich Männer anstehen von hier bis zum Buckingham -Palast.

Entschuldigen Sie, Herr Pfarrer, dass ich über die Terrasse komme, aber der

ist kürzer und ich habe mich verspätet. Aber das macht doch nichts. Die Damen

haben gerade erst angefangen.

Wollen Sie sich nicht einen Moment setzen? Nein, danke.

Zigarette? Danke.

Sagen Sie, haben Sie zufällig meine Stieftochter gesehen?

Virginia, ja. Die war vor ein paar Minuten hier.

Sie hat fünf junge Leute zum Essen eingeladen und ist plötzlich

Ach, so was.

Und wie geht es dem Herrn Oberst?

Schlecht. Sein Ischias plagt ihn, wie er andere Leute plagt.

Darf ich?

Frau Hemden, guten Tag.

Ich suche Ihre Frau, Herr Pfarrer. Sie wollte mir heute Modell stehen.

Ja, also mit meiner Frau werden Sie heute kein Glück haben. Sie ist mit dem

Bazar beschäftigt.

Mit meinen Modellen habe ich in der letzten Zeit Pech. Sie verschwinden

Der Krach wegen Virginia tut mir leid.

Das haben Sie dem Ischias meines Mannes zu verdanken.

Ach du meine Güte, hören Sie sich das an, Herr Pfarrer. Das ist kaum zu

überhören. Mir scheint, die Damen sind von den Preisetiketten zur Auswahl der

Verkaufsstände übergegangen. Ich werde mich beeilen und Ihrer Frau beistehen.

Danke schön.

Ich bin froh, dass ich nicht vor diesem Komitee muss. Das ist jedes Jahr

dieselbe Sache.

Hallo.

Ich bin der Laufbote meiner Schwester. Ich soll all diese Pakete abgeben. Asyl

lässt sich entschuldigen.

Oh Gott.

Warte, ich soll den ganzen Köln fallen, Doktor.

Danke, Mama.

Dieser Bazaar jedes Jahr ist eine Frage.

Ist Ihr Hilfsbeirat in Reichweite? Ja, der war vor ein paar Minuten noch hier.

Ich habe hier neue Tabletten für sein Kopfweh.

Er darf keinesfalls mehr als zwei davon am Tag nehmen.

Sie sind ziemlich stark.

Ja.

Ich hoffe, das ist dein ernster Kerl.

Ach, er ist ein netter Kerl, Neubi. Ein bisschen leichter regbar und nervös. Ja,

ja, das ist er.

Herr Lent, bitte helfen wir. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich komme

sofort. Bitte entschuldigen Sie mich. Ich glaube, ich muss da drinnen den

Frieden wiederherstellen. Ich bin gleich wieder da. Na, dann werde ich mal. Ach,

Doktor, wollen Sie mir nicht bei dieser Palast -Revolution helfen? Keine Zehn

Pferde bringen mich da rein. Ich spurte nach Hause.

Wiedersehen. Wiedersehen.

Da bist du ja, Lord.

Hallo, Virginia.

Ich habe dich überall gesucht.

Ich gehe heute Abend ins Kino.

Kommst du mit?

Nein, ich muss arbeiten.

Ich kenne eine ganze Reihe Männer, die mich sehr gerne begleiten würden.

Dann lauf und hol dir einen.

Es ist jammerschade.

Was ist dir am meisten schade?

Unser Verhältnis.

Unser Verhältnis?

Ja, das nie zustande kommt.

Wir wissen genau, was wir wollen und sind den Dingen so trostlos hinterdrein.

Ja, das kann schon sein, mein Kind. Nur bin ich nicht hinter dir dran.

Dann weiß ich nicht, was du dauernd bei uns im Gutshaus verloren hast.

Solltest du es auf N abgesehen haben, so verlierst du deine Zeit.

Das haben nämlich schon andere Männer vor dir versucht und sind nicht

Meine geliebte Stiefmutter ist kalt. In jeder Beziehung.

Ich kann sie ärgern, so viel ich will, und sie wird nicht mal wütend.

Du bist ein reizendes Mädchen.

Wie hält deine Mutter das nur aus?

Manche Frauen halten eben alles aus.

Für Geld.

Wenn du nicht in drei Sekunden hier draußen bist, lege ich dich über das

und verprügele dich.

Raus! Na los, raus!

Na schön.

Aber vergiss nicht, nicht einmal die Hölle kennt die Wut einer verschmähten

Frau.

Ich muss sagen, dieses Argument ist einfach lächerlich, Fräulein Marke.

Oh, also sie geht mir auf die Nerven. Sie raucht mich, sie trinkt mich, sie

flucht mich und sie mischt sich in alles ein. Sie ist einfach eine Pest. Ja, was

ist denn los?

Unsere liebe Frau Preiß -Riedli hat sich gerade einverstanden erklärt, ja sogar

darauf bestanden, dass ich beim Bazaar den Gartenstand übernehme, wie jedes

Jahr.

Ist das nicht reizend? Ja, reizend, wirklich ganz reizend.

Also solche Jungs wie Sie, die sollte man ausrotten.

Tatsächlich. Einfach ausrotten.

Und kauft.

Mary?

Mary?

Ist Obers Hemden noch da?

Ja, er war beim Arbeitszimmer.

Na, Gott sei Dank.

Entschuldigen Sie bitte, Herr Obers, dass ich mich verspätet habe. Ein

Dringlichkeitsschwein, der mich länger aufgehalten hat.

Herr Oberst.

Herr Oberst.

Mary?

Mary! Ja, komm ja schon!

Schnell, schnell!

Was ist denn passiert, Onkel Len?

Was ist denn los?

Ein unglücklicher Fall Ihrer Schuld, Dr. Hickok. Kriege ich meine Abwechslung?

Was ist denn für ein Unfall? Ja, komm, beeil dich doch, Len.

Geh ja schon!

Was wollen Sie denn hier, Mary?

Ach so, was?

Sie haben mich doch gerade gerufen.

Ich musste mich direkt losreißen vom Radio. So ein schönes Programm.

Was ist denn das?

Ein schrecklicher Unfall.

Der Herr Oberst persönlich.

Ist er tot?

Ich weiß es nicht.

Das ist vielleicht ein Ding.

Er war doch gerade so gut wie neu, wie ich die Tür aufgemacht habe. Es ist

gelaunt, sage ich Ihnen. Ja, wahrscheinlich war er wütend, weil ich

war. Ja, stimmt.

Er hat gesagt, er wollte auf Sie warten.

Naja, er hat ja auch gewartet. Ja, ja, so. Und nun gehen Sie mal wieder mehr

reden. Reden Sie draußen nicht so viel. Dr. Haycock wird gleich da sein.

Und gestern haben Sie doch gesagt, am besten wäre er tot. Und nun ist er.

Was ist denn los, Len?

Ich dachte, er ist auf der Straße. Er sagte etwas von einem Unfall.

Herr Oberst.

Ich glaube, er ist tot.

Der Fall liegt tot.

Ich würde sagen, er ist vor 25 bis 30 Minuten gestorben.

Das Blut fängt bereits zu gerinnen an.

Siehst du ihn?

Mit einem Kuss in den Hinterkopf?

Ausgeschlossen.

Hier, seht ihn, Taffa.

Er weiß ja nirgends eine Waffe. Besser nichts anrühren.

Ich rufe gleich mal Slack an.

Das machen seinen Haufen Erklärungen.

Und Zeitverlust auf der Polizeistation in Jernmünster. Ja, hallo, Inspektor

Slack. Hier spricht Haycock.

Kommen Sie bitte sofort mal rüber ins Pfarrhaus.

Nein, dienstlich.

Es ist sehr wichtig. Ich glaube, ein Mord.

Tja.

Eine böse Angelegenheit.

Ich weiß, er war nicht gerade sehr beliebt. Ja, aber darum muss man ihn

nicht gleich umbringen.

Menschen werden aus den merkwürdigsten Gründen umgebracht.

Hä? Was?

Ich wurde angerufen, dringend den alten Ebert zu besuchen. Und als ich hinkam,

da war er sehr überrascht. Es ging ihm viel besser. Und seine Frau, die schwor,

niemand von ihnen hätte angerufen.

Herr Pfarrer, dürfte ich mir mal Ihre Notizen über das fünfte Kapitel

Ja. Wo waren Sie denn während dieser letzten halben Stunde?

Wieso? In der Kirche.

War sonst noch jemand in der Kirche?

Sonst noch unser Vierter, Herr Marschall.

Ist er tot?

Ich fürchte, ja.

Es gibt heute noch Gerechtigkeit auf dieser Erde.

Jeder, der will, soll sterben.

Jeder! Ruhe!

Die sollen sich nicht aufregen.

Gehen Sie jetzt.

Legen Sie sich ein bisschen hin.

Detektiv -Inspektor Slack.

Oh, hallo, Inspektor.

Mord im Pfarrhaus?

Der Oberst?

Tja, auch das noch.

Wie ist das passiert?

Wie ist das passiert? Raus oder frei?

Keine Ahnung. Wir waren verabredet. Er wartet sich auf mich. Wann?

Viertel nach sechs und ich kam zu spät. Weshalb ist er hergekommen?

Wegen der Gemeindefinanzen.

Irgendwo eine Waffe gesehen?

Nein.

Das Ganze riecht nach einem gut vorbereiteten Mord.

Ja? Wie kommen Sie denn darauf?

Der Pfarrer bekam einen getarnten telefonischen Anruf, der ihn aus dem

lockte. Ja, das war ungefähr um halb sechs.

Die Stimme am Telefon, Mann oder Frau?

Es klang nach einer Frau. Ja, ich nahm an, es sei Frau Ebbert, aber natürlich

ebenso gut möglich, dass es ein Mann mit sehr hoher oder verstellter Stimme war.

Also jedenfalls, die Ebberts wussten nichts von dem Anruf. So.

Und was für eine Schusswaffe war es, glauben Sie, Doktor?

So genau kann ich das auch nicht sagen, bis die Kugel entfernt ist. Aber ich

nehme an, es war ein Revolver.

Kleines Kaliber.

Als Sie den Oberst untersuchten, wie lange war er tot, Ihrer Schätzung nach?

Vielleicht eine halbe Stunde.

Oder etwas drüber.

So, mal sehen.

Deshalb hat er sich gerade an Ihren Schreibtisch gesetzt, Herr Pfarrer.

Vielleicht wollt ihr... Was haben wir denn hier?

Mein lieber Herr Pfarrer, ich kann jetzt nicht länger warten.

Da bricht es ab.

Hier oben steht noch 6 .20 Uhr.

Wie lange ist der Tod, sagten Sie, Doktor?

Ungefähr eine halbe Stunde. Jetzt ist es kurz nach sieben. Sie wurden sofort

geholt?

Ja. Sagen wir mal, Sie haben die Leiche zehn voruntersucht.

Dann haben wir die Tatzeit auf die Sekunde, meine Herren. 6 .20 Uhr.

Ein ganz klarer Fall.

Der Oberst setzt sich hierher, um die Nachricht zu schreiben. Der Mörder kommt

leise herein und erschiebt ihn, während er schreibt.

Sie stoppen die Herren, dass ich eintrete.

Oh, ein Mathe.

Was wollen Sie denn hier?

Ich habe dem Herrn Pfarrer eine Himbeergrütze gekocht. Sie ist noch ganz

Der arme Herr Oberst.

Wie traurig, auf so brutale Weise sterben zu müssen.

Erschotten im Pfarrhaus.

Aber wie schrecklich für Sie, mein lieber Herr Pfarrer. Woher wissen Sie

Na, von Ihnen, Herr Inspektor.

Ich stand in der Veranderte und habe Ihnen zugehört.

So.

Wo waren Sie die letzte halbe Stunde?

Ich?

Ich habe meinen Rasen gesprengt. Es war sehr trocken in letzter Zeit, nicht

wahr, Doktor?

Ja, ja.

Wenn Sie mich jetzt entschuldigen wollen, ich habe noch ein paar dringende

Besuche zu machen.

Rufen Sie mich bitte an, wenn ich Ihnen irgendwie behilflich sein kann.

Thompson, hier ist Leck.

Schicken Sie den Fotografen und ein paar Mann rüber, so schnell wie möglich.

Zum Pfarrhaus in Meadowhead.

So.

Nun mal zu Ihnen, Frau Marple.

Ja, bitte, Herr Inspektor.

Während Sie Ihren Rasen sprengten, haben Sie da irgendjemand bemerkt, der hier

ins Arbeitszimmer ging oder herauskam?

Was machen Sie denn da?

Reichen dem Entfahrer.

Die Lehrer von der Sonntagsschule sind draußen, Herr Pfarrer.

Ach so, ja.

Hatte ich ja ganz vergessen.

Sag ihnen, sie müssten mich entschuldigen, Mary.

Inspektor, sind Sie mal da? Augenblick, Augenblick. Sie hatten Mary Jenkins,

nicht wahr?

Das sollten Sie aber langsam wissen, Herr Inspektor.

Haben Sie den Oberst hier reingeführt?

Jawohl. Und dann?

Und dann gar nichts. Dann bin ich in meine Küche geflitzt.

Denn um 6 .15 Uhr, da hatte Tom Jones eine Sendung. Und gehört haben Sie

Doch.

Tom Jones. Aber hier im Zimmer fiel ein Schuss, der den Oberst getötet hat.

Ich habe aber keinen Schuss gehört.

Wenn Tom Jones singt, dann ist die Welt zwar für mich versunken, aber einen

Schuss hätte ich gehört. Trotzdem.

Ja, ich weiß, es muss jemand geschossen haben, denn der Oberst sitzt ja da

erschossen. Aber nun machen Sie was. Ich habe nichts gehört.

Um wie viel Uhr kam der Oberst?

Um 6.

Woher wissen Sie das so genau? Haben Sie auf die Uhr gesehen?

Nein, gehört.

Gehört? Die Kirchturmruhe.

Und dann sagte er noch 6 Uhr und er hatte sich verfrüht und wollte auf den

Pfarrer warten.

Und Sie haben wirklich keinen Schuss gehört?

Das fragen Sie mich jetzt schon zum dritten Mal.

Nein!

Liebling, meine Güte, was für ein Tag.

Ich habe die halbe Stadt aufgekauft.

Was ist denn los?

dass dein Unglück passiert.

Was ist denn mit dem Oberlehrer?

Komm, bitte weck dich. Du wirst müde sein.

Sie waren in London, Frau Pfarrer. Ja.

Und sind mit dem 5 Uhr 5 Zug zurückgekommen.

Natürlich. Guten Abend, Inspektor Slick.

Was wollen Sie denn hier, Herr Redding?

Ich will Ihnen mitteilen, wo ich die letzte Stunde verbracht habe. Wirklich,

Inspektor. Lassen Sie die Scherze.

Also, Herr Redding?

Von sechs bis zwanzig Nacht sprach es mit den Händerten.

Sie wollen einen Tag von meinen Ölbildern kaufen. Ist nett von Ihnen,

wahr? Ja.

Und dann?

Dann kam ich die Straße vom Dorf hier herauf über den Rasen zum Studio

gegenüber. Und dann kamen Sie auch auf die Veranda und in die Nähe der

Verandatür, nicht wahr? Das nicht.

Sind Sie da ganz sicher? Völlig.

Das stimmt, Inspektor. Ich habe ihn nämlich gesehen. So gut, meine Liebe.

Und wann haben Sie das Studio wieder verlassen?

Gegen 6 .30 Uhr oder 6 .40 Uhr. Ich gehe direkt ins Dorf.

Irren Sie sich da auch nicht?

Fragen Sie doch Fräulein Marvin. Ja, ja, Inspektor, das stimmt.

Und später?

Später? Ja, später.

Ja, aber das müssen Sie doch schon denken.

Ja, wenn ich jetzt wüsste, würde ich Sie doch nicht fragen, oder?

Haben Sie ihm denn das nicht gesagt?

Was soll mir der Herr Pfarrer gesagt haben?

Also nicht.

Oh Gott, wie dumm von mir.

Dann war der Pfarrer der einzige Zeuge.

Kommen Sie den Revolver her.

Er gehört mir.

Kleinkalibre.

32 Millimeter.

Dann hat Ihnen der Pfarrer also nicht erzählt, dass er mich aus deiner Haustür

kommen sah, als er zurückkam?

Es war 6 .45 Uhr, nicht wahr?

Haben Sie ihn wirklich gesehen, Herr Pfarrer?

Ja.

Aber ich...

Geben Sie die Waffe her! Bitte nicht in diesem Ton.

Die Waffe ist geladen.

Und nur eine Kugel fehlt.

Also bleiben Sie stehen.

Ja, meine liebe Griselda.

Ich habe ihn getötet.

Er hat es verdient und ich bereue nicht.

Wenn ich nicht hier einen Mann vor der Haustür getroffen hätte, wäre ich davon

gekommen. Pech, nicht wahr?

Ich muss Sie warnen.

Alles, was Sie sagen, wird zu Protokoll gebracht.

Und vor Gericht als Beweismaterial gegen Sie verwandt.

Wirklich, Inspektor.

Sie reden wie ein Detektiv in einem Reißer.

Warum sehen Sie denn alle so verängstigt aus?

Das ist doch nicht nötig.

Ein Mord genügt doch im Augenblick.

Ich hätte nie gedacht, dass ihn jemand umbringt.

Obwohl eine ganze Masse Leute Grund dazu hatten und mit den Gedanken spielten.

Ich zum Beispiel.

Ziemlich oft.

Virginia!

Es muss ja eine hübsche Überraschung für deinen Onkel hier gewesen sein.

Naja, ich war ja Gott sei Dank in Jenminster im Kino. Und ich weiß gar

genau, wann ich zurückkam.

Es ist ärgerlich, wenn man verabredet ist und der andere kommt nicht.

Findest du nicht?

Hast du irgendwo mein Pferd gesehen?

Sein kleines gelbes.

Habe ich das hier liegen lassen?

Nein, wieso?

Ich finde es einfach nicht.

Wenn es hier rum lag, hat es bestimmt der Inspektor gefunden.

Wieso? Der sammelt solche Kleinigkeiten.

So blöd.

Das ganze Unglück ist, glaube ich, nur wegen meines Bikinis passiert.

Kriegt Lawrence nun eigentlich lebenslänglich oder wird er gehängt?

Naja, wir werden es herlegen. Du hast vielleicht Nerven.

Der Tod deines Vaters ist ja scheinbar völlig gleichgültig. Also du bist

vielleicht komisch. Ich?

Hallo?

Ja, am Apparat.

Oh, Frau Price -Ridley.

Nein, hier ist er nicht.

Ich habe keine Ahnung. Haben Sie mal auf der Wache nachgefragt?

Hm, ja, vielleicht ist er auf dem Weg hierher.

Oh, das tut mir aber leid.

Ich würde mir deswegen keine Sorgen machen.

Du,

Onkel Len, ich habe zwei Fußspuren im Rosenbeet gefunden.

Ziemlich klein, die sind bestimmt nicht von Lawrence.

Glaubst du, der Inspektor wäre daran interessiert?

Ja, ist anzunehmen. So ein Mord im eigenen Arbeitszimmer, eine schöne

Bescherung. Noch dazu so ein Ekel.

Kennst du vielleicht jemanden, der das Gegenteil behauptet?

Ich verstehe nicht, warum es ausgerechnet Lawrence getan haben soll.

Ein Motiv hatte er schon.

Virginia etwa?

Das ist doch lächerlich.

Wenn das ein Motiv sein soll, dann hatte doch beinahe jeder von uns eins.

Anne, um an sein Geld zu kommen? Freund Martin, ihr Heim zu retten?

Und unsere Mary ihren Harry Archer vor dem Kittchen zu bewahren? Und Onkel

um einen lästigen Kirchenobmann loszuwerden? Ach ja.

Und was ist mit deiner vielgeliebten Virginia?

Sie wollte Geld und noch mehr Freiheit, als sie schon hat.

Das ist nicht ganz fair.

Na schon gut, Dennis.

Ich begreife das alles nur nicht. Außerdem habe ich Kopfweh. Ist ja auch

Wunder. Die Polizei rein und raus die halbe Nacht.

Die Autos von der Funkstreife und vom Überfallkommando.

Der Wagen für die Leiche. Dennis, bitte hör auf. Entschuldige, Giselle.

Soll ich dir eine Tasse Tee organisieren oder sowas? Ach, wie das schön.

Vielleicht kannst du Mary rumkriegen. Kann ich. Für mich tut sie alles.

Mary!

Mary! Ich kann es immer noch nicht glauben.

Und Lawrence wird womöglich wegen Mord angeklagt. Sicher, vielleicht.

Wollen wir doch nicht alle gleich nervös werden.

Den ganzen Tag geht das Telefon.

Ich muss mich heute um meine Gemeinde kümmern. Gerade eben hat Frau Breit

-Rittli angerufen und mir von ihrem Nervenzusammenbruch erzählt.

Ich werde mich zusammenbringen.

Darf ich?

Ja. Guten Morgen, Freund Marple. Ich hoffe, der gestrige Abend war nicht zu

für Sie. Ganz im Gegenteil.

Unverbrauchte Menschen wie ich haben die nötige Widerstandskraft für solche

Fälle. Guten Morgen.

Ich suche den Inspektor.

Auf der Polizei sagten sie, er ist auf dem Weg zu Ihnen.

So, der Inspektor kommt her.

Na, das ist ja sehr gut.

Ronny, Mary sagt, du hast nichts gefrühstückt. Doch, ich habe eine Tasse

getrunken. Bestimmt.

Sie sehen so sorgenvoll aus, Herr Hilfsfahrer.

Wieso, frage ich mich. Das Verbrechen ist aufgeklärt. Der Mörder ist gefasst.

Was wollen Sie damit sagen?

Nichts. Wir können jetzt alle wieder ruhig schlafen. Nur Sie haben die letzte

Nacht durchgewacht, Herr Hilfsfahrer. Die ganze Nacht brannte Licht bei Ihnen.

Sehr schlecht für einen jungen Mann. Sehr schlecht.

Nicht unbedingt, Frau Marple.

Ich habe schon manche Nacht durchgelesen.

Der Tod des Oberst ließ mir keine Ruhe.

Der Gedanke quälte mich die ganze Nacht, dass ein solcher Sünder aus dem Leben

scheidet ohne ein Wort, ohne einen letzten Wunsch.

Dieser Zettel von ihm, Herr Pfarrer, auf Ihrem Schreibtisch, ist da vielleicht

etwas von Bedeutung drauf?

Nein, nein, nichts, mein Junge, nur, dass er nicht länger warten könnte.

Das ist aber sehr merkwürdig.

Merkwürdig?

Merkwürdig? Ja, natürlich ist das merkwürdig.

Bitte entschuldigen Sie mich.

Ich fürchte, er ist ein sehr kranker junger Mann.

Alle jungen Leute sind heutzutage eigenartig. Sie mögen es nicht, wenn man

nachspioniert.

Diese Angelegenheit hat Griselda furchtbar mitgenommen.

Mich hat die Sache auch strapaziert.

Denn irgendwie ist es doch überraschend, dass Lorenz Redding den Mord gestanden

hat. Wieso?

Na nicht, dass er ihn begangen hat, aber... Aber so einfach zu gestehen. Ja,

aber die Tatsache, dass er mir an der Tür begegnete, macht es ihm doch auf die

Dauer unmöglich. Ach, und wenn er nicht gestanden hätte, dann wären wir jetzt

alle unter Mordverdacht, nicht wahr?

Nicht alle.

Wie Sie wissen, lieber Doktor, ist das Studium menschlicher Schwäche meine

liebste Nebenbeschäftigung.

Nebenbeschäftigung? Oh!

In unserem Dorf haben Sie dazu aber sehr reichliche Gelegenheit.

Allerdings.

Die menschliche Natur ist einfach faszinierend.

Man nimmt irgendein Objekt, wie den Regenschirm des Schlechters, der

am Kleiderstände des Drogisten hängt, und schließt daraus, dass der Schlechter

eine Affäre mit der Frau des Drogisten hat, während dieser sich mit der Frau

Kolonialwarenhändlers in der Stadt trifft.

Ja, was leider den Tatsachen entspricht.

Wäre das nicht aufregend?

Ein wirklich großes Geheimnis auf dieselbe Art und Weise zu lösen?

Aber hier geht es um Mord. Und Lawrence hat nun mal gestanden.

Daran können Sie auch nichts ändern.

Sonst würden Sie noch behaupten, dass Len Kirchengelder unterschlagen. Oh

meine Liebe, ich würde etwas ganz anderes behaupten.

Und jemand ganz anderen verdächtigen.

Sherlock Holmes persönlich.

Guten Morgen allerseits.

Guten Morgen, Herr Inspektor.

Entschuldigen Sie.

Sagen Sie mal... Sagen Sie mich, Herr Inspektor? Ja, Sie.

Sind Sie ganz sicher, dass Sie gestern Abend keinen Schuss gehört haben? Sie

meinen den Schuss, den er umgebracht hat? Nee, habe ich nicht. Aber

einen anderen Schuss.

Was denn für einen anderen Schuss?

Na, irgendeinen.

Ja, wenn Sie mich so fragen, ja, da drüben vom Wald. Aber da wird ja immer

geschossen. Wann war das genau?

Genau, genau.

Sie wollen ja mal alles so genau wissen.

Na los!

Um wie viel Uhr?

Ja, auf die Minute kann ich das nicht sagen, aber so nach dem Tee ungefähr.

Nun hör mal, meine Süße.

Jetzt geben Sie sich gefälligst etwas Mühe.

Wie lange nach dem Tee?

Um wie viel Uhr?

Meine Süße, ganz schön frech.

Also um wie viel Uhr, das weiß ich auch nicht genau, wo ich so viel Arbeit habe.

Das weiß ich nicht genau und nicht ungenau. Dieser Schutz, haben Sie den

bevor oder nachdem der Oberst gekommen war?

Jawohl, Sherlock Holmes. Ich würde sagen, nachdem. Sogar 20 Minuten bis zu

halben Stunde nachdem. Denn da ist immer Tom Jones im Radio und da weiß ich

Bescheid. Ich glaube, das ist jetzt alles, denn ich habe ein Saftchen Fasan

Ofen. Mary.

Schon gut, Sie können gehen.

Ja, der Ofen hat dort keinen richtigen Zug.

Der Wind liegt dauernd auf dem Schornstein.

Fasan? Ich wusste ja gar nicht, dass wir heute Fasan essen.

Du?

Nein, ich... Mary hat völlig recht, Inspektor.

Kurz vor halb sieben habe ich auch einen Schuss aus der Ferne gehört. Aber hier

im Zimmer wurde geschossen.

Irgendjemand muss es gehört haben.

Haben Sie die Kugel schon entfernt, Doktor? Ja.

Hier, Inspektor.

Tja, kleines Kaliber. Inspektor, ich... Ja, was ist denn von einem Mabel?

Inspektor, ich wollte...

Ach, Sie wollen mich ja da aufsprechen.

Herr Inspektor, Frau Preiss -Ridley hat einen anonymen Anruf. So, aber ich bin

hier wegen der Mordaffäre. Was geht mich denn Ihre Mordaffäre an? Mich hat man

beschimpft, an meinem eigenen Telefon beschimpft. Dagegen muss sofort das

unternommen werden.

Also, was ist passiert, Frau Ridley? Also, mein Name ist immer noch Preiss

-Ridley. Man hat mich angerufen. Wann?

Gestern Abend, ungefähr fünf Minuten vor halb sieben. Und man hat mich bedroht.

So?

Na, was hat man denn gesagt? Also darüber verweigere ich als Dame jegliche

Auskunft. Vulgäre Ausdrücke. Ja. Etwas Unzüchtiges. Ja.

Da konnten Sie es nicht verstehen.

Ja, natürlich.

War es die Stimme eines Mannes oder einer Frau? Ach, das war ein ganz

degeneriertes Wesen. Frau Präfridli, Sie wollen doch, dass ich den Fall

untersuche.

Was hat die Stimme gesagt?

Ach.

Sie sind eine bösartige alte Skandalnudel. Aber dieses Mal sind Sie

gegangen. Scotland Yard ist hinter Ihnen her wegen Verleumdung. Ja, entsetzlich.

Und dann, wenn Sie Ihr bösartiges Maulwerk nicht halten, dann werden Sie

noch bitter bereuen. Und da schrie ich voll Wut ins Telefon. Ja, wer zum Teufel

sind Sie denn eigentlich?

Und die Stimme antwortete, ich bin Mohamed, der Rächer.

Und als ich dann noch einen Schuss hörte, da fiel ich vor Entsetzen vom

Wo? Nein, in meinem Wohnzimmer natürlich.

Nein, nein, der Schuss.

Von wo kam der Schuss? Ach, der Schuss? Ja, der kam von draußen, vom Wald.

Sind Sie ganz sicher? Ja, natürlich bin ich sicher.

Wo wird denn sonst hier bei uns geschossen als im Wald?

Vielen Dank.

Und wann war das alles?

Das sagte ich bereits, Herr Inspektor. Sie hätten besser aufpassen sollen.

Es war fünf Minuten vor halb sieben.

Also gut, wir werden der Sache nachgehen.

Aber wir müssen überruhen. Der Inspektor wird sich um all kümmern. Aber Herr

Pfarrer, also überaus merkwürdige Dinge gehen vor hier in diesem Dorf. Das sind

ja moralische Zersetzungserscheinungen. Und der liebe Herr Oberst, der wollte

sich um all das kümmern. Und wohin ist er damit gekommen?

Ach,

wahrscheinlich bin ich jetzt als Nächste dran.

Wichtig ist nur, dass sie vor halb sieben einen Schuss gehört hat.

Und dass der Telefonanruf genau zum Zeitpunkt des Mordes kam und sie von

Vorderfenster wegbrachte, das direkt auf die Front des Pfarrhauses geht.

Das stimmt.

Allerdings, sehr richtig, Frau Leymar. Und noch etwas, Herr Inspektor. Ich muss

jetzt Herrn Redding noch mal verhören. Was denn jetzt?

Ja, erlaubt. Ich habe ihn mitgebracht. Ich will ihm am Tatort ein paar Fragen

stellen. Hier im Zimmer? Muss das sein? Leider, Frau Pfarrer.

Ich benötige Sie jetzt nicht mehr, Sie und Frau Leymar. Aber Inspektor, haben

Sie irgendeinen Zeugen?

der die Aussagen des Herrn Redding bestätigen kann, wo er zwischen sechs

sieben gestern Abend war.

Das hatte ich ja ganz vergessen.

Sie sprengen ja wohl Ihren Rasen. Also, würden Sie bitte bleiben.

Selbstverständlich. Es freut mich, Ihnen behilflich sein zu können.

Vielen Dank.

Aber bitte, bitte, Herr Fickler.

Kommen Sie bitte.

Lorenz, ich... Frau Pfarrer. Es tut mir so leid. Frau Pfarrer?

Also, Herr Redding?

Die französische Methode.

Rekonstruktion des Verbrechens an offen Stelle. Na dann los.

Nach Ihrer Aussage hatten Sie sich mit Oberst Hemden gestritten, verloren Ihre

Selbstbeherrschung und erschossen ihn kurzerhand. Ja.

Wo war er, als Sie ins Zimmer traten?

Er saß am Schreibtisch.

Stand er auf, als Sie hereinkamen?

Ja. Aber als man ihn fand, erschossen, saß er auf dem Stuhl.

Sobald er mich erkannte, setzte er sich wieder.

Ah.

Würden Sie mir bitte den Hergang mal genau schildern?

Ich will es versuchen.

Ich kam durch diese Tür.

Der Oberst, nachdem er aufgestanden und sich wieder gesetzt hatte... Wo waren

Sie denn, als er sich wieder gesetzt hatte?

Hier. Da fing er an, mit mir zu streiten.

Worüber? Über eine ganze Menge Dinge, die ihn ärgerten. Vor allem, weil ich

seine Tochter in Bikini gemalt hätte. Und dann?

Dann wurde er sehr ausfallend und beleidigend. Ich verlor meine

Selbstbeherrschung und erschoss ihn. Sie stritten sich also mit ihm und standen

hier? Ja. Dann plötzlich verloren Sie Ihre Selbstbeherrschung, gingen um ihn

herum und schossen ihm von hinten in den Kopf? Ja, nein.

Und der Schalldämpfer?

Schalldämpfer?

Ja.

Niemand hat einen Schuss gehört, also müssen Sie einen Schalldämpfer benutzt

haben. Habe ich aber nicht.

Der Lauf Ihres Revolvers ist aber für einen Schalldämpfer eingerichtet.

Ich habe die Waffe aus Amerika mitgebracht, da sind Sie alle so.

Mein Gott, ist doch ganz egal. Ich habe eben ohne Schalldämpfer geschossen.

Also gut.

Ich will Ihnen die Sache mal abnehmen.

Augenblick mal, was soll das heißen?

Lorenz Redding gibt an, den Oberst um 6 .45 Uhr erschossen zu haben. Das ist ein

Lüge, Redding.

Später als 6 .30 Uhr kann er nicht erschossen worden sein.

Frau Helm?

Helm? Ich muss dringend mit Inspektor Slack sprechen.

Ich hatte schon auf der Polizei angerufen, aber man sagte mir, dass er

Möchten Sie vielleicht... Nein, Sie müssen mich jetzt anhören. Bitte

unterbrechen Sie mich nicht.

Ich... Ich gestehe, dass ich meinen Mann getötet habe.

Das ist eine Lüge. Sie weiß nicht, was Sie reden. Es ist wahr.

Ich habe meinen Mann seit Jahren gehasst.

Er hat mir das Leben zur Hölle gemacht.

Und darum habe ich ihn getötet.

Glauben Sie ihr kein Wort. Sie haben völlig den Verstand verloren.

Lorenz Redding hat den Mord an Ihrem Mann gestanden, Frau Helm? Ja, ich weiß.

Aber ich weiß auch, warum. Anne, bitte nicht.

Warum sollte er einen Mord gestehen, wenn er es nicht getan hat? Weil...

nein.

Weil er mich liebt.

So ist es.

Und woher wusste Herr Redding, dass Sie es getan haben?

Von ihm?

Ja, ich habe es ihm selber gesagt.

Das ist eine Lüge, Sie haben mir gar nichts gesagt. Bitte verstehen Sie,

Inspektor, er versucht, mich zu beschützen. Herr Redding, das überlassen

getrost mir.

Und wo hatten Sie den Revolver her?

Aus Freddings Haus. Ich nahm ihn da weg. Wann?

Vor einer Woche. Und Sie brachten ihn mit ins Pfarrhaus?

Ja, ich wusste, dass mein Mann hier sein würde, dass er mit dem Pfarrer

verabredet war.

Um wie viel Uhr kamen Sie her?

Um viertel nach sechs, zwanzig nach sechs ungefähr.

Sie haben also vorsätzlich den Revolver aus Freddings Haus weggenommen, um Ihren

Mann damit zu töten?

Ich...

Ich liebe Lorenz. Das Ganze ist einfach lächerlich, Inspektor. Mein Mann hatte

mir erklärt, dass er unter gar keinen Umständen in eine Scheidung einwilligen

würde.

Wir hatten eine Auseinandersetzung.

Er war sehr gefühllos und hart.

Ich war verzweifelt.

Gestern Abend kam ich durch den Garten, über die Terrasse zur Glastüre.

Ich sah meinen Mann. Aber er bemerkte Sie nicht? Nein. Und?

Und dann erschaffe ich ihn.

Verstehe.

Und was taten Sie dann?

Dann, dann ging ich weg.

Und sagten Herrn Redding, was Sie getan hatten?

Ja.

Hat Sie da irgendjemand kommen sehen? Nein, ich glaube nicht.

Ja, natürlich.

Fräulein Marple, sie sprengte gerade ihren Rasen. Dürfte ich vielleicht

Augenblick, bitte.

Frau Hemden, Sie sagten, nachdem Sie bei Fräulein Marple vorbeigegangen waren,

kamen Sie zu dieser Fenstertür?

sahen Ihren Mann und erschossen ihn mit dem Revolver, den Sie bei sich trugen.

Ja, aber das ist ja gar nicht möglich, meine Liebe. Sie hatten ja gar keinen

Revolver bei sich, als Sie mit mir sprachen. Sie hatten keine Handtasche

nichts. Und das Kleid, das Sie trugen, merkwürdigerweise dasselbe wie jetzt,

liegt so eng an.

Entschuldigen Sie, wenn ich das sage, aber da ist es doch völlig unmöglich,

irgendwo irgendetwas zu verstecken. Natürlich hatte ich den Revolver bei

Sie sollten nicht solche Unwahrheiten sagen, meine Liebe. Ich weiß genau, was

Sie zwischen 6 und 6 .30 Uhr taten.

Und noch etwas darüber hinaus.

Was?

Ich gott meinen Rasen, dürfte ich mich setzen. Ich fühle mich plötzlich...

Dr. Haycock, Herr Redding, bleiben Sie, wo Sie sind.

Um Frau Hemden kümmern wir uns schon.

Also, Fräulein Marple?

Ab 5 Uhr war ich in meinem Garten und von da kann man fast alles sehen, ob man

will oder nicht. Den Rest kann man sich doch zusammenreimen. Tja, haben Sie denn

Frau Hemden gesehen?

Oh ja.

Warum haben Sie das nicht früher gesagt? Weil Sie mich nicht zu Wort kommen

lassen, Inspektor. Ihr Männer seid ja so etwas von überheblich. Also reden Sie

schon.

Frau Hemden blieb an meiner Hecke stehen und unterhielt sich mit mir.

Sie bewunderte meine Blumen.

Wann war das?

Viertel nach sechs.

Sie wollte zum Pfarrhaus, erzählte sie mir, ihren Mann abholen.

Dann ging sie in den Pfarrgarten durch den Hintereingang. Zum Haus?

Ja, sie ging ums Haus herum.

Und sie kam gleich wieder.

Dann ging sie über den Rasen direkt zum Studio. Aber Sie hatten keinen Schuss zu

dieser Zeit? Nichts. Keinen Ton.

Aber Inspektor, gerade dann erschoss ich ihn.

Inspektor. Jetzt seien Sie mal still.

Beide.

Frau Hemden ging also ins Studio?

Ja.

Dann kam Redding den Weg vom Dorf herauf.

An der Hintertür des Pfarrgartens sah er sich nach allen Seiten um.

Und dann ging er durch das Gartentor und auch zum Studio. Er kam also gar nicht

in die Nähe der Veranda und der Gartier. Nein, er ging direkt zum Studio. Die

Frau Oberst... begrüßt ihn in der Tür und sie gingen zusammen hinein. Und kurz

darauf hörte ich den Schuss. Augenblick!

Das würde doch bedeuten, dass Frau Hemden und Lorenz Redding beide im

waren, als ein Schuss fiel. Das versuche ich Ihnen ja die ganze Zeit zu

erklären, Inspektor.

Ich nehme an, das Studio hat nur eine Tür.

Ja. Und das Fenster ist eingerostet. Das geht nicht zu öffnen. Und das

Dachfenster auch nicht.

Wie lange waren die beiden im Studio?

Eine fünfte Stunde ungefähr.

Dann gingen sie zusammen ins Dorf zurück und sie sahen sehr glücklich aus. Nicht

irgendwie beunruhigt oder so? Ganz im Gegenteil. Vektor, ich sage Ihnen, ich

habe meinen Mann getötet. Und ich, Frau Hemden, sage Ihnen, Sie lügen.

Als ihr Mann tot aufgefunden wurde, saß er am Schreibtisch. Man kann den

Schreibtisch von der Fenstertür kaum sehen. Und Sie sind gar nicht ins Zimmer

gekommen. Sie sagten, dass Sie eine Waffe bei sich hatten, aber Sie hatten

keine. Ja, ja, Sie haben die Absicht, diesen jungen Mann zu decken. Aber das

unnötig, völlig unnötig.

Nach Reddings Aussage hat er den Oberst um 6 .45 Uhr erschossen.

Davor hätten jetzt gehen, Inspektor.

Ja, natürlich.

Aber ich habe nicht gesagt, dass auch Sie gehen können.

So.

Und jetzt lassen wir mal diesen ganzen heroischen Firlefanz beiseite.

Und sagen Sie mir, was wirklich geschehen ist.

Na so gut.

Die Situation war für uns beide unmöglich.

Der Oberst wollte sich nicht scheiden lassen, also nahmen wir eine Art

im Studio.

Dann gingen wir den Weg zurück ins Dorf und trennten uns.

Plötzlich hatte ich den Wunsch, mit irgendeinem Menschen sprechen zu müssen.

Deshalb kam ich hierher zurück, um den Pfarrer aufzusuchen.

Die Haustür war offen, ich ging direkt ins Arbeitszimmer.

Der Oberst saß da am Schreibtisch, zusammengesunken.

Er sagte gar nichts.

Ich ging hin und berührte ihn.

Er war tot.

Am Boden lag ein Revolver. Ich hob ihn auf.

Es war mein Revolver.

So, und da glaubten Sie, dass Ennett getan hätte? Ja, wissen Sie, früher war

die selbstbeherrschende Person. Aber als sie uns verliebten, da war sie wie

verwandelt.

Mir ging das alles durch den Kopf, als ich vor dem Toten stand.

Ich weiß, das war irre, aber ich steckte einfach den Revolver in die Tasche und

ging durch die Halle zur Vordertür, um Fräulein Marple nicht nochmal zu

begegnen. Draußen traf ich dann den Pfarrer. Ich stammelte irgendeine

Entschuldigung. Wer wusste sonst noch, dass Sie einen Revolver besitzen? Eine

Menge Leute.

Wann haben Sie ihn das letzte Mal gesehen?

Vor zwei, drei Tagen.

Wo hielten Sie ihn aufbewahrt?

Er lag ganz einfach auf dem Bücherregal. Schließen Sie ausgewöhnlich ab, wenn

Sie weggehen? Nein, bei mir ist nichts zu holen. Doch!

Ein Revolver!

Demnach könnte also jeder im Dorf die Waffe genommen haben. Ja, ich glaube

schon. So.

Und jetzt hören Sie mal zu, aber genau.

Als Sie hier im Zimmer waren, bemerkten Sie da einen Zettel mit einer Nachricht

vom Oberst für den Herrn Pfarrer.

Irgendjemand schrieb auf diesem Zettel noch 6 .20 Uhr, nachdem der Oberst schon

tot war.

Nachdem? Ja.

Eine chemische Untersuchung hat das Clown deutlich festgestellt. Aber um 6

Uhr ging N. an der Fenstertür vorbei.

Jemand muss sie gesehen haben, der vielleicht sogar hier im Zimmer war.

der sie hasst. Jemand, der ihr den Mord in die Schuhe schieben will. Herr Ding,

Frau Hemden fragt nach Ihnen. Gehen Sie doch zu mir.

Darf ich, Inspektor?

Na gut.

Es hat sowieso keinen Sinn, Sie weiter in Haft zu behalten.

Aber Sie dürfen das Dorf nicht verlassen.

Natürlich nicht. Vielen Dank, Inspektor.

Jenning, warten Sie draußen im Auto auf mich.

Jawohl, Herr Inspektor.

Sie sind also beunruhigt?

Hat denn Lord Kipling irgendwas mit raus? Ja, der ist wieder mal

Sieht so blass aus.

Hallo?

Sie haben Apparat.

Nein, Sergeant, hier ist er nicht.

Macht doch nichts. Gibt es irgendwas Neues?

Na ja,

gut, Sergeant, danke.

Wiedersehen, Sergeant.

Nun, wie fühlen Sie sich aus?

Danke, gut, Herr Pfarrer.

Ich brauche nur etwas frische Luft. Ich gehe ein bisschen in den Garten.

Der Doktor ist offensichtlich hierher. Ich habe ihn durchs Küchenfenster

gesehen. Ja, dann machen Sie ihn doch auf, Mary.

Ach, der findet seinen Weg auch allein.

Und die Tür, die lasse ich ja immer permanent offen.

Sehen Sie, da ist er schon.

Ach, da sind Sie ja, Mary.

Na, wen haben Sie heute umgebracht?

Hä?

Sie sind mir ja vielleicht ein Spaßvogel.

Eine Tasse Tee, Doktor? Ja.

Das ist genau das, was mir fehlt.

Bitte.

Na,

schon verhört worden?

Noch nicht.

Der Inspektor sagte mir, man habe jetzt festgestellt, woher der falsche

Telefonanruf kam, der sie zur Erbetragung rauslockte.

Ach ja?

Ja, aus dem alten Verwaltungsort von Gut.

Ja, aber da wohnt doch niemand im Augenblick.

Also konnte jemand rein und telefonieren, ohne gesehen zu werden.

Ja, jemand, der genau wusste, dass das Haus unbewohnt ist.

Telefonat. Mit anderen Worten, ein Einheimischer.

Man hat ebenfalls festgestellt, wo der andere Telefonanruf herkam.

An der Ma 'am Saheb Brasselte so auf die Palme brachte.

Nein. Was?

Ja.

Und das war eine ziemliche Überraschung.

Er kam aus Reddings Haus.

Ja, aber Redding war ja nicht da. Er war ja im Studio mit Anne. Ja, sehr

richtig. Und sehr mysteriös.

Ohne den Mord würde ich sagen, jemand hat sich einen Spaß erlaubt. Jedenfalls

bei Ma 'am Saheb.

Ja. Und als drittes sagt mir der Inspektor, dass der Brief, den der

schreiben anfing, sich als Fälschung herausgestellt hat.

Wollen Sie damit sagen, dass... Dass der Oberst diesen Brief niemals geschrieben

hat.

Ach, Sie meinen, er hat einen anderen... Ja, aber ich meine, wo ist dann der

Originalbrief? Ja, der Inspektor meint, wenn er den hätte, dann würde er auch

den Mörder kennen.

John. Ja?

Wenn Sie einen Verdacht hätten oder wüssten, dass eine bestimmte Person der

Mörder ist, würden Sie diese Person dem Gesetz übergeben?

Warum fragen Sie, Padre?

Ich würde meine Pflicht tun. Ich hoffe es jedenfalls. Worin würden Sie Ihre

Pflicht sehen?

Das muss dann jeder mit sich selbst abmachen.

Also sind Sie nicht ganz sicher?

Der Inspektor ist schon wieder da.

Vielen Dank für die nette Anmeldung.

Guten Tag.

Frau Farrer, hoffentlich störe ich nicht.

Aber ich habe eine wichtige Frage.

Hat jemand diese Mütze schon einmal gesehen und wem gehört sie?

Sieht aus wie Virginia Barrett. Wo haben Sie denn her? Von Frau Archer.

Sie fand es am Tag des Mordes in Reddings Haus.

Möchten Sie einen Tee, Inspektor?

Nein, danke.

Frau Farrer.

Ich habe ein paar Fragen an Sie.

Ach, dürfte ich mal Ihren Schreibtisch benutzen? Ja, bitte, natürlich. An mich?

Ja. Ja, bitte, schießen Sie los.

Ja, bitte, sehr gut.

Frau Pfarrer, am Nachmittag des Mordes waren

Sie doch in London, nicht wahr?

Sehr richtig.

Mit welchem Zug sagten Sie, sind Sie zurückgekommen?

Zug? Ja, dem 5 vor 5 von London natürlich.

Sind Sie da ganz sicher?

Doch, doch, den nehme ich immer.

Frau Pfarrer...

Der 5 .05 Uhr hatte Verspätungen wegen einer Reparatur und traf erst nach 7 .30

Uhr hier ein.

Ach, ja, dann habe ich mich vielleicht ein bisschen verspätet. Ganz und gar

nicht.

Sie waren ja schon kurz nach 7 hier im Pfarrhaus.

So? Ja, also dann muss ich ja einen früheren Zug benutzt haben, aber ich

mich nicht erinnern.

Sind Sie sicher?

Ja, natürlich, Griselda, da sind wir alle ganz sicher. An dem Abend haben wir

alle hier die Zeit sehr scharf beobachtet.

Ja, natürlich.

Ja. Ach, wie dumm von mir.

Ich nahm mir den Zug 4 .30 Uhr.

Aber dann wären Sie doch schon viel früher zu Hause gewesen.

Früher? Wieso?

Ich bin ja nicht mit dem Bus vom Bahnhof nach Hause gekommen. Ich ging zu Fuß.

Zu Fuß?

Ja, Liebling, durch den Wald. Ich wollte ein bisschen frische Luft schnappen.

Die Züge sind immer so muffig und da wollte ich einfach... Und hat Sie da

gesehen?

Ach ja, viele Leute.

Wieso? Ist das so wichtig?

Grenzfelder, der Inspektor versucht doch nur festzustellen, ob Sie ein Alibi

haben.

Alibi?

Ach so, wegen des Obers.

Aber das ist doch lächerlich.

Als ich nach Hause kam, waren Sie doch alle schon da. Ja, das will der

ja nachprüfen, Liebes.

Ach so.

Hat Sie jemand nach Hause gehen sehen?

Lassen Sie mich nachdenken.

Ich, ich habe Sie gesehen.

Das war... Ja, Dennis, natürlich.

Wir trafen uns ja beim Flussweg. Flussweg?

Das ist aber ein ziemlicher Umweg.

Ja, ich habe mir nichts dabei gedacht.

Ein bisschen weiter, aber hübscher. Und wo genau haben Sie sich da getroffen?

Ja, das war... Bei den alten Weiden.

Aber er ist viel früher nach Hause gekommen als Sie.

Ich kam mit dem Rad und da bin ich vorausgefahren.

Ist das wahr?

Natürlich.

Na gut.

Aber in Zukunft, Frau Pfarrer, muss ich Sie bitten, mit den Tatsachen etwas

genauer umzugehen.

Ich werde es mir merken, Inspektor.

Vielen Dank.

Auf Wiedersehen.

Wiedersehen, Inspektor.

Ja, ich komme gleich mit, Inspektor.

Und vielen Dank für den Tegel.

Jetzt können wir endlich unseren Tee in Ruhe trinken. Wo ist denn Ronny?

Was ist denn, Mary?

Oh Gott, mir ist was eingefallen. Wer hat das mit dem Mord zu tun? Ja,

natürlich. Ja, was ist denn? An dem Tag, an dem der Mord geschah, da wollte ich

wissen, wo Len steckt. Len? Nein, nicht Len, der Pfarrer, sondern Len, der Junge

aus dem Fischgeschäft. Er wollte Fisch bringen und ich gehe zum Hinterausgang

und da höre ich doch auf einmal, wie jemand niest. Jawohl, es hat jemand ganz

deutlich geniesen.

Und sagen Sie bitte nicht, dass ich mich irre. Herr Autgeschlossener, wie käme

ich denn dazu? Mein Gehör ist nämlich das feinste an mir. Warum sollte denn

niemand an der Hintertür niesen, Mary?

Weil das Geräusch direkt vom Garten kam, von der Veranda, direkt vom Fenster.

Der Mörder muss sich in den Büschen versteckt haben. Ja, schon gut, Mary.

Gut, dass du uns darauf aufmerksam machst. Das wird uns bestimmt

Ja, glauben Sie, Frau Pfarrer.

Auf jeden Fall war es eine ganze Weile, nachdem ich den Oberst reingelassen

habe. Stellen Sie sich doch mal vor, da lief so ein Mörder direkt unter unserer

Nase.

Ronny, du hast deine Tee noch nicht getrunken. Ich muss rüber in die Kirche.

Vielen Dank, Geselle.

Die Abendanacht fängt gleich an.

Soll ich schon vorausgehen, Herr Pfarrer?

Ja,

bitte, Ronny.

Alles in das gekommen?

Was denn?

Ein anonymer Brief.

Worüber?

Ach, äh, nichts.

Was steht da drin denn?

Ist einfach lächerlich. Das Ganze ist lächerlich. Das ist eine bösartige

Verleumdung.

Warum kam die Frau Pfarrer am Abend von dem Mord des Lorenz Reddings Haus?

Das würde manch einer auch gerne wissen wollen.

Nein, Len.

Das ist nicht absurd.

Was willst du damit sagen?

Jemand hat uns offensichtlich gesehen.

Ich meine mich.

Bitte, das ist meine Angelegenheit.

Bitte, warst du letzte Mittwoch in Reddings Haus?

Ja.

Ja, aber um Gottes Willen, warum hast du das nicht gleich gesagt?

Es war nicht wichtig. Ja, aber Griselda, der Inspektor hat dich doch eben

verhört. Du hast ihm das verschwiegen.

Ja, was hattest du denn in Reddings Haus zu suchen?

Es hat nichts mit dem Mord zu tun.

Ja, bist du dir im Klaren, dass ein ähnlicher Brief höchstwahrscheinlich an

Inspektor geschickt wird?

Ich wollte nur Lawrence besuchen.

Auf dem Rückblick vom Bahnhof habe ich beim Reingeschaut, aber er war nicht da.

Aber warum hast du mir das nicht einfach gesagt?

Dann hätte ich dir alles sagen müssen.

Was alles?

Ich kannte Lawrence lange vor dir.

In London.

Das hast du mir ja nie erzählt.

Ich weiß.

Klingt doch alles jetzt ziemlich albern, aber ich war damals schrecklich in

Lorenz verliebt.

Wie junge Mädchen halt mal so sind.

Len, du hast mir so vertraut.

Und als Lorenz herzog, dachte ich, dass ein gewisses Misstrauen entstehen

könnte, wenn ich dir sagen würde.

Ich wollte ihn bitten, dass er wegzieht.

Du kennst mich anscheinend noch nicht richtig.

Tja.

Ich habe eben einen wirklich guten Menschen vor dir noch nie gekannt.

Aber musstest du ausgerechnet zu Renning gehen, wo du doch ganz genau weißt, in

so einer kleinen Gemeinde jeder Schritt beobachtet wird. Aber das Ganze ist doch

harmlos, glaub mir.

Dennis, bitte hol mir meine Sutanen.

Len, versteh mich bitte.

Glaubst du mir?

Ich liebe dich.

Und ich möchte, dass du glücklich bist.

Ich bin glücklich, Len.

Danke, Ben.

Du glaubst dir doch an, Len.

Warum fragst du?

Ich habe ihn zum ersten Mal belogen.

Da bist du ja endlich.

Ich habe den ganzen Gottesdienst hier auf dich gewartet.

Wir hatten doch ausgemacht, dass du... Die Kirche ist ja noch nicht auf.

Lawrence,

der Pfarrer hat eine furchtbare Predigt gehalten.

Ich wollte weggehen, aber ich konnte nicht. Ich war wie gebannt, ich musste

zuhören.

Es war beängstigend. Ich habe ihn auch nie so predigt. Ach, der Pfarrer ist

Dummkopf. Er nützt die spannende Depression eines ungeklärten Morses.

lassen wir das. Gleich werden sie alle wieder hier sein.

Lawrence, ich habe dich jetzt so lange nicht gesehen.

Ich kann...

Mach dir doch nicht solche Sorgen. Es wird sich schon alles klären und dann

wir frei. Frei, um aus diesem verdammten Kudorf wegziehen zu können.

Ich glaube, wir werden nie hier rauskommen und nie frei werden. Und es

immer so weitergehen.

Lawrence, wenn du die Gehässigkeit und Feindseligkeit in der Kirche heute um

mich herum gespürt hättest... Aber das bildest du dir doch nur ein. Du musst

verstehen, Lawrence, aber doch schließlich, mein Mann. Hör zu, Abby.

Wir lieben uns.

Alles andere ist doch völlig gleichgültig. Du vertraust mir doch.

Lawrence.

Ich glaube, wir werden nie glücklich werden und nie hier rauskommen. Das weiß

ich. Aber natürlich, jetzt haben wir bald Geld.

Wir können reisen und endlich das tun, was wir immer tun wollten. In der Sonne

liegen und faulen.

Na fabelhaft, da komme ich gleich mit.

Virginia, bist du mir nachgekommen?

Natürlich.

Worauf wollte der Pfarrer eigentlich hinaus mit seiner Predigt?

Ich glaube, er weiß, wer Vater umgebracht hat und wollte den Mörder zu

Geständnis bringen.

Ich fühlte mich schon selber richtig schuldig. Ach, doch keine Dummheiten.

bist du überhaupt hergekommen?

Ich muss mich doch um meine liebste Stiefmutter kümmern.

Aber weshalb bist du eigentlich hier mit Lorenz? Du weißt ganz genau, Griselda

hat uns beide auf einen Sherry eingeladen. Und die alten Klatschphasen

dazugebeten. Ich habe die Kirche ja noch nie so voll gesehen.

Ihr Besuch in der Kirche war ein unerwartetes Bonbon für die schaulustige

Also Sie haben Mut, einfach in die Kirche zu gehen und diesen kassenden

Schafköpfen die Stirn zu bieten.

Großartig. Aber so habe ich es in Indien auch immer gehalten.

Hallo, Dennis.

Sprichst du nicht mehr mit mir?

Bist du Angst?

Blödsinn. Warum sieht man dich denn dann nie?

Herr Pfarrer, Ihre Frau hat uns alle auf einen Drink eingeladen.

Ist sie denn nicht da?

Nein. Ich sah sie die Straße runtergehen, die zum Flussweg abzweigt.

Also Ihre Predigt, Herr Pfarrer, so unerwartet, so überraschend. Ich habe

noch nie so gehört.

Ja, wie einer von diesen Negerpriestern im Film. Die Gemeinde war direkt

hypnotisiert. Virginia.

Nun, da Griselda noch nicht da ist, müssen wir uns selbst mit Getränken

versorgen. Wollen Sie sich darum kümmern, bitte?

Selbstverständlich, Herr Pfarrer. Nur verstehe ich von dringendst herzlich

wenig. Ich helfe Ihnen auch nicht. Kann ich bitte auch einen Sherry haben?

Nein, Virginia.

Warum denn nicht?

Es ist doch nicht das erste Mal.

Als ich mit Dennis neulich im Kino war, haben wir hinterher eine ganze Flasche

Champagner ausgetrunken.

Du solltest dich schämen, Virginia.

Ich mich schämen?

Schäm dich lieber selber.

Warum hat denn mein Vater dir das meiste Geld hinterlassen? Weil du ihn

eingewickelt hast.

Nehmen wir mal an, ich wäre Haupterbin geworden.

Die Dinge sehen jetzt sehr viel anders aus. Ich schlage vor, du bist jetzt mal

still. Lass doch, Lauren. Sie möchte nur, dass ich die Beherrschung verliere.

Das ist eines ihrer Hauptvergnügen. Ich bin ziemlich sicher. Wäre ich

Haupterbin, würde Lauren nicht so leidenschaftlich hinter dir her sein.

Jetzt hör mal genau zu. Jedenfalls solltest du die Finger von ihm lassen,

alles aufgeklärt ist. Halt endlich den Mund, Virginia.

Nein und nochmals nein.

Ich habe genug gesehen.

Mein armer, naiver Papa.

Er wusste ja nicht, was er sich da geheiratet hat. Wirklich? Ja.

Du bist nicht besser als eine.

Was für ein eigenwilliges Kind.

Entschuldigen Sie bitte, Herr Pfarrer.

Ich weiß wirklich nicht, was ich mit ihr anfangen soll.

Sie hasst mich.

Vielleicht sollte man sie für eine Weile wegschicken.

Kommen Sie endlich. Ich begleite Sie nach Hause.

Nein, Lawrence, ich möchte alleine gehen.

Bitte entschuldigen Sie mich bei Griselda.

Das Ganze tut mir furchtbar leid.

Aber dieser Ausbruch war früher oder später unvermeidlich.

Es ist Ihre Schuld, Herr Pfarrer. Sie haben mit dieser Predigt die Menschen zu

sehr aufgewühlt. Ja, ja.

Nun ja, aber der Griselda heute nicht in Erscheinung tritt. Wo ist sie denn

eigentlich?

Ich weiß nicht.

Also glauben Sie mir nicht, würden im Augenblick ja keine zehn Pferde dazu

bringen, etwa allein in der Abenddämmung einen Spaziergang zu machen.

Oh nein.

Und ich will Ihnen mal etwas sagen, Fräulein Marple. Ich halte mich auch von

allen Mordschulden. Spuren fern. Denn solange der Mörder noch frei herumläuft,

ist es gar nicht gut, viel zu wissen. Und Sie sollten vorsichtiger sein, meine

Liebe. Ich, meine liebste Memsai? Ja, Sie, meine Liebe.

Nun ja, und ich gehe dann jetzt nach Haus.

Aber ich bleibe bestimmt immer schön mitten auf dem Weg.

Moment, Liebste, ich komme mit Ihnen. Und liefere Sie an Ihrer Haustür ab. Oh,

danke. Dann müssen Sie ganz sicher gehen, werde ich Sie beide begleiten.

Aber wie nett, ein Kavalier.

Nun also dann, ja.

Danke. Danke für den Schwerin.

Ja,

es wird schon dunkel.

Griselda ist immer noch nicht da.

Hoffentlich wird nichts passieren.

Vielleicht sollte man den Inspektor rufen.

Hallo?

Wir haben Apparat.

Wer?

Ach so, Frau Ebert.

Das tut mir überleid.

Ja, ja.

Ja, natürlich, Frau Ebert.

Sicher, ich komme sofort, natürlich.

Der arme Ebert, es geht ihm wieder schlecht. Seine Frau hat angerufen, ich

möchte gleich hinkommen.

Frau Ebert? Ja, wieso, was ist?

Ich bin sicher, Herr Pfarrer, dass Frau Ebert doch wirklich am Telefon war. Ja,

richtig, das letzte Mal. Wenn der Mörder mich wieder weglocken will, wird er

doch nicht den gleichen Trick anwenden, oder doch?

Kaum, aber merkwürdig. Heute Abend sind alle reichlich nervös.

Aber auch so schwül.

Ja, vielleicht sollte ich doch lieber einen Regen machen.

Ach, Renning, wenn Sie noch einen Trink wollen, bitte bedienen Sie sich. Und

wenn Griselda kommt, dann... Sagen Sie ihr bitte, ich bin so schnell wie

für den Tag.

Gut.

Möchten Sie auch einen, Ronny?

Oh nein, vielen Dank.

Ich hatte einfach Elend.

Vielleicht sollten Sie eine von Ihren Tabletten nehmen.

Ich werde sie mir gleich mal holen.

Ich bringe ihm dann noch den Band Gedichte zurück, den ich neulich

habe.

Verdammt.

Hallo, Lawrence.

Hallo, Griselda.

Na nun, wo sind denn alle?

Ich dachte, ihr sitzt hier gemütlich. Ja, das taten wir auch, bis die Party

aufflog, weil die reizende Virginia sich noch schlechter aufführt als

gewöhnlich.

Und wo ist Glenn?

Er ist gerade zur Abbott -Farm rübergegangen. Wir haben angerufen.

Abbott -Farm? Ja, er ist gerade aus der Tür. Wenn Sie sich beeilen.

Ach, ich bin viel zu müde.

Ja, dann gehen Sie doch und ruhen Sie sich aus. Das ist nicht so schlimm.

Lenz Predigt ist mir in die Glieder gefahren.

Ich wollte darüber nachdenken und deswegen bin ich spazieren gegangen.

Er hat einen guten Schauspieler abgegeben.

Wo waren Sie denn?

Am Flussweg.

Ach, wollten Sie mich besuchen?

Wieso? Der Flussweg führt an meinem Haus vorbei.

Und warum sollte ich Sie besuchen, Lorenz?

Warum sind Sie den letzten Mittwochabend da gewesen?

Ich verstehe.

Sie haben einen anonymen Brief bekommen.

Sie waren bei mir?

Ja.

Wie nett.

Strengen Sie sich nicht an, Lorenz. Ihr Charme wirkt nicht mehr bei mir.

Aber sie haben das Risiko auf sich genommen, gesehen zu werden.

Ich bin nicht ihretwegen hingegangen.

Weswegen sonst, wenn man fragen darf?

Ich bin hingegangen, um Dennis zu holen.

Dennis? Was will denn Dennis bei mir?

Ich fand eine Nachricht von Virginia, dass er sie dort treffen sollte.

Ich war dagegen, dass er sich mit ihr einlässt.

Und als ich hinkam...

Fanden Sie die beiden und haben das kleine Liebesnest in meiner Hütte

Nein.

Virginia war noch nicht da.

Dennis war allein und telefonierte.

Er fühlte sich also ganz wie zu Hause.

Und das soll ich Ihnen abnehmen, Gesellin.

Es ist wahr.

Dennis hat Frau Preiss -Ridley von Ihrem Telefon aus angerufen.

Aha.

Dann war also er Mohamed Arecha?

Ja.

Und ich glaubte in meiner Naivität.

Aber, Lawrence.

Alle Welt weiß, wie glücklich ich mit Len bin.

Gratuliere.

Übrigens, der Pfarrer sagte noch, wenn Sie frühzeitig kämen, sollten Sie ihn

bitte auf der Ebert Farm abholen. Ah ja.

Ich habe Dennis zuliebe, meinen Mann, das erste Mal belogen.

Ich glaube, ich habe ihn gar nicht verdient.

Ich darf jetzt nicht sprechen mit jemandem.

Ich?

Ihre Nerven sind heute Abend aber wirklich etwas überreizt. Haben Sie eine

Tablette genommen?

Ich nehme später eine.

Hier, Ihr Buch.

Schöner Gedichtband.

Nicht wahr?

Schöne Gedichte und ein großer Trost.

Trost? Ich dachte, Sie sind zufrieden hier.

Das bin ich auch.

Es ist ein großes Glück für mich, bei Frau Clemente zu sein.

Sie bewundern ihn, nicht wahr?

Er ist ein großartiger Prediger.

Als er sagte, heute Nacht soll deine Seele rein vor dir stehen, war mir mit

einem Mal, als ob ich...

Machen Sie sich Sorgen über irgendetwas?

Warum sprechen Sie nicht mit mir darüber?

Wenn das ginge... Aber warum soll das nicht gehen?

Versuchen Sie es einfach.

Es handelt sich um die Kirchengelder.

Um die Kirchengelder?

Ja.

Darum kam der Oberst hier zum Pfarrer an dem Abend, als er erschossen wurde. Er

hatte mich im Verdacht.

Ich habe...

Ich habe noch andere Kirchengelder unterschlagen. Was, Sie? Ja.

Ich weiß, alle Leute kommen mit der gleichen Entschuldigung, aber ich wollte

später alles wieder zurückzahlen.

Ich hatte mir teure Bücher bestellt.

Ach, dann haben Sie also den Oberst erschossen, damit er nichts sagen kann?

Aber nein, ich könnte niemanden erschießen.

Es wäre nur furchtbar für mich, das verstehen Sie doch. Er hätte es überall

erzählt.

Ich muss es gestehen. Ich muss es einfach gestehen. Gestehen mit dem

Ja.

Aber jedes Mal, wenn ich es versuche, da wird es mir ganz heiß und kalt und ich

bringe kein Wort heraus.

Aber das ist doch ganz einfach.

Einfach? Ja.

Schreiben Sie ihm einfach ein paar Zeilen und lassen Sie den Brief auf

Schreibtisch liegen.

Er wird in ein paar Minuten wieder hier sein.

Das ist doch feige.

Aber überhaupt nicht. Nun kommen Sie schon.

Nur ein Verzeihung. Dann sind wir die Tage los und dann gehen wir zu mir und

brauchen uns einen guten Kaffee.

Wenn Sie meinen... Ich weiß nicht, was ich schreiben soll. Dann nehmen

Sie doch eine Tablette. Wo sind Sie denn?

Hier.

Aber ich darf nicht mehr als höchstens zwei am Tag nehmen und eine habe ich

schon heute Nachmittag genommen.

Wie weit sind Sie denn?

Ich habe getrieben.

Lieber Herr Pfarrer, ich will alles gestehen.

Aber wie soll ich das erklären?

Komm, ich kann... Na, dann trinken Sie das mal.

Ja, lass nur runter damit.

Das schmeckt aber stark.

Weil ich Sodawasser reingegossen habe.

Sie haben Griselda ziemlich gern, glaube ich.

Oh ja.

Ich glaube, sie mag Sie.

Mich? Ja, ganz sicher. Sie hat es mir erst neulich gesagt.

Sie bemerkt mich ja kaum.

Sie bemitleidet mich.

Aber dass Sie mich...

Griselda scheint immer noch nicht satt zu sein. Ja.

Ronny ist wieder mal eingenickt.

Ich weiß nicht.

Du meine Güte.

Sieht ja ganz blass aus.

Ich sag Mary Bescheid. Oh, lieber Dr. Hickok.

Heute ist Sonntag. Da ist ja immer Berlin Jameson. Es ist sehr weit. Nimm

Fahrrad. Ja gut, ich fahre.

Hallo, Fräulein Marple.

Hallo, Herr Redding.

Dame, Herr Hülsper hat wieder mal einen verblenden Schlaf am Fellen.

Oh je.

Vorhin, als ich wegging, war noch ganz in Ordnung.

Er wollte den Kostenvoranschlag machen für das Fest.

Ich bin nur noch mal zurückgekommen.

Wegen dieses Gedichtbandes.

Er hat ihn von mir geborgt.

Emerson.

Eine friedliche Krankheit, der Arme.

Wir können ihm auch nicht helfen.

Lassen wir ihn ausschlafen. Am besten wir gehen.

Nein, ich warte lieber, bis jemand kommt.

Wo ist denn unser Pfarrer?

Er wurde zur Abbott -Farm gerufen, glaube ich.

So, geh.

Ja, es wird eine Weile dauern, bis der Pfarrer kommt.

Aber ich bleibe hier.

In dem Falle sage ich gute Nacht, Fräulein Martin.

Nein, Herr Rabin, ich möchte, dass Sie auch bleiben.

Oh, wieso?

Ich hätte gerne ein oder zwei Dinge mit Ihnen besprochen.

Was zum Beispiel?

Den Machtamt Oberst.

Zum Beispiel.

Ich nehme an, Sie wissen, wer der Mörder ist.

Ja, ich glaube schon.

Nein, der arme Hauswart nicht, auf gar keinen Fall.

Nein?

Wer denn?

Sie kennen ihn. Ich?

Ich würde ihn gleich der Polizei melden, aber warum tun Sie das nicht?

Urs Henten wurde von seiner Frau erschossen.

Aber das ist doch Unsinn.

Sie haben doch selbst Ents unschuld bewiesen. Oh nein, ich sagte, am Abend

ihrem Weg zum Pfarrhaus hatte sie keinen Revolver bei sich und das ist wahr.

Also?

Sie fand den Revolver hier im Zimmer für Sie extra versteckt.

Und wo hätte man ihn verstecken sollen? Im Blumentopf.

Von der Pflanze, die Mary niemals gibt.

Dort war er versteckt.

Eingedrückt in den Blumenmeer, da am Tag vor dem Mord.

Das ist die lächerlichste Geschichte, die ich je gehört habe.

Anne hat überhaupt nicht den Verstand, einen so brillanten Plan auszudenken.

Also, sie ist unfähig, sagen Sie, so etwas auszudenken.

Dann haben Sie alles geplant, nicht wahr, Herr Redding?

Das ist eine äußerst gefährliche Behauptung, Frau Lennart.

Ich beobachte Sie schon eine ganze Zeit. Ihr Scham ist nur verzadelt. Dahinter

sind Sie völlig skrupellos.

Am Tag vor dem Mord versteckten Sie den Revolver durch den Blumentopf.

Frau Preiss -Riedle und ich hätten Sie beinahe dabei ertappt.

Sie müssen völlig den Verstand verloren haben.

Aber hören Sie sich doch mal die Theorien der Verrückten an.

Mit Ihrem falschen Telefonanruf haben Sie den Pfarrer aus dem Haus geschafft.

Den Mord haben Sie für eine Zeit geplant, in der ich immer in meinem

Alle Gärtner spritzen Rasen und Blumen nach dem Tee, wenn die Sonne nicht mehr

so stark ist.

Ich sollte Ihnen in diesen wichtigen Minuten als Alibi dienen.

Sie wussten genau, der Doktor würde wegen des Zustandes der Leiche eine

bestimmte Zeit vermuten.

Der Mord konnte also nicht direkt vorher geschehen sein.

Aber N. Hampton hat ja geschossen.

Sie hatten mir gesagt, wo der Revolver versteckt ist und N. wusste genau, der

Oberst würde im Zimmer alleine warten. Sie brauchte also nur rasch über die

Veranda zu gehen, den Revolver hier aus dem Blumentopf zu ziehen.

Um zu schießen.

Eine Angelegenheit von zwei oder drei Sekunden.

In dem Augenblick kamen sie aus dem Dorf herauf, gingen direkt ins Studio und

wussten genau, dass ich sie sehen würde.

Und wie haben sie das alles zusammengebracht?

Sie haben ein paar Fehler gemacht.

Ach. Dieser Schuss auf den Ball zum Beispiel.

Ihr Revolver war natürlich mit einem Dämpfer versehen, als Inja abdrückte.

Man dürfte den Schuss ja nicht hören, sonst wäre noch jemand hier ins Zimmer

geschüttert.

Aber es war wichtig, dass man auch vor 6 .30 Uhr einen Schuss hörte.

während Sie und Andrew gehalten im Studio waren.

Sie haben uns mit diesem neuen Seil arrangiert, das man benutzt, um Vögel zu

verjagen. Um mich zu ärgern, hat Frau Preiss -Rittli sich eine solche

Vorrichtung für ihren Obstgarten gekauft. Die Sache funktioniert mit

Zündschnur. Ich weiß darüber genau Bescheid. Sehr faszinierend, Frau

Und weiter, weiter.

An dem Tag, kurz bevor ich Sie im Wald traf, in der Nähe der alten

Holzfällerhütte, fand ich dies hier.

Das Ende eines solchen Seils habe ich mir erklären lassen.

Nur eine Patrone ist abgefeuert. Nicht jeder kann einen Zusammenhang.

Als wir mich im Wald entdeckten und wir so nett über Pilze plauderten, da hatte

ich Sie schon vorher gesehen.

Sie suchten etwas und es war genau an der Stelle, wo ich gerade das verkohlte

Seil gefunden hatte.

Das hatte ich zum ersten Mal verdacht.

Sie haben da hübsch gesponnen.

Komplett. Mit Indizien. Ja, nur der Dämpfer von Ihrem Revolver, der fehlt

Da habe ich nur das merkwürdige Niesen, das Mary gehört hat.

Das war natürlich der Schuss mit dem Dämpfer.

Als sie sich dann mit Horst befreundeten, war ich von ihrer Schuld

überzeugt. Sie haben für so einfache Menschen nicht das Geringste übrig.

Aber sie suchten jemanden, dem sie den Mord in die Schuhe schieben konnten.

Und da war Horst gerade der Richtige.

Er fiel natürlich auf sie herein und sie taten ihr Bestes, ihn umzubringen.

Umzubringen?

Wovon reden Sie denn?

Sie haben ihm doch alle Tabletten auf einmal gegeben.

Und bei ihm ist ja Selbstmord nicht aufgeschlagen.

Selbstmord? Wollen Sie damit sagen, er hat zu viel Tabletten genommen?

Lieber Herr Pfarrer, ich will alles geschehen.

Dann war es also doch raus.

Armer Kerl.

Wir müssen sofort etwas tun. Wir müssen Dr. Hickok holen. Dieses Geschenk

bezieht mich nur auf die Kirchengelder.

Kirchengelder? Wir wissen doch, dass er ein kleiner Dieb ist.

Woher soll ich das wissen? Weil der Oberst über die Kirchengelder schrieb,

er ermordet wurde.

Was soll das alles?

Wenn dieser Brief über die Kirchengelder, der richtige Brief des

Haus gefunden wird, dann zweifelt doch keiner mehr daran, dass er der Mörder

ist. Nicht wahr, Herr Reddy?

Dann suchen Sie doch.

Vielleicht hat er den Brief in einer seiner Taschen.

Was haben Sie Ihnen da?

Den Brief von August Hemden.

Sehr raffiniert, heilig.

Brillant.

Und mutig, dass Sie hier ins Zimmer kamen und die Briefe auswechselten, wo

jeden Augenblick der Pfarrer zurückkommen konnte.

Jetzt hören Sie aber auf.

Sie sind völlig verrückt.

Sie werden den Leuten Ihren Blödchen noch anreden.

Warum müssen Sie sich immer einmischen? Ihr Verstand hätte Ihnen sagen sollen,

die Finger davon zu lassen.

Oh, Lawrence, ein Glück, dass du da bist.

Fräulein Marthe, was haben Sie denn?

Das ist doch der Hilfspfarrer.

mit ihm.

Horst liegt im Sterben.

Im Sterben.

Er hat ein Geständnis hinterlassen, dass er ihren Mann getötet hat.

Aber das ist doch gar nicht wahr.

Lord.

Du hast schon wieder gezählt. Ich?

Ja, ja, ich weiß. Ich habe geschossen, aber du hast doch alles geplant. Du hast

den Revolver versteckt und jetzt muss der arme Ronny Horst, der niemandem

zu Leid getan hat... Horst stirbt und hinterlässt sein Gespenst, Nels.

Du! Ich will ja raus.

Ich will ja raus! Oh nein, du bleibst hier! Ich will alles gestört!

Halt den Mund! Nichts wirst du bestehen.

Wozu auch?

Lassen Sie den Revolver fallen. Bleiben Sie, wo Sie sind. Du bleibst hier.

Geben Sie die Waffe her.

Sie sollen die Waffe hergeben.

Sie sind sehr unvorsichtig. Auf eine Leiche mehr oder weniger kommt es jetzt

mir nicht an. Nein, bitte nicht.

Sie rennen in Ihr Unglück.

Direkt ins Herz.

Ich kann ihr nicht behelfen.

Kümmern Sie sich schnell um uns, Doktor.

Vielleicht war es das Beste für die arme Ente.

Die verdienen keinen solchen Ausweg.

So.

Finden Sie. Bleiben Sie stehen.

Schon gut, Herr Pfarrer. Was ist denn mit dem Haus? Zu viele Tabletten, aber

kriegen ihn schon wieder hin.

Inspektor Fleck?

Ja, hier spricht Fräulein Marvel, Inspektor. Es ist ein Unglück passiert.

Wo?

Im Pfarrhaus natürlich.

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