All language subtitles for 1969 - Zehn kleine Negerlein

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Original subtitles

Untertitelung. BR 2018

Guten Tag. Guten Tag. Reiche Leute sind überhaupt ein komisches Volk. Was für

ein komischer Mann, der sich die Villa gebaut hat.

Erst gibt er einen Haufen Geld dafür aus, dann kriegt er es platt und

alles wieder.

Ich kann nicht verstehen, dass Mr. Kant sich hier angekauft hat.

Ausgerechnet auf einer Insel. Nun hör auf damit und schaff das Zeug in die

Küche. Die Gäste können jeden Augenblick kommen.

Wenn Sie heraufgeklettert sind, haben Sie gleich einen Grund zum Trinken.

Wie gewisse andere Leute auch, die ich kenne.

Das ist Jim. Ich fahre gleich mit ihm zurück.

Zwei von den Herrschaften sind früh in den Haus angekommen.

Ich brauche morgen Abend wieder...

Hier ist die Liste, Tom. Wer alles kommt.

Danke, mein Kind.

Eine besondere Gesellschaft scheint das ja nicht zu sein.

Miss Claythorne, das ist wohl die Sekretärin, nicht?

Sekretärin kann ich nicht leiden. Die sind noch schlimmer als

Immer hochgestochen.

Dienstboten sind Luft für die.

Hör auf und mach, dass du in deine schöne Küche kommst. Für meinen

sind da viel zu viele moderne Geräte drin.

So, da wären wir also.

Schön ist es hier.

Wunderschön. Miss Claythorne.

Ach, Sie sind Rotte.

Jawohl.

Ich wünsche einen guten Abend.

Guten Abend, Roger.

Holen Sie bitte mein Gepäck herauf und auch das von Käpt 'n Lomba. Sehr wohl,

Miss.

Waren Sie schon mal hier?

Nein, aber ich habe viel von dem Haus gehört.

Mein alter Freund Johnny Brewer hat sich's gebaut.

Eine ziemlich traurige Geschichte.

Eine Liebesgeschichte etwa? Eine grausam traurige Liebesgeschichte.

Johnny war ein steinreicher Mann.

Und hatte sich bis über die Ohren in ein wunderschönes Mädchen verliebt. Und er

heiratete sie und kaufte die ganze Insel und baute ihr dieses Haus. Das klingt

ja wirklich sehr romantisch.

Der arme Johnny.

Er bildete sich ein, dass er sie halten konnte, wenn er sie von der übrigen Welt

völlig abschnitt. Nicht einmal ein Telefon gestattete er ihr. Ich weiß, wie

weitergeht. Das schöne Mädchen hatte seinen goldenen Käfig satt und eines

war sie auf und davon.

So ist es.

Und Johnny ging zurück in die Wall Street und machte aus lauter

weitere Millionen. Und das Liebesnest hier, das verkaufte er.

Und jetzt sind wir also da.

Ich müsste mich eigentlich gleich mit Miss Kant vorstellen.

Ob wir uns nicht was zu trinken nehmen können? Was meinen Sie?

Ich bin ganz ausgedacht. Warum nicht?

Mir ist ziemlich heiß geworden bei dem steilen Aufstieg. Was darf ich Ihnen

geben? Danke, ich trinke nichts.

Wenigstens nicht im Dien.

Eine tüchtige Sekretärin ist aber doch immer im Dienst.

Aufregend ist das.

Was ist aufregend? Ja, das alles hier.

Der Geruch des Meeres.

Die Möwen.

Die felsige Küste.

Dieses merkwürdige Haus.

Die Sache fängt an, mir Spaß zu machen.

Ich glaube, dir macht es uns beiden Spaß.

Auf ihr Wohl.

Wo ist eigentlich Mrs. Kant?

Mr. und Mrs. Kant werden nicht vor morgen früh aus London zurück sein.

Nicht vor morgen, aber... Ich dachte, Sie wüssten Bescheid, Miss Claythorne.

Übrigens, ich habe hier das Verzeichnis der Gäste, wenn es Sie interessiert.

Danke.

Das zweite Boot ist eben angekommen.

Große Gesellschaft und die Gastgeber bleiben ausmerkwürdig.

Bitte seien Sie nett und helfen Sie mir, ja? Mit dem größten Vergnügen. Zu dumm,

dass wir beide allein mit dem ersten Boot gefahren sind und alle anderen

kommen erst mit dem zweiten.

Vielleicht war das ja gar kein Zufall.

Sie haben doch nicht etwa... Doch, habe ich. Ich habe dem Bootsmann einen

kleinen Wink gegeben, dazu fünf Schilling Trinkgeld und schon sprang der

an. Das hätten Sie nicht tun sollen. Wieso? Fanden Sie die anderen so

unterhaltend? Der junge Mann sah ganz nett aus. Ein unreifer Bursche.

Zu jung.

Sehr unreif.

Ah, Sie glauben, ein Mann in den 30ern sei auf jeden Fall anziehender. Das

glaube ich nicht. Das weiß ich.

Traumhaft.

Hallo.

Ein traumhaftes Plätzchen haben Sie sich hier ausgesucht.

Ich bin Mrs. Kant, Sekretärin. Mrs. Kant ist leider in London aufgehalten

worden. Ich fürchte, sie wird von morgen früh nicht hier sein.

Schade.

Darf ich bekannt machen?

Captain Lombard, Mr.

Marston, Anthony Marston.

Möchten Sie was trinken?

Ja, ja, danke, sehr gerne.

Bitte ein Whisky.

Ein zauberhaftes Plätzchen haben Sie hier.

Ich bin Mrs. Kant's Sekretärin.

Mrs. Kant ist leider in London aufgehalten worden. Ich fürchte, sie

morgen früh nicht hier sein.

Genug?

Traumhaft.

Guten Abend.

Guten Abend. Ich heiße Lombard.

Möchten Sie auch ein Gläschen mit... Mit David.

Ja, gerne. David, Mr. Mark. Freut mich, Sie können zu lernen.

Dankeschön.

Ein ziemlich steiler Aufstieg hier herauf.

Aber es ist ja auch eine herrliche Aussicht, diese Höhe.

Erinnert mich direkt an Südafrika, diese Landschaft.

So, an Südafrika.

Welche Gegend denn?

Ach, wenn Sie die Gegend bei Dörben etwa haben.

Ach, nee.

Kennen Sie Südafrika?

Ich? Nee.

Ich komme nämlich gerade von da. Ich bin da zu Hause.

Muss ein interessantes Land sein. Ach, nein. Das herrlichste Land der Welt.

Gold, Silber, Diamanten, alles, was der Mensch begehrt.

General McKenzie, wenn ich nicht irre.

Ich bin Mrs. Kahn, Sekretärin. Mrs. Kahn ist leider in London aufgehalten

worden. Ich fürchte, sie wird von morgen früh nicht hier sein.

Darf ich vorstellen?

Captain Lombard, Mr.

Marston und Mr... David ist mein Name.

Danke sehr.

Sind Sie im Wehrdienst, Captain?

Ich habe bei der Schutztruppe in Afrika gedient. Aber jetzt im Frieden wurde mir

das zu langweilig.

Ich habe den Dienst quittiert. Schade.

Danke, danke. Genug.

Miss Brent, wenn ich nicht... Ja.

Ich bin Mrs. Kahn's Sekretärin. Mrs. Kahn ist leider in London aufgehalten

worden. Ich fürchte, sie wird vor morgen früh nicht hier sein.

Ach, ich muss sagen, das ist aber doch sehr merkwürdig. Hat sie den Zug

versäumt? Vermutlich.

Ach. Wünschen Sie eine kleine Erfrischung?

Nein. Darf ich vorstellen, Captain Lombard, Mr.

Marston, Mr... Davis ist mein Name.

Sie haben sich ja alle schon im Boot kennengelernt. Und General McKenzie.

Irgendwas darf ich Ihnen anbieten? Einen trockenen Martini, ein Glas Sherry oder

ein Whisky mit Soda?

Wir trinken niemals Alkohol.

Wir trinken niemals Alkohol.

Ich hoffe, Sie erinnern sich, junger Mann, dass Sie uns da drunten auf der

Landungsbrücke einfach stehen ließen.

Entschuldigen Sie, Miss Brent, es war mein Fehler. Ich finde es aber doch sehr

merkwürdig, dass Mrs. Carter nicht da ist, um ihre Gäste zu empfangen.

Vielleicht ist Ihr Mann schuld an der Verspätung. Mrs. Carter hat doch keinen

Mann.

Ja, ich würde jetzt gerne auf mein Zimmer gehen.

Selbstverständlich, ich begleite Sie.

Meine Frau ist oben, Miss Claythorne. Sie wird Ihnen das Zimmer zeigen.

Darf ich Sie hinaufbleiben?

Dankeschön.

Guten Abend.

Guten Abend.

Die Gastgeber sind leider noch nicht da.

Wie sagen Sie, mein Name ist Lombard.

Ich heiße Walker.

Wünschen Sie etwas zu trinken?

Ja, einen Whisky, wenn ich bitten darf.

Schatten Sie, David.

Mein Name ist David.

So ein faulartiges Plätzchen hier.

Finden Sie nicht auch ganz einzigartig?

Ja, ich bin ganz Ihrer Meinung, ganz einzigartig.

Bitte, Ihr Glas, mein Herr. Danke sehr.

Ist eigentlich mein alter Freund Becher Berkeley schon aufgetaucht?

Wer bitte?

Becher Berkeley.

Der hat mich doch verleitet zu dieser Fahrt ins Blaue.

Wann kommt er endlich?

Ich fürchte überhaupt nicht.

Es wird niemand erwartet mit Namen Berkeley.

Lass mich einfach aufsetzen, dieser Alunke. Aber die Insel ist wirklich

traumhaft. Und dieses Mädchen, diese Sekretärin, einfach traumhaft.

Sie könnte eigentlich mal ein bisschen für Stimmung sorgen. Was meinen Sie?

Wollen wir uns nicht umziehen fürs Abendessen?

Es geht alles ein bisschen runter und rüber, weil die Kanten noch nicht da

Peinlich für die, ein paar schöne Ferientage einfach.

Wollen

Sie sich

nicht setzen?

Ja, gern.

Aber um es gerade herauszusagen, leider sitzen Sie in meinem Sessel.

Oh, Verzehrung.

Ich wusste nicht, dass Sie zur Familie gehören. Ja, das ist doch nicht der

Ich bin offen gestanden zum ersten Mal hier.

Aber sehen Sie, ich verbringe meine Tage im Bändenclub seit Jahren.

Zehn Jahre schon.

Ja, und mein Stammplatz dort, der ist ungefähr wie dieser hier.

Ich kann mich nicht recht daran gewöhnen, woanders zu sitzen.

Ja, sowas kann leicht zur Gewohnheit werden. Bitte sehr. Ja, das kann es

wirklich.

Ich danke Ihnen.

Ich war offengestanden etwas überrascht über diese Einladung.

Es ist mindestens vier Jahre her, dass ich so etwas erlebt habe.

Sehr liebenswürdig von den Leuten, das muss man wirklich sagen.

Mr. Morgan.

Ja?

Darf ich um Ihre Kofferschlüssel bitten?

Ja, können Sie mir sagen.

Ob Lady Constance Calmington heute Abend hier erwartet wird? Lady Constance

Calmington? Ich glaube nicht. Es sei denn, die Dame käme später mit Mr. und

Kant. Aha, danke sehr. Gestatten Sie, General?

Ja, bitte. Darf ich um Ihre Kofferschlüssel bitten? Danke, danke.

meine Sachen schon selber aus.

Um 8 Uhr wird zu Abend gegessen.

Darf ich den Herrn die Zimmer zeigen? Ja, bitte.

Wir sind angelangt für deine Dienerbescheid.

Guten Abend.

Gestatten Sie David, mein Name.

Armstrong.

Am Ende Dr.

Armstrong.

Ja.

Dachte ich mir doch gleich.

Ich vergesse nämlich niemals sein Gesicht.

Ja, ich als Arzt auch nicht. An Sie erinnere ich mich ganz genau. Aus einer

Gerichtsverhandlung haben Sie als Sachverständiger ein Gutachten

Krieg, sind Sie juristisch interessiert? Ich bin Südafrikaner und die großen

Prozesse hierzulande, die interessieren natürlich jeden Kolonialmenschen sehr.

Ja, natürlich.

Möchten Sie vielleicht was trinken?

Nein, danke. Ich trinke nie.

Stört Sie hoffentlich nicht, wenn ich es tue.

Aber nein, nicht im Geringsten.

Ich habe mir gerade mal die ganze Insel angesehen. Das ist ja ein zauberhaftes

Plätzchen. Finden Sie nicht auch?

Ja, ganz herrlich. Ich dachte mir schon, auf der Überfahrt hier ist ein Frieden

wie im Himmel.

Zu viel Frieden für manche Leute, möchte ich sagen.

Wunderbar ruhig jedenfalls.

Wunderbar für die Nerven.

Ich bin nämlich Nervenarzt. Ja, ich weiß, ich weiß.

Sie sind mit der Eisenbahn gekommen?

Nein, mit dem Wagen.

Oh, sind Sie sicher so 300 Kilometer gefahren? Wie lange haben Sie gebraucht?

Ich hatte keine Eile. Ich beeile mich nie.

Das ruiniert die Nerven.

Ein paar lause Jungs haben mich bei Amesbury in den Straßengraben gedrängt,

100 Kilometer Geschwindigkeit zu überholen. Das ist eine Unverschämtheit.

hätte mir die Nummer merken sollen.

Sehr richtig.

Sehr richtig. Immer aufschreiben, dieser Lümmels. Immer aufschreiben.

Entschuldigen Sie, ich muss jetzt unbedingt Mr. Kant sprechen.

Mr. Kant ist gar nicht da.

Sie haben geläutet?

Ja, ich... Würden Sie bitte mal meinen Hut

in Verwahrung nehmen?

Wann wird denn hier gegessen?

Um 8 Uhr in einer Viertelstunde.

Anzug heute ganz nach Belieben.

Eine ziemlich angenehme Stellung, die Sie hier haben, was?

Oh ja, danke.

Sind Sie schon lange hier?

Nicht ganz eine Woche, Mr. Davis.

Ah.

Dann wissen Sie vermutlich auch nichts Näheres über die Leute, die hier

eingeladen sind, hm?

Nein. Das sind alles alte Freunde der Familie Kant, nicht?

Ich kann Ihnen wirklich keine Auskunft geben, Mr. Davis.

Rogers? Ja, Mr. Davis?

Das ist eigentlich mein Zimmer. Ich möchte mich gern ein bisschen frisch

Ich zeige es Ihnen.

Wirst du dich auch mal wiedersehen?

Du könntest wenigstens die Gläser waschen.

Ich stehe da, soll ein Abendessen mit vier Gängen richten und keiner hilft

Mit wem magst du dich denn eben unterhalten?

Mit einem aus Südafrika.

Davies heißt er. Nichts Besonderes dran.

Tut so, als wäre er Millionär.

Aber du müsstest mal seine Wäsche sehen. Billiger geht's nicht.

Da waren mir doch die Leute in unserer Pension lieber.

Es ist doch keine Art und Weise, wie man uns hier behandelt. Heute schon Haufen

Gäste, morgen kommen erst die Zimmermädchen. Für was hält man uns

Immerhin, es gibt gutes Geld. Ja, hoffentlich.

Aber das eine sage ich dir. Du kriegst mich nie wieder dazu, eine Stelle

anzutreten ohne Vorschuss. Wenn ich dir doch sage, das Geld ist sicher, was

willst du eigentlich noch?

Ich will mich nicht herumschieben lassen.

Ich bin als Küchin engagiert, mein Platz ist in der Küche. Die Hausarbeit geht

mich nichts an.

Am liebsten würde ich sofort nach Grimms zurückfahren.

Geht nicht, mein Liebling.

Wieso geht nicht?

Weil du auf einer Insel bist, mein Kind.

Man kann nicht ins Wirtshaus gehen, nicht ins Kino.

Dafür gibt es ein doppeltes Gehalt. Und Bier ist ja Gott sei Dank genug im

Hause.

Das Einzige, was du im Kopf hast, ist Bier.

Und hör auf zu keifen und verzieh dich in deine Küche, sonst verdirbt das

Das ist sowieso schon verdorben. Sie kommen ja alle zu spät.

Mein Essen ist überhaupt viel zu schade für die. Ich bin bloß froh, dass ich

keine Brüste gemacht habe.

In einer Minute kann gespeist werden. Ich muss nur noch anrichten.

Können Sie zwei es allein schaffen, Roger?

Selbstverständlich. Meine Frau redet zwar ein bisschen viel, aber sie schafft

ihre Arbeit.

Ein schöner Abend, nicht wahr?

Ja, sehr schön.

Das Wetter hält sich, wie es scheint.

Kein Lüftchen regt sich.

Und so warm.

Gar nicht wie in England.

Sagen Sie bitte, ist Ihnen dieses Kleid nicht ein bisschen unbequem?

Durchaus nicht. Wieso?

Ich meine, ein bisschen zu eng?

Zu eng?

Nein, das finde ich nicht.

Also nehmen Sie mir das bitte nicht übel, meine Liebe, aber Sie sind jung,

müssen sich Ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Ja.

Und keine Dame der guten Gesellschaft sieht es gern, wenn sich ihre Sekretärin

auffallend kleidet.

Wie bitte?

Ich habe den Eindruck, dass Sie ein bisschen darauf aus sind, die

des anderen Geschlechtes auf sich zu lenken.

Wollen Sie damit sagen, dass ich anziehend wirke?

Nein, das wollte ich nicht damit sagen. Aber ein Mädchen, das nichts anderes im

Kopf hat, als den Männern zu gefallen, riskiert seine Stellung.

Finden Sie nicht, dass Sie ziemlich unfreundlich sind, Miss Brent?

Die jungen Leute heutzutage benehmen sich doch wirklich abscheulich.

Abscheulich? Jawohl.

Abendkleider, ausgeschnitten, wer weiß wie tief.

Und der Halbmarkt am Strand herumliegen.

Dann diese Cocktail -Partys.

Sehen Sie sich doch die jungen Männer von heute an.

Dekadent und untüchtig. Dieser junge Martin da zum Beispiel, der taugt doch

nicht. Oder Captain Lombard.

Immerhin ein Mann, der ein interessantes Leben hinter sich hat. Aber Abenteurer

war er doch nicht.

Die ganze Generation taugt nicht.

Absolut nicht.

Sie können eben mit jungen Menschen nichts anfangen, das ist alles.

Wie bitte?

Ich gestatte mir die Bemerkung, dass Sie junge Menschen nicht leiden können.

Jetzt werden Sie doch nicht impertinent.

Bedauere aber, so denke ich nun einmal.

Jetzt muss erst einmal diese Unverschämtheit aufgerottet werden.

Vorher wird die Welt nicht besser.

Pathologisch.

Was haben Sie gesagt?

Nichts.

Übrigens, dieser alte Knabe, der... Sieht aus wie eine Schildkröte.

Ja, ja. Na ja, alle Richter sehen aus wie Schildkröten.

Sir Lawrence macht da keine Ausnahmen. Ich wusste gar nicht, dass er Richter

war. Aber ja, er hat wahrscheinlich mehr unschuldige Menschen in den Tod

beschadet, als irgendjemand sonst in England.

Hallo.

Aha.

Übrigens, kennen Sie sich schon? Das ist Dr. Armstrong, Miss Brent.

Miss Claythorne.

Warum tragen Sie plötzlich eine Brille?

Ich habe meine Gründe. Wir sprechen gerade davon, dass dieser alte Knabe...

Ich habe es gehört, aber ich glaube, er auch.

Oh, Sir Lawrence.

Mich brennt. Ja, ganz richtig. Es ist eine Angelegenheit, in der ich Sie sehr

gerne um Rat gefragt hätte. Können wir einen Augenblick hinaus? Ja, bitte,

bitte, kommen Sie.

Mein Tragen einfach traumhaft. Ein hochkomprimierter Spockmotor, allererste

Qualität.

Spezialkonstruktion, gibt nur ein paar Exemplare davon. Hole mühelos 160 Jahre

heraus. Sind Sie von London gekommen? Jawohl, 320 Kilometer, habe ich in gut

vier Stunden geschafft. Nicht schlecht, wie?

Leider war der Verkehr zu groß, um das Tempo halten zu können. In der Ebene bei

Amesbury bin ich auf gut 130 gekommen.

Haben Sie mich nicht unterwegs überholt?

Schon möglich.

Ihr habt wegen mir gleich bei einem Straßengraben gelandet. So?

Ach so, tut mir leid. Leider habe ich Ihre Nummer nicht erkannt, sonst hätte

Sie angezeigt.

Wenn Sie auch mitten auf der Straße dahinschleichen, wie eine Schnecke.

Meine Herren, wollen wir vielleicht einen kleinen Cocktail trinken? Gute

von Ihnen.

Sie sehen ja traumhaft aus, einfach traumhaft.

Wollen Sie auch ein Whisky, Miss Gleason?

Nein, danke.

Guten Abend, Mrs. Kant.

Wieso Mrs. Kant?

Sie werden eine äußerst anziehende Gastgeberin für dieses Haus.

Flirten Sie immer so direkt?

Mhm, immer.

Was tuschelt eigentlich die alte Dame da draußen mit dem Richter?

Ich weiß nicht, was sie hat. Sie scheint überzeugt zu sein, dass es gar keinen

Mr. Kant gibt.

Hat es es für möglich, dass Mrs.

Kant... Ich meine, dass die beiden nicht... Nicht verheiratet sind, meinen

Schade, dass wir uns nicht schon früher kennengelernt haben. Ich hätte sie sonst

in meinem Wagen hierher mitnehmen können.

Darum, Martin. Aber Miss Claythorne hat über ihre Rückfahrt nach London bereits

disponiert. Aber wieso? Das ist doch der reine Blödsinn, dass ich in meinem

Wagen allein zurückfahren soll. Miss Claythorne sucht sich selbst aus, mit

sie zurückfährt.

Schauen Sie mal, ist das nicht hübsch? Diese zehn kleinen Porzellan -Neger.

Und hier an der Wand die alten Kinderreine.

Zehn kleine Negerlein, die tranken ein Glas Wein.

Das erste, das verschluckte sich, da waren es nur noch neun.

Kaum was.

Neun kleine Negerlein, die schliefen in der Nacht.

Eins ist nicht mehr aufgewacht, da waren es nur noch acht.

Acht kleine Negerlein, die gingen Kegel schieben. Eins blieb allein zurück, da

waren es nur noch sieben.

Meine Damen und Herren, ich bitte um Ruhe.

Die folgenden Anklagen werden gegen Sie erhoben.

Jeder einzelne von Ihnen hat sich schuldig gemacht wie folgt.

Edward George Armstrong.

Sie sind schuld am Tode von Louise Mary Cleese.

William Henry Bloor.

Sie haben den Tod von James Stephen Lendor auf dem Gewissen.

Vera Elizabeth Claythorne. Sie haben Peter Hamilton getötet.

Philip Lombard.

Sie haben den Tod von 21 Männern eines ostafrikanischen Stammes verschuldet.

John Gordon McKenzie.

Sie haben Arthur Richmond, den Liebhaber ihrer Frau, in den Tod geschickt.

Anthony James Marston.

Sie haben die Geschwister Combs ermordet.

Sie sind schuld am Tode von Jennifer Brady.

Lawrence John Barclay.

Sie sind des Mordes an etwa sieben schuldig.

Untersuchungsgefangene, was haben Sie zu Ihrer Verantwortung?

Es ist nichts Schlimmes, eine Ohnmacht.

In einer Minute ist sie wieder bei sich.

Ist Konjak da?

Archer, ist Konjak da?

Ja, natürlich.

Was war das für eine Stimme?

Das klang ja wie... Was geht hier vor?

Was für ein dummer Scherz wird hier mit uns getrieben?

Und zum Teufel kam diese Stimme her.

Meine Damen und Herren, ich bitte um Ruhe.

Schalten Sie aus!

Das ist ja entsetzlich.

Ein roher, ganz übler Scherz. Ich glaube, das ist ein Scherz. Wir warten

Wer zum Teufel hat die Platte aufgelegt? Ja, das muss festgestellt werden.

Mein Gott.

Erlauben Sie bitte.

Es ist ja alles in Ordnung.

Nur nimm mich doch zusammen, Ethel. Hörst du mich nicht?

Sie sind gleich wieder auf dem Posten, Mrs. Rogers.

Eine kleine Blutlehre im Gehirn, sonst nichts.

War ich ohnmächtig? Ja.

Das war die Stimme.

Diese furchtbare Stimme, wie das Gericht.

Wo bleibt denn der Cognac?

Wo bleibt der Cognac? Hier, bitte, hier.

Hier.

Hier, trinken Sie einen Schluck, Mrs. Rogers.

Danke.

Es geht schon wieder.

Ganz plötzlich hat es mich gepackt.

Das ist ja auch kein Wunder, diese gemeinen Lügen. Ich möchte bloß wissen,

hat die Schallplatte auf das Grammophon gelegt?

Ich?

Aber ich habe nur auf Anweisung gehandelt.

Ja, wer gab diese Anweisung?

Mr. Kant.

Ja, ich muss volle Klarheit in der Sache haben.

Wie lautete die Anweisung von Mr. Kant genau?

Ich sollte eine Schallplatte auf das Grammophon im Arbeitszimmer legen und

Platte würde ich in der Schreibtischschublade finden.

Ich dachte, es wäre, um die Herrschaften beim Abendessen ein bisschen mit Musik

zu unterhalten.

Das ist eine merkwürdige Angelegenheit. Ich höre Ihnen, das ist die Wahrheit.

Ich hatte keine Ahnung, was auf der Platte war.

Ich dachte wirklich, es wäre ein Musikstück.

Wie hat die Platte eine Aufschrift?

Ein Zettel klebt drauf.

Schwanengesang.

Einfach absurd.

Einfach widersinnig, diese haarsträubenden Anschuldigungen.

Bringen Sie Ihre Frau zum Bett, dann kommen Sie wieder her. Ja, ich werde

behilflich sein.

Wird sie wieder gesund?

Aber ja, natürlich, ganz gesund.

Also, ich weiß nicht, wie Ihnen zumute ist, aber ich muss unbedingt was

Ja, ich auch.

Ich hole uns was.

Absurd.

Einfach absurd.

Möchten Sie Whisky, Herr Lawrence?

Ja, ja, ja.

Könnte ich bitte ein Glas Wasser haben?

Ich hole es Ihnen.

Geben Sie mir auch einen Whisky -Mask.

Danke. Es wird gleich wieder in Ordnung sein. Ich habe ein Geruhigungsmittel

gegeben.

Na, Doktor?

Auf den Schreck.

Werden Sie das sicher auch ein bisschen trinken.

Nein, danke. Ich trinke niemals Alkohol.

Na ja, das sagten Sie ja schon.

Sie vielleicht, genau.

Also, Rogers, wir müssen der Sache auf den Grund gehen.

Erzählen Sie uns allen, was Sie über Mr. Kant wissen.

Ihm gehört dieser Besitzer.

Ja, das wissen wir. Was wissen Sie aus eigener Anschauung über Mr. Kant?

Nichts, Sir. Ich habe ihn noch nie gesehen.

Was, Sie haben ihn noch nie gesehen?

Nein, Sir.

Wir sind jetzt knapp eine Woche hier, meine Frau und ich. Wir wurden

durch ein Vermittlungsbüro engagiert. Es war das Büro...

Regina in Plümmel.

Das war eine angesehene Firma. Das könnte nachgeprüft werden.

Haben Sie den Brief da?

Wegen der Anstellung? Ja. Jawohl, Sir.

Danke.

Erzählen Sie weiter.

Wir sind am 4.

hier angekommen, wie es in dem Brief steht.

Es war alles in Ordnung, eine Menge Lebensmittel war vorhanden und auch

alles sehr schön.

Ja, bloß abgestaubt musste noch werden. Ja, ja, was geschah weiter?

Nichts.

Das heißt, wir bekamen die schriftliche Anweisung, die Räume auf den Achten für

eine Gesellschaft herzurichten.

Und gestern früh kam ein zweiter Brief und darin stand, dass Mr.

und Mrs. Kant möglicherweise in London aufgehalten würden. Für diesen Fall

sollten wir uns selber helfen und so gut wie möglich für die Gäste sorgen.

Und dann standen in dem Brief noch die näheren Anweisungen für die Küche und

dass ich unmittelbar vor dem Abendessen diese Schallplatte auflegen sollte.

Diesen Brief habe ich auch hier, Sir.

Danke.

Überschrift Ritz Hotel, Maschinen schläfen. Darf ich mal?

Bitte sehr.

Vermutlich eine Coronation -Maschine, Modell 5, neu, ohne Defekt.

Wir können den Brief natürlich auf Fingerabdrücke untersuchen, aber er ist

zu oft angefasst worden.

Wie ein kleiner Detektiv.

Ja, ja.

Was für merkwürdige Vornamen er hat. Ulrich Norman B.

Kant. Ich bin Ihnen sehr verbunden, Mr. Marston.

Sie haben mich da auf einen vielleicht bedeutenden Umstand aufmerksam gemacht.

Ich glaube, es ist jetzt in der Zeit, dass wir gegenseitig unsere Kenntnisse

austauschen. Es wird für uns alle von Vorteil sein, wenn jeder genau

was er über unseren unbekannten Katzen überweist.

Zunächst einmal sollte jeder berichten, wie er zu seiner Einladung gekommen ist.

Ja, also, ich bekam einen Brief mit einer Unterschrift, die ich nicht

konnte. Da erinnerte ich mich einer Dame namens Kat, die ich vor zwei oder drei

Jahren in der Sommerfrische kennengelernt hatte. Und dann deutete

Unterschrift als Kat.

Ich bin aber absolut sicher, dass ich niemals in meinem Leben eine Person

Kat kennengelernt habe.

Haben Sie einen Brief bei sich?

Nein, aber ich kann ihn holen.

Miss Claeson?

Ich habe Mrs. Kant niemals gesehen.

Ich suchte eine Stellung für die Ferien und wandte mich an die Agentur von Miss

Greenfield in London.

Die Stellung hier wurde mir angeboten und ich nahm sie an.

Sind Sie denn nicht aufgefordert worden, sich persönlich vorzustellen?

Nein. Hier ist der Brief.

Danke.

Sehr geehrte Miss Schenker, ich habe Ihre Adresse von der Agentur Miss Kühn

versetzt und hörte, dass Sie dort persönlich bekannt sind.

Mit dem von Ihnen gewünschten Geld bin ich einverstanden und erwarte Sie zum

Antritt Ihres Dienstes am 8. August.

Sie benutzen den Zug 12 .40 Uhr ab Paddington. In Oakbridge werden Sie

Fünf Pfund lege ich für Ihre Unkosten bei.

Mr.

Marston.

Ich kenne die Kanz auch nicht. Ich bekam ein Telegramm von meinem alten Freund

Badger Berkeley.

Sollte hier anrollen, möglichst prompt.

War etwas überrascht, weil ich mir einbildete, der alte Esel wäre in

Das Telegramm habe ich nicht aufgehoben. Ja, danke.

Dr.

Armstrong.

Unter den gegebenen Umständen halte ich es für richtig, mitzuteilen, dass ich

aus beruflichen Gründen hier bin.

Ein Mr. Kant schrieb mir, er sei in Sorge um die Gesundheit seiner Frau,

gesagt um ihre Nerven.

Er wünschte ein Gutachten von mir, ohne dass sie durch eine Untersuchung

beunruhigt würde und deshalb schlug er vor, dass ich mich heute als einer der

Gäste hier einfinden sollte.

Sie hatten von früher her keine Beziehung zu Frau Minikant.

Nein.

Aber sie zögerte nicht, diese Aufforderung vollzulassen.

In dem Brief hat der Name eines Kollegen von mir erwähnt. Es wurde mir auch ein

ganz nettes Honorar in Aussicht gestellt und außerdem...

war ich reif für einen Ferientag.

So, hier habe ich diesen Brief.

Danke.

Liebe Miss Brand, ich hoffe sehr, dass Sie sich meinen noch erinnern.

Wir lernten uns vor einigen Jahren im August in Wilhaven kennen und es schien

damals, als hätten wir gemeinsame Interessen.

Nun habe ich vor, selbst ein Fremdenheim zu eröffnen, und zwar auf einer Insel

dicht vor der Küste in Devon.

Ich könnte mir denken, dass dieser Ort recht gut geeignet ist für eine Pension

mit guter, einfacher englischer Küche. Nichts von Nacktkultur.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Sommerferien hier auf der

verbringen wollten als mein Gast. Natürlich, ich schlage vor, am 8.

.40 Uhr, ab Paddington bis Oakbridge.

Naja, die Unterschrift ist ziemlich unleserlich.

Unleserlich? Ich persönlich hätte nichts gegen ein bisschen Nacktkultur.

Und hier ist der Brief, mit dem ich hergelockt wurde, von einer alten

Lady Constance Calmington, sie drängt mich ihr zuliebe doch hierher zu kommen,

mich wieder zu treffen. Die Gastgeberin, wenn Sie so ganz flüchtig sind. Darf

ich noch mal?

Bitte sehr.

Können Sie, da fällt mir eben etwas ein. Ja, einen Augenblick, ja.

Ja, aber es wäre doch vielleicht... Bitte eins nach dem anderen, Captain

Lombard, wenn Sie nichts dagegen haben.

General McKenzie?

Wie? Ja.

Da kam auch ein Brief von diesem Kant.

Glaubt, ihn irgendwann einmal im Club kennengelernt zu haben.

Ein paar alte Kameraden von mir sollten auch hier sein, hieß es.

Man hoffte, ich würde diese formlose Einladung entschuldigen.

Ich habe den Wisch leider nicht aufgehoben.

Und nun Sie, Captain Lombard?

Genau dieselbe Sache.

Auch in meiner Einladung wurden gemeinsame Bekannte erwähnt.

Er hat den Brief auch nicht mehr.

Unter dem Namen, die von der geheimnisvollen Stimme genannt wurden,

William Henry Bloor.

Aber wenn ich nicht irre, gibt es unter uns niemanden mit dem Namen Bloor.

Andererseits wurde der Name Davis nicht erwähnt.

Was haben Sie dazu zu sagen, Mr. Davis?

Es ist wohl besser, wenn ich zugebe, dass ich nicht Davis heiße. Sie sind

William Henry Bloor.

Ja, stimmt.

Sie sind nicht nur unter falschem Namen hier, Mr. Blore.

Sie sind überhaupt ein Lügner.

Sie behaupten, aus Südafrika zu kommen.

Ich kenne Südafrika wie meine Westentasche und bin bereit, einen Eid

nehmen, dass Sie niemals in Afrika gewesen sind.

Meine Herrschaften, Sie beurteilen mich völlig falsch.

Ich bin Kriminalinspektor außer Diensten.

Ich kann nicht ausweisen.

Ich leite jetzt ein privates Detektivbüro in Blymeth.

Und bin mit einem ganz bestimmten Auftrag hier. Mit einem Auftrag? Ja.

Von wem?

Von Mr. Kant.

Er schickte mir eine ganz schöne Summe für meine Spesen und wollte, dass ich

sozusagen als Gast an dieser Veranstaltung teilnehme.

Er schickte mir auch eine Liste der hier Anwesenden mit der Weisung, ich soll

ein wachsames Auge auf sie haben.

Mit welcher Begründung?

Er schrieb, Mithelf Kant besetze einige sehr wertvolle Juwelen und ich solle...

Offen gestanden, ich glaube gar nicht, dass es einen Mithelf Kant überhaupt

gibt.

Ich fürchte, Ihre Schlussfolgerung ist richtig.

Ulrich Norman B. Kant, Una Nazi B. Kant. Wenn man nur die Anfangsbuchstaben

liest, ergibt sich beide Male U -N -B Kant.

Unbekannt.

Das ist ja fantastisch.

Geradezu verrückt.

Ja.

Auch ich zweifle nicht mehr daran, dass wir von einem Irrsinnigen hierher gelobt

wurden.

Es handelt sich wahrscheinlich um einen ganz gefährlichen, mordgierigen

Geistesgang.

Wer dieser Irrsinnige auch ist, dieser Mensch hat es jedenfalls verstanden,

ich große Mühe gemacht habe, alles Mögliche über jeden Einzelnen von uns in

Erfahrung zu bringen. Dazu gerade ziemlich viel in Erfahrung gebracht.

Und aufgrund dieser Kenntnisse hat er ganz bestimmte Beschuldigungen

Das ist doch kein Kunststück.

Mir nichts, dir nichts zu beschuldigen?

Ein Haufen verdammter Lügen, weiter nichts.

Verleumdungen. Was will denn da eigentlich?

Was mich betrifft, so möchte ich Folgendes sagen.

Unser freundlicher Mr. Unbekannt klagt mich des Mordes an einem gewissen Edward

Seaton an.

Ich erinnere mich genau an diesen Seaton.

Er wurde mir im Jahre 1930 zur Vernehmung vorgeführt, weil im Verdacht

eine ältere Frau ermordet zu haben.

Bei der Verhandlung machte er einen ganz guten Eindruck. Die Geschworenen wurden

auch recht geschickt verteidigt.

Aber die Beweisaufnahme ergab klar seine Schuld.

Die Geschworenen erkannten entsprechend.

Als ich das Todesurteil aussprach, handelte ich in völliger Übereinkunft

Schuldspruch.

Der Mann wurde aufgrund eines rechtskräftigen Urteils...

Ich betone hier nochmals vor allen Anwesenden, dass ich ein absolut reines

Gewissen habe.

Ich habe meine Pflicht getan, weiter nichts.

Ich habe einen einwandfrei überführten Mörder zum Tode verurteilt.

Haben Sie diesen Ziegen eigentlich vorher gekannt? Ich meine persönlich.

Vor seiner Vernehmung wusste ich nichts von ihm.

Er lügt. Ich wette, der alte Knabe lügt.

Dieser Kant ist irrsinnig.

Komplett verrückt.

Nicht das Geringste ist wahr von dem, was er über den jungen Richmond sagt.

Er war einer meiner Offiziere.

1917 habe ich ihn einmal auf Verkundung geschickt. Dabei ist er gefallen.

Ich habe mir auch schon hin und her überlegt. Geschwister Cone?

Das müssen wohl Kinder gewesen sein, die ich seinerzeit in der Nähe von

Cambridge überfahren habe.

Scheußliches Pech.

Für die Kinder oder für Sie?

Ich dachte allerdings für mich. Aber Sie haben recht, es war auch für die

Kinder. Scheußliches Pech. Sie stürzten aus irgendeinem Haus und liefen in den

Wagen. Ich konnte jedenfalls nichts dafür.

Es war ein Unfall.

Darf ich auch etwas sagen, Sir?

Schießen Sie los, Frau Schatz.

Es war die Rede von einer Miss Jennifer Brady im Zusammenhang mit meiner Frau

und mir. Also kein wahres Wort ist an der Geschichte.

Wir waren bei Miss Brady in Stellung, als ich starb. Sie war schon immer etwas

kränklich vom ersten Tag an, als wir zu ihr kamen.

Und in der Nacht, als sie ihren Anfall bekam, da war Sturm und das Telefon ging

nicht. Also konnte ich den Arzt nicht erreichen.

Ich bin zu Fuß losgelaufen, um ihn zu holen, aber er kam zu spät.

Wir haben wirklich das Menschenmögliche für sie getan.

Und da ist ja auch ein schönes Stück Geld dabei rausgesprungen, nicht wahr?

Miss Brady hinterließ uns ein Legat in Anerkennung unserer Dienste und warum

auch nicht, möchte ich wissen.

Und wie steht es mit Ihnen, Mr. Blore?

Was? Wie?

Na, von Ihnen war doch auch die Rede.

Ach so, ja, ich weiß.

Sie meinen, die...

Sie sagen mit Lendor, der Banküberfall damals in London.

Ja, ja, ich erinnere mich an den Fall. Lendor wurde verurteilt aufgrund der

Beweise, die Sie beibraten.

Sie waren doch der diensthabende Polizeioffizier damals, nicht wahr?

Ja, das stimmt.

Lendor bekam lebenslänglich Zuchthaus.

Nach einem Jahr starb er, es war ein feiner Kerl.

Es war ein Verbrecher.

Er hat sich den Nachtwächter umgebracht.

Wurden Sie nicht sogar ausgezeichnet für die geschickte Behandlung des Falles?

Ja.

Ich bekam ein Diplom.

Auch ich habe meine Pflicht getan, Sir Lawrence.

Bequemes Wort.

Licht.

Und Sie, Doktor?

Wollen Sie uns nicht auch was erzählen?

Ich verstehe die Sache beim besten Willen nicht.

Der Name, der da mit mir in Verbindung gebracht worden ist, wie war er doch?

Klaus oder Klee?

Ich kann mich wirklich an einen Patienten dieses Namens nicht erinnern.

vollkommen rätselhaft.

Vielleicht ist es schon sehr lange her. Kann natürlich sein, dass es eine meiner

Operationen im Krankenhaus war.

Viele kommen mir erst immer in letzter Minute.

Wenn dann der Patient stirbt, ist es natürlich der Arzt schuld. Na ja, dann

es besser, schnell umzusatteln und die Finger von der Chirurgie zu lassen.

Manche lassen dann auch die Finger vom Alkohol. Ich verbitte mir das.

Wie kommen Sie dazu, solche Andeutungen zu machen? Ich rühre keinen Alkohol an.

Mann, ich wollte Ihnen doch nicht zu nahe treten.

Dieser Mr. Unbekannt scheint jedenfalls der Einzige zu sein, der alles über uns

weiß.

Miss Gleason?

Ich war Erzieherin von Peter Hamilton.

Wir waren einen Sommer in Cornwall.

Es war ihm streng verboten, weit hinaus zu schwimmen.

Eines Tages, als ich einen Augenblick nicht achtgab, tat er es doch.

Ich schwamm ihm nach, aber ich konnte ihn nicht mehr erreichen.

Der Fall wurde gerichtlich untersucht. Ja, ich wurde freigesprochen.

Auch die Mutter des Jungen hat mir nie einen Vorwurf gemacht.

Danke.

Miss Brent?

Ich habe nichts zu sagen.

Nichts? Nein, nichts.

Ach, Sie behalten sich Ihrer Verteidigung vor? Von Verteidigung ist

überhaupt nicht die Rede.

Ich habe immer so gehandelt, wie das Gewissen es mir vorschrieb.

Was für eine saubere, ordnungsliebende Gesellschaft wir doch sind.

Mich selbst ausgenommen.

Ja, wir warten auf Ihre Geschichte, Captain Lombard.

Es tut mir leid, dass ich Sie enttäuschen muss, aber ich bekenne mich

Es ist die reine Wahrheit. Ich habe tatsächlich diese Eingeborenen allein im

Busch zurückgelassen.

Es war einfach ein Gebot der Selbsterhaltung.

Sie haben als Offizier Ihre Leute im Stich gelassen?

Das war vielleicht nicht nobel gehandelt, das gebe ich zu.

Aber es gibt Fälle, wo die Selbsterhaltung die erste Pflicht des

Eingeborene machen sich nicht auf zum Sterben.

Sie denken und fühlen sich anders als wir Europäer.

Herr Rogers, befinden sich außer uns Ihnen und Ihrer Frau noch jemand auf

Insel?

Niemals, Herr.

Ist das sicher?

Ganz sicher. Danke.

Dann bleiben Sie hier, Rogers.

Worüber ich noch ganz im Unklaren bin, ist der Grund.

warum unser Gastgeber, dieser Mr. Unbekannt, uns hier versammelt hat.

Ich kann es mir wirklich nicht anders vorstellen, als dass er irrsinnig ist

vielleicht äußerst gefährlich.

Wir werden also gut daran tun, die Insel so schnell wie möglich zu verlassen.

Ich schlage vor, wir fahren heute Nacht noch zurück.

Verzeihung, aber wir haben kein Boot auf der Insel.

Ihr habt kein Boot?

Nein, Sir.

Ja, dann telefonieren Sie doch zum Festland.

Wir haben auch kein Telefon.

Fred Narakot kommt jeden Morgen vom Festland herüber und bringt

Post, Zeitung und was sonst noch benötigt wird und nimmt neue Anweisungen

entgegen.

Ja, dann wollen wir morgen früh zurückfahren.

Wenn Narakot mit seinem Boot herüberkommt.

Das ist ja ein bisschen unsportlich.

Bevor wir abreisen, sollten wir doch versuchen, das Geheimnis zu lüften.

Das ist ja die reinste Detektivgeschichte.

Äußerst spannend.

Ich in meinem Alter kann auf Spannungen solcher Art verzichten.

Das normale Leben finde ich fad. Ich bin für das Verbrecherische.

Das Leben, die Kriminalität.

Er ist tot.

Tot?

Aber er hat sich doch bloß verschluckt.

Man könnte es auch verschlucken nennen.

Der Tod ist durch Ersticken eingetreten.

Habe ich noch nie gehört, dass man auf diese Weise ums Leben kommen kann.

Durch Verschlucken.

Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben.

Selbstverständlich stirbt kein Mensch am Verschlucken, General.

Marsten ist keines natürlichen Todes gestorben.

was in deinem Whisky?

Den Geruch nach Varestian Kali. Es wirkt augenblicklich.

Dann muss er dich wohl selber ins Glatt getan haben.

Anscheinend.

Selbstmord?

Bin ja seltsam.

Selbstmord? Gerade er?

Er war doch so lebhaft, so lebensfroh.

Ach, sind sie doch.

Mein kleiner Neger ist vom Kamin gefallen.

Und ist zerbrochen.

Wir sind auf dem höchsten Punkt der Insel gewesen, von einem Boot, kein

Es ist noch sehr früh, der Mann muss noch allerlei besorgen.

Trotzdem ist er längst hier sein.

Tja, vom Frühstück ist auch noch nichts zu sehen.

Oh, bleibt bloß dieser Rat.

Wir wollen uns doch nicht ums Frühstück kümmern.

Wie sieht denn das Wetter aus?

Der Wind hat aufgefrischt.

Schon gestern ein Zug, sagt ein alter Mann. Wir bekämen schlechtes Wetter. Es

ist doch ein Wahnsinn, auf einer Insel zu leben und kein Boot zu halten. Es

keinen geschützten Liegeplatz.

Südostend würde das Boot am Felsen verschelten. Aber wir sind doch in jedem

vom Felsland aus erreichbar.

Bei Sturm kaum.

Ach, soll das heißen, wir könnten vom Lande abgeschnitten werden?

Möglich ist das schon.

Aber nun machen Sie sich bitte keine Sorgen, Miss Brent.

Noch ist die See nur ein bisschen unruhig.

Also ich finde, man überschätzt die Freuden des Inseldaseins.

Warum tritt denn dieser Marokko nach Holland? So machen es doch alle hier.

nichts zu überstürzen. Wo steckt denn dieser Rogers? Er hätte sich auch schon

mal sehen lassen können.

Er war ganz schön durcheinander, der Rogers.

Warum tut sie das?

Sie beiden haben die alte Frau umgebracht. Da gehe ich jede Wette ein.

Das glauben Sie wirklich?

Jedenfalls habe ich noch nie einen Menschen gesehen, der so zu Tode

war wie dieser Rogers.

Das leibhaftige, schlechte Gewicht.

Fantastisch, die ganze Angelegenheit.

Vielleicht ist er auf und davon.

Das kann er doch gar nicht. Es ist doch gar kein Boot auf der Insel. Das haben

Sie uns doch eben selbst erklärt. Doktor, von wem weiß ich denn das? Doch

nur von Rogers.

Vielleicht hat er doch ein Boot da.

Er hat sich geschnappt.

Ganz unmöglich.

Er hatte ja keine Erlaubnis, die Insel zu verlassen.

Gut geschlafen, General?

Ich habe geträumt. Das scheint mir auch so.

Ich habe von Leslie geträumt.

Und von meiner Frau.

Wo bleibt bloß dieser Narakot?

Wer ist Narakot?

Der Kerl, der uns gestern rübergesetzt hat.

Was hat er gestern gesagt?

Was ist denn genau, weißt du?

Er gefällt mir gar nicht.

Am meisten Tod hat ihm einen ziemlichen Schock versetzt. Er sieht um zehn Jahre

älter aus.

Wo liegt denn jetzt der arme Kerl?

Im Arbeitszimmer, da habe ich ihn hingebracht.

Glauben Sie wirklich, dass es Selbstmord war? Ja, was denn dann?

Ich weiß nicht, aber Selbstmord?

Da hätte überhaupt jemand die Möglichkeit gehabt, etwas mit Martens

ohne dass es uns aufgefallen wäre.

Das Glas stand da drüben. Es wäre doch ein leichtes gewesen, da eine

Kapsozyankale reinzutun. Ja, aber... Herr Doktor.

Herr Doktor.

Herr Doktor, ich habe Sie draußen immer gesucht.

Würden Sie bitte schnell nach oben kommen und nach meiner Frau sehen.

Geht es ihr schlechter?

Ich weiß nicht.

Ich halte es für selbstverständlich, dass Sie die Insel nicht ohne mich

verlassen.

Wenn doch das Boot nur endlich käme. Ich hasse diese Insel.

Ja, und je eher wir die Polizei benachrichtigen, desto besser. Die

Bei jedem Selbstmord muss die Polizei verständigt werden.

Ja, natürlich.

Eine Wirtschaft ist das.

Immer noch kein Frühstück.

Haben Sie Hunger, General?

General! Wollen Sie frühstücken?

Leslie, Leslie, mein Liebling.

Nein, nein, ich bin nicht Ihre Frau. Ich bin Vera Cleason.

Richtig, ja, entschuldige Sie.

Ich hielt Sie für meine Frau.

Sie sagten doch, Ihre Frau sei schon lange tot.

Ja, das dachte ich auch, aber ich habe mich geirrt.

Sie ist hier.

Hier auf der Insel. Guten Morgen.

Morgen. Guten Morgen.

Scheinlich habe ich verschlafen.

Ist das Boot schon da?

Nein.

Sie müssen ja...

Recht gute Nerven haben, wenn Sie so lange schlafen konnten.

Mich bringt nichts aus der Ruhe. Im Schlaf schon gar nichts. Sie haben nicht

zufällig von afrikanischen Eingeborenen geträumt?

Nein.

Haben Sie vielleicht von Sträflingen geträumt? Von Zuchthäuslern, die

sterben? Seltsam.

Was ist seltsam?

Erinnern Sie sich nicht?

Wir fanden doch gestern einen von diesen kleinen Negern zerbrochen am Boden. Ja,

neun müssen noch übrig sein.

Es müssten neun übrig sein. Na und?

Es sind aber nur noch acht.

Tatsächlich. Ich finde, das geht nicht mit rechten Dingen zu.

Vielleicht waren es gestern wirklich nur neun. Wir nehmen vielleicht nur an,

dass es zehn waren, wegen dieser zehn Strophen da an der Wand.

Was ist los, Armstrong?

Mrs. Rogers ist tot.

Sie schläft und ist nicht wieder aufgewacht.

Sie hat ihr ein Schlafmittel gegeben und Rogers glaubte, es sei noch die

Nachwirkung davon.

Vermutlich ist sie schon vier oder fünf Stunden tot.

Was?

Was das heißt?

Das kann ich nur nicht feststellen. Es ist natürlich möglich.

Sie hatte ja gestern einen ziemlichen Schock bekommen.

Ja, freilich. Ja, kann sie vergiftet worden sein? Auch das ist möglich.

Mit dem selben Gift wie der junge Mann?

Nein, nicht die Zyankalie. Es müsste ein Narkotikum gewesen sein. Etwas, was

zunächst einschläfert.

Sie hatten ihr doch ein Schlafmittel gegeben.

Ja, ich gab ihr eine kleine Dose.

Haben Sie ihr nicht vielleicht zu viel gegeben?

Natürlich nicht. Was fällt Ihnen denn ein? Ich meine nur, wenn Sie ihr zu viel

gegeben hätten... Die Dosis, die ich ihr gegeben habe, hätte auf keinen Fall

schaden können.

Also, woran ist sie denn nun wirklich gestorben?

Das kann ich ohne Sektion nicht sagen.

Das war ein Herzschlag.

Natürlich war es Herzschlag. Das Herz hörte auf zu schlagen.

Aber was war die Ursache?

Das Gewissen.

Wie meinen Sie, dass es brennt? Ich meine exakt ausgedrückt. Sie haben doch

gestern Abend alle gehört, dass sie beschuldigt wurde, ihre frühere

Arbeitgeberin umgebracht zu haben.

Das glauben Sie doch nicht etwa. Ja, warum denn nicht?

Wir haben alle gesehen, wie sie zusammenbrach und wie sie ohnmächtig

Ihre böse Tat war entdeckt und das war zu viel für sie.

Sie ist buchstäblich vor Angst gestorben.

Das ist eine interessante Theorie.

Gesetzenvoll, es wäre eine latente Herzschwäche vorhanden gewesen. Aber

Sie, was Sie wollen, es war ein Gottesurteil.

Miss Brent.

Sie glauben nicht daran, dass ein Sünder durch Gottes Zorn niedergestreckt

werden kann?

Ich sehr wohl.

Meine hochzuverehrende, nach meiner Erfahrung überlässt es die Vorstellung,

stets den Sterblichen, den Übeltäter zu überführen oder zu bestrafen.

Und jeder Prozess hat seine Probleme, da gibt es kein abgekürztes Verfahren.

Gehen wir doch mal ganz nüchtern an die Sache heran.

Was hat die Frau gestern Abend zu essen und zu trinken bekommen, nachdem sie zu

Bett gebracht worden war?

Nichts.

Auch kein Tee.

Kein Gläschen Wasser?

Ich wette, sie hat einen Tee bekommen.

Tee gibt man immer.

Darauf wollen wir hinaus.

Verstehen Sie?

Vielleicht hat Miss Brent doch recht.

Vielleicht haben die beiden die alte Dame, diese Miss Brady, tatsächlich

umgebracht.

Sie glaubten, alles hinter sich zu haben und fühlten sich sicher und glücklich.

Glücklich? Ja, glücklich.

Es droht ihnen doch keine unmittelbare Gefahr mehr.

Da kommt plötzlich die Stimme dieses Wahnsinnigen, wie der Blitz aus dem

und bringt alles an den Tag.

Die Frau bricht zusammen und Rogers... Haben Sie Rogers beobachtet?

Ich werde Ihnen sagen,

Wie die Sache liegt.

Die beiden haben zusammen einen Mord verübt.

Wenn der Fall jetzt vor Gericht kommt, besteht die Gefahr, dass die Frau alles

verrät. Was tut also der Mann?

Ein Püffelchen?

Ein paar Tröpfchen an einer Tasse Tee und... Dann wäscht er die Tasse wieder

sauber aus und sagt dem Doktor, dass die Frau nicht das Geringste zu sich

genommen habe.

Unmöglich. Das tut dein Mann nicht.

Das tut dein Mann seiner eigenen Frau doch nicht an.

Sie würden sich wundern, Miss Claythorne, wozu Ehemänner alles fähig

Verzeihung, Miss Claythorne.

Mit dem Frühstück werde ich schon allein fertig.

Nur das Mittagessen macht mir Sorgen.

Zum Mittagessen sind wir nicht mehr hier.

Wo zum Teufel bleibt das Boot?

Verzeihung, aber mit dem Boot kann nicht mehr gerechnet werden.

Was?

Wenn Narakot kommt, ist er stets vor 8 Uhr hier.

Kann ich sonst noch mit irgendetwas dienen, Miss Claythorne?

Nein, danke.

dazu sagen.

Seine tote Frau liegt da oben.

Er spricht vom Mittagessen, vom Frühstück.

Dann sagt er noch, dass das Boot nicht kommt.

Woher zum Teufel will er das finden?

Na, was denn zum Teufel?

Der Kerl spielt uns doch Theater vor. Das sage ich ihm. Die einzig greifbare

Tatsache ist, dass das Boot nicht kommt.

Das bedeutet...

dass man uns vorsätzlich von aller Hilfe abgeschnitten hat. Was glauben Sie,

warum Narakot nicht kommt?

Ich glaube, dass dieser allgegenwärtige Mister Unbekannt eine entsprechende

Anweisung gegeben hat.

Dann können wir doch nur versuchen, den spaßigen Herrn aufzustöbern, der dieses

ganze Theater hier inszeniert.

Ich wette, um was Sie wollen, dass er sich hier auf der Insel befindet.

Und je eher wir ihn erwischen, umso besser.

Der scheint ja tatsächlich gefährlich zu sein wie eine Klapperschlange. Das ist

kein guter Vergleich, Captain Lombard.

Die Klapperschlange warnt, bevor sie beißt.

Warnt?

Na und?

Wurden wir nicht gewarnt? Da steht doch die Warnung groß und breit. Zehn kleine

Negerlein. Wir waren zehn, nachdem Narakot gestern Abend zurückgefahren

Zehn kleine Negerlein, die tranken ein Glas Wein. Das erste, das verschluckte

sich.

Was? Verschluckte sich doch.

Stimmt.

Weiter. Neun kleine Negerlein, die schliefen in der Nacht. Eins ist nicht

aufgewacht. Nicht mehr aufgewacht.

Passt ziemlich genau auf Mrs. Rogers, oder nicht?

Sie glauben doch nicht, dass er uns alle umbringen will.

Doch.

Das glaube ich.

Und es soll auch noch jedes Mal auf die Ferse passen. Doch Unsinn. Ist doch

reiner Zufall, das mit den Fersen. Es sind nur noch acht Neger da. Ist das

ein Zufall? Was sagen Sie, Bloor? Ist doch ein Bericht geheuer.

Da ist doch außer uns kein Mensch auf der Insel. Woher wissen Sie denn das?

Sie so sicher?

Das ist ja zum Wahnsinnigwerden.

Ich sage euch, keiner von uns wird diese Insel je wieder verlassen. Kann denn

niemand den Großvater zum Schweigen bringen? Habe ich nicht recht, Herr

Lawrence. Ja, bis ein bisschen gerade, ja.

Also los, worauf warten wir noch? Kommen Sie, Armstrong. Kommen Sie, Floor. Wir

machen jetzt kurz ein Prozess. Ja, ich bin bereit. Leider hat wohl niemand den

Revolver bei sich.

Ja?

Ich habe einen.

Was denn?

Tragen Sie das Ding immer bei sich?

Meistens.

Ach nein.

Ich war schon öfter in der Klemme.

Das ist schlimmer als hier wohl kaum, was?

Wollen wir nicht anfangen?

Ja.

Meine Herren, ich schlage vor, dass Sie vielleicht das Haus durchsuchen und wir

nehmen uns die Insel vor. Mit dem Haus bin ich schnell fertig.

Geheimtüren und dergleichen scheint es nicht zu geben.

Passen Sie auf, dass er Sie nicht als Ersten erwischt.

Keine Sorge.

Aber Ihnen rate ich immer, hübsch beisammen zu bleiben. Denken Sie an die

Strophe. Einer blieb allein zurück.

Kommen Sie an, Frau.

Ein recht energischer junge Mann, dieser Captain Lombard, nicht wahr? Er hat

sicher recht.

Wenn noch jemand auf der Insel ist, müssen Sie ihn finden.

Es gibt ja nichts als Kahlenfels. Die Lösung des Problems dürfte mir verstand.

Als Muskelkraft, Herr Vorder. Wo wollen Sie hin? Mich in die Sonne setzen und

nachdenken, meine Verehrteste.

Wo habe ich bloß meine graue Wolle? Vielleicht haben Sie sie in Ihrem Zimmer

vergessen. Soll ich nachsehen? Nein, danke.

Ich gehe lieber selbst.

Ich kann mir schon denken, wo sie ist.

Ich bin froh, dass Käpt 'n Lombard einen Revolver bei sich hat.

Ihr verschwendet alle nur Zeit.

Ihr verschwendet die Zeit.

Wieso?

Es wäre besser, ruhig sitzen zu bleiben und zu warten.

Zu warten? Worauf?

Auf das Ende, natürlich.

Was ist denn, General?

Meine Frau.

Meine Frau.

Meine Frau.

Sie hätten sie kennen sollen.

Sie war ein so fröhlicher Mensch.

War sie das?

Ich habe sie sehr geliebt.

Natürlich war sie viel jünger als ich.

Erst 27.

Arthur Richmond war 26.

Er war mein Adjutant.

Leslie hatte ihn gern. Ich dachte, sie hätte mütterliche Gefühle für den

Verdammter Narr, der ich war.

Schließlich kam ich dahinter.

Es war wie in einem schlechten Roman. Ich war damals in Frankreich.

Sie trieb gleichzeitig an uns beide.

Und einmal steckte sie die Briefe in die falschen Umschläge.

Auf diese Weise erfuhr ich ihn.

Zu Richmond fragte ich kein Wort.

Aber alle tauchten ihn.

Allmählich wurde es eine mörderische Wut, dieser gemeine Heuchler.

Dabei hatte ich den Jungen gern. Ich hätte meine Hand für ihn ins Feuer

Ich habe ihn in den Tod geschickt.

Es war ganz leicht.

Fehler wurden damals oft gemacht.

Das Einzige, was bei mir vorwar, war, dass ich die Nerven verloren hätte.

Ja, es war ganz leicht.

Leslie habe ich niemals gesagt, dass ich alles wusste.

Wir lebten weiter wie früher, aber irgendwie war es doch anders geworden.

Sie starb dann an einer Lungenentzündung. Bitte hören Sie auf,

Wenn ich ehrlich bin, dann sage ich mir, es war doch Mord.

Und gerade ich hatte immer Ehrfurcht vor dem Gesetz.

Damals kann mir das gar nicht mehr in den Sinn geschieht. Im Recht dachte ich.

Aber später.

Später.

Nun, Sie kennen das ja auch. Ich? Wieso ich?

Sie scheinen es nicht zu verstehen.

Dabei glaube ich, wir wären auch froh, dass das Ende kommt.

Alle, alle, wie wir hier sind, werden sterben.

General!

Sie sind noch sehr jung.

Sie können das doch nicht nachempfinden.

Diese Erlösung.

Die Gnade dieser Erlösung, dass man endlich alles hinter sich hat.

Dass man diese Last nicht weiterschleppen muss.

General!

Schon gut.

Ich habe keinen Wunsch mehr.

als hier zu sitzen und zu warten, bis Leslie kommt.

Nicht wohl.

Ich habe Angst.

Ich habe solche Angst.

So, alles in Ordnung.

Keine geheimen Gänge, keine neuen Leichen. Wie bitte?

Sie sehen ja ganz verdottert aus.

Wie wäre es mit einem Gläschen Wein zur Beruhigung der Nerven? Wein?

Zwei Leichen im Haus um neun Uhr früh und alles, was Sie zu sagen haben, ist,

wie wäre es mit einem Gläschen Wein?

Der alte Herr da draußen ist ganz gebrochen. Wie wär's mit einem Gläschen

Zehn Menschen sind des Mordes angeklagt. Alles in bester Ordnung, solange sie

nur zu trinken haben.

Gut.

Dann verdursten sie eben.

Ach, Sie, Sie sind ein Abenteurer. Sie langweilen mich.

Warum sind Sie dann so aufgeregt, mein Liebling? Ich bin nicht Ihr Liebling.

Seien Sie doch friedlich.

Wir haben doch den Kopf in derselben Schlinge, Sie und ich.

Schurken und Mörder werden sich doch nicht danken.

Schurken und Mörder?

Also gut, Sie wollen mit Schurken und Mördern nichts zu tun haben und Sie

auch nicht mit mir trinken.

Dann setze ich eben meine Hausbuchung fort.

Unsympathischer Mensch.

Meine graue Wolle kann ich nirgends finden.

Was ist denn mit Ihnen los?

Ich mache mir Sorgen um den General.

Ach. Ich glaube, er ist ernstlich krank.

Der General?

Na, wie geht's? Wie steht's, General?

Halten Sie Ausschau nach unserem Boot?

Seine Sünden haben sich an ihm gerecht.

Was soll das heißen?

Auch wenn seine Frau so schlecht war wie ihr Ruf.

Er hatte noch lange nicht das Recht, auf eigene Faust den Richter zu spielen.

Und was haben Sie getan?

Wie steht es mit Beatrice Taylor?

Mit wem? So war doch der Name, nicht wahr? Ach, soll ich das auf die

niederträchtigen Beschuldigungen gegen meine Person beziehen? Ja.

Gut. Als wir beide allein sind, habe ich nichts dagegen, dass Sie die Tatsachen

erfahren im Gegenteil. Ich erzähle gerade Ihnen sogar recht gerne.

Es ist nur nichts für Männerohren, deshalb wollte ich gestern Abend nicht

darüber reden.

Ja, Beatrice Taylor, die war Dienstmädchen bei mir und sie hat mich

enttäuscht. Anfang war ich ganz betreten mit ihr. Sie hatte nette Manieren und

sie war sauber und sie war tüchtig, aber das war alles Heuchelei.

Eine leichtsinnige Person ist sie gewesen, ohne einen Funken von Moral.

Monate ging alles ganz gut, aber dann bemerkte ich, dass sie... Naja, dass sie

das war, was man in anderen Umständen nennt, war natürlich ein ziemlicher

für mich.

Ihre Eltern waren ja brave Leute und erfreulicherweise haben sie ihrer

diese Schande auch niemals verziehen.

Wie, was geschah?

Ich bin natürlich keine Stunde länger unter meinem Dach gehalten. Niemand

mir jemals nachsagen können, ich hätte die Unmoral geduldet.

Ist sie ins Wasser gegangen?

Ganz richtig, ja.

Wie alt war das Mädchen?

17. In dem Alter muss ein Mädchen doch wissen, was es tut.

Aber ich habe ihr gesagt, das ist ja ein ganz unmoralisches Geschäft. Ich habe

ihr gesagt, dass ihr Kind ein Kind der Sünde sein wird, gebrannt macht für sein

ganzes Leben und dass der Mann natürlich nicht den Traum daran hat, sich bis

jetzt noch zu heiraten.

Das haben Sie einer 17 -Jährigen gesagt?

Jawohl. Und das hat gewirkt. Das sollen Sie mir glauben.

Nein, nein, ich habe kein Verständnis für die Sünde.

Und als Sie erfuhren, dass sie tot ist, wie war Ihnen da ums Herz?

Mir? Ums Herz?

Sie haben es nicht bereut?

Aber was denn?

Ich hatte mir doch nichts vorzuwerfen.

Ich glaube wirklich, Sie sind davon überzeugt.

Das ist beinahe das Entsetzliche an der Sache.

Das ist mir jetzt nicht ganz weit verstanden.

Man erkennt den Herren an dem Urteil, dass er fällt und der Böse verspricht

in seinem... Darf ich zum Frühstück bitten?

Der Böse wird zur Hölle fahren. Bitte schweigen Sie.

Wissen Sie, wo die Herren sind, Miss Klethorn? Das Frühstück wäre fertig.

Herr Lorenz sitzt draußen in der Sonne. Dr. Armstrong mit der Blau durchsuchen

die Insel. Inseln werden erzittern bei der Posaune des Gerichts, wenn die

Starrdumpfen schreien. Wollen wir frühstücken gehen?

Danke, mir ist nicht nach Essen zumute. Darf ich zum Frühstück? Dann werden die

Könige der Meere herabsteigen von ihren Thronen und ihren Buchur ablegen. Sie

werden abtun, ihre bestickten Gewände. Lesen Sie immer laut, Miss Brent.

Ich habe die Gewohnheit, täglich ein Kapitel in der Bibel zu lesen. Ein

Brauch. Es gibt weder Höhen noch einen anderen Unterschrift auf der Insel.

Niemand kann sich überstecken. Ein Glück.

Wie sieht es im Haus aus, Lambert?

Kein Mensch da.

Außer uns ist kein Mensch im Haus. Ich habe es vom Keller bis zum Boden

durchgesucht. Darf ich an das Frühstück erinnern?

Frühstück? Na endlich.

Kommen Sie bloß. Sie jammern auch schon, seit Sie aufgestanden sind nach dem

Frühstück.

Lasst es uns essen und trinken und fröhlich sein. Morgen sterben wir

Weißt du, dabei war ich vielleicht heute schon.

Kommen Sie, General.

Ich kann es nicht leiden, wenn es so getrödelt wird.

General.

Frühstück, hören Sie nicht.

General.

Herr Mächtiger, seid... Einer blieb allein zurück.

Er kennt sie an einem Messer im Rücken.

Im Tod?

Nein.

Das ist doch unmöglich.

Wer kann das getan haben?

Außer uns ist doch niemand auf der Insel.

Merken wir es jetzt, dass dieser gewittete Verbrecher uns immer einen

voraus ist und genau seine Pläne darauf abstimmt?

Auf der ganzen Insel gibt es nur einen Platz, wo ein Mörder sich verstecken

kann.

Und wo?

Hier, in diesem Zimmer.

Mit der Kante ist einer von uns.

Können Sie vielleicht einen Augenblick sprechen?

Bitte sehr.

Wollen wir uns vielleicht setzen?

Bitte.

Sir Lawrence, Sie sagten heute Vormittag, der Mörder sei einer von uns.

Sie hatten vollkommen recht.

Ich weiß jetzt, wer es ist. Ach, wirklich?

Erinnern Sie sich an den Fall Lissy Borden?

Er spielte in Amerika da. Wurde ein altes Ehepaar mit der Axt erschlagen.

Als Täter kam nur eine einzige Person in Frage, die Tochter.

Eine hoch angesehene, alte Jungfrau.

Unglaublich, was?

Ihre Antwort auf unser Problem hieße also Miss Emily Brent.

Die Frau ist verrückt.

Religiöser Wahnsinn.

Sie ist es. Und niemand sonst.

Ich dachte eigentlich, Sie hätten jemand anders im Verdacht.

Hatte ich auch.

Aber ich habe meine Meinung geändert.

Und ich will Ihnen auch sagen, warum.

Die Brent ist die Einzige, die überhaupt nicht aufgeregt ist.

Sitzt da in ihrem Sessel, schrickt, liest die Bibel.

Und warum?

Weil sie sich vollkommen sicher fühlt.

Wir haben Tee gemacht.

Ach, das ist kalt hier.

Ja, man sollte es nicht mehr möglich halten.

So schön, wie es heute Morgen war.

Sind Käpt 'n Lombard und Rogers noch nicht zurück?

Ja, das Boot könnte bei dem Wetter gar nicht ausfahren. Narakot könnte auch gar

nicht hier anlegen.

Für Miss Brent.

Bitte, bitte, erlauben Sie.

Es war sehr gut, dass Sie auf dem Mittagessen bestanden. Und auf den

hinterher. Fühle mich viel wohler.

Gerichtsverhandlungen werden immer vertagt, damit das Mittagessen

werden kann.

Mir kommt das alles hier wie ein Spuk vor.

Was soll denn jetzt geschehen?

Wir müssen eine provisorische Untersuchung durchführen, um wenigstens

Unschuldigen unter uns herauszufinden.

Miss Glätern haben Sie eigentlich niemanden im Verdacht?

Das ist doch wirklich eine eigenartige Frage, Mr. Bloor.

Wie wenn nun Miss Glätern einen von uns dreien im Verdacht hätte.

Ich bin sicher, dass es keiner von Ihnen ist.

Aber wenn Sie mich fragen, dann sage ich Dr.

Armstrong.

Armstrong?

Ja, wer hätte denn sonst so gute Gelegenheit gehabt, Mrs. Rogers zu

Augenblick. Auch Rogers hatte Gelegenheit genug, seiner Frau Gift zu

Nein, Rogers ist es nicht. Der hat weder das Köpfchen noch die Mittel, das alles

hier zu arrangieren.

Na, na, na.

So, Mr. Rogers.

Meine Danke, dass ihr gekommen.

Ach, ein Tee.

Herrlich.

Sind ja ganz zu schnell.

Ich bin zwar kein Wetterprophet, aber ich glaube nicht, dass uns in den

24 Stunden ein Boot erreichen kann. Kann denn niemand zum Festland drüber

schwimmen? Das sind mindestens 1500 Meter.

Bei dem Seegang würden Sie unweigerlich an die Felsen geworfen und ertrinken.

Ertrinken?

Ah, ertrinken.

Ertrinken.

Nicht brennen.

Das Mittagsschläfchen.

Es ist wirklich entsetzlich kalt hier.

Wünschen Sie vielleicht, dass ich Feuer mache im Kamin?

Keine schlechte Idee. Sehr vernünftiger Vortrag, Roger.

Ach, Verzeihung, ich habe da noch eine Frage.

Weiß jemand von den Herrschaften, wo der Vorhang im Badezimmer geblieben ist?

Sagen Sie mal, Rogers, bei Ihnen spukt es jetzt wohl auch schon.

Vorhang im Badezimmer? Ja, geölte Seide, Scharlachot, der ist verschwunden.

Das ist nicht wichtig, immerhin.

Ich finde es etwas seltsam.

Auf dieser Insel ist alles seltsam.

Ich hole jetzt Holz und mache Feuer.

Da magst du doch auch einen. Der ist ja ganz durchschnittlich.

Rotscher!

Zeig mir mal, wo ist eigentlich Dr. Armstrong?

In seinem Zimmer. Er wollte sich ausruhen.

Den hat es jetzt wohl auch schon gepackt.

Hoffentlich war er so vernünftig und hat die Tür hinter sich verriegelt.

So leicht wird jetzt nichts mehr passieren, nachdem wir alle voreinander

sind. Ich würde nicht allzu vertrauensselig sein, Mr. Bloor.

Ich möchte jetzt ganz kurz ein paar Sicherheitsmaßnahmen vorschlagen und

bitten, sich daran zu halten.

Sicherheitsmaßnahmen?

Gegen wen? Einer gegen den anderen. Wir sind alle in großer Gefahr.

Sieben sind noch übrig. Sieben kleine Negerlein.

Von denen einer ein falsches Negerlein ist. Ganz recht.

Im Gegensatz zu Miss Claver bin ich da überzeugt, dass Dr.

Armstrong völlig außer Verdacht steht.

Na, und Sie, Sir Lawrence, Ihren Namen kennt man in ganz England. Damit ist

nichts bewiesen. Auch Richter und Ärzte sind schon wahnsinnig geworden.

Politisten ebenfalls.

Na, hat er seinen Tee bekommen?

Er will sich lieber selbst seinen Tee machen.

Was ist mit Armstrong? Vielleicht mag er auch einen Tee. Darf ich ihm seine

Tasse bringen?

Na, lassen Sie mich das machen.

Ich will mich sowieso umziehen.

Tun Sie das endlich.

Sie erkennen sich schon.

Oh, bitte erlauben Sie.

Ich glaube, es ist Dr. Armstrong lieber, wenn ich ihm seinen Tee bringe. Könnte

sein, dass er sich vor Ihrem Revolver fürchtet.

Richtig, der Revolver.

Dann würde ich doch gerne ein Wörtchen mit Ihnen gesprochen, Lombard.

Was wollen Sie wissen?

Würde mich doch interessieren, weshalb Sie bei einer harmlosen Veranstaltung

einen Revolver bei sich tragen.

So, das interessiert Sie.

Wissen Sie, ich habe ein ziemlich abenteuerliches Leben hinter mir.

Und daher stand meine Gewohnheit immer, einen Revolver in der Tasche zu tragen.

Es ist ein angenehmes Gefühl, eine Waffe zur Hand zu haben. Finden Sie nicht?

Ja, nur wir haben keine Waffe zur Hand.

Mal raus mit der Sprache, Lombard.

Die Wahrheit über den Revolver.

Was sind Sie doch für ein misstrauischer Bursche. Ich möchte sagen, faul ist

auch folgende Geschichte.

Also schön.

Ich bekam einen Brief, der mich einlud, als Gast von Mr. und Mrs. Kant hierher

zu kommen. Und der Schreiber sagte weiter, ich sei der richtige Mann für

solche Sache, denn es könnte ein bisschen gefährlich werden.

Aber wenn ich die Augen offen hätte, würde mir nichts passieren.

Auf sowas wäre ich nie reingefallen. Ich bin aber darauf reingefallen. Aus

Langeweile.

Der Vorschlag war tückisch.

Zugegeben.

Zu kitzlig für meinen Geschmack.

Ich bin ein neugieriger Mensch.

Neugierde bringt die Katze um.

Mag stimmen.

Gehen Sie doch endlich und ziehen Sie sich um.

Na ja.

Geh ja schon, mein Liebling. Geh ja schon.

Mütterchen, sorg dich.

Alban.

Eine Mordgeschichte, die er uns da erzählt.

Wenn es wahr wäre, warum hat er es nicht gestern Abend schon gesagt?

Er hat wohl angenommen, dass dort gerade die heikle Situation war, auf die unser

Revolvermann gefasst sein sollte.

Mr. Kant muss über Lombard genau Bescheid gewusst haben.

Der Mann ist mir verdächtig. Ich traue ihm nicht über den Weg.

Sind Sie so gescheitert, dass Sie sich niemals irren?

Wir müssen weg von hier.

Wir müssen weg.

Bevor es zu spät ist. Vor allen Dingen müssen wir die Nerven behalten.

Entschuldigen Sie.

Ich bin überarbeitet in letzter Zeit und ganz herunter.

Schlafen Sie schlecht?

Ja, ich habe schauderhafte Träume.

Krankenhaus, Operationen, ein Messer in meiner Kehle. Das ist ja gespenstisch.

Finden Sie?

Haben Sie niemals davon geträumt, im Gerichtssaal zu stehen und einen Mann

Tode zu verurteilen?

Wollen Sie damit auf einen gewissen Edward Heaton anspielen?

Der Mann war ein außergewöhnlich kaltblütiger Mörder.

Die Geschworenen hätten ihn am liebsten freigesprochen, das habe ich sehr wohl

gemerkt. Aber ich lief das nicht so.

Ich habe den Degas ausgewacht.

Hört sich.

Der Teufel ist kalt hier.

Wenn Roger sich doch beeilen würde.

Wo bleibt er oft so lange?

Vielleicht muss er das Holz erst spalten und sucht die Ack. Ach, die Ack.

Die Ack.

Die Ack.

Allmächtig. Hier, der Neger. Sind nur noch sechs da. Es sind nur noch fünf.

Fünf? Roger und Lombard. Nein, nicht Lombard. Warte.

Und der irrsinnige Mord, wo rennt er denn hin?

Haben Sie Rotters gesehen?

Nein, warum?

Es sind wieder zwei Neger fort.

Zwei?

Was ist denn da?

Er ist tot.

Mit der Axt erschlagen.

Sie winkte einem mit der Axt.

Da waren es nur noch sechs.

Wer kommt denn als nächster dran, Leute?

Wespe?

Geht's Wespen auf der Insel?

Was trotzt ihr denn so? Da steht's doch. Sechs kleine Negerlein, die liefen ohne

Strümpf das eine Stach eine Wespe ins Bein.

Dann hat es nur noch fünf.

Stimmt, es sind nur noch fünf, ich habe gesagt.

Ach, die Wespe.

Ach, die Wespe, lesen zum Teufel.

Sie sehen doch noch alle ganz frisch aus.

Injektionsspritze.

Der Westen steht.

Während sie hier saß, hat einer von uns... Einer von uns...

Fünf kleine Negerlein, die saßen steif und stumm.

Einer schaut den anderen an, wer fällt als nächster um.

Das ist die neueste Version.

Hochaktuell. Das ist doch wohl nicht der richtige Augenblick für schlechte

Scherze.

Man muss sich doch ein bisschen aufmuntern.

Das Licht brennt auch nicht mehr.

Wollen wir nicht ein nettes Gesellschaftsspiel machen?

Zum Beispiel...

Wer traut wem?

A verdächtigt B.

B verdächtigt C.

Und so weiter. Fangen wir doch gleich mit Bloor an. Es ist ganz klar, wen er

Verdacht hat. Das sieht ein Blinder.

Sie haben mich doch aufs Korn genommen, Bloor. Stimmt?

Ich wage nicht zu widersprechen.

Sie täuschen sich, mein Lieber.

Vergeltung aus Idealismus liegt mir nicht. Wenn ich schon einen Mord begehe,

dann muss auch was Reales für mich dabei herausspringen.

Jedenfalls haben Sie sich von Anfang an verdächtig benommen.

Hergekommen sind Sie mit einem Revolver in der Tasche und jetzt wollen Sie ihn

auf einmal verloren haben.

Ich habe ihn auch verloren.

Das glaube ich Ihnen nicht.

Wo soll ich ihn denn sonst haben?

Bitte durchsuchen Sie mich.

Jetzt haben Sie ihn natürlich nicht bei sich.

Dazu sind Sie zu schlau.

Aber Sie wissen genau, wo er ist.

Ich habe ihn versteckt.

Für den nächsten Mord.

Ich würde mich gar nicht wundern. Jetzt nehmen Sie doch mal Ihren Verstand

zusammen, Blond.

Wenn ich Sie alle abknallen wollte, dann hätte ich doch jetzt die beste

Gelegenheit dafür. Ping, ping, ping.

Ping.

Aber das entspräche nicht der besonderen Idee.

Das ist dieser verrückte Einfall. Mann Gottes, ich bin doch noch bei Trost.

Das sagen auch alle Irrsinnigen von sich.

Der Doktor hat uns das ja vorhin erklärt.

Und das stimmt offenbar.

Von diesem untätigen Herumsitzen wird man ja verrückt.

Es muss doch irgendeinen Ausweg geben.

Wir müssen etwas unternehmen.

Können wir nicht ein Feuer machen als Signal?

Bei dem Wetter. Das Ganze ist leider eine Frage der Zeit und der Geduld. Das

Wetter wird sich aufklären, dann können wir ein Feuer anzünden, Blindzeichen

geben oder sonstiges Signale. Frage der Zeit. Wir haben keine Zeit mehr zu

verlieren, wenn wir nicht alle verrecken wollen.

Vorläufig genügen ja wohl die Maßnahmen, die wir bisher befolgen.

Und ich sage Ihnen, wir kommen alle um.

Hier in diesem Haus, alle.

Bis auf einen.

Und dieser eine wird sich dann eine neue Verrücktheit ausstellen.

Arme Luise, wie hieß sie doch gleich?

Maria oder so?

Klee.

Wie kam das eigentlich, Doktor, dass Sie sie umgebracht haben?

Waren es die Nerven?

Ich war betrunken, als ich sie operiert.

Es war eine ganz einfache Operation, aber meine Hände zitterten.

Ich erinnere mich jetzt genau an sie.

Habe ich es nicht gleich gesagt?

Die Operationsschwester wusste natürlich Bescheid, aber sie hielt zu mir.

Ich gewählte mir das Trinken ab, rechtlos, und wurde Nervenarzt.

Mit Erfolg?

Ja, ich hatte Erfolg in ein paar wichtigen Fällen.

So etwas spricht mich ja herum.

In den letzten zwei Jahren hatte ich so viel zu tun, dass ich es kaum noch

schaffen konnte.

Bis der unbekannte Mr. Kant auftrat und aus war es mit Ruhm, Ehre und Erfolg.

Hören Sie doch endlich auf mit Ihrer verdammten Rederei.

Schluss jetzt, meine Herren.

Wir sitzen hier alle im selben Boot.

Von mir aus in Ordnung. Ich nehme Sie nicht weiter übel.

Es ist nur diese entsetzliche Untätigkeit.

Die Eltern haben so oft die Nerven.

Das ist doch kein Grund zur sinnlosen Aufregung.

Solange wir alle hier in diesem Raum beisammen bleiben.

Und uns gegenseitig im Auge behalten. Da kann doch nichts passieren.

Was reden Sie denn da? Wir müssen doch essen und schlafen.

Sehr richtig.

Der Mörder hat nur eine einzige Chance.

Dass es ihm nämlich gelingt, einen von uns von den übrigen abzusondern.

Solange wir das verhindern, sind wir doch sicher.

Sicher.

Sie sind ja so schweigsam, Vera.

Ich habe nichts dazu zu sagen.

Halb neun.

Wer ist denn mit dem kleinen Imbiss?

Ich kann ja ein paar Konserven aufmachen.

Und Kaffee kochen.

Aber Sie bleiben alle hier.

Das ist doch richtig so.

Nicht ganz, Miss Gleeson.

Es wäre für uns nicht ratsam, etwas zu essen und zu trinken, was Sie ohne

Aufsicht zubereiten darf.

Ich wusste ja, Sie können mich nicht leiden.

Wir wissen nun wenigstens, wie wir zueinander stehen.

Miss Claythorne hat Sie im Verdacht, Doktor.

Ich habe Wargrave im Verdacht.

Bloor hat mich im Verdacht.

Und Armstrong, Sie haben sicher Bloor im Verdacht.

Wie steht es eigentlich mit Ihnen, Sir Lawrence?

Seit heute Morgen bin ich mir klar.

Alles, was geschehen ist, deutet unmissverständlich auf eine einzige

Auf wen?

Ich halte es nicht für angebracht.

den Namen jetzt zu nennen.

In unser aller Interesse.

Genau.

Das ist es.

Wollen wir jetzt nicht was essen? Nein, alles bleibt hier. Hier sind wir sicher.

Ich habe keinen Appetit mehr.

Ich auch nicht, aber...

Sie können ja in die Küche gehen, Blore.

Und sich was zu essen nehmen.

Ja?

Wie wär's, wenn ich ein paar Kekse hole?

Bravo.

Dann bringen Sie die Dose ungeöffnet.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Mörder mit einem roten

Seidenvorhang anfangen sollte.

Verschwinden einfach die Dinge.

Bis Brent ist ein Strang Wolle abhanden gekommen.

Also nicht nur Mörder, sondern auch noch Kleptomane.

Wie ging der Film?

Fünf kleine Negerlein?

Sie kamen vor das Richtertür.

Das Richtertür?

Der schickt das eine aufs Schafott.

Da waren es nur noch vier.

Ganz recht, meine Verehrteste.

Aus diesem Grunde bin ich ja ebenfalls hier.

Sie?

In meinen Augen sind Sie der Mörder.

Nicht das Opfer.

Diese schrecklichen Verse gehen mir nicht mehr aus dem Kopf.

Wo ist der Blau nur so lange bleibt?

Vielleicht hat ihn der böse Wolf geschressen.

Ich habe Sie heute schon einmal auffordern müssen, Ihren merkwürdigen

zügeln. Bedauere, das ist meine Art von Nervosität.

Hände hoch!

Durchschufen Sie ihn!

Nein, danke.

Na, essen Sie doch.

Ich kann nichts essen.

Nachher ist es zu spät. Blanc wird alles verschlingen.

Das finde ich gar nicht komisch.

Sollen wir hier vielleicht freiwillig verhungern?

Hat jemand noch eine Zigarette da?

Aus der Traum.

Ich habe auch keine mehr.

Ich bin glücklicherweise Pfeifenhörer.

Ich habe noch eine Schachtel Zigaretten in meinem Zimmer.

Aber Sie müssen alle hierbleiben.

Gar nicht schlecht, die Kekse.

Was sind das für welche?

Käse?

Käse.

Mit Sellerie.

Mädchen hätte ruhig davon essen sollen.

Sie ist mit den Nerven herunter.

Da bin ich anderer Ansicht, Dr. Armstrong.

Miss Gleason scheint mir eine recht kühle und gewandte Dame zu sein.

Bemerkenswert kühl und gewandt.

Ich sehe sie nicht. Wer bin ich?

Wo haben sie doch Licht?

Wo sind die anderen?

Der verdammte Zuge, wenn sie ein Treppenhaus hat, die Kerzen aufzuladen.

Moment, ich habe ein Feuerzeug.

Ist das der Armstruck? Schau, ich tue die Streichhölzer. Dann lass sie doch

Streichhölzer. Bring die Kerzen.

Was war denn?

Ich bin zu Tode erschrocken.

Legte sich etwas um meine Kehle. Was?

Als ich in mein Zimmer kam, war das Fenster offen und die Kerze ging aus.

Und auf einmal legte sich ein langer Strang Weg raus um meinen Hals. Ach,

haben sie geschrien.

Ich dachte, eine nasse Hand wollte mich erwürgen.

Wer hat mir das Seegras in mein Zimmer gehängt? Ich weiß es nicht, aber wenn

ihn erwische, dann kann er was erleben.

Wer ist da?

Ich bin's, du Scheiße.

Es ist alles in Ordnung.

Da sind sie ja wieder.

Wer hat geschossen?

Tot. Kopfschuss.

Legerlein, was soll ich durchs Tür?

Ein Aufschub fort, hast du noch vier.

Ihr habt mich weghaben wollen.

Darum sollte ich Zigaretten holen.

Ihr habt das Sehgrat in mein Zimmer gehängt.

Das habt ihr alles eingefädelt, damit ihr Borgreif in der Dunkelheit ermorden

konntet. Ihr seid verrückt.

Dazu habt ihr den roten Vorhang und die Strickwolle verschwinden lassen.

Lasst mich raus hier!

Lasst mich raus!

Ich will raus!

Ich will raus!

Drei kleine Negerlein, die liebten die Jägerei.

Das eine fraß der wilde Bär.

Da waren es nur noch zwei.

Drei kleine Negerlein, ein Mädchen und zwei Mann, die grübeln über dem

Büchsenfraß, wer kommt als nächster dran? Philipp.

Lassen Sie ihn doch, Miss Gläser.

Wenn ich satt bin, vertrage ich einen Spaß.

Ich hatte auch Hunger.

Aber ich glaubte nicht, dass ich je wieder auf Zunge einen Gelee -Appetit

bekomme. Hat mir direkt gefehlt, so ein Essen.

Ich fühle mich wie neu geboren.

Und wie kommt es, dass wir wieder Appetit haben?

Weil wir jetzt endlich wissen, wer es ist. Nicht wahr, Bloor?

Richtig.

Das Züchterliche war die Ungewissheit.

Jeder hatte jeden im Verdacht.

Ich habe gleich gesagt, es war Armstrong.

Zugegeben, das hast du.

Aber dann hast du schließlich die Nerven verloren und hast uns alle verdächtigt.

Das kommt mir jetzt doch sehr dumm vor bei Tageslicht. Ja, das war auch dumm.

Also, Armstrong.

Und wie haben Sie es entdeckt?

Er ist in die Grube gefallen, die er uns gegraben hat.

Und du hast nicht mehr von ihm gefunden als den einen Schuh?

Nicht so seinen Schuh.

Er hing an der spitzen Kante eines Felsenriffs.

Sieht so aus, als ob er selbst Mord verübt hätte.

Und wie kommt es, dass wieder ein kleiner Potslan -Neger verschwunden ist?

Du glaubst, er ist nicht wirklich tot?

Wenn jemand verschwindet und man findet seine Leiche, nicht?

Dann muss man immer skeptisch sein, nicht?

Und wie ist er an ihren Revolver gekommen?

Keine Ahnung.

Also ich kapiere immer noch nicht, was sich eigentlich letzte Nacht abgespielt

hat.

Nach deinem hysterischen Anfall und nachdem du dich in deinem Zimmer

eingeschlossen hattest, sind wir auch ins Bett gegangen.

Ungefähr nach einer Stunde, da hätte ich jemand an meiner Tür vorbeigehen.

Ich stand auf und klopfte bei Bloor.

Bloor war in seinem Zimmer.

Aber Armstrongs Zimmer war leer.

Dann kam ich zu deiner Tür und sagte dir, du solltest ruhig drinbleiben, was

auch immer passieren würde, und ging hier runter und fand die Glastür offen

stehen. Und auf der Schwelle lag mein Revolver.

Warum soll er ihn ausgerechnet da hingelegt haben?

Fragen Sie doch nicht mich.

Vielleicht ein Zufall.

Er war eben verrückt.

Was machen wir jetzt?

Nichts.

Ganz still hier sitzen bleiben.

Das ist ohne Risiko.

Nein, nein.

Ich will doch sehen, ob ich nicht einen besseren Beweis für seinen Selbstmord

finde. Seien Sie mal ruhig sitzen und seien Sie nicht so nervös, Floor.

Sagen Sie mal, ganz unter uns, haben Sie damals bei dem Prozess,

Mit einem Meinheit geschworen.

Na und?

Ja?

Lendor war unschuldig.

Diese Gangster hatten mich bestochen.

War gar nicht schwer für mich, ihn reinzureiten.

Aber das kann ich doch im Gegenwart von Richter Lorenz nicht zugeben, nicht

wahr?

Hoffentlich haben Sie bei der Geschichte wenigstens ordentlich verdient.

Es hätte mehr sein können.

Aber die Geschichte hat mir mein Diplom eingebracht.

Und Lendor Zuchthaus, lebenslänglich. Und dann starb er dort in dem Zuchthaus.

Das konnte ich ja nicht wissen, dass er sterben würde. Nein, das war Ihr Pech.

Denn diese Tatsache könnte Ihr Leben jetzt ziemlich unerfreulich verkürzen.

ich werde schon aufpassen.

Tun Sie das.

Denken Sie daran, es sind nur noch drei Neger da.

Na und Sie?

Ich komme schon durch, verlassen Sie sich drauf.

Außerdem habe ich ja meinen Revolver wieder.

Ja, richtig, der Revolver.

Wiedergefunden, wann Sie ihn haben.

Geben Sie doch zu, dass Sie ihn die ganze Zeit über bei sich hatten.

Das ist immer dieselbe Geschichte. Mehr als ein Gedanke hat in Ihrem Kopf wohl

nicht platt, wie?

Ich werde jetzt noch einmal die Insel durchsuchen, Lombard, denn dazu geben

mir Ihren Revolver. Ich denke nicht daran.

Das bestärkt mich in meinem Verdacht. Dass ich der unbekannte Mr. Kamp bin,

stimmt? Ich wage nicht zu widersprechen.

Denken Sie, was Sie wollen, aber ich warne Sie.

Moment. Was ist denn?

Ich hab's.

Armstrong ist nicht tot.

Lesen Sie, ob den Fürsten der Reihe war.

Vier kleine Negerlein...

Ein Nixlein sah sie lockend an, da waren es nur noch drei.

Fällt dir nichts dran auf?

Ein Nixlein.

Was ist denn das?

Ein Nichts.

Nichts. Gar nichts.

Das ist Armstrongs angeblicher Selbstmord. Er ist überhaupt nicht tot.

Darauf wäre ich nicht gekommen.

Der Mann ist eben verrückt. Also ist alles verrückt, was er macht.

Alles muss genauso ablaufen, wie es da steht.

Sir Lawrence hat er als Gerichtspräsidenten ausstaffiert. Rogers

getötet. Weil es brennt, eine Spritze benutzt, um den Westenstich

Drei kleine Nägerlein, die liebten sich.

Als einer fraß ein wilder Bär, da waren es nur noch zwei.

Damit wird es aber schwer halten.

Auf der Insel gibt es keine Bären.

Wie wär's denn mit einem Bier, Lambert?

Ihre Lust am Fressen und Saufen wird Sie noch mal ruinieren, Floor.

hat es erwischt.

Eine Falle.

Eine ganz primitive Falle. Ein Draht vor der Türschwelle, der oben mit einer

schweren Last verbunden war.

Zerquetscht. Schädel eingeschlagen.

Es war der große Bär aus Bronze an der Hauswand, der die Glocke für den

Landungssteg hielt.

Also wirklich ein Bär.

Und jetzt sind es nur noch zwei.

Wir müssen verdammt vorsichtig sein.

Das hat doch alles keinen Zweck. Wir kommen hier niemals mehr raus. Nicht die

Nerven verlieren.

Wir müssen uns überzeugen, ob wenigstens die Bootssirene echt war.

Sei vorsichtig, Philipp. Bitte.

Heißt das nicht Bloor?

ist etwas angeschwemmt worden.

Was?

Ertrocknet. Dann ist also niemand auf der Insel, außer uns beiden.

Ja.

Jetzt wissen wir, woran wir sind.

Jetzt wissen wir es.

Hübscher Trick, das mit dem Draht.

Saubere Arbeit.

Der Wargraf wusste, wie gefährlich du bist.

Dann hast du also damals doch den kleinen Jungen ertränkt.

Ich habe es nicht getan.

Das Kind ist damals beim Baden verunglückt, aber ein anderer war

Robert, ein Verwandter von Peter. Er war mein Freund.

Das wird ja immer interessanter.

Peter war sein Neffe.

Robert hätte den Familienbesitz geerbt, wenn Peter nicht gewesen wäre.

Wir waren zu dritt am Strand. Ich musste ins Hotel zurück, weil ich etwas

vergessen hatte.

Als ich zurückkam, sah ich, dass Peter zu weit rausgeschwommen war. Ich wollte

ihm nachschwimmen, aber Robert hielt mich fest. Weiter, weiter, das ist

sehr interessant.

Ich stieß ihn zurück, ich biss und kratzte, bis er mich endlich losließ.

Dann schwamm ich Peter nach, aber er war untergegangen, bevor ich ihn erreichte.

Später bei der Vernehmung ging alles gut. Man lobte dich als beherrschendes

kleines Mädchen und du verschwiegst, was Robert mit der Sache zu tun hatte.

Keiner hätte mir geglaubt. Eine nette Geschichte, die du mir da servierst. Der

Robert, der hat dich wohl im Stich gelassen, ne?

Glaubst du, ich hätte ihn wiedersehen wollen?

Du wirst wirklich eine erstklassige Lügnerin, Vera. Ich sage die Wahrheit.

Und wer hat Blore die Falle gestellt?

Ich nicht. Und Armstrong war tot.

Ich habe keinen Mord auf dem Gewissen. Ach nein, und die Eingeborenen, die du

hast im Busch krepieren lassen.

Einmal in meinem Leben habe ich den Helden gespielt.

Ich habe mein Leben riskiert, um die Kerls zu retten. Ich gab ihm mein

meine Munition und alles, was an Verpflegung da war und versuchte, mich

durch den Busch zurückzuschlagen und die Station zu alarmieren.

Ich hatte Glück und kam auch durch, aber die Hilfe kam zu spät und nachher hieß

es dann, ich hätte meine Leute in den Stich gelassen. So, jetzt weißt du es.

Warum hast du denn gestern alles zugegeben und dich für schuldig erklärt?

war neugierig, was ihr für Gesichter machen würdet.

Auf so eine plumpe Lüge falle ich nicht rein, du Mörder. Ich lasse mich nicht

länger von dir zum Nachen halten, du.

Du hinterlistiger, kleiner Satan, du.

Ein Schritt und ich schieße.

Jung bist du, schön bist du und...

Alles geht in Erfüllung.

Mein Plan mit den zehn kleinen Nägerlein.

Haben Sie keine Angst, meine Liebe.

Sie stehen hier vor Gericht. Sie werden Gerechtigkeit finden.

Sie denken, ich wäre ein Gespenst.

Vergetzen Sie nicht, dass Armstrong es war, der Ihnen sagte, ich sei tot.

Das war der beste Kniff.

Ich hatte mich heimlich mit ihm verabredet.

Wir wollten dem Mörder eine Falle stellen. Armstrong sollte mich für tot

erklären, damit wir ungestört nach dem Schuldigen suchen konnten.

Und beim Fecht haben wir es dann getroffen. Nach meinem Tode.

Armstrong war begeistert von der Idee.

Er war ganz ohne Erdwohn.

Ich stieß ihn hinunter, es war ganz leicht.

Sie wissen ja, Herakleson, es war mein Beruf, Leben zu vernichten.

Verbrecherisches Leben.

meine Lust daran, die Schuldigen zum Tode zu verurteilen.

Oh, ich hatte meine Freude dran.

Aber ich bin Richter des obersten Gerichtshofes.

Zwischen dem großen Wellengott und dem Gefangenen auf der Anklagebank, da stehe

ich um der Gerechtigkeit willen. Ihr alle wart schuldig, alle.

Das wisst ihr ganz genau.

Aber das Gesetz konnte euch nicht fassen.

Darum muss ich Gerechtigkeit üben und das Urteil vollstreiten. Ihr beiden wart

gelassen. Die Frage war nur, wer würde übrig bleiben?

Verklagte, was haben Sie hervorzubringen, bevor das Urteil über

wird? Wer? Ich bin Digger.

Ich verurteile Sie zum Tode. Ich bin unschuldig. Das sagen alle.

Ich schwöre, dass ich unschuldig bin.

Ich kann doch meine schöne Ferse nicht verderben. Meine zehn kleine Nägelein,

Sie wissen doch. Ein kleines Nägelein blieb ganz klein und graus, war beim

Strick und hängte sich. Ich muss mein Händchen haben. Mein Händchen.

Philipp. Philipp.

Es ist gut, mein Liebling.

Es ist alles gut.

Aber ich habe doch auf dich geschossen.

Ja.

Du hast auf mich geschossen.

Aber du hast mich nicht getroffen.

Ich werde verrückt.

Ich nicht mehr.

Sumera, das Gedicht von den zehn kleinen Negerlein, es hat noch einen

anderen Schluss.

Ein kleines Negerlein, das wusste nicht aus noch ein,

der Jäger mit der Schlinge kam und fing das Negerlein.

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