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Ruhig, Mirza. Mirza, ruhig jetzt.
- Guten Tag, Madame. - Ja? Sie wünschen?
Entschuldigen Sie. Hier soll eine Wohnung frei sein.
Dies ist doch das richtige Gebäude?
Von wem haben Sie das?
Von einem Freund. Na ja, eigentlich einem Verwandten.
Die Tür.
Es ist eine Zweizimmerwohnung, richtig?
Ich hab zu tun hier. Manche denken, ein Concierge sei ein Sklave.
Ich nicht. Soll ich vielleicht später noch einmal wiederkommen?
Sie müssen mit Monsieur Zy sprechen. Ich kann nur die Wohnung zeigen.
Ich möchte Ihnen nicht lästig sein, aber wenn es möglich wäre
und ich mich für Ihre Mühen ein wenig erkenntlich zeige...
Was ja nur recht und billig wäre.
Was für ein niedliches Hündchen. Du bist Mirza, nicht wahr?
So ein... So ein schöner Name, Mirza.
Oh. Entschuldigung.
Die Vormieterin hat sich aus dem Fenster gestürzt.
Man kann die Stelle immer noch sehen.
Sehen Sie.
Das muss noch repariert werden.
Sie lebt noch, aber sie könnte genauso gut tot sein.
Sie liegt im Bretonneau Hospital.
Was ist, wenn sie sich erholt?
Keine Sorge. Die erholt sich nicht. Sie haben wirklich Glück gehabt.
Arme Frau. Wie sind die Konditionen?
Für Wasser müssen Sie zahlen. Die Rohre sind neu.
Der Wasserhahn ist draußen.
- Und die Toilette? - Dort drüben. Nur den Gang entlang.
Wenn das keine Aussicht ist!
Wie hoch ist die Prämie?
Die Miete beträgt 600 Francs im Monat.
Bei der Prämie bin ich nicht sicher. Ich denke, er verlangt 5.000 Francs.
5.000? Das ist eine Menge Geld.
Geht mich nichts an. Reden Sie mit Monsieur Zy. Er wohnt hier unten.
Ich muss jetzt zurück.
Ist ja gut, wir sind nicht taub.
- Wir geben nichts. - Es ist wegen der Wohnung.
- Welche Wohnung? - Eine Etage höher.
Könnte ich Monsieur Zy sprechen?
Guten Tag.
- Haben Sie die Wohnung gesehen? - Ja, ich komme wegen des Vertrags.
5.000 Prämie, 600 pro Monat.
Das ist eine Menge Geld. Ich kann nicht mehr als 4.000 zahlen.
- Das mit dem Wasser wissen Sie? - Ja, Madame war so freundlich.
Es ist schwer, eine Wohnung zu finden.
Ein Student in der sechsten Etage zahlt die Hälfte davon. Für nur ein Zimmer.
Sie missverstehen mich. Ich will Sie nicht kritisieren,
aber das Klo ist ein Problem.
Sollte ich krank werden, was allerdings selten vorkommt,
und ich müsste mich nachts erleichtern... Das wäre unpraktisch.
Andererseits könnte ich Ihnen die 4.000 gleich in bar geben.
Damit das klar ist: Es geht nicht nur ums Geld, Monsieur...
Trelkovsky.
Trelkovsky.
Ich würde ohne Ihre 5.000 nicht verhungern.
Ich vermiete die Wohnung, weil sie leer steht. Wohnungen sind knapp.
Sicher. Ich kann Sie nur zu gut verstehen.
Möchten Sie eine Zigarette?
Sie verlangen 5.000. Gut. Zahle ich per Scheck, müssen Sie das anmelden.
Wären Ihnen 4.000 in bar nicht lieber?
Mir wären 5.000 in bar lieber.
Natürlich. Doch die Vormieterin ist noch nicht tot.
Kommt sie zurück, so bekommen Sie nicht einmal die 4.000.
Sind Sie verheiratet? Entschuldigung, ich frage wegen Kindern.
Dies ist ein sehr ruhiges Haus. Wir kommen jetzt gut klar.
Sagen Sie das nicht, Monsieur.
Doch, doch. Wir kommen klar. Wir mögen keinen Lärm.
Keine Sorge. Ich bin ein sehr ruhiger Junggeselle.
Junggesellen können auch Probleme machen.
Wenn Sie Damenbesuche planen,
nehme ich lieber 2.000 und vermiete anderweitig.
So ein Junggeselle bin ich nicht.
Solange Mademoiselle Choule lebt, kann ich nicht endgültig zusagen.
Aber ich mag Sie. Sie scheinen ein seriöser junger Mann zu sein.
Ich möchte Mademoiselle Choule besuchen.
Simone Choule?
- Sind Sie ein Verwandter? - Ein Freund.
Kann ich Ihnen helfen?
- Sind Sie die Oberschwester? - Ja.
Ich sollte Sie zuerst sprechen. Es ist wegen Mademoiselle Choule.
- Bett 18. - Darf ich zu ihr?
Sie muss ungestört bleiben. Sie lag bis gestern im Koma.
Gehen Sie nur, aber sprechen Sie sie nicht an.
Er wollte Mittwoch kommen...
Sind Sie ein Freund von ihr?
Entschuldigung.
Ich glaub's nicht. Ich kann es einfach nicht glauben.
Die Nacht davor war ich bei ihr. Nein, zwei Nächte davor.
Sie hatte so gute Laune.
Warum würde sie so etwas nur tun?
Ich stand ihr nicht nahe, ehrlich gesagt. Ich kenne sie kaum.
Aber glauben Sie mir: Ich bin zutiefst erschüttert.
Es ist schrecklich.
Simone?
Simone?
Du erkennst mich doch, oder?
Ich bin's, Stella.
Deine Freundin Stella. Erkennst du mich nicht?
Sie müssen jetzt gehen.
Ihre Tasche.
Wird sie überleben?
Wenn wir können, werden wir sie retten.
Vorsicht. Geben Sie der Trauer nicht nach.
Wenn Sie möchten, können wir etwas trinken. Es würde Ihnen helfen.
Dort ist ein...
Hier.
Was möchten Sie trinken?
Ich weiß nicht.
Ich nehme ein Bier. Nein, einen Kaffee.
- Kaffee. Und die Dame? - Ich möchte keinen Kaffee.
Nehmen Sie etwas Starkes. Sie brauchen das.
Ein kleines Glas Beaujolais.
Ein kleines Glas Beaujolais und... einen Martini.
- Keinen Kaffee? - Nein, nein. Einen Martini.
Ich habe ein Telefonat völlig vergessen.
Ich bin gleich zurück.
- Hierher bitte. - Ist ja gut, ich komme.
Ich verstehe Selbstmord nicht.
Ich habe nichts dagegen, aber ich kann es nicht verstehen.
Haben Sie mit ihr darüber gesprochen?
Niemals.
Ich kann es nicht glauben.
Es ist schrecklich. Schrecklich.
Es ist schrecklich.
War es vielleicht Liebeskummer? Etwas in der Art?
- Weswegen das denn? - Ich weiß nicht. Eines Mannes wegen.
Sie wissen, dass sie nichts von Männern wollte.
Ja, ich weiß, aber...
Eine so sensible Frau, wie sie es war, wie sie es ist,
hat oft kompliziertere Beziehungen, als es zunächst den Anschein hat.
Vielleicht erholt sie sich wieder.
Ich bezweifle es.
Haben Sie gesehen, dass sie mich nicht einmal erkannt hat?
Eine Tragödie.
Hey, Mann. Etwas Brot für einen Künstler?
- Ich habe kein Kleingeld. - Egal. Ich nehme alles.
Ich habe nur Scheine.
Knauser mal vor deiner Freundin nicht so rum.
Kein Wort des Dankes.
Ich hasse Penner. Sie hätten ihm nichts geben sollen.
- Möchten Sie noch etwas trinken? - Nein, danke.
Gut. Auf Wiedersehen.
- Auf Wiedersehen. - Bis bald mal.
- Was ist? - Das kam gerade von CNMA.
- Von Monsieur Lott? - Genau.
- Das muss die Villa LeDuc sein. - Ja, ganz genau.
Ja, das ist die Villa LeDuc. "Nummer 2601."
"Machen Sie eine Detailkopie des Turms, wie es links oben steht."
Das ist für nächsten Donnerstag.
Ich wollte fragen, ob sich bei Simone Choule etwas getan hat.
- Welche Station? - Chirurgie?
- Choule? Mit C? - Richtig. Simone Choule.
- Sind Sie ein Verwandter? - Nein. Ich bin ein Freund.
Die Patientin verstarb gestern um 16:20 Uhr.
Danke.
Ja... Wiederhören.
- Morgen, Monsieur. - Morgen.
- Sie wohnen gegenüber? - Ja. Gerade eingezogen.
In die Wohnung des Mädchens, das sich umgebracht hat?
Ja. Kannten Sie sie denn?
Sicher. Sie kam jeden Morgen rein.
Saß immer auf dem gleichen Platz. Genau dort, wo Sie sitzen.
Einen Kakao und ein Brötchen. Niemals Kaffee.
Sie sagte: "Nach Kaffee schlafe ich zwei Nächte nicht."
- Gewohnheitssache. - Möchten Sie einen Kakao?
Eine Frage des Temperaments.
Dass sich so ein Mädchen umbringt... Aus welchem Grund nur?
Wahrscheinlich aus gar keinem. Einen Moment deprimiert und alles ist aus.
Robert.
- Verkaufen Sie Zigaretten? - Ja. Was darf's sein?
- Blaue Gauloises, bitte. - Gauloises sind aus.
- Was dann? - Gitanes und Marlboro.
Mademoiselle Choule rauchte Marlboro. Nehmen Sie die dann?
Nein. Nein, danke.
Simone Choule, der Herr hat dich zu sich gerufen,
wie der Hirte seine Schafe am Abend zu sich ruft.
Welcher Trost könnte natürlicher und größer sein?
Ist es nicht unser höchster Wunsch, einst zu den Heiligen zu stoßen?
Hoffnung auf ewiges Leben, das wahre Leben,
frei von allen weltlichen Sorgen,
von Angesicht zu Angesicht mit dem allmächtigen Gott,
der durch seinen Sohn, Jesus Christus,
für uns am Kreuz gestorben ist,
der auf uns arme, sterbliche Kreaturen herabschaut,
voller Liebe, unendlich gnädig,
auf die Kranken, die Leidenden, die Sterbenden.
Ja, die Sterbenden.
Die eisige Gruft.
Du wirst wieder zu dem Staub, aus dem du kamst,
und nur die Knochen bleiben.
Die Würmer sollen deine Augen fressen,
deine Lippen, deinen Mund.
Sie dringen in deine Ohren und in deine Nase.
Dein Körper soll bis ins Innerste verwesen
und einen grässlichen Gestank verbreiten.
Ja, Christus ist in den Himmel zu den Engeln aufgefahren.
Doch nicht für dich, der du voller Laster bist
und nur nach Fleischeslust dürstest.
Wie kannst du es wagen, über mich zu lästern?
Welch ein Frevel! Was machst du in meinem Tempel?
Du gehörst auf den Friedhof.
Du sollst stinken wie eine verwesende Leiche am Wegesrand.
Wahrlich, ich sage dir: Du sollst nie in mein Königreich kommen.
Vier, drei, zwei, eins, null! Unser Held.
Da ist er ja! Trelkovsky, der glückliche Mieter.
- Lucille Pampin aus Nizza. - Riviera. Beste Bläserin von Paris.
- Sehr angenehm. - Wie geht es Ihnen?
Wie? Nicht mehr Stühle? Sauerei!
Ich habe einen Tisch, gleich hier.
Dein Schatz kann auf meinem Knie sitzen.
Ist gegen meine Prinzipien. Hilf mir mal.
Nimmst du mal das Ende?
Vorsicht, bitte.
- Stell ihn in die Mitte. - Schon viel besser.
Hier ist ein Bett. Das nehmen wir. Den Tisch dorthin.
Den Tisch da weg.
- Soll ich etwas helfen? - Danke.
- Lass mich mal. - Nur diesen Salat hier.
- Kennst du Viviane? - Hallo.
Schnell. Der wiegt 'ne Tonne.
- Hierhin. - Ganz leicht.
Was zum Henker ist das?
Gehört das dir?
Oh nein, aufhören. Er hat ein Herz aus Gold.
- Wie steht's mit dir? - Ich hatte nichts geplant.
Er ist ein echter Hasenfuß...
Du machst es für ein Stück Brot.
Nein. Selbst für ein Vermögen nicht.
Du denkst, jemand wäre so blöd, dir ein Vermögen zu geben?
Es geht ihr ums Prinzip, du Idiot.
Weißt du, was ich von deinen Prinzipien halte?
- Was denn? - Sie sind ein Haufen Scheiße.
Ich würd's umsonst machen.
- Absolut für umsonst. - Auch 'ne Ansicht.
Mich will keiner. Ich würde bezahlen, damit sie mich lassen.
Hab dich mal gesehen. Hätte fast gekotzt.
- Können wir das Thema wechseln? - Und über Frauenrechte reden?
Lass Frauenrechte da raus.
Habt ihr diese Militanten gesehen? Da möchte man lieber schwul werden.
Seht euch das Schwein an! Der pisst ins Waschbecken!
Was kann ich dafür, dass in dem Loch hier kein Scheißhaus ist?
- Monsieur? - Sie machen sehr viel Lärm.
Es ist nach eins. Sie machen sehr viel Lärm.
Wir unterhalten uns ganz leise.
Leise? Ich wohne über Ihnen und kann jedes Wort verstehen.
Sie rücken Möbel umher und trampeln durch die Wohnung.
Eine Zumutung. Wie lange soll das so weitergehen?
Wer ist denn der Arsch?
Sehen Sie...
Es tut mir Leid, dass wir Sie geweckt haben. Es kommt nicht wieder vor.
Sie scheinen sich einen Dreck um Ihre Nachbarn zu scheren.
Es ist ja nichts dabei, ein wenig zu feiern, aber einige müssen arbeiten.
Morgen ist Sonntag. Es ist doch in Ordnung, samstags Besuch zu haben.
Nein, Monsieur. Es ist nicht in Ordnung, solchen Lärm zu machen.
Auch nicht am Samstagabend!
Wir werden es beherzigen. Gute Nacht.
Du wirst dir keinen mehr runterholen können, ohne dass der Typ klopft.
- Lass dich nicht unterkriegen. - Starte den Gegenangriff.
- Wir müssen uns rächen. - Wir zünden die Bude an.
- Schmeißen Skorpione in den Kamin. - Oder Krebse.
Wir bohren ein Loch in die Wand und leiten Gas ein.
Macht ein Loch in den Boden.
- Du bist so ein Idiot. - Er denkt mit seinem Schwanz.
- Er wirft uns aus dem Haus. - Es ist spät.
- Spielverderber! - Lasst uns woanders hingehen.
- Lasst uns gehen. - Gib mal einer meinen Mantel.
- Vorsicht. - Los schon, komm hoch.
Lasst uns alle gehen.
- Auf Wiedersehen. - Na los schon.
Gute Nacht.
- Sind alle raus. - Was für 'ne tolle Party.
Gute Nacht, mein Freund!
Seid nicht so laut. Die Leute schlafen.
Guten Morgen, Monsieur Zy. Schöner Tag heute, oder?
Der Lärm letzte Nacht ist mir sehr peinlich. Es kommt nicht wieder vor.
Ich hoffe. Sie haben uns geweckt. Wir konnten nicht mehr einschlafen.
Was sollte das alles überhaupt?
Ich hatte ein paar Freunde eingeladen,
um den Einzug in meine schöne neue Wohnung zu feiern.
Nur eine Einweihungsfeier. Wir wollten niemanden stören.
Aber Sie wissen ja, wie das ist.
Mit den besten Vorsätzen,
niemanden in seiner Ruhe zu stören,
unterhält und amüsiert man sich.
Eh man sich's versieht, macht man so viel Lärm...
Es tut mir Leid. Ich verspreche Ihnen: Es kommt nicht wieder vor.
Das höre ich gerne, Monsieur Trelkovsky.
Denn ich hatte erwogen, Maßnahmen zu ergreifen.
Wohnungen sind Mangelware. Sehen Sie zu, dass Sie Ihre behalten.
"Wütender Nachbar erschießt Tenor, der La Tosca um drei Uhr nachts singt."
"Louis Marais, 39, Junggeselle, kam angetrunken nach Hause
und sang eine Oper bei offenem Fenster."
"Als ein Nachbar, Monsieur Pierrot, ihn um Ruhe bat,
antwortete Monsieur Marais mit einer Arie aus Tosca. Auf dem Flur."
"Pierrot verschoss ein ganzes Magazin,
der Tenor starb im Krankenwagen."
"Der Mörder steht unter Arrest."
Sie da! Seien Sie ruhig!
Wie lange so dieser Lärm noch weitergehen?
Wer ist da?
Ich bin's.
- Was kann ich für Sie tun? - Haben Sie sich beschwert?
Beschwert? Über wen?
Über mich. Wegen nächtlicher Ruhestörung.
Ich habe mich nicht beschwert.
Jemand hat Beschwerde eingereicht. Das kam heute Morgen.
Sie ist diejenige, die den Lärm macht.
- Wer? - Diese alte Frau. Sie ist böse.
Sie gibt sich alle Mühe, uns Steine in den Weg zu legen.
Nur weil das Mädchen behindert ist.
- Sie haben sich nicht beschwert? - Natürlich nicht.
Dann muss sie es gewesen sein.
Die von unten sagen, Sie könnten es gewesen sein.
Wir gehen früh zu Bett. Die alte Frau nicht.
Sie kann nachts nicht schlafen, also läuft sie auf und ab
und rückt Möbel umher.
Wegen ihr machen wir kein Auge zu.
Wissen Sie, was sie getan hat?
Sie hat die Tür mit einem Besen blockiert.
Ich musste die Tür quasi aufbrechen.
Dabei habe ich mir die Schulter verrenkt. Sie will uns hinausekeln.
Das kann sie doch gar nicht.
Ich mache nie Lärm, Monsieur. Ehrlich.
Selbst wenn. Deswegen kann man Sie nicht rauswerfen.
- Sind Sie sicher? - Absolut.
Gott segne Sie.
Gott segne Sie, Monsieur. Danke.
- Was ist mit deinen Nachbarn? - Gewöhnungssache.
Sie müssen sich einfach an mich gewöhnen, verstehst du?
Wenn sie dir dumm kommen, könnten Simon und ich was machen.
- Oder, Simon? - Wir kennen Tricks.
Wir rufen mitten in der Nacht vom Innenhof zu dir rauf.
"Hey, Trelkovsky, komm mal runter! Na los schon!"
Oder wir klopfen nach Mitternacht auf dem Boden rum.
Und rufen: "Steh auf, du Arsch, wir lassen uns einen blasen!"
Wisst ihr...
In meinem Haus gehen seltsame Dinge vor sich.
Ich sehe Leute in den Toiletten auf der anderen Hofseite...
Bist du etwa ein Spanner?
Die sind zusammen im Scheißhaus? Wie bei einer Orgie?
Nein, die stehen da nur stundenlang rum, wisst ihr?
Wie die Salzsäulen.
- Die spielen sicher an sich rum. - Nein, das nicht.
Sie stehen reglos herum. Wie sollen sie da an sich rumspielen?
- Was zu trinken? - Was ist das?
- Bier. - Bier ist okay.
- Was ist los? - Nichts. Nur...
Keine Sorge, ich weiß, was ich mache.
- Mach's etwas leiser. - Lass es so. Sie sind dran gewöhnt.
Aber es ist auch für uns zu laut.
Gewöhn dich dran. Genieß es, solange du kannst.
Zu Hause kannst du das nicht.
Nachbar?
Ich hoffe.
Verzeihen Sie bitte, Monsieur. Sie haben Besuch.
Könnten Sie die Musik etwas leiser machen? Meine Frau ist krank.
Sie ist krank? Was soll ich machen? Wegen ihr aufhören zu leben?
Wenn sie krank ist, dann ab ins Krankenhaus.
Ich höre meine Platten wann ich will und so laut ich will.
Ich bin schwerhörig, aber deswegen lasse ich mir die Musik nicht nehmen.
Und versuchen Sie keine Tricks. Ich kenne den Polizeichef.
Siehst du? So macht man das.
- Was, wenn seine Frau...? - Und?
Renne ich zu ihm, wenn ich krank bin?
Der kommt nicht wieder. Verlass dich drauf.
Einen Moment, bitte.
Wer ist da?
Ist dies Simone Choules Wohnung?
Ja.
Ich bin der neue Mieter.
Ist sie etwa umgezogen?
Kommen Sie doch herein. Ich bitte Sie.
Ihr ist doch nicht etwas zugestoßen?
- Setzen Sie sich, Monsieur...? - Badar.
Angenehm, Monsieur Badar. Mein Name ist Trelkovsky.
Es gab leider einen bedauerlichen...
Kannten Sie sie gut?
Kannte ich sie?
Sie hat sich umgebracht.
Sie ist aus dem Fenster gesprungen.
Wollen Sie sehen...?
Warum... Warum würde sie so etwas tun?
Das scheint keiner zu wissen.
Kennen Sie Stella? Sie weiß es auch nicht.
Niemand weiß, warum sie es tat.
Ich bin heute Morgen in die ägyptische Abteilung des Louvre gegangen.
Ich fand eine schöne Karte und schickte sie ihr.
Welch eine Ironie!
Jahre der Zuneigung. Und keiner hat sich je getraut.
Ich tat so, als seien wir nur Freunde, wenn ich sie sah,
was nicht gerade oft geschah.
Es ist einfach nicht fair.
Und als ich endlich all meinen Mut zusammengenommen habe,
muss ich feststellen...
Muss ich feststellen, dass sie...
Warum nur?
Warum habe ich es ihr nie gesagt?
Jetzt wird sie es nie erfahren.
Wir schließen, Monsieur Trelkovsky.
Das Leben ist nicht mehr lebenswert.
- Sie dürfen... - 6 Francs 60.
Sie dürfen so nicht reden. Sie sind doch noch jung.
Warten Sie.
Eine Minute.
Danke.
Ich kann Ihnen versichern, dass sie nicht litt.
Und sie hat nichts gesagt?
- Sind Sie sicher? - Absolut.
Okay, okay.
Ich schmeiß 'ne Runde, zum Teufel! Drinks für alle.
Außer für den hier.
Lassen Sie ihn. Er ist betrunken. Nur betrunken.
- Was Sie für mich getan haben... - War selbstverständlich.
- Nein, überhaupt nicht. - Es war selbstverständlich.
Es gibt nicht viele Menschen wie Sie. Das ist eine Tatsache.
Sie haben mir das Leben gerettet.
- Morgen. - Guten Morgen.
Einen Kakao, Monsieur Trelkovsky?
Warum nicht?
- Blaue Gauloises, bitte. - Ja.
Ich möchte Gauloises.
Ich dachte Marlboros. Gauloises sind aus.
Robert kommt gleich vorbei. Er soll welche holen.
Lassen Sie nur, ich nehme die Marlboros.
Ja, ich weiß!
Ich weiß, ich mache ein Geräusch.
Sie hätten klopfen sollen, als die Diebe hier waren!
Vielleicht haben sie sogar geklopft.
So geht das nicht weiter. Sie haben wieder alle geweckt.
Alle Nachbarn beschweren sich.
Reden Sie von letzter Nacht?
Ja, sicher. Sie haben einen Höllenlärm gemacht.
Ich hatte doch gesagt, dass Sie so nicht lange bleiben werden.
Jetzt werde ich wohl handeln müssen.
Ich wurde ausgeraubt, Monsieur Zy. Ich bin auf dem Weg zur Polizei.
Was sagen Sie da? Dies ist ein anständiges Haus.
- Wenn das eine Ausrede ist... - Es ist die Wahrheit.
Mein Fernseher, meine Kamera und ein Koffer sind verschwunden.
Ich verstehe.
Nun, das tut mir sehr Leid für Sie, aber was wollen Sie bei der Polizei?
Ich will den Einbruch melden.
Schauen Sie, Monsieur Trelkovsky.
- Dies ist ein ehrliches Haus. - Zweifellos...
Moment. Sie wissen, wie sorgfältig ich die Mieter auswähle.
Sie wohnen hier, weil Sie mir ehrlich erschienen.
Sonst hätten Sie mir auch eine Million bieten können.
Wenn Sie zur Polizei gehen,
dann kommen die her und stellen viele Fragen. Unnötige Fragen.
Das kann unabsehbare Folgen für unser aller Ruf hier haben.
- Ich sage das auch in Ihrem Sinne. - Was habe ich denn verbrochen?
Sobald jemand die Polizei ins Spiel bringt, gilt er als verdächtig.
Vor allem, wenn er Ausländer ist.
Aber ich bin Franzose.
Ich weiß, Sie sind unschuldig. Aber andere wissen es nicht.
Sie halten Sie für Gott weiß was. Ich weiß, wovon ich rede.
Ich kenne den Polizeipräsidenten. Ich werde das hier mal ansprechen.
Er weiß, was zu tun ist.
Oh... Da fällt mir ein...
Ihre Vormieterin trug nach 22 Uhr Hausschuhe.
Sie fühlte sich so sehr viel wohler.
Und die Nachbarn auch.
- Eine Schachtel Marlboro. - Eine Packung Gauloises.
Eine Packung Marlboro, bitte.
Sie war im Krankenhaus...
- Eine Schachtel Gauloises. - 1 Franc 60.
Bis nächste Woche.
Hallo. Wie geht's?
Sehr gut. Ich hole nur Zigaretten.
Setzen Sie sich. Das sind Freunde von mir.
- Darf ich? - Sicher.
- Hi. - Hi.
Wir reden gerade über Simone.
- Simone? - Simone Choule.
Er ist der Typ aus dem Krankenhaus, von dem ich erzählt habe.
Wir haben sie als Letzte lebendig gesehen.
Stella hat erzählt, Simone habe sie nicht erkannt.
- Ich denke nicht. - Und Sie?
- Mich? - Hat sie Sie erkannt?
Schwer zu sagen. Ich will mich da nicht festlegen.
Vielleicht wollte sie etwas sagen, als sie so schrie.
Das ist jedenfalls mein Eindruck, wenn ich zurückdenke.
Sie sah Sie an, als sie so geschrien hat.
- Denken Sie? - Wissen Sie...
Ich habe immer noch Sachen von ihr zu Hause. Deprimierend.
- Was denn genau? - Einige Bücher und Platten.
Da ist eines von Simones Büchern.
- Nie gelesen. - Ich auch nicht.
Ägyptologie ist nicht so mein Ding.
Sie hat es eines Abends vergessen. Sie können es haben.
Oh, das ist sehr nett. Ich würde es gerne lesen.
Sie haben es sehr schön hier. Viel schöner als bei mir.
Dürfte ich fragen, wie viel Miete Sie zahlen?
Gar keine. Die Wohnung gehört meinem Bruder.
Er ist in Peru, für ein paar Monate oder ein Jahr. Er reist herum.
Haben Sie Ärger mit den Nachbarn?
- Was für Ärger? - Sie wissen schon...
Heutzutage können Nachbarn oft recht schwierig sein.
Sie wissen schon. Dinge werden maßlos übertrieben und aufgebauscht.
- Wissen Sie, was ich meine? - Nein.
Nein, wirklich nicht.
Ich kümmere mich um meine Sachen.
Ich auch. Ist am besten.
Ich kann dich gerne heimbringen.
Sollen wir zu dir gehen?
Zu mir?
Okay?
Sicher, klar.
Leider ist es bei mir ein wenig...
Es ist etwas schwierig. Es ist eigentlich unmöglich.
Warum? Hast du eine Freundin?
Nicht direkt.
Ich streiche gerade die Wohnung neu. Da herrscht totales Chaos.
Chaos.
Wir könnten aber trotzdem für ein paar Stunden hin.
Hinzu kommt, dass mein Onkel gerade zu Besuch ist.
Er bleibt für ein paar Tage.
Wie wär's denn bei dir?
Zieh den Mantel aus.
Ich bin gleich zurück.
Ich hätte gern einen Drink.
Prost.
Prost.
Warum nimmst du die Krawatte nicht ab? Du erstickst mir noch daran.
Da war ein Zahn in meiner Wohnung. In einem Loch.
Ein Zahn?
In einem Loch?
Ja.
Ein Loch in der Wand.
In Watte eingewickelt.
Und? Kein Grund, wegen eines Zahns so ein Gesicht zu machen.
Aber schon seltsam, oder?
Nicht wirklich. Als ich jung war, habe ich so was auch gemacht.
Jedes Mal, wenn ich einen Zahn verlor, versteckte ich ihn.
Meine Mutter sagte, dann werde eine Münze daraus.
Münze.
Oh Gott.
- Stella, ich dachte... - Ja?
Ein Zahn...
Ein Zahn ist ein Teil von uns, oder?
Wie... ein Teil unserer Persönlichkeit.
Keine Ahnung, was du meinst.
Ich erinnere mich an einen Zeitungsartikel.
Ein Mann verlor bei einem Unfall einen Arm und wollte ihn beerdigen.
Er wollte was?
- Auf dem Friedhof beerdigen. - Der muss verrückt gewesen sein.
Es wurde verboten. Der Arm wurde verbrannt. Das war's.
Wo ist das passiert? In Frankreich?
Ich frage mich, ob man ihm die Asche verweigert hat.
Und wenn ja, warum?
Kannst du nicht von etwas Angenehmerem reden?
Okay, das reicht.
Keine Sorge.
Sag mir...
In genau welchem Moment...
... hört ein Individuum auf, es selbst zu sein?
Weißt du, ich hasse Komplikationen.
Schlag meinen Arm ab und ich sage: "Mein Arm und ich."
Schlag den anderen Arm ab und ich sage: "Meine zwei Arme und ich."
Nimm... nimm dir...
... nimm meinen Magen, meine Nieren.
Angenommen, das sei möglich...
Und ich sage: "Meine Eingeweide und ich."
Kannst du mir folgen?
Und jetzt schlag mir den Kopf ab...
Würde ich sagen: "Mein Kopf und ich" oder "Mein Körper und ich"?
Mit welchem Recht nennt sich mein Kopf "ich"?
Mit welchem Recht?
Oh Gott.
Monsieur Trelkovsky?
Sitz. Sitz, Mirza, sitz.
Sie waren die ganze Nacht weg?
Ja, ich...
Ich musste bei meinem kranken Onkel bleiben.
Ich sage Madame Dioz, dass Sie zurück sind.
Madame Dioz? Wer ist Madame Dioz?
Das ist nicht für mich.
Sehen Sie.
"Beste Grüße aus dem Louvre."
"Georges Badar."
Ich möchte Sie sprechen, Monsieur.
Kommen Sie herein, Madame.
Ich bin Madame Dioz.
- Sehr angenehm. - Ich bin deswegen hier. Lesen Sie.
Es ist eine Petition gegen die unmögliche Madame Gaderian.
Sie ist diesmal zu weit gegangen. Jetzt werden wir etwas unternehmen.
Sehen Sie: Sogar Monsieur Zy hat unterschrieben. Dort.
Wer ist Madame Gaderian? Ich kenne sie nicht.
Sie kennen sie nicht? Wer sonst macht denn ständig Lärm?
Sie ist es, junger Mann.
Mitten in der Nacht macht sie ihren Abwasch
und pfeift auch noch dazu.
- Geht man so miteinander um? - Ich denke nicht.
Dann unterschreiben Sie. Allein schon aus Solidarität.
Sie macht das Leben unerträglich für... für die anderen Mieter.
Hat sie eine behinderte Tochter?
Behindert? Nein.
Sie hat einen Jungen, einen widerlichen Bengel,
der immerzu im Treppenhaus spielt.
Sind Sie sicher? Sind Sie sicher, dass sie keine Tochter hat?
Ich weiß nicht, was in ihrer Behausung vor sich geht.
Fragen Sie Madame Concierge.
Tut mir Leid, aber ich unterschreibe nichts.
Diese Frau hat mich nie gestört.
Ich habe sie noch nie gesehen oder gehört.
In welcher Wohnung lebt sie?
Ich werde mir Ihre Einstellung merken.
"Jeder für sich selbst und für niemand anderen." Das ist es doch.
- Absolut nicht. - Ich kenne Ihren Typ ganz genau.
Wie der Mann von gegenüber. Hochnäsig bis er gelähmt war.
Dann ließ man ihn im eigenen Saft schmoren.
Sie müssen wissen, wie Sie sich entscheiden.
Doch ich warne Sie: Kommen Sie nachher nicht jammernd angerannt.
Mistkerle.
Was soll ich denn machen? Tot umfallen?
Meine Frau sagt immer...
Das ist für mich.
Sie machen mir nichts vor.
Ich habe viel von Ihnen gehört, Monsieur Trelkovsky.
Sie sind Experte für nächtliche Ruhestörungen.
Ich bin erstaunt, Inspektor.
Niemand hat sich je bei mir beklagt.
Ich mache keinen Lärm, habe wenig Freunde und feiere selten.
Das interessiert mich nicht. Ich habe anderes zu tun.
Ich höre ständig Klagen und ich muss für Recht und Ordnung sorgen.
Ich sage Ihnen: Was immer Sie nachts machen, hören Sie auf damit.
Trelkovsky. Russischer Name?
Polnisch.
- Sie sind also kein Franzose? - Französischer Staatsbürger.
Darf ich Ihren Ausweis sehen?
Er ist in sehr schlechtem Zustand.
Sie haben sich nicht umgemeldet.
15 Rue Sedan. Wo ist das?
Das tut mir sehr Leid. Ich lasse das sofort ändern.
Das würde ich Ihnen auch raten.
Gut. Dieses Mal drücke ich noch einmal beide Augen zu.
Ich will nichts mehr von Ihnen hören. Lassen Sie Ihre Nachbarn in Ruhe.
Vielen Dank, Inspektor.
Auf Wiedersehen.
Guten Tag, Madame.
Ich wüsste gerne, wer sich über mich beschwert hat.
Wissen Sie, wer es war?
Wenn Sie keinen Lärm machten, gäbe es auch keine Beschwerden.
Gab es eine Petition?
War es die Frau, die mich neulich besucht hat? Madame Dioz?
Sie allein sind schuld daran.
Haben Sie unterschrieben?
Das war's. Sie hat gewonnen.
Sie haben alle unterschrieben. Außer Ihnen, Monsieur.
Danke. Sie sind ein guter Mensch.
Ich mische mich ungern ein.
Unsinn. Sie sind ein guter Mensch. Ich sehe das an Ihren Augen.
Ich habe es allen heimgezahlt. Auch Madame Concierge. Sind alle gleich.
Ich habe es ihnen heimgezahlt.
Sie haben mich auf die Idee gebracht. Raten Sie mal.
Ich habe vor jede Tür gemacht. Hier im Treppenhaus.
Ist deren eigene Schuld. Sie brachten mich auf die Idee.
Allerdings nicht vor Ihre Tür. Ich möchte Ihnen keinen Ärger machen.
- Wann? - Gerade eben.
Deren Gesichter möchte ich sehen, wenn sie es herausfinden.
- Geschieht ihnen allen recht. - Sie werden es auf mich schieben.
Gute Nacht, Monsieur.
Sieh mal.
Sie treiben mich in den Selbstmord.
Na gut. Ich werd's ihnen zeigen.
Todschicke Schuhe, meine Liebe.
So hübsch. Wo hast du die nur her?
Oh, das war... Ich weiß nicht...
80 Francs? Niemals.
Im Supermarkt, ja.
Sie ist nicht so jung wie sie denkt.
Schön, schön.
Bezaubernd.
Eine Göttin. Göttlich.
Göttlich.
Ich bin wohl schwanger.
Monster!
Monster!
Sie machen mich niemals zu Simone Choule. Niemals!
Monsieur Trelkovsky.
Sie erinnern sich an unsere Vereinbarung?
Sicher, Monsieur Zy. Was genau meinen Sie?
- Damenbesuch. - Oh ja, natürlich.
Warum bringen Sie dann Frauen mit?
Was? Das habe ich nie getan.
Doch, Sie hatten eine Frau auf dem Zimmer. Geben Sie es ruhig zu.
Ich will es diesmal noch ignorieren.
Doch das war das letzte Mal. Ich hoffe, das ist Ihnen klar.
Guten Morgen, Monsieur Trelkovsky.
Bringen Sie mir Kaffee.
- Sie wollen keinen Kakao? - Nein, Kaffee.
- Sie nehmen doch immer Kakao. - Sie fragen mich ja nie.
Heute sage ich, dass ich Kaffee möchte.
Ich bedaure, aber...
Das Problem ist, wissen Sie...
Die Maschine ist ausgefallen.
- Und Sie möchten keinen Kakao? - Nein! Warum?
Kein Grund zur Aufregung.
Ich möchte... ein Glas Rotwein.
Ich nehme an, Gauloises sind aus.
- Richtig. Wir haben nur Marlboros. - Können Sie behalten.
Ich weiß, was ihr vorhabt.
Eine Mörderbande!
Ihr solltet mich nicht so ansehen.
Ich kenne euren Plan ganz genau.
- Was ist los? - Mein Boot.
- Welches? - Das rote.
Weine nicht. Wie heißt du?
Patrick.
Und du hast dein rotes Boot verloren?
Okay, ich hole es dir wieder.
Widerlicher Bengel.
Er ist es! Da ist er!
Gott! Was ist das?
Ich werde kämpfen.
Bis zum bitteren Ende.
Wer ist da?
Ich bin's, Trelkovsky.
Hast du geschlafen?
Was ist los?
Tut mir Leid, dich so früh am Morgen zu stören.
Würde es dich stören, wenn ich hier eine Weile bliebe?
Du bist komisch.
Sei bitte ganz ehrlich. Es wäre wirklich in Ordnung.
Nein, du kannst gerne bleiben.
Du hast dich verletzt.
Das ist gar nichts. Wirklich.
- Aber es ist dreckig. - Das ist nichts.
Warte. Ich habe... ich habe einige Sachen hier.
Wie ist das passiert?
Sie sind es.
Wer?
Sie wollen mich umbringen.
Sie treiben mich in den Selbstmord.
Was redest du da? Wer will dich umbringen?
Stella, ich habe dich angelogen.
Ich lebe in ihrer Wohnung.
In wessen Wohnung?
Simones.
Ich habe Simone Choules Wohnung gemietet.
- Wie hast du sie gemietet? - Sie ist tot wegen der Nachbarn.
Es war eine Verschwörung.
- Gegen Simone? Du bist verrückt. - Bin ich nicht. Hör mir zu.
Sie haben sie in den Selbstmord getrieben.
Ich kann es beweisen.
Und jetzt versuchen sie es auch bei mir.
Alles ist bereit. Sie haben an jedes Detail gedacht.
Weißt du, was sie mir angetan haben?
Es ist so schrecklich, so unglaublich. Ich kann es kaum sagen.
Es ist wahr. Ich schwöre.
Erzähl es mir. Ich höre dir zu.
Sie haben versucht, aus mir Simone Choule zu machen.
Ganz ruhig. Ich bin deine Freundin.
- Sie versuchen... - Ich helfe dir. Komm schon.
- Sie wollen mich... - Du bist müde.
... in Simone Choule verwandeln.
Ich verlasse Paris in ein paar Tagen. Sie finden mich nie.
Du hast Recht, ja. Das wird am besten sein.
Nur dir kann ich vertrauen.
Ich bin's, Stella.
Hab keine Angst.
Du erkennst mich doch, oder?
Entschuldigung.
Ich hatte einen Albtraum.
Ich muss zur Arbeit. Bin spät dran. Ich bin gegen acht zurück.
Ich habe dir Frühstück gemacht.
- Ich liebe dich. - Und ich dich.
Ich war sogar weg und habe Croissants geholt.
Bitte lass mich nicht allein.
Ich muss los. Wenn du raus willst, lass den Schlüssel unter der Matte.
Ich lasse morgen ein neues Paar machen. Dann hat jeder eins.
- Bitte geh nicht. - Sei doch vernünftig.
Sei ein guter Junge und bleib hier.
Es ist alles da. Du kannst auch gerne raus und frische Luft schnappen.
Ich kaufe noch ein und wir essen hier
oder gehen in ein Restaurant, wenn du willst. Mal sehen, wie's dir geht.
Bis heute Abend dann.
Ist da jemand?
Ist da jemand?
Dreckige Schlampe.
Sie stecken unter einer Decke.
Sie stecken alle unter einer Decke!
Sie stecken...
Sie stecken unter einer Decke!
- Halten Sie hier. Halt. - Hey, was ist?
Nichts. Ich steige aus.
- Ist das in Ordnung? - Ja.
Danke, Monsieur. Vielen Dank.
Wissen Sie, woher ich eine Waffe bekommen kann? Ich zahle gut.
Hau ab, du elender Penner.
- Er will eine Waffe haben, der Kerl. - Was?
Das sage ich den Bullen, du Penner.
Du solltest doch nicht so rasen. Jetzt ist es passiert.
Monsieur, sind Sie verletzt?
Wer nicht fahren kann, sollte ein Taxi nehmen.
Frechheit! Meine Frau fährt seit 25 Jahren unfallfrei.
Er hat Recht. Der Typ ist direkt vors Auto gelaufen.
Lassen Sie mich bitte durch. Verzeihung.
Verzeihung, ich bin Arzt.
Mörder! Mörder!
Glauben Sie mir: Meine Frau und ich sind wirklich schockiert.
Zurück. Auf den Bordstein.
- Wachtmeister, es war so... - Ihren Ausweis. Ihren auch, Monsieur.
Sie hatten großes Glück.
Nur ein paar Kratzer.
Nichts gebrochen. Sie sollten sich aber röntgen lassen.
Es ist nichts Ernstes. Leichtes Schleudertrauma.
Diese Leute haben ausgesagt und möchten ihn nach Hause bringen.
Oder soll ich einen Wagen holen?
Wenn der Herr klarkommt...
Wir bringen den armen Herrn gerne nach Hause.
Wir bringen Sie nach Hause, ja?
Das ist doch grotesk. Nein, bitte!
Sie wollten mich töten. Sie haben mit einem Menschenkopf Fußball gespielt!
Ich gebe ihm etwas zur Beruhigung.
Keine Spritze. Ich will keine Spritze. Ich will...
Sie haben... Sie wollten mich töten.
Mirza, sei ruhig.
Guten Abend, Madame. Dieser Herr hatte einen kleinen Unfall.
- Nichts Ernstes. - Was hat er wieder angestellt?
Wir bringen ihn besser in seine Wohnung.
Wie ist das passiert?
Er ist uns quasi vor das Auto gelaufen.
Zum Glück hat meine Frau gute Reflexe.
Was geht hier vor?
Er schon wieder.
Oh, so ein Lump!
Sitz. Sitz, Mirza, sitz.
- Was war das? - Unten im Hof.
Einen Krankenwagen. Los, schnell.
Bleiben Sie ganz ruhig.
Ich bin nicht Simone Choule.
Schnell, eine Decke.
- Mörder! - Wieder Selbstmord! Unglaublich.
Wie er angezogen ist. Er muss verrückt sein.
Und das Dach war gerade erst repariert worden.
Ich wusste von Anfang an, dass mit ihm etwas nicht stimmt.
Oh Gott, Monsieur Trelkovsky. Warten Sie auf den Krankenwagen.
Ihr Mörder!
Ich gebe euch ein wenig Blut.
Ihr wolltet einen sauberen Tod, oder?
- Seien Sie vernünftig. - Es wird dreckig werden.
Unvergesslich.
Letztes Mal war es besser, oder? Nun, ich bin nicht Simone Choule.
Ich bin Trelkovsky.
Trelkovsky.
- Okay, okay. Was ist hier los? - Ein Mieter sprang zum Fenster raus.
- Schon wieder? Im Dutzend billiger. - Wo ist er jetzt?
Er ist zurück in seine Wohnung. Bei ihm ist wohl etwas ausgehakt.
- Er springt noch einmal! - Nicht noch einmal, oder?
Ganz ruhig. Nicht bewegen. Wir kommen hoch und holen Sie.
Seien Sie doch vernünftig.
Oh Gott, nein.
Monsieur Trelkovsky, machen Sie doch keine Sachen!
Sind Sie ein Freund von ihr?
Es tut mir Leid.
Wie konnte das nur passieren? Warum würde sie so etwas tun?
Die Wahrheit ist: Ich bin gar kein Freund.
Ich kannte sie kaum, aber...
Simone...
Simone...
Du erkennst mich, oder?
Ich bin's. Stella.
Deine Freundin Stella.
Erkennst du mich?
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