All language subtitles for Der Ring des Drachen - Teil 2[de]

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Original subtitles

Lasst mich in Ruhe!

Sei still!

Hör ein!

Lasst mich rein!

Warum hilft mir denn niemand?

Warum hilft mir denn niemand?

Hier rüber!

Hier hört sowieso niemand!

Ihr sollt mich freilassen!

Lass sie doch schreien!

Hilfe!

Hilfe!

Helfen wir doch!

Keine Angst!

Warum hilft mir denn niemand?

Nein!

Aha!

Ihr könnt also doch sprechen!

Ich habe euch schreien gehört, als die Rebellen

euch gefangen genommen haben.

Die Rebellen?

Und außerdem habe ich eure Stimme wiedererkannt.

Und eure Hände würde ich auf jeden Fall

wiedererkennen.

Es sind die Hände der Frau, die mir

bei der Flucht aus dem Schloss geholfen hat.

Aber meine Stimme ist sicher wie die vieler

anderer Mädchen.

Und auch alle Hände sehen irgendwie ähnlich aus.

Und es gibt noch etwas anderes, woran ich

euch sicher wiedererkennen würde.

Eure Lippen.

Ich habe sie nur leicht bei einem Kuss

berührt.

Aber vielleicht könnt ihr mir ein weiterer Kuss...

Lasst mich bitte!

Warum weicht ihr mir denn aus?

Ich dachte, ihr würdet mich auch lieben.

Wie könnt ihr nur sowas denken?

Nun ich meine, immerhin habt ihr mir zur

Flucht verholfen und mir das Leben gerettet.

Das war nur aus Mitleid, nicht aus Liebe.

Und selbst wenn ihr habt euer Leben für

mich riskiert, wie könnte ich euch dann nicht

lieben?

Wenn ihr jeden gleich lieben wollt, der euch

geholfen hat, dann ist es keine Liebe, sondern

Dankbarkeit.

Das mag wohl sein.

Aber dann bin ich euch begegnet.

Und jetzt weiß ich, dass ich keine Frau

außer euch lieben kann.

Aber ihr seid doch ein Prinz.

Und ich...

Ich bin nur die Tochter einer Dienstmarkt.

Ich bin keine Prinzessin.

Ihr könntet mich nie lieben.

Warum muss ich denn unbedingt eine Prinzessin lieben?

Es steht mir frei zu lieben, wen ich

will.

Nein, ich bitte euch.

Macht euch nicht über mich lustig.

Nein, nein, ich meine es ernst.

Euch verdanke ich mein Leben.

Aber ihr könntet mir auch im Kampf beistehen.

Ihr kennt das Schloss des Königs und seine

Geheimnisse.

Mit eurer Hilfe könnte ich hineingelangen.

Wir könnten einen Überraschungsangriff durchführen.

Genau aus diesem Grund wollte ich nicht, dass

ihr mich erkennt.

Niemals würde ich mein Volk verraten.

Und nie würde ich den König verraten.

Es ist kein Verrat, gegen jemanden zu kämpfen,

der immer nur Böses im Schilde führt.

Und der König, euer König.

Er verdient eure Treue bestimmt nicht.

Ihr glaubt mir nicht?

Dann kommt mit mir.

Sie ist nur weggelaufen, weil sie uns hasst.

Nein.

Sie ist aus einem anderen Grund weggelaufen, weil

sie sich verliebt hat.

Verliebt?

In wen ist sie verliebt?

In diesen rebellischen Prinzen.

Silvace, ihr plappert wie immer wild drauf los.

Nein!

Silvace hat ja recht.

Warum habe ich es nicht früher begriffen?

Es war von Anfang an nur eine Frage

der Zeit.

Was meint ihr damit, meine Königin?

Als der König gekrönt wurde, da wurde ihm

geweissagt, dass er seinen Thron verlieren würde.

Und zwar an einen jungen Rebellen.

Vielleicht ist es soweit.

Sie wird diesen Mann heiraten und sie werden

gemeinsam den Thron fordern.

Dazu ist es jetzt zu spät.

Morgen werden sich die Prinzen im Turnier um

mich schlagen.

Wir hatten schon einen Plan, dich zu befreien,

aber du hast es auf eigene Faust geschafft.

Oh nein, allein habe ich es nicht geschafft.

Sie!

Wer hat dir geholfen?

Sie hat mich befreit.

Wer?

Sie?

Wer bist du?

Warum hast du ihn gerettet?

Nein, natürlich ist sie keine Prinzessin.

Sie ist die Tochter einer Hofmarkt.

Die Tochter einer Hofmarkt?

Eine Prinzessin hätte mich niemals gerettet.

Warum hätte sie das wohl tun sollen?

Glaubst du wirklich, eine der Töchtern des Königs

hätte ihn gerettet?

Die beiden sind noch viel schlimmer als erfahren.

Ihnen ist es doch ganz egal, wenn die

Leute hungern.

Die Königstöchter können nichts dafür.

Sie glauben, der Krieg wird für eine gerechte

Sache geführt.

Was spielst du da?

Sehen die denn nicht, wie das Volk leidet?

Sehen die etwa nicht, dass die Kinder Hunger

leiden müssen?

Nein, die leben im Luxus und haben nur

ihre Verehrer im Traum.

Nein, das ist nicht wahr.

Sie leiden auch gern, würden sie all die

Dinge ändern, aber sie können es nicht.

Warum nimmst du die Töchter des Königs in

Schutz?

Sie sind wie ihr Vater, nicht weniger grausam

als er.

Der König ist nicht grausam.

Er ist Sklave seiner Pflichten und hat Angst,

seine Macht zu verlieren.

Und darum tötet er die Menschen.

Darum unterdrückt er das Volk und lässt die

Kinder hungern?

Nein, das ist nicht wahr.

Das kann ich einfach nicht glauben.

Hört ihr das?

Die Streite des Assens.

Sie haben zwei meiner Söhne getötet, weil sie

sich gegen ihren Mann gehalten haben.

Sie glauben, der Krieg wird für eine gerechte

Sache geführt.

Warum nimmst du die Töchter des Königs in

Schutz?

Sie leiden auch gern, würden sie all die

Dinge ändern, aber sie können es nicht.

Warum nimmst du die Töchter des Königs in

Schutz?

Warum willst du die Wahrheit nicht hören?

Ich weiß ganz genau, was du jetzt denkst.

Ich habe alles gehört.

Ich habe die alte Prophezeiung gehört.

Was?

Demnach würde Prinz Viktor also Anspruch auf den

Thron erheben.

Aber ich frage mich, wie?

Er nimmt ja nicht einmal an Turnierteilen.

Aber...

Angenommen, er würde sich auch in Desideria verlieben.

Dann könnten sie zusammen den Thron fordern.

Das könnte doch passieren, glaubst du nicht?

Nein, das Risiko darf ich nicht eingehen.

Dann würde ich es auch nicht eingehen.

Dabei wäre die Lösung ganz einfach.

Wie ganz einfach?

Bringen dazu, sich in dich zu verlieben, meine

liebe Selvatja.

Ich weiß nicht einmal, wo er ist.

Und so weit reicht mein Zauber nun mal

nicht.

Ah, ich glaube aber doch.

Sieh mal.

Na, na, sieh mal hier.

Hier.

Das ist ja sein Porträt.

Ja.

Damit könnte es funktionieren.

Bitte weine nicht.

Du bist nicht unsere Gefangene.

Du kannst gehen, wenn du magst.

Wohin und wann immer du willst.

Desideria.

Warum nennst du mich so?

Ich habe gehört, wie du mit deiner Puppe

geredet hast.

Viktor.

Hör meine Stimme.

Ich will, dass du meinen Worten lauscht.

Nur meinen Worten.

Meine Worte werden die Wüste durchqueren, Berge überwinken,

Schneestürme und Unwetter durchdringen.

Ich bewundere deinen Mut, Desideria.

Du hast dich viel mehr aufgelehnt, als ich

es je getan habe.

Trotzdem verstehe ich auch, dass du Respekt vor

deinem Vater hast.

Darum werde ich dich nicht bitten, gegen ihn

zu kämpfen.

Es steht dir frei zu gehen.

Obwohl, ich mir so sehr wünsche, dass du

bleibst.

Ich liebe dich.

Es ist besser, wenn ich gehe.

Denn wenn ich nicht gleich gehe, dann befürchte

ich, dass ich nicht mehr die Kraft dazu

habe.

Du liebst mich also wirklich?

Oh ja, ich liebe dich.

Ich liebe dich von ganzem Herzen.

Du wirst mich über alles lieben.

Nur mich allein.

Prinz Viktor.

Du brauchst dich nicht zu fürchten.

Hab keine Angst.

Denn unsere Liebe ist die einzige Hoffnung, dass

dieser ewige Krieg beendet werden kann.

Wenn du wirklich an eine gute Welt glaubst,

in der es nie wieder nötig sein wird,

zu kämpfen, dann werde ich bleiben, Viktor.

Dann werde ich liebend gern das Leben mit

dir teilen.

Für immer.

Deine Augen verlieren sich ganz und gar in

meinen.

Du wirst keine Frau außer mir lieben können,

Viktor.

Was hast du denn?

Und nun gehört dein Herz mir.

Und deine Liebe, Viktor, wird dich nicht mehr

zur Ruhe kommen lassen.

Bis wir endlich vereint sind.

Endgültig vereint.

Viktor!

Viktor!

Mein Geliebter.

Was hast du nur?

Bitte, wach doch auf, mein Geliebter.

Was ist?

Wo bin ich?

Wo ist sie?

Wen meinst du?

Selvatja.

Selvatja?

Wo ist Selvatja?

Bring mich zu ihr.

Ich will sie.

Ich liebe sie.

Nein.

Das kann ich nicht glauben.

Das kann Selvatja mir nicht auch noch angetan

haben.

Nein.

Mein Helm, meine Lanze, mein Pferd!

Und alles ein bisschen rasch!

Ihr könntet wohl nicht erwarten, im Staub zu

liegen, he?

Lissandro.

Haltet bloß eure Zunge im Zaum an, Cecila.

Nur mit starken Worten allein kann man nicht

siegen.

Ihr werdet auf jeden Fall nicht siegen, Lissandro.

Wir würden uns sogar gegen euch zusammentun, nur

damit ihr nicht gewinnt.

So viele gegen einen?

Da müsst ihr aber große Angst vor mir

haben.

Nicht vor euch, aber vor euren Grausamkeiten.

Es ist schon sehr gut, dass ihr mich

fürchtet.

Sobald ich dieses Turnier gewonnen habe und meinen

Platz auf dem Thron einnehme, da wird von

euch und euren Völkern keine Spur mehr übrig

bleiben.

Das wird der König niemals zulassen.

Nur wenn er dann noch am Leben ist.

Die einzig sichere Art, keine Feinde zu haben,

ist die, sie zu beseitigen.

Und zwar sofort.

Endlich ist der große Tag gekommen.

Niemand kann sich uns mehr in den Weg

stellen.

Und wenn ich erst den Ring des Drachen

am Finger trage, dann wird alle Macht mir

allein gehören.

Nun, endlich ist es soweit, Salvatore.

Du hast deine Sache gut gemacht.

Wir wussten ja, dass es dir gelingen würde.

Aber jetzt musst du höllisch aufpassen.

Dir darf jetzt nicht mehr der geringste Fehler

unterlaufen.

Was für ein Fehler?

Hast du je deine Zauberkraft angewandt?

Nein.

Denk immer daran.

Niemals darfst du sie anwenden.

Niemals, solange du nicht den Ring des Drachen

sicher an deinem Finger trägst.

Na, ein paar feine Zaubereien hast du schon

angewandt.

Halt den Schnabel, oder ich rupfe dir deine

Federn aus.

Welche Zaubereien hast du angewandt?

Hat dir Sidereas Flucht aus diesem Schloss etwa

doch etwas mit deiner Zauberkraft zu tun?

Nein.

Damit habe ich nichts zu tun.

Hast du jemals den König oder die Königin

mit einem Zauber belegt, in irgendeiner Weise?

Nein.

Wen hast du verzaubert?

Den Prinzen Viktor.

Ich...

Ich habe ihn verzaubert, damit er sich in

mich verliebt.

Ach so, dieser Zauber zählt nicht.

Das Wichtigste ist, dass du den Thron besteigst.

Und das darfst du nur mit Hilfe deines

Verstandes erreichen.

So wie ein ganz normaler Mensch.

Ganz ohne Hilfe irgendeines Zaubers.

Und nur so können wir den bösen Fluch

lösen, der schon seit vielen Jahrhunderten auf uns

lastet.

Liebe Prinzen.

Endlich ist der große Turniertag gekommen.

Das Schicksal meines Reiches lege ich in die

Hände des Siegers dieses Turniers.

Ihr werdet alle kämpfen.

Mann gegen Mann.

Solange bis nur noch vier von euch auf

dem Feld sind.

Aus diesen Vieren gehen wieder zwei Sieger hervor.

Und diese zwei Sieger werden das Finale austragen.

Sämtliche Waffen- und Kampftechnik sind erlaubt.

Und dem Sieger winkt die Hand meiner schönen

Tochter Selvatca.

Es winkt ihm die Freiheit für sein Volk.

Und wenn die Zeit für mich gekommen ist,

auch mein Thron.

Und der Ring des Drachen.

Das Symbol der Macht.

Die Hochzeit findet dort statt, wo der Sieger

es wünscht.

Entweder in meinem Schloss oder im Schloss seiner

Vorfahren.

Die Vermählung wird durch einen feierlichen Schwur bekräftigt.

Den Schwur auf dieses Buch.

Das Buch des Drachen.

Aufwachen!

Es gibt große Neuigkeiten aus dem Schloss.

Was ist denn hier neu?

Der König hat ein Turnier angesagt, an dem

alle Prinzen teilnehmen können.

Habt ihr das gehört?

Das betrifft alle Prinzen bis auf einen.

Glaub mir, ich werde ihm nie die Genugtuung

geben, an seinem Turnier teilzunehmen.

Das darfst du auch nicht.

Sie würden dich in den Kerker werfen.

Das ist doch eine Falle.

Das schreckt mich nicht ab.

Ich weigere mich nur, sein Hof nah zu

sein, wie hoch der Preis auch sein mag.

Der Preis ist Prinzessin Selvatca.

Wer als Sieger aus dem Turnier hervorgeht, bekommt

sie als Braut.

Und den Thron dazu.

Ist das wahr?

Ja.

Das ändert natürlich alles.

Das, meine lieben Freunde, ändert alles!

Das verliert alles!

Worauf wartet ihr noch?

Vielleicht schaffen wir es damit, all unsere Probleme

auf einmal zu lösen.

Wie denn?

Wenn ich bei dem Turnier gewinne, werde ich

Prinzessin Selvatca heiraten und komme dadurch auf den

Thron.

Und wenn ich erst König bin, dann werde

ich dafür sorgen, dass wieder Friede und Freiheit

einkehren.

Und dann hat euer Kampf endlich ein Ende.

Ja!

Ja!

Meine tapferen Prinzen, empfangt nun meinen Segen.

Derjenige, der als Sieger aus dem Turnier hervorgeht,

der wird als Preis nicht nur meine Hand

erhalten, sondern auch mein Herz.

Dann, verehrte Prinzessin, gehört euer Herz bereits mir.

Oh nein, Prinzessin, ich werde euer Herz gewinnen!

Nein, euer Herz werde nur ich gewinnen!

Nein, euer Herz gewinnt nicht mir!

Oh nein, Prinzessin, ich werde euer Herz gewinnen!

Oh nein, Prinzessin, ich werde euer Herz gewinnen!

Sobald dieser Schleier den Boden berührt, wird sich

das Schicksal eines jeden von euch erfüllen.

Ich muss dringend mit ihm sprechen!

Lasst mich durch!

Das geht jetzt nicht!

Nein, lass ihn nur herein!

Wictor, du darfst nicht zurück ins Schloss gehen.

Sie würden dich niemals an dem Turnier teilnehmen

lassen.

Sattelt mir mein Pferd.

Alle Prinzen der von deinem Vater unterworfenen Reiche

können an diesem Turnier teilnehmen.

Das hat er gesagt.

Und er muss zu seinem Wort stehen.

Und außerdem habe ich keine Angst.

Selvaja hat dich verhext.

Diese unvermutete Liebe und dieses Turnier sind ein

Zeichen des Schicksals.

Ich bin offenbar dazu bestimmt, diesen Thron zu

besteigen.

Vielleicht, weil nur ich wieder Frieden und Gerechtigkeit

herstellen kann.

Mit Selvaja schaffst du das nie.

Du kennst sie nicht.

Du hast ja keine Ahnung, wozu sie fähig

ist.

Ich habe nur das zu tun, was mein

Herz befiehlt.

Und jetzt lass mich gehen.

Aber dein Herz ist einem grausamen Zauber zum

Opfer gefallen.

Du hast genug geredet.

Du kannst gehen, wann und wohin du willst.

Niemand wird dich zurückhalten.

Und auch du kannst mich nicht zurückhalten.

Du musst ihn aufhalten.

Du hast doch gesagt, dass du meine Wünsche

erfüllen kannst.

Oh nein, nein, nein, sehr still.

Du darfst nicht einmal daran denken, geschweige denn

es aussprechen.

Ich kann dir im Ganzen nur drei Wünsche

erfüllen.

Also überlege es dir gut.

Dann sag mir, was du tun kannst.

Nun leider vermag ich Selvajas Zauber nicht rückgängig

zu machen, aber dafür kann ich mich in

alles mögliche verwandeln.

Und das kann ich dafür umso besser.

Außerdem kann ich alles, was du willst, erscheinen

lassen.

Hast du Hunger?

Hast du Durst?

Hättest du gern ein schönes Kleid?

Nein?

Eine ziemlich blöde Frage.

Wozu brauchst du jetzt noch ein schönes Kleid?

Ich muss Viktor ins Schloss folgen.

Wie bitte?

Ich glaube, ich brauche deine Zauberkraft nicht, um

ein Pferd aufzutreiben.

Kommt her!

Meine Klinge dürstet nach eurem Blut.

Oder habt ihr Angst vor mir, ihr Feiglinge?

Seid ihr wieder quitt, Prinz Merlik?

Mal sehen, ob ihr ohne Pferd auch so

mutig seid.

Kommt, gekämpft!

Danke für eure Hilfe, Atesilau.

Ich wusste gar nicht, dass ihr auf meiner

Seite seid.

Ist hier noch einer, der die Schneide meines

Schwertes kosten will?

Schneller, schneller!

Das gibt

bestimmt eine hässliche Beule.

Bist du schon mal auf einen Baum geklettert?

Ich glaube, es wird allerhöchste Zeit, es endlich

mal zu versuchen.

Ich fühle mich etwas beeilen.

Bravo, Desideria!

Jetzt hol mich bitte aus der Tasche raus,

ja?

Ich will mir die Situation genauer betrachten.

Desideria!

Na, endlich.

Ich habe es geschafft.

Es ist unglaublich.

Ja, du warst nicht schlecht.

Hier kommt ihr nicht drauf.

Hier oben bin ich sicher vor euch.

Prinz Parcel.

Und ihr, Prinz Sigismondo.

Und ihr, Prinz Lisandro.

Ihr habt euren Mut durch den Umgang mit

euren Schwertern hinreichend bewiesen.

Ihr habt die anderen Prinzen besiegt.

Somit seid ihr die dreitapfersten.

Ich hätte es lieber gesehen, wenn ihr zu

viert weiterkämpfen könntet, aber...

Wir sind ja zu viert.

Prinz Atesilau.

Offenbar habt ihr immer noch nicht genug.

Ich entscheide, wann ich genug habe.

Diese Wunde kann mich nicht von meinem Kampf

abhalten.

Und ich werde nicht eher ruhen, bis ich

sehe, wie ihr euch im Staub wälzt und

um Gnade fleht.

Hoch, lieber Atesilau!

Habt ihr gehört, Lisandro?

Das Volk ist auf meiner Seite.

Das Volk macht einen Fehler.

Es hält eure Dreistigkeit für Mut.

Aber gut, wenn es so ist, dann wird

wenigstens noch jemand zu eurem Begräbnis kommen.

Und zu eurem Grab werden nur die Wormer

kriechen.

Schluss damit!

Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt für eure

Beschimpfungen.

Aufsitzen!

Möge das Schicksal über euren Streit entscheiden.

Es tut mir sehr leid, dass ihr noch

länger warten müsst, Prinzessin.

Ich kann warten, mein verehrter Prinz.

Umso mehr hoffe ich, dass meine Geduld euer

Mut ein Ansporn sein wird.

Gib ihm den Vorzug.

Wer auch immer der Sieger sein wird, dem

gebe ich den Vorzug, Vater.

Ihr müsst ihn auch heiraten.

Gewiss, aber ich werde ihn bestimmt nicht wegen

seiner Augen erwähnen.

Das Einzige, was für mich zählt, ist der

Thron.

Ich warte schon auf unsere Begegnung.

Ihr werdet nicht mehr lange darauf warten müssen.

Durch nichts lasse ich mir die Freude nehmen,

euch ein für alle Mal besiegt zu sehen.

Es ist richtig, dass die Wölfe hier nicht

heraufkommen können, aber es ist genauso richtig, dass

wir nicht wieder hinunter können.

Ja, du hast recht.

Warum machst du nicht etwas?

Ich könnte ja einen Wunsch äußern.

Du glaubst, das ist so einfach, dabei ist

es sehr mühsam und außerdem braucht man dazu

eine besondere Konzentration.

Na dann, befrei mich von den Wölfen.

Du hast nicht verstanden.

Die Entscheidung, wie ich es machen soll, liegt

an mir.

Ganz allein bei dir.

Überleg dir, was du willst und wenn du

dich entschieden hast, dreh meinen Kopf dreimal herum.

Das wird dir doch wehtun.

Ach was, ich bin eine Puppe und fühle

daher keinen Schmerz.

Also überleg dir's gut.

Wir könnten...

Nein, wir könnten...

Was?

Wir brauchen...

Du weißt es?

Jetzt weiß ich es, jetzt weiß ich es!

Na los dann!

Der erste Wunsch.

Das war fantastisch, Sorizo, großartig!

Ich hab's dir ja gesagt!

In aller Bescheidenheit habe ich doch ein gewisses

Talent, diese Gerie.

Was meinst du, Sorizo?

Was ich meine...

was ich meine...

Jetzt könnten wir doch runterklettern, oder?

Ja, aber komm ihnen nicht zu nah!

Keine Angst, ich pass auf.

Ratsch, ratsch...

Ha!

Ha!

Jetzt sind nur noch zwei von euch übrig.

Wenn Ihr es wünscht, kann ich das Turnier

unterbrechen, damit die Wunden des tapferen Ajizilao gepflegt

werden können.

Wenn Ihr das Turnier unterbrechen wollt, Euer Majestät,

dann nur, damit Lissandro sich wieder erholen kann.

Ich brauche keine Unterbrechung.

Nein, je eher ich Euch aus dem Weg

räume, desto eher werde ich König.

Wehrt Euch!

Vorwärts, Ajizilao!

Wir halten zu Euch!

Ajizilao!

Los, Lissandro!

Halt die Hände hoch!

Gebt mir was hin!

Halt die Hände hin, Ajizilao!

Ihr wollt dazu unbedingt sterben, Ajizilao?

Vergebt Euch!

Ihr könnt mich siegen!

Ihr werdet mich niemals besiegen!

Ihr schafft es nicht!

Noch einen Schritt weiter und ich werde Euch

zum Boden kriegen!

Zur Hölle mit Euch!

Vorwärts, Lissandro!

Er kann nicht mehr!

Ich habe gesiegt!

Ich habe gesiegt!

Ich habe gesiegt!

Ich habe gesiegt!

Ich habe sie alle besiegt!

Die Hochzeit muss noch heute stattfinden.

Heute noch.

So schnell wie möglich, Vater.

Ich habe alle Prinzen dieses Reiches besiegt.

Jetzt gibt es absolut niemanden mehr, der den

Mut hat, mich herauszufordern.

Ihr irrt Euch, Lissandro.

Ihr habt alle Prinzen besiegt.

Außer einen.

Mit mir habt Ihr Euch noch nicht gemessen.

Nehmt ihn gefangen und legt ihn in Titten.

Nein!

An diesem Turnier kann jeder Prinz aus Eurem

Reich teilnehmen, Euer Majestät.

Ihr könnt mich da nicht ausschließen.

Ihr wart mein Gefangener.

Und Ihr seid geflohen.

Wie könnt Ihr es wagen, zurückzukehren?

Ich bin nicht wegen Eures Thrones zurückgekehrt.

Die Liebe hat mich hergeführt.

Die wahre Liebe für die wunderschönen Augen Eurer

Tochter Selvadja.

Seid lieber vorsichtig, Prinz Viktor.

Sonst werdet Ihr meine Augen vielleicht nie mehr

wiedersehen können.

Ich danke Euch, Prinzessin.

Ich sehe, dass Euch meine Liebe nicht gleichgültig

ist.

Warum ermutigst Du diesen Rebellen auch noch?

Weil ähm...

Weil ich ihn nun mal für den Klügsten

von allen halte.

Oder habt Ihr die Weissagung schon vergessen?

Welche Weissagung?

Naja, ich weiß, dass Euch vor langer Zeit

geweissagt wurde, dass Ihr wegen eines Rebellen Euren

Thron verlieren werdet.

Aber wenn ich einen Rebellen zum Mann nehme,

dann würdet Ihr gar nichts verlieren und die

Weissagung würde sich trotzdem erfüllen.

Sagt es ihm doch auch, Mutter!

Lasst ab von ihm!

Eigentlich müsste ich Euch bestrafen, Prinz Viktor.

Aber die strengen Regeln des Turniers hindern mich

daran.

Nach den Regeln darf ich keinen Prinzen ausschließen.

Aber umso mehr hoffe ich, dass das Schwert

des tapferen Lysandro Euch die verdiente Strafe bringen

wird.

Mein Schwert kann es kaum erwarten, ihm ins

Herz zu fahren.

Einen Rebellen zu töten, wird meine erste Handlung

als König sein.

Ich warte schon.

Steigt ab!

Oder muss ich Euch runterholen?

Nein, nur keine Umstände, Lysandro.

Ich komme von allein runter.

Ihr müsst müde sein.

Ihr habt den ganzen Tag lang nur gekämpft.

Wir machen folgendes.

Ich gewähre Euch einen Vorteil.

Aha, jetzt bin ich unbewaffnet.

Wenn Ihr mich besiegen wollt, dann müsst Ihr

das schaffen, bevor ich bei meinem Schwert bin.

Diese Beleidigung werdet Ihr mit Eurem Leben bezahlen.

Elender Bastard!

Aber was macht Ihr denn da am Boden?

Wir haben doch noch gar nicht richtig angefangen.

Verdammter Hund!

Seien still!

Ich will kein Wort mehr aus Eurem Mund

hören!

Dann wäre es wohl das Beste, Ihr würdet

tauben.

Ich unterhalte mich für mein Leben gern, und

ganz besonders dann, wenn ich mich mit so

einem furchtbaren Gegner schlagen muss.

Jetzt ist aber Schluss.

Ich werde das keinen Augenblick länger hinnehmen.

Ist das ein Zweikampf oder ein Wettlaufen?

Das wird Euer Begräbnis sein!

Dann brauchen wir aber noch ein paar Blumen!

Hier!

Die Blumen waren für Euch!

Offenbar mögt Ihr keine Blumen, nicht wahr?

Ihr seid wohl ziemlich unromantisch.

Ihr haltet Euch wohl für besonders schlau!

Steht doch auf, Lysandro!

Er ist am Ende!

Steht schon auf!

Los, verteide ihn!

Ja, verteide ihn!

Verteide ihn!

Mach dich fertig!

Verdammte Scheiße!

Er schafft es!

Er ist gleich am Ende!

Mach weiter!

Er wird es!

Er schafft es!

Nein!

Offenbar haben wir hier weder den erhofften Sieger,

noch die erhoffte Hochzeit.

Nein, das werde ich nicht zulassen!

Warte!

Sieh doch!

Der Sieg gehört mir!

Ach, arme Desideria, was wirst du jetzt machen?

Ich schwör dir, mir kommen gleich die Tränen!

Warum solltest du denn weinen?

Ich weine auch nicht.

Und außerdem gibt es da nichts zu weinen.

Aber Viktor hat gewonnen.

Und daran ist nichts mehr zu ändern.

Tja, das sagst du so einfach.

Du scheinst zu vergessen, dass ich immer noch

zwei Wünsche frei habe.

Nicht wahr?

Du tust mir ja weh!

Wieso denn?

Du hast gesagt, dass du keinen Schmerz empfindest,

wenn ich deinen Kopf drehe.

Ja, beim ersten Wunsch war das auch so.

Aber beim zweiten Wunsch musst du meinen Kopf

in die andere Richtung drehen.

Viktor darf Salvatca nicht heiraten.

Na wunderbar.

Soll ich für sie auch so einen schönen

Käfig machen?

Nein.

Nein?

Ich muss nur verhindern, dass Viktor als Sieger

des Turniers ausgerufen wird.

Ah, ja.

Und wie sollen wir das machen?

Ich hab mir gedacht, dass es vielleicht einen

anderen Sieger gibt.

Wen denn?

Na, uns zum Beispiel.

Oh, nein, nein, nein, nein, nein.

Wenn du glaubst, dass ich mich schlagen werde,

dann irrst du dich aber ganz gewaltig.

Nein, wir werden beide kämpfen.

Dazu musst du dich nur ein klein wenig

verwandeln.

Oh, und in was bitte?

Kannst du dir das nicht vorstellen?

Hä?

Wenn es das ist, was ich mir vorstelle,

dass du dir vorstellst, dann gefällt es mir

wirklich nicht besonders.

Ich wünsche mir...

Ich wünsche mir...

Ja, was denn?

Ich wünsche mir...

Das ist ja wunderbar, Sorizo.

Du hast dich in genau das verwandelt, was

ich haben wollte.

Prinz Viktor, heute hat das Schicksal euch zu

meinem Nachfolger bestimmt.

Und obwohl ihr lange mein Feind wart, habe

ich euren Mut und eure Tapferkeit immer bewundert.

Mein Reich wird in guten Händen sein.

Dieser Sieg dient nicht nur dazu, dass der

Frieden zwischen unseren Völkern wiederhergestellt wird, sondern er

gestattet mir auch eurer Tochter, so tief in

ihre wunderschönen Augen zu blicken, dass ich mich

in ihnen verliere, in der Hoffnung darin, die

gleiche große Liebe zu sehen, die ich für

sie empfinde.

Bitte senkt nun euren Blick, Prinz Viktor, damit

ich euch mit dem Siegeskranz krönen kann.

Mit diesem symbolischen Kranz erkläre ich euch, Prinz

Viktor, zum Sieger des...

Seid nur nicht so voreilig.

Das Turnier ist noch nicht entschieden.

Tut mir leid, aber ihr kommt zu spät.

Das Turnier ist beendet und es gibt einen

Sieger.

Ich bin viele Monate lang Tag und Nacht

geritten.

Ich habe Berge und Wüsten durchquert und Seen

und Flüsse, nur um die Ehre zu haben,

mich um die Hand der Prinzessin zu schlagen.

Tut mir leid, edler Ritter.

Ihr hättet an dem Turnier ohnehin nicht teilnehmen

können.

Zu diesem Turnier waren nur Prinzen zugelassen.

Ich kenne die Regeln der königlichen Turniere.

Auch ich bin ein Prinz und ich besitze

ein Reich.

Bei diesem Turnier haben alle Prinzen der Welt

gekämpft.

Alle Prinzen der Welt, die ihr kennt, Majestät.

Mein Reich liegt jenseits des Goldenen Sees, jenseits

des Waldes der großen Trauerweiden, hinter den verzauberten

Bergen.

Und dieses Reich ist viel größer und mächtiger

als eures, Majestät.

Und wer garantiert, dass ihr uns die Wahrheit

sagt?

Das Duell wird zeigen, ob ich die Wahrheit

sage.

Oder habt ihr Angst, euch mit mir zu

schlagen?

Deswegen, ich habe keine Angst vor euch.

Und ich werde euch für eure Anmaßungen strafen.

Ein Pferd und eine Lanze.

Ich schwöre euch, dass er für diese Beleidigung

büßen wird.

Ihr müsst die Herausforderung dieses Fremden nicht anlegen,

Prinz Victor.

Aber er hat meinen Mut angezweifelt.

Und das Volk braucht die Sicherheit.

Habt nur Geduld, meine Geliebte.

Ihr werdet nicht lange warten müssen.

Hebt das für mich auf.

Ich werde es mir später abholen.

Beeilen wir uns, Fremder.

Ich will die Sache rasch hinter mich bringen.

Nur keine Angst, das werden wir sofort tun.

Sorriso, jetzt hängt alles von dir ab.

Wie konnte ich dir nur einfallen, mich in

eine Rüstung zu verwenden?

In eine starke, heldenhafte Rüstung.

Genau das war mein Wunsch.

Das stark und heldenhaft macht mir Sorgen.

Und was geschieht, wenn Prinz Victor unterliegt?

Wir müssen uns nach den Turnierregeln richten.

Wir haben keine andere Wahl.

Triff ihn nur nicht zu heftig.

Ich tue ihm nicht weh.

Es wäre schon ein Wunder, wenn ich ihn

überhaupt triff.

Ich kann nicht hinsehen.

Dann mach die Augen zu.

Was ist geschehen?

Öffne die Augen und sieh selbst.

Oh nein.

Victor, du hast ihn umgebracht.

Stimmt.

Willst du etwa alles verderben?

Er ist ohnmächtig.

Er ist mit dem Kopf aufgeschlagen.

Aber ihr müsst euch keine Sorgen um ihn

machen, Prinzessin.

Ich bin der Sieger des Turniers und darum

gehört ihr jetzt mir.

Ich weiß nicht, wer ihr seid.

Denn ich habe euer Gesicht nicht gesehen.

Ja, sie hat recht.

Jetzt, da ihr gewonnen habt, zeigt uns doch

euer Gesicht.

Ich habe dieses Turnier nicht mit meinem Gesicht

gewonnen.

Wie ich aussehe, spielt also keine Rolle.

Eure Augen kommen mir so bekannt vor.

Sie sind mir so merkwürdig vertraut.

Ich kenne euch doch.

Ihr irrt euch.

Vielleicht werdet ihr an jemand anderen erinnert.

Aber jetzt werde ich mir das nehmen, was

mein ist.

Bestimmt habt ihr Ruhe nötig.

Später werden wir dann die Hochzeit feiern.

Leider habe ich keine Zeit, Majestät.

Denn der Weg in mein Reich ist sehr,

sehr weit.

Nein!

Nein!

Lass mich los!

Nein!

Vater!

Helft mir doch!

Helft mir, Vater!

Lass ihn nicht entkommen!

Halt ihn nicht auf!

Meine tapferen Prinzen, nur wegen meiner Grausamkeit habe

ich eine Tochter verloren.

Und als Strafe dafür vielleicht auch noch die

andere.

Meine Tochter Sylvadja ist von einem fremden Prinzen

entführt worden.

Derjenige unter euch, der sie mir zurückbringt, der

bekommt sie zum Dank zur Frau.

Soll der Rebell sie zurückholen, euer Majestät.

Wir haben bereits bei dem Turnier gekämpft.

Soll sie doch der Fremde haben.

Ihr hättet ihm niemals gestatten dürfen zu kämpfen.

Aber hier ist ja noch jemand, der gern

die Möglichkeit wahrnehmen wird, euren Thron und eure

Tochter zu gewinnen.

Wisst ihr eigentlich, dass ihr den Thron und

die Prinzessin verloren habt, Victor?

Der Fremde hat euch mit einem Stoß zu

Boden gestrickt.

Ihr seid ein Lügner.

Ich habe Sylvadja nicht verloren.

Ihr könnt versuchen, sie zurückzugewinnen.

Das heißt, wenn ihr noch stark genug seid...

Bringt mich zurück!

Ihr sollt mich zurückbringen, habe ich gesagt.

Ich will die Regeln des Turniers nicht missachten.

Aber wir haben das Heilige Buch des Drachen

im Schloss vergessen.

Und ohne das können wir nicht heiraten.

Ihr werdet ohne ihn auskommen, Prinzessin.

Jetzt zählen nur noch meine Regeln.

Stellt euren Durst.

Zu freundlich.

Hört mich an.

Es tut mir leid, aber es ist mir

unmöglich, weiter mit euch zu reiten.

Es bleibt euch keine andere Wahl, Prinzessin.

Ich habe euch gewonnen.

Nein, ihr habt eine Ehefrau gewonnen, keine Gefangene.

Lasst uns einen Pakt schließen.

Ihr heiratet mich im Schloss meines Vaters und

ich werde euch dann folgen, wohin ihr wollt.

Warum liegt euch denn so viel an diesem

Ring?

Weil der Ring des Drachen das Symbol der

absoluten Macht ist.

In eurem Reich vielleicht, aber nicht in meinem.

Hoher Herr, wenn ihr nicht um den Ring

des Drachen gekämpft habt, habt ihr es wohl

meinetwegen getan.

Das bedeutet, dass ihr mich liebt.

Wenn es so ist, dann beschafft mir diesen

Ring.

Ich muss diesen Ring haben, weil ich...

Ich kann es euch nicht verraten.

Dann habt ihr also ein Geheimnis.

Damit stehe ich wohl nicht alleine.

Ich weiß ja nicht einmal, wer ihr seid.

Verratet mir euer Geheimnis und ich werde euch

meins verraten.

Mein Geheimnis würde euch sehr erschüttern.

Euch meines auch.

Also wie ihr wollt.

Mein wahrer Vater ist der Zauberer der Finsternis.

Er und mein Volk sind von der Seefee

in Wölfe verwandelt worden.

Und es gibt nur eine Möglichkeit für ihre

Rettung.

Durch euch?

Aber ja.

Wenn ich ohne die Anwendung eines Zaubers den

Ring des Drachen an mich bringen kann, dann

werde ich die Macht haben, meinem Volk sein

menschliches Aussehen und meinem Vater den Thron zurückzugeben.

Und darum muss ich den Heiligen Eid auf

das Buch schwören.

Wegen des Rings.

Sollte der Ring des Drachen nicht Prinzessin Desideria

zustehen?

Ja, aber als Desideria von zu Hause geflohen

ist, hat sie damit auf den Thron verzichtet.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass hier irgendjemand

nachweint.

Warum wurde sie nicht geliebt?

Na wie denn?

Ich habe mein Möglichstes getan, um sie als

tollpatschig und dumm hinzustellen.

Dazu musste ich noch nicht einmal einen Zauber

anwenden.

Es war wirklich so leicht für mich dafür

zu sorgen, dass mich alle lieber mochten als

sie.

Aber nun seid ihr dran, Ritter.

Sagt mir, was ist euer Geheimnis?

Mein Geheimnis ist deine Verdammnis, Selvaja.

Jetzt ist mir alles klar.

Jetzt verstehe ich, warum du immer so gemein

zu mir gewesen bist.

Desideria, was für eine Hexerei ist das?

Die einzige Hexe hier bist du.

Wie oft hast du dafür gesorgt, dass ich

ungerecht bestraft wurde.

Du bist schuld daran, dass mich alle als

unfähig und schlecht angesehen haben.

Aber jetzt wirst du für deine Gemeinheiten büßen.

Nein, hör mir zu.

Ich muss diesen Ring unbedingt haben, Desideria.

Ich muss Königin werden, um meinen Vater und

mein Volk zu retten.

Und was ist mit meinem Volk?

Mit meinem Vater?

Was soll aus ihnen werden?

Hätte dir wirklich etwas an ihnen gelegen, wärst

du niemals weggelaufen.

Du bist noch viel egoistischer als ich, Desideria.

Du bist nicht besser als ich.

Wenn du dich nur sehen könntest, du stehst

da und willst mich umbringen.

Nein, du irrst dich.

Das war nie meine Absicht.

Ich weiß, was du willst.

Du willst Viktor.

Nimm ihn dir.

Ich kann sowieso nichts mit ihm anfangen.

Aber lass mir den Thron.

Nein, niemals würde ich es fertig bringen, mein

Volk einem Geschlecht böser Hexer zu überlassen.

Ich bitte dich.

Dein Vater ist sicher nicht weniger grausam als

meiner.

Aber seine Grausamkeit ist die eines Menschen und

darum kann sie auf irgendeine Weise bekämpft werden.

Aber gegen Zauberei sind wir machtlos.

Allmählich hab ich genug von dir.

Na los, geh mir aus dem Weg.

Ich brauche dein Pferd.

Zwing mich nicht zu tun, was ich nicht

tun will, Selvatja.

Bleib, wo du bist.

Gib mir dein Pferd.

Das bekommst du niemals.

Pass auf, Selvatja.

Du setzt deine Zauberkraft ein.

So wirst du den Thron verlieren.

Das hast du selber gesagt.

Um dich zu besiegen, brauche ich keine Zauberkraft,

auch wenn du durch deine Rüstung geschützt bist.

Die kann ich entbehren.

Jetzt sind wir ebenwürdig.

Ach ja?

Glaubst du wirklich?

Du bist nicht fair.

Du betrügst wie immer.

Aber es ist keine Zauberei.

Nein!

Ich möchte wirklich wissen, woher du diese Kraft

hast.

Die hab ich durch die Erinnerungen an all

die langen Jahre, an all das Böse, das

du mir in meinem Leben angetan hast.

Es hat keinen Sinn, wegzulaufen, Selvatja.

Du kannst mir nicht entkommen.

Du hast mir die Liebe meiner Eltern weggenommen.

Und du hast mir Viktors Liebe weggenommen.

Aber die Liebe meines Volkes wirst du mir

nicht wegnehmen.

Bin genauso gleichgültig für deine erbärmlichen Geschichten.

Ich bringe dich jetzt zurück ins Schloss.

Und doch wirst du die volle Wahrheit sagen,

dass...

Schluss jetzt!

Hey!

Hör sofort auf, wenn du nicht willst, dass

ich dir Einheit gebiete!

Viktor, siehe jetzt!

Sie hatte mich beinahe umgebracht!

Ist das wahr?

Ja!

Töte sie!

Sie hat das Turnier zu einem Possenspiel und

dich vor dem ganzen Volk lächerlich gemacht.

Und alles nur aus Neid und Eitersucht!

Nein, glaub ihr nicht!

Das hab ich nur getan, weil ich so

verzweifelt war!

Sie ist die Verräterin!

Sie hat nur vor, uns alles zu vernichten!

Los, Viktor!

Sag ihr, wem du glaubst!

Zeig ihr, wen du liebst!

Ich liebe Selvatja.

Und nur sie ist meine Königin.

Ich werde dich nicht töten, Desideria, aber nur,

weil ich meine Hochzeit nicht mit Blut beflecken

will.

Viktor, du redest nur so, weil sie dich

verhext hat.

Ich will nicht, dass du dich im Schloss

nochmal sehen lässt.

Falls doch, werde ich nicht mehr so gnädig

mit dir sein.

Na siehst du, ich habe keine Zauberkraft gebraucht.

Also leb wohl, Schwesterchen.

Nein!

Viktor!

Viktor, tu es nicht!

Nein!

Viktor!

Viktor!

Nein!

Viktor, sie liebt dich nicht!

Sie liebt dich nicht!

Nein, ich darf nicht weinen.

Wenn ich weine, habe ich keine Kraft mehr

zu kämpfen.

Ich darf nicht aufgeben.

Weine nicht mehr, Desideria.

Denn es gibt immer eine Hoffnung.

Sorizo...

Wer seid ihr?

Ich bin das Wasser, das sich immer erneuert.

Ich bin der Spiegel, der die Wirklichkeit zurückwirft.

Ich habe dich dein ganzes Leben lang beobachtet,

und ich beobachte dich auch weiterhin.

Und ich beschütze dich vor dem Feuer des

Drachen und vor der Finsternis des Bösen.

Dann wart ihr es also, die den Zauberer

der Finsternis in einen Wolf verwandelt hat.

Er gehört schon längst nicht mehr in diese

Welt.

Seine Machtgier hat ihn zum Sklaven des Bösen

gemacht.

Er wollte in den Besitz des Drachenrings gelangen,

um auf diese Weise die Schatten der Finsternis

auf die Menschheit auszudehnen.

Und damit wollte er alle Harmonie der Welt

vernichten.

Aber genau das durfte ich nicht zulassen.

Aus diesem Grunde war ich auch gezwungen, den

Zauberer und sein ganzes Volk in Wölfe zu

verwandeln.

Warum habt ihr Selvatra nicht auch verwandelt?

Auch seinem ärgsten Feind muss man eine Möglichkeit

zur Rettung gewähren.

Wenn es Selvatra wirklich gelungen wäre, nur mit

ihren menschlichen Eigenschaften Königin zu werden, dann hätte

sie ihr Geschlecht lehren können, dem Bösen abzuschwören.

Aber es ist anders gekommen.

Aber zu Hause wird man mir nicht glauben.

Die glauben Selvatra.

Es sei denn, ich kann beweisen, dass Viktor

einem Zauber unterworfen ist.

Dabei kann ich dir behilflich sein.

Wenn es dir gelingen sollte, Prinz Viktor auf

den Mund zu küssen, dann wird die Kraft

deiner Liebe, die Macht, die du dadurch erhältst,

Selvatras Zauber auflösen.

Nun hast du wieder eine Hoffnung, die dich

leiten wird.

Lebt wohl, gute Seefee!

Lebt wohl, gute Seefee!

Und jetzt?

Was machen wir jetzt, die Siderias?

Das hast du doch gehört.

Wir müssen ins Schloss.

Und darum möchte ich, dass du dich verwandt.

Nein!

Du hast nur noch einen Wunsch frei, also

vergeude ihn nicht.

Zum Schloss können wir genauso gut zu Fuß

gehen.

Euer Majestät!

Sie sind zurück.

Prinz Viktor hat eure Tochter tatsächlich gefunden.

Der Sideria.

Einen Augenblick lang habe ich gehofft...

Oh ja, ich auch.

Vater!

Der tapfere Prinz Viktor hat mich gerettet.

Nun hat er auch das Recht, mich zu

heiraten.

Ihr habt meinen Segen.

Ihr seid ein würdiger Nachfolger.

Ihr wart ein überaus tapferer Freund.

Nun seid ihr ein wertvoller Verbündeter.

Die Hochzeit wird sofort stattfinden.

Und alle Prinzen sind zur Feier und zum

königlichen Bankett eingeladen.

Ich verzichte darauf.

Woher kommt ihr?

Wer seid ihr?

Habt keine Angst.

Ich tue euch nichts.

Was habt ihr denn?

Wollt ihr mir euer Gesicht nicht zeigen?

Wo lauft ihr denn hin?

Bleibt doch stehen!

Wo wollt ihr denn hin?

Nein!

Nein!

Lasst mich los!

Ihr sollt mich loslassen!

Ah, deshalb seid ihr weggelaufen.

Lasst mich los!

Wenn ihr mich nicht sofort loslasst, werde ich

euch von meinem Vater bestrafen lassen!

Ihr irrt euch, Prinzessin.

Euer Vater wird mir für euch eine Belohnung

geben.

Vielleicht ist das sogar der Thron.

Endlich ist der Augenblick gekommen, auf den wir

so lange gewartet haben.

Und schon bald werden wir die absolute Macht

besitzen.

Ich.

Nur ich werde die absolute Macht besitzen.

Vergiss das nicht.

So, da wären wir.

Haltet endlich still.

Es nützt euch gar nichts, wenn ihr euch

wehrt.

Es weiß ja niemand, dass ihr hier seid.

Außerdem könnt ihr die Hochzeit verfolgen.

Ihr vergeudet nur unnötig eure Kraft.

Sobald Viktor und Selvadja verheiratet sind, werde ich

euch wieder befreien.

Und euer Vater wird mir dafür so dankbar

sein, dass er mir eure Hand ohne großes

Getue gewähren wird.

Und sobald wir verheiratet sind, könnt ihr euer

Recht auf den Thron in Anspruch nehmen.

Denn wenn ich euch jetzt schon übergeben würde,

dann bestünde die Gefahr, dass man euch mit

Viktor verheiratet.

Es tut mir leid, euch hier allein lassen

zu müssen.

Aber ihr versteht sicher, dass ich die Feier

nicht verpassen möchte.

Dann bunt zu an mich.

Ich bin bald wieder bei euch.

Endlich wird sich unser Schicksal erfüllen.

Pst, seid leise!

Wo ist Desideria?

Desideria!

Ah, da ist sie ja!

Hallo, Desideria, schön dich zu sehen.

Wie kommt es nur, dass du dich immer

wieder in Schwierigkeiten bringst?

Die haben dich eingeschnürt wie eine Wurst!

Zum Glück sind wir ja da.

Wir werden versuchen, die Strecke durchzubeißen.

Bleib ganz ruhig.

Warte, wir kommen.

Oh, guck mal, ein bisschen hart sind diese

Strecke schon.

Meine Zähne, beiß nur ordentlich zu.

Hier bin ich.

Ich dachte, ich werde die Puppen um Hilfe

bitten, weil es mit meinen Zähnen ja nicht

gerade zum Besten steht.

Ich danke euch.

Ich weiß ja gar nicht, wie ich euch

danken soll.

Das waren wir dir doch schuldig, die Sideria.

Du hast uns so sehr gefehlt.

Oh ja.

Außerdem möchten wir auch, dass du uns verzeihst.

Wir haben dich früher oft geärgert.

Schneller, beeilt euch, bevor es zu spät ist.

Stimmt, wir reden immer zu viel.

Euer Schwur auf das Heilige Buch des Drachen

soll dazu dienen, es zu öffnen.

Hiermit schwöre ich beim Heiligen Buch des Drachen,

dass ich an der Seite der Frau bleiben

werde, die seinen Ring am Finger trägt.

Und nur der Drache vermag uns zu trennen.

Nur seine große Macht bestimmt über unser Leben

und unseren Tod.

Jetzt ist es an dir, meine Tochter.

Hiermit schwöre ich beim Heiligen Buch des Drachen,

dass ich immer an der Seite des Mannes

bleiben werde, der heute entschieden hat, die Macht

und das Brautgemach mit mir zu teilen.

Nein, das kannst du nicht.

Und nur der Drache...

Unterbrech sie, Vater.

Lass sie den Schwur nicht beenden.

Die Sideria.

Mutter.

Der Heilige Schwur, Vater.

Nein, warte einen Moment.

Lass mich doch den Schwur beenden.

Nein, jetzt nicht, Silvercha.

Mutter, verzeih mir.

Lass dich doch ansehen.

Die Götter haben alle meine Gebete doch noch

erhört.

Vater, seid so gut und hört mich an.

Wenn Selvaja den Thron besteigt, dann fällt das

Reich ihrem richtigen Vater in die Hände, dem

Zauberer der Finsternis.

Was redest du denn da?

Hört nicht auf sie.

Erst läuft sie von zu Hause fort und

jetzt versucht sie euch weiß zu machen, ich

sei eine Hexe.

Selvaja hat schon immer über Zauberkräfte verfügt.

Sie hat auch Viktor verzaubert, weil sie wollte,

dass er sich in sie verliebt.

Ach wirklich?

Dann beweise es.

Beweise, dass ich Zauberkräfte besitze.

Darf ich, Vater?

Du Lügnerin!

Wenn es nicht wahr ist, dann hast du

ja nichts zu befürchten.

Selvaja!

Sei unbesorgt.

Ich werde dich niemals verlassen.

Nein!

Deine Worte entspringen nicht deinem Herzen.

Sie sind die Frucht der Zauberkraft meiner Schwester.

Aber ich kann nicht von ihrem Zauber erlösen,

Viktor!

Viktor!

Du hast ihn umgebracht.

Du bist die wahre Hexe!

Hast du das gesehen, Vater?

Sie ist es, die über die Zauberkräfte…

Er ist nicht tot.

Viktor?

Viktor!

Desideria!

Es kommt mir vor, als hätte ich ewig

geschlafen.

Wo ist mein Schwert?

Ihr habt mich gefangen genommen!

Haltet ein!

Hast du mich verraten?

Nein, Prinz Viktor.

Ihr seid aus freien Stücken in mein Schloss

zurückgekommen.

Und ihr habt ein Turnier gewonnen.

Ihr werdet meine Tochter heiraten.

Und werdet die Freiheit wiedererlangen.

Darüber hinaus haben wir uns ewigen Frieden geschworen.

Ist das wirklich alles wahr?

Ich kann mich nicht erinnern.

Erinnerst du dich noch an das Bild von

Selvaja?

Ja.

Ich habe das Bild in meinen Händen gehalten

und betrachtet.

Und in diesem Augenblick bist du ihrem Zauber

zum Opfer gefallen.

Und hast dich in sie verliebt.

Jetzt habe ich aber genug!

Sie lügt, Vater.

Viktor ist von ihr verzaubert worden.

Ihr dürft ihr nicht glauben.

Lasst euch von ihr nicht täuschen.

Sie ist eine Lügnerin.

Sie ist die Hexe!

Nein, das ist nicht wahr!

Selvaja ist die Lügnerin.

Glaubt mir, Vater.

Glaubt mir bitte, nur das eine Mal.

Nur ihre Zwegen bin ich immer bestraft worden.

Nur ihre Zwegen bin ich immer ungerecht behandelt

worden.

Bitte, Vater, ihr müsst mir glauben.

Wie kannst du nur hoffen, dass er dir

glaubt?

Du bist es, die immer ungehorsam war.

Du hast ihn verraten, indem du einen Gefangenen

befreit hast und von zu Hause weggelaufen bist.

Nein, wie kann er dir da noch glauben?

Viktor gehört mir allein.

Nein, Viktor gehört nicht dir.

Seid ihr sicher, dass ihr so entscheiden wollt?

Ist das eure Entscheidung?

Desideria hat sich oft widersetzt.

Sie hat sich gegen vieles aufgelehnt.

Aber sie hat mich nie angelogen.

Auch eben hat sie die Wahrheit gesagt.

Sie hat aus Liebe gehandelt.

Sie wird Viktor heiraten.

Sie wird den Ring des Drachen bekommen.

Nein!

Den Ring!

Wenn ich den Ring nicht bekommen kann, dann

bekommt ihn eben niemand!

Damit würdest du alles nur noch schlimmer machen

und auf keinen Fall erreichen, was du erreichen

willst!

Du hältst deinen Schnabel!

Sieh dich vor, Silvan!

Ich bedenke, dass du den Drachen wieder erwecken

könntest, wenn du deine Zauberkraft für böse Zwecke

einsetzt.

Und dass du diesen großen Fehler begehst, darf

ich auf gar keinen Fall zulassen!

Was du nicht sagst!

Deine Ratschläge sind nicht länger vonnöten!

Glaubt ihr noch immer, dass Desideria die richtige

Nachfolgerin für euren Thron ist?

Jetzt mehr denn je zuvor.

Dann brauche ich euch nicht mehr, keinen von

euch!

Wenn ich dieses Schloss nicht haben kann, dann

soll es auch kein anderer haben!

Und ihr werdet alle für immer und ewig

hinter seinen Mauern verschwinden!

Schnell, Stumpf!

Kommt und eilt herbei!

Nehmt diese erwarteten Geschöpfe in eure tödliche Umarmung!

Stärker!

Noch stärker!

Ja!

Arme Verschleißfisch, Viktor!

Was willst du denn tun, wenn es nicht

aufhöre?

Sag's mir!

Nimm mich, Selvatscha, töte mich!

Du wolltest doch immer den Thron, nicht wahr?

Na, worauf wartest du denn noch?

Dann nimm ihn dir!

Es war dir doch ausdrücklich verboten, Zauberkräfte einzusetzen.

Warum hast du es trotzdem getan?

Aber...

aber ich...

Antwortet, Selvatscha!

Warum hast du es getan?

Warum hast du mir nicht gehorcht?

Aber ich hatte doch keine andere Wahl mehr,

Vater!

Sie haben mich doch erkannt!

Du bist schuld daran, dass wir nie mehr

unser menschliches Aussehen werden annehmen können.

Dann lass mich mein Werk wenigstens vollenden!

Lauf schnell, Desideria.

Begib dich zur Seefee.

Nur das Kristallschwert aus den Abgründen vermag uns

jetzt noch zu retten.

Du hast uns verloren.

Und verliere nicht auch noch dich selbst.

Das Böse in deinem Herzen ist wieder erwachen.

Es könnte auch den Drachen wieder retten.

Na, und wenn schon, ich fürchte mich nicht

vor dem Drachen.

Und auch nicht vor euch!

Du würdest es niemals wagen, dich gegen deinen

Vater aufzulehnen.

Wollt ihr mich auf die Probe stellen, Vater?

Wie ich sehe, lässt du mir keine andere

Wahl, Selvatscha.

Halt!

Viktor!

Viktor!

Viktor, wir müssen fliehen!

Komm schnell, Viktor!

Hört mich, Eis und Wind, Schnee und Frost!

Vollenden euer Werk!

Es ist zu spät, um umzukehren, aber ich

hatte euch gewarnt!

So, und jetzt kommst du an die Reihe,

Desideria.

Desideria!

Wo steckst du denn?

Sag was!

Sag doch, wo du bist!

Du wirst mir nicht entwischen!

Ich habe die absolute Macht!

Ich bin dein Drache!

Was passiert denn nun mit mir?

Die Seefee ist jetzt unsere einzige Hoffnung.

Ich gehe zu ihr, sie muss mir das

Kristallschwert geben.

Bitte sei vorsichtig.

Hab nur keine Angst, sie hat mich schon

einmal gerettet.

Ich bin bald wieder bei dir.

Ich wusste schon, dass ihr wieder hierher zurückkommt.

Ich brauche das Schwert.

Ihr wisst ja, welches Schicksal euch erwartet, wenn

ihr das Schwert jetzt mitnehmt.

Ja, wenn alles vorüber ist, muss ich hierher

zurückkommen und für immer in diesem Abgrund bleiben.

So lautet das Gesetz.

Denn das Schwert gehört den Abgründen.

Ich wünsche euch viel Glück, Herzwächter.

Möge euer Opfer nicht umsonst sein.

Mein Geliebter, ich bitte dich, komm schnell zurück.

Es hilft

dir gar nichts, wenn du dich versteckst, Desideria.

Vielleicht hast du dich hinter den Bäumen oder

hinter dem Stein versteckt, aber ich finde dich

schon, es gibt kein Versteck, das ich nicht

zerstören könnte.

Ich habe dich nicht hergerufen und ich habe

auch den Ring nicht.

Und ich wollte ihn auch nie haben.

Bitte verschone mich, bitte.

Ich bin der Anfang und ich bin das

Ende.

Und für dich bin ich der Anfang vom

Nichts.

Lebe wohl, Prinzessin.

Nein!

Nein!

Nein!

Lass sie in Ruhe!

Komm hier nicht zu nah, sonst musst du

es mit mir aufnehmen.

Ich habe keine Angst, weder vor dir noch

vor deinem Schwert.

Dann kämpf mit mir!

Ja, dein Schwert vermag mich zu töten.

Aber erst wollen wir mal sehen, ob du

mich auch treffen kannst.

Denn so nah wirst du nie an mich

herankommen.

Offenbar schaffst du es nicht, mich mit deinem

Feuer zu erreichen.

Das wirst du gleich sehen, Prinz Victor.

Bisher habe ich nur gespielt, du erbärmlicher Wicht.

Aber jetzt mache ich ernst.

Jetzt bist du verloren.

Da du meinem Feuerstrahl widerstehen kannst, wäre wichtig,

mit meinen scharfen Krallen zu reißen.

Jetzt bist du mir schutzlos ausgeliefert.

Nein, ich bin auch noch da.

Und ich werde ihn beschützen.

Ach ja?

Seit wann kannst du denn mit deinem Schwert

umgehen, Prinzessin?

Mach dir nur keine Sorgen, ich lerne ziemlich

schnell.

Ja, du hältst das Schwert schon ziemlich gut.

Aber Schluss jetzt.

Du fängst an, mich zu langweilen.

Ich habe keine Lust mehr, mit dir zu

spielen, Prinzessin.

Dich zu verstecken nützt dir halt gar nichts.

Hier kannst du nicht entkommen.

Ich bin hier, kleine Desideria.

Desideria!

Ich bin schon auf dem Weg zu dir.

Komm aus deinem Versteck hervor.

Ich habe es dir doch gesagt.

Ich habe keine Lust mehr, mit dir zu

spielen.

Du langweilst mich.

Nun komm endlich hervor.

Schade, ich kenne noch ein anderes schönes Spiel.

Dieses!

Salvata!

Bleib hier, komm ihr nicht zu nahe.

Aber sie ist verletzt.

Ich werde sterben, Desideria.

Nein.

Jetzt liegt alles in deinen Händen.

Ich bringe dich jetzt wieder zurück ins Schloss.

Und wenn du erst im Schloss bist, wirst

du bestimmt wieder gesund.

Nein.

Nein.

Ich will nicht mehr leben.

Ich verdiene es nicht.

Ich habe Furchtbares getan.

Und jetzt muss ich dafür büßen.

Ich habe dir doch schon längst verziehen, Salvata.

Ich weiß.

Ich wollte um jeden Preis gewinnen.

Und nun?

Nun habe ich alles verloren.

Meinen Vater.

Und auch mich selbst.

Nein, du wirst wieder gesund.

Wir werden dich wieder gesund pflegen.

Nein.

Ich bitte dich.

Ich wäre nie mehr in der Lage, mir

all das zu verzeihen.

All das Böse, das ich dir angetan habe.

Würde ich noch einmal geboren, dann würde ich

mir wünschen, ich käme als Wolf auf die

Welt.

Wie gerne würde ich bei meinem Volk im

Wald leben.

Komm!

Hm.

Überlasst sie uns.

Salvata gehört uns.

Nein, habt keine Angst.

Niemand wird ihr etwas zu leide tun.

Ich bin gekommen, um mir meine Tochter zurückzuholen.

Sie wird unter uns in Freiheit im Wald

leben.

Leb wohl, Desideria.

Leb wohl, Salvata.

Leb wohl, liebe Schwester.

Verzeih mir.

Komm jetzt.

Du musst wieder zurück ins Schloss.

Was sagst du da?

Kommst du denn nicht mit?

Das kann ich nicht.

Ich habe das Kristallschwert genommen und muss jetzt

für immer in den Abgründen bleiben.

Ich liebe dich, Desideria.

Ich werde dich lieben.

Ich werde dich immer lieben.

Aber ich darf mich nicht gegen das Schicksal

stellen.

Lieb wohl meine Geliebte.

Nein, Victor!

Nein, Victor!

Bitte verlass mich nicht.

Ich darf

ihn nicht verlieren.

Ich darf ihn nicht verlieren.

Ich sehe auch gar keinen Grund, warum du

deinen geliebten Victor verlieren solltest.

Hör auf zu weinen, du hast doch noch

einen Wunsch frei, hast du das vergessen?

Du hast immer noch einen letzten Wunsch frei.

Du meinst damit, dass du dich für ihn...

Nein, das wäre doch Wahnsinn.

Aber warum denn?

Bisher haben wir doch auch nichts anderes getan,

oder?

Aber wenn ich ihn bekäme, hieße das, ich

würde dich verlieren.

Du wirst bald Königin sein, Desideria.

Es ist dann der Zeit für dich, deine

Puppen wegzulegen.

Hm...

Sorry, so du bist der liebste Freund, den

ich je hatte.

Nun rasch sag deinen letzten Wunsch, anstatt hier

herumzuholen.

Ich möchte, dass wir uns wenigstens mit einem

Lächeln voneinander trennen.

Nun mach schon.

Nun lächle, Desideria.

Lächle.

Ich wünsche...

Ich wünsche...

Viktor!

Ich nehme das Schwert.

Warte!

Wer bist du?

Was bedeutet das alles?

Frag Desideria.

Ihr werdet viel Zeit haben, miteinander zu sprechen.

Ab heute, meine liebe Freundin, wirst du dir

deine Wünsche selbst erfüllen müssen.

Aber ich bin sicher, dass du das kannst.

Hier ist der Ring, Desideria.

Jetzt gehört er dir.

Nein!

Ich brauche diesen Ring nicht.

Wir haben genug von der Macht des Drachen.

Wir wollen ohne Zauberkraft herrschen.

Ganz recht.

Wir wollen keine Hexen und keine Zauberei mehr.

Wie ihr wollt.

Dann feiern wir eben eine Liebeshochzeit.

Das ist alles, was wir wollen.

Niemand mehr wird den Ring des Drachen benötigen.

Lebe wohl Angst.

Lebe wohl Unglück.

Für euch ist hier kein Platz mehr.

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