All language subtitles for 2016_Die Dasslers - Pioniere, Brüder und Rivalen 1x01.deu

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Original subtitles

Musik

als Adi Dassler

als Rudi Dassler

als Friedl

"Zwei deutsche Mannschaften, die im Hamburger Volksparkstadion ..."

Internationale TV-Kommentare

(Stadionsprecher) Wir begrüßen nun die Mannschaft der BRD.

Sepp?

Ja. Ja.

Franz ...

Ja.

(Stadionsprecher) Die Nummer 5: Franz Beckenbauer.

Die Nummer 14: Uli Hoeneß, die Nummer 3: Paul Breitner.

Alles gut? Alles gut.

Herr Dassler! Entschuldigung, ein dringender Anruf für Sie.

Ist wohl ein Notfall.

Herr Dassler?

Bitte. Danke.

Ja? Hallo Adi, es geht um Rudi.

Was ist passiert? Er hatte eine Lungenblutung.

Was kann ich tun?

Adi, er ist dein Bruder.

Wir haben 26 Jahre nicht geredet.

Er braucht keinen Bruder, er braucht einen Arzt.

Du solltest es wissen. Ja, danke.

Aus dem Stadion ertönt der Schluss der deutschen Nationalhymne.

Rudi, ich freue mich.

Lachen

Adi, wir haben Besuch. Wo bist du?

So, ich habe dir was mitgebracht.

Die hauen dich um, Vater. So gut sind die.

Dürninger hat die Besten von allen.

Sicher furchtbar teuer. Ach was!

Adi, schau mal, wer hier ist!

Na, Bruder?

Adi und ich machen jetzt die Werkstatt.

Und? Könnt ihr Hilfe gebrauchen?

Für andere zu schuften, habe ich die Schnauze voll.

Du wolltest Polizist werden. Befehle sind nichts für mich.

Ich mache mich lieber hier nützlich, oder?

Als Polizist? Wir flicken hier Schuhe.

Ich war in einer Lederfabrik Verkäufer.

Ich habe sogar eine Schreibmachine.

Und damit willst du Schuhe machen?

Ich freue mich auch, dich wiederzusehen, Adi.

Jetzt lasst uns erst mal was essen!

Was gibt's denn? Na, was gibt's? Marie, hier.

Die Werkstatt ist groß genug.

Die Leute hier brauchen Winterschuhe und Sommerschuhe, das ist alles.

Das Meiste ist Flickarbeit, und ab und zu verkaufen wir Filzpantoffeln.

In der Stadt tragen sie Halbschuhe. Braune, schwarze, Abendschuhe ...

Dein Bruder arbeitet auch an eigenen Schuhmodellen.

Und? Nichts Besonderes.

Die Leute wollen aber was Besonderes. Ich auch.

Das ist unsere Zeit. Es liegt was in der Luft.

In Nürnberg fahren schon Autos rum.

Ich habe schon ein Traumauto, ein Mercedes 200, rot, Cabriolet.

Den Leuten steckt noch der Krieg in den Knochen.

Dass ihr heil zurückgekommen seid, ist das Wichtigste.

Ja, Mutter, aber wir können mehr erreichen.

Wir sind die Dasslers, die Söhne vom besten Schuster im ganzen Land.

Und, Adi? Was willst du mal für ein Auto fahren?

Ich will kein Auto.

Ich will ein Motorrad.

Gelächter

Nein!

Stöhnen

Rudi.

Rudi!

Tagsüber kann ich den Krieg vergessen. Aber nachts ...

Geht mir genauso.

Schnarchen

Ist das Vater?

Mutter.

Soll das ein Sportschuh sein? Ja, speziell zum Laufen.

Für den Halt? Wie bei Fußballstiefeln.

Nur die Nägel bohren sich durch die Sohle.

Vielleicht zusätzlich kleben.

Ich kann uns Kleber besorgen in Nürnberg.

Kann man in den Dingern auch rennen?

Auf die Plätze.

Fertig. Los.

11,3. So schnell war ich noch nie.

Weil du immer alleine läufst.

Die Lungenblutung zeigt, wie ernst es ist.

Wir sollten mit der Behandlung anfangen.

Was soll das bringen?

Da stimmt die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht.

Rudi, Kosten-Nutzen?

Ich kann meine Firma nicht allein lassen.

Nicht jetzt.

Nicht, solange ich noch stehen kann.

Hör zu, Rudi. Du warst immer ein Freund ehrlicher Worte.

Hast immer gesagt, was du denkst. Ich sage es auch frei raus.

Nur zu, mein Lieber.

Wenn du dich nicht behandeln lässt, wirst du Weihnachten nicht erleben.

Stimmen aus der Erinnerung

Ich hätte dich in Grund und Boden gelaufen ohne diese Wundertreter.

Adi, das ist es, wovon ich rede.

Das ist es, was wir brauchen: Sportschuhe.

Die Leute wollen den Krieg vergessen.

Die sind für Ablenkung dankbar. Alle machen Sport.

Wir spielen Fußball, rennen, boxen ...

Rudi, den Schuh kann ich noch verbessern.

Der Schuh ist reif wie ne Jungfer. Der will unter die Haube.

Lass mich mal machen!

Vom Dürninger in Nürnberg.

Nicht schlecht. Marie, nicht schlappmachen!

Und der Schuh? Auch nicht schlecht, oder?

Damit fliegen die Damen.

Die Rothaarige gefällt mir besonders gut.

Das ist meine Tochter.

Ich meine ihren Laufsstil.

Ihr Laufstil gefällt mir besonders gut.

Wenn Frauen bei der Olympiade laufen, ist sie vorne dabei.

Ja, schon gut.

Es gibt den denselben mit Pflöcken für die Kurzstrecke.

Das ist ja auch Leinen. Nach einer Saison ist der hin.

Wir haben Leder verarbeitet. Nee, nee.

Wenn schon, dann müssen die Schuhe ganz aus Leder sein.

Schönen Tag, Herr Dassler.

Meine Damen, Schluss für heute!

Räumt die Springseile bitte in die Kiste.

Adi, er will, dass die Schuhe aus Leder sind.

Leder ist das Beste, aber das kostet.

Die Pflöcke könnte ich durch Dornen ersetzen.

Hab ich mit Zehlein entwickelt.

Der macht auch Formen für eine Sohlenstanze.

Ihr wollt Turnschuhe machen? Spezielle Laufschuhe.

Das hat noch keiner in Herzogenaurach gemacht.

Ist auch noch keiner vom Fehnturm runtergehopst.

Adi, schreib eine Liste, und ich besorge dir alles.

Stell doch gleich noch Leute ein! Das würde nicht schaden.

Und wovon willst du das bezahlen, wenn ich fragen darf?

Wir nehmen einen Kredit auf, bei der Stadtkämmerei.

Den bekommst du nur gegen ein Pfand, das weißt du.

Und wenn wir die Schuhe nicht verkaufen und nicht zahlen können?

Wir werden die Schuhe verkaufen.

Wir sind die Söhne vom besten ... Hör auf! Ich bin Flickschuster.

Die einzigen Schuhe, die ich verkaufe, sind Filzpantoffeln.

Wenn das schiefgeht, soll deine Mutter betteln gehen?

Wieso ich?

Die Werkstatt bringt nicht viel ein.

Aber wir können alle davon leben.

Überleg dir gut, was ihr aufs Spiel setzt.

Du kennst deinen Vater. Er bewahrt gerne das Alte.

Aber er hat recht.

Mach es!

Musik

Musik

Entschuldigung.

Es ist halb vier, kann ich jetzt gehen?

Dann sehe ich meine Familie zum Frühstück.

Eine letzte Sache. Macht mir so ein Modell in Größe 38.

An wen willst du den verkaufen?

Ich will ihn nicht verkaufen.

Die sind für mich? Mhm.

Danke. Na los, anprobieren!

Die passen richtig gut. Hast du die auch in Weiß?

Weiße Sportschuhe? Wo gibt's denn so was?

Jetzt willst du bestimmt was dafür. Ja.

Zieh die Schuhe beim Sport an, dass dein Vater sie sieht.

Frauensport ...

Ich weiß nicht. Vater!

So, dann schauen wir mal.

38.

22 Umfang.

Hört auf, mit den Füßen zu baumeln, wenn Herr Dassler vermisst!

Es ist wirklich gute Arbeit. Ich habe da was für Sie.

Ich kenne den Geschäftsführer vom Dachverband.

Da sind alle Vereine von Nürnberg, Männer und Frauen.

Die brauchen alle gute Schuhe.

Autohupe

Schau mal, ein Mercedes!

Grüß Gott.

Unsere Werkstatt. Gut.

Frau Moosbacher.

Grüß Gott. Bitte schön.

Alles schön und gut. Aber kann Ihre Firma das leisten?

Unser Dachverband hat viele Mitglieder.

Solange Sie zahlen können. 2,39 das Paar.

Die Schuhe sind verbessert, wir haben neue Patente angemeldet.

An wie viel Paar denken Sie?

So ungefähr 10.000.

10.000 ... Problem?

Überhaupt nicht, wir vergrößern gerade, oder?

Adi, hm?

Ähm, ja. Genau.

Gut. Machen wir's.

Die Damen trinken heute mit, Frau Dassler?

Ja. Fräulein.

Das haben wir zusammen geschafft. Meine Jungs!

Auf die Dasslers! Auf die Dasslers!

Bitte stillhalten.

Bisschen nach links, wenn ich bitten darf.

Ist die Fabrik mit drauf? Ja, also ganz nicht.

Und der Wagen? Ja.

Und das Motorrad? Auch. Würden Sie bitte stillhalten?

Rudi, ich muss jetzt wirklich los.

Was vergessen?

Hey, hey!

Ich vergolde dir den Arsch und du?

Was machst du?

Ich weiß nicht, wovon Sie reden?

Warst du im Krieg?

Was? Ob du im Krieg warst.

Ja.

Antwortet man so einem Major?

Haben Sie gedient? Jawohl, Herr Major.

An der Westfront, 21. Infantrieregiment.

Unsere Zusammenarbeit ist hiermit beendet.

Mit der Frau von einem Kunden ins Bett steigen!

Einen Mitarbeiter hättest du rausgeschmissen.

Adi, dein Bruder hat Schmerzen. Es geht um unsere Firma.

Was ist mit: "Wir Dasslers können mehr erreichen"?

Oder geht es nur um den Sportwagen?

Nur weil du nie eine Frau abkriegst.

Rudi, das reicht.

Ich bin sein Partner und nicht sein Kindermädchen.

Ja, aber darum geht's manchmal nicht.

In Herzogenaurach waren früher alle Tuchmacher.

Dein Großvater auch.

Tuche macht hier heute keine mehr.

Aber die Familien sind noch da.

Auf die Plätze, fertig ...

... los!

Wir sind auf den doch gar nicht angewiesen.

Wir müssen größer denken.

Deutschland darf bei der Olympiade mitmachen.

Ich weiß.

Amsterdam ...

Die ganze Welt guckt in Amsterdam auf die Sportler.

Und auf ihre Schuhe.

Josef Waitzer ist in Nürnberg.

Trainiert die deutsche Olympia-Mannschaft.

Wird Zeit, dass er mal deine Schuhe zu Gesicht bekommt, oder?

Und von den Frauen lasse ich in Zukunft die Finger.

Versprochen.

Musik

Kann ich helfen?

Nee, nee, vielen Dank. Die Kette ist nur runter.

Lassen Sie mich mal machen.

Danke, hier.

Tut mir leid, ich bin kein Fahrradmechaniker.

Ich verkaufe Schuhe und habe einen Termin in Nürnberg.

Wollen Sie?

Wie nett, dass Sie mich mitnehmen. Gerne.

Und Sie?

Ich fahre zu meiner Tante. Sie lebt allein, und da besuche ich sie oft.

Lese ihr vor, singe ... Sie singen, ja?

Sehr schlecht.

Zum Glück ist sie schwerhörig.

Sie kümmern sich um Ihre Familie. Mhm.

Ich will, dass sonst niemand davon erfährt.

Mit mir steht und fällt der Laden hier.

Es hat sich nichts verändert.

Ich bin immer noch der Alte.

Hm?

Ich habe Pfarrer Keller gebeten, deinen Bruder anzurufen.

Was?

Spinnst du? Was hast du ihm gesagt?

Dass du eine Lungenblutung hattest.

Friedl, weißt du, was du damit gemacht hast?

Die warten nur darauf, dass ich Schwäche zeige.

Wenn das jemand weiß, dann du.

Anklopfen Ja.

Entschuldigen Sie, wegen dem FIFA-Schreiben ...

Was heißt denn n.g.?

Soll ich das so abtippen, oder ...?

N.g. heißt: nicht genannt. Also nennen Sie es auch nicht!

Entschuldigung, ich bin neu hier.

Mit n.g. ist Adidas gemeint, aber nehmen Sie das nie in den Mund.

Machen Sie jetzt weiter.

Musik

Danke, ab hier schaffe ich es allein.

Ich habe mich gar nicht vorgestellt. Rudolf, oder Rudi.

Dassler. Hier ist eine Telefonnummer.

Also, ich meine nur, falls ...

Ich bin die Friedl.

Friedl.

Tut's sehr weh?

Das? Das ist nichts.

Viel Erfolg bei dem Termin!

Donnergrollen

Herr Waitzer? Herr Dassler?

Rudolf Dassler. Ich grüße Sie.

Für uns wäre es die größte Ehre,

die deutschen Leichtathleten auszustatten.

Guter Laufschuh. Ja.

Gar keine Frage.

Nur wir haben schon welche. Meine Jungs haben nur zwei Füße.

Block, mach den Rücken gerade!

Meister wirst du nur aus eigener Kraft.

Herr Waitzer, wir haben Ihr Trainingsbuch gelesen.

Mit Ihren Methoden und unseren Schuhen holt die Mannschaft Gold.

Dann wissen Sie auch, dass oft eine Kleinigkeit den Sieg entscheidet.

Beispielsweise das Gewicht der Schuhe.

Verfolgen Sie den internationalen Markt?

Die Engländer und Amerikaner sind einen Schritt weiter als Sie.

Der wiegt gerade mal 250 Gramm.

Mit ein Grund für ihre Medaillen.

Corts!

Tut mir leid, Sie haben den Weg umsonst gemacht.

Corts! Beine nach hinten lang und kürzere Schritte!

Mann, Mann, Mann, wie oft denn noch?

200 Gramm.

Stimmt also, Sie sind sehr ehrgeizig.

Und die Entwicklungskosten übernehmen wir.

Musik

Juchuh!

Vater.

Alles Gute!

Rudi.

Sepp. Rudi, alles Gute!

lebhafte Tanzmusik

Josef, das ist Sepp Herberger. Angenehm.

Wie viele Medaillen holen Sie?

Mit den Schuhen dieser Herren ist alles möglich.

Und Sie werden Trainer? Wenn ich als Spieler nichts gewinne.

Nein, nein. Nein.

Wo ist Adi?

Wo ist er? Ich will, dass Adi mittanzt.

Dahinten vielleicht.

"Die Olympiamannschaft von Trainer Josef Waitzer

war leider nicht mit Glück gesegnet.

Der deutsche Meister über 100 Meter Richard Corts war verletzt.

Georg Lammers musste sich mit Bronze begnügen.

Auch Helmut Körnig, der über 200 Meter olympischen Rekord lief,

wurde im Endlauf nur Dritter.

Auch die Sprintstaffel ging knapp gegen die USA verloren.

In der 400-Meter-Staffel verzichtete der Bronze-Gewinner Büchner.

So wurde die Mannschaft von Josef Waitzer

trotz Engelhards großartigen Laufes von den Amerikanern geschlagen.

Die einzige Goldmedaille war einer Frau beschieden.

Lina Radke siegte vor der Japanerin Hitomi und der Schwedin Gentzel."

Eine Medaille. Was für eine Blamage.

Da wären die besser nicht in euren Schlappen gelaufen, was?

Immerhin Gold für Radke in den Schuhen, die du ihr angepasst hast.

Die Jungs haben Bronze geholt.

Der Dritte interessiert nicht, und Lina Radke ist eine Frau.

Die Meldung musst du mit der Lupe suchen.

Von unseren Schuhen hat keiner Notiz genommen.

Adi, das Geschäft läuft.

Wir verkaufen Schuhe, aber wir wollten was Großes erreichen.

Man kann sich trotzdem mal über was freuen.

Unsere Nähmaschinen haben ja mehr Spaß als du.

Was ist los mit dir? Was ist mit dir?

Seit wann freust du dich über solche Nachrichten?

Vielleicht freue ich mich über ganz andere Nachrichten.

Was?

Mein kleiner Bruder wird Onkel.

Im Ernst? Mhm.

Gratuliere.

Komm her, du alter Bastler!

Und du hast recht, wir dürfen nicht stehen bleiben.

Aber heute Abend will ich mit dir feiern, wirst doch Taufpate.

So, wir trinken auf meinen Nachwuchs.

Wenn's ein Junge wird, und davon gehe ich aus,

dann übernimmt er mal die Firma zusammen mit seinem Sohn.

Prost! Prost!

Dann musst du aber langsam damit anfangen.

Mit was? Adi!

Komm her!

So, Kinder, sagt guten Abend zu meinem hübschen Bruder.

Das sind Johanna. Guten Abend.

Guten Abend. Und das ist Erika.

Guten Abend. Guten Abend.

Erika ist die Tochter vom Fischer Josef.

Ich habe dich hier noch nie gesehen. Ja, kaum Zeit.

Ich wusste, dass sie dein Typ ist. Na los!

Da drüben könnt ihr euch in Ruhe unterhalten.

Und wir beide trinken einen Schnaps.

Zwei Obstler. Komm.

Rudi hat erzählt, dass ihr eine Goldmedaille gewonnen habt.

Nicht direkt.

Aha.

Willst du mir was von dir erzählen?

Na ja. Was soll ich erzählen?

Kann ich mir den mal genauer anschauen?

Was?

Tickst du noch richtig?

Du sollst die Frau mitnehmen, nicht den Schuh.

Ich habe ihn ihr abgekauft. Sagt dir Franz Martz was?

Schuhmacher in Primasens. Was? Nein.

Schau dir das an! Die Krümmung, Vorspann, Ballen, Ferse.

Der Schuh wurde auf ihren Fuß abgestimmt.

Adi, ich diskutiere doch nicht über Schuhe,

während da drinnen zwei Mädels warten.

Los, komm rein! Die steht auf dich.

Erika und ich sind nicht füreinander bestimmt.

Die glaubt, die olympischen Ringe kann man am Finger tragen.

Ich gehe jetzt lieber ins Bett.

Dann schlaft mal gut, ihr zwei!

Babyschreie

Danke. Er arbeitet lang in letzter Zeit.

Mhm.

Rudi war heute Nacht wieder nicht zu Hause.

Ach so, ja, er war bei einem Kunden in Nürnberg.

Außerdem exportieren wir ins Ausland. Bruderherz? Morgen.

Na, komm zu Papa, mein Armin.

Oh, er wird von Tag zu Tag kräftiger.

Das wird mal ein Athlet, Adi. Spürt man schon.

Spann mal an! Bizeps?

Babyschreie Na?

Und, Bastelbruder? Neue Ideen?

Rudi, ich will nach Pirmasens gehen.

Was? Eine Lehre machen bei Franz Martz.

Spinnst du? Du bist 30, Chef einer Firma.

Höchste Zeit, meinen Meister zu machen.

Und wie lang soll das dauern?

Ein oder zwei Jahre.

Friedl, lässt du uns allein, bitte? Pirmasens ist ...

Friedl!

Ist das dein Ernst? Du schaffst es auch ohne mich.

Ich will, dass unsere Schuhe Gold gewinnen. Wir brauchen was Neues.

Dann lass es uns finden.

Habe ich. Auf Athleten abgestimmte Sportschuhe,

die sich am Fuß anlegen.

Dafür machst du eine Lehre?

Das geht nur mit eigenen Leisten. Martz ist darin der Beste.

Wir müssen am Ball bleiben. Die Wirtschaftskrise droht auch uns.

Die Sache steht für mich fest.

Ich muss das machen.

Weiß nicht, wo Rudi bleibt.

Na komm.

Sagt ihm, dass ich es für uns mache.

Habe ich immer von geträumt, mal eigene Leisten zu machen.

Adi!

Grüß dich, Adi. Deine Frau hat gesagt, ich soll hier warten.

Ja, danke, dass du gekommen bist.

Die Sache mit dem Kindercamp würde die Firma gerne unterstützen.

Das ist sehr großzügig.

Wie geht's meinem Bruder?

Wieso fragst du ihn nicht selber?

Lässt er sich operieren?

Seine Frau sagt, er sitzt schon wieder im Büro.

Ja, so ist er. Der Puma gibt nicht so schnell auf.

Er wird wohl Weihnachten nicht mehr erleben.

Dazu kommen jede Menge Kick-Schuhe.

Du bist mir verantwortlich, dass die Kinder damit spielen.

Danke, Adi. Wiedersehen.

Guten Morgen, Adi.

Guten Morgen. Morgen.

Guten Morgen.

Käthe Martz.

Adi Dassler. Sehr erfreut, Frau Martz.

Fräulein! Ich bin die Tochter.

Mein Vater hat von Ihnen erzählt. Oh.

Was? Die Wirtschaftskrise kommt bei uns an, ich muss investieren.

Herr Dassler, warten Sie noch ein paar Monate!

In ein paar Monaten kann ich mir mit dem Geld den Hintern abwischen.

Tut mir leid, Herr Dassler.

Dann treiben Sie uns in den Konkurs wie alle anderen Firmen auch.

Jetzt geht's bergab.

Nicht, wenn Hitler an die Macht kommt.

Seit wann interessierst du dich für Politik?

Bürotür

Das ist alles. Danke, Ingrid.

Guten Tag, Frau Dassler.

Friedl, ich habe viel zu tun. Wir wollten essen gehen.

Um uns herum gehen Firmen bankrott, und ich sitze hier alleine.

Während mein Bruder zum Leistenkünstler wird

und es nicht für nötig hält, mal anzurufen.

Ich dachte mir, dass du viel arbeitest. Hier, dein Abendessen.

Wenn du was brauchst, ruf mich an!

Friedl.

Friedl, Friedl!

Ich weiß, du hast dir das anders vorgestellt.

Momentan sind schwere Zeiten. Das Bargeld verfällt und ...

Ich muss in was Solides investieren.

Ich habe an ein Haus gedacht, für uns.

Wir lassen uns nicht unterkriegen.

Und wenn Onkel Adi wiederkommt, spielen wir Fußball.

Und wir gewinnen, oder?

Ihr Vater redet über mich? Aber nur Gutes.

Sie sollen still sein, besessen von Schuhen.

Sie übernachten sogar in der Werkstatt.

Das klingt ja schrullig. Deshalb gehe ich mit Ihnen tanzen.

Ich bin kein Freund von so was. Tanzen ist nicht meine Stärke.

Sie werden enttäuscht sein. Wo gehen wir denn hin?

Sie werden es sehen.

Kommen Sie!

Voila, der perfekte Ort zum Üben.

Hier wurden früher große Bälle gefeiert.

Jetzt? Hier?

Keine Angst, ich führe.

Und eins, zwei, drei.

Eins, zwei ...

... drei.

langsame Musik

Es gibt so viele Möglichkeiten, einen Sportler schneller zu machen.

Beim Sport hat alles seine Bedeutung.

Jede Bewegung entscheidet darüber, ob man gewinnt oder verliert.

Es gibt Momente, wo man einen Fehler macht.

Und auch, wenn man noch so schnell rennt,

man holt die Zeit nicht mehr auf.

Sie sind ja ein Philosoph, Herr Dassler.

Musik

Die Reichsmark verliert an Kaufkraft, der Export bricht ein.

Die Produktion sinkt auf 9.000 Paar.

Die Leute machen keinen Sport mehr.

Sie gehen auf SA-Kundgebungen und prügeln sich mit Sozis.

Wir sollten Boxhandschuhe herstellen.

Unser Renner sind mittlerweile Kneipp-Sandalen.

Danke, dass du die Stellung gehalten hast.

Ich weiß, der Zeitpunkt war ungünstig.

Die nächste Olympiade steht vor der Tür.

Mit dem, was ich gelernt habe, kriegen wir den Anschluss.

Rudi, mit eigenen Leisten

legen sich die Schuhe am Fuß an wie eine zweite Haut.

Damit können wir es endlich packen.

Du und ich.

Wenn du die Arbeiter mit den neuen Techniken

bis zur Olympiade vertraut machst, setzen wir alles auf eine Karte.

Dann pumpe ich unser restliches Geld in die Entwicklung.

Gold für Dassler.

Schlagermusik

So, schön war's.

Nee, diesmal kommst du mir nicht davon.

Adi, heute wird gefeiert bis zum bitteren Ende.

Das ist das bittere Ende.

Es ist 5 Uhr, Rudi. Schon?

Du hast mich um meine Hochzeitsnacht gebracht.

Ihr geht nicht ohne das Geschenk eures Trauzeugen.

Moment!

Während du unterwegs warst und dich um Frauen gekümmert hast,

habe ich hier gearbeitet und, wie ihr wisst,

angefangen ein Haus zu bauen.

Und nächstes Jahr ziehen wir alle zusammen in die Dassler-Villa.

Quietschfreies Ehebett inklusive.

Alle zusammen in einem Haus?

Wir teilen uns ein Stockwerk, Vater und Mutter sind oben.

Die ganze Familie Dassler in einem Haus.

Also ich find's gut.

Das ist mir klar, Mutter.

Jetzt wird noch mal getanzt. Na, komm.

Radio

"Drei Monate bis zur Olympiade in Berlin.

Die Entscheidung über die Teilnahme der USA ist gefallen.

Die amerikanischen Amateur-Athleten haben abgestimmt.

Die Befürworter ..."

Da bin ich gespannt. Pst!

"... setzten sich gegen die Boykott-Unterstützer durch.

Die USA nehmen an den Olympischen Spielen in Berlin teil.

Na also, jawohl!

Jetzt kommen alle nach Berlin.

Da machen die Nationalsozialisten ein Riesenspektakel draus.

Und unsere Schuhe sind mit dabei.

Ihr wollt mit den Nazis Geschäfte machen?

Habt ihr dem Hitler mal richtig zugehört?

Friedl, egal was man von ihm hält, eins ist klar.

Er will Deutschland nach vorne bringen.

Und den Sport fördern.

Unsere Männer treffen den Reichssportführer.

Das ist unsere Chance.

Charleston-Musik

Heil Hitler! (alle) Heil Hitler!

1936 wird unser Jahr, meine Herren.

Der Führer hat Großes vor.

Mit den Olympischen Spielen zeigen wir der Welt,

dass Deutschland ein friedliebendes, aufstrebendes Land ist.

Können Sie unsere Athleten mit den besten Schuhen ausstatten?

Was meinen Sie, Kamerad?

Ich kenne keinen Schuh, der so leicht und so gut verarbeitet ist.

Aber große Erfolge in Ihren Schuhen sind noch ausgeblieben.

Nur eine Frau hat Gold geholt.

Der Schuh ist weiterentwickelt. Wir arbeiten mit eigenen Leisten.

Sind Sie denn Mitglieder?

Parteimitgliedschaft ist eine Grundvoraussetzung.

Ist das ein Problem?

Nein.

Schön. Die Mitgliedsverträge für die Herren Dassler.

Das ist auch in Ihrem Interesse.

Sport wird bei uns ganz groß geschrieben.

Die Leibesübungen müssen endlich kulturellen Wert gewinnen.

Bei der Hitlerjugend sehe ich Bedarf an Sportschuhen.

Nicht wahr, Herr Waitzer?

Lieber Sportschuhe als Militärstiefel.

Ja.

Also, an die Arbeit, meine Herren!

Morgen.

Guten Tag, Herr Dassler.

Das ist sehr gut. Wir brauchen nur die Original-Unterschriften.

Adi, schau mal her!

Wieland und ich haben überlegt,

wie wir mit Sportlern mehr Schuhe verkaufen.

Wir können Fotos von den Läufern in ihren Schuhe drucken

und mit in die Kartons legen.

Das sind die Pferde, auf die wir setzen:

Syring, Welscher und Metzner haben größte Chancen.

Werbung am Mann ist das. Die Idee ist gut.

Aber es gibt nur einen, der sicher eine Medaille holt: Jesse Owens.

Was? Owens ist ein Amerikaner.

Und ein Neger. Ja und?

In Berlin nennen sie ihn den Affenmann.

Er ist der beste Sportler dieser Spiele.

Das weiß ich auch. Wirklich?

Was haben wir davon, wenn die Nazis die Firma schließen? Nichts.

Das ist politisch so dumm. Ich glaube es gar nicht.

Waitzer würde das nie zulassen. Wir überzeugen ihn.

Der Beste muss in meinen Schuhen laufen.

In deinen Schuhen?

Danke, Frank. Ja.

Armin!

Auf der Linie abgewehrt.

Ja!

Gelb, gelb! Friedl!

Morgen. Guten Morgen.

So früh schon auf?

Besser, wenn jemand ein Auge auf die Zahlen hat.

Die Männer lassen viele Fehler durchgehen.

Sollen wir jemanden für den Haushalt einstellen?

Bisher haben wir das alleine geschafft.

Ich fahre mit nach Berlin.

Du bist gerade Mutter geworden.

Ich nehme ein Kindermädchen mit. Adi ist einverstanden.

Schlagermusik

Käthe summt mit.

Unsere Küche ist kein Büro. Und nicht am Sonntag.

Ich dachte, wir wären hier ein bisschen moderner.

Armin, pass doch auf!

Entschuldigung.

Musik

Bewegen, alle beide, los!

Armin!

Sauberer Schlag, Rudi.

Auf die Beine achten! Schön.

Deckung hoch!

Sauber boxen!

Ja, ja. Deckung hoch!

Gut, gut. Komm zurück, Adi!

Rudi!

Rudi, hör auf! Sag mal, hey! Es reicht.

Rudi, es reicht. Spinnst du?

Was denn? Mein Gott!

Ist doch nur Spaß.

Musst schon dagegenhalten.

Wir machen das mit Jesse Owens.

Musik

Jesse Owens?

Seid ihr verrückt geworden? Er ist gut.

Ja, er läuft wie ein junger Gott.

Aber ihr stattet die deutsche Mannschaft aus.

Ja, aber sollen andere nicht auch eine faire Chance bekommen?

Wie lange sind wir befreundet? Acht Jahre.

Damals wart ihr Teil der Mannschaft.

Jetzt wollt ihr jeden ausstatten? Nur Jesse Owens.

Die Zeiten haben sich verändert.

Josef, wir sind noch die Alten.

Wir lieben den Sport, aber unter gleichen Bedingungen.

Gleiche Chancen für alle. Das ist der olympische Gedanke.

Der olympische Gedanke.

Die Verantwortung liegt bei uns. Du musst uns nur reinbringen.

Musik

Können die zwei eigentlich Englisch?

Nein, aber ich glaube, sie sprechen trotzdem dieselbe Sprache.

Ich hoffe, die beiden wissen, was sie da tun.

Tanzmusik

Jubel

Der Mann ist geflogen, Friedl. 4x Gold in unseren Schuhen.

Die ganze Welt hat's gesehen.

Wie geht's dem Kleinen?

Ja, gut, gut.

Grüß ihn von mir.

Friedl, es ist laut. Ich mache Schluss.

Ich melde mich. Gold für Dassler!

Wo ist Adi? Im Bett. Er hat sich verausgabt.

Tanzmusik

Hübsches Kleid. Danke.

Schritte

Folgen Sie mir.

Haben Sie die Bilder gesehen, die um die Welt gehen?

Gut, dass unser Reich den Medaillenspiegel anführt.

Sonst könnten Sie dichtmachen.

Gold in vier Disziplinen, ein Affenmann in Ihren Schuhen!

Wer hat sich das ausgedacht?

Wie sind Sie an den Mann rangekommen?

Herr Waitzer hat mit der Sache nichts zu tun.

Herr Reichssportführer, wir verstehen Ihre Bedenken.

Meine Bedenken?

Ich habe Bedenken, wie ich das dem Führer erklären soll.

Der Führer wird das als Verrat am nationalen Gedanken empfinden.

Na ja, die einen sehen einen Neger, der 4x Gold gewinnt.

Aber die anderen sehen 4x Gold für deutsche Schuhe.

4x Gold für deutsche Wertarbeit.

Was meinen Sie denn, Waitzer?

Das ist eine Frage der Perspektive.

Sie können gehen.

Aber denkt ja nicht, unser Arm hier wäre zu kurz für euer Provinznest.

Gute Heimfahrt! Danke.

Bekommst du Probleme wegen uns?

Keine Sorge, die mache ich mir selber.

Die Zeitungen sind voll von euren Schuhen und Owens.

Ihr kriegt viel Arbeit.

Deine Jungs haben aber auch was gezeigt.

Habt ihr Luz Long beim Weitsprung gesehen?

Sehr gut, ein Riesentalent.

Bei seiner Niederlage hat er Owens begeistert gratuliert.

Er hat ihn umarmt vor den Augen des Führers.

Das ist der olympische Gedanke.

Komm.

Musik

Musik

Hitler im Radio

"... dann wird er eine Antwort erhalten,

dass ihm Hören und Sehen vergeht." Jubel

"Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen."

Heil-Rufe

"Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten."

Heil-Rufe

"Wer mit Gift kämpft, wird mit Giftgas bekämpft."

Heil-Rufe, Applaus

Das Wirtschaftsministerium hat uns geschrieben.

6.000 Paar pro Monat und keinen Schuh mehr.

Nur 6.000? Sind die verrückt geworden?

Viele Fabriken wurden ganz geschlossen.

Das sind eure Freunde in Berlin? Das sind keine Freunde.

Und der Krieg kam sowieso. Die sind doch sportbegeistert.

Was hätten wir machen sollen? Misch dich nicht ein!

Die Frau hat keine Ahnung vom Geschäft.

Kann sein. Aber ich vernachlässige nicht meine Kinder.

Ich erziehe sie zur Selbstständigkeit.

Jetzt hört endlich auf!

Könnt froh sein, dass wir hier zusammensitzen.

Was ist, wenn die euch einziehen?

Was ist dann?

So sieht man sich wieder.

Habt euch ja prächtig gemacht.

Sport bewegt die Massen.

Und er festigt die Moral, deshalb die Anträge,

meinen Bruder und mich als kriegswichtig einzustufen.

1916, Frankreich. Ein Junge aus meiner Einheit, was für ein Läufer!

Keiner war so schnell wie er.

Dann plötzlich ein Granatsplitter hier rein.

Sein freches Grinsen weg mit einem Schlag.

An der Front braucht kein Mensch Sportschuhe.

Nach dem Krieg brauchen die Leute Ablenkung.

Krieg geht nicht so schnell vorbei.

Herr Moosbacher, ich weiß, Sie können mich nicht leiden.

Wegen der Sache mit meiner Frau? Die ist längst über alle Berge.

Da täuschen Sie sich, Herr Dassler. Ich konnte Sie immer gut leiden.

Weil Sie ein Sportsmann sind.

Sie sehen die Dinge sportlich. Genau wie ich.

Bitte.

Danke.

Wer von euch ist wirklich kriegswichtiger?

Man sagt, Ihr Bruder ist der große Erfinder.

Grüßen Sie ihn von mir.

Was ist in dich gefahren? Rucksäcke? Gasmasken?

Ich mache das nicht, ich bin Schuhmacher.

Adi, es ist Krieg, und ich rette unsere Firma.

Ich habe sogar meinen Wagen abgegeben.

Die Betriebserlaubnis für ein weiteres Jahr.

Du hast es unterschrieben?

Wenn die Nazis wollen, machen die den Laden dicht.

Ich mache das für uns.

Adi, das ist mein Neffe Jakob.

Er soll eingezogen werden, und ich dachte, er ...

An Stanze 4 ist ein Platz frei. Stanze 4 habe ich besetzt.

Du hast jemanden eingestellt?

Den besten Stanzer aus der Gegend. Man muss die Geräte bedienen können.

Ihr entscheidet doch zusammen. Schon in Ordnung.

Du tust jetzt was. Wir sind keine Samariter.

Adi handelt aus gutem Grund. Wir sind die Chefs.

Und wir treffen die Entscheidungen, ist das klar?

Tut mir leid.

Kannst stolz für dein Vaterland in den Krieg ziehen.

Wird einen Mann aus dir machen.

Friedl, Adi hat mir erzählt, was passiert ist.

Du musst ihn verstehen.

Wenn wir die Qualität nicht halten, geht die Firma den Bach runter.

Käthe, ich kann gar nicht sagen, wie egal mir die Firma ist.

Goebbels im Radio

"Der Sport ist heute keine Angelegenheit bevorzugter Kreise.

Der Sport hat die Aufgabe, die Körperkraft zu stählen,

doch wohl in der Hauptsache zu dem Zweck,

sie in der schlimmsten Notzeit des Volkes zum Einsatz zu bringen.

Das alles will auch die Front.

Sie fordert mit stürmischer Zustimmung,

dass das deutsche Volk in der Heimat sich mit ihr solidarisiere.

Wir wissen jetzt, was wir zu tun haben.

Das deutsche Volk will eine spartanische Lebensführung für alle.

Für Hoch und Niedrig und Arm und Reich ..."

"Freimachung von Soldaten für die Front,

Freimachung von Arbeitern und Arbeiterinnen

für die Rüstungswirtschaft.

Diesen Zielen müssen alle anderen Bedürfnisse untergeordnet werden.

Der Führer hat befohlen, wir werden ihm folgen.

Wenn wir je treu und unverbrüchlich an den Sieg geglaubt haben,

dann in die Stunde der nationalen Besinnung

und der inneren Aufrichtung."

"Wir sehen ihn greifbar nahe vor uns liegen, wir müssen nur zufassen.

Wir müssen nur die Entschlusskraft aufbringen,

alles seinem Dienst unterzuordnen. Das ist das Gebot der Stunde.

Und darum lautet von jetzt ab die Parole:

Nun Volk steh auf und Sturm brich los!"

Heil-Rufe

Ich hab's gerade erfahren.

Ich verstehe das nicht. Wir wurden als kriegswichtig eingestuft.

Und warum ziehen die nur dich ein?

Lass uns mit Moosbacher reden.

Da kann er nichts ausrichten, der Brief kommt aus Berlin.

Es ist, wie es ist.

Irgendjemand da oben hat entschieden.

Grüß Gott, Herr Dassler.

Scheppern

Rudi?

Was machst du denn da?

Das wollte ich schon längst machen. Den ganzen alten Mist wegschmeißen.

Den ganzen alten Mist wegwerfen.

Ich kriege hier keine Luft mehr, Friedl.

In dem Mistloch.

Rudi, beruhige dich.

Beruhige dich.

Ich kann noch nicht gehen, Friedl.

Ich kann doch noch nicht gehen, Friedl.

Ich kann doch noch nicht gehen.

Eine Stoppuhr tickt.

Gut, dass du wieder hier bist.

Ich muss Waffen herstellen mit Zwangsarbeitern, die mich hassen.

Die Amerikaner sind da!

Mein Bruder und ich führen die Firma zusammen.

Es geht nicht um Ihren Bruder. Wer hat mich angeschwärzt?

War er es? Bin ich wegen ihm hier?

Es ist Zeit für eine Veränderung.

Wir haben beschlossen, die Firma Dassler Sportschuhe aufzuteilen.

Ich bin Sportler, ich will gewinnen. 1954 kann unser Jahr werden.

Ich lasse mich nicht erpressen.

Die Weltmeisterschaft, Adi!

Armin ist 32. Ich will, dass du ihm diese Chance gibst.

Wir meinen, du solltest das Geschäft besser verstehen.

Was wollt ihr von mir? Dass du mir zuhörst.

Und du bekommst nicht mal die Schuhe durch den Zoll.

Ich weiß, was die Schweine vorhaben.

Adidas wird euch zerquetschen.

Untertitel Martin Burike

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