All language subtitles for Kater Mikesch - Teil 1[de]

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Original subtitles

Da unten wird wohl ein Fest gefeiert, oder irre

ich mich?

Richtig, mein Herr.

Ein großes Fest für die ganze Gegend, nämlich

die Machowitzer Kirchweihe, ist immer sehr lustig, sehr.

Machowitz, dann dürfte es doch gar nicht mehr

weit sein bis nach Holeschitz, oder irre ich

mich?

Gar nicht mehr weit.

Ja, da vorne, da ist es schon.

Das ist also Holeschitz, die Heimat des berühmten

Kater Mikesch, oder irre ich mich?

Nein, nein, Sie irren in keinster Weise nicht.

Hier ist das Schusterhaus, in diesem Haus ist

der Kater zur Welt gekommen.

Naja, das ist schon viele Jahre her, und

anfangs war der Mikesch ein Katerchen wie hundert

andere, nur dass der Peppik, das ist der

kleine Schusterpupp gewesen, sich ganz besonders um den

Mikesch-Kater gekümmert hat.

Einmal zwei ist zwei, zweimal zwei ist vier,

dreimal zwei ist sechs, viermal zwei ist neun?

Miau.

Acht?

Miau.

Och, dieses dreimal blöde einmal eins.

Weißt du, lesen tue ich ja gerne, aber

kannst du mir sagen, warum man in der

Schule auch rechnen lernen muss?

Miau.

Es ist wirklich zum ...

Peppik!

Peppik!

Großmutter ruft, ich habe ihr versprochen, dem Paschik

frische Stroh aufzuschütten.

Also, mach's gut, Mikesch, bis dann.

Peppik!

Ich komme ja schon.

Miau.

Wo steckt denn der Junge schon wieder?

Aber sonst ging das Leben in voller Schütz,

wie immer seinen gewohnten ...

So, Paschik, so.

Da bring ich dir das Essen.

So bist's recht.

Du musst ordentlich reinhauen.

Du bist viel zu mager, Paschik, viel zu

wenig dran an dir.

Hier, Paschik, damit du's wieder warm und sauber

hast.

Miau.

Niemand ist aufgefallen, dass dieser kleine Kater etwas

Besonderes war?

Niemand, bis zum Hochsommer.

Da ist hinter der Schmiede eines Abends der

Großvater Frantag spazieren gegangen und hört plötzlich eine

feine Stimme.

Guten Abend, Großvater Frantag.

Wer grüßt denn da?

Kann niemand sehen?

Ja, ich bin es.

Botstausend, was für ein Wunder.

Bloß ein Kater?

Und grüßt freundlicher als alle Dorfjungen miteinander?

Ach, so was.

Ein Kater, der sprechen kann, das war in

voller Schütz noch nie da.

Nie da.

Miau.

Scher dich weg, du elender Köter.

Sicher hat sich die Geschichte vom sprechenden Kater

wie ein Lauffeuer im Dorfe verbreitet.

Oder irre ich mich?

Sie irren sich, mein Herr.

Denn Großvater Frantag hat nichts erzählt, weil er

gefürchtet hat, man würde sagen, dass er zu

viel Brandwein getrunken hat.

Und der Peppig weiß erst mal recht, dass

niemand von seinem sprechenden Kater wusste.

Er hat nämlich gedacht, so ein schlaues Katerchen

wird mir zu manchem Streich nützlich sein.

Ich glaube, man hat uns nicht gesehen.

Prima, ich tu so, als würde ich mich

ein bisschen ausruhen.

Wenn man auf der Erde liegt, kann man

nicht Birnen stehlen, denkt jeder.

So, jetzt.

Pflück eine Birne und wirf sie mir herunter.

Au, kannst du nicht besser zielen?

Wieso?

Ich hab doch getroffen.

Du wirst ganz schön frech, Miekesch.

Ja, so.

Prima.

Ja, und noch eine.

Sehen die gut aus.

Und die noch.

Blöder Ponder, du!

Hau ab!

Wuff, wuff, wuff!

Wuff, wuff, wuff!

Ja, was bewegt sich denn da in meinem

Birnbaum?

Oh Gott, das soll doch gleich!

Ihr Lausicherer!

Ich werde euch...

Fass, Pluto, fass!

Versohlen werde ich jeden, der mir meine Kaiserbirnen

klaut.

Ist das nicht toller, der Schlingel?

Ich werde euch!

Meine Kaiserbirnen werde ich euch!

Kann ich irgendwie behilflich sein, bitte?

Dieser Babesch ist doch der blödeste Ziegenbock auf

der Welt!

Und dieser Tonda war der böseste Bub in

ganz Holeschitz.

Und der Motorradfahrer, das waren Sie, Herr...

Svoboda.

Oder irre ich mich?

Irren tun Sie ganz und gar nicht.

Ein schönes Motorradl habe ich damals gehabt.

Jaja, ist schon viele Jahre her.

Als der Winter nach Holeschitz kam, merkten es

auch die Letzten im Dorf, dass es im

Schusterhaus einen ganz besonderen Kater gab.

Hey, wer ist das denn?

Habe ich noch nie gesehen.

Die sind bestimmt nicht von hier.

Also ärgern wir sie.

Los!

Au!

Das war Tonda, Peppik.

Ich habe genau gesehen, dass das der böse

Tonda war.

Ich habe es auch gesehen, Miekes.

Das zahle ich dir heim.

Das werden wir ja sehen.

Sag mal, kleiner Frantag, bin ich oder bin

ich verrückt?

Dem Peppik sein Kater spricht wie ein Mensch.

Mensch, ich tausche meine Mundharmonika gegen deinen Kater.

Spiel lieber drauf, kleiner Frantag, dann können wir

tanzen.

Den ganzen Winter hindurch haben die Kinder großen

Spaß gehabt und alle mochten den Miekes gern.

Aber abends waren seine Pfötchen kalt geworden.

Darum hat ihm der Vater von Peppik ein

paar prächtige Stiefel angefertigt, damit er aussieht wie

der gestiefelte Kater persönlich.

Und von Großmutter bekam er ein paar warme

Handschuhe.

Dafür ist der Miekes ihr zur Hand gegangen,

wo er muss.

Auf Wiedersehen, Miekes, und kiss die Hand am

Schuss der Großmutter.

So verging der Winter und es ist Frühling

in Holeschütz geworden.

Ach, der Paschik will und will nicht richtig

zunehmen.

Viel zu mager ist er.

Was er nur hat?

Vielleicht Langeweile?

Wieso soll ein Schwein Langeweile haben?

Ein Schwein ist auch nur ein Mensch, wie

ein Kater, oder?

Miekes, Miekes, du schwatzt vielleicht Sachen daher.

Aber vielleicht hat das arme Schwein wirklich Langeweile.

Und vielleicht kann man etwas dagegen tun.

Ja, mal sehen, Paschik.

Franz Josef, halt!

Was ist das denn für ein Geschrei?

Na, mal sehen, Großmutter.

Willst du wohl gleich hierbleiben, Franz Josef?

Was gibt's, Schustervater?

Der Franz Josef ist weg.

Der Kaiser Franz Josef ist weg?

Ja, da, schau her.

Aber ist das nicht schon eine Weile her?

Aber es ist doch der Franz Josef vom

Matusche.

Seit wann hat denn der Schneider Matusch keinen

Geist?

Schau mal, da oben.

Verhungert wird der hier draußen.

Verhungert und erfrierend, der arme Kerl.

Ach, warum ist er auch so blöd, der

Franz Josef?

Aber singen tut er halt gar so schön.

Das werden wir gleich haben, Matuschek.

Ich werfe ihm einfach einen Mehlsack über.

Achtung!

Um Himmels Willen!

Jetzt habt ihr ihn nur noch mehr erschreckt.

Halt, Franz Josef, halt!

Komm doch her zu deinem guten Erich, den

Matuschek.

Da ist er, da habt ihr einen Birnbaum.

Na, sind ihr nicht prächtig?

Ich zahle einen Gulden, einen ganzen Gulden dem,

der meinen Franz Josef einfällt.

Was ist denn hier los?

Der Schneider Matuschek zahlt einen Gulden.

Für jeden, der wohl den Franz Josef einfängt

und einsperrt.

Wenn das der Kaiser gehört.

Einen ganzen Gulden, Peppi.

Hier, hier, hier!

So, halt, halt!

Hier, halt!

Der Golden gehört schon uns, Matuschek.

Los, Mann, schneller.

Beweg dich, bevor uns jemand das Geld wegschnappt.

Na, schneller, schneller kann ich doch nicht, Frau.

Schober, ihr seid ein Engel.

Aber Vorsicht, ganz langsam.

Vorsicht, bitte ganz langsam.

Seit wann klettert der Schoberbauer auf eurem Birnbaum

herum, Gevatter Müller?

Der Franz Josef wird gejagt.

Der Tafereck.

Vorsicht, ganz langsam.

Na, warum?

Warum hast du mich festgehalten, Sau?

Halt doch endlich fest.

Halt du dich doch fest.

Darum bist du auch so fett, Mann.

Jetzt ist er zum Krämerhaus geflogen.

Der Kaiser Franz Josef?

Komm, Peppig, ich glaub, die brauchen uns.

Ich hol mein Schmetterlingsnetz, wartet!

Erfrieren wird er und verhungern der Gute.

Leise, vor allem leise.

Werden wir gleich haben.

Ja, wer ist hier denn total übergeschnappt?

Unverschämtheit.

Meine beste Scheibe, die neueste von allen.

Das war mal wieder dieser Tom da, dieser

Lümmel.

Ja, der Tom da war's.

Ich hab es genau gesehen.

Hier geblieben, Popperstuhlverschämter Ziegenbock.

Hier geblieben.

Am nächsten Marktag wirst du verkauft, das sag

ich dir.

Ja, halt doch raus!

Halt du doch, Mann!

Ja, wo steckt denn jetzt der Franz Josef?

Was um Himmels Willen ist denn heute im

Dorf los?

Da kann doch kein Mensch unterrichten.

Und Post austragen auch nicht.

Also ich habe nur mitbekommen, dass der Kaiser

zurückgetreten sein soll.

Das ist doch schon eine Ewigkeit her.

Naja, bis sich sowas in Honeschitz herumspricht.

Ruhe!

Da ist er.

Pst, Ruhe!

Da ist er.

Pst!

Ruhe!

Ruhe!

Wo ist er?

Dort ist er da.

Pst!

Da oben ist er.

Da oben sitzt er.

Schon gesehen.

Pass mal auf, ich schleiche mich.

Pst, Ruhe!

Verscheich dich nicht wieder.

Und nochmals, ich zahle einen Gulden dem, der

den Franz Josef einfällt.

Pst!

Ist was, bitte?

Oh nein!

Nein, seht doch nur!

Wenn Sie erlauben, werden der Peppig und ich

den Fall übernehmen.

Aber dazu muss es bitte schön ganz still

sein.

Dann braucht der Peppig noch bitte ihren Vogelkäfig.

Und meine Stiefel werde ich ausziehen müssen.

Und ich hoffe, dass Ihr Herr Canary Franz

Josef nicht allzu viel Angst vor einem Kater

haben wird.

Pst!

Pst!

Pst!

Pst!

Nur ruhig, mein guter Franz Josef.

Ganz ruhig.

Ich bin zwar ein Katerchen, aber ich jage

keine Vögelchen.

Du willst doch sicher wieder nach Hause.

In die warme Stube von Meister Matuschek.

Und willst dem Herrn Schneidermeister noch viele Liedchen

vorsingen?

Dann brauchst du bloß...

Gutsch!

Genauso hat der Kater mich besiegt.

Du bist ein Pfund, ein Pfund Kater bist

du.

Und hier ist der Gulden für dich.

Nichts zu machen, Onkelchen.

Ich nehme ihn nicht.

Aber wisst Ihr was?

Wenn Ihr mir unbedingt etwas geben wollt, schneidert

mir doch einen Rock.

Abgemacht, Mikesch.

Den sollst Du haben.

Mit Freude.

Ist der nicht schön, der neue Rock?

Ist der nicht prachtvoll?

Und siehst, das wär er gewachsen.

Unter uns gesagt, gegen Dich ist der gestiefelte

Kater ein Dreck dagegen.

Ich danke Euch auch sehr, Meister Matuschek.

Auf Wiedersehen.

Und Servus, Franz Josef.

Aua!

Oh nein!

Das kann doch nur...

Der Mikesch hat nicht hingeschaut und schon sein

neues Kleid versaut.

Du bist ein Ferkel, Tonda.

Ein Ferkel?

Schau doch Dich mal an.

Päppi, Großmutter, herschau!

Mein Mikesch, mein Katerchen.

Wie siehst Du fein aus.

Wie ein echter, gestiefelter Kater.

Aber so fein auch wieder nicht.

Der Tonda war's.

Na warte, Burschen, wenn ich Dich kriege.

Hat schon Strafe bekommen.

Bobbesch hat mit ihm ein bisschen gespielt.

Dieser Bobbesch ist ja auch ein Fleggel.

Der Fleggel haftet den Ziegenbock von ganz Holschitz.

Der Gemeindeherd will ihn verkaufen, deswegen.

So.

Und jetzt geh ich zum Paschik und bring

ihm sein Fressen.

Und Du, Päppi, Du lernst das Achter einmal

eins.

Und der Mikesch bürstet seinen Rock sauber.

Uff, ja.

Einmal acht ist acht.

Zweimal acht ist besser.

Dreimal acht...

Halt, keinen Schwindel, Päppi.

Wie viel ist zweimal acht?

Sechzig.

Sechzehn.

Was?

Bloß?

Viermal acht.

Viermal acht.

Ausgerechnet viermal acht.

Viermal acht.

So, Paschik, so, das Fressen.

Paschik, Paschik, Du gefällst mir nicht.

Wirst kein bisschen dicker, bleibst dürr wie ein

Zaun stecken.

Woran liegt das bloß?

Nun, ja, Großmutter.

Wie mir Mikesch erzählt hat, ist doch jetzt

schlank sein große Mode.

Herr des Himmels.

Jetzt bringt dieser Päppik auch noch dem Schweinchen

das Reden bei.

Grunzen kann jeder.

Übrigens war es Mikesch, der mir die Stunden

gegeben hat.

Und außerdem wollte ich fragen, ob Du was

dagegen hast, wenn der Mikesch und ich am

Samstag auf die Machowitzer Kirchweih fahren.

Kirchweih?

Machowitz?

Und fahren?

Ja, mit seinem Schubkarren.

Wenn Du ihm uns leihst.

Kirchweih.

Oha!

Schleber, die Bix!

Was ist denn das für ein Wau-Wau?

Was?

Ein Zuckerl willst Du?

Ein Bonbon?

Ja, was ist denn das für ein Wau

-Wau?

Ja, wo hab ich denn gleich meine Zuckertüte?

Ja, wo ist sie denn?

Ach ja, da!

Wer kommt denn da?

Wer ist das, Mikesch?

Das ist der Teufel.

Sieht aus wie Bubbesch.

Jetzt kommst mit in die Hölle.

Ohohohohoho!

Das ist ein langer Tag geworden auf der

Machowitzer Kirchweih.

Und ein langer Abend.

Und leider hat er mit einer bösen Überraschung

geendet.

Der Schubkarren ist nicht mehr da.

Stimmt, sogar die Bremsspur ist weg.

Was machen wir jetzt bloß?

Ja, was machen wir jetzt bloß?

Am besten machen wir jetzt eine Pause und

ich erzähle Ihnen ein andermal, wie die Geschichte

von Katze Mikesch weitergegangen ist vor vielen, vielen

Jahren.

Und Euch auch!

Leute, Leute, Leute, lasst Euch sagen, sagen, was,

was, was sich Zuckertagen tragen in dem Dorf

Bolleschitz, in dem Dorf Bolleschitz, Bolleschitz.

Es ist kein Witz.

Ein, ein Katze lernt sprechen, sprechen, sich, sich

die Zunge zerbrechen, zerbrechen, schwätzt wie ein Mensch

im Kind, schwätzt wie ein Mensch im Kind,

Mensch im Kind, genau so geschwind.

Schu, Schu, Schu mach es, Enkel, Enkel, ein,

ein gewöhnlicher Bengel, Bengel, der hat's ihm beigebracht,

der hat's ihm beigebracht, beigebracht, bei Tag und

Nacht.

Der, der, der Katze Mikesch, Mikesch, war, war,

war für ein Fingesch, Fingesch, ist in einem

Schneidequam, ist in einem Schneidequam, Schneidequam im Dorf

Rheum, Grand.

Paschig, Paschig, Paschig, ein Schweindl, Schweindl, Fuh, Fuh,

furchtiges Freindl, Freindl, fing auf das Reden an,

fing auf das Reden an, Reden an, mein

lieber Mann.

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