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Liebe kleine Kinder.
Liebe große Kinder.
Das ist Lukas, der Lokomotivführer.
Und das ist Jim, der Lokomotivführer.
Wir fahren heute von Lummerland zum Magnetberg und
würden euch gerne einladen mitzukommen.
Aber leider haben wir keine Eisenbahnwaggons, wo ihr
Platz hättet.
Sondern nur Emma, unsere Lokomotive.
Und die ist zu klein für alle.
Trotzdem werdet ihr unsere Abenteuer sehen können.
Denn der hessische Rundfunk war dabei.
Hoppla.
Musik Die
kleine Insel Lummerland lag mitten im weiten, endlosen
Ozean.
Musik Die Lokomotive der königlichen Lummerlandbahn hieß Emma.
Und Lukas war der königliche Lokomotivführer.
Im königlichen Schloss wohnte seine Majestät König Alfons
der Viertel vor Zwölfte.
Er hatte, wenn man mal von Lukas absieht,
noch zwei Untertanen.
Und zwar Herrn Ärmel.
Bitte recht freundlich und in die Kamera schauen.
Hier ist das Vögelein.
Kuckuck.
Und dann gab es noch Frau Waas, die
einen Gemischtwarenladen hatte.
Aber leider viel zu wenig Kunden.
Eines Tages brachte der Briefträger ein Paket nach
Lummerland.
Ein sehr ungewöhnliches Paket, denn in ihm war
ein schwarzes Baby.
Frau Waas nahm Mutterstelle ein, zog es groß
und Lukas gab ihm den Namen Jim Knopf.
Als Jim 14 Jahre alt war, verließ er
mit dem königlichen Lokomotivführer die Insel.
Mit Emma schwammen sie bis in das ferne
China.
Der kleine Pingpong führte die Fremdlinge zum Kaiser,
der ihnen erzählte, dass sein Töchterlein Lizzy geraubt
worden war und nun bei einem schrecklichen Drachen
hausen musste.
Jim und Lukas beschlossen, die Prinzessin zu befreien.
Dazu mussten sie zuerst in das Tal der
Dämmerung fahren, wo sich das Echo vervielfachte und
die Felsen einstürzten.
In der Wüste begegneten sie dem Scheinriesen Turtur.
Ein harmloser Geselle, der zwar in der Ferne
riesengroß aussah, aber wenn er näher kam, immer
kleiner wurde.
Im Land der kleinen Vulkane trafen sie Nepomuk,
einen Halbdrachen, der ihnen den Weg zur Drachenstadt
verlieh.
Sie verkleideten Emma, die nun wie ein echter
Drache aussah und fuhren so in die Stadt.
Lizzy, ein Indianer und ein Eskimo-Junge waren
Schüler bei Frau Malzahn.
Sie paukte täglich vierzehn Stunden mit ihnen und
wehe, wenn die Kinder dem Unterricht nicht folgten,
dann gab es schwere Strafen.
Emma walzte in die Drachenschule und besiegte die
böse Erzieherin.
Dann fuhren die beiden Lokomotivführer mit den befreiten
Kindern nach China.
Im Schlepptau befand sich Frau Malzahn.
Man brachte sie in das Elefantenhaus, das gerade
leer stand.
Dort schlief der Drache ein ganzes Jahr und
verwandelte sich.
Aus dem bösen Drachen wurde der goldene Drache
der Weisheit.
Und Folgendes geschah eines Morgens am Lummerländer Hauptbahnhof.
Guten Morgen, Lukas.
Morgen, Jim.
Du bist heute noch gar nicht mit Emma
gefahren.
Richtig, mein Junge, heute ist kein Eisenbahnverkehr.
Warum?
Emma muss sich ausschnaufen.
Sie hat ein Geschenk für dich.
Ein Geschenk für mich?
Ja.
Was, was soll denn das sein?
Was wird das sein?
Hast doch Augen im Kopf.
Das, das ist ja eine Lok.
Molly heißt sie.
Bisschen klein noch, aber sie wird wachsen.
Kann, kann, kann sie denn schon fahren?
Sie kann.
Na Emma, vielleicht drehen wir doch noch eine
Runde, hm?
Und Molly hinterher, was meinst du?
Ja.
Am gleichen Tag kam das Staatsschiff des Kaisers
von China.
Sein Töchterlein Lisi hatte Schulferien und wollte sie
auf Lummerland verbringen.
Kaum war sie von Bord gegangen, da kam
ein Gewitter auf und es fing an zu
regnen.
Und es regnete bis in die späte Nacht
hinein.
Mach doch das dumme Radio aus, Jim.
Ein Radio ist nicht dumm.
Höchstens das Programm kann dumm sein.
Und euch beim Stricken zuzuschauen, finde ich auch
nicht besonders unterhaltsam.
Guten Abend allerseits und außerdem.
Ach, ist das ein Sauwetter draußen.
Guten Abend, Lukas.
Bist du fertig mit dem neuen Fahrplan?
Ja.
Nö.
Vielleicht morgen.
Jetzt muss ich Lisi mal was fragen.
Wie geht es denn dem Drachen Malzahn?
Er schläft immer noch, aber schaut ganz wunderbar
aus.
Er glänzt und funkelt vom Kopf bis zur
Schwanzspitze.
Mein Vater will euch sofort anrufen, wenn er
aus seinem Zauberschlaf erwacht.
Dann werde ich den Drachen also erstmal fragen,
wo mich die wilde 13 geraubt hat und
wer ich eigentlich bin.
Woher ich komme und wer meine Eltern waren.
Allihallo.
Ich bin's.
So ein Sauwetter.
Meine Damen und Herren, ich will Ihnen gestehen,
dass ich seit einiger Zeit über etwas nachdenke.
Und ich würde gerne Ihre Meinung darüber hören.
Die Sache ist nämlich so.
Das war ein Erdbeben.
Das hat es auf unserer Insel noch nie
gegeben.
War aber toll.
Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, dass keine ernstlichen
Verletzungen erlitten wurden.
Und schließe mit dem Wunsch, dass ich das
nicht wiederholen möge.
Ich werde mal nachgucken.
Vielleicht ist ein Walfisch gestrandet.
Frau Dein Prinzessin, ich bedauere den Vorfall unendlich.
Allihallo.
Ich bin's, der Briefträger.
Allihallo.
Ich habe wegen des starken Regens die Orientierung
verloren.
Und weil es noch dazu Nacht ist, bin
ich mit meinem Postschiff gegen die Landesgrenze gebummst.
Entschuldigen Sie bitte.
Danke.
Es regnet doch gar nicht mehr.
Aber es ist Nacht.
Kann ich vielleicht ausnahmsweise bei Ihnen übernachten?
Natürlich.
Wo denn?
Herr Ermel würde sich bestimmt freuen.
Eine Insel mit zwei Bergen und ein Fotoatelier.
In dem letzten macht man Bilder auf dem
ersten Dullier.
Diese Breiten, diese Tiefen, diese Höhen sind bekannt.
Ja, man spricht von den Motiven auf dem
schönen Nummerland.
Eine Insel mit zwei Bergen liegt so fern
vom Chinastrand.
Eine Insel mit zwei Bergen ist das schöne
Nummerland.
Wird das kleine Häuschen endlich auf neu Nummerland
gebaut, zieh ich ein mit meinem Gym, denn
ich bin ja seine Braut.
Eine Insel mit zwei Bergen und einem Eisenbahnverkehr.
Abfahrt immer 6.15 Uhr, Molli steht da
hinterher.
Bahngleis 1 mit Anschluss Bergfahrt, Steigung neuneinhalb Prozent,
Ankunft 6.22 Uhr und die Rückfahrt folgt
getrennt.
Ihr Nummerland Hauptbahnhof, guten Morgen.
Guten Morgen, hier ist der Dings.
Der äh, der äh, Dings.
Ah ja, Majestät, Sie sind es.
Hier ist Lukas.
Ja, ähm, sehr geehrter Herr Hauptlokomotivführer, bitte kommen
Sie umgehend zu mir und bringen Sie Jim
mit.
Jawohl, Herr König, wird gemacht.
Wir werden keine Verspätung haben.
Servus.
Servus.
Majestät.
Schon gut, schon gut.
Bitte, meine Herren, nehmen Sie Platz.
Dankeschön.
Es tut mir leid, aber der Anlass Ihres
Hierseins ist ein ernster.
Die Westerwohlu-Uneulu sind in Gefahr.
Die was?
Westerwohlu-Uneulu ist eine Abkürzung von die Vereinigten
Staaten von Lummerland und Neulummerland.
Klingt ja toll.
Ja, natürlich.
Gestern ist das Postschiff an unsere Landesgrenze gebumst,
weil es dunkel war.
Denkt mal, was passieren würde, wenn in der
Dunkelheit das große Staatsschiff meines verehrten Freundes, des
Kaisers von China, gegen unsere Landesgrenze bumsen würde.
Ha, das gäbe vielleicht einen Bumserer.
Also, wir brauchen einen Leuchtturm, aber wir haben
keinen Platz dafür.
Ein Leuchtturm muss unten ziemlich dick sein, damit
er nicht umfällt.
Wir müssten einen Leuchtturm erfinden, der riesig groß
ist und trotzdem fast gar keinen Platz wegnimmt.
Turtur, wir müssen Herrn Turtur nach Lummerland holen.
Er braucht nicht mehr Platz als jeder andere,
aber von Ferne schaut er aus wie ein
Riese.
Und wenn er eine Laterne in der Hand
hält und so ein bisschen damit winkt, dann
wäre doch der Leuchtturm.
Eine fabelhafte Idee.
Bravo.
Bravissimo.
Holt ihn her.
Vorausgesetzt, er ist als Leuchtturm einverstanden.
Hallo.
Hallo.
Seid ihr Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer?
Jawohl, mein Fräulein, das sind wir.
Und wer bist du?
Ich bin die Tochter des Meerkönigs Lomoral und
heiße Sursula Pitschi.
Ihr seid doch die beiden Freunde, die immer
alles in Ordnung bringen.
Na ja, sagen wir mal, wir tun unser
Bestes.
Versteht ihr auch etwas vom elektrischen Strom und
Magneten und solchen Dingen?
Ein bisschen.
Das ist ja wundervoll.
Das muss ich sofort meinem Papa erzählen.
Bitte wartet einen Augenblick.
Ich bin gleich wieder da.
Hallo, Schwesterlein.
Hast du unseren Papa gesehen?
Er schläft dort hinten in der versunkenen Stadt.
Am helllichten Vormittag?
Helllicht?
Es ist doch den ganzen Tag Nacht.
Ja, stimmt.
Tschüss.
Tschüss.
Papa!
Papa!
Da oben schwimmen Lukas und Jim.
Sie verstehen etwas von elektrischem Strom und von
Magneten.
Warum sagst du das nicht gleich?
Da bin ich.
Freut uns sehr.
Wo brennt's denn?
Nirgendwo, das ist es ja.
Das Meeresleuchten geht nicht mehr.
Eine verdrießliche Geschichte.
Heute ist nämlich große Festbeleuchtung vorgesehen.
Zum Andenken an meinen Ur-Ur-Ur-Urgroßvater
Guromusch.
Unter seiner Herrschaft wurde die Anlage für das
Meeresleuchten gebaut.
Und woher kam früher das Licht für das
Meeresleuchten?
Um solchen Firlefanz habe ich mich nie gekümmert.
Das Licht war eben einfach da.
Und jetzt ist es plötzlich nicht mehr da.
Hör auf, mit dem Buckel herunterzurutschen, Sosula Pitschi.
Das kitzelt.
Kam die Leuchtkraft vielleicht von einem riesigen Magneten?
Ja, kann sein, weiß nicht.
Doch, doch, von einem riesigen Magnetberg.
Er ist im Barbarischen Meer.
Trostlose Gegend.
Hör auf, das kitzelt.
Barbarisches Meer?
Klingt sehr abenteuerlich.
Leider haben wir keine Zeit für einen Ausflug
dorthin.
Leider, wir haben es nämlich eilig.
Leider kommen wir nur langsam voran.
Ich kann euch meine Lieblingsschimmel leihen.
Es sind die edelsten Vollblut-Walrösser des ganzen
Ozeans.
Und sie bringen euch in Windeseile zum Magnetberg.
Ich rufe gleich nach dem Stallmeister Wutschel.
Na ja.
Wir fahren ins Barbarische Meer.
Ahoi.
Das ist ja das reinste Seebeben.
Das ist immer so, wenn ein Meerkönig untergeht.
Gute Nacht.
Sehr erfreut.
Da werden wir ja ganz schön seekrank werden.
Rauf, runter, rauf, runter.
Nein, nein.
Wenn Sie eingespannt sind, dann ziehen Sie geradeaus
los.
So, alles in Ordnung, Prinzessin.
Tschüss dann.
Vielen Dank, Wutschel.
Vielen Dank, Wutschel.
Alles in Ordnung, Majestät.
Hallo, ihr Seepferdchen.
Wir üben gleich im Korallengrund Hindernisrennen.
Vorwärts, vorwärts, vorwärts.
Ihr müsst doch früher mal einen Fachmann gehabt
haben, der sich auf das Meeres leuchten.
Na ja, der das eben verstand, wie es
funktioniert und wie man es reparieren kann, wenn
es nicht funktioniert.
Hatten wir auch.
Einen reizenden Schildnöck.
Ungefähr in meinem Alter.
So um die 10.000 Jahre.
Er heißt Uschaurischum und ist mein Bräutigam.
Aber nun ist er schon 400 Jahre fort.
Mein Papa hat gesagt, er darf mich erst
heiraten, wenn er den Kristall der Ewigkeit gemacht
hat.
Und er hat ihn noch nicht gemacht?
Was ist denn das überhaupt für ein Ding?
Ein Kristall.
Durchsichtig wie Glas und unzerstörbar.
Wer das Geheimnis seiner Herstellung kennt, der kann
jedes Metall in den Kristall der Ewigkeit verwandeln.
Und kennt dein Uschi, na ja, der Dingsda...
Uschaurischum.
Eben.
Kennt er das Geheimnis?
Freilich.
Aber kein Wasserwesen allein kann den Kristall machen,
sondern nur mit einem Feuerwesen zusammen.
Also beispielsweise mit einem Drachen?
Ja.
Leider leben wir schon viele Tausend Jahre in
Feindschaft mit ihnen.
Jetzt sind wir im barbarischen Meer.
Früher sind hier manchmal Schiffe gefahren.
Aber wenn sie sich dem Magnetberg genähert haben,
dann wurden sie mit furchtbarer Gewalt angezogen und
sind zerschellt.
Sehr lustig.
Dann ist es ja sehr gut, dass der
Magnet kaputt ist.
Ja, und wir werden ihn nicht reparieren.
Sonst werden ja wieder alle Schiffe zerschellen.
Aber dann wird das Meer nie wieder leuchten.
Ui, ui, ui, ui, ui.
Wir haben also ein Problem.
Sehr lustig.
Das wir lösen werden.
Wirklich?
Ich hoffe.
Das ist der Magnetberg.
Jetzt können meine Lieblingswahlrösser sich im barbarischen Meer
tummeln.
Dankeschön für die flotte Fahrt.
So, jetzt werden wir uns den Magneten mal
anschauen.
Wahrscheinlich müssen wir zuerst den Berg hoch und
dann innen runter.
Fräulein Prinzessin, bis dann also.
Ciao.
Ciao.
Achtung, Lebensgefahr.
Magnetische Hochspannung.
Hui, jetzt wird's spannend.
Also den Handwerkskasten lasse ich mal sicherheitshalber vorerst
hier oben.
Da ist zu viel Eisen dran.
Und Eisen wird schnell magnetisch.
Und die Taschenlampe?
Die Taschenlampe, Lukas, ist aus Kunststoff.
Außerdem brauchen wir ja ein bisschen Licht in
der dunklen Bude.
Also dann, Glück auf.
Na, da haben wir ja schon wieder was
zum Lesen.
Dies ist die geheimnisvolle Weisheit des ersten Meerkönigs
Gurumusch.
Wer sie versteht, ist klug.
Wer sie anwendet, ist mächtig.
Die Kraft hat Tag und Nacht.
Für sich allein ist jede Hälfte tot.
Die große Kraft schläft in Beidem.
Verbinde, was getrennt, und die Kraft erwacht.
Verstehst du das, Lukas?
Ist doch ganz einfach.
Verbinde, was getrennt, und die Kraft erwacht.
Wir brauchen ein Verbindungsstück.
Leucht mal in die Ecke da.
Und jetzt in die andere.
Alles klar.
Die eine Klippe des Magnetbergs ist der Südpol.
Die andere ist der Nordpol.
In jeder dieser beiden Metallfelsen schläft eine Hälfte
der Kraft.
Nur wenn man sie zusammenschließt, wacht die große
Kraft auf.
Man kann also den Magneten an- und
abstellen.
Richtig.
Richtig.
Und jemand muss dieses Verbindungsstück herausgenommen haben.
Und das müssen wir jetzt finden.
So ist es.
Da.
Das ist es.
Wir werden damit die beiden Pole verbinden.
Komm, hilf mir, Jim.
Ui, ui, ui.
Das Ding ist schwer.
Vorsicht, nicht fallen lassen.
Natürlich nicht.
Gut.
Ui, ui, ui.
So.
Und jetzt fehlt nur noch ein Schalter oder
so was.
Leucht mal, Jim.
Da ist ein Hebel.
Probieren wir mal, ob es funktioniert.
Das Meeresleuchten endlich.
Hey, Galopp, Galopp, Galopp.
Sie haben es geschafft.
Wie herrlich.
Das Meer leuchtet wieder.
Das haben meine Kinderchen noch nie gesehen.
Und sind doch auch schon etliche hundert Jahre
alt.
Das Fest kann beginnen.
Hei, das freut uns sehr.
Nun leuchtet hell auf das Meer.
Ringsherum der Glanz.
Ladet uns ein zum Tanz.
Fischlein kommt alle her.
Tanzen ist gar nicht so schwer.
Im Licht der Schein, so ringelrein.
Das ist das Schönste im Meer.
Dankeschön.
Das habt ihr fein gemacht.
Habt ihr einen Wunsch?
Ja, wir möchten nämlich gerne wieder von hier
weg, kleines Fräulein.
Aber leider sind unsere Loks nicht von der
Stelle zu bewegen, weil der große Magnet sie
anzieht.
Ach, du liebe Tiefsee.
Das ist ja eine schöne Bescherung.
Ja, das ist eine schöne Bescherung.
Wir werden jetzt den Magneten abstellen und weiterfahren.
Ihr müsst jemanden finden, der den Magneten wieder
anstellt, wenn wir weit genug entfernt sind.
Und außerdem muss er ständig aufpassen.
Sobald ein Schiff kommt, Magnet aus.
Entfernt sich das Schiff, Magnet ein.
So kann nichts passieren.
Und ihr habt trotzdem die meiste Zeit euer
Meeresleuchten.
Schön.
Ich werde mal herumfragen, ob das jemand machen
kann.
Und wie lange wird das dauern?
Gar nicht lange.
Höchstens 80 bis 100 Jahre.
Na, so lange können wir nun doch nicht
halten.
Komm, Jim.
Molli und Chim Hey, hey, hey!
Kannst du nicht rechtzeitig bremsen, Chim?
Ich habe gebremst, aber Molli wollte Emma noch
einen kleinen Stups geben.
Warum?
Einfach so, aus Spaß.
Naja, Emma versteht Gott sei Dank viel Spaß.
Und hoffentlich auch alle kleinen und großen Kinder,
die uns zusehen.
Wir wünschen Ihnen jedenfalls viel Spaß zu unserer
Sendung.
Produziert hat sie der hessische Rundfunk mit der
Augsburger Puppenkiste.
Die
Sendung wurde vom hessischen Rundfunk untertitelt.
Die kleine Insel Lummerland lag mitten im weiten,
endlosen Ozean.
Auf ihren Gleisen fuhren die beiden Lokomotiven Emma
und Molli.
Die Lokomotivführer hießen Lukas und Chim.
Musik König
Alfons, der Viertel vor Zwölfte, brauchte dringend einen
Leuchtturm.
Und drum schickte er die beiden aus, um
Herrn Tortur, den Scheinriesen, nach Lummerland zu holen.
Aber da begegnete ihnen das Meerfräulein Soso Lapitschi
und bat sie, den Magnet im Magnetberg zu
reparieren, der viele tausend Jahre lang das Meer
zum Leuchten gebracht hatte.
Aber eines Tages war irgendwas kaputt gegangen.
Und seitdem war es finster unter dem Wasser.
Der Meerkönig war so traurig wie die Nacht,
die um ihn herrschte.
Chim und Lukas fanden im Magnetberg eine Röhre
und setzten sie zwischen der Tagkraft und der
Nachtkraft der Klippen ein.
Und da begann es unter dem Meer aufzuleuchten
und alle Bewohner feierten ein Fest.
Hei, das Freund und Seel, nun leuchtet hell
auf das Meer.
Ringsherum der Glanz ladet uns ein zum Tanz.
Fischlein kommt alle her, tanzen ist gar nicht
so schwer.
Im Licht das Schein, so ringelrein, das ist
das Schönste im Meer.
Aber Emma und Molly waren nicht mehr von
der Stelle zu bewegen.
Zu stark war die magnetische Anziehungskraft.
Die beiden Lokführer schalteten also das Verbindungsstück zwischen
den Polen aus und das Meeresleuchten erlosch.
Gleichzeitig wurden Emma und Molly befreit.
Die Meerbewohner müssen jemanden finden, der den Magneten
ein- und ausschalten kann.
Wir müssen auf jeden Fall weg von hier,
haben schon so viel Zeit verloren.
Na, unsere beiden Hübschen da unten sind froh,
dass wir sie von der magnetischen Kraft befreit
haben.
Magnetische Kraft ist was Tolles.
Was hast du denn da, Jim?
Hab ich mitgenommen.
Die beiden Metallklumpen sehen sich eigentlich ziemlich ähnlich.
Aber der da ist ein Stück von der
Tagkraft und der ein Stück von der Nachtkraft.
Ja, man kann auch sagen, der da ist
der Südpol und der da ist der Nordpol.
Ja, aber von der Kraft sieht man nichts.
Man muss sie mit Metall verbinden.
Hier zum Beispiel mit dem Handwerkskasten.
Der ist aus Blech.
Halt die Magneten fest, Jim, sonst stürzt Molly
ab.
Jetzt kannst du den Handwerkskasten loslassen, Jim.
Toll!
Die magnetische Kraft hat Molly hochgezogen, nicht wahr?
Ja.
Und warum nicht auch Emma?
Emma ist zu schwer.
Da müsste man schon größere Magnetsteine nehmen und
sie dann mit Eisen, mit Eisen, beispielsweise mit
einem Schürhaken.
Jim, ich befinde mich auf dem Wege, eine
großartige Erfindung zu machen.
Ein Perpetumobil.
Dieser Name sollte Lukas Welt berühmt machen.
Es gibt heute schon fortschrittliche Schulen, deren Lehrer
den Kindern fast perfekt erklären können, was ein
Perpetumobil ist, nämlich eine Lok, die durch magnetische
Steine angezogen wird und dadurch ohne Dampf, ohne
elektrischen Strom fahren kann.
Hier die beiden Magnetsteine.
Der Holzbalken mit dem eisernen Schürhaken, von dem
Erfinder selbst kunstvoll gebogen.
Der Nagel, die Schnur, die den Schürhaken bewegt,
der die Magnetsteine verbindet oder trennt.
So, Achtung!
Jetzt gibt's nur zwei Möglichkeiten.
Was denn für welche?
Entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht.
Bisschen holprig, was?
Wird sich schon noch einfahren.
So, und jetzt habe ich noch was Besonderes
mit unserem Perpetumobil vor.
Was denn?
Eigentlich müsste Emma auch fliegen können.
Das wär toll!
Das ist ein großer Augenblick für die Menschheit.
Tja, mit der Nummer könnten wir in jedem
Zirkus auftreten.
Hey Molly, flieg mit!
Ui!
So, und jetzt fliegen wir in die Wüste.
Au ja!
Einfach so?
Einfach so.
Aber Molly lassen wir hier.
Warum?
Wir können aus ihr doch auch ein Perpetumobil
machen.
Nein, das geht nicht.
Die beiden würden sich gegenseitig anziehen und die
magnetische Kraft wäre wirkungslos.
Das nennt man Interferenz.
Kapiert?
Nö.
Macht nichts.
Wirst schon noch lernen.
Also los in die Wüste.
Mit einem kleinen Umweg.
Über Lummerland?
Tja, die werden schauen.
Hierher gucken.
Hier ist das Vögelein.
Kuck kuck.
Sehr scharf.
Sehr scharf.
Hoffentlich Herr Ärmel.
Eine fotografonische Meisterleistung, Majestät.
Sie werden es bemerken.
Ich habe allerdings vergessen zu blenden.
Verzeihung.
Hallo!
Hallo!
Hallo!
Hallo!
Jim!
Sie sind wieder da.
Mein Jim!
So eine Überraschung.
Das ging ja schnell.
Hoffentlich haben sie den Herrn Leuchtturm mitgebracht.
Verzeihung.
Verzeihung.
Halli!
Hallo!
Halli!
Hallo!
Ich bedauere Außerordentlichen.
Ich kann nichts sehen.
Sollten wir einer Sinnestäuschung zum Opfer gefallen sein?
Wo ist denn mein kleiner Jim?
Hallo Jim!
Ihr müsst hochschauen.
Ah!
Wir wollten nur mal schnell guten Tag sagen.
Du liebe Zeit, was bedeutet das?
Das ist Emma.
Und Jim.
Und einwandfrei Lukas.
Naja, alles Gute kommt von oben.
Macht's gut.
Servus.
Tschüss!
Sie fliegen!
Herr Ärmel, wie ist denn das möglich?
Ganz einfach Majestät.
Ich weiß es nicht.
So, jetzt müsste eigentlich bald die Hauptstadt von
China kommen.
Fahrplanmäßig ja.
Kann leider nichts sehen.
Mach doch mal einen Sturzflug.
Vorsicht Lukas!
Wir sind schon weiter als ich gedacht habe.
Das ist das Gebirge, das jeder gebildete Chinese
die Krone der Welt nennt.
Nicht wahr?
Sehr richtig.
Das Herumkurven ist mir zu gefährlich.
Wir überfliegen das Gebirge.
Halte ich auch für besser.
Jetzt sind wir drüber.
Tja.
Jetzt könntest du geradeaus weiterfliegen.
Tja.
Können vorlachen.
Da hat sich was verklemmt.
An der Steuerung.
Und was bedeutet das?
Wir fliegen höher.
Unaufhaltsam.
Bis zum Mond?
Ja, vielleicht.
Leider sind wir für eine Weltraumfahrt nicht ausgerüstet.
Die Luft wird immer dünner werden und wir
werden ersticken, wenn wir nicht vorher schon in
der Kälte erfroren sind.
Lustig, lustig.
Verflixt und zugenäht.
Schalt doch die Magneten ab.
Dann stürzen wir auf die Erde.
Aber durch den Sturzflug kann sich vielleicht die
Steuerung lösen.
Gute Idee.
Jetzt hat die Steuerung gerade noch rechtzeitig funktioniert.
Das haben wir geschafft.
Alles okay?
Alles okay.
Na ja, jede neue Erfindung hat mal eine
Panne.
Lukas, schau mal.
Da ist Hertur Tur, der Scheinwiese.
Oh, warum verfolgst du mich?
Was habe ich dir getan, dass du mir
nicht nur meine Oase wegnimmst, du grausames Ungeheuer,
sondern mich auch noch bis hierher verfolgst?
Hallo, Hertur Tur.
Wir sind es, keine Ungeheuer.
Wir sind Lukas und Jim.
Oh, meine Freunde, ich eile.
Er wird schon kleiner.
Das ist aber eine Überraschung.
Und in wenigen Augenblicken wird er so klein
wie wir sein.
Hallo.
Oh, welche Freude.
Guten Tag, Hertur Tur.
Verzeiht, ich hielt euch für das Ungeheuer, das
in meiner Oase haust.
Was?
Ein Ungeheuer?
Das ist ja Ungeheuer.
Ein schauerliches Ungetüm mit einem riesigen Maul und
mit einem langen Schwanz.
Es macht einen furchtbaren Lärm mit seiner grässlichen
Stimme.
Scheint sich, um einen Drachen zu handeln.
Drachen?
In der Wüste?
Gibt es sowas?
Wir werden mal nachsehen.
Hertur Tur, bleiben Sie inzwischen bei Emma.
Um Himmels Willen, wer ist Emma?
Na hier, unsere Lok, Sie kennen sie doch.
Ja, gewiss, ja, ja.
Aber seien Sie vorsichtig.
Guten Tag, gnädige Frau.
Ja, ja, wie ein Drache in die Wüste
kommt, wo es doch nirgends Vulkane gibt oder
ähnliches.
Das verstehe ich auch nicht.
Vielleicht hat Hertur Tur das Ungeheuer nur geträumt.
Na, so doof ist er nun auch wieder
nicht.
Von einer grässlichen Stimme höre ich nicht.
Na ja, so ein Ungeheuer kann ja nicht
immer schreien.
Wir schleichen uns mal an.
Du hier rum und ich da rum.
Alles klar.
Das ist doch ein Ungeheuer.
Das ist doch ein Ungeheuer.
Wenn das nur gut ausgeht.
Ach, du bist es.
Hast du was gesehen?
Nein, nichts.
Dann ist das Ungeheuer im Haus.
So viel steht fest.
Los, hinein.
Das ist es.
Ergib dich oder du bist verloren.
Bitte tu mir nichts, du schreckliche Riese.
Friss mich bitte nicht auf.
Ich schmecke nach überhaupt gar nichts.
Nepomuk.
Jim.
Lukas.
Du bist also das Ungeheuer.
Ich bin gerettet.
Wo ist dieser lumpige Riese?
Wir wollen ihn gemeinsam zum Muster stampfen.
Nur immer langsam.
Der Riese ist ein sehr netter Kerl.
Das ist er nicht, weil er so riesig
ist.
Im Übrigen ist das hier sein Haus.
Er will mich fressen.
Nein, er hat schreckliche Angst vor dir.
Angst vor mir?
Meint er, dass ich ein gefährlicher, bösartiger Drache
bin?
Ja, das meint er.
Ich glaube, dieser Riese ist ein sehr netter
Kerl.
Richtet ihm bitte meine besten Grüße aus und
sagt ihm, es freut mich sehr, dass er
Angst vor mir hat.
Bis jetzt hat sich nämlich noch nie jemand
vor mir gefürchtet.
Und das ist ziemlich schlimm für einen Drachen.
Du bist doch nur ein Halbdrache.
Das müsste dem Riesen ja nicht gleich auf
die Nase binden.
Aber wenn wir Herrn Turtur...
Wer ist das denn?
Der Riese.
Aha.
Wenn wir Herrn Turtur nicht sagen, dass du
kein gefährlicher und bösartiger Drache bist, dann wird
er fortlaufen.
Aha.
Das wäre eigentlich schade.
Ich hätte mich so gern mit jemandem angefreundet,
der immerfort aus lauter Angst vor mir zittert.
Das wäre eine richtig schöne Freundschaft gewesen.
Im Übrigen ist Herr Turtur kein echter Riese,
sondern ein Scheinriese.
Er sieht nur von Weitem so groß aus.
Wenn man sich ihm nähert oder wenn er
sich nähert, wird er immer kleiner und ist
schließlich genauso groß wie wir.
So ein Schwindler.
Und vor so einem habe ich Angst gehabt.
Er hat sich aber auch vor dir gefürchtet.
Wie schön.
Er hat sich gefürchtet.
Komm, wir gehen zu ihm.
Alles klar.
Er hat sich gefürchtet.
So ein Glück.
Er hat sich gefürchtet.
Ein wirklich netter Kerl.
Hilfe!
Keinen Schritt, gehe ich weiter.
Das Ungeheuer!
So bleiben Sie doch, Herr Turtur.
Das ist kein Ungeheuer.
Bisschen schon.
Es will mich auffressen.
Ich habe überhaupt keinen Appetit auf Riesen.
Aber Hunger hat es.
Ich sehe es an seinen Ohren.
Ich habe noch nie jemanden mit meinen Ohren
gefressen.
Aber dass der Riese zittert, freut mich ungeheuerlich.
Er fürchtet sich vor mir.
Kommen Sie, Herr Turtur.
Das hier ist Nepomuk, unser Freund.
Er tut Ihnen nichts.
Er ist völlig harmlos.
Na, so harmlos bin ich auch wieder nicht.
Warum hat er mich dann aus meinem Häuschen
vertrieben?
Hat er nicht.
Er hat sich nur darin versteckt, weil er
Angst bekam, als er Sie zum ersten Mal
von Weitem sah.
Oh, das tut mir leid.
Er wird tatsächlich kleiner.
Und jetzt ist er nicht größer als wir.
Verzeihen Sie, lieber Freund, dass ich Sie erschreckt
habe.
Macht nichts.
Vielen Dank, dass Sie sich vor mir gefürchtet
haben.
Hat mich sehr gefreut.
Was führt Sie in die Wüste, meine Freunde?
Was mich in die Wüste führt?
Meine Frage gilt zunächst meinen alten Freunden Jim
und Lukas.
Bitte schön.
Wir brauchen einen Leuchtturm.
Hochinteressant.
Aber solange ich lebe, habe ich noch nie
einen Leuchtturm in der Wüste gesehen.
Na klar, konnten Sie auch nicht.
Weil Sie es nämlich selber sind.
Verstehe ich nicht.
Also, Lummerland braucht einen Leuchtturm, der genau ihre
Eigenschaften hat.
Nämlich wenig Platz einnimmt und in der Ferne
riesengroß ausschaut.
Oh, das ist ja wunderbar.
Ich werde nicht nur in einem Land leben,
wo niemand vor mir erschrickt, sondern ich werde
außerdem noch meine besondere Eigenschaft zum Nutzen anderer
verwenden können.
Ich werde gleich zu üben anfangen.
Habt ihr nicht vielleicht einen kleinen Vulkan auf
Lummerland, wo ich drin wohnen könnte?
Ich würde euch jeden Tag Erdbeben machen und
so viel Lava über die Insel laufen lassen,
wie ihr nur wollt.
Hallo.
Hallo.
Na, was ist?
Wir mögen die Sternen, Leopold.
Aber nach Lummerland würdest du nicht sehr gut
passen.
Hallo.
Hallo.
Das ist ein Leuchtturm, was?
Puh, der leuchtet doch gar nicht.
Der kriegt eine Laterne.
Und warum kümmert sich niemand um mich?
Ich bin auf der Flucht.
Man will mich vernichten.
Und niemand kümmert sich drum.
Wer will dich denn vernichten?
Die Drachen.
Die Volldrachen natürlich.
Hallo.
Bin ich nicht ein prächtiger Leuchtturm?
Ja, herrlich.
Was ist nun?
Soll ich euch meine fürchterliche Geschichte erzählen oder
habt ihr etwa Angst, sie zu hören?
Also erzähl schon.
Ihr habt vielleicht Mut.
Heieieiei.
Hört zu.
Es wird euch gleich grauen und grausen und
gruseln.
Sowas Entsetzliches habt ihr in eurem ganzen Leben
nicht gehört.
Also.
Ich war damals neugierig, ob ihr in die
Drachenstadt hineingekommen seid und wollte mal nachgucken.
Auf Schleichwegen bin ich hineingeschlichen.
Ganz heimlich.
Direkt unheimlich.
In der Stadt der Drachen.
Hihihaha hoho.
Da gibt es nichts zu lachen.
Hihihaha hoho.
Wir müssen nämlich böse sein.
Jiiiaaaoooh!
Bis jemand kommt, uns zu befreien!
Vom Jiiiaaaoooh!
Bis jemand kommt, uns zu befreien!
Vom Jiiiaaaoooh!
Haaa!
Haaa!
Haaa!
Verrat!
Was?
Verrat!
Verrat ist ja was Schönes!
Sehr schön!
Verrat gegen uns!
Ah!
Ist gar nicht schön.
Pui!
Kuckuck!
Frau Malzahn ist entführt worden.
Ah!
Frau Malzahn war eine hervorragende Erzieherin.
Hervorragend?
Besonders für Kinder geeignet.
Ah!
Sie kann nur durch Verrat aus unserer Drachenstadt
gestohlen worden sein.
Drache!
Ah!
Weil aber kein Drache einen anderen verrät, kann
es nur ein Halbdrache gewesen sein.
Ah!
Die werden wir finden und vernichten!
Da ist er, der Verräter!
Ah!
Es war schrecklich.
Ich rannte um mein Leben und kam endlich
in diese Wüste.
Aber das ist ja keine Gegend für einen
Halbdrachen, der Zeit seines Lebens in einem Vulkan
friedlich gehaust hat.
Was soll ich jetzt machen?
Hättest du Lust, Wächter in einem Magnetberg zu
werden?
Das wär toll!
Was muss ich da wächten?
Das erklären wir dir unterwegs.
Darf ich mich euch nähern?
Selbstverständlich Herr Turtur.
Es ist höchste Eisenbahn.
Also, dann kann's losgehen.
Hallo Lukas, hallo Chip, was heißt eigentlich hr?
Herrlicher Rundfunk.
Da fahren wir hin?
Da sind wir schon.
Und die wilden 13?
Sind auch hier.
Die kleine Insel Lummerland lag mitten im weiten
endlosen Ozean.
Auf ihren Gleisen fuhren die beiden Lokomotiven Emma
und Molly.
Die Lokomotivführer hießen Jim und Lukas.
König Anfangs der Viertelvorzwölfte brauchte dringend einen Leuchtturm
und drum schickte er die beiden aus, um
Herrn Totur, den Scheinriesen, nach Lummerland zu holen.
Aber da begegnete ihnen das Meerfräulein Sosola Pitschi
und bat sie, den Magnet im Magnetberg zu
reparieren, der viele Tausend Jahre lang das Meer
zum Leuchten gebracht hatte.
Aber eines Tages war irgendwas kaputt gegangen und
seitdem war es finster unter dem Wasser.
Der Meerkönig war so traurig wie die Nacht,
die um ihn herrschte.
Jim und Lukas fanden im Magnetberg eine Röhre
und setzten sie zwischen der Tagkraft und der
Nachtkraft der Klippen ein.
Und da begann es unter Meer aufzuleuchten und
alle Bewohner feierten ein Fest.
Aber nun waren Emma und Molly nicht mehr
von der Stelle zu bewegen.
Zu stark war die magnetische Anziehungskraft.
Die beiden Lokführer schalteten also das Verbindungsstück zwischen
den beiden Polen aus und das Meeresleuchten erlosch.
Gleichzeitig erfand Lukas das Perpetuum Mit Hilfe von
zwei Magnetsteinen, die mit einem Schürhaken ein-
oder ausgeschaltet wurden, konnte Emma fahren und halten
und fliegen.
Molly wurde auf dem Magnetberg zurückgelassen und die
Lokführer flogen mit Emma in die Wüste.
Dort trafen sie Herrn Tortur, den Scheinriesen, der
die Eigenschaft hatte, immer kleiner zu werden, wenn
man sich ihm näherte oder wenn er sich
jemandem näherte.
Schließlich trafen sie auch noch Nepomuk, den Halbtrachner.
Mit den beiden Passagieren an Bord flog Emma
los.
Es war höchste Zeit, um aus der Wüste
fortzukommen, denn am Horizont erschien schon die verwirrende
Fata Morgana.
Die unsinnigsten Dinge tauchten auf und verschwanden wieder.
Am eindrucksvollsten aber war die Erscheinung eines riesigen
Schiffes am Himmel.
Es hatte nur ein Segel und darauf war
eine große 13 gemalt.
Unbeirrt aber flog das Perpetuum Mobil den Weg
zurück zum Magnetberg.
Ohne Zwischenfälle überquerte es das große Gebirge, die
Krone der Welt.
Achtung, Achtung!
In wenigen Sekunden erreichen wir den Magnetberg.
Gentlemen, in a few seconds we are landing
on the hill of Magnet.
Kapitän Lukas wünscht allen Passagieren weiterhin alles Gute.
Wo ist denn Molli?
Allihallo!
Mein Name ist Uschaurischu.
Ich bin der Verlobte meiner Verlobten, der Prinzessin
Sursula Pitschi.
Angenehm, ich heiße Lukas.
Ich habe schon viel von Ihnen gehört.
Ganz meinerseits.
Na, was macht der Kristall der Ewigkeit?
Ach, es wird mir nie gelingen, ihn allein
herzustellen, weil ich dazu ein Feuerwesen brauche, das
mir friedlich gesinnt ist.
Ich höre immer Feuerwesen!
Schreit doch nicht so laut.
Entschuldigung, aber nicht sehr.
Keine Angst, Herr Uschaurischu, das ist mein Freund
Nepomuk, ein Feuerwesen, sehr friedlich gesinnt.
Na, so friedlich nun auch wieder nicht.
Du bist friedlich gesinnt.
Du willst es nur nicht zugeben.
Es freut mich sehr, Sie kennenzulernen, Herr Nepomuk.
Ah!
Wer ist das?
Ah!
Ach, erschrecken Sie doch nicht, meine Dame.
Kommen Sie näher und Sie werden sich überzeugen,
dass ich nur ein harmloser Scheinriese bin.
Wo ist denn Molli?
Hey, Molli!
Molli!
Molli!
Ihr habt also noch keinen Wärter für den
Magnetberg gefunden?
Leider nein.
Gut, dann bin ich der neue Oberwärter.
Pasta, keine Widerrede!
Ja, und nachdem du auch friedlich gesinnt bist,
kannst du Herrn Uschaurischum bei der Herstellung des
Kristalls der Ewigkeit helfen.
Darüber lässt sich reden.
Aber jetzt gehen wir zuerst mal in den
Berg, ja?
Machen wir.
Bis gleich, Herr Uschaurischum.
Ein friedlich gesinntes Feuerwesen.
Es muss uns gelingen, den Kristall der Ewigkeit
zu machen.
Und dann kann ich meine geliebte Sursula Pitschi
in die Arme schließen.
Sursula Pitschi, verzeihen Sie, ich musste niesen und
habe Ihren Wertennamen trotzdem fehlerfrei gesprochen.
Sursula Pitschi, darf ich mir die Bemerkung erlauben,
dass sich Ihr Name ausgezeichnet für Schnupfen eignet.
Sursula Pitschi, Sie sind eine sehr schöne Frau.
Pitschi!
Molli ist weg!
Molli ist weg?
Molli ist weg!
Vielleicht ist sie ein bisschen ins Meer gefallen,
mein verehrtes Fräulein Sursula.
Pitschi, würden Sie vielleicht die Güte haben und
einmal nachsehen, ob hier in der Nähe der
Klippe eine kleine Lokomotive im Wasser liegt?
Natürlich!
Ich werde aber nicht viel sehen können.
Es ist so dunkel.
Gleich wird es aufleuchten.
Lukas und Nepomuk sind schon unterwegs, um den
Magneten einzuschalten.
So, ich glaube, es ist alles klar, Nepomuk,
was?
Alles klar!
Jetzt probiere ich's!
Na los!
Oha, was ist mit Emma?
Jetzt wirkt die magnetische Kraft und unter dem
Meer wird es zu leuchten beginnen.
Schwesterlein, hast du eine kleine Lokomotive zufällig gesehen?
Nein.
Dann hilf mir suchen.
Mhm.
Sehr gut!
Also pass auf, wenn du den Magneten einschalten
willst, musst du dich vorher überzeugen, dass kein
Schiff in der Nähe ist.
Denn es würde sofort von der magnetischen Kraft
angezogen werden und an den Klippen zerschellen.
Klar!
Ich pass auf!
Also, tschüss!
Tschüss!
Ach, bin ich glücklich!
Juhu!
Ich kann nichts finden.
Tut mir leid.
Außerdem ist es wieder stockdunkel.
Na nu, was ist denn los, Jim?
Molly ist weg.
Molly ist weg?
Molly ist weg.
Verflixt und zugenäht.
Sie wird doch nicht ins Wasser gefallen sein.
Daran haben wir auch schon gedacht.
Also, wir werden mit Emma nach ihr tauchen.
Mit ihren Scheinwerfern können wir dann den Meeresgrund
absuchen.
Die Türen sind wasserdicht.
Die Fenster kurbeln wir hoch.
Aber mit geschlossenen Fenstern können wir nicht fahren.
Die Magnetanlage lässt sich doch nicht von innen
betätigen.
Richtig.
Ich besorge euch Seepferdchen.
Die können wir vor Emma spannen und die
ziehen sie dann durch den ganzen Korallenwald.
Eine bezaubernde Person, diese Sursula.
Pitchi.
Wutschel.
Hallo, Wutschel.
Hallo, Wutschel.
Ich brauche dringend 4 Seepferdchen.
Schnell, zum Magnetberg.
Was ist denn los?
Wenn ich Ihnen behilflich sein kann, meine Herren,
ich werde alles tun, was in meiner bescheidenen
Kraft steht.
Wir kommen.
Dieser Lärm.
Ich suche mir einen anderen Schlafplatz.
Gute Nacht.
Aber vorsichtig.
Seht mal.
Versunkene Schiffe.
Sie sind alle an dem Magnetberg zerschellt und
untergegangen seit vielen Jahrhunderten.
Gut, dass es in Zukunft nicht mehr vorkommen
wird.
Keine Molli weit und breit.
Hoffentlich schaltet jetzt Nepomuk nicht den Magneten ein.
Er würde uns anziehen und wir würden am
Berg zerschellen.
Wir sind noch nicht weit genug weg.
Keine Molli ist zu sehen.
Kein Schiff weit und breit.
Keine Lok weit und breit.
Jetzt kann ich ja den Magneten einschalten.
Der Magnet.
Er zieht uns an.
Stemmt euch dagegen, Seepferdchen.
Sonst sind wir verloren und zerschellen am Magnetberg.
Meerkönig, hilf.
Hilf, Meerkönig.
Hilf, Meerkönig.
Hilf.
Ich möchte endlich meine Ruhe haben.
Hilf.
Hilf.
Meerkönig, hilf.
Hilf.
Hilf.
So, und jetzt schalte ich aus.
Schnell, Seepferdchen.
Schnell den Berg hinauf, dessen Spitze über das
Wasser ragt.
Hast du dir wehgetan, mein Liebster?
Nein.
Wichtig ist, dass sie den großen Berg erreichen,
ehe Nepomuk den Magneten wieder einschaltet.
Zum Poseidon noch mal.
Ich möchte endlich meine Ruhe haben.
Kein Schiff weit und breit.
Keine Lok weit und breit.
Jetzt kann ich ja den Magneten wieder einschalten.
So, und jetzt schalte ich aus.
Und jetzt machen wir mal wieder Volldampf.
Seepferdchen, zieht.
Ich möchte wissen, ob ich endlich mal ausschlafen
kann.
So, und jetzt mache ich Feierabend.
Schluss für heute.
Hochinteressant, was ihr mir da von eurer Flucht
vor dem Magneten erzählt.
Aber wie kamt ihr nach Lummerland?
Das wissen wir auch nicht, Majestät.
Die Luft im Führerhäuschen wurde immer dünner.
Schließlich wurden wir ohnmächtig.
Und als wir erwachten, lagen wir am Strand
und neben uns stand Emma.
So, so.
Und wo ist Herr Turtur?
Er hat sofort seinen Dienst als Leuchtturm angetrieben.
Um Himmels Willen, was ist das?
Kommen Sie ruhig näher, mein Freund.
Der ist ja kleiner geworden.
Hier Lummerland Hauptbahnhof.
Hier Lummerland Hauptbahnhof.
Gibt's hier alles aussteigen?
Guten Tag.
Guten Tag, die Herren.
Guten Tag, Herr Briefträger.
Ich habe da einen Brief an Frau Malzahn.
Das bin ich.
Sie?
Ja, nicht direkt.
Aber ich vertrete quasi Frau Malzahn.
Geben Sie nur her.
Natürlich, mit dem größten Vergnügen.
Ich bin froh, wenn ich ihn los habe.
Herein.
Verzeihen Sie, wenn ich störe, mein Bester.
Ich habe gerade dienstfrei und möchte Sie etwas
fragen.
Bitte schön.
Was treiben Sie da eigentlich?
Ich entwickle.
Oh, hat sich etwas verwirrt?
Nein, ich entwickle zum Beispiel soeben ein fotografisches
Foto von unserem König.
Oh, wie interessant.
Darf ich mal sehen?
Leider ein bisschen unterbelichtet.
Der arme König.
König Alfons, der Viertel vor Zwölfte.
Guten Tag.
Hier ist der Kaiser von China.
Sehr erfreut.
Ich habe eine wichtige und erfreuliche Nachricht für
Lukas und Jim.
Ich höre, ich höre.
In wenigen Tagen wird der Drache Malzahn aufwachen.
Und da Lukas und Jim sehr interessiert sind,
habe ich mein Staatsschiff losgesandt, um sie abzuholen.
Sehr schön, sehr schön.
Und mein Töchterlein Lisi soll auch zurückkehren.
Die Ferien sind um.
Ich werde alles ausrichten.
Ich bedanke mich herzlichst, Herr Kollege.
Ganz meinerseits, Herr Kollege.
Tschüss.
Ching-Chao-Chong-Wum.
Verehrte Frau Malzahn, warum taten Sie uns diese
dumme kleine Dampfmaschine auf die Magnetfelsen stellen?
Molly.
Wir wollen ein Fass Schnaps wie ausgemacht, weil
das alte aus ist.
Zittern Sie vor unserer Rache, wenn Sie diese
Forderung nicht erfüllen.
Hochachtungsvollst die wilde 13 Punkt.
Sie haben also Molly.
Und anscheinend haben Sie immer noch nicht gemerkt,
dass Frau Malzahn in China im Zoo ist
und sich in einen guten Drachen verwandelt.
Hoppla, hoppla, hoppla.
Wie mir scheint, ist etwas ans Ufer gestoßen.
Was war das?
Ich wette, dass das Schiff meines Vaters an
die Landesgrenze gebummst ist.
Wozu haben wir eigentlich einen Leuchtturm?
Ich bin unzureichend.
Herr Trotour, unser Land war in Gefahr.
Verzeihung, Majestät, Verzeihung.
Man hätte mich unbedingt vorher von dem Erdstoß
benachrichtigen müssen.
Das wäre ein sehr fotografisches Foto geworden.
Hallo.
Ein herrlicher Leuchtturm.
Fantastisch.
Er wird immer größer.
Viele Grüße an den Kaiser von China.
Ich hoffe, mein lieber Oberbonze Pingpong, dass mein
Staatsschiff in Kürze einlaufen wird.
Alles wird auf den Beinen sein.
Um die ehrenwerte Prinzessin und die ehrenwerten Lokomotivführer
zu begrüßen.
Gerade das möchte ich vermeiden.
Ich möchte, dass meine Freunde unverzüglich zum Drachen
der Weisheit gebracht werden.
Es ist gut, dass ihr gekommen seid.
Denn nun soll alles wahr werden.
Mensch, Lukas, die hat sich verändert, was?
Nennt sich auch jetzt nicht mehr Frau Malzahn,
sondern Drache der Weisheit.
Aha.
Also, du Drache der Weisheit, verrate mir endlich,
wer ich bin und wo ich herkomme.
Bald schon wirst du alles erfahren durch deine
eigene Kraft und Klugheit.
Rüstet ein Schiff und lasst euch treiben von
Wind und Strömung.
Von Süden kommen sie im Morgengrauen.
Die Wilde 13?
So nennen sie sich.
Aber sie irren.
Was meint sie?
Keine Ahnung.
Sie kommen von ihrer Insel, die da heißt,
das Land, das nicht sein darf.
Und sind auf dem Weg zum Magnetberg, um
dort jenen Drachen zu treffen, der ich einst
war.
Wir werden sie gefangen nehmen.
Ergreife den Stern und mach dich zum Herrn.
So wirst du das Geheimnis deiner Herkunft erfahren.
Ich muss mal schnell zum Kaiser und telefonieren
muss ich auch.
Lasst euch Zeit.
Ich fahre mit euch.
Du hast doch viel zu viel Angst.
Hab ich nicht.
Du bist ein kleines Mädchen und noch dazu
eine Prinzessin.
Wir Männer könnten uns nicht viel um dich
kümmern.
Ich will aber mit und ich fahre auch
mit.
Nein, Lissy, bitte bleib da.
Ich fahre mit?
Nein.
Doch.
Nein.
Doch.
Das würde dein Papa nie zulassen.
Den frage ich erst gar nicht.
Du bleibst da.
Ich fahre mit.
Mein lieber Freund, das Staatsschiff ist bestens ausgerüstet
worden.
Der Kapitän ist ein tapferer Mann.
Ich wünsche euch alles Gute, wenn ihr morgen
in See stecht.
Recht schönen Dank, Herr Kaiser.
Und vorerst eine recht gute Nacht.
Gute Nacht, Herr Kaiser.
Ich fahre mit.
Und ich fahre doch mit.
Und ich fahre doch mit.
Wir fahren und sie haben mich nicht entdeckt.
Wo sollst du nun eigentlich hingehen, Freundin?
Damit ich meinem Steuermann Befehle erteilen kann.
Das Schiff einfach treiben lassen.
Wind und Strömung führen uns dahin, wo wir
hinwollen.
Ich bin ja einiges gewöhnt, aber so einen
verrückten Kurs ist noch nie ein Seemann gefahren.
Oh, na was übel.
13 Perle auf dem toten Sarg.
Oh ja, oh hey, oh.
Da kommt uns ein Schiff entgegen.
...
und der Schnaps war scharf.
Oh ja, oh hey, oh.
Als dann leer war das Fass mit dem
Schnaps, hatten wir alle einen Klapp.
Ja, als Sammler war das was mit dem
Sammeln.
Da sind sie schon.
Wer?
Die wilde Dreizehn.
Also, so viel steht fest.
Ja, das steht fest.
Du weißt doch noch gar nicht, was feststeht.
Ja, das steht fest.
Die wilde Dreizehn haben Kinder eingefangen und sie
an Frau Malzahn geliefert.
Gegen eine Gebühr von einem Fass Schnaps.
Pro Kind ein Fass Schnaps.
Das steht fest.
Mir wird ganz übel.
Das steht fest.
Aber das ist nun endgültig vorbei.
Erledigt.
Kommt nie mehr vor.
Das steht fest.
Und fest steht auch...
Was steht denn sonst noch fest?
Fest steht, dass der hessische Rundfunk zum letzten
Mal unsere Abenteuer zeigt.
Das steht fest?
Das steht fest.
Das wird ein Fest.
Das wird ein Fest.
Mitten im weiten, endlosen Ozean lag die kleine
Insel Lummerland.
Auf ihren Gleisen fuhren die beiden Lokomotiven Emma
und Molly.
Die Lokomotivführer hießen Jim und Lukas.
Wenn man sich der Insel von weitem näherte,
sah man als erstes ihren riesigen Leuchtturm.
Nämlich Herrn Tortour, der dieses Amt freiwillig ausübte.
Je näher man kam, desto kleiner wurde er.
Nun, er war schließlich nur ein Scheinriesel.
Eines Tages war Molly spurlos verschwunden.
Und so fuhr nur noch Emma auf der
lummerländischen Eisenbahnspur.
Auf der Suche nach Molly fuhren Jim und
Lukas auf dem Staatsschiff ihres Freundes, dem Kaiser
von China, durch die Meere.
Sie ahnten nicht, dass sich Lizzie, die Prinzessin,
als blinder Passagier an Bord geschlichen hatte.
Da begegnete ihnen das Schiff der Wilden 13.
Sie waren die schrecklichsten Piraten, die die Welt
je gesehen hatte.
Sie sind es.
Die Wilde 13?
Ja, mit Molly an Bord.
Molly?
So, jetzt wird es ernst.
Matrosen, an die Kanonen.
Ich hab so schreckliche Angst.
Was macht denn das Mädel da?
Das ist Prinzessin Lizzie.
Alles ganz fair war das Fass mit dem
Schatz.
Einen Bahnschuss vor dem Fuß.
Nicht schießen.
Wo kommst du denn her?
Verflixt und zugenäht.
Du hast uns gerade noch gepickt.
Ich hab doch gesagt, du sollst nicht mitfahren.
Ja, ja.
Ich möchte heim.
Dazu ist es jetzt zu spät.
Geh hinunter in die Kajüte.
Feuer!
Feuer!
Die sind mit dem Teufel im Wunde.
Feuer!
Feuer!
Bis zurück, Jungs.
Die haben mit Molly nichts.
Feuer!
Und Schuss!
Schuss!
Lasst sie nur mal rankommen, die Piraten.
Als erstes bringen wir Molly auf unser Schiff.
Und als zweites kriegen die Kerls einen auf
den Deckel, das ihnen Hören und Sehen vergeht.
Wenigstens für ein Weilchen.
Hey, du!
Hey, sieh mal, wen wir da erwischt haben.
Bringen Sie zu unserem Schiff.
Ich muss hier die Sprengung vorbereiten.
Das Startschiff des Kaisers von China soll in
die Luft gehen.
Geht in Deckung, Kameraden.
Der Hauptmann sprengt das Startschiff in die Luft.
Schmeißt die Gefangenen unter Bord.
Meine arme Molly.
Alles Segel!
Weg von hier!
Meine arme Molly.
Wo ist denn Jim?
Jim?
Hier ist er nicht.
Jim!
Vielleicht ist er mit dem Begleitboot entkommen.
Das ist möglich.
Oh, mein Jim.
Dem Rollen und Stampfen nach segeln die Piraten
in einen Taifun.
Was bedeutet das?
Das Ende.
Ach, hätte ich doch auf Jim gehört und
wäre zu Hause geblieben.
Oh.
Alle Inseln und Berge auf der Welt befinden
sich dort, wo sie von Natur aus hingehören.
Bei dem Land, das nicht sein darf, war
das nicht der Fall.
Jedenfalls sollte hier nichts anderes sein, als das
glatte Meer, über das der Wind ungehindert wehen
konnte.
Deshalb empörten sich die Elemente, die in ihrer
Ordnung gestört waren, gegen das Bestehen dieses Landes
und tobten mit aller Macht dagegen.
Aber weil die Stürme in sinnlosen Wüten von
allen Seiten zugleich kamen, hatte sich ein gewaltiger
Wirbel gebildet, in dessen Mitte nun die Felsenburg
geschützt und ruhig dalag.
Weniger ruhig waren die Gefangenen im Innern des
Piratenschiffs, das durch den Taifun rollte und stampfte.
Das Land, das nicht sein darf, war die
Heimat der Wilden 13.
Und nur sie konnten hierher gelangen.
Denn wenn sie auch Piraten waren, das Segeln
verstanden sie wie niemand sonst auf der Welt.
Aber besonders klug waren sie nicht.
Sonst hätten sie gemerkt, dass ihnen bei der
gewaltigen Seeschlacht einer entkommen war.
Jin.
In der Burg des Landes, das nicht sein
darf, lagen unermessliche Schätze, die die Seeräuber in
langen Jahren erbeutet hatten.
13 Kerl auf dem toten Sarg.
Soffen drei Tage und der Schnaps war stark.
Als dann näher war das Pass für den
Schnaps, hatten sie alle einen Klaps.
Als dann näher war das Pass für den
Schnaps, hatten sie alle einen Klaps.
Im Zwölftürenseil hatte man die Gefangenen eingesperrt.
Ich will was sagen.
Ruhe, der Hauptmann will was sagen.
Prost.
Kameraden, das war ein prächtiger Fang heute.
Teufel, auch das war er.
Prost.
Die Wilde 13, sie lebe hoch, hoch, hoch.
Hoch, hoch, hoch.
Prost.
Was machen wir mit den Gefangenen?
Sollen wir sie da unten verhungern lassen?
Ah, da unter der Falltüre sind sie.
Blödsinn, die bringen wir alle zum Drachen-Mahlzahn.
Dann gibt's neuen Schnaps.
Hier bestimmt niemand anderer als ich.
Teufel, Tod und blaue Bohnen.
Mit dem Drachen sind wir fix und fertig.
Prost.
Richtig ist, dass wir immer Schnaps bekommen haben
für die geraubten Kinder, die wir ihm gebracht
haben.
Aber erinnert ihr euch noch an das schwarze
Kärchen?
Wie es in einem geteerten Binsenkörbchen über das
Meer geschwommen ist und wir es herausgefischt haben?
Das kann nur ich gewesen sein.
Da lag doch noch so eine Krone dabei
und ein Stück befriebenes Pergament.
Aber was da drauf stand, ich weiß es
nicht mehr.
Unwichtig.
In ein Paket haben wir das schwarze Baby
an den Drachen-Mahlzahn geschickt.
Und er hat bestritten, es jemals bekommen zu
haben.
Keinen Tropfen Schnaps haben wir von ihm gekriegt.
Prost.
Prost.
Prost.
Mir wird das heiß vor Wut.
Es ist hier so heiß.
Es ist hier so heiß.
Der Drache hat gesagt, ergreife den Stern und
mach dich zum Herr.
Es ist hier so heiß.
Ruhe!
Halt's Maul!
Was?
Maul halten!
Noch ein Wort und ich lasse dich einsperren.
Respekt!
Ich bin der Hauptmann.
Habt ihr keine Augen in euer Schafsköpfchen?
Sag dich der Donner, du hast nicht den
Stern.
Also bist du nicht unser Hauptmann.
Du bist nur besoffen.
Was?
Ich hab nicht den Stern?
Einen Dreck hast du.
Weißt du, Teufel, ich dachte, ich wäre der
Hauptmann.
Ja, aber wer ist denn der Hauptmann, wenn
ich es nicht bin?
Wer den Stern hat, der ist der Hauptmann.
Oder wer denn sonst?
Ja, wer denn sonst?
Ja, nu!
Verflixt, was hat das zu bedeuten?
Zum Teufel, am Ende bin ich der Hauptmann.
Oder ich.
Ich könnte es auch sein.
Wenn ihr mir gehorcht, dann bin ich es.
Warum dir gehorchen, gehorche gefällt es mir.
Am besten mir.
Maul halten!
Selber Maul halten!
Ruhe!
Jetzt spreche ich.
Das ist Verrat.
Das ist vollstimmt.
Die wilde 13 sind sich nicht nur ähnlich,
sie haben auch alle die gleiche Kraft und
sich selber besiegt.
Jetzt werde ich sie fesseln, diese Piraten.
Na nun, plötzlich so still.
Das Gebrüll hörte sich nach Streit an.
Oh, wenn die Piraten sich streiten, dann, dann...
Dann haben wir eine Möglichkeit zu entkommen.
wenn wir bloß wüssten, wo Jim ist.
Hallo, ich bin hier.
Jim!
Ich komme.
Es ging leider nicht schneller.
Mein Junge.
Jim!
Alles in Ordnung, die Piraten habe ich alle
gefangen umgenommen.
Fabelhaft.
Da oben sind sie.
Danke, Jim.
Prachtkerl.
Ihr könnt ja alle mal raufgehen und sie
anschauen.
Sehen ganz schön doof aus.
Matrosen, ihr bewacht inzwischen diesen Raum.
Jawohl, Captain.
Schätze, er wird bald gefüllt werden.
Was ist denn los?
Er hat uns gefesselt.
Das ist ein starkes Stück.
Ein starkes Stück.
Donnerwetter.
Besser hätte ich es auch nicht gekonnt.
Der schwarze Junge hat den Sturm.
Dann ist er unser Hauptmann.
Ich bin Jim Knopf, den ihr vor vielen
Jahren zum Drachen Malzahn schicken wolltet, aber ich
bin dort nie angekommen.
Verrat, Verraterei.
So, und jetzt wollen wir mal ein bisschen
aufräumen.
Sehr sanft seid ihr mit uns auch nicht
umgegangen, also wollen wir auch nicht übermäßig freundlich
sein.
Weißt du, was ich erfahren habe, Lukas?
Sag schon.
Die Räuber haben mich, als ich noch ein
Baby war, in einem Binsenkörbchen gefunden und in
dem Körbchen war eine Krone und ein Pergament.
Wo sind diese Sachen?
Eine Krone?
Bestimmt haben die Piraten eine Schatzkammer und die
werden wir jetzt suchen.
Los.
So, und jetzt gehen wir in verschiedene Richtungen.
Ich da, der Kapitän da, Lizzie und Jim
da.
Wer was findet, ruft die anderen.
Klar?
Klar.
Klar.
Hört mal, ihr Holzchinesen.
Wenn ihr uns losbindet, darf sich jeder von
euch was aus unserer Schatzkammer aussuchen.
Die Schatzkammer finden wir auch, ohne euch loszubinden.
Abgesehen davon würdet ihr doch nie euer Wort
halten.
Die haben's erraten.
Da ist die Schatzkammer.
Ja, und da ist das Binsenkörbchen.
Hallo, Lukas, Kapitän.
Wir haben die Schatzkammer gefunden.
Hallo, Lukas, Kapitän.
Hoppla.
Da ist es, was du gesucht hast.
Körbchen, Krone, Reichsapfel, Szepter und das Pergament.
Und ich, Dummkopf, kann nicht mal lesen.
War einst ein schwarzer König und der hieß
Kaspar.
Er hatte ein großes Reich, aber es ging
verloren und war nie wieder gefunden.
Seit jener Zeit ziehen die Nachkommen König Kaspars
durch die Länder und über die Meere der
Erde.
Immer auf der Suche nach ihrer Heimat, genannt
Dschamballa.
Dieses Kind ist der letzte Nachfolger des Königs
Kaspar und ihm ist verheißen, Dschamballa wiederzufinden.
Wir legen es in dieses Binsenkörbchen und hoffen,
dass es ihn zu seiner Heimat bringt.
Sein Name ist Prinz Mürren.
Ein leibhaftiger Prinz also, der Jim.
Dann sind wir ja Prinz und Prinzessin.
Und ich dachte immer, ich wäre Lokomotivführer.
So, Freunde, nun hört mal zu.
Ihr habt ihn tot verdient und wir werden
euch den Haifischen zum Fraß vorwerfen.
Nein, ich schenke ihnen das Leben, weil sie
mich aus dem Wasser gefischt haben.
Aber sie sollen hier für immer gefangen bleiben.
Du hast uns zwar besiegt, kleiner schwarzer Prinz,
aber ohne uns kommst du nicht aus unserer
Burg heraus, wie man Sturmauge nennt.
Niemand kann das Boot durch den Taifun steuern.
Das können nur wir, die Wilde 13.
Niemand anders.
Verflixt und zugenäht, da haben sie leider recht.
Wir bringen euch durch den Taifun ins Weite
Meer, wohin ihr wollt.
Aber ihr müsst uns vorher unsere Freiheit wiedergeben.
Gebt ihr mir euer Ehrenwort, dass ihr niemand
mehr etwas Böses tut?
Ehrenwort, nur mit dem Drachen haben wir noch
ein Wörtchen zu reden.
Jawohl!
Also, auf nach China!
Wir folgen ihm durch Tag und Nacht, denn
der Stern gibt ihm die Macht.
Das ist nicht der Drache, den wir suchen.
Doch, ich bin der, den ihr sucht.
Aber ihr seid nicht die Wilde 13.
Was?
Wer sind wir nicht?
Prinzessin Lizzie, du warst einst in der Drachenstadt
Kummerland und hast in meiner Schule rechnen gelernt.
Zähle jene, die sich die Wilde 13 nennen.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8,
9, 10, 11, 12.
Es sind zwölf!
Das kann nicht wahr sein.
Wir sind zwölf Brüder und wir hatten immer
einen Hauptmann.
Das sind zusammen 13.
Nein, der Hauptmann war ja immer einer von
euch zwölf Brüdern.
Derjenige, der den Stern trug.
Macht das denn nicht zusammen 13?
Nein, das macht bloß zwölf.
Dann sind wir also gar keine Wilde 13
und sind es vermutlich nie gewesen.
So ist es.
So ein Reinfall.
Doch nun zu dir, Prinz Mürn.
Du hast das Geheimnis deine Herkunft entdeckt.
Aber König wirst du erst sein, wenn du
dein Reich gefunden hast.
Es heißt Dschamballa.
Durch vulkanische Gewalten, über die wir Drachen Macht
haben, ließ sich es versinken und das Land,
das nicht sein darf, stieg empor und wurde
zur Heimat derer, die man die Wilde 13
nannte.
Nur wenn sie ihre Insel versenken, wird Dschamballa
wieder emporsteigen.
Wir sollen unsere Burg Sturmauge versenken?
Was meinst du dazu?
Wir müssen wohl für unsere Missetaten sühnen.
Ich bin bereit.
Sind bereit!
Ihr müsst die zwölf Türen in eurer Burg
gleichzeitig öffnen.
Dann wird die Flut des Wassers hereinstürzen und
all die Gänge füllen.
Dadurch wird das Land so schwer sein, dass
es versinkt.
Dann lasst uns aufbrechen.
Wir müssen es tun und wenn wir dabei
auch untergehen.
Ich fahre mit euch.
Und ich auch.
Nein Jim, bleib du da.
Ich bin ihr Hauptmann.
Hoch Heinz Möhren!
Hoch unser Hauptmann!
Viel Glück.
Ich hab so Angst Papa.
Ruhig mein Kind.
Jim wird wiederkommen.
Lukas auch und alle, die sich bis heute
die Wilde 13 genannt haben.
Jetzt!
Los Jungs!
Kommt, kommt!
Hier sind wir.
Das Land, das nicht sein darf, versinkt.
Und Dschamballa wird auftauchen.
Wenn ihr nicht mit dem Schiff auf uns
gewartet hättet, dann legen wir jetzt unten im
Meer.
Wir danken euch.
Vielleicht wäre es gut gewesen, wenn wir dort
unten liegen.
Tod!
Wir haben keine Heimat mehr.
Wo sollen wir hin?
Nach Dschamballa.
Ihr werdet meine Leibwache und sollt mein Land
beschützen.
Hoch Heinz Möhren!
Hoch unser Hauptmann!
Hoch Heinz Möhren unserem neuen Erd!
Ho ja ho he ja ho!
Er ist unser Hauptmann, denn er trägt den
Stern.
Ho ja ho he ja ho!
Die Überraschung war groß, als man sich Dschamballa
näherte.
Auf der Spitze eines großen Berges lag Lummerland.
Also war Lummerland schon immer die Heimat von
Prinz Möhren gewesen.
Nur hatte es keiner gewusst.
Am Strand stand Molli ganz aus Glas.
Der Schildnöck hatte die kleine Lokomotive im Meer
gefunden.
Mithilfe von Nepomuk hatte er den Kristall der
Ewigkeit hergestellt.
Und damit Molly verwandelt.
Ein Meisterstück.
Und mit diesem Meisterstück endet die Geschichte von
Jim Knopf und der wilden 13.
Obwohl Lummerland um eine riesengroße Insel unübersehbar für
alle Schiffe geworden war, pünktlich wenn es Nacht
wurde, trat Herr Tortur seinen Dienst als Leuchtturmwärter
an und winkte den großen und kleinen Schiffen
zu.
Ahoi!
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