All language subtitles for Der Löwe ist Los[de]

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Original subtitles

Der Vortrag beinhaltet die Begleitung des Vortrags von

J.S. Bach.

Der Vortrag beinhaltet die Begleitung des Vortrags von

J.S. Bach.

Die kleine Stadt irgendwo hatte einen kleinen Zoo,

in dem es allerlei zu sehen gab.

Einige Füchse, die nicht schlau genug waren, sich

nicht fangen zu lassen.

Dann ein Wildschwein, das war immer schlecht aufgelegt

und schimpfen konnte es wie ein Rohrspatz.

Und am meisten schimpfte es über einen Raben,

der gerade ihm gegenüber seinen Stammplatz hatte und

eigentlich gar nicht in den Zoo gehörte.

Zum Zoo dagegen gehörte ein bunter Papagei, der,

wenn er gut aufgelegt war, die Leute begrüßte.

Reinspaziert, reinspaziert, raus, pup, raus, pup.

Lauernd lag der Wolf in seinem Käfig und

träge kuschelte sich der dicke Dachs in sein

Erdloch.

Die Sensation in dem kleinen Zoo der kleinen

Stadt aber war der Löwe.

Man hatte ihn, als er ebenfalls noch ganz

klein war, in Afrika gefangen und war richtig

stolz auf ihn.

Man bedenke, einen echten Löwen hat ja nicht

gleich jede Stadt.

Und man glaubte, er wäre eine von der

Sorte, die sich daran gewöhnt hatten, zahm zu

sein.

Aber wer konnte schon die Gedanken erraten, die

sich hinter der mächtigen Löwenstirne verbargen?

Das Leben war sehr langweilig für ihn.

Er schaute aus den Gittern hinaus und die

Leute schauten durch die Gitter hinein.

Im Grunde war es vielleicht dasselbe.

Übrigens, das ist Kim mit seinem Schwesterchen Pips.

Die beiden wohnen in einem feinen Haus, ganz

allein mit Wu.

Das ist Wu.

Und das ist Herr Marke, der Briefträger.

Ja, Herr Marke, haben Sie denn heute schon

Ihre ganze Post ausgetragen?

Selbstverständlich, mein Herr.

Nur noch ein eiliges Telegramm.

Ach du liebe Zeit, das hätte ich jetzt

beinahe vergessen.

Das ist Doc, der Tierdoktor.

Er kam alle paar Tage, um nachzusehen, ob

das Fell schön glänzend war, ob kein Zahn

schlecht geworden war.

Nun kurz, was eben ein Doktor schon macht,

wenn er kommt.

Löwe hätte ihm ja auch einfach sagen können,

dass ihm nichts fehle, außer die Freiheit.

Aber wer hat schon gehört, dass Löwen hinter

Gittern sprechen?

So verging ein Tag wie der andere.

Eines Tages war Doc sehr in Eile.

Er musste dringend mit seinem Flugzeug zu einem

anderen Patienten in einen anderen Zoo fliegen.

Und ja, so kam es, so kam es,

dass Doc vergaß, den Riegel wieder vorzuschieben.

Doch, doch, doch.

Frau Nachbarin, Frau Nachbarin!

Was gibt es denn, Frau Nachbarin?

Der Löwe ist los, die Wärter sind fassungslos,

die Straßenbahn fährt nicht mehr, alle Metzgerläden sind

geschlossen.

Frau Nachbarin, Frau Nachbarin!

Was gibt es denn, Frau Nachbarin?

Denkt euch nur, der Löwe ist los, die

Wärter sind alle davongelaufen und haben die Straßenbahn

nicht mehr erwischt.

Und die Metzgerläden haben keine Würste mehr und

sind geschlossen.

Frau Nachbarin, Frau Nachbarin!

Was gibt es denn, Frau Nachbarin?

Der Löwe ist los, die Wärter sind nicht

mehr davongekommen und die Straßenbahn ist stehen geblieben.

Und alle Metzgerläden sind ausgehaupt und alles ist

geschlossen.

Frau Nachbarin, Frau Nachbarin!

Was gibt es denn, Frau Nachbarin?

Der Löwe ist los und alle Wärter hat

er aufgefressen und die Straßenbahn ist entgleist.

Und das Fleisch ist alle unsicher, kommt er

bald und frisst uns alle auf.

Da kommt der Sohn, hoch!

Hilfe!

Wo?

Und jetzt legen wir uns alle auf den

Bauch, Liegestütz.

Und dann auf und ab und auf und

ab.

Ich freue mich schon auf unseren Spaziergang.

Du auch?

Nach dem Frühstück.

Und aus.

Nach dem Waschen.

Warum man sich bloß jeden Tag waschen muss?

Man muss eben.

Na dann.

So, liebe Kinder, und nun hört ihr vom

hessischen Rundfunk Lieder aus der Augsburger Puppenkiste.

Als erstes eine Insel mit zwei Bergen.

Eine Insel mit zwei Bergen, mit zwei Tunnels

und Geleisen und dem Eisenbad, das ist Brüggen

mit der schönen Luft.

Eine Insel mit zwei Bergen und mit Motorrad.

Guten Morgen, wo?

Morgen.

Wo?

Und nun, liebe Kinder, hört ihr den Leierkastenmann,

der euch von Kater Mikesch erzählt.

Wo?

Guten Morgen, wo?

Guten Morgen.

Wo?

Haben Sie gut geschlafen?

So gut man eben vor einem größeren Spaziergang

schlafen kann.

Ich habe auch schon von Hunden gehört, die

bei Herrchen und Frauchen im Bett schlafen dürfen.

Aber ich kann mich auch irren, oder?

Du wirst dich wohl irren.

Deck bitte den Tisch.

Wenn der Gockel in der Frühe laut sein

Kikerikik rät, sieht man Mikesch mit dem Korbe,

wie er zum Einkaufen geht.

Brot und Brötchen und doch anderes kauft er

ein im schnellen Lauf.

Ja wisst ihr denn schon?

Hm?

Ja wisst ihr denn schon?

Der Löwe ist los.

Und die Metzgerläden hat er aufgefressen.

Und die Wärter sind entgleist.

Und die Straßenbahn hat keine Würste mehr.

Kein Platz für wilde Tiere.

Es spricht der Zoodirektor Professor Doktor Jim.

Ach, ist das schade.

Jetzt können wir nicht spazieren gehen.

Da, da, da.

Der Löwe?

Der Löwe?

Nö, Wolken, Regenwolken.

Aus dem Spaziergang wird doch nichts.

Ach so.

Aber ich will spazieren gehen.

Und ich gehe auch.

Aber der Löwe.

Was meinst du?

Wenn ich zehnmal im Garten herum ginge, ob

das so gut ist wie ein Spaziergang?

Ich esse lieber zehn Honigbrote.

Ich auch.

Außerdem gibt es doch bald Regen.

Im Regen sind Löwen besonders gefährlich.

Das reizt sie so.

Ich bin auch für zehn Honigbrote.

Und ich auch.

Vorausgesetzt, es ist ein bisschen Wurst drauf.

Und ich gehe doch ein bisschen.

Wir bleiben hier.

Hallo.

Ich glaube, Löwen sagen nicht erst Hallo, wenn

sie einen fressen wollen.

Ich heiße Pips.

Möchtest du in meinem Wagen fahren?

Ich zieh dich.

Ich möchte schon, aber was sagt Löwe dazu?

Vor dem Löwen brauchst du keine Angst zu

haben.

Die haben wir in Italien als Haustiere.

Ich weiß, was man zu ihnen sagen muss,

damit sie Pfötchen geben.

Was denn?

Das darf ich nicht verraten.

Steig ein.

Wo wirst du mich hinfahren?

Vielleicht bis zur Brücke?

Oh ja, das ist fein.

Hallo, wisst ihr denn nicht, der Löwe ist

los?

Er weiß, was man Löwe sagen muss, damit

er Pfötchen gibt.

Hört!

Aber ob er es dann auch tut?

Einfach leichtsinnig ist das von Pips.

Aber Herr Marke, Herr Meike, wissen Sie es

denn noch nicht?

Nein, bitte was?

Der Löwe ist los.

Dann muss ich mich aber mit dem Postaustragen

beeilen.

Die Welt, sie hält den Atem an, die

Leute schaut entsetzt.

Wer kommt da um die Ecke, dort die

Straße lang gepfetzt?

Wer wackelt mit der Mähne und zeigt den

Löwenzähnen?

Wer kommt denn dort so gelb und groß?

Der Löwe, der Löwe, der Löwe ist los.

Der Zoo in unserer kleinen Stadt hat keine

Löwen mehr.

Der Käfig, wo er drinnen war, der steht

seit heute leer.

Und nun sind auch die Straßen so leer

und ganz verlasen.

Die Angst, die ist so riesengroß.

Der Löwe, der Löwe, der Löwe ist los.

Glaubt ihr, dass die Polizei ihn einfangen wird?

Wen?

Den Löwen.

Es ist nichts zu sehen.

Gott sei Dank siehst du den Löwen nicht.

Ich glaube, vom Löwen gesehen und gefressen werden

ist eins.

Ich meine, ich sehe von Pips gar nichts

mehr.

Ist das Gartentor zu?

Das Gartentor ist offen.

Kommt, rasch.

Man weiß nie, was Pips tun wird.

Die Post.

Marke.

Die Post.

Aber das ist ja nur eine Briefmarke, Herr

Marke.

Dann ist mir der Brief vermutlich abhandengekommen.

Aber er war frankiert.

Hier der Beweis.

Was war denn das für ein Brief?

Ein zugeklebter, adressiert an die Kinder Kim und

Pips.

Sicher wird ihn der Löwe schon gefressen haben.

Oh, ein Brief.

Löwen scheuen von nichts zurück.

Hast du Pips gesehen?

Ja, sie fährt mit Tralala spazieren.

Da ist er.

Boah!

Hallo, Herr Krume.

Hallo, Kim.

Warum brüllen Sie denn wie ein Löwe?

Damit er sich fürchtet.

Selber brüllen ist die beste Waffe gegen brüllende

Löwen.

Haben Sie Pips gesehen?

Sie fährt mit Tralala spazieren.

Sehr leichtsinnig, muss ich sagen.

Man müsste sie schleunigst zurückholen.

Das werde ich auch tun.

Und nicht vergessen.

Brüllen gibt die größte Sicherheit gegenüber brüllender Löwen.

Ich glaube, es ist wirklich gut, wenn ich

Pips suche.

Ich komme mit.

Nein, du passt auf das Haus auf.

Das mit dem Brüllen ist eine ausgezeichnete Idee.

Ob ich es auch mal probiere?

Zu Hilfe!

Oh, Verzeihung.

Das war bloß ich.

Keine Angst.

Ich empfehle mich.

Eine ausgezeichnete Idee ist das.

Das mit dem Brüllen.

Wirklich eine ausgezeichnete Idee.

Eine ausge...

Wo?

Ich habe Löwe gesehen.

Er wollte mich fressen.

Nein, wirklich?

Er hat gesagt, er fräse Raben am liebsten.

Sicher schmecken Raben ganz anders als Hunde.

Feiner.

Was das betrifft, weiß ich nicht, ob Löwengeschmack

der allerbeste ist.

Auf welches Wort muss man Pfötchen geben?

Auf gar keins.

Man gibt Pfötchen, wenn man mag.

Wenn man nicht mag, gibt man keins.

Aha.

Aber wenn ich zu Löwe sage, gib Pfötchen,

nachher darfst du diesen Raben fressen, dann, glaube

ich, würde er Pfötchen geben.

Brrr, du bist garstig.

Ich fliege wieder.

Ich käme gern mit.

Vielleicht braucht mich Kim doch.

Sicher tut es ihm jetzt schon leid, dass

er mich hier gelassen hat.

Also, komm schon.

Siehst du was?

Löwe kommt nicht von links.

Löwe kommt nicht von rechts.

Löwe kommt von links.

Löwe kommt von rechts.

Diese Brücke.

Ich habe die Ehre, ihr Brückenwächter zu sein.

Ermöglicht es mir, jeweils dort zu sein, wo

der Löwe nicht ist.

Ja, gar nicht hinkommen kann.

Und ich brauche deshalb vor dem Löwen überhaupt

gar keine Angst, überhaupt nicht zu haben.

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Das, das, das war ja der, der, der,

der, der, der, der, der, der...

Hilfe!

Vorsicht, Weißemann, hier ist Brücke zu Ende.

Gott sei Dank, er ist wieder weg.

Wer bist du denn?

Ich bin Totokatapi.

Und wo kommst du denn her und vor

allem wie?

Ich bin aus Afrika und gekommen bin ich

mit meinem Schiff.

Ich bin gekommen, um Löwe zu fangen.

Du?

Oh, außer mir es niemanden gibt, der Löwe

fangen kann.

Aha.

Ich weiß das Wort auf das Löwen Pfötchen

geben.

Du?

Aber das ist ein Geheimnis, drum kann ich

es nicht verraten.

Bist du dem Löwen denn nicht begegnet?

Löwen gehen nie auf Straßen spazieren, also bin

ich ihm nicht begegnet.

Löwen die Pfötchen geben kenne ich nicht.

Es sind italienische Löwen.

Na, soviel ich weiß, ist unser Löwe ein

afrikanischer.

Oh, dann ist es natürlich nicht so einfach.

Das Löwenfangen ist eine ganz einfache Sache.

Ich brauche dazu nur einige Leute, die um

mich herum gehen und den Löwen suchen.

Warum um dich herum?

Damit ich sofort überall sein kann.

Es würde sehr unpraktisch sein, wenn ich ganz

rechts wäre und plötzlich kommt der Löwe von

links.

Was?

Der Löwe kommt von links?

Seht ihr?

So, so geht das.

So fängt man Löwen.

Mir ist das völlig egal, ob es nun

italienische oder afrikanische sind.

Herr Dreipfennig!

Es ist ein deutscher Löwe, er spricht deutsch,

hört ihr?

Herr Dreipfennig, ich bin es, Kim.

Ich suche Pips.

Ach so, warum sagst du das nicht gleich?

Bist du Tralala?

Ja.

Und ich bin Totokatapi, der bekannte Löwenfänger.

Und wo ist Pips?

Pips ist ausgestiegen, um baden zu gehen bei

der großen Kiesgrube.

Löwen mögen Kiesgruben sehr gern.

Dann müssen wir Pips warnen, ganz schnell.

Kommt ihr mit?

Soll ich auch mitkommen?

Natürlich kommst du mit.

Es ist ja ein afrikanischer Löwe.

Und ich dachte, es wäre ein deutscher Löwe.

Schade.

Die Welt, sie hält den Atem an, die

Leute schauen entsetzt.

Wer kommt da um die Ecke, dort die

Straße lang gewetzt?

Wer wackelt mit der Mähne und zeigt die

Löwenzähne?

Wer kommt denn dort so gräb und groß?

Der Löwe, der Löwe, der Löwe ist groß.

Ich denke, du passt auf das Haus auf.

Ja, das hab ich zuerst auch gedacht, aber

dann hat Rage meint.

Ich?

Aber das ist ja egal jetzt.

Habt ihr Pips gesehen?

Nein.

Sie muss sich in der Nähe der Kiesgrube

aufhalten.

Und Löwen treiben sich furchtbar gern in Kiesgruben

herum.

Afrikanische.

Dann nichts wie hin.

Ich flieg schon voraus.

Musst du denn immer brüllen, wie ein kleines

Kind?

Wenn kleines Kind Pfote verstaucht, dann brüllt es

auch.

Kleine Kinder haben keine Pfoten, sondern Händchen.

Kleine Kinder purzeln auch nicht in Kiesgruben.

Kleine Kinder, wenn sie vernünftig sind, reißen auch

nicht aus.

Kleine Kinder sind auch nicht immer eingesperrt, so

wie ich war.

Warum hast du nicht schon lange dem Doc

gesagt, dass du gar niemanden frisst, wenn man

dich frei herumlaufen lässt und dir zu fressen

gibt?

Wer glaubt schon einem Löwen?

Ich.

Bist du der Doc?

Nein.

Eben.

Warum schnüffelst du?

Du riechst so gut.

Da war sie.

Ganz bestimmt da war sie.

Hier, rechter Fuß.

Linker Fuß.

Rechter Fuß.

Linker Fuß.

Rechter.

Wo?

Wo?

Wo?

Löwe, das ist wo.

Ich mag kein Hundefleisch.

Also hat Ra doch recht gehabt.

Habt ihr gehört?

Da unten ist wer.

Wer ist Löwe?

Und nun hat er Wuck gefressen.

Und jetzt ist er still, weil er ihn

verdaut.

Wu lässt sich nicht fressen.

Tralala, soll ich jetzt seinen Spruch sagen, damit

Löwe nicht zornig wird?

Nein, nein, das könnte ihn unnötig reizen.

Fang du in Afrikanisch, das ist er gewöhnt.

Frisst du wirklich Raben so schrecklich gern?

Raben?

Ich kann mir vorstellen, dass Raben entsetzlich schmecken.

Ich mir auch.

Ra hat mich also angeschwindelt.

Beide habt ihr geschwindelt, wie ihr gesagt habt,

ihr könntet Löwen fangen.

Ich hab nie gesagt fangen.

Ich hab gesagt Wünschen geben.

Und ich hab nicht gewusst, dass es wirklich

ein Afrikanischer ist.

Hilfe, ich rutsche, ich rutsche.

Haltet mich doch fest.

Ich kann nicht mehr, ich rutsche, ich rutsche.

Wenn das, was ich sehe, wahr ist, dann

möchte ich es lieber gar nicht gesehen haben.

Da kommt Doc.

Ich bin in der Höhle des Löwen.

Löwe frisst kein Rabenfleisch?

Das soll entsetzlich schmecken.

Na denn nicht.

Schade.

Jetzt kommt Doc und bringt mich in den

Zoo zurück.

Nichts anderes wollte der Doc, auch wenn er

sich überzeugen konnte, dass der Löwe ein sehr

lieber Löwe war und niemandem auch nur ein

Härchen gekrümmt hatte.

Der Löwe kam also wieder in den Zoo

zurück und damit ist die Geschichte aus, habt

ihr gedacht.

Dann habt ihr falsch gedacht.

Denn etwas kam dazwischen.

Und das Etwas war Herr Dreibfennig.

Als nämlich Herr Dreibfennig Löwe und alle anderen

kommen sah, sah er nur Löwe und nicht

alle anderen und fiel vor Schreck ins Wasser.

Alle guckten entsetzt auf den langsam untergehenden Dreibfennig.

Nur Löwe dachte, dem Mann muss geholfen werden.

Aber weil er schon lange nicht mehr gesprungen

war, verfehlte er sein Ziel, Der Mann landete

in Toto Caterpies Boot, das Seil mit dem

es festgebunden war riss ab, der Wind blies

in das Segel und Löwe hatte das Gefühl

als beginne eine größere Reise.

Und da guckten alle erstaunt und fast atemlos

zu, wie Löwe den Fluss hinunterschwamm.

Ra allein rettete den armen Dreibfennig.

Die auf der Brücke winkten.

Auch Doc wusste, dass man den Löwen nun

nicht mehr fangen konnte, denn gleich hinter der

zweiten Biegung, von hier aus gesehen, mündete der

Fluss in das Meer.

Toto Caterpie war traurig, als er so sein

Boot entschwinden sah und war aber gleich wieder

vergnügt, als ihm Kim und Pips ihr Boot

versprachen.

In der Stadt fand inzwischen der Briefträger Marke

den verloren gegangenen Brief und in dem Brief

da stand, Lieber Kim, liebe Pips, ihr seid

herzlichst eingeladen, eure Ferien auf der Leuchtturminsel zu

verbringen.

Wir freuen uns schon mächtig, wenn ihr kommt.

Euer Onkel guck aus und euer Onkel schluck

auf.

Bis dann also.

Da vorne kommt Frank.

Er will uns auf Wiedersehen sagen.

Aber er soll aufpassen, der dumme Kerl fliegt

geradewegs auf uns zu.

Junge, Junge, wenn ich da nicht aufgepasst hätte.

Das ist ein verrücktes Huhn, dieser Rabe.

Vorsicht, Nebel, da hat man schnell einen, schnell

einen, Atschü, einen Schnupfen, Atschü, einen Schnupfen, Atschü,

auf Wiedersehen.

Donnerwetter, das ist wirklich eine Waschküche, Kinder.

Gott sei Dank gibt es im Meer keine

Berge.

Aber der Leuchtturm.

Klar, dein Onkel wird bei dem Wetter schon

die Lampe anzünden und das Nebelhorn tuten lassen,

hoffe ich.

Maus.

Noch nicht zu sehen, was?

Kein Mäuschen.

Komm, wir gehen mal zu guck aus rüber.

Hey, guck aus.

Ja.

Ist was zu sehen?

Nicht als Nebelschluck auf, nicht als Nebel und

ein bisschen Wasser.

Aber wenn die Kinders mit ihrem Boot kommen,

dann müssen sie das Licht sehen.

Hab's heute Doppelstag eingeschaltet.

Ich komme ein bisschen hoch zu dir.

Zweimal gesehen hält besser.

Eigentlich will ich es dir gar nicht sagen,

aber ich sage schließlich doch, Kim und Pips

kommen auf Besuch.

Eigentlich will ich es dir gar nicht sagen,

aber du trauerst mich.

Ich weiß es nämlich schon seit dem Tag,

da ich den Einladungsbrief persönlich zum Postschiff gebracht

habe.

Kinder mögen Ziegen nicht besonders gern.

Kinder lieben geradezu Ziegen.

Noch nichts zu sehen, was?

Guck selber.

Schöne Suppe, das.

Und wenn, wenn sie nun mit dem Flugzeug

kommen?

Donnersturm, daran hab ich noch gar nicht gedacht.

Ohne Nebel macht das Fliegen mehr Spaß.

Und dann könnten wir vielleicht auf dem Meer

den Löwen sehen.

Und vielleicht würde er mit dem Taschentuch winken,

das ich ihm geschenkt habe.

Ja, und Toto Caterpie, der in unserem Boot

fährt, ist sicher auch irgendwo da unten.

Hallo, wir sind da.

Recht hast du gehabt, alter Schluckauf, ganz recht.

Da kommen sie doch tatsächlich mit dem Flugzeug

von Doc.

Hallo!

Zieh, sie sind da.

Bitte mach mal den Stall auf.

Ich muss sie begrüßen.

Ziegen müssen nicht überall vorn dran sein.

Wenn ich dir mal auf den Schwarz trete,

dann war das kein Zufall.

Mit großem Hallo wurden die kleinen Feriengäste empfangen.

Der Doc aber stellte gar nicht erst seinen

Propeller ab.

Er wollte gleich wieder zurückfliegen.

Er hatte ja schließlich eine große Praxis.

Es lohnt sich wirklich überhaupt nicht, auf dieser

elenden, verlassenen Insel zu bleiben.

Zieh war schrecklich ärgerlich, nicht dabei zu sein.

Und sie hätte Schipp am liebsten was Schlimmeres

angetan, als nur auf den Schwanz treten.

Die Welt, sie hält den Atem an.

Die Leute schauen entsetzt.

Im kleinen Leuchtturmstübchen von Onkel Guck aus wurde

gefeiert.

Der dampfende Punschkessel musste zweimal nachgefüllt werden.

Daran hatte Onkel Schluckauf nicht wenig Schuld.

Und als draußen schon längst die Nacht reingebrochen

war, sang er zum Weißgott wievielten Mal das

Löwenlied.

Der Zoo in unserer kleinen Stadt hat keinen

Löwen mehr.

Der Käfig, wo er drinnen war, der steht

seit heute leer.

Und nun sind auch die Straßen so leer

und ganz verlassen.

Die Angst, sie ist so riesengroß.

Der Löwe, der Löwe, der Löwe ist los.

Und keiner wusste, wie nah der Löwe ihnen

war.

Er segelte in seinem wackeligen Boot durch die

Nacht und das Meer.

Sein Herz weilte zur Hälfte schon in Afrika.

Die andere aber dachte noch an Pips, die

ihm einmal dieses Taschentuch geschenkt hatte.

Und obgleich Löwe keine Ahnung hatte, wie nah

er ihr war, hob er doch das Taschentuch

und winkte dem Leuchtturm zu.

Und noch einer war unterwegs nach Afrika.

Toto Caterpie, der Negerjunge, dem Kim und Pips

ihr Boot gelehen hatten.

Und auf die Nacht folgte der lange, lange

Tag.

Onkel Schluckauf bastelte schon an seinen Fischernetzen.

Das heißt, er fliegte die Löcher, die da

waren.

Löcher müssen nämlich in einem Netz sein.

Aber es muss die richtige Art von Löchern

sein.

Ein Netz ohne Löcher wäre kein Netz nicht.

Aber ein Netz mit einem zu großen Loch,

wie dieses hier, das ist auch kein Netz

nicht, sondern ein kurzes Stück Tunnel für Fische.

Und was ein Fischer mit einem Tunnel für

Fische anfangen soll, das hat noch keiner nicht

erklären können.

Also das Loch muss zu, aber nicht ganz

zu.

Auf der anderen Seite der Fischerhütte saßen Pips

und Schipp.

Pips malte mit Feuereifer.

Wenn das, was du da malst, der Baum

sein soll, der vor uns steht, dann bin

ich eine meckernde weiße Ziege.

Pips malte und sah nur ab und zu

in Richtung Leuchtturm, wo nur Kim bleibt.

Und so Schipp sagte sie.

Dann bist du eben eine meckernde weiße Ziege.

Dass man diese dumme, eingebildete Katze frei herumlaufen

lässt, beweist, welche Unordnung auf dieser elenden, einsamen

Insel herrscht.

Ein weiterer Beweis, falls überhaupt einer nötig wäre,

ist die Tatsache, dass ich heute noch kein

Futter bekommen habe und ich habe Hunger!

Hunger!

Hunger!

299 Stufen führten hinauf zum Leuchtturmstübchen, in dem

Onkel Gugaus schlief.

Leuchtturmwärter schlafen tagsüber, weil sie in der Nacht

wach sein müssen.

Und so konnte er Zieh nicht hören.

Und Kim?

Kim spähte auf das Meer hinaus.

Und?

Und entdeckte etwas.

Etwas war angekommen oder schickte sich jedenfalls an,

anzukommen.

Zieh, es ist was angekommen.

Eine Ziege?

Etwas, was vielleicht Hilfe braucht.

Keine eingebildete, eitele Katze?

Nein, es ist etwas, was vielleicht großen Hunger

hat.

Das sagst du ausgerechnet mir?

Entschuldige bitte, ich hab dich vergessen, aber dafür

darfst du mitkommen.

Wenn es nur keine eingebildete, eitele Katze ist.

Mau!

Da kommt eine dumme, meckernde Ziege.

Guten Morgen, Kim.

Hast du schon Gymnastik gemacht?

Ich bin 299 Stufen ganz schnell runtergegangen.

Es kommt was an Land, was vielleicht hungrig

ist.

Willst du es mit Ziegenmilch füttern?

Oder weshalb hast du diese arme, unnütze Person

mitgebracht?

Hoffentlich ist das, was da angeschwemmt wird, eine

recht große Bulldogge.

Dazu ist es zu klein.

Möglicherweise wächst es noch.

Hört auf zu streiten.

Gehen wir zum Strand.

Wenn ihr mir was antun wollt, ich warne

euch.

Ich habe einen großen, gelben Freund.

Das, was da kommt, ist schrecklich schön bunt.

Ich möchte es malen.

Warum hast du deinen großen, gelben Freund nicht

mitgebracht?

Weil er dringend nach Afrika muss.

Er ist ein Löwe.

Löwe?

Immer noch besser als Löwe?

Wie kann man von großen, gelben Freunden sprechen,

wenn man sich selber noch nicht einmal vorgestellt

hat?

Ich bin Ka, der Kakadu.

Der alte Mann, den ich gehörte, er war

ein berühmter Doktor, hat mir die Flügel gestutzt.

Darum kann ich nicht fliegen.

Wir heißen Pips, Kim, Schipp und Zie.

Zie und Schipp.

Ich glaube, dein Löwe ist auch unser Löwe.

Kennst du ihn schon lang?

Wir haben uns auf dem Meer getroffen und

mindestens 3 Minuten miteinander gesprochen.

Er hatte ein Taschentuch, weil sie ...

Es war unser Löwe.

Wie heißt dieses Eiland?

Das ist die Leuchtturm-Insel.

Guck, da hinten steht der Leuchtturm.

Herzlich willkommen übrigens.

Onkel Guckaus wird Augen machen.

Na nun.

Warum macht ihr denn so einen Krach, Kinders?

Habt ihr einen Vogel?

Ja, Onkel Guckaus.

Es ist ein Kakadu und heißt Ka.

Er ist an Land geschwemmt worden.

Ach so.

Na, da hat er aber mächtig Glück gehabt.

Warum?

Guckt mal her.

Es gibt nämlich auch noch andere Inseln im

Ozean.

Und auf einer davon leben Neger, die nichts

lieber essen als Papageien und die die ganz

fabelhafte Fertigkeit haben, diese zu fangen.

Und dann haben sie auch noch an die

200 Rezepte, wie sie am schmackhaftesten zubereitet werden

können.

Und darum hat dieser Ka ein Riesenglück gehabt,

dass er auf unserer gastlichen Insel gelandet ist.

Ich höre immer gastlich.

Möchte wissen, warum dann mein Magen knurrt.

Entschuldige, Zieh.

Ich werde dir sofort was zu essen bringen.

Wir gehen schon voraus zu Onkel Schluckauf.

Ich möchte Ka gleich abmalen.

Eiwei.

Das ist fein, ja.

Dann kann ich ja mal ruhig wieder weiterschlafen,

ne?

Onkel Schluckauf!

Onkel Schluckauf!

Onkel Schluckauf, weißt du, was an Land geschwemmt

ist?

Eine Flasche?

Ein Kakadu.

Er wird gleich hier sein.

Er kann nicht so schnell laufen, weißt du.

Wie wär's denn mit dem Fliegen?

Kann er nicht.

Der alte Herr, dem er gehörte, hat ihm

die Flügel gestutzt.

Und darüber habe ich mich so geärgert, dass

ich ausgerissen bin.

Bin dann zum Fluss gerannt und da lag

eine Kiste.

Hier, die.

Und was tat ich?

Nun, ich stieg ein, guck so, und hab

mich also versteckt.

So.

Und als ich wieder einmal über den Rand

guckte, so, da war ich mit der Kiste

schon ein gutes Stück Fluss abgeschwommen und schließlich

war es kein Fluss mehr, sondern ein Ozean.

Und so bin ich immerzu getrieben und getrieben.

Vorsicht, steig schnell aus, du schwimmst wieder davon.

So, Hilfe, Hilfe, ich schwimme wieder davon.

Das sagte ich ja schon.

Du schwimmst wieder davon.

Hilfe, ich schwimme wieder davon.

Komm!

Komm!

So sind nun mal Vögel.

Sie werden an Dummheit nur noch von Ziegen

übertroffen.

Kannst du mir sagen, warum es keine Katzenfreiser

Enzel gibt?

Nein, das kann ich dir nicht sagen.

Kee!

Kee!

Kee!

Kee!

Kee!

Kee!

Kee!

Kee!

Wir müssen sofort hinterher.

Es gibt tatsächlich dümmere Best' als wie keinst.

Vielleicht kann er von dem Papa gefallen freisegen

und gefangen werden.

Hilfe, Hilfe, Hilfe!

Hey, hey, hey.

Hey, du segelst wohl zum ersten Mal über

den Ozean.

Warum?

Du machst es falsch.

Was mache ich falsch?

Du musst Brotbrötchen in die Luft werfen, damit

ich sie fangen kann.

Ach, wenn ich doch nur selbst etwas zu

essen hätte.

Ich heiße Möwe, und du?

Ha.

Schade.

Warum?

Gestern traf ich einen Löwen, der schwamm auch

im Meer.

Und mit dem reimte ich mich.

Möwe und Löwe, das reimt sich.

Wenn du Maa heißen würdest, dann könnte ich

mich auch mit dir reimen.

Warum fliegst du eigentlich nicht?

Ich habe gestutzte Flügel.

Das ist schlecht für dich.

Warum?

Weil ich Wind rieche, und schwarze Wolken, und

Blitz, und Donner, und Regen, und Hausturmhohe Wellen.

Himmel, Himmel, das halte ich nicht aus.

Könntest du nicht Hilfe holen?

Fragt sich nur wen.

Kim und Pips.

Sind das die Neuen auf der Leuchtturminsel?

Ja.

Ich will's versuchen.

Gleich wird ein günstiger Segelwind.

Wir können gleich losfahren und K.

suchen.

Haben wir alles?

Konserven, Lebertran, Trinkwasser, Zwieback, Medizinschränkchen.

Fehlt eigentlich nur noch, dass wir auf Wiedersehen

sagen.

Lass die Onkels schlafen.

Wir sind ja bald wieder zurück.

Kommt sie.

Das ist zwar eine elende, einsame kleine Insel,

aber immer noch besser als ein kleines Segelboot

auf dem Ozean.

Aber am einsamsten ist eine alte Ziege auf

einer Insel, wo sich niemand um sie kümmert,

weil alles schläft.

Was ist denn los?

Wo sind Kim und Pips?

Wenn sie nicht bei C.

sind, sind sie bei Guckaus.

Und wenn sie nicht bei Guckaus sind, sind

sie bei mir.

Und wenn sie nicht bei mir sind ...

Und was ist, wenn ein Boot fehlt?

Wenn was fehlt?

Ein Boot.

Dunne Wetter.

Dunne Wetter.

Guckaus.

Guckaus.

Ich suche sie.

Guckaus.

Guckaus.

Dunne Wetter, noch mal Schluck auf, einen so

zu erschrecken.

Mein Boot ist weg.

Dein Boot ist weg.

Und die Kinder sind weg.

Und die Kinder sind weg.

Ja, begreifst du noch nicht?

Immer langsam, alte Haubitze.

Dein Boot ist weg.

Und die Kinder sind weg.

Dunne Wetter, noch mal und gleich noch mal.

Das ist eine schöne Bescherung.

Hier Leuchtturminsel Onkel Guckaus.

Ich meine natürlich nur Guckaus.

Hier Wetterstation Meer Nordwest 2.

Wir geben eine Sturmwarnung.

Ja, ich höre.

Im Bereich Meer Nordwest 2 bis 4 Planquadrat

G bis L.

Das sind wir.

Ich wiederhole, G bis L nähert sich ein

Wirbelsturm.

Alle Schiffe werden aufgefordert, den nächsten Hafen anzulaufen.

Die Leuchtturmstationen geben sofort ihre Signale.

Ende.

Ende.

Bitte die Nummer irgendwo 007.

Ja, bitte.

Hallo, Doc.

Schluckauf.

Da kann ich Ihnen leider nicht helfen, lieber

Freund.

Ich bin Tierarzt.

Wie?

Nein, ich hab keinen.

Hier ist Schluckauf, Leuchtturminsel.

Hallo, mein lieber Schluckauf.

Wie geht's denn?

Was machen Kim und Pips?

Sie sind weg mit meinem Boot.

Und jetzt haben wir soeben eine Sturmwarnung bekommen.

Ein Wirbelsturm.

Mein Gott, Sie müssen sofort losfahren.

Die Kinder können doch nicht im Sturm Segelboot

fahren.

Wo?

Bitte?

Das war wo.

Hallo, Doc.

Hier ist Schluckauf.

Bitte helfen Sie uns.

Ist der Sturm schon da?

Wird nicht mehr lang dauern.

Gut.

Ich komme mit meinem Flugzeug.

Und mit mir.

Ja, danke.

Wir fahren auch los.

Ende.

Ende.

Hoffentlich hat das Unwetter die Kinder noch nicht

erreicht.

Du liebe Zeit, ein Unwetter kommt und nichts

zu sehen von Karl.

Du liebe Zeit und nichts zu sehen von

Löwe.

Du liebe Zeit und nichts zu sehen von

Kim und Pips.

Ist das der Sturm?

Nein, aber auch ein unvernünftiger Vogel.

Also wenn ich gar nicht aufgeben...

Ich sehe etwas, ich sehe etwas.

Endlich.

Aber das Rote, was ich sehe, ist nicht

Karl, sondern eine Art Segel, wie sie die

Seeräume benutzen.

Noch nie habe ich gehört, dass Seeräume in

etwas fahren, was eher ein Waschfass als ein

Boot ist.

Es ist Löwe, mein Löwe.

Wieso dein Löwe?

Er hat mein Taschentuch.

Hallo, Löwe.

Hallo.

Hallo.

Komm, siehe hier her, das sind doch Pips

und Kim.

Das ist aber eine Überraschung, mitten auf dem

Ozean.

Sehr lieb, aber das Alte ist noch ganz

neu.

Was macht ihr denn so allein auf dem

Ozean?

Wollt ihr auch nach Afrika?

Wir suchen einen Kakadu, der jetzt vermutlich auf

die Papageienfresserinsel zusteuert.

Du hast ihn schon mal getroffen.

Papageienfresserinsel.

Übrigens, habt ihr etwas an Bord, was sich

für einen hungrigen Löwen eignen würde?

Eine Ziege.

Haustiere fresse ich nicht.

Katzen sind, glaube ich, keine Haustiere.

Wir haben nur Zwiebeln.

Ein Blitz und ein gewaltiger Donnerschlag kündigte den

Sturm an.

Die Boote drehten sich in ganz verschiedene Richtungen

und die Insassen verloren sich bald aus den

Augen.

Einsam flog Möwe durch Regen und Sturm.

Das Meer schlug Wellen, als würde jemand mit

einem riesig großen Kochlöffel darin umrühren.

Doc musste wie ein Kunstflieger seine Maschine steuern

und Wu bereute fast sehr, mitgekommen zu sein.

Onkel Gugaus und Onkel Schluckauf kämpften sich durch

das aufgeregte Wasser und schauten vergeblich nach Kim

und Pips aus.

Der Erste, der aus diesem Sturmgewitter heil wieder

rauskam, war Ka.

Und er trieb auf eine Insel zu.

Auf eine Insel, wo am Strand eine Tafel

aufgestellt war mit der Aufschrift, was das für

eine Insel wäre.

Aber das konnte Ka erst lesen, als er

nahe daran war, denn er war stark kurzsichtig.

Untertitel

der Amara.org-Community

Die

Musik der Amara.org-Community Am

Himmel blitzte und krachte es.

Haushoch schlugen die Wellen.

Es war ein fürchterlicher Sturm.

Mitten im Unwetter drehte sich das Boot mit

unseren Ausreisern.

Trotzdem hatte niemand auch nur eine Spur von

Angst.

Kim nicht und Pips nicht.

Nur dem Schipp sträubten sich etwas die Haare

und sie hatte ein schwaches Gefühl in der

Magengegend.

Möwe segelte durch den Sturm, eugte scharf auf

das Meer und sah trotzdem nicht, wie dort

unten der Löwe gegen die Wellen ankämpfte.

Das heißt, er kämpfte eigentlich gar nicht.

Er ließ sich einfach treiben.

Irgendwie würde er schon in Afrika landen, hoffte

er und trocknete sich mit Pips Taschentuch ab

und zu die nasse Löwenstirnen.

Verhältnismäßig im Trocknen saßen Doc, der Tierdoktor, und

Wu, der Hund und hielten vergeblich Ausschau.

Der Leuchtturmwetter guck aus und sein Freund Schluckauf

waren in großer Sorge um die Kinder.

Und der Urheber der ganzen Aufregung, das war

Ka, der gestutzte Kakadu, der gerade auf einer

Insel landete.

Auf einer Insel, wo es schon aufgehört hatte

zu regnen.

Auf einer Insel, wo am Strand eine Tafel

aufgestellt war mit der Aufschrift, was das für

eine Insel wäre.

Ka achtete gar nicht darauf.

Er war todmüde.

Auf der Tafel stand zu lesen Insel der

Papageienfresser.

Alle Papageien werden vor dem Betreten dieser Insel

gewarnt.

Der Tierschutzverein.

Da sitzt etwas buntes am Wasser, nene Papa.

Noch nie hat ein Papagei am Wasser gesessen,

nene Mama.

Papageien sitzen auf Bäumen.

Mitunter auch am Wasser.

Glaubst du, nene Mama?

Das glaub ich, nene Papa.

Wär feiner Braten für nene Kiki, nene Mama.

Feiner Braten für nene Kiki, nene Papa.

Hilfe!

Feiner Papagei, fressen eins, zwei, drei.

Ist in unser Nest geschlupft.

Und nun wird er gleich gerupft.

Eins und zwei und drei.

Ich bin kein Papagei.

Der schmeckt uns gut.

Ich bin ein Papagei.

Feiner Papagei, fressen eins, zwei, drei.

Wenn der rupft, dann ist er nackt.

Zwiebeln sind schon klein gehackt.

Eins und zwei und drei.

Ich bin kein Papagei.

Der schmeckt uns gut.

Ich bin ein Papagei.

Feiner Papagei, fressen eins, zwei, drei.

Und mit sauber Sahne brutzelt er in Fahne.

Eins und zwei und drei.

Ich bin kein Papagei.

Der schmeckt uns gut.

Ich bin ein Papagei.

Ich will auf der Stelle ein Papagei sein,

wenn das nicht Kawa.

Junge, junge, junge.

Löwe, Löwe.

Möwe.

Wir reimen uns noch.

Hast du was zu fressen für mich?

Ich bin in schrecklicher Eile.

Kawa ist auf der Papageifresserinsel.

Kennst du Kawa?

Wenn Kawa kein Papagei, sondern ein Kakadu ist,

dann kenne ich ihn.

Die schwarzen Leute haben ihn gefangen und ein

schreckliches Lied übers Fressen gesungen.

Bitte sprich nicht immer vom Fressen.

So was hört ein hungriger Löwe gar nicht

gern.

Im Übrigen müssen wir dem armen Kawa helfen.

Hoffentlich haben sie ihn noch nicht...

Ich bin kein Papagei.

Aber das macht doch nichts.

Die Kakadus schmecken vielleicht sogar noch besser als

die Papageien.

Das gibt einen richtigen schönen Sonntagsbraten.

Ja, und Nene Kiki wird den schönen Sonntagsbraten

essen und wieder ganz gesund werden.

Ich mag nicht essen.

Mag nicht.

Aber dann wirst du doch wieder gesund, Nene

Kiki.

Erst musst du ihn essen.

Wenn diese Nene Kiki krank ist, dann darf

sie auf keinen Fall einen fetten Kakadu-Braten

essen.

Mag nicht essen.

Nene Kiki muss schnell zu einem Arzt, der

sie behandelt.

Papageien sind große Ärzte, aber die allergrößten sind

die Kakadus.

Mag nicht essen.

Der Doktor da soll mich wieder gesund machen.

Du wirst wieder gesund, wenn du ihn brav

gegessen hast.

Erst kochen wir ein feines Süppchen.

Ich hab noch nie gehört, dass man seinen

Arzt schlachtet und aufisst.

Was meinst du denn?

Ich bin ein großer Arzt.

Das erkennt man gleich an diesen gestutzten Federn.

Arztkakadus brauchen nämlich nicht zu fliegen, denn sie

werden sehr geehrt und von allen Leuten herumgetragen.

Und ich könnte diese Nene Kiki schon wieder

gesund machen, wenn ihr mir die Freiheit versprecht.

Mag nicht essen.

Mag gesund werden.

Wollen wir ihm die Freiheit versprechen?

Das können wir schon tun.

Wir brauchen es ja hinterher noch nicht zu

halten.

Hör mal, du!

Aber wehe dir, wenn du Nene Kiki nicht

gesund machst.

Lass mich zu ihr.

Mag nicht essen.

Mag nicht essen.

Ich hab noch nie ein so gescheites Nene

Kiki getroffen und bin doch schon über 100

Jahre alt.

Was?

Ja, vielleicht auch nicht ganz so viel.

Ich hab keine Zeit, jedes Jahr zu zählen.

Aber jetzt wird der Onkel Doktor mal deinen

Puls fühlen.

1, 2, 1, 2, 1, 2, 1, 2.

Oje, oje, oje, oje.

1, 2, 1, 2.

Also, der Puls ist es nicht.

Es wird der Magen sein.

Wir werden einmal zwei nasse Wickel auf Brust

und Bauch verordnen.

Zwei nasse Wickel, danni und sehr nasse.

Da ist eine Insel!

Endlich!

Sieht genauso elend aus wie die, von der

wir kommen.

Hätte ich mich doch nie auf dieses Abenteuer

eingelassen.

Eingeladen hatte ich niemand.

Da ist eine Tafel am Strand.

Und eine Kiste.

Ich will dieser Ziege jeden Tag ein Gedicht

aufsagen, wenn es nicht die Kiste von K

ist.

Guckt mal!

Insel der Papageienfresser.

Alle Papageien werden vor dem Betreten dieser Insel

gewarnt.

Der Tierschutzverein.

Na bitte, da haben wir es.

Dann ist Carbo schon gefangen worden.

Wenn er gefangen wurde, dann ist er schon

gefressen.

Vielleicht ist er erst gerupft, aber noch nicht

gebraten.

Wir müssen die Insel durchsuchen.

Und nicht mehr sprechen.

Kommt!

Achtung!

Mäh!

Ich glaube, das sind sie.

Die Papageieninselfresser?

Ich glaube, es sind sehr viele.

In Notzeiten fressen sie auch Ziegen.

Ruhe!

Ha-ha-ha-tschi!

Wie dumm, dass Möwe nicht hier ist.

Sie könnte mir sagen, ob das, was da

ist, Papageieninselfresser sind und ob ich sie fressen

soll.

Ha-ha-ha-tschi!

Zu dumm, dass ich mich auch noch erkältet

habe.

Ha-ha-ha-tschi!

Ha-ha-ha-tschi!

Sie wird gesund.

Sie wird ganz furchtbar schnell gesund.

Jetzt pustet sie ans Kranke aus.

Ha-ha-ha-tschi!

Jetzt hat sie sich auch noch einen Schlüpfen

geholt.

Wir werden den dummen Kerl gleich in den

Kochtopf stecken.

Ich esse keine Papageien.

Ha-ha-ha-tschi!

Und ich will auch nicht heiraten.

Ich werde traurig sein, mich gefressen zu haben,

wenn meine Kiki erst wieder ganz gesund ist.

Wie wäre es mit frischem Speck?

Ha-ha-ha-tschi!

Sie spickt in Trüffelsoße mit Kräutern garniert.

Rezept 185.

Das übernehme ich nicht.

Oder wie wäre es mit Rezept 92?

Ach, das meinst du?

Ich kenne es auswendig.

Am Spieß knusprig geröstet, zwei Stunden gedreht, mit

Ananas gefüllt, mit Kokosmilch übergossen und dazu feinen

Bananensalat.

Salat essen, das ist gesund.

Ich esse dich nicht.

Ha-ha-tschi!

Ich hole Wasser.

Ha-ha-tschi!

Feine Papagei, fressen eins, zwei, drei, ist in

unser Nest gehupft und nun wird er gleich

gerupft.

Eins und zwei und drei.

Ich bin der Papagei.

Der schmeckt uns gu-gu.

Ich bin ein Kakadu.

Ein Ka, ein Ka, ein Kaka-Kakadu.

Ha-tschi!

Ha-tschi!

Wenn Möwe nicht bald kommt, dann gehe ich

aus meinem Versteck und fresse die ganze Bande

auf.

Ha-tschi!

Und ich sage euch, was da niest, das

ist kein Papageienfresser.

Mein Geruch sagt mir, es ist eine gelbe,

große Katze.

Es ist ein Löwe.

Löwe?

Ha-tschi!

Hallo, Löwe!

Bist du unser Löwe?

Bips!

Er ist es!

Hallo!

Ha-tschi!

Löwe!

Löwe!

Löwe!

Löwe!

Junge, Junge, Junge!

So ein Zufall!

Das sind sie ja alle.

Jetzt müssen wir aber schnell einen Plan machen.

Sonst können wir Ka nicht mehr retten.

Feiner Papagei, fressen eins, zwei, drei.

Wenn er ruppt, dann ist er nackt.

Zwiebeln sind schon klein gehackt.

Eins und zwei und drei.

Ich will nicht, Papagei.

Der schmeckt uns gu-gu.

Ich bin ein Kaka-Ku.

Sie waschen schon das Geschirr auf.

Ha-tschi!

Wer niest, kann nicht fressen.

Soll ich nicht noch Löwe holen?

Nein, Löwe muss beim Schiff bleiben, damit nicht

andere Papageienfresser kommen und es stehlen.

Da kommt Schiff.

Ka lebt noch, aber sie kochen zum Wasser

und hacken Zwiebeln.

Da ist ein Loch.

Wenn man es größer machen würde, könnte man

Ka herausholen.

Das würden die Papageienfresser sofort merken.

Wir müssen Zeit gewinnen, um abzusegeln, ehe sie

etwas gemerkt haben.

Ich hab's.

Wir müssen Ka austauschen.

Wir müssen etwas hineintun, was so aussieht wie

Ka, aber doch nicht Ka ist.

Möwe!

Ich bedanke mich.

Ja, Möwe.

Ka kann nicht fortfliegen, wenn sie ihn schlachten,

aber du kannst es.

Habt ihr schon mal daran gedacht, dass Möwe

weiß ist und man sie also sofort erkennen

wird?

Wir laufen schnell zum Boot.

Ich habe meinen Farbkasten dabei und mal Möwe

bunt.

Du wirst ein wunderschöner Kakadu werden, Möwe.

Und hopp!

Gibt es keinen anderen Ausblick?

Ich glaube nicht.

Dann schnell.

Junge, junge, junge.

Bin nur froh, dass wir nicht etwas Ziegenähnliches

befreien müssen.

Ich vertrage Farbe nämlich gar nicht.

Seht mal!

Das Flugzeug!

Na und?

Das ist Docs Flugzeug.

Ich kann es erkennen.

Wo der wohl hinfliegt?

Siehst du was?

Wo?

Ja, kleine Insel.

Kann aber nicht viel sehen.

Wir sind zu hoch.

Gut, ich gehe tiefer.

Aber bitte nicht zu schnell, sonst kribbelt das

im Bauch so komisch.

Hübsch, wirklich sehr hübsch.

Nein, was so kleine Mädchen schon können.

So, fertig.

Wer weiß, ob ich noch fliegen kann mit

der vielen Farbe auf den Federn.

Versuch es.

Hallo!

Bist du sicher, dass er keinen Löwenkäfig dabei

hat?

Hallo, Doc!

Und Löwe ist auch da.

Sie haben den Sturm überstanden.

Jetzt müssen wir nur noch das Boot von

Guck aus finden.

Übrigens, hast du den Papagei gesehen vorhin?

Ein sehr merkwürdiger Papagei.

Prima siehst du aus.

Keiner würde dich für eine Möwe halten.

Für sowas Abstraktes hat Pips Talent.

Wenn wir uns nicht beeilen, brutzelt Kar bald

in der Pfanne.

Feiner Papagei.

Fressen eins, zwei, drei.

Messer ist schon scharf gemacht.

Gleich wird er nun abgeschlacht.

Eins und zwei und drei.

Ich will nicht Papagei.

Dir schmeckt uns gut gut.

Ich bin ein Kranker, du.

Kar, halte dich ganz ruhig.

Hinter dir ist ein Loch.

Wenn die Papageienfresser nicht gucken, dann komm schnell

herausgekrochen.

Hast du verstanden?

Eins und zwei und drei.

Ich will nicht Papagei.

Der schmeckt uns gut gut.

Ähm, Kuddeldaddeldu.

Jetzt ist er übergeschnappt.

Wir dürfen nicht länger zögern.

Wahnsinnige Papageien schmecken etwas verdummt.

Trululululu.

Ich werde ihn vorerst wieder in den Käfig

stecken.

Sicher ist sicher.

Hatschi.

Ich will keinen Papagei und auch keinen Kacker.

Hatschi.

Halt, halt.

Das gilt nicht.

Das war nicht ausgemacht.

Hilfe.

Du kannst schreien wie du willst.

In fünf Minuten kommst du in den Kochtopf.

Alles ist ein Irrtum.

Ich bin nämlich eine Möwe.

Möwen sind weiß, falls du das nicht weißt.

Komm Nenne Mama, wir gehen Kokosnuss suchen.

Und wenn wir zurückkommen, dann...

Hilfe.

Ich bin eine Möwe.

Eine Möwe.

Ungenießbar.

Hatschi.

Hoffentlich erholt sich Nenne Kiki von ihrem Schnupfen.

Warum hat sie denn einen Schnupfen?

Weil ich sie mit nassen Wickeln gesund gemacht

habe.

Nun ist sie woanders dann krank geworden.

Vielleicht waren die Wickel zu nass und jetzt

muss sie niesen, dass sie einem recht leid

tun kann.

Nasse Wickel sind sehr schädlich.

Wer rettet mich jetzt?

Aber du bist es doch gar nicht mehr.

Natürlich nicht.

Nie gewesen, nur angemalt.

Ich bin eine Möwe.

Eine harmlose, ungenießbare Möwe.

Eine giftige Möwe.

Bist du wirklich giftig?

Wie ein Fliegenpilz.

Möwe, du bist ja eingesperrt.

Wie gut, dass ich zurückgegangen bin.

Was willst denn du?

Ich bringe dir Tabletten gegen deinen Schnupfen.

Hatschi.

Wustentropfen, Magenwehelixier, Wundercreme.

Alles haben sie hier.

Aber nichts gegen Schnupfen.

Oha, da ist noch was.

Aha.

Schlaftabletten.

Die könnte ich gut gebrauchen.

Denn ich bin so müde.

Wustentropfen sind gegen Wusten.

Schnupfenpulver ist gegen Schnupfen.

Also sind Schlaftabletten gegen den Schlaf.

Ich nehme mir mal vier Stück.

Eins, zwei, drei, vier.

Und jetzt, jetzt bin ich frisch.

Ungeheuer frisch.

Hatschi.

Wie dumm, wie dumm, dass Löwen keine Kokosnüsse

mögen.

Ich sehe so schöne da hängen auf Bäumen.

Aber ich mag, mag keine Kokos.

Hatschi.

Oh, oh, oh, was ist das?

Oh, meine Mama.

Am Strand liegen zwei Boote.

Wir müssen sehen, welchen Leuten sie gehören.

Vielleicht können wir sie fangen und einsperren und

dann müssen sie für uns arbeiten.

Arbeiten müssen sie.

Nur vom Papageienfraß bekommen sie nichts ab.

Nein, natürlich nichts.

Komm, wir werden ihnen die Boote wegnehmen.

Es ist ein sehr unangenehmes Gefühl, kann ich

euch sagen, gerupft und gefressen zu werden.

Woher willst du das wissen?

Du bist es doch nicht.

Ja, aber beinahe, beinahe.

Bleibt mal stehen.

Schaut.

Ein Boot.

Ein Boot.

Ein Boot.

Mein Boot.

Und ich will mir gern in Zukunft sechsmal

am Tag die Zähne putzen, wenn es nicht

wahr ist, dass ich dieses Boot Toto Katabi

geliehen habe.

Pips kann es bestätigen.

Hallo?

Wo ist denn Pips?

Wo ist denn Pips?

Die Medizin war, glaube ich, sehr gut, denn

ich muss nicht mehr niesen.

Das freut mich, kleines Negermädchen.

So klein bin ich gar nicht mehr.

Denk, meine Eltern haben sogar schon einen Mann

für mich gefangen.

Gefangen?

Unsere Insel ist sehr einsam und außer Nene

Papa gibt es keinen Mann.

Und wenn ich groß bin, soll ich doch

auch einen Mann haben.

Und da haben deine Eltern einfach einen Mann

gefangen?

Oh, einfach war das nicht.

Und eigentlich ist es noch gar kein Mann,

sondern ein großer Junge.

Er ist nach dem großen Sturm mit seinem

Boot an Land geschwemmt worden.

Noch ein Boot?

Denk dir, das Boot hat einen Namen, der

außen drauf steht.

Wie heißt er?

Kim und Pips.

Siehst du?

Zwei Boote, aber eins ist kein richtiges.

Siehst du das Gelbe dort?

Was ist das?

Weiß nicht.

Aber weil es so schön gelb ist, werden

wir es uns holen.

Seht ihr, Pips?

Nene Papa und Nene Mama, die Papageienfresser, die

mich als Rezept 92 grillen wollten.

Der schwarze Mann hat ein Messer in der

Hand und statt den Boden zu bewahren, schläft

dieser gelbe Löwe.

Typisch Katze.

Hey, was macht ihr denn da?

Aha, ihr seid gefangen?

Aha, wir haben eure Schiffe.

Wir haben den Papagei befreit.

Ich bin ein Kranker, wie oft soll ich

das noch sagen?

Wir werden dich trotzdem schlachten und diese fette

weiße Ziege auch.

Wir sind nämlich sehr hungrig.

Mit der Teufel Hunger hat, frisst er auch

Fliegen.

Und aus der Katze werde ich mir einen

schönen Pelz graben machen.

Die Leute haben überhaupt keinen Geschmack.

Und der kleine Junge muss mein Holz hacken.

Was ist denn mit dem Löwen los?

Ohne ihn können wir gegen diese schwarzen Papageienfresser

nichts ausrichten.

Also, gebt ihr euch freiwillig gefangen, alle.

Gleich werden wir eure Boote im Meer versenken.

Löwe, wach auf!

Gefahr!

Große Gefahr!

So eine schöne Kokosnuss.

Ihr sollt aufwachen!

Was ist denn?

Eure Boote werden wir kurz und klein hacken.

Und die Ziege werden wir schlachten.

Und die Katze auch.

Das werdet ihr schon sehen.

Ja, das werden wir auch sehen.

Und ob wir das sehen werden?

Doch!

Hurra!

Wisst ihr, was mit den Leuten geschieht?

Die hungrige, verschnuppte Löwen werden nicht schlafen lassen.

Antwort!

Nein!

Die werden gefressen.

Mit Stumpf und Stiel.

Nein!

Nein!

Bitte nicht fressen.

Nene Mama und Nene Papa sind brave Eltern

von Nene Kiki und versprechen nie, nie, nie

mehr Papageien zu fressen.

Versprecht ihr das?

Ja!

Und den kleinen Mann, den sie für mich

gefangen haben, müssen sie auch herausrücken.

Ja!

Er ist nämlich ein ganz berühmter Löwenfänger.

Toto Katerpie!

Hallo!

So, für mich sind die Hengsten seine Papageien

gewesen.

Das verspreche ich euch.

Ich wasche mich jetzt ab.

Schau mal!

Jetzt hat sich das dumme Luder ertrinkt.

Ziegen verbreiten gern Gerüchte.

Ahoi!

Ahoi!

Hallo!

Das sind ja unsere Kinder!

Gott sei Dank!

Das große Abenteuer war zu Ende.

Möwe war stolz wie ein Schwan.

Onkel schlug auf, war froh, die Kinder und

sein Boot alles heil und ganz aufzufinden.

Onkel guck aus nicht minder.

Nene Papa, Nene Mama und Nene Kiki waren

sich einig geworden, ihre Insel sollte in Zukunft

Papageienpflegerinsel heißen.

Einschließlich aller gestutzten Kakadus, auch der ungestutzten.

Ka war nicht mehr in Möten.

Toto Katerpie war frei.

Kim und Pips waren froh.

Chip und sie waren es auch und vertrugen

sich sogar für, na, für ein paar Minuten.

Der Löwe dachte an Afrika, das er nun

unverzüglich ansteuern wollte und zwinkerte mit einem Auge

zum Himmel, wo Doc und Wu in ihrem

Flugzeug saßen und keine Ahnung hatten, dass sie

bald seinetwegen eine große Reise antreten dürften.

Denn es ist was los, wenn der Löwe

los ist.

Musik

Musik

Musik Musik Die

kleine Stadt irgendwo hatte einen kleinen Zoo, in

dem es allerlei zu sehen gab.

Füchse, ein Wildschwein, ein Papagei, einen Wolf, einen

Dachs, viele viele Vögel.

Nur ein Käfig stand leer.

Noch vor ganz kurzer Zeit war in dem

Käfig ein Löwe zu sehen, aber eines Tages

war er nicht mehr zu sehen, denn er

war ausgerissen.

Doc, der Tierdoktor, hatte aus Versehen die Käfigtüre

offen stehen lassen.

Morgen, Doc!

Morgen, Ra!

Du wirst dringend erwartet.

Ja, ich weiß.

Musik Musik Musik Hallo, Doc!

Na Kinder, was gibt es Aufregendes?

Die Zeitung, Doc!

Alarm in Sultanien?

Ein seefahrender Löwe treibt auf die Küste zu?

Hm.

Kinder und Frauen werden in Sicherheit gebracht, Löwenfänger

werden in aller Eile ausgebildet, um den Löwen

zu fangen, der Sultan wünscht das ausgehungerte und

wilde Tier als Prachtexemplar in seinen Tierpark einzusperren.

Was ist?

Ist dir schlecht geworden, Pips?

Nein, ich habe soeben einen Entschluss gefasst.

Ich fahre nach Sultanien.

Dem Löwen muss geholfen werden.

Wenn Pips fährt, fahre ich auch.

Und ich fahre mit.

Nein, ihr werdet nicht fahren.

Ihr werdet fliegen.

So kam es also, dass Kim, Pips und

Wu vom Doktor in seinem guten, alten Flugzeug

über das große, weite Meer geflogen wurden.

Und es dauerte viele, viele Stunden, bis sie

Sultanien erreicht hatten.

In Sultanien gibt es viel zu sehen.

Die Straßen schauen ganz anders aus als in

irgendwo.

Und Esel gibt es dort eine ganze Menge.

Und Schlangen, Gott sei Dank, sind die meisten

gefangen und dressiert.

Und dann gibt es auf allen Straßen Marktstände,

die ihr buntes Gemüse feil bieten.

Und Lausbuben gibt es, genau wie in irgendwo.

Lausbuben, die den ganzen Tag faul herumsitzen und

in die Luft gucken.

So sehen die Türme in Sultanien aus.

Man nennt sie Minarette.

Wenn's bloß einer ist, dann sagt man natürlich

Minarett, ohne E.

Ja, und Kamele gehen Tag aus, Tag ein

durch die Straßen und hinaus in die Wüste.

Kamele, die Lasten tragen.

Kamele, die Menschen tragen.

Und dann gibt es noch ein ganz besonderes

Kamel.

Ein auserwähltes Kamel.

Das Kamel des Sultans.

Es durfte jeden Tag zusammen mit dem Sultan

frühstücken.

Bitte wundert euch nicht, wenn ich jetzt flüstere,

aber im Palast durfte außer dem Sultan und

dem Kamel niemand laut reden.

Nur flüstern.

Am besten war es, wenn man gar nichts

sagte.

Und das tu ich jetzt.

Kamel, Sultan, ich bin grießgrämig.

Du hast gestern zu viel Kokosmilch getrunken, mein

Lieber.

Nein, ich habe schlecht geträumt.

Eben, man soll spät abends nicht Kokosmilch trinken.

Hast du nichts geträumt?

Ich habe ebenfalls schlecht geträumt.

Und du hast keine Kokosmilch getrunken?

Ich träume, weil jedes kluge Kamel träumt.

Erzähl mir doch deinen Traum.

Ich werde ihn bei unserem morgendlichen Spaziergang erzählen.

Gut, gehen wir.

Abservieren!

Sehr wohl, ehrwürdiger Sultan.

Gehlen!

Erzähl, was hast du geträumt?

Dass wir uns in einer Gefahr befinden.

Wie unangenehm.

Aber etwas, was von oben kommt, würde uns

retten, habe ich geträumt.

Der Löwe könnte die Gefahr sein.

Aber was da von oben kommen soll, das

kann ich mir beim besten Willen nicht denken.

Hallo!

Da unten ist Sultanie.

Wo werden wir landen, Doc?

Ich denke auf diesem großen Platz.

Was willst du überhaupt mit dem Löwen machen,

wenn wir ihn gefangen haben?

Ich sperre ihn in einen Käfig, dann können

wir ihn täglich ansehen.

Ich bin beruhigt, wenn er nicht neben mir

im Bett schlafen soll.

Da!

Was ist das?

Vielleicht das Gute von oben.

Ob ich

die Wache rufen soll?

Das könnte die, die da von oben kommen,

beleidigen.

Es könnte auch wie eine Ehrung aussehen.

Zu spät, da kommen sie.

Salam Aleikum!

Sind wir hier richtig in Sultanien?

Ich bin der Sultan.

Guten Tag, Herr Sultan!

Sehr erfreut, ganz meinerseits.

Wir würden gerne wissen, ob der Löwe schon

gefangen ist.

Nein.

Fein, dann haben wir ja noch etwas Zeit.

Könnten Sie uns ein Hotel empfehlen?

In solchen Fällen empfehlen wir immer das Grand

Hotel Sultanien.

Recht schönen Dank.

Wenn Sie mal Beschwerden haben, ich stehe gern

zur Verfügung.

Ich bin Tierarzt.

Auf Wiedersehen!

Wiedersehen, Herr Sultan!

Wiedersehen?

Was sagst du dazu?

Entweder sie stecken mit dem Löwen unter einer

Decke oder sie wollen ihn auch fangen.

Entweder oder.

Entweder, entweder oder, oder.

Das müssen wir rauskriegen.

Gehlen!

Ich hab's!

Ich lasse jemand von der Zeitung hinschicken.

Presseleute kriegen alles raus.

Eine ausgezeichnete Idee, lieber Sultan.

Morgen werden wir es dann in aller Ruhe

in der Zeitung lesen, wer im Grand Hotel

Sultanien abgestiegen ist.

Guten Tag.

Zwei Zimmer mit Bad, bitte.

Sehr gerne.

Oh!

Seid ihr's denn wirklich?

Tutokatabi, mein Soldat Zufall.

Du bist jetzt Hotelboy?

Das Löwenjagen hat sich nicht mehr gelohnt.

Na, vielleicht haben wir bald was für dich,

wo du uns helfen kannst.

Ja, fein!

Besuch uns bald.

Welche Zimmernummer haben wir?

Appartement 566.

Wiedersehen!

Auf Wiedersehen!

Bis bald!

Hey du, kennst du die?

Das sind meine Freunde.

Der Große ist Doc, die Mittleren sind Kim

und Pips und der Kleine ist Wu.

Zimmer?

Appartement 566.

Danke.

So Kinder, nun werden wir's uns mal gemütlich

machen.

Hoffentlich gibt es hier schöne, fette Hammelknochen.

Ich hätte Appetit.

Herein.

Bitte.

Guten Tag, ich bin von der Zeitung.

Ich werde über Sie schreiben.

Woher kommen Sie und was wünschen Sie hier

in Sultanien?

Tja, wir suchen den Löwen.

Interessant.

Es wäre nett von Ihnen, wenn Sie dem

Löwen durch die Zeitung eine Nachricht zukommen lassen

würden.

Man weiß ja nicht, ob er nicht zufällig

Ihre Zeitung liest.

Das ließe sich machen.

Wer liest unsere Zeitung nicht?

So, bitte alles mal stillhalten.

Sogar der Sultan liest unsere Zeitung.

Lieber Löwe, Deine Freunde sind in Sultanien.

Bitte tue niemandem etwas zu Leide.

Wir werden für Dich sorgen.

Komme sofort ins Grand Hotel.

Aha.

Ah, guten Morgen, Kamil.

Setz Dich.

Keinen guten Morgen.

Ich habe wieder geträumt.

Ich habe die Gefahr, von der wir gestern

sprachen, erkannt.

Sprich schon.

Drei Männer, drei Männer, wollten Dich vom höchsten

Minarett hinabstürzen.

Das ist ja fürchterlich.

Wie kann man nur so etwas träumen?

Du, mein Lieblingskamel vom Minarett.

Wir waren die drei Männer.

Sage mir den Namen dieser drei Verschwörer und

ich werde Sie sofort verhaften lassen.

Rede, Kamil.

Wir waren die Verschwörer.

Ich, äh, habe Sie nur von hinten gesehen.

Von hinten?

Ja, und als Sie sich gerade umdrehen wollten,

da ...

Da?

Da wurde ich geweckt.

Oh, du gerechter Sultanspantoffel!

Von wem?

Vom Großväsier.

Oh, Sultan, du hast das Kamel geweckt, Väsier?

Verzeihung, Sultan, ich habe das Kamel im höchsten

Interesse geweckt.

Es hat so gestöhnt, dass ich befürchten musste,

der Palast könne zusammenbrechen.

Aber das Kamel hat einen wichtigen Traum geträumt.

Man wollte mich vom Minarett stürzen.

Und weil du das Kamel geweckt hast, konnte

es nicht erkennen, wer die drei Lumpen waren,

die das tun wollten.

Kannst du es dir vielleicht denken?

Ich?

Ich?

Nein, gewiss nicht.

Wer könnte einen so fürchterlichen Gedanken haben?

Geh und mach dir Gedanken darüber!

Eines steht fest.

Die Fremdlinge, die gestern angekommen sind, sind es

nicht, denn sie sind ja vier.

Vielleicht wäre es

Wir würden Ihnen einen Besuch abstatten.

Denk, Sie kamen von oben.

Alles Gute kommt von oben.

Prächtiger Gedanke.

Komm.

Salam Aleikum.

Schrecklicher Gedanke.

Ein jeder, der mich freundlich grüßt, könnte einer

der Verschwörer sein.

Schrecklich.

Schrecklich.

Schrecklich.

Wie hoch sie sind.

Ich werde Minarette in Zukunft nur noch ganz

niedrig bauen lassen.

Er ist spurlos verschwunden.

Höchst ärgerlich und höchst unnütz.

Wenn er nicht in kurzer Zeit wiederkommt, dann

werden wir auch nach ihm ein Inserat aufgeben

müssen.

Ich finde es schon schwer, nach einem Löwen

zu suchen.

Aber wenn der Hund, den man mitgenommen hat,

weil er so gut riechen kann, dann auch

noch gesucht werden muss, wird die Sache schwierig.

Das wird Fu sein.

Fu würde nicht antlopfen.

Herein.

Guten Morgen.

Bitte, behalten Sie gemütlich Platz.

Wir wollen Sie nämlich um etwas bitten.

Mein Kamel hat heute Nacht geträumt...

Soll ich Ihnen Balthrian verschreiben?

Nein, nein, nein, nein.

Übrigens, ich sehe da gerade...

Hast du gesehen?

Es sind ja nur drei.

Drei.

Hoffentlich sind wir da nicht in eine Falle

gegangen.

Waren Sie gestern nicht vier?

Ich hoffe, wir werden es heute auch noch

sein.

Wu, unser kleiner Hund, scheint einen Morgenspaziergang unternommen

zu haben.

Hier riecht was nach gebratenem, fetten Hammelknochen.

Es riecht stärker.

Da drin wird

gefressen.

Wir müssen uns beeilen.

Ehe der Sultan uns zuvor kommt und uns

alle Köpfen lässt.

Also sofort.

Es darf nicht wie Mord aussehen.

Glaub mir, wir können ihn nicht vom Minarett

hinunterstoßen.

Ja, was sollen wir aber sonst mit ihm

machen?

Wir...

Wir müssen den Löwen fangen.

Ja, und wenn wir ihn haben, was dann?

Dann lassen wir ihn richtig aushungern.

Und dann, dann werfen wir ihm den Sultan

zum Fras vor.

Wu, große Neuigkeit.

Ich habe eine Verschwörung belauscht.

Unsere Verschwörung.

Hast du die Verschwörer gesehen?

Sehen konnte ich sie nicht, aber hören.

Typisch.

Erzähle, kleiner Wu.

Also, man will zuerst den Löwen fangen.

Blende.

Blende 16, 1,250, Entfernung 8 Meter.

Diese gute afrikanische Luft.

Zu dumm, dass dieser Rinderschenkel so weit weg

hängt.

Begrüßt man so seine heimkehrenden Löwen?

Wenn ich, wenn ich dich nicht lösen würde,

dann fresse ich mich selber, selber auf.

Natürlich, eine Falle.

So etwas kann auch nur mir passieren.

Salam Aleikum, alter Löwe.

Wie gut, dass du in unseren Keller gefallen

bist.

Jetzt musst du nur ein paar Stunden hungern.

Dann werden wir dir einen schönen fetten Braten

vorwerfen.

Und den sollst du dann sehr rasch auffressen.

Und vielleicht bekommst du auch einen noch fetteren

Nachtisch.

Wieder warten.

Oh je.

Das Klügste für einen hungrigen Löwen ist ein

gesunder Schlaf.

Nein, es geht nicht.

Ich kann nicht auf Kommando einschlafen und dort

weiterträumen, wo ich vor Stunden aufgehört habe.

Und dann, wer sagt denn, dass ich wieder

von den Verschwörern träume und dass sie sich

tatsächlich umdrehen?

Ja, wer sagt denn das?

Dieses kleine, struppige Essen.

Das kleine, struppige Etwas hätte eben warten müssen,

bis sich die Verschwörer zeigen.

Dann wüssten wir, wer Sie sind.

Soll das kleine, struppige Etwas etwa ich sein?

Also, meine Lieben, bitte keinen Streit.

Wir müssen einen Plan machen.

Ist schon gemacht.

Wenn man eine Maus fangen will, dann stellt

man eine Mausefalle auf.

Wenn man Verschwörer fangen will, dann stellt man

eine Verschwörerfalle auf.

Hm.

Wer war das?

Ich.

Kamel.

Erzähl ruhig weiter, Wu.

Wu.

Eine Falle für einen Verschwörer.

Es sind drei.

Auch für drei Verschwörer.

Könnte eine Art Loch oder Grube sein, die

Sie nicht kennen und über die man etwas

legt.

Einen Teppich zum Beispiel oder so etwas.

Und wenn Sie dann darüber gehen, dann werden

Sie hineinfallen.

In ein großes Netz, das darunter hängt.

Ausgezeichnet.

In meinem Zimmer ist ein solches Loch.

Der Teppich ist auch vorhanden.

Und ein Netz würden wir eben kaufen.

Aber etwas hat unser kleiner Freund nicht bedacht.

Hm?

Wie wollen wir es anstellen, dass der oder

die Verschwörer über den Teppich gehen?

Man tut Speck dahinter, wie bei der Mausefalle.

Sie müssen mich nicht falsch verstehen.

Man tut nicht wirklich Speck dahinter, sondern den

Sultan.

Was für die Mäuse der Speck, ist für

die Verschwörer der Sultan.

Ausgezeichnet.

Wirklich ausgezeichnet.

Hoch, Wu.

Na, was meinst du?

Wir werden sehen.

Kehlen!

Was geschieht hier?

Er hat Besuch.

Hat unser guter Sultan immer noch Angst vor

Verschwörern?

Ich hoffe nein.

So, und nun Generalprobe.

Ich werde einen Verschwörer spielen.

Au, nein!

Achtung!

Also ich bin der Verschwörer.

Du musst ernst sein, Sultan.

Sonst kann doch doch nicht der Verschwörer spielen.

Ich muss doch immer daran denken, dass er

gleich in die Falle fällt.

Also es geht los.

Psst!

Der Sultan erscheint die Verschwörer vergessen zu haben.

Allah sei Dank.

Unser lieber Sultan.

Oh, liebe Freunde, die Falle hat einen Haken.

Einen schweren sogar.

Ich kann doch nicht immer als Speck hier

liegen bleiben.

Ich möchte mir schließlich ab und zu die

Falle geben.

Es müsste jemand die Beine vertreten.

Es müsste jemand von Zeit zu Zeit den

Sultan vertreten.

Ja, in seinen Kleidern.

Und so tun, als wäre er der Sultan.

Wo?

Ja, aber wer?

Doc?

Ich?

Ja, Sie wären der Geeignetste.

Und die Kleider des Sultans würden Ihnen sicher

passen.

Ihnen gut stehen.

Hm, tja.

Einverstanden.

Ich danke euch und auf Wiedersehen.

Man geht.

Jetzt ist der Sultan allein.

Vielleicht hat er jetzt wieder Zeit für mich,

seinen alten Freund.

Was gibt's da zu lachen?

Herein!

Ach, du bist es, Großvizier.

Tritt nur näher, was führt dich zu mir?

Die Sorg um meinen Hohen Herrn.

Ah, du meinst die Verschwörung.

Solange wir die Verschwörung nicht gefasst haben, möchte

ich vorschlagen, dass der ehrwürtige Sultan Zuflucht auf

meinem Land gut sucht.

Der Vorschlag gefällt mir nicht.

Weißt du keinen besseren?

Sultan.

Sultan.

Sultan.

Hört auf mir!

Hilfe!

Gnade.

Gnade.

Gnade.

Siehst du wohl, so wird es den Verschwörern

ergehen.

Und jetzt entschuldige den kleinen Scherz.

Bewunderungswürdig und weiß.

Und jetzt komm heraus, sonst muss ich glauben,

du wärst selber einer der Verschwörer.

Sultan!

Sultan!

Das Kamel ist von den Verschwörern gefangen worden.

Wie, was?

Mein Kamel?

Kommt und helft!

Wow!

Und jetzt wusste der Sultan endlich, wer die

Verschwörer waren.

In seinen eigenen Teppich gewickelt und auf einem

Eselskern verladen, fuhr man ihn nun durch die

menschenleeren Straßen.

Nirgends zeigte sich eine Freundesseele, wohin man den

Sultan brachte.

Nun, dorthin, wo der ausgehungerte Löwe auf einen

fetten Braten wartete.

Musik Musik

In Sultanien

lag alles im tiefen Schlaf.

Der kleine Hotelboy Toto Caterpie, der Nachtdienst hatte,

schlief.

Im Appartement 566 hätte man ein Mäuschen hören

können.

Hier schliefen der Doc und Kim und Pips

und Wu.

Das Lieblingskamel des Sultans schlief auch.

Aber es träumte einen entsetzlichen Traum.

Und der ging so.

Sultan, das Kamel ist von den Verschwörern gefangen

worden.

Wie, was?

Mein Kamel?

Kommt und helft!

Wow!

Und jetzt wusste der Sultan endlich, wer die

Verschwörer waren.

In seinen eigenen Teppich gewickelt und auf einem

Eselskarn verladen, fuhr man ihn nun durch die

menschenleeren Straßen.

Nirgends zeigte sich eine Freundesseele, wohin man den

Sultan brachte.

Nun, dorthin, wo der ausgehungerte Löwe auf einen

fetten Braten wartete.

Das Allerschlimmste aber war, dass das Kamel das

nicht nur träumte, sondern dass es wirklich so

geschehen war in dieser Nacht.

Hey Löwe, wir bringen dir den versprochenen Braten.

Er ist noch eingepackt.

Das Auswickeln besorgst du sicher gern selber.

Los, wirf das Vieh rein.

Hau ab!

Furzer, lass dir's gut schmecken.

Morgen früh werfen wir ihm das Kamel auch

noch vor.

Es ist noch lebendig.

Dieses ist ein prächtiger Mensch.

So etwas fresse ich nur in Notfällen.

Aber ich glaube, es ist so ein Notfall.

Einen schönen Gruß von Pips.

Pips?

Fein siehst du aus, wie der Sultan selber.

Klar, sonst könnte ich ja den Sultan nicht

ablösen, wenn er sich ein bisschen die Beine

vertreten will.

Hör zu, Kinder.

Ich nicht?

Natürlich, du auch, Wu.

Also, sobald als möglich komme ich wieder zurück.

Tut mir einen Gefallen und geht in der

Zwischenzeit nicht weg, ja?

Wir wissen vor allem noch nicht, wer die

Verschwörer sind und wann sie zupacken, versteht ihr?

Also, macht's gut.

Du auch.

Wiedersehen.

Ich löse jetzt den Sultan ab.

Wiedersehen.

Was meint ihr, ob ich wohl das Kamel

ablösen kann?

Welch entsetzlicher Traum.

Das ist kein Traum, du Kamel.

Das sind Tatsachen.

Los, steh auf.

Der Sultan wartet auf dich.

Du sollst gleich zu ihm kommen.

Aber wozu der Strick?

Befehl vom Sultan.

Komm jetzt.

Na, los.

Komm schon.

Na, komm schon.

Gehen!

Gehen!

Na, nun.

Was ist denn heute los?

Erst wird ein Teppich herausgetragen.

Dann führt der Großvisier das Kamel an der

Leine und nun kommt gar der Sultan von

einer Reise zurück.

Ich hab ihn doch gar nicht fortgehen sehen.

Na, nun.

Die Falle offen.

Der Sultan weg?

Er wollte doch in meinen Kleidern spazieren gehen.

Wie reimt sich das zusammen?

Oder reimt es sich nicht zusammen?

Salam Aleikum.

Hab ich was falsch gemacht?

Nein.

Nein.

Nein.

Nein.

Nein.

Nein.

Nein.

Nein.

So, Kamel.

Herr.

Herr.

Der Sultan.

Er ist in der Stadt.

In seinem Gemach.

Wohlauf.

Hat dir die Sonne das Gehirn verbrannt?

Der Sultan ist gefressen.

Er lebt.

Dann sieh selber.

Der Löwe hat ihn gefressen!

Wenn unser alter Sultan gefressen ist, dann haben

wir einen neuen.

Ich habe ihn gesehen, er saß auf dem

Platz des Sultans und hatte auch seine Kleider

an.

Der Besuch!

Wie bitte?

Das ist ja großartig.

Man wollte mir eine Falle legen und nun

fällt man selbst hinein.

Los, gib das Kamel dem Löwen zum Fressen

und dann schnell in den Palast!

Hier kommt der Nachtischlöwe!

Ich habe eben ein schönes, fettes Stück gefressen.

Und jetzt habe ich für dich eine Überraschung.

Also los, auf in den Palast!

Was soll das bedeuten?

Ich frage mich, wo Doc bleibt?

Ich lauf mal.

Hier geblieben.

Doc hat gesagt, wir sollen hier auf ihn

warten.

Herein!

Ihr müsst sofort weg!

Wenn jemand es rauskriegt, dass ihr mit dem

Doc nach Sultanien gekommen seid, werdet ihr aufgehängt!

Was ist denn passiert?

Ach, das wisst ihr nicht?

Nein!

Also, vor einer halben Stunde etwa riefen die

Wachen des Sultans alle Sultanier zum Sultanspalast.

Und es kamen natürlich alle.

Viele tausend.

Treues Volk!

Ich habe eine schreckliche Nachricht für euch.

Unser geliebter Sultan weilt nicht mehr unter uns.

Denn dieser Verbrecher hier, ein Fremdling, hat ihn

dem Löwen zum Fraß vorgeworfen.

Er wollte selber Sultan werden.

Und darum hat er auch das gute und

kluge Lieblingskamel unseres Sultans ebenfalls dem Löwen zum

Fraß vorgeworfen.

Aber er, den ihr da seht, er ist

unserer Wachsamkeit nicht entgangen.

Wir werden diesen Verbrecher vor ein Gericht stellen

und ihn dann vom Minarett stoßen.

Ja, so war das.

Das glaube ich nicht.

Hör doch, die Leute rufen es ja noch.

Ich glaube nicht, dass Löwe den Sultan und

das Kamel gefressen hat.

Mir ist nur eines klar, der Großvizier ist

also der Verschwörer, so ein Schuft.

Ich rate euch, flügt mit eurem Flugzeug gleich

weg, es ist zu spät.

Nein, wir können Doc nicht im Stich lassen.

Auf keinen Fall!

Und deshalb soll wo...

wo ist denn wo?

Nanu?

Ja, ja, ich habe alles verstanden, bis aufs

letzte Wort.

Ich werde es unseren Freunden ausrichten, ganz bestimmt.

Hey da, was macht der Köter hier am

Gefängnisgitter?

Wo?

Wo?

Doc ist gefangen, aber wohl auf.

Sultan und Kamel sind auf das Landgut des

Großviziers gebracht worden und dort hat der Löwe

sie gefressen.

Aber wir müssen trotzdem Löwe holen, damit wir

Doc befreien können.

Doc meint zwar, wenn er mit dem Großvizier

allein wäre, wüsste er schon etwas, um sich

selbst zu befreien.

Mit Hüb...

mit Hüb...

mit Hüb was?

Mit Hypnose.

Genau das, aber er ist nicht allein.

Wir müssen jetzt zu diesem Landgut laufen und

Löwe holen.

Weißt du denn den Weg wo?

Ich schnüffle der Spur des Kamels nach.

Wo?

Und ihr folgt mir mit Abstand.

Kommst du mit?

Natürlich komme ich mit.

Aber Kim und Pips müssen sich verkleiden.

So würde jeder erkennen, dass sie zu solchen

Leuten wie Doc gehören.

Wir ziehen unsere Schlafanzüge an.

Ja, das wird gehen.

Also los, beeilt euch.

Wir müssen so schnell es geht zum Landgut

des Großviziers.

Hey, hey, hier geblieben.

Hier geblieben.

Du Köter, du darfst doch nicht hier rein.

Ja, Köter, wenn ich ihn errische.

Allah ist groß, das ist Wu.

Unsere Freunde kommen.

Was sagt ihr dazu?

Ich kann bald gar nichts mehr sagen.

Wie kann man nur auf dem Rücken eines

Löwen stehen und nicht sterben vor Angst?

Ich musste schon einmal auf dem Löwen stehen,

um den Rinderschenkel loszumachen, der hier an der

Decke hing, mein Lieber.

Außerdem saß der Löwe auch schon einmal auf

mir.

Ich musste dich doch vor den Augen der

Verschwörer verbergen, mein teuerster.

Natürlich.

Ich habe schon einen schönen Vorsprung.

Er ist ganz versessen, mir einen Tipp zu

geben.

Ich locke ihn jetzt ein bisschen weg von

hier in die Wüste.

Ihr geht inzwischen hinein und rollt den Stein

vor dem Kellerfenster weg.

Im Keller sind Löwe, Sultan und Kamel.

Ich habe es doch gleich gesagt, dass Löwe

sie nicht gefressen hat.

Ist das hier nicht ein Kellerloch?

Doch.

Rollt mal den Stein weg, ich hole eine

Leiter.

Wir sind es.

Alles Gute kommt von oben.

Ach Pips, wie schön, dass du wieder da

bist.

Wie schön, dass du noch lebst.

Wir leben auch noch.

Hier ist eine Streckleiter.

Nur keine Zeit verlieren.

Wir müssen schnell hier raus und in den

Palast.

Wir müssen den Großvisier und die anderen Hallunken

gefangen nehmen.

Dann lasst mich als Ersten raus.

Ich kann am schnellsten laufen.

Zwar habe ich das Gesicht des Großvisiers noch

nie gesehen, aber ich kenne ihn an seinen

Kleidern und ich werde ihn ohne Federlesen gleich

auffressen.

Der Sultan ist tot, er ist neben dem

griechischen Großvisier.

Gehen!

Weißt du, warum ich zu dir gekommen bin?

Ja.

Was?

Das kannst du doch nicht wissen.

Doch, ich kann.

Ich kann Gedanken lesen.

Du bist hergekommen, um mir zu sagen, dass

ich öffentlich bekennen soll, den Sultan umgebracht zu

haben.

Woher willst du denn das wissen?

Ich habe dir doch schon gesagt, dass ich

Gedanken lesen kann.

Und ich kann noch viel mehr.

Viel mehr.

Ist das so?

Ich kann dir befehlen...

Wache?

Wache?

Nein.

Schlafe.

Schlafe.

Du bist müde.

Müde.

Und wenn man müde ist, dann muss man

schlafen.

Schlafen.

Schlafen.

Aber ehe man ins Bett geht, was tut

man da?

Man zieht seine Kleider aus.

Kleider aus?

Ja, die zieht man aus.

Und du ziehst jetzt auch deine Kleider aus.

Kleider aus.

Ja, die ziehe ich dann an.

So komme ich bequem aus dem Gefängnis, denn

jeder wird mich für den Großvizier halten.

Wie findest du das?

Ja, sehr lustig.

Sehr lustig.

Der Großvizier ist ein Dummkopf.

Und jetzt zieh dich aus.

Der Löwe ist los.

Rette sich, wer kann?

So, das

wäre geschafft.

Jetzt Glück hilft mir weiter.

Der Löwe ist los.

Da ist er, der Hallunke.

Was ist denn?

Ein Großvizier.

Ein Löwe.

Und den Doc hast du auch gefressen.

Aber ich bin doch der Doc.

Du bist der gefährlichste Bursche der Welt und

ich wäre schön dumm, wenn ich dich leben

ließe.

Aber wirklich, hör doch zu.

Sei bloß still.

Du bist mir schon so widerlich, dass ich

nicht einmal mehr Appetit auf dich habe.

Löwe!

Löwe!

Löwe!

Löwe!

Ja, ich bin hier und fresse gerade den

Großvizier.

Halt!

Halt!

Friss ihn nicht.

Der Verräter muss für ein Gericht.

Du hast recht.

Der Kerl hat nicht mal das Gefressenwerden verdient.

Doc!

Doc!

Doc!

Doc!

Doc!

Gott sei Dank.

Doc!

Oh, Verzeihung.

Ja, wie kommst du denn in diese Kleider?

Wo ist der Verschwörer?

Eingesperrt.

Im Gefängnis.

Hast du ihn...

Hypnotisiert.

Da kennt sich einer aus.

Freunde, ich danke euch.

Ich danke euch allen.

Ich danke dir, Kim.

Ich danke dir, Pips.

Ich danke dir, Todokatabi.

Ich danke dir, kleiner großer Wu.

Ich danke dir, Kamil, für deine Treue.

Ich danke Ihnen, bester Doc.

Und nicht zuletzt gilt mein Dank unserem braven

Löwen.

Löwe gut, alles gut.

Nun werden wir die Verschwörer bestrafen.

Ich denke, da müssen wir nicht dabei sein.

Und nachdem Löwe nicht gefangen ist, könnten wir

eigentlich wieder nach Hause fliegen.

Was geschieht nun mit mir?

Du darfst dich frei in meinem Lande bewegen.

Glaubst du, die Leute lassen mich ungeschoren?

Das werden sie.

Ich erkläre dich zu meinem Haustier und werde

dich versteuern.

Versteuern?

Und du bekommst eine Löwensteuermarke um den Hals.

Und Todokatabi, was ist mit ihm?

Er wird zum sultanlichen Oberlöwenbetreuer ernannt.

Bravo!

Warum sagst du denn gar nichts, Kamil?

Ich bin diesen Aufregungen nicht mehr gewachsen.

Ich bin müde und alt und bitte um

meine Entlassung als Lieblingskamil.

Och, das tut mir leid.

Aber wenn du es willst, ich entlasse dich

also aus meinem Dienst.

Was wirst du dann machen, Kamil?

Ich sehne mich nach Ruhe und nach netten

Tieren und Menschen.

Und ich habe eine Bitte.

Die kleine Stadt irgendwo hatte einen kleinen Zoo,

in dem es allerlei zu sehen gab.

Füchse, ein Wildschwein, einen Papagei, einen Wolf, einen

Dachs, viele, viele Vögel.

Die Sensation in dem kleinen Zoo der kleinen

Stadt aber war das Kamil, das freiwillig in

den Zoo gekommen war, um hier den Rest

seiner Tage zu verbringen.

Musik Musik

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