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Nein. Das heißt, ich weiß es nicht.
Melville, wie ist die Nummer hier?
Ich vergesse es immer wieder.
2383. Oh, ja, ja.
Hier ist 2383.
Ja, das stimmt. Die Wohnung ist zu vermieten.
Nein, natürlich ist sie nicht das Mädchen. Ich bin Miss Harrington's Tante
helfe meiner Nichte beim Umräumen für die Miete.
Oh, ja, sie ist möbliert.
Wunderschön möbliert.
Ach, Sie wollen sie gar nicht möbliert?
Das verstehe ich nicht.
Sie wollen mir doch nicht sagen, dass die Wohnungsvermittlung... Nein, nein,
diese soll möbliert vermietet werden.
Na, hören Sie mal, ich schreie doch nicht.
Hier, Mavis, machen Sie das weiter, die gehen mir auf die Nerven.
Schon verrückt, das Weiß.
Hallo?
Ja?
Ja.
Nein, nein, ich fürchte nicht.
Eben. Auf Wiedersehen. Ein Irrtum von der Vermittlung. Ach so.
Aber warum war denn die Frau denn so aggressiv?
Sind Sie wirklich überzeugt, dass die Vermittlung gut ist? Die sind alle
mehr oder weniger.
Sie müssen es ja wissen.
Ich will mich da natürlich nicht einmischen. Ich bin ja nur Cecilys
Sagen Sie mir, haben Sie nichts Besseres als Zeitungspapier, um die Schubladen
auszulegen? Angeblich soll es doch die Motten abhalten. Aber es sieht so
aus.
Noch dazu ein Bild von diesem grässlichen Mörder.
Oh, wie an, schlank, schwarz und schön.
Übrigens, Sesseli ist schon recht lange unterwegs.
Hoffentlich ist ihr nichts passiert.
Ach, was wird noch eine Menge zu erledigen?
Der Verkehr ist heutzutage so fürchterlich, dieses rote und grüne
Man weiß nie, wann es wechselt.
Ach, Medis, meine Gute.
Hoffentlich lassen Sie es sich nicht zu nahe gehen.
Was denn?
Na ja, ich weiß doch, es ist schwer für Sie.
Jetzt, als Sessele sich verheiratet. Wo ihr die ganze Zeit zusammen gewesen
seid.
Schließlich sind wir alle nicht mehr so jung, wie wir mal waren.
Wem sagen Sie das?
Aber schließlich gehe ich ja noch nicht am Stopp.
Medis, um die Wahrheit zu sagen.
Ich mache mir Sorgen.
Umfänglich. Ich habe das Gefühl, dass dieser Lotterie -Gewinn von 20 .000
Sie ganz durcheinander gebracht hat. 10 .000. Sie hätte ja nur die Hälfte
gewonnen. Na dann 10 .000.
Glauben Sie nicht, dass es ihr gescheitert hat.
Sie kommt mir gar nicht wie eine Braut vor.
Aber was soll sie denn Ihrer Meinung nach tun, den ganzen Tag Blumen pflücken
und Liebeslieder zählen?
Manchmal, meine liebe Mädis, sind Sie ein sehr schwieriger Gesprächspartner.
Entschuldigen Sie bitte.
Na ja.
Jetzt sind Sie dran, sich beleidigen zu lassen.
Hallo? Ja, 2383.
Welche Vermittlung?
Ja, vier Zimmer möbliert für drei Monate.
Ja, vier Guinness.
Gewiss, Sie können jederzeit zur Besichtigung kommen, aber... Heute
geht's nicht, weil Nigel kommt. Einen Augenblick, am besten wäre heute...
Hallo, so hören Sie doch.
Hallo.
Zu dumm. Was ist denn jetzt passiert?
Er hat abgehängt. Er käme sofort herum.
Muss ja ein sehr impulsiver Mensch sein. Hat er seinen Namen genannt? Nein.
Wie komisch.
Da kommt Cicely.
Sie wird halb tot sein von der ganzen Einkauferei. Dabei müssen Sie heute
besonders gut aussehen.
Zu Nigels Begrüßung.
Armes Kind. Warum? Was ist passiert?
Du wirst halt tot sein.
So von einem Geschäft zum anderen zu laufen.
So. Es war nur ein Geschäft und ich bin auch nicht viel herumgelaufen.
Ein ausgesprochen netter junger Mann hat mir geholfen.
Es ist erstaunlich, wie reizend gute Verkäufer sein können. Da musst du
besonders Glück gehabt haben. Ich treffe nie welche.
Nee, du hast schon alles weggeräumt. Ich hätte dir doch helfen können.
Das macht doch nichts. Geht die Uhr richtig?
Ich glaube, sie geht etwas nach. Sie ist immer etwas langer. Für kleinen Sesseli
kann sie heute sicher nicht schnell genug gehen, wie? Warum?
Ach so.
Und jetzt werde ich eine taktvolle Tante Lou sein und für ein paar Stunden
verschwinden. Aber das ist doch wirklich nicht nötig.
Unsinn. Ihr müsst allein sein, wenn Nigel ankommt.
Um halb drei werde ich wieder zurück sein.
Bis dahin werdet ihr euch etwas beruhigt haben, denke ich.
Beruhigt? Na, die Freude des Wiedersehens, das kennt man doch.
Dort wird er stehen. Auf der Schwelle zwischen der Welt und dir.
Ach du lieber Gott, ich habe gar kein Kleingeld.
Ich habe welches, Tante Lou.
Oh, danke, Liebling.
Aber das ist doch viel zu viel.
Na, vielleicht ein kleines Glas Scherz?
Hansel, du bist von dir enttäuscht. Nein, nein, nein.
Du benimmst dich nicht, wie es sich für eine Braut gehört. Keine errötenden
Wangen, keine leuchtenden Augen und auch kein Herzklopfen.
Eben. Was ist denn los?
Er tut mir so leid.
Leid, was?
Ja.
Also, Cicely.
Das hast du dir ein bisschen spät überlegt. Ja, ich kann es nicht ändern.
Es ist alles so langweilig.
Natürlich können wir uns leiden, Nafl und ich. Ihr könnt euch leiden? Lieber
Gott, ich denke, ihr wollt heiraten. Ach, wir kennen uns so lange, zu lange.
ist eine recht lauwarme Romanze.
Sag mir, was willst du denn eigentlich? Nächtliche Goldgefahren?
Was ich will, ich will etwas Aufregendes, etwas Besonderes.
Nicht immer die ordentliche, tüchtige Sekretärin sein. Ja, Sir Henry, nein,
Henry, gewiss, Sir Henry.
Mittagsessen im Restaurant, dann rasch zurück ins Büro, abends heimfahrt im
Ich möchte ständig leben, leben, einfach leben. Scheiße, was du meinst, aber
trotzdem. Als ich 100 viele Geld gewonnen hatte, wusste ich mit einem
ich die große Chance... Weißt du, was ich als erstes getan habe? Nein.
Ich habe Nigel geschrieben und ihn gebeten, die Hochzeit aufzuschieben.
Cecily, das hast du wirklich getan? Ja.
Ja, aber...
Was für einen Grund hast du denn angegeben? Ich habe ihm geschrieben,
noch etwas Zeit brauchte.
Und Neid?
Er war wütend. Das wundert mich nicht.
Sag, Cecily.
Du sag mal, du liebst doch Neid.
Ja, liebe ich ihn.
Gestern Abend habe ich dies hier.
An Nigel geschrieben.
Doch nicht etwa... Ich habe die Verlobung gelöst. Ja, aber das kannst du
nicht nach all den Jahren. Du weißt, es ist nicht nur meine Schuld. Vor drei
Jahren habe ich Nigel angeboten, zu ihm in den Sudan zu kommen, aber er hielt es
für richtiger zu warten.
Und jetzt?
Ich hatte vor, wegzugehen und den Brief hier für ihn zurückzulassen. Aber
Cécilie... Ich habe es aber doch nun überlegt und werde ihn bitten, noch
die Hochzeit aufzuschreiben.
Ach.
Und was willst du in der Zwischenzeit machen?
Genau das Gleiche wie du. Reisen, Leute kennenlernen.
Und wenn der Hals sich weidet? Dann werde ich Schluss machen.
Endgültig.
Weißt du, was du bist? Du bist völlig verdreht, mein Kind. Du begriffst deine
Aussicht auf ein ruhiges und vernünftiges Glück einzutauschen gegen
nebulose Idee, du müsstest dein Leben genießen.
Ja, sag mal, was stellst du denn eigentlich wirklich darunter vor? Zum
Beispiel... Ach, vielleicht Paris, Nachtlokale, degenerierte Existenz der
Litwanik. Oder Monte Carlo, muntere Lebegreise, die dir im Casino in den Po
kneifen. Du bist unmöglich, du bist genau wie Tante Lu.
Ja, ich werde jetzt ihrem Beispiel folgen und oh so taktvoll verschwinden.
Nigel muss ja gleich hier sein.
Na, Kopf hoch, Alte.
Übermorgen hältst du selbst für eine Schnapsidee.
Meinst du?
Sicher.
Hallo. Ich dachte, Sie wären... Es tut mir leid, Sie enttäuschen
zu müssen.
Wie sind Sie denn hereingekommen?
Die Tür stand offen.
Und was wünschen Sie?
Sie müssen aber ein kurzes Gedächtnis haben. Ich habe doch gerade mit Ihnen
telefoniert. Telefoniert? Das muss ein Irrtum sein. Wegen der Wohnung, die Sie
vermieten wollen. Ach, wegen der Wohnung.
Sie haben sicher mit meiner Freundin gesprochen. Sie ist gerade weggegangen.
Ach so, ja, es kam mir auch so vor, als ob Ihre Stimme etwas anders klang.
Na, Ihre gefällt mir besser.
Bitte nehmen Sie doch Platz.
Dankeschön. Es ist alles so unordentlich. Ach, das macht doch
gerade beim Packen, Sie können sich ja vorstellen. Ach, Sie haben jemand
erwartet? Ja, ja, meine Verlobten.
Er kommt heute aus dem Sudan zurück.
Da freuen Sie sich sehr, nicht?
Ja,
ja. Jetzt werde ich Ihnen am besten die Wohnung zeigen. Das hier ist das
Wohnzimmer. Wie Sie sehen.
Sauberhafte Atmosphäre. Ich habe viel Sinn für Atmosphäre.
Sie auch?
Ja, ich... Ich weiß nicht.
Ich glaube schon.
Ich habe so ein Talent, die Leute gleich richtig einzuschätzen. Das muss nicht
schließlich so, wie ich gelebt habe.
Und? Wie schätzen Sie mich ein?
Na, ich weiß nicht recht.
Sie sind nicht so leicht zu durchschauen.
Ja, hier ist das Esszimmer.
Ja?
Oh, sehr behaglich.
Ja,
das hat meine Mutter gehört.
Ich glaube, es ist eine griechische Landschaft.
Es ist der Golf von Korinth und ich weiß sogar von wo aus.
Ach nein.
Ja, ich erinnere mich, dass ich damals sehr früh aufgewacht war und schon in
Morgendämmerung an Deck ging. Es war unvorstellbar schön.
Die Berge noch schneebedeckt.
Und dann das blasse Lila und... Tiefe Violett von der See wiedergespiegelt.
Und die See selbst kalt und still.
Wie Jade.
Himmlisch.
Ich war noch nie im Leben verreist. Aber Sie würden gern.
Es wäre mein Traum.
Jeder sollte reisen.
Das hält den Sinn für Abenteuer wach. Und das kann nur gut sein. Wie recht Sie
haben.
Sehen Sie, ich hätte es gar nicht für möglich gehalten, dass Sie fähig wären.
Dass ich wozu fähig wäre?
Dass Sie fähig wären,
Sich so differenziert auszudrücken.
Ich sehe zu amerikanisch aus, nicht?
Nein.
Sie werden auch die anderen Räume sehen wollen. Ja.
Wenn Sie den Hausangestellten brauchen, dann könnte ich Ihnen jemanden
empfehlen. Ach, ich weiß nicht recht. Ich habe anderthalb Jahre für mich
gesorgt.
Und jetzt habe ich mich eigentlich daran gewöhnt.
Ja, es kommt drauf an, wie lange sollen Sie sie vermieten? Ja, meine Freundin
wird ungefähr drei Monate weg sein.
Ja, das passt mir durchaus.
Brauchen Sie Geschirr und Wäsche?
Geschirr und Wäsche?
Ja. Ja, ich glaube.
Ach, ja natürlich.
Daran habe ich gar nicht gedacht.
Ich habe noch nie eine immobilierte Wohnung gemietet.
Ja, das kommt mir auch so zu.
Ja, ich war meistens unterwegs.
Ich habe England verlassen, als ich 17 war.
Erst ging ich nach Südafrika.
Dann in den Osten, in durch China, eine Zeit lang in Japan.
Dann bin ich nach Frisco hinüber und dann in den Juppen.
Ich weiß schon, wo die Männer noch Männer sind und der Colt lose wird. Ach
der alte Blödsinn.
Die letzten beiden Jahre habe ich in einer Hütte an einem kanadischen Fluss
gelebt. Ach, wie aufregend. Ich weiß nicht, ein bisschen einsam.
Da sehe sie uns, da muss ich sie bitten. Das ist mir nicht übel zu nehmen, wenn
ihr ein bisschen unzivilisiert seid.
Ich finde es ganz nett, wenn jemand einmal unzivilisiert ist. Ach, die
Frauen denken anders.
Wirklich? Ja, die meisten Frauen wollen ruhig leben.
Sie hassen Abenteuer und Schwierigkeiten. Das glaube ich nicht so
Das Pech ist, dass die meisten Frauen nie die Möglichkeit haben, Abenteuer zu
bestehen. Und wenn sie die Chance hätten, würden sie sie verpassen.
Ich nicht.
Ich ganz gewiss nicht.
Nicht? Na, vielleicht sind Sie anders.
Ich möchte es beinahe glauben.
Ja.
Glauben Sie, dass Sie die Wohnung mieten werden, Herr... Oh, natürlich.
Ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Lovell, Bruce Lovell.
Ja, sehen Sie, ich... Nein, ist das komisch. Jetzt warte ich wieder Ihren
Herrington. Cecily Herrington. Willst du mal eben notieren, wenn Sie nichts
dagegen haben?
Wie systematisch.
Ja.
Miss Satterley Harrington. H -A -R -R.
Das ist eine alte Angewohnheit von mir.
Ich bin viel pedantischer, als Sie denken.
Ich glaube, das kommt daher, dass ich so lange allein gelebt habe.
Aha.
Sie würden sich sehr amüsieren, wenn Sie wüssten, was hier alles festgehalten
wird. Zum Beispiel, alle 14 Tage gehört immer die gleiche Notiz wieder. Können
Sie sich denken, was da steht? Keine Ahnung.
Aber bitte.
Ja?
Hallo? Wegen der Wohnung.
Augenblick, bitte.
Nein, es tut mir leid. Sie ist gerade vermietet worden.
Ja, bitteschön.
Sie wollen die Wohnung, also?
Aber ja, natürlich.
Sie passt mir glänzend.
Ja, also Sie wollten wohl verreisen, oder was haben Sie vor? Ja, bitte. Ich
gerade einen großen Lotteriegewinn gemacht.
Na, viel?
Zehntausend Pfund.
Dummer Väter.
Was machen Sie denn mit dem ganzen Geld?
Ja, ich sollte gerade heiraten.
Heiraten? Ach ja, richtig, Sie erwachen ja Ihren Verlobten.
Ja, da will ich mich mal aus dem Staube machen.
Nein, nein, Sie stören mich wirklich nicht.
Es kann mindestens noch eine halbe Stunde dauern, bis er hier ist.
Ist das komisch.
Ich finde, mit ihm kann man reden.
Ja. Komisch.
Mir geht es mit Ihnen genauso.
Ich glaube, zu Ihnen muss man Vertrauen haben.
Meinen Sie wirklich?
Warum sagten Sie, Sie sollten gerade heiraten?
Ja, weil ich jetzt nicht mehr recht dazu entschlossen bin. Irgendwie ist alles
anders geworden.
Wie lange sind Sie verlobt mit diesem... Ungefähr fünf Jahre.
Wann haben Sie ihn zuletzt mal gesehen?
Vor drei Jahren, als er Urlaub hatte.
Aber er hätte Sie doch einfach mitnehmen können in den Sudan. Nein.
Nein, das ging nicht.
Sehen Sie mich doch mal an.
Sind Sie sehr froh und glücklich darüber, dass er zurückkommt?
Nein, Sie sind es nicht.
Und dann meinen Sie, sie liegt in Ihnen noch.
Aber ich kann mir gut vorstellen, wie Ihnen zur Mutter ist. Ich habe genau
dasselbe durchgemacht. So?
Ja, ich habe sehr mehrere Mädchen gekannt, die ich sehr gern mochte.
Es war alles durchaus in Ordnung. Es hätte alles so einfach sein können.
Doch habe ich immer gewusst, eines Tages würde ich in ein Zimmer kommen und da
wäre die Frau.
Und alles andere wäre nicht gewesen.
Glauben Sie, dass so etwas geschehen kann?
geschehen. Heute.
Sie sind ja verrückt.
Ich weiß, es sieht so aus.
Ich habe keine Zeit, den üblichen Weg zu gehen. In Ihrer Lage ist vielleicht der
nächste Augenblick entscheidend. Ich musste es Ihnen sofort sagen.
Auch die Gefahr von Ihnen für folgt. Aber vor einer halben Stunde kannte ich
ja noch gar nicht.
Ich weiß. Aber das gibt es ja gar nicht.
Doch, das gibt es.
Und Sie wissen es auch.
Nein, nein, nein.
Vom ersten Augenblick an, als ich Sie da wusste, ich konnte alles in Ihren Augen
lesen. Einen Augenblick lang hielten Sie mich für Ihren Verlobten, stimmt's?
Alles war deutlich zu erkennen.
Ihr Wunsch zu entfliehen, Ihrer Furcht, jemanden, der Sie liebt, zu verletzen.
Und darunter Ihre Sehnsucht nach dem wahren Leben und nach dem Abenteuer.
Glauben Sie mir nicht?
Ja, ich glaube Ihnen.
Ich muss Sie wiedersehen, bald.
Heute.
Kommen Sie jetzt mit mir zum Essen. Das ist völlig ausgeschöpft. Sie können doch
einen Brief schreiben. Das habe ich schon getan.
Na und dann?
Es wäre zu grausam.
Halbheiten sind gefährlich. Das muss ich auf mich nehmen.
Na gut.
Ich gebe nach.
Für diesmal. Aber ich will Ihnen einen Vorschlag machen.
Ich gehe zum Savoy Grill. Ich werde in der Hotelhalle auf Sie warten. Sagen wir
bis... Wie spät haben wir es hier? Fünf vor... Nein.
Bis drei Uhr?
Die werden Sie hinauswerfen, wenn Sie so lange da herum sitzen. Na, das soll
meine Sorge sein.
Versprechen Sie mir...
Falls wir mit Ihrem Verlobten nicht einig werden sollten. Versprechen Sie
dorthin zu kommen? Nein, nein, nein, ich kann nichts versprechen.
Sie werden trotzdem kommen.
Adieu.
Au revoir.
Ja? Hallo?
Wer ist da?
Nigel.
Von wo aus sprichst du?
Tilbury.
Gerade was?
Durch den Zoll. Gut.
Wie lange wirst du brauchen?
Ungefähr eine Stunde.
Danke, lieber. Prächtig.
Wiedersehen.
Was?
Was für eine Laune.
Aber mein Lieber, das war keine Laune. Ich meine, es ist wirklich so.
Schieb die Hochzeit auf, bitte.
Nein, wir müssen uns darüber klar werden. Vielleicht geht es am Telefon
leichter.
Nein, ich habe mir es überlegt. Ich habe dir doch alles im letzten Brief
geschrieben und meine Meinung ist wirklich noch die gleiche.
Ich weiß, es ist scheußlich.
Nein, es ist nicht reiner Egoismus.
Ich weiß, du hast es schwer gehabt da draußen, aber in meinem Büro war es auch
nicht immer ganz leicht.
Nein, ich bitte dich ja nur um Aufschub.
Es tut mir leid, dass du so denkst.
Ist das dein letztes Wort?
Ich kann es nicht glauben.
Was soll ich nur machen, Melis? Was soll ich machen?
Ich habe nur dafür gearbeitet die ganze Zeit.
Mein Gott, ich war so ungeduldig am Telefon, wenn ich das gewusst hätte.
Ich kann mir gar nicht denken, wo sie hingegangen ist.
Ja, wie spät ist es?
Drei Uhr.
Mein Gott, ich habe nicht geahnt, dass es so ernst ist.
Meinst du, dass es wirklich Sinn hat, hier zu warten?
Wir haben doch keine Ahnung, wann...
Also ich warte, wenn es eine Woche dauert.
Ich fürchte nur... Was glaubst du? Ich werde mich hinsetzen und Daumen drehen.
Ich werde es darauf ankommen lassen.
Die ganze Zeit da draußen habe ich Nacht für Nacht davon geträumt, wie es heute
sein wird. Alles habe ich aufgehebt.
Komisch, nicht?
Wofür? Für nichts.
Nein, bitte.
Entschuldige, Mavis. Das ist nicht gerade erheiternd für dich.
Komm, kümmere dich nicht um mich. Es ist herrliches Wetter draußen.
Jedenfalls fand ich das, als ich ankam, seltsam.
Es ist erst drei Stunden her, nicht zu fassen.
Wenn du möchtest, dass ich... Nein, nein, nein, so war das nicht gemeint.
dann bleibe ich lieber.
Das ist nett von dir. Aber ich bin kein guter Gesellschafter heute Nachmittag.
Kinder, Kinder! Ach du liebe Himmel, Tante Lu.
Nein!
Endlich! Lassen Sie sich anschauen.
Oh, Sie sehen aber gut aus.
Vielleicht müssen Sie... und grauer um die Schläfen, aber es steht ihnen.
Und was will graues Haar schon heißen, wenn man so glücklich ist wie sie? Die
geht prächtig gut.
Ich habe sie nie so froh und glücklich gesehen wie heute. Und die liebe Cecily
sprudelt über Voraufregung. Nicht, Cecily?
Aber wo ist sie denn?
Ich war so in sie vertieft, Nigel, dass ich Mädels für Cecily gehalten habe.
Und noch sowas.
Aber wo ist Cecily?
Ist etwas schiefgegangen?
Alles ist schiefgegangen. Ist Gera Cecily ausgegangen.
Sie war nicht hier, als Nigel ankam.
Sie war nicht hier, als... Sie hat die Verlobung gelöst.
Selbstwillig?
Das kann ich nicht glauben.
Nigel, hören Sie... Aber das kann sie doch
nicht machen.
Sie kann doch nicht... Ich verstehe das nicht.
Woher gibt sie denn überhaupt?
Ja, wenn ich das nur wüsste.
Man muss sie zur Vernunft bringen. So etwas tut ein anständiges Mädchen nicht.
Ich meine, so einen Wisch da schreiben.
Ich wollte dir das so gerne sparen. Das ist ja eine Begrüßung nach so einer
langen Reise.
Wenn du ihn schon nicht küssen willst, musst du ihm wenigstens die Hand geben.
Es wäre besser, wenn wir die beiden etwas alleine lieben.
Nein, es ist mir lieber, wenn ihr hier bleibt.
Ich gebe was drum, wenn ich es dir leisten könnte.
Hör zu, Sessi.
Nein, ich kann nicht.
Und wenn dir wirklich so viel daran liegt, dann will ich die Hochzeit
aufschieben. Das siehst du. Mehr kann er nicht tun.
Dad, so ist es jetzt leider zu spät. Aber Cecily, das ist doch unlogisch.
durch einen Brief schreiben und dann sich hinstellen und sagen, nun ist es zu
spät. Bitte, Dad. Also Cecily, so wird das nicht. Diesmal hast du recht.
Das wird so Nigel erklären müssen. Ja, das meine ich aber auch.
Ja, jetzt ist ein anderer Mann im Spiel.
Bisher nicht.
Bisher? Aber jetzt. Wie?
Ich habe ihn erst heute Morgen kennengelernt, als ihr beide
Was, wie lange kennst du ihn?
Seit heute Morgen, ja, ich weiß, das klingt sonderbar. Was, sonderbar?
Ja, wie lange war er denn hier?
Ungefähr eine halbe Stunde. Eine halbe Stunde, da willst du mir einreden, dass
dieser Mann, den du erst eine halbe Stunde kennst... Ich habe gerade mit ihm
Mittag gegessen. Aber Sessi, wie kommst du?
Wie ordinär.
Wo wart ihr denn?
Im Savoy.
Ach so.
Ja, wer ist denn dieser Mann? Er heißt Bruce Lovell. Und wann siehst du ihn
wieder? Er wartet auf mich unten in einem Taxi. Wir wollten nach Kew
Ach, Vater, die Frühlingfahrt nach Kew, verstehe ich. Das du willst ihn doch
nicht etwa heiraten.
Er hat mir bereits einen Antrag gemacht. Aber damit wir doch die Wohnung nicht
mieten. Ich möchte nein.
Na, hoffen wir das Beste.
Nur gut, dass ich die Wohnung noch bei Herolds angemeldet habe.
Sie haben mir versprochen, dass Sie noch heute jemanden schicken. Darauf geht
mich denn die Wohnung an? Kann man denn nichts machen, um mir diesen Wahnsinn
aufzutreiben? Nicht, dass ich wüsste. Also warum schreien Sie mich an? Das ist
doch etwas lächerlich, von Heirat zu sprechen mit einem Mann, den man eben
kennengelernt hat.
ich ihn gar nicht heiraten möchte, aber es war wunderbar, einmal im Leben einem
Impuls nachzugeben.
Im Grunde sind wir ja alle impulsiv, aber die meisten von uns haben nie die
Chance, dem nachzugeben. Hat er das gesagt?
Woher weißt du das?
Ich kann Gedanken lesen.
Übrigens, weiß er, dass du eine Lotterie gewonnen hast?
Ja, das musste ja kommen.
Ja, ich habe es ihm gesagt. Na ja, dann.
Was, er hat selbst genug, er hat in Kanada eine Menge Geld verdient.
Ach, die Weite der Prärie. Natürlich, so wie du im Augenblick beschaffen bist,
musstest du ja darauf fliegen. Also, Settele ist wirklich undankbar.
Ich habe mich hier den ganzen Morgen abgeschuftet wie ein Kuli, habe nur ein
kerkliches Mittagessen gehabt. Ja, das ist rücksichtslos und selbstsichtig.
Außerdem stellt ihr euch vor, was die Leute sagen werden. Holen!
Das geht aber jetzt wirklich zu weit. Wenn Sie mich jetzt angreifen wollen...
Aber, Miss Gerhard, es hat doch gar keinen Sinn, dass Sie sich jetzt noch
Nein zu streiten. Stellen Sie ruhig, Sie gehören ja nicht mal zur Familie.
Das wird der Mann von Harold's Wohnungsvermittlung sein.
Hier ist Ihr Brief.
Die Türlichter haben uns gerade noch gefehlt.
Oh, bitte treten Sie doch näher. Es ist allerdings ein bisschen hoch oben.
Aber dafür ist die Luft besser und die Zimmer sind heller.
Ein reizender Mensch.
So, das hier ist das Wohnzimmer.
Guten Tag.
Du musst schon entschuldigen, mit der Zeit wird es mir zu langweilig, ein Taxi
auf dich zu warten. Bruce, du hältst wirklich nicht mit?
Sie sind Fuslave?
Ja, so ist es.
Aber wieso?
Sie wollen doch nicht etwas sagen, das... Und ich dachte, Sie kämen von
Wie können Sie es nur wagen? Wie können Sie wagen, diese Wohnung zu betreten?
Seien ruhig, Cecily. Da habe ich auch noch ein Wort mitzureden.
Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass ich Cecily's einzige Verwandte und als
solche für Sie verantwortlich bin. Ich bestehe in dieser meiner Eigenschaft als
Vormund auf einer Erklärung. Eine Erklärung? Wofür, Miss Herring? Mein
Gerrit. Meinen Sie, dieser arme Junge hier ist das ganze Ende vom Sudan
heraufgekommen, nur damit ihn meine Nichte an der Nase herumführt? Also,
Gerrit, ich bin... Das hat keinen Sinn. Lassen Sie mich in Frieden und mischen
Sie sich nicht in Dinge, die Sie nichts angehen. Wer sind Sie? Was sind Sie? Wer
sind Ihre Eltern?
Die einzigen Lovels, die ich je gekannt habe, lebten in Schropschor und waren
Säufer. Also bitte, Miss Gerrit, wollen Sie mir glauben, ich habe volles
Verständnis für Ihre Besatzung? Halten Sie den Mund!
Das geht jetzt wirklich zu weit, Mädel.
Wenn hier einer ein Wort zu sagen hätte, denke ich... Wenn hier einer ein Wort
zu sagen hätte, so bin ich es.
Also, Nigel hat recht, mit Gerrit kommen Sie. Wir machen einen kleinen
Spaziergang. Spaziergang?
Jetzt? Nachdem ich zu einer solchen Szene gezwungen wurde? Also gut, dann
wir einen Taxi und fahren irgendwo hin zum Tee. Tee? Ich breche Sie keinen
Schluck hinunter.
Aber wir gehen zu Ganters.
Ganters?
Na ja, aber unter Protest.
Immerhin, ich habe getan, was ich konnte.
Mehr kann man nicht verlangen.
Nun, wie man sich bittet, so liegt man.
Alles, was ich noch sagen möchte, Cecilie, wäre das... Aber nein, das ist
nicht der richtige Augenblick.
Gott sei Dank.
Meine Handtasche!
Also, Lovell, Sie werden inzwischen mitbekommen, wer ich bin, falls Sie es
schon vorher wussten.
Jawohl, und ich möchte Ihnen gleich sagen, dass es mir sehr leid tut.
Leid tut für Sie. Und Sie wissen, dass wir lange verlobt waren.
Zu lange.
Sehen Sie, diese Unterredung hier führt zu nichts, außer zu einer hohen
Taxenrechnung. Die Taxe steht noch vor der Tür. Sie können sagen, was Sie
wollen. Ich muss jetzt Klarheit in der Sache haben. Jetzt und hier.
Das müssen Sie beide unter sich ausmachen. Ich bin dabei überflüssig,
mich entschuldigen wollen.
Ich werde im Esszimmer warten.
Da hängt sowieso ein Bild, das mich interessiert.
Das kannst du doch nicht machen, Fötzli.
Ja, bedenk doch mal, was du vorhast.
Ich habe mir das überlegt. Ich habe mir das wochenlang überlegt. Ja, aber den
Frauen macht es Spaß, wenn die Männer sich um sie schlagen.
Hör ich doch nicht so aus, albern jetzt.
Ja, überleg dir doch mal.
Wir haben uns doch immer sehr gut verstanden.
Wir haben uns doch immer so gern gehabt.
Lieber Nigel.
Ich hab dich ja immer noch gern, nur jetzt ist etwas Stärkeres in mein Leben
gekommen. Vielleicht hab ich den Kopf verloren, vielleicht führt das alles zu
nichts, aber es ist nun einmal so.
Ja, hörst du gut, ich werde dich nicht mehr belästigen. Ich will auch nicht die
Beherrschung verlieren.
Was immer geschieht und was du auch tun wirst, ich liebe dich und werde dich
immer lieben. Vergiss das nicht.
Ich fürchte, es war ein bisschen viel für dich.
Ach, das tut mir so leid.
Komm.
Wir wollen nach Kew hinausfahren. Da werden wir uns aber beeilen müssen, wenn
wir noch was davon haben wollen.
Einen Augenblick, ich will nur gleich andere Schuhe anziehen.
Ja.
Ich habe mir gerade den Schuh zurückgebracht.
Gegenwärts.
Na, lohnt es sich nicht, keine Nachbarn zu haben mit Hühnern und Radio?
Natürlich lohnt es sich.
Findest du nicht auch, dass 1500 zu teuer waren für dieses kleine Haus?
Aber nein, denk doch nur an die anderen, die doch schrecklich waren und doppelt
so teuer.
Wir haben unsere Flitterwochen, weiß Gott, originell verbracht.
Und ich hatte schon Angst, du würdest enttäuscht sein, dass wir nicht gleich
Ausland fahren.
Aber nein, ich finde es wunderschön hier.
Jetzt im Sommer.
Weißt du, was heute für ein Tag ist? Ja, Dienstag.
Fällt dir gar nichts an?
Doch, natürlich.
Weißt du doch, wie du gesagt hast, dass es gäbe es gar nicht? Ich kann nicht
vorzustellen, dass das alles erst sechs Wochen her sein soll.
Wenn es nach mir gegangen wäre, ich hätte dich gleich am ersten Nachmittag
geheiratet. Das stimmt schon. Und wieder...
Obengelassen hatte.
Ich werde ihn gleich in die Dunkelkammer bringen.
Du meinst in den Keller, Liebes?
Der Keller soll meine Dunkelkammer werden, Liebes.
Was ist denn drin?
Ach, nicht so alter Fotogramm, Entwicklerfilm und so.
Augenblick, da ist doch etwas drin, was dir gefallen würde.
Bist du ein alter Fotokammer?
Du tust immer so geheimnisvoll mit diesem Kopf.
Und du bist immer so neugierig.
Ja, war schön.
Gefällt er dir?
Wo kommt er denn her?
Auf Hanco, glaube ich.
Danke, lieber.
Geht dir gut.
Ja?
Ja, jetzt muss ich aber weiter an die Arbeit auspacken.
Ja, sieht schon besser aus.
Ach ja, liebes, ich brauche noch deine Unterschrift für ein paar Schriftstücke.
Was ist für Schriftstücke?
Ach, du weißt schon, die dummen Formalitäten, die mit dem Kauf des
zusammenhängen.
Es tut mir so leid, dich damit verhelligen zu müssen.
Komm.
Wenn du erst die Bank meinen Wechsel einlösen würdest, weißt du, wie dieser
Verzug zustande kommt. Aber du weißt doch, dass mir das nichts ausmacht. Wo,
hier? Ja, bitte nicht erst durchlegen.
Muss das sein? Du brauchst nicht, wenn du nicht willst, du große Geschäftsfrau.
Mein Lieber, das war einmal...
zu Geschäft.
Und hier nochmal. Weißt du, was ich kann, um das Büro endlich zu vergessen?
Mit Erfolg?
Na, was denkst du wohl?
Ach.
Das ist der schönste Augenblick meines Lebens.
Du und ich in unserem kleinen Haus allein.
Ha! Hab ich euch erwischt! Ach, ich werd verrückt! Dann bin du!
Kleine Überraschung, meine Lieben. Ich wollte schon immer mal kommen. Aber dann
habe ich herausbekommen, dass es heute verbilligte Fahrkarten gibt.
Siehst du, wie gut du aussiehst.
Blühend. Sind Sie stolz auf die, Brut? Das kann man wohl sagen. Aber ich muss
schon sagen, sieben Schillinge, fünf Pens, ist wahnsinnig teuer für die Taxe
Bahnoffizier. Beinahe so viel wie die Fahrt von London.
Ein Skandal.
Gibt es da keinen, an den man schreiben könnte?
Ich fürchte nein, nur den Fahrer. Aber der holt mich ja sowieso wieder ab.
Und wenn ich den Zug um 3 .15 Uhr nicht kriege, muss ich noch mal 8 Schilling
zuzahlen. Und das lohnt sich nun wirklich nicht.
Jetzt setz dich erst einmal hin, du musst ja müde sein von der Reise. Aber
ich bin niemals müde.
Und dann, ich habe ein prächtiges Mädchen für dich.
Sie ist bei der Heilsarmee.
Sehen Sie mal, das für ein Mordpaket ist eben gebracht worden.
Fühlt sich wie Bücher an. Danke schön, Dolly. Ach, bitte nehmen Sie den Koffer
mit in den Keller, ja?
Aber nein, Pettoli, das mache ich schon selbst.
Da unten ist ja mein ganz persönliches Heiligtum. Na schön.
Danke, Dolly, Sie können gehen.
Sie können gehen.
Ja.
Furchtbar lieb von dir, Tante Lu. Aber wie du siehst, habe ich gerade dieses
Mädchen angestellt. Das ist die nächste von unseren Gärten.
Ach, das sind die Bücher von Mewdis.
Mewdis? Ja.
Also Bruce, wie kann man so scheußliche Bücher lesen?
Originalfoto von den Überresten der... Oh, wie scheußlich, ekelhaft.
Noch dazu vor dem Mittagessen.
Es sind doch mehr drin.
Hier, Frau.
Der Geschirrschrank ist ganz voll. Wo soll ich denn den Rest hinzuholen? Ich
werde Ihnen helfen.
Soll ich mitkommen? Danke, Tante, wir schaffen es schon.
Naja, zu dritt ist es wahrscheinlich auch ein bisschen zu eng.
Also, was wäre jetzt das Nächste?
Oh, Fotos. Entschuldigen Sie, Miss Garrett.
Na, na.
Anschauen verboten?
Das gerade nicht.
Wer war denn das hübsche Mädchen mit dem schönen Schal?
Das war meine Schwester.
Ach, keine Angst, mein Junge. Ich bin eine Frau von Welt.
Lassen Sie mich beim Auspacken helfen.
Ach, das mache ich schon selbst. Dankeschön.
Nur mein Fotokran werde ich jetzt wegschalten.
Sie müssen im Keller auf Küchenschaden achten. Ja. Dolly scheint wirklich ganz
bravbar zu sein.
Oh, was ist denn ein schöner Schal hier, Sissi?
Schön, nicht?
Der Brust mir geschenkt.
Ach.
Wir mussten das restliche Geschirr auf die oberste Etage in der Speisekammer
stellen. Na, hoffentlich habt ihr nicht die Katze im Sack gekauft. Was habt ihr
denn für das Ganze hier bezahlt? 1500.
Ah, das kommt mir aber sehr viel vor.
Na?
Der Keller ist die beste Dunkelkammer, die ich je gehabt habe. Ich habe
gerade... Aber man wird da den ganzen Tag mit aufräumen. Ich habe gerade den
entzückenden Schal bewundert, den Sie Sessili geschenkt haben. Ist das Ihr
Miss Gerrit?
Ja, natürlich.
Ach, danke schön. Das ist Hotschten. Ersorgt für unseren Garten. Danke schön.
Sieh mal, Tante Luas, den Garten.
Oh, ich stelle dir vor.
Und kostet gar nichts.
Dolly, bitte bringen Sie einen großen Zug mit Wasser.
Das war also der Gärtner, nicht?
Aber dann wird ihn doch das Buch da interessieren. Das muss ich ihm
zeigen.
Na, das war aber ein Schreck, was?
Sei nicht böse, sie meinte es gut, liebe.
Naja, natürlich.
Aber sie darf nicht zur Gewohnheit werden. Dafür werde ich schon sorgen.
Ich bin jedem böse, der mich daran hindert, mit dir allein zu sein. Und
Tante Lou ist... So sprich nicht von ihr, sonst taucht sie gleich wieder auf.
Jetzt jag sie hotzend den Gartenzaun entlang.
Vielleicht erschlägt du sie noch mit dem Spaten.
Man sieht sogar von hier aus, dass sie ja gar nicht zuhört.
Also bitte, also nein, das musst du dir ansehen.
Sie... Was ist denn? Was ist denn?
Alles schon wieder in Ordnung. Ja, was war denn?
Nichts. Ich war ein bisschen schwindelig, aber es geht schon wieder
Wahrscheinlich, was der Schreck über Tante Luz plötzlich erscheint.
Komm, setz dich erst einmal hin.
Setz dich ruhig aus. Am besten ich hole deinen Arzt. Nein, nein, ich brauche
keinen Arzt. Es geht schon wieder besser.
Ich will keinen Arzt.
Ich hole dir ein Glas Wasser.
Nein, nein, ist nicht nötig, danke. Soll ich dir sonst etwas holen? Möchtest du
etwas?
Ja. Was denn?
Ich möchte, dass du herkommst und dich neben mich setzt.
Es geht mir wunderbar, solange du nicht weggehst.
Ich gehe ja nicht weg.
Ach, das ist der Himmel auf Erden.
Wenigstens ab 3 .15 Uhr.
Wieso ab 3 .15 Uhr?
Da geht Tante Luz Zug.
Ja, geht doch.
Was steht heute im Tagebuch des Mannes von Welt? Das möchtest du wohl gern
wissen. Das ist alles, was für heute drinsteht? Das ist das für Ostern. Ach,
ist eine Chemikalie für meinen neuen Entwickler.
Immer diese Fotografiererei.
Hast du dich gut ausgeholt?
Ja. Das heißt... Du hast dich überhaupt nicht hingelegt.
Ich hatte dich so gebeten.
Mach dir doch keine Sorge, Liebes.
Ich kenne mich doch selbst am Bett. Du hast doch keinen Kummer.
Kummer?
Sehe ich so aus?
Manchmal bist du etwas geistesabwesend.
Stell dir vor.
Das habe ich noch gar nicht bemerkt.
Ich mache mir solche Sorgen.
Na, was hat sie denn?
Die Post für die Frau.
Danke, Doris.
Ich war immer der Meinung, Postboten geben die Post an der Vordertür ab.
Aber meine nie, Mr. Lovell.
Rechtsanwalt schreibt mir gerade, dass ich jetzt bald an mein Kapital ran kann.
Na, hoffentlich noch bevor wir abfahren.
Von wem ist da ein Brief?
Mewis. Ist wieder zurück.
So.
Was will sie denn?
Uns besuchen.
Wann? Wenn sie den Garten noch zu sehen kriegt. Ehe alles verblüht ist.
Ach, sag mal, haben wir es eigentlich nötig, Leute einzuladen?
So oft kann sie ja nicht mehr kommen, nicht?
Ach ja, da hast du recht.
Daran habe ich gar nicht gedacht, entschuldige.
Du wirst dich ja auch von ihr verabschieden wollen.
Lass mal sehen, wenn sie also am Augenblick... 20.
21.
Lad sie für den 25.
ein, das ist dein Freitag.
Morgen in 14 Tagen.
Am Sonnabend werden wir dann abfahren.
Danke, lieber.
Da schreibt sie auch was über Nigel.
Na, den Witz dürfen ich etwa auch noch einladen.
Du bist doch nicht eifersüchtig. Das mag schon sein.
Er hat doch eben meinen Wagen gehalten.
Das hatte ich ganz vergessen.
Was hattest du denn vergessen?
Versprich mir, dass du nicht böse sein wirst. Warum sollte ich?
Es war ja nur, weil ich solche Angst hatte. Heute Morgen habe ich Dolly ins
geschickt. Zu Dr. Grebel.
Du Dollare, warum hast du das getan?
Ich habe dir immer wieder gesagt, ich kann die Ärzte nicht ausstehen, diese
verdammten Quacksal. Es war nur, weil ich solche Angst hatte. Ich konnte mir
nicht anerkennen. Ich will nicht, dass die Leute hier herumschmettern und
überall die Nase hineinstecken.
Bitte sprich mit ihm, mir zuliebe.
Ach na ja, ich kann Ihnen das schließlich nicht hinauswerfen.
Mrs. Lauer?
Ja, guten Tag, Herr Doktor. Danke.
Sie haben sich aber hier ein Versteck ausgesucht, nicht?
Ja, das ist mein Mann, Dr. Grebe. Guten Tag, guten Tag.
Nicht mehr als dreimal in meinem ganzen Leben bin ich diesen Weg hier
heraufgekommen. Ja, wir wohnen hier abseits.
Unfriedlich. Ja, Frieden ist heutzutage schon ein Luxus.
Eine Tasse Tee, Herr Doktor. Nein, danke, ich habe bereits Tee getrunken.
Also, wenn ich recht verstanden habe, möchte Ihre Gattin, dass ich Sie mir
einmal näher ansehe.
Mir fehlt gar nichts.
Sie wissen ja, wer die Frauen sind. Eine gründliche Überholung dann und wann
kann nie schaden. Wo können wir denn...
Ja, danke schön.
Würden Sie bitte vor Ort gehen?
Ja.
Aber ich fürchte, wir haben Sie völlig grundlos bemüht. Aber das schadet nicht.
Ich bin der Meinung, die Leute sollten nicht immer erst warten, bis sie schwer
krank sind, bevor sie den Doktor holen.
Übrigens, Olli, wo ist mein alter Schal geblieben? Ich wollte heute den hier
nehmen.
Ach, Frau, ich dachte, Sie hätten schon gemerkt. Was gemerkt?
Ich habe ihn gestern gefunden, der war ganz zerrissen.
Ach,
das macht nichts. Na ja, nur der Alpo.
Ja, ich möchte wohl wissen, Frau, ob Sie eine Ahnung haben, wo das da herkommt.
Was ist das denn?
Das weiß ich nicht, deswegen frage ich ja.
Ausgegraben habe ich es da bei der Südmauer.
Ach, wie aufregend.
Vielleicht ein vergrabener Schatz.
Zeigen Sie mal her.
Soll ich ein Messe holen? Nein, nein, danke schön.
Nicht so.
Eine Flasche.
Gibt sie drin?
Nichts.
Per... Per...
Hydrogenperoxid.
Das sieht mir nicht nach einem vergrabenen Schatz aus.
Alles leeres lassen.
Das weiß ich gar nicht, weil es dran ist.
Kann man nur nicht denken, wie das da hingekommen ist, ohne dass ich es
habe.
Hat vielleicht nachts jemand eingegraben.
Sie wissen jedenfalls nichts davon. Keine Ahnung.
Vielleicht hat es Ihr Mann.
Vielleicht braucht er die Flaschen für seine Fotografiererei.
Ah ja, das kann schon sein.
Soll ich doch in den Müll werfen?
Nein, warten Sie. Ich werde ihn fragen, wenn er herunterkommt. Er ist gerade
oben mit dem Arzt.
Ah ja, ich habe ja den Doktor kommen sehen.
Hoffen Sie, es ist nichts Schlimmes mit dem Hanken, Frau?
Ach nein, ich glaube nicht.
Luftveränderung wird ihm guttun.
Er ist besser als ein Doktor.
Ah ja, Dolly hat mir gesagt, Sie wollen ins Ausland.
Ja, Ende des Monats.
Ja, wird er sich schon erholen.
Hallo, Herzen. Was macht der Rheumatismus?
Besser. Na, was habe ich gesagt?
Beim lieben Gott ist kein Ding unmöglich.
Nun, Herr Duxer? Er kommt gleich herunter. Er zieht sich nur an.
Und?
Nichts Schlimmes weiter, Mrs. Lange. Gott sei Dank.
Ach, bitte.
Danke, ja.
Nur eins, Mrs. Lovell, hat Ihr Mann Sorgen?
Geschäftlich zum Beispiel?
Nein. Und einen kleinen häuslichen Ärger?
Nein, warum fragen Sie? Nun, es ist nicht beunruhigend, aber ich glaube, Ihr
Mann leidet unter einem leichten Myokard -Schaden.
Das Herz? Ja, es ist nichts Alarmierendes, aber er darf sich
überanstrengen. Er ist ein leicht erregter Typ, nicht?
Nein, eigentlich nicht.
Er ist nur in letzter Zeit so nervös.
Er wurde ganz aufgeregt, als ich ihm vorschlug, einen Spezialisten zu
konsultieren. Er hat es glatt abgelehnt.
Glauben Sie, dass es entstanden sei, wir zu reisen? Wir wollten Ende des Monats
ins Ausland fahren. Ja, doch, ich glaube schon.
Da muss ich natürlich bis dahin Ruhe gönnen. Ich werde Ihnen ein Medikament
schicken.
Sie haben sich jetzt sehr gemütlich eingerichtet, Mrs. Lawson. Ja, danke.
Eine ganze Reihe bemerkenswerter Kriminalfälle. Sieh an!
Sie interessieren sich für Kriminologie?
Nein, ich nicht, mein Mann.
Ach, ich auch.
Ja, ich habe zu Hause eine ganz hübsche, kleine kriminologische Bibliothek. Ich
würde gern mit Ihrem Mann mal darüber sprechen. Vielleicht interessiert ihn
eine oder andere Buch. Sehr liebenswürdig von Ihnen.
Ja, jetzt muss ich aber gehen. Meine Sprechstunde hat schon angefangen.
Ich komme in den nächsten Tagen mal wieder vorbei.
Ja, glauben Sie, dass das nötig sein wird? Ich verstehe schon.
Aber wir sind großartig miteinander ausgekommen. Auf Wiedersehen.
Dankeschön, Herr Dr. Dieter.
Netter alter Kauz, was?
Freut mich, dass er dir gefällt. Ja, sehr.
Nur darf er nicht zu gewohnt werden.
Natürlich nicht.
Du, sieh mal, was Hotschel im Garten ausgegraben hat. Wo war der?
Ein ganzer Haufen alter Wasserstoff zu Boxen geflossen.
Komisch, was?
Ja, sehr komisch. Hast du eine Ahnung, wo sie da hingekommen sein können?
Nein, woher denn?
Ich werde sie auf den Müll werfen.
Doch, mache ich aber auch gut Arbeit, bevor es dunkel wird. Hast du noch nie
gezeigt, wie man Rosen beschneidet?
Oh, ich werde dir aber helfen.
Nein, Liebling, vergiss nicht, was Dr. Kribbel gesagt hat. Du setzt dich jetzt
hin und liest.
Na gut.
daran, das mir versprochen, vernünftig zu sein.
Bleib nicht so lange fort.
Hodgson!
Ich habe ganz vergessen, Blumen für dich zu schneiden. Das macht doch nichts.
Ich kann es doch nicht ohne Blumen wieder wegfahren lassen.
Hodgson, schneiden Sie doch bitte einen schönen großen Strauß für Miss Willis.
Danke, Frau.
Das ist wirklich ein komischer Ort, wo es nach acht Uhr keinen anständigen Zug
mehr gibt.
Bruce wird sicher noch einmal herunterkommen, Edo Gates, um dir auf
zu sagen. Ja, das glaube ich allerdings kaum.
Ihr habt doch diesmal viel besser vertragen. Naja, nur weil wir uns beide
zusammengenommen haben.
Er war völlig am Ende seiner Kraft, als wir mit dem Tee fertig waren.
Es geht ihm wirklich nicht gut.
Offensichtlich.
Er hat sich sehr verändert.
Es wird nicht besser, ganz im Gegenteil.
Also...
Ich halte es wirklich für unglück von euch, morgen abzureisen.
Na, wer ist fest entschlossen?
Wir hatten fast eine Szene deswegen heute, bevor du kamst.
Na, hoffentlich geht alles gut.
Ist das dein Notizbuch?
Nein, das gehört groß.
Das sieht ihm gar nicht ähnlich.
Das so herumliegen zu lassen, ist sonst so entzäglich, ordentlich und
systematisch. Schaut sich die sonderbarsten Dinge auf. Du, ich möchte
was für heute drinsteht.
Hat er denn nichts dagegen, wenn du in seine Geheimnisse eindringst? Im
Gegenteil, du hast mir ja oft genug gezeigt.
Ach hier, 25.
September, Mewis. Oh, welche Ehre.
Dann noch etwas, 9 Uhr abends.
9 Uhr abends, was kann denn das sein? Ein Rendezvous?
Oh nein.
Wahrscheinlich wollte er sich daran erinnern, dass er noch die Dunkelkammer
aufräumen muss.
Mein Gott, sowas zu notieren. Dieses Notizbuch ist wirklich zu komisch.
25. März, Cecilie heiraten.
7. April, Haare schneiden. Das kommt alle 14 Tage vor.
15. April, Umzug ins Landhaus. Sowas Dummes.
Dann dieses chemische Zeug hat bei uns was. Das geht regelmäßig, jede Woche da.
H2O2? Ja, das braucht er für seine Fotografiererei.
Braucht man Wasserstoffsuboxid zum Fotografieren?
H2O2 ist nicht Wasserstoffsuboxid. Doch, H2O2 ist Wasserstoffsuboxid.
Komisch, dass ich das nicht gemerkt habe.
Was gemerkt?
Ach, nichts.
Naja, vielleicht bekommt er langsam graue Haare und hilft ein bisschen nach,
dann nicht albern. Und ich sage dir, das Gold wird langsam silber und er
verheimlicht. Unsinn. Bitte, nimm das von meiner.
Das gibt es ja immer noch.
Ja, natürlich. Ich konnte mich nicht davon trennen. Es ist noch von Nigel.
Das weiß ich.
Ach, du sagst es so, als ob ich... Nein, das ist nicht wahr.
Ich denke oft an ihn.
Sagt Cécilie.
Möchtest du nicht mal sprechen?
Das hat ja jetzt doch keinen Sinn mehr.
Morgen fahren wir fort, dafür weiß sie lange Zeit.
Cécilie, ich muss dir ein Geständnis machen. Ja, was?
Ich bin nicht mit ihm zugekommen, das war auch nicht das Bahnhofstaxi, das
an eurem Weg abgesetzt hat, sondern Nigels Auto.
Was? Ja, jetzt hier.
Wo? Er wartet im Wirtshaus im Dorf.
Wir haben uns verabredet, dass er mich hier um halb acht Uhr abholt. Aber Nigel
würde ja nur fünf Minuten bleiben und wenn Bruce herunterkommt, dann werde ich
es ihm schon erklären.
Ich würde mich schrecklich freuen, ihn wiederzusehen, aber ich weiß wirklich
nicht.
Ach, die sind aber herrlich.
Ja, also mit dem Blumen ist es ja ziemlich aus, meine Frau.
Aber das macht ja nichts, Sie fahren ja morgen weg.
Hatsch ist sehr stolz auf seine Bete, was?
Kein Wunder, der ganze Garten sieht ja prachtvoll aus. Ja, es ist hübsch hier,
man darf sich bloß nicht vor der Einsamkeit fürchten. Naja, man wohnt
ziemlich abseits.
Tja, deswegen hat Mr. Dunning das heute auch so billig abgegeben. Ich weiß
nicht, ob 1500 gerade billig sind.
Was, das habt ihr bezahlt? Ja.
1500 Pfund, meine Frau.
Ausgeschlossen.
950 Pfund hat Mr. Dunning dafür haben wollen, verlaubt gesagt.
950 Pfund. Aber entschuldigen Sie mir, Frau, ich war ja allgemein bekannt im
Dorf. Ja, ich höre Mr. Dunning noch sagen, dass er es nicht billiger abgeben
konnte, dass er eigentlich dabei zusetzte, nachdem er alles da
hat. Ich weiß nicht, was Mr. Dunning gesagt hat, aber jedenfalls, wir kennen
gar nicht. Mein Mann hat durch den Agenten verhandeln lassen. Aber ich weiß
Preis, weil ich selbst einen Scheck ausgeschrieben habe.
Ja. Natürlich, Sie müssen es selbst am besten wissen, Frau.
Aber 950 Pfund... Also, Hodgson, diese Blumen sind wirklich schön.
Ja.
Ja, dann werde ich also noch mal die Chrysanthemen abknospen, bevor ich nach
Hause gehe.
Also... Also, du hast das Haus bezahlt.
Nein, ich habe nur das Geld vorgeschossen.
Leid.
Siehst gut aus.
Darf ich eintreten?
Ja, bitte.
Ja, dann werde ich mir mal ansehen, wie Hodgson Chrysanthemen abknurft. Möchte
wissen, was das ist. Hoffentlich nichts Unanständiges.
Nebis spielt Tante Lu.
Es freut mich, dich wiederzusehen. Ja, mich freut es auch.
Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gern ich dir immer sagen wollte.
Zigaretten?
Nein, danke, danke.
Oder einen Drink?
Nein, danke.
Bist du glücklich?
Das freut mich.
Das liegt von dir.
Nein, wirklich, sag ich dir.
Ich kann dich nicht haben, aber das ist ja schließlich kein Grund, dir eine
unglückliche Ehe zu wünschen.
Ich bin sehr glücklich.
Man kann natürlich nicht erwarten, dass alles immer glatt geht.
Ja, wie meinst du das?
Bruce' Gesundheit macht mir Sorgen.
Aber die Luftveränderung wird ihm guttun.
Ja, wo soll denn die Reise hingehen? Überall hin.
Das hast du dir doch immer gewünscht.
Ja, ich weiß, aber ich habe jetzt gar keine rechte Lust mehr.
Das Kind, der Schatz.
Ach, ich habe mich auch kindisch benommen damals.
Aber glaub nicht, mir liegt nichts mehr an dir.
Mir liegt sehr viel an dir.
Wann fängst du in London mit der Arbeit an?
Ja, in etwa einem Monat.
Also ich möchte euch ja nicht aufschreien, aber ich glaube, wir
fahren. Ach, es ist so nett, euch beide hier zu haben. Ihr müsst auch noch etwas
essen, bevor ihr geht.
Ja, aber was ist mit... Ich gehe hinauf und rede mit ihm.
Na?
Ja, ich danke dir, Mavis.
Leid, du weißt doch ganz genau, wie ich über diese ganze Geschichte denke.
Bist du jetzt etwas zufriedener?
Ja, ja.
Gut. Sie scheint ja wirklich sehr glücklich zu sein.
Meinst du?
Weißt du, ich habe dich gefragt.
Ja, so weißt du, Neidisch, da sind so ein paar Sachen, die mir ausgesprochen
sonderbar vorkommen. Ja, was meinst du denn?
Sein, sein Äußeres hat sich so verändert. Und dann, ich habe nämlich
entdeckt, dass Bruce eigentlich das... Das reicht nun aber wirklich.
Diese Frau den ganzen Tag hinaus und nun noch der Mann.
Nein, komm, nicht die Frage. Das sagt dir nur der Koch.
Tja, dann werden wir wohl gehen müssen.
Ja, offenbar, ja. Und ich möchte nur nicht... Ja, was wolltest du sagen?
Ich... Es tut mir so leid. Nein, sie fühlt sich nicht wohl. Er ist ein
nervös. Es war ein schwerer Tag für ihn und... Ja, das verstehen wir schon. Nach
allem, was zwischen uns gewesen ist, ist es ja auch eine etwas ungute Situation.
Ja, es wird sowieso spät werden, bis sie wieder zurück sind.
Es war so schön, euch hier zu haben.
Wiedersehen, Liebe. Es war himmlisch.
Wiedersehen.
Wir sehen uns, wenn ich wieder zurück bin.
Du wirst uns aber doch schreiben. Ja, natürlich, wenn ein Postamt in der Nähe
ist. Ja, okay, nur nicht im Urwald verloren.
Wann werdet ihr denn zurück sein? Im Frühjahr oder im Frühsommer, denke ich.
Dann komm mit.
Und du bist ganz sicher, dass alles glatt geht? Ja, natürlich.
Weißt du was, ich rufe dich heute Abend an, wenn wir in London sind, nur zum
Gute -Nacht -Sagen. Das ist ein reizender Gedanke von dir, Mavis, aber
kein Telefon. Was, kein Telefon? Wie macht ihr das? Nur habt ihr Brieftauben?
Ja, also auf Wiedersehen und gebt schön Acht auf...
Sind Sie so lieb.
Ja.
Fertig mit den Chrysanthemen?
Ja, Frau.
Ich will jetzt nach Hause, weil ich morgen früh raus muss.
Ich dachte, ich schaue mal rein und sage auf Wiedersehen.
Dankeschön. Ich werde die Augen schon offen halten, wenn Sie nicht hier sind,
Frau.
Sie können sich auf mich verlassen. Ja, das weiß ich. Aber nehmen Sie es nun
nicht so genau mit der Arbeit.
Es macht Spaß für jemanden zu arbeiten, der Blumen so gern hat wie Sie, Frau.
Und da dachte ich, Sie könnten vielleicht eine Ansteckblume gebrauchen
Abend, für Ihr Kleid.
Das ist aber wundervoll.
Die haben mir zehn Schillen gegeben.
Das macht zusammen ein ganzes Pfund mit dem, was mir der Herr heute gegeben hat.
Der Herr hat Ihnen Geld gegeben?
Ja, außer am Lohn noch zehn Schilling, damit ich auf den Jahrmarkt gehen kann.
Ja, und er hat mir auch gesagt, dass ich früher weggehen kann, deswegen.
Davon weiß ich ja noch gar nicht.
Ja, wenn Sie meinen, dann eben nicht. Ja, natürlich wirst du nicht. Du bleibst
so lange, wie du gebraucht hast. Aber nein, Dolly, das geht schon. Gehen Sie
ruhig.
Also, vielen Dank.
Auf Wiedersehen. Sie verwöhnen sich, meine Frau. So tue ich das. Ja, Dolly,
werde ich Sie gar nicht mehr sehen.
Ach, die Fahrt, das hätte ich jetzt über den Jahrmarkt fast vergessen.
Auf Wiedersehen. Gute Reise.
Danke. Mit wem gehen Sie denn? Mit einem netten Postboten?
Ach, mit wem?
Ich gehe mit Ted Saunders, der die Milch bringt.
Also Wiedersehen, Horschen.
Gute Besserung für Ihren Romantismus.
Dankeschön. Auf Wiedersehen und alles Gute, Frau. Danke.
Darf man eintreten?
Doktor, ich hätte Sie gar nicht erwartet.
Ja, das ist auch eigentlich gar kein richtiger Krankenbesuch. Ich bin sehr
bemüht, Ihren Mann nicht öfter zu stören, als es notwendig ist. Aber ich
wirklich die Empfindung, dass es sehr unklug von ihm wäre, jetzt abzureisen.
Glauben Sie, dass es ihm schlechter geht?
Ja, ich möchte Sie ernsthaft bitten, es mir zu ermöglichen, Ihnen noch einmal zu
sprechen. Ja, wenn Sie das für richtig halten. Mir ist nämlich eingefallen.
Dankeschön.
Ich habe ihm auch das neueste Buch mitgebracht aus der Reihe
Kriminalfälle. Es ist der Prozestag in Bellingham. Im vorigen Jahr waren die
Zeitungen voll davon. Das war wirklich ein ausgesprochen interessanter
amerikanischer Fall. Ja, ich erinnere mich so dunkel. Ja, ja, war angeklagt
wegen Mordverdacht. Aber dein blendender Verteidiger wurde freigesprochen. Naja,
das war in Amerika.
Später kamen dann Indizien zum Vorschein, die seine Schuld ganz
erwiesen. Aber da war er schon verschwunden.
Dabei ist es ein gut aussehender Busse. Das ist der, sehen Sie mal, Mrs. Lovell.
Das sieht doch wirklich nett aus, ne? Ein schwarzer Don Juan, daher auch das
Spitzname Darkie. Ich finde ihn grässlich.
Mit seinem Schnurrbart, dem Monocle und der Blume im Knopf. Naja, das gehört zu
der Pose, die er sich da zurechtgelegt hat.
Fünf Frauen hat er umgebracht.
Mit den Massenmördern ist es immer dasselbe. Die steigern sich in einen
hinein, bis sie einen gewissen Höhepunkt erreicht haben.
Das Verbrechen selbst macht sie dann wieder...
Offensichtlich normal und klar für eine Weile. Na, wie dem auch sei. Das ist ein
sehr interessantes Buch. Das wird Ihren Mann sicher interessieren, da er Amerika
so gut kennt.
Ich bin aber auch dumm. Ich glaube, Bruce hat das Buch.
Ach, wie schade. Ja, das Neue ist darin gelesen.
Ja,
hier.
Kam erst unlängst vom Judy.
Ja, das erste.
Da ist ja gar kein Foto drin von Bellingham. Nein.
Vielleicht eine andere Ausgabe?
Nehmen Sie sich das nur ähnlich.
Gott sei Dank sind Sie fort. Also ich kann das nun mal nicht aufstehen, wenn
einem die Leute so einfach hereinschneiden. Guten Abend, Herr
Ich kam eben auf einen kleinen Schwatz herein, da habe ich noch das neueste
mitgebracht. Was ich soeben gesagt habe, gilt auch für Sie, Dr. Grebbe. Wie
bitte? Ich kann unverhoffte Besuche nicht aufstehen.
Mein lieber Labbel, ich versichere Ihnen... Ich dachte, ich hätte Ihnen
klar gemacht, dass der gestrige Besuch Ihr letzter hier war. Aber das soll doch
gar kein Krankenbesuch sein, Dr. Grebel. Ach, red doch nicht. Ihr habt euch
verschworen, mich zu überreden, morgen nicht abzufahren.
Lassen Sie mich Ihnen sagen, Dr.
Grebel, dass wir morgen früh abreisen, so wahr ich hier stehe.
Was ich will, das will ich. Und dabei bleibt es. Haben Sie da auch einmal an
Ihre Frau gedacht? Nun stellen Sie sich mal vor, wenn Sie unter mich krank
würden... Also muss ich Sie eigentlich im wahrsten Sinne des Wortes
hinauswerfen?
Oder haben Sie etwa Angst, Sie kriegen Ihre Rechnung nicht bezahlt?
Also, das ist bitter, der.
Hier sind fünf Pfund für fünf Besuche.
Eine ganze Menge mehr als Sie gewöhnlich kriegen. In jedem Fall mehr als Sie
werden.
Entschuldigen Sie, Herr Doktor.
Das macht nichts, Mrs.
Lovell.
Viel Glück für die Reise.
Auf Wiedersehen. Danke schön, Herr Doktor.
Wie konntest du so unhöflich zu sein? Und er ist so ein netter Kerl. Ich kann
nicht ertragen, dich so aufgeregt zu sein. Ach, entschuldige, Liebling. Ich
so überdreht.
Das geht mir schon den ganzen Tag so. Nun komme ich herunter in der Hoffnung,
dass wir endlich allein sind, dann ist wieder einer da.
Verzeih mir.
Ich werde dem alten Knaben schreiben und mich entschuldigen. Ja?
Willst du das tun, Bruce?
Aber natürlich will ich das tun. Heute Abend.
Oder morgen vom Schiff aus.
Das ist ja mein Notizbuch.
Ja, du hast es liegen lassen.
Sag mal, was bedeutet eigentlich 9 Uhr abends?
9 Uhr abends? Ja, das hast du für heute notiert.
Ach ja, natürlich. Ich will die Dunkelkammer auffallen.
Ja, das dachte ich mir schon.
Du wirst mir dabei helfen. Warum nicht?
So schmutzig und staubig da unten. Na, da solltest du mich aber besser kennen.
Das ist alles blitzblank.
Was ist das für eine herrliche Hose. Ja, die hat Hotzen gebracht zum Abschied.
Du stell dir vor, er hat behauptet, Dunning hätte das Haus für 950
Was, das hat Hotzen gesagt? Ja, ich habe versucht, es ihm auszureden, aber er
war nicht zu überzeugen. Na, natürlich nicht, der alte Trottel.
Ach du, du kennst doch den Dorfklatsch.
Du, Bruce, ich möchte gerne mal wissen... Ja, was möchtest du denn gerne
wissen? Sag mal...
Benutzt du eigentlich Wasserstoff -Suboxid für dein Haar?
Was soll das heißen?
Du bist aber nervös. Wer hat behauptet, dass ich mein Haar färbe?
Doch nicht färben. Das ist eine Lüge. Warum soll ich meine Haarfarbe ändern?
bin blond. Ich bin niemals blond gewesen.
Ja, natürlich.
Na und?
Ich dachte nur, du hättest ein paar graue Haare entdeckt und wolltest sie
zudecken. Ach so, eine graue Haare.
Ich verstehe. Ich dachte, du wärst angenommen. Ach, lassen wir das.
Ich habe nie eine Flasche Wasserstoff -Suboxid im Haus gehabt.
Was ist denn H2O2?
Wieso?
Mewis sagte, das ist die Formel für Wasserstoff -Suboxid. Wie liegt denn da
rein? Du bist doch nicht eingemischt.
Wir haben nur davon gesprochen, dass du... Das ist ja auch egal.
Wir wollen von etwas anderem reden.
Ja, das finde ich auch.
Wie wäre es mit deinem Drink?
Gern.
Es war aber auch dumm von mir, so unhöflich zum alten Grebel zu sein.
Sag mal, ich hoffe, er hat dich nicht ernsthaft beunruhigt mit seinem Gerede,
das ich morgen nicht abhalten sollte.
Nein, natürlich nicht.
Er war wirklich der Mensch.
Ja, siehst du auch.
Sag mal, Bruce, an wen erinnert dich das?
Bruce, Liebling, was ist denn?
Wie kam das Foto in mein Buch zurück?
Zurück?
Ich hatte es doch herausgerissen.
Rausgerissen? Ich verstehe dich nicht. Ich habe es hinten im Garten verbrannt.
Wie kann es jetzt wieder drin sein?
Ich habe gesehen, wie die Asche fortflog.
Bruce, Bruce, liebling, sieh mich nicht so an. Ich will dir ja alles erklären.
Das war so, Dr. Gribble.
Ach. Er ist also auch an der Verschwörung beteiligt.
Gribbeln, Mavis und du.
Und was wollt ihr herauskriegen?
Hm?
Gib mir das Buch.
Was sagst du denn? Warum starrst du so?
Du!
Du hast mich so erschreckt. Was meinst du damit?
Erschreckt? Was meinst du damit?
Das Buch ist... Es geht durchaus mit rechten Dingen zu.
Das ist das Buch, das...
Dr. Gribbel dir gebracht hat und mit dir zu leihen.
Wusstest du nicht, dass du es schon besitzt hast? Was?
Meinst du, das Buch gehört dem alten Gribbel?
Ja, natürlich.
Ach Gott zum Teufel, warum hat er das nicht wertgedacht? Er wusste es mir ja
keine Chance gegeben, du hast mich gleich so angeschrien. Ich hatte Angst,
wirst krank, darum habe ich so einen Schreck gekriegt.
Ach ja, ich... Es war so unsinnig von mir, entschuldige.
Ich weiß, der Tag hat dich nervös gemacht.
Lass nur.
Morgen bin ich wieder normal.
Es war dumm von mir, das Buch überhaupt anzusehen. Du weißt ja, so etwas regt
mich immer auf.
Ach du Ärmste.
Na siehst du, deshalb habe ich ja auch das Foto aus meinem Buch vernichtet.
Wir werden dies auch entfernen. Ja, ganz genau.
Es soll nichts mehr davon übrig bleiben.
Liebes, was hast du vor? Ich will ins Dorf etwas holen.
Aber die Läden sind doch schon zu.
Ich kann beim Kaufmann an die Hintertür. Aber die sind doch sicher alle zum
Jahrmarkt. Außerdem ist es längst acht vorbei.
Mach ganz schön. Aber nein, mein Schatz, ich will nicht, dass du gehst.
Es treiben sich jetzt zu viele dunkle Gestalten in der Gegend herum.
Sie wollen lieber sicher gehen.
Du hast ganz recht.
Ich wusste nicht, dass es schon so spät ist.
Was ist denn?
Nichts.
Herr Warnold.
Was ist denn?
Du solltest uns einen Kaffee machen.
Ach, ich habe gerade den Schlüssel gefunden von der Uhr.
Jetzt kann ich die alte Uhr aufziehen.
Wie spät ist es?
Es hat für mich einen ganz besonderen Reiz, mit anzusehen, wie auf einem
Zifferblatt die Minuten vergehen.
Ich erinnere mich an das Direktorzimmer meiner Schule, wo ich stand und auf
Hiebe wartete.
Ich sah, wie die Zeiger weiter schlichen.
Da war nichts, was ich hätte tun können, um sie aufzuhalten.
Ich entsinne mich noch der seltsamen Mischung von Gefühlen, Angst, Schrecken.
und doch eine ganz besondere Art von Entzückung.
Die Hintertür habe ich schon abgeschlossen.
Hier ist der Kaffee. Hier ist der Kaffee.
Ach ja.
Komisch, wie entfernt deine Stimme klingt.
Das muss in meinem Kopf sein.
Solltest du dich nicht ein bisschen hinlegen?
Aber nein, das ist gar nicht so unangenehm.
Die Umrisse der Dinge verschwimmen, aber die Farben werden leuchtender.
Wie spät ist es?
13 vor 9. Nicht 8 oder sogar 7 vor 9. Nein, Liebling, 13 vor.
Dann müssen wir an die Arbeit gehen.
Wäre es nicht besser, heute nichts mehr zu tun? Nein, ich habe es mir
vorgenommen.
Na gut.
Das ist sehr vernünftig von dir.
Was meinst du damit?
Es ist so stickig hier drinnen. Wir haben ja auch alle Fenster und Türen. Du
zitterst ja!
Die Nachtluft ist nichts für dich.
Seltsames Zusammentreffen, dass Dr. Grebel gerade dasselbe Buch liest wie
Ob er wohl?
Natürlich nicht.
trotzdem ein komisches Zusammentreffen.
Ja, nicht wahr?
Ich möchte wissen, wie er die Sache ansieht.
Man sagt ja immer, Mörder seien wahnsinnig.
Alle hätten irgendeinen Defekt.
Aber das ist Quatsch. Ein Mörder kann durchaus sein Mensch sein, der viel
schärfer denkt als andere Menschen.
Meinst du nicht?
Du weißt ja, Ich interessiere mich nicht für solche Sachen.
Nicht schade. Es lohnt sich durchaus, die Mörder zu studieren.
Zum Beispiel Bellingham hier. Er ist der Klügste von allen.
Er macht nie einen Fehler.
Die Frauen fallen immer wieder auf ihn herein.
Sie ziehen aufs Land mit ihm und überschreiben ihm ihr Vermögen.
Er muss sehr klug sein.
Er ist ein Genit.
Hat der alte Kribbel mit dir über den Fall gesprochen?
Nein, ich glaube nicht.
Ja, doch, er hielt den Fall für ganz einzigartig. Wirklich?
Na, dann ist er ja gar nicht so dumm.
Es fiel mir aber nicht aus dem Kopf, warum wir beide zu gleicher Zeit
dasselbe Buch gelesen haben.
Warum mir gerade heute?
Warum gerade heute?
Ach nichts.
Also Bruce, wenn du nichts dagegen hast, ich will jetzt schlafen gehen, ich bin
tot. Aber nein, hast du vergessen, dass du mir helfen wolltest?
Setz dich, ich habe eine Idee.
Lies mir vor aus dem Buch.
Ja, das ist ein guter Einfall.
Komm, komm.
Lies mir diese Bellingham -Geschichte vor.
Fang gleich mit der Einleitung an, da steht schon das Beste drin.
Lies mir vor.
George Edward Bellingham.
Um ihn bei dem Namen zu nennen, unter dem er angeklagt wurde, denn sein wahrer
Name ist immer noch unbekannt, führt eine Unzahl von falschen Namen und wurde
populär unter dem Namen Darkie Bellingham, der Blaubart aus
Er wurde von der Anklage auf Mordversuch wegen mangelnder Beweise und dank der
Tüchtigkeit seines Verteidigers freigesprochen, obwohl der Verdacht
dass er nicht weniger als fünf junge Frauen umgebracht hat. Fünf?
Nach seiner Freilassung verschwand Bellingham und drei Monate später kamen
eindeutige Indizienbeweise gegen ihn zutage. Bitte lauter.
Die vergrabenen Leichen von vier seiner Opfer.
fand man unter den Kellern verschiedener Häuser, die er jeweils gemietet hatte.
Kannst du nicht lauter sprechen?
Er pflegte die Bekanntschaft eines Mädchens zu machen und es dann nach
Wochen oder gar Tagen zur Heirat zu überreden.
Er veranlasste die Betreffende dann meistens dazu, Schriftsätze zu
unterzeichnen, in denen ihm ihr ganzes Vermögen übertragen wurde. Ich verstehe
dich immer noch nicht.
Es war seine Gewohnheit.
Einen kleinen, möglichst entlegenen Besitz zu mieten, wenn er dort zwei oder
drei Monate gelebt hatte, pflegt er Nachbarn oder Bekannten mitzuteilen,
mit seiner Frau für einige Zeit ins Ausland ginge. Die Tatsache, dass nie
die augenblickliche Mrs. Bellingham bei ihrer Abreise sah, hätte eigentlich
Verdacht erwecken müssen.
Aber in jedem Falle hätte der Keller ein schauerliches Geheimnis offenbaren
können und wenn... Sag mal, Bruce...
eine dieser Frauen es nun vorher geahnt hätte und ihn angefleht, glaubst du,
dass sie ihn hätte aufhalten können?
Warum fragst du?
Es wäre doch interessant zu wissen, was in dem Gehirn eines solchen
Mannes vorgeht. Ich meine, wenn er die Frau mochte
und ich glaube schon, dass er...
Und die ein oder andere gern hatte. Aber ja, sicher.
Tja, glaubst du nicht, dass ihre Bitten ihn gerührt hätten?
Diese Situation ist nie eingetreten, sollte ich meinen.
Aber nein, sicher hätte er sich davon nicht beeinflussen lassen.
Wenn er aber, wie du sagst... Ja, wie stellst du dir das vor?
Es war ja sein Beruf sozusagen, sein Broterwerb. Die Frauen stellten jeweils
gewisse Geldsummen für ihn dar. Stell dir vor,
sie hätte zu ihm gesagt, ich weiß, wer du bist und was du vorhast. Ich bin in
deiner Gewalt, du kannst mein ganzes Geld haben.
Geld? Aber ihr Geld war ihm doch sowieso sicher.
Ja, aber wenn sie nur zu ihm gesagt hätte, du kannst meinen letzten Pfennig
nehmen. Ich werde es nicht der Polizei melden.
Kannst du dir den Mann vorstellen, der seine Existenz auf die Schweigsamkeit
einer Frau gründet?
Ich könnte mir vorstellen, er wäre vielleicht froh, eine solche Tat mit
Entsetzlichen nicht auf sich nehmen zu müssen. Oder war sie vielleicht für ihn
gar nicht so?
Entsetzlich.
Aber nein, Fesseli, sieh mal, man kann das auch anders betrachten.
Macht.
Das Gefühl, gottähnlich zu sein.
Und dann das Erlebnis, jetzt ein Wesen im Arm zu halten.
Und einen Augenblick später.
Ein Ding.
Nein!
Warte, ich muss dir etwas erzählen. Ich will nichts hören. Es ist wichtig, es
betrifft einen Mord.
Wie? Höre, Bruce, du hast eine Mörderin geheiratet.
Merkwürdiger Einfall. Ich habe einen Menschen umgebracht. Es ist niemals
herausgekommen.
Du weißt ja, wie das ist. Du musst es ja wissen. Ich war schon einmal
verheiratet. Wann war das?
Als ich 18 war.
Ich war seine Sekretärin.
Er hatte Geld, viel Geld.
Ich hatte so satt, arm zu sein. Ich dachte, das wäre die Chance. Aber er war
geizig, furchtbar geizig. Er gönnte mir nicht einen Pfönig.
Wo ist das alles passiert? Ja, hier an der Ostküste.
In einem schreuslichen kleinen Nest. Kein Tag ohne Wind. Weiter.
Ich wälzte einen Plan nach dem anderen. Endlich kam die große Chance.
Gift. Frauen nehmen meistens Gift. Nein.
Etwas viel Besseres.
Er war in dem Winter ernstlich krank.
Lungenentzündung. Ich tat so, als wäre ich völlig gebrochen. Jedermann glaubte
es.
Gut von dir ist es. Der Arzt...
gab mir für alles die differenziertesten Anweisungen, sogar über die
Zimmertemperatur. Eines Nachts, als ich mit ihm allein war, kam die Krise.
Ich kniete an seinem Bett und betete, dass er sterben möchte.
Ich muss sehr lange da gekniet haben, denn als ich aufsah, merkte ich, dass er
in tiefem Schlaf gesunken war.
Ich ging zum Fenster.
Ich sehe mich noch jetzt dort stehen.
Der Frosch hatte so hübsche Muskeln auf die Scheiben gezeigt. Und dann hast du
das Fenster aufgemacht.
Die Luft war meckerscharf.
Ich ritt ihm die Bettdecken weg und ließ die Tür offen.
Es hat nicht lange gedauert. Als ich ins Zimmer zurückkam, war er tot.
Ich schloss das Fenster, machte Feuer an, legte ihm frische Wärmflaschen ins
Bett, dann rief ich den Arzt. Und keiner schöpfte, verdammt. Keiner.
Der Arzt und alle anderen bemitleideten mich sehr.
Und das Geld?
Es hat nicht lange gereicht. Ich bin sehr leichtsinnig damit umgegangen. Das
verstehe ich, weiß Gott.
Aber eins verstehe ich nicht, warum du mir das jetzt alles erzählst.
Ist dir das nicht klar?
Jetzt bist du auch über mich genau orientiert. Wir könnten uns beide sehr
nützlich sein.
Keine schlechte Idee, Cecily.
Wenn an deiner Geschichte nur ein Funken Wahrheit wäre.
Sehr klug von dir, Tessalie, meinen Tretter zu erregen und mich dadurch
abzulenken. Aber ich weiß, wo die Geschichte herstand.
Ich habe das Buch selbst gelesen.
Warst doch nicht im Ernst erwartet, dass ich dir die Geschichte abnehmen würde?
Nein, das war mir auch ganz klar.
Was war dir gleich?
Du hast nämlich etwas übersehen.
Was denn?
Ich habe keinen Kaffee getrunken. Was hat das denn damit zu tun?
Ich wollte nur deine Aufmerksamkeit fesseln, um Zeit zu gewinnen. Zeit
Für das Zeug im Kaffee, damit es wirken kann.
Woher sollst du?
Du.
Das glaube ich dir nicht. Das ist auch wieder so eine Geschichte.
Ja, du hast ganz recht.
Es war wirklich ein sonderbares Zusammentreffen, dass Dr. Gribbel gerade
Buch gelesen hatte.
Gribbel, er gab... Ja, natürlich, so ist es. Ganz einfach, nicht? Er hat sich
eine Zeit lang verhandelt. Es wird zu keiner Untersuchung kommen.
Jetzt fängt es an zu wirken.
Du wirst ersticken.
Es fängt schon an, dich zu lähmen.
Du kannst dich nicht bewegen. Du kannst dich nicht bewegen.
Du fühlst dich ganz taub und kalt.
Es kriecht von den Füßen herauf über den ganzen Körper. Du kannst dich nicht
bewegen. Du kannst dich nicht bewegen. Du fühlst dich kalt, kalt.
Ich habe ihm ja kein Gift gegeben.
Ich habe es ihm nur eingeredet. Wir werden die Polizei rufen.
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