All language subtitles for 2013_Zeugin der Toten. deu

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Original subtitles

Schritte

Husten

Das dürfen Sie nicht.

Wollen Sie uns vorschreiben, was wir tun dürfen, Genossin Jonas?

(flüstert) Aufstehen.

Die Untertitelfarben:

Judith Keppler

Quirin Kaiserley

Rüdiger Dombrowski

Horst Merzig

Düstere Musik

Zischen

Und wie war's?

Gut.

Gebe ich dem Hausmeister. Maler kommen in einer Stunde.

Wie ist er denn gestorben? Hat sich in den Kopf geschossen.

Keine Familie? Keine, die sich um ihn kümmerte.

Ungespritzte gab's nicht mehr. Ich will sie ja nicht essen.

Danke. Schönes Wochenende dir!

Türklingel

Unheimliche Musik

Moment.

Spannende Musik

Düstere Musik

Eilige Schritte im Treppenhaus

Spannende Musik

Handy klingelt.

Hallo?

Ja.

Nein.

Hab sowieso nichts vor.

Ich hole dich dann ab. Bis morgen. Tschüss.

Traurige Musik

Kommt sofort.

Komme. Immer muss man auf dich warten.

Judith macht Inventur für dich. Musst du immer an mir rummeckern?

Ich bin deine Frau. Das bedeutet... ... Verpflichtungen. Morgen.

Morgen. Wie hältst du's mit ihm aus?

Er bezahlt mich dafür. Rutsch rüber.

Hast du das gehört?

Und was kriege ich? Mich und das Haus.

Dein Hemd ist auf.

Kommst du am Wochenende mit raus im Boot? Na klar.

Du kannst sie doch mal fragen. Gut, äh... Judith, hast du Lust...

Wozu? Sie hängt eh nur allein ab. Klingeln

Dombrowski. Die mit Käse sind deine.

Danke. Moment.

Planänderung. Wir haben einen Kaltsteher. Wo?

Was ist mit der Frau passiert? Wurde erschossen.

Man hat sie gleich gefunden. Keine Entwesung.

Nur Desinfektion und Reinigung.

Und der Täter? Noch flüchtig.

Mach dir nicht ins Hemd. Der ist längst über alle Berge.

Was ist los mit dir? Was soll los sein?

Weiß ich nicht. Sag du's mir. Manchmal guckt deine Frau so.

Ja, aber sie ahnt nichts.

Hab's selber fast vergessen. Sehr charmant.

Habe ich nicht. Aber jetzt gehörst du zur Familie.

Leute, Leute.

Apartment 506. Hier. Okay.

Bei Sonnenberg. Was stinkt denn hier so?

Leih den Kollegen nicht immer meinen Wagen.

Jeder schmeißt seinen Scheiß drauf. Mann!

Schlüssel bitte in den Briefkasten. Okay.

Maler kommen am Montag. Lässt du mir das Gas da?

Schutzanzug.

Melde dich. Ich hole dich. Tschüss.

Düstere Musik

Spannende Musik

Was machen Sie hier?

Ich habe Sie was gefragt. Ich bin von der Hausverwaltung.

Warum schnüffeln Sie hier rum? Ich schnüffle nicht rum.

Ich brauche den Stuhl.

Ich wechsle den Rauchmelder. Können Sie sich ausweisen?

Glauben Sie, in dem Ausweis steht: "Darf Steckdosen reparieren."?

Es ist Samstag. Ich will auch nach Hause.

Sie können ruhig anfangen. Ich bin gleich fertig.

Erschossen und an der Wand runtergerutscht.

Woher wollen Sie das wissen? Ich gucke fern.

Kein Job für eine schöne Frau. Warum tun Sie das?

Weil ich's kann. Keine Angst vor den Toten?

Eher vor den Lebenden.

So, das war's auch schon.

Bleiben Sie, wo Sie sind. Was soll das denn?

Magnesiumphosphid. Sehr ungesund. Ich... steige jetzt von dem Stuhl.

Sie sehen mich nicht wieder. Stopp.

Das hat alles nichts mit Ihnen zu tun.

Sie röchelt.

Husten

Sie ringt nach Atem.

Düstere Musik

Düstere Musik

Man kann die beiden nicht verstehen.

Sie melden sich, sobald sie eine Spur von dem Kerl haben.

Es tut mir wirklich leid.

Ich hätte dich da nicht allein reinlassen dürfen.

Soll ich dich heimfahren?

Hier.

Was ist das? Das ist meine Akte.

"Kinderheim Juri Gagarin." Das Heim, in dem ich aufwuchs.

Wo hast du die her? Sie lag in der Wohnung.

Keine Ahnung, wie sie da hinkam.

Das Mädchen auf dem Foto bist nicht du.

Aber das ist mein Name. "Judith Keppler, Kinderheim Sassnitz."

Der Kerl hatte die in der Hand, als ich reinkam.

Wer ist dann das Mädchen auf dem Foto?

Die Tote wurde gestern eingeliefert.

Ich muss sie sehen. Verwandt?

Ja. Nein. Eine Freundin.

Na dann. Wir wuchsen im Heim auf.

Das reicht nicht. Würde das vielleicht reichen?

Ich kann einen Haufen Ärger kriegen. Oder auch einen Haufen Taschengeld.

Aber nur kurz, ja?

Düstere Musik

Spannungsvolle Musik

Gut möglich, dass es die Frau ist. Die Haare, das Gesicht...

Ich habe sie gesehen. Die?

Sie hat gestern bei mir geklingelt. Das kann ein Zufall sein.

Sie wollte zu mir. Jetzt ist sie tot und meine Akte war bei ihr.

Was soll daran Zufall sein?

Spannungsvolle Musik

Wenn der Kerl sie getötet hat, warum kam er zurück?

Keine Ahnung. Er hat irgendwas im Rauchmelder gesucht.

Die Steckdosen waren aus der Wand gerissen.

Wenn das Mädchen in dem Heim war, musst du sie kennen.

Ich kann mich nicht erinnern. Sie ist so alt wie du.

Dann könnte sie zur selben Zeit... Ich kenne sie nicht.

Was ist, wenn er mich gemeint hat?

Wenn die Frau tot ist, weil sie meinen Namen trug?

Vielleicht kam sie zu mir, weil sie bedroht wurde.

Wir sollten zur Polizei gehen.

Vielleicht weiß in Sassnitz jemand, wer Christina Sonnenberg war.

Wer denn? Meine Heimerzieherin.

Sie heißt Martha Jonas. Kann ich morgen freihaben?

Spannende Musik

Guten Abend.

'n Abend.

Angespannte Musik

Machen Sie sich doch Licht.

Nicht dass Ihnen was passiert.

Danke.

Schönen Abend.

Spannende Musik

Spannende Musik

Sie haben etwas, das Ihnen nicht gehört.

Geben Sie es mir, und wir lassen Sie in Ruhe.

Ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden.

Warum sind Sie nicht ehrlich. Was wollen Sie von mir?

Das, was Christina Sonnenberg Ihnen anvertraute.

Bitte.

Könnt ihr ein Auto knacken? Ich hab den Schlüssel stecken lassen.

Klar. - Was springt dabei raus?

Ein Hunni. Wow.

Okay?

Spannende Musik

Boah, das ist cool.

Habt ihr schon mal leichter Geld verdient?

100 Euro. - Ich kann sie schon riechen.

Zeig mal, was du kannst. - Die ist ja auf. Wie geht das denn?

Tschüss.

Los, wir hauen ab, bevor sie sich's anders überlegt.

100 Euro!

Was ist euer Interesse an Christina Sonnenberg?

Sonnenberg?

Die starb nach der Sache in Sassnitz. Sie wurde gestern getötet.

Der BND nimmt an, dass sie vor 25 Jahren liquidiert wurde.

Aber ihr habt die Wohnung verwanzt. Solche Kameras benutzt ihr.

Wir und einige andere. Und du hast nichts davon gewusst?

Mein Nachfolger ist für die Kollegen schon wichtiger als ich. Ich gehe.

Bald berate ich das Kanzleramt. Gratuliere.

Ich höre mich im Haus um. Danke.

Was wolltest du in Sonnenbergs Wohnung?

Ich war mit ihr verabredet. Aber sie kam nicht.

Sie bot mir vor ein paar Wochen die Rosenholz-Dateien an.

Warum hast du mir nichts davon erzählt?

Sie kam zu mir, weil sie wusste,

dass der BND und ich keine Freunde mehr sind.

Sie las eins meiner Bücher. Die Filme interessieren keinen mehr.

Trotzdem hat jemand Christina Sonnenberg dafür erschossen.

Und hast du sie jetzt?

Nein.

Aber ich habe eine Ahnung, wer sie haben könnte.

Rufzeichen

Taschner. Ich brauche mal eine Handyortung.

"Ich mache so was nicht mehr für dich."

Seit deinem letzten BND-Buch verfluchen dich ein paar Leute.

"Du doch nicht. Du hast mich lieb. Ich schicke dir die Nummer."

Mitarbeiterin der Firma Dombrowski. Finde was über sie raus.

Traurige Musik

Bedrückende Musik

(Kind) Eins, zwei,

drei, vier,

fünf, sechs,

sieben, acht,

neun, zehn,

elf, zwölf,

13, 14,

15, 16,

17, 18,

19, 20!

Ich komme!

Hallo. Hallo.

Du musst keine Angst haben.

Ich heiße Judith. Ich heiße Chantal.

Wir spielen hier nur. Es gibt schönere Orte zum Spielen.

Den Strand zum Beispiel. Ist doch egal.

Wo bleibst du denn? Hallo.

Hallo. Wisst ihr, was das hier mal war?

Hier haben Kinder Ferien gemacht.

Wer sagt das? Meine Eltern.

Die Kinder waren nicht freiwillig hier.

Und wer hat sie dazu gezwungen? Das ist gar nicht so einfach.

Wisst ihr, was ein Staat ist? Ein Land?

Fast. Das sind wir alle. Wir haben die Kinder eingesperrt?

Nein. Nur die, die damals glaubten zu wissen, was für alle gut ist.

Was machst du denn hier? Ich suche jemanden.

Wen denn? Eine Frau, die hier gearbeitet hat.

Sie hat mich großgezogen. (Chantal) Deine Mutter?

Nein. Und wo ist deine Mutter?

Die suche ich auch.

(beide Mädchen) Tschüss. Tschüss.

Ich weiß, wo die jetzt wohnen. Wer?

Die hier gearbeitet haben.

(Mailbox) "Hier Rüdiger Dombrowski. Nachrichten nach dem Piep."

Hallo, Rüdiger. Ich glaube, ich habe Martha Jonas gefunden.

Sie ist in einem Seniorenheim in Sassnitz.

Auto startet.

Spannende Musik

Tür wird geöffnet.

Guten Tag. Ich suche eine Dame, die hier lebt. Martha Jonas.

Wie war noch mal der Name? Martha Jonas.

Ich meine Ihren Namen. Mein Name ist Judith...

Keppler. Wie sind Sie hier reingekommen?

Das Tor war offen. Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wie denn sonst? Kommen Sie.

Bitte.

Darf ich Ihren Ausweis sehen? Den habe ich nicht dabei.

Ich will eine Bekannte besuchen. Woher kennen Sie Frau Jonas?

Ich war hier in Sassnitz im Heim. Sie sind eine "Gagarin"?

Ja. Sagen Sie das doch gleich.

Frau Jonas hat nie Besuch von ihren Kindern.

Wie schade. Sie war wie eine Mutter für mich.

Kommen Sie morgen her. Dann ist der Doktor da. Er genehmigt die Besuche.

Warum? Hier gab es schon Besucher, die unsere Gäste beleidigt haben.

Sogenannte Opfer. Sie verstehen. Wen interessiert eine Erzieherin?

Wir haben auch weitaus prominentere Gäste. Ich bringe Sie raus.

Wie schade.

Morgen bin ich nicht mehr da.

Können Sie sie von mir grüßen? Ich bin nur auf der Durchreise.

Fünf Minuten. Mehr nicht.

Sanfte Musik

Frau Jonas.

Frau Jonas, können Sie mich hören?

Ich bin's, Judith.

Judith Keppler.

Christina.

Meine kleine...

Christina.

Spannende Musik

Wo ist Schwester Reinhild? - Weiß ich nicht.

Die haben dich

mitten in der Nacht gebracht.

Husten (Frau Jonas) Das dürfen Sie nicht.

Wollen Sie uns vorschreiben, was wir tun dürfen?

"Dann haben sie die kleine Judith mitgenommen."

"'Komm', habe ich gesagt

und dich zu ihrem Bett gebracht."

Was ist mit dem Mädchen passiert? Weiß ich nicht.

Wir durften solche Fragen... doch nicht stellen.

Du hast für sie...

bei uns gelebt.

Vor ein paar Monaten

ist sie auch zurückgekommen, hierher zu mir,

so... wie du.

Ich habe ihr... ich habe ihr die Akte gegeben.

Ihre Heimakte.

Ich hatte sie all die Jahre versteckt.

Damit die ganze Schweinerei endlich ans Licht kommt.

Ich habe nicht den Mut gehabt...

euch zu schützen.

Ich habe nicht den Mut gehabt.

Warum kann ich mich denn nicht erinnern?

Sie haben dir...

Medikamente gegeben.

Wo ist sie? Judith Keppler.

Merzig sagte mir, dass sie hier ist.

Spannende Musik

Such...

eine Frau namens Sonnenberg.

Irene Sonnenberg.

Das ist deine Mutter.

Sie lebt?

Ich weiß nicht.

Wo?

Wo soll ich sie suchen?

Judith Keppler,

sie hat es gewusst.

Ich bin Judith Keppler.

Nein.

Du hast nur ihren Namen getragen und sie deinen.

Du bist Christina Sonnenberg. - (Mann) Wo ist sie?

Schritte im Flur

Geh weg.

Geh. Geh.

Du musst weg. Sie töten dich.

Sie werden dich auch noch kriegen.

Geh.

Die Hunde.

Dramatische Musik

Hunde bellen.

Spannende Musik

(Mann) Halt!

Los, steigen Sie in meine Hände. Machen Sie schon!

Halt! Stehen bleiben!

Stehen bleiben!

Los, ran da!

Geben Sie Frau Jonas ihre Spritze. - Okay.

Ich wusste, dass das eines Tages passiert.

Wer sind Sie?

Ich heiße Quirin Kaiserley.

Wie haben Sie mich gefunden? Ihr Handy.

Nehmen Sie einfach die Karte raus. Sie haben die Frau getötet.

So ein Blödsinn. Was taten Sie in der Wohnung?

Ich hatte Angst, dass ihr was zugestoßen ist.

Deshalb haben Sie den Rauchmelder geöffnet?

Da war eine Kamera drin. In den Steckdosen auch.

Frau Sonnenberg wurde überwacht. Von ihren Mördern.

Warum wissen Sie das? Woher kennen Sie sich so gut aus?

Ich war mal beim BND. Wir trennten uns in gegenseitigem Einvernehmen.

Vor langer Zeit. Was wollen Sie von mir?

Sie haben was, was ich suche. Das hat Ihr Kollege auch gesagt.

Welcher Kollege?

Einer wie Sie. Der plötzlich dasteht und einem Angst macht.

Ich will Ihnen keine Angst machen. Es fühlte sich in der Wohnung so an.

Ich glaube, wir haben die gleichen Interessen. Bestimmt nicht.

Lassen Sie mich Ihre Sachen sehen? Warum?

Sie wissen nicht, was alle suchen. Und das wäre?

Das sage ich Ihnen besser nicht. Sie verarschen mich.

Wenn Sie mir bei der Suche helfen, dann helfe ich Ihnen.

Sie sind doch wegen Christina Sonnenberg hergekommen.

Christina Sonnenberg hieß eigentlich Judith Keppler.

Genau wie Sie.

Ja, ich habe die Heimakte aus der Wohnung gelesen.

Bleibt die Frage: Wie lautet Ihr wirklicher Name?

Was stinkt denn hier so?

Erinnerungen von Toten. Wir reinigen ihre Wohnungen.

Sind die Sachen von... Nein, dazu kam ich nicht.

Sie haben mir fast den Kehlkopf zertrümmert.

Wenn ich das gewollt hätte, wären Sie tot.

Und damit ist unsere gemeinsame Reise beendet!

Sie fängt gerade erst an. Wollen Sie mich als Geisel nehmen?

Ich will Sie beschützen. Sie ahnen nicht, was für Leute das sind.

Die töten Sie und durchwühlen Ihre Sachen.

Christina Sonnenbergs Leiche wird nach Malmö überführt.

Wenn eine Frau sie dort abholt, könnte das Ihre Mutter sein.

Die nächste Fähre nach Schweden geht morgen früh.

Wir haben noch ein paar Stunden Zeit.

Düstere Musik

Ernste Musik

Spannungsvolle Musik

Sagen Sie mir, was Sie in meinen Sachen gesucht haben?

Keine gute Antwort, wenn ich Ihnen vertrauen soll.

Es geht um eine Sache, die lange zurückliegt.

Sie haben was versiebt.

"In beiderseitigem Einvernehmen." Die haben Sie rausgeschmissen.

Ich leitete eine Operation, die schieflief.

Warum wurde es nicht vertuscht wie sonst auch?

Man machte mich zum Sündenbock. Sie erwarten jetzt kein Mitleid.

Dass diese Leute keine Moral haben, das sollten Sie wissen.

Wer mit Lügen sein Geld verdient, der ist kein guter Mensch.

Und danach? Haben Sie ehrlich für Ihr Geld gearbeitet?

Ich habe Bücher geschrieben. Und Artikel für Zeitungen.

Worüber?

Über die Machenschaften von Geheimdiensten.

Ich erwarte keinen Applaus. Bekommen Sie auch nicht.

Es geht um Mikrofilme. Christina Sonnenberg hat sie mir angeboten.

Mikrofilme mit den Klarnamen von 300 DDR-Agenten in der BRD.

Ich dachte, Sie haben die jetzt. Im Ernst?

In der Wohnung waren sie nicht.

Die Frau starb wegen ein paar Stasi-Spitzeln von früher?

Einige davon werden heute in Führungspositionen vermutet.

Die wollen nicht enttarnt werden. Was hat das mit mir zu tun?

In den 80ern sollten die Filme mit Flüchtlingen in die BRD kommen.

Und diese Republikflucht haben Sie versiebt.

Ja.

Bis vor ein paar Tagen dachte ich, dass die zwei Flüchtlinge starben.

Und jetzt? Jetzt glaube ich...

dass eine der Toten vor mir steht.

Traurige Musik

Wo wollen Sie denn hin?

Was soll das denn jetzt?

Bleiben... Hupen

Ja!

Steigen Sie ein. Kommen Sie.

Ich weiß, dass das ein Schock für Sie ist.

Einen Scheiß wissen Sie!

Ach kommen Sie. Steigen Sie ein. Ich will mit Ihnen reden.

Spannungsvolle Musik

Ihre Mutter hieß Irene Sonnenberg. Sie war Fotolaborantin.

Sie kam in Kontakt mit den Filmen und hat Kopien gezogen.

Sie wollte in den Westen.

Aber auf legale Weise hatte sie keine Chance, die DDR zu verlassen.

Sie bot dem BND die Agentenliste an. Sie wollte dafür Fluchthilfe.

Sie nahm den Zug von Ostberlin nach Sassnitz.

Dort wollte ich ihr Pässe zustecken lassen,

damit sie nach Schweden ausreisen konnte.

Eigentlich keine komplizierte Sache.

Haben Sie sich das ausgedacht? Ja.

Ich war der operative Leiter.

Und was ist schiefgegangen? Ich glaube, wir wurden verraten.

Der Schaffner im Zug war ein Agent von uns.

Er sollte ihr die Pässe geben.

Aber als er zu ihr kam, rief Ihre Mutter die Grenzpolizei.

Ich kapiere das nicht.

Wir dachten damals, dass sie danach liquidiert wurde.

Lassen Sie uns hoffen, dass sie noch lebt.

Benutzen Sie auf keinen Fall Ihr eigenes Handy.

Wir benutzen schwedische Telefone. Nach jedem Anruf eine neue Nummer.

Ist das nicht ein bisschen manisch? Wollen Sie überleben?

Waren Sie gut in Ihrem Job?

Nicht gut genug. Sonst hätte ich Sie sicher in den Westen gebracht.

Hallo. Hallo.

Schön, dass du da bist.

Das ist... Judith.

Sofie Olsson. Nett, Sie kennenzulernen.

Du hättest anrufen sollen. Wir brauchen ein Doppelzimmer.

Ich nehme ein Einzelzimmer. Nein, das Doppelzimmer.

Keine Angst, ich schlafe im Sessel. Sie waren wohl schon oft hier.

Nach meiner Suspendierung sehr oft.

Ich wollte nicht akzeptieren, dass Irene Sonnenberg tot ist.

Kann ich auch telefonieren?

Sagen Sie niemandem, wo Sie sind. Egal, mit wem Sie telefonieren.

Judith, wo bist du, verdammt?

Ich habe angerufen, aber dein Handy war aus.

Ich bin in Schweden. Was machst du denn in Schweden?

Es geht mir gut.

"Es geht dir gut? Bist du völlig durchgeknallt?"

Man hat dich überfallen, hier wurde eingebrochen.

"Wo bist du da reingerutscht?" Wann ist das passiert?

"Heute Nacht. Die haben deinen Spind durchsucht."

Judith, wie kann ich dich erreichen?

Gar nicht. Ich melde mich wieder.

Judith, wa...

Ist sicher müßig, Sie zu fragen, mit wem Sie geredet haben.

Mit einem Freund. Und Sie?

Ich hole uns was zu essen.

Tonsignal

Düstere Musik

Was kostet so eine Flasche hier?

Ein Vermögen. Das bin ich Ihnen wert?

Was haben Sie in dem Seniorenheim gesucht?

Senioren.

Sie wissen doch, was für Leute da leben.

Warum sollte das Gelände sonst von Hunden bewacht werden?

Meinen Sie, das war nach dem Krieg in der BRD anders?

Was glauben Sie, wo die alten Nazis und SS-Leute abgetaucht sind?

In dem Verein, für den Sie früher gearbeitet haben.

Ich...

Ich habe die Frau gesucht, die mich im Heim aufgezogen hat.

"Juri Gagarin".

Kennen Sie Juri Gagarin?

Als Kind habe ich davon geträumt, Kosmonaut zu werden.

Viele von uns haben davon geträumt. Aber wir waren keine Helden.

Wir waren nur Dreck.

"Deine Mutter macht es mit Männern für Geld", haben sie mir gesagt.

"Dein Vater...

irgendein Freier."

Die wollten einem kein Stückchen Würde lassen.

Wissen Sie, wie's da zuging?

Die hatten einen Spezialkeller.

Wer nicht gespurt hat, bekam da auf die Fresse.

Da waren die sehr einfallsreich.

Mit zwölf bin ich dann abgehauen.

Paar Jahre keinen festen Wohnsitz.

Alkohol, eine Zeit lang Drogen.

Dann habe ich Rüdiger Dombrowski kennengelernt.

Er hat die Reinigungsfirma... Ich weiß.

Oh, Entschuldigung.

Ich vergaß, Sie wissen viel mehr von mir, als ich von Ihnen.

Haben Sie gar keine Erinnerung an Ihre Mutter?

Sie müssen doch mindestens acht Jahre alt gewesen sein.

Die haben mir Medikamente gegeben.

Wissen Sie, wie das ist, wenn man sich an nichts erinnern kann?

Als hätte man kein Leben.

Haben Sie das auch gemacht?

Menschen was gegeben und dann ihr Leben weggenommen?

Ich bin hier, um Ihnen zu helfen. Nein, Sie haben Scheiße gebaut.

Wäre das nicht passiert, hätten Sie einen Orden bekommen.

Und ich wäre Ihnen scheißegal! Was wollen Sie von mir?

Dass ich mich entschuldige für all Ihr Unglück?

Ja, zum Beispiel. Ihre Mutter brachte Sie in Gefahr.

Sie dachte, Sie beschützen sie. Wir versuchten es!

Ihr wolltet nur diese Scheißmikrofilme.

Genau wie jetzt. Menschen sind euch scheißegal!

Warum ließ Ihre Mutter Sie in der DDR zurück?

Wenn sie fliehen konnte, warum suchte sie nie nach Ihnen?

Hatte sie einen Deal mit der Stasi? Das reicht!

Mussten Sie ins Heim, damit Ihre Mutter frei leben konnte?

Traurige Musik

Es tut mir leid.

Tür wird geöffnet und wieder zugemacht.

Traurige Musik

Man kann die beiden nicht verstehen.

Handy klingelt.

Taschner.

Ich brauche deine Hilfe. Nein.

"Christina Sonnenbergs Leiche wurde in Malmö abgeholt."

Der Zoll sagt nicht, wohin man sie brachte.

Stöber mal in deren Computer rum.

Warum lasse ich mich immer bequatschen?

Nicht schon wieder. Mach schon. Pfarrhaus Mölle.

Das war das letzte Mal. Ruf mich nie wieder an! "Danke."

Können Sie die Nummer orten?

Mölle ist an der Küste. Wir fragen den Pfarrer dort nach Ihrer Mutter.

Was ist denn los? Ich denke, Sie sind nicht mehr beim BND.

Spannende Musik

Ich gehe allein. Ich komme mit.

Vertrauen Sie mir einmal!

Düstere Musik

Rufzeichen

Handy klingelt.

Warum rufst du nicht mich an? Dann behält der Kollege seinen Job.

Quirin?

Wer ist da?

Und wer sind Sie?

Tullgatan 3. Schauen Sie auf die Karte.

Wir haben nicht als Erste nach der Adresse gefragt.

Ah!

Dramatische Musik

Können Sie mich verstehen?

Sagen Sie mir, wo die Filme sind.

Ich weiß es nicht.

Düstere Musik

Wo sind die Filme? Nein...

Klirren Ich weiß nicht.

Wo sind die Filme?

Schuss

Wo sind die Filme? Ich weiß es nicht.

Schuss

Spannende Musik

Spannende Musik

Judith.

Wachen Sie auf. Kommen Sie.

Wir müssen hier weg.

Was... was ist passiert?

Ganz ruhig.

Wir haben keinen Beweis, dass die Frau Ihre Mutter ist.

Was haben Sie alles angefasst? Haben Sie die in der Hand gehabt?

Schluchzen

Kommen Sie, Judith.

Halt mich bitte.

Traurige Musik

Ich hab's. Wir haben es auf der Karte gefunden.

Ja, wir werden rechtzeitig da sein. Ist das Foto angekommen?

Gut. Bis gleich.

Wir werden abgeholt.

Wir müssen uns beeilen. Die Polizei fahndet nach euch.

Legal könnt ihr nicht mehr ausreisen. Kommen Sie.

Jemand hat mit meiner Waffe geschossen.

Ist sie registriert? Klar.

Ich kümmere mich drum. Danke.

Frau Sonnenberg. Diese Frau auf dem Foto ist nicht Ihre Mutter.

Es ist Marianne Keppler aus Sassnitz.

Sie arbeitete im Hotel Rügen als Prostituierte.

Wir finden Ihre wirkliche Mutter.

Habt ihr die Filme? Bist du deshalb persönlich hier? Wegen der Filme?

Ich will euch hier rausholen. Hat uns einer von euch überfallen?

Bist du verrückt geworden? Er sucht die Filme, genau wie du.

Ich versuche, dir den Arsch zu retten.

Das hast du schon mal behauptet. Nach Sassnitz.

Ich riskiere meinen Kopf für euch. Komisch. Genau das irritiert mich.

Du hast nie deinen Kopf für andere riskiert. So macht man Karriere.

Dein verdammtes Misstrauen hat dich den Job gekostet.

Du hast gegen alle Beteiligten der Operation geschossen.

Ein Maulwurf, der uns verraten hat. Dass ich nicht lache!

Du wolltest dich von der Schuld reinwaschen.

Was glaubst du, wie weit du kommst?

Sie werden euch jagen, schwedische und deutsche Polizisten.

Kommen Sie.

Warum bist du nicht mitgeflogen? Weil du ihm nicht vertraust.

Und warum misstraust du ihm? Er nannte dich Frau Sonnenberg.

Woher weiß er, dass das dein wirklicher Name ist?

Spannungsvolle Musik

Ich habe alles für euch geklärt. Danke.

Fahr für ein paar Tage zu deiner Familie.

Sie werden dein Hotel durchsuchen.

Danach bist du für sie nicht mehr interessant.

Und für dich?

Wenn das vorbei ist, komme ich wieder.

Als Freund?

Magst du sie?

Vergiss, dass ich das gefragt habe.

Ich muss los. Auf Jakob ist hundert Prozent Verlass.

Aber er singt eben sehr gern.

Ein Mann singt ein Lied in schwedischer Sprache.

Schwedischer Gesang

Ich sehe dich zum ersten Mal lächeln.

Wer war der Mann am Hubschrauber?

Er leitet eine wichtige Abteilung im BND. Wart ihr mal Freunde?

In der Branche gibt es so was wie Freundschaft nicht,

höchstens zeitweise gemeinsame Interessen.

Du vertraust niemandem. Das lernt man in dem Job so.

Warum machst du das? Warum jagst du diesen Filmen hinterher?

Vielleicht finde ich so den Mann, der damals Sassnitz verraten hat.

Gab's ihn denn wirklich?

Ich bin mir sicher.

Wenn es ihn nicht gab,

dann bist du schuld an dem, was uns passiert ist.

Darum geht's dir doch. Herauszufinden, ob das so war.

Das ist dann wohl das Ende unserer Reise.

Deine Entscheidung. Ich habe keine Entscheidung mehr.

Du kannst zur Polizei gehen. Ich sage für dich aus.

Mit etwas Glück können wir deine Unschuld beweisen.

Wir können aber auch in Sassnitz noch mal von vorn anfangen.

Irgendjemand muss sich an Marianne Keppler erinnern.

Wenn wir weitermachen, hast du die Chance auf ein normales Leben.

Spannungsvolle Musik

Und? - Nichts.

Auch die Überwachungskameras am Hafen haben nichts ergeben.

Die beiden sind wie vom Erdboden verschluckt.

Portier-Klingel

Guten Abend. 'n Abend.

Was trinken Sie?

Alles über 40 Prozent. Guten Abend.

Unter oder über 40? Eindeutig drüber.

Aber er ist trotzdem noch ein appetitliches Kerlchen.

Kriege ich ein Bier?

Sagen Sie... Wie lange arbeiten Sie schon hier?

30 Jahre. Im Herbst habe ich Jubiläum.

Ich bin aus Sassnitz. Habe Sie nie gesehen.

Ich bin weggegangen. Nach der Wende?

Nicht genug Arbeit. Ich wäre auch gern weg.

Aber die Liebe... Hat's sich gelohnt?

Er hat sich vor fünf Jahren davongemacht.

Nicht schön. Vor allem für ihn. Er ist gestorben.

Bier kommt gleich.

Einen nehme ich noch.

Erinnern Sie sich an Marianne Keppler?

Klar. Die hat Mitte der 80er hier gearbeitet.

Als Gästebetreuerin. Kannten Sie sie?

Flüchtig.

Damals haben die Mädchen einiges gemacht für eine West-Jeans.

Für eine Jeans? Klar, so eine wollte jeder haben.

Aber die Keppler ließ sich nicht nur von Gästen bezahlen.

Von wem noch?

Die meisten Frauen vor diesem Tresen haben für die Stasi gearbeitet.

Der ist wohl nicht aus dem Osten?

Er glaubt auch, dass Frauen aus Liebe mit Männern schlafen.

Ich lasse ihn in dem Glauben.

Ich sagte meinem auch, dass er mit 50 noch wie Ende 20 aussieht.

Die Keppler war beliebt bei den Gästen. Hat Umsatz gemacht.

Ich glaube, sie gab viele Informationen weiter.

Kam ihr Führungsoffizier mal her? Um Gottes willen, nein.

Der kennt sich ja doch aus. Na ja, was man in Zeitungen liest.

Die Keppler wurde schwanger. Aber das Kind bekam sie nicht.

Danke. Wenn Sie mich fragen...

Die Stasi hat es ins Heim gesteckt.

Das war ein beliebtes Druckmittel.

Irgendwann ist die Keppler dann für immer verschwunden.

Ich bin übrigens die Gaby. Christina.

Und du? Quirin.

Da hätte ich mehr erwartet.

Prost! Prost!

Wissen Sie noch den Namen des Führungsoffiziers...

Um Gottes willen, nein. Die nannten keinen Namen.

Schade.

Aber heute weiß ich, wie er heißt.

Düstere Musik

Wenn dieser Dr. Matthes dich damals gegen Judith austauschen ließ,

dann steckt er vielleicht hinter dem Mord in Berlin.

Und dann hat er vielleicht auch die Filme.

Ich bin mir sicher, dass er weiß, was mit deiner Mutter passiert ist.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie sie aussah.

Sie roch immer nach dieser Creme,

die im Osten alle hatten.

Wir haben keinen Beweis, dass sie wirklich tot ist.

Dann hätte ich wenigstens ihr Grab.

Was stinkt denn hier so?

Ich sehe mich beim Seniorenheim um. Bleib du hier.

Ja.

Spannende Musik

"(Mailbox) Hier Quirin Kaiserley. Bitte sprechen Sie nach dem Piep."

Spannende Musik

Hundegebell in einiger Entfernung

Spannende Musik

Was machen Sie hier? Ich suche jemanden, der...

Sie hätten nicht kommen sollen, Kaiserley.

Guck nicht so! Hilf mir lieber.

Na komm!

Was ist?

Düstere Musik

Spannende Musik

Tierlaut

Fiepen, Flattern

Spannende Musik

Ein Käuzchen schreit.

Düstere Musik

Dieses Treffen ist ein Fehler.

Der Fehler ist schon vor 25 Jahren passiert.

Du hattest dich damit abgefunden. Das habe ich nie.

Na...

Düstere Musik

Spannende Musik

Heftiges Klopfen

Schritte

Frau Sonnenberg.

Schön, Sie wiederzusehen.

Wer sind Sie? Wir kennen uns von früher.

Nicht dass ich wüsste. Aus dem Grund treffen wir uns ja.

Woher kennen Sie meinen Namen? Ich kannte auch Ihre Mutter.

Ich war Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit,

Leiter einer Diensteinheit "Spionageabwehr".

Ich habe Haftbefehle erwirkt, auch den gegen Ihre Mutter.

Warum erzählen Sie mir das? Wir beide haben das gleiche Ziel.

Die Vergangenheit begraben. Ich kenne meine gar nicht.

Aber ich. Erinnern Sie sich nicht an diesen Ort?

Sie waren schon mal hier.

Da waren Sie noch ein ganz kleines Mädchen.

Unverständliche Bahnhofsdurchsage

Spannungsvolle Musik

Ich bin müde. Ja. Schlaf noch ein bisschen.

Es geht gleich weiter. Pfiff

Wer hat meine Mutter verraten? Verrat wollte Ihre Mutter begehen.

Landesverrat. In schweren Fällen stand darauf die Todesstrafe.

Wo ist meine Mutter jetzt? Lassen Sie mich das erklären.

Was ist mit ihr passiert? Sie verstehen nicht.

Ich will Ihnen gerade erklären... Wo ist sie?

Sie hören mir jetzt zu!

Spannungsvolle Musik

Der Hinweis kam aus Westdeutschland.

Ein Agent in leitender Position.

Die beste Quelle, die wir je hatten.

Wir wussten, der Schaffner sollte Ihrer Mutter Pässe zustecken.

Wir mussten also Ihre Mutter ohne Aufsehen aus dem Zug bringen,

bevor er mit ihr Kontakt aufnahm.

War das Ihr Plan? Nein. Ich hatte einen speziellen Auftrag.

Tschüss.

Hallo, Irene.

"Eine Festnahme im Transit, ein Glücksfall für die Westpresse."

Das Risiko durften wir nicht eingehen.

Daher sollten die Kepplers unsere Plätze einnehmen.

Frau Kepplers Führungsoffizier hatte die Idee.

Dr. Matthes. Er hat damals die Aktion geleitet.

Ihre Mutter arbeitete für die Staatssicherheit.

Wie sollte sie sonst an die Namensliste gekommen sein?

Diese Informationen unterlagen der höchsten Sicherheitsstufe.

Für Sie war Irene Sonnenberg eine liebende Mutter,

für uns eine Mitarbeiterin, die unser Vertrauen missbrauchte.

Das glaube ich nicht. Weil Sie's nicht glauben wollen.

Was wissen Sie denn über Ihr Leben? Nichts.

Sie kennen nicht mal Ihren Vater.

Sie haben nur eine romantisch verklärte Illusion Ihrer Mutter.

Es reicht.

Ah...

Du wolltest, dass sie alles erfährt. Aber nicht so.

Was erfährt? Du hast es ihr noch nicht gesagt?

Ihr müsst hier raus. Wir wissen von deiner Flucht.

Ihr müsst weg, bevor euch der Schaffner die Pässe gibt.

Irene, noch können sie dir nichts nachweisen.

Gib mir die Filme.

"Ich hatte kein gutes Verhältnis zu meiner Tochter."

Sie hat mich gehasst, schon als junges Mädchen.

Aber ich war ihr Vater und wollte nicht, dass euch was passiert.

Das musst du mir glauben.

Niemand wollte, dass Ihnen was passiert.

Aber Ihre Mutter hat alle verraten.

Unseren Staat. Alle.

Sogar ihren eigenen Vater.

Schweine. Sie verstehen das nicht.

300 Klarnamen unserer Auslandsagenten.

Wissen Sie, was der Westen damit gemacht hätte?

Man hätte die Genossen eingesperrt. Ihr seid solche Schweine.

Die eigene Tochter! Hören Sie auf!

Er will Ihnen nur erklären, was passiert ist.

Wollen Sie wissen, was mit Ihrer Mutter geschah?

Düstere Musik

Kommen Sie.

Sie sind den Weg schon mal gegangen, mit Ihrer Mutter. Vor 25 Jahren.

Geht bis hinter den Waggon.

Wohin gehen wir?

Du wirst ihr nichts antun. Dann sag mir, was ich tun soll.

25 Jahre hat sich keiner für die alten Geschichten interessiert.

Matthes spricht weiter, aber man kann ihn nicht verstehen.

Gib uns jetzt die Filme.

Wir werden uns gut um Christina kümmern.

Jetzt lass mich!

Wenn Sie mich töten, bekommen Sie die Filme nie.

Ich weiß als Einzige, wo die Rosenholz-Dateien sind.

Die Filme sind seit Jahren verschwunden.

Wegen der Filme habt ihr Judith und Marianne Keppler getötet.

Wenn sie die Scheiße bei der Polizei erzählt, dann... Hör auf!

Schuss

Was machst du denn hier?

Wir haben euch nicht aus den Augen gelassen.

Spannende Musik

Die Filme waren in meiner Puppe.

Sie waren die ganze Zeit vor eurer Nase.

Genossin Sonnenberg, machen Sie die Sache nicht noch schlimmer.

Geben Sie uns die Filme. Dann kommen Sie mit einem blauen Auge davon.

Ein paar Jahre Haft, dann sind Sie wieder bei Ihrer Tochter.

Von mir erfahren Sie nichts.

Schade.

Das Kind bleibt hier!

Du bist ganz brav und passt gut auf deine kleine Freundin auf.

Ja?

Traurige Musik

Ich bleibe hier bei dir.

Bleiben Sie doch stehen! Halt! Stehen bleiben!

Schuss

Schaffen Sie die Leiche weg.

Das mit Ihrer Mutter tut mir leid.

Sie rannte los. Ich musste schießen.

Sonst hätte sie den BND alarmiert.

War halt eine andere Zeit.

Christina weint. Es ist gut. Es ist gut.

Es ist vorbei.

Ist gut. Wie hast du mich gefunden?

Sie haben mich überwältigt und ins Auto gesperrt. Und er?

Er befreite mich aus dem Auto.

Es gibt Hinweise, dass diese Leute die Morde veranlassten.

Was für Hinweise? Je weniger Sie wissen, desto besser.

Die Filme sind nicht hier.

Und sagen Sie nicht, dass Matthes die Filme suchte.

Er wusste nicht, dass sie wieder da sind.

Er wusste nichts von den Morden.

Und er schickte nicht den Mann, der uns überfiel.

Was wollen Sie damit sagen? Woher kannten Sie meinen Namen?

Sie nannten mich Frau Sonnenberg. Das konnten Sie gar nicht wissen.

Mach ihr bitte klar, dass ich auf eurer Seite stehe.

Warum antwortest du ihr nicht? Was soll das?

Warum haben diese Filme nur für Sie eine Bedeutung?

Welchen Wert sollten sie für mich haben?

Die Flucht meiner Mutter wurde verraten.

Von einem Stasi-Agenten, der in der BRD eine führende Position hatte.

Der beste Mann, den sie je hatten.

Für ihn sind die Filme noch eine Bedrohung.

Hast du die Operation verraten? Du glaubst doch diesen Unsinn nicht.

Du stehst vor einer großen politischen Karriere.

Wenn jetzt dein Name auf dieser Liste auftaucht...

dann kann er die vergessen.

Unsinn. Ihr habt keinen Beweis. Außer Ihr Name steht auf der Liste.

Dafür müssten Sie die Filme haben. Haben Sie sie?

Und wenn, dann sind sie nicht hier.

Eine Tote in Berlin und in Schweden. Ihr habt einen Haufen Probleme.

Mit deiner Waffe wurde geschossen.

Ich schlage vor, Sie geben mir die Filme und wir vergessen alles.

Ich zerstreue die Verdächtigungen gegen euch und wir leben unser Leben.

Schweden hat nicht stattgefunden. Das hier auch nicht.

Und die Erinnerung an Sassnitz verblasst.

Meine Mutter ist in dieser Nacht gestorben.

Sie haben sie getötet und mich ins Heim gesteckt für acht Jahre.

Diesmal bestimmen Sie nicht, wo's langgeht.

Sie haben sicher überlegt, wie man das Ganze hier vertuscht.

Aber nicht mit mir! Mich haben Sie für den Rest Ihres Lebens im Nacken.

Die Filme sind an einem sicheren Ort.

Wenn mir was passiert, wird die Geschichte sofort veröffentlicht.

Melancholische Musik

Hey, da bist du ja.

Ich habe ein bisschen aufgeräumt. Dombrowski Spezialreinigung.

Ich werde nie wieder was finden.

Gut. Dann rufst du an und fragst mich.

Die Filme, die ich dem Anwalt... Hattest du nie!

Mit wem hast du dich eingelassen? Die willst du nicht kennen.

Okay.

Willkommen zu Hause!

Was sind denn das für Menschen auf den Fotos?

Familien.

Ganz normale Familien.

Traurige Musik

Gut.

Das ist deine Mutter.

Sie hat schöne Augen.

Sanfte Musik

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