All language subtitles for Prinzessin.Fantaghiro.S05E01[de]

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Original subtitles

Es gab einmal vor langer, langer Zeit ein

Königreich.

Es war jedoch anders als die anderen Reiche,

weil die kämpferische Fantaghiro seine Königin war.

Nun, da die Zeiten der Kämpfe und Kriege

vorüber waren, hätte Fantaghiro niemals gedacht, dass sie

das größte und gefährlichste Abenteuer noch bevorstand.

Schau nur, Goldmädel, wie schön unser Reich ist.

Bäume und Büsche sind voller Blüten und Früchte.

Ich kann es schon riechen.

Mein Stall wird voll Duft in dem Heu

sein.

Wie kannst du bloß so ohne Sinn für

die Natur sein?

So rührt dich die Schönheit der Landschaft gar

nicht?

Naja, rühren kann man das nicht nennen.

Sie gefällt mir ja, aber ehrlich gesagt, kein

Vergleich mit gutem Fleisch.

Ein Romantiker bist du wirklich nicht.

Du würdest nichts tun als fressen und schlafen.

Na los, pflücken wir ein paar Blumen, hm?

Bei allen Stuten im Pferdehimmel bloß keine Blumen,

da muss ich niesen.

Warum gehen wir nicht wieder gemütlich nach Hause?

Na gut, dann warte hier auf mich.

Die hat Idee in Blumen, Blumen.

Die kann sich meinetwegen Blumen ins Haar stecken,

aber die kann ich doch nicht fressen.

Ja, wenn wir Heu gesammelt hätten, das könnte

ich ja verstehen.

Hm, was ist denn das für ein feines

Düftchen?

Hm, täusche ich mich oder ist das Heu?

Ja, Heu, ja, das ist wirklich bestes, goldenes

Heu.

Dann gibt es in diesem langweiligen Wald ja

sogar was für mich.

Oh, oh, oh, nein, nun mach keine Witze.

Bleib stehen, bleib stehen, hab ich gesagt.

Hey, du, Heu, komm zurück.

Heu, ich hab dich aber nicht mal probiert.

Mach hier noch ein paar Schritte, dann kannst

du fressen, so viel du willst.

Unpraktisch im Laufen.

Ist ja gut, Goldmene.

Noch einen Augenblick, dann bin ich fertig.

Goldmene, wo bist du?

Wenn du mich ärgerst, weil du nach Hause

willst, finde ich das nicht komisch.

Suchst du vielleicht ein Pferdchen?

Ich bin Gefangen eines Rollhaufen.

Wer seid ihr?

Und steigt sofort von meinem Pferd runter.

Jetzt tut es dir leid, dass du nicht

bewaffnet bist, nicht?

Nein, tut mir leid für euch.

Gleich trefft ihr auf einen guten alten Freund.

Nur einen Ausflug hast du gesagt.

Danke.

Los, vorwärts.

Wovor habt ihr Angst, ha?

Nur Mut.

Fünf gegen einen.

Das dürfte doch nicht so schwierig sein.

Lass mich runter.

Gefällst du dir so hübsch verpackt?

Lass mich runter.

Steh, willst du unbrav sein und schrei nicht

so.

Wohin bringt ihr mich?

Hier unten hört dich sowieso niemand.

Lass mich loslassen.

Wer hat euch befohlen, mich zu entführen?

Das wirst du bald erfahren.

Ich hätte mir denken können, dass du hinter

dieser Räuberpistole steckst.

Wem sonst fällt so etwas ein?

Ich fürchte, du änderst dich niemals, schwarze Hexe.

Soll ich vielleicht so etwas Liebes werden wie

du?

Nie und nimmer.

Ich bin nun mal eine Hexe und ich

will auch so sein wie eine Hexe, aber

wegen dir weiß ich ja schon gar nicht

mehr, wie das Böse eigentlich ist.

Dann tu doch einfach Gutes.

Und sowas wagst du einer bösen Hexe zu

sagen?

Du allein bist schuld, dass ich meinen schlechten

Ruf verloren habe.

Wenn das so weitergeht, dann streichen sie mich

noch aus dem schwarzen Buch des Bösen.

Und um mir diesen Unsinn zu erzählen, hast

du mich von denen gefangen nehmen lassen?

Nun hast du es mir ja gesagt, kann

ich wieder gehen?

Na versuch mal, ob du es kannst.

Was willst du damit erreichen, schwarze Hexe?

Über kurz oder lang wird jemand nach mir

suchen.

Das ist unmöglich.

Nur finden werden sie dich niemals, kleine.

Und willst du auch wissen, wieso?

Weil du morgen früh bei Tagesanbruch stirbst.

Auf Wiedersehen.

Schwarze Hexe, sprechen wir nochmal darüber, ja?

Das kann doch nicht die einzige Möglichkeit sein,

dir treu zu bleiben.

Das glaube ich nicht.

Nur durch Böses wird Böses erschaffen.

Wer spricht da?

Wer seid ihr?

Habt ihr schon mal von dem, der nicht

mehr ist, gehört?

Und von der Anderswo-Welt?

Niemals.

Dann wisst ihr vielleicht auch nicht, dass es

noch andere Welten gibt außer eurer.

Welten verloren in der Zeit und im Raum.

Warum haltet ihr euer Gesicht bedeckt?

Weil es sich so sehr von eurem unterscheidet

und es euch Angst machen könnte.

Ich habe vor keinem Gesicht Angst.

Außerdem habt ihr eine so vertrauenerweckende Stimme.

Ein Gesicht wie dieses löst euch keine Furcht

ein.

Nein, nein, es stimmt mich fröhlich.

Es erinnert mich an einen Korb voller Früchte.

Lacht nicht über mich.

Ich würde so etwas niemals tun.

Aber ihr habt mich ein wenig aufgeheitert.

Bitte, würdet ihr mich losbinden?

Ich kann es versuchen.

Oh, ich bitte euch um Verzeihung.

Es tut mir so leid.

Keine Ursache.

Entschuldigt bitte.

Sagt einmal, gibt es hier unten die Wünsch

-Dir-Was-Pflanze?

Nein, tut mir leid, ich kenne die Pflanze

nicht.

Ich habe auch noch nie von ihr gehört.

Nein, das darf nicht wahr sein.

Ohne dieses Gewächs kann ich nie wieder zurück.

Ich könnte nie wieder in die Anderswo-Welt

zurück.

Kommt ihr von dort her?

Nein.

Ich bin durch einen Zauber von dem, der

nicht mehr ist, dem Namenlosen entstanden.

Er reist von Welt zu Welt und jede,

die er trifft, zerstört er.

Wo er auch hinkommt, bringt er Krieg, Zerstörung

und Tod mit sich.

Es gibt nur eine Welt, in der ich

mich verstecken konnte.

Eine Welt, in der es weder Gewalt noch

Krieg noch Waffen gibt.

Eine Welt des ewigen Friedens.

Eine Welt der Liebe.

Die Anderswo-Welt.

Die Ernte ist reicher als gewöhnlich.

Und die Fische sind viel zu leicht zu

fangen, scheint mir.

Mein Platz ist wohl statt.

Nein, die Vorzeiten sind nicht günstig.

Ihr dürft kein Essen horten.

Befreit euch von euren Vorräten.

Was soll das, Asteria?

Sollen wir alle guten Sachen wegwerfen?

Warum sollen wir das tun?

Erklär uns das.

Was machst du da?

Was tust du?

Was hast du vor, Asteria?

Mal sehen, was die Heiligen Muscheln sagen.

Estanuri.

Sie wiederholen immer die gleiche Weissagung.

Was wiederholen sie?

Nun red schon, Asteria.

Etwas wird sich verändern, sagen sie.

Und wenn das eintritt, gibt es bei uns

ein Unglück.

Was wird sich verändern?

Das weiß ich doch auch nicht so genau.

Sie sagen, wir müssen uns um die Heiligen

Muscheln kümmern.

Dass der Tag nicht mehr fern ist, an

dem die Erde böse Früchte hervorbringt.

Die heimtückischen Früchte des Bösen.

Und dass nicht mehr wir es sein werden,

die die Früchte essen.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Welt

werden es die Lebensmittel sein, die uns essen.

Mama!

Mama!

Mama!

Mama!

Mama!

Schau, was ich gefangen habe.

Sieh mal, wie groß der ist.

Gut gemacht.

Sehr schön.

Den trocknen wir aber nicht.

Den koche ich und dann wird er heute

Abend gegessen.

Mama!

Der Fisch ist wirklich sehr groß.

Ist er nicht zu viel für uns drei?

Möchtest du jemanden einladen, Ezela?

Äh, ja, Sazud.

Wenn Sazud kommt, hätte ich noch einen viel

größeren fangen müssen.

Habe ich recht, Sazud?

Ja.

Äh, nein.

Aber vielleicht hat er ja heute Abend keinen

Hunger mehr, weil er jetzt schon isst.

Ich, ich esse doch gar nicht.

Ähm.

Ich esse doch eigentlich nie was.

Ich habe schon seit drei Tagen nichts gegessen.

Ich nehme eure Einladung sehr gern an.

Danke.

Nein.

Ich möchte wissen, was meine Schwester an dir

findet.

Ich finde ihn lustig.

Und außerdem ist er lieb.

Masala, lass uns deinen kleinen Freund hinfliegen.

Bis später, Mama.

Warte, Masala, ich muss aufs Feld Gemüse ernten.

Wer passt auf deine Schwester auf?

Das kann Sazud machen.

Die beiden sind doch so dick befreundet.

Hmm.

Berindi, Berondi, Berindipo.

Hebe dich rotho.

Asteria, warte.

Nimm mich einmal mit in dein Geheimnisreich.

Ich bitte dich.

Was soll das schon sein?

Was glaubst du?

Das weiß ich nicht.

Deshalb will ich hier unbedingt hin.

Das ist das einzig Geheimnisvolle in unserer Welt.

Sei mal ganz zufrieden, dass unser Leben in

ruhigen Bahnen verläuft, denn lange wird das nicht

mehr so gehen.

Wir greifen uns viel früher an, als du

denkst.

Wir werden angegriffen?

Wirklich?

Wie wollen wir uns verteidigen?

Wir brauchen Waffen.

Waffen?

Was für Waffen?

Wer hat dich dieses Wort gelehrt?

Von den Waffen rührt alles Üble her.

Waffen sind von jeher aus unserem Reich verbannt.

Hast du noch nie gehört, dass wer es

wagen sollte, auch nur eine Waffe herzustellen oder

zu besitzen, sofort ins Gefängnis geht?

Ach, ich habe doch nur gesagt, woher wir

wagen.

Wage ich ja nicht, dieses Wort auszusprechen.

Und jetzt geh auf der Stelle.

Verschwinde sofort aus meinen Augen.

Wenn nicht, dann bin ich gezwungen, dich in

ein Ferkel zu verwandeln.

Verschwinde!

Ganz bald.

Hey, was treibt ihr hier?

Äh, nichts.

Wir machen bloß einen kleinen Spaziergang.

Mann, du hast Asteria richtig wütend gemacht.

Habt ihr mir nachspioniert?

Wir dir nachspioniert niemals.

Was ist?

Ich höre dich noch immer, Junge.

Was ist denn da?

Masala, pass auf.

Was machst du?

Ich hab Angst.

Du hast ja keine Ahnung, was das für

ein mühseliges Geschäft ist.

Wir haben richtig tief und in alle Richtungen

gegraben, Asteria.

Ja, genau, wie du es uns aufgetragen hast,

Asteria.

Aber wir haben rein überhaupt nichts gefunden.

Es existiert nichts.

Es existiert kein anderes Reich, ausgeschlossen.

Dann müsst ihr weitersuchen.

Los, ihr seid doch so tüchtig.

Macht, bevor es zu spät ist.

Oh nein.

Schluss mit dem Gejammer.

Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?

Maulwürfe, was denkst du?

Und was tun Maulwürfe für gewöhnlich?

Na was, sie buddeln Löcher.

Dann benehmt euch auch wie Maulwürfe.

Buddelt weiter eure Löcher.

Macht schon.

Wir müssen unbedingt jemanden finden, der herkommt und

uns rettet.

Ist ja gut.

Das ist eine tolle Gelegenheit, um zu sehen,

was unter der Erde los ist.

Du willst wirklich da runter, Masala?

Aber du bist doch kein Maulwurf.

Ich muss ja nicht graben.

Ihr buddelt erst schon.

Was, wenn du dich verirrst?

Wenn du nicht mehr zurückfindest?

Das muss ich eben riskieren.

Nein, geh nicht, Masala.

Leb wohl, Masala.

Pass auf dich auf.

Vorwärts, wovor hast du denn Angst?

Irgendwo komme ich schon wieder raus.

Wenn ein Maulwurf hier durchkommt, schaffe ich das

auch.

Oh.

Nein!

Ein Ungeheuer!

Monster, Ungeheuer!

Hilfe, Monster!

Ein Ungeheuer!

Das ist ja unglaublich.

Damit kann man ein ganzes Heer bewaffnen.

Was greifst du dich hier rum, Junge?

Ich bin kein Junge mehr und ich bin

zufällig hier.

Weißt du denn nicht, dass jeder, der Hand

an meinen Schatz legt, grausam bestraft wird?

Das ist doch keine Absicht gewesen.

Wie kommt dann das Schwert in deine Hand?

Wer hat es dir gegeben?

Leg es sofort weg!

Aber ihr habt zu viele.

Ich hab gesagt, leg es weg!

Komm hierher zurück!

Ich erwische dich so oder so, Masala!

Ich erwische dich!

Komm zurück!

Bleib stehen, Masala!

Mach dich nicht unglücklich!

Bleib!

Hey!

Hey!

Kommt man so einfach, ohne sich umzuschauen aus

dem Gebüsch?

Ich wäre beinahe von meinem Pferd gefallen.

Ist das vielleicht eine Art zu reiten, Frander?

Hier ist so viel Platz und du musst

unbedingt bei mir vorbeikommen.

Das ist aber ein schönes Schwert.

Wo hast du das gestohlen, mein Junge?

Finger weg, es gehört mir!

Und nenn mich nicht Junge!

Ich verwette meinen Hut, dein Vater wundert sich

schon, wo sein Schwert geblieben ist.

Ich hab keinen Vater!

Gib es her, es gehört mir!

Willst du es haben?

Dann hol es dir!

Sag mal, was machst du da?

Was tappelst du so rum?

Dieses Schwert gehört einer Zauberin.

Und sie verwandelt dich in ein Pferd, wenn

sie hört, dass du es mir weggenommen hast.

Oh, Junge, da werd ich ja blass vorankommen.

Steh auf, streiten wir nicht mehr.

Ich will es dir ja gar nicht wegnehmen.

Ich heiße Arius, und du?

Masala, unser Schwert gehört mir!

Ich kaufe es dir ab.

Was willst du damit?

Du hast schon eins.

Ich verkaufe es weiter.

So eine Klinge lässt sich sehr gut verkaufen.

Wem denn?

Hier bei uns benutzt niemand eine Waffe.

Sie sind sogar streng verboten.

Na, da hat es mich ja genau an

den richtigen Ort verschlagen.

Dann verkaufe ich es eben woanders.

Du handelst mit Waffen?

Damit verdienst du dein Geld?

Ich verkaufe alles.

Aber nicht nur für Geld.

Ich tausche auch.

Ich mache jeden Handel, verstehst du?

Du brauchst irgendwas?

Ich treibe es für dich auf.

Und wenn du willst, kannst du sogar mich

kaufen.

Dich?

Ja.

Hast du Streit mit jemandem?

Hier bin ich.

In mir hast du einen Krieger, der sich

für dich schlägt.

Und ich bin nicht mal teuer.

Nur für ein Bett und Essen, wenn ich

müde und hungrig bin.

Woher...

woher kommst du, einer wie du?

Woher ich komme?

Von überall her.

Und wohin ich gehe?

Überall hin.

Ich habe kein Zuhause, keine Heimat, keine Familie.

Ich bin ein Sohn des Windes und gehe,

wohin mich die Hufe meines Pferdes tragen.

Also, was willst du für dieses Stück Alteisen

haben?

Ler mich, wie man kämpft.

Das ist der Adlerstoß.

Das Schwert muss von oben zustoßen.

Und es muss überraschend kommen.

Und das ist der Delfinstoß.

Ja!

Du musst schnell sein wie der Blitz.

Komm.

Na los.

Schnelligkeit ist wichtig.

Aber kennst du die oberste Regel?

Die alles Entscheidende für einen Sieg?

Nein?

Such dir einen Feind aus, der schwächer und

dir unterlegen ist.

Das bringt zwar keinen Ruhm, aber es rettet

dir das Leben.

Und was, wenn der Gegner stärker ist?

Dann sorg dafür, dass er nicht kämpft.

Und wenn ich das nicht schaffe?

Dann hau ab.

Hey, fang auf.

Nicht schlecht.

Das Schwert im Flugaufhang heißt der Katzensprung.

Und jetzt kreuzen wir die Klingen.

Du versuchst, meine Schläge zu parieren.

Ein Schlag von rechts.

Von links.

Und von oben.

Hey, du verfügst über gute Reflexe.

Greif an.

Schlag zu.

Warum willst du überhaupt kämpfen lernen, wenn ich

dein Schwert doch bekomme?

Das ist nicht weiter schlimm.

Ich kriege jede Menge Schwerter.

Ach ja?

Und woher nimmst du die?

Wo es bei euch doch keine Waffen gibt.

Ich weiß, wo sie versteckt sind.

Das glaub ich dir nicht.

Da unten liegen sie massenhaft rum.

Aber nur ich weiß, wie man hinkommt.

Besser als ein vergrabener Schatz, mein Junge.

Ich hab's dir schon mal gesagt.

Nenn mich nicht Junge.

Wenn du dich schon so erwachsen fühlst, dann

mach ich dir einen Vorschlag.

Von Mann zu Mann.

Wir werden Partner.

Wir machen gemeinsam Geschäfte.

Du und ich.

Und wenn du mich betrügst?

Nein, ich bin die Ehrlichkeit in Person.

Glaubst du, ich würde dir sonst den Adlerstoß

beibringen?

Den hab ich nämlich selbst erfunden.

Es ist ein Geheimstoß.

Er ist unschlagbar.

Wir üben ihn noch mal, ja?

Adlerstoß.

Langsame Drehung nach rechts.

Kopf hoch.

Stolzer Vogelblick.

Adler.

Gut.

Jetzt langsame Drehung nach links.

Gut.

Schwert hoch.

Und nun...

Halt!

Nimm den Pfeil!

Was soll das?

Lass mich los!

Nun wirst du bekommen, was du verdienst, Fremder.

Weil du gewagt hast, unserer Gebote zu übertreten.

In unserem Reich sind jegliche Waffen verboten.

Das konnte ich nicht wissen.

Ich schwöre, ich wusste es nicht.

Und es ist auch nicht gestattet, Kindern Kämpfen

beizubringen.

Da lässt unser Gesetz nur eins zu.

Nämlich die Höchststrafe.

Bringt ihn ins Dorf.

Dann werden alle sehen, was mit einem Beschied,

der unsere Gebote besagt.

Ich schwöre es.

Glaubt mir doch, ich habe nichts davon gewusst.

Hey, mach bloß keine Dummheiten.

Ach, sei doch still.

Das ist doch nicht so einfach wie diesen

Käfig selbst.

Ein Fremder, woher soll ich wohl eure Gesetze

kennen?

Ich habe das Recht auf einen Prozess, meint

ihr nicht auch?

Ich bin nicht hier geboren.

Woher soll ich eure Vorschriften kennen?

Ich kenne sie nicht, klar.

Das ist doch ungerecht.

Ich habe überhaupt nichts getan.

Kommt, lasst mich doch frei.

Seid ihr denn alle dumm?

Lasst mich frei, ich bin hier.

Lasst mich raus.

Da habe ich mich etwas Schönes reingerissen.

Hey, was ist los?

Was habt ihr mit mir vor?

Lasst mich doch frei, Freunde.

Lasst den Käfig runter.

Nein, nein, nicht ins Wasser.

Nicht ins Wasser.

Das bekommt ihr gar nicht.

Nichts ins Wasser.

Ich bin ein Wassertreue.

Ich bin der Ausschlag vom Wasser.

Ich bitte euch, helft mir doch.

Hey, ihr könnt mich einfach so abhauen.

Sieht mich wieder hoch.

Lasst mich raus.

Lasst mich frei.

Schwarze Hexe, lasst uns beide frei, solange noch

Zeit ist.

Sie wird euch niemals erhören, Fantaghiro.

Nicht sie, nicht die Schwarze Hexe.

Lade nicht noch mehr Schuld auf dich, Schwarze

Hexe.

Mach diesen Fehler nicht.

Ich weiß es noch nicht, aber der ungeheure

Ruhm von dem, der nicht mehr ist, weitet

sich unaufhaltsam über die ganze Welt aus.

Bevor er hier ankommt, bevor er auch mich

vernichtet, muss ich unbedingt meine bösen Kräfte wiedergewinnen.

Und dazu muss ich nur eine besonders eklige

Sache tun.

Eine besonders gemeine Tat vollbringen.

Grausam und scheußlich.

Zum Beispiel dich töten.

Glaubst du nicht, dass das zu weit geht?

Oh nein, das ist ideal.

Es gibt keine angemessenere Möglichkeit, meine Position als

Königin des Bösen wiederzuerlangen.

Du, mein herzensgutes, süßes Pöppchen, musst gekopfert werden.

Du, die Gütigste von allen, die Uneigennützigste.

Sieh das doch ein, Fantaghiro.

Oh, eigentlich tut es mir eher leid.

Es tut mir leid?

Hör ich recht, es tut mir leid?

Oh, das geht zu weit?

Schlag dir den Kopf ab!

Oh, nimm das nicht persönlich.

Es hat nicht das Geringste mit dir zu

tun.

Du hast keine Schuld dran.

Aber versuch doch mal, meine Lage zu verstehen.

Ich bekomme kein besseres Opfer als dich.

Du, mit deinem Ruf der Selbstlosigkeit.

Schlag dir endlich den Kopf ab, gleich!

Mama!

Mama!

Mama, hier bin ich!

Mama!

Hallo, hier, Masala!

Schnell!

Lauf!

Hey, holt mich aus diesem Käfig raus!

Schaut doch mal, was ihr damit für ein

Geschenk habt!

Ihr schmuckt mir die Augen, als würdet ihr

das finden!

Kommt nicht raus, seid ihr Traumfans?

Nein, nein, lasst mich allein.

Du hast gebrochen das Duft.

Mach die Tür fest.

Du hast doch nur Äpfel und roten Fisch,

und das soll ich essen?

Bitte bleib doch hier, Sau-Sohn.

Wir finden schon was anderes zu essen für

dich.

Ich kann nicht bleiben, schließ dich ein!

Mama!

Mama!

Mama!

Mama!

Mama, Mama!

Lass mich los!

Mama, hilf mir!

Lass mich, Mama!

Mama!

Mama!

Nein, Masala, bleib hier still!

Lauf!

Mama!

Mama, Mama, ich hab Angst!

Nein, komm nicht her!

Zurück!

Geh zurück!

Zurück!

Mama, wo bist du?

Bitte antworten!

Ich bin hier!

Komm hierher, schnell!

Wenn du dein Leben retten willst, riech in

das Loch ein!

Du sollst stehen bleiben!

Nein!

Jetzt ist Zeit zum Abendessen und Dusche!

Immer lauf nicht auf den Tisch!

Komm zurück, Mädchen!

Liebe Kleine, du willst uns doch nicht wieder

verlassen, ausgerechnet jetzt, wo wir zusammen gekommen sind,

um gemütlich zu essen.

Bitte, liebe Fische, lasst mich los.

Ich will kein Abendessen.

Ich will heimgehen.

Heimgehen...

Du sollst ja doch heimgehen.

Du machst halt Theater, komm her.

Das ist ein besonderes Lied.

Massada Mama, da um so zu helfen.

Was ist denn los, was schreist du so?

Nun beeil dich doch, hilf mir runter.

Wie eklig, ich hab Rohnfisch noch nie gemocht.

Aber ich mag dich, zarter Knabe.

Wir haben hier dich auch.

Noch ein paar Tage mehr, die köstlichen Prinzessin

waren.

Du hast schon ein bisschen Angst!

Hey, keine Angst!

Schnell, spring da rein!

Nur ein Kopfschwamm stelle ich nicht an!

Aua!

Hier her!

Hier her!

Schaut doch, da unten, da sind Kinder!

Kommt, schnell heraus!

Da unten in die Boot!

Lasst sie sich nicht entkommen!

Greift euch das Boot!

Ergibt euch Kinder!

Wir tun euch nichts!

Haltet an!

Bleibt stehen!

Lauf mir lieber, das ist schneller.

Da hab ich eine schöne Laune für mich.

Geh weg, du Schminde!

Wie bleibst du hier?

Ich tue euch doch nichts.

Nein, nicht!

Den halten wir aus, er nimmt uns keine

Klemme.

Lauf da rüber!

Hier lang!

Hier rein, zwischen die Wurzeln, Kinder.

Da findet euch keiner.

Beeilt euch, beeilt euch!

Kommt in unsere Löcher.

Keine Angst, wir bringen euch in Sicherheit.

Da vorne sind sie, packt sie!

Schneller, schneller, Kinder!

Schneller, schneller, Kinder!

Anbringer!

Zieht mich doch hoch!

Lasst mich aus diesem Käfig raus!

Ich kann euch helfen!

Tut doch was, zieht mich hoch!

Ist nicht möglich, Katrin!

Verzichten wir auf einen erstklassigen Kämpfer?

Nun hört doch zu, ich kann euch retten!

Hey, hier bin ich!

Hier bin ich!

Seid ihr alle tot?

Hey, du, sieh mal her!

Endlich, Junge!

Du hast mich in diese Klemme gebracht!

Nun hilf mir auch wieder raus!

Los, hilf mir!

Pass auf hinter dir, Junge!

Hey, zieh mich hoch!

Versuch, den Toten aufzuziehen!

Und zieh mich hoch!

Nein, nicht so!

Bist du verrückt?

Nicht so!

Hochzuziehen schaff ich doch niemals!

Aber so erzinke ich, so rettest du mich

nicht, so ersäufst du mich!

Eine tolle Leistung!

Jetzt wach endlich, hol Hilfe!

Los, beweg dich!

Ich hab den Schlüssel von Asteria!

Worauf wartest du dann noch?

Steh nicht rum, wie angenagelt!

Das Ding hier geht unter, es geht unter!

Schneller!

Fang ihn auf, ich werf ihn dir runter!

Nein, nein, nicht werfen!

Mach schon gut, wirf ihn her, los!

Oh nein!

Bleib stehen, keine Bewegung!

Kein Schritt weiter!

Lauf weg, Junge!

Du sollst mich nicht Junge nennen!

Geh doch weg!

Du kannst mich meinetwegen alterchen, dann nur lauf!

Entschuldigung!

Wo sind wir?

Mann, wenn du wüsstest, was passiert ist!

Ich weiß Bescheid!

Warte!

Wo ist Mama?

Macht ihr ihretwegen keine Gedanken, wir müssen zu

Asteria!

Was ist denn das für ein Ungetüm?

Das ist die verfluchte fliegende Gallione!

Aber sie fliegt ja gar nicht!

Ist das ein Schiff?

Alles klar, macht zum Fischzug!

Und du da oben, runter vom Großmast!

Wer immer das da oben auch ist, er

will fischen!

Und wir auch!

Hilfe, die haben mich gefangen!

Mich haben sie auch gefangen!

Hilf uns, Hilfe, Hilfe!

Kommt, springt raus!

Beeilt euch, wir haben keine Zeit!

Hochziehen!

Ich hab Angst!

Komm her, alter!

Ich rette dich, Aries!

Kümmer dich nicht um mich!

Schnell, bring die Kinder in Sicherheit!

Ich zieh sie schon rein!

Du bist der Einzige, der weiß, wo die

Waffen sind!

Lauft, ich komm hier schon zurecht!

Du liefst ihn schon an Bord!

Das muss ich nicht haben!

Du wirst doch sein lieber Vater sein!

Das ist mein Gastgeschenk!

Bist du sicher, du weißt, was du tust?

Klar.

Ist doch ganz leicht.

Einschlagreich.

Aber warum machst du das?

Das ist mal ne dumme Frage.

Ich werd dafür bezahlt.

Und das, was sie dir bezahlen, ist dein

Menschenlebenwert?

Was für ein Geschwätz.

Das hab ich jetzt satt.

Leg deinen Kopf auf den Block!

Denk an die Gewissensbisse, die du danach hast.

An was?

Du wirst nicht mehr schlafen können.

Jedes Mal, wenn du deine Augen schließt, denkst

du darüber nach, dass du eine Frau ermordet

hast.

Nun ist aber Schluss!

Halt den Schnabel, du!

Nein, Augenblick!

Ich habe das Recht auf einen letzten Wunsch.

Du hast das Recht auf was?

Auf was?

Na, jeder zum Tode Verurteilte hat dieses Recht.

Stimmt, das haben sie, ja.

Das haben sie, ja.

Das kann ja sein, aber ich gewähre dir

dieses Recht nicht, weil ich dazu zu böse

bin.

Jawohl!

Nun köpft sie schon!

Eigentlich haben sie recht.

Der letzte Wunsch ist nun mal der letzte

Wunsch, ja.

Genau, das begreif sogar ich.

Eine Meuterei!

Und sowas muss mir passieren?

Was willst du?

Raus damit!

Na los schon, was willst du?

Sprich endlich!

Der letzte Wunsch eines Lebenden ist sehr wichtig.

Ich muss darüber nachdenken, weil ich mir nicht

erlauben kann, ihn einfach so zu vergeuden.

Hier um die Ecke.

Hab keine Angst, ich kenne den Weg.

Ja, ja, ja, ja, ja, ja!

Nur ihr drei habt noch gefehlt.

Alle anderen sind schon hier.

Jetzt brauchen wir dringend einen tapferen Krieger.

Wo ist der Fremde?

Gefangen genommen, glaube ich, aber wenn es keine

andere Lösung gibt, versuche ich es.

Mal überlegen.

Kenne ich noch eine andere Lösung?

Wo steckt sie?

Hab ich sie dahingetan?

Das ist die letzte, die ich habe.

Das ist eine ausgestorbene Gattung.

Dieses Pflänzchen ist das letzte Exemplar.

Was ist das, Asteria?

Das ist eine Wunschpflanze.

Ich stehe zu deinen Diensten, Asteria.

Du musst mir nur ganz genau sagen, was

du willst.

Und ich werde es dann unverzüglich für dich

in allen anderen Welten suchen.

Und die soll uns in unserem Kampf anführen?

Gegen die schwerbewaffneten Eindringlinge kämpfen?

Hast du nicht zugehört?

Sie kann das finden, was wir brauchen.

Sie sucht überall danach, überall.

Und bringt es uns dann her.

Aber in unserem Königreich gibt es keine Krieger.

Ich habe gesagt, überall.

Draußen sind andere Welten, die Kriege führen und

Waffen benutzen, so wie wir auf Fischfang gehen

oder Früchte sammeln.

Bloß aufreden nicht von Früchten.

Hab ich Kohldampf.

Da draußen in den anderen Welten gibt es

so viele tapfere Krieger.

Sagt mir, was ihr wollt.

Und ich bringe euch einen her.

Auf der Stelle und sofort.

Aber ihr müsst mir genaue Anweisungen geben, weil

ich es nur einmal machen kann.

Such uns den Pest.

Oh nein, tut mir leid.

Ich kann für die Qualität keine Verantwortung übernehmen.

Ihr äußert euren Wunsch bezüglich der Eigenschaften und

vor allem der besonderen Merkmale eures Kriegers.

Und ich schaue, was ich tun kann.

Wie soll ich das machen?

Was verstehe ich schon von Waffen?

Und von Kriegern?

Ich entscheide das.

Nein, nein, nein.

Du darfst es nicht laut sagen.

Denken musst du es dir.

Du musst es in deinem Herzen bewahren.

Ich kann deine Gedanken lesen.

Und während du daran denkst, musst du mir

ein Blättchen ausreißen.

Aber tut dir das nicht weh?

Das Gute zu unterstützen erfordert immer gewisse Opfer.

Selten ist etwas so einfach wie ein Glas

Wasser trinken.

Na, was ist?

Ist euer Gnaden schon etwas Passendes eingefallen?

Ja.

Ich sehe, ich habe keine Hoffnung mehr.

Da will ich nur noch in Frieden sterben.

Wundervoll.

Schnell jetzt!

Ehe sie es anders überlegt!

Nur kann ich nicht mit der Last auf

dem Gewissen sterben, was ihr gleich tun werdet.

Ich möchte euch verzeihen.

Sie und uns?

Aber ja, weil ich weiß, im Grunde seid

ihr gut.

Außerdem seid ihr auch mal Kinder gewesen.

Auch ihr habt bestimmt eine Mutter gehabt, die

euch lieb hatte und die für euch eine

Zukunft voller Freude erträumt hat und Hoffnung.

Ihr erinnert euch an eure Mutter?

Ja, sie war wunderschön.

Und wie sie mich geliebt hat.

Sie hat mich immer in den Arm genommen,

nachdem sie mich durchgeprügelt hatte.

Ich hatte sie sehr lieb.

Oh nein!

Solche lächerlichen Tricks verfangen bei mir nicht!

Dann tue ich es eben selbst!

Und noch eins, nur damit ihr es wisst.

Ich hatte keine Mutter!

Ich will einen Krieger, der im Umgang mit

Waffen erfahren und tapfer ist.

Ja, das lässt sich machen.

Ich möchte, dass er intelligent und schlau ist

und dass er klug vorgeht.

Einen, der befehlen kann, der aber auch gut

zu seinem Volk und anständig zu seinen Feinden

ist.

Das ist ein bisschen ausgefallen, aber ich kann

es versuchen.

Oh, ich will auch mal.

Ich hab auch einen Wunsch.

Das geht nicht, Isela.

Das ist kein Spiel.

Doch, lass sie.

Ein Mädchen soll auch zum Zug kommen.

Ist gerecht.

Nicht nur die Jungs.

Hast du gehört?

Sie gibt dir recht.

Also, denk an deinen größten Wunsch.

Überlege gut und sag ihr, du willst...

Red mir nicht dazwischen, sonst werde ich abgelenkt.

Ich möchte, dass es jemand wie meine Mutter

ist.

Äußerst schwierig, aber sehr lieb gedacht.

Entschuldige.

Ich will versuchen, deinen Wunsch zu erfüllen.

An was hast du gedacht?

Nein, sag es nicht.

Wenn man seinen Wunsch ausspricht, geht er nicht

in Erfüllung.

Verzeih mir, wenn ich dir weh getan habe.

Aber darf ich doch noch entscheiden, wie er

dir dein letztes Blatt ausreißen darf?

Ja, sicher, Kleine.

Du allein sollst darüber entscheiden.

Oh, das finde ich toll.

Ich darf auch.

Warte, ich denke mir was aus.

Ich weiß ja nicht, was sich die anderen

wünschen.

Denke an das, was du dir wünschst.

Dann kannst du keinen Fehler machen.

An das, was ich ganz toll wünsche?

Wir sind verloren.

Ja, dann ist es ja ganz einfach.

Ich wünsche mir, dass er gut kochen kann.

Das ist schwierig, aber reiß das Blatt ab.

Es ist zu schwierig, aber ich suche ihn.

Der nicht?

Der auch nicht?

Der ebenfalls nicht?

Da, da!

Vielleicht habe ich ihn gefunden.

Vielleicht habe ich den, den ihr braucht.

Leb wohl, du gute Fantaghiro.

Auf nimmerwiedersehen für alle Zeit.

Adieu, schwarze Hexe.

Du wirst mir noch mal nachweinen.

Dann wirst du endlich den Mund halten, Donnerblitz

noch ein.

Was zum Teufel ist das denn?

Ich vermute, das ist eins von deinen Zauberkunststückchen.

Nein, bitte nicht.

Ich bin doch kitzlig, lass das.

Hey, wer wagt es mich zu stören?

Wie könnt ihr eine Hinrichtung unterbrechen?

Was?

Ich wusste es ja, das endet doch irgendwie

immer auf diese Art.

Ich habe doch wirklich mein Bestes getan, um

böse und eklig zu sein.

Nicht allzu sehr.

Lass mich mit diesem Kleinkram in Ruhe.

Ich bin zurück.

Ich bringe, was ihr euch gewünscht habt.

Aber es ist sehr schwierig, zurückzukehren.

Ich kann nicht.

Ich kann nicht.

Nein.

Nein.

Ja doch.

Ich habe es geschafft, Kinder.

Ich bin so erleichtert.

Jetzt bin ich wieder und ich habe das

Vergnügen, euch Königin Fantaghiro vorzustellen.

Jetzt passt was.

Sowas Schönes habe ich noch nie gesehen.

Was soll denn das?

Eine Frau?

Wer wollte denn eine Frau?

Wo bin ich?

Wer seid ihr?

Warst du das?

Hast du sie dir gewünscht?

Lass das Mädchen in Frieden.

Sie ist meine Schwester.

Na und?

Deswegen brauchst du nicht gemein zu ihr zu

sein.

Im Gegenteil.

Dann solltest du besonders nett zu ihr sein.

Er ist überhaupt nie nett zu mir.

Nein, er ist immer besonders ekelhaft.

Aber ich bin immer besonders nett zu ihr.

Wer hat dann den Fehler gemacht?

Nein.

Ich habe mir diesbezüglich nichts vorzuwerfen.

Sie entspricht in allen Einzelheiten euren Wünschen.

Und außerdem habe ich sie unter Schwierigkeiten für

euch geholt.

Und jetzt behaltet ihr sie auch.

Wenn du mich hergeholt hast, dann habe Dank.

Du hast mich gerettet.

Ich sollte geköpft werden.

Na fantastisch.

Wir suchen jemanden, der uns rettet.

Und da verschwenden wir unsere Wünsche, um dich

zu retten.

Du hast wirklich was gegen mich.

Was habe ich dir getan?

Und übrigens, wovor soll ich euch denn retten?

Du bist in der Anderswo-Welt.

Aber die kennst du vielleicht nicht.

Doch, ein bisschen.

Vor kurzem habe ich von ihr sprechen gehört.

Aber ich dachte, dies sei eine Welt, in

der Frieden herrscht.

So war es auch.

Hier herrschte vollkommener Friede.

Bis er gekommen ist.

Er?

Wer er?

Er, der Namenlose.

Der, der nicht mehr ist.

Was ist?

Was ist?

Was ist passiert?

Er reitet ihn vor.

Nein, nein, Augenblick.

Da liegt ein Irrtum vor.

Ich bin ein Fremder.

Ich habe mit dem Dorf nichts zu tun.

Jetzt ist aber Schluss.

Ich sage euch doch, ein Irrtum.

Ihr seid wirklich unbelehrbare Dickschädel.

Ich bin hier nur auf der Durchreise.

Was habt ihr mit mir vor?

Warum zieht ihr mich aus?

Deine Kleider sind nicht essbar.

Was?

Wieso?

Esst ihr etwa Kleider?

Nein, wir haben einen sehr viel besseren Geschmack.

Zieht ihn hoch.

Was macht ihr mit mir?

So, und jetzt wascht ihn.

Ich kann mich schon selbst waschen.

Ich will sofort mit dem Kapitän sprechen.

Ich will ihm einen Vorschlag machen.

Das ist ja eisig.

Seid ihr wahnsinnig?

Was macht ihr da?

Ich kriege eine Erkältung.

Die wirst du nicht mehr genießen können.

Aufhören.

Bringt ihn rüber.

Zu einer anständigen Wäsche gehört aber auch was

zum Abtrocknen.

Kriegsgefangene muss man mit Respekt behandeln.

Wisst ihr das nicht?

Außerdem ist das hier nicht mein Krieg.

Wie soll ich euch das nur begreiflich machen?

Was ist das?

Körperpuder.

Perfekter Scharfes.

Danke.

Wollt ihr mich etwa panieren?

Bin ich ein Fisch?

Das ist Mehl, tatsächlich.

Mehl?

Augenblick.

Nein.

Ihr wollt mich doch nicht auffressen.

Was, Freunde?

Ich habe so einen Hunger.

Wenn ich mich nicht täusche, dann musst du

doch auch kochen können.

Das stimmt, aber wenn es richtig ist, was

Asteria erzählt hat, dann glaube ich, gibt es

nichts zu essen.

Und wieso nicht?

Weil diesem Überfall durch die Fremden ein Aufstand

von allem Essbaren vorausgegangen ist.

So wurde es auch vorhergesagt.

Sie hat recht.

Wer isst, wird gegessen.

Und was gegessen wird, wird essen.

So lautet die Beistagung.

Soll das heißen, dass wir überhaupt gar nichts

mehr essen können?

Nein, das geht bestimmt wieder vorbei.

Vielleicht ist schon alles zu Ende und wir

wissen es nur nicht.

Wie sollen wir das herausfinden?

Es gibt nur eine Möglichkeit.

Wir müssen es versuchen.

Hast du Vorräte hier?

Ja, ich denke schon.

Kommt alle mit.

Irgendwo muss doch da noch ein Korb mit

alten Äpfeln sein.

Nein, wir müssen vorsichtig sein.

Ich versuche es allein.

Könnt ihr euch irgendwo verstecken?

Ja, schnell.

Alle in die andere Höhle.

Eigentlich sind es ja bloß Äpfel.

Nichts als feine Äpfel.

Sehen wir doch mal, wie fein du schmeckst.

Bist du auch lecker?

Ja.

Äpfel, die Menschen fressen.

Sowas habe ich noch nie gesehen.

Mach gleich hinter mir die Tür zu.

Die zuhalten.

Sie fressen sich einfach durch die Tür durch.

Schnell, kommt alle her und fressen.

Schnell.

Asteria, zünde Feuer unter dem Kessel an.

Schau was ich gefunden habe.

Die Truhen sind voller Waffen.

Das ist die Lösung für unsere Schwierigkeiten.

Sie haben es gleich geschafft.

Die Tür ist schon ganz beschlossen.

Keine Sorge, Masala.

Damit werde ich fertig.

Schnell, gib mir noch andere Schwerter.

Die Äpfel werfen in den Kessel.

Schür das Feuer, schür das Feuer.

Pass auf.

Gut gezielt.

Auf den Weg, das ist gefährlich.

Adlerstoß.

Hey, du kannst gut mit dem Säbel umgehen.

Ich hatte einen guten Lehrmeister.

Für eine Frau bist du aber auch nicht

schlecht.

Ich tue mein Bestes.

Oh nein, wie groß das Loch schon geworden

ist.

Jetzt kommen sie nicht mehr einer nach dem

anderen.

Ich habe eine Idee, warte.

Oh nein.

Ich muss schon sagen, so viel habe ich

für ein bisschen Apfelgelee noch nie geschuffelt.

Lasst uns zu ihm zurück.

Lasst uns raus.

Lasst uns raus.

Ich will zu meinem Sohn.

Was wollt ihr von uns?

Sagt uns lieber, wo ihr sie versteckt habt.

Sagt uns, wo die Kinder sind.

Dann lassen wir euch alle frei.

Nein, ihr dürftet sie nicht verraten.

Sie werden euch töten.

Auch wenn ihr ihnen sagt, wo sie versteckt

sind.

Es wird euch allen wie mir ergehen.

Sie fressen euch.

Ruhe.

Ihr werdet unsere Kinder nie bekommen.

Was haben wir euch getan?

Ihr könnt uns nicht alle umbringen.

Wer sollte mich daran hindern?

Euer Mitleid.

Ihr müsst auch Mitleid haben.

Mitleid?

Ich weiß nicht, was Mitleid ist.

Und ich will es auch nicht wissen.

Einen Funken Menschlichkeit werdet ihr doch in euch

haben.

Wer behauptet denn ich sei menschlich?

Stimmt es, dass du eine Königin bist?

Ja, das stimmt.

Ist die Welt, aus der du kommst, schön?

Mir gefällt sie sehr.

Erzähle, wie ist sie?

Sie ist voller Bäume, Berge und kleiner Bäche.

Dort leben die Menschen, die ich liebe.

Und die jetzt bestimmt schon nach mir suchen.

Masala hat ja recht.

Ich bin wirklich schuld daran, dass die Wunschpflanze

dich ausgesucht hat.

Aber ich wollte doch nur jemanden, der wie

meine Mama ist.

Das war ein Fehler.

Nein, das war überhaupt kein Fehler.

Dir habe ich meine Rettung zu verdanken, vor

einer bösen Hexe.

Dann willst du gar nicht zurück in deine

Welt?

Doch, ich möchte wieder zurück.

Vielleicht nicht unbedingt dorthin, wo ihr mich hergeholt

habt.

Es tut mir aufrichtig leid, dass wir dich

deiner Welt entreißen mussten, Fantaghiro.

Ich will dich nicht zwingen, für uns zu

kämpfen.

Aber du zwingst mich doch nicht, Asteria.

Als ich die armen Kinder hier gesehen habe,

da habe ich Schmerz und Angst in ihren

Augen gelesen.

Aber sie fassten auch Hoffnung, als sie mich

sahen.

Und wenn ich euch helfen kann, dann von

Herzen gern.

Auch wenn du wüsstest...

Auch wenn du wüsstest, dass du nie mehr

in deine Welt zurückkehren darfst, aber ich kann

doch zurück.

Nein, Fantaghiro.

Das ist nicht mehr möglich.

Nie mehr.

Und warum nicht?

Wir wenden denselben Zauber an.

Die Wunschpflanze bringt mich hinaus.

Es existiert keine mehr.

Das war die letzte.

Dann müssen wir einen Weg finden.

Die schwarze Hexe erlangt langsam ihre Macht zurück.

Auch mein Volk ist in Gefahr.

Ich muss wieder zurück.

Das ist leider ausgeschlossen.

Ich bin die Letzte eines großen Geschlechts.

Mit mir geht der Sturm der Wunschpflanzen auf

dieser Erde unter.

Aber Reste deiner Kräfte werden noch da sein.

Nein.

Aber die können nachwachsen.

Ich denke nicht, dass das geschieht.

Finde dich mit deinem Schicksal ab.

Ich werde mein Volk niemals im Stich lassen.

Und die, die ich liebe...

Lass mir wenigstens ein bisschen Hoffnung.

Quäle dich nicht.

Sonst habe ich auch nicht die Kraft zu

kämpfen.

Nein.

Du wirst bald entdecken, dass unser Lächeln ebenso

aussieht, wie das Lächeln auf den Gesichtern deines

Volkes.

Aber ich werde niemals mehr lächeln können.

Hey, du, pass ein bisschen auf.

Du machst mich nass.

Verzeih mir, kleine Pflanze.

Weine nicht, Fantaghiro.

Weine nicht, sei stark und zuversichtlich.

Schau mich doch an.

Ich weiß nicht, wo meine Mama ist, aber

weinen tue ich deshalb nicht.

Du hast recht.

Ich hab dich lieb.

Oh nein, das wird ja langsam zur Gewohnheit,

mich ständig hochzuhiefen.

Lass mich wieder runter.

Oh nein.

Sagt mal, behandelt man so vielleicht seine Gäste?

Ich schwöre euch, in eure Gegend komm ich

nie wieder.

Was habt ihr bloß für einen Geschmack?

Ich bin unverdaulich.

Nein, nein, du kommst mir nicht auf den

Tisch.

Zu alt und bestimmt viel zu zäh.

Ich esse nur gesundes, zartes und viel jüngeres

Fleisch, als du aufzuweisen hast.

Sein Glück auch.

Meine Soldaten werden dich essen.

Nein.

Sie haben gekämpft.

Und haben nun Hunger.

Aber warum ausgerechnet mich?

Ich bitte euch, ich weiß nicht, wer ihr

seid.

Aber ich schätze, ihr seid der Chef hier.

Hört zu, ich könnte nützlich für euch sein.

Ich kann euch verteidigen.

Fragt eure Männer, wie gut ich die Kinder

verteidigt habe.

Ich hätte mein Leben für meine kleinen Freunde

gegeben.

Für meinen Freund Masala.

Habt ihr meinen Sohn wirklich gesehen?

Dann ist Masala noch am Leben?

Hat er sich verstecken können?

Habt ihr mit ihm gesprochen?

Ja, ja, er lebt.

Er ist ein ausgesprochen tapferer Junge.

Und er wird tun, was er kann, um

euch zu befreien.

Halt!

Hört auf damit!

Sehr gut, ihr seid menschlich.

Sagt ihnen, sie sollen aufhören.

Darum geht es ja.

Um menschlicher zu werden, muss ich gutes Essen

zu mir nehmen.

Aber das verstehst du nicht.

Und ich bin nicht gewillt, es dir zu

erklären.

Du hast also einen kleinen Freund in diesem

Reich, Fremder?

Folglich weißt du auch, wo er sich versteckt

hält.

Ja, nein.

Genau weiß ich nicht, wo er sich aufhält.

Aber er weiß, wo ich stecke.

Und wenn er erfährt, dass ich in Gefahr

bin, wird er alles tun, um mich zu

retten.

Wir auch.

Die Kinder in diesem Reich sind sehr mutig.

Ich danke dir für diese Auskunft.

Du hast mich auf eine Idee gebracht.

Jetzt endlich weiß ich, wie ich eure Kinder

aufspüren kann.

Jetzt endlich weiß ich, wie ich sie in

die Falle locke.

Ich mache keine Suppe aus dir.

Ich bringe dich von ihr weg.

Das ist ja schon mal was.

Und dann wirst du bei vollem Sonnenlicht gehängt.

Blblblbl.

Aufwachen!

Aufwachen!

Wir müssen uns beeilen.

Sie wollen den Fremden, der bei uns eingedrungen

ist, vor der Galeone hängen.

Woher weißt du das, Mauli?

Ich habe mich in das Schiff reingeschmuggelt.

Und da habe ich alles mit angehört.

Und ich habe auch gesehen, wie sie vier

Galben vor dem Schiff aufgestellt haben.

Stellt euch vor, direkt vor der Galeone.

Und es ist ja wohl klar, dass sie

nicht nur den Fremden aufhängen wollen, wo sie

doch vier Galgen aufgestellt haben.

Schnell, ich brauche Waffen, einen Bogen und Pfeile

dazu.

Warte, wir kommen mit dir.

Nein, du bleibst besser hier bei den Kindern,

ihr könnt mir nicht helfen.

Sag, Masala, wo finde ich Pferde?

Die besorge ich.

In dem Kleid kann ich nicht kämpfen, ich

brauche unbedingt Männerkleidung.

Warte mal, ich glaube in der Mühle habe

ich alte Sachen gesehen.

Dann treffen wir uns in der Mühle.

Ja, aber sei vorsichtig.

Wie komme ich zur Mühle?

Ich führe dich hin.

Keine Angst, es ist nicht weit, du wirst

schon sehen.

Eure Welt ist ganz bezaubernd.

Wie ist es möglich, dass in so einer

Welt das Böse wohnt?

Bevor diese widerlichen Eindringlinge hergekommen sind, gab es

das Böse auch nicht.

Aber mach schnell!

Da lang, los!

Lauf!

Mal sehen.

Das Böse, das Böse, das Böse, das Böse,

das Böse.

Das nicht.

Das auch nicht.

Das hier vielleicht.

Und das hier auch.

So ein Pech.

Pech hat damit nichts zu tun.

Wer bist du?

Warum kannst du meine Gedanken lesen?

Ich bin ein Holzwurm und arbeite und wohne

in diesem Stuhl, den du kaputt gemacht hast.

Dein Name ist sehr süß und fast unsichtbar.

Ja, ganz recht, ich bin klein, aber kein

Grund für dich, das auszunutzen.

Und lass dir ja nicht einfallen, hier bei

uns leben zu wollen, klar?

Und lass dir auch nicht einfallen, uns aus

diesen Hölzern vertreiben zu wollen.

Die sind kostbar wie Gold.

Du musst nämlich wissen, das Holz stammt von

den Zauberbäumen, die früher in diesen Wäldern gewachsen

sind.

Keine Angst, ich will euch ganz sicher nicht

vertreiben.

Ich bin nur auf Besuch hier, das Haus

bestimmt.

Die Waffen sind schon unterwegs.

Du sitzt auf dem Boden und führst Selbstgespräche,

was soll das?

Ach, ich spreche mit den Holzwürmern.

Das ist ja vielleicht verrückt, seit wann können

die kleinen Dinger reden?

Wenn die Maulwürmer sprechen können, warum sollten wir

Holzwürmer dann nicht sprechen können?

Ja, ja, aber ihr solltet jetzt erstmal eure

Bohrwerkzeuge halten.

Wir treffen uns hier nämlich wegen einer äußerst

wichtigen Aufgabe.

Wir können unsere Zeit nicht mit Dünnbrettbohrern verschwenden.

Du darfst sie nicht beleidigen, das ist nicht

nett.

Außerdem sind sie hier zu Hause.

Jawohl, gib sie ihm.

Er meint's nicht so, er ist sehr nervös.

Und das aus gutem Grund.

Schau, Fantaghiro, hier ist dein Bogen.

Und dein Schwert.

Und die Pfeile.

Sela, ich hatte dich gebeten, bleib bei Asteria.

Schon, aber wer sollte sie dann begleiten?

Bist du fertig, Fantaghiro?

Ich habe vier Pferde besorgt.

Vereilt euch alle raus, damit ich mich umziehen

kann.

Schnell, geht!

Nein!

Lasst mich!

Los, bewegt ihn!

Winsel um Gnade!

Verschwinde!

Nein, nicht!

Lasst mich los, ihr Schurken!

Nein, nein, ich will nicht!

Nein, nicht schreien!

Unsere Schreie sollen doch die Kinder anlocken!

Wir werden sie trotzdem herlocken.

Also gut.

Ihr wollt uns dabei nicht helfen, na?

Dann schreie ich eben, das kommt aufs Elbe

raus.

Ich habe eine Nachricht für die Kinder aus

der Anderswo-Welt.

Gleich werden vier von euren Vätern von unserem

Schiff aufgehängt.

Nein, drei!

Ich habe keine Kinder!

Wir geben die Schlinge um den Hals.

Damit er still ist.

Nein, kommt nicht her!

Ihr könnt nichts gegen sie ausrichten!

Es ist eine Falle!

Halt endlich den Mund!

Du hast keine Kinder, also kümmere dich um

deinen eigenen Kram.

Das stimmt.

Dich betrifft das nicht.

Dein Mut nützt uns gar nichts.

Die werden uns so oder so aufhecken.

Was heißt hier Mut, ha?

Ich sag dir mal was im Vertrauen.

Ich mach nur in die Hosen.

Schluss jetzt!

Wir haben kein Erfolg gekommen, nicht?

Aber irgendwie locken wir sie schon her.

Fangt an, Männer!

Gute Reise, meine Herrschaften.

Fahrscheine habt ihr ja wohl alle, was?

Sie sind gefangen, ihr darf nicht entkommen!

Auf die Pferde, schnell!

Nun spring schon!

Bogenschützen, schießt auf sie!

Spring auf!

Erledigt Bayern den Reiter mit dem roten Umhang,

der mit der Festplatte aufmacht!

Zielt gut, Bogenschütze!

Halt mal an, Junge!

Ich kann mich kaum noch im Sattel halten.

Nein, erst im Wald, wo die Mühle ist.

Aber ich weiß nicht mehr, wo der hohle

Baum ist.

Ah, du bist auch ein Fremder, ha?

Als ich gesehen hab, wie du kämpfst, war's

mir klar.

Klar, durch diesen Baum kommt man unter die

Erde.

So ein schöner Tag.

Wer will sich da schon unter der Erde

vertreten?

Aber da unten sind die Kinder.

Sag mal, ist da etwa auch das Versteck,

wo die Waffen sind?

Ja, warum?

Na dann nichts wie runter, Junge!

Und zwar sofort!

Kannst du gut mit dem Schwert umgehen?

Vielleicht kann ich dich brauchen.

Ja, ich bin nicht schlecht.

Ich will ja nicht angeben, aber ich bin

in dieser Gegend der beste Fechter.

Dazu gehört nicht besonders viel in dieser Gegend.

Bestimmt bin ich nicht so gut wie du.

Du siehst aus wie ein kampfverpuppter Draufgänger.

Wenn das ein Kompliment ist, danke.

Für wen hast du schon gekämpft?

Für mich.

Nur für mich allein.

Dann hast du aber nicht viel verdient.

Kämpfst du für Geld?

Wofür denn sonst?

Schon mal was von Idealen gehört?

Idea was?

Wir sprechen nicht die gleiche Sprache, Junge.

Äh, da du mir das Leben gerettet hast.

Du brauchst mich dafür nicht zu bezahlen.

Nein, ich wollte...

Und du brauchst dich auch nicht zu bedanken.

Ich wollte dir nur sagen, dass ich Aries

heiße.

Und du?

Du kannst mich weiterhin Junge nennen.

Von mir aus.

Seltsam, es ist niemand mehr da.

Vielleicht sind sie uns auf einem anderen Weg

entgegen gekommen.

Nein.

Oder sie warten bei der Mühle auf uns.

Das kann doch nicht wahr sein.

Wir müssen umkehren, Aries.

Hey, ich werd verrückt.

Das ist ja ein richtiger Schatz.

Wer hätte das gedacht?

Asteria hat alle Waffen des Reichs zusammengetragen.

Und damit sie niemand benutzt, hat sie sie

hier versteckt.

Dann werden sie hier nicht gebraucht.

Weißt du, was das für uns heißt?

Wir werden nämlich von jetzt an Partner, Junge.

Ich will ja nicht alles alleine machen.

Was denn?

Erstmal nehmen wir uns die Waffen, ja?

Mit anderen Worten, wir stehlen sie.

Ah, nun übertreib nicht.

Du hast selbst gesagt, sie werden nicht gebraucht.

Und was glaubst du, sollen wir damit anfangen?

Komm, sag es mir.

Wir verkaufen sie und werden reiche Leute.

Und wenn wir dann reich sind...

Sag mal, hast du eine Ahnung, was wir

dann für ein Leben führen werden?

Nein, aber erklär es mir.

Ein Leben wie im Himmel.

Wir legen uns in die Sonne, Wein, schöne

Frauen.

Ich habe mit diesen Zutaten schon einmal eine

unglaublich schöne Zeit verbracht.

Verstehst du, was ich meine, Junge?

Nicht genau, muss ich zugeben.

Hey, hast du ein Herz aus Eis?

Muss ich dir alles beibringen?

Was ist?

Hast du dein ganzes Leben nur Krieg geführt?

Wenn du auf mich hörst, dann wirst du

schnell lernen.

Ich kenne zwei Blondinen, die auf einen wie

dich fliegen würden.

Ach wirklich?

Und sind sie auf dich auch geflogen?

Natürlich, ja.

Auf dich oder auf dein Geld?

Hey, sag mal Junge, willst du mich beleidigen?

Bin ich etwa so hässlich?

Ich bin der Preis.

Aber mit etwas Geld wird das Fest lustiger.

Und wenn wir die Eisenwaren hier verhökern, können

wir ein ganzes Leben lang Feste feiern.

Leg sie zurück.

Leg die Waffen wieder weg und dann verschwinde.

Bist du verrückt geworden?

Ich habe gedacht, du würdest mir helfen, diese

Menschen zu retten.

Aber wenn du sie stattdessen nur bestehen willst,

wäre es besser, wenn du dich sofort aus

dem Staub machst.

Aber wir können gegen den Namenlosen nichts machen,

ich habe ihn gesehen.

Ich war schließlich sein Gefangener, er frisst Kinder.

Und dabei wollte Mastala dich unbedingt retten.

Weil ich ihm beigebracht habe, wie man kämpft.

Ich werde dir zeigen, was ich ihm gelehrt

habe.

Ich werde dich zeigen, wie man kämpft.

habe.

Tut mir leid.

Jetzt kannst du mich nicht mehr Junge nennen.

Jetzt ist mir klar, warum du mir gleich

so sympathisch warst.

Aber eine Frau wie du sollte nicht mit

Waffen spielen.

Ach ja?

Was sollte sie denn dann tun?

Sie sollte nur an die Liebe denken.

Sehr schön gesagt, aber wenn ich das täte,

würdest du am Gallen baumeln.

Jetzt rettest du mir das Leben und dann

willst du mich umbringen?

Würdest du mir das freundlicherweise erklären?

Woher kannte ich dich eben nicht?

Dann müssen wir das gleich nachholen.

Nein, beweg dich nicht.

Es gefällt mir so, wie wir stehen.

Aber mir nicht.

Was ist hier los?

Ich glaube, wir fesseln ihn.

Warum sollen wir ihn fesseln?

Er hat es verdient.

Er hat mir doch das Leben gerettet.

Er ist mein Freund.

In Wahrheit hat er nur die Waffen gewollt.

Ich glaube dir nicht.

Da hast du den Beweis.

Das nächste Mal wirst du mir glauben.

Sag, könnt ihr zwei mit Waffen umgehen?

Nicht besonders gut, aber wir können es ja

lernen.

Das bedeutet, ich kämpfe wieder allein.

Aber nicht jetzt gleich.

Du bist bestimmt erledigt.

Ich weiß, dass du wütend bist, aber vorläufig

bleibt er besser gefesselt.

Auch wenn du recht hast, ich bin nicht

einverstanden.

Heißt das, du wirst versuchen, ihn zu befreien?

Nein, aber nur, weil wir dir vertrauen müssen.

Dein Wort genügt, danke.

Hey, ihr!

Ist er euch entkommen, oder was?

Sie müssen sich in Luft aufgelöst haben.

Aber wenn ihr es befehlt, werden wir die

ganze Nacht weitersuchen.

Nein, das ist nicht nötig.

Über kurz oder lang kommen sie von selbst

zu uns.

Wie lange können sie wohl noch ohne Essen

weitermachen?

Und sie wissen, was die Gefangenen erwarten.

Wenn sie heute Nacht vor Hunger nicht schlafen

können, denken sie daran, welches Schicksal ihren Freunden

und Verwandten bevorsteht.

Irgendwann werden sie versuchen, sie zu befreien.

Sie werden sich auf den Weg machen, zu

uns kommen und dann endlich bekomme ich auch

wieder etwas.

Etwas zu essen.

Bist du verrückt?

Ja, ich habe Hunger.

Ich würde einfach alles essen.

Dann knabber an deinen Fingernägeln und geh wieder

schlafen.

Dieses Apfelzeug frisst dich auf, wenn du dich

darüber her machst.

Hast du das endlich verstanden?

Hey!

Nun komm, komm her!

Bist du sicher, dass ich meine Fingernägel essen

kann?

Ach, hör auf, geh schlafen!

Geh!

Hilf mir, deine Mutter zu befreien.

Meine Mutter?

Hast du meine Mutter gesehen?

Ja, sie ist auf der Galeone.

Ich habe mit ihr gesprochen.

Na los, hol ein Messer und befrei mich!

Wie ich sehe, ist auf dein Wort Verlass.

Er will mir helfen, meine Mutter zu befreien.

Komm, gib mir den Dolch, Masala.

Los, gib ihn mir, bitte.

Seit wann lässt du dir von einer Frau

befehlen?

Du weißt doch, das Einzige, woran ihm hier

gelegen ist, sind die Waffen.

Gib mir den Dolch.

Ja, schon, aber dann befreien wir sie eben.

Ja, aber damit sie uns dabei nicht gefangen

nehmen, müssen wir uns einen Plan ausdenken.

Während ihr hier großartige Befreiungspläne aushackt, wisst ihr,

was die inzwischen machen?

Sie essen.

Und wisst ihr, was sie essen?

Nein, steh!

Willst du ihm Angst einjagen?

Ist es schön, einem Kind so etwas zu

sagen?

Ich habe ihm nur die Wahrheit gesagt.

Er muss doch wissen, was vorgeht.

Um allein gegen sie anzutreten, hast du ja

nicht genug Mom.

Stimmt genau.

Um dich zu befreien, bin ich ja auch

mit einem ganzen Heer angerückt.

Das war ja auch nicht so schwer.

Du hast mich zu schnell verurteilt.

Ich glaube, du schläfst lieber.

Es gehört nicht zu meinen Gewohnheiten zu schlafen,

wenn eine schöne Frau wie du neben mir

liegt.

Soll ich dich vielleicht auch noch knebeln?

Ich glaube, ich gefalle dir ein bisschen.

Wie kommst du darauf?

Weil du sonst nicht so wütend geworden wärst

und mich wie ein Paket verschnürt hättest.

Nur um mich außer Gefecht zu setzen.

Aber du wickelst mich nicht ein, Aries.

Du bist reist und darüber hinaus noch ein

Dieb.

Vielleicht habe ich ja noch eine Menge andere

hässliche Eigenschaften.

Und warum bin ich wohl so geworden?

Sag's mir.

Denken wir mal nach.

Hatte ich einen Vater, der mich erzogen hat?

Nein.

Und eine Mutter, die mich geliebt hat?

Nein.

Ich weiß nicht einmal, woher ich komme.

Wie soll ich da wissen, wohin ich gehe?

Ich habe kein Zuhause, wohin ich gehen kann.

Ich habe niemanden, der mich liebt.

Ich habe gar nichts.

Und ich habe nie was gehabt.

Und alles, was ich kann, habe ich mir

selbst beigebracht.

Versuche bloß nicht, Mitleid zu schinden.

Sicher nicht.

So eine kleine Königin kann sich ein Leben

wie meins ja überhaupt nicht vorstellen.

Und wie war deins so?

Du hast nie um etwas kämpfen müssen.

Du bist immer bedient, verwöhnt und geliebt worden.

Weil du immer jemanden hattest, der für dich

da war.

Ist es nicht so?

Ja, und du kannst dir nicht vorstellen, wie

sie mir jetzt fehlen.

Aber wieso riskierst du dann hier dein Leben?

Willst du, dass dich die ganze Welt liebt?

Gemügt dir nicht, was du schon hast?

Geh zurück.

Kehr um.

Wenn es nur möglich wäre.

Warte.

Wohin gehst du?

Ich habe das doch nur so gesagt.

Warum hast du so traurige Augen?

Ich muss an meine Lieben denken.

An mein Land und an alle, die ich

gern habe.

Fehlen sie dir sehr?

Es ist wie ein Schmerz.

Und dieser Schmerz nimmt mir langsam all meine

Kraft.

Wenn du diesen Schmerz nicht mehr hättest, wäre

es dann in deinem Herzen wieder etwas ruhiger?

Ja, bestimmt.

Aber er verlässt mich nicht.

Weil dieser Schmerz ein Teil von mir ist.

Was kann ich machen, dass er weggeht?

Da kann man leider überhaupt nichts tun.

Überhaupt nichts.

Ich habe kein Zuhause, wo ich nicht gehen

kann.

Und auch keine Hoffnung mehr.

Naja, jetzt hast du ja wenigstens uns, nicht?

Ja, aber wenn hier alles vorbei ist, dann

wird diese Geschichte für euch bloß ein böser

Traum sein.

Aber was wird aus mir?

Ich kann mich nur in mein Schicksal fügen.

Ist es nicht furchtbar, wenn man nichts zu

hoffen hat?

Was ich nur fügen kann?

Entschuldige bitte.

Ich wollte dich nicht traurig machen.

Ich verspreche dir, spätestens morgen werde ich bestimmt

wieder lächeln.

Diesen Geruch kenne ich doch.

Ja, der unverwechselbare Geruch von feinstem Knab.

Vielleicht sind das ja auch nur Rumer Fantasien.

Ja, ich glaube, ich bitte mir das nur

ein.

Nein.

Ich rieche ihn tatsächlich.

Das ist wirklich der köstliche Duft eines feinen

Knaben von zartester Haut.

Wo bist du denn, zarter, feiner Knabe?

Sag, wo bist du?

Ich kann deine rosige, frisch gewaschene Haut riechen.

Ich rieche dich.

Nein.

Jetzt ist der Geruch verschwunden.

Dann waren es wirklich nur Rumer Fantasien.

Jetzt rieche ich den Gestank von Dreck.

Ja, Dreck.

Ein widerlicher Geruch.

Das ist kein gewöhnlicher Schmutz.

Das ist der Geruch von frischem Dreck auf

zarter Knabenhaut.

Aber bevor ich ihn esse, wasche ich ihn

ja sowieso.

Oh, ich werde verrückt.

Meine Nase spielt mir einen Streich.

Überall riech ich Kinder.

Schmutzige, saubere, saubere.

Das ist ein sauberer Knabe.

Nein.

Jetzt ist es weg.

Sauberer Knabe?

Was machst du?

Spielst du mit mir?

Oder gegen mich?

Bist du ein unsichtbares Kind?

Wo versteckst du dich?

Wo ist er?

Jetzt rieche ich wieder den anderen.

Den schmutzigen.

Ah.

Endlich wieder etwas zu essen.

Asteria.

Was ist?

Können wir von der Gero ihren Schmerz nehmen?

Was für ein Schmerz?

Sie denkt an ihre Welt.

Und sie hat gesagt, dass sie ganz furchtbar

unter Heimweh leidet.

Und außerdem macht sie sich Sorgen.

Ihr Schmerz ist nämlich so groß, dass sie

nicht weiß, ob sie morgen kämpfen kann.

Aber sie muss kämpfen.

Ja, ich weiß.

Aber wenn wir ihr den Schmerz nicht nehmen

können...

Na, meinetwegen.

Ich kann sie nicht finden.

Mein Gedächtnis.

Wo sind sie nur?

Da sind sie ja.

Endlich.

Meine geliebten Gedächtnissauger.

Was sind das für ulkige Dinge?

Was machen die?

Die Gedächtnissauger saugen jedes Gefühl ein, das dich

in der Vergangenheit beschäftigt hat.

Und dann kann man sich an nichts mehr

erinnern?

Doch.

Man kann sich an alles und jeden erinnern.

Aber man kann sich nicht mehr erinnern, was

man für ihn im Herzen hat.

Gelöscht werden nicht die Menschen oder was passiert

ist.

Bloß das, was du den Dingen oder Menschen

gegenüber gefühlt hast.

Ja, und das löscht natürlich auch den Schmerz.

Komm, fragen wir sie, ob sie das will,

ja?

Nein.

Nein, ich glaube nicht, dass sie das möchte.

Aber ich bin mir sicher, dass sie so

weniger leiden und dafür besser kämpfen wird.

Ich gehe allein zu ihr.

Ich denke, es ist besser, wenn du nicht

mitbekommst, was ich da tue.

Verzeih mir, Fantaghiro.

Hab ich nur...

Ja, ja, ich weiß, du bist jetzt voller

Zorn.

Aber von morgen an wird auch dieses Gefühl

vergessen sein.

Von morgen an wirst du neue Gefühle haben

und du wirst wieder lieben können.

Am wichtigsten aber wird sein, dass es dir

in unserer Welt hier unten gefällt und du

nie wieder weg gehst.

Nein, ich will nicht.

Von nun an werden dich die Gefühle aus

deiner Vergangenheit verlassen.

Aber du wirst sie nicht verlieren, weil sie

von diesem kleinen Tierchen aufgesaugt werden.

Denn ich werde all deine Gefühle für die

Zukunft aufbewahren.

Mein Vater.

Meine Schwestern.

Romualdo Tarabas.

Geht nicht fort, lasst mich nicht allein.

Alles ist so weit weg.

Für alle Zeit.

Für immer und ewig.

Verzeih mir.

Aber von morgen an, Fantaghiro, wirst du unsere

Welt als deine betrachten.

Als deine neue Heimat.

Du wirst bei uns hier ein neues Zuhause

finden.

Verzeih mir.

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