All language subtitles for Prinzessin.Fantaghiro.S03E02[de]

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Original subtitles

Ich will heim zu meiner Mama und zu

meinem Papa.

Sei ganz ruhig, hab keine Angst.

Bald sind wir da.

Nein, stimmt nicht.

Du bringst mich gar nicht zu meinem Vater.

Ich weiß doch, dass er im Schloss geblieben

ist.

Euer Schloss ist erobert worden.

Ja, aber als dann der Regen gekommen ist

und die bösen Männer zu Steinen geworden sind,

warum sind sie da?

Warum sind wir dann nicht ins Schloss zurück

und haben meinen Vater und meine Mutter gerettet?

Sie waren nicht mehr da.

Waren schon geflohen.

Das ist nicht wahr.

Ohne mich wären sie nie geflohen.

Du hattest dich doch versteckt.

Sie konnten dich nicht finden.

Du hast mich doch auch gefunden.

Wenn sie gewollt hätten, hätten sie das auch

geschafft.

Sag mir die Wahrheit.

Mögen sie mich nicht mehr?

Wollen sie mich nicht mehr?

Ach, was fällt dir denn ein?

Die Kleine ist verängstigt.

Kinder haben immer Angst.

Nachts fürchtet sie sich.

Vor den Geräuschen.

Vor den Tieren, die sich im Dunkeln verstecken.

Ist sie eure Schwester?

Nein, meine Tochter.

Meralda, was soll das?

Bleib stehen!

Hey, komm zurück!

Du verirrst mich!

Ich hol sie.

Ich kenne den Wald in- und auswendig.

Sie kommt nicht weit.

Ich habe keine Angst.

Ich habe bestimmt keine Angst.

Es gibt gar nichts, was mir Angst machen

kann.

Sie hatte Angst vor den Wölfen.

Ich habe vor nichts Angst.

Bleib bei mir.

Dann kommst du nicht in Gefahr.

Eure Tochter hat wohl nicht viel Vertrauen zu

euch.

Ich habe keine Zeit für Gerede.

Reiten wir weiter.

Nein.

Wir werden hier kampieren.

Zu viele Wölfe sind heute Nacht unterwegs.

Ein Feuer hält sie uns vom Hals.

Wie habt ihr das gemacht?

Das hat mich mein Vater gelehrt.

Er war Zauberer.

Seid ihr auch ein Zauberer?

Nur für kleine Dinge.

Wer seid ihr?

Ihr habt es mir noch nicht gesagt.

Ihr mir auch nicht?

Vor wem seid ihr auf der Flucht?

Ich bin nicht auf der Flucht.

Wie kommt ihr auf die Idee?

Ihr habt es zu eilig.

Niemand würde nachts reisen, wenn er nicht vor

etwas auf der Flucht ist.

Das ist sicher.

Und wovor lauft ihr davon?

Vor einer Frau, die mir ewigen Hass geschworen

hat.

Was habt ihr ihr getan?

Ich weiß nicht.

Deshalb flieh ich ihr.

Und ihr?

Ich verfolge einen Mann, den ich hasse.

Vielleicht seid ihr die Frau, die mich hasst.

Und ich der Mann, den ihr verfolgt.

Das halte ich für ausgeschlossen.

Ihr könnt das nicht sein.

Der Mann, den ich suche, ist böse.

Und eure Augen.

Und eure Augen sind gütig.

Ach ja?

Meine Augen.

Dass ich gütige Augen habe, wusste ich nicht.

Dann solltet ihr öfter in den Spiegel sehen.

Ich habe mich noch nie im Spiegel gesehen.

Wie kommt das?

Ich weiß nicht.

Meine Mutter hat es nie erlaubt.

Vielleicht bin ich zu hässlich.

Nein, das seid ihr keineswegs.

Hier, betrachtet euch doch in meinem Schwert.

Habt ihr Angst davor, euer Gesicht zu sehen?

Das bin ich?

Sehe ich wirklich so aus?

Seltsame Fragen stellt ihr.

Wo immer ihr auch gelebt habt, besonders glücklich

könnt ihr nicht gewesen sein.

Glück?

Was ist das?

Wenn ihr früh aufbrechen wollt, schlaft jetzt lieber.

Ihr habt recht.

Nein, lasst es griffbereit.

Ich könnte ja auch einschlafen.

Und die Nacht ist dunkel und gefährlich.

Ich lege es neben mich.

Nur zu?

Schnafft auch ein wenig.

Ich fasse es nicht.

Diese dreiste Kreatur lächelt ihn an.

Worauf wartest du, Tarrabas?

Los, mach sie nieder.

Los und dann schon.

Worauf wartest du denn noch?

Das dürft ihr mich nicht fragen, meine Königin.

Steh still, sonst landest du im Topf.

Dieser geröstliche Gans, wie konnte sie ihm bloß

so den Kopf verdrehen?

Er verfügt über die unbegrenzte Macht des Bösen.

Aber von der weiblichen List hat er keine

Ahnung.

Der der Tücke eines Lächelns.

Oh, verflucht!

Wenn ich nicht gleich was unternehme, verliere ich

ihn vielleicht.

Er ist nicht schlecht.

Ja, er wartet, bis er das Vertrauen der

Kreatur gewonnen hat.

Und dann setzt er ganz souverän seine Bosheit

ein.

Dieses schwachköpfige Ding hat keine Ahnung, welch furchtbares

Ende ihr Tarrabas bereiten wird.

Ich glaube nicht schlecht.

Das ist wahr.

Vielleicht habt ihr recht.

Und wirst du uns dafür aus dem Netz

befreien können?

Oh ja, bitte!

Wieso?

Ihr habt euch ja vielleicht geirrt.

Und wenn ihr euch irrt, kommt ihr in

den Topf und werdet getragen.

Was zieht mich zu dir?

Warum möchte ich dich berühren?

Und ich streichel.

Meine Lippen auf Dach.

Warum schlägt mein Herz so heftig?

Was geschehe, wenn ich dich wecken würde?

Und wenn du mich dann zurückweißt?

Du darfst nicht aufwachen.

Nein, schlafe weiter.

So ist es gut.

Nun wird niemand etwas merken.

Oh nein, er will sie küssen.

Er darf sie nicht küssen.

Los, schnell!

Wenn euch euer Leben lieb ist, dann eilt

sie meinem Sohn!

Verliert das Schlimmste!

Nur einen einzigen Kuss mehr will ich nicht.

Was kann mir ein Kuss schon Böses anhaben?

Ich werde sogar vergessen, dass ich dich lieb

habe.

Aber wenn es mir nun nicht gelingen sollte,

ihn zu vergessen.

Wenn er mich schwächen sollte.

Nein, nein, ich darf mir nicht nachgeben.

Wozu ist ein Kuss schon gut?

Er ist nur die dumme Bekundung eines dummen

Gefühls.

Eines Gefühls, das ich nicht brauchen kann.

Nur die Schwachen brauchen die Liebe und ich

bin nicht schwach.

Oh Himmels Willen, er will sie küssen.

Nun schlagst du ihn!

Halt ihn in der Hose!

Ein Kuss wäre eine Katastrophe!

Halt ihn in der Hose!

Nein, nein!

Nein, tu es nicht!

Du darfst sie nicht küssen!

Küsse sie nicht!

Küsse sie nicht!

Doch ein einziger.

Lass bitte das Mädelchen ungeküsst.

Nimm dich doch zusammen!

Solange es möglich ist, zeige ich dir das

Herz!

Nein, nein, nein!

Zurück!

Wie könnt ihr es wagen, mir vorzuschreiben, was

ich zu tun habe?

Verschwendet!

Sonst haue ich euch mit meiner Klingel kurz

und klein!

Vorhin hatte ich noch Zweifel, aber jetzt bin

ich mir vollkommen sicher.

Ich werde es tun.

Auch gegen meinen Willen.

Und wenn ich es tue, dann nur wegen

mir.

Wegen dieses Gefühls in mir.

Ich weiß nicht, was es ist.

Aber es ist stärker als ich.

Ich muss es tun.

Ich muss!

Was geschrieben in mir?

Was ist das?

Warum geschieht mir das?

Warum mir?

Warum mir?

Weil du dich verliebt hast.

Lass mich allein.

Ich hätte wissen müssen, dass du das warst.

Du hast mich verhext aus lauter Eifersucht.

Nein, das ist nicht der Grund, mein Sohn.

Dir ist es nicht gestattet zu lieben.

Dein Schicksal ist immerwährender Hass.

Du könntest nicht mehr böse sein, wenn du

lieben würdest.

Wer liebt, kann nicht grausam sein.

Das Besondere an deiner Verzauberung ist, sie bewahrt

dich vor jedem unnötigen Gefühl.

Wie denn?

Du hast ja eben gesehen, wie das geht.

Wenn du auf einmal spürst, wie Liebe in

dir entstehen will, wenn das Bedürfnis in dir

wächst, jemanden zu küssen, dann wirst du zur

Bestie, die sich auf die Geliebte stürzt, um

sie zu töten.

Geh weg!

Lass mich in Frieden!

Los, geh!

Du hast immer ohne Liebe gelebt.

Wieso willst du das ändern?

Verschwinde!

Halt, wartet noch!

Lauft nicht fort, das müsst ihr euch ansehen!

Warum ich?

Warum ich?

Was ist nur geschehen?

Nun sag mal, Goldmine, du hast heute Nacht

nichts gesehen?

Nein, entschuldige mal, wo warst du denn?

Ich habe natürlich geschlafen.

Natürlich, und ich auch.

Ich werde doch nicht wach bleiben und aufpassen,

was dein Pferd macht.

Bist du nicht mal aufgewacht, als er sein

Pferd geholt hat?

Das konnte ich nicht riechen, im doppelten Sinne.

Das hat nämlich überhaupt nicht gefungen.

Wer sagt dir, dass Pferde stinken müssen?

Es hatte aber überhaupt keinen Geruch.

So, als ob es nicht aus Fleisch und

Blut wäre.

Also ich konnte es nicht riechen, ganz und

gar nicht.

Du bist nur neidisch, weil es hübscher war,

als du, Goldmine.

Dummes Zeug!

Stell dich nicht schlafend, ich weiß, dass du

wach bist.

Steh schon auf, wir müssen weiter.

Unser Freund ist weg.

Darüber müsstest du dich eigentlich freuen, du hast

ihn nicht besonders gemocht.

Und würdest du dich freuen, wenn ich auch

weg wäre?

Was hast du nur gegen mich?

Ich bin doch deine Freundin.

Du bist aber nicht meine Mutter.

Das ist wahr.

Warum hast du dann gesagt, du bist meine

Mutter?

Ich kenne diesen Mann nicht.

Ich habe ihm erzählt, du seist meine Tochter,

weil ich gedacht habe, dass ich dich so

schützen kann.

Die Krieger haben euer Schloss angegriffen, um dich

zu rauben.

Du willst mir bloß Angst machen.

Nein, aber du sollst die Wahrheit erfahren.

Dann überlegst du es dir zweimal, bevor du

nochmal wegläufst.

Du bist schon groß genug, du kannst die

Wahrheit vertragen.

Jetzt besteht keine Gefahr mehr, kannst du mich

zu meinen Eltern zurückbringen?

Weißt du...

Oh bitte, bitte bring mich zu ihnen.

Ich kann nichts, Meralda.

Es ist so, weißt du, deine Mutter und

dein Vater sind nicht mehr bei uns.

Sie haben eine lange Reise angetreten.

Und wann kommen sie zurück?

Ich weiß es nicht, aber sicher erst nach

langer, langer Zeit, Liebes.

Und du darfst nicht auf sie warten.

Und warum durfte ich nicht mitgehen, wenn ich

schuld bin, dass sie weggegangen sind und haben

sie mich nicht mehr lieb?

Nein, es war nicht deine Schuld.

Ich bin böse gewesen, immer bin ich böse.

Nein, es war nicht deine Schuld.

Glaube mir doch, ich bitte dich.

Sie haben dich verteidigt und gekämpft bis zum

Schluss.

Sie haben ihr Leben für dich hingegeben.

Sie waren sehr tapfer.

Es war nicht deine Schuld.

Es ist mir egal, wenn sie mich nicht

lieb haben.

Ich hab sie auch nicht lieb, ich hab...

Hör auf, Liebes.

Sag so etwas nicht.

Sie sind tot.

Weine nur, schäme dich nicht deiner Tränen.

Spricht dein Pferd heute auch?

Ja.

Dann will ich ihm guten Morgen sagen.

Komm, ich helfe dir runter.

Hast du

keinen Durst?

Trink einen Schluck.

Hier, komm, trink doch.

Soll ich dich ein bisschen waschen?

Gleich fühlst du dich besser.

Weißt du, wenn du so frisch gewaschen bist,

dann bist du noch viel schöner anzusehen.

Schenk mir doch dein hübsches Lächeln.

Nein.

Ah, endlich konnte ich dir wenigstens ein Wort

entlocken.

Sollen wir den Rückkehrstein auch waschen?

Lass das bloß bleiben.

Leg mich sofort wieder runter.

Nur Mut.

Komm, mach du das.

Lass mich los, du Göre.

Nimm deine Finger weg.

Pass mich bloß nicht an, hast du verstanden?

Sag gar nicht, ich hätte vergessen, dass du

mir den Felsen ins Gesicht geschmissen hast.

Das war doch nur ein Krümel.

Wieso heißt er eigentlich Rückkehrstein?

Kümmere dich um deinen eigenen Kram.

Weil er, wenn du ihn wirfst, ganz egal

wie weit, immer wieder zu einem zurückkehrt.

Auch zu mir?

Sicher.

Los doch, versuch es.

Hab dir im Ernst, dies ist der richtige

Moment fürs Spielchen.

Ich bin ein Kampfstein, kapiert mich, leg mich

wieder hin.

Oder ich sorge dafür, dass du die nächste

Viertelstunde nicht so schnell vergessen wirst.

Du musst nicht auf ihn hören.

Wirf ihn mit aller Kraft.

Dorthin, zwischen die Bäume.

Nein, nein.

Das machst du mir böse, ich schwöre dir

Rache.

Diesen Spaß wirst du teuer bezahlen.

Ich bin bereit.

Mein Petiton.

Jetzt haben sie eine Waffe weniger.

Glaub gar nicht, dass er mich ungestraft...

Und jetzt holen wir uns das Mädchen.

Wartet, bis sie vom Wasser wechselt.

Ich habe ja gewusst, dass er nicht zurückkommt.

Zu mir kommt nie jemand zurück.

Nein, er muss in den Zweigen hängen geblieben

sein oder sowas.

Er kommt doch immer zurück.

Komm, wir gehen ihn suchen.

Stein, Stein, Rückkehrstein.

Wo steckst du?

Wo bist du Stein?

Antworte uns!

Da, da ist er!

Ah!

Ah!

Hey, Esmeralda!

Wo hast du dich versteckt?

Hier sind wir.

Nein, lass mich los, du Ungeheuer!

Warte hier auf mich, hab keine Angst.

Wir haben nur unsere Befehle ausgeführt.

Das war unsere Mission.

Ich weiß, dass ihr nur tut, was ich

euch befohlen habe, aber ihr habt euch die

falsche Zeit ausgesucht.

Verschont uns, straft uns nicht, nein!

Zum Glück hattet ihr Wasser dabei, sonst wärt

ihr jetzt tot.

Ich hatte euch gewarnt, dass der Wald voller

Gefahren steckt.

Ah, nein!

Vorsichtig, was tust du da?

Ich helfe ihr.

Ich schaff das allein, macht euch keine Sorgen.

Ihr habt sie mit Wasser getötet, ich hab

das genau beobachtet.

Das bleibt unser Geheimnis, ja?

Ich mag euch nicht, Herr Ritter.

Wie schade, ich mag dich nämlich sehr.

Und eben hab ich dir sogar das Leben

gerettet.

Na gut, dann will ich euch nochmal verschonen.

Und?

Kein weiteres Kind?

Wir hatten eine Königsdochter namens Esmeralda gefangen, aber

eine junge Kriegerin hat sie verteidigt.

Sie hat mich mit Wasser getötet.

Wasser tötet mich an der Brust getroffen.

Mein Herz wird zu stein.

Langweile mich nicht, dein Herz ist mir vollkommen

gleichgültig.

Das Kind, wo ist das Kind?

Ich weiß es nicht.

Ich weiß es nicht.

Helft mir, mächtige Königin.

Wozu?

Du bist doch sowieso zu nichts mehr Nutze.

Du hast von einer jungen Kriegerin gesprochen, hatte

sie kurzes Haar und war sie wie ein

Mann gekleidet?

Und war ein kleines Mädchen bei ihr?

Ja.

Und wie heißt sie?

Sag es mir.

Giro.

Fantaghiro.

Tarabas schwebt in höchster Gefahr.

Er wird sich in sie verlieben.

Von allen Frauen in die, die eine Königstochter

bei sich hat.

Vielleicht ist es zufällig sogar die, die wir

suchen.

Oh nein, mein Sohn.

Du darfst dich nicht selbst zugrunde richten.

Ja, eure Majestät.

Zur Stelle.

Was befehlen eure Bosheit?

Mach den Mond dort sauber.

Ich verabscheue es, wenn Unwahrheit in einem Haus

herumliegt.

Es muss doch möglich sein, die beiden zu

trennen.

Und zwar für immer und ewig.

Bevor es dafür zu spät ist.

Mit diesem Wasser kommt ihr wohlbehalten zum Schloss.

Wenn sie euch angreifen, verteidigt ihr euch damit.

Heißt das, ihr werdet nicht mit uns kommen?

Unsere Wege müssen sich hier trennen.

Warum weicht ihr meinen Blick aus?

Wieso wollt ihr mich nicht ansehen?

Hab ich euch vielleicht beleidigt?

Warum seid ihr böse auf mich?

Warum seid ihr heute früh weggegangen, ohne euch

zu verabschieden?

Ich bin wiedergekommen, um euch zu retten.

Und ich bin nicht böse auf euch.

Ich kenne nicht mal euren Namen.

Und ich will ihn auch nicht wissen.

So kann ich euch leichter vergessen.

Adieu, meine Damen.

Warum reitet ihr mir nach?

Hab ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt?

Es ist nicht meine Schuld, wenn unsere Wege

in dieselbe Richtung führen.

Welchen müsst ihr nehmen?

Fragt ihr das, um einen anderen einzuschlagen?

Sagt es mir einfach und dann Schluss.

Erst wollt ihr mich beschützen.

Und jetzt habt ihr offenbar Angst vor mir.

Warum?

Ich habe Angst vor eurem Hass.

Nicht wegen mir, sondern wegen euch.

Ihr müsst euren Feind vergessen.

Schwört es mir.

Diesen Schwur kann ich nicht leisten.

Tut mir leid.

Denn nur er kann den Zauber brechen und

mir den Mann wiedergeben, den ich liebe.

Dann ist es die Liebe, die euer Handeln

bestimmt.

Nicht der Hass.

Und wenn ihr den Feind nicht findet, der

euch dieses angetan hat?

Ich finde ihn.

Und ich stelle ihn.

Und wenn er euch besiegt?

Ich würde auch mein Leben hingeben.

Was verleiht euch diese Kraft?

Meine Liebe.

Würde es dies hören, hätte auch das heimtückischste

Wesen erbarmen mit euch.

Aber nicht dieser grausame Magier.

Nicht ein Dämon wie Tarabas.

Tarabas ist euer Feind?

Er lebt in einem verborgenen Reich.

Ihr werdet ihn nie finden.

Er wird mich finden.

Ich habe ihn herausgefordert.

Ich habe bereits viele seiner Soldaten besiegt.

Früher oder später wird er gezwungen sein, sich

mir zu stellen.

Er wird euch mit einem einzigen Blick vernichten.

Dann werde ich ihm eben nicht in die

Augen sehen.

Ich werde euch mit all meinen Kräften abhalten,

einen solchen Wahnsinn zu begehen.

Wer seid ihr, der sie mir vorschreibt, was

ich tun soll und was nicht?

Nennt zuerst wenigstens euren Namen.

Ich bin der, der verhindern wird, dass ihr

Tarabas begegnet.

Stellt euch nicht meinem Schicksal in den Weg.

Ich warne euch, Ritter.

Sonst werde ich euch die Klinge meines Schwertes

spüren lassen.

Ich schlage mich nicht mit euch.

Nie werde ich eine Waffe gegen euch erheben.

Dann geht und zieht eures Wegs.

Ihr hattet es doch so eilig mit dem

Abschied.

Jetzt ist die Gelegenheit.

Ihr werdet Tarabas nie sehen.

Niemals.

Niemals.

Niemals.

Wo ist er hin?

Ich glaube, er ist zusammen mit dem Adler

verschwunden.

Ich weiß nicht.

Vielleicht hat ihn der Raubvogel entführt.

Lass uns wegreizen, bitte.

Schnell, Goldmini.

Ein Sturm kommt auf.

Wir müssen ein Obdach finden.

Schnell, Goldmini.

Ah!

Smeralda, was machst du denn?

Bleib stehen!

Der Name deiner Prinzessin ist Fantaghiro.

Nein!

Sag es mir nicht, ich will es nicht

wissen.

Sie macht Jagd auf dich, weil ihre große

Liebe, Prinz Romualdo, in eine Marmorstatue verwandelt worden

ist.

Was habe ich damit zu tun?

Das ist nicht meine Schuld.

Oh doch, du hast sehr wohl damit zu

tun.

Er hat gegen deine treuen Krieger gekämpft und

ist in den Fluss gefallen, der von unserer

tönernen Armee verseucht war.

Das hat Romualdo verwandelt.

Übrigens, Tarabas.

Unsere Sammlung taugt inzwischen nichts mehr.

Die besten Stücke haben wir verloren.

Wenn es nur darum geht, den Prinzen wieder

zu erwecken, das kann ich sofort erledigen.

Das kannst du nicht ohne sie.

Aber ich will sie nie wiedersehen.

Auf gar keinen Fall.

Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, den Zauber

zu brechen.

Du, du musst sie küssen.

Nein, ich darf sie nicht küssen.

Tue ich das, verwandle ich mich in eine

Bestie und verschlinge sie.

Na und?

Gibt es vielleicht eine süßere Rache?

Sie kann ihrer großen Liebe das Leben wieder

schenken.

Aber sie verliert ihr Leben für alle Ewigkeit.

Ich verstehe dich nicht.

Warum sollte ich mich rächen wollen?

Um sie leiden zu lassen, weil sie dich

nicht liebt.

Ich bin es gewohnt, nicht geliebt zu werden.

Du liebst mich im Grunde ja auch nicht.

Wie kommst du denn darauf?

Gib mir Rat.

Was hast du vor?

Ich will dich küssen, Mutter.

Alle Kinder küssen ihre Mütter, ich habe es

noch nie getan.

Hab keine Angst.

Siehst du, ich habe mich nicht verwandelt.

Weil es ein Kuss ohne Liebe war.

Also du liebst mich nicht.

Was soll's?

Immerhin sind wir Mutter und Sohn, das muss

genügen.

Was soll da noch Liebe?

Wir sind doch Komplizen und da sind solche

Gefühle nicht erforderlich.

Wir werden Fantaghiro und die kleine Prinzessin

einfach aus dem Weg schaffen.

Nein Mutter, wir töten sie nicht.

Halt, was machst du da?

So kann er wenigstens nicht mehr wie ein

Verrückter um uns herum flattern.

Na wunderbar, sieh was du gemacht hast.

Nun komm, schau.

Aber es war nur ein winziger Stein, das

hat ihn nicht getan.

Dann bring ihn zum Fliegen, los.

Komm Flieg, haltet sich zum Narren.

Ich weiß, du kannst es.

Es ist zwecklos.

Flieg, ich hab's nicht mit Absicht getan.

Ist doch möglich, dass er nicht fliegt, weil

er müde ist, oder?

Schön wäre es.

Nein, das ist es nicht.

Er...

Nein, nein, sag es nicht, sag es nicht.

Flieg, flieg, mach schon.

Du musst fliegen, warum fliegst du nicht?

Bitte, das wollte ich nicht.

Nun flieg, doch streng dich ein bisschen an.

Du musst fliegen.

Los, mach schon.

Bitte, flieg, flieg.

Schluss jetzt.

Es ist sinnlos.

Er ist tot, er ist tot.

Der Schmetterling ist tot.

Er kommt nicht mehr wieder, genauso wie mein

Vater und meine Mutter.

Sie sind auch im Flug getötet worden, nicht

wahr?

Nein, im Kampf, als sie den Menschen, den

sie am meisten geliebt haben, verteidigten.

Aber der Schmetterling kommt nicht wieder und ich

war's, die ihn getötet hat.

Wenn du es wirklich willst, kommt er wieder.

Und ich fühle, dass er dir verziehen hat.

Er kann mir nicht verzeihen, was ich getan

hab.

Warum sollte er mir auch verzeihen?

Weil er gütig ist und weil seine Vergebung

aus dir einen besseren Menschen macht.

Ich werde nie mehr einen Schmetterling töten, nie

mehr, das schwöre ich.

Sehr gut.

Wo deine Eltern auch sein mögen.

Jetzt haben sie sich über dich gefreut.

Aber ich freue mich nicht, ich muss jetzt

immerzu weinen.

Weine nur, liebes.

Sehr oft sind Tränen der kürzeste Weg, zur

Freude zurückzufinden.

Das schaffen wir niemals.

Es ist unsere einzige Möglichkeit und wenn wir

hier warten, sowieso...

Sch, keine Zeit mehr.

Wir haben eine dringende Mission zu erfüllen.

Ihr müsst euch beeilen, damit ihr ganz schnell

fertig seid.

In einer Minute geht es los.

Kann man sich hier denn nicht einmal ausruhen?

Was wechselt es ja jetzt schon wieder?

Warum geht sie nicht auch mal stark?

Und was dürfen wir jetzt wieder für sie

tun?

Gehen wir hin, hören wir uns an, was

sie uns zu sagen hat.

Das wäre doch sehr gut.

Wir müssen uns von Tarabas und seiner Mutter

befreien.

Vielleicht finden wir irgendwie eine Möglichkeit, sie aus

dem Weg zu schaffen.

Lasst hören.

Wir haben einen Plan.

Der wird was sein.

Wäre es dir lieber, wenn Celestia dich aufisst?

Still, sei bitte nicht so laut, sie könnte

dich hören.

Also was ist, kommst du mit?

Wir müssen Fantaghiro finden.

Genau, genau, wir brauchen Fantaghiro.

Verstehst du?

Welch ist das eigentlich, eine Ruckelrübe?

Sch, leise.

Wir erklären dir alles unterwegs.

Lass uns erstmal gehen.

Jede Minute hier macht unsere Lage gefährlicher.

Oh.

Guten Tag, ich bin ein Karotten-Gnom und

was bist du?

Jetzt kommt das große Mädchen dran, das ist

nicht so leicht.

Hoffentlich zappelt sie nicht zu sehr.

Wir wollen dir nichts Böses tun.

Halt bitte still.

Sieh sie dir an, sie wird uns aus

der Batsche helfen.

Na hoffentlich.

Oh, sie sieht so unendlich gütig aus.

Pilze, Karotten, Hilfe!

Schmeralda, was hast du?

Ich bin von einer Karotte angegriffen worden.

Ach ja, alles klar.

War sie allein oder waren auch Kartoffeln und

Pilze dabei?

Der Pilz wollte gerade dich angreifen.

Wahrscheinlich hast du einfach schlecht geträumt.

Pilze, Kartoffeln und Karotten greifen niemals Menschen an.

Und jetzt schlaf wieder ein bisschen.

Nein, lieber nicht.

Wir müssen mit euch sprechen, es ist wichtig.

Wer seid ihr?

Ich bin die Pilz-Gnomin.

Ist der Pilz-Gnom?

Ist der Kartoffel-Gnom?

Wieso versteckt ihr euch?

Kommt raus.

Du bist eine Fantaghiro?

Ist das auch was zum Essen?

Lieber nicht.

Ja, mein Name ist Fantaghiro.

Aber wer seid ihr?

Wir sind Verräter.

Und wen habt ihr verraten?

Unseren bösen Herrn.

Und wer ist euer Herr?

Tarabas.

Schmeralda, gib auf.

Schmeid uns nicht den Scheiß.

Sag es ganz vorsichtig mit dem großen Messer.

Ganz fabelhaft, wie ihr mir helft.

Hört ihr uns überhaupt zu?

Nun sagt schon, was wollt ihr überhaupt von

mir?

Wenn du diesen Weg da immer geradeaus weitergehst,

dann erreichst du bald den Schwarzen Wald.

Und dort, wo er am schmerzesten ist, liegt

das Reich von Tarabas.

Hinein kommt man nur durch ein kleines Häuschen.

Es ist das einzige Gebäude im ganzen Schwarzen

Wald.

Du kannst es nicht verfehlen.

Warum erzählst du mir das alles?

Verlier keine Zeit, geh.

Jetzt kennst du mich nicht.

Du kannst sie nicht verfehlen.

Lebe wohl.

Wiedersehen.

Danke.

Wiedersehen.

Auf Wiedersehen.

Ich brauche euch, Geschöpfe der Nacht.

Wacht auf.

Fangt für mich ein kleines Mädchen und eine

Prinzessin.

Und schnell, schlafen könnt ihr später.

Wittert ihr nicht bereits den Duft des Blutes?

Steigt herab, meine süßen Bestien, meine unvergleichlichen Kreaturen.

Schön, um eure gute Mutter glücklich zu machen.

Braucht ihr nur die üble Prinzessin Fantaghiro und

diese Göhre Smeralda aufzuspülen.

Nein, auffressen dürft ihr sie nicht.

Später machen wir das.

Für den Augenblick will ich sie lebend hier

haben, also Geduld.

Aber passt ja auf, Tarabas darf nichts davon

erfahren.

Nein, es ist nicht so, wie ihr denkt.

Ich will ihm eine Geburtstagsüberraschung bereiten.

Und jetzt werde ich sehen, wo sie sind.

Nein, hier nicht.

Hier auch nicht.

Dort, endlich.

Ihr könnt euch nicht von mir verbergen.

In dem Gemäuer, auf dem blauen Hügel sind

sie.

Ihr könnt sie nicht verfehlen.

Ihr werdet ihr Blut riechen und das wird

euch geradewegs zu ihrem Versteck führen.

Kratzt sie auf, wenn ihr wollt.

Ihr könnt sie auch verletzen.

Lasst sie leiden, blendet sie.

Aber lasst ihnen ihr Leben.

Ein dummes, unnützes Leben.

Hey, bereit?

Ja.

Eins, zwei, drei und los.

Wir zwei

haben ein paar Dinge klarzustellen, mein Junge.

Halte deine Zunge im Zaum, sonst mache ich

dich nicht fertig.

Meine Brust.

Was ist aus meiner schönen Brust geworden?

Ich weiß nicht, ob genug Wolkenpulver da ist,

um so große Steine umzuwandeln.

Du machst das auf der Stelle, sonst schwöre

ich, ich werde dich...

Ich kann sie vielleicht ein bisschen kleiner machen.

Das wäre dein Untergang, Blitz.

Je kleiner meine Brust, desto größer die Rache.

Schon gut, schon gut.

Es wird alles wie früher.

Da bin ich wieder.

In voller Schönheit.

Meine Hände.

Meine wundervollen Hände.

Oh, und meine Beine.

Ich habe endlich meine Beine wieder.

Ich habe sie ja so vermisst.

Oh, mein Ring.

Hey, Blitz.

Wo ist mein Ring?

Ich habe ihn nicht.

Wie kannst du nur glauben, dass ich ihn

gestohlen hätte?

Als ob du zu so einem gemeinen Scherz

nicht fähig wärst.

Los her damit.

Oh, gut.

Jetzt bist du ja wieder vollständig.

Da musst du uns helfen.

Warum?

Wir haben dich wieder hergestellt.

Findest du nicht, dass wir ein klein wenig

Dankbarkeit verdienen?

Dankbarkeit?

Von mir?

Für wen haltet ihr mich?

Was redest du da?

Ich war noch nie im Leben jemandem dankbar.

Und ich erweise auch keine Wohltaten.

Es sei denn, man zwingt mich dazu.

Du wirst ja dazu gezwungen.

Wieso?

Aus welchem Grund?

Weil dir noch ein ziemlich wichtiges Teilchen fehlt.

Oh, ist das wahr?

Sag, welches Teilchen?

Hier ist alles vorhanden.

Da fehlt nichts.

Also wovon redest du, du Dummkopf?

Ich bin ganz und gar vollständig.

Nein, für dich ist normal, dass du sein

Fehlen nicht spürst.

Dein Herz haben wir dir nicht zurückgegeben.

Mein Herz?

Ich habe kein Herz?

Ja, stimmt.

Kein einziger Schlag.

Kannst du mir vielleicht sagen, wie ich ohne

Herz leben soll?

Wenn du es mir nicht auf der Stelle

zurückgibst, du missratene Stück, dann schwöre ich dir,

ich werde...

Hier ist es.

Oh, so klein soll mein Herz sein?

Es ist ein Wunder, dass du überhaupt eins

hast.

Naja, besser als gar nichts.

Oh nein, das wird deine Belohnung sein.

Du bekommst es erst, wenn du uns geholfen

hast.

Gib es mir sofort zurück, du Halunke!

Geht nicht.

Ich habe es verschluckt.

Ist das nicht ungeheuerlich?

Er hat mein Herz verschluckt, der Schurke.

Unglaublich, sowas.

Spuck es sofort wieder aus!

Spuck es aus, habe ich gesagt!

Wohin willst du?

Komm her!

Ja, verwahre es gut.

Und nun lass uns verhandeln.

Halte ihn gefälligst fest, er hat mein Herz

verschlungen.

Du wirst es sehr bald wiederbekommen, das verspreche

ich dir.

Und du weißt, dass ich meine Versprechen immer

halte.

Aber vorher unterstützt du unseren Kampf.

Denn ich trete gegen Tarabas an.

Na, viel Glück, Kleine.

Du musst mir ein paar Tricks zeigen, damit

ich mich besser gegen ihn verteidigen kann.

Es gibt keine Verteidigung gegen Tarabas.

Na, verrat mir doch irgendeinen Kniff, damit ich

etwas Zeit gewinne.

Warte, das muss ich mir genau überlegen.

Du, du meine schlimmste Feindin, gehst mich um

eine Lektion in schwarzer Magie an?

Ja, ich würde alles tun, um Romualdo zu

retten.

Nein, nichts.

Ich fürchte, es ist unmöglich, ihn wieder zu

erwecken.

Wie viele Mädchen sind noch da?

Oh nein, das ist doch nicht möglich.

Suche alle Bosheit zusammen, in jedem Winkel deines

Inneren.

Da hänge jeden anderen Gedanken beiseite.

Und suche in der tiefsten Tiefe deiner Seele.

Dort wirst du bestimmt eine Spur entdecken.

Das ist aber schwierig.

In jedem menschlichen Wesen stecken Gutes und Böses.

Und wenn du dich konzentrierst, findest du das

Böse mit tödlicher Sicherheit.

Ich weiß nicht.

An was soll ich denken?

Sicher hast du in deinem Leben schon mal

die eine oder andere Bosheit begangen.

Denk an irgendwelche Gemeinheiten, eine scheußliche Tat, eine

Grausamkeit.

Vielleicht als du noch ein kleines Mädchen warst.

Ich erinnere mich, ja.

Ich...

Ich habe etwas Schreckliches gemacht.

Etwas Gemeines.

Ich war noch klein.

Ähm, nein.

Ich schäme mich zu sehr, darüber zu sprechen.

Los, sprich frei heraus.

So leicht bin ich nicht zu schockieren.

Ich war...

Ich war noch ein Kind.

Und damals hat es...

...hat es mir Spaß gemacht.

Mit einer Schleuder die Puppen meiner Schwester...

...zu erschießen.

Nein!

Das hast du wirklich gemacht.

Welch abgrundtiefe Bosheit.

Das ist ja fürchterlich.

Sei es verziehen.

Verzichten wir auf weitere Theorie und kommen wir

gleich zur Praxis.

Sieh hin.

Wie hast du das nur gemacht?

Ist die süß.

Was soll das heißen?

Das ist ein Monster.

Kannst du immer nur Vollkommenheit und Schönheit sehen?

Leugnest du die Wirklichkeit?

Du bist eine Heuchlerin.

Die Kröte, die du da streichelst, ist hässlich

und abstoßend.

Los, sag, dass es so ist.

Das kann ich nicht.

Ich halte sie für entzückend.

Oh!

Dann wollen wir noch einen letzten Versuch machen.

Wir stellen deine Willensstärke auf die Probe.

Schließe die Augen.

Und denke an nichts.

Und nun fühlst du dich vollkommen leer.

Dich gibt es überhaupt nicht.

Du bist ein riesiger, vollkommener, aber leerer Kreis

geworden.

Nur in seiner Mitte sitzt die Kröte.

Ja, diese entzückende kleine Kröte.

Konzentriere dich auf sie.

Erfasse ihre Schönheit.

Und dann musst du im Geiste über ihre

Haut streicheln.

Sie wird größer.

Aber sie kann auch um vieles größer werden.

Viel größer, viel größer.

Und bumm, ist sie zerplatzt.

Ich will aber nicht, dass sie zerplatzt.

Wie zum Teufel soll ich dir dann beibringen,

dich gegen Tarabas zu verteidigen?

Böses kann man nur mit Bösem bekämpfen.

Du wirst jetzt dieses dumme Tier explodieren lassen.

Das ist doch gar nichts, ein Kinderspiel.

Du brauchst dich nur ein bisschen zusammenzunehmen und

schon platzen sie.

Ich will es aber nicht.

Du wirst das jetzt machen.

Nein, ich will nicht.

Doch!

Nein!

Sehr gut, Kleine.

Du hast es getan.

Das Biest ist geplatzt.

Nein, ist sie ganz sicher nicht.

Smeralda!

Ah!

Patrick, Hilfe!

Lass mich los!

Nein!

Patrick, Hilfe!

Smeralda, wo bist du?

Es ist Schluss!

Ihr Kreaturen habt es gemacht, meinen Unterricht zu

stören und ich, die schwarze Königin, reagiere auf

Störungen böse.

Smeralda!

Wo bist du?

Schnell, wir müssen Tarabas finden.

Du hast noch keinen Funken schwarzer Magie gelernt,

Kindchen.

Ich kann darauf verzichten.

Bist du dir so sicher?

Niemand weiß, wo das Reich von Tarabas versteckt

liegt.

Ich weiß es, aber du brauchst nicht mitzukommen.

Kindchen, ich träume seit vielen hundert Jahren davon,

Tarabas zu begegnen.

Ausgezeichnet.

Sehr gut gemacht.

Du darfst gehen.

Was ist?

Du sollst gehen?

Worauf wachtest du?

Ah, ich verstehe.

Keiner von euch will etwas für mich aus

reiner Freude an Gehorsam machen.

Und auch...

Hier, das ist deine Belohnung.

Hilfe!

Und nun kommen wir zu dir, meine hübsche

junge Feindin.

Hier gefällt es mir aber überhaupt nicht.

Da kriegt man ja Gänsehaut.

Also ich kann mir auch schöneres vorstellen.

Wundervoll!

Es ist hier wie bei mir zu Hause.

Schluss mit dem Geschwätz.

Wir müssen das Häuschen finden.

Es muss hier irgendwo sein.

Gebt alle acht.

Lasst mich frei!

Sonst wird Fantaghiros Heim sein.

Das verspreche ich euch.

Ah, dann stimmt es also, dass dieses dumme

Ding herkommen will, um Tarabas zu töten.

Natürlich, weil er so böse ist.

Und es ist ja auch kein Wunder, dass

er so ist.

Bei der Mutter...

Oh, ich zeig's dir, du unverschämte Göre.

Wieso bist du so überzeugt, dass es Fantaghiro

gelingt?

Welche Waffen will sie einsetzen, um meinen Sohn

zu schlagen?

Ich weiß es nicht, aber es wird ihr

gelingen.

Ah, vielleicht bist sogar du ihre Geheimwaffe.

Vielleicht bist du die todbringende Königstochter, die in

der Lage sein soll, das Reich meines Sohnes

zu vernichten.

Ich weiß nicht, wovon ihr redet.

Ach, wirklich nicht?

Na gut.

Nein!

Dann wollen wir mal sehen, ob dir so

etwas einfällt.

Dieser Boden reicht hinunter bis zur Mitte der

Erde.

Dort unten ist es so angenehm, dass noch

nie jemand zurückgekommen ist.

Nein, nicht!

Halt zu!

Warte!

Ein kleiner Wink von mir genügt schon.

Wenn ich es für richtig halte, dann fällst

du hinein und bleibst unten in alle Ewigkeit.

Da ist es!

Das muss es sein!

Keine Türen, keine Fenster.

Wie sollen wir da reinkommen?

Seltsam.

So etwas habe ich noch nie erlebt.

Die Klinge prallt zurück.

Du bist jetzt an der Reihe, Stein.

Du musst deine Bresche schlagen.

Das ist nicht ein Stahlhaken!

Nein, nein!

Au!

Geht nicht.

Die Mauer ist noch härter als du.

Donna, was machst du da?

Hör auf damit!

Findest du, dass sie in diesem Moment passen?

Ich konnte einfach nicht mehr.

Ich kann nicht widerstehen.

Ich werde immer schwach bei Marzipan und die

sind besonders köstlich.

Wir haben nichts als Schwierigkeiten und du denkst

ans Essen.

Donna hat recht.

Wenn das Häuschen aus Süßigkeiten besteht, dann kommt

man nur rein, indem man es aufisst.

Dann mal los.

Wir fangen mit den Ecken an.

Die sind leichter abzubeißen.

Gar nicht schlecht.

Und du willst nicht?

Hast du keine Lust, uns zu helfen?

Los ist mit Süßigkeiten!

Bist du ganz und gar und vollkommen verrückt

geworden?

Denkst du, dass ich dafür um eine wundervolle,

beneidenswerte Figur einer solchen Gefahr aussetzen würde?

Willst du nun in das Versteck von Tarabas

eindringen oder nicht?

Hätten sie das Häuschen nicht aus Haar verbauen

können?

Ich habe eine Neuigkeit, die dich vielleicht aus

deiner Schwermut reißen kann.

Lass mich in Ruhe, Mutter.

Ich bitte dich, ich will deine Stimme nicht

hören.

Auch da nicht, wenn ich dir mitteile, dass

deine Geliebte im Anmarsch ist?

Das ist doch völlig unmöglich.

Hat sie mich wirklich gefunden?

Was hast du mit ihr gemacht?

Antworte!

Ganz ruhig.

Eine der Pilzwachen hat mir eben die Meldung

übermittelt, dass Fantaghiro dabei ist, sich durchs Marzipan

durchzubeißen.

Ich kann das verhindern, wenn du willst.

Noch ist Zeit.

Ja.

Nein, warte.

Lass hier reinkommen.

Ich trete noch einmal vor sie hin.

Diese Finsternis, das alles.

Es ist so furchtbar.

Alles ist so dunkel und kalt.

Ich will das ändern, Mutter.

Ich will alles neu machen.

Ich will alles so, dass es ihr gefällt.

Tarabas.

Der einzige Grund, aus dem sie hierher kommt,

ist, weil sie ihre große Liebe ins Leben

zurückrufen möchte.

Sie will dich nur sehen, weil du das

einzige Hindernis bist, das ihrem Glück im Wege

steht.

Und was ist mit meinem Glück?

Höre, ich habe dich nicht zur Welt gebracht,

damit du glücklich bist.

So viel habe ich noch nie gegessen.

Mir ist schlecht.

Da drin sind ja Kinder.

Wer hat euch das angetanzt?

Versteckt euch nicht.

Ich will euch nichts Böses.

Ich werde euch befreien.

Ist Tarabas Grausamkeit wirklich so groß?

Kommt raus.

Ja, los.

Kommt mit mir raus in die Freiheit.

Einen einfachen Maulkorb hat er ihnen angehext?

Das sind Zauberkunststückchen auf unterstem Niveau, niedrigster

Schwierigkeitsgrad.

Dann dürfte es ja auch nicht schwierig sein,

sie wieder verschwinden zu lassen.

Nur rechne nicht mit mir.

Oh, ich verstehe.

Du kannst es nicht, sie schafft es nicht.

Ach was, das ist eine Kleinigkeit für mich,

Kindchen.

Du legst bloß den Finger hierher und sagst

dreimal hintereinander das Wort Mund.

Verkehrt drum, rückwärts.

Num.

Num.

Num.

So, siehst du?

Wir können wieder sprechen!

Was ist da passiert?

Ich hatte gar nicht vor, euch von den

Dingern zu befreien, das ist doch...

Lass sie in Ruhe!

Diese Kinder hat Tarabas geraubt.

Ihr habt bestimmt großen Hunger und seid müde.

Dann mal los!

Kommt essen!

Nein, das können wir nicht!

Verlang das nicht für uns!

Wir hassen dieses Haus viel zu sehr.

Anfangs haben wir davon genascht, aber jetzt kriegen

wir kein Bissen mehr runter.

Sag, wie gelange ich zu Tarabas Versteck?

Ganz einfach, du musst dreimal auf den Pilz

im Häuschen klopfen, das ist das Zeichen.

Also, worauf warten wir dann noch?

Augenblick!

Blitz, Donner!

Ihr bringt die Kinder sofort in mein Schloss

und das so schnell wie möglich.

Zu Fuß dauert das Jahrhunderte, wir würden nie

ankommen.

Das ist wahr, ja.

Wir brauchen einen Wagen.

Bitte, schwarze Hexe, tu etwas.

Oh nein, was zu viel ist, ist zu

viel.

Nochmal legst du mich nicht rein.

Du kannst warten, bis du schwarz wirst, ehe

ich dir einen Wagen herbeizaubere.

Oh, ich wusste es doch, grauenvoll, ich habe

vollkommen die Kontrolle über mich verloren.

Schnell Kinder, steigt auf, beeilt euch, schnell.

Hilfe, da sind ja Schlangen.

Was hast du da gemacht?

Schließlich habe ich einen schlechten Ruf zu verteidigen.

Den macht dir niemand streitig, aber nun habe

bitte die Güte und zaubere diese Schlangen wieder

weg.

Schnell, die Schlangen weg.

Sobald ihr im Schloss seid, sagt meinen Schwestern,

sie möchten alle Könige rufen.

Und jetzt fahrt zu, ihr dürft keine Zeit

vergeuden.

Du musst mir glauben, das habe ich nur

getan, damit ich mein Herz wieder bekomme.

Hast du verstanden?

Keine Angst, du bekommst es wieder.

Fantaghiro, warte da.

Es ist besser, wenn ich vorausgehe, ich bin

mit solchen Umgebungen wesentlich vertrauter.

Wenn ich es mir recht überlege und um

Schwierigkeiten zu vermeiden, warum sagen wir nicht einfach,

dass du meine Gefangene bist?

Das ist eine gute Idee.

Aber natürlich doch, sie stammt ja auch von

mir.

Jetzt folge mir, aber sage keinen einzigen Ton.

Lass nur mich sprechen, auf mich werden sie

hören.

Ich bin ja nicht irgendeine hergelaufene Hexe.

Keine falsche Bewegung, sonst bist du ein Siegstier.

Das ist nur Gemüse.

Hör gar nicht hin.

Geht mir sofort aus den Augen, sonst sorge

ich dafür, dass ihr fein geschnippelt in einen

Topf mit kochendem Wasser landet.

Das schwöre ich euch.

Wir haben Befehl, niemanden durchzulassen, das geht doch

für euch.

Ich mache, was ich will, du Gnum.

Ich bin die Schwarze Hexe und komme, um

euch eine wertvolle Geisel zu bringen.

Los aus dem Weg!

Lass sie ein!

Papa!

Ein Befehl von Tara!

Lass sie durch!

Lass sie weg!

Was habe ich dir gesagt, Kindchen?

Zunächst die Geisel.

Aufmachen sofort!

Ihr macht einen Fehler!

Ihr habt mich ausgeschlossen!

Hey, ihr!

Papa!

Ich schwöre dir, das zahle ich dir heim,

Fantaghiro!

Es ist nicht nett, im Waffen deinen Besuch

abzustatten.

Haltet mir meine Waffe wieder!

Und meinen Stein!

Ich mache hier keinen Höflichkeitsbesuch.

Die Schwarze Hexe hat mich gefangen, genau mein...

Lüge nicht, Fantaghiro.

Ich weiß, dass ihr nicht ihre Gefangenen seid.

Wieso hattet ihr es so eilig, mich zu

entwaffnen?

Habt ihr solche Angst vor meinem Schwert?

Nein, ich fürchte eure Waffen nicht.

Niemand kann mich verwunden.

Auch nicht die Schwarze Hexe mit ihren billigen

Zaubertricks.

Ich bin nicht gekommen, weil ich euch wehtun

will.

Das habt ihr bereits getan.

Sehr weh.

Und anderen habt ihr stets Leid, Schmerz und

Trauer gebracht.

Das muss ich euch ins Gesicht sagen.

Nein, ihr dürft mir nicht nahe kommen.

Ich bin es gewohnt, dem Menschen, mit dem

ich rede, gerade in die Augen zu schauen.

Wer mich erblickt hat, hatte keine Chance mehr,

es zu erzählen.

Ich habe keine Angst.

Ich will den sehen, der kaltglütig die schrecklichsten

Verbrechen begeht.

Der Eltern ihre geliebten Kinder entreißt.

Der den Mann, den ich liebe, in eine

Statue verwandelt hat.

Der um sich her Tod seht und Verzweiflung.

Ich will das Antlitz des Bösen sehen.

Wo seid ihr?

Spielt keine Spielchen mit mir.

Ihr?

Hier?

Tarabas.

Warum habt ihr mich nicht schon früher getötet?

Warum habt ihr erlaubt, dass ich bis hierher

komme?

Seid ihr so grausam, dass ihr sehen wollt,

wie ich mich flehen vor euch hinkniee?

Also gut, wie ihr wollt.

Ich knie vor euch.

Los, tötet mich, während ich um das Leben

des Mannes bitte, den ich liebe.

Verzicht auf ihn, Fantaghiro.

Ich kann dir stattdessen ganze Reiche schenken.

Alle Schätze dieser Welt.

Dir die Gabe der Unsterblichkeit verleihen.

Der ewigen Jugend.

Wozu ist schon die Ewigkeit ohne Liebe gut?

Du hast meine Liebe.

Eure?

Was versteht ihr schon von Liebe?

Einiges konnte ich von dir lernen.

Und diese Liebe macht mich leiden.

Nein, das ist nicht wahr.

Ihr leidet nicht.

Sonst würdet ihr doch Mitleid haben.

Und mir Romualdo endlich wiedergeben.

Romualdo?

Du würdest alles für Romualdo tun.

Sogar mich küssen.

Mich, den du hasst.

Und verachtest.

Ja.

Wenn ihm das das Leben retten würde?

Aber mein Kuss ist todbringend.

Weil ich dazu verdammt bin, jeden zu verschlingen,

den ich küsse.

Gib acht, Fantaghiro.

Es wäre dein Tod, wenn du mich küsst.

Ein Leben ohne Romualdo hat keinen Sinn für

mich.

So sehr liebst du diesen Mann?

Ja.

Mehr als mein eigenes Leben.

Wärst du bereit, auf ihn zu kämpfen?

Auf ihn zu verzichten?

Wenn ich ihn wiedererwecke?

So hoch ist der Preis, den ich zahlen

müsste?

Noch höher, viel höher noch.

Als Gegenleistung für meinen Kuss gibst du mir

ein Versprechen.

Du musst meine Frau werden.

Du wirst Königin über ein Reich aus ewigem

Dunkel und wirst mit mir diese Finsternis teilen.

Wenn das der Preis ist, Tarabas, dann bezahle

ich ihn.

Du hast mein Versprechen.

Du wirst es nicht bereuen, meine Königin.

In einer Million Jahre nicht.

Ich bin für deinen Kuss bereit, Fantaghiro.

Ich hoffe, diese Ketten werden verhindern, dass ich

dir wehtue.

Und ich schwöre feierlich, dass ich mit dir

zusammensterben werde, falls du den Kuss nicht überlebst.

Nein, Tarabas!

Leiste diesen Spuren nicht!

Zu spät, Mutter.

Jetzt ist er ausgesprochen.

Küsse ihn nicht, Fantaghiro.

Er wird sonst zur wilden Bestie, die dich

verschlingt.

Du verlierst dein Leben und ich meinen Sohn.

Nein, für mich gibt es kein Zurück.

Ich kann nicht zusehen, wie ihr in den

Tod geht.

Dann lass uns doch allein, geh schon!

Ich bin bereit, Tarabas.

Sieh mich einen Augenblick, bloß einen Moment.

Ohne Hass an.

Küsse mich ein wenig mit dem Gefühl, als

würdest du Romualdo küssen.

Dann werde ich also an ihn denken, wenn

ich dich küsse.

Ich bin hier nicht der Einzige, der grausam

ist.

Möge mein Kuss dir Leben bringen und kein

Todeskuss sein.

Tarabas, mein Sohn, du lebst noch, dieses Glück.

Noch haben wir die Quelle unserer Macht nicht

verloren.

Da ist er gefangen, der unmögliche Kuss.

Der Kuss des Tarabas.

Du musst sein Pulver auf die Lippen deines

Liebsten streuen.

Nur das bringt ihn ins Leben zurück.

Trage du es zu, Romualdo.

Ich muss ein wenig Zeit haben.

Du musst dein Versprechen einlösen.

Manche Versprechen werden gegeben, um gleich wieder gebrochen

zu werden.

Nicht meine, schwarze Hexe.

Eile, schwarze Hexe.

Die Hitze des Kusses verfliegt sonst.

Von Rot wird sie zu Rosa.

Von Rosa zu Gelb.

Von Gelb zu Weiß.

Und wenn sie weiß ist, ist jede Kraft

verloren.

Noch einmal kann ich nicht küssen.

Hörst du, der unmögliche Kuss ist unwiederholbar.

Du bist meine einzige Hoffnung.

Rette meinen Geliebten.

Und sollte ich ihn nicht mehr wiedersehen, so

gehört ihm doch mein Herz auf ewig.

Eine Bedingung, Tarabas.

Vor unserer Hochzeit musst du Smeralda freilassen.

Sie ist eine Gefangene.

Sie wird eine Brautjungfer.

Oh.

Du bist ja wunderschön.

Du darfst nicht traurig sein.

Du wirst gleich heiraten.

Dann musst du doch immer zu lächeln.

Ich habe kein Lächeln mehr übrig.

Für niemanden, kleine Gnomin.

Für mich auch nicht?

Smeralda, für dich immer.

Sag mir, wie geht es dir?

Was haben sie dir getan?

Eine grässliche Eile hat mich an einem Strick

über einen tiefen Brunnen aufgehängt.

Aber ich habe ihr gesagt, du hast mich

ja auch gerettet, nicht?

Das habe ich gern getan.

Und bald wirst du fortgehen und in meinem

Schloss wohnen.

In meinem schönen Schloss.

Kommst du denn nicht mit?

Nein, ich kann nicht.

Ich muss Tarabas heiraten und lebe dann an

seiner Seite.

Du weißt, wen ich meine, Smeralda.

Er ist dieser Fremde, der uns auf unserer

langen Reise beschützt hat.

Ich werde dich nicht verlassen.

Das ist nicht machbar.

Das darfst du nicht.

Kinder werden hier nicht geliebt.

Aber nur kurze Zeit, dann bin ich groß.

Was ist mit euch?

Ich muss mit euch sprechen.

Was willst du denn jetzt schon wieder?

Hier drinnen ist das Zauberpulver, das Romualdo wieder

zum Leben erweckt.

Fantaghiro hat mich gebeten, es hinzubringen, bevor es

weiß wird.

Aber ich mache es erst, bevor es weiß

wird.

Stell es heraus!

Und wenn das ein Trick ist, woher soll

ich das wissen?

Das kannst du nicht wissen, du musst mir

glauben.

Sieh her, es wird schon gelb.

Wir haben keine Sekunde zu verlieren.

Stell dich nicht so an, wir müssen uns

beeilen.

Gib ihr ihr Herz zurück, sie hat es

sich inzwischen ja auch verdient.

Meinetwegen, ich hatte es gar nicht wirklich geschluckt.

Nein, ich habe

es...

Ich kann nicht mehr miteinander reden.

Endlich habe ich mein Herz wieder.

Ein ganz anderes Gefühl.

Hör auf zu schwatzen und flieg zum Schloss.

Es ist schon fast gelb.

Ich denke nicht im Traum daran, zu diesem

Schloss zu gehen und ihr seid euch im

Klaren darüber, dass ich Romualdo nie erwecke.

Und Fantaghiro, dieses törichte, arme, leichtbläubige Ding, heiratet

diese Bestie Tarabas umsandt.

Ihre ach so edlen Bemühungen werden sinnlos sein.

Dies ist der schönste Tag meines Lebens.

Ich würde gerne dasselbe sagen können.

Ich war bereit für dich zu sterben.

Das ist wahr, nur stattdessen habt ihr mir

mein Leben genommen.

Du wirst mich nie lieben, nicht wahr?

Ihr könnt mich haben, aber verlangt nicht von

mir, dass ich euch liebe.

Was muss ich tun, damit du mich liebst?

Da gibt es nur eins.

Eine Geste wahrer Liebe würde genügen.

Welche Geste?

Sag es mir.

Ein solches Zeichen kann ich nicht vorschlagen.

So etwas kommt aus dem Herzen.

Das müsste euch schon von alleine einfallen.

Verheirate uns, Mutter.

Gib uns deinen Fluch.

Vereine mein Blut mit ihrem.

Lass uns niemanden trennen bis in alle Ewigkeit.

Halt!

Nein, Fantaghiro, du darfst das nicht tun.

Sie betrügen dich.

Die schwarze Hexe hat dich belogen.

Sie ist nicht zu deinem Schloss gegangen und

das Taubepulver ist schon fast weiß.

Wenn du mich willst, suche die schwarze Hexe.

Tu es für mich.

Nein, das Schicksal vermag ich nicht aufzuhalten.

Ihr nicht, aber ich.

Dafür habe ich gestritten, gegen jeden Feind.

Alle eure Forderungen sind erfüllt worden.

Und jetzt muss ich sie suchen.

Ich muss sie finden.

Erst heirate mich.

Nein, nicht bevor Romualdo wieder zum Leben erweckt

ist.

Sonst töte ich mich.

Dann werdet ihr mich nie besitzen.

Wieso tust du es nicht, Fantaghiro?

Worauf wartest du noch, hm?

Gut.

Geh nur.

Dein Pferd wartet schon draußen auf dich.

Es bringt dich zur schwarzen Hexe.

Aber vergiss dein Versprechen nicht.

Du fliegst wie der Wind.

Die Bäume weichen aus, wenn du vorbeiziehst.

Die Straßen werden kürzer, um dir deinen Weg

zu erleichtern.

Du wirst bald an deinem Ziel sein.

Nichts vermag dich aufzuhalten.

Tage werden zu Stunden, Stunden zu Minuten.

Denn je eher du die schwarze Hexe findest,

desto eher kommst du zurück, dein Versprechen einzulösen.

Denn du hältst immer deine Versprechen.

Wo ist Smeralda?

Mutter.

Warte hier, bleib wo du bist.

So nicht, meine Kleine.

Du und deine Freundin gehen vielleicht meinen Sohn

hinters Licht führen, aber nicht mich.

Ich räume euch beide aus dem Weg.

Und mit dir werde ich schon mal anfangen.

Ich werde nicht zulassen, dass ihr alles vernichtet,

was ich aufgebaut habe.

Tarabas verdankt seine Macht mir.

Die ganze Niedertracht seines Wesens hat er von

mir.

Die Grausamkeit habe ich in sein Blut gelegt.

Mir allein hat er es zu verdanken, dass

er nie in seinem ganzen Leben geliebt wird,

sodass nicht seine Macht der Bosheit gefährden kann.

Und nun werde ich nicht erlauben, dass mir

irgendjemand nimmt, was mir zusteht.

Ihr müsst sterben.

Halt!

Du warst das.

Du, Mutter.

Du, du hast mein Unglück verursacht.

Lass das Kind frei.

Auf der Stelle.

Jetzt.

Jetzt weiß ich, wer zu strafen ist.

Grausam soll ich sein?

Ich werde dich zufriedenstellen.

Ich gehe bis zum Äußersten.

Deine Vernichtung soll mein Meisterstück an Grausamkeit werden.

Warum sollte ich es nicht tun?

Sie ist doch deine Mutter, auch wenn sie

noch...

Gut, du wirst leben.

Du sollst leben.

Aber du wirst die Last meiner Vergebung auf

deiner Seele tragen.

Und das Wissen um mein Verzeihen ist sicher

eine harte Strafe für dich.

Was hast du mit mir vor?

Dein Leben lasse ich dir, Mutter.

Aber all deine Macht werde ich dir nehmen.

Du hörst auf, eine Hexe zu sein.

Deine Zauberkräfte sind vernichtet.

Oh nein!

Lass mir meine Zauberkräfte!

Lass mir meine Macht!

Nein!

Nein!

Jetzt bin ich dein Gefangener.

Schwarze Hexe, wo bist du?

Schwarze Hexe, wo bist du?

Du steckst hier irgendwo, das weiß ich.

Was ist?

Zeig dich!

Hast du vielleicht Angst vor mir?

Ich?

Angst vor dir?

Meine Rache ist nun endlich nach all dieser

Zeit vollendet.

Dein großes Opfer war umsonst.

Ich habe gar kein Opfer gebracht.

Noch sind Tarabas und ich nicht verheiratet.

Oh, verflucht.

Dieser elende Blitz hat dich rechtzeitig gewarnt.

Und nun bitte ich dich, gib mir das

Zauberpulver.

Es wäre besser für dich.

Du drohst mir, du Waxtes!

Nun bist du zu weit gegangen!

Vermichtet wirst du, Fantaghiro!

Für alle Ewigkeit!

Sei klug, Schwarze Hexe, wenn du wirklich die

Beste sein willst.

Drück dich deutlicher aus, Mädchen!

Und das sage ich dir, versuche ja nicht

mich reinzulegen.

Wird Romualdo wiedererweckt, dann muss ich Tarabas heiraten.

Und glaubst du nicht, ich könnte einen anderen

Menschen aus ihm machen?

Na und, worauf willst du hinaus?

Von allen Zauberern, die es auf der Welt

gibt, wärst du dann bei weitem die Böseste.

Schade, dass es dafür zu spät ist.

Hier, sieh selbst, Fantaghiro.

Es ist schon fast ganz weiß geworden.

Ich werde es trotzdem versuchen.

Ich muss es versuchen.

Das ist doch hoffnungslos, es ist zu spät!

Du machst dich bloß lächerlich.

Wahre Liebe ist niemals lächerlich.

Das wird mir meine Zauberkraft zurückgeben.

Ich will keine gewöhnliche Sterbliche sein.

Wenn Tarabas sterben will, dann soll er meinetwegen

aber ohne mich.

Ich kann ohne meine Macht nicht leben, ohne

meine Grausamkeit.

Dann ist es besser, wenn du stirbst!

Jetzt bist du erledigt!

Nein!

Nicht das Elixier ewiger Bosheit!

Nein!

Schluss mit deiner Bosheit!

Was wollt ihr von mir?

Seid ihr noch nicht zufrieden mit dem, was

ihr schon verbrochen habt?

Mit der ekelhaften Gewächse?

Wenn ich erst wieder ich selbst bin, dann

verwandle ich euch alle in...

Du kannst uns nichts mehr anhaben.

So, beruhigt euch doch.

Im Grunde bin ich gar nicht mehr böse.

Jahrhundert um Jahrhundert hast du uns gequält.

Das heißt, du und Super hast du aus

uns gemacht, geröstet hast du uns.

Jetzt drehen wir den Spieß um und werden

dich verdeutlichen.

Wie möchtest du am liebsten zubereitet werden?

Dann könnten wir ja lieber vorher die Zähne

ziehen.

Nein, wir haben nie so jung wie sie

ist ins Feuer.

Zähne?

Verzeiht mir!

Halt so gut, verzeiht mir!

Wenn ihr jetzt milde zeigt, dann werdet ihr

euch viel besser fühlen.

Es ist nur eine Möglichkeit, dass wir uns

besser fühlen!

Im Namen meiner Liebe zu dir, ich flehe

dich an Liebe.

Bitte öffne die Augen und lächle mich an.

Es kann

doch nicht alles vorüber sein!

Es darf nicht zu Ende sein!

Romualdo!

Fantaghiro, eine Hoffnung.

Komm, komm!

Habt ihr gefürchtet, ich komme nicht zurück?

Nein, aber dass du nicht rechtzeitig herkommst.

So war es auch.

Aber ich könnte euch noch einmal küssen.

Nein, unsere Küsse würden nicht mehr dasselbe bewirken.

Vielleicht mit einer anderen Frau.

Ich liebe aber nur dich.

Und hast du sie denn gar nicht lieb?

Oh doch, natürlich.

Dann küsse sie.

Nein.

Ich würde zu einer Bestie, das weißt du

doch.

Ich glaube, du irrst dich.

Das ist Vergangenheit.

Ich hätte vor dir Angst, wenn du böse

wärst.

Stimmt doch nicht?

Jetzt wird er wieder erwarten.

Und ich werde mein Versprechen halten.

Weißt du noch, worum du mich gebeten hast?

Um eine Geste, die aus dem Herzen kommt.

Nun weiß ich, was ich tun muss.

Ich entbinde dich von deinem Schwur.

Ich werde alles Böse ablegen.

Ich lebe in Zukunft als Sterblicher.

Die Propheteiung hat sich erfüllt.

Die Unschuld deiner Königstochter hat mein Reich des

Bösen besiegt.

Lass diese Flamme nie in dir erlöschen, liebste

Fantaghiro.

Ich versuche es.

Geh nun.

Geh zu dem Mann, den du liebst.

Bald wacht wieder alles.

Es ist wahr geworden.

Wo bin ich?

Du bist zu Hause, mein Geliebter.

Es ist wie nach einer langen Reise.

Es war wie ein unendlicher Ritt im Tal

der Finsternis.

Ich war immer an deiner Seite, Romualdo.

Und nun ist es wieder hell geworden.

Du bist

einfach weg.

Sagst nicht mal auf Wiedersehen.

Du hast recht, meine kleine Smeralda.

Und damit du mir verzeihen kannst, werde ich

dir ein kostbares Geschenk machen.

Ein Geschenk?

Wenn du allein in deinem Zimmer bist, denke

an das, was du dir am meisten auf

der Welt wünschst.

Dann musst du dreimal meinen Namen aussprechen und

dein Wunsch wird erfüllt.

Das, was ich am allermeisten wünsche?

Das, was ich am meisten liebe?

Aber ja!

Ja, das ist es!

Tarabas!

Gut, meine kleine Smeralda.

Du hast eine ausgezeichnete Wahl getroffen.

Nun sprich

meinen Namen ein letztes Mal aus.

Unser Kind.

Smeralda.

Meine geliebte Tochter.

Wir werden uns niemals mehr trennen.

Wir werden dich nie wieder verlassen, Kind.

Wir haben also schon eine Tochter?

Ja, ich stelle sie dir vor.

Sie ist etwas Besonderes.

Deshalb liebe ich sie.

Dann ist sie also wie du.

Was erzählt sie?

Psst!

Die böse Frau hat mich bedroht.

Sie wollte mich töten.

Und sie hat es auch bestimmt getan.

Hast du Besuch, Smeralda?

Oder führst du schon Selbstgespräche?

Oh nein!

Ich habe mit ihm gesprochen.

Mit meinen Wünschen.

Dir habe ich zu verdanken, dass ich nie

mehr allein sein werde.

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